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Feldsalat auf Holzuntergrund

Feldsalat säen: Wie du dir eine knackige Winterernte sicherst!

Denkst du beim Thema Feldsalat säen auch an Wellness? Noch nicht? Dann verrate ich dir heute, wie du mit ein bisschen Feldsalatsaatgut eine echte Wellnesskur für dich UND deinen Garten organisierst. Mit ein paar einfachen Tricks versorgst du dich und deine Liebsten schon diesen Winter selbst mit frischem Grün!

Inhaltsverzeichnis
Mut in der Lücke!
Feldsalat säen, so geht´s!
Bodenvorbereitung und Feldsalat säen
Feldsalat säen und vorziehen
Feldsalat ernten wie ein Profi
Feldsalat säen ohne Krankheiten
Dein eigener Weihnachtssalat
Feldsalat säen – auf gute Nachbarschaft

Mut in der Lücke!

Im Frühsommer nimmt der Garten so richtig Fahrt auf: Dicke Bohnen, Frühkartoffeln, Kopfsalate, Knoblauch und Zuckerschoten sind erntereif! Und das bedeutet… die ersten Plätze im Beet werden schon wieder frei! Und nun? Soll es das schon gewesen sein?

Keine Angst, da geht noch was. Diese Lücken sind deine Chance für noch mehr frisches Grün! Praktischerweise ist nun genau der richtige Moment zum Feldsalat säen. Verpass den Zeitpunkt nicht, wenn du auch im Herbst und sogar im Winter noch eigenen Salat ernten willst!

Mit Feldsalat setzt du auf eine anspruchslose Kultur, die deinen Boden auch noch ganz nebenbei düngt. Denn Feldsalat ist ein super Gründünger! Feldsalat säen bringt dir daher gleich mehrere Vorteile.

Gut für den Boden…

Dein Boden freut sich über eine andauernde Bepflanzung, mit einem immergrünen Blätterdach haben die kleinen Mikroorganismen in der Erde immer Arbeit und genug zu futtern. Gerade unser Freund der Regenwurm freut sich riesig, wenn es jederzeit direkt vor seiner Haustür einen Snack gibt.

Baust du rund ums Jahr leckeres Gemüse auf deinen Beeten an, ist der Boden immer durchwurzelt. So kann Regenwasser besser in die Tiefe eindringen und die Erde bleibt locker und luftig. Die grüne Schicht schützt deinen Boden wie ein Schild vor Licht, Hitze und Wind. Dadurch bleibt der Boden auch zur ungemütlichsten Jahreszeit ein sicheres Zuhause und deine unterirdischen Helfer können im Beet so richtig loslegen – sie fühlen sich dann nämlich rundum pudelwohl.

Feldsalat säen ist dabei sozusagen das Verwöhnprogramm der Extraklasse für deinen Boden, denn er zählt zu den Gründüngerpflanzen. Als Wellnesssalat massiert, ähm, durchwurzelt er die Erde wunderbar. So bleibt sie feinkrümelig und kann Feuchtigkeit und Nähstoffe viel besser speichern. Jackpot für das nächste Gemüse, das ins Beet einziehen darf! ;)

Erde auf Hand

…und gut für dich!

Aber nicht nur dein Beet bekommt hier seine Wellnesskur. Wenn es draußen langsam ungemütlich wird, kannst du dich entspannt zurücklehnen. Du hast dann nämlich frischen, gesunden, knackigen Feldsalat – der dich den ganzen Winter über fit hält!

Feldsalat ist reich an Vitamin C, er stärkt also in der Winterzeit dein Immunsystem. Und mal ganz abgesehen von Provitamin A und Folsäure: Im Winter noch eigenen Salat auf den Tisch bringen zu können, ist einfach ein tolles Gefühl.

Kleiner Tipp: Du hast es beim Feldsalat säen übertrieben, sodass du gar nicht alles ernten kannst? Dann harke doch die Reste im Frühjahr einfach unter. So bekommen deine Bodentierchen eine Extraportion Grünfutter, das sie in wundervollen Humus verwandeln können. Mmmhhh… wer würde dazu schon nein sagen?

Feldsalat säen, so geht`s:

Die typische Zeit zum Feldsalat säen ist von Mitte Juli bis Ende September. Die Ernte von früh gesätem Feldsalat geht dann im September so richtig los. Wenn du später säst, dauert es natürlich etwas länger. Mit der richtigen Sortenwahl und ein paar Tricks kannst du aber auch später noch Feldsalat säen und dann auch im Winter dein eigenes frisches Grün ernten.

Außer Feldsalat gibt es soooo viele weitere leckere Wintergemüse  – mit dem richtigen Timing bei der Aussaat hast du den ganzen Winter über einen prall gefüllten, bunten Erntekorb. Und weil einem manchmal wirklich der Kopf bei all den Aussaatterminen raucht, habe ich dir einen Aussaatkalender fürs komplette Gartenjahr erstellt. Du kannst ihn dir hier ganz einfach herunterladen, so behältst du immer den Überblick und deine Winterernte ist gesichert!

Die einzige Schwierigkeit beim Feldsalat säen ist, dass er etwas länger zum Keimen braucht. In dieser Zeit musst du ihn unbedingt feucht halten. Um deinem Feldsalat über diese kleine Hürde zu helfen, kannst du einen kleinen Trick anwenden.

Lege dafür nach dem Feldsalat säen ein Vlies oder ein Brett auf die Aussaat, eine mit Steinchen beschwerte Pappe tut es auch. So trocknet die Erde nicht so schnell aus und du kannst dir viel Wasser und Gießarbeit sparen.

Nun musst du nur noch regelmäßig überprüfen, ob es schon zu sprießen beginnt und dann die Abdeckung entfernen, damit deine kleinen Zöglinge Licht und Luft bekommen und kräftig loswachsen!

Pssst: Überzählige Feldsalatkeimlinge machen sich super im Salat!

Aber jetzt mal von vorn, denn erstmal müssen die Samen ja in die Erde… Also: ran ans Feldsalat säen!

Das Beet vorbereiten

Damit dein Feldsalat beste Startvoraussetzungen hat, bereitest du das Beet gut vor. Wenn der Boden nicht stark verdichtet ist, reicht es, ihn oberflächlich mit einer Grabegabel aufzulockern und Beikäuter zu entfernen. Umgraben solltest du wirklich immer vermeiden um deine Bodenstruktur nicht durcheinander zu bringen.

Ist das erledigt, hast du die Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten, wie du deinen Feldsalat säen möchtest.

Aussaat in Flächensaat

Für die lässige Flächensaat streust du deine Feldsalatsamen einfach breitwürfig auf die vorbereitete Fläche, harkst das Saatgut etwas in den Boden ein und drückst es dann fest. Nun musst du deine Saat nur noch mit einer sanften Brause angießen* und anschließend abdecken, damit die Feuchtigkeit nicht verloren geht!

Bei dieser Methode ist es anfangs vielleicht etwas mühseliger, das Beet unkrautfrei zu halten, denn es gibt ja schließlich keine Reihen, zwischen denen du mit einer Harke im Handumdrehen Tabula Rasa machen kannst.

Wenn du Beete hast, die zu Verunkrautung neigen, wirst du ums Auszupfen von Unkräutern nicht herumkommen. Das hat den Vorteil, dass du dann gleich auch ein paar Feldsalatpflänzchen entfernen kannst, falls sie irgendwo wirklich dicht stehen.

Wenn du, so wie ich, Kompostbeete nutzt, wirst du aber sowieso kaum Unkräuter in deinen Beeten finden. Die gute Nachricht ist: Sobald deine Feldsalat-Pflänzchen erstmal die Oberhand gewonnen haben und den anderen Pflanzen nur so davonwachsen, bedecken sie die Fläche und halten die Unkräuter von nun an ganz von selbst in Schach.

Feldsalat säen in Flächensaat

Aussaat in Reihensaat

Wenn du es gern etwas geradliniger magst, dann kannst du reihenweise Feldsalat säen.

In deinem aussaatfertigen Beet ziehst du Saatrillen mit etwa 1-2 cm Tiefe. Zwischen den Rillen solltest du etwa 15 cm Platz lassen. Nun kannst du in den Saatrillen deinen Feldsalat säen. Lass innerhalb der Rille zwischen zwei Samen jeweils 5 cm Abstand.

Die frische Saat abdecken, anschließend gut andrücken und gießen. Bis dein Feldsalat den ersten Wachstumsschub hingelegt und das Unkraut hinter sich gelassen hat, kannst du nun einfach vorsichtig zwischen den Reihen harken.

Im Haus Feldsalat säen und vorziehen

Optional kannst du deinen Feldsalat auch vorziehen. Dann hast du ihn griffbereit, sobald du in deinen Beeten eine Lücke entdeckst. Die Gefahr, dass die Saat vertrocknet oder von Schnecken weggemampft wird, ist so auf jeden Fall geringer. Direkt im Beet gesäter Feldsalat bildet allerdings oft ein robusteres Wurzelsystem aus und kann den ersten Frösten des Jahres besser trotzen, wenn er sie von klein auf gewohnt ist.

Dem fiesen Unkraut schlägst du mit dem Vorziehen allerdings ein Schnippchen. Da die Pflänzchen schon größer sind, wenn du sie ins Beet setzt, können sie sich besser durchsetzen und du musst weniger jäten. Du hast also anfangs etwas mehr Aufwand, sparst dir aber dafür großflächiges Gießen, Jäten und (hoffentlich!) auch den Schneckenüberfall.

Die Schleimer stehen nämlich besonders auf jungen, zarten Salat. Wenn dich die Schnecken dieses Jahr auch so plagen, dann schau gern mal hier vorbei. In diesem Artikel verrate ich dir, wie du die hungrigen Plagegeister erfolgreich loswirst und welche Hausmittel du dir getrost sparen kannst. Aber zurück zum Feldsalat säen!

Um den Salat vorzuziehen, füllst du deine Quickpotplatten* oder Töpfchen mit Anzuchterde oder einem selbstgemischten Substrat. Ein Mix aus gut ausgereiftem Kompost und der super lockeren Erde aus Maulwurfshügeln ist dafür genau richtig! In jeden Topf kommen 2-4 Samen.

Die sind beim Feldsalat säen schön groß und lassen sich gut abzählen. Drücke sie etwa zwei Zentimeter tief in die Erde. Feldsalat ist nämlich ein Dunkelkeimer und duldet beim Keimen keine Zuschauer. Bedecke alles gut mit Erde und drücke die Saat sanft an. So schließt sich die Erde schön um deine Samen und sie werden mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt. Du siehst, Feldsalat säen ist gar nicht schwer! :)

Nun gießt du nur noch vorsichtig an. Ich nehme dafür gern die Ballbrause, so wird das Saatgut nicht davon geschwemmt*. Auch hier kannst du den Trick mit der Abdeckung anwenden! Einfach ein passendes Stück Pappe über deine Töpfe legen und zum Beispiel mit Steinen beschweren. So trocknet dir die Erde nicht aus. Etwa 10-14 Tage dauert es nach dem Feldsalat säen, dann sollte der Feldsalat winzig und grün aus den Schälchen sprießen.

Nach ungefähr vier Wochen sind die ersten zwei Blattpaare gebildet. Das ist dein Zeichen, dass der junge Feldsalat bereit für die große, weite Welt ist. Wenn du also das nächste Mal in einem deiner Beete eine Reihe abgeerntet hast, kannst du hier ein kleines Eckchen mit Feldsalat bestücken.

Feldsalat im Beet

Ja, aber wie viel Feldsalat braucht denn der Mensch?

Du willst dich über die kalte Jahreszeit mit Salat selbst versorgen? Das ist toll! Damit du und deine Liebsten stets gut versorgt seid, ist ein bisschen Planung nötig. Pro Person solltest du eine Fläche von 1-2m2 einplanen. Ich rechne mit 1,5 m2 pro Nase, so haben wir immer genügend Salat im Beet – denn er braucht ja auch mal Zeit um nachzuwachsen.

In deinem Wintersalatbeet musst du natürlich nicht nur Feldsalat säen! Du kannst dort eine bunte Mischung winterharter Salatsorten anbauen – so kannst du dir immer wieder etwas anderes aus deiner Winter-Schatzkiste holen! ;)

Feldsalat ernten wie ein Profi

Apropos Nachwachsen! Du musst deinen Salat nicht einfach radikal abschneiden und das war´s dann für den armen Kerl. Ernte am besten nur die großen, äußeren Blätter und lass das Herz in der Mitte unverletzt stehen. So kann du deine Pflanzen mehrmals beernten und hast über einen langen Zeitraum frischen Feldsalat auf dem Tisch. Das funktioniert übrigens mit fast allen Salatsorten super!

Klassisch wird Feldsalat aber komplett geerntet, also die gesamte Rosette mit dem Salatherz*. So kennst du ihn wahrscheinlich auch aus dem Laden. Für diese Erntemethode biegst du die Pflanze ein Stück zur Seite und schneidest deine Ernte dann mit einem Messer knapp über dem Wurzelansatz ab.

Wenn du das Vereinzeln nach dem Feldsalat säen nicht ganz so ernst genommen hast, kommt jetzt eine Chance, um noch etwas Luft in die Reihe zu bringen. Das kannst du auch von Anfang an einplanen und die Pflänzchen absichtlich etwas enger stehen lassen.

Noch ein wichtiger Tipp für alle Wintergärtner: Du stehst hungrig vor deinem Feldsalat, aber der ist gefroren? Dann lass ihn lieber in Ruhe, bis er wieder aufgetaut ist. Wenn du gefrorenen Salat erntest, wird der nach dem Tauen nämlich einfach nur schlapp und matschig…

Ich verfolge im Winter daher immer aufmerksam den Wetterbericht und lege mir einen kleinen Vorrat an Salat und Kohl an, wenn mal einige Tage Frost angesagt sind.

