Alle Artikel in: Garten

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Kompost anlegen und pflegen: 1×1 des Kompostierens

Der Komposthaufen ist das Herz eines Gartens und das Kompostieren eine der wichtigsten Aufgaben als Selbstversorger*in. Guter Kompost hält die Feuchtigkeit im Boden, durchlüftet ihn und dient nicht nur den Pflanzen als Nahrung, sondern auch vielen nützlichen Bodenorganismen. Abfälle werden recycelt und Nährstoffkreisläufe entstehen. Im Komposthaufen werden die Ausgangsmaterialien von Bodenlebewesen in schwarzen Humus verwandelt. Unsere Aufgabe ist es, Bedingungen zu schaffen, unter denen diese kleinen Helfer ungestört ihrer Arbeit nachgehen können. Deswegen möchte ich dir heute zeigen, wie du einen richtig guten Kompost anlegen kannst. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, einen Kompost aufzusetzen: Schnellkomposter sind günstig und schnell auf- und wieder abgebaut. Das Fassungsvermögen sollte allerdings mindestens 200 l betragen, ansonsten läuft die Verrottung nicht so effektiv ab. Schnellkomposter mit Entladeklappe sind sehr praktisch. Holzkomposter kann man zum Beispiel aus Paletten selberbauen. Eine Abdeckung ist besonders in regenreichen Regionen sinnvoll. Generell sollte man mindestens zwei Kästen haben: einen, den man befüllt, und einen, in dem die Kompostierung stattfindet. Offene Komposthaufen sollten mindestens 1,20m breit, 80cm hoch und mehrere Meter lang sein. Das Material wird so …

DIY Pflanzenschilder für den Gemüsegarten

DIY Pflanzenschilder für den Gemüsegarten

Ich bin fast noch talentierter im Tassen-Fallenlassen als mein dreijähriger Sohn und irgendwie sind es immer die schönsten Stücke, die zuerst kaputt gehen. Aber neuerdings habe ich keinen Grund mehr, mich darüber zu ärgern. Im Gegenteil: Je schöner die zerdepperte Tasse oder der kaputte Teller, desto besser. Die Scherben kann man nämlich wunderbar als DIY Pflanzenschilder für den Gemüsegarten verwenden.   Beim Aussäen sind Namensschilder super hilfreich, um die einzelnen Reihen zu markieren. Manche Gemüse-Arten brauchen nämlich einige Wochen, ehe sie aufgehen, und bis dahin habe ich oft vergessen, wo ich was ausgesät habe. Bisher habe ich dafür immer in Streifen geschnittene Tetra Paks genommen, die bei Regen aufgeweicht und zerfleddert sind. Damit ist jetzt Schluss. Upcycling darf auch stylisch sein. 😛 Scharfe Kanten und Spitzen bearbeite ich entweder vorsichtig mit dem Hammer oder schmirgele sie mit grobem Sandpapier rund. Schließlich sind in unserem Garten Kinder unterwegs und ich habe keine Lust, barfuß in eine Scherbe zu treten.   Auf meinem Pinterest-Profil findest du noch viele andere Garten-Ideen und DIYs. Klicke hier, um mir zu …

Interview mit Nicole von der Biotopica Farm

Interview mit Nicole von der Biotopica Farm

Heute gibt es ein Interview mit Nicole Steinfurth von der Biotopica Farm. Auf ihrem Blog schreibt Nicole über ihr Leben als Selbstversorgerin und hält viele nützliche Tipps bereit für alle, die selber in Richtung Selbstversorgung gehen wollen oder bereits auf dem Weg sind. Wenn Du Dich für Permakultur, artgerechte Tierhaltung und einen einfachen und kostengünstigen Start in die Selbstversorgung interessierst, bist Du auf ihrer Seite an genau der richtigen Adresse. Ich habe Nicole für dieses Interview mit Fragen gelöchert und so spannende Einblicke in ihre Selbstversorgung erhascht. Viel Spaß beim Lesen! Hallo Nicole! Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Magst Du kurz sagen wer Du bist und was Du machst? Hallo, ich bin Nicole. Die Biotopica Farm ist mein Selbstversorgerhof, auf dem ich gemeinsam mit meinem Mann und unseren beiden Kindern lebe und arbeite. Auf unserer Mini-Farm bauen wir nicht nur Obst, Gemüse und Pilze an, sondern bieten auch historischen Bauernhoftieren und geretteten Tieren aus Massenzuchtbetrieben einen Platz zum Leben und Wohlfühlen. Was bedeutet Selbstversorgung für Dich? Jeder Mensch ist so individuell in seinen …

Selbstversorgung mit Kartoffeln

Esst mehr Kartoffeln!

