Neueste Artikel

Alte Apfelsorten bewahren

Alte Apfelsorten: Ein altes Kulturgut zum Wiederentdecken

Bist du auf der Suche nach alten Apfelsorten für deinen Garten? Oder hast du gar einen alten Apfelbaum draußen stehen und willst endlich wissen, wie die Sorte heißt? Dann lade ich dich hiermit ein in die Welt der Obstkundigen und Pomologen! Wir schauen uns die besten alten Apfelsorten an und ich berichte dir, was ein Pomologe alles draufhat! Los geht’s!

Inhaltsverzeichnis
Warum du unbedingt alte Apfelsorten pflanzen solltest!
Die 13 leckersten alten Apfelsorten für deinen Garten
Süß oder sauer: Vom „Berlepsch Apfel“ bis zum „Ontario Apfel“
# Reifeklasse
# Nutzungsform
Gesund, Gesünder – „Wellant Apfel“
Alte Apfelsorten bestimmen – die Welt der Pomologen

Warum du unbedingt alte Apfelsorten pflanzen solltest!

Moderne Apfelsorten findest du zuhauf im Supermarkt. Doch wenn du schon einmal in den Genuss von einer der vielfältigen alten Sorten gekommen bist, ist die Sortenentscheidung für den eigenen Apfelbaum im Garten eigentlich schon gefallen: Denn an den Geschmack kommen die süßen aber vergleichsweise faden Supermarktäpfel einfach nicht heran.

In alten Apfelsorten steckt ein vergessenes Potential, das darauf wartet, von dir entdeckt zu werden! Nicht nur der Geschmack überzeugt. Pflanzt du eine alte Apfelsorte, wächst ein Stück Kulturgeschichte ganz jung und robust aus deinem Gartenboden.

Erhaltung eines Kulturguts und von Biodiversität: Alte Apfelsorten waren einmal das Beste vom Besten. Doch wenn sie keiner mehr anbaut und wir sie nicht essen, sterben sie irgendwann aus. Und damit gehen die Eigenschaften dieser tollen Sorte unwiderruflich verloren. Zum Glück reicht in der Regel ein einziger Baum aus, um eine alte Apfelsorte zu bewahren. Doch am sichersten erhält sich eine Sorte, wenn viele Bäume über das ganze Land verteilt wachsen – vielleicht ja auch bald in deinem Garten!

Vielfalt an Geschmack, Nutzungen, Formen und Farben: Kommst du einmal in den Genuss der Vielfalt, besteht große Suchtgefahr. Deine Sinnesorgane bekommen nicht genug von süß säuerlichen Äpfeln wie dem „Berlepsch Apfel“ oder dem nussigen Aroma einer „Goldparmäne“. Du beißt in den Apfel und die Geschmacksknospen in deinem Mund explodieren förmlich. Möchtest du Äpfel lange lagern, brauchst du unbedingt einen „Onatrio“. Dieser Apfel hält sich im Keller sogar bis Mai und kommt nicht aus Neuseeland.

Robuste Sorte für die Bedingungen in deinem Garten: Auch hier ist die Vielfalt groß. Es gibt robuste Kerlchen wie den „Boskoop”, der Wind und Wetter mit Leichtigkeit trotzt. Und dann findest du auch ein paar Prinzessinnen und Prinzen unter den Apfelbaum Sorten – zum Beispiel den „Cox Orange“. Der braucht einen fruchtbaren, lockeren Boden an einem schönen Sonnenplätzchen. Du kannst dir ganz einfach eine Sorte aussuchen, die zu deinem Garten und deinen Wünsche passt.

Begibst du dich einmal auf die Suche, ist die Sortenauswahl bombastisch. Seit Jahrhunderten züchten Menschen Apfelbäume. Dementsprechend gibt es super viele Apfelbaum Sorten. Die Vielfalt entstand häufig in Klostergärten, Gutshöfen oder Baumschulen. Die ein oder andere Sorte ist aber auch aus einem Apfelgriebsch als Zufallssämling gewachsen. Daher erwartet dich im Fundus der alten Apfelsorten eine große Auswahl. Bist du kurz davor, einen Apfelbaum in die Erde zu bringen, schau dir gerne noch meine wichtigsten Tipps zum Pflanzen eines Apfelbaums an.

Damit es dir ein bisschen leichter fällt, zu entscheiden, welche alte Apfelsorte zu dir und deinem Garten passt, habe ich dir in diesem Artikel meine 13 liebsten alten Apfelsorten mit all ihren Eigenschaften in einer Tabelle zusammengefasst.

Du bist schon stolzer Besitzer oder stolze Besitzerin eines alten Apfelbäumchens? Dann kannst du auch gleich zum untersten Kapitel weiterscrollen.

Möchtest du in deinem Obstgarten auch gleich noch ein paar Gemüsebeete anlegen? Dann lass dich gerne von meinem kostenlosen Pflanzplan inspirieren!

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Die 13 leckersten alten Apfelsorten für deinen Garten

    Fragst du dich, warum ich dir genau 13 alte Apfelsorten für deinen Garten empfehle? Ich bin ganz ehrlich, ich habe es einfach nicht geschafft, mich auf zehn Stück festzulegen. ;) Bei der Auswahl der besten alten Apfelsorten war mir eine Eigenschaft allerdings besonders wichtig – sie alle eignen sich sehr gut für Hausgärten!

    SorteAlterGeschmackVerwendungPflückreifeLagerdauerWuchs
    Alkmene Herbstapfel1930süßsäuerlich, aromatisch, saftigTafelapfelMitte Sept.Sept.-Nov.mittelstark, robust 
    Berlepsch Winterapfel1880süßsäuerich., aromatisch, sehr saftigTafelapfel, SüßmostMitte Okt.Dez.-Märzmittelstark, robust 
    Boskoop WInterapfel1856säuerlich, aromatischTafelapfel, WirtschaftsapfelMitte-Ende Okt.Dez.-Märzsehr stark, robust 
    Dülmener Rosenapfel Herbstapfel1870süßsäuerlich, aromatisch, saftigTafelapfelMitte Sept.Sept.-Nov.mittelstark, robust 
    Gewürzluiken Winterapfel1885süßsäuerlich, aromatischTafelapfel, WirtschaftsapfelMitte Okt.Nov.-Märzstark, wärmeliebend 
    Goldparmäne Winterapfel1510süßsäuerlich, nussaromatischTafelapfelEnde Sept.-Anfang Okt.Okt.-Jan.mittelstark 
    Gravensteiner Sommer-/ Herbstapfel1669süßsäuerlich, sehr aromatisch, sehr saftigTafelapfel, WirtschaftsapfelEnde Aug.-Anf. Sept.Aug.-Okt.sehr stark, robust 
    Holsteiner Cox Herbstapfel1918süß, edel-aromatisch, saftigTafelapfelMitte Okt.Okt.-Jan.stark, robust 
    Ontario Winterapfel1820säuerlich, saftigTafelapfel, WirtschaftsapfelEnde Okt.- Anf. Nov.Jan.-Maimittelstark, robust 
    Prinz Albrecht v. Preußen Herbstapfel1865süßsäuerlich, aromatisch, saftigTafelapfel, WirtschaftsapfelMitte-Ende Sept.Sept.-Nov.schwach, robust 
    Weißer Klarapfel Sommerapfel1852süßsäuerlich, aromatischWirtschaftsapfel, TafelapfelEnde Juli-Mitte Aug.Juli-Aug.mittelstark 
    Winter
    glockenapfel Winterapfel
    o.J.säuerlich, saftigTafelapfel, WirtschaftsapfelEnde Okt.Jan.-Aprilmittelstark, robust 
    Zuccalmaglio Renette Winterapfel1878süßsäuerlich, aromatisch, saftigTafelapfelEnde Okt.Nov.-Feb.schwach 

    Wenn der Baum viel Platz hat, um sich zu entfalten, empfehle ich dir eine starkwachsende Sorte wie „Boskoop“ oder „Gravensteiner“. Ist dein Garten eher klein und verwinkelt, nimmst du besser einen schwachwachsenden Baum wie den „Prinz Albrecht von Preußen“ oder die „Zuccalmaglio Renette“. Sonst platzt dir dein Garten noch aus allen Nähten ­– ähm Äpfeln. ;)

    Hast du gar eine Streuobstwiese, kannst du dir richtige Hochstämme holen und die Bäume richtig groß und alt werden lassen. Deine Enkelkinder freuen sich in ein paar Jahrzehnten bestimmt über die leckeren Äpfel!

    Alte Apfelsorten für Kinder erhalten

    Süß oder sauer: Vom „Berlepsch Apfel“ bis zum „Ontario Apfel“

    Apfel ist nicht gleich Apfel! Gerade wenn du dich mit Obst selbstversorgen möchtest, besitzen die verschiedenen alten Apfelsorten ganz unterschiedliche Eigenschaften und Nutzungsmöglichkeiten. Bevor du dir blindlings Sorten für deinen Garten im Baummarktcenter kaufst, überlege dir am besten gründlich, was du von deinem Apfel genau erwartest. Mit diesen Wünschen kannst du dich wunderbar in einer Baumschule für alte Apfelsorten beraten lassen. Damit du rausfindest, was für eine Apfelsorte du möchtest, liste ich dir die wichtigsten Eigenschaften nochmal auf:

    #Reifeklassen

    Angelehnt an die Jahreszeit, in der die alten Apfelsorten genussreif sind, unterteilen sich die Sorten in Reifeklassen. Ein Sommerapfel schmeckt im Dezember beispielsweise nicht mehr besonders gut –­ wahrscheinlich ist er als Fallobst längst von den Regenwürmern vertilgt. Dagegen fängt der Winterapfel im Lager Richtung Weihnachten erst richtig an, abzureifen. Was ganz besonderes sind die knallroten Weihnachtsäpfel. Diese dienten früher zum Schmücken von Tannenbaum und Adventskranz: Die dunkelroten Früchte sehen einfach wunderschön aus.

    Sommerapfel: Ein Sommerapfel bringt die ersten frischen Äpfel bereits im Juli oder August – ein leckerer erster Apfelsnack der neuen Saison. Sobald sie reif sind, solltest du zuschlagen. Denn nach dem Sommer ist es auch mit diesen Äpfeln vorbei. Der bekannteste Sommerkandidat unter den alten Apfelsorten ist der „Weiße Klarapfel“.

    Herbstapfel: Zum Glück löst der Herbstapfel die Ernte aus dem goldenen August ab. Denn jetzt beginnt der wahre Gaumenschmaus, ein Apfel schmeckt besser als der andere. Hier haben die alten Apfelsorten viel zu bieten! Süße Apfelsorten wie den „Holsteiner Cox“ kannst du gleich verputzen. Eher säuerliche Äpfel wie der „Prinz Albrecht von Preußen“ machen sich gut im Apfelmus oder als Apfelringe.

    Für eine gewisse Zeit kannst du Herbstäpfel an einem kühlen Ort aufheben. Lange durchhalten tun sie im unverarbeiteten Zustand jedoch nicht.

    Alte Apfelsorten
    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

    Winterapfel: Die richtigen Lageräpfel sind die Winteräpfel. Manche von ihnen, wie der „Berlepsch Apfel“, entwickeln ihr volles Aroma sogar erst nach 4 Wochen Lagerung. Ach wäre das schön, wenn ich nur vom Rumliegen immer besser werden würde! ;)

    Für die richtigen Selbstversorger-Nerds ist der „Ontario“ der Apfelschatz der alten Apfelsorten. Sogar bis in den Frühsommer hinein hält sich der Apfel in einem guten Lagerkeller oder Erdkeller.

    Weihnachtsapfel: Unsere roten Christbaumkugeln waren ursprünglich mal alte Apfelsorten wie die „Rote Sternrenette“ oder der „Purpurroter Causinot“. Oh wie das duftet – und dazu brutzelt ein leckerer Bratapfel im Backofen. Das können rote Glaskugeln definitiv nicht! Ganz besonders macht sich am Weihnachtsbaum auch ein rotfleischiger Apfel, also ein Apfel mit rotem Fruchtfleisch. Ein Sortenbeispiel ist die alte russische Apfelsorte „Roter Mond“.

    #Nutzungsformen

    Holst du dir einen Apfelbaum, überlegst du vorher, wofür du die Äpfel verwenden möchtest. Magst du einfach nur im Herbst in einen Apfel reinbeißen oder willst du Kuchen backen und leckeren eigenen Apfelsaft herstellen? Zum Glück gibt es Kandidaten unter den alten Apfelsorten, die beides können, falls du einen Allrounder möchtest. ;) Fängst du gerade erst mit Einkochen und Co an, hol dir gerne meine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

    Dein eigenes Apfelmus einkochen ist ganz einfach

    Tafelapfel: Die Tafeläpfel sind die klassischen Leckerbissen – die Äpfel sind süß oder süß-säuerliche und ein wahrer Gaumenschmauß. In diesem Zusammenhang kommt das Wort „Tafel” übrigens vom „fürstlich gedecktem Tisch“. Die aromatischen Köstlichkeiten freuen sich darauf, fürstlich von dir verspeist zu werden. Eine sehr alte Apfelsorte ist die „Goldparmäne“. Schon zu Zeiten Luthers kam sie in die Obstschale – unglaublich wie alt sie schon ist und uns immer noch erfreut unter den alten Apfelsorten.

    Wirtschaftsapfel: Kochst du gerne selbst Apfelmus und backst leckeren Apfelkuchen, brauchst du säuerliche Äpfel wie den „Gravensteiner“ oder einen „Boskoop“. Die süßen Apfelsorten allein bringen nämlich nicht das richtige Aroma. Das gleiche gilt für selbstgedörrte Apfelchips und eigenen Apfelsaft.

    Äpfel zum Verarbeiten heißen auch Wirtschaftsäpfel. Alte Apfelsorten können oft beides – lecker schmecken und verarbeitet werden! Verarbeitest du gerne auch anderes Obst, habe ich hier leckere Rezepte für Birnen und Pflaumen für dich.

    Mostapfel: Für die Saftherstellung gibt es die eigene Kategorie der Mostäpfel. Aber auch Wirtschaftsäpfel lassen sich zu einem guten Saft verarbeiten. Ein sortenreiner Saft aus der „Goldparmäne“ oder dem „Berlepsch“ sind was ganz Besonderes. Bei einer Mischung aus allerlei süßen Apfelsorten und säuerlichen Äpfeln machst du auf jeden Fall alles richtig. Eine Mischung alter Apfelsorten ist was ganz Feines!

    Gesund, Gesünder – „Wellant Apfel“

    Der „Wellant Apfel“ ist eigentlich gar keine alte Apfelsorte, sondern ein junger Hüpfer. So sieht er allerdings nicht aus, deswegen zählen ihn viele zu den alten Apfelsorten. Eine wichtige Eigenschaft hat er mit vielen alten Apfelsorten gemeinsam – Apfelallergiker*innen vertragen ihn viel besser als Supermarktäpfel. Viele moderne Sorten lösen bei einigen Menschen unangenehmes Kribbeln und Atemnot aus. Aber – oh Wunder, alte Sorten vertragen sie sehr gut. Psst, ich verrate dir, woran das liegt: Viele der alten Apfelsorten sind voller super gesunder Polyphenole – die, die freie Radikale fangen und noch vieles mehr.

    Einer dieser Phenole ist „Quercetin”. Es wirkt antioxidativ und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einige Krebsarten vor. Auch im Rennen um andere gesunde Inhaltsstoffe gewinnen alte Apfelsorten wie „Berlepsch“ und Co. Der gute „Freiherr von Berlepsch“ enthält beispielsweise sehr viel Vitamin C als die typischen Supermarktsorten. Saure Äpfel wie „Boskoop“, „Gravensteiner“ und „Ontario“ bringen zusätzlich ganz viel Pektin in deinen Darm. Eine gute Nebenwirkung des Pektins ist, dass es Cholesterinwerte und Bluthochdruck senkt. So ist der „Ontario“ auch als Apfel für Diabetiker bekannt.

    An dem Sprichwort „An apple a day keeps the doctor away!” muss wohl was dran sein. ;)

    Alter Apfelbaum im eigenen Garten

    Alte Apfelsorten bestimmen – die Welt der Pomologen

    Nein, der Pomologe ist kein merkwürdiger Facharzt, sondern ein Obstkundler. Dieser schöne Name kommt von „Pomona“, der römischen Göttin der Gartenfrüchte. Die Welt der Apfelkundigen ist wahrlich märchenhaft. Vielleicht liegt das an den vielen alten Sortennamen oder an den naturverbundenen raritätensammelnden Menschen. Pomologen haben einiges drauf in puncto alte Apfelsorten. Mit nur ein paar Früchten eines Baumes können sie an Form, Farbe und Musterung die alten Apfelsorten bestimmen. Diese Apfelexperten triffst du im Pomologenverein oder auf einem Apfelfest.

    Möchtest du alte Apfelsorten bestimmen lassen, nimmst du einfach drei bis fünf Äpfel deines Baumes mit und evtl. noch einen kleinen Zweig mit einem Blättchen dran. Zeigst du dein Hab und Gut den Apfelexperten, können sie dir in wenigen Minuten sagen, ob du einen alten Klassiker, gar etwas Unbekanntes oder eine verschollene Sorte in deinem Garten stehen hast. Die Bewahrung deiner alten Apfelsorte ist gerettet.

    Neben dem Bestimmen von alten Apfelsorten legen Pomologen Sortengärten und Streubobstwiesen mit verschiedensten Apfelbaum Sorten an. Und der ein oder andere von ihnen geht auf die Suche nach verschollenen Obstsorten. Vielleicht wächst ja eine in deinem Garten!? ;)

    Möchtest du dich selbst auf die Suche nach deiner alten Apfelsorte begeben, findest du in den Obstsortendatenbanken Beschreibungen und Bildchen vieler alter Apfelsorten aufgelistet. Allein sich die vielen alten Zeichnungen der alten Apfelsorten anzuschauen, lohnt sich schon! ;)

    Und bist du überzeugt? Alte Apfelsorten sind einfach toll! Die besten unter ihnen sind robust, einfach nur lecker und zu allem bereit. Pflanzt du ein Bäumchen wie den „Berlepsch“ oder „Ontario“ in deinen Garten, bleibt ein wichtiges Kulturgut lebendig und für die Zukunft erhalten.

    Und nicht nur das, vernascht du eine alte Apfelsorte, tust du gleichzeitig etwas für deine Gesundheit. Die Polyphenole aus den Äpfeln freuen sich schon darauf, freie Radikale in deinem Körper zu fangen. Bist du ein richtiger Einkochsuchtie und Selbstversorger-Nerd, brauchst du unbedingt einen Apfelbaum in deinem Garten! Hast du schon einen und willst du wissen, wie dieser leckere Apfel heißt, begibst du dich am besten auf die Suche nach Pomologen. Mit einem Blick erkennen sie, welches Schätzchen du in deiner Hand hältst.

    Interessierst du dich auch für anderes Obst? Dann schau dir gerne diese Seiten an:

    Johannisbeeren richtig schneiden: rote, weiße, schwarze!

    Der komplette Kiwi-Guide: Kiwis pflanzen, anbauen und ernten

    Der komplette Erdbeer-Guide: Erdbeeren pflanzen, anbauen und ernten

    Und jetzt bist du dran! Welche alte Apfelsorten sind dir schon begegnet? Hast du gar eine alte Lieblingssorte? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

    Mexikanische Minigurke

    Einen Sichtschutz für deinen Balkon pflanzen: Super schöne und leckere Pflanzideen!

    Für ungestörte lauschige Stunden möchtest du einen Sichtschutz auf dem Balkon pflanzen? Dann bist du hier genau richtig! Meine absoluten Lieblings-Pflanzen dafür schirmen nicht nur zuverlässig neugierige Nachbarsblicke ab, sondern sorgen auch für super leckere Nasch-Gelegenheiten. Sichtschutzmatten und Vorhänge waren gestern, hier kommt mein super cooler lebendiger Balkon-Sichtschutz aus Pflanzen! :)

    Inhaltsverzeichnis
    Schlemmer-Sichtschutz oder grüner Dschungel: Hauptsache blickdicht!
    Maßgeschneidert: Übersichtstabelle Balkon Sichtschutz-Pflanzen
    Liebe auf den ersten Biss: Essbarer Pflanzen-Sichtschutz auf dem Balkon
    Magisch angezogen: Insektenfreundliche Balkon Sichtschutz-Pflanzen
    Das Gras wachsen hören: Schilf und Gräser als Wind- und Sichtschutz
    Harte Schale weicher Kern: Winterharte Sichtschutz-Pflanzen 
    Die Felle davonschwimmen sehen? Sichtschutz-Pflanzen richtig gießen
    Hinter die Kulissen geschaut: Balkon-Sichtschutz pflanzen – aber wie?

