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Selbstversorgergarten-Tour: Bau dein eigenes Gemüse an!

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Hallooo und herzlich willkommen zu einer -Tour durch unseren Selbstversorgergarten! Es ist April, also zeige ich euch mal, was gerade in unserem frühlingshaften Selbstversorgergarten wächst, wie ihr euer eigenes Gemüse anbauen könnt – und auch in der kühlen Jahreszeit eine große Ernte einfahrt!

Falls du mich noch nicht kennst: Willkommen auf meinem Blog! Ich bin Marie und ich baue das Obst und Gemüse für meine Familie fast komplett selber an. Auf diesem Blog und meinem YouTube-Kanal teile ich unsere Erfahrungen rund um die Selbstversorgung aus dem Garten. 

Also lass mich dich auf einen Gartenrundgang einladen! Los geht’s! 

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Winterharte Gemüse im Selbstversorgergarten

Fangen wir mit meinem Weißkohl-und-Feldsalat-Beet an. Den Weißkohl habe ich erst im September letzten Jahres gepflanzt, weil ich noch ziemlich spät im Jahr Pflänzchen vom Jungpflanzenmarkt bekommen habe. Das ist eigentlich viel zu spät, aber ich dachte mir:

 „Ach komm, eine kleine Ernte wird das schon geben und das Beet hätte sonst den Winter über leer gestanden.“ 

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Und der Plan ist aufgegangen.  Die Weißkohl-Köpfe sind zwar nicht soo groß geworden, aber die Pflanzen haben im Beet überwintert und jetzt sind die Köpfe zwar nicht riesig, aber wir haben auf die Weise eine super frühe Weißkohlernte aus unserem Gemüsegarten. 

Es ist auch sinnvoll, die Köpfe jetzt nach und nach zu ernten, weil der Weißkohl im zweiten Jahr seine Samenstände ausbildet zu blühen anfängt – und dann schmeckt er nicht mehr so lecker. 

Pssst: Wenn ihr meine Gartentour mit eigenen Augen mitverfolgen und noch mehr Beete sehen wollt, die es nicht in den Artikel geschafft haben, dann findet ihr hier die Youtube-Variante dieses Artikels: 

Mein Unkraut-Beet :D

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass ich meine Beete normalerweise mit Pappe und Kompost anlege, weil man damit super das Unkraut unterdrücken kann. 

Wie das genau funktioniert, zeige ich euch in meinem kostenlosen Video- Minikurs Gemüsegarten-Bootcamp. Im ersten Bootcamp-Video findet ihr die komplette Anleitung, wie man die Kompostbeete anlegt. 

An einer Stelle ist uns beim Beete-Anlegen die Pappe ausgegangen und wir haben dieses Beet ohne Pappe angelegt. Und man merkt einen enormen Unterschied, was das Jäten angeht. In diesem einen Beet jäte ich ungefähr genauso oft, wie in meinem ganzen, restlichen Garten. So viel Gras und Unkraut kommt in diesem Beet immer noch durch. 

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Übrigens: Fall ihr noch mehr Zum Thema unkrautfrei gärtnern wissen wollt, könnt ihr in diesem Artikel noch mehr erfahren.

Mischkulturen, Rettich und Dicke Bohnen

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Im nächsten Beet stehen unsere Winterzwiebeln. Die haben wir im Herbst gesteckt, da diese Sorte auf dem Beet überwintert und jetzt im Frühling bereits einen Wachstumsvorsprung hat. Wir können also jetzt schon Frühlingszwiebeln ernten – oder noch bis ungefähr Juli warten und dicke Lagerzwiebeln ernten. 

Jetzt im Frühling ist auch die Zeit, in der man zwischen den Winterzwiebeln die Möhren aussähen, kann. Möhren und Zwiebeln bilden eine super Mischkultur

Im Moment ist es aber noch sehr, sehr kalt. Es ist für mehrere Tage Frost angekündigt, weswegen ich mit den Aussaaten noch warte. Es ist immer gut den Wetterbericht im Blick zu haben, sodass man die Samen nicht dann in die Erde gibt, wenn es gerade richtig kalt draußen ist.

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Unser Rettichbeet hat eine suuper Ernte abgeliefert. Das wird jetzt auch abgeerntet, weil ich Sorge habe, dass der Rettich bald zu blühen anfängt. Daraus werde ich ein schönes Sauerkraut machen, ein Rettichsauerkraut. Man kann ja alle möglichen Gemüse fermentieren und ich denke, dass das sehr lecker sein wird. Im Kimchi habe ich Rettich schon oft verwendet und finde ihn da super lecker.

