Garten, Gemüsegarten, Schädlinge & Nützlinge
Kommentare 6

Ameisen im Garten: 3 einfache Tipps, die gegen Ameisen helfen!

Ameisen im Garten sind wichtig für das biologische Gleichgewicht. Wenn diese krabbelnden Tierchen allerdings ihr Nest im Beet unter deinen Gemüselieblingen bauen oder sich eine Kolonie an Blattläusen halten, können sie ziemlich lästig sein! Mit ein paar einfachen Mitteln kannst du sie davon überzeugen, ihr Lager woanders aufzuschlagen.

Inhaltsverzeichnis
Tabelle: Das machst du bei Ameisen im Garten – und das besser nicht
Ameisen im Garten – Nützlinge oder Schädlinge?
1. Tipp: Einmal umziehen bitte – Ameisennest umsiedeln
2. Tipp: Das stinkt den Ameisen im Garten: Gerüche
3. Tipp: Nahrungsentzug: Läuse bekämpfen
Schlechte Mittel gegen Ameisen im Garten

Tabelle: Das machst du bei Ameisen im Garten – und das besser nicht

Es gibt unzählige Tipps und Vorschläge, was du gegen Ameisen im Garten tun kannst. Viele davon haben aber in einem Biogarten nichts verloren oder sind aus Tierschutzgründen nicht zu vertreten. Für eine schnelle Übersicht habe ich dir hier drei Hots und drei Nots aufgelistet:

Hot: Gute Mittel gegen Ameisen im GartenNot: Schlechte Mittel gegen Ameisen im Garten
Tipp #1: Ameisennest umsiedelnGift
Tipp #2: Gerüche: Mit Gewürznelken, Lavendelblüten, Eukalyptusöl, Pfefferminze oder Zitronenschalen Ameisen vertreibenBackpulver
Tipp #3: Läuse bekämpfenEssig

Mit meinen drei Tipps kannst du Ameisen im Garten, die lästig beim Gärtnern sind, vertreiben. Sie erledigen dann an einer anderen Stelle ihre nützliche Arbeit, ohne dass ihr euch in die Quere kommt! :)

Ameise im Garten: Ameisen und Blattläuse auf Pflanze

Ameisen im Garten – Nützlinge oder Schädlinge?

Ameisen im Garten sind manchmal beides: Nützling und manchmal auch Schädling, wenn sie ihr Nest in deinem Beet gebaut haben oder die Blattläuse auf deinen Pflanzen beschützen. Am besten wägst du genau ab, ob das Ameisen vertreiben wirklich nötig ist, oder ob du sie einfach an Ort und Stelle lassen kannst.

Die Ameise als Nützling

Bestimmt sind dir schon einmal Ameisen im Garten über den Weg getrippelt – rote, gelbe oder schwarze. Das ist aber erst einmal kein Grund zur Sorge, denn sie schaden deinen Pflanzen normalerweise nicht!

Auf dem Speiseplan so einer Ameise stehen nämlich in erster Linie lebende und tote Insekten und Schneckeneier, aber kein frisches Gemüse.

Auch Pflanzenreste ziehen die kleinen Krabbeltiere in ihren Bau und fördern so die Humusbildung im Boden.

Das heißt, Ameisen im Garten sind nützliche Helfer bei der Schädlingsbekämpfung und Aufräumtrupp in einem – und haben damit eine super wichtige Funktion.

Die Ameise als Schädling

Ameisen halten sich Blattläuse wie Kühe, um von ihnen eine Zuckerlösung zu melken und beschützen deshalb „ihre“ Läuse vor Fressfeinden wie Marienkäfern. So sorgen sie dafür, dass sich die Läuse weiterhin ungehindert vermehren und deinen Pflanzen schaden können.

Übrigens hilft auch eine passende Mischkultur effektiv dabei, Schädlinge wie Blattläuse in Schach zu halten! Welche Gemüse sich gerne die Wurzeln reichen und sich gegenseitig nützen, kannst du von meiner Mischkulturtabelle ablesen.

Lad sie dir hier herunter:

Hol dir die Mischkulturtabelle!

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Wenn sie ihr Nest mitten in deinem Beet anlegen, ist das auch keine gute Sache: Sie krabbeln an deinen Händen hoch, wenn du deine Pflanzen begärtnern möchtest und lockern den Boden so auf, dass frisch ausgesätes Saatgut nur schlecht keimt und Pflanzen den Bodenkontakt verlieren.