    Schlemmer-Sichtschutz oder grüner Dschungel: Hauptsache blickdicht!

    Auch wenn du deine Nachbarn richtig gerne magst, willst du bestimmt nicht ständig unter ihrer Beobachtung stehen. Ein bisschen Privatsphäre darf – finde ich – schon sein!

    Mit einem Balkon-Sichtschutz aus Pflanzen schaffst du dir eine super gemütliche und uneinsehbare Outdoor-Wellness-Oase. Aber wie findest du jetzt die passenden Kandidaten dafür?

    Bei der Auswahl musst du erstmal überlegen, was deine neuen grünen Freunde alles können sollen. Du machst quasi eine gedankliche Stellenausschreibung!

    • Eignen sich deine Kandidaten für den Anbau in Töpfen und Kästen?
    • Wieviel Platz brauchen sie jeweils – wie viele kannst du unterbringen?
    • Sind sie schnellwüchsig, damit du und dein Balkon möglichst bald keinen neugierigen Blicken mehr ausgesetzt seid?
    • Möchtest du nicht nur einen Sichtschutz auf dem Balkon pflanzen, sondern auch einen kleinen Naschgarten schaffen?
    • Wäre es super schön, sich den Duft von Kräutern oder Duft-Pflanzen um die Nase wehen zu lassen?
    • Legst du Wert auf eine wunderbare Blütenpracht, die auch Insekten als Nahrung dient?
    • Brauchst du einen Windschutz?
    • Sollen deine Pflanzen winterhart sein?

    Du hast nach dieser Fragerunde vielversprechende Anwärter gefunden? Glückwunsch, dann kannst du ja gleich in das nächste Gartencenter fahren und Pflanzen kaufen!

    Tomaten als Pflanzen-Sichtschutz auf dem Balkon

    Maßgeschneidert: Übersichtstabelle Balkon Sichtschutz-Pflanzen

    Du bist noch unsicher, welche Balkon-Sichtschutz-Pflanzen du nehmen sollst, weil es soo viele Möglichkeiten gibt? Du würdest gerne sowohl essbare Pflanzen als auch ein Blütenmeer haben, aber duftende Kräuter wären auch eine richtig coole Sache? Mit einer geschickten Pflanz-Kombination kannst du dir problemlos alle diese Wünsche erfüllen. Schau doch mal in meine Tabelle rein, da habe ich dir balkongeeignete Pflanzen mit ihren jeweiligen Skills aufgeschrieben.

    PflanzePlatzbedarfWuchsessbarinsektenfrdlWindschutzwinterhartduftend
    Cocktailtomaten10 – 20 Liter bis zu 4 Meterjajaneinneinnein
    Hänge-ErdbeerenBlumenampelbis zu 50 Zentimetern rankendjajaneinja mit Schutznein
    Hirschhornwegerich10 – 20 Liter20 – 30 Zentimeterjaneinneinja mit Schutznein
    Kräuter1 – 2 Liter je nach Sorte 20 bis 100 Zentimeterjajaneinteilweise mit Schutzja
    Lavendel1 – 2 Liter bis zu 50 Zentimeterjajajaja mit Schutzja
    Malabarspinat10 – 20 Literbis zu 10 Meterjajaneinneinnein
    Feuerbohne/Stangenbohne 10 – 20 LiterBis zu 3 Meterjajajaneinnein
    Mexikanische Minigurke20 Literbis zu 2 Meterjajaneinneinnein
    Blauraute10 Liter  bis zu 1 Meterneinjajaja mit Schutzja
    Prunkwinde10 Liter  bis zu 3 Meterneinjaneinneinnein
    Geißblatt20 – 30 Liter  bis zu 3 Meterneinjaneinjaja
    Schwarzäugige Susanne10 Literbis zu 1,50 Meterneinjaneinneinnein
    Flammengras10 Liter  bis zu 40 Zentimeterneinneinjaja mit Schutznein
    Chinaschilf kleinwüchsig20 – 30 Literbis zu 1,25 Meterneinneinjaja mit Schutznein

    Liebe auf den ersten Biss: Essbarer Pflanzen-Sichtschutz auf dem Balkon

    Wenn du gerne zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst, wählst du als Balkon-Sichtschutz Pflanzen aus, von denen du eine leckere Ernte bekommst!

    Dazu brauchst du Gemüse und Kräuter, die sich für den Anbau in Kübeln und Kästen eignen und dir gleichzeitig auch Sichtschutz bieten können. Da dein leckerer Sichtschutz aber nicht super viel Platz für seine Wurzeln hat, solltest du die Pflanzen regelmäßig gießen und düngen, damit sie sich prächtig entwickeln und möglichst viele Früchte ansetzen.

    Auch durch regelmäßiges Ernten regst du deine neuen Freunde zu verstärktem Wachstum an. Aber ernten sollte ja kein Problem sein, oder? ;)

    Damit du alle deine Zöglinge rechtzeitig säst oder pflanzt, lade dir gerne meinen kostenlosen Aussaatkalender herunter. Damit verpasst du keinen einzigen Termin mehr und kannst deinen Balkon ganz entspannt begrünen!

    Hol dir deinen Aussaatkalender!

      Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

      Magisch angezogen: Insektenfreundliche Balkon-Sichtschutz Pflanzen

      Dein Balkon soll nicht nur für dich, sondern auch für Insekten zur Wohlfühlzone werden? Dann könntest du für deinen Balkon-Sichtschutz Pflanzen auswählen, die die kleinen nützlichen Tierchen zum Fressen gern haben!

      Grundsätzlich locken ungefüllte Blüten, duftende Blüten und möglichst viele verschiedene Pflanzen in den Balkonkästen die Insekten an. Wenn im Lauf der Saison immer wieder eine andere Blume oder ein anderes Kraut blüht, gewöhnen sich die wichtigen Gartenhelferlein an das dauerhafte Nahrungsangebot und besuchen dich regelmäßig.

      Das ist auch sehr praktisch, wenn deine Balkon-Pflanzen einmal unter ungebetenen Gästen leiden sollten – dann sind die passenden Fressfeinde schon da. Bei einer insektenfreundlichen Bepflanzung ist die Security nämlich inklusive! ;)

      Und du hast auch was davon: Gegen wunderbar blühende Pflanzen den ganzen Sommer lang ist schließlich nichts einzuwenden, oder?

      Falls du noch ein Plätzchen an einer geschützten Stelle frei hast: Das ist der ideale Ort für ein kleines Insektenhotel! Es ist sicherlich sehr begehrt, wo es doch ganz in der Nähe ein üppiges Nahrungsangebot gibt. Auf dem Immobilienmarkt würde man von einer guten Infrastruktur sprechen. ;)

      Lavendel als Pflanzen-Sichtschutz auf dem Balkon

      Das Gras wachsen hören: Schilf und Gräser als Wind- und Sichtschutz

      Auf deinem Balkon weht häufig ein frisches Lüftchen und du bist davon eher weniger begeistert? Dann kannst du als Sichtschutz Balkon-Pflanzen wählen, die dir den Wind aus den Segeln beziehungsweise vom Balkon nehmen!

      Chinaschilf und Gräser sorgen nämlich nicht nur für einen Schutz vor allzu viel nachbarlicher Neugier, sie schirmen dich auch von unangenehmer Zugluft ab. Wenn du im Gartenmarkt Gräser oder Schilf auswählst, achte darauf, dass sie mehr in die Breite als in die Höhe wachsen und insgesamt nicht zu hoch werden. Im Herbst schneidest du die alten Halme nicht ab, sondern bindest sie zusammen. Erst wenn die Temperaturen im Frühjahr wieder steigen, verpasst du deinem Windschutz einen Rückschnitt.

      Harte Schale weicher Kern: Winterharte Kübelpflanzen als Sichtschutz

      Winterharte Pflanzen für den Sichtschutz auf deinem Balkon haben den Vorteil, dass du einen Teil deiner Kästen und Töpfe nicht jedes Jahr neu bepflanzen musst. Aber auch wenn diese grünen Kerlchen furchtbar robust und unerschrocken tun, brauchen sie trotzdem unbedingt einen guten Schutz, bevor es richtig kalt wird. Ihr Wohnraum im Kübel oder Kasten ist nämlich naturgemäß viel eingeschränkter als im Gartenboden und die Erde friert deshalb schnell komplett durch. Trotz aller Winterhärte hält das kaum eine Pflanze aus. 

      Im Herbst mummelst du deshalb deine „harten Kerle“ in Wintervlies oder Sackleinen kuschlig ein und stellst die Töpfe auf Bretter oder Steine, um den direkten Bodenkontakt zu vermeiden. Wenn du dann noch daran denkst, sie hin und wieder zu gießen (aber wirklich nur hin und wieder, denn in der kalten Jahreszeit brauchen deine Pflanzen kaum Wasser), steht einer erfolgreichen Auswinterung nichts mehr entgegen!

      Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

      Die Felle davonschwimmen sehen? Sichtschutz-Pflanzen richtig gießen

      Und da kommen wir auch gleich zum nächsten wichtigen Punkt: Dem Gießen.

      Anders als im Garten bist du nämlich auf dem Balkon viel mehr gefordert, deine Pflanzen im Sommer regelmäßig zu gießen. Einerseits ist in den Töpfen nicht viel Raum und das Wasser verdunstet rasch: Deinem grünen Balkon-Sichtschutz hängt an heißen Tagen deshalb schnell die Zunge heraus und er lechzt nach Wasser.

      Andererseits brauchst du auf dem Balkon unbedingt Untersetzer, wenn du dich und deine Nachbarn nicht regelmäßig mit einer Springflut beglücken möchtest. Ein ständiges Fußbad nehmen dir die meisten Pflanzen aber wiederum so richtig übel!

      Deshalb musst du zwischen Austrocknung, Überschwemmung und Zeitaufwand jonglieren. Aber keine Sorge, ich habe ein paar Tipps für dich, wie du das ganz einfach hinkriegst und alle Gießkannen, äh Bälle in der Luft hältst! :)

      Als erstes lässt du die Erde in deinen Kästen oder Töpfen nicht einfach unbedeckt, sondern mulchst sie mit Laub, Holzhackschnitzeln oder Brennnesseln. Durch das Mulchen verdunstet das Wasser nicht so schnell und die Pflanzen können es gut aufnehmen.

      Pflanzen, die nicht so viele Nährstoffe mögen wie zum Beispiel Kräuter, mulchst du mit feinem Kies oder Tonscherben. Die speichern außerdem gleich noch die Wärme und helfen den Hungerkünstlern über kühle Nächte hinweg.

      Gieß ruhig durchdringend, wenn du gießt, damit deine Zöglinge das Wasser nicht nur an der Oberfläche aufnehmen, sondern auch lernen, ihre Wurzeln so tief wie möglich in die Erde zu strecken. 

      Hinter die Kulissen geschaut: Balkon-Sichtschutz pflanzen – aber wie?

      Pflanzen, die einen Sichtschutz auf deinem Balkon bieten sollen, kannst du nur in Kübeln und Kästen anbauen. Dabei solltest du auf ein paar Dinge achten:

      • Die meisten Pflanzen verübeln dir Staunässe, deshalb gibst du auf den Topfboden eine Drainageschicht aus Blähton. Wenn du magst, kannst du anschließend noch ein Gartenvlies einlegen, damit sich die Erde beim Gießen nicht zwischen die Tonkügelchen schummelt.
      • Verwende eine hochwertige Pflanzerde, die an die Bedürfnisse deiner Balkon-Pflanzen angepasst ist.
      • Als Gießrand sollten vom Mulch bis zum Topfrand mindestens zwei Zentimeter Platz bleiben.
      • Achte auf die Lichtverhältnisse auf deinem Balkon. Einige Pflanzen sind Sonnenanbeter, andere dagegen wollen lieber ein Schattendasein führen.
      • Sind deine neuen grünen Zöglinge Vielfraße oder handelt es sich um Spartaner? Je nachdem musst du sie gut düngen oder die Düngerflasche im Regal stehen lassen.
      • Das Volumen in den Töpfen ist begrenzt. Kontrolliere regelmäßig, ob es deinen Pflanzen zu eng wird in ihrem Zuhause. Spätestens wenn die Wurzeln unten aus dem Topf herauswachsen, wird es Zeit für ein größeres Gefäß!
      • Kübelpflanzen bieten dem Wind eine gute Angriffsfläche und fallen schnell um. Achte darauf, dass du alles gut befestigst. Du kannst deine Töpfe auch mit Steinen auf dem Mulch beschweren.

      Vergiss nicht, dir gleich noch meinen Aussaatkalender herunterzuladen, damit du keinen wichtigen Termin verpasst. Jetzt sollte einem üppig wuchernden Pflanzendschungel nichts mehr im Weg stehen! :)

      Ein Sichtschutz auf dem Balkon aus Pflanzen ist wunderschön anzusehen und schafft dir eine kleine grüne Oase, wo du ungestört entspannen und die Zeit vergessen kannst. Die verschiedenen Pflanzenarten bieten dir neben einem Sichtschutz auch eine leckere Ernte, Windschutz oder ein Insektenparadies. Am besten fängst du gleich an, deinen lebendigen Sichtschutz zu planen!

      Du findest den Anbau von Gemüse und Kräutern super spannend und möchtest noch mehr darüber erfahren? Dann lies gerne hier weiter:

      Gemüseanbau für Dummies: In 9 Schritten zur dicken Ernte!

      Kräuter pflanzen: Der perfekte Standort mit dem 3-Zonen-Beet!

      Tomaten anbauen: Die 7 wichtigsten Tipps für eine große Ernte!

      Welche Pflanzen hast du für deinen Sichtschutz auf dem Balkon ausgesucht? Ich freue mich auf deine Kommentare!

      Blühende Gründüngung

      Gründüngung: Eine Wellnesskur für den Boden

      Gründüngung ist ein hervorragender Lückenfüller und ein wertvolles Geschenk für deinen Boden und die ganzen Lebewesen, die sich darin tummeln. Gelbsenf, Phacelia, Wicke und Co bieten deinem Boden nämlich ein Spa-Programm der Extraklasse!

      Inhaltsverzeichnis
      Was ist eigentlich Gründüngung?
      Ein Garten ohne Gründüngung?
      Gründüngung im Herbst: Den Boden einmummeln
      So funktioniert die Herbstaussaat
      Drei Gründünger im Portrait
      #1 Gib deinen Gelbsenf dazu
      #2 Phacelia, unsere Bienenfreundin
      #3 Lupinen: Ein Hoch auf Leguminosen
      Warum ist Gründüngung so wertvoll?
      #1 Gründüngung als Bodenverbesserer
      #2 Gründüngung als Klimaanlage
      #3 Gründüngung als Nährstoffpipelines
      #4 Gründüngung als Schutzmantel
      #5 Gründüngung als Insektenfreude
      #6 Gründüngung als Stickstoffsammler
      #7 Gründüngung als Beikrautunterdrücker
      How to: Einige Grundregeln
      How to: Gründüngung säen
      Gründüngung, ein Muss in einem gesunden Garten

      Was ist eigentlich Gründüngung?

      Sprechen Gärtner*innen von Gründüngung oder Gründüngern, meinen sie damit, dass sie bestimmte Pflanzen als Vor-, Zwischen- oder Nachkultur auf Beeten anbauen, die gerade frei geworden sind oder auf denen für ein paar Monate keine Gemüsekultur eingeplant ist.

      Die Gründüngerpflanzen schützen Nährstoffe vor Auswaschung, erhalten die Bodenstruktur und liefern jede Menge Futter für alles, was unter der Bodendecke lebt. So bleiben die Nährstoffe an Ort und Stelle, werden vom Bodenleben wieder pflanzenverfügbar gemacht und stehen deinem Gemüse dann später zur Verfügung.

      Auch in einem ganz kleinen Garten kannst du Gründüngung problemlos nutzen – ein total einfaches Prinzip, das viiiiele Vorteile hat!

      „Aber wohin mit der Gründüngung?”, fragst du dich. Na, einfach in die Lücken! Vielleicht ist es dir auch schon mal so gegangen: Selbst nach langem Knobeln über deinem Pflanzplan passen die Aussaat- und Erntetermine verschiedener Gemüse einfach nicht so recht zusammen und hier und da bleibt eine Leerstelle.

      Das ist aber gar nicht schlimm! Denn: Sobald in einem Beet eine Zeitlang Platz ist, kannst du dort Gelbsenf, Phacelia, Buchweizen, Lupinen oder Klee säen.

      Wenn du gerade noch an deinem Pflanzplan tüftelst, solltest du die Gelegenheit unbedingt nutzen, um ein paar wertvolle Gründüngerpflanzen einzuplanen! Alternativ dazu kannst du dir auch einfach meinen Pflanzplan herunterladen. Der ist schon fix und fertig, und du kannst einfach die Gründüngung deiner Wahl in den Plan einbauen!

      Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

      Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

        Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

        Die Gründüngerpflanzen erntest du nicht wie Gemüse, sondern mähst sie nach einiger Zeit auf dem Beet ab und lässt sie dort (als Mulch) oberflächlich liegen. Ein paar Wochen, bevor deine nächsten Gemüsepflanzen einziehen, arbeitest du die Reste dann in den Boden ein. Natürlich ganz vorsichtig und nur oberflächlich, damit wir unsere Freunde, die Bodenlebewesen, nicht durcheinanderbringen.

        Ein Garten ohne Gründüngung?

        Nein Danke! Wie wir Gärtner*innen wissen, gedeihen (Gemüse-)Pflanzen besser und sind gesünder, je belebter und humusreicher der Boden ist. Gesunder Boden, gesunde Gemüsepflanzen, gesunde Menschen – eine simple Gleichung. Deswegen kümmern wir uns nicht nur um die Pflanzen, sondern vor allem auch um die Gesundheit des Bodens.

        Eine einfache, naturnahe Methode ist es, den Boden ständig bewachsen zu halten. Hast du in der Natur schon einmal unbewachsenen, blanken Boden gesehen? Ich nicht. Das ist nämlich richtig unnatürlich und allem zuwider, was der Boden will. Eine Pflanzendecke schützt den Boden und hat noch viele andere positive Effekte. Genau wie beim Mulchen schaust du dir also auch bei der Gründüngung ab, wie die Natur gärtnert! :)

        Gründünger Klee

        Also: Der Boden in unseren Gärten sollte nie offen liegen, sondern immer bedeckt sein, damit er geschützt ist. So ein ganzjährig bewachsener Boden ist eine Wohltat für die Bodenlebewesen, allen voran für den Regenwurm, unseren Freund und Helfer. So ein Wurm holt sich hier seine Nahrung – umso schöner also, wenn der Boden bedeckt und der Tisch reich gedeckt ist (je nach Perspektive).

        Gründüngung und Bodenbedeckung sind suuuper wichtige Maßnahmen, die den Boden merklich und nachhaltig verbessern können. Deswegen kann ich mir meinen Garten gar nicht mehr ohne Gründüngung vorstellen.

        Gründüngung im Herbst: Den Boden einmummeln

        Auch wenn du Gründüngung prinzipiell das ganze Jahr über aussäen kannst, ist die wichtigste Gründüngung die, die über den Winter deine Beete bedeckt.

        Ein brachliegender Boden ist Wind und Wetter hilflos ausgeliefert, wohingegen lebende Pflanzen und ihre Wurzeln den Boden zusammenhalten und vor Erosion schützen, das Bodenleben fördern und damit die Bodenfruchtbarkeit stetig steigern.

        Warum stehen im Winter überhaupt so viele Beete leer? Gute Frage! In vielen Beeten wachsen ja bis in den September hinein noch die Sommergemüse. Erst danach werden die Beete wieder frei. Die meisten Gemüse kannst du so spät nicht mehr aussäen. Sie brauchen einfach zu lange, um zu wachsen und Früchte auszubilden – und der Winter macht ihnen einen Strich durch die Rechnung.

        Eine Ausnahme bilden zum Beispiel Wintererbsen, die sich im Herbst einen kleinen Wachstumsvorsprung erkämpfen, das Wachstum dann im Winter einstellen und im Frühjahr einfach putzmunter weiterwachsen.

