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Kompost anlegen in 5 Schritten – So machst du richtig guten Kompost!

Kompost anlegen ist eine der wichtigsten Aufgaben im Garten, um einen perfekten Nährstoffkreislauf zu schaffen: Deine Pflanzen bekommen mit Kompost Dünger und werden nach der Ernte selber zu Kompost, der dann wiederum der nächsten Pflanzengeneration nutzt. Deshalb solltest du in deinem Garten unbedingt ein Fleckchen für Kompost reservieren – das spart nicht nur Geld, sondern ist auch richtig nachhaltig!

Inhaltsverzeichnis
In aller Kürze: Kompost anlegen
Kompostsysteme & der richtige Standort
Anleitung zum Kompost anlegen
Nach dem Kompost anlegen: Die Pflege
Verwendung von Kompost
Kompost anlegen auf dem Balkon
Probleme beim Kompost anlegen

In aller Kürze: Kompost anlegen

Du möchtest nicht lange fackeln, sondern am liebsten sofort mit dem Kompost anlegen beginnen? Dann schau doch mal in meine Tabelle, da habe ich dir sämtliche Schritte kurz und knackig zusammengefasst!

Kompost anlegen: Die ArbeitsschritteGewusst wieTipps und Tricks
# 1: passenden Standort finden und Kompostbehälter aufstellengut erreichbar, windgeschützt, beschattetunbedingt direkt auf dem Erdboden anlegen
# 2: passendes Material zerkleinern und in den Komposter füllenGartenabfälle, angewelkter Grasschnitt, Küchenabfälle, Stroh, Kleintiermistkeine Essensreste, Fleisch oder Milchprodukte, keine Teile von kranken Pflanzen oder Unkräutern
# 3: Kompost in Schwung bringen und richtig pflegen10 % fertigen Kompost oder Gartenerde untermischen, EM dazugebenKompost Starter aus 10 l Wasser, 1 Würfel Hefe und 1 kg Zucker mischen und über den Komposthaufen gießen
# 4: Kompost umsetzennach 3 bis 6 Wochen, so gelangen die äußeren Schichten nach innenwenn du deinen Kompost nicht umsetzt, dauert es nur länger bis er fertig ist. ;)
# 5: Kompost verwendenMulch, Dünger, AussaaterdeKompost je nach Reifestadium entsprechend verwenden

Du siehst: Das Kompost anlegen ist nicht besonders kompliziert. Und wenn dein Kompost fertig ist und du das schwarze Gold vor dir liegen hast, kannst du es als wunderbar nährstoffreiche Erde in deinen Beeten verwenden. Besonders Starkzehrer wie Tomaten freuen sich ganz besonders über Komposterde.

Apropos Tomaten: Isst du die auch so gerne wie ich und kannst gar nicht genug von den runden Dingern bekommen? Dann lad dir doch meinen Tomatenguide herunter! Da zeige ich dir, wie du ganz einfach und mit ein paar kleinen Kniffen zu einer üppigen Tomatenernte kommst.

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    Kompostsysteme & der richtige Standort

    Jetzt geht es in die konkrete Planungsphase: Denn ja, auch zum Kompost anlegen braucht es ein paar Überlegungen vorab: Du willst schließlich den perfekten Platz zum Komposthaufen anlegen finden, und musst dich für das passsende Komposter Modell entscheiden.

    Der richtige Komposter Standort

    Da, wo du deinen Komposthaufen anlegen möchtest, musst du unbedingt ganz unkompliziert mit einer Schubkarre hinkommen. Außerdem sollte der Platz windgeschützt liegen und Schatten haben und es wäre vielleicht auch nicht verkehrt, wenn du deinen Kompost ein bisschen verstecken könntest? Denn so riiiiichtig dekorativ ist er ja nicht! ;)

    Bäume und Sträucher eignen sich prima als Sicht- und Sonnenschutz in Kompostnähe. Wenn da, wo du den Komposthaufen planst, noch nichts wächst, kannst du auch einfach neu pflanzen.

