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Gemüsegarten planen – Schritt für Schritt zum Gartenparadies

Einen Gemüsegarten planen – das ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu einer üppigen eigenen Ernte. Denn so viel Freude ein eigener Gemüsegarten auch macht: Er entsteht nicht von allein. Erst ein durchdachter Plan sorgt dafür, dass dein Garten dich übers ganze Jahr hinweg mit frischem Gemüse versorgt und dich jeden Tag mit Freude und Stolz erfüllt.

Also schnapp dir Stift und Papier – jetzt ist genau der richtige Moment, deinen Gemüsegarten zu planen und den Grundstein für dein ganz persönliches Gartenglück zu legen.

Inhaltsverzeichnis
1. Schritt: Träume und Inspiration
2. Schritt: Den richtigen Standort finden
3. Schritt: Welches Gemüse steht hoch im Kurs?
4. Schritt: Gemüse-Mengenlehre
5. Schritt: Gemüse-Partnerbörse
6. Schritt: Die passende Fruchtfolge
7. Schritt: Gestaffelte Aussaat & Pflanzung
8. Schritt : Vom Plan zum Beet

Gemüsegarten planen Schritt 1: Träume und Inspiration

Bei allem Kopfrauchen ist die Gartenplanung am Anfang des Jahres auch eine total schöne Zeit: Die Saatgutkataloge flattern ins Haus und du kannst es dir gemütlich machen und träumen, wie dein Garten in der nächsten Saison aussehen soll und was du vielleicht anders machen möchtest als im letzten Jahr.

Möchtest du neue Beete anlegen? Ganz neue Gemüsesorten aussäen? Wie wäre es mit einem Wildblumenbeet? Oder vielleicht einem Rankgitter für Bohnen und Kürbisse? Erträum dir deinen absoluten Wunschgarten – der Fantasie sind in diesem Schritt erstmal keine Grenzen gesetzt!

Pssst: Falls du schon genau weißt, wie dein Garten im Lauf des Jahres aussehen soll, du aber noch so gar keinen Plan hast, wie du dort hin kommst, ist hier schonmal ein kleiner Tipp: Probier den »Gemüsegarten starten«-Onlinekurs aus! Im Kurs wirst du von der Planung bis zur Umsetzung deines neuen Gemüsegartens an die Hand genommen und du bekommst super viel Inspiration und Tipps mit auf den Weg in dein Gartenabenteuer.

In diesem Artikel bekommst du schon mal einen Einblick wie du deinen Traum-Gemüsegarten planen und anlegen kannst. Los geht’s!

Beim Gemüsegarten planen ist es hilfreich, den Boden zu kennen. Regenwürmer sind dabei ein toller Indikator!

Schritt 2: Den richtigen Standort finden

First things first: dein Gemüsegarten braucht ein passendes Zuhause. Denn auch die Lage entscheidet darüber, ob deine Pflanzen kräftig wachsen oder schwierigere Ausgangsbedingungen haben. Wichtig sind vor allem viel Licht, ein guter Boden und etwas Windschutz.

Bestenfalls ist der Weg zum Garten nicht zu weit, denn je leichter du an deine Beete kommst, desto öfter wirst du dort ernten und dich um deine Gemüse-Schützlinge kümmern. Ideal für das Wachstum deiner Pflanzen ist außerdem ein sonniger Platz mit mindestens sechs Stunden Licht pro Tag.

Schau auch gerne mal auf Youtube rein, außer dem Video zum 3 Stunden-Selbstversorger Garten findest du hier ebenfalls jede Menge Tipps und Tricks :):

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Mehr Informationen

Kurz und Knapp – diese fünf Kriterien helfen bei der Standortwahl:

  • Nähe zum Haus: Der kürzeste Weg zum Abendessen ist der beste. Wer Kräuter und Salat direkt neben der Küche anbaut, greift häufiger zu frischem Grün und kocht automatisch gesünder.
  • Viel Sonne: Die meisten Gemüsesorten lieben Sonne! Täglich mindestens sechs Stunden Licht sind ideal. Vor allem Tomaten, Zucchini und Gurken sind ausgesprochene Sonnenanbeter. Für halbschattige Plätze bieten sich Mangold, Spinat und Kräuter an.
  • Guter Boden: Dunkel, locker und krümelig lieben wir unsere Erde! Wenn sie beim Drücken leicht zerfällt, ist alles bestens. Keine Sorge, du musst kein Spezialwissen in der Bodenkunde haben, um einschätzen zu können, ob dein Boden fruchtbar ist. Regenwürmer sind zum Beispiel ein toller Indikator für einen fruchtbaren Boden. Im 3-Phasen Gartensystem spielt Kompost eine große Rolle! Mit diesem lässt sich auch müder Boden in fruchtbare Erde verwandeln.
  • Windschutz: Dein Gemüse liebt Sonne, aber keinen Sturm. Eine Hecke oder Beerensträucher rund ums Beet bremsen den Wind und schaffen ein geschütztes Mikroklima. Außerdem gibt’s im Sommer gleich noch eine Portion Himbeeren obendrauf. Hmmm, lecker!
  • Ebene Fläche: Wer nicht am Hang wohnt, hat’s leichter. Auf flachem Boden lässt sich bequemer gärtnern und das Wasser läuft gleichmäßig ab. Falls du dein Grundstück doch etwas hügeliger ist helfen Terrassenbeete, die hübsch aussehen und praktisch sind.
ein mit Mischkultur geplanter Gemüsegarten

Gemüsegarten planen Schritt 3: Welches Gemüse steht hoch im Kurs?

Sind wir ehrlich – die Vielfalt an Gemüse ist verführerisch. Auberginen, Süßkartoffeln, Zuckerhut, Pastinaken, Rote Bete… Wer da nicht aufpasst, hat schnell mehr Sorten auf der Liste als Platz im Beet.

Darum gilt beim Gemüsegarten planen: lieber Lieblingsgemüse als Zuviel-des-Guten. Fang mit dem an, was du regelmäßig isst und wirklich liebst. Wenn auf dem Speiseplan oft Nudeln mit Tomatensoße oder Pizza stehen, sollten Tomaten ganz oben auf deiner Liste stehen.

Liebst du Eintöpfe? Dann gehören Karotten, Sellerie und Lauch unbedingt in deinen Garten. Ein Tipp um die Entscheidung etwas zu vereinfachen: Schreib mit deiner Familie oder Mitbewohner*innen eine Top-3-Liste der Lieblingsgemüse. So bekommst du schnell ein Gefühl, was auf keinen Fall fehlen darf – und was nur „nice to have“ ist.

Schritt 4: Gemüse-Mengenlehre

Einer der häufigsten Anfängerfehler ist, zu viel oder zu wenig anzubauen. Die richtige Menge zu planen ist knifflig, aber nicht unmöglich. Dabei helfen dir zwei einfache Methoden, um ein Gefühl dafür zu entwickeln:

1. Rückblick auf die Ernte
Wenn du schon ein Gartenjahr hinter dir hast, weißt du wahrscheinlich, was gut funktioniert hat und was nicht. Hattest du zu viele Zucchini, aber nie genug Möhren? Dann weißt du jetzt, wie du die Beete im nächsten Jahr anpassen kannst.

2. Kassenzettel-Methode
Gerade für Einsteiger ist der Blick in den Einkauf hilfreich. Wenn du jede Woche ein Kilo Möhren kaufst, lohnt es sich, sie selbst anzubauen. So kannst du überschlagen, wie viel du brauchst, um deinen Haushalt zu versorgen.

Als Faustregel gilt: Alles, was regelmäßig auf dem Teller landet, bekommt auch im Beet den meisten Platz.

Und dann ist da noch Platz für kleine Gartenabenteuer. Für alles, was dich neugierig macht und deinem Garten ein bisschen Überraschung schenkt. Vielleicht hast du schon lange Lust, etwas Neues auszuprobieren – eine ungewöhnliche Sorte, ein besonderes Gemüse oder einfach etwas, das du bisher nur im Laden gesehen hast.

Die Mexikanische Minigurke, Palmkohl oder violette Möhren bringen Farbe, Vielfalt und gute Laune ins Beet. Nicht jedes Experiment wird auf Anhieb gelingen, doch genau das macht das Gärtnern so spannend: Du lernst mit jeder Saison etwas dazu, entdeckst neue Lieblingspflanzen und findest vielleicht sogar Schätze, die du nie mehr missen möchtest.

Ein sorgfältig geplanter Gemüsegarten wirft eine dicke Ernte ab.

Gemüsegarten planen Schritt 5: Gemüse-Partnerbörse

Jetzt wird es strategisch. Aber keine Sorge, du musst keine Garten-Managerin werden, um dein Gemüse klug zu kombinieren. Beim Gemüsegarten planen geht es nicht nur darum, was wächst, sondern auch, wer nebeneinander wächst. Manche Pflanzen sind perfekte Partner, andere eher schwierige Nachbarn. Wenn du deinen eigenen Gemüsegarten anlegst kannst du dir deine Gemüsenachbarn selbst aussuchen. Cool, oder? :)

Gute Nachbarn:

  • Möhren und Zwiebeln: Möhren und Zwiebeln sind echte Beetfreunde. Die Zwiebeln vertreiben mit ihrem starken Geruch die Möhrenfliege, während der Duft der Möhren wiederum die Zwiebelfliege fernhält. So schützen sie sich gegenseitig ganz natürlich vor Schädlingen.
  • Kohlrabi und Bohnen: Kohlrabi und Bohnen ergänzen sich im Beet wunderbar. Die Bohnen binden mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff im Boden, den der Kohlrabi für sein Wachstum gut gebrauchen kann. Da Bohnen tief und Kohlrabi flach wurzeln, nehmen sie sich weder Platz noch Nährstoffe weg.
  • Erdbeeren und Knoblauch: Sie sind ein eingespieltes Team im Beet. Der Knoblauch hält mit seinem intensiven Duft Schädlinge wie Milben, Schnecken und Pilzkrankheiten von den Erdbeeren fern, während die Erdbeeren den Boden locker und gleichmäßig beschattet halten.

Schlechte Nachbarn:

  • Kartoffeln und Tomaten: Sie gehören zur gleichen Pflanzenfamilie und sind deshalb anfällig für dieselben Krankheiten, vor allem für die Kraut- und Braunfäule. Wenn sie nebeneinander stehen, können sich Pilzsporen leicht von einer Pflanze auf die andere übertragen und beide Kulturen befallen. Damit sich die Krankheit nicht ausbreitet, sollten Kartoffeln und Tomaten im Garten möglichst weit voneinander entfernt wachsen.
  • Zwiebeln und Bohnen: Diese Beiden passen im Beet nicht gut zusammen. Die ätherischen Öle der Zwiebeln behindern bei den Bohnen die Bildung der Knöllchenbakterien, die für die Stickstoffbindung im Boden wichtig sind. Dadurch wachsen die Bohnen schwächer, und auch die Zwiebeln entwickeln sich weniger gut. Besser ist es, sie in getrennten Beeten anzubauen.

Eine durchdachte Mischkultur ist die einfachste Form des Pflanzenschutzes. Sie fördert die Bodengesundheit und spart Platz. Eine Übersicht dazu findest du hier. Lies dort unbedingt weiter, wenn dich das Prinzip der Mischkultur interessiert.

Damit du gleich munter los kombinieren kannst, kommt hier etwas für dich: Eine Mischkulturtabelle, die du mit ins Gewächshaus, oder den Garten nehmen kannst. Trag einfach deine Email-Adresse.ein und schon landet sie in deinem Posteingang:


Schritt 6: Die passende Fruchtfolge

Außer der Mischkultur gibt es noch ein weiteres, wahrscheinlich sogar wichtigeres Prinzip bei der Beetplanung: Die Fruchtfolge. Mit einer Fruchtfolge gärtnern, bedeutet, die Gemüsepflanzen durch die Beete rotieren zu lassen. Damit hältst du Krankheiten und Schädlinge in Schach. Außerdem nutzt du die Nährstoffe im Boden so perfekt aus. Ein echter Gamechanger für gesundes Gemüse und eine reiche Ernte!

Besonders effektiv ist eine Fruchtfolge, wenn du die Gemüse in Pflanzenfamilien einteilst und so gruppiert durch die Beete rotieren lässt. Um ein Gefühl für die Rotation zu bekommen, kannst du dein Gemüse aber auch erstmal nach ihrem Appetit in Gruppen einteilen.

Das sieht dann so aus:

  1. Starkzehrer wie Kohl, Kürbis, Tomaten oder Sellerie beanspruchen viele Nährstoffe … sie belegen das Beet im ersten Jahr.
  2. Mittelzehrer wie Möhren, Spinat oder Rote Bete folgen dann im zweiten Jahr.
  3. Schwachzehrer wie Erbsen, Salate und Kräuter schließen den Zyklus im dritten Jahr ab.

Danach beginnt die Rotation von vorn – die Starkzehrer darfst du dann gern mit einer Extraportion Dünger verwöhnen.

Ernte im eigenen Gemüsegarten

Gemüsegarten planen Schritt 7: Gestaffelte Aussaat & Pflanzung

Damit dein Erntekorb nicht im Frühsommer überquillt und danach gähnend leer ist, hilft eine gestaffelte Aussaat. Säe oder pflanze lieber in Etappen, statt alles auf einmal. Wenn du zum Beispiel alle paar Wochen eine kleine Menge Salat aussäst, kannst du den ganzen Sommer über ernten.

Dasselbe funktioniert wunderbar mit Radieschen, Spinat oder Möhren. Auch eine kluge Folgepflanzung bringt viel Ertrag: Nach frühen Radieschen kann Spinat wachsen, danach Mangold. So bleibt dein Beet das ganze Jahr über produktiv.

Und das Beste daran: Mit einer geschickten Staffelung kannst du sogar im Winter noch frisches Gemüse ernten. Dein Wintergarten beginnt nämlich schon im Sommer, denn wenn du rechtzeitig aussäst, wachsen Feldsalat, Spinat oder Winterpostelein heran und warten geduldig auf die kalte Jahreszeit. So bleibt dein Beet nie leer, selbst wenn der Rest des Gartens ruht.

Schritt 8 : Vom Plan zum Beet

Wenn der Plan steht, beginnt der schönste Teil – die Umsetzung. Jetzt wird aus deiner Skizze auf Papier Schritt für Schritt ein richtiger Gemüsegarten. Breite Pappe aus, um das Unkraut zu unterdrücken, bring eine gute Schicht Kompost auf und baue deine Beetumrandung.

Achte darauf, dass deine Beete überall gut erreichbar sind und genügend Platz zum Arbeiten bleibt. Breite Beete nutzen die Fläche optimal, sollten aber so angelegt sein, dass du an das gesamte Beet bequem hinkommst, ohne hineintreten zu müssen.

Es lohnt sich außerdem, die Beete zu nummerieren oder einen kleinen Gartenplan anzulegen. So weißt du genau, welche Pflanzenfamilien wo gewachsen sind, und kannst deine Fruchtfolge in den nächsten Jahren mühelos einhalten.

Frische Gemüseernte in einer Holzkiste

Gemüsegarten planen Schritt 9: Gemüse ernten und verwerten

Der schönste Moment im Gartenjahr ist natürlich die Ernte. :) Nach Wochen des Pflegens und Wartens kannst du endlich dein eigenes Gemüse ernten. Achte dabei auf den richtigen Zeitpunkt: Lieber etwas früher als zu spät.

