Alle Artikel in: Konservieren

Gemüse fermentieren Zucchini

Gemüse fermentieren

Die Fermentation ist die einfachste, umweltschonendste, günstigste – und meiner Meinung nach leckerste – Art, Gemüse haltbar zu machen. Obendrein ist fermentiertes Gemüse super gesund, hausgemachtes Superfood für deinen Darm sozusagen. Durch die Milchsäuregärung kannst du deine Ernte also nicht nur konservieren, du veredelst sie auch noch. Alles, was man zum Fermentieren braucht, sind ein Einmachglas oder Gärtopf, ein Holzstampfer, Salz, frisches Gemüse aus dem Garten und etwas Zeit. Gekauftes Gemüse geht natürlich auch, dann aber Bio. Auf Gemüse, das mit chemischen Spritzmitteln behandelt wurde, leben viel weniger Milchsäurebakterien und ohne die gibt’s auch keine Fermentation. Du kannst so gut wie jedes Gemüse milchsauer einlegen. Die Milchsäuregärung kann nämlich noch viel mehr als nur Sauerkraut. Deiner Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Nur zarte Blattgemüse wie Spinat oder Salat eignen sich weniger, die werden zu schleimig. Von Möhren über Brokkoli, Kürbis, Paprika, Meerrettich, Zwiebeln oder Pilze: Alles ist möglich. Wir fermentieren sogar unsere selbstgemachte Limonade. So entsteht eine Geschmacksvielfalt, die es in keinem Laden zu kaufen gibt. Wie Fermentation funktioniert Auf der Oberfläche des Gemüses – …

Einkochen für Anfänger

Einkochen für Anfänger

Bald geht es wieder los und der Garten wirft so viel ab, wie wir frisch niemals essen könnten. Da gilt es, sich nach passenden Konservierungsmethoden umzuschauen, um möglichst auch im Winter noch von der eigenen Ernte zu essen. In der Regel ziehe ich dem Einkochen natürlichere Arten der Konservierung vor, zum Beispiel die Milchsäuregärung, das Trocknen von Obst oder das Einlagern im frischen Zustand, wie es bei Wurzelgemüse möglich ist. Auf eine selbstgemachte Tomatensauce oder Marmelade aus eigenen Beeren möchte ich aber auch in der kalten Jahreszeit nicht verzichten. Deswegen hole ich zur Zeit meine Einkochgläser und -töpfe wieder raus und mache mich bereit für die neue Saison. Heiß abfüllen versus Einkochen Viele Menschen verwechseln das heiße Einfüllen mit Einkochen. Dabei wird zum Beispiel Marmelade brodelnd heiß in Gläser abgefüllt, die sofort luftdicht verschlossen werden. Durch den Temperaturunterschied entsteht auch hier ein Vakuum, allerdings ist diese Methode nur dann sicher, wenn das Eingemachte einen so hohen Zucker- oder Säuregehalt hat, dass allein diese Tatsache es schon vor dem Verderben schützt, wie etwa Früchte oder Kompott. …

Bärlauchpesto und eingelegte Knospen

Dieses Jahr waren wir spät dran mit dem Bärlauchsammeln. Nach unserem Umzug mussten wir die guten Bärlauchstellen in der Umgebung erst einmal finden. Erst nach fünf oder sechs ausgedehnten Spaziergängen war unsere Suche erfolgreich. Bärlauch finden Der Bärlauch liebt feuchte und humusreiche Laubwälder, typischerweise wächst er unter Buchen und gerne auch am Hang. Es lohnt sich, nach solchen Standorten die Augen offen zu halten. Am einfachsten ist es aber, im Freundes- oder Bekanntenkreis nachzufragen, ob jemand einen guten Ort zum Bärlauchpflücken kennt. Wir haben so gleich mehrere gute Tipps bekommen. Wer sich nicht sicher ist, ob das, was er gefunden hat, wirklich Bärlauch ist, dem empfehle ich diesen Artikel vom Experiment Selbstversorgung. Beim Bärlauchsammeln besteht nämlich Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchen oder den Herbstzeitlosen. Außerdem sollte man in Naturschutzgebieten natürlich auf das Sammeln verzichten. Pesto-Rezept Unser Pesto-Rezept will ich euch natürlich nicht vorenthalten. So lässt sich der Bärlauch nämlich wunderbar konservieren und die Bärlauchzeit um viele Monate verlängern. Zutaten: 1 kg Bärlauch 1 ½ l Oliven- oder Sonnenblumenöl 100g Walnüsse 100g Cashew-Nüsse 100g Sonnenblumenkerne 5 …

Schlehenblütentee

Die Schlehen blühen zur Zeit üppig und malen weiße Kleckse in die Landschaft. Das bedeutet für uns: auf zum Schlehenblüten-Sammeln, denn der darf in unserer kleinen Hausapotheke nicht fehlen. Wir verwenden Schlehenblütentee bei Erkältungen und als Entzündungshemmer, der Schlehe werden aber noch einige andere heilende Wirkungen zugeschrieben. So sollen die Blüten gegen Hautunreinheiten, Magenkrämpfe, Blähungen, Durchfall und Frühjahrsmüdigkeit bzw. Erschöpfung helfen. Im Winter sammeln wir auch die Beeren und verarbeiten sie zu Schlehenelixier, das den Organismus stärken soll. Zur Schlehenerntezeit gibt es dazu bestimmt einen eigenen Artikel. Schlehen finden Wer auf dem Land wohnt, wird sicher keine Schwierigkeiten haben, Schlehen zu finden. Sie wachsen als Hecken auf sonnigen Hügeln an Weg- und Waldrändern und sind so gut wie überall verbreitet. Gerade zur Schlehenblütenzeit im März und April erkennt man sie an ihren zahlreichen weißen Blüten schon von Weitem. Die Schlehe ist einer der wichtigsten Wildsträucher für Tiere. Sie dient vielen Schmetterlings- und Käferarten als Nahrungsquelle, daher ist es durchaus eine Überlegung wert, Schlehen im eigenen Garten anzusiedeln. Allerdings breitet sich die Schlehe auch schnell aus …