    Psst: Wie wäre es mit Beerensträuchern? Die bringen dir nicht nur Schatten, sondern auch eine leckere Ernte! ;)

    Kompost anlegen: Himbeeren als Sichtschutz

    Ohne Beschattung würde dein Kompost während eines heißen Sommers schnell austrocknen und anschließend stellen die Bodenorganismen beleidigt ihre Arbeit ein. Es dauert dann viiel länger, bis dein Kompost endlich fertig ist.

    Die Bodenorganismen, die für die Umwandlung von organischen Abfällen in nährstoffreiche Erde verantwortlich sind, solltest du auch sonst bei Laune halten: Sie möchten ihre Arbeit gerne immer am selben Ort verrichten und nicht umziehen müssen. Wenn der Komposthaufen seinen festen Platz hat, arbeiten sie effizienter und zügiger.

    Mehr Informationen zu Bodenorganismen und wie du dein Bodenleben fördern kannst, findest du in diesem Video:

    Außerdem solltest du direkt auf dem Erdboden den Kompost anlegen und zwar auf einem Untergrund, der wasserdurchlässig ist. So kann sich keine Staunässe bilden.

    Kompostsysteme

    Du hast einen schönen Kompostplatz gefunden? Prima, dann musst du nur noch den passenden Kompost Kasten finden! Es gibt verschiedene Kompostsysteme:

    • Holzkomposter bestehen meistens aus einfachen Holzbrettern und haben keine Abdeckung. Dadurch wird die Rotte nicht so heiß wie in einem verschlossenen Komposter und Gerüche können sich ungehindert ausbreiten. Du verwendest aber ein natürliches und nachhaltiges Material.
    • Du kannst auch im Schnellkomposter oder Thermokomposter Kompost anlegen. Das sind verschlossene Kunststoffbehälter. Wenn sie eine Entladeklappe haben, kannst du den fertigen Kompost ganz bequem herausnehmen. Sie sollten aber mindestens 200 Liter fassen, damit die Verrottung schnell und effektiv abläuft. Wenn du dich für einen Schnellkomposter entscheidest, achte auf einen Kunststoff, der UV-stabil und wetterfest ist.
    • Offene Komposthaufen sollten mindestens 1,20m breit, 80cm hoch und mehrere Meter lang sein. Beim Kompost schichten lässt du die Seiten schräg abfallen. Offene Haufen eignen sich vor allem für sehr große Gärten, in denen viel Material anfällt.

    Anleitung zum Kompost anlegen

    Zum Kompost anlegen brauchst du – ganz genau: Kompostgut! ;) In Küche und Garten fallen viele organische Abfälle an.

    Braune Materialien wie Stroh, Hackschnitzel, Laub oder Äste enthalten viel Kohlenstoff (C).

    „Grüne“ Materialien wie Reste vom Gemüseschnibbeln, Grünschnitt, Brennnesseln, Kaffeesatz, Mist, Jauche und Grasschnitt enthalten viel Stickstoff (N).

    Für eine optimale Rotte sollte das C/N-Verhältnis des Kompostguts etwa zwischen 15:1 bis 25:1 liegen. Einfacher gesagt: Kompost richtig anlegen bedeutet, immer mehr braune als grüne Materialien auf den Haufen zu geben. Wenn es möglich ist, füllst du braune und grüne Kompost Schichten außerdem immer abwechselnd ein.

    Wenn du deine organischen Abfälle möglichst klein schneidest, können die Bodenorganismen besser arbeiten. Dafür eignet sich ein Häcksler hervorragend, aber auch eine einfache Gartenschere leistet schon gute Dienste!

    Zu klein muss es aber gar nicht werden. Ein bisschen Luft darf ruhig durch deinen Kompost zirkulieren. Ansonsten können die Materialien anfangen zu schimmeln.

    Kompost anlegen: Äste zum Kompostieren

    Was darf in den Kompost?

    Von Garten- und Küchenabfällen über Stroh, Mist, Federn, Pappe, Tee- oder Kaffeesatz: Die allermeisten organischen Rohstoffe sind auf dem Komposthaufen gut aufgehoben.

