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Das wichtigste Werkzeug im Gemüsegarten!

Gartentagebuch anlegen

Ein Gartentagebuch anzulegen, mag vielleicht altmodisch sein – aber glaub mir: Ein Buch, in dem du Jahr für Jahr Aufzeichnungen über deinen Garten sammelst, ist mehr wert als jedes Gartenbuch.

Dein Gartentagebuch hilft dir zum Beispiel bei der Anbauplanung im nächsten Jahr: Wenn du zurückschaust und wissen willst, welche Aussaattermine besonders gut waren – und wann der eigene Salat doch mal wieder ausgegangen ist und man ein, zwei Chargen mehr hätte aussäen können.

Du wirst jedes Jar (jeden Tag!) neue Erfahrungen sammeln und es lohnt sich, die festzuhalten. Und wenn du einen Fehler gemacht hast, schreib ihn auch auf. So verhinderst du, dass dir das Gleiche nochmal passiert. :)

Ich führe mein Gartentagebuch seit ich mit dem Gärtnern angefangen habe. Und ich bin überzeugt, dass ich dadurch eine viel steilere Lernkurve hingelegt habe als es ohne Gartentagebuch der Fall gewesen wäre.

Deswegen möchte ich heute meine Gartentagebuch-Strategie mit dir teilen. Ich erzähle dir, was ich warum aufschreibe und gebe dir eine Vorlage, die du für dein Gartentagebuch verwenden kannst.

Das wichtigste Werkzeug im Gemüsegarten ist weder der Spaten noch die Gieskanne. Wenn du wirklich erfolgreich Obst und Gemüse anbauen möchtest solltest du eine Sache...

Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Gartentagebuch anlegen

Mein Gartentagebuch ist nach Monaten unterteilt. Wenn der Monat wechselt, lege ich also eine neue Seite an, auf der ich nach und nach die Aufzeichnungen eintrage. So finde ich es am übersichtlichsten. Die unterschiedlichen Punkte, die ich festhalte, sind:

Was ich gesät habe

Hier trage ich jedes Mal, wenn ich etwas gesät habe, das Datum, die Fläche und die jeweilige Pflanze ein. Diese Informationen gekoppelt mit dem Ernte-Bericht, den ich verfasse, helfen mir bei der Anbauplanung im nächsten Jahr ungemein.

So kann ich meine Aussaatzeitpunkte jedes Jahr verbessern und eine möglichst kontinuierliche Versorgung mit Gemüse erreichen. Oder die Flächengröße ändern, wenn ich merke, dass wir von einem Gemüse zu viel oder zu wenig geerntet haben.

Was ich gepflanzt habe

Ähnliches Prinzip wie beim Säen, nur dass es hier um Jungpflanzen geht, die rausgepflanzt werden. Auch beim Pflanzen schreibe ich mir das Datum und die bepflanzte Fläche immer mit auf.

Ernte

Manche Selbstversorger wiegen ja das gesamte Gemüse, das sie ernten, um herauszufinden, wie gut der Ertrag war. Mir wäre das viel zu kompliziert. Ich schreibe stattdessen alle Obst- und Gemüsearten auf, die wir im jeweiligen Monat geerntet haben und notiere mir daneben entweder ein…

  • “–“, wenn die Ernte sehr knapp ausgefallen ist
  • “-“, wenn wir ein bisschen zu wenig geerntet haben
  • “o”, wenn es genau gereicht hat, um unseren Bedarf zu decken
  • “+”, wenn wir Überschüsse hatten und
  • “++”, wenn wir viel zu viel geerntet haben und deutlich weniger hätten anbauen können.

Ein “H” hinter der jeweiligen Obst- oder Gemüseart zeigt mir an, dass ich in diesem Monat eine Haltbarmach-Session eingelegt und einen Teil der Ernte für den Winter haltbar gemacht habe. Einen großen Teil der Ernte plane ich nämlich von Vorneherein zum Haltbarmachen ein. Wenn du mehr wissen willst: Hier spreche ich darüber, wie wir uns auch im Winter selbstversorgen.

Weil ich mir ja aufschreibe, wann ich was aussäe und wie groß die Anbaufläche für die jeweilige Gemüseart ist, kann ich meinen Anbauplan so immer weiter perfektionieren. Und diese Aufzeichnungen zu machen, kostet mich keine Viertelstunde am Ende jeden Monats.

Sortentipps

Wenn wir eine neue Sorte anbauen, die besonders lecker oder krankheitsresistent oder uns anderswie überzeugt, notiere ich mir das auch. Dann kann ich sichergehen, dass ich nicht vergesse, diese Sorte im nächsten Jahr auch wieder anzubauen.