        Aber zurück den Gründüngern. Unter denen gibt es nämlich etliche robuste Kerlchen! Einige Gründüngerpflanzen wie zum Beispiel der Winterroggen oder die Winterwicke sind – die Namen verraten es schon – winterhart. Das heißt, dass ihnen Frost so schnell nichts anhaben kann.

        Diese Gründüngerpflanzen kannst du ziemlich spät im Jahr noch säen, wenn du einen Großteil deines Gemüses schon geerntet und in deiner Schatzkammer eingelagert hast. Dort, wo jetzt freier Platz im Beet ist und wo kein Gemüse für die Winterernte wächst, kannst du nun den Boden begrünen.

        Senfsaatgut in Hand

        Auch im Spätherbst können die Samen dieser Pflanzen noch zum Keimen gebracht werden. Du kannst aber auch schon ab August damit beginnen und die freiwerdenden Beete in eine grüne Decke einmummeln. Die Wachstumsbedingungen sind dann noch ideal und die Beete werden ja erst im nächsten Frühjahr wieder bepflanzt.

        Du musst also die Gründüngung nicht überall auf einmal aussähen, das kann ganz entspannt nach und nach passieren: Beet für Beet, oder auch Beetreihe für Beetreihe. Das geht natürlich nur, solange die Aussicht besteht, dass die Samen noch keimen können.

        Die Gründüngung, die im Herbst gesät ist, bleibt einfach über den Winter stehen und wird dann im nächsten Frühjahr in den Boden eingearbeitet oder als Mulch auf den Beeten verteilt. So leitest du im Spätherbst schon die kommende Gartensaison ein.

        Und was ist mit den Beeten, die erst so spät frei werden, dass auch keine Gründüngung mehr keimt? Kein Problem! Diesen Beetreihen verpasst du einfach eine dicke Mulchschicht, damit auch hier der Boden gut geschützt ist. Vielleicht liegt ja noch irgendwo abgefallenes Herbstlaub herum, dass du dafür nutzen kannst?

        So funktioniert die Herbstaussaat

        Lass mich dir die Herbstaussaat am Beispiel des Gelbsenfs, einer richtig tollen Gründüngerpflanze, noch mal genauer erklären: Du lockerst den Boden (am besten mit einer Grabegabel), gräbst ihn aber nicht um. Warum du das Umgraben sein lassen solltest, erfährst du hier.

        Dieses Lockern hat denselben Effekt auf deinen Boden, wie wenn du eine Bettdecke gut ausschüttelst und das Zimmer vor dem Schlafengehen belüftest – es schafft ein besseres Klima.

        In diesen gut belüfteten Boden säst du nun breitwürfig deine Senfsaat. Ein Teil der Samen fällt dabei in die entstandenen Luftlöcher, den Rest kannst du mit dem Rechen leicht einharken.

        Falls es nicht regnet, solltest du die Saat in den ersten Tagen feucht halten, sodass sie gut aufgeht. Der Gelbsenf braucht in der Regel nur ein paar Tage, um zu keimen, und ergibt dann eine dichte grüne Decke, unter der dein Boden wohlig eingemummelt Winterruhe halten kann.

        Schließlich friert der Gelbsenf bei Temperaturen unter -7°C ab und bildet dann einen lockeren Schleier auf dem Beet. Dieser Schleier zerfällt sehr schnell und kann deswegen ohne viel Aufwand im Frühjahr in den Boden eingeharkt werden. Praktisch, oder?

        Drei Gründünger im Portrait

        Wer kann was? Vorhang auf für ein paar dieser famosen Pflanzen!

        #1 Gib deinen Gelbsenf dazu

        Alle Gründüngerpflanzen haben ihre ganz eigenen Stärken. Gerade haben wir ihn schon kennengelernt: den schnellwachsenden, winterharten Gelbsenf mit seiner Pfahlwurzel.

        Blühender Gelbsenf

        Er ist, wie ich finde, die (fast) perfekte Gründüngerpflanze, weil er mühelos zu säen und sehr leicht zu handhaben ist. Er hinterlässt im Frühjahr keine großen Stängel (zumindest, wenn er nicht geblüht hat), die wir dann mühevoll kleinhacken müssten. Im Beet bildet er ein Miniwäldchen mit schattigem, feuchtem Untergrund. Gerade weil er den Boden so gut regeneriert, sollte er in deinem Garten nun wirklich seinen Senf dazugeben dürfen! 

        Ein Manko gibt es allerdings: Gelbsenf zählt nämlich zur Familie der Kreuzblütler. Die kennst du bereits von deinen Kohlgewächsen. Wie ist das jetzt mit dem Gelbsenf, wenn sich im Garten schon mehrere Kohlarten und andere Kreuzblütler finden? Denn gerade bei dieser Pflanzenfamilie solltest du ja eine Anbaupause von 5-6 Jahren einhalten, bevor du sie in demselben Beet wieder anbaust. Nur so kannst du hartnäckigen Krankheiten wie der Kohlhernie vorbeugen.

        Wenn du nun noch einen weiteren Vertreter dieser Pflanzenfamilie in deine Beetplanung einbeziehst, machst du dir das Leben also ziemlich kompliziert.

        Der Gelbsenf als Gründüngung ist also dann ideal für dich, wenn Kohl nicht dein Lieblingsgemüse ist und du nicht sooo viele Pflanzen aus der Kreuzblütlerfamilie in deinen Beeten anbaust.

        Dann pflegt und verbessert Senf deinen Boden ungemein, bringt das Bodenleben auf Trab, und unterdrückt noch dazu einige Schädlinge, wie zum Beispiel Kartoffelnematoden. Kurzum: Er ist ziemlich wertvoll für deinen Garten und hält ihn gesund.

        Kleiner Tipp: Falls du im kalten Winter dringend das Bedürfnis nach frischen Vitaminen verspürst, kannst du ein paar dieser zarten und milden Senfpflanzen ernten und als Kraut in der Küche, zum Beispiel im Salat, verwenden.

        #2 Phacelia, unsere Bienenfreundin

        Die wunderschön lila blühende Phacelia, die auch unter dem schönen Namen Bienenfreundin durch die Gärten reist, ist eine alte, lange Zeit nicht besonders beachtete Pflanze, die sich heute in Biogärten wieder immer größerer Beliebtheit erfreut und die ihrem Namen auch wirklich alle Ehre macht.

        Phacelia in Blüte

        Die anspruchslose Pflanze ist nicht besonders picky. Sie verträgt Trockenheit und durchdringt so ziemlich alle Böden mit ihrer Pfahlwurzel. Die feinen Phacelia-Samen können bereits sehr früh im Jahr gesät werden und gehen auch als Wiederholungssaat zu verschiedenen Zeiten während des Jahres in der Regel gut auf. Deswegen ist Phacelia ideal, um im Laufe des Sommers immer wieder ausgesät zu werden und so auch kleinere Lücken zu schließen.

        Phacelia steht ziemlich lange in Blüte und duftet dabei überschwänglich. Das entgeht auch den schwirrenden Faltern und Insekten nicht, die durch den Duft herangezogen werden.

        Hast du schon einmal Phacelia gepflanzt? Dann hast du bestimmt beobachtet, wie ganze Wolken von Schwebfliegen, über den Phacelia-Quartieren in der Luft surren. Das Tolle daran ist, dass sich die Schwebfliegen über Blattlausarmeen in deinem Garten hermachen – eine ihrer Leibspeisen! 

        Phacelia ist so ein regelrechter Magnet für das ein oder andere Helferlein im Garten, das deine Gehölze und Fruchtgemüsearten fördert und gesund hält. Großartig, wie unsere Bienenfreundin die Vermehrung und Entwicklung dieser Nützlinge so fördert.

        Die von Insekten heißgeliebte Pflanze bildet einen feinen, gefiederten Teppich, sie wurzelt tief, beschattet den Boden, versprüht den Regen durch die reich geteilten Blätter hindurch, ist eine gute Taufängerin und bezirzt mit einer wunderschönen Farbe. Was will das Gartenherz mehr?

        Wenn die Pflanze abgeblüht ist, solltest du sie schleunigst mähen, bevor sie Samen ausbilden kann. Sonst hast du bald keine Chance mehr, dein Gemüse zwischen den neu austreibenden Phaceliapflanzen zu finden. Die Stängel und Blätter lässt du einfach auf dem Boden liegen. Sie bilden dann als Mulch noch einmal eine dichte Bodenbedeckung.

        #3 Lupinen: Ein Hoch auf Leguminosen

        Die mindestens genauso schönen Lupinen, die mit den Erbsen und Bohnen verwandt sind, leben wie alle Hülsenfrüchte in Symbiose mit Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln. Zusammen mit diesen Bakterien haben sie die Superkraft, Stickstoff aus der Luft zu binden und anderen Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Chapeau, Lupine!

        Alle Lupinenarten bilden rasch eine kräftige Hauptwurzel. Bis zu zwei Metern tief können die mit Bakterien besetzten Wurzeln reichen! So kann dieses Dreamteam Stickstoff aus der Luft ernten, der dann nicht nur für das eigene Pflanzenwachstum zur Verfügung steht, sondern auch großzügig verteilt wird. Gerade die gelbe Lupine ist eine echte Selbstversorgerin und kann sogar auf sandigen, mageren Böden gut wachsen.

        Ihre tiefe Wurzel lockert außerdem den Boden. Die so entstehenden Tunnel verbessern den Luft- und Wasserhaushalt des Bodens. So tuen Lupinen deinem Boden auf ganz unterschiedliche Art und Weise etwas Gutes.

        Lupinen als Gründüngung

        Auch hier gilt allerdings wieder: Anbaupause beachten, denn du wirst sicher auch andere Hülsenfrüchte bei dir im Garten anbauen.

        Warum ist Gründüngung so wertvoll?

        Gründüngerpflanzen haben ganz viele Eigenschaften, die wertvoll für deinen Garten sind. Sie alle halten Nährstoffe im Boden, erhalten die Bodenstruktur, füttern die Bodenlebewesen und schützen den Boden vor starkem Regen und Wind.
         
        Manche von ihnen haben darüber hinaus aber noch regelrechte Spezialeffekte: Sie reichern deinen Boden mit Stickstoff an, bilden tiefe Wurzeln, die den Boden auflockern oder sind schon früh im Jahr eine wundervolle Bienenweide.

        Schauen wir uns die verschiedenen Superkräfte mal genauer an…

        #1 Gründüngung als Bodenverbesserer

        Die bodenverbessernde Wirkung von Gründüngerpflanzen ist wahrscheinlich das wertvollste Geschenk an den Garten. Senf, Phacelia, Buchweizen und Wicken durchwurzeln, lockern und beleben den Boden, weil sie ihn für viele potentielle Bodenbewohner*innen attraktiver machen.

        Gründüngung fördert den Humusaufbau, verbessert die Krümelstruktur des Oberbodens und versorgt ihn mit zusätzlichen Nährstoffen.

        Wenn du mit Pflanzenkohle gärtnerst, wird die Pflanzenkohle im Boden durch die Nährstoffe der verrotteten Pflanzen wieder aufgeladen, jippie!

        #2 Gründüngung als Klimaanlage

        Viele der Gründüngerpflanzen haben Wurzeln, die pfahlförmig viel tiefer reichen, als man das auf den ersten Blick vermutet – manche sind bis zu 1,50 m tief! Wenn die Wurzeln zusammen mit den anderen Pflanzenbestandteilen dann irgendwann verrotten, bleiben die Röhren erhalten.

        So entsteht dann ein regelrechtes Tunnelsystem im Boden, über das dieser belüftet wird. Du kannst dir das vorstellen wie eine Klimaanlage. Das ist vor allem für schwere und verdichtete Böden und ihre Bewohner*innen echter Balsam.

        #3 Gründüngung als Nährstoffpipeline

        Dass die Wurzeln der Gründüngerpflanzen so tief reichen, hat noch einen weiteren Vorteil: Sie können beim Nährstofftransport aus den unteren Bodenschichten helfen. Die durch die Pflanzenwurzeln entstehenden Luft- und Wasserporen bieten sich als Transportwege für den Nährstoffkreisläufen im Boden nur so an.

        Darüber hinaus düngen die Pflanzen mit ihren eigenen Pflanzenkörpern, denn Wurzel-, Stängel und Blattmasse werden gleich wieder abgebaut, nachdem sie gemäht wurden. So wird der Humusgehalt des Bodens erhalten und sogar erhöht.

        #4 Gründüngung als Schutzmantel

        Ein nackter Boden ist Wind, Sonne und Regen gnadenlos ausgeliefert. Was liegt da näher, als ihn mit Hilfe von Grünpflanzen oder einer dicken Mulchschicht vor Wind und Wetter, vor Erosion und Austrocknung zu schützen? Die Rolle eines bedeckenden Schutzmantels ist Gründüngerpflanzen geradezu auf den Leib geschnitten.

        #5 Gründüngung als Insektenfreude

        Ich habe ja bei der Phacelia oben schon erwähnt, was für ein Insektenmagnet die blühende Pflanze ist. Da ist sie nicht allein! Auch Ringelblumen, Buchweizen und Tagetes sind toll blühende Gründüngerpflanzen, die verschiedenen Insekten vorzüglich schmecken.

        Wenn du Blühmischungen als Gründüngung säst, finden Bienen, Hummeln und Schmetterlinge ein reiches Buffet vor. Kann dann überhaupt noch von Gründüngung die Rede sein? ;)

        Andere Gründünger kannst du auch als Futterpflanzen für Haustiere verwenden. Klee freut Kaninchen zum Beispiel sehr! Und es geht noch weiter: Tagetes hat, genau wie Gelbsenf, zusätzlich eine abwehrende Wirkung auf Nematoden.

        #6 Gründüngung als Stickstoffsammler

        Leguminosen wie Ackerbohnen und Lupinen gehen an ihren Wurzeln Symbiosen mit Knöllchenbakterien ein, die den Stickstoff aus der Luft ernten können. Das ist total faszinierend! Die Knöllchenbakterien reichern den Boden so mit zusätzlichem Stickstoff an, der dann von den Gemüsen, die später dort wachsen und gedeihen, genutzt werden kann.

        Die Leguminosen schaffen dadurch perfekte Startbedingungen für Kohl und andere Starkzehrer. Dabei wird mir wieder einmal richtig deutlich, dass der Garten einfach ein zusammenhängendes System ist – und sooo viel mehr als nur die Summe aller Pflanzen!

        Erbsenmischung als Gründüngung

        #7 Gründüngung als Beikrautunterdrücker

        Vielleicht hast du es schon geahnt: Gründünger kann dir so einiges an Arbeit ersparen! Das gilt auch und ganz besonders für die Beikrautunterdrückung. Hier wirken Gründüngung und Mulch wieder recht ähnlich. Freche Beikräuter, die hier und da ihre Köpfe aus dem Boden stecken wollen, werden gehemmt.

        Kleiner Tipp: Wenn du mehr Saatgut ausbringst, wachsen die Gründüngerpflanzen dichter und können die Beikräuter so noch besser unterdrücken.

        How to: Einige Grundregeln

        Es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn du mit Gründüngung in deinem Garten arbeiten möchtest: Allen voran solltest du für deine Zwecke und deinen Garten die richtigen Pflanzen und den richtigen Aussaatzeitpunkt auswählen. Stelle dir dafür am besten folgende Fragen:

        1. In welcher Jahreszeit möchte ich die Gründüngung säen?
        2. Wie ist mein Boden grundlegend beschaffen?
        3. Wie lange kann die Gründüngung auf dem Beet stehen, und wann möchte ich es wieder für Gemüse nutzen?

        Wie alles beim Gärtnern braucht die Wahl des Gründüngers also etwas Fingerspitzengefühl. Aber keine Sorge, das kriegst du sicherlich hin. Ein Blick in die Tabelle mit den verschiedenen Gründüngern, die du weiter unten findest, hilft dir bestimmt dabei!

        Weiterhin ist es wichtig, dass du die Gründünger in deine Fruchtfolge einbaust. Pass besonders bei den Leguminosen und Kreuzblütlern auf, dass sie nicht anderen Vertretern ihrer Familie in die Quere kommen. Phacelia, Tagetes und Buchweizen sind in der Hinsicht ziemlich unkompliziert, weil die sich mit allen Pflanzen vertragen.

        Wenn du nicht eine Mordsarbeit damit haben möchtest, die Gründünger in den Boden einzuarbeiten, solltest du auch darauf achtgeben, sie immer rechtzeitig zu mähen. Wenn die Stängel zu dick und die Pflanzen zu hoch werden, kann das Einarbeiten unter Umständen ziemlich anstrengend werden, gerade weil du in deinem Garten ja nicht mit schwerem Gerät ackerst.

        Du solltest deinen Gründünger auch unbedingt abmähen, bevor er Samen bildet. Sonst wird er nämlich schnell unkontrollierbar und breitet sich in deinem Garten in Windeseile aus.

        Damit einher geht auch die Faustregel, die Gründüngung lieber zu früh als zu spät einzuarbeiten. Bei mir hat es sich bewährt, die Gründüngung 2-3 Wochen vor der Aussaat von Gemüse im betreffenden Beet abzumähen, die Pflanzen dann etwas liegen zu lassen, um sie anschließend mit einer Grabegabel oberflächlich einzuarbeiten, damit der Verrottungsprozess möglichst schnell in Gang kommt.

        Im Herbst und Frühjahr dauert das Ganze etwas länger, weil es ja kühler ist. Klar, du kannst die Pflanzen natürlich auch einfach als Mulch liegen lassen, den du dann etwas zur Seite ziehst, wenn du junges Gemüse pflanzt oder säst.

        How to: Gründüngung säen

        Es ist an der Zeit, die Gründüngung in deinem Garten auszubringen? Die Vorbereitung gelingt schnell: Lockere das Beet, zum Beispiel mit einer Grabegabel, ohne es umzugraben. In einem zweiten Schritt verteilst du das Gründüngungssaatgut von Phacelia und Co breitwürfig auf dem Beet. Anschließend rechst du das Saatgut oberflächlich ein und hältst es bis zur Keimung feucht – fertig!

        Insekt auf Phacelia

        Kleiner Tipp: Du möchtest dir selber eine Gründüngungsmischung zusammenstellen? Dann achte unbedingt auf das richtige Mischungsverhältnis, damit nicht einzelne Sorten die ganze Mischung dominieren und alles andere überwuchern.

        Dazu nimmst du, wenn du zum Beispiel Ackerbohne und Senf aussäen willst, nicht 50:50, sondern die Hälfte der empfohlenen Saatgutmenge pro m² von Ackerbohne und die Hälfte der empfohlenen Saatgutmenge von Senf. So kannst du eigene Mischungen anteilig ausrechnen.

        Gründünger, ein Muss in einem gesunden Garten

        Jedes Mal, wenn du Gemüse erntest, entnimmst du dem Beet Pflanzenmasse und damit Nährstoffe, während die Gründüngerpflanzen dem Boden wieder Nährstoffe zuführen. Mit der Gründüngung bleibt der Boden in Balance.

        Das Gemüse nährt uns, wir säen Gründüngung, der Gründünger ernährt den Boden, und der Boden versorgt wiederum das Gemüse. Ein kleiner Kreislauf von Geben und Nehmen, in dem die Gründüngung eine wichtige Stellschraube ist.

        Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

        Hier bekommst du noch einmal alle Vorteile auf einen Blick: Gründünger…
         
         … durchwurzeln und beleben den Boden,
         … verleihen einem ausgelaugten Boden einen frischen Teint,
         … lockern den Boden mit ihren tiefen Wurzeln,
         … machen den Boden für viele Bewohner*innen attraktiver,
         … düngen und versorgen den Boden mit ihrer Pflanzenmasse,
         … erhöhen den Humusgehalt des Bodens,
         … unterdrücken Beikräuter,
         … beschatten den Boden und halten ihn feucht,
         … stabilisieren und schützen den Boden vor Austrocknen, Erosion, Wind und Wasser,
         … ziehen Nützlinge an und dienen als Bienenweide,
         … reichern den Boden mit Stickstoff an.

        Wow! So eine Gründüngung ist wirklich das A und O in einem gesunden Garten!