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Im nächsten Beet wachsen meine dicken Bohnen. Frost macht denen auch gar nichts aus, so wie allen Gemüsen, die ich euch in dieser Gartentour zeige. 

Dicke Bohnen haben einen Feind, nämlich die schwarze Bohnenlaus. Ich habe aber die Beobachtung gemacht, dass Dicke Bohnen, die im August ausgesät werden und im Beet überwintern, nicht so stark von der Bohnenlaus heimgesucht werden. 

Die Pflanzen scheinen dann widerstandsfähiger gegen die Bohnenläuse zu sein, weswegen ich sie immer überwintern lasse. Man könnte sie auch im Frühling säen, aber so haben sie schon einen Wachstumsvorsprung und können hoffentlich bald ganz viele, dicke Bohnen produzieren. 

Da sind auf jeden Fall schon ganz viele Blüten dran und ich freue mich schon, denn dicke Bohnen sind mit eine der ersten Ernten von den neuen Gemüsen im Frühjahr!

Hochbeete im Selbstversorgergarten

Unser Gemüsegarten kommt mit einem großen Manko daher: 

Er liegt direkt zu Füßen eines wunderschönen Walnussbaums. Und Walnüsse sondern Stoffe ab, die andere Pflanzen in ihrem Wachstum unterdrücken. Das merken wir sehr stark an den Beeten, die direkt an der Walnuss liegen. 

Deswegen haben wir direkt neben dem Baum zwei Hochbeete aufgebaut, aber auch bei den anderen beiden Beeten, die daran angrenzen merkt man den Einfluss der Walnuss richtig stark. 

Eigentlich finde ich es schöner, ebenerdig zu gärtnern, weil man dann weniger gießen muss und nicht extra neue Hochbeete bauen muss. Aber vielleicht kommen wir um zwei weitere Hochbeete nicht herum… 

Ihr könnt mir gerne mal schreiben, wenn ihr irgendwelche Vorschläge habt, denn das bereitet mir schon ein bisschen Kummer. ;)

In den Hochbeeten selber wächst alles gut. Die Hochbeete sorgen dafür, dass die Pflanzen gar nicht mit dem „Walnuss-verpesteten“ Mutterboden in Kontakt kommen. 

Bei Hochbeeten muss ich aber richtig mit dem Gießen hinterher sein, denn in Hochbeeten verdunstet ganz viel Wasser. 

Der Asia-Salat, den wir hier in den Hochbeeten haben, der wächst übrigens super gut. Absoluter Anbautipp, wenn ihr auf Asia-Salat steht, dann ist eine tolle Möglichkeit, um auch im Winter noch ganz viel Grünzeug aus dem eigenen Garten zu essen. Den kann man auch regelmäßig stark abernten, denn der Salat wächst auch bei kalten Temperaturen immer wieder nach. Die Hochbeete haben wir mit neuem Kompost aufgefüllt und können, wenn der Frost vorbei ist, die ersten, neuen Gemüse einsähen.

Wintergemüse abernten und Platz für Sommergemüse schaffen 

Daneben ist das zweite Beet, das auch so von der Walnuss beeinträchtigt ist. Hier wächst unser Wintersalat der Sorte Baquieu. Das ist eine ganz tolle Salatsorte, die man den ganzen Winter über beernten kann. Einige von euch haben sie auch schon angebaut, nachdem ich sie so oft angepriesen habe. 

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Leider wächst unser Wintersalat dieses Jahr aufgrund der Walnuss nicht so super, aber immerhin können wir noch genug eigenen Salat ernten. Wenn es jetzt wirklich kalt wird, – es soll jetzt nochmal richtig starke Minusgrade geben – dann werde ich den Salat mit einem Fließ abdecken und schön einmummeln. So hat Baquieu bei uns noch jeden Frost überstanden.  

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Dann kommen die drei Beete, auf denen wir unseren Winterkohl angebaut haben, vor allem Rosenkohl und Wirsing mit Lauch und Sellerie dazwischen. Die haben wir jetzt allesamt abgeerntet, denn Rosenkohl und Wirsing wollen jetzt kleine Rosenkohlbabys und Wirsingbabys machen und dann ist es gut, wenn man den vorher aufisst. Nach dem Blühen schmecken die nämlich nicht mehr so lecker. 

Die Beete sind jetzt frei für die nächsten Aussaaten. Ich werde hier ein paar Zwiebeln stecken und dann später Paprika und Auberginen anbauen. Bis dahin ist noch ein bisschen Zeit, denn alle wärmeliebenden Pflanzen wie Tomaten, Paprika und Auberginen müssen bis Mitte Mai warten, bis man sie in den Garten auspflanzen kann. 

