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Sauerkraut selber machen: herstellen

Sauerkraut selber machen im Glas oder Steintopf

Sauerkraut selbst zu machen, ist längst nicht so kompliziert wie viele denken. Es macht sogar richtig Spaß – und ich verspreche dir, dass dein selbst gemachtes Sauerkraut vieeel besser schmeckt als das aus der Plastiktüte im Supermarkt.

Selbst gemachtes Sauerkraut ist auch viel gesünder als gekauftes. Fermentiertes Gemüse ist lebendige Nahrung. Es enthält nämlich nicht nur eine Vielzahl von Vitaminen, sondern auch probiotische Bakterien – selbstgemachtes Superfood für den Darm und die ganze Verdauung. Das Sauerkraut, das es im Laden gibt, ist sterilisiert und all die gesunden Mikroorganismen sind damit schlichtweg tot.

Deswegen kommt hier ein super einfaches Rezept für alle, die gerne Sauerkraut selber machen wollen. Diese Anleitung kommt direkt aus meinem Video-Kurs „Obst und Gemüse haltbar machen“, mit dem ich schon hunderten Menschen geholfen habe, ihre Ernte in einen gesunden (und verdammt leckeren) Wintervorrat zu verwandeln. Heute mal kostenlos für alle. :)

Wenn du noch nie fermentiert hast, lies am besten erstmal meinen Artikel zu den Grundlagen beim Fermentieren, bevor du loslegst.

Sauerkraut selber machen

Sauerkraut selber machen: Hier ist eine Anleitung, mit der du gelingsicher und einfach Sauerkraut herstellen kannst, sowohl im Gärtopf / Steintopf als auch im Glas. #Haltbarmachen #Gesund #Wurzelwerk #Rezept

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Hier ist das Zubehör, das du brauchst, wenn du Sauerkraut selber machen willst:

  • einen Steintopf, Schraubgläser oder Einkochgläser,
  • Deckel für den Gärtopf oder die Gläser,
  • Gummiringe (falls du Einkochgläser verwendest),
  • eine Reibe oder einen Krauthobel,
  • einen Krautstampfer oder Kochlöffel
  • und die Gewichte, mit denen du das Sauerkraut beschweren wirst, zum Beispiel eine kleine Tasse oder Schale

Schritt 1: Zubehör abkochen

Sauberkeit ist beim Fermentieren super wichtig. Deswegen solltest du als allererstes alle Gegenstände, die mit dem Sauerkraut in Berührung kommen, spülen und mit kochend heißem Wasser sterilisieren.

Das gesamte Zubehör sollte mindestens fünf Minuten in heißem Wasser stehen. Ich fülle die Gefäße bis zum Rand mit heißem Wasser und begieße das restliche Zubehör in einen großen Topf mit heißem Wasser.
Sauerkraut selber machen Zubehör
Das Sterilisieren macht etwas Arbeit, bewahrt dich aber vor frustrierenden Rückschlägen und schimmeligem Sauerkraut.

Wichtig: Das Zubehör muss abkühlen, bevor du damit fermentierst. Schließlich willst du die Mikroorganismen, die beim Fermentieren so wichtig sind, ja nicht brutzeln. ;)

Schritt 2: Weißkohl verlesen

Die Kohlköpfe waschen und auf Faulstellen oder Verletzungen untersuchen. Zum Fermentieren nur einwandfreies Bio-Gemüse verwenden. Leg dir jetzt am besten ein bis drei große Weißkohl-Blätter beiseite, die brauchst du später, um den Kohl abzudecken.

3: Sauerkraut reiben und stampfen

Jetzt reibst du den restlichen Weißkohl entweder fein oder grob. Dann füllst du den geriebenen Kohl in eine große Schüssel und gibst einen bis zwei Esslöffel Salz pro Kilo Weißkohl dazu. Das Salz gut unter den Kohl mischen.

Wenn du Gewürze verwenden möchtest, kannst du sie jetzt einfach unter das Sauerkraut mischen – am leckersten finde ich Zwiebeln, Pfeffer, Lorbeer und Nelken.

Und dann stampf das Ganze, was das Zeug hält. Am einfachsten geht das mit einem großen Holzstampfer, du kannst das Gemüse aber auch mit sauberen Händen durchkneten oder mit einem Kochlöffel o.ä. stampfen.

Du hast genug geknetet, wenn so viel Zellsaft ausgetreten ist, dass das Gemüse im eigenen Saft steht.

Pssst, kleiner Tipp für alle, denen das zu anstrengend ist: Stattdessen kannst du auch eine 2%ige Salzlake ansetzen und dem Kohl beigeben. Das funktioniert auch und erfordert weniger Muskelarbeit. ;)

Schritt 4: Einfüllen

Jetzt füllst du das Gemüse in die sterilen Gefäße. Dabei gibst du immer schichtweise eine zehn Zentimeter dicke Schicht Kohl in dein Gefäß und stampfst ihn fest ein, um alle Lufteinschlüsse zu entfernen.

Gläser kannst du zu zwei Dritteln befüllen, bei Gärtöpfen lässt du ca. 15 cm Platz bis zum Rand. Wenn du deine Gefäße höher befüllst, können die Säfte beim Fermentieren überlaufen und eine ganz schöne Schweinerei verursachen. ;)

Schritt 5: Gewichte auflegen

Das Sauerkraut muss immer, immer, immer von Flüssigkeit bedeckt sein. Falls nicht, fängt es garantiert an zu schimmeln. Damit das Sauerkraut unter der Salzlake bleibt, musst du es also beschweren. Dafür deckst du es zunächst einmal ab – am besten mit den äußeren Blättern von einem Kohlkopf. Die Blätter verhindern, dass die Weißkohl-Schnipsel an die Oberfläche treiben.

Sauerkraut selber machen Gewicht Glas

Anschließend beschwerst du das Ganze – im Gärtopf mit den zugehörigen Gewichten und im Glas mit einem Eierbecher, einer kleinen Tasse o.ä. Du kannst sogar einen Stein nehmen, wenn du ihn gut wäschst und sterilisierst.

Wenn dein Sauerkraut (und auch die Kohlblätter) nicht vollständig von Flüssigkeit bedeckt sind, musst du eine 2%ige Salzlake ansetzen und etwas davon auf dein Sauerkraut geben.

Den Gärtopf oder die Gläser verschließen – alte Einkochgläser mit Gummis und Universalklammern (von der Seite über den Deckel ziehen) und neue Weckgläser mit Gummis und zwei Federklammern, eine links und eine rechts.

Bei Schraubgläsern den Deckel jetzt nur locker zudrehen, damit die Gase, die sich beim Fermentieren bilden, entweichen können.

Wenn du im Gärtopf fermentierst, musst du außerdem die Wasserrinne auffüllen. Sie verhindert, dass Keime in den Topf eindringen. Weil beim Fermentieren Säfte im Gefäß aufsteigen und überlaufen können, solltest du deine Gefäße immer auf einer wasserfesten Unterlage lagern.