Salate sind zarter, Kohlrabi saftiger, und Erbsen schmecken süßer, wenn sie nicht zu alt werden. Riesige Zucchini sehen beeindruckend aus, sind aber oft holzig – also lieber ein. bisschen früher ernten. Mit jedem geernteten Gemüse wächst nicht nur dein Vorrat, sondern auch die Freude an deinem Garten.

Pssst, apropos Vorrat: Mit ein bisschen Übung wirst du immer größere Ernten einfahren können. Falls du ein paar Tipps und Tricks brauchst, wie du deine Ernteschwemme am besten haltbar machst, dann schau gerne im »Vorratskammer starten«-Onlinekurs vorbei. Dort erfährst du wie du dein Obst und Gemüse in leckere Vorräte verwandelst und deine Speisekammer füllst.

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Wenn du noch andere tolle Tipps zum Gemüsegarten Planen hast, dann schreib sie gerne in die Kommentare!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte.

Quitten verarbeiten ohne Muskelkater: Die besten Tricks

Du möchtest dieses Jahr endlich auch Quitten verarbeiten? Im Winter leckere Schätze aus dem Vorratsschrank zu holen und in Sommerduft zu schwelgen, lässt das Selbstversorger-Herz höherschlagen! Doch Quitten können zum echten Härtefall werden, weil ihr Fruchtfleisch so fest ist. Deswegen teile ich heute mit dir, wie ich Quitten verarbeite – ganz ohne Muskelkater am Tag danach. Daraus werden dann super leckere Kostbarkeiten für deine Vorratskammer!

Ein Hoch auf die Quitte
Vor dem Quitten verarbeiten: Richtig ernten
So lagerst du einen Goldschatz
Quitten Verarbeiten, Tipps für den Härtefall
Rezepte zum Quitten verarbeiten
Quittengelee
Quittenbrot
Quittenchutney

Ein Hoch auf die Quitte

Pssst, ich habe einen Goldschatz in meiner Vorratskammer! Ja, wirklich, ganz hinten links. Den hole ich immer um Weihnachten herum raus, wenn ich die Sonne vermisse. Du nicht? Das ändern wir heute! Mein Goldschatz besteht nämlich aus Quitten und du kannst ihn selbst herstellen.

Quitten sind ein großartiges Obst, das ich dir wärmstens ans Herz legen kann. Ich liebe diese urigen goldgelben Herbstkugeln und den wunderbaren Duft beim Quitten Verarbeiten. Schon der Baum ist eine echte Zier, denn er blüht mit großen zartrosa Blüten, wenn Äpfel und Birnen schon längst verblüht sind.

Ein Riesenvorteil der Quitte: Sie ist unglaublich robust, pflegeleicht und einfach zu handhaben. Durch die späte Blüte musst du dir keine Gedanken über Frostschäden machen. Für Krankheiten ist der Baum kaum anfällig, Maden rennen sich an den harten Quitten den Kopf ein, er trägt zuverlässig und macht sein Ding, ohne viel Tamtam, so gefällt mir das!

Aber wenn es ums Quitten verarbeiten geht, interessieren uns natürlich vor allem die Früchtchen! Naja, zum Anbeißen sehen sie zwar aus, davon würde ich aber eher abraten, wenn dir deine Zähne lieb sind. Rohe Quitten sind wirklich bitter und hart und ihr Pelz ist auch nicht das, was ich mir auf der Zunge wünsche.

Quitten Verarbeiten beginnt deswegen immer mit dem Abreiben des Pelzes. Dieser Flaum enthält Bitterstoffe, die du lieber nicht für den Winter konservieren möchtest. Anschließend müssen sie gekocht, gedörrt oder gebacken werden – so wird’s dann richtig lecker!

Und nicht nur lecker kann die Quitte, sie bringt auch ordentlich Vitamin C und A, Zink, Eisen, Kalium und Folsäure mit. So wird das Quitten Verarbeiten zur echten Wintervorsorge, denn die Leckereien halten gesund und wirken der Wintermüdigkeit entgegen.

Psssst: Du kannst übrigens ganz viele mega leckere und gesunde Wintervorräte ganz einfach selber machen. Der absolute Superfood-Hack für Selbermacher? Fermentieren – und Kimchi, Sauerkraut und Einlegebohnen ganz einfach selbst in die Hand nehmen. Wie du an die ganze Sache herangehst, zeige ich dir Schritt für Schritt in meiner Fermentieren-Checkliste. Einfach deine Email-Adresse eintragen und schon flattert sie in dein Postfach!

Du hast noch keinen Quittenbaum?

Dann pflanz dir doch so ein Goldbäumchen in den Garten! Das robuste Bäumchen sollte in keinem Selbstversorger Garten fehlen! Hier findest du eine Anleitung zum Pflanzen von Obstbäumen, die du auch für Quittenbäume nutzen kannst.

Bevor es ans Pflanzen geht, musst du aber entscheiden, ob du eine Apfel- oder Birnenquitte haben möchtest. Die Früchte ähneln dann jeweils Birne oder Apfel in ihrer Form. Die Birnenquitten sind die weicheren, hier kann du also bereits mit der Sortenwahl Muskelkraft sparen. ;)

Bis dein Baum Früchte trägt, kannst du im Herbst mal in der Nachbarschaft herumschauen.  Die Chancen stehen nicht schlecht, dass du welche geschenkt kriegst. Die Bäume in den Gärten tragen oft so üppig, dass die meisten mit dem Quitten Verarbeiten gar nicht hinterherkommen. Dabei können Quitten sooo vielseitig eingesetzt werden! Ob herzhaft oder süß – sie bringen immer eine ganz besondere Note auf deinen Teller.

Lass und die letzten Stolpersteine beim Quitten verarbeiten jetzt aus dem Weg räumen. Dann steht deinem Goldschatz in der Vorratskammer nichts mehr im Wege!

Vor dem Quitten verarbeiten: Richtig ernten

Im Oktober ist es so weit und du kannst die Quitten ernten. Wichtig ist, dass du deine Goldernte vor dem ersten Frost in Sicherheit bringst. Sonst hast du schnell einen matschigen, eher braunen Schatz…

Zum Quitten Verarbeiten ist es wichtig, dass die Früchte wirklich reif sind. Das erkennst du an der herrlich goldenen Farbe, dem betörenden Duft und daran, dass du den Flaum leicht abstreifen kannst. Wenn du Marmelade und Gelee machen möchtest, solltest du sie genau dann ernten, wenn sie reif sind. Zu diesem Zeitpunkt ist der Pektingehalt nämlich am höchsten.

Vor dem Quitten verarbeiten müssen die Früchte gesammelt werden: Korb mit Quitten.

So lagerst du einen Goldschatz

Du hast nicht gleich nach dem Ernten Zeit zum Quitten verarbeiten? Kein Problem, dein Goldschatz ist lagerfähig! In diesem Fall erntest du an einem trockenen Tag, lässt den Pelz dran und bringst den Schatz an einen kühlen, dunklen, trockenen Ort. So hält die Ernte etwa vier Wochen durch, in denen du deine Quitten verarbeiten kannst. Dabei werden sie sogar noch aromatischer, yams!

Aufgepasst! Goldschätze sind manchmal ein bisschen eigen: Die Quitte verträgt die Anwesenheit von normalsterblichen Genossen, wie Äpfeln oder Kartoffeln nicht besonders gut. Ihre Hoheit lagert lieber allein, sonst verändert sie schonmal den Geschmack der anderen durch ihren intensiven Duft!

Quitten Verarbeiten, Tipps für den Härtefall

Erster Tipp: Beim Quitten Verarbeiten kannst du die Quitten auch mit der Brotschneidemaschine schneiden. So bekommst du sie in handliche Scheiben, die du dann kinderleicht würfeln und entkernen kannst.

Wenn du allerdings ein feines Mus herstellen willst, solltest du darauf lieber verzichten. Da gibt es nämlich noch eine extra Variante. Vielleicht hast du selbst schon festgestellt: Um das Kerngehäuse ringsherum sitzen harte kleine Steinchen, die du bestimmt nicht in deinem Mus haben möchtest. Gerade diese Schicht ist so richtig steinhart. Also kommen wir zu Tipp Nummer zwei beim Quitten Verarbeiten:

Viertel die Quitten so, dass du möglichst durch Blüte und Stielansatz schneidest. Jetzt kannst du ziemlich einfach Blüte und Stiel bei jedem Viertel entfernen. Diese Viertel-Stücken gibst du mitsamt Kerngehäuse in den Topf und kochst sie weich, das dauert etwa 30 Minuten.

Dann kannst du den steinigen Teil mit einer Gabel heraushebeln und hast „Quitten-Filet“ und weder Finger noch Nerven verloren. Klar, es dauert, die „Steingehäuse“ zu entfernen, aber mir ist diese meditative Arbeit viel lieber als das martialische Geächze mit dem Messer. :)

Mit diesen beiden Tipps bist du gerüstet für das eigentliche Quitten Verarbeiten. Was soll es sein? Quittengelee wie bei Oma? Quittenbrot zum Naschen? Oder vielleicht mal etwas verrücktes, wie Essig oder Chutney?

Rezepte zum Quitten verarbeiten

Als Selbstversorgerin ist es mir immer wichtig, möglichst die ganze Frucht zu verarbeiten. Dafür ist diese Kombi richtig klasse: Erst Quittengelee und aus den Resten dann Quittenbrot zaubern!

Du bist Einkochneuling? Dann schau doch noch kurz bei der Schritt für Schritt Anleitung zum Einkochen vorbei. Gerade die Basics rund um die Vorbereitung sind dabei super wichtig.

Selbstgemachtes Quittengelee

Quittengelee

Das brauchst du:

  • 2 kg Quitten
  • 40 ml Zitronensaft
  • Ca 1 ½ Liter Wasser
  • 500 g Gelierzucker 1:2
  • 1 Vanilleschote

Und so geht´s:

  1. Wie immer ist der erste Schritt beim Quitten Verarbeiten, den Pelz abzureiben und sie evtl. kurz abzuwaschen. Der Zitronensaft sollte startklar sein, denn er hat gleich einen Eileinsatz!
  2. Die Quitten verarbeiten, wie oben im Tipp beschrieben: in Viertel schneiden, Blüte und Stielansatz herausschneiden und mit Kerngehäuse in den Topf legen. Gib den Zitronensaft direkt dazu und gieße ihn mit Wasser auf, sodass die Quitten abgedeckt sind, damit sie nicht braun werden. Bei mir sind das 1 ½ Liter.
  3. Jetzt können deine Quitten gemütlich 30 Minuten vor sich hin köcheln, bis sie weich sind, aber noch nicht zerfallen. Wirf sicherheitshalber nach spätestens 20 Minuten mal einen Blick in den Topf.
  4. Um den Saft zu gewinnen, seihst du ihn vorsichtig durch ein sauberes Tuch oder ein feines Sieb ab. Nicht drücken, einfach den Saft ablaufen lassen, sonst wird das Gelee trüb. Außerdem kannst du sonst später das Kerngehäuse nicht mehr aus den Vierteln entfernen.
  5. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Mark herauskratzen und zum Saft geben.
  6. Jetzt hast du den Saft, den du zu Gelee einkochen kannst! Wiege ab wieviel Saft es genau ist. Mit genauso viel Gelierzucker kochst du es im Topf auf und lässt dein Gelee etwa 4 Minütchen aufkochen. Rühren nicht vergessen!!!
  7. Mach am besten eine Gelierprobe und habe Hinterkopf, dass es im Glas auch nochmal fester wird. Wenn du zufrieden bist, füllst du das Gelee sofort so heiß wie möglich in deine sterilen Gläser ab. Fest verschließen und fertig ist das Quittengelee.

Alles was du jetzt im Sieb oder im Tuch hast, musst du auf keinen Fall wegwerfen, wir wollen ja die gesamten Quitten verarbeiten. Du kannst daraus nämlich super leckeres Quittenbrot machen, yams!

Quittenbtor selber machen

Quittenbrot

Das brauchst du:

  • Vorgekochte Quitten
  • Zucker entsprechend der Quittenmenge
  • Kokosflocken, gehackte Nüsse oder Zucker

Und so geht´s:

  1. Jetzt erlebst du, warum Quitten Verarbeiten Meditation ist! Das Kerngehäuse muss raus, und zwar mit dem steinigen Teil drumherum. Das geht nach dem Kochen mit einem Messer ganz einfach.
  2. Die entkernten Quittenviertel pürierst du einfach zu einem feinen Mus. Dieses Mus wiegst du ab und gibst die gleiche Menge Zucker dazu. Jetzt kommt wieder der meditative Entspannungs-Teil beim Quitten verarbeiten: Koche das Mus bei mittlerer Hitze 45-60 Minten ein und dabei immerzu rüüüüüüüühren, sonst brennt es dir an!
  3. Puh, Geschafft! Jetzt nur noch ein tiefes Blech oder eine große Backform einfetten und die Masse etwa 2 cm dick darauf streichen.
  4. Quitten Verarbeiten muss auch mal einfach sein, deswegen trocknet das Quittenbrot jetzt von ganz allein 3-4 Tage an einem warmen Plätzchen vor sich hin.
  5. Das fertige Quittenbrot schneidest du in Würfel und wälzt sie in Kokosflocken, Zucker oder gehackten Nüssen. So kleben sie nicht so leicht zusammen, aber ich lege trotzdem immer Backpapier zwischen die einzelnen Etagen. In einer luftdichten Dose ist es so super lange haltbar.

Schon gewusst? Dem Quittenbrot ganz ähnlich ist Fruchtleder. Die Süßigkeit kannst du aus Beeren, Pflaumen, Trauben und vielem anderen Obst ganz einfach selber herstellen. Yams!

Quitten verarbeiten, z.B. zu Chutney

Quittenchutney

Quitten Verarbeiten geht aber auch herzhaft! Probier doch mal mein Quitten Chutney, das bringt ordentlich Pepp auf den Teller.

Das brauchst du:

  • 1 kg Quitten
  • 200 g Rohrzucker
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stückchen Ingwer
  • 1 Messerspitze Sternanis
  • 1 Messerspitze Muskat
  • ½ TL Zimt
  • 180 ml heller Essig
  • Öl, Salz und Pfeffer

Und so geht´s:

  1. Quitten verarbeiten beginnt immer gleich: Zuerst den Flaum abreiben und kurz abwaschen. Die Quitten müssen in kleine Würfel geschnitten werden. Wenn du eine Brotschneidemaschine in der Nähe hast, dann ist das ihr Auftritt. Schneide dickere Quitten Scheiben, entferne das Kerngehäuse und würfle die Scheiben.
  2. Die Quittenwürfel vermengst du jetzt mit dem Zucker und etwas Salz und lässt das so etwas ziehen.
  3. Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch fein hacken. Zuerst die Zwiebeln in Öl in einer großen Pfanne braten, bis sie Farbe bekommen. Jetzt den Knoblauch dazu geben und auch noch kurz anrösten. Vorsicht: Knoblauch wird schnell (nach ungefähr 2 Minuten) bitter beim Anbraten.
  4. Zuletzt kommt nun alles in die Pfanne. Wenn deine Pfanne da überfordert ist, kannst du auch auf einen großen Topf umsteigen.
  5. Die Quitten mit dem Sud, allen Gewürzen und dem Essig in Topf oder Pfanne geben und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder rühren, damit es nicht unten ansetzt.
  6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und wenn du glücklich damit bist, in sterile Gläschen abfüllen. Das kochend heiße Chutney so schnell wie möglich verschließen.