Juhu, die ersten Kartoffeln sind geerntet! Es gibt kaum etwas Besseres, als die ersten Tuffels auszugraben, ohne zu wissen, was einen unter der Erde erwartet, und sie mit nichts als einer Prise Salz und Öl angemacht in ihrer reinen Form zu genießen. Und was gibt es für einen besseren Anlass als die erste Kartoffelernte, um über diese tolle Knolle zu schwärmen? Heute gibt’s von mir 6 Gründe, warum die Kartoffel für die Selbstversorgung so wichtig ist. 1. Sattwerden Den eigenen Bedarf an Obst und Gemüse zumindest während der warmen Monate zu decken, ist nicht besonders schwer. Ich würde behaupten, dass das innerhalb von zwei Jahren machbar ist, wenn einem genug Gartenfläche zur Verfügung steht. Obst und Gemüse sind zwar super lecker und wertvolle Vitamin- und Mineralstofflieferanten, aber kalorienmäßig kommt da nicht so viel rum. Wer sich also selbstversorgen und auch satt werden will, ist mit Kartoffeln gut dabei. Sie werden nicht umsonst als Sättigungsbeilage bezeichnet. A pro pos Beilage: Dass die Kartoffel vom Hauptgericht zur Beilage degradiert wird, ist ein neuer, aber scheinbar unaufhaltsamer Trend. …

So startest du deinen Back To Eden-Garten

Wir haben am Wochenende unser großes Beet um einige Quadratmeter vergrößert und Wiese in bepflanzbaren Boden verwandelt. Ich bin ja ein Fan der Back To Eden-Methode, das heißt, wir decken unseren Gartenboden mit einer dicken Schicht Mulch ab und müssen so kaum noch gießen und Unkraut jäten. Wenn du davon noch nie gehört hast, empfehle ich dir diesen Film von Paul Gautschi, dem „Erfinder“ der Back To Eden-Methode. Ich hatte die Kamera dabei, um euch zu zeigen, wie wir ein Back To Eden-Beet anlegen. Anbaufläche kann man nämlich nie genug haben (wir zumindest nicht) und was die Größe unseres Gartens angeht, sind wir noch lange nicht am Limit. Boden ist kostbar! Vorab: Wer sich mit dem Thema noch nie auseinandergesetzt hat, dem empfehle ich dieses Video: Der fruchtbare Boden umspannt unseren Planeten in einer hauchdünnen Schicht und weltweit stehen wir vor einem großen und leider oft übersehenen Problem, denn immer mehr Boden ist durch Erosion gefährdet. Es ist unsere Aufgabe, den Boden, der uns ernährt, zu schützen, aufzubauen und belebt zu halten. Boden sollte also nie unbedeckt sein, …

Selbstversorger-Fähigkeiten

25 Selbstversorger-Fähigkeiten, die du lernen kannst, wenn du noch in der Stadt wohnst

Vielleicht träumst du davon, dich möglich selbst zu versorgen, lebst aber noch nicht in einem Umfeld, das es dir ermöglicht, wirklich „ernst zu machen“. Es gibt viele Gründe, warum der Eine oder die Andere noch nicht auf dem Selbstversorgerhof seiner oder ihrer Träume lebt, sondern in der Stadt, vielleicht sogar ohne Garten und die Möglichkeit, Tiere zu halten. Vielleicht bist du an einen Job gebunden und willst nicht pendeln oder deine Partnerin / dein Partner möchte partout nicht in der „Pampa“ wohnen. Bei uns ist es das Studium. Sobald wir damit fertig sind, werden wir von unserem jetzigen Wohnort wegziehen. Wir leben zwar sehr ländlich und haben mehr Land, als wir zur Zeit brauchen, aber längerfristige Investitionen und Einrichtungen lohnen sich für uns erst, wenn wir irgendwo angekommen sind. Die gute Nachricht ist: Wenn du in einer ähnlichen Situation bist, gibt es trotzdem schon eine Menge zu tun. Jetzt ist die beste Zeit, um dir die Selbstversorger-Fähigkeiten anzueignen, die du später brauchen wirst bzw. die dir jetzt schon nützlich sind. Je besser du vorbereitet bist, …