        Winterharte Gründüngungspflanzen

        PflanzeBeschreibungBodenBesonderheitenAussaat
        RotkleeLeguminose, bildet Pfahlwurzel mit vielen NebenwurzelnFür lockere BödenMehrjährig, StickstoffsammlerMärz-August
        WeißkleeLeguminoseAlle BödenVerträgt keine Trockenheit, bienenfreundlich, StickstoffsammlerMärz-August
        InkarnatkleeLeguminose mit roten, länglichen Blüten, PfahlwurzelLeichte und mittlere, kalkhaltige BödenGut geeignet als Vorkultur für Gemüse, die erst nach den Eisheiligen ins Beet kommen, schnelle Durchwurzelung, Bienenweide, StickstoffsammlerMärz-Mitte September
        WinterwickeLeguminose, bildet Ranken, blüht purpur bis violett, kräftige WurzelnAlle BödenBildet auch im Winter Wurzelmasse, gern in Mischung mit Winterroggen, StickstoffsammlerJuni-Oktober
        SteinkleeLeguminose mit kräftiger PfahlwurzelAlle Böden, gern kalkhaltigeWurzel durchdringt auch verdichtete Böden, bienenfreundlich, StickstoffsammlerApril-August
        LuzerneLeguminose mit kräftiger Pfahlwurzel, wird bis zu 1 m hoch, Wurzeln bis zu 4 m tiefKalkhaltige, leichte bis mittlere BödenMehrjährig, hat sehr gute beikrautunterdrückende Wirkung, verträgt Trockenheit, bienenfreundlich, StickstoffsammlerApril-September
        RoggenGetreide, wächst raschSchwere BödenGut in Kombination mit WinterwickeMärz-Oktober
        ÖlrettichKreuzblütler, Rettichgewächs, wächst raschSchwere BödenLockert den Boden, reduziert NematodenAnfang August-Ende September
        SpinatGänsefußgewächs, Blattgemüse Hinterlässt eine gute BodenstrukturMärz-September

        Nicht-winterharte Gründüngungspflanzen

        PflanzeBeschreibungBodenBesonderheitenAussaat
        Alexandriner-kleeLeguminose mit Pfahlwurzel, schnelle WurzelbildungLeichte bis mittlere Böden, mag keinen niedrigen pH-WertHat es gern feucht, bienenfreundlich, StickstoffsammlerApril-Juli
        Persischer Klee Alle BödenBienenfreundlich, Stickstoffsammler, gut mit Kohl, weil er Kohlfliege und Kohlweißling vertreibtMärz-August
        SommerwickeRankende, violett blühende Leguminose mit verzweigten Wurzeln und vielen WurzelknöllchenAlle BödenGutes Grünfutter, starke Beikrautunterdrückung, starke BodendurchwurzelungJuni-August
        PlatterbseTiefwurzelnde Leguminose mit großen WurzelknöllchenAlle BödenStickstoffsammlerBis September
        AckerbohneRasch wachsende und sehr kältetolerante Leguminose mit kräftigen PfahlwurzelnTiefgründige, kalkreiche, mittlere BödenFixiert viel Stickstoff und sorgt für gute BodengareFebruar-Oktober
        PhaceliaWunderschön lila blühendes Raublattgewächs mit Pfahlwurzel mit Seiten- und FeinwurzelnAlle BödenBienenfreundin, verträgt Trockenheit, hinterlässt sehr gute Bodenstruktur, verträgt sich gut mit allem GemüseFür Blüte: März-Juli, sonst Oktober
        LupineLeguminose, Pfahlwurzel mit großen WurzelknöllchenLeichte bis mittelschwere BödenBienenfreundlich, StickstoffsammlerMärz-Juli
        GelbsenfKreuzblütler mit gelben Blüten, das den Boden schnell abdecktAlle Böden, gern lockerer BodenSehr schnelle Durchwurzelung des OberbodensBis Oktober
        BuchweizenKnöterichgewächs, das zierlich weiß-rosa blühtLeichte BödenVerträgt sich gut mit allem Gemüse, BienenweideApril-August
        SerradellaLeguminose mit PfahlwurzelGut für nährstoffarme BödenBienenfreundlich, Stickstoffsammler, verbessert SandbödenApril-August

        Wenn du dich jetzt an die Anbauplanung für das nächste Gartenjahr machst, dann bestell doch gleich etwas Gründüngungssaatgut mit.

        Und falls du gerade mitten im Gartenjahr bist und sich eine Lücke im Beet auftut, dann ab mit dir in den Garten! Verpass deinem Boden eine Gründüngungs-Wellnesskur, die ihn so richtig verwöhnt!

        Was du neben einer Gründüngung noch so tun kannst, um deinen Boden zum Schnurren zu bringen, das erfährst du hier:

        So funktioniert Mulchen! Schritt für Schritt zum Mulchbeet 

        So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

        So geht Permakultur: Schaff dir ein kleines Paradies!

        Wie steht es mit Gründüngung in deinem Garten? Welche Mischungen haben sich bei dir bewährt? Schreib es mir gern in die Kommentare!

        Regenwurm

        Der Regenwurm: Dein Freund und Helfer

        Regenwürmer sind allgegenwärtig, aber gleichzeitig irgendwie underrated. Das muss sich schleunigst ändern! Denn es gibt wohl kaum einen anderen Gartenbewohner, der so viel Großartiges leistet und dabei so gnadenlos unterschätzt wird wie der Regenwurm.

        Inhaltsverzeichnis
        Ein Boden ohne Regenwürmer?
        So kannst du den Regenwurm fördern
        Warum der Regenwurm dein wichtigster Mitarbeiter ist
        #1 Der Regenwurm als Bauarbeiter
        #2 Der Regenwurm als Statiker
        #3 Der Regenwurm als Abwasserexperte
        #4 Der Regenwurm als Müllabfuhr
        #5 Der Regenwurm als Lieferservice
        Fazit: Der Regenwurm ist immer der Gärtner
        Wer ist eigentlich DER Regenwurm?
        Hörst du die Regenwürmer husten?

        Ein Boden ohne Regenwürmer?

        Wie sähe unsere Welt ohne Regenwürmer aus? Das mag man sich gar nicht vorstellen. Denn die Tiere sind zwar klein und unscheinbar, leisten aber einen immensen Beitrag dazu, dass unsere Böden lebendig und fruchtbar bleiben.
         
        Denn Boden ist nicht nur bloß Fläche, auf der wir Gemüse anbauen können. Der Boden ist ein unglaublich wichtiger Lebensraum, in dem unzählige Tierarten in einer faszinierenden Wohngemeinschaft zusammenleben, sich gegenseitig ergänzen und unterstützen.

        Ohne die Bodentierchen und ihre Arbeit wäre Boden nur tote Substanz, die auch deine Pflanzen nicht lange versorgen könnte. Das machen erst die Bodenlebewesen möglich. Allen voran der Regenwurm.

        In einem Quadratmeter Boden können mehrere hundert Regenwürmer leben. Abgefahren, oder? Und da sich ein Regenwurm nie einen völlig kaputten Boden als Zuhause aussuchen würde, gilt: Ist der Wurm drin, dann hast du einen guten Boden. Je mehr Würmer, desto besser.

        Regenwürmer im Boden

        Leider sind Regenwürmer aber nicht mehr so häufig, wie sie mal waren. Weltweit gehen die Regenwurmpopulationen immer weiter zurück. Manche Regenwurmarten sind inzwischen selten geworden oder sogar vom Aussterben bedroht.

        Denn trotz all seiner guten Eigenschaften nimmt die Landwirtschaft kaum Rücksicht auf den armen Wurm. Beim Pflügen und Umgraben der Äcker werden nicht nur die Regenwurmgänge zerstört, viele Regenwürmer sterben auch direkt durch die rabiate Bodenbearbeitung.

        Der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln hat ebenfalls einen großen Einfluss auf den Lebensraum der Regenwürmer – und nimmt die Tierchen ganz schön mit. Auch lange Dürreperioden, die immer häufiger werden, machen dem Regenwurm zu schaffen.

        Kurzum – er hat es nicht leicht! Ein bisschen Unterstützung kann der Regenwurm daher gut gebrauchen.

        So kannst du den Regenwurm fördern

        Deshalb solltest du deinen Garten unbedingt in ein Regenwurmparadies verwandeln! Die gute Nachricht ist: Es gibt einiges, was du tun kannst, um den Wurm bei dir willkommen zu heißen.

        Es ist wahrscheinlich selbstverständlich: Der Regenwurm fühlt sich besonders in Biogärten wohl. Also dort, wo keine Chemie eingesetzt wird. Im nächsten Schritt solltest du unbedingt aufs Umgraben verzichten. Das ist suuuuper wichtig! Der Frage, wie das Gärtnern ohne Umgraben gelingt und warum du dabei unbedingt Kompost verwenden solltest, habe ich in meinem Gemüsegarten-Starten-Onlinekurs sogar ein ganzes Modul gewidmet.

        Wer seine Regenwürmer liebt, der sorgt dafür, dass sie genug zu fressen haben. Deine kleinen Freunde brauchen nämlich richtig viele Pflanzenreste, um sich wohlzufühlen. Die solltest du ihnen unbedingt zur Verfügung stellen. Am unkompliziertesten ist es, wenn du alte Wurzeln, Pflanzenreste und abgefallene Blätter auf den Beeten lässt. Also einfach nicht so genau sein mit dem Aufräumen. ;)

        Ein weiteres Zauberwort ist mulchen. Damit ist das Abdecken des Bodens zwischen den Gemüsepflanzen gemeint. Das machst du am besten mit organischem Material wie Stroh, Grasschnitt oder Holzhackschnitzeln.

        Mit Stroh gemulchter Mangold

        Der Regenwurm hat durch den Mulch einen regelrechten Essensvorrat direkt über seinem Kopf. Das freut deinen Untermieter besonders! Im Winter hat so eine Mulchschicht noch dazu eine isolierende Wirkung. Dadurch haben es die Würmer, die sich bei Kälte in tiefere Bodenschichten zurückziehen, dort weiterhin muckelig warm.

        Ein Upgrade zum Mulch ist ein ganzjährig bewachsener Boden. Das erfordert eine gute Planung. Denn neue Jungpflanzen müssen schon bereitstehen, wenn du ein Gemüse abgeerntet hast, damit du die Lücken füllen kannst.

        Wenn das jetzt super kompliziert klingt, dann lade dir doch einfach meinen fertigen Pflanzplan herunter! Dazu musst du nur deine Emailadresse hier eintragen, und schon landet der Plan in deinem Postfach. Mach das am besten gleich, denn du weißt: Der frühe Vogel fängt den Wurm! ;)

        Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

        Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

          Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

          Warum der Regenwurm dein wichtigster Mitarbeiter ist

          Du wirst mit der Arbeit im Gemüsegarten immer alleine gelassen? Das glaube ich kaum. Es gibt da nämlich einen treuen Begleiter in deinen Beeten. Er ist immer da, arbeitet leise vor sich hin und nimmt dir ganz schön viel Arbeit ab.

          Regenwürmer sind Lieferservice, Bauarbeiter und Müllabfuhr in einem. Damit sind sie absolut systemrelevant für deinen Garten und sollten definitiv mehr Wertschätzung bekommen, findest du nicht?

          Schauen wir uns doch mal an, was sie alles Großartiges leisten…

          #1 Der Regenwurm als Bauarbeiter

          Wie es sich für einen regen Wurm gehört, sind viele Regenwürmer passionierte Tunnelgräber. Sie sind tagein, tagaus in der Erde unterwegs und hinterlassen ihre berühmten Regenwurmgänge. Je nachdem, mit welchem Wurm du es zu tun hast, können diese Gänge locker ein bis zwei Meter tief in die Erde reichen. Du siehst: Der Regenwurm ist kein oberflächliches Kerlchen, sondern hat richtig Tiefgang!

          Dabei schafft es der Regenwurm, den Boden schonend zu lockern und zu belüften. Er ist da einfach viiiiiel talentierter als wir mit unserer Grabegabel! Und deine Pflanzen finden das super, denn ein luftiger, lockerer Boden ist ideal für sie.

          Regenwurm im Gang

          Außerdem können deinen Pflanzen ihre Wurzeln dank der Regenwurmgänge easypeasy ganz weit ausstrecken. Denn wo ein Regenwurmgang ist, da ist auch ein Weg. Und wenn der schon da ist, können die Wurzeln mühelos auch in tiefere Bodenschichten gelangen.

          Die Regenwurmgänge sind tatsächlich regelrechte Luxussuiten für Pflanzenwurzeln. Geräumig, mit Frischluftzufuhr, immer fließend Wasser, und durch die Hinterlassenschaften der Regenwürmer sind die Innenwände mit Nährstoffen tapeziert. Na, wenn das kein Schlaraffenland ist!

          #2 Der Regenwurm als Statiker

          Wer selbst gärtnert, weiß: Ein poriger, feinkrümeliger Boden ist Gold wert. Den hinzubekommen, ist aber gar nicht so einfach. Zumindest für uns! Für einen Regenwurm ist das ein Klacks. Er schafft es nämlich, den Boden nicht nur zu lockern, sondern ihm auch richtig viel Stabilität zu verleihen. Sozusagen ein Multitalent bei der Bodenbearbeitung!
           
          Regenwurmgänge sind unglaublich stabil und geben deinem Boden Halt. Man kann sie sich in etwa vorstellen wie hohle Säulen im Boden.

          Gleichzeitig brechen Regenwürmer kompakte Klumpen mit ihren Gängen auch auf und machen dadurch verdichtete Böden überhaupt erst zugänglich.

          So verschaffen Regenwürmer dem Boden Stabilität und Struktur! Danke, lieber Regenwurm!

          #3 Der Regenwurm als Abwasserexperte

          Natürlich hat ein einzelner Regenwurm nur einen kleinen Einfluss auf deinen Boden. Aber dort, wo viele Regenwürmer leben, ist der Effekt ihrer Arbeit ganz schön beachtlich!

          Dann können Regenwürmer uns sogar vor Hochwasser beschützen! Die Regenwurmgänge dienen nämlich als Abwasserrohre, durch die Regenwasser ganz einfach und zügig in tiefere Bodenschichten abfließen kann.

          Gleichzeitig bilden sich so auch an der Bodenoberfläche weniger Pfützen, die die oberste Bodenschicht wegschwemmen könnten. Somit wird der Boden durch den Regenwurm auch vor Erosion geschützt. Das Tier kümmert sich halt um sein Zuhause!

          Durch dieses effektive Abwassersystem entsteht auch seltener Staunässe. Dafür bedanken sich deine Gemüsepflanzen. Die freuen sich übrigens auch darüber, dass das kühle Nass sich dank der Wasserleitungen gleichmäßig an ihren Wurzeln verteilt, sodass sie jederzeit nach Lust und Laune davon trinken können. Prost!

          Aber auch sonst spielen Regenwürmer eine enorm wichtige Rolle im Wasserhaushalt des Bodens. Durch die Bodenstruktur, die sie schaffen, verhält sich der Boden wie ein Schwamm. Heißt: Er speichert Wasser sehr zuverlässig und gibt es nach und nach an die Pflanzen ab. Für uns bedeutet das: Byebye Gießkanne! ;)

          #4 Der Regenwurm als Müllabfuhr

          Regenwürmer sind richtige Resteverwerter. Sie sind ganz schön bescheiden und ernähren sich ausschließlich von abgestorbenen Pflanzenteilen. So sorgen sie für Ordnung im Beet. Aber nur aufzuräumen, reicht dem Regenwurm nicht. Nein, ein wahrer Undercover-Held wie er recycelt natürlich!

          Was vorne rein kommt, kommt bekanntermaßen hinten auch wieder raus. Und das, was da hinten rauskommt, hat fünfmal mehr Stickstoff, siebenmal mehr Phosphor, und sogar elfmal mehr Kalium als das, was vorne reinkommt!!! Und Stickstoff, Kalium und Phosphor sind DIE drei Nährstoffe, die für deine Pflanzen absolut überlebenswichtig sind.

          Ich gebe zu, wo vorne und wo hinten ist, ist beim Regenwurm auf den ersten Blick nicht so leicht erkennbar. Aber Fakt ist: Der Regenwurm produziert einen Superdünger für deine Pflanzen!

          Den hast du bestimmt auch schon mal gesehen. Denn Regenwürmer sind stubenrein und erledigen gewisse Dinge draußen, also an der Bodenoberfläche. Dort finden sich dann kleine braune Häufchen, auch Wurmlosung genannt.

          Regenwurmlosung

          Stopp, nicht putzen! Die Regenwurmhaufen sind nämlich ein wahrer Grund zur Freude und dürfen gern in den Beeten und auf dem Rasen bleiben. Sie sind der Shit überhaupt!

          Nicht nur die Inhaltsstoffe sind vom Feinsten, auch die Struktur der Regenwurmlosung bessert deinen Boden auf. Die ist der von Tonpartikeln nämlich sehr ähnlich. Das heißt: Der Kot ist so aufgebaut, dass er eine große Oberfläche hat. Dadurch kann er Wasser und Nährstoffe speichern.

          Vielleicht denkst du dir jetzt: Naja, wie viel kann so ein Wurm denn fressen, dass das für den Boden tatsächlich eine Rolle spielt? Sehr gute Frage! 

          Da der Stoffwechsel der Würmer nicht sonderlich effektiv ist, müssen sie sich durch eine ganze Menge abgestorbener Blätter fressen. Jeden Tag produzieren sie so Superdünger von ungefähr der Hälfte ihres Körpergewichts.

          Ich habe mal nachgerechnet: Wenn in einem Quadratmeter Boden 100 Regenwürmer leben, die alle ungefähr 2 g wiegen, dann sind das 200 g Regenwurmgewicht in diesem kleinen Stückchen Boden. Zusammen produzieren diese 100 Würmer dann Tag für Tag 100 Gramm Regenwurmlosung. Das heißt: Alle 10 Tage entsteht so 1 Kilo fruchtbarster Pflanzendünger. 3 Kilo im Monat! Auf jedem Quadratmeter Boden!
           
          Und das ist eine seeeeehr konservative Schätzung. Denn auf einem Quadratmeter können bei guter Pflege weit mehr als 100 Regenwürmer leben! :O

          #5 Der Regenwurm als Lieferservice

          Aber damit nicht genug. Regenwürmer beliefern nämlich auch andere Bodenlebewesen mit Futter. Sie ziehen alte Blätter und tote Pflanzen mit in ihre Gänge, tief in die Unterwelt. Ein Regenwurm kann das Vielfache seines eigenen Körpergewichts bewegen, ein bisschen wie eine Ameise.

          Tief in den Regenwurmgängen macht es sich der Regenwurm dann gemütlich, frisst aber selten alles ratzeputz auf. Der ein oder andere Krümel bleibt immer für die Kollegen übrig, die dauerhaft dort unten leben, und bei denen frisches Futter rar und kostbar ist.

          Leerfahrten gibt es beim Regenwurm nicht. Auf seinem Rückweg zurück ans Licht hat er nämlich mineralisches Material im Gepäck. Das ist wiederum ein wahrer Segen für die Pflanzen, deren Wurzeln nicht bis zu den tieferliegenden Nährstoffen reichen. Eine echte Win-Win-Situation!

          Fazit: Der Regenwurm ist immer der Gärtner

          Der Regenwurm kümmert sich also sehr zuverlässig darum, dass dein Boden fruchtbar bleibt und deinen Gemüsepflanzen ideale Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum bietet. Er wandelt Pflanzenreste in Nährstoffe um und sorgt dafür, dass diese im Boden bleiben und den Pflanzen zur Verfügung stehen. Außerdem regelt er Struktur, Luft- und Wasserhaushalt des Bodens.

          Man hat mehrfach versucht, die Arbeit der Regenwürmer in wirtschaftlichem Wert auszudrücken. So ganz geht das natürlich nicht auf, und der Regenwurm interessiert sich wahrscheinlich auch nicht die Bohne für Geld.

          Aber spannend ist es trotzdem. Denn es zeigt, was der Regenwurm Unfassbares leistet. Manche Schätzungen gehen davon aus, dass die Regenwürmer jährlich auf den landwirtschaftlichen Flächen weltweit, also allein auf Äckern und Wiesen, Arbeit im Wert von 250 Milliarden Euro leisten. Eine Viertel Billion Euro! Solche Zahlen kann man sich kaum vorstellen…

          Aber zurück in den Garten…

          Denn hier spielt der Regenwurm nicht zuletzt auch eine wichtige Rolle in der Nahrungskette. In der findet sich der Resteverwerter ganz weit unten wieder. Das macht ihn aber umso wichtiger! Auf Tieren wie ihm baut nämlich das ganze Ökosystem auf.

          Zahlreiche größere Tiere ernähren sich von dem kleinen Kerl. Neben Hühnern, zu deren Leibspeise der Regenwurm gehört, ist er auch für viele wilde Vögel, Maulwürfe und Igel eine wichtige Nahrungsquelle.