Feldsalat säen ohne Krankheiten

Eigentlich ist Feldsalat ein wirklich robuster Kollege, um den du dir keine großen Sorgen machen musst. Wichtig beim Feldsalat säen ist, dass du ihn nicht zu eng in dein Beet setzt, damit die Luft zwischen den Pflanzen zirkulieren kann. Achte also unbedingt auf die Abstände, da ist Feldsalat etwas pingelig!

Mehltau ist allerdings eine Gefahr für dein frisches Grün, und zwar gleich doppelt.

Bei zu großer Trockenheit kann Echter Mehltau entstehen. Bei zu viel Feuchtigkeit und schlechter Belüftung kann der Falsche Mehltau zuschlagen. Das kann gerade im Gewächshaus schnell mal der Fall sein. Deswegen ist es wichtig, auf Sorten zu setzen, die sich als resistent gegen Mehltau bewährt haben.

Ich baue gern „Dunkelgrüner Vollherziger“ an, aber auch die Sorten „Elan“, „Vit“, „Verte de Cambrai“ und „Medaillon“ haben sich bewährt.

Feldsalat Pin
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Dein eigener Weihnachts-Salat

Mit ein paar kleinen Tricks kannst du sogar bis in den Oktober hinein Feldsalat säen und erntest dann von November bis Januar.

Bei dir fällt im Winter oft so richtig viel Schnee? Damit du deinen Salat nicht mit der Schneeschaufel ausgraben musst, kannst du ins Gewächshaus, in einen kleinen Folientunnel oder in ein Frühbeet Feldsalat säen. Für mildere Regionen reicht auch ein Vlies, um den Salat etwas zu schützen. So hast du deinen Feldsalat immer griffbereit und er ist vor zu viel Feuchtigkeit geschützt.

Du willst richtig einsteigen und noch mehr eigenes Gemüse anbauen? Selbstversorgung muss nicht anstrengend und zeitaufwändig sein, und mit der richtigen Technik hast du schon ganz bald leckeres Gemüse aus deinem Garten! Alle Tipps und Tricks findest du in meinem „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs*.

Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist! :)

Feldsalat mit Frost im Winter

Feldsalat säen – auf gute Nachbarschaft

Du hast noch gar keine Lücken im Beet? Dann lohnt es sich, mit Mischkulturen zu experimentieren!

Du kannst nämlich auch unter Kohl oder Lauch Feldsalat säen, auch zu Zwiebeln passt er wunderbar. Schau doch mal in deinen Beeten danach, wo am Boden genügend Platz und Licht bleibt, auch wenn die vorhandenen Beetbewohner ausgewachsen sind. Bei diesen Pflanzen kannst du als „Untersaat“ Feldsalat säen. So nutzt du die verschiedenen Ebenen im Beet und du holst eine richtig dicke Ernte aus deiner Beetfläche heraus. Clever, was?

So, deinem Feldsalat-Glück sollte nun nichts mehr im Wege stehen!

Ich hoffe du bist genauso begeistert von diesem unscheinbaren Gartenhelden wie ich. Und mal ganz ehrlich, so ein bisschen Pflege und Erholung gehört zur Selbstversorgung einfach dazu. ;)

Du bist startklar? Dann hol dir deinen Aussaatkalender und leg los: Gönn dir ein bisschen Wellness für deinen Boden und für Dich!

Bist du schon fertig mit Feldsalat säen und du willst noch mehr Boden-Wellness und Wintergenuss? Dann schau doch mal hier vorbei:

Gründüngung: Eine Wellnesskur für den Boden

So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

Wintergemüse anbauen: rund um‘s Jahr ernten!

Feldsalat säen – schon erledigt? Was hast du für deine Beete im Winter geplant?

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Marie im Garten zur Aussaat im März

Aussaat & Pflanzen im August + Gemüsegarten-Pflanzplan 2026

Der August ist ideal, um noch einmal richtig loszulegen im Gemüsegarten. Wer auch im Herbst und Winter frisches Gemüse ernten möchte, kann jetzt noch einiges säen und pflanzen. Lass uns gleich loslegen mit den Gemüsesorten, die jetzt in die Erde dürfen! Außerde schauen wir uns an, welche Gartenarbeiten im August anstehen, damit dein Garten auch in der zweiten Jahreshälfte weiter Freude macht.

Inhaltsverzeichnis
Vorziehen im Haus – das steht jetzt an
Gemüse, das du jetzt direkt ins Beet säen kannst
Draußen pflanzen
Hol dir deinen Gemüsegarten-Pflanzplan!
Gartenarbeiten im August

Vorziehen im Haus

Diese Pflanzen kannst du im August im Haus vorziehen, um sie im Garten auszupflanzen sobald du Platz in den Beeten hast und die Jungpflanzen etwa 4 Wochen alt sind:

Gemüse, das du im August direkt ins Beet säen kannst

Diese Gemüsearten kannst du im August direkt im Garten aussäen:

Draußen pflanzen

Hier ist eine Liste mit Pflanzen, die du im August im Garten pflanzen kannst:

Hier im Video erfährst du, welche Sorten sich für die Aussaat im Sommer gut eignen:

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Mehr Informationen

Dein fertiger Gemüsegarten-Pflanzplan

Damit jedes Gemüse im Beet auch an der optimalen Stelle landet, gibt’s eine kleine Gartenhilfe für dich: Unseren 0 € Gemüsegarten-Beispielplan, den du dir ganz einfach downloaden kannst. Darin erfährst du, was in welchem Monat wo gepflanzt oder gesät wird. Das ist super praktisch, wenn du ohne viel Planung direkt loslegen magst und trotzdem mit System gärtnern willst.

Den Gemüsegarten-Pflanzplan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkulturpartner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss.

Der Plan ist so konzipiert, dass du das ganze Jahr über kontinuierlich erntest und jeden Monat sofort losgärtnern kannst.

Trag dich hier ein und schon flattert der Pflanzplan in dein E-Mail Postfach:

Gartenarbeiten im August – das steht jetzt an!

Alle Pflanzen, die mittlerweile höher als 10 cm sind, solltest du jetzt mulchen. Das bedeutet, dass du den Boden mit organischem Material wie Rasenschnitt, Holzhackschnitzeln oder Laub abdeckst.

So verdunstet viel weniger Wasser und du musst je nach Dicke der Mulchschicht kaum noch gießen. Außerdem unterdrückt Mulch aufkommendes Unkraut – damit hast du dann auch viel weniger Arbeit.

Weil Mulchen eine richtig tolle Sache ist, findest du hier einen ganzen Beitrag zum Thema. Schau gerne rein und lies hier weiter :).

Wahrscheinlich sind deine Tomaten diesen Monat schon richtig stattlich! Denk dran, sie regelmäßig auszugeizen (außer bei Buschtomaten, die haben das nicht nötig) und binde sie hoch, damit sie nicht abknicken.

Alle Starkzehrer, also Tomaten, Gurken, Kürbisse und viele mehr freuen sich weiterhin über regelmäßige Düngergaben – etwa alle 2 Wochen.

Und das Schönste am August: Wir sind jetzt mitten in der Haupt-Erntezeit! Genieß die Früchte deiner Arbeit und lass dir all die Leckereien schmecken. Wenn der Erntekorb mehr hergibt, als du essen kannst, dann ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um für den Winter Vorräte einzukochen und zu fermentieren.

Und jetzt raus mit dir in den Garten!

Lust auf mehr Infos zum Gemüse-Anbau? Hier findest du weitere spannende Artikel zum Thema:

Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

Chicorée: Das magische Wintergemüse, das im Dunkeln wächst!

24 Gemüse, die du im Winter anbauen kannst!

Welche Aussaaten hast du für den August geplant? Schreib mir gern in den Kommentaren, was du diesen Sommer im Garten noch vorhast!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.ung

Mehltau bekämpfen: So wirst du ihn ohne Chemie schnell wieder los!

Echter Mehltau und falscher Mehltau kommen jedes Jahr so zuverlässig wie Weihnachten daher – ganz egal wie das Wetter ist. ;) Deine Gemüsepflanzen sind den lästigen Pilzen aber nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt nämlich einige sehr effektive Maßnahmen, um Mehltau zu bekämpfen. Welche das sind, schauen wir uns jetzt an!

Inhaltsverzeichnis
Echter und falscher Mehltau – was ist der Unterschied?
Kann Mehltau für Menschen schädlich sein?
Mehltau bekämpfen: 5 Tipps, um vorzubeugen
Mehltau bekämpfen: Akutmaßnahmen im Ernstfall

Leider passiert es Jahr für Jahr: Mehltau-Erreger befallen deine grünen Freunde sowohl in heiß-trockenen Sommern als auch dann, wenn die Wetterlage ungemütlich nass-kalt ist. Deshalb zeige ich dir heute, mit welchen Tricks du den Echten und auch den Falschen Mehltau wirkungsvoll mit Hausmitteln und ganz ohne Chemie bekämpfen kannst!

Mehltau – was ist das eigentlich?

„Mehltau“ meint eigentlich eine ganze Reihe verschiedener Pilzarten. Echter Mehltau gehört zu den sogenannten Schönwetterpilzen aus der Familie der Schlauchpilze und Falscher Mehltau zu den Schlechtwetterpilzen aus der Familie der Eipilze (die Eipilze sind übrigens gar keine richtigen Pilze, eigentlich sind sie näher mit den Algen verwandt).

Das heißt, in einem Sommer mit super Badewetter, kaum Regen und großer Hitze macht sich Echter Mehltau auf unseren Pflanzen breit. Ist es nass und die Luftfeuchtigkeit hoch, kommt sein Kompagnon, der Falsche Mehltau um die Ecke und setzt unseren Gemüsezöglingen zu. Aber wunder dich nicht, trotz der unterschiedlichen Bedürfnisse, ist es nicht selten, dass beide Mehltau-Pilze es sich in der gleichen Saison in deinem Garten gemütlich machen.

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Mehr Informationen

Wusstest du, dass du ganz viele Schädlinge und Krankheiten im Gemüsegarten bereits vermeiden kannst, wenn du deine Pflanzen im Beet clever kombinierst? Welche Beetnachbarschaften besonders vorteilhaft sind, habe ich dir ganz übersichtlich in meiner Mischkulturtabelle aufgelistet – trag hier einfach deine Emailadresse ein und schon flattert sie in dein Email-Postfach:

Echter Mehltau: Daran erkennst du ihn

Die Sporen vom Echten Mehltau kommen mit dem Wind, Insekten oder aufspritzendem Gießwasser an die Pflanze und bilden an den Blättern und allen anderen Pflanzenteilen einen weißlich-gräulichen, abwischbaren Belag. Die Sporen des Echten Mehltau dringen aber nicht tief ins Pflanzengewebe ein, sondern bleiben an der Oberfläche, wo sie Nährstoffe und Wasser abzweigen.

Die Blätter trocknen dadurch vom Rand her ein. Früchte stocken im Wachstum, verfärben sich und vertrocknen schließlich. Unbehandelt und bei bestem Wetter, führt Echter Mehltau letztendlich dazu, dass deine Pflanzen absterben.

Vom Echten Mehltau betroffen sind vor allem Gurke, Zucchini, Kürbis, Karotten, Schwarzwurzeln und Stachelbeeren.

Falscher Mehltau: Daran erkennst du ihn

Eipilze  wie der Falsche Mehltau gehören botanisch gesehen eigentlich zu den Algen und heißen deshalb auch Algenpilze. Sie bleiben nicht wie der Echte Mehltau an der Oberfläche, sondern dringen in das Gewebe der Pflanzen ein. 

Auf der Unterseite der Blätter bildet sich zuerst ein bräunlich-grauer Belag aus. Später entstehen an der Blattoberseite gelbliche mosaikförmige Flecken. Die Blätter vergilben, verdörren und die Pflanze stirbt schließlich ab. Der Pilz überwintert auf Ernteresten oder vertrockneten Blättern und kann so im nächsten Jahr erneut Pflanzen infizieren. Deshalb entfernst du befallene Pflanzen sorgfältig von deinen Beeten und entsorgst sie im Hausmüll.

Vom Falschen Mehltau betroffen sind vor allem Gurke, Zucchini, Kürbis, Kartoffeln, Schwarzwurzeln, Salat, Erbsen, Kohl, Spinat und Zwiebeln.

Kann Mehltau für Menschen schädlich sein?

Der Kontakt mit den Sporen von Mehltau kann Hautirritationen oder Atembeschwerden auslösen. Am besten trägst du einfach Gartenhandschuhe, wenn du befallene Blätter abschneidest. Falls du allergisch gegen Pilze bist oder eine Penicillin-Allergie hast, solltest du auch einen Atemschutz tragen. Für gesunde erwachsene Menschen sind die Sporen sonst aber kein Problem. Von Echtem Mehltau befallene Früchte kannst du unbesorgt essen, wenn du sie vorher gut abwäschst. Falls deine Früchte aber dunkle Stellen vom Falschen Mehltau haben, entsorgst du sie besser im Hausmüll.

Falscher Mehltau

Mehltau bekämpfen: Vorbeugen ist besser als heilen

Du wirst es nicht schaffen, deine Pflanzen über die gesamte Gartensaison vor Mehltau zu beschützen. Aber mit diesen fünf Tipps machst du es der fiesen Krankheit zumindest schwerer, deine Gemüse zu befallen!