Schritt 6: Die warme Phase

Damit die Fermentierung richtig in Fahrt kommt, lagern man das Sauerkraut sieben bis zehn Tage bei Zimmertemperatur. Dein Sauerkraut wird vermutlich anfangen, zu schäumen und zu zischen – keine Panik, das ist ganz normal.

Schritt 7: Die Lagerung

Anschließend musst du dein Gemüse kühl und dunkel lagern. Zum Beispiel im Keller, in einem kühlen Treppenhaus oder einer frostfreien, aber kühlen Garage. Im Kühlschrank geht natürlich auch. Bei Schraubgläsern drehst du den Deckel, den wir vorher ja nur locker aufgelegt haben, jetzt fester zu.

Das Sauerkraut bleibt während der Lagerung weiter auf einer Unterlage stehen. Es kann nämlich immer noch Saft überlaufen.

Es ist wichtig, dass du regelmäßig überprüfst, ob dein Gemüse noch vollständig von Lake bedeckt ist und auch die Wasserrinnen deiner Gärtöpfe auffüllst, sobald Wasser verdunstet ist.

Sauerkraut selber machen Steintopf

Die Gewichte bleiben während der gesamten Lagerung auf dem Sauerkraut liegen, sodass es zu jedem Zeitpunkt unter die Lake gedrückt wird. Wenn du Gemüse aus einem größeren Gefäß entnimmst, verwende dafür einen sauberen Löffel und bedeck das Gemüse anschließend wieder mit Lake.

Puuh, das war ganz schön viel Information, was? Ich verspreche dir aber, dass es gar nicht so schwer ist, Sauerkraut selber zu machen. Hier ist nochmal ein kleiner Überblick über die einzelnen Schritte:

Sauerkraut selber machen – die Kurzfassung

  • Zubehör sterilisieren
  • Weißkohl sortieren
  • Weißkohl waschen und reiben
  • Den geriebenen Kohl salzen, würzen und stampfen bis Flüssigkeit austritt
  • In die Gefäße einfüllen und fest einstampfen
  • Mit Kohlblättern und Gewicht abdecken, sodass das gesamte Sauerkraut von Flüssigkeit bedeckt ist
  • Im Zweifel Salzlake nachfüllen
  • Sieben bis zehn Tage warm lagern
  • Anschließend bis zum Verzehr kühl lagern

Hol dir die kostenlose Checkliste!

Beim Fermentieren kann man einiges falsch machen. Ich weiß noch, wie frustriert ich anfangs war, als mir reihenweise Gläser geschimmelt sind und ich mir nicht erklären konnte, warum.

Tja, mittlerweile weiß ich, was ich falsch gemacht habe – und möchte dir gerne helfen, selbst erfolgreich Sauerkraut und anderes Gemüse zu fermentieren.

Deswegen trag dich gerne für meinen Newsletter ein, dann bekommst du regelmäßig Tipps zum Haltbarmachen und auch anderen Themen rund um die Selbstversorgung von mir.

Ich habe außerdem eine Checkliste erstellt, mit der du nicht nur Sauerkraut machen, sondern auch so gut wie jedes andere Gemüse fermentieren kannst. Diese Checkliste bekommen alle neuen Newsletterabonnenten kostenlos per Email zugeschickt, als kleines Willkommensgeschenk.

Die Checkliste kannst du dir herunterladen und ausdrucken/abspeichern, sodass du sie immer griffbereit hast, wenn es wieder daran geht, Gemüse in Gläser zu stopfen und sich am Brodeln und Blubbern zu erfreuen. ;)

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Hast du noch mehr Tipps rund um das Thema Sauerkraut selber machen? Oder sind dir vielleicht Fragen aufgekommen? Dann lass uns doch ein wenig in den Kommentaren schnacken. :)

Apfelessig selber machen

Apfelessig selber machen: Einfaches und gelingsicheres Rezept

Wusstest du, dass du Apfelessig ganz einfach selber machen kannst? Aus Abfällen?!
Heute möchte ich mein Lieblingsrezept mit dir teilen, das du auch dann hinkriegst, wenn du noch nie selber Essig gemacht hast, versprochen. ;)

Vielleicht bist du ja auch gerade dabei, Apfelmus einzukochen. Das kannst du wunderbar mit dem Apfelessig-Machen verbinden. Wenn du Apfelmus einkochst, fallen nämlich Kerngehäuse und Schalen an, die man noch wunderbar zum Essigmachen verwenden kann. Für mich gehört beides fest zusammen.

Deswegen hier nochmal mein Apfelmus-Rezept.

pfelessig selber machen: Hier ist ein einfaches und gelingsicheres Rezept, mit dem du Apfelessig selbst herstellen kannst. #Wurzelwerk #Selbermachen #Rezept

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Apfelessig selber machen

Jetzt aber zum Essig. Hier ist mein Rezept:

Du brauchst:

  • Ein steriles (ausgekochtes) Gefäß, z.B. einen Tonkrug, Einkochgläser, …
  • Apfelschalen und Kerngehäuse
  • 2 EL Zucker pro Kilo Apfelreste
  • Wasser
  • Ein Tuch, um das Gefäß abzudecken
  • Ein Sieb oder Passiertuch
  • Sterile (ausgekochte) Flaschen zum Abfüllen

Apfelessig herstellen

  1. Gefäß befüllen
    Nachdem du dein Gefäß ausgekocht hast, musst du es zuerst abkühlen lassen. Dann befüllst du es zu 4/5 mit den Apfelschalen und Kerngehäusen. Dabei ist es wichtig, dass du keine gammeligen Äpfel verwendest. An verdorbenen Stellen haben sich nämlich schon jede Menge Fäulnisbakterien vermehrt und die Gefahr, dass dein Essig kippt, wäre ziemlich hoch.
    Du kannst auch ganze Äpfel oder Apfelsaft verwenden, um Essig anzusetzen. Ganze Äpfel schneidest du einfach in kleine Stücke und gibst sie in dein Gefäß.
  2. Zucker dazugeben
    Der Zucker hilft dabei, die Gärung in Schwung zu bringen. So verläuft das Ganze deutlich schneller und sicherer. Du kannst den Zucker auch weglassen, aber mit funktioniert’s besser. Pro Kilo Apfelreste gibst du zwei EL Zucker in deine Gefäße.
  3. Wasser dazugeben
    Jetzt einfach mit Wasser auffüllen, sodass die Äpfel möglichst bedeckt sind. Damit dein Essig nicht zum Insektenpool wird, solltest du die Gefäße mit einem Tuch abdecken.
  4. Regelmäßig umrühren
    In den ersten Tagen werden die Schalen und Kerngehäuse noch an der Oberfläche treiben. Damit sie nicht schimmeln, ist es wichtig, dass du das Ganze ab und zu mit einem sauberen Löffel umrührst.

 

Apfelessig selber machen: Herstellen

Nach vier bis sechs Wochen ist der Essig dann fertig. Du erkennst das an dem typischen Geruch. Wenn du dir unsicher bist, probier einfach mal, ob er schon stark genug ist.
Jetzt solltest du das Ganze durch ein feines Sieb oder Passiertuch filtern und den fertigen Essig in sterile Flaschen abfüllen.

