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Samen vorkeimen: Schnellstart für deine Gemüsepflanzen

Samen vorkeimen Zubehör: Zip-Tütchen und Küchenpapier

Manchmal wollen Gemüsesamen nicht so recht keimen. Möhren zum Keimen zu bringen, kann zum Beispiel eine ganz schöne Herausforderung sein. Dann hilft es, die Samen vorzukeimen und ihnen so die bestmöglichen Startbedingungen zu geben.

Natürlich ist es ein Extra-Schritt und die Arbeit mache ich mir längst nicht bei allen Gemüsearten. Aber es gibt noch viel mehr gute Gründe, einige Samen vorzukeimen. Zum Beispiel…

  • … bei wärmeliebenden Pflanzen wie Tomaten, Auberginen, Paprika und Chilis. Beim Vorkeimen kannst du nämlich sichergehen, dass sie es warm genug haben und gut aufgehen.
  • … wenn du genau festlegen möchtest, wie viele Pflanzen aufgehen. Wenn du vorkeimst, kannst du ziemlich sicher sein, dass die allermeisten Samen aufgehen und so weißt du, dass du am Ende genug Pflanzen hast.
  • … bei Saatgut-Knappheit. Falls du nicht viele Samen von einer Sorte hast und besonders sparsam mit dem Saatgut umgehen willst.
  • … bei langsam keimenden Samen wie Möhre oder Pastinake.
  • … oder wenn du mit dem Aussäen mal wieder spät dran bist. Vorgekeimte Samen gehen nämlich viel schneller auf, als wenn du sie normal aussäst.
Samen vorkeimen: Schnellstart für deine Gemüsepflanzen! Indem du das Gemüse, das du anbaust, vorkeimst, gehen die Samen viel schneller und verlässlicher auf. Ich säe in meinem Nutzgarten fast fast alles so aus! #Wurzelwerk #Garten #GemüseAnbauen

Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Je nach Gemüseart gibt es verschiedene Methoden, Samen vorzukeimen:

Große Samen: In Wasser vorkeimen

Die ersten Erbsen, die ich im Frühjahr aussäe, werden immer von Vögeln, Mäusen und anderen hungrigen Tieren gefressen und nichts geht auf. (Wahrscheinlich sind sie als eiweißreiche Leckerbissen in einer so kargen Zeit einfach zu verlockend.)

Deswegen habe ich ausprobiert, die erste Charge Erbsensamen vorzukeimen, damit sie aufgehen, bevor sie entdeckt werden.

Das hat funktioniert und die Samen sind so gut gekeimt, dass ich das seitdem immer mache, egal zu welcher Jahreszeit.

Erbsen und Bohnen kommen am Tag vor der Aussaat in ein Glas mit Wasser und haben so einen super Start ins Pflanzenleben. Dabei quellen sie richtig auf und man muss nach dem Säen nicht mehr sooo genau darauf achten, die Erde feucht zu halten.

Für Erbsen, Bohnen, Kürbis, Zucchini und andere große Samen ist das eine tolle Methode, die kaum mehr Aufwand bedeutet, aber zu viel besseren Ergebnissen führt.

Mittelgroße Samen: Vorkeimen im Tütchen

Diese Methode wende ich am häufigsten an, vor allem beim Vorziehen von Tomaten und anderen wärmeliebenden Pflanzen.

Du brauchst:

  • einen Zip-Beutel
  • feuchtes Küchenpapier oder ein Stück alten Stoff
  • und die Samen natürlich ;)

Samen vorkeimen auf feuchtem Küchenpapier

Das Küchenpapier bzw. den Stoff leicht anfeuchten, sodass er komplett feucht ist, aber nicht trieft. Dann einmal falten und die Samen auf einer Hälfte verteilen.

Das Ganze noch einmal zusammenfalten, sodass die Samen zwischen dem feuchten Tuch liegen. So zusammengefaltet kommt das Küchenpapier bzw. Tuch in das Zip-Beutelchen.

Beutel zu, beschriften – fertig.

So bleibt das Tuch gleichmäßig feucht und die Samen haben optimale Bedingungen zum Keimen. Je nachdem, welche Keimtemperatur die jeweiligen Samen brauchen, lege ich sie in die Nähe der Heizung oder eben in einen kühleren Raum.

Am besten ist es, wenn man alle paar Tage nach den Samen schaut. Manche keimen wirklich schnell und sobald sich die ersten Keime zeigen, müssen die Samen vorsichtig in Töpfchen umgesetzt und mit Erde bedeckt werden.

Aber auch bei langsamer keimenden Gemüsearten schaue ich regelmäßig nach, ob das Tuch noch feucht genug ist und lasse die Tüte alle paar Tage kurz auf, um sie zu lüften.

Falls du mehr zum Thema Jungpflanzenanzucht wissen möchtest: Hier geht’s zum passenden Artikel.

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Wenn du stets ein volles Erntekörbchen haben möchtest, musst du regelmäßig aussäen und pflanzen. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren und damit du stets das perfekte Zeitfenster abpasst, habe ich dir einen Aussaatkalender für 2021 erstellt!

