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Wühlmäuse vertreiben: Das hilft wirklich!

Eine Wühlmaus oder gar eine ganze Horde Wühlmäuse im eigenen Garten zu entdecken ist ein einziger Albtraum! Die Nager sind der Endgegner jeden Wurzelgemüses und können im Beet ganz schön viel kaputt machen. Auch ich hatte in meinem Garten bereits das „Vergnügen“ mit Wühlmäusen. Was geholfen hat und wie ich die Wühlmaus Bande vertreiben konnte? Hier liest du’s!

Inhaltsverzeichnis:
Zuallererst: Wühlmaus erkennen
Was frisst die Wühlmaus?
Wühlmaus vertreiben statt bekämpfen
Wühlmäuse vertreiben: 7 Methoden
Die richtige Kombi machts!

Zuallererst: Wühlmaus erkennen

An für sich finde ich die Wühlmaus unglaublich niedlich! Ich kann auch absolut verstehen, dass es ihnen in meinem Garten gefällt. Die lockere Erde und das üppige Futterangebot laden ja regelrecht dazu ein, sich hier niederzulassen. Trotzdem würde ich mein Gemüse lieber selber essen! Und das ist mit Wühlmäusen manchmal gar nicht mehr so selbstverständlich…

Wenn sich zu Beginn der Gartensaison verdächtige Gänge und Löcher in deinen Beeten zeigen, ist das ein erstes Anzeichen dafür, dass eine Wühlmaus in deinen Garten eingezogen ist. Deine Alarmglocken sollten dann läuten, wenn du ein oberflächliches Gangsystem in Rasen oder Beeten entdeckst.

Gerade Bereiche, die länger abgedeckt waren – sei es mit einer Plane zur Unterkrautunterdrückung oder auch durch eine Schneedecke – werden von den kleinen Nagern liebend gerne als Behausung genutzt.

Wühlmäuse graben Gängein eine Wiese

Wenn der Schnee im Frühjahr geschmolzen ist, kannst du die freigelegten Gänge der Wühlmaus geradezu nachverfolgen, so dicht an der Oberfläche befinden sie sich meistens. Aber die typischen Gänge sind nicht das einzige Erkennungsmerkmal. Wühlmäuse hinterlassen nämlich auch Erdhaufen, die denen von Maulwürfen ähneln.

Deshalb sollten wir die Wühlmaus auch nicht vorschnell zum Sündenbock erklären. Denn vielleicht hast du statt der eher oberflächlichen Wühlmaus auch einen Untermieter mit mehr Tiefgang bei dir im Garten?

So erkennst du, ob du es mit einer Wühlmaus oder einem Maulwurf zu tun hast:

WühlmausMaulwurf
ovale, flache Erdhaufenkreisrunde, hohe Erdhaufen
Erdhaufen mit PflanzenrestenErdhaufen ohne Pflanzenreste
flach verlaufendes Gangsystemtief verlaufendes Gangsystem
flache Eingänge am Rand der Erdhaufensteile, mittige Eingänge
Verwühlprobe wird nach wenigen Stunden verschlossenVerwühlprobe wird erst nach Tagen oder gar nicht verschlossen
Geschützte Tierart? ✘Geschützte Tierart?

Normalerweise reicht ein prüfender Blick auf die Erdhaufen, um zu sehen, wer da gräbt. Maulwurfshügel sind im Allgemeinen ordentlicher: symmetrischer, sauber von Pflanzenresten, mit mittigem Eingang, und ohne sichtbare Gänge neben dem Haufen.

Die Wühlmaus achtet da nicht so sehr auf die Ästhetik. Sie kommt fast waagrecht aus dem Boden heraus und kreiert daher einen eher ovalen Erdhaufen mit Eingang an einer Seite. Oft sind in der Erde auch Pflanzenreste – Wurzelteile, Baumrinde und Gemüsereste – zu finden.