Die Essigmutter

Während der Essigsäuregärung bilden sich helle Schlieren im Essig, die später fest und glibberig werden. Das ist die sogenannte Essigmutter. Heb sie auf und gib etwas davon in dein Gefäß, wenn du deinen nächsten Apfelessig ansetzt. Dann geht’s nächstes Mal noch schneller.

Birnenessig und Co.

Dieses Rezept kannst du übrigens auch für andere Früchte verwenden und so deinen eigenen Birnenessig, Himbeeressig, Weinessig etc. machen. Eine tolle Möglichkeit, Reste zu verwerten und nebenbei ganz neue Geschmackswelten zu entdecken. :)

Selbstversorgung starten!

Wusstest du, dass ich nicht nur Blogartikel schreibe, sondern auch einen (wahnsinnig coolen) Newsletter? Mittlerweile hat sich so eine Gemeinschaft von über 7000 Leuten gebildet, die alle dafür brennen, ihr Essen selbst anzubauen und mehr selbstzumachen. Ich möchte dich gerne einladen, ein Teil dieser lustigen Truppe zu werden!

Du bekommst dann regelmäßig Tipps von mir zu allem, was im Selbstversorger-Jahr so ansteht. Und das Beste: Alle neuen Newsletterabonnenten bekommen meinen Anfänger-Guide “Selbstversorgung starten” als Willkommensgeschenk kostenlos per Email zugeschickt.

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Hast du schonmal Apfelessig selber gemacht? Irgendwelche Tipps oder Fragen? Dann ab damit in die Kommentare!

Selbstversorger-Leben Huhn

Selbstversorger-Leben: Meine tägliche Routine

Heute nehme ich dich mal mit und zeige dir, wie unsere Selbstversorgung genau aussieht, welche Aufgaben täglich anstehen und wie viel Arbeit unser “Selbstversorger-Leben” wirklich macht. Viel Spaß beim Lesen!

Selbstversorger-Leben: Meine tägliche Routine. Heute nehme ich dich mit und zeige dir, wie unsere Selbstversorgung genau aussieht, welche Aufgaben täglich anstehen und wie viel Arbeit das Ganze macht. Viel Spaß beim Lesen! #Wurzelwerk #Selbstversorger #Selbstversorgung

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Selbstversorger-Leben: Meine tägliche Routine

Morgens bei den Hühnern

Morgens lasse ich als erstes die Hühner aus dem Stall, meistens sogar vor dem Frühstück. Nachts muss der Stall gut verriegelt werden, damit Füchse, Marder und Co. sich nicht an den Hühnern gütlich tun. Und wenn die Sonne aufgeht, dürfen die Hühner dann wieder raus.

Es ist sehr friedlich, so früh am Morgen draußen zu sein. An schönen Tagen ist der Garten in goldenes Licht getaucht, es ist noch kühl und das Gras feucht vom Tau. Die Hühner sehen mich immer schon von Weitem und fangen aufgeregt an zu gackern, weil sie es kaum abwarten können, endlich wieder raus zu kommen.

Wenn ich die Stalltür öffne, flattern sie nach draußen, drehen eine Runde um den Stall und hüpfen dann wieder rein, um sich in die Nestboxen zu begeben. Es ist, als hätten sie keine Ruhe, ihre Eier zu legen, bevor sie nicht wenigstens einmal kurz draußen waren.

Wenn du auch Hühner halten möchtest, schau doch mal hier vorbei:

Passen Hühner zu deinem Alltag?

Selbstversorger-Leben

Abends melken

Ich melke eine von unseren Ziegen, Curry heißt die Gute. Eigentlich gehört sie einer Freundin, aber die ist für ein halbes Jahr auf der Alp, deswegen können wir dieses Jahr die ganze Milch selbst behalten, hehe.

Curry ist ein Goldstück. Sie ist sehr geduldig, kein bisschen zickig, und schleckt mich beim Melken ab als wäre ich ihr Lamm. Dabei hat Curry seit fünf Jahren kein Lamm mehr gehabt. Es ist ein Wunder, dass sie überhaupt noch Milch gibt. Bis vor Kurzem waren es 1 ½ Liter am Tag, mittlerweile ist die Milchmenge auf ungefähr 800 ml gesunken, weil es wegen der Trockenheit kein Frischfutter mehr gibt und die Ziegen nur noch Heu bekommen.

Ich melke Curry nur einmal am Tag, das ist mehr als genug Arbeit. Solange man einen regelmäßigen Melk-Rhythmus einhält, gewöhnen sich Ziegen daran und produzieren einfach ein bisschen weniger Milch als wenn man zweimal täglich melkt.

Studien haben ergeben, dass man täglich ungefähr 20 % mehr Milch bekommt, wenn man Ziegen morgens und abends melkt. Was auch bedeutet, dass man beim einmaligen Melken 80 % der Milchmenge hat – bei der Hälfte der Arbeit.

Ehrlich gesagt muss ich mich jeden Tag dazu überwinden, rauszugehen, wenn das Melken ansteht. Diese ganze Milch-Geschichte macht schon viel Arbeit. Aber sobald ich draußen bin, kann ich nicht mehr verstehen, warum ich das Melken vor mir hergeschoben habe.

Curry wartet meistens schon auf mich oder kommt angelaufen, sobald ich sie rufe. Ich muss ihr kein Bestechungsfutter geben, damit sie stillsteht. Manchmal binde ich sie an, aber meistens geht es auch ohne. Wir haben keinen Melkstand, nichtmal einen Melkeimer. Ich setze mich einfach neben sie auf den Boden und melke in alte Passata-Flaschen.

Selbstversorger-Leben Melken

Melken ist relativ anstrengend. Nach zwei Wochen Sommerurlaub müssen sich meine Hände erstmal wieder daran gewöhnen. Es gibt nur eine Methode, wie man von Hand melken sollte, das ist das sogenannte Faustmelken. Hört sich brutal an, oder? Man muss sich beim Melken aber trauen, richtig zuzupacken. Das war anfangs mein Problem:

Ich wollte Curry auf keinen Fall wehtun und war sehr vorsichtig. Aber um Milch aus der Zitze herauszubekommen, muss man den Kanal zum Euter zwischen Daumen und Zeigefinger fest abklemmen. Ich habe dann schnell gemerkt, dass es Curry nichts ausmacht, wenn ich richtig zupacke. Und wenn man sich anschaut, wie ungestüm Lämmer beim Trinken manchmal sind, setzt das alles in eine neue Relation.

Nach dem Melken bekommt Curry ein Leckerli als Belohnung. Und dann gibt’s im Moment auch das Heu, mit dem wir aufgrund der Trockenheit zufüttern müssen.

Das ist schon erschreckend… Die Heuernte dieses Jahr ist grottig – aber weil es so wenig Gras gibt, müssen die meisten Tierhalter jetzt schon zufüttern – im Sommer! Ich habe schon von einigen Landwirten gehört, die bereits Tiere notgeschlachtet haben, weil sie nicht wissen, wie sie sie über den Winter bringen sollen.