    Ameisen im Garten werden auch dann zu Schädlingen, wenn die krabbelnden Tierchen die Wurzeln deiner Gemüsepflanzen freilegen, weil sie diesen Ort als besonders geeigneten Platz für ihr Nest auserkoren haben.

    Wenn die Ameiseninteressen also mit deinen Interessen kollidieren, musst du etwas gegen sie unternehmen. Generell sind Ameisen im Garten aber wichtige Nützlinge, weswegen du Ameisen vertreiben und nicht bekämpfen solltest.

    1. Tipp: Einmal umziehen bitte – Ameisennest umsiedeln

    Ein Ameisennest, das mitten in deinem Gemüsebeet liegt, solltest du umsiedeln, damit dein Gemüse ungestört wachsen und gedeihen kann.

    Dazu füllst du einen Blumentopf mit Holzwolle als neues attraktives Ameisenheim und setzt ihn mit der Öffnung nach unten auf die Ameisenstraße, die sich durch dein Beet zieht. Mit etwas Glück finden die Ameisen das Wohnungsangebot so verlockend, dass sie nicht lange fackeln und nach ein paar Tagen damit beginnen, ihre Eier in den schützenden Blumentopf zu legen.

    Wenn sie damit fertig sind, hebst du den Blumentopf mit einer Schaufel auf und bringst ihn an einen Ort, der mindestens 30 Meter vom alten Nest entfernt ist.

    Ameisen im Garten: Ameisenbrücke

    2. Tipp: Das stinkt den Ameisen im Garten: Gerüche

    Mit ein paar einfachen Hausmitteln kannst du dafür sorgen, dass es den Ameisen im Garten so richtig stinkt. Gewürznelken, Lavendelblüten, Eukalyptusöl, Pfefferminze oder Zitronenschalen verströmen einen für Ameisen unangenehmen Duft. Du kannst sie einfach zwischen deinen grünen Freunden verteilen. Auch Zimt und Chilipulver haben eine abschreckende Wirkung auf die krabbelnden Tierchen. Sie suchen sich dann einen neuen Wohlfühlort. 

    Genauso es mit Brennnesseljauche! Wenn du schon fertige, nicht mehr blubbernde Jauche in deinem Garten hast, kannst du damit deine Beete 1:20 verdünnt gießen. Die Ameisen suchen sich einen Ort, an dem es nicht so stinkt. Und du hast deine Beete auch gleich noch gedüngt – perfekt, oder? ;)

    Allerdings wirken nicht alle Gerüche sofort und auf alle Ameisenarten. Deshalb musst du vielleicht verschiedene „Düfte“ ausprobieren und ein wenig Geduld haben!

    Du möchtest nicht nur wissen, wie du mit tierischen Mitbewerbern im Garten umgehst, sondern auch dein Gemüse ohne viel Mühe selber anbauen und dich ein Stück weit selbst versorgen? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“ Kurs, wo du in einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen alles von der Beetplanung bis zur Ernte gezeigt bekommst. Ich würde mich freuen, wenn du Mitglied unserer Gartencrew wirst! :) 

    3. Tipp: Nahrungsentzug: Läuse bekämpfen

    Dein Gemüse ist von Blattläusen befallen? Dann sind die Ameisen im Garten meistens nicht weit, schließlich produzieren die kleinen Plagegeister ihr Lieblingsessen!

    Wenn du die Läuse erfolgreich bekämpfst, ziehen sich die Ameisen von selber zurück – schließlich gibt es für sie bei frischem Gemüse nichts mehr zu holen. 

    Auch meine Mischkulturtabelle hilft dir wie gesagt beim Kampf gegen Blattläuse und Co – hast du sie dir schon heruntergeladen? ;)

    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Schlechte Mittel gegen Ameisen im Garten

    Immer wieder heißt es, dass sich Ameisen im Garten mit Chemie, Essig oder Backpulver gut bekämpfen lassen. Dagegen spricht aber eine ganze Menge:

    • Gift im Garten ist ein absolutes No-Go 
    • Essig tut deinen Pflanzen nicht gut, weil er so sauer ist 
    • Backpulver lässt Ameisen platzen, wenn sie es gefressen haben. Das ist unnötig grausam

    Ameisen im Garten zu vertreiben oder zu bekämpfen ist nur dann eine Option, wenn sie wirklich stören oder deinem Gemüse zusetzen. Die faszinierenden Krabbeltiere erfüllen nämlich wichtige Aufgaben im Garten!