Jetzt bist du gut versorgt mit allen Tipps und Tricks zum Quitten verarbeiten. Einem leckeren Winter, steht also nichts mehr im Wege, yay! Vergiss nicht, dir deine Checkliste fürs Fermentieren zu holen, um dein Winterglück perfekt zu machen.

Wenn du jetzt so richtig im Vorratskammer-Fieber bist, dann komm doch in meinen Kurs „Obst und Gemüse haltbar machen“! Dort lernst du, wie du deine Ernte sicher und einfach haltbar machst und das ganze Jahr über genießen kannst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

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So, jetzt aber ran ans Quitten Verarbeiten, mach dir deinen eigenen Vorratskammer-Goldschatz. Und wenn du das nächste Mal einen Eimer Quitten zum Verschenken herumstehen siehst, dann teile doch die Tipps für den Härtefall und mach damit die Welt ein bisschen goldener!

Noch mehr Vorratsglück gefällig? Dann schau doch mal hier vorbei:

7 clevere Tricks für eine gut sortierte Vorratskammer

Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Leckeren Apfelsaft selber machen – auch ohne Entsafter!

Quitten verarbeiten – bist du schon dabei? Verrate in den Kommentaren gern dein Lieblingsrezept!

Sauerkraut selber machen: Einfaches Rezept + Checkliste

Sauerkraut selber zu machen, ist längst nicht so kompliziert, wie viele denken. Es macht sogar richtig Spaß – und selbst gemachtes Sauerkraut schmeckt vieeel besser und ist sogar gesünder als das, was du im Supermarkt kaufen kannst.

Inhaltsverzeichnis
Sauerkraut: Selbstgemachtes Superfood
Zubehör & Zutaten
In 9 Schritten vom Kohlkopf zum fertigen Sauerkraut
Selbstgemachtes Sauerkraut richtig lagern

Sauerkraut: Selbstgemachtes Superfood

Sauerkraut ist richtig gesund! Die Zutaten – ballaststoffreicher Weißkohl und etwas Salz – sind schonmal eine gute Basis, aber zum Superfood wird das Kraut erst im Topf: Da fermentiert es nämlich und reichert dabei Vitamin C und jede Menge gesunder Milchsäurebakterien an. Besser geht’s kaum!

Es gibt allerdings einen Clou: Sowohl Vitamin C als auch die lebendigen Milchsäurebakterien werden bei großer Hitze zerstört – seine volle Gesundheitswirkung hat Sauerkraut deshalb nur dann, wenn du es roh isst.

Das ist auch der Grund, warum selbstgemachtes Sauerkraut so viel gesünder ist als das meiste, das du kaufen kannst: Sauerkraut aus dem Supermarkt ist in den allermeisten Fällen einmal hoch erhitzt worden und hat dadurch Vitamine und probiotische Bakterien eingebüßt.

Das selbstgemachte Sauerkraut kannst du immer frisch und roh verwerten. Warm machen darfst du es natürlich trotzdem, nur kochen sollte es nicht.

Und weil es wirklich nicht schwer ist, Sauerkraut selber zu machen, kommt hier ein einfaches Rezept für alle, die es mal ausprobieren wollen. Die Anleitung kommt direkt aus dem Onlinekurs „Vorratskammer starten“ – wenn du Lust auf mehr Rezepte zum Fermentieren und Einkochen hast, dann schau da unbedingt mal vorbei!

Pssssst Wenn du noch nie fermentiert hast, dann lade dir jetzt unbedingt meine Checkliste zum Fermentieren herunter. Einfach deine Emailadresse eintragen und die Checkliste flattert in dein Postfach!

Sauerkraut selber machen – so geht’s!

Hier kommen die Zutaten und das Zubehör, das du brauchst, wenn du Sauerkraut selber machen willst:

  • Weiß- oder Rotkohl. Zum Fermentieren am Besten Bio-Gemüse verwenden.
  • unjodertes Speisesalz
  • einen Gärtopf, Schraubgläser oder Einkochgläser
  • passende Deckel für den Gärtopf oder die Gläser
  • eine Reibe oder einen Krauthobel
  • eine große Schüssel
  • einen Krautstampfer oder einen stabilen Holzlöffel
  • und die Gewichte, mit denen du das Sauerkraut beschweren wirst. Sie sollten in dein Glas oder deinen Steintopf passen, zum Beispiel eine kleine Tasse oder Schale. Wenn du eins hast, ist ein Fermentiergewicht aus Glas ideal.

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Mehr Informationen

Schritt 1: Zubehör abkochen

Sauberkeit ist beim Fermentieren super wichtig. Deswegen solltest du als allererstes alle Gegenstände, die mit dem Sauerkraut in Berührung kommen, spülen und mit kochend heißem Wasser sterilisieren.

Das gesamte Zubehör sollte mindestens fünf Minuten in heißem Wasser stehen. Ich fülle die Gefäße bis zum Rand mit heißem Wasser und begieße das restliche Zubehör in einen großen Topf mit heißem Wasser.

Das Sterilisieren macht etwas Arbeit, bewahrt dich aber vor frustrierenden Rückschlägen und schimmeligem Sauerkraut.

Wichtig: Das Zubehör muss abkühlen, bevor du damit fermentierst. Schließlich willst du die Mikroorganismen, die beim Fermentieren so wichtig sind, ja nicht brutzeln. ;)

Schritt 2: Weißkohl verlesen

Die Kohlköpfe waschen und auf Faulstellen oder Verletzungen untersuchen. Zum Fermentieren solltest du nur einwandfreies Bio-Gemüse verwenden.

Ganz wichtig: Leg dir jetzt am besten ein bis drei große Weißkohl-Blätter beiseite. Die brauchst du später, um den Kohl im Glas oder Gärtopf abzudecken.

Kraut hobeln für Sauerkraut

Schritt 3: Kraut reiben

Jetzt reibst du den Weißkohl – dafür ist ein Krauthobel super geeignet. Anschließend füllst du den geriebenen Kohl in eine große Schüssel, wiegst ihn und gibst einen bis zwei Esslöffel Salz pro Kilo Weißkohl dazu. Das Salz gut unter den Kohl mischen.

Achtung: Es ist wichtig, dass du wirklich nur jodfreies Salz zum Fermentieren verwendest. Jod wirkt nämlich antibakteriell und bremst dadurch die Milchsäurebakterien beim Fermentieren aus.

Wenn du Gewürze verwenden möchtest, kannst du sie jetzt einfach unter das Sauerkraut mischen – am leckersten finde ich Zwiebeln, Pfeffer, Lorbeer und Nelken.

Schritt 4: Sauerkraut einstampfen

Und jetzt stampfst du dein Kraut, was das Zeug hält! Am einfachsten geht das mit einem großen Holzstampfer, du kannst das Gemüse aber auch mit sauberen Händen durchkneten oder mit einem Kochlöffel stampfen.

Du hast genug gestampft und geknetet, wenn so viel Saft ausgetreten ist, dass dein Kraut komplett im eigenen Saft steht.

Pssst, kleiner Tipp für alle, denen das zu anstrengend ist: Stattdessen kannst du auch eine 2%ige Salzlake ansetzen und dem Kohl beigeben. Das funktioniert auch und erfordert weniger Muskelarbeit. ;)

Selbstgemachtes Sauerkraut in den Gärtopf füllen

Schritt 5: Selbstgemachtes Sauerkraut einfüllen

Jetzt füllst du das Gemüse in die sterilen Gefäße. Dabei gibst du immer schichtweise eine zehn Zentimeter dicke Schicht Kohl in dein Gefäß und stampfst ihn nochmal fest ein, um alle Lufteinschlüsse zu entfernen.

Gläser kannst du zu zwei Dritteln befüllen, bei Gärtöpfen lässt du ca. 5 cm Platz bis zum Rand. Wenn du deine Gefäße höher befüllst, können die Säfte beim Fermentieren überlaufen und eine ganz schöne Schweinerei verursachen…

Kraut einstampfen

Schritt 6: Gewichte auflegen

Damit dein Kraut fermeniert und nicht schimmelt, gibt es eine wichtige Regel zu beachten: Das Sauerkraut muss immer, immer, immer von Flüssigkeit bedeckt sein. Sobald etwas vom Kraut an die Luft gelangt, fängt es garantiert an zu schimmeln.

Damit dein Sauerkraut komplett unter der Salzlake bleibt, musst du es also beschweren. Dafür deckst du es zunächst einmal ab – dafür hast du dir praktischerweise die äußeren Blättern von einem Kohlkopf aufgehoben. Die Blätter verhindern, dass einzelne Weißkohl-Schnipsel an die Oberfläche treiben.

Anschließend beschwerst du das Ganze. Im Gärtopf gibt es dafür die zugehörigen Gewichte – und im Glas nimmst du einfach einen Eierbecher, einer kleinen Tasse oder ein Fermentiergewicht. Du kannst sogar einen passenden Stein aus dem Garten nehmen, wenn du ihn vorher gut wäschst und abkochst.

Gärgewichte im Topf platzieren

Wenn dein Sauerkraut (und auch die Kohlblätter) nicht vollständig von Flüssigkeit bedeckt sind, musst du jetzt noch eine 2%ige Salzlake ansetzen und etwas davon auf dein Sauerkraut geben.

Schritt 7: Deckel drauf – fertig ist das selbstgemachte Sauerkraut!

Du bist fast fertig! Jetzt noch den Gärtopf oder die Gläser locker verschließen. Beim Fermentieren entstehen Gase, die entweichen können müssen. Deshalb legst du den Deckel nur locker auf deinen Topf oder dein Glas auf. Bei Schraubgläsern drehst du den Deckel nur ganz locker zu.

Wenn du im Gärtopf fermentierst, musst du jetzt außerdem die Wasserrinne auffüllen. Sie ist eine richtig clevere Lösung, dieverhindert, dass Keime aon außen in den Topf eindringen.

Weil beim Fermentieren Säfte aufsteigen und überlaufen können, solltest du deine Gefäße (egal ob Glas oder Gärtopf) anschließend auf einer wasserfesten Unterlage lagern.

Sauerkrauttopf verschließen

Schritt 8: Die warme Phase bei selbstgemachtem Sauerkraut

Damit die Fermentierung richtig in Fahrt kommt, lagerst du das Sauerkraut in den ersten sieben bis zehn Tage bei Zimmertemperatur. Dein Sauerkraut wird vermutlich anfangen, zu schäumen und zu zischen – keine Panik, das ist ganz normal.

Schritt 9: Die kalte Phase bei selbstgemachtem Sauerkraut

Jetzt kannst du dein Sauerkraut schonmal probieren! Wahrscheinlich braucht es aber noch ein paar Wochen, um seinen typischen Geschmack auszubilden. Es fermentiert nämlich weiter fröhlich vor sich hin und wird dabei immer saurer. Damit das nicht zu schnell geht, stellst du das Sauerkraut ab sofort kühl. Bei niedrigen Temperaturen sind die Milchsäurebakterien nämlich träge und das Kraut fermeniert nur noch langsam weiter.

Ein guter Platz dafür findet sich im Keller, in einem kühlen Treppenhaus oder einer frostfreien, aber kühlen Garage. Im Kühlschrank funktioniert es natürlich auch. Bei Schraubgläsern drehst du den Deckel, den du vorher ja nur locker aufgelegt hattest, jetzt fester zu.

Selbstgemachtes Sauerkraut richtig lagern

Damit dein selbstgemachtes Sauerkraut lange frisch und lecker bleibt und sich kein Schimmel einschleicht, solltest du während der Lagerung ein paar Dinge beachten

Denk dran:

  • Das Sauerkraut bleibt während der Lagerung weiter auf einer Unterlage stehen. Es kann nämlich immer noch Saft überlaufen.
  • Es ist wichtig, dass du regelmäßig überprüfst, ob dein Gemüse noch vollständig von Lake bedeckt ist. Fülle die Wasserrinnen deiner Gärtöpfe auf, sobald Wasser verdunstet ist.
  • Die Gewichte bleiben während der gesamten Lagerung auf dem Sauerkraut liegen, sodass es immer unter die Salzlake gedrückt wird. Wenn du Gemüse aus einem größeren Gefäß entnimmst, verwende dafür einen sauberen Löffel und bedecke das Gemüse anschließend wieder komplett mit Lake.
Marie mit riesigem Weißkohl, aus dem sie Sauerkraut macht

Tadaaaa – du hast es geschafft: Aus deinem Kohl ist Sauerkraut geworden! Das waren ganz schön viele Informationen, was? Hier ist nochmal ein kleiner Überblick über die einzelnen Schritte:

Sauerkraut selber machen – die Kurzfassung

  1. Zubehör sterilisieren
  2. Weißkohl putzen und waschen
  3. Weißkohl reiben
  4. Den geriebenen Kohl salzen, würzen und stampfen bis Flüssigkeit austritt
  5. In die Gefäße einfüllen und fest einstampfen
  6. Mit Kohlblättern und Gewicht abdecken, sodass das gesamte Sauerkraut von Flüssigkeit bedeckt ist
  7. Im Zweifel Salzlake nachfüllen
  8. Sieben bis zehn Tage warm lagern
  9. Anschließend bis zum Verzehr kühl lagern
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Wenn dich jetzt das Fermentier-Fieber gepackt hat, dann findest du hier weitere Inspirationen für prickelnde, saure, selbstgemachte Köstlichkeiten aus Gemüse:

Kimchi selber machen – das ultimative Rezept für Einsteiger!

Tomaten fermentieren: Spritziger Sommer-Snack!

Gurken einlegen: süß-saure Sommerträume im Glas

Hast du noch mehr Tipps rund um das Thema Sauerkraut selber machen? Oder sind dir vielleicht Fragen aufgekommen? Dann lass uns doch ein wenig in den Kommentaren schnacken. :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Aussaat & Pflanzen im Oktober + Mischkulturtabelle 2026

Es ist sooo schön, an einem trüben Tag im Winter in den Garten zu gehen und sich an den bunten Farben des Mangolds, den herausragenden Rosenkohl-Pflanzen oder dem zarten Grün des Winterspinats zu erfreuen. Du hast dein Sommergemüse abgeerntet und ein großer Teil deiner Beete liegt jetzt brach? Das muss nicht so bleiben! ;)

Inhaltsverzeichnis
Gemüse, die du im Herbst draußen aussäen kannst
Das Frühbeet und Gewächshaus im Herbst sinnvoll nutzen
Mischkulturtabelle
Gartenarbeiten im Oktober

Auch ohne Gewächshaus kannst du so einige Gemüse auch im Oktober noch säen oder pflanzen, sodass dein Gemüsegarten dir in der kalten Jahreszeit noch einen stattlichen Ertrag abwirft.