Du bist dir immer noch unsicher, mit wem du es zu tun hast? Mach doch eine Verwühlprobe! Maulwürfe leben weit unter der Erdoberfläche und benutzen ihre Ausgänge ans Tageslicht nur einmalig, um ihren Schutt abzuladen. Die Wühlmaus hingegen ist regelmäßig in ihren Gängen unterwegs. Deshalb ist die sogenannte Verwühlprobe super, um im Zweifelsfall entscheiden zu können, wer da die Pfoten im Spiel hat.

So machst du eine Verwühlprobe:

Für die Verwühlprobe beschädigst du einen oberflächennahen Gang – am besten gleich an mehreren Stellen. Ist ein Maulwurf eingezogen, wird er den Schaden wahrscheinlich nicht reparieren, und wenn doch, dann sicherlich nicht am selben Tag.

Sind Wühlmäuse am Werk, werden die sich jedoch schleunigst daran machen, ihre Schnellstraße zu reparieren. Du kannst dann damit rechnen, dass die Nager noch innerhalb von 24 Stunden alles wieder in den Ausgangszustand versetzen.

von Wühlmäusen angeknabberte Süßkartoffel

Was frisst die Wühlmaus?

Kein Wunder, dass die Wühlmäuse sich in Gemüsegärten so wohl fühlen: Es stehen nämlich einfach ziemich viele Gemüsepflanzen auf ihrem Speiseplan. Die ziehen sie gern auch mal am Stück mit in ihre Unterwelt – über Nacht können so auf mysteriöse Art und Weise ganze Jungpflanzen verschwinden. Als ich Wühlmäuse im Garten hatte, waren die besonders scharf auf meine Spinatpflanzen. Was haben die Nager da für ein Chaos veranstaltet!

Wühlmäuse ernähren sich rein pflanzlich. Sie sind dabei spezialisiert auf alles, was unter der Erde wächst: Möhren, Knollensellerie, Topinambur und Co. Wurzeln und Knollen finden sie einfach ganz besonders appetitlich. Auch die junge Rinde von Obstbäumen verschmähen sie nicht. Du kannst dir sicher vorstellen, was für einen Schaden da so eine Wühlmausfamilie anrichten kann!

Deshalb sollten wir sie schleunigst dazu bewegen, aus unserem Gemüsebeet auszuziehen und anderswo heimisch zu werden. Los geht’s!

Wühlmaus vertreiben statt bekämpfen

Giftköder? Nein, danke! Dass wir bei uns im Garten kein Gift streuen, ist für mich klar. Denn Giftköder bedeuten nicht nur einen qualvollen Tod für die Wühlmaus selbst, sondern möglicherweise auch für Igel, freilaufende Katzen oder andere Tiere.

Und überhaupt: Wir wollen die Wühlmäuse ja gar nicht töten! Nur in unserem Gemüsebeet möchten wir sie eben nicht unbedingt haben…

Wühlmäuse vertreiben: 7 Methoden

Um die Wühlmäuse aus deinem Garten zu verscheuchen, stehen dir mehrere Methoden zur Auswahl. Denk dran: Es muss der Wühlmaus so richtig ungemütlich werden, damit sie sich zum Auszug bequemt. Mit diesen sieben Methoden hatte ich Erfolg:

  1. Nutze die natürlichen Gegenspieler der Wühlmaus
  2. Halte Hühner, Ziegen oder Katzen
  3. Mulch deine Beete mit Hackschnitzeln
  4. Rinzinusöl vertreibt Wühlmäuse
  5. Knoblauch mag die Wühlmaus gar nicht
  6. Verleg dein Gemüse ins Hochbeet
  7. Setz Wühlmaus-Schocker ein
Greifvogel mit gefangener Wühlmaus

#1: Verbrüdere dich mit den natürlichen Feinden der Wühlmaus

Du hast jede Menge Verbündete da draußen, die liebend gerne mit dir zusammen in den Kampf gegen die Wühlmäuse ziehen. Greifvögel zum Beispiel. Lad die doch gerne ganz explizit mit einer Sitzstange in deinen Garten ein. Sobald die Wühlmaus Wind von diesem Manöver bekommt, wird es ihr sicher schnell unbehaglich.

