Alle Artikel mit dem Schlagwort: Einfachheit

Wenn Selbstversorgung zu viel Arbeit macht

Ich werde oft gefragt, ob es nicht unglaublich viel Arbeit macht, sich selbst zu versorgen. Manche Menschen können es sich nicht erklären, wieso ich stundenlang in meinem Garten schufte, wenn es das alles auch ganz bequem im Supermarkt zu kaufen gibt. Es scheint ein weit verbreitetes Bild zu sein, dass Selbstversorgung beschwerlich, hart und unbequem ist. Auf der anderen Seite gibt es im Internet auch eine Menge Menschen, die einem weißmachen wollen, es sei super einfach, sich selbst zu versorgen, und dass man dafür quasi nichts tun müsse. Meiner Erfahrung nach ist beides Unsinn. Wie aufwändig deine Selbstversorgung ist, hängt stark davon ab, in welchen Bereichen du dich selbst versorgen willst: Reicht es dir, einen Gemüsegarten zu haben, oder möchtest du auch Getreide, Öl, tierische Produkte, Medizin etc. selbst herstellen? Machst du dein eigenes Feuerholz und bekommst dein Wasser über einen Brunnen oder eine Quelle? Stellst du auch Alltagsgegenstände, Kleidungsstücke und andere Textilien her? Woher beziehst du deinen Strom? All das hat einen großen Einfluss darauf, wie aufwändig deine Selbstversorgung letztendlich ist, aber auch, wie autark und resilient du sein wirst. …

Warum ich auf dem Boden schlafe

Ich schlafe seit fünf Monaten auf dem Boden. Ausschlaggebend dafür war eine Unterhaltung mit meinem Sohn, als wir gerade dabei waren, den Ziegenstall auszumisten. Er wollte wissen, wo die Ziegen eigentlich ihre Betten hätten. „Die schlafen auf der Erde“, habe ich gesagt, ohne groß darüber nachzudenken. Erst später ist mir die Situation nochmal durch den Kopf gegangen und ich habe angefangen, mir Gedanken zu machen. Tut den Ziegen morgens nicht alles weh? Die allermeisten Tiere schlafen auf dem Boden, warum sollten wir das nicht auch können? Wie war das eigentlich damals, als wir Menschen noch keine Betten hatten? Ich war noch nie ein Fan von „Das haben schon die Steinzeitmenschen so gemacht“-Argumentationen. Trotzdem ging mir die Idee nicht aus dem Kopf, einfach mal auszuprobieren, wie das so ist, wenn man das Bett weglässt. Die Komfortzone verlässt und etwas ausprobiert, das zunächst erstmal abschreckt. So ganz getraut habe ich mich das dann aber doch nicht und in der Sorge um meinen Rücken zuerst mal das World Wide Web befragt. Und siehe da: Es gibt einige Berichte …