Tipp #1 Zeitversetztes Pflanzen

Wenn du dir überlegt hast, wie viele Gurken, Zucchini und Kürbisse du pflanzen möchtest, teilst du sie in zwei Sätze auf. Den ersten Satz pflanzt du Mitte Mai. Den zweiten Satz säst du dann Ende Mai ins Freiland oder ziehst ihn vor und pflanzt ihn Mitte Juni ins Beet.

Auf diese Weise befällt der Pilz zuerst die älteren Pflanzen und schwächt sie, während die jüngeren Pflanzen noch volle Power haben und so richtig Gas geben. Du hast so ein super langes Erntefenster, auch wenn einige Exemplare schon ausfallen sollten.

Tipp #2 Mischkultur gegen Mehltau

Pflanzen, die anfällig für Mehltau sind, pflanze ich gerne in Mischkultur mit Knoblauch oder Basilikum an. Die sorgen für eine Umgebung, die der Mehltau wenig ansprechend und ungemütlich findet. Das klappt übrigens auch super bei Erdbeeren!

Mischkultur im Garten hilft nämlich ganz natürlich nicht nur gegen Krankheiten, sondern auch gegen Schädlinge! Vergiss nicht, dir deine Mischkulturtabelle herunterzuladen – die kostet dich keinen Cent, ist aber Gold wert. ;)

Tipp #3 Pflanzabstand einhalten und für Belüftung sorgen

Du neigst dazu, den nötigen Pflanzabstand zu verringern, damit du mehr Gemüse auf deinen Beeten unterbringen kannst? ;)

Ich kann dir nur ganz eindringlich ans Herz legen, den korrekten Abstand einzuhalten. Weniger ist mehr lautet das Motto in diesem Fall! Nach einem Regenguss können die Blätter dann nämlich ruckzuck abtrocknen und bieten dem Mehltau keine günstigen Lebensbedingungen. Du solltest auch in deinem Gewächshaus die Pflanzabstände einhalten und dort regelmäßig lüften, um eine ständige hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

Tipp #4 Gießen und Mulchen

Wenn du deine Beete gießt, machst du das am besten in der ersten Tageshälfte und gießt nur auf den Boden und nicht über die Blätter. So kommen deine Pflanzen trocken in die Nacht, wo schon grundsätzlich eine höhere Luftfeuchtigkeit herrscht.

Eine dicke Mulchschicht auf dem Boden sorgt dafür, dass die Pilzsporen beim Gießen nicht aufwirbeln und sich auf den Blättern festsetzen können.

Tipp #5 Nicht überfüttern

Natürlich brauchen deine Pflanzen regelmäßige Düngergaben, damit sie prächtig wachsen und gedeihen. Wenn du es aber mit dem Stickstoff zu gut meinst, wird das Pflanzengewebe schwammig und weich und Pilzkrankheiten haben ein leichtes Spiel. Es ist wie bei uns Menschen: Ein Zuviel an Nahrung ist einfach nicht zuträglich. ;)

Wenn deine Pflanzen ausreichend mit Kalium und Magnesium versorgt sind und du ihnen außerdem Ackerschachtelhalmbrühe und (nicht zu viel) Brennnesseljauche gibst, sorgst du dafür, dass die Zellwände stabil bleiben und keine einladende Angriffsfläche für den Pilz bieten.

Sprühflasche Mehltau

Mehltau bekämpfen: Jetzt wird es ernst!

Wenn alles Vorbeugen nichts geholfen hat und sich die Pilzkrankheit über deine Pflanzen herzumachen droht, hast du verschiedene Möglichkeiten, Mehltau zu bekämpfen.

Ich zeige dir, welche Mittel du am besten wann und wie einsetzt, damit du deine Gemüse möglichst lange beernten kannst! Bevor du loslegst, entfernst du aber erstmal alle stark befallenen Pflanzenteile und entsorgst sie im Hausmüll.

Mittel gegen Echten Mehltau

Dem Echten Mehltau rückst du am effektivsten zu Leibe, indem du den pH-Wert auf den Blättern veränderst. Damit machst du es ihm so richtig ungemütlich und der Pilz verschwindet im besten Fall klammheimlich.

Dafür vermischst du 2 Liter Wasser mit einem Päckchen Backpulver und sprühst deine Pflanzen damit an einem bedeckten Tag gründlich ein. Das wiederholst du alle zwei bis drei Tage.

Du kannst die Blätter auch mit Algenkalk oder Gesteinsmehl bestäuben – der hohe pH-Wert sorgt dafür, dass sich die Pilzsporen nicht mehr ausbreiten können.

Ein weiteres wirksames Mittel gegen Mehltau ist (Roh-)milch. Die Milchsäurebakterien setzen den Mehltaupilzen, sodass die Pflanzen keine Nährstoffe mehr mit ihnen teilen müssen. Für diese Methode mischst du (Roh-)milch mit Wasser im Verhältnis 1:8 und füllst es in eine Sprühflasche um. Mit diesem Gemisch sprühst du deine Pflanzen an einem bedeckten Tag alle zwei bis drei Tage gründlich ein.

Mittel gegen Falschen Mehltau

Wenn du falschen Mehltau entdeckt hast, zerkleinerst du die Zehen einer ganzen Knoblauchknolle und übergießt sie mit 500 Millilitern kochend heißem Wasser. Dann lässt du den Sud abkühlen, seihst ihn ab und füllst ihn in eine Sprühflasche um.

Alle zwei bis drei Tage sprühst du damit deine kranken Gemüselieblinge ein – aber nur, wenn die Sonne nicht direkt auf sie scheint!

Du kannst auch eine Farnbrühe gegen den Falschen Mehltau herstellen. Dazu übergießt du 100 Gramm frische oder 10 Gramm getrocknete Farnblätter mit einem Liter Wasser und lässt dieses Gemisch 24 Stunden ziehen. Am nächsten Tag kochst du deinen Farntee für eine halbe Stunde, lässt ihn abkühlen und seihst ihn ab. Damit besprühst du deine kranken Pflanzen alle zwei bis drei Tage an bedeckten Tagen.

Nützlinge gegen Mehltau einsetzen

Marienkäferlarven haben einen Mehltaurasen zum Fressen gern! Du kannst die hungrigen Genossen im Fachhandel bestellen und dann auf deine befallenen Pflanzen loslassen. In Nullkommanichts haben sie alles abgemäht und deine Gemüse und du könnt wieder aufatmen. Das funktioniert am aller besten im Gewächshaus oder Folientunnel. ;)

Mehltau gehört zum Gärtnern wie die Nacht zum Tag. Deshalb gibt es keinen Grund, in Panik zu verfallen, wenn du welchen entdeckst! Du weißt ja jetzt, wie du Mehltau schnell bekämpfen kannst und ihn so auch wieder loswirst. Dazu musst du nicht die Chemiekeule schwingen – ganz einfache Hausmittel wirken genauso effektiv und sind für Tiere und Umwelt viel besser verträglich.

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Du kämpfst nicht nur mit Mehltau, sondern auch mit Braun- und Krautfäule? Dann schau mal, im folgenden Artikel zeige ich dir, was du dagegen tun kannst!: Erste Hilfe bei Tomaten für Tomaten bei Kraut- und Braunfäule

Du hast Lust bekommen, in deinen Gemüsebeeten möglichst naturnah, mühelos und ohne Chemie zu gärtnern? Dann lies gerne hier weiter:

So startest du deinen 3h/Woche-Selbstversorger-Garten!

Gemüsebeet planen: Schritt für Schritt mit Beispielplan

Wühlmäuse aus dem Garten vertreiben

Welche Tricks zum Mehltau bekämpfen hast du auf Lager? Ich bin schon gespannt auf deinen Kommentar!
    

Eingekochte Tomatensoße im Glas

Tomatensoße einkochen: Ganz einfach mit meinem Lieblingsrezept!

Mit meinem Lieblingsrezept zum Tomatensoße einkochen kannst du große Mengen Tomaten sicher für den Winter haltbar machen und dir so in der trüben Jahreszeit ein Stück Sommer zurückholen. Deine Tomatenpflanzen hängen üppig voll mit lauter prall-reifen köstlichen Früchten und du weißt langsam schon gar nicht mehr, wohin mit dieser wunderbaren Ernte? Dann nichts wie ab in den Kochtopf damit: Ich zeige dir, wie es geht!

Inhaltsverzeichnis
Tomatensoße selbstgemacht: Sicher ist sicher
Übersicht: 5 Schritte zur Tomatensoße aus frischen Tomaten
Tomatensoße Rezept: Die Zutaten
1. Schritt: Einkochzubehör vorbereiten
2. Schrittt: Zutaten vorbereiten
3. Schritt: Kochen
4. Schritt: Abfüllen
5. Schritt: Tomatensoße Einkochen

Tomatensoße selbstgemacht: Sicher ist sicher

Unsere Tomatensoße soll natürlich super lecker werden – aber auch lange und verlässlich haltbar sein. Damit das klappt, ist es super wichtig, die richtige Methode zu nutzen. Im Wasserbad kannst du alle Lebensmittel sicher einkochen, die einen pH-Wert von unter 4,5 haben. Tomaten liegen aber leider genau auf der Grenze, das heißt, manche Sorten können auch darüber sein. Was bedeutet das nun fürs Tomatensoße einkochen? Ist das Wasserbad denn dann überhaupt eine sichere Methode?

Die Antwort auf diese Frage ist: Ja, wenn du Zitronensaft verwendest! Denn in der richtigen Menge setzt der saure Saft den pH-Wert so herab, dass du auch im Wasserbad deine Tomatensoße haltbar machen kannst.

Deshalb beachtest du die Mengenangaben im Rezept am besten ganz genau, damit du dir keine Gedanken um Botulismus machen musst. Das ist nämlich eine ernstzunehmende Lebensmittelvergiftung, die tödlich enden kann.

Du hast dich mit Botulismus noch gar nicht auseinandergesetzt und weißt daher nicht recht, was das überhaupt ist? In meinem Artikel zum Botulismus habe ich das Wichtigste dazu für dich zusammengefasst.

Keine Sorge: Wenn du beim Einkochen säurerarmer Lebensmittel sichere Rezepte verwendest, die du auch ganz genau befolgst, kannst du mit Spaß und Freude deine Tomatensoße haltbar machen und genießen. Die Basics zum Einkochen findest du in diesem Artikel!

Frisch geerntete Tomaten

Übersicht: 5 Schritte zur Tomatensoße aus frischen Tomaten

Du stehst schon mit gezücktem Kochlöffel da und möchtest sofort loslegen mit dem Tomatensoße einkochen? Dann schau gern in diese Übersicht, da habe ich dir alle wichtigen Schritte kurz und knackig zusammengefasst. :)

So geht es
Schritt 1:
Einkochzubehör
vorbereiten
Gläser spülen*
– Deckel und Einkochringe* in Essigwasser fünf Minuten sprudelnd auskochen
Schritt 2:
Zutaten
vorbereiten
Zwiebel schälen und würfeln 
– Tomatenstrunk herausschneiden
– Tomaten halbieren
– Kräuter kleinschneiden
Schritt 3:
Kochen
– Zwiebel und Knoblauch anbraten
– restliche Zutaten dazugeben
– alles einkochen lassen
– pürieren und abschmecken
Schritt 4:
Abfüllen
– heiße Tomatensoße mit Trichter und Schöpfkelle in die Gläser füllen
– Schraubgläser: 2 Zentimeter Abstand zum oberen Glasrand
Weckgläser*: 0,5 – 1 Zentimeter Abstand zum oberen Glasrand
Schritt 5:
Einkochen
– Wasserbad und Tomatensoße sollen ungefähr dieselbe Temperatur haben
– 30 Minuten bei 90° C einkochen

In meiner Einkochen Checkliste findest du zusätzlich die 6 wichtigsten Grundregeln zum sicheren Einkochen. Damit kann nichts mehr schiefgehen beim Tomatensoße einkochen!

Einfach Emailadresse eingeben und schon flattert die Checkliste in dein Postfach!

Tomatensoße Rezept: Die Zutaten

Und jetzt kommt das Allerwichtigste – die Zutaten zum Tomatensoße einkochen:

  • 3 kg Tomaten
  • 1 große Zwiebel
  • 1-4 Knoblauchzehen
  • frische Kräuter (Rosmarin, Thymian, Oregano)
  • 5 EL Agavendicksaft
  • 5 EL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer
  • Öl zum Anbraten

Mehr brauchst du nicht für diese oberleckere einfache Tomatensoße!

Wenn du sehr viele Tomaten verarbeiten möchtest, kannst du dieses Rezept nach Belieben auch verdoppeln oder verzehnfachen, das ist überhaupt kein Problem. Du brauchst dann vielleicht nur mehrere Durchgänge für das Einkochen (und einen riiiesigen Kochtopf…). :)

Tomatensoße einkochen Schritt #1: Einkochzubehör vorbereiten

Egal, ob du Schraubgläser oder Weckgläser* verwendest, sie sollten auf jeden Fall sauber gespült sein. Du musst sie aber nicht sterilisieren, denn die Einkochzeit ist lange genug, um das für dich zu erledigen.

Deckel und Einkochringe kochst du* in Essigwasser fünf Minuten lang sprudelnd auf, damit sie wirklich sauber sind. Alle anderen Gerätschaften wie Trichter, Schöpflöffel usw. übergießt du mit kochendem Wasser.

Tomatensoße einkochen Schritt #2: Zutaten vorbereiten

So, alles ist sauber und bereit? Dann kümmern wir uns jetzt um die Zutaten!