Pssst: Wenn du Hühner hältst, solltest du dir gut überlegen, ob du Greifvögel zu dir in den Garten einladen willst. Die könnten nämlich auch auf deine gefiederten Freunde ein Auge werfen…

Die Natur ist schon genial! Mit dem richtigen Wissen können wir uns ganz viele natürliche Effekte im Garten zunutze machen – nicht nur bei der Wühlmausvertreibung!

Wusstest du, dass sich auch Pflanzen gegenseitig in ihrem Wachstum und ihrer Gesundheit günstig beeinflussen können? Wenn du diese Effekte in deinem Gemüsebeet clever nutzen möchtest, dann lade dir hier gern meine Mischkulturtabelle herunter und puzzle deine Traumbeete zusammen!

Hol dir die Mischkulturtabelle!

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    #2: Halte Hühner, Ziegen oder eine Katze

    Ja, richtig gelesen. Auch Haus- und Hoftiere können bei der Lösung deines Problems behilflich sein. Wühlmäuse meiden nämlich Gebiete, in denen ihnen allzu oft auf dem Kopf herumgetrampelt wird.

    Wenn du regelmäßig Ziegen oder Hühner in den Bereich lässt, in dem die Wühlmaus ihr Gangsystem angelegt hat, wird ihr das Getrampele bzw. Gescharre auf Dauer ziemlich auf den Senkel gehen – und wenn du Glück hast, sucht sie sich ein ruhigeres Plätzchen.

    Bevor du dir allerdings wegen deiner Wühlmäuse gleich Ziegen zulegst, solltest du zuerst hier reinlesen. Ziegen sind nämlich so ungefähr die schlimmsten Tiere, die man als Selbstversorger halten kann. ;)

    #3: Leg den Wühlmäusen Hackschnitzel in den Weg!

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Wühlmäuse mit Hackschnitzeln gemulchte Beete links liegen lassen. Die Wühlmäuse haben offensichtlich keine Lust, sich durch Massen an Hackschnitzeln zu buddeln.

    Vielleicht ist das Fortbewegen im Mulch sehr mühsam, die Gänge halten nicht, oder ihnen tuen die Pfoten danach weh? Wer weiß! Aber Fakt ist: Die gemulchten Beete sind bisher immer wühlmausfrei geblieben! Also, ran an die Hackschnitzel!

    #4: Rizinusöl finden Wühlmäuse gar nicht dufte

    Wühlmäuse können Rizinusöl nicht ausstehen! Ob das wohl an der abführenden Wirkung oder am Geruch des Öls liegt? Egal: Hauptsache, es funktioniert!

    Für die Anwendung gibst du alle zwei bis drei Wochen jeweils einen Esslöffel Rizinusöl in jedes Wühlmausloch, das du finden kannst. Achte dabei darauf, auch neben den Beeten zu schauen. Denn auch unter Beerenstäuchern oder Obstbäumen kann die Wühlmaus einen Trakt ihres Paslastes gebaut haben.

    In den Tagen nach der ersten Beduftung entstehen in der Regel erstmal viele neue Löcher, weil die Mäuse einen Weg suchen, das Zeug zu umgehen – das ist natürlich erstmal weniger erfreulich für uns. Aber es bedeutet, dass sie das Rizinusöl tatsächlich stört und darum geht es ja: die Wühlmaus so lange ärgern, bis sie aufgibt und ihre Koffer packt.

    Knoblauchgeruch vertreibt Wühlmäuse

    #5: Knoblauch? Den riechen Wühlmäuse bis ins letzte Loch

    Ganz ähnlich wie mit Rizinusöl kannst du auch mit Knoblauch vorgehen. Der riecht nämlich auch so intensiv, dass die Wühlmaus sich schnell davon gestört fühlt.

    Am effektivsten setzt du den Knoblauch dabei als Gemüsekultur in den Beeten ein – denn so hast du neben der Wühlmausabwehr auch gleich eine dicke Knoblauchernte. Zwei Fliegen mit einer Klappe! ;)

    Wenn du nicht so viel Knoblauch anbauen magst, kannst du aber auch einfach – genau wie beim Rizinusöl – in jedes Wühlmausloch eine angequetschte Knoblauchzehe legen. Die erneuerst du auch regelmäßig, um den guten Geruch in den Gängen aufrecht zu erhalten. Mmhhhh… :)

    #6: Verleg dein Gemüse in den Hochsicherheitstrackt!