Auch der Boden ist dankbar, wenn er über den Winter bewachsen ist und die Wurzeln der Gemüsepflanzen die Bodenpartikel stabilisieren – so ist der Boden vor Herbststürmen und Starkregenereignissen bestens geschützt.

Du hast bisher noch kein Wintergemüse gesät oder gepflanzt? Dann aber los! Schau dir dazu auch gerne das Video an, in dem du siehst was auch im Oktober im Garten noch alles möglich ist!

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Mehr Informationen

So einige Gemüse sind ziemlich hart im Nehmen und können den Winter einfach im Freien verbringen. Diese Winterhelden sind unbeeindruckt von kräftigen Winden und eisiger Kälte und stehen tapfer und unerschrocken im Beet – bis du dich gut eingemummelt nach draußen traust, um sie zu ernten und zu vernaschen. ;) 

Gemüse, die du im Herbst draußen aussäen kannst

Diese Winterhelden kannst du auch noch im Oktober direkt im Garten aussäen:

Wusstest du, dass es super einfach ist, den Winter über Salat anzubauen, wenn man ein paar Dinge beachtet? Die super beliebte und seltene Salatsorte „Baquieu“ ist für den Winteranbau übrigens bestens geeignet! Wenn du dir nicht vorstellen kannst auch im Winter Salat anzubauen, dann lies gerne hier weiter. Es ist noch sooo viel möglich :)

Bei der Wintererbse ist die Sorte „Sima“ richtig, richtig frosthart und es macht ihr gar nichts aus, im Beet zu überwintern. Gegenüber ihren im nächsten Frühjahr gesäten Kolleginnen, hat sie einen ordentlichen Wachstumsvorsprung und präsentiert dir schon ab Mai stolz ihre leckeren Erbsen.

Salaternte im Oktober

Jetzt ist außerdem die perfekte Zeit, um Wintersteckzwiebeln zu pflanzen. Die Winterzwiebeln kannst du schon früh im nächsten Jahr ernten und sie versorgen dich den ganzen Winter über mit frischem Zwiebelgrün, das du wie Frühlingszwiebeln in der Küche verwenden kannst.

Für richtig dicke Knoblauchknollen ist es am besten, die Zehen schon im Herbst zu stecken. Denn auch der Knoblauch lässt sich von eisiger Kälte nicht beeindrucken und überwintert ohne Probleme auf deinen Beeten.

Wenn du nachlesen möchtest, wie Knoblauch angepflanzt wird, dann schau doch mal bei diesem Artikel vorbei.

All diese Gemüse kannst du natürlich auch im Gewächshaus anbauen. Besonders die Wintersteckzwiebeln, denen du regelmäßig den Schopf schneidest, zeigen sich dankbar für ein geschütztes Plätzchen und treiben dann umso schneller wieder nach. :)

Das Frühbeet und Gewächshaus im Herbst sinnvoll nutzen

Wenn du ein Frühbeet oder ein Gewächshaus in deinem Garten hast, dann kannst du darin im Herbst noch einige Gemüse säen, für die eine Aussaat im Freiland jetzt schon etwas spät wäre. Manche dieser Gemüse genießen aber auch einfach den Komfort, den so ein Dach über dem Kopf bietet, denn langanhaltende Regenfälle können ihnen den Spaß am Winter ziemlich verderben und sie werden faulig.

Gewächshaus im Herbst

Folgende Gemüse kannst du jetzt noch in deinem Frühbeet oder Gewächshaus säen:

Das Grün der Zuckererbsen schmeckt ganz zart nach süßen Erbsen und ist super, super lecker! Du kannst es mit in den Salat mischen, dein Butterbrot damit belegen oder du packst es einfach in deinen Grünen Smoothie. :)

Mischkulturtabelle

Der Oktober läd mit etwas kühleren Temperaturen zu Tagträumereien mit einem leckeren Tee auf der Couch ein. Und vielleicht überlegst du ja auch schon, welche Gemüsesorten im nächsten Jahr in deine Beete einziehen sollen? Falls du noch etwas Unterstützung brauchst, welche Gemüse optimale Beetpartner sind, trage dich hier ein und unsere Mischkulturtabelle landet in deinem Postfach :)

Gartenarbeiten im Oktober

Hier kommt eine kleine Erinnerung für dich: Im Oktober steht häufig der erste Bodenfrost vor der Tür. Deswegen solltest du den Wetterbericht gut verfolgen, damit du die frostempfindlichen Gemüse wie Tomaten oder Zucchini rechtzeitig abernten kannst. Andere Gemüse solltest du vor niedrigen Temperaturen rechtzeitig schützen. 

Deine empfindlichen Gemüse freuen sich, wenn du sie in Gartenvliese einmummelst, und danken dir mit einer verlängerten Ernte. Dazu gehören Spinat, Salate, Möhren, Mangold, Rote Bete und so ziemlich alle frischen Aussaaten und Jungpflanzen.

Wurzelgemüse kannst du auch wunderbar mit einer dicken Mulchschicht schützen. Organisches Material wie Rasenschnitt, Holzhackschnitzeln oder Laub puffern die erste Kälte ab und speichern die Restwärme im Boden.

Schau mal, hier findest du mehr Infos zum Mulchen.

Gründünger im Oktober

Abgeerntete Beete kannst du jetzt im Herbst noch wunderbar mit Blattgemüse für den Winter bestücken. Oder du gönnst deinem Boden eine kleine Wellnesskur und säst eine Gründüngung ein. So spät im Jahr sind Winterroggen und Zottelwicke, entweder einzeln oder im Gemenge, eine gute Wahl. 

Der Herbst ist außerdem die perfekte Zeit, um den Komposthaufen zu pflegen. Erntereste, Strauchschnitt, das erste Herbstlaub – jetzt kommt einiges zusammen, dass du mit wenig Aufwand in wertvollen Kompost verwandeln kannst. Wie das geht, erfährst du hier:

Einen richtig guten Kompost ansetzen

Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Aussäen und Pflanzen!

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Und damit dir im Winter auch nicht langweilig wird in deinem Garten, gibt es hier noch ein paar weitere Artikel passend für den Winter – Gemüsegarten:

Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

Spinat anbauen: Meine Geheimtipps für eine super Ernte!

Chicorée: Das magische Wintergemüse, das im Dunkeln wächst! 

Erzähl doch mal! Welche Wintergemüse stehen auf deinen Beeten? Ich bin gespannt und freue mich über deinen Kommentar!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

 

Knoblauch pflanzen – So gehts! + Fermentieren-Checkliste

Er ist beim Kochen nicht wegzudenken und total unkompliziert im Anbau: Knoblauch. Für die meisten Gerichte reichen zwar schon ein paar Zehen, aber im Garten können wir gar nicht genug Knoblauch Pflanzen haben, oder? Und es ist tatsächlich absolut machbar, den eigenen Jahresbedarf selbst anzubauen. Ziemlich gut, oder? Also, lasst uns Knoblauch anpflanzen, pflegen, ernten und einlagern! Hier liest du, wie es geht!

Inhaltsverzeichnis
Das richtige Pflanzgut: Brutknöllchen oder Zehen?
Geschmacksfrage: Welche Sorte darf es sein?
Knoblauch anpflanzen: So klappt das Timing!
Knoblauch pflanzen: So geht’s!
Knobi in der Mischkultur
Knoblauch Pflanzen richtig pflegen
Knoblauch ernten & einlagern: So geht es!

Auf die Plätze, fertig, los: Wir pflanzen Knoblauch!

Damit du richtig dicke Knoblauchknollen ernten kannst, bekommst du heute einen kompletten Anbau-Leitfaden: Vom Knoblauch pflanzen bis hin zu den wichtigsten Anbautipps für eine dicke, fette Ernte.

Bevor du mit deiner Pflanzaktion loslegst, müssen wir allerdings noch ein paar Basics rund um das richtige Pflanzgut, die Sortenwahl und das beste Timing dafür klären. Los geht’s!

Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, als zu lesen, kannst du mir hier beim Knoblauch anpflanzen über die Schulter schauen:

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Mehr Informationen

Das richtige Pflanzgut: Brutknöllchen oder Zehen?

Du hast die Wahl zwischen zwei verschiedene Arten, Knoblauch in die Erde zu bringen:

Option Nummer Eins: Knoblauch stecken. Klassischerweise steckst du einfach einzelne Knoblauchzehen in die Erde. Geht schnell und ist unkompliziert. Einziger Nachteil: Für jede geerntete Knolle musst du eine Zehe deiner vorherigen Ernte als Saatgut einplanen, also je nach Sorte immer um die 15 % deiner Ernte.

Option Nummer Zwei: Brutknöllchen auspflanzen. Es gibt auch die Möglichkeit, Knoblauch aus Brutknöllchen zu ziehen. Das kannst du einfach mal ausprobieren, wenn du selber schon Knoblauch angepflanzt hast, der geblüht hat.

An der Blüte bilden sich nämlich die Brutknöllchen (auch Bulbillen genannt), die ein bisschen wie Miniknoblauchzehen aussehen. Allerdings brauchst du bei dieser Variante ein bisschen Geduld, denn bis sich eine richtige Knoblauchknolle aus den Brutknöllchen bildet, dauert es zwei Jahre. 

Im ersten Jahr bilden sich aus den Brutknöllchen die Rundlinge, die noch nicht in Zehen unterteilt sind und mild schmecken.

Also: Knoblauch aus Brutknöllchen zu ziehen ist umständlicher und dauert länger. Der Vorteil ist aber, dass du keine Knoblauchzehen zum Pflanzen “opfern“ musst. Ich entscheide mich allerdings meistens für die schnellere Variante und baue Knoblauch durch das Stecken der Zehen an. :)

Pflanzknoblauch zum Knoblauch stecken im Herbst

Geschmacksfrage: Welche Knoblauchsorte darf es sein?

Wenn du Pflanzknoblauch kaufen möchtet, hast du die Wahl zwischen vielen verschiedenen Sorten. Ich habe mit den Sorten Ljubascha, Vallelado, Morado, Vekan und Cledor schon gute Erfahrungen gemacht.

„Ljubascha“ ist eine ukrainische Sorte mit wundervoll intensivem Geschmack. Die Sorte zeichnet sich durch gute Lagerfähigkeit, Robustheit, Winterhärte und extra großen Knollen und Zehen aus. Ein echter Allrounder also. :)
Mit ein bisschen Glück und dem richtigen Timing findest du hier Bio Pflanzgut für diese Sorte.

Die Sorte „Vekan“ bildet zwar eher kleine Knollen aus, hat aber einen tollen Geschmack und mundet mir auch richtig gut. Leider ist es eher schwierig, von dieser Sorte Pflanzknoblauch zu bekommen.

„Morado“ und „Vallelado“ sind ertragreiche Sorten mit dickeren Knollen, die auch lecker schmecken, aber etwas milder sind.

Übrigens: Noch wichtiger als die Sorte ist, dass dein Pflanzknoblauch aus Deutschland kommt. Deswegen am besten auf dem Wochenmarkt, beim Bauern, im Onlineshop deines Vertrauens oder bei Saat- und Pflanzgutherstellern nach Knoblauch fragen und nicht unbedingt im Supermarkt Knoblauch zum Pflanzen kaufen. Der kommt nämlich oft aus China und ist deshalb so gar nicht an unsere klimatischen Verhältnisse angepasst. Dementsprechend traurig sieht er dann im Beet aus …

Was ist „Softneck“ und „Hardneck“-Knoblauch?

Neben den verschiedenen Sorten kann Knoblauch auch noch in die zwei Gruppen „Hardneck“ und „Softneck“ aufgeteilt werden. 

Hardnecks haben, wie der Name schon vermuten lässt, einen harten Stiel und sind generell kältetoleranter als die Softneck-Sorten, weshalb sie auch super für den Überwinterungsanbau geeignet sind. 

Softneck-Sorten können einfacher maschinell angebaut werden und sind deswegen auch oft im Supermarkt zu finden. Geschmacklich sind sie aber nicht ganz so aromatisch wie die Hardneck-Sorten. Man kann sie jedoch auf Grund des weichen Stiels super zu schönen Zöpfen flechten, da sind die wirklich ein echter Hingucker. 

geerntete Knoblauch Pflanzen zu Zöpfen geflochten

Knoblauch anpflanzen: So klappt das Timing!

Du hast dir eine Sorte ausgesucht und Pflanzgut besorgt? Dann kann es jetzt losgehen! Generell gibt es zwei Zeitpunkte im Jahr, an denen du Knoblauch pflanzen kannst:

  • Im Herbst Knoblauch stecken: Knoblauch, den du im Herbst pflanzt, kommt im September oder Oktober in die Erde. Die Zehen treiben dann schon einmal aus, bevor der Knoblauch über den Winter eine Pause einlegt. Im nächsten Frühjahr hat der Knoblauch dann bereits einen ordentlichen Wachstumsvorsprung und kann bis zum Sommer schön dicke Knollen ausbilden. 
  • Im Frühjahr Knoblauch pflanzen: Wenn du im Herbst vergessen hast, Knoblauch zu stecken, kannst du auch noch im Frühjahr Knoblauch anpflanzen. Den kannst du noch im selben Jahr, wenn im Sommer die Blätter zu zwei Dritteln gelb geworden sind, ernten. Der im März gesteckte Knoblauch hat natürlich viel weniger Zeit, seine Knollen auszubilden, und ist dementsprechend meistens kleiner als der Herbstknoblauch. Aber kleiner Knoblauch ist immer noch besser als kein Knoblauch. ;)

Übrigens: Knoblauch eignet sich richtig gut zum fermentieren. Also falls du Lust auf Experimente mit deiner Knobi Ernte hast und fermentieren spannend klingt, dann trag dich ein und die Checkliste landet in deinem Postfach :)

Knoblauch pflanzen: So geht’s!

Knoblauch ist nicht sonderlich anspruchsvoll, was seinen Standort angeht. Er braucht weder Vollsonne, noch einen super nährstoffreichen Boden. Kurzum: Knoblauch gelingt so gut wie immer und überall. :)

Bevor du den Knoblauch steckst, bereitest du ihm trotzdem erstmal ein gemütliches Gemüsebett, ähm -beet. :) In Kompostbeeten funktioniert das richtig gut. Wenn du noch keinen Kompost auf deinen Beeten ausgebracht hast, freut sich der Knoblauch auf jeden Fall, wenn du vor dem Pflanzen noch ein bisschen was davon auf den Beeten verteilst. 

Es kann aber sinnvoll sein, das Beet vor dem Pflanzen mit einer Grabegabel vorsichtig zu lockern. So kann der Knoblauch seine Wurzeln richtig gut ausbilden, während die Bodenschichten intakt bleiben. Wenn die Knollen dann erntebereit sind, ist es auch viel einfacher, sie aus der lockeren Erde herauszuziehen. 

Zum Pflanzen suchst du dir dann ein paar besonders schöne und dicke Knoblauchknollen heraus, brichst sie auseinander und steckst die dicksten Zehen einzeln in die Erde. Dabei ist es ganz wichtig, dass der spitze Teil der Zehe noch oben schaut, denn dieser Teil keimt später und soll dann ja nach oben wachsen. Aus dem platten, unteren Teil sprießen die Wurzeln. 