Die Zwiebel und den Knoblauch schälst du und schneidest sie in Würfel. Dann brätst du die Zwiebelwürfel in Öl an, bis sie glasig sind. Jetzt kannst du den Knoblauch und die Kräuter zugeben.

Und nuun – Trommelwirbel – kommen die Stars der Soße an die Reihe: Deine köstlichen frisch geernteten Tomaten!

Du wäschst deine Ernteschätze gut ab, schneidest den Stielansatz heraus, halbierst sie und ab in den Topf mit ihnen! Ja, richtig gelesen, es genügt vollkommen, sie einfach nur auseinanderzuschneiden. Das spart bei großen Mengen richtig viel Zeit!

Wichtig ist dabei nur, dass du alle schadhaften Stellen sorgfältig entfernst und angegammelte Tomaten aussortierst. An ihnen sitzen nämlich viele Fäulniserreger, die deine Soße schnell gären lassen. Und wenn du schon deine Tomatensoße selbstgemacht hast, soll sie sich doch möglichst lange halten, oder?

Soße ohne Schale? Kein Problem:

Falls du in deiner Tomatensoße keine Schale haben möchtest, musst du die Tomaten vorm Kochen schälen. Und das geht so:

Du ritzt die Tomaten oben kreuzweise ein und tauchst sie dann für 1 bis 2 Minuten in kochendes Wasser. Jetzt kannst du die Schale mit einem Messer abziehen.

Mich stört die Schale aber gar nicht – im Gegenteil! Denn in der Schale sitzen Vitamine und wichtige sekundäre Pflanzenstoffe, die super gesund sind. Außerdem spare ich mir eine Menge doofer Arbeit. ;)

Wenn alle Tomaten im Topf sind, gebe ich noch etwas Wasser hinzu, damit nichts anbrennt. Das muss nicht viel sein, einfach nur ein kleiner Schuss. Wir wollen ja keine Suppe, sondern Tomatensoße einkochen.

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Tomatensoße einkochen Schritt #3: Kochen

Jetzt kommen auch Zitronensaft und Agavendicksaft in den Topf. Gut umrühren und kochen, bis die Tomaten zerfallen. Dann pürierst du alles so fein, wie du es haben möchtest.

Die fertige Soße lässt du unter regelmäßigem Rühren weiter köcheln, damit sie noch ein bisschen dicker wird. Sobald die Konsistenz für dich passt, schmeckst du alles kräftig mit Salz, Pfeffer und eventuell noch mehr Kräutern ab.

Währenddessen kannst du auch das Wasser in deinem Einkochtopf schon erhitzen, damit es nachher schneller geht.

Kleiner Tipp:
Es ist besser, die Soße erst dann zu würzen, wenn du sie nicht weiter reduzieren, also von der Konsistenz her dickflüssiger haben möchtest. Dadurch konzentriert sich nämlich auch die Würzung und vielleicht wird dir dann alles zu salzig oder zu scharf.

Noch viel mehr Tipps und Tricks zum Haltbarmachen findest du übrigens in meinem „Vorratskammer starten“-Onlinekurs! In einfachen Schritt-für-Schritt Anleitungen lernst du da alles, was du wissen musst, um deine Ernte sicher haltbar zu machen. Ob (Druck-)Einkochen, Dörren, Fermentieren oder Heiß abfüllen – du wirst zum Haltbarmachen-Profi und kannst so auch im Winter noch ein Stück Sommer genießen. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

Frisch eingekochte Tomatensoße

Tomatensoße einkochen Schritt #4: Abfüllen

Wenn deine Tomatensoße jetzt von Geschmack und Konsistenz her perfekt ist, füllst du sie in deine vorbereiteten Gläser ab. Ein Trichter und eine Schöpfkelle sind sehr nützliche Helfer dabei! Sie sorgen dafür, dass nichts daneben geht und der Glasrand sauber bleibt. Bei Schraubgläsern lässt du mindestens 2 Zentimeter Platz zum oberen Glasrand, bei Weckgläsern* reichen 0,5 bis 1 Zentimeter. Das ist wichtig, damit es dir beim Einkochen nicht die Hälfte des Inhalts aus deinen Gläsern herausdrückt.

Dann kontrollierst du, ob die Glasränder wirklich sauber geblieben sind und wischst sie bei Bedarf ab. Jetzt kommen Schraubdeckel oder Deckel, Ringe* und Klammern* drauf und ab mit den Gläsern in den Einkochtopf!

Tomatensoße einkochen Schritt #5: Einkochen

Das Wasser im Einkochtopf sollte ungefähr dieselbe Temperatur haben wie der Inhalt der Gläser, damit die Gläser durch den Temperaturunterschied nicht platzen.

Ich gebe in das Einkochwasser immer noch einen kleinen Schuss Essig , damit sich an den Gläsern keine unschönen Kalkablagerungen bilden.

Wenn du richtig viele Gläser Tomatensoße einkochen möchtest, kannst du sie im Einkochtopf auch stapeln. Über dem obersten Glas sollten dann noch ungefähr 2 Zentimeter Wasser stehen.

Jetzt kommt der Deckel auf den Topf und ein Thermometer ins Wasser. Sobald das Thermometer 90 Grad zeigt, beginnt die Einkochzeit von 30 Minuten.

Marie mit Glasheber und Tomatensoße

Nach dieser Zeit stellst du den Herd ab und holst die Gläser aus dem Topf heraus. Am besten benutzt du dazu einen Glasheber! Denn damit verbrennst du dir nicht die Finger und hältst die Gläser sicher fest, auch wenn sie nass und rutschig sind. Die Gläser stellst du auf ein Geschirrtuch und lässt sie komplett auskühlen.

Voilá: So geht Tomatensoße aus frischen Tomaten haltbar machen!

Falls du Weckgläser* verwendet hast, nimmst du die Klammern* ab. Der Deckel sollte jetzt auch ohne Klammern bombenfest sitzen, wenn alles geklappt hat. Aber mit meiner Einkochen Checkliste weißt du ja genau, worauf du achten musst, um sicher einzukochen. ;)

Und wie wäre es mit ein paar richtig schicken Etiketten für deine Gläser? Ein paar Wochen später ist es nämlich oft schwierig, sich daran zu erinnern, was du wann eingekocht hast – und die Etiketten auf deinen Gläsern sehen außerdem so richtig edel aus!

Trag dich hier ein und ich schicke dir die Etiketten per Mail zu!

Also: Tomatensoße einkochen ist gar nicht schwer, geht schnell und du füllst deine Regale mit gesundem Fastfood. Wenn es mittags mal wieder schnell gehen muss, einfach Glas öffnen, ein paar Nudeln in den Topf werfen und fertig ist das gesunde leckere Mittagessen für deine Liebsten! Guten Appetit! :)

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Du hast eine richtige Tomatenschwemme? Dann schau dir doch auch noch meine anderen Rezepte zum Tomaten verarbeiten ein – da ist bestimmt etwas für dich dabei!

Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

Tomaten trocknen – den Geschmack des Sommers einfangen

Tomaten einkochen: 5 super leckere Rezepte!

Welche Tipps und Tricks hast du zum Tomatensoße einkochen? Schreib sie gerne in die Kommentare!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Sicher Einkochen im Druckeinkochtopf – so geht es richtig!

Einkochen ist eine tolle Möglichkeit, die Ernte haltbar zu machen – für den Wintervorrat, schnelle Mahlzeiten oder einfach das gute Gefühl, etwas Selbstgemachtes im Glas immer greifbar zu haben. Bei säurearmen Lebensmitteln wie Fleisch und Gemüse ist das nur im Druckeinkochtopf sicher möglich – denn bei allen anderen Einkochmethoden besteht die Gefahr von Botulismus. Aber keine Sorge – mit dem richtigen Verfahren ist das Einkochen im Druckeinkochtopf sicher und unkompliziert. Dann steht der gut gefüllten Vorratskammer nichts mehr im Weg. Los geht’s! :) 

Inhaltsverzeichnis:
Was hat Botulismus mit dem richtigen Topf zu tun? 
Wasserbad oder Druckeinkochtopf? 
Wie funktioniert ein Druckeinkochtopf? 
Häufige Fragen – einfach erklärt 
Der Druckeinkochtopf im Alltag 
Mit Wissen und Technik sicher einkochen

Was hat Botulismus mit dem richtigen Topf zu tun?

Botulismus ist eine seltene, aber sehr ernstzunehmende Lebensmittelvergiftung. Sie wird durch das Bakterium Clostridium botulinum verursacht, das sich in luftdicht verschlossenen, säurearmen Lebensmitteln vermehren kann – genau wie sie beim Einkochen entstehen. Dabei bildet das Bakterium ein Nervengift, das schon in kleinsten Mengen gefährlich ist, wenn es ins Essen gelangt.  

Die Herausforderung: Du erkennst nicht immer auf den ersten Blick, ob ein Glas betroffen ist. Das Gift ist geschmacks- und geruchslos, weshalb ein Glas von außen völlig unauffällig wirken kann. Klingt ganz schön beunruhigend, oder? Umso wichtiger ist es daher, die passenden Einkochmethoden zu kennen und anzuwenden. 

Einkochen im Druckeinkochtopf

Wasserbad oder Druckeinkochtopf?

Beim Einkochen wird grundsätzlich zwischen zwei Verfahren unterschieden: 

  • Im Wasserbad einkochen: Lebensmittel mit einem PH-Wert unter 4,5 (z. B. Obst, Chutneys, Tomatensoße mit Zitronensaft) kochst du im Wasserbad ein. In einer sauren Umgebung besteht keine Botulismus-Gefahr.
  • Im Druckeinkochtopf einkochen: Alle säurearmen Lebensmittel mit einem PH-Wert über 4,5 (z. B. Bohnen, Erbsen, Fleisch, Eintöpfe) musst du unter Druck einkochen, da Botulismus-Sporen nur bei über 120 °C sicher abgetötet werden – eine Temperatur, die weder im Wasserbad noch im Backofen erreicht wird. 

Du willst es ganz genau wissen? In unserem „Vorratskammer starten“-Onlinekurs erklärt dir Marie ganz genau wie du deine Ernte sicher haltbar machst.

Vielleicht hast du schon tolle Rezepte, mit denen du dein Gemüse haltbar machen möchtest, bist aber verwirrt, weil da Temperaturen weit über 100 °C drin stehen und du keinen Schimmer hast, wie du diese hohen Temperaturen erreichen sollst? Genau hier kommt der Druckeinkochtopf ins Spiel.

Du kannst nämlich nur unter Druck Temperaturen über 100 °C erreichen und dadurch Bakterien vernichten, die das Einkochen bei niedrigeren Temperaturen überleben und sich dann im Glas breitmachen könnten. 

Falls Du keinen Einkochtopf hast und erstmal nur säurehaltige Rezepte haltbar machen magst, dann lade dir unbedingt meine Checkliste zum sicheren Einkochen herunter. Hier kannst du dafür einfach deine Emailadresse eintragen und ich schicke sie dir zu! 

Wie funktioniert ein Druckeinkochtopf?

Ein Druckeinkochtopf ähnelt zwar einem Schnellkochtopf, ist aber speziell zum Einkochen gemacht. Schnellkochtöpfe haben in der Regel keine präzise Druckanzeige, wodurch das Einkochen einem Blindflug gleicht. Und das wollen wir natürlich vermeiden :).

Die Funktionsweise ist eigentlich ganz einfach: Beim Einkochen im Druckeinkochtopf wird ein Teil des Wassers im Topf in Dampf umgewandelt, der nicht entweichen kann, wodurch im Inneren Druck entsteht. Mit steigendem Druck erhöht sich auch die Temperatur und so können bis zu 121 °C erreicht werden. Bei diesen Temperaturen werden auch die widerstandsfähigsten Sporen von Clostridium botulinum zerstört. 

Fun Fact: Welchen Druck du im Topf benötigst, hängt auch davon ab, wo du lebst. Es macht nämlich einen Unterschied, ob du auf Meereshöhe wohnst, oder hoch in den Bergen. Denn die Höhe bestimmt den Umgebungsdruck, und der wirkt sich auf die Temperatur beim Kochen aus. 

Wenn dein Wohnort auf einer Höhe zwischen 0 und 300 m über dem Meeresspiegel liegt, genügt bereits ein Druck von 10 PSI, um beim Einkochen unter Druck auf die benötigte Temperatur zu kommen.  

Für Lagen über 300 m über dem Meeresspiegel ist ein Druck von 15 PSI erforderlich. Für die meisten Regionen in Deutschland reichen 10 PSI im Topf also völlig aus, um alle schädlichen Bakteriensporen, einschließlich die von Clostridium botulinum, zu zerstören. 

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Mehr Informationen

Und so gehts:

Wenn die Einkochgläser nach dem Einkochen im Druckeinkochtopf abkühlen, entsteht ein Vakuum, das die Gläser luftdicht verschließt. Dadurch wird verhindert, dass neue Mikroorganismen in die Gläser gelangen und die Lebensmittel verderben. 

Ganz schön viele Infos, ich weiß, aber mit dem richtigen Handling ist der Druckeinkochtopf ein unkompliziertes, sicheres und zuverlässiges Werkzeug: 

  • Vor dem ersten Einsatz: Lies die Bedienungsanleitung gut durch und passe die Einstellungen des Topfes so an, dass er für die Höhe an deinem Wohnort geeignet ist. 
  • Verwende nur saubere, passende Gläser: Wir empfehlen Weck-Gläser oder Mason Jars. Vor der Verwendung sterilisierst du diese am besten kurz. 
  • Nicht zu voll packen: Zwischen den Gläsern sollte Luft zirkulieren können. Mit der Stapelhilfe kannst du auf einer zweiten Ebene noch mehr Gläser im Topf unterbringen. 
Eingekochte Bohnen im Glas

Häufige Fragen – einfach erklärt

„Aber meine Familie hat immer im Wasserbad eingekocht – da ist nie was passiert.“ 
Das kann gut sein, Botulismus ist sehr selten. Aber da dir heute sicherere Methoden zur Verfügung stehen, ist es doch toll, dass du das Restrisiko mittlerweile vermeiden kannst. Der Druckeinkochtopf hilft dir dabei säurearme Lebensmittel sicher einzukochen.