    Gerade wenn du im Hochbeet gärtnerst, gibt es einen sehr simplen Weg, den ganzen Ärger zu umgehen: Sichere deine Beete von Anfang an auf der Unterseite mit Drahtgitter! Da kommt die freche Wühlmaus nämlich nicht durch und der Spuk ist schnell vorbei.

    Wie du dir ein wühlmaussicheres Hochbeet baust, zeige ich dir hier:

    #7: Wenn alle Stricke reißen: Der Wühlmaus-Schocker

    Keine Sorge, ein Wühlmaus-Schocker hört sich brutaler an, als er ist. Er wird in die Erde eingegraben und sendet niedrigfrequentierte Schallwellen aus, die die Wühlmäuse vertreiben sollen. Die sind allerdings mitunter auch für Menschen hörbar und haben mich anfangs bei der Gartenarbeit ziemlich genervt.

    Die Wühlmäuse bei mir im Garten sind erstmal im Dreieck gesprungen, nachdem ich den Schocker installiert hatte: Auf einmal waren sie auch tagsüber unterwegs, und die Löcherproduktion erreichte ihren Peak. Wahrscheinlich habe ich den Rhythmus der Wühlmäuse einfach gehörig durcheinander gebracht mit dem Ding…

    Nach knapp zwei Wochen jedoch wurde es auf einmal sehr viel ruhiger. Da hatten einige Nager wohl das Weite gesucht! Der Wühlmaus-Schocker hat also funktioniert, auch wenn es zunächst nicht danach aussah. Aber wir würden ja auch nicht sofort ausziehen, nur weil der Nachbar seine Stereoanlage mal lauter aufdreht. ;)

    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

    Die richtige Kombi machts!

    Beim Gegenspieler Wühlmaus würde ich mich niemals auf eine einzige Methode verlassen. Um meine Wühlmäuse zu vertreiben, musste ich schon ein ganzes Angebot an Störfaktoren auffahren.

    Probier doch einfach mal aus, welche Methoden bei dir im Garten am praktikabelsten sind! Eine Kombi von mehreren Methoden ist dabei am erfolgsversprechendsten.

    Nicht nur bei der Wühlmausbekämpfung: Die richtige Kombi führt auch im Beet zu Erfolg. Vergiss daher nicht, dir deine Mischkulturtabelle herunterzuladen und deine Gemüsepflanzen mit ihren Lieblings-Beetpartnern zu verkuppeln! ;)

    Du siehst, mit ein bisschen Fantasie und Durchhaltevermögen kannst du Wühlmäuse auch ganz ohne Giftköder loswerden. Ich drück dir die Daumen, dass auch dein Garten schon bald wieder wühlmausfrei ist!

    Willst du gegen alle Eindringline in deinem Gemüsebeet gewappnet sein? Dann sind  diese Artikel genau das richtige für dich:

    Weiße Fliege bekämpfen: So wirst du sie los!

    Maulwurf vertreiben: 9 ultimativ wirksame Methoden

    Drahtwurm bekämpfen ganz ohne Chemie – der komplette Guide!

    Musstest du schonmal eine Wühlmaus oder gar eine ganze Horde Wühlmäuse vertreiben? Was hat bei dir funktioniert? Ich freue mich wie immer über Tipps und Erfahrungsberichte in den Kommentaren!