Marie beim Knoblauch stecken

Ich baue meinen Knoblauch, genau wie das andere Gemüse auch, am liebsten in Reihen an, weil das Mulchen und Jäten dann viel leichter ist. Für das Knoblauch Stecken empfehle ich dir einen Pflanzabstand von 15 x 25 cm. Also einen Reihenabstand von 25 cm und einen Pflanzabstand innerhalb der Reihe von 15 cm.

Zum Reihen-Ziehen kannst du eine Schnur spannen, so werden die Abstände schön gleichmäßig. Das klingt jetzt etwas spießig, aber gerade Reihen erleichtern dir die Arbeit im Garten wirklich enorm. ;)

Innerhalb einer Reihe machst du ungefähr 5 cm tiefe Löcher in die Erde und setzt die Zehen hinein. Dann verschließt du das Pflanzloch und drückst den Boden leicht an. Falls du statt Zehen Brutknöllchen pflanzt, steckst du die nur 1-2 cm tief in den Boden.

Wenn es am Pflanztag sehr trocken ist, kannst du den Knoblauch angießen. Ich mache das normalerweise nicht, aber wenn für Wochen kein Regen angekündigt ist, hilft das dem Knoblauch, ein bisschen Fahrt aufzunehmen. Er soll schließlich auch noch ordentlich wachsen, bevor es dann in die Winterpause geht!

Knoblauch pflanzen in der Mischkultur

Du weißt ja, dass ich ein großer Fan von Mischkultur bin – und mit Knoblauch funktioniert die wunderbar. Ganz klassisch kannst du das Zwiebelgewächs super zwischen deine Erdbeeren setzen, mit denen versteht Knoblauch sich nämlich prima.

Salat und Gurken eignen sich ebenfalls, um Knoblauch zwischen die Reihen bzw. unter die Pflanzen zu setzen. Auch Möhren und Pastinaken sind tolle Beetnachbarn, weil der Knoblauchgeruch die Möhrenfliege vertreibt.

Knoblauch wächst außerdem auch in der Nähe von Obstbäumen gut. Da musst du aber darauf achten, dass er nicht komplett im Schatten steht. Ein bisschen Sonne braucht dein Knoblauch nämlich schon.

Knoblauch Pflanzen im Beet

Knoblauch Pflanzen richtig pflegen

Nach dem Setzen heißt es jetzt natürlich: Waaarten… Du kannst in den nächsten Monaten aber einiges dafür tun, damit dein Knoblauch ordentlich wächst, kräftig wird und dir dicke Knollen liefert. Schauen wir uns das mal genauer an:

Pflegetipp #1: Unkraut? Nein, danke.

Was Knoblauch gar nicht gerne mag, ist Unkraut. Halte dein Beet also am besten von Anfang an schön frei von Unkräutern.

Ich habe dank meiner Kompostbeete zum Glück sowieso nur wenig mit Unkraut zu kämpfen, weil kaum welches aufkommt. Was auch gegen Unkraut hilft ist Mulchen, aber beim Knoblauch am besten nicht zu dick, damit die Knolle nicht anfängt zu faulen. Eine fünf Zentimeter dicke Schicht reicht völlig aus. 

Wenn bei dir die Beikräuter nur so aus dem Boden sprießen, kann ich dir mein Gartensystem mit Kompostbeeten und Mulch sehr ans Herz legen. Damit musst du kaum noch jäten* und sparst dir super viel Arbeit. :)

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, melde dich doch für das Gemüsegarten – Bootcamp an! Das ist ein Minikurs für 0 €, in dem ich dir zeige, wie du deine eigenen Kompostbeete anlegst und erfolgreich mir dem Gemüsegärtnern startest.

Pflegetipp #2: Knoblauch düngen

Düngen musst du den Knoblauch in Kompostbeeten nicht. Wenn du ihn aber auf normalem Mutterboden, also gewöhnlicher Gartenerde, anbaust, kann es sein, dass dein Knoblauch ein paar extra Nährstoffe* benötigt.

Wenn der Knoblauch bereits im Frühjahr gelbe Blätter oder gelbe Blattspitzen bekommt, kannst du ihn mit etwas Brennnesseljauche wieder aufpäppeln. Vorbeugend kannst du auch in den Kompost rund um das Pflanzloch von Anfang an schon etwas Urgesteinsmehl* geben. Davon zehrt deine Knoblauchpflanzen dann noch lange.

Regelmäßige Düngung braucht der Knoblauch aber nicht. Übrigens genauso wenig wie üppige Wassergaben. Knoblauch ist nämlich kein besonders durstiges Pflänzchen und kommt mit wenig bis mäßig viel Wasser bestens zurecht.

Knoblauch Pflanzen: Gekappte Blütenstiele

Pflegetrick #3: DER Trick für dicke Knollen

Wenn du richtig dicke Knollen ernten willst, steht im Frühsommer noch das Ausbrechen der Blütenknospen an. Das ist deswegen wichtig, damit die Pflanze ihre Energie nicht in das Ausbilden der Blüten, sondern in die Knollen steckt, die du später ernten willst. 

Kleiner Tipp: Die Blütenknospen musst du keinesfalls auf den Kompost werfen, die sind nämlich richtig lecker – du kannst sie einfach frisch essen. Ich trockne, fermentiere oder koche sie sogar manchmal ein, denn so kann ich super die Zeit überbrücken, in der der Lagerknoblauch schon langsam zur Neige geht. 

Knoblauch ernten & einlagern: So geht es!

Knoblauch ist eine der wunderbaren Gemüsepflanzen, von denen du auch mit einem kleinen Garten deinen gesamten Jahresbedarf selbst anbauen kannst – denn sooo viel Knoblauch brauchst du ja gar nicht. Zumindest im Vergleich zu Kartoffeln. ;)

Knoblauch hat außerdem den riesigen Vorteil, dass sich die Knollen bei richtiger Lagerung über Monate halten, ganz ohne einkochen oder einfrieren – einfach so. Wenn du Knoblauch lange einlagern möchtest, dann bau lieber Hardneck-Sorten an. Aus denen kannst du zwar keine dekorativen Zöpfe flechten, aber sie sind einfach besser haltbar als die Softneck-Sorten.

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Raus aus der Erde: Knoblauch ernten

Du kannst Knoblauch ab dem späten Frühling frisch ernten*. Dann ist der Knoblauch zwar noch nicht lagerfähig, aber du kannst die ganze Knolle und das gesamte Grün zum Kochen verwenden. Der frische Knoblauch schmeckt dann zwar nicht so kräftig wie die „fertigen“ Knollen, aber trotzdem super lecker.

Die „reifen“ Knollen erntest du, wenn ungefähr zwei Drittel des Laubs gelb geworden sind, das ist in der Regel gegen Mitte Juli. Die Knollen sollten dann noch fest geschlossen sein. Wenn du zu lange wartest, gehen die Knollen auf und sind dann nicht mehr so lagerfähig und anfälliger für Pilzkrankheiten.

Ganz wichtig: Hör auf, deinen Knoblauch zu gießen, sobald die Blätter anfangen, gelblich oder braun zu werden. Denn ab jetzt ist es dein Ziel, dass die Pflanzen trocknen und das Grün abstirbt – so bereitest du die Ernte vor.

Zum Ernten lockerst du das Beet um die Pflanzen herum mit einer Grabegabel, dann lassen sich die Knoblauchpflanzen leichter aus der Erde ziehen.

Am praktischsten ist es, die Knollen gleich auf dem Beet zu säubern. Dazu einfach das äußerste Blatt um die komplette Knolle herum ablösen, das ist meistens ohnehin sehr locker. Danach kleibt keine feuchte Erde mehr am Knoblauch und die Knolle ist sauber.

Dann hängst du deine Knoblauchpflanzen in kleinen Bündeln für mindestens zwei Wochen an einem luftigen, überdachten Ort zum Trocknen auf. Das Trocknen ist ganz wichtig, damit der Knoblauch danach gut lagerfähig ist. Ich mache das gerne in meinem Gewächshaus. Du findest bestimmt auch einen Ort dafür, zum Beispiel einen überdachten Balkon, ein Carport oder deinen Heizungsraum.

Nach der Knoblauch Ernte: Knoblauchzehen trocknen

Knoblauch lagern

Wenn deine Knoblauchpflanzen durch und durch trocken sind, kannst du sie zu Zöpfen flechten und in der Küche aufhängen. Ich schneide stattdessen oft auch einfach das Laub ab und lagere die Knollen in großen Körben*.

Am längsten hält sich Knoblauch an einem trockenen, luftigen, eher kühlen und dunklen Ort. Gut lagerfähige Sorten kannst du so bis zu acht Monaten aufbewahren. Aber mal unter uns, mein Hunger auf Tsatsiki, Pasta Aglio e Oglio und Knoblauchbaguette sorgt in der Regel dafür, dass ich allen Knoblauch schon weit früher komplett verputzt habe. ;)

Du siehst, Knoblauch anbauen ist absolut nicht schwer. Die würzige Knolle ist kein anspruchsvolles Gemüse, sondern wächst problemlos an den allermeisten Standorten – liebend gern zum Beispiel im Erdbeerbeet. Pflege braucht er auch nicht viel.

Darum: Lass uns Knoblauch anpflanzen! Lad dir den Aussaatkalender herunter, schnapp dir deine Knollen und bereite dein Beet vor für diesen aromatischen Allrounder, ohne den so viele Gerichte langweilig wären. Eins kann ich dir versprechen: Vampire werden deinen Garten so bald garantiert nicht mehr aufsuchen. ;)

Lust auf noch mehr Anleitungen für eine dicke Gemüseernte? Dann schau doch gerne bei einem dieser Artikel vorbei:

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Kürbis pflanzen – der komplette Guide vom Säen bis zum Ernten!

Zwiebeln stecken, anbauen und ernten – die komplette Anleitung!

Hast du noch mehr Tipps zum Knoblauch pflanzen? Dann teil sie doch in den Kommentaren!

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Aussaat & Pflanzen im September + Gemüsegarten-Pflanzplan 2026

Gärtnern macht auch im Spätsommer richtig Freude und mit ein wenig Planung landet auch im Herbst noch frisches Gemüse im Erntekorb. Damit du weißt, was jetzt noch in die Erde kann, findest du hier eine Übersicht über alles, was du im September säen und pflanzen kannst – plus die wichtigsten Gartenarbeiten für diesen Monat.

Inhaltsverzeichnis
Gemüsegarten-Beispielplan
Vorziehen im Haus
Draußen aussäen
Draußen pflanzen
Gartenarbeiten im September

Gemüsegarten-Beispielplan

Den Gemüsegarten-Beispielplan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkultur-Partner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss. So weißt du zum Beispiel genau, welche Aussaaten du noch im September machen kannst und für welche Pflanzen es definitiv zu spät ist :).

Wenn du gerade keine Zeit oder Lust hast, dir deinen eigenen Anbauplan zu erstellen, dann trag dich hier doch einfach ein und du bekommst unseren fix und fertigen Pflanzplan für einen Gemüsegarten:

Vorziehen im Haus

Diese Pflanzen kannst du im September im Haus vorziehen, um sie später auszupflanzen:

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Mehr Informationen

Draußen aussäen

Diese Gemüsearten kannst du im September direkt im Garten aussäen:

Spinat wächst auch im September gut

Draußen pflanzen

Hier ist eine Liste mit Pflanzen, die du im September im Garten pflanzen kannst:

  • Knoblauch
  • Wintersteckzwiebeln
  • Kohl (ins Frühbeet oder ins Gewächshaus)
Kompost im Herbst

Gartenarbeiten im September

Alles, was jetzt schon größer als 10 cm ist, freut sich über eine schützende Mulchschicht. Ob Rasenschnitt, Laub oder Holzhäcksel, Mulch hält die Feuchtigkeit im Boden, reduziert den Gießaufwand und hilft dir ganz nebenbei, Unkraut in Schach zu halten.

Abgeerntete Beete musst du nicht brachliegen lassen. Jetzt ist genau die richtige Zeit, um noch schnell winterhartes Blattgemüse auszusäen, oder du gönnst deinem Boden eine kleine Pause mit einer Gründüngung. Die Gründüngerpflanzen schützen Nährstoffe vor Auswaschung, erhalten die Bodenstruktur und liefern jede Menge Futter für alles, was unter der Bodendecke lebt. Bodengesundheit ist soooo wichtig!

Kompostieren und haltbar machen im Herbst

Apropos Boden: Herbstzeit ist Kompostzeit! Jetzt sammeln sich Erntereste, Laub und Schnittgut perfekt, um daraus mit wenig Aufwand nährstoffreichen Kompost für das nächste Gartenjahr anzusetzen. Wie du richtig guten Kompost ansetzt, kannst du hier nachlesen.

Bestimmt hast du deinen Ernteüberschuss schon eingekocht, fermentiert, oder auf eine andere Art und Weise haltbar gemacht. Wie wäre es, dein eigenes Saatgut aus deinen Lieblingssorten zu gewinnen? Lies gerne hier weiter, wenn du neugierig geworden bist!

Kribbelt es dir jetzt auch in den Fingern? Dann schnapp dir deine Handschuhe und ab gehts in den Garten.



Du möchtest noch tiefer ins Thema einsteigen? Dann stöber doch gern in den folgenden Artikeln weiter:

Gartenarbeit im Herbst: Daran solltest du denken!

In 6 Schritten: Gemüsegarten-Pflanzplan erstellen [mit 0€-Plan]

Kimchi selber machen – das ultimative Rezept für Einsteiger!

Wielche Aussaaten hast du für den September geplant? Schreib mir gern in den Kommentaren, was du dieses Jahr im Garten noch vorhast!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Frische geerntete Birnen zum Einkochen.

Birnen einkochen: 3 Rezepte zum Dahinschmelzen!

Birnen einkochen ist eine tolle Idee, um das leckere Obst aus dem Garten rund ums Jahr genießen zu können. Kaum ein anderes Obst bringt diese verführerische Süße mit, die sofort auf der Zunge zergeht. Besonders im Winter schmecken sie sooo gut – zu Schokopudding, im Kuchen oder als Kompott. Was die wenigsten wissen: Wie vielseitig eingekochte Birnen sind, wenn du die richtigen Rezepte hast. Und genau die bekommst du heute!

Inhaltsverzeichnis
Birnensorten, die sich gut einkochen lassen
Das richtige Zubehör um Birnen einzukochen
1. Rezept: Birnenkompott nach Omas Art
2. Rezept: Orientalisches Birnen-Chutney
3. Rezept: Birnenmus ohne Zucker
Geistreich: Birnen in Alkohol

Wann sind Birnen reif und lecker? In den zwei Minuten, in denen sie weder steinhart noch matschig sind! Birnenliebhaber wissen, wie viel Warheit da drin steckt: Viele Sorten schmecken zwar super köstlich, aber leider nicht gut lagerfähig.

Einige Birnenarten kannst du sogar nur wenige Tage lang aufheben, bevor sie weich und faulig werden. Deswegen erfährst du heute, wie du deine Ernte in köstliche Vorräte verwandelst, die dich aus dem Regal heraus so lecker anlachen, dass du sie sicher bald weggeschlemmt hast!

Welche Sorten gibt es und welche eignen sich gut zum Birnen Einkochen?

Es gibt mittlerweile einige tausend Birnensorten – da kann man schnell mal den Überblick verlieren! Grundsätzlich kannst du aber alle Birnensorten einkochen.

