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Hochbeet bepflanzen in 6 Schritten (+ Beispielplan)

Hochbeet bepflanzen

Du hast ein Hochbeet gebaut und fragst dich jetzt, wie du es bepflanzen sollst? Dann bist du hier genau richtig:

Beim Hochbeet-Bepflanzen gibt es nämlich ein paar Dinge zu beachten. In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, um die Beetfläche optimal zu nutzen und das ganze Jahr über üppig aus deinem Hochbeet zu ernten.

Hochbeet bepflanzen in 6 Schritten: Nach dem Anlegen ist natürlich das Bepflanzen dran. Hier erfährst du alles, was du wissen musst, wenn du Gemüse, Blumen, Kräuter, Obst etc. in einem kleinen Hochbeet anbauen möchtest. Inklusive Beispiel-Pflanzplan mit fertiger Mischkultur-Planung. #Wurzelwerk #Hochbeet #Garten

Merk dir diesen Artikel auf deiner Gartenpinnwand!

Hochbeet bepflanzen in sechs Schritten

1. Welche Pflanzen sollen in deinem Hochbeet wachsen?

Im ersten Jahr solltest du vor allem Starkzehrer anbauen, also Pflanzen, die viele Nährstoffe brauchen. Durch die Verrottungsprozesse, die in einem gut befüllten Hochbeet natürlicherweise ablaufen, werden nämlich viele Nährstoffe frei. Dazu kommt, dass Hochbeete oft mit vorgedüngten Pflanzenerden aufgefüllt werden und daher gut mit Nährstoffen versorgt sind.

Starkzehrer sind zum Beispiel:

  • Kohl
  • Tomaten
  • Gurken
  • Zucchini
  • Kürbis
  • Kartoffeln
  • oder Sellerie

Im zweiten Jahr kannst du dann Mittelzehrer wie Möhren, Zwiebeln und Salat anbauen. Und für’s dritte Jahr eignen sich Schwachzehrer wie Erbsen, Buschbohnen oder Radieschen am besten.

2. Erstelle einen Anbauplan für dein Hochbeet!

Als nächstes erstellst du einen Anbauplan, damit du weißt, wann und wo du welche Pflanzen anbaust. Ein guter Anbauplan ist die halbe Miete beim Gärtnern und hilft dir, deine Beete das ganze Jahr über optimal zu nutzen. Ich habe eine Anleitung erstellt, die du Schritt für Schritt durchgehen kannst, und am Ende hältst du einen fertigen Pflanzplan in den Händen:

Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

Wusstest du, dass einige Gemüsepflanzen sich gegenseitig vor Schädlingen und Krankheiten schützen? Ein wichtiger Aspekt in der Anbauplanung ist deswegen die Mischkultur von Gemüsen, die gut zusammen passen. Hier ist eine Liste, mit der du dir deine Pflanzen-Nachbarschaften zusammenstellen kannst:

28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

Wenn dir das zu viel Arbeit ist, kannst du dir auch einfach meinen Beispiel-Gartenplan herunterladen und ihn für deine Hochbeete verwenden.

Der Plan ist so konzipiert, dass du das ganze Jahr über ernten kannst und deine Beetfläche optimal nutzt, mit guten Mischkultur-Partnerschaften und ganz ohne Kopfzerbrechen. ;)

Hier kannst du dich eintragen:

3. Wie du dein Hochbeet düngst

Wenn du dein Hochbeet mit Kompost oder einer vorgedüngten Erde befüllt hast, sind die Pflanzen schon sehr gut mit Nährstoffen versorgt.

Falls du Kompost verwendet hast und auf dem Beet Starkzehrer wachsen sollen, solltest du für eine optimale Stickstoff-Versorgung aber vor dem Bepflanzen ein paar Hände voll Hornspäne einarbeiten oder das Beet mit einem anderen biologischen Stickstoffdünger düngen.

Hochbeete, die mit reiner Gartenerde befüllt sind, brauchen (je nach Bepflanzung) etwas mehr Dünger, die Erde enthält schließlich von vorneherein weniger Nähstoffe.

4. Lockere die Erde in deinem Hochbeet vor dem Bepflanzen auf!

Bevor du dein Hochbeet bepflanzt oder Gemüse aussäst, lockerst du die Erde am besten mit einer kleinen Handhacke auf. So können sich die Wurzeln besser ausbreiten und dein Gießwasser verdunstet nicht so schnell – besonders in Hochbeeten, die mit reiner Gartenerde befüllt sind.