Käse und Joghurt machen

Anschließend filtere ich die Milch durch ein Passiertuch und erhitze sie. Ich weiß, ich weiß, Rohmilch ist total gesund, aber irgendwie ist es mir lieber, auf „Nummer sicher“ zu gehen und die Milch zu pasteurisieren, bevor wir sie trinken oder weiterverarbeiten.

Ich sammele immer drei Tage lang Milch, dann habe ich genug zusammen, um Käse zu machen. Die Milch von einer Ziege reicht nicht, um Hartkäse zu machen, aber wir haben immer eigenen Ziegenfrischkäse im Kühlschrank, Ziegenjoghurt und Ziegenfeta von Curry. Meine Mozzarella-mach-Künste sind auch hart in Arbeit, aber bisher ist der mir immer etwas zu weich geworden.

Wenn ich eine neue Käsesorte ausprobiere, nimmt das gerne mal den gesamten restlichen Abend in Anspruch. Aber sobald ich den Dreh dann raushabe und das Ganze zur Routine wird, geht es ohne großen Aufwand ganz nebenbei.

Käsemachen besteht im Wesentlichen daraus, die Milch auf bestimmte Temperaturen zu erhitzen oder abkühlen zu lassen und dann den richtigen Zeitpunkt abzupassen, um Bakterienkulturen, Salz oder Lab zuzugeben.

Später muss man die Käsemasse dann in Würfel schneiden, in ein Passiertuch geben und Aufhängen oder im Fall von Feta in Förmchen pressen.

Joghurt zu machen, ist einfach. Man erhitzt die Milch auf ungefähr 42 °C, gibt sie in ein Glas und rührt dann zwei Esslöffel fertigen Joghurt vom letzten Mal unter. Glas zu – und je nach Temperatur ist der Joghurt nach einem oder zwei Tagen fertig. Es gibt spezielle Joghurt-Mach-Maschinen, die die Gläser warmhalten, aber ich habe noch nie eine benutzt und der Joghurt wird auch so wunderbar.

Brot backen

Jeden zweiten Abend setzen wir ein neues Sauerteigbrot an. Dafür haben wir einen Starter vom letzten Brot im Kühlschrank aufgehoben, den wir jetzt mit einer kleinen Portion Mehl und Wasser vermengen. Deckel drauf, stehen lassen – insgesamt eine Arbeit von zwei Minuten.

Am nächsten Tag geben wir dann den Rest des Mehls dazu, nehmen wieder einen Vorteig für das nächste Brot ab, lassen den Teig gehen und backen dann abends das Brot. Es gibt also jeden Tag etwas zu tun, wenn man sein Brot komplett selbst backt – immer abwechselnd einen Tag den Teig ansetzen und einen Tag Brot backen.

Abends bei den Hühnern

Hühner halten Selbstversorger-Leben

Wenn die Sonne untergeht, ist es Zeit, die Hühner zu füttern und den Stall zuzumachen. Ich füttere die Hühner am liebsten abends, weil ich sie so gut in den Stall locken kann. So haben sie morgens außerdem auch noch etwas von ihrem Futter übrig und müssen nicht Hunger leiden, wenn ich mal etwas länger schlafe.

Den Großteil ihres Futters fressen sie aber abends. Dann können sie mit vollem Bauch zufrieden schlafen gehen und sind am nächsten Tag motivierter, selbst auf Futtersuche zu gehen, wenn sie sich nicht gleich morgens schon den Ranzen vollschlagen.

Die Hühner bekommen unsere Essensreste, solange die nicht zu fettig, salzig oder süß sind, und zusätzlich eine fertige Futtermischung. Ab und zu gibt es auch mal einen Kopf von den Sonnenblumen, die wir für die Hühner anbauen.

Gießen

Wir haben keinen Wasseranschluss im Garten und unser Garten ist auch nicht direkt am Haus. Deswegen verzichte ich komplett auf das Gießen, soweit es geht. Durch die dicke Mulchschicht ist das normalerweise kein Problem, aber dieser Sommer war so extrem trocken, dass wir weniger ernten als wir gerne würden.

Aber es geht nicht anders. Ich schleppe zwar jeden Abend einen Kanister mit Wasser in den Garten, aber das brauche ich für die Stellen, an denen ich frisch ausgesät oder gepflanzt habe. Alle anderen Pflanzen müssen ohne Gießen auskommen.

Normalerweise gießt man besser morgens, weil man dann weniger Probleme mit Schnecken hat, aber unsere Hühner haben die Schneckenpopulation gut im Griff und morgens ist meistens nicht genug Zeit.

Selbstversrger-Leben Garten

Abends gehe ich oft auch nochmal zu den Tomaten und entferne Geiztriebe und Blätter, die Anzeichen von Krautfäule zeigen. Meistens verbringe ich abends viel mehr Zeit im Garten als eigentlich geplant war. Nicht, weil ich so unglaublich viel tun würde (meistens mache ich fast gar nichts), sondern weil es so still und friedlich ist. Es tut gut, vor dem Schlafengehen nochmal an der frischen Luft zu sein und der Sonne beim Untergehen zuzuschauen.

Starthilfe in die Selbstversorgung

Hach, war das jetzt zu kitschig? Selbstversorgung macht viel Arbeit, aber es ist eine ungemein erfüllende Arbeit. Wenn du auch mehr selbst anbauen oder ein paar Tiere zur Selbstversorgung halten möchtest, würde ich dich gerne auf deinem Weg unterstützen. Ich schreibe nicht nur diesen Blog, sondern auch einen (ungefähr) wöchentlichen Newsletter mit Tipps zu allem, was im Selbstversorger-Jahr so ansteht.

Alle neuen Newsletter-Abonnenten bekommen außerdem meinen Anfänger-Guide „Selbstversorgung starten“ kostenlos als PDF zugeschickt, als kleines Willkommensgeschenk sozusagen. Mit dem Guide will ich dich bei deinen ersten Schritten in Richtung Selbstversorgung an die Hand nehmen – egal ob es um’s Beete-Anlegen geht oder darum, welche Tiere sich zur Selbstversorgung am besten eignen.

Trag dich gerne hier ein:

Jetzt bin ich aber neugierig. Wie sieht denn deine tägliche „Selbstversorger-Routine“ aus? Hast du Fragen? Lass gerne einen Kommentar da!

Geschenke für Gärtner und Gärtnerinnen

11 nützliche Geschenkideen für Gärtnerinnen und Gärtner

Du suchst nach passenden Geschenkideen für eine leidenschaftliche Gärtnerin oder einen passionierten Gärtner? Dann bist du hier genau richtig! Ich habe für diesen Artikel neun Ideen für tolle, garteninspirierte Geschenke zum Selbermachen oder Kaufen in jeder Preisklasse zusammengetragen. Da ist bestimmt was dabei! :)

11 nützliche Geschenkideen für Gärtnerinnen und Gärtner

Geschenkideen für Gärtnerinnen und Gärtner: Hier sind 11 sinnvolle Ideen für nützliche Geschenke, auch zum basteln und selbermachen.