  • Alte Birnensorten:

Das sind alle Sorten, die es schon vor 1950 gab. Leckere Vertreter davon sind „Gellerts Butterbirne”, „Gute Luise”, „Nordhäuser Forellenbirne” und „Williams Christbirne”. 

  • Neue Birnensorten: 

Der Begriff „neu“ ist etwas großzügig gefasst. Er meint alle Sorten, die erst nach 1950 aus den Kreuzungen alter Sorten entstanden sind. Dazu gehören „Hortensia”, „Concorde” und „Nojabrskaja”.

  • Resistente Birnensorten

Diese Birnen sind tough und lassen sich von Krankheiten, Schädlingen und späten Frosteinbrüchen nicht so leicht unterkriegen! Zu den robusten Typen zählen „Alexander Lucas”, „Condo” und die „Bayerische Weinbirne”.

  • Kochbirnen

Diese Kandidaten sind die „Urform“ der Birnen – sie schmecken frisch vom Baum nicht sehr gut, weil sie weder besonders süß noch besonders saftig sind. Kochbirnen entwickeln ihre Qualitäten erst beim – Überraschung! – Kochen und Einkochen. ;)

Da behalten sie nämlich ihre feste Konsistenz bei, statt wie ihre edleren Cousins breiig zu werden und zu zerfallen. Mit ihrem Geschmack verfeinern sie Gerichte wie Steckrübeneintopf oder Bohnen und Speck. Kochbirnen kannst du auch prima im Ganzen zu Hutzelbirnen trocknen.

Beispiele für Kochbirnensorten sind „Rote Kochbirne”, „Lange Grüne Winterbirne” und „Großer Katzenkopf”. 

Du suchst noch nach Inspirationen zum Einkochen und Fermentieren?

Meine absoluten Einkoch-Geheimtipps sind Zimtpflaumen und orientalisches Birnenchutney – in beides könnte ich mich reinsetzen. ;) Na, bist du neugierig geworden? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner eMail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte-eBook in dein Postfach:  

Was brauche ich alles für das Birnen Einkochen?

Für das Einkochen von Birnen brauchst du kein besonderes Equipment. Das meiste hast du bestimmt schon zu Hause! Du brauchst:

  • 1 großer Topf
  • 1 kleiner Topf
  • Schraubgläser oder Weckgläser* 
  • Waage
  • Gemüsemesser
  • Brettchen
  • Stabmixer
  • sauberes Geschirrtuch
  • Thermometer
  • Küchenuhr

Deckel und Gummiringe* der Weckgläser sterilisierst du, indem du sie für fünf Minuten in Essigwasser kochst. Jetzt lässt du alles auf einem sauberen Geschirrtuch abtropfen, bis du mit dem Abfüllen beginnst. 

Ältere Einkochgläser befüllst du dann so, dass immer noch zwei bis drei Zentimeter Abstand zum Glasrand bleiben. Das ist wichtig, weil sich der Inhalt beim Einkochen ausdehnt und mächtig hochsteigt. Wenn du keinen Platz für diesen Expansionsdrang eingeplant hast, drückt sich das Einkochgut frech zwischen Deckel und Rand nach draußen. Das kann auch ein Grund dafür sein, dass sich im Glas kein Vakuum bildet. Und soll ja auf keinen Fall passieren! Die neueren Weck-Einkochgläser* kannst du aber getrost bis zum Rand voll füllen, bei denen hält sich das Vakuum trotzdem.

Beim Einkochen im Wasserbad ist es sehr wichtig, dass das Wasser im Einkochtopf und das Einkochgut in den Gläsern ungefähr dieselbe Temperatur haben. Du solltest das Wasser im Einkochtopf also erwärmt haben, bevor du die Gläser hineinstellst. Damit du immer weißt, wieviel Grad dein Wasser hat, stellst du ein Thermometer hinein.

Die Einkochzeit beginnt übrigens erst dann, wenn die erforderliche Temperatur erreicht ist!

Achtung: Vorsicht vor den Botulisbakterien beim Einkochen!

Bevor ich dir jetzt einige meiner Lieblingsrezepte zum Birnen-Verarbeiten verrate, möchte ich dir aber noch eine ganz wichtige Sache ans Herz legen: Einkochen im Wasserbad für Kompott oder heiß einfüllen für Marmeladen ist nur bei säurehaltigen Lebensmitteln wie den meisten Obstsorten eine sichere Einkochmethode. Bei säurearmen Lebensmitteln wie Gemüse und Fleisch musst du entweder Säure zugeben oder eine Temperatur von über 120° Celsius beim Einkochen erreichen, um schädliche Mikroorganismen wie Botulibakterien wirksam zu zerstören! Dafür verwendest du am besten einen Druckeinkochtopf, da du mit einem normalen Schnellkochtopf diese Temperaturen nicht erreichen kannst!

Bei den Birnen müssen wir uns deswegen keinen Kopf machen, aber wenn du nicht-säurehaltige Lebensmittel wie die meisten Gemüse einkochen möchtest, beschäftige dich unbedingt mit dem Thema Botulismus.

Birnenkompott einkochen

Jetzt geht es aber los: Birnen einkochen!

Na, hast du nach soviel Theorie schon eine ganz weiche Birne? ;)

Dein Birnbaum ist geplündert und ein Berg leckerer, saftiger Birnen liegt auf dem Küchentisch? Dann lass uns loslegen, Birnen verarbeiten!

Birnen einkochen nach Omas Rezept: Birnenkompott

Du brauchst:

  • Saft einer Zitrone
  • 1 kg Birnen
  • 100 ml trockener Weißwein oder Birnensaft
  • 150 g Zucker
  • 4 Gewürznelken
  • 1 Zimtstange

Einen kleinen Topf ein paar Zentimeter hoch mit Wasser füllen und den Zitronensaft dazugeben.

Birnen waschen, schälen und vierteln. Das Kerngehäuse entfernen und sofort in das Zitronenwasser legen. Dann eine Minute lang im Zitronenwasser blanchieren. Gut abschrecken und abtropfen lassen.

Im selben Topf 400 ml Wasser, den Wein, den Zucker, die Nelken und die in Stücke gebrochene Zimtstange ca. drei Minuten lang unter Rühren kochen.

Birnenviertel in die sterilen Gläser füllen. Mit dem Zuckersud auffüllen und verschließen.

Die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser stellen und 30 Minuten bei 90 °C einkochen.

Das Kompott ergibt ungefähr fünf Gläser mit 250 ml Fassungsvermögen und schmeckt super zu Eis, Pfannkuchen oder Grießauflauf!

Birnen einkochen auf exotisch: Orientalisches Birnen-Chutney

Du brauchst:

  • 600 g Birnen geputzt und gewürfelt
  • 50 g getrocknete Datteln, in kleine Stücke geschnitten
  • 50 g getrocknete Feigen, in kleine Stücke geschnitten
  • 1 rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • ½ Chilischote, in kleine Stücke geschnitten 
  • 100 ml Balsamico Bianco
  • 125 ml Birnensaft
  • 1 Sternanis
  • ½ Zimtstange
  • Salz, Zucker
  • 250 g Gelierzucker 2:1

Alle Zutaten in einem Topf gut vermischen und unter Rühren zum Kochen bringen. Drei Minuten lang kochen und mit Salz und Zucker abschmecken. Sternanis wieder herausfischen.

Chutney in sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen.

Die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser stellen und 30 Minuten bei 90 °C einkochen.

Das Chutney ergibt vier Gläser mit 250 ml Fassungsvermögen und schmeckt genial zu Fleisch und Fisch oder Gemüsebratlingen.

Du willst nicht nur Birnen einkochen? Dann probier doch auch mal dieses Apfelchutney! Auch für Kirschen, Mirabellen, Marmelade und Apfelmus habe ich auch tolle Rezepte parat, schau doch mal rein!

Birnenchutney einkochen

Kann ich Birnen einkochen ohne Zucker zu verwenden?

Jepp, selbstverständlich kannst du deine Birnen auch ganz ohne Zucker einkochen! Die Voraussetzung dafür ist, dass du besonders sauber arbeitest. Wie wäre es, statt dem allgegenwärtigen Apfelmus einmal zuckerfreies Birnenmus einzukochen?

Birnenmus ohne Zucker

Du brauchst:

  • 1 kg Birnen

Birnen putzen und klein schneiden. In einen Topf geben und aufkochen, bis sie zu zerfallen beginnen. Mit einem Stabmixer pürieren und unter Rühren weitere fünf Minuten kochen lassen. Dann in sterilisierte Gläser füllen und Gläser sofort verschließen.

Die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser stellen und bei 90° Celsius 30 Minuten lang kochen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Das Birnenmus ergibt ungefähr vier Gläser mit einem Fassungsvermögen von 250 ml und ist so richtig lecker zu Eis, Pfannkuchen und Vanillepudding.

Welche Methoden gibt es noch, um Birnen haltbar zumachen?

Außer dem klassischen Einkochen im Wasserbad kannst du deine Birnen auch dörren! Dazu schneidest du sie in Scheiben, die ungefähr fünf Millimeter dick sind und trocknest sie bei 50° oder 60° Celsius ungefähr zehn bis zwölf Stunden.

Viele Kräuter wie Basilikum lassen sich durch Trocknen übrigens auch super haltbar machen!

Gedörrte Birnenchips

Birnen in Alkohol

Eine geistreiche Methode, Birnen haltbar zu machen, ist es, sie in Alkohol einzulegen! ;)

Du brauchst:

  • 2 kg Birnen
  • 1 kg Zucker
  • 375 ml Wasser
  • 500 ml Birnengeist 

Birnen schälen, vierteln und das Kernhaus herausschneiden. Zucker mit Wasser vermischen und in einem Topf aufkochen, bis ein dicklicher Sirup entsteht.

Sirup über die Früchte gießen und abgedeckt 24 Stunden ziehen lassen. Dann die Birnen herausnehmen und gut in einem Sieb über dem Topf abtropfen lassen.

Den Sirup so lange sprudelnd kochen, bis nur noch die Hälfte der Flüssigkeit übrig ist. Die Birnen hineingeben und weitere 24 Stunden ziehen lassen, dann wieder herausnehmen. Den restlichen Sirup mit dem Birnengeist mischen. Die Birnen in Gläser schichten und vollständig mit der Flüssigkeit bedecken-

Die eingelegten Birnen ergeben ungefähr drei Gläser mit einem Fassungsvermögen von einem Liter und sind eine Delikatesse zu Nachspeisen und Wildgerichten. Du kannst ihnen aber auch einfach einen Soloauftritt verschaffen und sie pur genießen! 

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Beim Birnen Einkochen kannst du in jedem Fall kreativ werden – mit ihrem sanften süßen Geschmack sind sie sehr anpassungsfähig und lassen sich harmonisch in jede Geschmacksrichtung einpassen. Also frisch an Werk!

Du bist auf den Geschmack gekommen und magst noch tiefer einsteigen ins Haltbarmachen? Dann lies gerne hier weiter:

6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

Quitten verarbeiten ohne Muskelkater: Die besten Tricks

Welche Tipps und Tricks hast du auf Lager beim Birnen Einkochen? Ich bin gespannt auf deine Kommentare!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Feldsalat auf Holzuntergrund

Feldsalat säen: Wie du dir eine knackige Winterernte sicherst!

Denkst du beim Thema Feldsalat säen auch an Wellness? Noch nicht? Dann verrate ich dir heute, wie du mit ein bisschen Feldsalatsaatgut eine echte Wellnesskur für dich UND deinen Garten organisierst. Mit ein paar einfachen Tricks versorgst du dich und deine Liebsten schon diesen Winter selbst mit frischem Grün!

Inhaltsverzeichnis
Mut in der Lücke!
Feldsalat säen, so geht´s!
Bodenvorbereitung und Feldsalat säen
Feldsalat säen und vorziehen
Feldsalat ernten wie ein Profi
Feldsalat säen ohne Krankheiten
Dein eigener Weihnachtssalat
Feldsalat säen – auf gute Nachbarschaft

Mut in der Lücke!

Im Frühsommer nimmt der Garten so richtig Fahrt auf: Dicke Bohnen, Frühkartoffeln, Kopfsalate, Knoblauch und Zuckerschoten sind erntereif! Und das bedeutet… die ersten Plätze im Beet werden schon wieder frei! Und nun? Soll es das schon gewesen sein?

Keine Angst, da geht noch was. Diese Lücken sind deine Chance für noch mehr frisches Grün! Praktischerweise ist nun genau der richtige Moment zum Feldsalat säen. Verpass den Zeitpunkt nicht, wenn du auch im Herbst und sogar im Winter noch eigenen Salat ernten willst!

Mit Feldsalat setzt du auf eine anspruchslose Kultur, die deinen Boden auch noch ganz nebenbei düngt. Denn Feldsalat ist ein super Gründünger! Feldsalat säen bringt dir daher gleich mehrere Vorteile.

Gut für den Boden…

Dein Boden freut sich über eine andauernde Bepflanzung, mit einem immergrünen Blätterdach haben die kleinen Mikroorganismen in der Erde immer Arbeit und genug zu futtern. Gerade unser Freund der Regenwurm freut sich riesig, wenn es jederzeit direkt vor seiner Haustür einen Snack gibt.

Baust du rund ums Jahr leckeres Gemüse auf deinen Beeten an, ist der Boden immer durchwurzelt. So kann Regenwasser besser in die Tiefe eindringen und die Erde bleibt locker und luftig. Die grüne Schicht schützt deinen Boden wie ein Schild vor Licht, Hitze und Wind. Dadurch bleibt der Boden auch zur ungemütlichsten Jahreszeit ein sicheres Zuhause und deine unterirdischen Helfer können im Beet so richtig loslegen – sie fühlen sich dann nämlich rundum pudelwohl.

Feldsalat säen ist dabei sozusagen das Verwöhnprogramm der Extraklasse für deinen Boden, denn er zählt zu den Gründüngerpflanzen. Als Wellnesssalat massiert, ähm, durchwurzelt er die Erde wunderbar. So bleibt sie feinkrümelig und kann Feuchtigkeit und Nähstoffe viel besser speichern. Jackpot für das nächste Gemüse, das ins Beet einziehen darf! ;)

Erde auf Hand

…und gut für dich!

Aber nicht nur dein Beet bekommt hier seine Wellnesskur. Wenn es draußen langsam ungemütlich wird, kannst du dich entspannt zurücklehnen. Du hast dann nämlich frischen, gesunden, knackigen Feldsalat – der dich den ganzen Winter über fit hält!

Feldsalat ist reich an Vitamin C, er stärkt also in der Winterzeit dein Immunsystem. Und mal ganz abgesehen von Provitamin A und Folsäure: Im Winter noch eigenen Salat auf den Tisch bringen zu können, ist einfach ein tolles Gefühl.

Kleiner Tipp: Du hast es beim Feldsalat säen übertrieben, sodass du gar nicht alles ernten kannst? Dann harke doch die Reste im Frühjahr einfach unter. So bekommen deine Bodentierchen eine Extraportion Grünfutter, das sie in wundervollen Humus verwandeln können. Mmmhhh… wer würde dazu schon nein sagen?