5. Hochbeet bepflanzen

Und dann kannst du dein Hochbeet auch schon bepflanzen. Hier sind ein paar Tipps für eine kluge Anordnung der Pflanzen im Beet:

  1. Hängende Pflanzen wie Kapuzinerkresse am Rand pflanzen, damit sie an den Seiten herunterranken können.
  2. Lücken zwischen langsam wachsenden Pflanzen wie Weißkohl mit schnell wachsenden Pflanzen wie Radieschen füllen.
  3. Hohe Pflanzen wie Tomaten auf Nordseite pflanzen, damit sie andere nicht beschatten.

Hochbeet bepflanzen mit Kohl

6. Angießen und mulchen

Nach dem Pflanzen musst du deine Gemüsepflanzen gut angießen, damit sie zügig anwachsen können. Wenn du Gemüse gesät hast, solltest du die Erde feucht halten, bis die Pflanzen aufgegangen sind. Wenn sie einmal austrocknen, wäre die ganze Aussaat verloren.

Gerade im Hochbeet ist das aber manchmal gar nicht so einfach. Hochbeete trocknen nämlich schneller aus als ebenerdige Beete.

Deswegen hier ein kleiner Trick:

Wenn du eine Reihe ausgesät und mit Erde bedeckt hast, gießt du das Ganze gründlich an und deckst es anschließend mit einem Brett ab. So bleibt die Erde an dieser Stelle viel länger feucht.

Das funktioniert natürlich nicht bei Lichtkeimern wie Salat. Es ist aber ein Lebensretter für alle anderen Gemüsepflanzen, vor allem, wenn es draußen sehr heiß und trocken ist.

Du solltest aber regelmäßig nachschauen, ob die Erde noch feucht genug ist, und das Brett abnehmen, sobald die ersten Pflänzchen zu sehen sind.

Wenn deine Pflanzen ca. 10 cm hoch sind, solltest du sie mit Grasschnitt, Laub, Stroh oder anderen organischen Materialien mulchen. Dann musst du sie nämlich viel weniger gießen, was im Hochbeet, das ja schnell austrocknet, besonders wichtig ist.

Fertiger Pflanzplan gefällig? :-)

Fruchtfolge, Aussaatplanung, Mischkultur… Das kann ganz schön verwirrend sein, oder?

Deswegen habe ich einen Beispiel-Gartenplan für meine Newsletter-Abonnenten erstellt, in dem ich die komplette Gartenplanung schon für dich erledigt habe. Du musst nur noch rausgehen und losgärtnern. :)

Trag dich gerne in meinen Newsletter ein, dann bekommst du den Beispielplan kostenlos als PDF zugeschickt. Und ich unterstütze dich regelmäßig per Email mit Tipps zu allem, was im Selbstversorger- und Gartenjahr gerade ansteht.

Hier kannst du dich für den Gartenplan eintragen:

Was wächst in deinem Hochbeet? Hast du schon einen Plan für das neue Gartenjahr? Oder noch mehr Tipps zum Hochbeet-Bepflanzen? Dann lass gerne einen Kommentar da!

Kategorie: Garten

von

Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines vierjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

6 Kommentare

  1. Heidrun sagt

    Hallo, mein Hochbeet ist nicht sehr groß und eigentlich habe ich nur Interesse Kohl anzubauen……was gibt es da für Tricks, bisher habe ich immer wieder frischen Kompost aufgefüllt. Danke

    • Marie sagt

      Hallo Heidrun,
      bei Kohl ist es wichtig, eine sechsjährige Fruchtfolge einzuhalten, wenn das gar nicht geht, sollte man mindestens drei Jahre warten, bis man wieder Kohl auf demselben Beet anbaut. Und dann solltest du den Kohl den Sommer über mit einem Kulturschutznetz abdecken, Kohl hat nämlich seeehr viele Schädlinge und ohne Netz hast du leider kaum eine Chance, ihn anzubauen. Kopfkohl braucht außerdem relativ viel Platz, die Pflanzabstände sollte man da wirklich einhalten, sonst bleiben die Kohlköpfe sehr klein.
      Viel Erfolg!