    Auch Schalen von Eiern und Biozitrusfrüchten kannst du ganz problemlos kompostieren, wenn du sie in kleinen Stücken dazugibst und gut mit dem übrigen Kompost vermischst.

    Die Verrottung von Laub, Rinden und Holz dauert länger, deshalb solltest du für diese Materialien besser einen eigenen Kompost anlegen.

    Was darf nicht in den Kompost?

    Gekochte Essensreste, Fleisch, Milchprodukte und Gebäck können Ratten anziehen und haben daher auf dem Komposthaufen nichts verloren.

    Abgesehen davon gibt es auch anderes kritisches Kompostgut:

    • Unkraut gehört nicht auf den Kompost: Bei der normalen „Haus-Kompostierung“ liegen die Komposthaufen meistens offen da und erhitzen sich deshalb nicht so stark, wie es nötig wäre, um Samen und Wurzelunkräuter unschädlich zu machen. Mit der Komposterde aus diesem Kompost würdest du Unkräutern den roten Teppich ausrollen und es wieder in deine Beete eintragen.
    • Teile von kranken Pflanzen dürfen aus demselben Grund nicht auf dem Komposthaufen landen. Für Unkräuter und kranke Pflanzen würde ich deshalb einen getrennten Kompost anlegen, dessen Erde ich nur unter Büschen und Bäumen, aber nicht auf meinen Beeten ausbringe.
    • Grasschnitt kann zwar grundsätzlich auf den Kompost, aber nur in dünnen Schichten. Außerdem sollte er bereits leicht angewelkt sein, damit sich nicht so leicht faulige Schichten bilden.
    • Hobelspäne und Sägemehl solltest du nur in kleinen Mengen kompostieren, damit die Drahtwürmer deine Beete nicht zu ihrem neuen Lieblingsaufenthaltsort erklären.

    Kompost in Schwung bringen

    Du kannst es kaum abwarten, bis nach dem Kompost anlegen aus deinen Gemüseabschnitten und Gartenabfällen wunderbare neue Erde entstanden ist? Dann habe ich hier ein paar Tricks für dich, wie du deinen Kompost auf Trab bringst:

    • Damit die Bodenorganismen so richtig durchstarten können, mischst du ungefähr zehn Prozent tonhaltige Gartenerde oder fertigen Kompost unter die Abfälle.
    • Du kannst Effektive Mikroorganismen (EM) nutzen, die du mit Wasser vermischst und auf deinen Kompost gießt. Mit ihrer Hilfe kompostieren deine Abfälle nicht nur wesentlich schneller, EM-Kompost ist auch nährstoffreicher und fault nicht so schnell wie herkömmlicher Kompost.
    • Alternativ dazu kannst du dir einen Kompost Starter aus 10 l Wasser, 1 Würfel Hefe und 1 kg Zucker mischen und über den Komposthaufen gießen. Diese Aufbaunahrung lieben die Bodenorganismen!

    In meinem „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs zeige ich dir übrigens nicht nur noch mehr Tipps und Tricks zum Kompost anlegen, sondern du lernst auch, wie du dich ohne viel Mühe ein Stück weit selbst versorgen kannst. Supermarkt war gestern – wir bauen unser Obst und Gemüse jetzt selber an! :)

    Kompost anlegen: 1x1 des Kompostierens
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    Wann ist der Kompost fertig und wann bringe ich ihn aus?

    Wann dein Kompost fertig ist, hängt von verschiedenen Dingen ab: Je nachdem wie fleißig du beim Kompost umsetzen bist, welches organische Material in deinem Komposter verrotten soll und welche Jahreszeit gerade ist, dauert das Kompostieren einige Wochen oder viele Monate.

    Dein Kompost ist fertig, wenn er nach Waldboden riecht und keine großen Stücke mehr zu sehen sind. Einzelne unverrottete Teile kannst du mit einem Kompostsieb heraussieben und zurück auf den Haufen werfen.