Feldsalat säen, so geht`s:

Die typische Zeit zum Feldsalat säen ist von Mitte Juli bis Ende September. Die Ernte von früh gesätem Feldsalat geht dann im September so richtig los. Wenn du später säst, dauert es natürlich etwas länger. Mit der richtigen Sortenwahl und ein paar Tricks kannst du aber auch später noch Feldsalat säen und dann auch im Winter dein eigenes frisches Grün ernten.

Außer Feldsalat gibt es soooo viele weitere leckere Wintergemüse  – mit dem richtigen Timing bei der Aussaat hast du den ganzen Winter über einen prall gefüllten, bunten Erntekorb. Und weil einem manchmal wirklich der Kopf bei all den Aussaatterminen raucht, habe ich dir einen Aussaatkalender fürs komplette Gartenjahr erstellt. Du kannst ihn dir hier ganz einfach herunterladen, so behältst du immer den Überblick und deine Winterernte ist gesichert!

Die einzige Schwierigkeit beim Feldsalat säen ist, dass er etwas länger zum Keimen braucht. In dieser Zeit musst du ihn unbedingt feucht halten. Um deinem Feldsalat über diese kleine Hürde zu helfen, kannst du einen kleinen Trick anwenden.

Lege dafür nach dem Feldsalat säen ein Vlies oder ein Brett auf die Aussaat, eine mit Steinchen beschwerte Pappe tut es auch. So trocknet die Erde nicht so schnell aus und du kannst dir viel Wasser und Gießarbeit sparen.

Nun musst du nur noch regelmäßig überprüfen, ob es schon zu sprießen beginnt und dann die Abdeckung entfernen, damit deine kleinen Zöglinge Licht und Luft bekommen und kräftig loswachsen!

Pssst: Überzählige Feldsalatkeimlinge machen sich super im Salat!

Aber jetzt mal von vorn, denn erstmal müssen die Samen ja in die Erde… Also: ran ans Feldsalat säen!

Das Beet vorbereiten

Damit dein Feldsalat beste Startvoraussetzungen hat, bereitest du das Beet gut vor. Wenn der Boden nicht stark verdichtet ist, reicht es, ihn oberflächlich mit einer Grabegabel aufzulockern und Beikäuter zu entfernen. Umgraben solltest du wirklich immer vermeiden um deine Bodenstruktur nicht durcheinander zu bringen.

Ist das erledigt, hast du die Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten, wie du deinen Feldsalat säen möchtest.

Aussaat in Flächensaat

Für die lässige Flächensaat streust du deine Feldsalatsamen einfach breitwürfig auf die vorbereitete Fläche, harkst das Saatgut etwas in den Boden ein und drückst es dann fest. Nun musst du deine Saat nur noch mit einer sanften Brause angießen* und anschließend abdecken, damit die Feuchtigkeit nicht verloren geht!

Bei dieser Methode ist es anfangs vielleicht etwas mühseliger, das Beet unkrautfrei zu halten, denn es gibt ja schließlich keine Reihen, zwischen denen du mit einer Harke im Handumdrehen Tabula Rasa machen kannst.

Wenn du Beete hast, die zu Verunkrautung neigen, wirst du ums Auszupfen von Unkräutern nicht herumkommen. Das hat den Vorteil, dass du dann gleich auch ein paar Feldsalatpflänzchen entfernen kannst, falls sie irgendwo wirklich dicht stehen.

Wenn du, so wie ich, Kompostbeete nutzt, wirst du aber sowieso kaum Unkräuter in deinen Beeten finden. Die gute Nachricht ist: Sobald deine Feldsalat-Pflänzchen erstmal die Oberhand gewonnen haben und den anderen Pflanzen nur so davonwachsen, bedecken sie die Fläche und halten die Unkräuter von nun an ganz von selbst in Schach.

Feldsalat säen in Flächensaat

Aussaat in Reihensaat

Wenn du es gern etwas geradliniger magst, dann kannst du reihenweise Feldsalat säen.

In deinem aussaatfertigen Beet ziehst du Saatrillen mit etwa 1-2 cm Tiefe. Zwischen den Rillen solltest du etwa 15 cm Platz lassen. Nun kannst du in den Saatrillen deinen Feldsalat säen. Lass innerhalb der Rille zwischen zwei Samen jeweils 5 cm Abstand.

Die frische Saat abdecken, anschließend gut andrücken und gießen. Bis dein Feldsalat den ersten Wachstumsschub hingelegt und das Unkraut hinter sich gelassen hat, kannst du nun einfach vorsichtig zwischen den Reihen harken.

Im Haus Feldsalat säen und vorziehen

Optional kannst du deinen Feldsalat auch vorziehen. Dann hast du ihn griffbereit, sobald du in deinen Beeten eine Lücke entdeckst. Die Gefahr, dass die Saat vertrocknet oder von Schnecken weggemampft wird, ist so auf jeden Fall geringer. Direkt im Beet gesäter Feldsalat bildet allerdings oft ein robusteres Wurzelsystem aus und kann den ersten Frösten des Jahres besser trotzen, wenn er sie von klein auf gewohnt ist.

Dem fiesen Unkraut schlägst du mit dem Vorziehen allerdings ein Schnippchen. Da die Pflänzchen schon größer sind, wenn du sie ins Beet setzt, können sie sich besser durchsetzen und du musst weniger jäten. Du hast also anfangs etwas mehr Aufwand, sparst dir aber dafür großflächiges Gießen, Jäten und (hoffentlich!) auch den Schneckenüberfall.

Die Schleimer stehen nämlich besonders auf jungen, zarten Salat. Wenn dich die Schnecken dieses Jahr auch so plagen, dann schau gern mal hier vorbei. In diesem Artikel verrate ich dir, wie du die hungrigen Plagegeister erfolgreich loswirst und welche Hausmittel du dir getrost sparen kannst. Aber zurück zum Feldsalat säen!

Um den Salat vorzuziehen, füllst du deine Quickpotplatten* oder Töpfchen mit Anzuchterde oder einem selbstgemischten Substrat. Ein Mix aus gut ausgereiftem Kompost und der super lockeren Erde aus Maulwurfshügeln ist dafür genau richtig! In jeden Topf kommen 2-4 Samen.

Die sind beim Feldsalat säen schön groß und lassen sich gut abzählen. Drücke sie etwa zwei Zentimeter tief in die Erde. Feldsalat ist nämlich ein Dunkelkeimer und duldet beim Keimen keine Zuschauer. Bedecke alles gut mit Erde und drücke die Saat sanft an. So schließt sich die Erde schön um deine Samen und sie werden mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt. Du siehst, Feldsalat säen ist gar nicht schwer! :)

Nun gießt du nur noch vorsichtig an. Ich nehme dafür gern die Ballbrause, so wird das Saatgut nicht davon geschwemmt*. Auch hier kannst du den Trick mit der Abdeckung anwenden! Einfach ein passendes Stück Pappe über deine Töpfe legen und zum Beispiel mit Steinen beschweren. So trocknet dir die Erde nicht aus. Etwa 10-14 Tage dauert es nach dem Feldsalat säen, dann sollte der Feldsalat winzig und grün aus den Schälchen sprießen.

Nach ungefähr vier Wochen sind die ersten zwei Blattpaare gebildet. Das ist dein Zeichen, dass der junge Feldsalat bereit für die große, weite Welt ist. Wenn du also das nächste Mal in einem deiner Beete eine Reihe abgeerntet hast, kannst du hier ein kleines Eckchen mit Feldsalat bestücken.

Feldsalat im Beet

Ja, aber wie viel Feldsalat braucht denn der Mensch?

Du willst dich über die kalte Jahreszeit mit Salat selbst versorgen? Das ist toll! Damit du und deine Liebsten stets gut versorgt seid, ist ein bisschen Planung nötig. Pro Person solltest du eine Fläche von 1-2m2 einplanen. Ich rechne mit 1,5 m2 pro Nase, so haben wir immer genügend Salat im Beet – denn er braucht ja auch mal Zeit um nachzuwachsen.

In deinem Wintersalatbeet musst du natürlich nicht nur Feldsalat säen! Du kannst dort eine bunte Mischung winterharter Salatsorten anbauen – so kannst du dir immer wieder etwas anderes aus deiner Winter-Schatzkiste holen! ;)

Feldsalat ernten wie ein Profi

Apropos Nachwachsen! Du musst deinen Salat nicht einfach radikal abschneiden und das war´s dann für den armen Kerl. Ernte am besten nur die großen, äußeren Blätter und lass das Herz in der Mitte unverletzt stehen. So kann du deine Pflanzen mehrmals beernten und hast über einen langen Zeitraum frischen Feldsalat auf dem Tisch. Das funktioniert übrigens mit fast allen Salatsorten super!

Klassisch wird Feldsalat aber komplett geerntet, also die gesamte Rosette mit dem Salatherz*. So kennst du ihn wahrscheinlich auch aus dem Laden. Für diese Erntemethode biegst du die Pflanze ein Stück zur Seite und schneidest deine Ernte dann mit einem Messer knapp über dem Wurzelansatz ab.

Wenn du das Vereinzeln nach dem Feldsalat säen nicht ganz so ernst genommen hast, kommt jetzt eine Chance, um noch etwas Luft in die Reihe zu bringen. Das kannst du auch von Anfang an einplanen und die Pflänzchen absichtlich etwas enger stehen lassen.

Noch ein wichtiger Tipp für alle Wintergärtner: Du stehst hungrig vor deinem Feldsalat, aber der ist gefroren? Dann lass ihn lieber in Ruhe, bis er wieder aufgetaut ist. Wenn du gefrorenen Salat erntest, wird der nach dem Tauen nämlich einfach nur schlapp und matschig…

Ich verfolge im Winter daher immer aufmerksam den Wetterbericht und lege mir einen kleinen Vorrat an Salat und Kohl an, wenn mal einige Tage Frost angesagt sind.

Feldsalat säen ohne Krankheiten

Eigentlich ist Feldsalat ein wirklich robuster Kollege, um den du dir keine großen Sorgen machen musst. Wichtig beim Feldsalat säen ist, dass du ihn nicht zu eng in dein Beet setzt, damit die Luft zwischen den Pflanzen zirkulieren kann. Achte also unbedingt auf die Abstände, da ist Feldsalat etwas pingelig!

Mehltau ist allerdings eine Gefahr für dein frisches Grün, und zwar gleich doppelt.

Bei zu großer Trockenheit kann Echter Mehltau entstehen. Bei zu viel Feuchtigkeit und schlechter Belüftung kann der Falsche Mehltau zuschlagen. Das kann gerade im Gewächshaus schnell mal der Fall sein. Deswegen ist es wichtig, auf Sorten zu setzen, die sich als resistent gegen Mehltau bewährt haben.

Ich baue gern „Dunkelgrüner Vollherziger“ an, aber auch die Sorten „Elan“, „Vit“, „Verte de Cambrai“ und „Medaillon“ haben sich bewährt.

Feldsalat Pin
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Dein eigener Weihnachts-Salat

Mit ein paar kleinen Tricks kannst du sogar bis in den Oktober hinein Feldsalat säen und erntest dann von November bis Januar.

Bei dir fällt im Winter oft so richtig viel Schnee? Damit du deinen Salat nicht mit der Schneeschaufel ausgraben musst, kannst du ins Gewächshaus, in einen kleinen Folientunnel oder in ein Frühbeet Feldsalat säen. Für mildere Regionen reicht auch ein Vlies, um den Salat etwas zu schützen. So hast du deinen Feldsalat immer griffbereit und er ist vor zu viel Feuchtigkeit geschützt.

Du willst richtig einsteigen und noch mehr eigenes Gemüse anbauen? Selbstversorgung muss nicht anstrengend und zeitaufwändig sein, und mit der richtigen Technik hast du schon ganz bald leckeres Gemüse aus deinem Garten! Alle Tipps und Tricks findest du in meinem „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs*.

Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist! :)

Feldsalat mit Frost im Winter

Feldsalat säen – auf gute Nachbarschaft

Du hast noch gar keine Lücken im Beet? Dann lohnt es sich, mit Mischkulturen zu experimentieren!

Du kannst nämlich auch unter Kohl oder Lauch Feldsalat säen, auch zu Zwiebeln passt er wunderbar. Schau doch mal in deinen Beeten danach, wo am Boden genügend Platz und Licht bleibt, auch wenn die vorhandenen Beetbewohner ausgewachsen sind. Bei diesen Pflanzen kannst du als „Untersaat“ Feldsalat säen. So nutzt du die verschiedenen Ebenen im Beet und du holst eine richtig dicke Ernte aus deiner Beetfläche heraus. Clever, was?

So, deinem Feldsalat-Glück sollte nun nichts mehr im Wege stehen!

Ich hoffe du bist genauso begeistert von diesem unscheinbaren Gartenhelden wie ich. Und mal ganz ehrlich, so ein bisschen Pflege und Erholung gehört zur Selbstversorgung einfach dazu. ;)

Du bist startklar? Dann hol dir deinen Aussaatkalender und leg los: Gönn dir ein bisschen Wellness für deinen Boden und für Dich!

Bist du schon fertig mit Feldsalat säen und du willst noch mehr Boden-Wellness und Wintergenuss? Dann schau doch mal hier vorbei:

Gründüngung: Eine Wellnesskur für den Boden

So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

Wintergemüse anbauen: rund um‘s Jahr ernten!

Feldsalat säen – schon erledigt? Was hast du für deine Beete im Winter geplant?

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Marie im Garten zur Aussaat im März

Aussaat & Pflanzen im August + Gemüsegarten-Pflanzplan 2026

Der August ist ideal, um noch einmal richtig loszulegen im Gemüsegarten. Wer auch im Herbst und Winter frisches Gemüse ernten möchte, kann jetzt noch einiges säen und pflanzen. Lass uns gleich loslegen mit den Gemüsesorten, die jetzt in die Erde dürfen! Außerde schauen wir uns an, welche Gartenarbeiten im August anstehen, damit dein Garten auch in der zweiten Jahreshälfte weiter Freude macht.

Inhaltsverzeichnis
Vorziehen im Haus – das steht jetzt an
Gemüse, das du jetzt direkt ins Beet säen kannst
Draußen pflanzen
Hol dir deinen Gemüsegarten-Pflanzplan!
Gartenarbeiten im August

Vorziehen im Haus

Diese Pflanzen kannst du im August im Haus vorziehen, um sie im Garten auszupflanzen sobald du Platz in den Beeten hast und die Jungpflanzen etwa 4 Wochen alt sind:

Gemüse, das du im August direkt ins Beet säen kannst

Diese Gemüsearten kannst du im August direkt im Garten aussäen:

Draußen pflanzen

Hier ist eine Liste mit Pflanzen, die du im August im Garten pflanzen kannst:

Hier im Video erfährst du, welche Sorten sich für die Aussaat im Sommer gut eignen:

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Dein fertiger Gemüsegarten-Pflanzplan

Damit jedes Gemüse im Beet auch an der optimalen Stelle landet, gibt’s eine kleine Gartenhilfe für dich: Unseren 0 € Gemüsegarten-Beispielplan, den du dir ganz einfach downloaden kannst. Darin erfährst du, was in welchem Monat wo gepflanzt oder gesät wird. Das ist super praktisch, wenn du ohne viel Planung direkt loslegen magst und trotzdem mit System gärtnern willst.

