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Die 24 häufigsten Tomaten-Krankheiten: Schadbilder + Rettungsmaßnahmen!

Oh nein, deine Tomaten sind krank! Tomaten sind zwar eines der leckersten Gemüse, aber leider gibt es einige Krankheiten, Schädlinge und Mangelerscheinungen, die Tomaten ganz schön zusetzen können.

Und damit du genau weißt, welche Krankheit oder welcher Schädling deinen Tomaten zu schaffen macht oder was deinen Pflanzen fehlt, kommt hier eine Auflistung der häufigsten Tomaten-Probleme – natürlich mit Anleitungen, was du tun kannst, um deine Schützlinge zu retten. :)

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Tomatenkrankheiten, -schädlinge und Mangelerscheinungen

Meine Tomaten haben braune Flecken und faulen, die Blätter sind braun und sterben ab!

Ursachen:

  • Das ist die gefürchtete Kraut- und Braunfäule
  • Schlechte Luftzirkulation zwischen den Pflanzen
  • Tomaten sind im Regen, beim Gießen oder durch zu hohe Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus nass geworden

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Dafür sorgen, dass die Blätter niemals nass werden
  • Tomaten überdacht anbauen
  • Tomaten nicht zu eng pflanzen und regelmäßig ausgeizen und entblättern
  • Befallene Blätter entfernen und entsorgen
  • Das Gewächshaus regelmäßig gut lüften
  • Die Tomaten düngen
  • Resistente Sorten anbauen
  • Tomaten mit Kupferpräparaten behandeln

Meine Tomaten sind matschig und haben auf den Unterseiten braune Flecken!

Das klingt ganz nach der Blütenendfäule. Grund dafür ist ein Kalziummangel, oft durch zu hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme.

Wie du deine Tomaten rettest:

  • Den Boden gleichmäßig feucht halten
  • Kalzium zudüngen
  • Luftfeuchtigkeit senken
  • Temperatur senken
  • Das Gewächshaus besser lüften
  • Nächstes Mal weniger anfällige Sorten anbauen

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    Der Stielansatz der Früchte ist grün: Grünkragen!

    Ursachen:

    • Deine Tomaten leiden unter einem Kaliummangel
    • Einige Sorten sind besonders anfällig
    • Deine Tomaten sind zu hoher Sonneneinstrahlung ausgesetzt

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Kalium nachdüngen
    • Das Gewächshaus schattieren
    • Nächstes Mal weniger anfällige Sorten anbauen

    Meine Tomaten schimmeln, die Früchte haben kreisrunde Flecken auf dem Zentrum!

    Ursachen:

    • Pflanzen konnten nicht gut abtrocknen
    • Zu hohe Luftfeuchtigkeit

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Weniger gießen
    • Entgeizen und Entblättern für eine bessere Luftzirkulation
    • Tomaten weniger dicht pflanzen
    • Pflanzenreste vollständig entfernen
    • Pflegearbeiten möglichst an sonnigen Tagen durchführen

    Meine Tomaten werfen ihre Blüten ab!

    Ursachen:

    • Die Blüten wurden nicht bestäubt
    • Ungünstige Temperatur und Luftfeuchtigkeit

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Bestäuberinsekten im Gewächshaus einsetzen
    • Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit durch Lüften besser regulieren

    Die unteren Blätter vergilben von der Blattspitze ausgehend!

    Ursachen:

    • Deine Tomaten leiden an einer fiesen Wurzelkrankheit namens Verticillium-Welke

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Leider kannst du hier wenig tun, außer kranke Pflanzen zu entfernen
    • Bei einem starken Befall möglichst lange keine Tomaten mehr auf derselben Fläche anbauen
    • Wenn das nicht geht, tausch die Erde 5 bis 10 cm tief aus

    Meine Tomaten sind klein und ungleichmäßig!

    Ursachen:

    • Die Tomaten wurden nicht zuverlässig bestäubt

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Bestäuberinsekten kaufen und im Gewächshaus ansiedeln

    Hilfe, meine Tomaten platzen!

    Ursachen:

    • Unregelmäßiges Gießen
    • Zu viele Blätter oder Geiztriebe auf einmal entfernt
    • Zu hohe Luftfeuchtigkeit nach einer längeren Trockenphase

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Regelmäßig gießen
    • Regelmäßig ausgeizen und entblättern (maximal drei Blätter auf einmal)
    • Das Gewächshaus bei einem Wetterumschwung von warm auf kalt gut lüften

    Meine Tomaten haben Fruchtrisse!

    Ursachen:

    • Wetterschwankungen
    • Feuchte Früchte

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Bei feuchtem Wetter weniger gießen
    • Das Gewächshaus gut lüften

    Die Blattoberseiten und Stängel sind mit weißem Belag bedeckt: Echter Mehltau!

    Ursachen:

    • Zu niedrige Luftfeuchtigkeit
    • Einige Sorten sind besonders anfällig

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Kranke Blätter entfernen und entsorgen
    • Gut gießen
    • Nicht überdüngen
    • Die Tomaten weniger dicht pflanzen
    • Resistente Sorten anbauen

    Die Blätter sind eingerollt und die Triebspitzen verdreht!

    Ursachen:

    • Zu viel Stickstoff

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Weniger düngen
    • Weniger gießen

    Die Blätter sind eingerollt und hell!

    Ursachen:

    • Der Boden ist verdichtet

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Den Boden vor der Nachkultur tief mit der Grabegabel lockern
    • Die Tomaten mit einem Flüssigdünger über das Gießwasser düngen

    Die Blätter sind hellgelb gefärbt mit grüner Spitze und rötlichen Blattadern!

    Ursachen:

    • Deine Tomaten haben Hunger auf Stickstoff
    • Der im Boden vorhandene Stickstoff mineralisiert zu langsam

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Mit schnell verfügbarem Stickstoff düngen
    • Den Boden vorsichtig mit der Grabegabel lockern, ohne die Wurzeln zu verletzen
    • Regelmäßig gießen

    Die Blattzwischenräume sind gelb gefärbt, besonders in mittlerer Pflanzenhöhe!

    Ursachen:

    • Deine Pflanzen haben einen Magnesiummangel
    • Einige Sorten sind besonders anfällig
    • Wenn deine Pflanzen besonders reich tragen, leiden sie umso schneller an Magnesiummangel

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Magnesium düngen, möglichst ohne Kalium- oder Nitratüberschuss
    • Zu kalte Nachttemperaturen vermeiden
    • Die Blätter mit einer 0,15igen Magnesiumsulfatlösung behandeln

    Meine reifen Tomaten haben grüne, unscharf abgegrenzte Flecken im Fruchtinnern!

    Ursachen:

    • Zu hohe Wassergaben
    • Zu viel bei bedecktem Himmel entblättert

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Weniger gießen
    • Besser morgens gießen als abends
    • Nicht zu viel entblättern (maximal drei Blätter auf einmal)

    Meine Tomaten haben rote Blattzwischenräume auf der Unterseite und eine dunkelgrüne Blattoberseite!

    Ursachen:

    • Deine Tomaten brauchen mehr Phosphor
    • Vermutlich war der Boden zu kalt

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Bodenerwärmung fördern, Tomaten in der ersten Jahreshälfte nicht mit Stroh mulchen, das Sonnenstrahlen reflektiert
    • Schnell verfügbaren Phosphor düngen

    Meine Tomaten sind welk und haben verdickte, braune, rissige Wurzeln!

    Ursachen:

    • Oh nein, deine Tomaten leiden unter der Korkwurzelkrankheit

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Kranke Pflanzen entfernen
    • Weite Fruchtfolge zu anderen Nachtschattengewächsen einhalten
    • Regelmäßig und oft gießen
    • Nächstes Mal veredelte Tomatenpflanzen anbauen

    Meine Tomatenpflanzen sind welk und das Stängelinnere ist braun verfärbt!

    Ursachen:

    • Deine Pflanzen sind an der Fusarium-Welke erkrankt

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Kranke Pflanzen entfernen
    • Den Boden gleichmäßig feucht halten
    • Nächstes Mal resistente Sorten anbauen
    • Eine weite Fruchtfolge einhalten

    Die Blätter haben oben gelbe und unten gelbe bis braune Flecken!

    Ursachen:

    • Das ist die Samtfleckenkrankheit
    • Deine Tomaten haben Wasser abbekommen oder konnten nach zu hoher Luftfeuchtigkeit nicht gut abtrocknen

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Blätter dürfen nicht nass werden, Tomaten überdacht anbauen
    • Pflanzenreste aus dem Gewächshaus entfernen
    • Resistente Sorten anbauen und gesundes Saatgut verwenden
    • Ansonsten wie Krautfäule behandeln

    Meine Tomaten haben Blattläuse!