Merk dir diesen Pin auf deiner Gartenpinnwand!

Idee #1: Das Handbuch Wintergärtnerei

Geschenkideen Gärtner Buch

Dieses Buch ist der Hammer! Gemüse im Sommer anbauen kann jeder – aber wie sieht das im Winter aus? Das Handbuch Wintergärtnerei hat die Art, wie ich meinen Garten bewirtschafte, revolutioniert.

Ein ausgefallenes, sehr interessantes und vor allem super nützliches Geschenk für alle, die gerne im Gemüsegarten wurschteln. Absolute Empfehlung!

Kostenpunkt: 24,90 € | hier kaufen

Idee #2: Selbstgemachte Pflanzenschilder

Geschenkideen für Gärtner selbstgemachte Pflanzenschilder

Lässt du auch so viele Tassen und Teller fallen wie ich? Aus den Scherben kann man sehr hübsche Pflanzenschilder basteln, die man auch wunderbar verschenken kann. Hier geht’s zur Anleitung:

DIY-Pflanzenschilder selbermachen

Kostenpunkt: 0€

Geschenkidee #3: Setzholz

 

 

 

 

 

 

Ein Setzholz kann jeder Gärtner und jede Gärtnerin gebrauchen. Neben eher unattraktiven Setzhölzern aus Plastik, die schon nach ein paar Wochen zerkratzt sind, gibt es auch hochwertige Setzhölzer, die sehr hübsch aussehen und sich toll als Geschenk machen.

Kostenpunkt: 13,69 € | hier kaufen

Geschenkidee #4: Ein Gärtopf

Geschenkideen Gärtner Gärtopf

Als Gärtnerin oder Gärtner erntet man manchmal mehr, als man auf einmal essen kann oder will. Da ist es doch super schön, wenn man diese Überschüsse haltbar macht und im Winter auch noch etwas davon hat.

Deswegen mein Tipp: Verschenk doch einen Gärtopf. Darin lässt sich nicht nur Weißkohl in Sauerkraut verwandeln – mit einem Gärtopf kann man auch so gut wie jedes andere Gemüse für den Winter haltbar machen.

Für Anfänger empfehle ich kleinere Modelle, zum Beispiel meinen absoluten Lieblingstopf in einem hübschen Pastellblau:

Kostenpunkt: 23 € | hier kaufen

Idee #5: Eine sebstgemachte Richtschnur

Geschenkideen Gärtner Richtschnur basteln Geschenkideen Gärtner Richtschnur basteln

Eine Richtschnur hilft dabei, Gemüse in Reihen auszusäen und zu pflanzen. Und das Beste: So eine Richtschnur kannst du schnell und einfach selbst basteln und verschenken. Alles, was du brauchst, sind zwei etwa 30 cm lange Stöcke mit einem Durchmesser von ca. 3 cm und eine Schnur. Die Stöcke am jeweils unteren Ende anspitzen, oben eine Kerbe ins Holz schnitzen und die Enden der Schnur an den Kerben festbinden. Fertig!

Kostenpunkt: unter 1 €

Idee #6: Eine Papiertopf-Presse

Mit einer Papiertopf-Presse kann man Pflanztöpfe aus altem Zeitungspapier herstellen. So kann man auf Plastiktöpfchen komplett verzichten! Eine tolle Geschenkidee für umweltbewusste Gärtnerinnen und Gärtner.

Kostenpunkt: 12,49 € | hier kaufen

Idee #7: Eine Auszeit verschenken

Nach der harten Gartenarbeit muss man schon mal die Seele baumeln lassen. Und wo geht das besser, als in einer gemütlichen Hängematte? Diese Fairtrade-Hängematte kann man zwischen zwei Bäumen aufhängen – zusammen mit einem Glas kühler Limonade… Perfekt!

Kostenpunkt: 89,80 | hier kaufen

Idee #8: Ein verlässlicher Leitfaden durch die Gartensaison

Geschenkideen für Gärtner Buch

Eins meiner absolut liebsten Gartenbücher: Selbstversorgung aus Biogärten von Andera Heistinger und der Arche Noah. Dieses Buch enthält alles, was man als Biogärtner wissen muss – klar verständlich und spannend zu lesen.

Wenn du mehr wissen willst, kannst du dir hier meine ausführliche Rezension anschauen.

Das Buch ist relativ teuer, aber für das Geld bekommt man auch einiges geboten: 465 Seiten geballtes Gartenwissen und tolle Bilder verpackt in einem knapp 2 kg schweren Wälzer. ;)

Kostenpunkt: 40 € | hier kaufen

Idee # 9: Ein Sonnenglas

Ein Sonnenglas ist eine Glaslaterne, die tagsüber von der Sonne aufgeladen wird und nachts wunderschön leuchtet. Sonnengläser werden unter Fairtrade-Bedingungen in Afrika gefertigt – eine tolle Möglichkeit, nicht nur die beschenkte Person glücklich zu machen, sondern auch die Menschen zu unterstützen, die das Sonnenglas hergestellt haben.

Kostenpunkt: 29,99 € | hier kaufen

Idee #10: Eine Doppelgrabegabel

Geschenkideen Gärtner Werkzeug

Doppelgrabegabeln sind ziemlich teuer, ich weiß, aber ich kann gar nicht anders, als die Doppelgrabegabel hier mitaufzuführen. Diese Grabegabel ist das beste Werkzeug, das ich in meinem Garten je benutzt habe.

Gerade wenn man darauf verzichten möchte, seine Gartenbeete umzugraben, ist es super wichtig, den Boden tiefgründig zu lockern und zu belüften. Mit einer Doppelgrabegabel kann man auch größere Flächen sehr schnell bearbeiten und schont dabei nicht nur all die wunderbaren Bodenlebewesen, sondern auch den eigenen Rücken.

Ich bin so begeistert von meiner Doppelgrabegabel, dass ich demnächst unbedingt mal einen eigenen Artikel darüber schreiben muss.

Es gibt bisher leider nur wenige Anbieter von Doppelgrabegabeln und die sind öfters mal ausverkauft, aber zumindest zu dem Zeitpunkt, an dem ich diesen Artikel schreibe, gibt es hier noch welche zu kaufen:

Kostenpunkt: 75 bis 150 € | hier kaufen

Geschenkidee #11: Mithilfe im Garten

Die schönsten Geschenke sind meiner Meinung nach gemeinsame Erlebnisse. Und im Garten gibt es immer was zu tun. Statt einem materiellen Geschenk kannst du also auch einfach deine tatkräftige Mithilfe beim Gartenhäuschenbauen, Beeteanlegen oder einfach nur beim Unkrautrupfen verschenken.

Kostenpunkt: 0 €

Hast du noch mehr Geschenkideen für Gärtnerinnen und Gärtner? Dann lass doch einen Kommentar da! Über was würdest du dich freuen und was verschenkst du an deine Gartenfreunde?

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du über einen der Links einkaufst. Du zahlst deswegen natürlich keinen Cent extra, es ist aber eine tolle Möglichkeit, wie du meinen Blog unterstützen kannst. Danke dafür!