Den Gemüsegarten-Pflanzplan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkulturpartner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss.

Der Plan ist so konzipiert, dass du das ganze Jahr über kontinuierlich erntest und jeden Monat sofort losgärtnern kannst.

Trag dich hier ein und schon flattert der Pflanzplan in dein E-Mail Postfach:

Gartenarbeiten im August – das steht jetzt an!

Alle Pflanzen, die mittlerweile höher als 10 cm sind, solltest du jetzt mulchen. Das bedeutet, dass du den Boden mit organischem Material wie Rasenschnitt, Holzhackschnitzeln oder Laub abdeckst.

So verdunstet viel weniger Wasser und du musst je nach Dicke der Mulchschicht kaum noch gießen. Außerdem unterdrückt Mulch aufkommendes Unkraut – damit hast du dann auch viel weniger Arbeit.

Weil Mulchen eine richtig tolle Sache ist, findest du hier einen ganzen Beitrag zum Thema. Schau gerne rein und lies hier weiter :).

Wahrscheinlich sind deine Tomaten diesen Monat schon richtig stattlich! Denk dran, sie regelmäßig auszugeizen (außer bei Buschtomaten, die haben das nicht nötig) und binde sie hoch, damit sie nicht abknicken.

Alle Starkzehrer, also Tomaten, Gurken, Kürbisse und viele mehr freuen sich weiterhin über regelmäßige Düngergaben – etwa alle 2 Wochen.

Und das Schönste am August: Wir sind jetzt mitten in der Haupt-Erntezeit! Genieß die Früchte deiner Arbeit und lass dir all die Leckereien schmecken. Wenn der Erntekorb mehr hergibt, als du essen kannst, dann ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um für den Winter Vorräte einzukochen und zu fermentieren.

Und jetzt raus mit dir in den Garten!

Lust auf mehr Infos zum Gemüse-Anbau? Hier findest du weitere spannende Artikel zum Thema:

Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

Chicorée: Das magische Wintergemüse, das im Dunkeln wächst!

24 Gemüse, die du im Winter anbauen kannst!

Welche Aussaaten hast du für den August geplant? Schreib mir gern in den Kommentaren, was du diesen Sommer im Garten noch vorhast!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.ung

Mehltau bekämpfen: So wirst du ihn ohne Chemie schnell wieder los!

Echter Mehltau und falscher Mehltau kommen jedes Jahr so zuverlässig wie Weihnachten daher – ganz egal wie das Wetter ist. ;) Deine Gemüsepflanzen sind den lästigen Pilzen aber nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt nämlich einige sehr effektive Maßnahmen, um Mehltau zu bekämpfen. Welche das sind, schauen wir uns jetzt an!

Inhaltsverzeichnis
Echter und falscher Mehltau – was ist der Unterschied?
Kann Mehltau für Menschen schädlich sein?
Mehltau bekämpfen: 5 Tipps, um vorzubeugen
Mehltau bekämpfen: Akutmaßnahmen im Ernstfall

Leider passiert es Jahr für Jahr: Mehltau-Erreger befallen deine grünen Freunde sowohl in heiß-trockenen Sommern als auch dann, wenn die Wetterlage ungemütlich nass-kalt ist. Deshalb zeige ich dir heute, mit welchen Tricks du den Echten und auch den Falschen Mehltau wirkungsvoll mit Hausmitteln und ganz ohne Chemie bekämpfen kannst!

Mehltau – was ist das eigentlich?

„Mehltau“ meint eigentlich eine ganze Reihe verschiedener Pilzarten. Echter Mehltau gehört zu den sogenannten Schönwetterpilzen aus der Familie der Schlauchpilze und Falscher Mehltau zu den Schlechtwetterpilzen aus der Familie der Eipilze (die Eipilze sind übrigens gar keine richtigen Pilze, eigentlich sind sie näher mit den Algen verwandt).

Das heißt, in einem Sommer mit super Badewetter, kaum Regen und großer Hitze macht sich Echter Mehltau auf unseren Pflanzen breit. Ist es nass und die Luftfeuchtigkeit hoch, kommt sein Kompagnon, der Falsche Mehltau um die Ecke und setzt unseren Gemüsezöglingen zu. Aber wunder dich nicht, trotz der unterschiedlichen Bedürfnisse, ist es nicht selten, dass beide Mehltau-Pilze es sich in der gleichen Saison in deinem Garten gemütlich machen.

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Mehr Informationen

Wusstest du, dass du ganz viele Schädlinge und Krankheiten im Gemüsegarten bereits vermeiden kannst, wenn du deine Pflanzen im Beet clever kombinierst? Welche Beetnachbarschaften besonders vorteilhaft sind, habe ich dir ganz übersichtlich in meiner Mischkulturtabelle aufgelistet – trag hier einfach deine Emailadresse ein und schon flattert sie in dein Email-Postfach:

Echter Mehltau: Daran erkennst du ihn

Die Sporen vom Echten Mehltau kommen mit dem Wind, Insekten oder aufspritzendem Gießwasser an die Pflanze und bilden an den Blättern und allen anderen Pflanzenteilen einen weißlich-gräulichen, abwischbaren Belag. Die Sporen des Echten Mehltau dringen aber nicht tief ins Pflanzengewebe ein, sondern bleiben an der Oberfläche, wo sie Nährstoffe und Wasser abzweigen.

Die Blätter trocknen dadurch vom Rand her ein. Früchte stocken im Wachstum, verfärben sich und vertrocknen schließlich. Unbehandelt und bei bestem Wetter, führt Echter Mehltau letztendlich dazu, dass deine Pflanzen absterben.

Vom Echten Mehltau betroffen sind vor allem Gurke, Zucchini, Kürbis, Karotten, Schwarzwurzeln und Stachelbeeren.

Falscher Mehltau: Daran erkennst du ihn

Eipilze  wie der Falsche Mehltau gehören botanisch gesehen eigentlich zu den Algen und heißen deshalb auch Algenpilze. Sie bleiben nicht wie der Echte Mehltau an der Oberfläche, sondern dringen in das Gewebe der Pflanzen ein. 

Auf der Unterseite der Blätter bildet sich zuerst ein bräunlich-grauer Belag aus. Später entstehen an der Blattoberseite gelbliche mosaikförmige Flecken. Die Blätter vergilben, verdörren und die Pflanze stirbt schließlich ab. Der Pilz überwintert auf Ernteresten oder vertrockneten Blättern und kann so im nächsten Jahr erneut Pflanzen infizieren. Deshalb entfernst du befallene Pflanzen sorgfältig von deinen Beeten und entsorgst sie im Hausmüll.

Vom Falschen Mehltau betroffen sind vor allem Gurke, Zucchini, Kürbis, Kartoffeln, Schwarzwurzeln, Salat, Erbsen, Kohl, Spinat und Zwiebeln.

Kann Mehltau für Menschen schädlich sein?

Der Kontakt mit den Sporen von Mehltau kann Hautirritationen oder Atembeschwerden auslösen. Am besten trägst du einfach Gartenhandschuhe, wenn du befallene Blätter abschneidest. Falls du allergisch gegen Pilze bist oder eine Penicillin-Allergie hast, solltest du auch einen Atemschutz tragen. Für gesunde erwachsene Menschen sind die Sporen sonst aber kein Problem. Von Echtem Mehltau befallene Früchte kannst du unbesorgt essen, wenn du sie vorher gut abwäschst. Falls deine Früchte aber dunkle Stellen vom Falschen Mehltau haben, entsorgst du sie besser im Hausmüll.

Falscher Mehltau

Mehltau bekämpfen: Vorbeugen ist besser als heilen

Du wirst es nicht schaffen, deine Pflanzen über die gesamte Gartensaison vor Mehltau zu beschützen. Aber mit diesen fünf Tipps machst du es der fiesen Krankheit zumindest schwerer, deine Gemüse zu befallen!

Tipp #1 Zeitversetztes Pflanzen

Wenn du dir überlegt hast, wie viele Gurken, Zucchini und Kürbisse du pflanzen möchtest, teilst du sie in zwei Sätze auf. Den ersten Satz pflanzt du Mitte Mai. Den zweiten Satz säst du dann Ende Mai ins Freiland oder ziehst ihn vor und pflanzt ihn Mitte Juni ins Beet.

Auf diese Weise befällt der Pilz zuerst die älteren Pflanzen und schwächt sie, während die jüngeren Pflanzen noch volle Power haben und so richtig Gas geben. Du hast so ein super langes Erntefenster, auch wenn einige Exemplare schon ausfallen sollten.

Tipp #2 Mischkultur gegen Mehltau

Pflanzen, die anfällig für Mehltau sind, pflanze ich gerne in Mischkultur mit Knoblauch oder Basilikum an. Die sorgen für eine Umgebung, die der Mehltau wenig ansprechend und ungemütlich findet. Das klappt übrigens auch super bei Erdbeeren!

Mischkultur im Garten hilft nämlich ganz natürlich nicht nur gegen Krankheiten, sondern auch gegen Schädlinge! Vergiss nicht, dir deine Mischkulturtabelle herunterzuladen – die kostet dich keinen Cent, ist aber Gold wert. ;)

Tipp #3 Pflanzabstand einhalten und für Belüftung sorgen

Du neigst dazu, den nötigen Pflanzabstand zu verringern, damit du mehr Gemüse auf deinen Beeten unterbringen kannst? ;)

Ich kann dir nur ganz eindringlich ans Herz legen, den korrekten Abstand einzuhalten. Weniger ist mehr lautet das Motto in diesem Fall! Nach einem Regenguss können die Blätter dann nämlich ruckzuck abtrocknen und bieten dem Mehltau keine günstigen Lebensbedingungen. Du solltest auch in deinem Gewächshaus die Pflanzabstände einhalten und dort regelmäßig lüften, um eine ständige hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

Tipp #4 Gießen und Mulchen

Wenn du deine Beete gießt, machst du das am besten in der ersten Tageshälfte und gießt nur auf den Boden und nicht über die Blätter. So kommen deine Pflanzen trocken in die Nacht, wo schon grundsätzlich eine höhere Luftfeuchtigkeit herrscht.

Eine dicke Mulchschicht auf dem Boden sorgt dafür, dass die Pilzsporen beim Gießen nicht aufwirbeln und sich auf den Blättern festsetzen können.

Tipp #5 Nicht überfüttern

Natürlich brauchen deine Pflanzen regelmäßige Düngergaben, damit sie prächtig wachsen und gedeihen. Wenn du es aber mit dem Stickstoff zu gut meinst, wird das Pflanzengewebe schwammig und weich und Pilzkrankheiten haben ein leichtes Spiel. Es ist wie bei uns Menschen: Ein Zuviel an Nahrung ist einfach nicht zuträglich. ;)

Wenn deine Pflanzen ausreichend mit Kalium und Magnesium versorgt sind und du ihnen außerdem Ackerschachtelhalmbrühe und (nicht zu viel) Brennnesseljauche gibst, sorgst du dafür, dass die Zellwände stabil bleiben und keine einladende Angriffsfläche für den Pilz bieten.

Sprühflasche Mehltau

Mehltau bekämpfen: Jetzt wird es ernst!

Wenn alles Vorbeugen nichts geholfen hat und sich die Pilzkrankheit über deine Pflanzen herzumachen droht, hast du verschiedene Möglichkeiten, Mehltau zu bekämpfen.

Ich zeige dir, welche Mittel du am besten wann und wie einsetzt, damit du deine Gemüse möglichst lange beernten kannst! Bevor du loslegst, entfernst du aber erstmal alle stark befallenen Pflanzenteile und entsorgst sie im Hausmüll.

Mittel gegen Echten Mehltau

Dem Echten Mehltau rückst du am effektivsten zu Leibe, indem du den pH-Wert auf den Blättern veränderst. Damit machst du es ihm so richtig ungemütlich und der Pilz verschwindet im besten Fall klammheimlich.

Dafür vermischst du 2 Liter Wasser mit einem Päckchen Backpulver und sprühst deine Pflanzen damit an einem bedeckten Tag gründlich ein. Das wiederholst du alle zwei bis drei Tage.

Du kannst die Blätter auch mit Algenkalk oder Gesteinsmehl bestäuben – der hohe pH-Wert sorgt dafür, dass sich die Pilzsporen nicht mehr ausbreiten können.

Ein weiteres wirksames Mittel gegen Mehltau ist (Roh-)milch. Die Milchsäurebakterien setzen den Mehltaupilzen, sodass die Pflanzen keine Nährstoffe mehr mit ihnen teilen müssen. Für diese Methode mischst du (Roh-)milch mit Wasser im Verhältnis 1:8 und füllst es in eine Sprühflasche um. Mit diesem Gemisch sprühst du deine Pflanzen an einem bedeckten Tag alle zwei bis drei Tage gründlich ein.

Mittel gegen Falschen Mehltau

Wenn du falschen Mehltau entdeckt hast, zerkleinerst du die Zehen einer ganzen Knoblauchknolle und übergießt sie mit 500 Millilitern kochend heißem Wasser. Dann lässt du den Sud abkühlen, seihst ihn ab und füllst ihn in eine Sprühflasche um.

Alle zwei bis drei Tage sprühst du damit deine kranken Gemüselieblinge ein – aber nur, wenn die Sonne nicht direkt auf sie scheint!

Du kannst auch eine Farnbrühe gegen den Falschen Mehltau herstellen. Dazu übergießt du 100 Gramm frische oder 10 Gramm getrocknete Farnblätter mit einem Liter Wasser und lässt dieses Gemisch 24 Stunden ziehen. Am nächsten Tag kochst du deinen Farntee für eine halbe Stunde, lässt ihn abkühlen und seihst ihn ab. Damit besprühst du deine kranken Pflanzen alle zwei bis drei Tage an bedeckten Tagen.

Nützlinge gegen Mehltau einsetzen

Marienkäferlarven haben einen Mehltaurasen zum Fressen gern! Du kannst die hungrigen Genossen im Fachhandel bestellen und dann auf deine befallenen Pflanzen loslassen. In Nullkommanichts haben sie alles abgemäht und deine Gemüse und du könnt wieder aufatmen. Das funktioniert am aller besten im Gewächshaus oder Folientunnel. ;)

Mehltau gehört zum Gärtnern wie die Nacht zum Tag. Deshalb gibt es keinen Grund, in Panik zu verfallen, wenn du welchen entdeckst! Du weißt ja jetzt, wie du Mehltau schnell bekämpfen kannst und ihn so auch wieder loswirst. Dazu musst du nicht die Chemiekeule schwingen – ganz einfache Hausmittel wirken genauso effektiv und sind für Tiere und Umwelt viel besser verträglich.

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Du kämpfst nicht nur mit Mehltau, sondern auch mit Braun- und Krautfäule? Dann schau mal, im folgenden Artikel zeige ich dir, was du dagegen tun kannst!: Erste Hilfe bei Tomaten für Tomaten bei Kraut- und Braunfäule

Du hast Lust bekommen, in deinen Gemüsebeeten möglichst naturnah, mühelos und ohne Chemie zu gärtnern? Dann lies gerne hier weiter:

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Welche Tricks zum Mehltau bekämpfen hast du auf Lager? Ich bin schon gespannt auf deinen Kommentar!