    Vorbeugen:

    • Pflanzen regelmäßig kontrollieren
    • Nützlinge wie Marienkäfer fördern
    • Die Pflanzen eventuell mit Kaliseife vorbehandeln

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Die Blattlausart bestimmen und gezielt Nützlinge im Gewächshaus ansiedeln (z.B. Schlupfwespen oder Gallmücken)

    Meine Tomaten tragen schlecht und haben Verdickungen an den Wurzeln!

    Ursachen:

    • Schuld ist die Wurzelgallennematode

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Während der Kultur ist keine Behandlung möglich
    • Weite Fruchtfolge einhalten
    • Resistente Sorten oder veredelte Pflanzen anbauen
    • Den Boden möglichst 5-10 cm tief austauschen

    Hilfe, die Blattränder rollen sich nach oben, die Blattadern sind braun verfärbt und die Tomaten haben braune Flecken am Stängel!

    Ursachen:

    • Deine Tomaten sind mit Rostmilben befallen

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Befallene Pflanzen zuletzt pflegen und abernten, damit sich die Milben nicht ausbreiten
    • Die Pflanzen mit Netzschwefel behandeln
    • Bei Vorjahresbefall vorsichtshalber Amblyseius-Raubmilben im Gewächshaus ausbringen
    • Das Gewächshaus nach der Tomatenkultur gut reinigen und desinfizieren

    Auf den Blättern zeigen sich helle Gänge, die Tomaten sind mit Fliegen befallen, die einen gelben Punkt auf Kopf und Rücken haben!

    Ursachen:

    • Das ist die Minierfliege

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Gelbe Klebefallen aufhängen
    • Die Blätter regelmäßig kontrollieren und befallene Blätter entfernen
    • Schlupfwespen ausbringen
    • Die Pflanzen mit Neem Azal T/S behandeln

    Auf den Blattunterseiten sitzen weiße Fliegen!

    Wie du deine Tomaten rettest:

    • Schlupfwespen und Raubwanzen im Gewächshaus ansiedeln
    • Befallene Pflanzenteile entfernen und entsorgen
    • Gelbe Klebefallen aufhängen
    • Die Triebspitzen schütteln

    Tomaten-Krankheiten vorbeugen

    Tomaten haben es nicht leicht und müssen sich oft mit einer ganzen Menge Krankheiten herumschlagen. Vielen Problemen kannst du aber vorbeugen, indem du deine Tomaten überdacht anbaust, optimalerweise im Gewächshaus, aber ein schützender Dachvorsprung an der Südseite des Hauses oder ein Tomatenhäuschen tun auch gute Dienste.

    Tomaten mögen nun mal absolut nicht nass werden, und um erfolgreich Tomaten im Freiland anzubauen, gehört immer auch eine Portion Glück dazu, was das Wetter angeht.

    Aber auch im Gewächshaus solltest du auf eine gute Belüftung achten und die Pflanzen nicht zu dicht pflanzen, damit sie bei hoher Luftfeuchtigkeit schnell abtrocknen. Ganz wichtig sind auch das Entgeizen und Entblättern – hier ist die Anleitung zum Ausgeizen und den anderen Pflegemaßnahmen.

    Ich wünsche deinen Tomaten eine gute Besserung! :)

    Tomaten ausgeizen

    Tomaten ausgeizen und pflegen – Schritt für Schritt mit Bildern!

    In diesem Artikel zeige ich dir drei Pflegearbeiten, mit denen du deinen Tomaten zur Höchstform verhilfst: das Ausgeizen, das Entblättern und das Hochbinden. Alle drei Aufgaben kosten dich weniger als eine Minute pro Woche und Tomatenpflanze, sorgen aber dafür, dass du mehr und größere Früchte erntest und der gefürchteten Tomatenkrankheit Braunfäule vorbeugst.

    Es lohnt sich also, deine Tomatenpflanzen ein bisschen zu verwöhnen. :) Hier erfährst du Schritt für Schritt, was wann ansteht und wie das mit dem Ausgeizen und Co. genau funktioniert. Viel Spaß!

    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Tomaten ausgeizen: Wann und warum ist das sinnvoll?

    Eine Tomatenpflanze ist eine solarbetriebene Zuckerfabrik – aber nicht aller Zucker, den die Pflanze bildet, wandert in die Früchte: Tomatenpflanzen haben auch ein starkes Blattwachstum – oft sogar ein zu starkes Blattwachstum. Deswegen ist das Ausgeizen gerade bei Stabtomaten so wichtig:

    Beim Ausgeizen entfernst du alle Seitentriebe, die sich in den Blattachseln bilden, und sorgst so dafür, dass die Tomate nur einen Haupttrieb ausbildet. So konzentriert die Pflanze ihre gesamte Kraft auf diesen Haupttrieb und bildet größere Früchte aus, die dann auch wirklich reif und aromatisch werden.

    Qualität statt Quantität ist hier also das Motto. ;)

    Es gibt aber noch ein zweites Argument dafür, Tomaten auszugeizen, das ich persönlich noch wichtiger finde als die Sache mit den Früchten:

    Tomatenpflanzen sind unglaublich anfällig für Braunfäule, eine der furchtbarsten Krankheiten im Gemüsegarten, die einem die gesamte Ernte vermasseln kann. Und um Tomatenpflanzen vor der Braunfäule zu schützen, ist eine gute Luftzirkulation zwischen den Blättern super wichtig.

    Sehr buschige Pflanzen mit mehreren Trieben trocknen langsamer ab und sind somit anfälliger für Braunfäule. Indem du deine Tomaten eintriebig anbaust und die Seitentriebe ausgeizt, wirkst du also auch der Braunfäule entgegen.

    Oh je, Braunfäule!

    Tomaten ausgeizen: Wann und wie mache ich das?

    Aber wie zum Teufel erkennt man diese Geiztriebe? Woher sollst du wissen, welche Triebe du entfernst und welche bleiben?

    Das ist im Prinzip ganz einfach, die Geiztriebe wachsen nämlich in den Blattachseln. Hier ist ein Foto, dann siehst du, was ich meine:

    Geiztrieb in Blattachsel

    Diese Geiztriebe brichst du vorsichtig mit der Hand heraus, ohne den Rest der Pflanze zu beschädigen. Wenn du ein Messer nehmen würdest, um die Triebe abzuschneiden, könntest du Krankheiten zwischen deinen Pflanzen übertragen, es ist also besser, das einfach von (sauberer) Hand zu erledigen. ;)

    Kleiner Tipp, damit dir keine Geiztriebe entgehen: Fang unten an und geh dann systematisch alle Blätter bis zur Spitze durch. Das habe ich auf einem Gemüsebetrieb gelernt, auf dem ich gearbeitet habe. Probier es mal aus, du entdeckst so wirklich viel mehr Geiztriebe als wenn du einfach durch die Reihen gehst und die Triebe ausbrichst, die dir sofort ins Auge stechen.

    Je jünger die Geiztriebe sind, desto schneller verheilt die Verletzung. Es lohnt sich also, regelmäßig zu entgeizen – ich mache das ungefähr einmal pro Woche. Am besten entgeizt du deine Tomaten gleich morgens, dann brechen die Triebe leichter und die Wunden können gut abtrocknen.

    Wenn du Busch-, Strauch- oder Wildtomaten anbaust, hast du Glück – die kommen nämlich auch ohne Ausgeizen aus. :)

    Tomatenpflanzen entblättern – Was ist das nun schon wieder?!

    Außerdem solltest du deine Tomatenpflanzen ab und zu entblättern, damit die Luft besser zirkulieren kann. Mit dem Entblättern beginnst du, wenn sich die ersten Früchte bilden. Dabei entfernst du die Blätter, die den Boden berühren oder erste Anzeichen von Braunfäule zeigen. Bei einem zu buschigen Wuchs solltest du auch im oberen Bereich der Pflanze Blätter entfernen.

    Aber, wichtig:

    Pro Arbeitsgang und Pflanze solltest du höchstens drei Blätter ausbrechen, sonst produzieren deine Pflanzen nicht mehr so viele und nicht mehr so süße Früchte und deine Tomaten können leichter Grünkragen bekommen.

    Tomaten hochbinden

    Die allermeisten Tomatenpflanzen sollten ja an Schnüren oder Stäben emporwachsen, die ihnen Halt geben und verhindern, dass die Pflanzen auf dem Boden liegen. Nur Busch-, Strauch- und Wildtomaten kommen ohne Stütze aus.

    Halteschnur im Gewächshaus

    Und weil Tomaten sehr schnell sehr viel Wachstum an den Tag legen, solltest du den oberen Teil der Pflanze einmal in der Woche am Stab hochbinden oder die Pflanze weiter um die Halteschnur wickeln. Wenn du das nicht machst, kann die Spitze deiner Pflanze abbrechen und der Haupttrieb wächst nicht weiter.