Deswegen pflanze ich vorher schon mal ein paar schnell wachsende, kleinere Gemüse, zwischen die dann im Mai die Paprika gepflanzt wird. Bis die Paprika den ganzen Platz braucht, werden wir beispielsweise die Zwiebeln schon abgeerntet haben. So können wir das Beet noch stärker bepflanzen, denn es wäre einfach schade, den ganzen Platz bis Mitte Mai nicht nutzen zu können. 

Es ist super sinnvoll, sich zu überlegen, welche Gemüse den Platz im Beet wie lange beanspruchen, sodass man die Zwischenpflanzungen so takten kann, dass die Beete das ganze Jahr über genutzt sind. Wenn ihr keine Lust habt euch den Kopf zu zerbrechen oder ein bisschen Inspiration bei mir holen wollt, dann ladet euch gerne meinen Gartenplan herunter. Der ist kostenlos und so konzipiert, dass ihr einfach rausgehen und anfangen könnt euer Gemüse selber anzubauen. 

     

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    Das Gewächshaus 

    Zum Schluss gibt es natürlich noch das Gewächshaus, das wir natürlich auch im Winter und Frühling nutzen. In das Gewächshaus kommen Ende April, je nach Wetterbedingung, einige Tomaten- und Paprikapflänzchen. Wir wollen auch Wassermelonen und Erdnüsse im Gewächshaus anbauen. Da freue ich mich schon drauf! Die Erdnuss-Jungpflänzchen entwickeln sich im Haus bereits prächtig. Ein paar will ich auch ins Freiland pflanzen, damit wir besser vergleichen können, wo sie sich wohler fühlen. 

    Bisher haben wir Zwiebeln, Spinat und Mangold ins Gewächshaus gepflanzt. Das sind alles Kulturen, die relativ schnell wachsen. Die Zwiebeln wollen wir nur für Frühlingszwiebeln anbauen, sodass der Platz dann, wenn die Paprika und die Tomaten einziehen, größtenteils von den Neuankömmlingen genutzt werden kann und die Zwiebeln schon teilweise abgeerntet sind. 

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    Damit diese „Doppelnutzung“ auch funktioniert, habe ich alle Kulturen, die jetzt im Gewächshaus wachsen, an den Rand gesät und gepflanzt, sodass ich die Tomaten schon ins Gewächshaus pflanzen kann, während das andere Gemüse noch drinsteht und möglichst wenig Platz einnimmt. 

    Sobald die Tomaten und Paprika dann größer sind und den Platz ganz für sich beanspruchen, sind der Spinat, der Mangold und die Zwiebeln hoffentlich schon alle aufgegessen. 

    Übrigens: 

    In dem Garten, den ich euch heute gezeigt habe, bauen wir vor allem unser Feingemüse an, also die Kulturen, die mehr Aufmerksamkeit brauchen und regelmäßig beerntet werden. Das ganze Ackergemüse wie Kartoffeln, Kürbis, Mais und noch mehr Zwiebeln und Möhren wachsen in einem anderen Garten. Dort kann ich euch auch einmal eine Tour geben, wenn ihr darauf Lust habt. 

    Welche Gemüse wollt ihr dieses Jahr anbauen? Was wächst jetzt noch in euren Beeten? Ich freue mich, von euch zu hören!

    Kategorie: Einfaches Leben, Fermentieren, Garten

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    5 Kommentare

    1. Maika sagt

      Das Gewächshaus sieht ja richtig klasse aus, auch schön groß. Woher habt ihr das?
      Viele Grüße

    2. Nadine sagt

      Ich bewässere meine Hochbeete im Schrebergarten mit Ollas, das habe ich mir von Caro vom https://www.hauptstadtgarten.de abgeschaut. Aber ich meine Ollas aus großen Tontöpfen selbst gebaut. Da gehen ca. 20 Liter Wasser rein und das hält eine Woche… LG

    3. Dani sagt

      Hallo Marie, ich hab nur ein kleines Gewächshaus (2×2,5). Ich möchte auf jeden Fall 3 Gurken drin haben. Kannst du mir eine Sorte empfehlen und kann ich auf der anderen Seite des Gewächshauses Tomaten oder/und Paprika setzen bzw. Chilis? Was macht sich da ein besten?
      PS ein wunderschönes Gewächshaus, leider viel zu groß für meinen Minigarten.
      Hab einen schönen Tag!

    4. Iris Norgall sagt

      Hallo Marie, ein toller Gemüsegarten! Wir beginnen dieses Jahr erst ganz neu mit einem super kleinen „Naschgarten“.. Sag mal, wie schützt Du Pflanzen wie Paprika oder Wassermelone im Freiland vor Regen?
      Viele liebe Grüße,
      Iris

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