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    Kategorie: Garten, Schädlinge & Nützlinge

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    43 Kommentare

    1. Brigitte sagt

      Bei mir hat es geholfen, in den Gang einer Maus einen Eßlöffel voll mit gemahlenem schwarzen Pfeffer zu streuen, sie ist verschwunden…

    2. Gitta sagt

      Wir haben Deine Empfehlung liebe Marie, viel und dick zu mulchen, angenommen – die Mäuse hat das sehr gefreut. Ich habe jetzt an Stellen Wühlmäuse, wo sonst nie welche waren, Tulpen-, Narzissenzwiebeln fand ich fein säuberlich abgelegt in einem Nest im Komposthaufen (ordentlich sind sie ja die Tierchen), Knoblauch hat sie nicht gestört. Anfänglich habe ich Feueranzünder (den weißen) in die Löcher gekrümelt, aber da hätte ich jetzt statt Erde nur noch das weiße Zeug, ist bestimmt auch nicht gut für die Erde. Das hatte mir ein alter Gärtner empfohlen. Also ich bin ziemlich ratlos – ich werde mir jetzt Rizinus besorgen und die Methode mit den Plastikflaschen auf Stäben könnte ich auch probieren. Allerdings wohnen wir am Garten – mel sehen wie klange ICH das Geklapper aushalte ;-)

    3. Hallo Marie,
      Ich bin recht neu hier und habe gerade das zweite Video geschaut. Dickes Lob dafür!
      Wir haben in diesem Frühjahr unser 1. Hochbeet gebaut. Das war eine spannende Sache. Der Ertrag war ganz ordentlich. Allerdings werde ich im nächsten Jahr die Pflanzen anders anordnen. Ich hatte die Buschbohne total unterschätzt- die hat sich so riesig ausgebreitet da war dann für Salat etc.kaum noch Platz🤔.immerhin hab ich Anfang dieser Woche noch die letzten Bohnen ernten können. Gefüllt war unser Hochbeet im obersten Drittel mit Humus( Tipp von Freunden) .
      Jetzt haben wir ein 2. Hochbeet angelegt – da sind wir aber noch im unteren Drittel .
      Sollten wir das vielleicht mit Komposterde füllen? ( Ich frage mich gerade was der Unterschied zwischen Kompost und Humus ist ? Oder gibts da keinen?
      Über eine Antwort würde ich mich freuen.

      • Jacky von Wurzelwerk sagt

        Hallo Elke,

        wie schön, dass ihr euch noch ein zweites Hochbeet zulegen wollt. :) Im Kompost ist Humus enthalten. Der Begriff „Humus“ ist ein bisschen zweideutig, mein Professor an der Uni hat immer gesagt: Alles organische was den Boden berührt, ist Humus, also zum Beispiel auch das Blatt, dass im Herbst vom Baum fällt. ;) Ganz egal ob die Erde als Kompost oder Humus deklariert ist: die Erde sollte schön feinkrümelig sein, keine groben Stückchen mehr enthalten und nach Waldboden duften. Wenn ihr mit dem Humus gut zurecht gekommen seid, würde ich dabei bleiben.

        Den unteren Teil des Hochbeets kannst du aber auch gut mit gröberen Materialien wie Ästen, Laub usw. füllen. Nach oben hin sollte es immer feiner werden. :)

        Viel Spaß mit deinem neuen Hochbeet!
        Beste Grüße,
        Jacky von Wurzelwerk

    4. Jensie sagt

      Hi Marie,
      bislang hatte ich noch nie Probleme mit Wühlmäusen und ebensowenig mit Maulwürfen, obwohl diese den Garten meiner Nachbarin immer wieder mal in eine Hügellandschaft verwandeln. In meinem Garten wächst hier und da eine kreuzblättrige Wolfsmilch. Keine Ahnung, wie die zu mir kam, aber sie stammt wohl aus Asien, ist aber inzwischen auch in Mitteleuropa heimisch geworden. Die Pflanze ist giftig, wird aber dennoch für die Arzneimittelherstellung verwendet. Die Pflanze an sich ist nicht besonders spektakulär, aber von der Wuchsform her doch irgendwie außergewöhnlich. Früher habe ich die immer ausgerisssen, aber seit ich mal irgendwo gelesen habe, dass sie Wühlmäuse fernhält, lasse ich sie stehen. Sie wächst vereinzelt, hier und da steht mal eine rum und sie überwuchert nichts. Ob es an ihr liegt, dass ich kein Wühlmausproblem habe weiß ich natürlich nicht, aber die Pflanze hat was und darum lasse ich sie gerne stehen.