„Wie gehe ich mit eingekochten Vorräten um, die seit Jahren im Keller stehen?“ 
Du hast Vorräte, von denen du nicht weißt, wie sie eingekocht wurden? Dann mach folgendes: Unsicher eingekochte Lebensmittel, besonders Bohnen oder Fleisch, kannst du vor dem Verzehr vorsichtshalber 15 Minuten im Topf sprudelnd aufkochen. Das Toxin ist hitzeempfindlich und wird beim Kochen zerstört – aber diese Methode ersetzt keine sichere Konservierung. 

Kann ich eine Geruchs- oder Geschmacksprobe machen, um verdorbene Konserven zu erkennen?“
Leider nein – bitte auf keinen Fall eine Geschmacksprobe machen! Das Gift ist geschmacks- und geruchslos, weshalb ein Glas von außen völlig unauffällig wirken kann. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger dein Gemüse mit einer sicheren Einkochmethode haltbar zu machen. Wenn sich das Vakuum im Glas gelöst hat, dann entsorge es lieber. 

Der Druckeinkochtopf im Alltag

Hast du das Einkochen mit dem Druckeinkochtopf einmal ausprobiert, wirst du ihn nicht mehr missen wollen: Gulasch, Linseneintopf, grüne Bohnen, fertige Gemüsegerichte – all das lässt sich fix und fertig einkochen, ohne Sorgen im Regal lagern und bei Bedarf schnell genießen. 

Gerade in der Selbstversorgung ist das eine echte Erleichterung: Du kochst dein Lieblingsessen in größeren Mengen vor, verwertest deine gesamte Ernte und musst nichts wegwerfen. 

Marie in der Küche mit Gläsern zum Einkochen

Mit Wissen und Technik sicher einkochen

Einkochen soll Freude machen, nicht verunsichern. Mit dem nötigen Wissen über Botulismus und der richtigen Methode für das richtige Lebensmittel wird’s auch in der Vorratskammer richtig sicher. 

Für saure Lebensmittel bleibt das Wasserbad ein Klassiker. Bei Gemüse, Hülsenfrüchten und Fleisch sorgt der Druckeinkochtopf für die nötige Sicherheit. So bist du perfekt auf die Ernteschwemme im Sommer vorbereitet.  

Wenn du noch tiefer ins Thema einsteigen möchtest trag dich für den nächsten „Vorratskammer starten“-Onlinekurs ein, da lernst du alles Schritt für Schritt. Die Vorratskammer mit den eigenen Schätzen zu füllen ist so ein tolles Gefühl. Im eigenen Supermarkt zuhause macht Shopping auch so richtig Spaß! :)

Einen ausführlichen Artikel zu Botulismus und zwei leckere Rezepte kannst du in diesen Beiträgen nachlesen: 

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen! 

Zucchini einkochen – Zucchinischwemme haltbar machen!

Kürbis einkochen : Süß-saures Rezept zum Verlieben  

Welche Rezepte hast du schon im Druckeinkochtopf ausprobiert? 

*Werbung

Zucchini einmachen

Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

Hier kommt mein mit Abstand liebstes Rezept zum Zucchini einmachen. Für die Zeit, wenn du mitten in der sommerlichen Zucchinischwemme steckst und gar nicht mehr weißt, was du mit den ganzen geernteten Zucchini anstellen sollst. Dann ist es toll, wenn du einen Teil deiner Ernte für den Winter einmachen kannst und so später auch noch Zucchini aus dem eigenen Garten essen kannst.

Inhaltsverzeichnis
Hier geht’s direkt zum Rezept!
Grundregeln beim Einmachen
Eingekochte Zucchini in der Küche verwenden
Lust auf eine kleine Challenge?

Heute bekommst du mein allerliebstes Einmach-Rezept, direkt aus meinem Onlinekurs „Vorratskammer starten“. Viel Spaß damit! :)

Hol dir noch schnell meine 7 liebsten Rezepte für die Vorratskammer!

Kribbelt es dir auch schon in den Fingern, noch mehr Obst und Gemüse einzukochen? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner E-Mail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte-Ebook in dein Postfach:  

Zucchini einfach einkochen

Du brauchst:

  • 3 kg Zucchini
  • 2 rote Zwiebeln, geschält und in dünne Ringe geschnitten
  • 1 EL Salz
  • 600 ml Rotwein- oder Weißwein-Essig
  • 600 ml Wasser
  • 1 TL Pfeffer, grob gemahlen
  • 3 EL Zucker
  • 5-6 Lorbeerblätter
  • und 1 EL Piment

Psssst, kleiner Tipp: Wenn du deine Zucchini frisch geerntet hast, enthalten sie mehr Wasser, dann kommst du auch mit weniger Sud aus. In dem Fall würde ich statt 600 ml jeweils nur 500 ml Essig und Wasser verwenden. Gekaufte Zucchini, die schon länger lagern, enthalten weniger Wasser, sodass du jeweils einen Liter Essig und Wasser einplanen solltest.

So geht’s:

1. Zucchini in Würfel von einem Zentimeter Kantenlänge schneiden. Mit den in Ringe geschnittenen Zwiebeln in eine Schüssel geben und mit dem Salz vermengen. Abdecken und mindestens drei Stunden lang ziehen lassen.

2. Essig, Wasser, Pfeffer und Zucker in einem Topf mischen und kurz köcheln lassen.

3. Lorbeerblätter und Piment auf die sterilen Gläser verteilen. Zucchini und Zwiebeln mitsamt dem ausgetretenen Wasser einfüllen. Mit dem Essig-Sud auffüllen und die Gläser verschließen.

4. 15 Minuten bei 90°C im Wasserbad einkochen.

Sicher Einmachen und Einkochen – Grundregeln nicht vergessen

Beim Einmachen gilt es wie immer, die grundlegenden Regeln zu beachten. Wenn du noch nie eingekocht hast oder dein Einmach-Wissen schnell nochmal auffrischen willst, schau also erstmal hier vorbei:

Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Außerdem habe ich noch einen Artikel zu den hartnäckigsten Einmach-Mythen geschrieben. Wusstest du zum Beispiel, dass es alles andere als förderlich ist, die Gläser nach dem Einmachen auf den Kopf zu stellen? Den Artikel findest du hier:

9 Einkoch-Mythen, die du kennen solltest

Psssst: Wenn du nach noch mehr Rezepte zum Haltbarmachen deiner Zucchiniernte suchst, dann schau unbedingt mal in diesem Artikel vorbei: Zucchinischwemme willkommen: Zwei köstliche Zucchini Rezepte!

Eingekochte Zucchini in der Küche verwenden

Die eingekochten Zucchini sind auch nach mehreren Jahren noch knackig und überhaupt nicht verkocht oder matschig, wie man es von anderen Rezepten kennt.

Wir verwenden die eingekochten Zucchini für Gemüsepfannen, Tomatensaucen, Aufläufe oder packen sie mit auf die Pizza. Dafür gieße ich den Sud einfach ab und träufle vor der Verwendung ein bisschen Olivenöl auf die Zucchini – das bringt das sommerliche Aroma so richtig schön hervor.

Antipasti gefällig? Richtig gut schmecken die Zucchini eingelegt in Olivenöl. Dafür gieße ich den Sud vollständig ab und vermenge die Zucchinistücke dann mit einem guten Olivenöl. Je nach Lust und Laune kommen noch ein paar frische Kräuter dran. So machen sie sich übrigens auch hervorragend als Topping auf belegten Broten. Yams!

Hach, es ist einfach wunderbar, auch im tiefen Winter noch Zucchini aus dem eigenen Garten zu essen und die Überschüsse während der Zucchinischwemme sinnvoll zu verwerten.

Lust auf eine kleine Challenge?

Ich veranstalte regelmäßig die „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge. In der Challenge machen wir drei Sachen haltbar und legen damit den Grundstein für eine mit selbstgemachten Schätzen gefüllte Voratskammer. Es macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse angehen und unsere Vorratskammern füllen. 

Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das
Einkochen betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich
gerne für die Challenge anmelden: Zur Challenge!

Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist! 

Wie verwertest du deine Zucchini? Hast du Geheimtipps oder tolle Rezepte zum Zucchini einkochen? Dann teile sie gern unten in den Kommentaren! :)

Acht clevere Tricks für eine gut sortierte Vorratskammer

Eine gut gefüllte Vorratskammer ist eine wahre Schatztruhe und kann dir in so mancher Situation aus der Patsche helfen. Wie du das Allerbeste – und Leckerste – aus deiner Vorratskammer rausholst, verrate ich dir in acht cleveren Tricks!

Inhaltsverzeichnis
1. Der ideale Ort für deine Vorräte
2. Platz in der Vorratskammer clever nutzen
3. Durchblick dank Etiketten
4. Was kommt rein in die Vorratskammer?
5. Vorratshaltung von Grundnahrungsmitteln
6. Überblick behalten
7. Was mache ich wie haltbar?
8. Vorräte kontrollieren

Huch – es klingelt an der Tür und du bekommst völlig unerwarteten Überraschungsbesuch? Kein Problem: Für einen schnellen Obst-Crumble hast du alles vorrätig. Du musst wegen einer Krankheit das Haus hüten? Zum Glück brauchst du dir keine Gedanken über die Versorgung machen, sondern kannst ganz entspannt genesen.

Oder du bist im Januar tagelang eingeschneit und kommst nicht aus dem Haus… Dann ist eine volle Vorratskammer sowas von Gold wert, oder? Okay, ich gebe zu, dieser Fall ist eher unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie. ;)

Um deine Vorratskammer optimal nutzen zu können und einen Überblick über deine Vorräte zu behalten, solltest du im wahrsten Sinne des Wortes ein paar Tricks auf Lager haben. Denn wenn du nicht aufpasst, kommt es schonmal vor, dass die Lieblingsmarmelade hinter einer uralten Konserve verschwindet, oder dass die liebevoll gepulten Erbsen anfangen zu schimmeln.

Deshalb kommen hier acht Tricks, die dir dabei helfen, so viel wie möglich aus deiner Vorratskammer herauszuholen und Profi in Sachen Vorratshaltung zu werden. Und wenn du lernen willst wie du deine Vorräte haltbar machst, dann hüpf doch mal rüber zum Onlinekurs »Vorratskammer starten«. Dort lernst du, wie du deine Ernteschwemme sicher haltbar machst :). Los geht’s!

Trick #1: Der ideale Ort für deine Vorräte

Deine Vorratskammer sollte ein wunderschöner Wohlfühlort für deine Vorräte sein. Keine Sorge: Das heißt nicht, dass du die Wände streichen und Deko shoppen sollst! ;) Deine Schätze in den Vorratskammer Regalen haben einfach nur bestimmte Ansprüche an ihre Umgebung, um haltbar zu bleiben.

Aus sehr leidvoller Erfahrung kann ich dir erzählen, dass es fast physisch wehtut, wenn man die liebevoll eingelagerten Lebensmittel vergammeln sieht. Ich habe in über 10 Jahren mit selbst haltbar gemachter Ernte so einige Fehler gemacht, auf die du getrost verzichten kannst.

Einer der wichtigsten Punkte dabei ist, dass du die Lebensmittel am geeigneten Ort lagerst. Die ultimative Formel für die Vorratshaltung lautet: dunkel, kühl und trocken. Je kühler, desto besser.

Ist es etwas zu hell, treiben Kartoffeln schnell aus. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit fangen deine eingelagerten Kürbisse an zu schimmeln. Und Wärme führt bei so ziemlich allen Lebensmitteln dazu, dass sie schneller verderben.

Tomatensoße für die Vorratskammer

Die ideale Temperatur in der Vorratskammer

Sind wir mal ehrlich: Kühlschranktemperaturen von 5 bis 7°C sind in isolierten Wohnungen oder Häusern einfach nicht zu erreichen. Aber wenn die Vorratskammer so ungefähr 15°C hat, fühlen sich unsere Vorräte schon ganz schön wohl.

Was kannst du also tun, um diese Wohlfühltemperatur zu ermöglichen? Vermeide Räume, durch die Heizungsrohre laufen. Und wusstest du, dass dein Tiefkühler von innen zwar super cool ist, nach außen hin aber Abwärme produziert? Dann heißt es „It´s getting hot in here“. Stelle also, wenn möglich, deinen Tiefkühler nicht in die Vorratskammer.

Bei perfekt gedämmten Neubauten kann es sehr schwer werden, einen kühlen Ort zu finden. Es lohnt sich, ein paar Tage lang mit einem Thermometer durch die Wohnung oder das Haus zu laufen. Vielleicht ist es im Flur oder unter der Treppe doch ein paar Grad kühler? So findest du schnell den bestmöglichen Ort bei dir.

Licht aus in der Vorratskammer!

Deine Vorräte wollen dunkel lagern. Na, das ist viel einfacher als eine niedrige Temperatur. Deine Vorratskammer hat ein Fenster und ist daher nicht dunkel? Dann packst du die lichtempfindlichen Lebensmittel einfach dunkel ein. Fertig! :)

Die Kartoffeln kommen beispielsweise in eine luftige Holzkiste unter das unterste Regalbrett – so sollten sie kaum noch Licht abbekommen. Gegebenenfalls kannst du noch eine Decke oder einen Jutesack darüberstülpen.