Gemüsegarten gestalten Ideen

Gemüsegarten gestalten: 9 Ideen für einen hübschen Garten

Du willst deinen Gemüsegarten aufhübschen und schöner gestalten? Dann kommt hier die passende Inspiration! Ich habe 9 Ideen auf Instagram gesammelt, die ich abslout klasse finde und die sich (fast alle) ohne großen Aufwand und teure Anschaffungen in jedem Gemüsegarten umsetzen lassen:

Gemüsegarten gestalten: Hier sind 9 Ideen für einen hübschen Garten. Gartengestaltung kann auch einfach sein! #Garten #Gemüsegarten #Wurzelwerk #Gartenideen

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Gemüsegarten gestalten: 9 Ideen, die du schnell und einfach umsetzen kannst

Der Eingang

Ich lieeebe Gartentörchen, am allerbesten mit Bogen. Das hat einfach was, oder? Selbst so ein einfacher Bogen wie dieser macht richtig war her und ist ruck-zuck aufgebaut. An dem Bogen kannst du Bohnen, Gurken oder Wicken emporwachsen lassen.

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🇩🇪Der Garten gerät allmählich zu einer grünen Hölle! Letztes Wochenende konnte ich noch durch die Pfade laufen, jetzt wird mir der Weg durch die Zucchini versperrt 🙈. 🇬🇧My garden turns slowly into a green hell! Last weekend I could pass the paths, but now the courgettes block my way 🙈. #bauerngarten #gardenlove #meingarten #gartenliebe #vegetableplot #vegetablelove #gardendesign #instagarten #gardenersworld #mygarden #gardenlove #happygardener #instagarden #growyourown #thehappygardeninglife #sonnenblume #outinthegreen #vegetablegarden #gardenlove #ilovegardening #vegetablebed #instagardenlover #hydrovegan #gärten #sonnenblumenliebe #blumenbeet #gardensofinstagram #selbstversorger #selfsufficient

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Rankgerüste

Rankgerüste sehen nicht nur toll aus, sie helfen auch beim Platzsparen, wenn du einen sehr kleinen Garten hast. Das einfachste Rankgerüst, mit dem du deinen Gemüsegarten gestalten kannst, sind drei lange Stöcke, die du oben zusammenbindest und zu einem Tipi aufstellst. Das verleiht dem Garten Höhe und sieht super schön aus.

Und wenn du Lust hast, ein bisschen mehr zu basteln, lacht dich ja vielleicht eine dieser Ideen an:

Beetumrandung

Eine Beetumrandung ist nicht nur toll, um Unkraut davon abzuhalten, deine Beete einzunehmen. Klare Konturen geben einem Garten auch Struktur und alles wirkt gleich viel ordentlicher.

Wir verwenden gerne Steine, um unsere Beete einzufassen, oder bauen niedrige Kisten aus Holz. Mit ein bisschen Fantasie lässt sich aber fast alles in eine Beeteinfassung verwandeln. Sehr hübsch, aber aufwändig, wenn man es selbermacht, sind zum Beispiel diese Mini-Zäune aus Weiden- oder Haselruten:

Bluuumen!

Bis vor Kurzem habe ich es absolut nicht eingesehen, dass ich wertvolle Gartenfläche für etwas “verschwenden” soll, dass man nicht essen kann. Blumen? Können die Nachbarn anbauen! Bei mir wachsen nur sinnvolle Pflanzen. ;)

Aber Blumen sind einfach super schön und so ein paar Farbtupfer machen im Garten richtig was her. Von den positiven Wirkungen auf die Bienen ganz zu schweigen. Außerdem gibt es ja sehrwohl Blumen, die man essen kann und die jeden Salat aufpeppen. Cosmeen zum Beispiel, Kapuzinerkresse oder Löwenmäulchen.

Ich will, dass du am Ball bleibst!

Wusstest du, dass ich nicht nur Blogartikel schreibe, sondern auch einen Newsletter? Ich möchte dir helfen, dein eigenes Obst und Gemüse anzubauen. So viele Leute träumen davon, einen Gemüsegarten zu bewirtschaften und sich (zumindest ein Stückweit) vom eigenen Land selbstzuversorgen.

Das Problem:

Die wenigsten setzen diese Träume auch in die Tat um. Und da komme ich ins Spiel. Ich möchte dir zeigen, dass Selbstversorgung auch einfach geht – und dir zeigen, wie.

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Gartentagebuch anlegen

Das wichtigste Werkzeug im Gemüsegarten!

Ein Gartentagebuch anzulegen, mag vielleicht altmodisch sein – aber glaub mir: Ein Buch, in dem du Jahr für Jahr Aufzeichnungen über deinen Garten sammelst, ist mehr wert als jedes Gartenbuch.

Dein Gartentagebuch hilft dir zum Beispiel bei der Anbauplanung im nächsten Jahr: Wenn du zurückschaust und wissen willst, welche Aussaattermine besonders gut waren – und wann der eigene Salat doch mal wieder ausgegangen ist und man ein, zwei Chargen mehr hätte aussäen können.

Du wirst jedes Jar (jeden Tag!) neue Erfahrungen sammeln und es lohnt sich, die festzuhalten. Und wenn du einen Fehler gemacht hast, schreib ihn auch auf. So verhinderst du, dass dir das Gleiche nochmal passiert. :)

Ich führe mein Gartentagebuch seit ich mit dem Gärtnern angefangen habe. Und ich bin überzeugt, dass ich dadurch eine viel steilere Lernkurve hingelegt habe als es ohne Gartentagebuch der Fall gewesen wäre.

Deswegen möchte ich heute meine Gartentagebuch-Strategie mit dir teilen. Ich erzähle dir, was ich warum aufschreibe und gebe dir eine Vorlage, die du für dein Gartentagebuch verwenden kannst.

Das wichtigste Werkzeug im Gemüsegarten ist weder der Spaten noch die Gieskanne. Wenn du wirklich erfolgreich Obst und Gemüse anbauen möchtest solltest du eine Sache...

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Gartentagebuch anlegen

Mein Gartentagebuch ist nach Monaten unterteilt. Wenn der Monat wechselt, lege ich also eine neue Seite an, auf der ich nach und nach die Aufzeichnungen eintrage. So finde ich es am übersichtlichsten. Die unterschiedlichen Punkte, die ich festhalte, sind:

Was ich gesät habe

Hier trage ich jedes Mal, wenn ich etwas gesät habe, das Datum, die Fläche und die jeweilige Pflanze ein. Diese Informationen gekoppelt mit dem Ernte-Bericht, den ich verfasse, helfen mir bei der Anbauplanung im nächsten Jahr ungemein.

So kann ich meine Aussaatzeitpunkte jedes Jahr verbessern und eine möglichst kontinuierliche Versorgung mit Gemüse erreichen. Oder die Flächengröße ändern, wenn ich merke, dass wir von einem Gemüse zu viel oder zu wenig geerntet haben.