    5. Daggi sagt

      Ich habe seit Ende März einen Schrebergarten und mir schon viele Tipps und Videos angesehen.
      Wühlmäuse habe ich noch nicht, obwohl ich kein Gitter unter die Hochbeete gelegt habe.
      Dafür wurden meine ersten Pflanzen von Tauben gefressen. Die mögen Spitzkohl- und Kohlrabiblätter.
      Der erste Salat ist auch komplett weg gewesen.
      Ich habe mir dann aus Gartenschlauch und Zaundraht Rundbögen gebastelt und mit Halbschellen am Hochbeete festgeschraubt.
      Darüber ein Netz gespannt. Die Kohlrabi sind wieder gekommen weil die Herzblätrer noch vorhanden waren.
      Bisher habe ich noch keine bessere Idee gefunden, deshalb werde ich es nächstes Jahr wohl wieder so machen.
      Ist nur blöd, immer alles abdecken zu müssen. Hilft da vielleicht auch ein Hochfrequenzton?

    6. Stefanie sagt

      Hallo nochmal!
      meinen Tipp habe ich ganz vergessen:
      ich setze seit letztem Jaht viele vorgezogene Pflanzen mit einem grösseren Topf in die Erde anstatt sie auszupflanzen.Dann brauchen sie erstmal ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bei Trockenheit, aber irgendwann wachsen die Wurzeln aus den Löchern und versorgen sich selbst.
      So bleibt der Wurzelballen geschützt und die Überlebenschanche der Pflanze ist höher.
      Bis jetzt sind meine Erfahrungen positiv :)

    7. Stefanie sagt

      Hallo ihr Lieben zusammen,
      ich habe leider auch schon viele Erfahrungen mit Wühlmäusen und Maulwürfen gemacht.
      Letztes Jahr versuchte ich, sie mit Brühe aus Holundertrieben zu vergraulen. Der Gestank an Händen und Giesskanne war furchtbar!Aber die Wühlmäuse haben sich neue Gänge gegraben .Die Arbeit hat sich nicht gelohnt.
      Der Schaden entsteht ja auch nicht nur durch Frass . Mit ihren Gängen lockern sie stöndig die Erde auf und die Wurzeln der Pflanzen hängen in der Luft. Also trete ich immerwieder die Erde fest und das mögen meine Pflanzen auch nicht so gerne .

      Durch die milden Winter überleben auch viel mehr Tiere ,so wachsen die Kolonien und breiten sich aus.
      Ein Garten ohne Wühlmäuse bleibt ein Traum .Aber ich bin immer traurig , wenn ich im Frühjahr feststellen muss, welche von meinen Pflanzen nicht überlebt hat.
      Irgendwie muss ich mich also mit ihnen abfinden ,auch wenn es schwerfällt.

      Verliert nicht die Hoffnung und vorallem :lasst euch nicht die Freude verderben am gärteln.
      Liebe Grüsse Stefanie

      P.S. Den Text habe ich auch für mich geschrieben ,um mich zu trösten!

      l

    8. Jutta sagt

      Da mein eigener Garten ein Hinterhof in der Stadt und von Mauern und Parkplätzen umgeben ist, verirren sich nur selten Mäuse daher, also keine eigenen Erfahrungen, aber in den letzten Jahren gab es im landwirtschaftlich genützten Raum östlich von Wien eine größere Mäuseplage. Da wurde empfohlen, die Äcker tief zu pflügen, weil man dabei die Bauten der Mäuse zerstört und sie sich weniger vermehren. Normal wird im Bio-Gartenbau ja möglichst wenig umgegraben, damit man das Bodenleben nicht stört, aber es wäre den Versuch wert, ob schrittweises Umgraben oder tiefes Lockern (zB mit einem Sauzahn) die Mäuse zum Abwandern bewegt.