          Junge Amsel frisst einen Regenwurm

          Und viele von denen sind bei uns im Garten herzlich willkommen. Denn sie helfen mit, Schädlinge wie den Kohlweißling oder Schnecken in Schach zu halten. Du siehst: Wenn du dem Regenwurm ein einladendes Zuhause bietest, hat das unglaublich viele positive Auswirkungen auf deinen Garten!

          Wer ist eigentlich DER Regenwurm?

          Den Regenwurm gibt es übrigens gar nicht. Weltweit gibt es ungefähr 3000 verschiedene Arten, in Deutschland leben circa 40 davon. Besonders der Tauwurm, auch Lumbricus terrestris genannt, kommt bei uns häufig vor.

          Man kann die verschiedenen Regenwurmarten grob in drei Kategorien einteilen, und zwar je nachdem, wo sie im Boden leben: Es gibt tiefgrabende Regenwürmer, flachgrabende Regenwürmer und Streubewohner, die in der obersten Schicht bleiben.

          Sie alle sind nachtaktiv, blind, taub und können bis zu sechs Jahren alt werden. Da sie Zwitter sind, müssen sich nur zwei beliebige Regenwürmer treffen, damit beide danach Eier legen und Nachwuchs produzieren können.
           
          Praktisch, oder? So haben sie jedes Jahr die Chance auf viiiele Nachkommen. Umso besser, denn wir möchten am liebsten eine Regenwurm-Großfamilie bei uns im Garten wohnen haben!

          Hörst du die Regenwürmer husten?
           
          Hier kommt noch ein kleines Ratespiel für dich: Drei Behauptungen, zwei davon sind falsch, eine ist wahr. Errätst du, welche stimmt?

          „Aus einem Regenwurm kann man ganz einfach zwei machen, wenn man ihn in der Mitte teilt.“

          „Regenwürmer lieben Wasser, deshalb kommen sie bei Regen alle aus der Erde gekrochen.“

          „Jeder Regenwurm hat eine feste Wohnröhre, in der er lebt.“

          Und? Worauf tippst du? Die Auflösung folgt…

          Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

          „Aus einem Regenwurm kann man ganz einfach zwei machen, wenn man ihn in der Mitte teilt.“

          Mit diesem Mythos müssen wir an dieser Stelle unbedingt aufräumen. Der ist nämlich ganz klar falsch. Mit etwas Glück kann nach einer Teilung ein Teil weiterleben. Aber auch nur der vordere Teil. Denn so faszinierend ein Regenwurm auch ist, einen Mund kann das hintere Teil nicht ausbilden und stirbt daher bald nach der Trennung.

          Regenwürmer lieben Wasser, deshalb kommen sie bei Regen alle aus der Erde gekrochen.

          Auch falsch. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Bei Regen läuft das Zuhause der Regenwürmer voll mit Wasser, und die Tiere kommen an die Oberfläche, um nicht zu ertrinken.

           „Jeder Regenwurm hat eine feste Wohnröhre, in der er lebt.“

          Jaaa, du hast richtig getippt! Jeder Regenwurm hat tatsächlich ein festes Zuhause. Ist das nicht wundervoll? Umso wichtiger ist es, dass wir dafür sorgen, dass er in seinem Heim bleiben kann und nicht ständig umziehen muss.

          Ach ja, Regenwürmer sind schon toll. Sie sind einfach unfassbar nützliche Tierchen! Und ohne sie wären wir beim Gemüseanbau sowas von aufgeschmissen. Also lasst uns rausgehen, eine dicke Mulchschicht verteilen und den Regenwurm mal so richtig feiern. Das hat er sich wahrlich verdient!

          Was du neben einer ausgeklügelten Anbauplanung noch so tun kannst, um die Biodiversität in deinem Garten zu fördern, das erfährst du hier:

          So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

           So geht Permakultur: Schaff dir ein kleines Paradies!

           So funktioniert Mulchen! Schritt für Schritt zum Mulchbeet

          Wie sieht’s aus im Regenwurmparadies? Hast du deinen Boden schon mal genauer unter die Lupe genommen? Schreib mir gern in den Kommentaren, wie viele Regenwürmer du gefunden hast!

          Trauermücken bekämpfen: Trauermücke

          Trauermücken bekämpfen – 11 ultimativ wirksame Hausmittel!

          Was du beim Trauermücken bekämpfen beachten solltest und wie du deine zarten Zöglinge vor ihnen beschützt, zeige ich dir in diesem Artikel. Trauermücken können nämlich eine echte Plage sein und deinen Jungpflanzen ziemlich zusetzen!

          Inhaltsverzeichnis
          Steckbrief Trauermücke: Wie sehen Trauermücken eigentlich aus? 
          Trauermücken bekämpfen: 11 ultimativ wirksame Hausmittel!
          Schadensgutachten: Wie beeinträchtigen Trauermücken meine Pflanzen? 
          Leitgedanke: Trauermücken vorbeugen statt Trauermücken bekämpfen

          Steckbrief Trauermücke: Wie sehen Trauermücken eigentlich aus?

          Ob eine Trauermücke nun vor allem traurig oder lustig ist, hat die Forschung bisher noch nicht geklärt. ;) Ihren Namen hat sie, weil sie einen schwarzen schmalen Körper hat und damit scheinbar „Trauer trägt“.

          Bei den Insekten handelt es sich um Fliegen von bis zu sieben Millimetern Größe, die lange Fühler, lange Beine und große Flügel haben. Feuchte Erde zieht sie magisch an – Obst und Essensreste interessieren sie dagegen nicht die Bohne. ;)

          Psst: Dadurch unterscheiden sich Trauermücken übrigens von den Fruchtfliegen. Das solltest du beim Trauermücken bekämpfen immer im Hinterkopf behalten, damit du am Ende nicht Hausmittel gegen Fruchtfliegen für Trauermücken verwendest und umgekehrt. :)

          Trauermücken leben nur wenige Tage, die Weibchen legen in dieser kurzen Zeit aber bis zu 200 Eier in die Erde. Die Larven der Trauermücke haben einen schwarzen Kopf und einen weißen Körper, der ungefähr fünf Millimeter lang ist. In der Regel siehst du nichts von ihnen, weil sie unter der Erde leben.

          Die schwarzen Fliegen haben in der Natur eine wichtige Aufgabe: Sie zersetzen nämlich organisches Material und tragen zur Humusbildung bei.

          Wenn du aber deine zarten Jungpflanzen gießt und dabei viele kleine schwarze Punkte aufsteigen, die um dich und deine Zöglinge herumschwirren, hält sich die Begeisterung für Trauermücken schwer in Grenzen, oder? In diesem Fall ist Trauermücken bekämpfen angesagt! ;)

          Übrigens: Sollten die aufsteigenden kleinen Punkte weiß und nicht schwarz sein, handelt es sich um die Weiße Fliege, die sich in deinen Gemüsepflänzchen eingenistet hat.

          Trauermücken bekämpfen: Larven Trauermücke

          Trauermücken bekämpfen: 11 ultimativ wirksame Hausmittel!

          Trauermücken bekämpfen kannst du mit verschiedenen Methoden – wähl dir diejenigen aus, die für dich am besten passen. Damit du auf einen Blick sehen kannst, was du wie mit welcher Wirkung tun kannst, habe ich eine Tabelle für dich gemacht. :)

          HausmittelSo geht´sWirkung
          Kompost oder Erde sterilisierenfeuchte Erde 30 Minuten auf 150° Celsius erhitzen oder bei 600 Watt für zehn MinutenEier und Larven in der Erde sterben ab
          vorübergehend nicht mehr gießenErdballen abtrocknen lassen Achtung: Die Pflanze soll nicht verdursten!Eier und Larven vertrocknen
          BackpulverBackpulver auf die Erde streuen und mit Wasser ansprühenDie Larven nehmen das Backpulver auf und sterben ab
          KaffeesatzKaffeesatz auf der Erde verteilen und nur von unten gießenDen Kaffeesatz vertragen die Larven nicht und sterben ab. Die Fliegen mögen den Geruch nicht und legen keine Eier ab
          SandSand einen Zentimeter dick auf der Erde verteilen und nur von unten gießenDie Fliegen können keine Eier mehr in die Erde legen
          PetersiliePetersilie kleinschneiden und auf der Erde verteilenDen Geruch von Petersilie mögen die Fliegen nicht und legen keine Eier mehr ab
          NeemölNeemöl nach Packungsanweisung mit dem Gießwasser verdünnen und damit gießenLarven sterben ab
          SF-NematodenDas Pulver in lauwarmem Wasser auflösen und damit gießenLarven sterben ab
          RaubmilbenGranulat mit Hypoaspis aculeifer– / Hypoaspis milesRaubmilben auf die Erde streuenLarven sterben ab
          Bakterium Bacillus thuringiensis Bakterium nach Anweisung mit dem Gießwasser vermischen und damit gießenLarven sterben ab
          fleischfressende PflanzenFettkraut (Pinguicula vulgaris) zu den betroffenen Pflanzen stellenAuf den klebrigen Blättern bleiben die Fliegen haften

          Du siehst – es gibt einige Möglichkeiten zum Trauermücken bekämpfen! Am besten kombinierst du ein paar davon, damit du gegen alle drei Fliegen-Stadien gleichzeitig vorgehst. Dann kannst du schnell die Trauermücken loswerden.

          Bei der Jungpflanzenanzucht stressen dich neben Trauermücken auch die vielen verschiedenen Termine, die du im Blick behalten musst, um eine kontinuierliche Ernte einzufahren? Dann hab ich die super Lösung für dieses Problem: Meinen kostenlosen Aussaatkalender 2022!

          Darin habe ich dir alle Termine zum Säen und Pflanzen und zur gestaffelten Aussaat fix und fertig ausgeknobelt – du musst nur noch in den Garten gehen und loslegen! :)

          Lad ihn dir hier gerne kostenlos herunter:

          Hol dir deinen Aussaatkalender!

            Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

            Schadensgutachten: Wie beeinträchtigen Trauermücken meine Pflanzen?

            Die ausgewachsenen Fliegen und auch die Eier sind für deine Pflanzen völlig unschädlich. Die eigentlichen Übeltäter sind die Larven der Trauermücke! Sie ernähren sich von organischem Material und sind nicht wählerisch, ob es sich dabei um abgestorbene Pflanzenreste oder die zarten Wurzeln deiner Jungpflanzen handelt. 

            Auch ältere Pflanzen können sie durch den Wurzelfraß schwächen und ihnen ganz schön zusetzen. Die verletzten Wurzeln bieten Viren und Pilzen zudem eine gute Angriffsfläche, sodass es für deine grünen Freunde immer schwieriger wird, sich dagegen zu behaupten. Am besten wartest du nicht lange mit dem Trauermücken bekämpfen, sondern unternimmst so bald wie möglich etwas gegen die kleinen Plagegeister.

            Kennst du den Spruch „Flöhe und Läuse gleichzeitig haben“?

            Wenn sich Trauermücken über deine Pflänzchen hermachen, sind die weißen hüpfenden Springschwänze nämlich oft nicht weit entfernt. Diese Tierchen ernähren sich zwar wirklich ausschließlich von abgestorbenen Pflanzenresten und sind daher völlig harmlos. Trotzdem ist es unangenehm, wenn es rund um die Töpfe nur so hüpft und fliegt.

            In meinem Kurs „Gemüsegarten starten“ zeige ich dir noch viele weitere Techniken und Tricks, wie du Gemüse ganz mühelos anbaust, gegen Schädlinge und Krankheiten verteidigst und eine richtig dicke Ernte einfährst. Vielleicht hast du ja auch Lust, ein Mitglied unserer wunderbaren Gartencrew zu werden! :)

            Springschwänze kannst du ganz einfach loswerden, indem du deine Pflanze bis zur Erdoberfläche ins Wasser stellst. Dann kannst du die kleinen Hopser problemlos abschöpfen. Lass anschließend aber alles einige Tage gut abtrocknen, sonst bietest du nach dieser Kur den Trauermücken ideale Lebensbedingungen. ;)

            Merk dir diesen Artikel auf Pinterest

            Leitgedanke: Trauermücken vorbeugen statt Trauermücken bekämpfen

            Damit sich die Trauermücken gar nicht erst in deinen Töpfen breit machen, kannst du verschiedene Dinge tun, um einem Befall vorzubeugen:

            • Hochwertige Erde kaufen oder Erde sterilisieren
              Günstige Erde enthält häufig schon Trauermücken-Larven. Wenn du Erde oder Kompost kaufst, sterilisierst du deshalb am besten die Menge, die du für deine Jungpflanzen-Anzucht brauchst. So kannst du sicher sein, dass darin nichts mehr lebt, was unerwünscht ist. ;)
            Trauermücken bekämpfen: Tomatenjungpflanzen
            • Die richtige Gießtechnik
              Auch wenn die zarten Jungpflanzen dein Augapfel sind: Übertreib es nicht mit dem Gießen! Ständig feuchte Erde oder ein langanhaltendes Pflanzen-Fußbad sind quasi eine goldgeprägte Einladungskarte für die Trauermücken.

              Außerdem lernen deine grünen Freunde auf diese Weise nicht, ihre Wurzeln tief nach unten zu strecken, um sich Wasser und Nahrung von dort zu holen. Sie wurzeln nur oberflächlich und sind auf häufiges Gießen angewiesen – die ständig feuchte Erdoberfläche lockt dann wieder die Trauermücken an.
              Du tust ihnen (und dir) also keinen Gefallen mit übermäßigem Gießen!

              Besser ist es, du gießt ausschließlich von unten und lässt die Erdoberfläche möglichst trocken. Überschüssiges Wasser, das nach einer halben Stunde noch immer im Untersetzer steht, gießt du weg. So hast du gute Chancen, keine Trauermücken bekämpfen zu müssen!
            • Frisch gekauften Jungpflanzen verpasst du einen kleinen Quarantäne-Aufenthalt, bevor sie in den Anzucht-Kindergarten kommen dürfen. So sorgst du dafür, dass eventuell eingeschleppte Trauermücken sich nicht über deinen gesamten Bestand hermachen.
            • Gebrauchte Töpfe schrubbst du gründlich ab, bevor du sie wieder verwendest. Die Larven setzen sich nämlich gerne daran fest und warten nur darauf, sich auf den neuen Bewohner zu stürzen! 

            Zum Trauermücken bekämpfen hast du verschiedenen Möglichkeiten, die besonders wirkungsvoll sind, wenn du sie miteinander kombinierst. Auch wenn die Tierchen im Gemüseanbau wirklich lästig sind, solltest du aber auf keinen Fall die chemische Keule herausholen, sondern dir mit Hausmitteln helfen. 

            Und vergiss nicht, dir meinen Aussaatkalender herunterzuladen, bevor du mit der Jungpflanzen-Anzucht beginnst, damit du alle Termine im Blick hast!

            Neben dem Trauermücken bekämpfen hast du auch noch andere Schädlinge zu vertreiben? Dann lies gerne hier weiter:

            Die 4 wirksamsten Tipps gegen Blattläuse – ohne Chemiekeule!

            Erdflöhe natürlich bekämpfen: 5 wirksame Methoden

            Schildläuse bekämpfen – so wirst du sie mit einfachen Hausmitteln los!

            Welche Tipps hast du zum Trauermücken bekämpfen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

            Kräuterhochbeet aus Backsteinen

            Kräuterhochbeet: Lieblingskräuter ganz einfach anbauen und ernten!

            In einem Kräuterhochbeet fühlen sich Kräuter so richtig wohl, weil sie es da gemütlich warm haben und deshalb besonders üppig wachsen können.

            Wie wäre es mit selbst angebauten Kräutermischungen für eine köstliche mediterrane Nudelsoße, das perfekte Salatdressing oder leckeren Tee? Yams! Lasst uns ein Hochbeet für Kräuter anlegen!

            Inhaltsverzeichnis
            Standort: Wo soll ich mein Kräuterhochbeet anlegen?
            Hochbeet-Kräuter pflanzen: Licht, Nährstoffe und Mischkultur
            Kräuterbeet anlegen: Kaufen oder selber bauen? 
            Wie befülle ich ein Hochbeet für Kräuter?
            Kräuterhochbeet pflegen: gießen, mulchen, düngen

            Standort: Wo soll ich mein Kräuterhochbeet anlegen?

            Natürlich kannst du im Garten dein Kräuterbeet anlegen, aber auch ein „Kräuter-Balkon“ mit vielen duftenden Gewürzkräutern ist eine feine Sache! Du solltest einen möglichst sonnigen bis halbschattigen Standort wählen, damit deine grünen Kräuter-Freunde auch ihr volles Aroma entwickeln können. 

            Ideal wäre es, wenn auf dein Kräuterhochbeet in der glühenden Mittagssonne etwas Schatten fällt – das können zum Beispiel ein Busch, ein Baum oder ein Gebäude in der Nähe sein. Je nachdem, welche Möglichkeiten du hast, kannst du dir überlegen, an die entsprechende Stelle noch einen Schattenspender zu pflanzen!

            Falls du keinen super sonnigen Platz hast, ist das auch kein Problem: Du pflanzt dann im Garten oder auf deinem Kräuterbeet-Balkon einfach Kräuter, die sich im Halbschatten oder Schatten wohlfühlen.

            Hochbeet-Kräuter pflanzen: Licht, Nährstoffe und Mischkultur

            Dich juckt es schon in den Fingern und du kannst es gar nicht erwarten, dein Kräuterhochbeet mit lauter Pflänzchen zu füllen? Das verstehe ich total! Es ist aber trotzdem wichtig, vorher noch ein wenig Zeit in die Planung zu investieren. Deine Kräuter werden es dir mit tollem Wachstum und einer dicken Ernte danken, versprochen! :)

            Basilikum im Kräuterhochbeet

            Licht- und Nährstoffbedarf

            Zuerst schreibst du dir auf, welche Kräuter im Hochbeet du haben möchtest. Als nächstes schaust du, welche davon Sonnenanbeter sind und welche sich im Halbschatten oder Schatten wohler fühlen. Zum Schluss notierst du, ob sich die zukünftigen Hochbeet-Pflanzen magere oder nährstoffreiche Erde wünschen.

            Ich habe dir eine Tabelle gemacht, damit du auf einen Blick sehen kannst, welche Kräuter welche Bedürfnisse haben.

            StandortNährstoffbedarf
            Basilikum HalbschattenStarkzehrer
            Bärlauch Halbschatten oder SchattenMittelzehrer
            BohnenkrautSonneSchwachzehrer
            BorretschHalbschattenStarkzehrer
            DillSonneMittelzehrer
            EstragonSonne oder HalbschattenMittelzehrer
            KorianderSonneSchwachzehrer
            KresseHalbschattenSchwachzehrer
            LiebstöckelHalbschattenMittelzehrer
            MajoranSonneSchwachzehrer
            OreganoSonneSchwachzehrer
            MinzeSonne oder HalbschattenStarkzehrer
            PetersilieHalbschattenMittelzehrer
            RosmarinSonneSchwachzehrer
            RucolaSonne oder HalbschattenMittelzehrer
            SalbeiSonneSchwachzehrer
            SchnittlauchSonne oder HalbschattenMittelzehrer
            ThymianSonneSchwachzehrer
            ZitronenmelisseSonneMittelzehrer

            Hast du alles aufgeschrieben? Super! :) Jetzt siehst du noch auf der Rückseite der Saatguttütchen oder Pflanzetiketten nach, wie hoch deine auserwählten Kräuter jeweils werden. Das ist wichtig zu wissen, weil du ja nicht möchtest, dass sich deine Pflänzchen gegenseitig in den Schatten stellen! Du pflanzt dann die Kräuter-Riesen auf die Nordseite und setzt die Zwerge auf die Südseite. So bekommt jeder die volle Ladung Sonne ab!

            Falls du aber Kandidaten hast, die es mit der Sonne nicht so haben, ist es ein guter Trick, schattenliebende kleinbleibende Kräuter auf die Nordseite zu packen. Die überragenden Hochbeet-Kräuter sorgen dann für einen ausreichenden Schattenwurf und du kannst lichtempfindlichere Exemplare trotzdem in einem sonnigen Beet anpflanzen. 

            Die Idee, lauter verschiedene Kräuter im Hochbeet anzubauen und jedem sein passendes Plätzchen zu schaffen begeistert dich? Dann lad dir doch meinen 3-Zonen- Kräuter-Plan herunter! Da habe ich dir genau ausgeknobelt, wie du in einem Beet drei Zonen für die verschiedenen Kräuter-Ansprüche schaffst. Trag dich gerne hier ein:

            Hol dir den 3-Zonen-Kräuterplan!

            Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den 3-Zonen-Kräuterplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

              Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

              Bunte Hochbeet-Kräuter: Mischkultur

              Wie bei uns Menschen auch, gibt es Kräuter, die sich besonders gern mögen und sich gegenseitig guttun und solche, die sich nicht leiden können. Deshalb brauchst du eine passende Mischkultur für dein Kräuterhochbeet.

              Wenn du die richtigen Partner zusammenbringst, wird sich eine gute Nachbarschaft entwickeln und deine Pflänzchen wachsen üppig und prächtig zu wunderschönen Kräuterstauden heran. 

              Psst: Wenn du deine Kräuter im Haus vorziehst und als kräftige Jungpflanzen in dein Beet setzt, kannst du früher ernten, als wenn du direkt ins Beet säst! Und mit einem Frühbeetkasten-Aufsatz kannst du deine Jungpflanzen dann auch früher ins Kräuterhochbeet packen, weil der sie nämlich vor späten Frösten beschützt. Cool, oder?

              Mehr zu diesem Thema und dazu, wie du ganz mühelos Gemüse anpflanzt und eine dicke Ernte einfährst, findest du in meinem Gemüsegarten starten Kurs. Ich würde mich unglaublich freuen, wenn du Teil der Gemüsegärtner-Crew wirst und dein eigenes Essen anbaust! :)

              Verschiedene Kräuter im Kräuterhochbeet-Kasten

              Kräuterbeet anlegen: Kaufen oder selber bauen?

              Du kannst dein Kräuterhochbeet selbstverständlich selber bauen! Wie das schnell und einfach geht, zeige ich dir in meinem Artikel Hochbeet aus Holz selber bauen.

              Backsteine oder Ziegel sind auch ein tolles Material für ein Hochbeet – sie speichern die Wärme und sorgen für ein gemütliches Kleinklima. Außerdem sehen sie als Beeteinfassung auch noch richtig gut aus! Falls du dazu aber keine Lust hast, kannst du auch ein fertiges Beet oder einen Bausatz kaufen.

              Wenn dir das noch immer zu viel Arbeit ist, schau dich doch mal um, was sich zu einem Hochbeet umfunktionieren lässt! Hast du zum Beispiel eine leere Weinkiste oder eine andere leere Holzkiste? Wenn sie eine Höhe von ungefähr 40 Zentimetern hat – bingo! Du stehst vor deinem zukünftigen Kräuterhochbeet! ;)

              Jetzt musst du nur noch die Kiste mit Folie auskleiden und ein paar Löcher in den Boden bohren. Dann kann´s auch schon ans Befüllen gehen!

              Wie befülle ich ein Hochbeet für Kräuter?

              Da ein Kräuterhochbeet deutlich niedriger ist als ein Gemüsehochbeet, brauchst du darin keine Schichtung aus unterschiedlichen Materialien.

              Es ist aber super wichtig, dass du die unteren fünf Zentimeter mit einer Drainageschicht aus Blähton oder Kies auffüllst, weil Kräuter mit Staunässe gar nicht gut zurechtkommen.

              Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Befüllung:

              • Du kaufst im Gartenmarkt Hochbeeterde und füllst dein Beet damit auf.
              • Du mischst zwei Teile Gartenerde oder Kompost mit einem Teil Sand für schwachzehrende Kräuter
              • Du nimmst Kompost für starkzehrende Kräuter

              Wenn du ein genügend großes Kräuterhochbeet hast, kannst du Bereiche schaffen, in denen es zum einen magere Flächen mit Sand gibt und zum anderen nährstoffhaltigere Flächen mit Kompost. So fühlen sich Starkzehrer und Schwachzehrer im selben Beet wohl!

              Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

              Kräuterhochbeet pflegen: gießen, mulchen,düngen

              Auch die unkomplizierten Kräuter brauchen, nachdem du sie ins Beet gesetzt hast, ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Liebe, damit sie prächtig gedeihen und wachsen!

              Einige von ihnen wie Petersilie, Basilikum, Schnittlauch, Borretsch, Dill, Estragon, Gartenkresse und Liebstöckel sind recht durstig, andere Kräuter dagegen brauchen nicht so viel Wasser. Damit du beiden in deinem Kräuterhochbeet gerecht wirst, setz doch einfach die Wasserbedürftigen in die Beetmitte und die Spartaner an den Rand. Dort trocknet die Erde nämlich am schnellsten aus, während sich die Feuchtigkeit in der Mitte länger hält. Mit einer geschickten Platzvergabe erfüllst du ganz einfach die Grundbedürfnisse deiner grünen Freunde.

              Mulch ist eine tolle Sache, um das kostbare Wasser im Boden festzuhalten. Wenn du mich schon länger kennst, weißt du, dass Mulchen für mich eines der allerwichtigsten Dinge beim Gärtnern ist!

              Da Kräuter durch den Mulch aber keine weitere Düngung bekommen sollten, mulchst du dein Kräuterbeet statt mit organischen Materialien am besten mit einer Schicht feinem Kies, Blähton oder mit Tonscherben. Das schützt den Boden vor dem Austrocknen und ist ein zusätzlicher Wärmespeicher, führt den Pflanzen aber keine Nährstoffe zu.

              Düngen musst du deine Hochbeet-Kräuter nämlich nicht. Wenn du es zu gut meinst mit dem Futter, schwemmt das Pflanzengewebe auf und die Kräuter verlieren an Aroma. Gleichzeitig sind sie anfälliger gegenüber Krankheiten und Schädlingen.

              Den Starkzehrern unter ihnen genügt der Kompost, alle anderen sind in ihrem Kompost-Sand-Zuhause glücklich. Deshalb denk daran: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht! ;)

              Am besten lädst du dir einfach meinen 3-Zonen-Kräuterplan herunter, dann kann nichts mehr schief gehen!

              Ein Kräuterhochbeet ist schnell angelegt und unkompliziert in der Pflege. Es liefert dir einen wunderbar würzigen Kick für alles, was du kochst, duftet herrlich in der warmen Jahreszeit und sieht auf dem Balkon oder im Garten richtig attraktiv aus. Darum solltest du nicht mehr lange warten, sondern schnell dein Kräuterhochbeet anlegen! :)

              Falls du zum Thema Kräuter noch weiterschmökern willst, schau gerne auch hier vorbei:

              Kräuter pflanzen: Der perfekte Standort mit dem 3-Zonen-Beet!

              Wie Du Kräuter in der Hühnerhaltung verwendest

              7 geniale Garten-Hacks, die wirklich funktionieren!

              Hast du schon ein Kräuterhochbeet oder planst du eines? Welche Kräuter baust du an? Ich freue mich, von dir zu hören!

              Apfelbaum pflanzen

              Apfelbaum pflanzen – In 7 Schritten zur leckeren Apfelernte!

              Wann ist der beste Zeitpunkt zum Apfelbaum pflanzen? Der war vor zehn Jahren! ;) Falls du da noch keinen Apfelbaum gepflanzt hast, wird’s jetzt aber höchste Zeit! Also zieh deine Gummistiefel an und nichts wie raus in den Garten! Ich zeige dir, wie es geht.

              Inhaltsverzeichnis
              Wann soll ich meinen Apfelbaum pflanzen?
              Jetzt geht es los: Apfelbaum pflanzen in 7 einfachen Schritten
              Wählen mit Bedacht: Unterlage und Wüchsigkeit von Apfelbäumen
              Wer bestäubt hier wen? Befruchter-Apfelbaum pflanzen
              Viele bunte Apfelsorten! Welchen Apfel soll ich wählen?

              Wann soll ich meinen Apfelbaum pflanzen?

              Der Herbst ist der beste Zeitpunkt zum Apfelbaum pflanzen! Dann hat dein Bäumchen bis zum nächsten Frühjahr nämlich ausreichend Gelegenheit, seine Wurzeln tief in die Erde zu strecken und heimisch zu werden am neuen Standort. Und du musst weniger gießen, weil es im Herbst mehr Niederschläge gibt. Grundsätzlich kannst du aber das ganze Jahr über deinen Apfelbaum pflanzen!

              Es kommt nämlich ganz darauf an, in welcher Form du ihn zu dir holst. Junge Apfelbäume kannst du entweder als sogenannte Containerware kaufen oder wurzelnackt als Ballenware.

              Containerware heißt, dass dein neuer grüner Freund in einem Topf mit Erde wohnt, bevor er in deinen Garten umzieht. Die wurzelnackte Variante kommt ohne Topf und Erde daher – du kaufst ein Bäumchen, dessen Wurzelballen ganz frei liegt.

              Containerware hat den Vorteil, dass du sie das ganze Jahr über pflanzen kannst – sie ist aber auch deutlich teurer. Die günstigeren wurzelnackten Bäume kannst du von Oktober bis April setzen, solange es frostfrei ist.

              Apfelbaum pflanzen wurzelnackt

              Jetzt geht es los: Apfelbaum pflanzen in 7 einfachen Schritten

              Ihr seid startklar, du und dein neues Apfelbäumchen? Dann zeige ich dir jetzt Schritt-für-Schritt, wie du es deinem zukünftigen Mitbewohner an seinem Plätzchen gemütlich machst!

              Schritt 1: Apfelbaum wässern

              Bevor du loslegst, kürzt du bei deinem wurzelnackten Apfelbaum die Hauptwurzeln um ein paar Zentimeter und entfernst alle Wurzeln, die abgeknickt, verletzt oder vertrocknet sind. Dann stellst du ihn ein paar Stunden lang in einen Kübel mit Wasser. Containerware kommt ohne Plastiktopf in das Wasserbad. Hier musst du auch nicht die Wurzeln schneiden. Auf diese Weise kann sich dein Bäumchen nochmal so richtig satt trinken, bevor es ans Apfelbaum pflanzen geht.

              Schritt 2: Pflanzloch graben

              Jetzt ist Muskelkraft gefragt: Für deinen Apfelbaum brauchst du ein Pflanzloch, das bei Containerware mindestens doppelt so breit und ungefähr doppelt so tief ist wie der Topf. Der Baum soll aber nur so tief in den Boden kommen, dass seine Veredelungsstelle eine Handbreit über der Erde liegt.

              Für wurzelnackte Bäume gräbst du ein Loch, das ungefähr 50 bis 60 Zentimeter breit ist und so tief, dass die Veredelungsstelle auch hier circa eine Handbreit über der Erdoberfläche liegt.

              Psst: Wenn du deinen Meterstab über das Pflanzloch legst und dein Bäumchen hineinstellst, kannst du ganz leicht sehen, ob du schon tief genug gebuddelt hast!

              Dann kannst du noch etwas Kompost ins Pflanzloch geben, damit dein Apfelbaum gleich ein bisschen Futter vorfindet, wenn er seine Wurzeln ausstreckt.

              Schritt 3: Holzpflock einschlagen

              Bevor es ans Apfelbaum pflanzen geht, brauchst du noch einen Holzpflock als Stütze! Er sorgt dafür, dass dein Baum kein Fähnchen im Wind ist, sondern sich tapfer behaupten kann und stabil im Boden steht. Der Pflock sollte so hoch sein, dass du ihn einen guten halben Meter in den Boden einschlagen kannst und er dann bis zum Beginn der Baumkrone reicht.

              Wenn du in einer besonders windigen Gegend wohnst, ist es sinnvoll, zwei Pfähle einzuschlagen. Doppelt hält einfach besser! ;) Die Holzpflöcke sollten ungefähr 30 bis 40 Zentimeter Abstand zur Rinde haben.

              Schritt 4: Es ist soweit: Apfelbaum pflanzen!

              Nach all diesen Vorbereitungen kannst du jetzt endlich dein Bäumchen aus dem Wassereimer holen und es in die Pflanzgrube setzen.

              Nicht vergessen: Die Veredelungsstelle muss eine Handbreit über dem Boden sein!

              Dann füllst du die ausgehobene Erde in das Pflanzloch zurück und trittst sie vorsichtig fest. Du willst deinen Apfelbaum ja nicht verletzen!

              Vermutlich bleibt dir Erde übrig: Aus der baust du rund um dein Pflanzloch einen Gießrand. So bleibt das Wasser da, wo du es haben willst.

              Jetzt kannst du noch eine sogenannte Baumscheibe anlegen: Dazu mulchst du die Pflanzstelle bis zum Gießrand mit Holzhackschnitzeln. Das schützt deinen zarten jungen Baum vor Unkraut und Krankheiten und hält die Feuchtigkeit im Boden.

              Schritt 5: Apfelbaum anbinden

              Jetzt hast du es schon fast geschafft – du musst dein Bäumchen nur noch an den Holzpfahl binden! Dazu braucht es ein wenig Achtsamkeit: Du legst nämlich einen Strick in der Form einer Acht um Stamm und Holzpflock.

              Dann umwickelst du die Mitte des Stricks ein paarmal und machst schließlich am Holzpflock einen Knoten. Den kannst du noch mit einer Krampe oder einem Nagel sichern, damit der Strick nicht im Lauf der Zeit herunterrutscht und deinem Apfelbaum nichts mehr nutzt.

              Apfelbaum pflanzen und anbinden

              Schritt 6: Apfelbaum schneiden

              Nach dem Apfelbaum pflanzen braucht dein Bäumchen noch einen sogenannten Pflanz- oder Erziehungsschnitt, damit es eine schöne Krone ausbildet.

              Dazu kürzt du den Leittrieb und drei bis vier Seitenäste um ungefähr ein Drittel ein – weitere Seitenäste schneidest du ganz heraus. Die verbliebenen Seitenäste sollten alle dieselbe Länge haben, damit eine Pyramidenform entsteht. Wenn sie sehr steil stehen und so dem Leittrieb Konkurrenz machen, bindest du sie mit einem Strick nach unten.

              Auch Johannisbeeren danken dir einen regelmäßigen Schnitt mit vielen Früchten!

              Schritt 7: Wasser marsch: Apfelbaum angießen

              Wuuhuu, es ist vollbracht! Herzlichen Glückwunsch zum neuen Gartenbewohner! :) Jetzt musst du nur noch eine Gießkanne holen und ihn so richtig durchdringend gießen. Und dann heißt es Geduld haben, bis du die ersten leckeren Äpfel vernaschen kannst!

              Einen Apfelbaum pflanzen kannst du das ganze Jahr über – anders ist es mit Gemüse! Damit du keinen Aussaat- und Pflanzzeitpunkt mehr verpasst, lade dir doch meinen Aussaatkalender 2022 herunter. Da habe ich dir alle wichtigen Termine notiert! Trag dich gerne hier ein:

              Hol dir deinen Aussaatkalender!

                Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                Wählen mit Bedacht: Unterlage und Wüchsigkeit von Apfelbäumen

                Du hast einen eher kleinen Garten, würdest aber super gern ein oder zwei Apfelbäume darin haben? Kein Problem – für jede Gartengröße gibt es den passenden Baum! Sogar auf dem Balkon kannst du mit der richtigen Unterlage einen Apfelbaum pflanzen!

                „Unterlage“ meint dabei den Stamm mit Wurzelballen, auf den deine ausgewählte Apfelsorte veredelt ist. Die Unterlage bestimmt, ab welcher Höhe der Baum seine Krone entwickelt.

                Es gibt folgende Stammhöhen:

                • Hochstämme entwickeln ab 180 bis 220 Zentimeter ihre weit ausladende Krone. Sie brauchen viel Platz im Garten und werfen auch einen großen Schatten. Schnitt und Ernte sind wegen der Höhe schwierig. Deshalb sind Hochstämme für die meisten Hausgärten nicht gut geeignet. Allerdings bringen sie besonders viel Ertrag und haben die längste Lebensdauer.
                • Halbstämme haben ihre weit ausladende Krone ab einer Höhe zwischen 100 bis 160 Zentimeter und können vier bis sechs Meter hoch werden. Auch Halbstämme wollen viel Platz in deinem Garten haben!
                • Niederstämme beginnen mit der Krone auf einer Höhe von 80 bis 100 Zentimetern und sind einfach zu beernten und zu schneiden. Deshalb eignen sich Niederstämme für kleinere Gärten gut.
                • Buschbaum oder Säulenapfel: Das ist die kleinste und schwachwüchsigste Unterlage. Ihre fruchttragenden Äste beginnen ab einer Höhe von 40 bis 60 Zentimetern. Darum kannst du sie auch in einen großen Topf auf dem Balkon pflanzen, wenn du sie regelmäßig schneidest und sie im Winter vor dem Durchfrieren der Erde schützt.

                Auch mit einem kleinen Garten hast du viele Möglichkeiten! Du kannst nämlich nicht nur einen passenden Apfelbaum pflanzen, sondern auch mit ein paar Kniffen eine dicke Gemüseernte einfahren!

                Welchem Apfelbaum du in deinem Garten ein neues Zuhause gibst, ist eine wichtige Entscheidung. Du solltest ihn deshalb möglichst in einem Fachbetrieb mit entsprechender Beratung kaufen, damit du viele Jahre Freude an deinem neuen Mitbewohner hast.

                Apfelbaum pflanzen Äpfel in Korb

                Wer bestäubt hier wen? Befruchter-Apfelbaum pflanzen

                Wenn du dich nun für einen Apfelbaum entschieden hast, ist das leider erst die halbe Miete:  Apfelbäume sind nämlich Fremdbefruchter. Das heißt, dein Bäumchen braucht ein weiteres Bäumchen einer anderen passenden Apfelsorte für die Bestäubung.

                Manche Sorten sind schlechte Bestäuber oder blühen zu unterschiedlichen Zeiten – kurz: Es ist gar nicht so einfach mit dem Kinder- äääh Apfelwunsch!

                Gute Befruchtersorten sind „Cox Orange“, „James Grieve“, „Jonathan“ oder „Ingrid Marie“. Am besten fragst du aber in der Baumschule nach, welche Sorte als Befruchter für deine auserwählte Apfelsorte in Frage kommt.

                Wenn du in deinem Garten keinen Platz hast für eine Befruchtersorte, kannst du einen Apfelbaum pflanzen, auf den mehrere Sorten veredelt sind. Die bestäuben sich dann gegenseitig. Oder du setzt in die Nähe einen kleinen Zierapfel: Der blüht lange wunderschön und kann mit Hilfe der Bienen deinen Apfelbaum perfekt bestäuben. In professionellen Apfelplantagen wachsen deshalb am Rand oft verschiedene Zierapfelsorten. So müssen sich die Betreiber keine Gedanken um die Befruchtung machen.

                Für die Bestäubung von Tomaten habe ich übrigens einen super coolen Trick für dich!

                Apfelbaum pflanzen PIN
                Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

                Viele viele bunte Apfelsorten! Welchen Apfel soll ich wählen?

                Bevor du ans Apfelbaum pflanzen gehen kannst, musst du dich natürlich zuerst für eine Apfelsorte entschieden haben. Es gibt sooo viele verschiedene Äpfel – welchen sollst du bloß nehmen?

                Dazu solltest du überlegen:

                • Welche Wuchsform passt in deinen Garten? 
                • Welche Äpfel magst du am liebsten: Sind es die süß-milden oder eher die säuerlich-knackigen Sorten?
                • Möchtest du deinen Apfel möglichst früh direkt vom Baum naschen oder ist es dir lieber, ihn später zu ernten und einlagern zu können?
                • Ist dein Apfelbaum anfällig für Krankheiten und Schädlinge oder bringt ihn so schnell nichts zum Kränkeln?
                • Möchtest du eine historische Sorte oder eine moderne Sorte anbauen?

                Mit den Antworten auf diese Fragen solltest du in einem Fachbetrieb schnell zu deinem Wunschapfel kommen. :)

                Auch bei Kartoffeln gibt es unzählige Sorten! Lies gerne nach, wie ich meine Lieblingssorten gefunden habe!

                Einen Apfelbaum pflanzen ist nicht schwer und du hast jahrelang ungespritzte, knackige und vitaminreiche Äpfel zum Schlemmen – also worauf wartest du noch? Je schneller du pflanzt, desto eher kannst du ernten! ;)

                Du bist fertig mit Apfelbaum pflanzen und möchtest dich schon mal informieren, was du mit den Früchten anstellen kannst, außer sie sofort aufzuessen? Dann lies gerne hier weiter:

                Leckeren Apfelsaft selber machen – auch ohne Entsafter!

                Apfelessig selber machen: Einfaches und gelingsicheres Rezept

                Apfelmus einkochen und ein DIY-Apfelpflücker

                Möchtest du auch einen Apfelbaum pflanzen? Ich bin gespannt auf deine Apfel-Pläne!

