Monate: August 2017

Interview mit Nicole von der Biotopica Farm

Interview mit Nicole von der Biotopica Farm

Heute gibt es ein Interview mit Nicole Steinfurth von der Biotopica Farm. Auf ihrem Blog schreibt Nicole über ihr Leben als Selbstversorgerin und hält viele nützliche Tipps bereit für alle, die selber in Richtung Selbstversorgung gehen wollen oder bereits auf dem Weg sind. Wenn Du Dich für Permakultur, artgerechte Tierhaltung und einen einfachen und kostengünstigen Start in die Selbstversorgung interessierst, bist Du auf ihrer Seite an genau der richtigen Adresse. Ich habe Nicole für dieses Interview mit Fragen gelöchert und so spannende Einblicke in ihre Selbstversorgung erhascht. Viel Spaß beim Lesen! Hallo Nicole! Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Magst Du kurz sagen wer Du bist und was Du machst? Hallo, ich bin Nicole. Die Biotopica Farm ist mein Selbstversorgerhof, auf dem ich gemeinsam mit meinem Mann und unseren beiden Kindern lebe und arbeite. Auf unserer Mini-Farm bauen wir nicht nur Obst, Gemüse und Pilze an, sondern bieten auch historischen Bauernhoftieren und geretteten Tieren aus Massenzuchtbetrieben einen Platz zum Leben und Wohlfühlen. Was bedeutet Selbstversorgung für Dich? Jeder Mensch ist so individuell in seinen …

Ziegen halten

5 Gründe, warum du auf keinen Fall Ziegen halten solltest

Du willst Ziegen halten? Das solltest du dir gut überlegen. Versteh mich nicht falsch: Ich liebe Ziegen. Schon als kleines Mädchen war ich fasziniert von diesen stolzen und eigenwilligen Tieren und bin jeden Tag auf den Ziegenweiden unserer Nachbarn umhergestreunt. Als ich dann zu meinem zwölften Geburtstag eigene Ziegen bekommen habe, war ich überglücklich. Das ist jetzt elf Jahre her und meine Liebe für Ziegen ist ungebrochen. Ich bin definitiv ziegensüchtig. Wäre ich nicht vom Ziegen-Virus infiziert und von ihrem Charme verblendet, würde ich allerdings vermutlich keine Ziegen mehr halten. Denn sie sind – gelinde gesagt – kompliziert. Aber siehe selbst.: Hier kommen 5 Gründe, warum du auf keinen Fall Ziegen halten solltest. 1. Einen ziegensicheren Zaun gibt es nicht Ziegen springen über jeden Zaun. Jeden! Man müsste schon eine fünf Meter hohe Betonmauer bauen, um seine Ziegen in Schach zu halten. Wenn du Ziegen halten möchtest, wirst du zwangsläufig mit Ausbrüchen zu kämpfen haben. Warum muss das, was auf der anderen Seite des Zaunes wächst, auch immer so viel besser schmecken als das eigene Futter…? …

Gemüse fermentieren Zucchini

Gemüse fermentieren

Die Fermentation ist die einfachste, umweltschonendste, günstigste – und meiner Meinung nach leckerste – Art, Gemüse haltbar zu machen. Obendrein ist fermentiertes Gemüse super gesund, hausgemachtes Superfood für deinen Darm sozusagen. Durch die Milchsäuregärung kannst du deine Ernte also nicht nur konservieren, du veredelst sie auch noch. Alles, was man zum Fermentieren braucht, sind ein Einmachglas oder Gärtopf, ein Holzstampfer, Salz, frisches Gemüse aus dem Garten und etwas Zeit. Gekauftes Gemüse geht natürlich auch, dann aber Bio. Auf Gemüse, das mit chemischen Spritzmitteln behandelt wurde, leben viel weniger Milchsäurebakterien und ohne die gibt’s auch keine Fermentation. Du kannst so gut wie jedes Gemüse milchsauer einlegen. Die Milchsäuregärung kann nämlich noch viel mehr als nur Sauerkraut. Deiner Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Nur zarte Blattgemüse wie Spinat oder Salat eignen sich weniger, die werden zu schleimig. Von Möhren über Brokkoli, Kürbis, Paprika, Meerrettich, Zwiebeln oder Pilze: Alles ist möglich. Wir fermentieren sogar unsere selbstgemachte Limonade. So entsteht eine Geschmacksvielfalt, die es in keinem Laden zu kaufen gibt. Wie Fermentation funktioniert Auf der Oberfläche des Gemüses – …

Wenn Selbstversorgung zu viel Arbeit macht

Ich werde oft gefragt, ob es nicht unglaublich viel Arbeit macht, sich selbst zu versorgen. Manche Menschen können es sich nicht erklären, wieso ich stundenlang in meinem Garten schufte, wenn es das alles auch ganz bequem im Supermarkt zu kaufen gibt. Es scheint ein weit verbreitetes Bild zu sein, dass Selbstversorgung beschwerlich, hart und unbequem ist. Auf der anderen Seite gibt es im Internet auch eine Menge Menschen, die einem weißmachen wollen, es sei super einfach, sich selbst zu versorgen, und dass man dafür quasi nichts tun müsse. Meiner Erfahrung nach ist beides Unsinn. Wie aufwändig deine Selbstversorgung ist, hängt stark davon ab, in welchen Bereichen du dich selbst versorgen willst: Reicht es dir, einen Gemüsegarten zu haben, oder möchtest du auch Getreide, Öl, tierische Produkte, Medizin etc. selbst herstellen? Machst du dein eigenes Feuerholz und bekommst dein Wasser über einen Brunnen oder eine Quelle? Stellst du auch Alltagsgegenstände, Kleidungsstücke und andere Textilien her? Woher beziehst du deinen Strom? All das hat einen großen Einfluss darauf, wie aufwändig deine Selbstversorgung letztendlich ist, aber auch, wie autark und resilient du sein wirst. …