    Die beste Zeit, um Kompost auszubringen, ist das Frühjahr. Dann packst du eine 1 bis 2 cm dicke Schicht auf deine Beete und arbeitest sie leicht ein. Fertigen Kompost, den du nicht gleich verwendest, lagerst du abgedeckt, damit der Regen keine Nährstoffe auswäscht.

    Im Sommer ist der Kompost ein wunderbarer Dünger für starkzehrende Pflanzen wie Tomaten oder Kohl.

    Apropos Tomaten: Hast du dir schon dir meinen Tomatenguide heruntergeladen? ;)

    Wenn du Kompost im Herbst ausbringen möchtest, solltest du das nur tun, solange der Boden noch warm ist und ihn mit einer Mulchdecke schützen.

    Nach dem Kompost anlegen: Die Pflege

    Auch wenn dich dein Komposthaufen bei der Arbeit eigentlich nicht braucht, gibt es paar Faktoren, die für eine zügige Verrottung wichtig sind und auf die du achten solltest.

    • Temperatur
      In einem geschlossenen Komposter erreichst du höhere Temperaturen als in einem offenen Komposter, das heißt, die Verrottung geht entweder schneller oder dauert etwas länger, je nachdem.
    • Feuchtigkeit
      Zu wenig Feuchtigkeit lässt die Bodenorganismen vertrocknen und verzögert die Verrottung. Ist der Kompost zu nass, kommt nicht mehr genug Luft ins Innere und er fault. Woher also wissen, wie viel Wasser gut ist? Mein Tipp: Wenn sich das Innere des Komposthaufens wie ein ausgedrückter Schwamm anfühlt, ist alles genau richtig!
    • Sauerstoff
      Beim Kompost anlegen solltest du darauf achten, dass Schichten aus Grasschnitt oder Tonerde nicht zu dick geraten. Sonst gerät nämlich kein Sauerstoff mehr ins Innere des Haufens und die für die Kompostierung wichtigen Bakterien sterben.
    Kompost anlegen: Gemüseabfälle und Eierschalen

    Verwendung von Kompost

    Wenn schon ein wenig Zeit seit dem Kompost anlegen vergangen ist, gibt es mehrere Kompost-Reifestadien, die du jeweils auf unterschiedliche Weise verwenden kannst.

    • Reifestadium 1: Mulch
      Die Temperatur des Komposts ist deutlich abgefallen, er riecht neutral, aber es sind noch gröbere Stückchen zu erkennen. Dieser Kompost eignet sich perfekt zum Mulchen.
    • Reifestadium 2: Kompost Dünger
      Die Temperatur des Komposts ist deutlich abgefallen und es sind nicht mehr viele gröbere Stückchen zu erkennen. Der Geruch erinnert an Walderde. Jetzt kannst du ein paar Schaufeln Kompost als Kopfdüngung für Starkzehrer wie Tomaten und Gurken verwenden.
    • Reifestadium 3: Aussaaterde
      Der Kompost riecht angenehm nach Walderde und es sind keine größeren Stücke mehr zu sehen. In diese Erde kannst du probemlos säen und pflanzen.

    Kompost anlegen auf dem Balkon

    Du gärtnerst auf dem Balkon und hast keinen Platz für Kompost? Kein Problem! In diesem Fall kannst du deine Gemüseabfälle wunderbar in einer Wurmkiste kompostieren. Die ist nicht nur geruchsneutral, sondern auch super effektiv.

    Wurmkisten kannst du entweder selber bauen oder fertig kaufen. Die zukünftigen Bewohner (Rote Mistwürmer) gibt es online.

    Eine andere Möglichkeit ist ein Bokashi Eimer , in dem du deine Gemüseabfälle fermentierst und in nährstoffreiche Erde verwandelst.

    Probleme beim Kompost anlegen

    Nicht immer läuft beim Kompost anlegen alles problemlos. Deshalb habe ich dir hier die häufigsten Probleme zusammengetragen – natürlich mitsamt passenden Lösungen:

    Problem #1: Mein Kompost stinkt!
    Wenn dein Komposthaufen stinkt, fault er, statt zu verrotten.