Was ich gepflanzt habe

Ähnliches Prinzip wie beim Säen, nur dass es hier um Jungpflanzen geht, die rausgepflanzt werden. Auch beim Pflanzen schreibe ich mir das Datum und die bepflanzte Fläche immer mit auf.

Ernte

Manche Selbstversorger wiegen ja das gesamte Gemüse, das sie ernten, um herauszufinden, wie gut der Ertrag war. Mir wäre das viel zu kompliziert. Ich schreibe stattdessen alle Obst- und Gemüsearten auf, die wir im jeweiligen Monat geerntet haben und notiere mir daneben entweder ein…

  • “–“, wenn die Ernte sehr knapp ausgefallen ist
  • “-“, wenn wir ein bisschen zu wenig geerntet haben
  • “o”, wenn es genau gereicht hat, um unseren Bedarf zu decken
  • “+”, wenn wir Überschüsse hatten und
  • “++”, wenn wir viel zu viel geerntet haben und deutlich weniger hätten anbauen können.

Ein “H” hinter der jeweiligen Obst- oder Gemüseart zeigt mir an, dass ich in diesem Monat eine Haltbarmach-Session eingelegt und einen Teil der Ernte für den Winter haltbar gemacht habe. Einen großen Teil der Ernte plane ich nämlich von Vorneherein zum Haltbarmachen ein. Wenn du mehr wissen willst: Hier spreche ich darüber, wie wir uns auch im Winter selbstversorgen.

Weil ich mir ja aufschreibe, wann ich was aussäe und wie groß die Anbaufläche für die jeweilige Gemüseart ist, kann ich meinen Anbauplan so immer weiter perfektionieren. Und diese Aufzeichnungen zu machen, kostet mich keine Viertelstunde am Ende jeden Monats.

Sortentipps

Wenn wir eine neue Sorte anbauen, die besonders lecker oder krankheitsresistent oder uns anderswie überzeugt, notiere ich mir das auch. Dann kann ich sichergehen, dass ich nicht vergesse, diese Sorte im nächsten Jahr auch wieder anzubauen.

Probleme

Unter „Probleme“ halte ich alles fest, was im jeweiligen Monat nicht gut geklappt bzw. Ärger bereitet hat. Das können Schädlinge sein, Pflanzenkrankheiten oder auch die heftige Trockenheit dieses Jahr. Wenn ich eine Lösung für ein Problem gefunden habe, schreibe ich die natürlich auch auf.

In diesem Feld halte ich auch Verbesserungsvorschläge fest, die mir beim Gärtnern in den Sinn kommen.

Erfolge

Wenn etwas gut läuft, solltest du das natürlich öfter so machen, und die Chancen, dass du dich im nächsten Jahr noch daran erinnerst, steigen signifikant, wenn du das Ganze aufschreibst. ;)

Jetzt bist du dran!

Das sieht vermutlich auf den ersten Blick nach viel Arbeit aus, aber mir ist es das wert. Mein Gartentagebuch ist das allerwichtigste Gartenwerkzeug, das ich je benutzt habe, und die Aufzeichnungen, die ich mir über die Jahre gemacht habe, sind wie ein kleiner Schatz, der jedes Jahr um wertvolle Erfahrungen wächst.

Kein Gartenbuch kann deine eigenen Erfahrungen ersetzen, die du in deiner Situation auf deinem eigenen Stückchen Land machst.

Selbstversorgung starten

Das ist übrigens auch einer der Tipps, die ich meinen heiß geliebten Emailabonnenten gebe. Meine Selbstversorger-Crew bekommt nämlich über die regulären Blogartikel hinaus regelmäßig Emails mit Tipps rund um die Selbstversorgung aus dem eigenen Garten.

Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn du dich dieser lustigen Truppe anschließt und ich dich als neuestes Mitglied der Selbstversorger-Crew willkommen heißen darf. :)

Als kleines Willkommensgeschenk habe ich den Anfänger-Guide “Selbstversorgung starten“, mit dem ich dir auf deinem Weg in die Selbstversorgung helfen möchte. Trag dich einfach hier ein, dann bekommst du den Guide und viele weitere Tipps bequem per Email zugeschickt:

Führst du auch ein Gartentagebuch? Was schreibst du dir auf? Was sind die wertvollsten Erfahrungen, die du bisher gesammelt hast? Ich freue mich wie immer, in den Kommentaren zu plaudern.

Selbstversorger-Garten planen

Selbstversorger-Garten planen: So erstellst du deinen 4-Jahres-Plan

Selbstversorgung aus dem eigenen Garten – geht das überhaupt? Jaaawohl! Ich halte es für durchaus realistisch, dass du es schaffst, in vier Jahren nur noch selbst angebautes Obst und Gemüse zu essen.

Wie? Das zeige ich dir in diesem Artikel! Lass uns zusammen deinen Selbstversorger-Garten planen!

Selbstversorger-Garten planen: Selbstversorgung aus dem Garten - geht das überhaupt? Und wie! In diesem Artikel zeige ich dir, wie du in vier Jahren nur noch selbst angebautes Obst und Gemüse isst. Wir planen deinen Gemüsegarten! #Gemüsegarten #Selbstversorgung #Wurzelwerk

Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Was brauchst du?

Wenn du dein Obst und Gemüse möglichst selbst anbauen möchtest, solltest du zuerst einmal wissen, wie groß dein danach Bedarf ist. Danach richtet sich dann, wie groß dein Selbstversorger-Garten sein sollte und wovon du wie viel anbaust.

Die einfachste Art, den Bedarf deiner Familie zu bestimmen, ist, für zwei oder drei Monate alle Einkaufszettel zu sammeln. Am Ende kannst du dann zusammenzählen, wie viele Möhren, Äpfel, Salatköpfe usw. ihr verspeist habt – und das auf ein Jahr umlegen.

Wenn man sein Gemüse selbst anbaut, ist man natürlich von den Jahreszeiten abhängig. Erdbeeren gibt’s im Winter zum Beispiel nur in Marmeladenform und frische Tomaten erst frühestens ab Juni. Deswegen:

Pass deine Einkaufsgewohnheiten doch jetzt schon an und kaufe regional und saisonal ein. So hast du ein viel besseres Gefühl dafür, was wann reif ist und wovon du wann wieviel brauchst.

Der richtige Standort

Dann geht es los und du kannst deine ersten Beete anlegen. Als erstes solltest du dir die Zeit nehmen, einen guten Standort für deinen zukünftigen Selbstversorger-Garten auszuwählen. Die wichtigsten Kriterien, um den Standort festzulegen, sind:

  • Nähe zum Haus
  • Sonne
  • guter Boden
  • ebenes Gelände oder leichter Südhang
  • Windschutz

Vielleicht findest du keinen Standort, der alle Kriterien zu 100% erfüllt. Das macht nichts! Mach einfach das Beste aus dem was du hast.

Der allererste Schritt

Als allererstes solltest du dich um das Obst kümmern. Bis ein Baum Früchte trägt, vergehen Jahre. Kennst du den Spruch, in dem es heißt, dass die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, vor 20 Jahren war? So wahr!