                Kapuzinerkresse mit Blüte

                Kapuzinerkresse: Anbau, Ernte und Verwendung – so geht’s!

                Kapuzinerkresse ist DIE essbare Blume schlechthin! Aber die rankende Pflanze kann noch viiiiel mehr, als schmackhafte Blüten zu liefern! Na, ist sie auch bei dir bereits ein absolutes Muss in der alljährlichen Beetplanung?

                Inhaltsverzeichnis
                Darf ich vorstellen? Die Kapuzinerkresse!
                Kapuzinerkresse säen und pflanzen
                Kapuzinerkresse pflegen und verwöhnen
                Kapuzinerkresse auf dem Balkon anbauen
                5 Gründe, warum wir Kapuzinerkresse einfach lieben
                #1: Zu schön, um wahr zu sein
                #2: Essbare Blüten und Blätter
                #3: Kapuzinerkresse als Pfeffer- und Kapernersatz
                #4: Clever: Kapuzinerkresse als Ablenkungsmanöver
                #5: Kapuzinerkresse als Heilpflanze

                Darf ich vorstellen? Die Kapuzinerkresse!

                Wenn wir von Kapuzinerkresse reden, meinen wir normalerweise Tropaeolum Majus, die Große Kapuzinerkresse. Es gibt tatsächlich noch ein paar andere Kapuzinerkressen, die in Europa aber kaum angebaut werden und daher bei uns auch nicht wirklich bekannt sind.

                So richtig heimisch ist die Große Kapuzinerkresse in unseren Gärten aber auch nicht. Sie kommt nämlich ursprünglich aus Südamerika und kam erst vor ein paar hundert Jahren über den großen Teich zu uns herüber geschwappt.

                In ihrer warmen Heimat ist die Kapuzinerkresse mehrjährig und kennt kein kühles Wetter. Sie hat sich jedoch nie an die kalten Winter bei uns gewöhnt, sondern ist immer noch eine echte Frostbeule. Deshalb können wir sie in unseren Breiten nur einjährig anbauen.
                 
                Das ist aber gar nicht schlimm, denn die Kapuzinerkresse wächst rasch und produziert auch innerhalb eines Sommers jede Menge Blätter, Blüten und Samen.

                Bevor wir jetzt aber so richtig in Anbau, Pflege und Nutzung der Pflanze einsteigen, müssen wir unbedingt eines klären: Woher zum Kuckuck hat die Kapuzinerkresse ihren verrückten Namen???

                Wer auch immer der Pflanze ihren deutschen Namen gegeben hat, war von ihrer Blüte inspiriert. Die ähnelt (mit viiiiel Fantasie) den Kapuzen von Kutten der Kapuzinermönche.
                 
                Fun Fact: Auch Cappuccino hat seinen Namen von den Kapuzinerkapuzen. Das italienische Wort steht für ‚Kapüzchen‘ – heißt also so viel wie ‚kleine Kapuze‘. Namensgebend war hier die Milchschaumhaube auf dem Kaffee. Ob die wiederum den bunten Blüten der Kapuzinerkresse so ähnlich sieht? Ich weiß ja nicht… ;)

                Kapuzinerkresse säen und pflanzen

                Wenn du dir fest vorgenommen hast, in der nächsten Gartensaison Kapuzinerkresse anzupflanzen, dann solltest du dir unbedingt frühzeitig die perfekten Aussaatzeitpunkte notieren, damit du dann pünktlich dran bist und deine Pflanzen die gesamte Vegetationsperiode ausnutzen können.

                Das geht ganz wunderbar in meinem Aussaatkalender, den du dir hier kostenlos als PDF herunterladen kannst. Im Kalender findest du auch ganz viele Aussaattermine für alle meine Lieblingsgemüse, falls du da noch ein bisschen Inspiration brauchst! :)

                Hol dir deinen Aussaatkalender!

                  Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                  Bereits von Februar bis April kannst du damit anfangen, Kapuzinerkresse im Haus vorzuziehen. Dabei solltest du beachten, dass Kapuzinerkresse ein sogenannter Dunkelkeimer ist. Das heißt, dass sie erst keimt, wenn sie kein Licht mehr abbekommt.

                  Dafür müssen die Samen ordentlich mit Erde bedeckt sein. Drück sie am besten ein bis zwei Zentimeter tief in dein Anzuchttöpfchen. Zum Keimen schön warm und feucht halten. Sobald die Pflänzchen ihren Kopf aus der Erde strecken, etwas kühler stellen. So sollte das auf jeden Fall funktionieren! :)

                  Deine Schätzchen müssen es dann bis Mitte Mai im Haus aushalten. Denn Frost mögen sie ja nicht, und auch Anfang Mai kann es nachts draußen noch Minustemperaturen geben.
                  Da fühle ich mit den kleinen Frostbeulen. Wer verbringt die Nacht schon gerne im Freien, wenn es eisig kalt ist? Brrrr!

                  Mitte Mai kannst du sie dann in die weite Welt entlassen und auspflanzen. Sie sollten jetzt schon den Kinderschuhen entwachsen sein: Kräftig und gewappnet für ein Leben da draußen!

                  Kapuzinerkresse Jungpflanzen Anzucht

                  Kapuzinerkresse wächst am liebsten in mäßig fruchtbaren bis nährstoffreichen Böden. Dazu mag sie viiiiiel Sonnenschein, aber auch im Halbschatten gedeiht sie, wenn es sein muss.

                  Von Ende Mai bis in den Frühsommer hinein kannst du Kapuzinerkresse auch direkt im Beet aussäen. Auch hier wieder daran denken: Ordentlich mit Erde zudecken und schön anfeuchten, damit die Samen zum Leben erwachen.

                  Im Haus vorgezogene Pflanzen werden zu dem Zeitpunkt natürlich schon einen ordentlichen Wachstumsvorsprung haben. Da kannst du dann schon früher mit den herrlichen Blüten rechnen. Du siehst, Vorziehen lohnt sich!

                  Kapuzinerkresse pflegen und verwöhnen

                  Einmal an den richtigen Standort gepflanzt, kann gar nicht mehr viel schief gehen und dir ist eine dicke Ernte fast schon sicher.

                  Kapuzinerkresse ist sehr eifrig in ihrer Blattproduktion. Manchmal sogar ein bisschen übereifrig, was dann auf Kosten der Blüten geht. Denn wenn die Pflanze so darauf konzentriert ist, immer neue Ranken und Blätter zu bilden, vergisst sie darüber schnell, auch Blüten zu formen. Dafür ist dann einfach keine Energie mehr da.

                  Um das zu vermeiden, solltest du die Kapuzinerkresse nur spärlich bis gar nicht düngen. Ein zu üppiges Nährstoffangebot regt die Pflanze nämlich an, immer neue Blätter auszubilden, größer und größer zu werden, und dir über den Kopf zu wachsen.

                  Die vielen Blätter können eines übrigens richtig gut: Wasser ausatmen! Ja, genau: Über die Blattoberflächen verdunstet jede Menge Wasser, besonders an heißen Tagen. So kann es schnell dazu kommen, dass deine Kapuzinerkresse schlapp macht und die Blätter hängen lässt. Da heißt es dann Gießkanne holen und Wasser marsch!

                  Kleiner Tipp: Wenn du besonders viele Blüten ernten möchtest, und nicht so scharf auf die Samen bist, dann solltest du deiner Kapuzinerkresse regelmäßig einen Pflegeschnitt gönnen.

                  Dabei müssen vor allem die verblühten Blüten zeitig entfernt werden. Bildet deine Pflanze erst einmal erfolgreich Samen aus, dann wird sie viel weniger Blüten produzieren. Wozu auch? Für die nächste Generation ist ja bereits gesorgt!

                  Kapuzinerkresse auf dem Balkon anbauen

                  Für Kapuzinerkresse brauchst du eigentlich gar keinen Garten. Sie wächst nämlich auch ganz prima in Kästen und Töpfen auf dem Balkon – oder im Hochbeet.

                  Rankende Kapuzinerkresse auf dem Balkon

                  Hier kommt ihre Farbpracht so richtig zur Geltung. Sie kann aber auch einfach alles auf einmal: Toll aussehen und eine fette Ernte liefern! So ein gesunder Alleskönner ist natürlich gerade dann super praktisch, wenn du nicht so viel Platz für deine Pflanzen zur Verfügung hast.

                  Aufgepasst! An heißen Sommertagen können Pflanzkästen und Töpfe sehr schnell austrocknen. Vergiss nicht, regelmäßig zu gießen. Wenn dein Balkon viel Sonne abkriegt, musst du bis zu zweimal am Tag für Wassernachschub sorgen, damit deine Pflanzen nicht ständig durstig sind.

                  5 Gründe, warum wir Kapuzinerkresse einfach lieben

                  Kapuzinerkresse ist gleich aus mehreren Gründen ein absolutes Muss in meiner Gartenplanung! Fangen wir mit dem offensichtlichsten an…

                  #1: Zu schön, um wahr zu sein

                  Kapuzinerkresse sieht einfach unfassbar toll aus! Die krautige Pflanze blüht in den wunderschönsten Farben: Von hellem Gelb über kräftiges Orange bis hin zu leuchtendem Rot sind alle Farbvariationen vertreten.

                  Gelbe und Orange Blüten der Kapuzinerkresse

                  An einen Zaun gepflanzt wird deine Kapuzinerkresse freudig in die Höhe klettern. Das kannst du dir zunutze machen und mithilfe der rankenden Pflanze einen grünen Sichtschutz schaffen, der selbst so richtig zum Hingucker wird.

                  Wenn du ihr keine Kletterhilfen bietest, kriecht Kapuzinerkresse in alle Richtungen und wird eine dicke Schicht Blätter und Ranken auf deinem Boden ausbilden. Ein wahrer Bodenbedecker ist sie!

                  Die Blätter der Kapuzinerkresse haben übrigens ihren ganz eigenen Wow-Effekt. Sie werden nicht nass, sondern lassen Wasser ganz einfach abperlen. Gerade im Morgentau sieht das wunderschön aus. Da sitzen die Wassertropfen wie kleine, silbrige Perlen auf den Blättern!

                  #2: Essbare Blüten und Blätter

                  Die schmackhaften Blüten sind das, wofür die Kapuzinerkresse so bekannt ist. Man findet die bunten Blüten immer öfter in Salaten, oder auch als essbare Dekoration auf Kuchen und Torten. Sie sehen aber auch wirklich zauberhaft aus!

                  Salat mit essbaren Blüten

                  Dass auch die Blätter essbar sind, ist da schon weniger bekannt. Aber Obacht: Sie können nämlich ziemlich scharf sein. Der Geschmack ähnelt dem von Meerrrettich: feurig stark!

                  Der scharfe Geschmack entsteht durch sogenannte Senfölglykoside. Die finden sich auch in Radieschen, Gartenkresse oder Senf wieder. All diese Pflanzen sind übrigens auch mit der Kapuzinerkresse verwandt. Die jüngeren, zarteren Blätter enthalten weniger dieser Senfölglykoside. Sie sind daher etwas milder. Ich mag sie besonders gerne in Salaten. Yams!

                  Wenn du mal etwas ausgefalleneres mit deiner Kapuzinerkresse anstellen willst, dann ist Kräuterbutter eine tolle Idee. Hierfür kannst du sowohl die Blätter als auch die Blüten nutzen. Das Ergebnis kann sich sowas von sehen lassen! Denn wer sonst hat bitte schon bunte Kräuterbutter?

                  #3: Kapuzinerkresse als Pfeffer- und Kapernersatz

                  Nach der Blüte bildet die Kapuzinerkresse ihre Samen aus. Und auch die sind essbar! Wenn die Samen noch grün und jung sind, kannst du sie als Kapernersatz verwenden.

                  Dafür kochst du sie in gesalzenem Essigwasser, und füllst sie anschließend zusammen mit der Flüssigkeit in Schraubgläser. Probier doch mal aus, ob jemand den Unterschied bemerkt, wenn du statt dem Original die heimischen ‚Kapern‘ in einer Pastasauce verwendest! Pssst, ich verrate nichts!

                  Wenn du mit der Ernte noch länger wartest, kannst du irgendwann die reifen Samen ernten. Die eignen sich entweder als Saatgut für die nächste Kapuzinerkresse-Generation, oder du füllst sie in deine Pfeffermühle.

                  Ja, richtig gehört! Auch die Samen haben einen leicht scharfen, pfeffrigen Geschmack und eignen sich hervorragend zum Würzen.

                  Wenn du also das nächste Mal „Geh doch dahin, wo der Pfeffer wächst!“ hörst, dann nichts wie ab in deinen Garten! ;)

                  #4: Clever: Kapuzinerkresse als Ablenkungsmanöver

                  Wenn du bereits Kapuzinerkresse im Garten hast, wirst du vielleicht festgestellt haben, dass sie oft von Blattläusen geplagt wird. Denn leider schmeckt die krautige Pflanze nicht nur uns, sondern auch jeder Menge Krabbeltierchen.

                  Blatt der Kapuzinerkresse mit Blattlausbefall

                  Das ist natürlich super lästig, denn die Tierchen können eine regelrechte Plage sein und im Salat wollen wir auch keine extra Proteine!

                  Auch Kohlweißlingen munden die Blätter der Kapuzinerkresse ganz hervorragend. Sie legen hier mit Vorliebe ihre Eier ab, sodass sich die Schmetterlingsraupen, die aus den Eiern schlüpfen, an der Kapuzinerkresse satt fressen können.

                  Und so einen Kohlweißlings-Kindergarten wollen wir lieber nicht im Gemüsegarten haben – die Falter stürzen sich sonst als nächstes auf unsere Kohlpflanzen! Check also ab und zu, ob sich in deiner Kapuzinerkresse Raupen befinden und sammel sie ab, wenn du welche findest.

                  Jetzt kommt aber die gute Nachricht: Die Schädlinge können mit der Kapuzinerkresse so beschäftigt sein, dass sie dein Gemüse links liegen lassen. So kannst du die farbenfrohe Pflanze auch als Ablenkungsmanöver einsetzen, und Schädlinge ganz bewusst von deinem Gemüse weglocken. Clever, oder?

                  Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

                  #5: Kapuzinerkresse als Heilpflanze

                  Die Kapuzinerkresse ist auch als Heilpflanze bekannt. Schon die Inka in Südamerika nutzten sie als Schmerzmittel und zur Wundheilung. Ihr altes Wissen um die Kraft der Pflanzen hat sich seitdem oft bewährt.

                  Der hübschen Pflanze werden zahlreiche heilende Wirkungen nachgesagt. Unter anderem soll sie bei Atemwegserkrankungen helfen, Harnwegsinfekte lindern und Muskelschmerzen abklingen lassen. Also angeblich ein wahres Multitalent!

                  Wenn du schonmal eines der schärferen Blätter der Kapuzinerkresse gegessen hast, dann wirst du wahrscheinlich festgestellt haben, dass zumindest die Nase danach auf jeden Fall so richtig frei ist!

                  Aber Spaß beiseite: Die Kapuzinerkresse hat tatsächlich antibakterielle, pilzhemmende und antivirale Eigenschaften – und hilft somit gegen so ziemlich jede Art von Krankheitserreger. Na wenn das nicht ein weiterer Grund ist, um ihre bunte Blüten anzubauen und zu genießen!   

                  Da kribbelt es einem nicht nur in der Nase, sondern es juckt auch in den Fingern! Hast du auch schon deinen Bleistift gespitzt und schreibst dir gerade im Kalender auf, wann du deine Kapuzinerkresse säen möchtest? 

                  Wenn du noch ein bisschen Inspiration zum Träumen brauchst, dann schau doch mal hier:

                  Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet mit Pflanztabelle!

                  Gemüse anbauen: Schritt-für-Schritt für Anfänger

                  So geht Permakultur: Schaff dir ein kleines Paradies!

                  Was für kulinarische Köstlichkeiten stellst du aus der Kapuzinerkresse her? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

                  Laufenten in der Wiese

                  Laufenten: Die Schneckenjäger halten, pflegen und lieben

                  Laufenten sind Eierproduzenten, Herzensbrecher und gewiefte Schneckenjäger in Einem! Sie bereichern deinen Gemüsegarten als echtes Highlight und sind die perfekte Alternative für all jene, denen Hühnerhaltung zu mainstream ist. ;) Wetten, dass die pfiffigen Laufenten dein Herz im Sturm erobern werden?

                  Ja, ich will! Die Entscheidung für Laufenten
                  Artgerecht Laufenten halten 
                  #1: Platz da! Das Laufenten Gehege
                  #2: Ab ins kühle Nass: Der Laufenten Teich
                  #3: Klappe zu und gute Nacht: Der Laufenten Stall
                  Wie viele Laufenten soll ich halten?
                  Laufenten Küken: Männlein oder Weiblein?
                  Laufenten Futter: Was schmeckt der Laufente?
                  Laufenten Haltung: Die tägliche Routine

                  Ja, ich will! Die Entscheidung für Laufenten

                  Wenn ich bloß mehr Platz hätte, würde ich schon längst wieder ein paar Laufenten halten! Ich war nämlich früher auf dem Hof, auf dem ich gearbeitet habe, die Enten-Verantwortliche und habe mich sofort in die kleinen Racker verliebt. ;)

                  Laufenten, die auch indische Laufenten heißen, gehören zur Art der Stockenten und sind mit ihren langen Hälsen ein wirklich netter Anblick. Sie sind aber nicht nur unglaublich süß, sondern genau wie Hühner eine perfekte Ergänzung im Selbstversorger-Leben. Laufenten legen nämlich wunderschöne, große, blaue Eier und haben eine Leibspeise, die ich ihnen von Herzen vergönne: Schnecken!

                  Ja, richtig gehört: Wenn du Laufenten hast, lautet der Deal „Gib deinen gefiederten Lieblingen Schnecken – im Gegenzug bekommst du von ihnen Eier!“  Ist das nicht ein absolut genialer Tausch? :)

                  Überlegst du dir jetzt, deine Gartentore für ein paar Laufenten zu öffnen? Dann lass uns checken, ob die drolligen Tiere auch ein schönes entenerfülltes Leben bei dir führen können!

                  Wenn du noch unschlüssig bist, ob nicht doch eher Hühner dein Ding sind, erfährst du hier, wie gut Hühner zu dir und deinem Alltag passen – eine gratis Checkliste zur Hühnerhaltung gibt’s obendrauf. Trag einfach deine Emailadresse hier ein, und dann flattert die Checkliste ruckzuck in deinen Posteingang!

                  Alles parat, bevor deine Lieblinge einziehen? Hier ist deine Hühner halten-Checkliste!

                  Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Hühnertipps per Email. Und die Hühner halten-Checkliste gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

                    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                    Artgerecht Laufenten halten

                    Laufenten sind genügsame Tiere und sie haben in vielerlei Hinsicht ganz ähnliche Bedürfnisse wie Hühner. Sie brauchen nämlich so wie sie ausreichend Platz, einen kleinen Laufenten Stall zum Übernachten und einen ordentlichen Zaun, der sie vor Mardern, Füchsen und Co schützt. Aber alles der Reihe nach…

                    #1: Platz da! Das Gehege

                    Der Name ist Programm: Lauf, Ente! Laufenten lieben ganz viel Platz für Spaziergänge und Erkundungstouren. Dabei durchforsten sie gerne feuchte Wiesen nach Schnecken und anderen Leckereien und halten im Sommer gern an einem schattigen Lieblingsplätzchen ihren Mittagsschlaf.

                    Wenn du pro Laufente ca. 250 m2 Erkundungsfläche einplanst, haben die Tiere auf jeden Fall ausreichend Platz, um sich zu beschäftigen. Bei Streitereien können sie dann auch mal das Weite suchen und sich für eine Weile aus dem Weg gehen.

                    Ihren Heißhunger auf Schnecken kannst du natürlich clever nutzen. Wenn du sie rund um deine Gemüsebeete ihr Entenwerk verrichten lässt, werden sie sich dort als prima Schneckenpolizei erweisen und fleißig die Beete entlang patrouillieren.

                    Du musst dir aber gut überlegen, wie du die Beete sicher einzäunst! Beeten, auf denen Gründüngung steht, dürfen sie gerne einen Besuch abstatten. Nicht so gern gesehene Gäste sind sie da, wo dein Gemüse gerade wächst. Denn das könnte die Laufenten schon dazu verleiten, hier und dort ihren neugierigen Entenschnabel hineinzustecken und von dem einen oder anderen Blättchen zu naschen. So ein Salatherz ist aber auch zu köstlich!

