Monate: April 2017

Bärlauchpesto und eingelegte Knospen

Dieses Jahr waren wir spät dran mit dem Bärlauchsammeln. Nach unserem Umzug mussten wir die guten Bärlauchstellen in der Umgebung erst einmal finden. Erst nach fünf oder sechs ausgedehnten Spaziergängen war unsere Suche erfolgreich. Bärlauch finden Der Bärlauch liebt feuchte und humusreiche Laubwälder, typischerweise wächst er unter Buchen und gerne auch am Hang. Es lohnt sich, nach solchen Standorten die Augen offen zu halten. Am einfachsten ist es aber, im Freundes- oder Bekanntenkreis nachzufragen, ob jemand einen guten Ort zum Bärlauchpflücken kennt. Wir haben so gleich mehrere gute Tipps bekommen. Wer sich nicht sicher ist, ob das, was er gefunden hat, wirklich Bärlauch ist, dem empfehle ich diesen Artikel vom Experiment Selbstversorgung. Beim Bärlauchsammeln besteht nämlich Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchen oder den Herbstzeitlosen. Außerdem sollte man in Naturschutzgebieten natürlich auf das Sammeln verzichten. Pesto-Rezept Unser Pesto-Rezept will ich euch natürlich nicht vorenthalten. So lässt sich der Bärlauch nämlich wunderbar konservieren und die Bärlauchzeit um viele Monate verlängern. Zutaten: 1 kg Bärlauch 1 ½ l Oliven- oder Sonnenblumenöl 100g Walnüsse 100g Cashew-Nüsse 100g Sonnenblumenkerne 5 …

Feldmäuse vertreiben

Das hilft wirklich gegen Wühlmäuse

Die neue Gartensaison begann für uns mit dem Albtraum jeden Gärtners: Über den Winter hatte sich eine Bande Feldmäuse in unserem Garten breitgemacht. Sobald der Schnee geschmolzen war, zeigten sich die unzähligen Gänge, mit denen sowohl Rasen als auch Beete durchlöchert waren. Die Wühlmäuse hatten sich außerdem fleißig an unserem Spinat bedient, ganze Pflanzen waren verschwunden oder auf Bodenhöhe abgenagt. Feldmaus oder Wühlmaus? Feldmäuse gehören übrigens zu den Wühlmäusen. Man erkennt sie daran, dass sie keine Erdhaufen aufwerfen und an den rinnenartigen Laufwegen im Gras. Feldmäuse fressen gerne oberirdische Pflanzenzeile, während die eigentlichen Wühlmäuse vor allem Wurzeln fressen. An sich finde ich Feldmäuse unglaublich niedlich und kann verstehen, dass es ihnen in unserem Garten gefällt. Die lockere Erde und das ständige Futterangebot laden ja förmlich dazu ein, sich hier niederzulassen. Trotzdem würde ich mein Gemüse lieber selber essen und die Gänge unter den Pflanzen sorgen dafür, dass die mit ihren Wurzeln nicht mehr an die nötigen Nährstoffe und ans Wasser gelangen. Giftköder? Nein, danke! Dass wir kein Gift streuen, ist klar. Denn Giftköder bedeuten nicht …

Schlehenblütentee

Die Schlehen blühen zur Zeit üppig und malen weiße Kleckse in die Landschaft. Das bedeutet für uns: auf zum Schlehenblüten-Sammeln, denn der darf in unserer kleinen Hausapotheke nicht fehlen. Wir verwenden Schlehenblütentee bei Erkältungen und als Entzündungshemmer, der Schlehe werden aber noch einige andere heilende Wirkungen zugeschrieben. So sollen die Blüten gegen Hautunreinheiten, Magenkrämpfe, Blähungen, Durchfall und Frühjahrsmüdigkeit bzw. Erschöpfung helfen. Im Winter sammeln wir auch die Beeren und verarbeiten sie zu Schlehenelixier, das den Organismus stärken soll. Zur Schlehenerntezeit gibt es dazu bestimmt einen eigenen Artikel. Schlehen finden Wer auf dem Land wohnt, wird sicher keine Schwierigkeiten haben, Schlehen zu finden. Sie wachsen als Hecken auf sonnigen Hügeln an Weg- und Waldrändern und sind so gut wie überall verbreitet. Gerade zur Schlehenblütenzeit im März und April erkennt man sie an ihren zahlreichen weißen Blüten schon von Weitem. Die Schlehe ist einer der wichtigsten Wildsträucher für Tiere. Sie dient vielen Schmetterlings- und Käferarten als Nahrungsquelle, daher ist es durchaus eine Überlegung wert, Schlehen im eigenen Garten anzusiedeln. Allerdings breitet sich die Schlehe auch schnell aus …

Warum ich auf dem Boden schlafe

Ich schlafe seit fünf Monaten auf dem Boden. Ausschlaggebend dafür war eine Unterhaltung mit meinem Sohn, als wir gerade dabei waren, den Ziegenstall auszumisten. Er wollte wissen, wo die Ziegen eigentlich ihre Betten hätten. „Die schlafen auf der Erde“, habe ich gesagt, ohne groß darüber nachzudenken. Erst später ist mir die Situation nochmal durch den Kopf gegangen und ich habe angefangen, mir Gedanken zu machen. Tut den Ziegen morgens nicht alles weh? Die allermeisten Tiere schlafen auf dem Boden, warum sollten wir das nicht auch können? Wie war das eigentlich damals, als wir Menschen noch keine Betten hatten? Ich war noch nie ein Fan von „Das haben schon die Steinzeitmenschen so gemacht“-Argumentationen. Trotzdem ging mir die Idee nicht aus dem Kopf, einfach mal auszuprobieren, wie das so ist, wenn man das Bett weglässt. Die Komfortzone verlässt und etwas ausprobiert, das zunächst erstmal abschreckt. So ganz getraut habe ich mich das dann aber doch nicht und in der Sorge um meinen Rücken zuerst mal das World Wide Web befragt. Und siehe da: Es gibt einige Berichte …