    ► In diesem Fall öffnest du den Haufen und kontrollierst, ob der Boden darunter wasserdurchlässig ist. Dann ist Kompost umschichten angesagt! Dabei mischst du trockenes Material unter. Falls dein Komposter eine Abdeckung hat: Ist sie dicht?

    Problem #2: Mein Kompost schimmelt!
    Schimmel ist ein Zeichen dafür, dass der Kompost zu trocken ist.

    ► Komposthaufen umsetzen und etwas reifen Kompost untermischen. Das aktiviert ihn neu. Dann gönnst du dem Kompost ein paar Kannen Wasser. In der folgenden Zeit kontrollierst du deinen Kompost regelmäßig auf ausreichende Feuchtigkeit und gießt ihn, falls er zu trocken ist.

    Problem #3: Mein Kompost wird einfach nicht fertig!

    ► Wenn dir alles viiiel zu langsam geht, kannst du alle drei bis vier Wochen deinen Kompost umsetzen. Dadurch kommt Sauerstoff hinein und aktiviert die Bodenorganismen, die dann so richtig Vollgas geben können. ;)

    Du wirst sehen, mit den richtigen Tipps und Tricks ist das Kompost anlegen gar nicht schwer. Dein Gemüse wird in dem „schwarzen Gold“ ganz bestimmt prächtig wachsen und dir eine dicke Ernte bescheren. Darum nichts wie los, such gleich mal nach einem schönen Platz für deinen zukünftigen Komposter! :)

    Außer Kompost anlegen interessieren dich noch ganz viele andere Gartenthemen? Dann lies gerne hier weiter:

    Gemüsegarten für Anfänger: Crashkurs in 11 Schritten

    Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

    Wie mein Garten fast von selbst unkrautfrei bleibt

    Was hast du für Tipps zum Kompost anlegen? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

    62 Kommentare

    1. Erhart sagt

      Habe vor Jahren Kalkstickstoff unter die Kompostabfälle gemischt um Unkrautsamen abzutöten. Beizeiten aber gemerkt, dass die Laubwürmer das nicht so mögen, und wegblieben. Um Unkrautsamen im Kompost abzutöten verwende ich zwar weiter Kalkstickstoff aber erst nachdem ich den Komposthaufen durchgeworfen habe. Lasse ihn dann 6 Wochen liegen bevor ich ihn auf die Beete aufbringe um nicht dort meinen eingebrachten Samen den Garaus zu machen.
      Frage; gehts auch einfacher, bzw. schade ich eventuell meinem Kompost?

      • Hallo Erhart,
        klassischerweise sterben die Unkrautsamen in einer Heißrotte ab. Der Kompost erhitzt sich richtig doll auf bis zu 70°C. Das erreichst du, in dem du deinen Kompost umschichtest und Luft reinbringst.
        Liebe Grüße
        Luci von Wurzelwerk

    2. Waltraud Gartner sagt

      Ich habe jedes Jahr Gebirge von Laub (großer Garten) viele alte Bäume. Eichen- und Nußlaub werden entsorgt. Ich habe auch auch Holzhäxel von Sträuchern und Zweigen. Grasschnitt fällt nur fallweise an und auch nicht dann, wenn das Laub fällt. Küchenabfälle und Grünzeug eher wenig. Wie gehe ich es am besten an? Vor allem das Laub ist sehr viel. Bis jetzt habe ich das Laub aufgeschichtet, dazwischen etwas Holzhäxel. Erde dazwischen ist schwierig, denn wo nehme ich Gartenerde her in größeren Mengen.