                    Meine Hühner sind übrigens auch geniale Schädlingsvertilger! Ich zäune sie in einer Art Korridor rings um meine Beete herum ein – das klappt prima und meine Gemüsepflanzen lassen sie auf diese Weise (notgedrungen) in Ruhe.

                    Laufenten heißen übrigens nicht ohne Grund „Lauf“enten. Sie können nämlich weder klettern noch fliegen, so flink die Tiere sonst auf ihren zwei Paddelfüßen auch unterwegs sind (von wegen lahme Ente!) Das solltest du bei der Gestaltung ihres Auslaufes unbedingt bedenken.

                    #2: Ab ins kühle Nass: Der Teich

                    Aber Laufenten sind auch Wasservögel. Und damit sie so richtig happy sind, brauchen sie natürlich eins: Wasser! Die niedlichen Federtiere lieben es, morgens ein ausgiebiges Bad zu nehmen, zu planschen und im Wasser nach Leckerbissen zu fischen.

                    Ente steht am Teich

                    Eine Bademöglichkeit ist also Grundvoraussetzung, wenn du Laufenten halten möchtest. Es muss nicht unbedingt gleich ein Teich sein, eine alte Badewanne tut’s auch, solange sie da bequem rein- und rausmarschieren können.

                    Gegebenenfalls musst du also eine Ein- und Ausstiegshilfe bauen. Das kann einfach ein großer Stein auf Höhe der Wasseroberfläche sein, oder auch eine kleine Rampe. Deine Laufenten werden es dir danken!

                    Wenn du bereits einen Teich in deinem Garten hast mit Pflanzen, Fröschen, sauberem Wasser und vielleicht auch Fischen, solltest du dir allerdings gut überlegen, ob du deine Laufenten da reinlässt!

                    Denn was sie vorne reinfressen, kommt erfahrungsgemäß hinten wieder raus und diese Hinterlassenschaften würden deinen kleinen Teich sehr schnell aus dem ökologischen Gleichgewicht bringen – Entenkot trägt viel zu viele Nährstoffe in den Teich ein.

                    Da ist der alte Waschzuber vielleicht doch die bessere Badestelle für das Federvieh.

                    Wichtig ist auch, dass du eine Möglichkeit hast, das Wasser regelmäßig zu wechseln, sonst wird’s bald unhygienisch. 

                    #3: Klappe zu und gute Nacht: Der Stall

                    Deine Laufenten sollten einen kuscheligen und raubtiersicheren Stall haben. So ein Entenstall muss gar nicht groß sein! Sie kuscheln sich nämlich gern aneinander und brauchen auch keine Sitzstangen oder eine andere Einrichtung.

                    Ein Bett aus Stroh reicht ihnen vollkommen zum Glücklichsein! Die Tiere nutzen ihren Stall vor allem zum Übernachten. Und wenn du etwas Glück hast – und die Enten nicht im Morgengrauen aus dem Stall scheuchst – findest du vormittags dort auch das eine oder andere Ei.

                    Enteneier im Stroh

                    Es kann sein, dass deine Enten abends gar nicht daran denken, von alleine in den Stall zu marschieren. Geht es nach ihnen, ist eine Nacht unter dem Sternenhimmel perfekt! Wenn du aber jeden Abend kommst und sie in den Stall bringst, verinnerlichen sie diese Abendroutine und begeben sich von selber ins Häuschen, wenn du zum Zusperren kommst.

                    Das Üben lohnt sich, denn wer im Stall übernachtet, schläft sicherer. Die freiheitsliebenden Enten haben ihre Rechnung nämlich leider ohne Fuchs und Marder gemacht. Denen sind die Enten draußen schutzlos ausgeliefert – sie können ja nicht wegfliegen.

                    Wie viele Laufenten soll ich halten?

                    Laufenten sind gesellig. Die Tiere brachen unbedingt ein paar Artgenossen zum Schnattern an ihrer Seite! Zu zweit sollten sie daher mindestens sein, aber so richtig glücklich machst du deine Enten, wenn du sie als Gruppe hältst. Mehr als ein Erpel ist bei kleinen Gruppengrößen aber keine gute Idee, sonst haben die Entendamen keine ruhige Minute mehr. 

                    Mehrere weibliche Laufenten in einer kleinen Herde sind in der Regel kein Problem. Da halten die Mädels zusammen und machen sich eine gute Zeit. ;)

                    Eine Laufenten-Bande solltest du niemals unüberlegt trennen oder Neuzugänge ohne eine Eingewöhnungszeit direkt dazulassen. Dann ist der Ärger nämlich vorprogrammiert!

                    Laufenten Küken: Männlein oder Weiblein?

                    Tja, die Sache mit dem Entengeschlecht kann ganz schön kniffelig sein…

                    Normalerweise ziehen Laufenten als Küken in ihr neues Zuhause ein. Das ist toll, weil sie richtig zutraulich werden, wenn sie den Kontakt mit Menschen von klein auf gewohnt sind. Sie sollten dann aber mindestens acht Wochen alt sein, denn davor brauchen sie unbedingt noch ihre Entenmama!

                    Die Sache mit den Laufenten Küken hat aber einen Haken: Es ist quasi unmöglich festzustellen, wer mal eine Entendame und wer ein Erpel wird.

                    Ganz erfahrene Entenhalter behaupten aber trotzdem oft, das Geschlecht schon sehr früh erkennen zu können. Vielleicht hast du ja das Glück, deine jungen Quakis von so jemandem zu bekommen (und er hat diese Fähigkeit auch wirklich!). 

                    Oder du legst dir erstmal schon etwas ältere Laufenten zu, sodass die Frauenquote in deiner kleinen Rasselbande sicher hoch ist. Denn Laufenten können zwar Schnecken in Eier verwandeln, aber diese magischen Kräfte besitzen eben nur die Damen…! ;)

                    Wenn die Tiere sich im Alter von ungefähr sechs Monaten zum ersten Mal mausern, kannst du aber auch ohne Profiauge erkennen, mit wem du es zu tun hast und ob du dir Hoffnung auf Eier machen darfst.

                    Erpel entwickeln dann eine kleine Schwanzlocke – daran erkennst du sie in jedem Fall. Allerdings können diese Federn natürlich auch ausfallen. Dann kann es vorkommen, dass du ein Männchen für ein Weibchen hältst. Hupsi!
                     
                    Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist übrigens die Stimme. Weibliche Laufenten schnattern gerne und laut, die Erpel klingen leiser und ein bisschen krächzig. Du musst also nur genau zuhören, dann verraten die Enten dir ihr Geschlecht schon. ;)

                    Zwei Laufenten im Stall

                    Laufenten Futter: Was schmeckt dem kleinen Schnabeltier?

                    Laufenten verbringen ganz viel Zeit damit, im Gras zu schnäbeln und nach Körnern, Insekten, Schnecken, Würmer, Käfer und Schneckeneiern zu suchen. So decken sie, besonders in den warmen Monaten, bereits einen Großteil ihres Nahrungsbedarfes.

                    Trotzdem solltest du ihnen auch Körnerfutter bereitstellen. Dazu eignet sich handelsübliches Hühner- oder Geflügelfutter. Ganz wichtig ist es, den Tieren immer frisches Wasser direkt neben dem Futter anzubieten. Sie sind nämlich große Gierhälse und verschlucken sich schnell mal an dem leckeren Futter. Und das kann ziemlich gefährlich werden. 

                    Also ihr Enten, beim Essen immer genug Wasser trinken, habt ihr das verstanden?
                    Genau wie Hühner lieben deine Laufenten Salat- und Gemüsereste und auch gekochte Kartoffeln und Reis. Damit darfst du sie gerne ab und zu verwöhnen. :)

                    Laufenten kauen ihre Nahrung nicht, sondern schlingen sie herunter und zerkleinern sie mechanisch im Magen. Damit das klappt, fressen sie kleine Steinchen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Laufenten genug Steine finden, kannst du ihnen eine Schale mit Grit bereitstellen. Dann bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

                    Laufenten Pin
                    Merke dir diesen Artikel bei Pinterest!

                    Laufenten Haltung: Die tägliche Routine

                    Beim Laufenten halten hast du diese tägliche To-Do-Liste:

                    ✓ Jeden Morgen aus dem Stall lassen, füttern, Wasser austauschen und Eier sammeln

                    ✓ Jeden Abend eine Geschichte vorlesen und zusperren ;)

                    ✓ Einmal wöchentlich den Stall ausmisten

                    ✓ Ab und zu das Badewasser austauschen

                    Das musst du die nächsten 12-14 Jahre durchhalten, so lange ist nämlich die Laufenten Lebenserwartung.

                    Dafür erwartet dich ein nahezu schneckenfreier Garten! Und natürlich ganz viele wunderbare Momente mit den putzigen Tieren. Es ist schon ein lustiger Anblick, wenn sie im Gänsemarsch anwatscheln und ihre Hälse neugierig zu dir rüber beugen in der Hoffnung auf ein paar Nacktschnecken, die du von deinem Gemüse abgesammelt hast.

                    Und die gönnen wir ihnen wirklich von Herzen, oder?

                    Laufenten ergänzen deinen Selbstversorger-Garten ganz wunderbar. Wenn du ihnen die richtige Infrastruktur bieten kannst und bereit bist, dich viele Jahre um diese niedlichen Tiere zu kümmern, kann steht deinem Entenabenteuer nichts mehr im Wege!

                    Hühner interessieren dich genauso wie Laufenten? Dann vergiss nicht, dir deine Checkliste zur Hühnerhaltung noch schnell zu sichern!

                    Wenn du noch ein bisschen stöbern magst, dann geht’s hier entlang:

                    24 Gemüse, die Schnecken meiden – Erober dir deinen Garten zurück!

                    Hühnerhaltung im Garten: Rassen, Stall, Auslauf & Co.

                    Die 6 besten Hühnerrassen für einen bunten Eierkorb

                    Hast du bereits Laufenten bei dir im Garten? Ich freue mich, wenn du mir in den Kommentaren von deinen schönsten Enten-Momenten erzählst!

                    Hochbeet im Garten

                    Hochbeet befüllen – die ultimative Schritt-für-Schritt Anleitung!

                    Du fragst dich, wie du dein Hochbeet befüllen sollst, nachdem es nun in seiner ganzen Pracht aber leer in deinem Garten steht?

                    Dein Hochbeet nur mit Erde zu befüllen, ist keine gute Idee – deswegen zeige ich dir, wie du dein neues Hochbeet ratzfatz mit verschiedenen Schichten füllst und damit den Grundstein für eine dicke fette Gemüseernte legst. Los geht´s! 

                    Inhaltsverzeichnis
                    Aufgemerkt: Was muss ich beim Hochbeet befüllen beachten?
                    Schicht im Schacht: Diese vier Hochbeet-Schichten brauchst du
                    Nachgefragt: Warum soll ich das Hochbeet in Schichten anlegen?
                    Gestrichen voll: Hochbeet (nach-)füllen
                    Liebe zum Detail: Was du vor der Hochbeet-Befüllung tun solltest
                    Alle Hände voll zu tun: Hochbeet-Bepflanzung

                    Aufgemerkt: Was muss ich beim Hochbeet befüllen beachten?

                    Ein Hochbeet ist neben vielem anderen – hoch. ;) Das heißt, du hast jede Menge Raum zu füllen! Wenn du in dein Hochbeet Erde und sonst nichts anderes füllen würdest, hättest du nicht nur ein großes Loch im Geldbeutel, du würdest deinen Pflanzen auch keinen besonderen Gefallen tun. Die fühlen sich nämlich in einer Hochbeet Füllung, die aus verschiedenen Schichten besteht, viel wohler!

                    Das liegt daran, dass du quasi einen kleinen Kompost in deinem Hochbeet aufbaust. Unten sind die ganz groben Bestandteile. Je weiter du nach oben kommst, desto feiner und erdeähnlicher wird die Hochbeet Grundfüllung, um schließlich in einer Schicht reifem Kompost zu enden.

                    Mit der Zeit verrotten diese Lagen nach und nach und deine Gemüsepflanzen finden dadurch nicht nur jede Menge leckeres Futter vor, sondern sie haben es besonders in der ersten Zeit auch muckelig warm, weil bei der Zersetzung von deiner Hochbeet-Füllung Wärme entsteht. Deshalb kannst du in deinem Hochbeet früher säen und pflanzen – und natürlich auch früher ernten. ;)

                    Schicht im Schacht: Diese vier Hochbeet-Schichten brauchst du

                    Die Hochbeet-Füllung ist ganz einfach: Wie beim Kuchenbacken packst du verschiedene Schichten aufeinander.

                    Die einzelnen Lagen passt du dabei an die Gesamthöhe deines Hochbeets an – meine Angaben dazu sollen nur grobe Anhaltspunkte für dich sein.

                    Grafik mit Hochbeet Schichten

                    Gemüsepflanzen lieben diesen Veggie-Schichtkuchen, wir selber halten uns aber lieber an eine leckere Schwarzwälder Kirschtorte, oder? ;)

                    Hochbeet-Schicht 1: Der Boden

                    Ganz unten füllst du Äste oder Strauchschnitt in dein Hochbeet. Dazwischen sollen aber nicht zu große Zwischenräume sein, deshalb kletterst du am besten in dein Hochbeet hinein und trampelst alles kräftig nach unten. Dann legst du wieder Äste und Gehölzschnitt nach und trittst das nochmal fest. Insgesamt sollte diese – möglichst feste – Schicht ungefähr 30 Zentimeter hoch sein.

                    Psst, cooler Nebeneffekt: Das gibt Muskeln in den Beinen! ;)

                    Hochbeet-Schicht 2: Die Kirschen

                    Jetzt kannst du umgedrehte Grassoden, Holzhackschnitzel, Laub, Rasenschnitt oder angerotteten Mist auf die Äste geben. Am besten mischst du die verschiedenen Materialien schon miteinander, bevor du sie auf die Äste gibst. Diese Schicht sollte 30 bis 50 Zentimeter hoch sein.

                    Hochbeet-Schicht 3: Die Sahnecreme

                    Die dritte Schicht deines Hochbeet-Kuchens besteht aus grobem Kompost, der noch nicht ganz ausgereift ist. Diese Schicht machst du ungefähr 20 Zentimeter hoch.

                    Hochbeet-Schicht 4: Die Schokospäne

                    Ganz oben packst du jetzt noch ungefähr 15 Zentimeter hoch feinen, ausgereiften Kompost, der wie Erde aussieht und nach Waldboden duftet. ;)

                    Voilá, schon bist du mit Hochbeet befüllen fertig und kannst sofort mit Pflanzen und Säen loslegen! Falls du dein Hochbeet im Herbst anlegst und bis zum Frühjahr damit warten möchtest, säst du am besten eine Gründüngung ein oder packst erstmal eine dicke Mulchschicht auf dein Beet.

                    Du willst keine Zeit mehr verlieren und sofort dein Hochbeet anlegen?
                    Dann schau dir dazu doch meinen kostenlosen Beispiel-Pflanzplan an! Da habe ich schon alles ausgeklügelt, was Anbaupausen, Fruchtfolgen und Mischkultur betrifft. Du kannst ihn dir herunterladen und als Inspiration für dein Gemüse-Hochbeet verwenden – cool, oder? :)

                    Trag dich gerne hier ein:

                    Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

                    Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

                      Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                      Nachgefragt: Warum soll ich das Hochbeet in Schichten anlegen?

                      Du fändest es einfacher, dein Hochbeet nur mit Erde zu befüllen und fertig ist die Laube?

                      Das kann ich gut verstehen, aber der Aufwand, die unterschiedlichen Materialien zusammenzusammeln und dann das Hochbeet damit richtig zu befüllen lohnt sich in mehrfacher Hinsicht!

                      Mikroorganismen und Bodentierchen sorgen für eine langsame Verrottung und bilden dabei viele wertvolle Nährstoffe. Vorteil für dich: Du musst weniger düngen.

                      Außerdem entsteht während der Kompostierung der unteren Schichten auch Wärme. Du hast also eine biologische Fußbodenheizung in deinem Beet, die dich keinen Cent kostet, deinen grünen Freunden aber ungeheuer guttut und dafür sorgt, dass sie niemals unter kalten Füßen, ääh Wurzeln leiden müssen! ;)

                      Dadurch haben deine Pflanzen mehr Zeit zu wachsen und zu reifen und dir eine dicke Ernte zu liefern. Minusgrade werden ihnen nicht so schnell gefährlich.

                      Hochbeet befüllen mit Strauchwerk

                      Gestrichen voll: Hochbeet (nach-)füllen

                      Auch wenn du beim Hochbeet befüllen alles möglichst fest geschichtet hast, wird sich der Aufbau deines Hochbeets mit der Zeit verdichten und absenken.

                      Das ist aber gar nicht schlimm, denn du füllst dann mit Hochbeet Erde oder mit ausgereiftem Kompost nach, bis alles wieder auf der Höhe ist, die du dir vorstellst. So bringst du auch neue Nährstoffe in den Boden ein und deine zukünftigen Gemüsepflanzen finden ausreichend leckeres Futter vor.

                      Starkzehrer solltest du allerdings trotzdem regelmäßig düngen – sie sind die ewig Hungrigen unter den Gemüsen. Ein kostenloser Dünger, den du ganz einfach herstellen kannst, ist Brennnesseljauche.

                      Hochbeet befüllen
                      Merk dir diesen Artikel auf Pinterest

                      Liebe zum Detail: Was du vor der Hochbeet-Befüllung tun solltest

                      Bevor du mit dem Hochbeet befüllen beginnst, solltest du dein Hochbeet noch ein wenig „pimpen“, damit du es optimal nutzen kannst:

                      • Am Boden des Hochbeets befestigst du ein Drahtgitter zum Schutz vor Wühlmäusen. Die Quadrate dürfen aber nicht größer als 12 bis 13 Millimeter sein, sonst quetschen sich die frechen Tierchen problemlos durch diese Sperre!
                      • Um das Holz vor Nässe zu schützen, kleidest du die Hochbeetwände mit einer Teichfolie aus, die du ganz easy mit einer Schere passend zuschneidest und dann an den Innenwänden festtackerst.
                      • Falls du eine Bau-Noppenfolie verwendest, zeigen die Noppen zum Holz. So schaffst du eine Belüftung zwischen Folie und Rahmen. 
                      • Wenn du dir mit einem Stift auf der Folie die Füllhöhe der einzelnen Schichten markierst, erleichterst du dir das Hochbeet befüllen.
                      Hochbeet Bepflanzung mit Gemüse

                      Alle Hände voll zu tun: Hochbeet-Bepflanzung

                      Du hast alles erledigt und dein Hochbeet im Garten braucht jetzt nur noch eine Bepflanzung?

                      Grundsätzlich hast du mit einem Hochbeet den großen Vorteil, dass sich die Erde im Frühjahr besonders schnell erwärmt. Wärmeliebende Gemüse-Kandidaten sind deshalb besonders gut auf deinem Hochbeet untergebracht und danken dir den Premiumplatz mit einer dicken Ernte.

                      Am besten schreibst du dir für die Planung deiner Hochbeet-Bepflanzung auf, welches Gemüse du am liebsten isst, ob du gerne jeden Tag Salat auf dem Tisch hättest und was du gerne einkochen möchtest.

                      Wenn du deine Liste fertig hast, musst du sie mit der Größe deines Hochbeets abgleichen und vermutlich um mindestens die Hälfte kürzen – zumindest geht mir das immer so. Die Wünsche sind irgendwie immer größer als mein Hochbeet! ;)

                      Dann teilst du dein Hochbeet in mehrere Abschnitte auf und platzierst darauf deine Wunschgemüse. Kleine Erinnerung: Mein kostenloser Gemüsegarten-Beispielplan ist dir dabei eine super gute Hilfe!

                      Ein Hochbeet befüllen ist nicht schwer und schnell gemacht. Von den verschiedenen Schichten profitieren deine Gemüsezöglinge jahrelang und danken es dir mit einer reichen Ernte.

                      Du hast jetzt so richtig Lust bekommen, in Hochbeeten zu gärtnern? Dann schau dir doch auch diese Artikel an:

                      Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

                      Hochbeet clever bepflanzen – mit Beispiel-Jahresplan!

                      7 geniale Garten-Hacks, die wirklich funktionieren!

                      Welche Erfahrungen hast du mit dem Hochbeet befüllen? Ich freue mich darauf, wenn du deine Tipps und Tricks in den Kommentaren teilst!