Getrocknete Tees und Kräuter verlieren bei Lichteinstrahlung an Aroma, deshalb sollten sie in Metalldosen, dunklen Gläsern oder Papiertüten untergebracht werden. 

Du kannst auch eine Gardine vor deinen Vorratskammer Regalen anbringen, um gleich alle deine Schätze vor Helligkeit zu beschützen.

Kartoffeln in einer Kiste in der Vorratskammer einlagern

Die ideale Luftfeuchtigkeit in der Vorratskammer

Die ideale Luftfeuchtigkeit einer Vorratskammer liegt zwischen 50 und 70%. Das sollte in neueren Gebäuden gar kein Problem darstellen. Hast du ein uriges, altes Haus mit einem recht feuchten Keller, kannst du mit Luftentfeuchtern arbeiten.

Aber es gibt hier auch Ausnahmen: Wurzelgemüse (Möhren, Rote Bete, Topinambur, Meerrettich und Co) möge eine höhere Luftfeuchtigkeit bei gleichzeitig kühlen Temperaturen ganz gerne. Es ist also immer ein Balanceakt… Teile doch im Zweifel deine Vorräte auf zwei verschiedene Orte auf!

Trick #2: Platz in der Vorratskammer clever nutzen

Du hast einen geeigneten Raum zur Verfügung? Yeah! Herzlichen Glückwunsch! :) Damit du alles aus deiner Vorratskammer rausholen kannst, verrate ich dir ein paar Einrichtungstricks:

Überlege dir vorab am besten genau, wie du deine Vorratskammer Regale organisierst. Geize nicht mit der Tiefe deiner Regale. 35 cm sind zwar besser als nichts, aber richtig viel bekommst du da nicht rein. Passe die Höhe der Regalböden deinen Vorratsbehältnissen an. So hast du weniger „Totraum“ und musst nicht irgendwelche gefährlichen Stapelkünste anwenden. ;)

Verwende unbedingt stabile Regale in deiner Vorratskammer mit einer ausreichenden Traglast! Nichts wäre schlimmer, als deine liebevoll eingekochten Gläser* alle zerbrochen am Boden zu finden, weil das Regal das Gewicht nicht halten konnte. Je nach Schweregrad der Einkochsucht kommt da einiges an Gewicht zusammen! ;) Auch die Wandbefestigung sollte unbedingt sicher sein! Also: Safety first! 

Nutze die gesamte Höhe des Raumes! Oooh und plane am besten direkt einen Ort für eine Trittleiter mit ein. ;)

Ich bringe richig gern auch viele Haken auf Schrankseiten und and der Wand an. Das ist super praktisch, um Kräutersträuße, Zwiebelzöpfe und Chilis aufzuhängen.

Aber auch Schubladen oder Kisten sind so praktisch! Sei hier einfach kreativ und überleg dir, was du brauchst. Vorratskammer organisieren kann richtig viel Spaß machen! :D

Kräutersträuße in der Vorratskammer

Trick #3: Durchblick dank Etiketten

Das soll ein Trick sein? Und ob! Denn man lässt es aus Bequemlichkeit schnell bleiben. Und dann? Wie oft hast du schon ein Glas selbst Eingekochtes aus dem Schrank genommen und hattest absolut keinen Schimmer mehr, was es sein könnte? Kürbissuppe oder Aprikosenkompott? Erdbeermarmelade oder Tomatensauce? Eben.

Ich brauche gerne die älteren Vorräte zuerst auf. Nur sehen sich das Apfelmus vom letzten und das von diesem Jahr leider zum Verwechseln ähnlich. Ohne Jahreszahl auf dem Etikett bin ich da ziemlich aufgeschmissen. ;)

Aber mit Etiketten die Schätze in der Vorratskammer zu organisieren ist nicht der einzige Vorteil: Sie machen aus einem Glas eingemachtem Obst oder Gemüse auch im Handumdrehen ein richtig schickes Geschenk! So praktisch :)

Schau mal, hier sind meine liebsten Etiketten-Designs zum Ausdrucken!

Trick #4: Was kommt rein in die Vorratskammer?

Der allerwichtigste Punkt ist vielleicht auch der banalste: Lagere nur Lebensmittel in deiner Vorratskammer ein, die du auch wirklich gerne isst und verträgst! Wenn die Ernteschwemme dich überrollt und du neue Rezepte ausprobieren möchtest, mach erstmal eine kleine Probierportion, bevor du deine komplette Ernte verarbeitest. So kannst du sichergehen, dass du deine Schätze in der Vorratskammer lieben wirst!

Tatsächlich mache ich jeden Winter eine Bestandsaufnahme: Was haben wir besonders gerne gegessen? Was ist nicht so gut angekommen? Dann kann ich diese Erkenntnisse im nächsten Frühjahr in meinen Aussaaten direkt berücksichtigen. :)

Der Herbst ist für mich die Jahreszeit schlechthin, wenn es um die Vorratskammer geht. Schau mal in diesem Video vorbei. Hier zeige ich dir, wie ein „Haltbarmach-Herbst“ bei mir aussieht. ;)

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Trick #5: Vorratshaltung von Grundnahrungsmitteln

Haltbare Basics wie Haferflocken, Linsen, Reis und Mehl oder Getreide habe ich gerne auch in großen Mengen vorrätig. Das ist super praktisch: Ich muss fast nie daran denken, sie nachzukaufen, und habe immer eine Grundversorgung zu Hause. Wenn du dir dabei noch den Verpackungsmüll sparen willst, dann mach mit deinen größten Lieblingsdosen doch mal einen Ausflug zum nächsten Unverpacktladen.

Wenn du keinen solchen Laden bei dir in der Nähe hast, lohnt es sich, Großpackungen online zu bestellen und in der Vorratskammer einzulagern.

Trick #6 Den Überblick in deiner Vorratskammer behalten

Du wirst deine eingekochten Schätze nur aufbrauchen, wenn du auch weißt, was in deiner Vorratskammer auf dich wartet. Versuch daher immer, den Überblick zu behalten. Das funktioniert mit einem Vorratskammer-Plan am besten. Der ist ganz simpel: Du schreibst alles hinein, was in die Vorratskammer reinkommt, und markierst das, was du aufbrauchst.

Du bekommst so übrigens auch eine richtig gute Idee davon, was du wirklich viel nutzt und immer vorrätig haben solltest. Du hast quasi eine dynamische Wunschliste für die nächste Gartensaison. ;)

Und es gibt noch einen Vorteil: Du siehst immer, wenn sich etwas dem Ende nähert. So kannst du rechtzeitig für Nachschub sorgen und erlebst keine bösen Überraschungen, wenn plötzlich keine Kartoffeln mehr im Haus sind.

Dieses System lässt sich übrigens auch prima auf Tiefkühler anwenden. Da ist es besonders praktisch, denn zumindest ich habe irgendwann keine Ahnung mehr, was in den unteren Lagen verborgen ist. Aus den Augen, aus dem Sinn und so…

Wer das Ganze noch perfektionieren will, kann sich auch den Grundriss des Tiefkühlers aufmalen. Dann notierst du alle Inhalte auf den jeweiligen Platz in der Skizze – mitsamt Mengenangabe. So kannst du immer ganz gezielt nach dem greifen, was du brauchst.

Trick #7: Die Methode macht’s: Welche Lebensmittel mache ich wie haltbar?

Damit deine Konserven nicht schlecht werden, ist es ungemein wichtig, die passende Methoden zum Haltbar machen zu wählen. Wie das geht? Das sieht bei jedem Obst, Gemüse und Rezept etwas anders aus.

Ob naturbelassen einlagern, einkochen, heiß einfüllen, fermentieren, einfrieren, trocknen oder dörren – in der Vorratshaltung ist so viel möglich! Wenn ich deine Einkochlust jetzt geweckt habe und es dir schon in den Fingern kribbelt, du aber noch tausend Fragezeichen im Kopf hast, dann mach doch mit bei meinem Onlinekurs „Vorratskammer starten“. Schau mal, hier findest du ganz viele Informationen zum Kurs.

Was gibt es schließlich schöneres, als im tiefsten Winter Nudeln mit selbstgekochter Tomatensauce aus den eigenen Tomaten zu genießen und in Erinnerung an die üppige Erntezeit zu schwelgen?

Rotes Sauerkraut selber haltbar machen

Trick #8: Lebensmittel kontrollieren und Verderb vorbeugen

Verderbende oder von Lebensmittelmotten bewohnte Lebensmittel sind einfach nur total ärgerlich und müssen überhaupt nicht sein. Damit dir das hoffentlich nie (wieder) passiert, habe ich hier ein paar Tipps, die du dafür beachten kannst:

  • Getreideprodukte lagere ich in luftdichten Dosen oder Gläsern. Wenn du dir also einmal aus dem Laden heimliche Mitesser (Lebensmittelmotten) ins Haus holst, können sie nur in dem einen Gefäß wüten. Auch das ist schon ärgerlich, aber du musst bei einem Befall von den gemeinen Motten nicht alle deine Produkte aus der Vorratskammer wegwerfen. Pssst: Falls du Hühner hast, freuen die sich im Zweifel noch über einen solchen Proteinsnack. ;)
  • Wenn du in einem alten Haus wohnst, dann denk auch daran, deine Vorratshaltung mäusesicher zu gestalten.
  • Bei meinem Einkochgut kontrolliere ich regelmäßig die Deckel. Wenn das Vakuum intakt ist, kannst du die Gläser am Deckel anheben. Wenn der Deckel lose obenauf liegt, hat sich irgendein Bakterium leider wohlgefühlt. Das solltest du schnell aussortieren und entsorgen. Bei Twist-off Gläsern benutze ich gerne welche mit einem sogenannten Button im Deckel. Dieses „plöppiplöpp“-Teil ist ein prima Anzeiger, ob das Vakuum beim heißen Einfüllen funktioniert hat und intakt bleibt.
  • Sortiere deine Vorräte so, dass immer die ältesten Lebensmittel vorne stehen. Das Prinzip heißt „lebender Vorrat“. Lebend spielt hier natürlich nicht auf irgendwelche Motten an, sondern darauf, dass alle deine Lebensmittel in einer Art Kreislauf verbraucht werden sollten. Benutze immer zuerst die ältesten Vorräte und integriere diese in deinen Alltag. Die neuesten stehen hinten in der Reihe und rücken nach und nach vor. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich nicht nur du, sondern auch deine Liebsten in der Vorratskammer bedienen – so greifen alle automatisch zum ältesten Glas oder zur ältesten Packung.

Also: Eine gut bestückte Vorratskammer ist einfach ein Segen und eine ganz simple Form von Unabhängigkeit. Das Vorratskammer Organisieren macht mir mittlerweile super viel Spaß. Ich liebe es meine haltbar gemachten Schätze über das ganze Jahr in die voller werdenden Vorratskammer Regale zu stellen. Und im hektischen Alltag ist nichts praktischer als das eigene – stilvoll etikettierte – Fastfood aus dem Regal. ;) 

Du hast Lust auf mehr Artikel zum Haltbarmachen und willst noch weiter stöbern? Dann schau doch mal hier vorbei:

6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst 

Selbstversorgung für Anfänger 10 Tipps um loszulegen

Einkochen im Topf – Schritt für Schritt-Anleitung mit Checkliste 

Welche Schätze lagerst du am liebsten in deiner Vorratskammer ein? Lass gerne einen Kommentar da! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Kimchi selber machen

Kimchi Rezept für Einsteiger – lecker und einfach!

Kimchi selber machen – mit diesem Rezept für ein Steiger gelingt es dir im Handumdrehen! Vielleicht weißt du, dass ich ein richtiger Fermentier-Nerd bin – und der koreanische Klassiker Kimchi war natürlich eines der ersten Rezepte, die ich ausprobiert habe. Ich komme dabei aus dem Schwärmen gar nicht heraus! Kimchi ist nicht nur suuuper lecker, es ist auch ganz leicht, es selber zu machen.

Inhaltsverzeichnis:
Kimchi selber machen: Die koreanische Sauerkraut-Variante
Bevor du mit Kimchi selber machen anfängst…
Und voilà: Mein allerliebstes Kimchi-Rezept!
Kimchi selber machen: How to Kimchi
Kimchi selber machen im Steintopf oder Glas
Kimchi selber machen – eine Wohltat für den Darm!

Kimchi Rezept für Einsteiger: Die koreanische Sauerkraut-Variante

In Korea ist Kimchi das, was hier in Deutschland das Sauerkraut ist – also ein richtiger Fermentier-Klassiker. Und das ganz buchstäblich: Das Wort Kimchi bedeutet übersetzt „fermentiertes Gemüse“.

Dabei gibt es nicht das Kimchi. In Korea hat jede Familie ihr eigenes Rezept, nach dem sie dieses selbstgemachte Kraut herstellt. Auch bei uns ist Kimchi nicht nur in Fermentista-Kreisen auf dem Vormarsch. Kein Wunder, das gesunde Kraut verzaubert unsere Gaumen (und Verdauungssysteme) ganz gewaltig!

Kimchi selber machen ist gar nicht schwer. Traditionell wird das koreanische Kraut aus Chinakohl gemacht und mit viel Ingwer, Chili und Knoblauch fermentiert. Heute gibt es aber richtig viele Varianten, von denen ich meine allerliebste hier mit euch teilen möchte! Also, schnapp dir einen Chinakohl, krame Einmachgläser* hervor und los geht´s!