      • Hallo Waltraud,
        Laubkompost kann ein richtig guter Kompost werden. Wenn du noch viel Holziges dabei hast, kannst du auch Pferdemist oder Grasschnitt drunter mischen. Ansonsten dauert die Kompostierung einfach länger, aber klappt auch irgendwann! :)
        Liebe Grüße
        Luci von Wurzelwerk

    3. Steffi sagt

      Hey Marie,
      Danke für die Wissensauffrischung. Da unser Garten nicht so groß ist, haben wir nur eine große Wurmkiste und sind sehr zufrieden damit.
      Ich habe allerdings mal – vielleicht bei Löwenzahn?! – den Trick gesehen, ungenutzte Kunststoffrohre mit Löchern zu versehen und immer wieder dazwischen zu schichten, um die Belüftung optimal zu gewährleisten. Vielleicht mag das hier noch jemandem nutzen…
      Liebe Grüße
      Steffi

    4. Miriam sagt

      Hallo Marie!
      Ich habe das Gefühl mit deiner Seite eine wunderbare Anleitung zum Gärtnern gefunden zu haben :) – der Garten dazu wird allerdings erst entstehen, da wir neu gebaut haben. Jetzt frage ich mich, ob es überhaupt Sinn macht bzw. möglich ist, von Anfang an einen Kompost anzulegen. Gartenabfälle gibt es ja noch lange nicht. Gibt es da günstige und v.a. nachhaltige Alternativen für „braunes“ Material? Oder sollte ich lieber noch abwarten und solange landen die Gemüseabfälle eben im Müll?
      Ich würde mich sehr über einen Tipp von dir freuen.
      Viele Grüße
      Miriam

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Miriam,
        eigentlich ist es super, von Anfang an einen Kompost dabeizuhaben. Vielleicht hast du ja Nachbar*innen, die Gartenabfälle übrig haben? Frag da gern mal rum :) Ansonsten kannst du dir überlegen, ob du die Küchenabfälle in einem Wurmkompost oder einm Bokashi-Eimer kompostieren möchtest :)
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    5. Stefanie Wiener sagt

      Hallo Marie,
      ich starte jetzt ins zweite Gartenjahr und möchte nun auch einen Kompost anlegen. Wir hätten an zwei aus Holz gedacht. Nun überlge ich gerade, wie ich das Verhältnis aus 20:1 hinbekomme, da wir noch eine Sträucher haben. Außerdem kommt beim Rasenmähen doch eine Menge an Rasen zusammen, die gleich auf den Kompost soll. Ist es vielleicht eine Möglichkeit, wenn man zwischen den Grasschichten immer eine Kartonschicht einlegt? Oder hast du eine andere praktische Lösung?
      Liebe Grüße
      Steffi

    6. Eller Alice sagt

      Hallo Marie, muss ein Kompost von Anfang an voll sei? Kann ich nicht nach und nach Material aufschütten? Ich habe ja nicht genug Küchenabfälle um gleich einen ganzen Kompost zu füllen, danke vielmals für deinen Tipp, liebe Grüsse Alice

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Alice,
        am besten ist es tatsächlich, den Kompost gleich komplett aufzusetzen. Wenn das nicht geht, kannst du ihn auch nach und nach befüllen.
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    7. Ivonne sagt

      Zitat:….“ Wir trinken eigentlich kaum Kaffee, aber unsere Nachbarn heben uns immer den Kaffeesatz auf. Sie meinen, das hilft gegen Schnecken. Das konnte ich bisher zwar nicht beobachten, aber die Würmer lieben Kaffee und das ist fast genauso gut.“

      Regenwürmer fressen Schnecken-Eier-Gelege… So wird ein Schuh draus! Kaffeesatz hilft gegen Schnecken ;-)

    8. einhornpups sagt

      Also, ich versteh das nicht mit dem Kompost. Das klingt so, als ich schon alle Komponenten da haben müsste, alles mische und dann warte. Aber so macht man das doch gar nicht? So ein Kompost wächst doch vor sich hin?