    In dem Fall kannst du dann immer noch einen Seitentrieb stehen lassen und als neuen Haupttrieb an der Stange oder am Seil nach oben leiten, aber das muss ja nicht sein, wenn es sich so leicht verhindern lässt. ;)

    Tomatenpflanzen stutzen

    Erreicht der Trieb das obere Ende der Schnur oder Stange, solltest du ihn stutzen, damit die Früchte gleichmäßig ausreifen und sich im Verlauf keine weiteren Geiztriebe bilden.

    Dazu kappst du den Trieb ein bis zwei Blatt über dem obersten Fruchtansatz. Im ungeheizten oder schwach geheizten Anbau fällt das Stutzen ungefähr auf den Zeitraum zwischen Anfang und Mitte August. In den ersten Tagen nach dem Stutzen muss die Bewässerungsmenge reduziert werden, sonst platzen die Früchte – Peng, Peng! ;)

    Bis zu 15 kg pro m2 ernten!

    Tomaten, die länger als 5-6 Monate im Gewächshaus stehen, erreichen eine Höhe, die weit über die Schnurlänge von 2,20 m hinausgeht. Hier kannst du, statt die Pflanzen zu kürzen, auch das sogenannte Layersystem anwenden, bei dem die Pflanzen nach Erreichen des Spanndrahtes heruntergelassen und reihum durch das Gewächshaus geführt werden.

    Dafür muss die Halteschnur auf eine Spule gewickelt werden, die dann in den Spanndraht eingehakt wird und es einem ermöglicht, die Schnur entsprechend dem Wachstum der Pflanzen zu verlängern.

    Sobald die Pflanze über die Halteschnur hinauswächst, wird sie abgelassen und die Schnur seitlich versetzt wieder aufgehängt, sodass der entblätterte Stiel seitlich auf dem Boden liegt. Hier kannst du mehr über das Layersystem lesen.

    Um eine Infektion mit Krautfäule oder anderen Pilzkrankheiten zu verhindern, sollte der Stängel keinen direkten Bodenkontakt haben, sondern auf Haltebögen aus stabilem Draht aufliegen. Im Layersystem sind Erträge von bis zu 15 kg/m² möglich.

    Mehr Infos für glückliche Tomaten!

    Hier habe ich dir meine anderen Artikel in der Tomaten-Serie verlinkt:

    Kräftige Tomaten selber ziehen und pikieren

    Tomaten richtig pflanzen und abhärten

    Ansonsten trag dich auch gerne für meinen Gemüsegarten-Pflanzplan ein. Den Plan habe ich für alle erstellt, die sich von Mischkultur, Fruchtfolge und Co. überfordert fühlen – der Plan ist von vorne bis hinten ausgeklügelt und sorgt dafür, dass du deine Beete auch ohne Kopfzerbrechen optimal nutzt und das Beste aus deinem Garten herausholst.

    Hier kannst du dich eintragen:

    Hast du noch mehr Tipps zum Ausgeizen und Pflegen von Tomaten? Dann ab damit in die Kommentare, so können wir alle voneinander lernen. :)

    3 wunderschöne Beeteinfassungen, die du selber bauen kannst – Holz | Stein | Baumstämme

    Wenn du neue Beete anlegen willst, stehst du immer auch vor der Frage, welche Beeteinfassung du bauen sollst. Beete ohne Einfassung verunkrauten ziemlich schnell, weil Gräser und Wildkräuter unablässig versuchen, die Beete über die Außenkanten zurückzuerobern.

    Eine Beeteinfassung sieht also nicht nur hübsch aus, sie ist auch eine wirksame „Schutzmauer“ gegen unerwünschte Eindringlinge. ;)

    Und damit du dich auf der Suche nach der richtigen Beetumrandung inspirieren lassen kannst, kommen hier drei Ideen für Beeteinfassungen, die du super einfach selber bauen kannst

    Beeteinfassung Beetumrandung selber bauen

    Beeteinfassung aus Stein

    Steine als Beeteinfassung zu verwenden, hat einen entscheidenden Vorteil: Sie können nicht verrotten. ;)

    Wir haben den Großteil unserer Beete im alten Garten mit Steinen eingesäumt, die wir auf dem Grundstück gefunden haben. Das ist zwar etwas aufwändiger als die Stämme zu verlegen, dafür mussten wir aber keine Materialien zukaufen. Ich bin immer ein Freund davon, erstmal das zu verwenden, was man vor Ort dahat.

    Beeteinfassung aus Stein selber bauen

    Wir haben die Steine zusammen mit einer Rasenkante ca. zehn Zentimeter tief in den Boden eingegraben, sodass man problemlos mit einer voll beladenen Schubkarre über die Beetkante fahren kann ohne gleich wieder alles kaputt zu machen. Auf die Rasenkante komme ich gleich nochmal zu sprechen.

    Holzkasten-Beeteinfassung

    Wir haben sehr gute Erfahrungen mit diesen Mini-Hochbeeten aus Baubohlen gemacht. Die Kästen sind super schnell zusammengeschraubt und aufgefüllt.

    Wenn du willst, dass deine Beete besonders lange halten, solltest du die Beete aus Douglasienholz bauen, die einfachen Fichten-Baubohlen aus dem Baumarkt halten aber auch mindestens sechs Jahre und sind deutlich günstiger.

    Beeteinfassung aus Holz

    Die Holzkasten-Beete sehen richtig ordentlich aus und geben deinem Garten Struktur. Egal, wie wild ich meine Kastenbeete bepflanze – der Garten sieht durch die klaren Linien immer aufgeräumt aus. :)

    Holzstämme als Beeteinfassung

    In unserem neuen Garten haben wir Beetumrandungen aus Holzstämmen gebaut – das sind bisher meine mit Abstand liebsten Beete weil sie so schön natürlich aussehen.

    Die Bäume durften wir im Wald selber fällen – der Förster war ganz froh, das Käferholz loszuwerden, sodass ich gerade mal 20 Euro für 100 Meter Fichtenstämme gezahlt habe. Es lohnt sich also, einfach mal beim Förster nachzufragen.

    Natürlich halten die Fichtenstämme nicht für immer, aber da wir nach dem Studium ohnehin wieder umziehen werden, war das für uns nicht so wichtig. Aber du bekommst bestimmt auch andere Holzarten, wenn du nachfragst. :)

    Die Stämme solltest du wie im Bild zu sehen mit Holzpflöcken fixieren, damit sie nicht verrutschen.

    Beeteinfassung aus Holz selber bauen

    Ganz wichtig: Rasenkante eingraben!

    Gerade, wenn du deine Beetkante aus Steinen baust, solltest du außerdem eine Rasenkante eingraben, sodass kein Gras zwischen den Steinen durch und in dein Beet wachsen kann.

    Klar ist das ein Extra-Schritt, aber der lohnt sich, glaub mir. Wenn du deine Beetkante unkrautsicher machst, hast du später vieeel weniger Arbeit mit dem Jäten. :)

    Beeteinfassung aus Metall selber bauen

    Ich habe auch entlang der Fichtenstämme eine Rasenkante eingegraben, weil sich sonst immer wieder Gräser unter den Stämmen durch ins Beet schummeln. Bei den Kastenbeeten, die ja relativ hoch aufgefüllt werden, brauchst du keine Rasenkante.

    Die Rasenkante gräbst du an der Innenseite deiner Beeteinfassung entlang ca. zehn Zentimeter tief in den Boden ein, sodass sie noch ca. 5 cm hoch aus dem Boden herausschaut.

    Ich verwende am allerliebsten diese Eisen-Rasenkante. Die Plastikdinger werden nämlich super schnell spröde, zersplittern und verteilen sich im ganzen Garten. Die Eisen-Rasenkanten lassen sich super gut verlegen, halten ewig und sind auch kaum teurer als die Rasenkanten aus Plastik.

    Wenn du eine Anleitung suchst, um neue Beete anzulegen, schau mal hier vorbei:

    Unkrautfreie Beete anlegen

    Hol dir den Gemüsegarten-Pflanzplan!

    Wenn die Beete dann fertig sind, geht es natürlich ans Säen und Bepflanzen. Und damit du deine Beete das ganze Jahr optimal nutzt, habe ich einen Pflanzplan erstellt, den du dir gerne herunterladen kannst. Fruchtfolge, Mischkultur, Vor-, Haupt- und Nachkultur – das habe ich alles schon für dich erledigt. Du musst nur noch rausgehen und losgärtnern. :)

    Im Moment bekommen alle neuen Newsletterabonnenten den Plan kostenlos als Willkommensgeschenk zugeschickt. Hier kannst du dich für meine Email-Gartentipps und den Pflanzplan eintragen:

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      Hast du noch mehr Tipps und Ideen zu Beeteinfassungen, die man selber bauen kann? Ich finde geflochtene Beetumrandungen aus Weide auch immer sehr hübsch! Wenn jemand Tipps dazu hat, immer her damit! Ich freue mich über Kommentare!

      Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du über diesen Link einkaufst. Du zahlst dafür natürlich keinen Cent mehr, es ist aber eine tolle Möglichkeit, wie du diesen Blog unterstützen kannst. Danke an alle, die das machen! :)

      Aussaat & Pflanzen im Juni + Beispiel-Pflanzplan

      Ab Juni gibt es im Gemüsegarten ordentlich was zu ernten – aber wer denkt, dass die Aussaaten für dieses Jahr erledigt sind, irrt sich! Wenn man kontinuierlich das ganze Jahr über frisches Gartengemüse ernten will, muss man auch regelmäßig aussäen und nachpflanzen.

      Und damit du weißt, welche Gemüsepflanzen im Juni „dran sind“, habe ich eine Übersicht für dich erstellt, in der du nachlesen kannst, was jetzt vorgezogen, gepflanzt oder direkt im Beet gesät werden kann.

      Außerdem kannst du dir gerne meinen Gemüsegarten-Beispielplan herunterladen, in dem genau steht, was wann wo gepflanzt oder gesät wird.

      Gemüse säen und pflanzen im Juni

      Gemüsegarten-Beispielplan

      Den Gemüsegarten-Beispielplan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkultur-Partner oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss.

      Ich habe den Plan so konzipiert, dass die Beete das ganze Jahr über optimal genutzt sind. Du musst nur noch rausgehen und losgärtnern. :)

      Trag dich hier ein:

      Gartenarbeiten im Juni

      Alle Pflanzen, die höher als 10 cm sind, solltest du jetzt mulchen. Das bedeutet, dass du den Boden mit organischem Material wie Rasenschnitt, Holzhackschnitzeln oder Laub abdeckst.

      So verdunstet viel weniger Wasser und du musst je nach Dicke der Mulchschicht kaum noch gießen. Außerdem unterdrückt Mulch Unkraut – damit hast du dann auch viel weniger Probleme. :-)

      Hier findest du mehr Infos zum Mulchen.

      Vorziehen im Haus

      Diese Pflanzen kannst du im Haus vorziehen, um sie später auszupflanzen:

      • Blumenkohl
      • Brokkoli
      • Grünkohl
      • Rote Bete
      • Rotkohl
      • Salat
      • Weißkohl
      • Zucchini

      Was kann ich im Juni draußen säen?

      Diese Gemüsearten kannst du im Juni direkt im Garten aussäen:

      • Buschbohne
      • Hirschhornwegerich
      • Kohlrabi
      • Mangold
      • Möhre
      • Pastinake
      • Radieschen
      • Rote Bete
      • Rucola
      • Salat
      • Spinat
      • Stangenbohne
      • Zucchini

      Draußen pflanzen im Juni

      Hier ist eine Liste mit Pflanzen, die du im Juni im Garten auspflanzen kannst:

      • Brokkoli
      • Grünkohl
      • Gurke
      • Kohlrabi
      • Kürbis
      • Lauch
      • Neuseeländer Spinat
      • Rosenkohl
      • Rotkohl
      • Salat
      • Tomate
      • Weißkohl
      • Wirsing
      • Zucchini

      Und jetzt raus mit dir in den Garten! :)

      Aber vergiss nicht, dich vorher noch für meinen Gartenplan einzutragen:

      Selbstversorger-Garten mit Ziegen

      Unsere Erfahrungen als Selbstversorger

      Wir versuchen, uns möglichst mit Obst, Gemüse, Eiern, Milch und Fleisch selbstzuversorgen. Nicht weil wir als Eremiten leben und uns vom Rest der Welt unabhängig machen wollen, sondern weil es so viel Spaß macht, an der frischen Luft einer wirklich sinnstiftenden Arbeiten nachzugehen – und zu wissen, dass das, was auf dem Tisch landet, wirklich, wirklich gut ist.

      Wir kennen die Geschichte hinter jedem Lebensmittel. Wir haben das, was wir essen, mit eigenen Händen erzeugt, und das fühlt sich einfach gut an.

      Selbstversorger-Erfahrungen

      Die Jahreszeiten bestimmen den Alltag

      Ich liebe den Rhythmus der Jahreszeiten. Die Vorfreude im Frühling, wenn es endlich wieder warm genug ist, um mit der ganzen Familie an der frischen Luft zu arbeiten und den Garten zu bestellen.

      Dann die ersten eigenen Tomaten im Frühsommer, auf die wir so lange hin gefiebert haben und die so unvergleichlich viel besser schmecken als gekaufte. Das Klappern des Einkochkessels, der im Sommer und Herbst gefühlt ohne Unterbrechung auf dem Herd steht, um all den Überfluss, den der Garten abwirft, für den Winter haltbar zu machen.

      Und dann die Ruhepause im Winter, wenn im Garten kaum noch Arbeit anfällt, die Ziegen ihre Melkpause einlegen und endlich Zeit ist, am Spinnrad Wolle zu spinnen, sich zurückzulehnen und an den ganzen Leckereien zu erfreuen, die sich mittlerweile in der Vorratskammer türmen.

      Die schönste Zeit des Tages

      Es ist toll, bei den Tieren zu sein, gerade früh am Morgen oder abends kurz vor dem Sonnenuntergang. Bei den Ziegen herrscht dann eine so friedliche Stimmung! Wenn du eine Ziege melkst, ist das eine super intime Angelegenheit. Jeden Tag so eng mit einem Tier zusammenzuarbeiten, knüpft ein ganz besonderes Band.

      Die Ziege, die ich die letzten zwei Jahre lang gemolken habe, heißt Curry und ist ein absolutes Goldstück. Ich musste sie beim Melken weder anbinden noch füttern. Sie ist freiwillig zu mir gekommen und hat stillgehalten bis ich fertig war. Im Frühling hat sie mich beim Melken abgeschleckt als wäre ich ihr Lämmchen.

      Selbstversorger mit Zicklein

      Leider hatte Curry einen Tumor an der Gebärmutter und ist zurzeit sehr krank. Zum Glück sind ihre drei Lämmchen allesamt fit, allerdings ist Curry zu schwach, um sich um die Kleinen zu kümmern, sodass wir sie mit der Flasche füttern müssen. An Melken ist nicht mehr zu denken, Curry braucht jetzt alle Kräfte, um wieder auf die Beine zu kommen.

      Das Melken geht nicht mit jeder Ziege so reibungslos vonstatten wie mit Curry. Diesen Frühling habe ich mir eine neue Milchziege zugelegt, Amalthea, die vorher noch nie gemolken wurde.Wir üben jeden Tag, aber wir sind immer noch nicht an dem Punkt, an dem ich sie entspannt melken kann.

      Es dauert, bis eine Ziege so viel Vertrauen zu einem Menschen aufgebaut hat, dass sie beim Melken entspannt stehen bleibt, gerade wenn sie eher scheu ist wie unsere Amalthea.

      Unsere größten Selbstversorger-Schwierigkeiten

      Das mit Abstand größte Problem haben wir, weil wir noch nicht in unserem „endgültigen“ Zuhause angekommen sind. Zurzeit studieren wir noch – und wie es aussieht, brauche ich auch noch ein paar Jahre, bis ich mit meinem Studium fertig bin, weil ich zurzeit sehr viel arbeite.

      Nach dem Studium wollen wir uns dann nach einem geeigneten Hof umsehen, und ich kann es kaum erwarten, bis es endlich so weit ist. Ich will Bäume pflanzen, verdammt! ;) Ich will feste Zäune für meine Tiere. Bisher lohnt es sich kaum, einen richtigen Stall zu bauen, weil wir wissen, dass wir in absehbarer Zeit wieder weiterziehen.

      Ich will uns ein kleines Paradies aufbauen und richtig Arbeit in der Ort stecken, der dann unser Zuhause ist. Bisher ist alles so provisorisch und langfristige Investitionen einfach nicht sinnvoll. Ich weiß, ich weiß, ich bin gerade mal 24, aber ich kann es kaum abwarten, endlich an einem Ort anzukommen. :-)

      Die Sache mit dem Urlaub

      Den Garten kann man getrost zwei Wochen sich selbst überlassen, die Tiere allerdings weniger. Ein Hühnersitter findet sich eigentlich immer, aber wer kann und will schon täglich deine Ziegen melken, wenn du nicht da bist?

      Eine Milchziege kann man nicht von einen auf den anderen Tag absetzen. Die meisten Ziegen werden sogar schon unruhig, wenn du nur eine Stunde zu spät zum Melken kommst.