Einfach ausdrucken, an die Wand pinnen und lossäen. Jeden Monat findest du eine Übersicht mit allen Gemüsepflanzen, die du im Haus vorziehen oder direkt ins Freiland säen kannst. Natürlich habe ich auch notiert, wann es an der Zeit ist, dass deine Jungpflanzen in die Beete umziehen. ;)

Trag dich also hier ein, um den kostenlosen Aussaatkalender 2021 herunterzuladen und keine Aussaat mehr zu verpassen:

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    Kleine Samen und Wurzelgemüse: In Gel vorkeimen

    Diese Methode wende ich vor allem bei Möhren, Pastinaken und anderen kleinen Samen an, die man in großen Mengen direkt draußen aussät. Ich keime sie in Wasser vor, wie oben beschrieben.

    Sobald sie gekeimt sind, mische ich sie mit einer Art Gel, das man aus Stärke leicht selbst herstellen kann. Dieses Video zeigt ziemlich gut, wie das funktioniert:

    Gerade für Pastinaken und Möhren finde ich diese Methode super. Die brauchen nämlich ewig, bis sie aufgehen. Mir passiert es dann öfters, dass ich vergesse, die Samen feucht zu halten, sie trocknen aus und es wächst nichts.

    Wenn man die Samen vorkeimt, gehen sie viel schneller auf. Man spart also Zeit, kann früher im Jahr die ersten Möhren ernten, und die Gefahr, dass die Samen austrocknen, ist längst nicht so groß.

    Außerdem, noch ein riesiger Pluspunkt, fällt das Ausdünnen weg. Karottensamen sind so fein, dass man immer zu viele von ihnen sät und hinterher die überschüssigen Pflänzchen herausreißen muss. Je nachdem, wie viele Karotten man anbaut, ist das ganz schön viel Arbeit.

    Wenn man die Samen mit Gel mischt und wie in dem Video aussät, wachsen sie von vorneherein weiter auseinander und das Ausdünnen fällt weg, juhu! :)

    Und damit du mit geballtem Wissen nach dem Keimen in die Jungpflanzen – Anzucht starten kannst, findest du hier noch ein paar passende Artikel:

    Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

    Kräftige Tomaten selber ziehen und pikieren

    3 Ideen, um Pflanztöpfe selber zu machen – Pflanzenanzucht ohne Plastikmüll!

    Keimst du deine Samen auch vor? Hast du vielleicht noch mehr Tipps? Und hast du dieses Frühjahr schon etwas ausgesät? Bei uns keimen gerade Paprika, Lauch, und der erste Kohlrabi. Und bei dir? :)

    Kategorie: Garten

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    36 Kommentare

    1. Olga sagt

      Hallo, das wurde in den Kommentaren schon mehrfach erwähnt und ist im Video auch ohne englisch eigentlich zu verstehen. Die Samen bleiben im Wasser bis sie keimen. Dann stellt man eine Art Gel her aus Wasser und Stärke. Abkühlen lassen, Samen vorsichtig unterheben und dann mit einem Spitzbeutel ausbringen.

    2. Sebastian sagt

      Hi Marie, danke dir für den tollen Artikel. Ich habe Pimientos jetzt so zum keimen gebracht. Jetzt bin ich mir nur nicht sicher ob ich die gekeimten “Pflänzchen” jetzt auf die Erde oder in die Erde einbringen soll? Wenn in die Erde, wie tief? Sicher ne blöde Frage… Danke für einen kleinen Tipp…? liebe Grüße, Sebastian

    3. Barbara Wagner sagt

      Liebe Marie,
      ich möchte dieses Jahr Luffagurken anbauen.
      Kannst du mir evtl. sagen wie lange die Samen zum vorkeimen brauchen? Laut Mondkalender wäre am 14.4. ein guter Tag zum sähen von Fruchtpflanzen. Da hätte ich gerne schon gekeimte Samen. :-)
      Liebe Grüße aus Mittelfranken
      Barbara

    4. Letz fetz sagt

      Hey.. so wie es oben beschrieben wurde bin ich auch auf dieser Seite gelandet.. Ich möchte mein eigenes Gemüse haben weil der Markt um die Ecke (wegen Lieferschwierigkeiten oder Hamsterkäufen ect..)
      weder Klopapier noch Blumenkohl hat .. ebenso ist es regional und der Lieferweg beträgt nur noch das Minimum vom Garten in die Küche! Zusätzlich habe ich mit meinem Freund ein gewisses Sicherheitsbedürfnis welches wir uns dadurch erfüllen
      ..natürlich ist ein weiterer Grund zu sehen wie Dinge die man erschafft wachsen und sich vermehren..
      Ein weiteres ist der Kostenfaktor denn gesundes Gemüse wird stetig immer teurer! Lieben gruß – fetzt! und danke dass Sie diesen Blog macht

    5. Doreen Kutzler sagt

      Hallo Marie:)
      Ich hab mich jetzt schon Kreuz und quer durch Deinen Blog gelesen, vor einem Monat ein Gemüsebeet in meinem Garten angelegt und jetzt warte ich aufs nächste Frühjahr:D, wobei schon einige Salate im Beet “probewachsen” dürfen und auch Zwiebeln und Knoblauch schon eingezogen sind. Wie dem auch sei. Ich hätte eine Frage zum Vorkeimen: Ich besitze ein Sprossenglas und habe mich gefragt, ob etwas dagegen spricht manche Samen in diesem Glas vorzukeimen und dann erst in Anzuchterde zu pflanzen. So würde ich gleich sehen/merken, welche Samen keimen und welche nicht. Was glaubst Du? Spricht irgendwas dagegen?
      Liebe Grüße und danke für deinen wunderbaren Blog und deine tollen YouTube Videos!
      Doreen

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