  2. Gerald Kummer sagt

    hallo Marie und Wurzelwerker,
    ich hab ein etwa 15qm Hochbeet in E-Form. Die Längsachse ist SO-NW ausgerichtet, wobei die NW-Seite mit einer Gartenhütte abgegrenzt ist. Im Vorjahr hatte ich dort 8Pfl.Einlegegurken, was aber zum Verzehr zu viel und zum regelm Einlegen zu wenig war. Heuer werde ich die Gurkerl als Spalier an der W-Seite mit 12-14 Pfl anlegen. da werfen Sie keinen Schatten und haben selbst viel Sonne. Dazwischen kommen Dille, Bohnenkraut, KapKresse u zwei späte Krautsorten.
    Paradeiser, ich hab etwa 10 verschiedene alle selbst gezogen, versuche ich heuer als “BottomUp” mit einem Basilikumkopf. Im Hochbeet wucherten sie mir in den letzten Sommern gut zwei Drittel zu. Das gab zwar Schatten gegen Verdunstung aber Lichtmangel bei niedrigen Pflanzen.
    Kohlsprossen gediehen 2018 supergut. hab alle sieben Pflanzen trotz Schmetterlingraupen durchgebracht. Jetzt nach dem Frost wird geerntet.
    Salate allerlei Arten haben im Frühjahr zwar gut angesetzt aber bei der zweiten Aussaat im Sommer dann zu wenig Licht gehabt und sind dann geschossen. Heuer versuche ich sie in einer alten Dachrinne 14tägig zu säen. Bin gespannt ob und wie das klappt.
    Zwischen den größeren Pflanzen setze bzw säe ich “wild durcheinander” Karotten, Radieschen, Tagetes, Ringelblume, Kohlrabi und verschiedene Kräuter mit und ohne Topf.
    Meine Chilisammlung hatte ich im verg. Sommer auf rund 30 Pflanzen aus acht versch Sorten direkt im Boden gezogen. Es war ab Mitte Juli eine Freude die bunte scharfe Vielfalt zu betrachten.
    für zwei Hokkaidopflanzen, sie brachten insg 5Früchte, baute ich eine waagrechte Leiter etwa 170cm über Grund, damit sie schön Sonne tanken konnten.
    und zu guter Letzt noch meine Käferbohnen die ich auf 350cm hohe Spagatnetze klettern ließ und mir gemeinsam mit den Paradeisern und Kräutern einige Gläser Baked Beans bescherten.
    Ab Ende Feber säe ich wieder aus und es werden sicher wieder an die 250 Pflänzchen sein. Wer sich interessiert darf sich an mich wenden. Keine Angst, kleines Geld gegen gute Pflanzen. Garantiert keine Hybriden. Alle meine Samen sind bereits in dritter Generation selbst aus Früchten gezogen.
    in diesem Sinne, grüner Daumen hoch.

  3. Hallo Marie
    Meine Einstellung zu Hochbeeten ist zweigeteilt. Klar es ist rückenschonend, aber wer schonmal ein abgesacktes Hochbeet wieder befüllen musste weiß von was ich rede. 10 volle Schubkarren habe ich vorletztes Jahr aufgefüllt und im kommenden Frühjahr werden es sicher doppelt so viel sein. Die Erdbeerpflanzen sind im letzten Sommer vertrocknet, obwohl ich alles Wasser gegeben habe, was möglich war!
    Nach besseren Erfolgen im Hügelbeet, habe ich daher im Herbst ein zweites angelegt. Zwei Schlüssellochbeete sind in Planung. Die müssen durch die Konstante Gabe von Biomüll nicht so oft aufgefüllt werden und da durch die Verrottung auch Flüssigkeit entsteht wird der Wasserbedarf auch geringer. So zumindest die Theorie 😀

    • Gerald Kummer sagt

      Erdbeeren im Hochbeet sind in der Tat schwierig. Zu exponiert sind sie da. Ich hab sie in einem etwa 100cm breiten Ring, der kaum 30cm hoch ist. eingepflanzt, SO-seitig Sonne unter einem Kirschbaum. Im ersten u zweiten Jahr war es schwierig, dann hab ich Substrat selbst gemacht aus 3Teile Erde, 2Teile Sand, 1 Teil Stroh oder Laub u 1 Teil Lehm. Ich hab 4 verschiedene Sorten und fast 6 Monate durchgehend Erdbeeren. Sommers gebe ich das überschüssige Grün von Paradeisern und Gurken einfach ins Beet zwischen die kleinen Stauden….

    • Sigrid Kubenka, Lenzer Str. 3, 18546 Sassnitz sagt

      zum Kommentar von
      Gerald Kummer 23. Dezember 2018
      hier ist Sigrid, ich interessiere mich sehr für gute alte Saaten, selbstgezogen, da ich nicht viel Grück habe mit den gekauften aus den Geschäften. Außerdem brauche ich sehr wenige von einer Sorte. >Z.B. würde ich gern Paradeiser u. kleine Tom.-Sorten und wenn es geht verschiedene kleine Wildsalate brauchen. Das wär mir eine große Hilfe. Leider habe ich keine von meinen guten Pflanzkartoffeln aufgehoben, doch ich denke die ich im Herbst im anderen Hochbeet gesetzt habe werden nicht verfaulen (Idee und Vorschlag kam von der lieben Marie)
      Radies halten ihren Winterschlaf in einem meiner Hochbeete, bedeckt mit Stroh/Holzwolle, dann habe ich recht bald frische Radieschenblätter wenn die Sonne höher kommt. liebe Grüße an alle
      Euch allen viele freudige Gartenerlebnisse

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