      Hier im Garten war so ein Gitterkasten. Unten war Erde drin und wir werfen jetzt täglich etwas Hühnermist rein. Alle paar Tage zwei Eimer Äpfel (der Apfelbaum kann nicht an sich halten) und vielleicht etwas Grünschnitt und verunglücktes Gemüse. Es lockt Tiere an: kleine Fliegen, eine seeehr große gelbe Eidechse (wtf?) und Nacktschnecken. Es gibt kein Dach. Ich habe noch nie gegossen. Ich kann mir nicht vorstellen, den Haufen mit einer Schaufel umzuschichten.
      Ist das jetzt falsch? Muss alles zu Erde werden oder nur der untere Teil? Ist das womöglich gar kein Kompost sondern heißt irgendwie anders? Sollte ich die Hühner auf den Haufen lassen?

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu,
        wenn du nacheinander Materialien in so einen Kompostbehälter gibst, ist das eher ein Aufbewahren organischer Stoffe als ein Kompost. Der wird normalerweiser tatsächlich einmal richtig aufgesetzt und reift dann über ein paar Monate. Wenn so ein Kompost nicht richtig aufgesetzt ist, dann kommen die Umsetzungsprozesse auch nicht so richtig in Schwung und die Wahrscheinlichkeit ist doch recht hoch, dass irgendetwas fault. Du hast aber natürlich recht, oft sind nicht so viele Ausgangsmaterialien auf einmal vorhanden. Deswegen setzen viele den Kompost im Herbst oder Frühjahr auf, weil da viele Materialien im Garten anfallen oder arbeiten mit zwei Kompostmieten (eine dient zur Lagerung und in der anderen finden die Rotteprozesse statt). Wenn es nicht anders geht, kannst du deinen Kompost auch nach und nach befüllen.
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    9. Michael sagt

      Hallo Marie,

      vielen Dank für Deine Tipps. Wir mauern gerade unseren Komposter (mit viel Lüftungslöchern). Der alte aus Holz ist durchgefault und Plastik ist nicht unser Ding.
      Neu war mir das mit Tonerde untermischen, davon haben wir genug. Dadurch haben wir auch Staunässe die ich noch wegleiten muss…
      Wir haben keinen Häcksler und nutzen eher die weichen Abfälle wie Laub, Gras, Gemüsereste. Wir wohnen neben dem Wald, daher haben wie viel Laub.
      Wir haben mal nach 3 Jahren schönen Kompost gehabt aus dem wir die dornigen, nicht verfaulten Rosenzweige wieder herausholten.

    10. Bärbel Entling sagt

      Danke für die umfangreichen Kommentare zum Thema Kompost! Zwar bin ich im Besitz von sechs geschlossenen, Metall-Kompostern, doch habe anfangs allerhand Fehler gemacht. Wach wurde ich, als der gut durchwurmte Kompost begann, unangenehmzu riechen. So fing ich an, grobe Teile von reifen Kompost unterzumischen, was Abhilfe schuf. Vor vier Jahren begann ich mit dem Gärtnern, was bis dahin mein verstorbener Mann, Biologe, leidenschaftlich machte. Der große Garten hat einen Obstbaum- und Beerenbestand sowie vier große Hochbeete, ideal zur Selbstversorgung.

    11. Fabian sagt

      Hallo Marie,

      ich habe meinen Garten von jemanden übernommen, der den vermutlich nicht gut gefüttert hat. Ich finde leider auch immer wieder Plastikteile.
      Seit über einem Jahr versuche ich den riesen Berg auch kleiner zu bekommen. Nun habe ich eine gute Menge über und möchte den Kompost richtig füttern. Ich nehme an, dass vor allem sehr viel Grassschnitt darauf landete.
      Denkst du, ich könnte nun das Verhältnis mit Pappe aufbessern?
      und was mache ich, wenn der Kompost Ende des Sommers fertig ist und ich ihn im Frühjahr erst ausbringen möchte?
      Soll ich ihn mit Grasschnitt bsp. abdecken?

    12. Seit längerem habe ich Komposthaufen in einem runden Drahtgitterbehälter. Einer wird den Sommer über befüllt, der andere rottet ein weiteres Jahr vor sich hin. Es bildet sich gute Erde. Diese ist aber nicht leicht zu entnehmen, weil sich von unten, aus der Erde kommend, Wurzelgeflechte gebildet haben. Man kann also nicht mit der Schaufel die Erde wegheben, sonder muss vorher diese Wurzelklumpen zerschneiden, eine nervige Angelegenheit.
      Was mache ich falsch?

