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Unser neuer Garten

Gemüse anbauen Selbstversorgung für Anfänger

Heute gibt’s eine Tour durch unseren frühlingshaften Gemüsegarten. Den haben wir im Herbst nach unserem Umzug neu angelegt. Um so zufriedener bin ich, trotz des lausigen Wetters jetzt schon einiges ernten zu können.

Nachdem Hochbeet 1 uns den Winter über kontinuierlich mit Spinat versorgt hat, musste der der Großteil davon Salat, Mangold und Melde weichen. Melde und Mangold sind ausgesät, lassen bisher jedoch auf sich warten, bald werden hier auch unsere Einlegegurken wachsen. Wir probieren dieses Jahr den regenbogenfarbenen Mangold von Dreschflegel aus.

Gegen die Wühlmäuse, die uns im Winter das ganze Beet durchlöchert hatten, habe ich außerdem eine Reihe Knoblauch gesteckt. Das ist nur eine von vielen Maßnahmen, die dazu geführt haben, dass die Mäuse endlich von unseren Beeten ablassen. Zu unserem Kampf gegen die Wühlmäuse gibt es ebenfalls einen Artikel.

In Hochbeet 2 stehen Erdbeeren in Mischkultur mit Knoblauch und Lauch, der gerade erst gepflanzt wurde. Den Knoblauch habe ich im Herbst gesteckt, man sieht deutlich den Vorsprung gegenüber dem Knoblauch in Hochbeet 1, den ich erst im Frühling gesteckt habe.

Auch in Hochbeet 3 wächst eine klassische Mischkultur: Möhren, Zwiebeln und Pastinaken. Unsere Möhren säen wir gestaffelt aus, sodass wir den ganzen Sommer über frisch ernten können und auch Lagermöhren für den Winter haben. Die Zwiebeln dünnen wir nach und nach aus und essen sie als Frühlingszwiebeln.

Auf dieser Fläche probieren wir eine Gartenmethode aus, die unter amerikanischen Bloggern recht verbreitet ist: die Back To Eden-Methode. Dabei wird mit Hackschnitzeln oder anderem organischen Material sehr tief gemulcht, nähere Informationen gibt’s hier in dem wirklich empfehlenswerten Back To Eden-Film von Paul Gautschi. Weil ich ein bisschen Sorge um die Stickstoffzufuhr meiner Pflanzen habe – Stickstoff wird im Kompostierungsprozess gebunden und ist damit lange Zeit nicht verfügbar – düngen wir  zusätzlich mit Mist und Urin.

Wachsen sollen hier Tomaten, Basilikum, Kürbis, Zucchini, Gurke, Mais und Artischocken. Ob es für die bei uns nicht zu kalt ist, wird sich herausstellen. In unserem alten Garten in Süddeutschland hat das gut funktioniert und ich liebe Artischocken so sehr, dass ich den Versuch hier gerne wage. Außerdem stehen hier einige Salat- und Spinatpflanzen und Möhren, von denen ich gerne Saatgut ernten möchte.

Ob wir den hinteren Teil der Fläche auch so tief mulchen, ist noch nicht so ganz klar. Dieses Beet haben wir diesen Frühling neu angelegt, weil ich Panik bekommen habe, dass wir nicht genug Anbaufläche haben. Hier sind bereits Zucker- und Markerbsen ausgesät, zusammen mit einer Reihe Rote Bete. Die ersten Kohlsorten habe ich bereits gepflanzt. Das Beet wird ganz im Sinne unserer gestaffelten Anbauplanung nach und nach weiter aufgestockt. Auch Kartoffeln habe ich schon gesetzt. Dieses Jahr sind das die Frühkartoffel Maris Peer, die Lagerkartoffel Marabel und eine blaue Sorte (Blaue Schweden).

Die Beerensträucher und Obstbäume blühen und wir freuen uns schon auf die erste Stachelbeerenernte. Außerdem haben wir neuerdings eine Hopfenpflanze und können vielleicht schon bald unser eigenes Bier brauen.

Über den Sommer verteilt werden wir unsere Beetfläche nach und nach erweitern. Wenn du wissen willst, wie wir unsere Mulchbeete anlegen, dann schau doch mal hier vorbei.

Kategorie: Garten

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Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines dreijährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

11 Kommentare

  1. Ute sagt

    Einen wunderschönen Garten hast du! Wie heißt denn die Salatsorte auf dem Titelbild?

    • Marie sagt

      Danke! Mittlerweile hat sich im Garten schon wieder einiges getan und er platzt aus allen Nähten. Die Sorte heißt Baquieu, das ist ein leckerer Wintersalat.

  2. Hi Marie!

    Mit Karton-Mulch habe ich an verschiedensten Stellen im Garten schon gute Erfahrungen gemacht und freue mich, hier den Begriff “BackToEden” zu entdecken :)

    Eine Frage, die mich dabei jedoch umtreibt (bisher kam ich noch nicht zur weiteren Recherche), vielleicht weißt du dazu mehr? Ich frage mich nämlich, ob Recyclingkarton und -papier schädliche Stoffe an die Nahrung abgeben könnte. Ich habe es bisher so gehandhabt, dass ich den Kartonmulch möglichst schnell ersetzt habe durch Laub etc., und die Kartonreste entfernt habe.

    Hast du dich da schon schlau gemacht?

    Viele Grüße,
    Kerstin :)

    ::: http://blog.laboratorium-nachhaltigkeit.de/ :::

    • Marie sagt

      Hey Kerstin,

      davon hatte ich noch nichts gehört, aber gut, dass du das ansprichst. Ich habe ein bisschen gegoogelt, aber nicht viel herausfinden können. Ich habe diesen Herbst ein paar Beete ohne Karton angelegt, um das mal auszuprobieren, aber wie gut das funktioniert hat kann ich erst im Frühling sagen. Wie ist das denn bei dir?

      Liebe Grüße zurück!
      Marie

      • Hi Marie,

        ich bin halt schon ein ziemlicher Karton-Mulch-Fan: http://blog.laboratorium-nachhaltigkeit.de/karton-mulch/

        Das funktioniert einfach wunderbar. Habe es daher so gemacht, dass ich nach ca. 6 Monaten die Karton-Reste wieder entfernt und durch natürlich-organisches Material ersetzt habe. Da geht sicher ein Teil der Schadstoffe in die Erde über, aber eben nicht alles. Bis man mehr weiß…

        Hast du denn was Aussagekräftiges gefunden im Net? Dann würde ich mir die weitere Recherche sparen ;-D

        LG, Kerstin

        • Marie sagt

          Nein, bisher konnte ich auch nicht mehr finden. Aber ich bin fleißig am Experimentieren, wie man auch ohne Karton schnell und einfach Beete anlegen kann.

  3. Hey!
    Mich interessiert ja die von dir angesprochene “gestaffelte Anbauplanung” (vermutlich ähnlich wie die versetzte Ernte beim Gartengemüsekiosk?) sehr! Magst du davon mehr erzählen? Oder hast du sogar schon und ich finde den Artikel nicht?
    Liebe Grüße :-)
    Gesa

    • Marie sagt

      Guten Morgen!
      Der Artikel ist in Planung. :) Im Prinzip machen wir das ähnlich wie Jen und der Gärtner. Je nachdem wie lange eine Gemüseart auf dem Beet steht und wie oft wir sie essen, staffeln wir unsere Aussaat so, dass möglichst immer etwas davon erntebereit ist. Außer bei Sachen zum Einlagern oder Konservieren, da gibt es dann eine große Ernte.
      Viele Grüße zurück!
      Marie

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