    Deine Gemüsepflänzchen wirken auch auf andere Gartenbewohner*innen äußerst verführerisch? Wenn du wissen möchtest, wie du deine grünen Freunde schützen kannst, lies gerne hier weiter:

    Kohlweißling bekämpfen – ganz ohne Chemie!

    Das hilft wirklich gegen Schnecken und Nacktschnecken

    Kartoffelkäfer bekämpfen – effektiv und ohne Chemie!

    Hast du schon Erfahrung mit Ameisen im Garten? Zu welchen Mitteln hast du gegriffen? Schreib es mir gern in die Kommentare!

    6 Kommentare

    1. Katharina sagt

      Hallo ! Ich habe Ameisen auf der Terrasse (und dann auch in der Wohnung). Zuerst lebten sie in einem riesigen Topf mit Thuje. Das war kein Problem, ausser dass sie leider beim Gießen in Panik gerieten.
      Mit den Jahren begannen sie, sich auszubreiten, haben ihre “Kuhplantagen“ auf dem Zwergapfelbaum, den Magariten…angelegt. Ein Topf mit einem sehr schönen Magaritenstrauch wurde ihr neues oder zweites Zuhause, das hat er nicht überlebt. Es gäbe noch einiges zu berichten…
      Danke für die guten Tipps, ich werde es jetzt mal mit Zimt und Gewürznelken probieren.
      Sehr schön der Blog und die Videos ! Bin erst heute drauf gestoßen und bereits voll süchtig. Alles Liebe & Gute !

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Hej Katharina,
        danke dir für deine liebe Rückmeldung :) Ich wünsche dir, dass du die Ameisen bald davon überzeugen kannst, sich ein anderes Zuhause zu suchen.
        Alles Liebe
        Malin von Wurzelwerk

    2. Cordula Krügel sagt

      Hallo Marie, ich bin seid kurzem stolze Gartenbesitzerin und versuch ihn nach meinen Vorstellungen zu gestalten. Dabei habe ich hier schon manches gelernt. Ich weiß nicht ob es hier hingehört aber ich hab ein Problem. Musste eine große Fläche mit Mutterboden auffüllen. Damit der vernachlässigte Garten begehbar und auch mähbar ist. Nun habe ich auf der Fläche Rasen gesäht und beim täglichen zuschauen wie er langsam wächst ;) habe ich festgestellt überall sind Ameisen. Bis jetzt stört es nicht, aber später wahrscheinlich, wenn dort die Sitzecke, Liege und Spielbereich steht. Nun zu meinem Anliegen, ich hab mir dein spannenden Artikel zum Thema Ameisen durchgelesen, aber ich weiß nicht welche Lösung am besten ist. Denn ein Nest finde ich nicht. Irgendwie scheinen sie überall zu sein. Auch im Bett habe ich sie entdeckt. Können sie meine Blumen oder Gemüsepflanzen doll schädigen? Lavendel und Pfefferminze steht auch in der Nähe aber sie sind trotzdem 1-2meter davon entfernt. Hoffe es ist nicht schlimm, dass ich das jetzt hier in Kommentar schreibe. Wusste nicht wie dich persönlich fragen kann und ob das erwünscht ist. Ansonsten allen ein. LIEBEN GRUß

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Cordula,
        wenn sie wirklich noch nicht irgendeinen Schaden anrichten, dann würde ich sie einfach erstmal lassen oder es alterntiv mit den anderen vorgeschlagenen Gerüchen probieren :)
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    3. Anke Reiner sagt

      Liebe Marie, DANKE für deine tolle Internet Seite und die tollen Videos!! Ich mag es total, dir zuzuhören:-)
      Wir bewirtschaften dieses Jahr das erste Mal einen Hochbeetgarten und verzweifeln gerade ein bisschen beim Thema „Mulchen“ 🙈
      Es ist so, dass wir weder genügend Rasenschnitt noch Laub zur Verfügung haben. Von Rindenmulch raten alle ab, weil sie den Boden versauern(Nadelholz) Du erzählst immer von Holzhackschnitzel. Wenn ich die im Internet eingebe, finde ich auch nur Nadelholz. Ich bin ein bisschen ratlos … wo beziehst du deine Holzhackschnitzel?
      Viele Grüße

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Anke,
        Holzhackschnitzel, die aus Stammholz bestehen und keine Rinde und keine Nadeln enthalten, bekommst du prima in Baumpflegebetrieben. Vielleicht gibt es in deiner Gegend ja den ein oder anderen :)
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.