      Wenn du Schafe, Ziegen oder sogar Kühe zum Melken halten möchtest und auf den Urlaub nicht verzichten möchtest, solltest du dir also im Vorfeld eine zuverlässige Melkvertretung organisieren.

      Tiere töten und essen?

      Wenn du deine Tiere dann auch noch essen möchtest, bist du bald mit den großen Fragen des Lebens konfrontiert. Ein anonymes Stück Fleisch aus dem Laden zu essen, ist eine ganz andere Nummer als ein Tier selbst zu töten, das du aufgezogen und liebgewonnen hast.

      Als ich vierzehn Jahre alt war, haben meine Ziegen zum ersten Mal Lämmer bekommen. Mir war klar, dass ich die Böckchen im Herbst schlachten und essen würde – in meinen Augen gab es kein besseres Fleisch als das von Tieren, von denen ich zu 100 Prozent sicher sein konnte, dass sie so frei und glücklich waren, wie es Nutztieren nur möglich ist.

      Dann sind die drei Böcke zum Schlachter gegangen und ich habe tagelang Rotz und Wasser geheult. Ich konnte nicht mehr in den Spiegel schauen und das Fleisch wollte ich bestimmt nicht essen.

      Ich bin damals von einen auf den anderen Tag vegan geworden, weil mir klar war, dass ich, wenn ich dieses Fleisch nicht essen kann, auch kein anonymes Fleisch mehr essen sollte. Ich war von diesem Tag an acht Jahre lang konsequent vegan und ziemlich radikale Tierrechtsaktivistin. Ich bin nackt und mit Kunstblut besprüht auf Demos mitgelaufen und war bei einer Aktion stundenlang in eine riesengroße Nachbildung einer Supermarkt-Fleischschale eingeschweißt.

      Als ich dann immer naturverbundener gelebt habe, habe ich wieder angefangen, Lust auf Fleisch zu bekommen. In der Natur wurde mir mehr und mehr bewusst, dass alles ein großer Kreislauf ist, und nach einem langen Prozess bin ich jetzt wieder an dem Punkt, an dem ich es okay finde, Tiere zu essen. Massentierhaltung finde ich nach wie vor pervers, aber meine eigenen Tiere kann und möchte ich wieder essen.

      Wobei es eine durchaus krasse Erfahrung war, mein erstes Huhn zu schlachten… Vielleicht hast du ja auch ein dickeres Fell als ich. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass du dich mit sehr elementaren Fragen konfrontiert sehen wirst, wenn du anfängst, deine eigenen Tiere zu essen.

      Und trotzdem…

      So hart es manchmal ist, ich kann mir keinen anderen Lebensstil mehr vorstellen. Es ist absolut normal, dass wir nach dem Aufstehen als allererstes den Hühnerstall aufmachen, dass wir unser eigenes Brot backen, jeden Tag frisch kochen, das essen, was gerade Saison hat, und unsere Nachmittage damit verbringen, Weiden umzukoppeln, Gemüse zu säen oder entflohene Hühner zu jagen.

      Es gibt so viele gute Gründe dafür, sich zumindest ein Stück weit selbst zu versorgen:

      • Du hast weder Verpackungsmüll noch Transportwege und musst auch nicht nach einem Siegel suchen, das deinen ökologischen Vorstellungen entspricht.
      • Du hast einen ganz anderen Bezug zu Lebensmitteln und lernst wieder den Wert kennen, den Lebensmittel eigentlich haben.
      • Deine Kinder lernen wahnsinnig viel. Die meisten Kinder sind so entfremdet, dass sie nicht einmal mehr wissen, dass Kartoffeln unter der Erde wachsen. Wie soll man von dieser Generation erwarten, dass sie sich auch nur im Geringsten um den Erhalt dieses wundervollen Planeten kümmert? Zeig deinen Kindern, was es bedeutet, mit der Natur zu arbeiten statt gegen sie.
      • Der einzige Lebensmittelskandal, vor dem du dich fürchten musst, ist, wenn deine Hühner marodierend durch die Erdbeerbeete ziehen.
      • Selbst auf Biohöfen herrscht immer ein Konflikt zwischen Tierwohl und artgerechter Haltung auf der einen und wirtschaftlichen Zwängen auf der anderen Seite. Dass man Tieren wirklich gerecht wird und gleichzeitig Geld mit ihnen verdient, ist sehr selten. Wenn du deine Tiere selbst hältst, ohne finanzielle Interessen, kannst du viel besser auf ihre Bedürfnisse eingehen als es den meisten Landwirten möglich ist.
      • Selbst angebaute Lebensmittel schmecken einfach ungemein viel besser als gekaufte. Allein aus kulinarischen Gründen würde ich die ganze Arbeit auf mich nehmen. :-)
      Selbstversorger-Ernte

      Magst du weiterlesen?

      Wenn du auch auf dem Weg in die Selbstversorgung bist, habe ich eine ganze Reihe Artikel zu den unterschiedlichsten Themen, die dich vielleicht interessieren. Hier ist ein kleines Best-Of:

      Tiere halten

      Warum du auf keinen Fall Ziegen halten solltest

      Passen Hühner zu deinem Alltag?

      Gemüse anbauen

      Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

      Die sieben häufigsten Fehler im Gemüsegarten

      Selbstversorger-Vorratskammer

      Die genialste Art, Gemüse haltbar zu machen

      9 Einkochmythen, die du kennen solltest

      Selbstversorgung

      Wie du ein kostenloses Grundstück für deine Selbstversorgung findest

      Selbstversorger-Leben: Meine tägliche Routine

      Magst du weiterlernen?

      Ich habe außerdem zwei sehr detaillierte Videokurse erstellt, in denen ich dir Schritt für Schritt zeige, wie du dein eigenes Gemüse anbaust und deine Ernte haltbar machst:

      Gemüsegarten starten

      Obst und Gemüse haltbar machen

      Hol dir meinen Gemüsegarten-Beispielplan!

      Wusstest du, dass ich nicht nur diesen Blog schreibe, sondern auch einen wöchentlichen Newsletter? Mittlerweile haben sich schon über 25.000 (super tolle) Gartenfreunde eingetragen, denen ich jeden Sonntag Tipps zu allem schicke, was im Selbstversorgerjahr gerade ansteht.

      Trag dich gerne auch ein, dann verpasst du keine wichtigen Pflanztermine mehr und bekommst rechtzeitig zur Kirschenzeit oder Zucchinischwemme meine leckersten Rezepte um den sommerlichen Überschuss für den Winter haltbar zu machen.

      Und das Beste: Im Moment bekommen alle neuen Newsletterabonnenten meinen Gemüsegarten-Anbauplan als Willkommensgeschenk. Der Plan ist so ausgelegt, dass du deine Beete das ganze Jahr über optimal nutzt und dabei alle Mischkultur- und Fruchtfolgeregeln einhältst.

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        Zucchini einmachen

        Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

        Hier kommt mein mit Abstand liebstes Rezept zum Haltbarmachen von Zucchini. Es dauert nicht mehr lange, dann steckst du mitten in der Zucchinischwemme und weißt gar nicht mehr, was du mit den ganzen Zucchini anstellen sollst.

        Dann ist es toll, wenn du einen Teil deiner Ernte für den Winter einmachen kannst und im Winter auch noch Zucchini aus dem eigenen Garten essen kannst.

        Deswegen kommt hier mein allerliebstes Einmach-Rezept, direkt aus meinem Onlinekurs „Obst und Gemüse haltbar machen“. Viel Spaß! :)

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        Die Zutaten

        Du brauchst:

        • 3 kg Zucchini
        • 2 rote Zwiebeln, geschält und in dünne Ringe geschnitten
        • 1 EL Salz
        • 250 ml Essig
        • 250 ml Öl
        • 1 TL Pfeffer, grob gemahlen
        • 3 EL Zucker
        • 5-6 Lorbeerblätter
        • und 1 EL Piment

        Beim Einmachen gilt es wie immer, die grundlegenden Regeln zu beachten. Wenn du noch nie eingekocht hast oder dein Einmach-Wissen schnell nochmal auffrischen willst, schau also erstmal hier vorbei:

        Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

        Außerdem habe ich noch einen Artikel zu den hartnäckigsten Einmach-Mythen geschrieben. Wusstest du zum Beispiel, dass es alles andere als förderlich ist, die Gläser nach dem Einmachen auf den Kopf zu stellen? Den Artikel findest du hier:

        9 Einkoch-Mythen, die du kennen solltest

        Zucchini einmachen

        1. Zucchini in Würfel von einem Zentimeter Kantenlänge schneiden. Mit den in Ringe geschnittenen Zwiebeln in eine Schüssel geben und mit dem Salz vermengen. Abdecken und mindestens drei Stunden lang ziehen lassen.

