Konservieren, Wildpflanzen
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Bärlauchpesto und eingelegte Knospen

Dieses Jahr waren wir spät dran mit dem Bärlauchsammeln. Nach unserem Umzug mussten wir die guten Bärlauchstellen in der Umgebung erst einmal finden. Erst nach fünf oder sechs ausgedehnten Spaziergängen war unsere Suche erfolgreich.

Bärlauch finden

Der Bärlauch liebt feuchte und humusreiche Laubwälder, typischerweise wächst er unter Buchen und gerne auch am Hang. Es lohnt sich, nach solchen Standorten die Augen offen zu halten. Am einfachsten ist es aber, im Freundes- oder Bekanntenkreis nachzufragen, ob jemand einen guten Ort zum Bärlauchpflücken kennt. Wir haben so gleich mehrere gute Tipps bekommen.

Wer sich nicht sicher ist, ob das, was er gefunden hat, wirklich Bärlauch ist, dem empfehle ich diesen Artikel vom Experiment Selbstversorgung. Beim Bärlauchsammeln besteht nämlich Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchen oder den Herbstzeitlosen. Außerdem sollte man in Naturschutzgebieten natürlich auf das Sammeln verzichten.

Pesto-Rezept

Unser Pesto-Rezept will ich euch natürlich nicht vorenthalten. So lässt sich der Bärlauch nämlich wunderbar konservieren und die Bärlauchzeit um viele Monate verlängern.

Zutaten:

  • 1 kg Bärlauch
  • 1 ½ l Oliven- oder Sonnenblumenöl
  • 100g Walnüsse
  • 100g Cashew-Nüsse
  • 100g Sonnenblumenkerne
  • 5 TL Salz

Den Bärlauch nach Möglichkeit nicht waschen, weil die Aromen dann besser erhalten bleiben, und grob hacken. Einen Liter Öl und die Nüsse/Kerne in eine Schüssel geben und den Bärlauch nach und nach beim Pürieren dazugeben. Im Mixer funktioniert das natürlich auch. Das fertige Pesto in saubere und sterile Gläser füllen und mit einem ebenfalls abgekochten Löffel so lange darin herumstochern, bis keine Lufteinschlüsse mehr im Glas sind. Das Ganze mit ca. 1 cm Öl bedecken und kühl und dunkel lagern. Wenn man das Pesto anschließend mit einem sauberen Löffel entnimmt und den Rest wieder mit Öl bedeckt, hält es sich so bis zu einem Jahr.

Eingelegte Bärlauchknospen

Bärlauch kann man auch dann noch essen, wenn er blüht, und die Blüten sogar mit ins Pesto hauen. Ich lege die Knospen aber gerne ein. In Russland, so habe ich mir sagen lassen, nennt sich das Tscheremscha und ist eine richtige Spezialität.

Zum Einlegen fülle ich ein steriles Schraubglas zu 2/3 mit Wasser und gebe Salz dazu. Das waren auf 300ml ca. 1 TL Salz. Anschließend gebe ich die Knospen in das Wasser und beschwere sie mit einem Weißkohlblatt, um sie unter Wasser zu halten. Darauf kommt noch ein sauberes kleines Glas, das das Ganze nach unten drückt, sodass auch das Blatt mit Wasser bedeckt ist. Die Gläser nur locker zudrehen, denn in den nächsten Tagen setzt die Gärung ein und die dabei entstehenden Gase sind durchaus in der Lage, ein Glas zu sprengen, wenn sie anderweitig nicht entweichen können.

In der ersten Woche nach dem Einlegen stehen die Gläser noch in der Küche, damit ich den Gärvorgang besser „überwachen“ kann. Es ist sinnvoll, sie auf eine wasserfeste Unterlage zu stellen, weil das manchmal ganz schön sprudelt. Anschließend drehe ich die Deckel etwas fester zu und lagere die Gläser kühl und dunkel. Schon nach drei Wochen sind die Knospen fertig, sie lassen sich aber problemlos noch viele Monate aufbewahren.

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4 Kommentare

  1. Ella Gehrmann sagt

    Hey,
    ich mag deinen Blog! Gucke immer mal rein.
    Ich würde noch ergänzen, dass man Bärlauch auch trocknen kann, um ihn zu konservieren.
    LG Ella

  2. Ella Gehrmann sagt

    Hey,
    ich mag deinen Blog! Gucke immer mal rein.
    Ich würde noch ergänzen, dass man Bärlauch auch trocknen kann, um ihn zu konservieren.
    LG Ella

    • Marie sagt

      Liebe Ella,
      vielen Dank! Ein paar Bündel habe ich auch getrocknet, allerdings finde ich, dass das Aroma im Pesto besser erhalten bleibt.
      Viele Grüße zurück! Marie

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