Bevor du das Kimchi Rezept für Einsteiger ausprobierst…

…lies dir am besten nochmal den „Fermentier-Grundlagen-Artikel“ durch, dann kann nichts mehr schiefgehen und du kannst gleich loslegen! :-)

Ich habe außerdem eine Anti-Schimmel-Checkliste erstellt, die du für alle deine Fermente verwenden kannst. Hier kannst du dir die Checkliste herunterladen:

Und voilà: Mein allerliebstes Kimchi-Rezept!

Zutaten

Chinakohl

Kimchi Rezept für Einsteiger: How to Kimchi

1. Den Chinakohl in 1-2 cm breite Streifen schneiden. In eine große Schüssel geben und mit der Salzlake bedecken. Ein paar Minuten lang stampfen oder mit den Händen kneten, dann zwei Stunden lang stehen lassen.

2. Den Rettich und die Möhren hobeln, die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken und mit dem Chilipulver mischen. Alles beiseitestellen.

3. Den Chinakohl abgießen, die Lake dabei auffangen und aufheben – die brauchen wir gleich noch. Dann den Kohl, das restliche Gemüse und die Knoblauch-Ingwer-Chili-Mischung zurück in die Schüssel geben. Alles gut miteinander vermischen und nochmal kneten. Jetzt ist es Zeit für eine Kostprobe: Der Kohl sollte angenehm salzig schmecken. Hier musst du eventuell nochmal nachsalzen.

4. Den Kimchi schichtweise in die sterilen Gefäße füllen und immer wieder gut einstampfen. Wenn das Gemüse nicht komplett von Flüssigkeit bedeckt ist, mit der Lake auffüllen. Mit einem Kohlblatt abdecken und so beschweren, sodass das Gemüse komplett unter der Flüssigkeit liegt.

5. Drei bis sieben Tage bei Zimmertemperatur fermentieren, danach kühl und dunkel lagern, zum Beispiel in einem kühlen Keller, im Kühlschrank oder (so machen wir es) in einem kühlen Treppenhaus.

Fun Fact: Früher wurde selbstgemachter Kimchi in Fässern im Erdreich gelagert. Heute findest du in fast jedem koreanischen Haushalt einen eigenen Kimchi-Kühlschrank, der perfekt temperiert ist!

Dein Kimchi sollte mindestens 2-3 Wochen lang fermentieren, damit sich dieses besondere Kimchi-Aroma entfalten kann. Du kannst ihn aber auch schon vorher essen.

Kimchi essen

Der Kimchi hält sich ungefähr ein Jahr (wenn es nicht, wie bei uns, schon weit vorher genüsslich verspeist wird). Es ist aber wichtig, dass du regelmäßig kontrollierst, dass das gesamte Kimchi mit Flüssigkeit bedeckt ist.

Kimchi Rezept für Einsteiger im Steintopf oder Glas

Es gibt schöne Gärtöpfe aus Steingut und Keramik, aber Einmachgläser* und Schraubgläser sind auch wunderbar geeignet, wenn du Kimchi selber machen willst. Gläser haben durch die kleineren Portionsgrößen den Vorteil, dass du in einem Schwung verschiedene Geschmackskreationen ausprobieren kannst.

Ganz wichtig ist aber, dass dein Zubehör möglichst sauber und im besten Fall sogar steril ist. Ich sterilisiere mein gesamtes Zubehör mit kochend heißem Wasser, bevor es losgeht.

Kimchi Rezept für Einsteiger – eine Wohltat für den Darm!

Selbstgemachtes Kimchi ist nicht nur ein Fest für die Geschmacksknospen, sondern auch ein richtiges Gesundheitspaket.

Wie bei allem Fermentierten bleiben während der Milchsäuregärung Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und Probiotika erhalten und vermehren sich teilweise sogar! Denn Milchsäurebakterien produzieren Vitamine, um untereinander zu kommunizieren. Biofilm Quorum Sensing nennt sich das. Abgefahren, oder?

Die Milchsäurebakterien, die bei der Fermentation entstehen, sind Balsam für deinen Darm und unterstützen die Verdauung proaktiv. Fermentiertes Gemüse ist also selbstgemachtes Superfood für deinen Darm und hilft, dein Immunsystem zu stärken. Besser geht’s nicht!

Du möchtest gern Abwechslung in dein Fermentierregal bringen? Dann probier doch mal fermentierte Tomaten und lass dich von diesem spritzigen Sommer-Snack in ganz neue Geschmackswelten entführen.

Hach, Kimchi ist schon eine besondere Köstlichkeit unter den fermentierten Gemüsen. Also nichts wie ran an den Chinakohl! Ich wünsche dir viel Spaß beim Kimchi selber machen!

Merk dir das Rezept auf Pinterest!

Gibt es etwas Besseres als eine bis unter die Decke gefüllte Vorratskammer? Mit richtig leckeren, selbst eingekochten Gläsern voll sonnengereiften Früchten aus dem eigenen Garten? Oder einen frischen, knackigen Salat aus eingelegtem Gartengemüse, mitten im Winter?

Es wird höchste Zeit, die Gärtöpfe und Einkochgläser hervorzukramen und den sommerlichen Überfluss für den Winter zu konservieren – aber wie geht das überhaupt? Wenn du gerade erst anfängst, Lebensmittel haltbar zu machen, schwirrt dir vermutlich einiges durch den Kopf: Mit welcher Methode mache ich welches Obst und Gemüse haltbar? Wie und wo lagere ich meine Ernte am besten?

In meinem „Vorratskammer starten„-Kurs nehme ich dich an die Hand und zeige dir Schritt für Schritt alle Tricks und Kniffe, mit denen du deine Ernte in einen leckeren und sicher haltbaren Wintervorrat verwandelst. So kannst du deine Vorratskammer bis unter die Decke mit selbst eingekochten und fermentierten Lebensmitteln füllen!

Hört sich gut an? Dann freu ich mich riesig, wenn du mal vorbeischnupperst. :)

Das Fermentierfieber hat dich gepackt und die Fermentista in dir will raus? Wie wäre es dann mit Sauren Gurken oder anderen Schätzen aus meiner Rezepte-Bibliothek?

Salzgurken einlegen in 3 Schritten – Das beste Saure-Gurken-Rezept!

Apfelessig selber machen: Einfaches und gelingsicheres Rezept!

Mhhh mir läuft beim Gedanken an den würzig-ingwerigen Kimchi in meiner Vorratskammer das Wasser im Mund zusammen! Hast du dich auch schon einmal ans Kimchi selber machen getraut? Welche Variante hast du probiert? Schreib es mir gern in die Kommentare!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Bohnen einkochen – von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

Ob grün, lila oder gelb, Bohnen sind ein super leckeres Gemüse, das im Garten anspruchslos ist und dir eine reiche Ernte beschert!

Wenn du dich also ab Juli vor einem Bohnenberg wiederfindest, den du beim besten Willen nicht innerhalb von ein paar Tagen wegschlemmen kannst, wird es Zeit zum Bohnen einkochen! Ich zeige dir, wie du die köstlichen Hülsenfrüchte schnell und sicher haltbar machen kannst. So hast du auch im Winter noch Bohnen in den Ohren ähm im Regal! ;)

Inhaltsverzeichnis
Wie gesund sind Bohnen?
Welche Bohnen kann ich einkochen?
Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen – wie werden Bohnen besser verträglich?
Wie kann ich meine Bohnen einkochen?
Jetzt geht’s ans Eingemachte – Rezepte zum Bohnen einkochen!
Wie kann ich Bohnen sonst noch haltbar machen?

Wie gesund sind Bohnen?

Bohnen sind mit ihren Nährwerten ein super gesundes Gemüse! Sie haben mehr Eiweiß als Fleisch zu bieten und versorgen dich mit Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.

Weil sie die Kohlenhydrate nur langsam in die Blutbahn abgeben und dein Blutzuckerspiegel deshalb nicht plötzlich ansteigt, machen Bohnen lange satt. Sie können sogar den Cholesterinspiegel senken und sollen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose und Krebs vorbeugen. 

Welche Bohnen kann ich einkochen?

Es gibt sehr viele verschiedene Sorten von Bohnen, die du grundsätzlich alle einkochen kannst. Mit einem Buschbohnen Rezept kannst du genauso gut auch Stangenbohnen zubereiten oder Brechbohnen oder Dicke Bohnen. Lediglich Trockenbohnen musst du vor dem Einkochen über Nacht in Wasser einweichen.

Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen – wie werden Bohnen besser verträglich?

Wir sind ja unter uns ;) – deshalb kann dieses Thema ruhig auch zur Sprache kommen: Hülsenfrüchte wie Bohnen vertragen nicht alle Menschen gleich gut. Bei vielen führen sie zu Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden. Aber auch hier kannst du mit ein paar Tricks arbeiten!

Trick #1: Bohnen gründlich waschen und (mit Natron) einweichen

Wenn du Trockenbohnen einkochen möchtest, weichst du sie zusammen mit einem Gramm Natron pro Liter Wasser über Nacht ein und schüttest das Einweichwasser dann weg. So spülst du einen Teil der unverträglichen Stoffe einfach durch den Abfluss.

Trick #2: Verdauungsfördernde Gewürze verwenden

Kümmel, Anis oder Fenchel sorgen dafür, dass du deine Bohnen besser verträgst. Und lecker sind sie obendrein!

Kräuter anpflanzen interessiert dich? Hier habe ich dir 18 tolle Kräuterpaare für dein Beet zusammengestellt!

Trick #3: Menge langsam steigern

Wenn du eine empfindliche Verdauung hast, isst du regelmäßig Hülsenfrüchte in kleiner und nur langsam ansteigender Menge. So gewöhnt sich dein Darm daran.

Du suchst noch nach Inspirationen zum Einkochen und Fermentieren?

Meine absoluten Einkoch-Geheimtipps sind Zimtpflaumen und orientalisches Birnenchutney – in beides könnte ich mich reinsetzen. ;) Na, bist du neugierig geworden? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner eMail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte- eBook in dein Postfach:  

Wie kann ich meine Bohnen einkochen?

Bohnen gehören zu den säurearmen Lebensmitteln und enthalten viel Eiweiß. Deshalb musst du unbedingt eine der drei folgenden drei Einkochmethoden wählen, damit du deine Ernte auch sicher haltbar machst und Botulismus vermeidest.

Du hast diese zwei Möglichkeiten zum Bohnen-Einwecken:

#1: Bohnen einkochen im Druckeinkochtopf

Wenn du einen Druckeinkochtopf besitzt, kannst du viele Bohnengläser auf einmal haltbar machen. Dieser große Kessel kocht wie der Schnellkochtopf unter Druck und erreicht so die erforderliche Temperatur von 120° Celsius. Pssst… wir haben einen tollen Druckeinkochtopf gefunden, mit dem wir so richtig zufrieden sind. Schau gerne in unserem Onlineshop nach.

#2: Bohnen einkochen im Schnellkochtopf

Wenn du nicht sehr viele Gläser mit Bohnen einkochen möchtest, kannst du deinen Schnellkochtopf dazu verwenden, wenn er mindestens 115° Celsius erreicht. Botulismus-Sporen sterben nämlich erst bei dieser Temperatur ab.

Ob dein Schnellkochtopf sie erreichen kann, liest du in der Bedienungsanleitung nach. Solltest du da keine Angaben finden, kannst du davon ausgehen, dass er die erforderliche Temperatur nicht erreicht und deshalb ungeeignet ist. 

Eingekochte Bohnen im Glas

Jetzt geht’s ans Eingemachte – Rezepte zum Bohnen einkochen!

Nach soviel Theorie wird es jetzt aber wirklich Zeit für die Praxis! :) Am besten erntest du deine Bohnen früh am Tag, denn da sind sie besonders knackig. Dann putzt du sie sorgfältig: Du wäschst sie gründlich ab, entfernst Blüten- und Stielansatz und schneidest unschöne Stellen weg.

Deckel und Gummiringe* kochst du in Essigwasser fünf Minuten lang aus, damit sie steril sind. Deine Gläser* spülst du mit heißer Seifenlauge. Dann bist du perfekt vorbereitet!

Bohnen einkochen als Bohnensalat: Der perfekte Begleiter

Wenn du dein Abendbrot aufwerten oder deinem gemischten Salat Pepp verleihen möchtest, ist ein Glas eingemachter Bohnensalat genial: Damit hast ruckzuck eine super leckere Beilage!

Zutaten:

  • 750 g grüne Bohnen
  • 500 ml Weinessig (5 %)
  • 500 ml Wasser
  • 1 (rote) Zwiebel gewürfelt
  • Bohnenkraut
  • Salz, Pfeffer, Zucker

In deinen Einkochtopf gibst du soviel Wasser, dass die Gläser später darin bedeckt sind und erhitzt es. In einem Topf kochst du Wasser auf, salzt es und blanchierst darin deine Bohnen für drei Minuten. Im Anschluss gießt du das Wasser ab und schreckst die Bohnen mit kaltem Wasser ab, um den Kochvorgang zu stoppen. 

Jetzt kochst du Wasser, Essig, Zwiebel, Kräuter und Gewürze auf und schmeckst den Sud so ab, dass er dir weder zu sauer noch zu süß sondern gerade richtig erscheint. Die blanchierten Bohnen schichtest du möglichst dicht in Gläser und übergießt sie mit dem heißen Sud. Dann verschließt du die Gläser mit Gummiring*, Deckel und Klammern*, setzt sie mit einem Glasheber in den Einkochtopf und stellst auch ein Thermometer hinein, wenn in deinem EInkochtopf keins integriert ist.