        2. Essig, Öl, Pfeffer und Zucker in einem Topf mischen und kurz köcheln lassen.

        3. Lorbeerblätter und Piment auf die sterilen Gläser verteilen. Zucchini und Zwiebeln mitsamt dem ausgetretenen Wasser einfüllen. Mit dem Essig-Sud auffüllen und die Gläser verschließen.

        4. 15 Minuten bei 90°C einmachen.

        Die eingekochten Zucchini sind auch nach mehreren Jahren noch knackig und überhaupt nicht verkocht oder matschig, wie man es von anderen Rezepten kennt.

        Wir verwenden die eingekochten Zucchini für Gemüsepfannen, Tomatensaucen, Aufläufe oder packen sie mit auf die Pizza. Es ist super schön, auch im tiefen Winter noch Zucchini aus dem eigenen Garten zu essen und die Überschüsse während der Zucchinischwemme sinnvoll zu verwerten.

        Wie verwertest du deine Zucchini? Hast du Geheimtipps oder tolle Rezepte zum Einmachen auf Lager? Dann teile sie unten in den
        Kommentaren! :)

        Gurken pflanzen und anbauen

        Gurken pflanzen, anbauen und ernten – die komplette Anleitung!

        Gurken sind eines der tollsten Gemüse, die du in deinem Garten pflanzen kannst, sie gehören zum Sommer einfach dazu. Gurken aus dem Garten sind kleiner und haben eine rauere Haut als die Gewächshausware aus dem Supermarkt. Dafür schmecken sie umso besser!

        Und damit das mit dem Gurken-Anbauen dieses Jahr auch richtig klappt, kommt hier eine komplette Anleitung von der Aussaat bis zur Ernte. Viel Spaß! :-)

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        Die besten Gurkensorten

        Meine Lieblingssorten sind

        • „Tanja“,
        • „Marketmore76“
        • und die Einlegegurke „Vorgebirgstrauben“

        Alle drei Sorten sind robust und wachsen auch zuverlässig im Freiland, du brauchst also absolut kein Gewächshaus, um tolle Gurken anzubauen.

        Wie viele Gurken soll ich pflanzen?

        Zwei bis vier Pflanzen pro Person reichen für die komplette Gurken-Selbstversorgung.

        Gute Beetpartner für Gurken

        Dill, Bohnen, Kohl, Zwiebeln, Salat, Knoblauch, Mais, Paprika, Sellerie, Spinat

        Der ideale Standort

        Sandige Lehmböden bieten für Gurken eine gute Grundlage, da sich der Boden durch den hohen Sandanteil schneller erwärmt. Eine lockere Struktur mit einem hohen Anteil an Humus bzw. organischer Substanz ist darüber hinaus sehr willkommen.

        Gurken brauchen einen sehr sonnigen Standort.

        Wann sät und pflanzt man Gurken?

        Wenn du deine Gurkenpflanzen selbst vorziehen möchtest, solltest du sie Mitte bis Ende April im Haus aussäen, damit sie Mitte Mai pflanzbereit sind.

        Pro Quadratmeter Beetfläche kannst du etwa 1,5 Gurkenpflanzen anbauen, wenn du ihnen ein Rankgerüst zur Verfügung stellst.

        Kleiner Tipp gegen Mehltau

        Gurken sind sehr anfällig für Mehltau. Wenn du sie gestaffelt aussäst, kannst du den Schaden, den Mehltau anrichtet, aber reduzieren:

        Wenn die älteren Pflanzen im Sommer von Mehltau befallen werden, sind die jungen oft noch vital genug, um weiter viele Früchte zu produzieren. Daher pflanze ich Mitte Mai (nach den Eisheiligen) vorgezogene Pflänzchen ins Freiland und säe gleichzeitig direkt im Beet die zweite Charge aus.

        Beete vorbereiten

        Gurken haben ein sehr ausgeprägtes Wurzelsystem, deswegen empfiehlt sich eine Lockerung des Bodens mit der Grelinette oder Grabegabel.

        Es ist auch möglich, direkt eine Mist- oder Kompostgabe bei der Lockerung durchzuführen, denn Gurken sind Starkzehrer. Ich gebe immer ein paar Hornspäne ins Pflanzloch, sodass die Gurken gut mit Langzeitdünger versorgt sind.

        Gurken anbauen und pflegen

        Junge Gurkenpflanzen solltest du mit einem Schneckenkragen schützen, es ist nämlich super ärgerlich, wenn über Nacht alle Pflänzchen weggefressen werden. Nach drei bis vier Wochen sind die Gurkenpflanzen dann so groß, dass du die Schneckenkragen abnehmen kannst.

        Wenn deine Pflanzen 10 cm hoch sind, kannst du sie zum ersten Mal mulchen. Im Sommer kannst du die Mulchdecke dann auf bis zu 20 cm erhöhen, das hilft, Wasser zu sparen und unterdrückt Unkräuter. Gurken benötigen trotzdem eine gleichmäßige Bewässerung, ansonsten bilden sie bittere, giftige Früchte aus.

        Gurkenpflanzen düngen

        Ich dünge meine Gurken gerne, indem ich eine Handvoll Hühnermist auf der Mulchdecke ausbringe. Der Regen spült die Nährstoffe an die Wurzeln und verdünnt den Mist so weit, dass die Pflanzen ihn gut vertragen.

        Bei einer dünneren Mulchdecke wäre frischer Hühnermist zu scharf, stattdessen kannst du deine Pflanzen alle vier bis fünf Wochen mit verdünnter Brennnesseljauche düngen.

        Gurken pflanzen und anbauen mit Rankhilfe

        Die richtige Rankhilfe

        Du solltest deinen Gurken eine Kletterunterlage bauen, damit sie in die Höhe wachsen, statt über den Boden zu kriechen. So bleiben die Früchte sauber und du kannst mehr Gurken auf derselben Fläche anbauen.

        Ein einfaches Rankgerüst kannst du aufbauen, indem du drei lange Stangen am oberen Ende zusammenbindest und zu einem Tipi aufstellst. Wenn deine Gurken größer werden, solltest du sie regelmäßig am Rankgerüst hochbinden.

        Hier findest du noch mehr Tipps für Rankgerüste, die du selber bauen kannst.

        Gurken ernten

        Junge Früchte schmecken nicht ganz so gut, wenn man zu lange mit der Ernte wartet, wird die Schale sehr hart und die Früchte enthalten viele Samen. Es gilt also, ein gutes Mittelstadium abzupassen. Schneide die Früchte am besten mit einem Messer ab, sonst kann es passieren, dass der Stängel deiner Pflanze bricht.

        Gurken ernten und verarbeiten

        Die fiesesten Gurkenkrankheiten und -schädlinge

        Der echte und der falsche Mehltau sind bei Gurken problematisch. Wenn du große Probleme mit Mehltau hast, solltest du auf resistente Sorten umsteigen. Noch wirkungsvoller ist es aber, die Gurken wie oben beschrieben gestaffelt auszusäen. Die jüngeren Pflanzen tragen nämlich auch dann noch reichlich, wenn die älteren schon vom Mehltau befallen sind.

        Aber auch tierische Schädlinge können deinen Gurken zu schaffen machen. Blattläuse kannst du mit Seifenlauge besprühen oder sie mit einem Wasserstrahl von den Pflanzen spülen. Thripse und Spinnmilben kannst du bekämpfen, indem du gezielt Nützlinge ansiedelst oder die passenden Nützlinge kaufst und aussetzt. Das ist im Gewächshaus allerdings sehr viel wirkungsvoller als im Freiland.

        Hol dir meinen fertigen Gartenplan!

        Mischkultur, Fruchtfolge, Vor-, Haupt- und Nachkultur… Einen Gemüsegarten-Anbauplan zu erstellen, kann einen ganz schön überfordern. Deswegen habe ich einen von vorne bis hinten ausgeklügelten Pflanzplan erstellt, in dem das alles schon beachtet ist und der dir dabei hilft, deine Beete das ganze Jahr über optimal zu nutzen.

        Im Moment biete ich meinen Newsletterabonnenten diesen Pflanzplan als kostenloses Willkommensgeschenk an. Also trag dich gerne ein, dann bekommst du nicht nur den Plan, sondern auch regelmäßige Tipps zu allem, was im Garten gerade ansteht.

        Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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          Hast du noch mehr Tipps zum Thema Gurken pflanzen und anbauen? Was sind deine Lieblingssorten? Lass gerne einen Kommentar da!

          Zwiebeln im Garten stecken

          Zwiebeln stecken, anbauen und ernten – die komplette Anleitung!

          Zwiebeln sind eines jener Gemüse, von dem man gar nicht genug haben kann. Wir verbrauchen jeden Tag mindestens ein bis zwei Zwiebeln beim Kochen und müssen dementsprechend viel davon anbauen.