    9. Johannes sagt

      Hallo Marie,

      ich habe dieses Jahr an verschiedenen Standorten (Apfelplantage und im Gewächshaus) Knoblauchversuche und da wohl Wühlmausdruck vorhanden ist, sind sie auch im Knoblauch… Ich persönlich habe den Verdacht, dass es einer dieser Gartenmythen ist, der dann von verschiedenen Leuten einfach abgeschrieben wird weil man es wo gelesen oder gehört hat (und wenn dann keine Wühlmäuse da sind, hat es funktioniert…^^) hat es funktioniert.
      Der Rest klingt vielversprechend und ich finde es klasse wie genau du die Wühlmausaktivität nach den verschiedenen Maßnahmen beobachtet hast und beschreibst ;)

      Liebe Grüße aus Witzenhausen
      Johannes

    10. Johanna Koch sagt

      Ich habe wirklich alles ausprobiert! Geholfen hat bei mir die Flaschenmethode: durchsichtige Flaschen mit dem Hals nach oben in den Gang stecken, evtl. dafür den Gang etwas erweitern. Spätestens nach einem Tag ist die Flasche von beiden Seiten zugeschoben. Wenn man sie rauszieht, merkt man wie fest die Erde an die Flasche geschoben wurde. Wühlmäuse mögen kein Licht in ihren Gängen! Sie geben auf, wenn man sofort jeden Hügel/jedes Loch mit einer Flasche „versorgt“.
      Johanna

    11. Sandra sagt

      Hallo Marie,
      ich habe mir Rizinusöl besorgt, aber das stinkt überhaupt nicht. Ich fürchte, dass es dann auch nicht hilft. Wo hast du dein Rizinusöl her bekommen? Ich würde den Tipp auch gerne ausprobieren, bevor ich das gärtnern aufgebe, denn die Mäuse laufen mir fast über die Füße im Garten, so viele sind es schon. Eigentlich lohnt es sich schon fast nicht mehr, denn sie sind zahlenmäßig echt überlegen und zeigen das auch durch konsequentes abfressen von allem was Wurzeln hat. Weder Bohnen noch Zwiebeln oder Knoblauch oder Königskerze konnten sie bisher aufhalten. Dein Tipp mit dem Rizinusöl wäre der letzte Versuch. LG! Sandra

      • Admin sagt

        Hallo Sandra,

        die Mäuse schlecken sich das Rizinusöl vom Fell und bekommen dann Durchfall. Es muss also gar nicht stinken. ;)

        Viele Grüße und vorallem viel Erfolg,
        Jacky
        >Gemüsegarten-Coach<

    12. hallo Marie,
      wie bei fast allen auch ich habe mit Wühlmaus Probleme :-((
      2018 habe ich mit Butter- säure versucht ,sie stinkt bestialisch aber leider nicht so viel Erfolg gehabt .2019 konnte ich in Grossen Ausmass die plage etwas zurück halten und zwar mit Jauche aus Rainfarn und Wermut . In jeder Loch habe ich etwa 2-3 Liter ein geschüttelt . 2020 im Frühjahr und Sommer ist auch noch ruhe mit Mäusen, aber im herbst kamen sie wider . Schade das ich keine Kräuter mehr habe sonst hätte ich mir schon Jauche angesetzt und so bald sie fertig gewesen wehre hätte ich sofort die löcher damit versorgt .

      L G Katii

    13. Heike Friederichs sagt

      Liebe Marie,
      mir wurde erzählt, Schnaps in die Löcher zu schütten. Habe es ausprobiert und hat wirklich geklappt. Wird jetzt im anderen Gartenteil auch noch gemacht. Euphorbia (Wolfsmilch) hat nichts genutzt. Mal schauen, wie der Schnaps auf Dauer wirkt.

      LG Heike

    14. Johann Baptist Bertl sagt

      Die Narzissen mögen die Mäuse nicht ,und fressen sie auch nicht.lch habe eine Straßenböschung mit 1000 Narzissen angepflanzt,und jeden Herbst dazugepflanzt,,und gleich in die Mausgänge und Haufen gepflanzt,weil es da leichter ging,aber die Mäuse stört das nicht weiter ,sie schlängeln sich mit ihren Gängen,um die Knollen einfach herum.

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