Probleme

Unter „Probleme“ halte ich alles fest, was im jeweiligen Monat nicht gut geklappt bzw. Ärger bereitet hat. Das können Schädlinge sein, Pflanzenkrankheiten oder auch die heftige Trockenheit dieses Jahr. Wenn ich eine Lösung für ein Problem gefunden habe, schreibe ich die natürlich auch auf.

In diesem Feld halte ich auch Verbesserungsvorschläge fest, die mir beim Gärtnern in den Sinn kommen.

Erfolge

Wenn etwas gut läuft, solltest du das natürlich öfter so machen, und die Chancen, dass du dich im nächsten Jahr noch daran erinnerst, steigen signifikant, wenn du das Ganze aufschreibst. ;)

Jetzt bist du dran!

Das sieht vermutlich auf den ersten Blick nach viel Arbeit aus, aber mir ist es das wert. Mein Gartentagebuch ist das allerwichtigste Gartenwerkzeug, das ich je benutzt habe, und die Aufzeichnungen, die ich mir über die Jahre gemacht habe, sind wie ein kleiner Schatz, der jedes Jahr um wertvolle Erfahrungen wächst.

Kein Gartenbuch kann deine eigenen Erfahrungen ersetzen, die du in deiner Situation auf deinem eigenen Stückchen Land machst.

Selbstversorgung starten

Das ist übrigens auch einer der Tipps, die ich meinen heiß geliebten Emailabonnenten gebe. Meine Selbstversorger-Crew bekommt nämlich über die regulären Blogartikel hinaus regelmäßig Emails mit Tipps rund um die Selbstversorgung aus dem eigenen Garten.

Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn du dich dieser lustigen Truppe anschließt und ich dich als neuestes Mitglied der Selbstversorger-Crew willkommen heißen darf. :)

Als kleines Willkommensgeschenk habe ich den Anfänger-Guide “Selbstversorgung starten“, mit dem ich dir auf deinem Weg in die Selbstversorgung helfen möchte. Trag dich einfach hier ein, dann bekommst du den Guide und viele weitere Tipps bequem per Email zugeschickt:

Führst du auch ein Gartentagebuch? Was schreibst du dir auf? Was sind die wertvollsten Erfahrungen, die du bisher gesammelt hast? Ich freue mich wie immer, in den Kommentaren zu plaudern.

Kategorie: Garten

von

Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines vierjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

12 Kommentare

  1. Danke für die guten Informationen zur Garteninstandhaltung. Das Gartentagebuch ist eine große Hilfe die Übersicht zu behalten. Gerade wenn man mit dem Garten anfängt ist da professionelle Hilfe eine große Unterstützung.

  2. Jetzt habe ich diesen super tollen Blog gefunden und die Autorin heißt auch noch genau wie ich :D
    Liebe Marie,
    Deine Artikel sind wirklich super. Mein Freund und ich haben uns gerade einen Schrebergarten zugelegt und haben schon mehrere Obstbäume und Sträucher gepflanzt. Nächstes Jahr möchte ich mit dem eigenen Gemüseanbau starten und ich werde mir deinen Tipp mit dem Gartentagebuch auf jeden Fall zu Herzen nehmen. Das ist eine super Sache.
    Ich bin mir sicher es werden noch viele weitere hilfreiche Tipps von dir folgen. Mach weiter so.
    LG
    Marie

  3. Hallo Marie,
    Ich habe dieses Jahr meinen ersten kleinen Gemüsegarten angelegt und von vorn herein gleich alles notiert, was die Planung und Aufteilung betrifft. Auch hab ich über die vergangenen Monate Notizen über die Pflanzen, das Wetter, Fehler und Ernteerfolge gemacht, allerdings nur in Tagebuch Form, also für jeden Tag ein Absatz. Ich finde die Infos toll, die du dir notierst und werde mir davon etwas merken für meine kommenden Aufzeichnungen :).
    LG Marie

  4. Anne sagt

    Liebe Marie,
    wo hast du denn dein Büchlein her? Es ist sehr hübsch!
    Viele Grüße,
    Anne

  5. Tatjana Schreber sagt

    Schöne Idee, schönes Büchlein, schöne Frau!
    Ich liebe deinen Blog!
    Tatjana

  6. Renate sagt

    Hallo Marie,
    das ist ja eine tolle Idee! Ich werde ab jetzt auch ein Gartentagebuch führen und das ausprobieren. Danke!
    LG Renate

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