          Das ist aber zum Glück gar nicht schwer – besonders dann nicht, wenn du Steckzwiebeln steckst statt deine Zwiebeln aus Samen zu ziehen.

          Zwiebeln pflanzen und anbauen
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          Die besten Zwiebel-Sorten

          „Robelja“, „Rijnsburger-5/Bingo“ oder die Winterzwiebel „Electra“

          Wie viele Zwiebeln soll ich stecken oder säen?

          Ca. 25 Reihenmeter pro Person reichen für die komplette Zwiebel-Selbstversorgung

          Gute Mischkulturpartner für Zwiebeln

          Möhren, Kürbis, Erdbeeren, Tomaten, Rote Bete, Dill, Kamille und Zucchini

          Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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            Welchen Standort bevorzugen Zwiebeln?

            Optimal sind humus- und nährstoffreiche Böden mit einem guten Wasserhaltevermögen. Zwiebeln solltest du auf möglichst beikrautarmen Beeten anbauen, weil sie Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe nicht so gut vertragen.

            Zwiebeln säen, stecken oder pflanzen?

            Du kannst Zwiebeln sowohl direkt im Beet aussäen als auch vorziehen und auspflanzen. Am einfachsten ist es, fertige Steckzwiebeln zu setzen. Steckzwiebeln haben im Vergleich zu gesäten Zwiebeln nämlich einen guten Wachstumsvorsprung und eine große Ernte ist so gut wie sicher.

            Steckzwiebeln in einem Glas

            Gesäte Zwiebeln sind dagegen besser lagerfähig. Zwiebeln, die ich für den Winter einlagere, ziehe ich deswegen lieber aus Samen, die ich direkt ins Beet säe.

            Wann sät oder steckt man Zwiebeln?

            Steckzwiebeln kannst du ab März stecken, wenn du deine Zwiebeln aus Samen ziehen willst, kannst du sie im April direkt ins Beet säen. Ich stecke außerdem im Oktober Wintersteckzwiebeln, die im Beet überwintern und nächsten Jahr die erste Ernte liefern.

            Der Reihenabstand beträgt etwa 20 cm, in der Reihe sollten die Zwiebeln einen Abstand von ca. 5 cm haben.

            Zwiebelbeete vorbereiten

            Besonders Wurzelbeikräuter sollten vor der Zwiebelkultur gründlich gejätet werden. Gerade wenn man sät, ist es wichtig, einen „sauberen Tisch“ zu haben.

            Zwiebeln pflegen

            Auf guten Standorten kommen Zwiebeln ohne Düngung aus, aber besonders auf leichten Böden ist eine Düngung im Frühsommer (z.B. mit Brennnesseljauche) hilfreich.

            Ich mulche meine Zwiebeln etwa 5 cm dick mit Hackschnitzeln, sobald sie etwa handhoch sind. Verunkrautete Beete solltest du regelmäßig jäten.

            Wann erntet man Zwiebeln?

            Zwiebeln kann man praktisch zu jedem Zeitpunkt ernten. Willst du große und lagerfähige Zwiebeln ernten, solltest du warten, bis etwa zwei Drittel des Bestandes umknicken oder die Blätter zu zwei Dritteln gelb sind. Erntest du deine Zwiebeln zu spät, können sie verfaulen.

            Nach der Ernte solltest du die Zwiebeln säubern, indem du die äußeren Zwiebelschichten inklusive der damit verwachsenen Blätter entfernst. Anschließend bindest du jeweils drei bis fünf Pflanzen zu einem Bündel zusammen und hängst sie an einem trockenen, luftigen Ort zum Trocknen auf.

            Wenn sie komplett getrocknet sind, kannst du sie an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort in Körben, Kisten oder luftdurchlässigen Säcken lagern.

            Zwiebelschädlinge und Krankheiten

            Generell gilt, dass man bei Liliengewächsen eine Anbaupause von 4-5 Jahren einhalten sollte. Damit kann man zum Beispiel dem Gelbstreifenvirus, der Lauchmotte und auch der Zwiebelfliege entgegenwirken. Die Mischkultur von Möhren und Zwiebeln ist die einfachste Methode, Schädlinge natürlich abzuwehren.

            Tomaten pflanzen

            Tomaten richtig pflanzen und abhärten

            Du hast Tomatenpflanzen gekauft oder selbst vorgezogen und möchtest sie jetzt in deinen Garten pflanzen? Das trifft sich gut, hier erfährst du nämlich alles, was du beachten musst, damit deine Tomaten die ganze Saison über gesund bleiben und eine große Ernte abwerfen.

            Tomaten sind ein so unglaubliches Gemüse! Bei keinem anderen Gemüse schmeckt man einen so großen Unterschied zwischen den Einheitstomaten aus dem Supermarkt und der Ernte aus dem eigenen Garten.

            Also nimm dir die Tipps aus diesem Artikel zu Herzen und pflanz so viele Tomaten wie du irgendwie unterkriegen kannst. :)

            Tomaten richtig pflanzen und abhärten: Egal ob im Garten, auf Balkon oder Terrasse , im Tomatenhäuschen oder Gewächshaus: Wenn du Tomaten pflanzen willst, gibt es einiges zu beachten, damit die Pflanzen gesund bleiben und eine gute Ernte abwerfen. #Wurzelwerk #Tomaten #Garten #Balkon
            Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

            Pssst:

            Du liest gerade den zweiten Teil in meiner Tomaten-Artikelserie. Wenn du den ersten Teil noch nicht kennst: Hier erfährst du, wie du kräftige Tomatenpflanzen im Haus vorziehst!

            Vor dem Pflanzen solltest du deine Tomaten abhärten

            Wusstest du, dass Pflanzen einen Sonnenbrand bekommen können? Deine Tomatenpflänzchen waren bisher noch nie echtem Sonnenlicht ausgesetzt und würden mit Wachstumsstockungen reagieren, wenn du sie von einem auf den anderen Tag ins pralle Sonnenlicht pflanzt.

            Die Jungpflänzchen kennen auch keinen Wind und keine starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Sprich:

            Deine Babys wollen langsam an das Erwachsenensein herangeführt und nicht einfach von einem auf den anderen Tag vor die Tür gesetzt werden. Deswegen solltest du ungefähr eine Woche vor dem Pflanztermin mit dem sogenannten „Abhärten“ beginnen.

            Dafür stellst du deine Pflanzen am ersten Tag ein, zwei Stunden nach draußen, damit sie erste Erfahrungen mit der großen weiten Welt sammeln können, danach holst du sie wieder ins Haus.

            Am nächsten Tag können sie schon etwas länger draußen bleiben und vom dritten Tag an kannst du sie von morgens bis abends draußen lassen. Und nach einer Woche sind sie dann gut gerüstet für das Erwachsenensein und bereit, ausgepflanzt zu werden.

            Wann ist der beste Zeitpunkt, um Tomaten zu pflanzen?

            Falls du zu den Glückspilzen zählst, die ein Gewächshaus ihr Eigen nennen, kannst du deine Tomaten schon ab Mitte April pflanzen.

            Wenn du Tomaten im Freiland, auf dem Balkon oder im Tomatenhäuschen pflanzen möchtest, solltest du aber bis Mitte Mai damit warten. Nach den Eisheiligen kannst du dann ziemlich sicher sein, dass die Nächte frostfrei bleiben, und die Tomaten dürfen nach draußen-

            Der beste Standort für Tomaten?

            Tomaten haben eine sehr gefürchtete Krankheit: die Braunfäule, die die Pflanzen vor allem dann befällt, wenn die Blätter über einen längeren Zeitraum feucht sind, zum Beispiel bei Regen. Ich lege dir deswegen sehr ans Herz, deine Tomaten in irgendeiner Form überdacht anzubauen.

            Dafür brauchst du nicht zwangsläufig ein Gewächshaus, ein Tomatenhäuschen reicht völlig aus, oder ein überdachter Platz auf der Terrasse. Wir haben auch schon tolle Tomaten in Töpfen an der Südseite unseres Hauses angebaut, wo sie durch einen Dachvorsprung vor Regen geschützt waren.

            Es gibt zwar Sorten, die einigermaßen freilandtauglich sind, aber in einem verregneten Sommer fallen auch die relativ schnell der Braunfäule zum Opfer und werfen im Zweifel so gut wie keine Ernte ab.

            Tomaten sind außerdem sehr wärme- und lichtbedürftige Pflanzen, dein Tomatenbeet sollte also möglichst den ganzen Tag über in der prallen Sonne liegen.

            Tomaten mögen einen mittelschweren, möglichst tiefgründigen, humusreichen und gut drainierten Boden.

            Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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              Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

              Was ist der richtige Pflanzabstand für Tomaten?