Unser neuer Garten

Heute gibt’s eine Tour durch unseren frühlingshaften Gemüsegarten. Den haben wir im Herbst nach unserem Umzug neu angelegt. Um so zufriedener bin ich, trotz des lausigen Wetters jetzt schon einiges ernten zu können. Nachdem Hochbeet 1 uns den Winter über kontinuierlich mit Spinat versorgt hat, musste der der Großteil davon Salat, Mangold und Melde weichen. Melde und Mangold sind ausgesät, lassen bisher jedoch auf sich warten, bald werden hier auch unsere Einlegegurken wachsen. Wir probieren dieses Jahr den regenbogenfarbenen Mangold von Dreschflegel aus. Gegen die Wühlmäuse, die uns im Winter das ganze Beet durchlöchert hatten, habe ich außerdem eine Reihe Knoblauch gesteckt. Das ist nur eine von vielen Maßnahmen, die dazu geführt haben, dass die Mäuse endlich von unseren Beeten ablassen. Zu unserem Kampf gegen die Wühlmäuse gibt es ebenfalls einen Artikel. In Hochbeet 2 stehen Erdbeeren in Mischkultur mit Knoblauch und Lauch, der gerade erst gepflanzt wurde. Den Knoblauch habe ich im Herbst gesteckt, man sieht deutlich den Vorsprung gegenüber dem Knoblauch in Hochbeet 1, den ich erst im Frühling gesteckt habe. Auch in …

Feldmäuse vertreiben

Das hilft wirklich gegen Wühlmäuse

Die neue Gartensaison begann für uns mit dem Albtraum jeden Gärtners: Über den Winter hatte sich eine Bande Feldmäuse in unserem Garten breitgemacht. Sobald der Schnee geschmolzen war, zeigten sich die unzähligen Gänge, mit denen sowohl Rasen als auch Beete durchlöchert waren. Die Wühlmäuse hatten sich außerdem fleißig an unserem Spinat bedient, ganze Pflanzen waren verschwunden oder auf Bodenhöhe abgenagt. Feldmaus oder Wühlmaus? Feldmäuse gehören übrigens zu den Wühlmäusen. Man erkennt sie daran, dass sie keine Erdhaufen aufwerfen und an den rinnenartigen Laufwegen im Gras. Feldmäuse fressen gerne oberirdische Pflanzenzeile, während die eigentlichen Wühlmäuse vor allem Wurzeln fressen. An sich finde ich Feldmäuse unglaublich niedlich und kann verstehen, dass es ihnen in unserem Garten gefällt. Die lockere Erde und das ständige Futterangebot laden ja förmlich dazu ein, sich hier niederzulassen. Trotzdem würde ich mein Gemüse lieber selber essen und die Gänge unter den Pflanzen sorgen dafür, dass die mit ihren Wurzeln nicht mehr an die nötigen Nährstoffe und ans Wasser gelangen. Giftköder? Nein, danke! Dass wir kein Gift streuen, ist klar. Denn Giftköder bedeuten nicht …

So gelingt die Jungpflanzenanzucht

Die Tage werden wieder länger und die Frühlingssonne weckt mit Sicherheit den einen oder anderen grünen Daumen aus dem Winterschlaf. Noch ist es draußen kalt, doch der Startschuss für die neue Gartensaison ist bereits gefallen, denn es ist höchste Zeit, mit dem Vorziehen zu beginnen. Unsere Jungpflanzen-Station Wir ziehen unsere Jungpflanzen in einem Regal vor, das im Wohnzimmer unter einem Dachfenster steht. Dadurch bekommen die Pflänzchen in der obersten Etage genug Licht und wir brauchen ein Pflanzenlicht weniger. Weil die Tage aber noch so kurz sind, stehen da nur Pflanzen wie Salat, deren Lichtbedarf nicht ganz so hoch ist. Die unteren Etagen beleuchten wir inspiriert vom Gartengemüsekiosk mit LED-Grow-Panels. Die verwenden wir dieses Jahr zum ersten Mal und sind bisher sehr zufrieden. Unsere Jungpflanzen sind durchweg kräftig und gesund und kein bisschen vergeilt, wie uns das mit diversen Fensterbank-Vorzuchten früher manchmal passiert ist. Allerdings sind die Panels qualitativ nicht besonders hochwertig. Die Stecker haben Wackelkontakte und ich habe gelesen, dass die Leistung mit den Jahren stark abnimmt. Sollte das stimmen, würde ich sie mir nicht …