Wenn das Thermometer 100° Celsius erreicht hat, beginnt die Einkochzeit. Sie beträgt 60 Minuten.

Wie kann ich Bohnen sonst noch haltbar machen?

Außer deine Bohnen einzukochen, kannst du sie auch einfrieren oder dörren. Bevor du sie einfrierst, solltest du sie aber für drei Minuten in Salzwasser blanchieren, abtropfen und abkühlen lassen. Dadurch erhalten sich Nährstoffe und Farbe besser und du tötest unerwünschte Mikroorganismen ab.

Um deine Bohnen zu dörren, blanchierst du sie für drei Minuten, trocknest sie gut ab und lässt sie dann entweder in einem warmen Sommer an der Luft trocknen oder packst sie bei nicht mehr als 50° Celsius ins Dörrgerät, bis sie hart und trocken sind. Um sie verwenden zu können, weichst du sie vor dem Kochvorgang dann mindestens vier Stunden lang ein.

Bohnen einkochen ist einfach und macht Spaß! Wenn dich deine Bohnen mit einer reichen Ernte beglücken, hast du viele Möglichkeiten, um sie für den Winter haltbar zu machen und diese leckeren Hülsenfrüchte jederzeit genießen zu können – auch wenn draußen Eis und Schnee herrschen. Das interessiert dich dann nicht die Bohne! ;)

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Einkochen ist dein neues Hobby? Dann schau unbedingt auch hier vorbei:

Fleisch einkochen: Lies das, bevor du loslegst!

Marmelade einkochen: Rezept mit vier einfachen Schritten

Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

Welche Tipps hast du zum Bohnen einkochen? Ich freue mich, von dir zu hören!

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Sauerteigbrot backen

Richtig gutes Sauerteigbrot backen

Sauerteigbrot backen ist nicht schwer! Und was gibt es Köstlicheres als duftendes, knuspriges selbstgebackenes Brot? Darum nichts wie ran an die Mehltüten, wir backen Brot mit Sauerteig!

Inhaltsverzeichnis
Sauerteigbrot backen: Eine Schnellübersicht
Sauerteigbrot Rezept
Vorteig ansetzen mit einem Sauerteigstarter
Starter abnehmen fürs nächste Sauerteigbrot backen
Teig anrühren und gehen lassen
Sauerteigbrot backen

Sauerteigbrot backen: Eine Schnellübersicht

Bist du auch ein Fan von Sauerteigbrot? Wenn du einmal damit startest, kannst du kaum damit aufhören und selbst gebackenes Sauerteigbrot schmeckt so viel besser als das Brot aus dem Supermarkt. Du hast bereits die geöffneten Mehltüten und eine Schüssel am Start und kannst es gar nicht erwarten, loszulegen? Dann findest du hier eine Kurzanleitung zum Sauerteigbrot backen!

Sauerteigbrote sind durch die enthaltene Milchsäure sehr viel länger haltbar als Hefe-Gebäck. Sauerteig ist außerdem ein richtiger Power-Teig. Er enthält Milliarden Milchsäurebakterien, die das Getreide fermentieren und damit bekömmlicher machen. Es gibt natürlich verschiedene Sauerteigbrot Rezepte, daher kommt hier ein Vorschlag:

Sauerteigbrot backen in 5 SchrittenGewusst wie
Arbeitsschritt # 1: Vorteig ansetzen200g Roggenmehl
200g Wasser
4 EL Sauerteig Starter
vermischen und abgedeckt über Nacht ruhen lasssen
Arbeitsschritt # 2: neuen Starter abnehmen4 El Starter vom Vorteig abnehmen und in ein Schraubglas geben
in den Kühlschrank stellen
Arbeitsschritt # 3: Teig nach Sauerteigbrot
Rezept
anrühren und in gefettete Backform geben
Der Teig hat jetzt eine zähflüssige Konsistenz
Arbeitsschritt # 4: Teig gehen lassenungefähr 4 Stunden, der Teig soll gut aufgehen
Arbeitsschritt # 5: Sauerteigbrot backen10 Minuten bei 220 ° C
50 Minuten bei 200 ° C
nach 30 Minuten Backzeit Brot aus der Form nehmen und kopfüber weiterbacken

Sauerteigbrot Rezept

Es ist jedes Mal wieder ein kleines Fest, wenn ein frisch gebackener Laib aus dem Ofen kommt. Hier kommt also ein erprobtes Rezept, mit dem du ein richtig leckeres Sauerteigbrot backen kannst – auch dann, wenn du gerade erst mit dem Sauerteigbrotbacken anfängst.

Du brauchst:

  • Vorteig, den du am Vortag ansetzt (Rezept weiter oben)
  • 400 g Dinkelmehl
  • 100 g Roggenmehl
  • 100 g Weizenmehl
  • 400 ml Wasser
  • 15 g Salz
  • 1 EL Leinsamen
  • 1 EL Kürbiskerne
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • Kastenform zum Brotbacken
  • etwas Fett für die Form
  • Back-Pinsel zum Einfetten der Form

Denk dran: Bevor du alle Zutaten zusammenrührst, füllst du vom Starter vier Esslöffel in ein Schraubglas und stellst es in den Kühlschrank.

Das Brot backst du 10 Minuten bei 220° Celsius und 50 Minuten bei 200° Celsius. Nach einer halben Stunde Gesamtbackzeit nimmst du es aus der Form und backst es kopfüber zu Ende – so bekommst du eine noch knusprigere Kruste.

Falls du nicht nur Sauerteigbrot backen möchtest, sondern auch immer auf der Suche nach anderen leckeren Rezepten bist, schau doch mal in meine kleine Rezeptesammlung rein! Darin habe ich sieben meiner absoluten Lieblingsezepte zum Einkochen und Fermentieren zusammengestellt:

Vorteig ansetzen mit einem Sauerteigstarter

Sauerteig ist genau wie Hefe ein Triebmittel. Er sorgt dafür, dass dein Teig nicht als schwerer, fester Klumpen aus dem Ofen kommt, mit dem du gut und gern die nächste Kugelstoßer-Olympiade gewinnen kannst, sondern als luftiges, knuspriges leckeres Brot.

Sauerteig hat nämlich so richtig Power! Er enthält Milliarden Milchsäurebakterien und Hefen, die das Mehl fermentieren und damit leichter verdaulich und bekömmlich machen. Sie sind es auch, die dafür sorgen, dass dein Brot lange saftig bleibt, ein super leckeres Aroma hat und richtig gesund ist.

Sauerteigbrot backen: Sauerteigstarter

Und wie kommst du jetzt zu so einem Superman äh, Supersauerteig? Ganz einfach: Du machst dir selbst. Wie das geht, zeige ich dir in meinem Artikel Sauerteig selber machen.

Psst: Einen Superman kannst du dir leider nicht selber machen ;) !

Dieser Ansatz heißt auch Sauerteigstarter, weil du mit ihm den Prozess startest, deinen Brotteig locker und luftig zu machen. Wenn etwas vom Starter übrigbleibt, kannst du ihn entweder an andere Brotbackfans verschenken, einfrieren, trocknen oder ihn vermischt mit Wasser als Kompostaktivator verwenden.

Du hast einen Starter? Perfekt, dann kannst du jetzt mit dem Vorteig beginnen!

Du brauchst:

  • 200 g (Vollkorn-)Roggenmehl
  • 200 ml Wasser
  • 4 El vom Starter
  • eine große Schüssel

Du vermischst die Zutaten gut miteinander in einer Schüssel, deckst sie ab und lässt alles über Nacht bei Raumtemperatur ruhen.

Ich liebe übrigens nicht nur Brot backen mit Sauerteig, sondern mache auch super gerne meine Ernte haltbar. Schau dir das gerne in diesem Youtube Video an!

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Mehr Informationen

Starter abnehmen fürs nächste Sauerteigbrot backen

Falls du mehr als nur einmal Sauerteigbrot backen möchtest, darfst auf keinen Fall vergessen, von deinem Vorteig vier Esslöffel abzunehmen und in ein Schraubglas zu geben, bevor du die anderen Zutaten hinzufügst. Das ist nämlich dein Starter für das nächste Brot!

Psst: In die Sprache von uns Selbstversorgungs-Freaks übersetzt heißt das: Du machst einen Teig-Ableger. :)

Falls du das mal vergisst, musst du leider einen neuen Sauerteig ansetzen. Und das wäre schade, denn je älter dein immer wieder vom Vorteig abgenommener Starter ist, desto kräftiger wird er. Eine ganz junge Starterkultur hat bei weitem nicht die Triebkraft eines alt-ehrwürdigen Starters und kann dein Brot nicht so gut lockern. Deshalb sei nicht enttäuscht, wenn dein erstes Brot noch nicht so fluffig ist, wie du es gerne hättest. Dein Sauerteig muss erst noch groß und stark werden! :)

Der Starter hält sich prima zwei Wochen lang im Kühlschrank. Falls du dann das Sauerteigbrot backen nicht schaffst, kein Problem! In diesem Fall fütterst du dein kleines Kühlschrank-Raubtier mit zwei Esslöffeln Mehl und einem Schluck Wasser. Einfach ins Glas geben, umrühren und zurück in den Kühlschrank stellen. Du siehst: Ein Sauerteigstarter ist eine super pflegeleichte Angelegenheit.

Teig anrühren und gehen lassen

Du hast Starter von deinem Vorteig abgenommen? Perfekt, dann geht´s jetzt los mit dem Teig anrühren!

Die Mehl-Mischung aus dem Rezept kannst du so zusammenstellen, wie du sie am liebsten magst. Du möchtest weniger Roggen und mehr Weizen verwenden? Oder nur eine Sorte Getreide? Nur zu, erlaubt ist, was dir schmeckt! Pobier ruhig ein bisschen herum, bis du deine ideale Mehlmischung gefunden hast.

Auch den Ausmahlgrad des Mehls kannst du frei wählen. Weißes Mehl eignet sich genauso wie Vollkornmehl. Von den Inhaltsstoffen her ist das Brot am wertvollsten, wenn du die Körner frisch in der Getreidemühle mahlst.

Du probierst immer gerne Altbewährtes und Neues aus? Dann wäre mein Obst und Gemüse haltbar machen Onlinekurs ​​bestimmt etwas für dich! Da zeige ich dir, wie du die Ernte aus dem Garten in leckere Vorräte verwandelst und dir so ein Stück Sommer in den Winter holst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

Merk dir dieses Rezept auf Pinterest!

Das Wasser aus dem Rezept füllst du in ein Gefäß und verrührst das Salz darin, bis es sich aufgelöst hat. So verteilt es sich gleichmäßig im Teig. Dann gibst du alle restlichen Zutaten in die Schüssel mit dem Vorteig und mischst das Salzwasser nach und nach ein. Der Teig hat jetzt eine zähflüssige Konsistenz.

Die Backform fettest du großzügig ein und füllst den Teig möglichst gleichmäßig in die Form ein. Sie sollte nur halb voll sein, damit er genügend Platz zum Aufgehen hat. Und jetzt ist erstmal Ausruhen angesagt!

Ähm, aber nicht für dich, sondern für den Teig ;) ! Und zwar mindestens vier Stunden. Dazu stellst du ihn in den kalten und geschlossenen Backofen. Am besten schaust du immer mal wieder nach dem Brot, damit du den perfekten Back-Zeitpunkt erwischst. Der ist dann erreicht, wenn das Brot schön aufgegangen ist, aber noch nicht wieder beginnt, in sich zusammenzufallen.

Es erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl, um zu erkennen, wann es soweit ist. Je öfter du zum Sauerteigbrot backen kommst, desto besser lernst du deinen Teig kennen und kannst abschätzen, wann du dein Brot backen solltest.

Falls du den Zeitpunkt verpasst, ist das aber auch nicht schlimm. Das Brot schmeckt trotzdem und nächstes Mal wird es bestimmt fluffiger. :)

Sauerteigbrot backen: Brotteig

Sauerteigbrot backen

Wenn dein Sauerteigbrot gut aufgegangen ist, heizt du den Ofen auf 220 ° C Ober- / Unterhitze vor.

Dann ist der große Moment gekommen: Es geht ans Sauerteigbrot backen! Yippie!

Du packst dein Brot in den Ofen und stellst dir den Timer auf 10 Minuten. Danach drehst du die Temperatur auf 200° C herunter und backst dein leckeres Brot weitere 20 Minuten.

In der Zwischenzeit kannst du dir ja mein Rezeptebüchlein herunterladen! :)

Anschließend holst du das Brot aus der Form und backst es kopfüber eine weitere halbe Stunde. Mit diesem Trick wird die Kruste noch knuspriger.

Psst, kleiner Tipp: Das Brot lässt sich besser schneiden, wenn es abgekühlt ist – es schmeckt aber am allerbesten frisch warm aus dem Ofen. :)

Sauerteigbrot backen ist nicht schwer und mit meinem Sauerteigbrot Rezept gelingt es dir bestimmt. Und wenn der köstliche Duft von selbstgebackenem Brot durchs Haus zieht und sich alle vor dem Ofen versammeln, um den begehrten „Knust“ zu ergattern, ist das Glück perfekt! :)

Du möchtest noch viel mehr selber machen, statt im Supermarkt Fertigprodukte zu kaufen? Dann kannst du dir hier weitere Inspirationen holen!

Apfelchutney – so machst du’s ganz einfach selbst!

Tomaten einkochen: 5 super leckere Rezepte!

Erdbeermarmelade kochen: 7 Schritte zum köstlichen Fruchtaufstrich!

Ist Sauerteigbrot backen für dich auch etwas, das du regelmäßig tust oder fängst du gerade erst damit an? Ich freue mich, von dir zu hören!