              Mit einem weiten Pflanzabstand von 50 x 60 cm gehst du sicher, dass genug Luft zwischen deinen Tomatenpflanzen zirkulieren kann. Das ist super wichtig, um der Braunfäule vorzubeugen.

              Wie pflanze ich Tomaten?

              Wenn du ein Tomatenhäuschen oder Gewächshaus hast, solltest du deine Tomaten weit genug von der Folie oder dem Glas entfernt pflanzen. Wenn die Blätter dauerhaft Kontakt zur Folie oder zum Glas haben, fördert das nämlich Pilzkrankheiten.

              Deine Tomaten pflanzt du am besten etwas tiefer als im Topf ein, weil sie dann noch mehr Wurzeln ausbilden. In das Pflanzloch kannst du ein paar Hornspäne als Langzeitdünger geben.

              Alle Blätter, die den Erdboden berühren, solltest du abknipsen. Danach drückst du die Erde um die Pflanze herum vorsichtig an und gönnst jeder deiner Pflanze eine ordentliche Portion Gießwasser.

              Die richtige Rankhilfe für Tomaten

              Buschtomaten und Wildtomaten kommen ohne Rankhilfe aus, die allermeisten Tomatenpflanzen werden aber eintriebig angebaut und brauchen dann unbedingt eine Stütze, an der sie hochwachsen können und an der du sie im Lauf des Sommers immer wieder befestigen solltest, damit sie nicht abknicken.

              Im Gewächshaus nimmst du dafür am besten Schnüre, die du an der Decke befestigst und die bis zum Boden reichen. Beim Pflanzen befestigst du jeweils eine Schnur mit einer lockeren Schlinge am Wurzelhals jeder Pflanze. Die Pflanzen wickelst du dann regelmäßig um die Schnur, um ihr Halt zu geben.

              Hier ist ein Bild, damit du dir besser vorstellen kannst, wie das aussieht:

              Tomaten pflanzen Rankhilfe

              Im Tomatenhäuschen oder Topf kannst du auch einen Bambusstab, Eisenstangen oder gewundene Tomatenstangen als Rankhilfe benutzen. Hauptsache, der Stab ist lang genug (mindestens 1,80 m) und du bindest die Pflanzen regelmäßig an der Stange fest, sodass der obere Teil im Wind nicht abbricht.

              Tadaa, das war’s auch schon! Wenn du das alles beachtest, bist du gut aufgestellt für eine reiche Tomatenernte. Dann gilt es nur noch, sich gut um die Pflänzchen zu kümmern, damit sie gesund bleiben und über einen langen Zeitraum tragen.

              Deswegen zeige ich dir hier drei Pflegearbeiten, die dich weniger als eine Minutue pro Pflanze und Woche kosten und dafür sorgen, dass du der Braunfäule vorbeugst und größere, aromatischere Früchte erntest.

              Eier haltbar machen

              Wie du Eier 8+ Monate haltbar machst – ohne Kühlung!

              Wenn du Hühner hast, schwimmst du zurzeit vermutlich in Eiern. Sobald die Tage länger werden, geben die Hennen nämlich wieder richtig Gas und legen was das Zeug hält, sodass man oft gar nicht mehr weiß wohin mit den ganzen Eiern.

              Deswegen zeige ich dir in diesem Artikel, wie du überschüssige Eier mit einer super einfachen, fast in Vergessenheit geratenen alten Methode haltbar machen kannst. Dann kannst du nämlich im Winter, wenn die Hennen ihre Legepause machen, immer noch eigene Eier essen.

              Eier, die du nach dieser Methode haltbar machst, kannst du ohne Kühlung acht Monate und länger aufbewahren. Unglaublich, oder?

              Ich bin so begeistert von dieser Methode, dass ich schon super lange vorhabe, einen Artikel darüber zu schreiben. Und hier ist er jetzt endlich. Viel Spaß! :)

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              Winterpause? Dafür gibt’s doch künstliche Beleuchtung!

              Einige von euch werden jetzt vermutlich sagen, dass ihre Hennen gar keine Winterpause machen, weil sie eine künstliche Beleuchtung im Stall haben. Wenn man das Licht im Stall abends brennen lässt, simuliert das nämlich längere Tage und die Hühner legen auch im Winter fleißig Eier.

              Das ist jetzt natürlich Ansichtssache, aber ich finde, dass die Hennen sich die Winterpause verdient haben, und möchte sie nicht durch zusätzliche Beleuchtung „pushen“. Und für alle, die das genauso handhaben, ist es so praktisch, im Frühling Eier für den Winter haltbar zu machen. Und zwar so:

              Zubehör und Zutaten

              Du brauchst…

              • Einen Eimer oder Topf mit Deckel (lichtundurchlässig)
              • Löschkalk
              • Wasser
              • und natürlich frische Eier

              So machst du deine Eier haltbar

              Wenn du Hühner hältst, kennst du das bestimmt: Gerade bei Regenwetter sind oft auch verdreckte Eier in der Legebox – die solltest du nicht zum Haltbarmachen verwenden, sondern frisch essen. Ich nehme zum Haltbarmachen nur saubere Eier, die ich am selben Tag aus dem Nest geholt habe.

              Eier frisch aus dem Nest haltbar machen

              Du füllst jetzt einfach einen Liter Wasser in deinen Topf oder Eimer und verrührst zwei Esslöffel Löschkalk darin, bis er sich aufgelöst hat und das Wasser milchig trüb ist. Dann schichtest du die Eier mit der Spitze nach unten in deinen Topf oder Eimer.

              Am Anfang hast du vermutlich noch zu wenig Eier, um sie so dicht in den Topf zu füllen, dass sie nicht umkippen, aber in den nächsten Wochen füllst du immer wieder frische Eier in den Topf, sodass du sie bald gut aufstapeln kannst.

              Es ist wichtig, dass die Spitze nach unten zeigt, weil die Luftblase im Ei ansonsten aufsteigen und die Eihaut ablösen könnte, sodass Keime in das Eiinnere eindringen könnten. Das gilt übrigens auch für Eier, die du frisch lagerst: Die Spitze sollte immer nach unten zeigen.

              Die Eier sollten im Topf immer von Flüssigkeit bedeckt sein. Wenn sich dein Topf im Laufe der nächsten Wochen mit frischen Eiern füllt, musst du eventuell nochmal mehr Löschkalk-Lösung ansetzen, die du dann nachfüllst.

              So lagerst du die Eier

              Deckel drauf und ab damit in den Küchenschrank. ;) Du brauchst keine Kühlung, um deine Eier nach dieser Methode haltbar zu machen. Solange die Eier vor Licht geschützt sind, halten sie acht Monate und länger. Ich habe schon 1 ½ Jahre alte Eier gegessen, die noch einwandfrei waren.

              Als kleinen Vergleich habe ich ein Ei, das ich vor einem Jahr eingelegt habe, mit einem frischen Ei vergleichen. Beide Eier sind von derselben Henne, links siehst du das haltbar gemachte Ei und rechts das frische:

              Eier haltbar machen: Vergleich frisches und "altes" Ei

              Der einzige Unterschied, den ich feststellen konnte, ist, dass das Eiweiß des haltbar gemachten Eis flüssiger ist.

              Wenn ich im Winter Eier brauche, nehme ich sie einfach aus dem Eimer, wasche sie einmal kurz ab und verwende sie genau wie frische Eier.

              Was ist Löschkalk überhaupt?

              Vereinfacht ausgedrückt besteht Löschkalk aus Muschelschalen oder Kalkstein, die verbrannt und anschließend gelöscht werden, das ist also ein ganz natürliches Produkt. Es ist wichtig, dass du wirklich Löschkalk verwendest, nicht etwa ungelöschten Kalk oder gemahlenen Kalkstein.

              Löschkalk ist super günstig. Ich habe vor ein paar Jahren ein kleines Eimerchen voll für ein paar Euro gekauft, das vermutlich noch viele, viele Jahre reichen wird.

              Ich bin absolut begeistert davon, wie einfach es ist, Eier nach dieser Methode haltbar zu machen, und wie zuverlässig das Ganze funktioniert. Uns ist noch kein einziges Ei schlecht geworden, das wir auf diese Weise eingelegt haben.

              Aaaber: Ganz egal, welche Lebensmittel du haltbar machst, verlass dich dabei immer auf deinen gesunden Menschenverstand und deine Sinnesorgane. ;)

              Das Ganze funktioniert nicht mit gekauften Eiern

              Gekaufte Eier kannst du mit dieser Methode nicht haltbar machen, weil sie oft vor dem Verkauf gewaschen wurden. Durch das Waschen wird die Schutzschicht, die das Ei natürlicherweise umgibt, zerstört, sodass die Eier nicht mehr lange haltbar sind.

              Also immer nur Eier verwenden, bei denen du mit Sicherheit weißt, dass sie nicht gewaschen wurden.

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