    13. Angelika P. sagt

      Hallo, ich habe nun endlich Zugang zu einem GArten und fange von vorne an. Dein Blog ist echt super und auch deine Videos sind voll mit nützlichen Tipps. Danke einmal dafür :)

      Ich habe nun schon öfter solche Trommel- komposter gesehen, die man dann drehen kann. Hast du damit vielleicht auch schon Erfahrung?

      DAnke und LG

    14. Margret Zoller sagt

      Hallo Marie,
      wir haben ein Problem mit unserem Komposthaufen, von unseren Hasen und Enten kommt jede Woche Heumist drauf und im Frühjahr eine große Ladung Schafmist. Zusätzlich ab und zu Grasschnitt, Gemüsereste…. insgesamt viel Heu….
      Im nächsten Jahr wird er dann umgesetzt und darf wieder ein Jahr arbeiten und ruhen. Wenn ich ihn dann aber sieben und ausbringen will, ist der Kompost immer noch klebrig (batzig), und nicht zu sieben. Hast du eine Idee, was wir noch verbessern können ?
      Liebe Grüße Margret

    15. Ich hätte eine Frage:
      Soll/kann ich Kartonpappe als Abdeckung auf meinen Komposthaufen legen? Und auch druntermischen – ich nehme an zerkleinert?
      Ganz liebe Grüße Ilse

    16. Hallo Marie

      Vielen Dank für deinen Artikel!
      Wir sind gerade dabei einen Kompost in einer Tonne anzulegen. Sollte wir diese durchlöchern am Boden damit das ganze nicht zu nass wird? Wir haben momentan leider nicht die Möglichkeit einen offenen Kompost im Garten anzulegen…
      Kann ich auch Kastanienschalen kompostieren?

      Danke und liebe Grüße

      Nina

      • Marie sagt

        Hey Nina,
        ich würde auf jeden Fall Löcher in den Boden machen, das ist ganz wichtig, damit das überschüssige Wasser abfließen kann. Kastanienschalen kannst du ohne Probleme kompostieren. :)
        Viel Erfolg!
        Marie

    17. Robert sagt

      Grüss dich, Marie,
      ich wollte mich gerade bei dir eintragen und mir den Gemüsegarten-Beispielplan abholen – leider funktioniert der Button „Her Damit“ nicht.
      Darf ich dich auf diese Weise darum bitten ?
      Liebe Grüße und vielen Dank im voraus
      Robert

    18. SusanneT sagt

      Hallo Marie und die anderen Mitlesenden menschen!
      Ich rätsele immerwieder über diese 20 zu 1 bzw. 15 zu 1 Angaben. Mein Augenmaß ist grottig ;(, so dass ich eine andere Art der Einschätzung benötige. Meine Personenwaage werde ich nicht rumschleppen und per Volumen ist es ja auch etwas vage. das ist ja per zusammendrücken sehr unterschiedlich. Wie macht ihr das? Wer hat tipps?
      Vielen Dank und viele Grüße
      Susanne

    19. Rusch Helena sagt

      Liebe Frau Marie
      Eine Frage kann man von giftigen Blumen die Blätter auch kompostieren ?
      Ich habe etwa 20 m2 Meieriesli und Fyhsales im Garten, möchte es gern wissen .
      Mit freundlichen Grüssen Helena

    20. Simon Wolff sagt

      Hei,
      du schreibst viele inspirierende Artikel.
      In diesem Artikel verstehe ich jedoch etwas nicht ganz.
      Du schreibst das Zweige, Laub, usw. seperat kompostiert werden sollen. In der Übersicht (1×1 des kompostierens) steht hingegen dass das Verhältnis zwischen braunen und grünen Material 20:1 betragen sollte. Das wären dann recht viele Zweige usw.
      Meinst du nun das Zweige drauf gehören oder lieber nicht so reichlich?

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