Der gleiche Spruch sagt auch, dass die zweitbeste Zeit jetzt ist. Also los, raus mit dir! Je früher du deine Obstbäume pflanzt, desto besser.

Halbstämme tragen früher als Hochstämme, werden aber nicht so alt. Ich würde dir deswegen dazu raten, eine Mischung aus Halb- und Hochstämmen zu pflanzen, am besten immer abwechselnd nebeneinander, um den Platz gut auszunutzen.

Und auch Beerensträucher brauchen zwei, drei Jahre Vorlauf, bevor sie richtig tragen. Die solltest du auch so bald wie möglich pflanzen, dann kannst du bald schon die ersten Früchte ernten.

Selbstversorger-Garten anlegen

Wenn die Bäume in der Erde sind, kannst du dich um deinen Gemüsegarten kümmern. Du kannst zu jeder Jahreszeit neue Beete anlegen. Wir haben schon die verschiedensten Beet-Anlege-Techniken ausprobiert und eine Methode hat sich bei uns sehr bewährt:

Mit dieser Methode kannst du nicht nur sehr schnell und einfach neue Beete anlegen, es wächst hinterher auch viel weniger Unkraut als bei anderen Methoden. Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Selbstversorger-Garten planen

Wie groß soll der Gemüsegarten sein?

Wenn das dein allererstes Gartenjahr ist, würde ich eine Beetfläche von 20 Quadratmetern anpeilen. Schließlich willst du dich nicht gleich überfordern, sondern erstmal ein paar Erfahrungen sammeln.

Auf 20 Quadratmetern kannst du schon einiges anbauen und den Garten dann nach und nach vergrößern, wenn du merkst, dass alles gut läuft.

Selbstversorger-Garten planen: Das erste Jahr

Im ersten Jahr begärtnerst du dann also 20 Quadratmeter. Wenn du dir mehr zutraust – nur zu! An deiner Stelle würde ich im ersten Jahr noch nicht versuchen, jede einzelne Gemüseart anzubauen, die deine Familie isst. Halte dich stattdessen besser an die einfachen Kandidaten, die Fehler verzeihen und auch mit wenig Pflege auskommen.

Welche Gemüsearten das sind? Hier findest du den passenden Artikel:

9 Gemüse, die jeder hinkriegt

Kümmere dich um deine Obstbäume und die Beerensträucher und wässere sie regelmäßig, damit sie gut anwachsen.

Das zweite Jahr

Jetzt kannst du deinen Garten vergrößern. Du hast jetzt schon ein gutes Gefühl für deinen Garten und die damit verbundene Arbeit. Überleg dir, welche Gartengröße du dir zutraust, und leg neue Beete an. Ich würde vorschlagen, dass du die Fläche im zweiten Jahr mindestens verdoppelst, je nachdem, wie groß deine Familie ist.

Du kannst dich jetzt auch an die komplizierteren Kulturen wie Kohl herantasten und versuchen, mehr verschiedene Pflanzen anzubauen. Ich wage zu behaupten, dass du es in diesem Jahr schaffst, dich und deine Familie zumindest den Sommer über weitestgehend mit Gemüse zu versorgen. Und auch die ersten Beeren werdet ihr jetzt ernten können.

Das dritte Jahr

Im dritten Jahr vergrößerst du deinen Selbstversorger-Garten auf seine endgültige Größe. Das ist ein großer Schritt, aber du hast jetzt schon viele Gartenerfahrungen gesammelt und das Zeug, um richtig loszulegen.

Wenn du wissen willst, wie viel Fläche du pro Person einplanen solltest, schau mal hier vorbei.

Versuche, möglichst viel von dem, was ihr braucht, selbst anzubauen, und auch für den Winter vorzusorgen. Entweder in Form von Wintergemüse oder Vorräten, die du einlagerst oder haltbar machst.

Vermutlich wirst du in diesem Jahr noch keine 100 %-ige Selbstversorgung mit Obst und Gemüse erreichen – aber nah drankommen. Und im vierten Jahr perfektionierst du das Ganze.

Selbstversorger-Garten planen

Das vierte Jahr

Jetzt sollten auch die Obstbäume zumindest ein paar Früchte tragen. Wenn ein junger Baum sehr viele Früchte ausbildet, kann es sinnvoll sein, ein paar davon abzunehmen, bevor sie ausreifen. Schließlich soll der Baum seine Kraft jetzt vor allem ins Erwachsenwerden stecken.

Die Beerensträucher tragen mittlerweile gut und der Gemüsegarten wirft eine große Ernte ab, mit der du deine Familie das ganze Jahr über versorgen kannst. Jetzt geht es nur noch darum, zu perfektionieren, welcher Kohlkopf wann wie groß ist oder was du tun musst, damit der Fenchel beim nächsten Mal ein bisschen zarter schmeckt.

Du kennst dein Land und weißt, wann du was aussäst, erntest und konservierst.

Starthilfe in die Selbstversorgung

Ich möchte dir auf deinem Weg in die Selbstversorgung helfen. Deswegen schreibe ich nicht nur Blogartikel, sondern auch Emails mit Tipps zu allem, was das Jahr über im Garten und bei den Tieren anfällt. Mittlerweile haben sich schon über 5000 Gartenfreunde für den Newsletter eingetragen und es ist eine wundervolle Gemeinschaft von Menschen entstanden, die ihr Essen mehr und mehr selbst anbauen möchten.

Mach mit und trag dich kostenlos ein! Und als Willkommensgeschenk bekommst du meinen Anfänger-Guide „Selbstversorgung starten“ noch obendrauf:

Wo stehst du auf dem Weg in die Selbstversorgung? Erzähl mal, wie du deinen Selbstversorger-Garten planen möchtest! Und wenn du Fragen hast: Ab damit in die Kommentare!

Selbstversorger-Garten Fläche

Selbstversorger-Garten: Anlegen, Fläche, Was anbauen?

Heute gibt’s eine Tour durch unseren sommerlichen Selbstversorger-Garten. Ich zeige dir, was wir anbauen, welche Strategien wir beim Gärtnern verfolgen und wie viel Fläche man für die Selbstversorgung mit Obst und Gemüse braucht.

Angehende Selbstversorger aufgepasst: So planst du deinen Selbstversorger-Garten! Wie groß ein Gemüsegarten für die Selbstversorgung sein muss, wie viel Platz Obstbäume brauchen und was du alles anbauen solltest. #Selbstversorger #Garten #Wurzelwerk

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Unser Selbstversorger-Garten

Aufteilung und Beete anlegen

Unser Gemüsegarten besteht hauptsächlich aus einem großen ebenerdigen Beet, das von Wegen unterteilt ist. Dazu kommen drei Hochbeete und ein kleines Hügelbeet. Um die Beete anzulegen, haben wir ganz unterschiedliche Methoden ausprobiert, mit Abstand am besten funktioniert hat diese Methode.

Selbstversrger-Garten

Zugegebenermaßen ist unser Garten zurzeit relativ vernachlässigt. Ich stecke nämlich im Endspurt mit der Arbeit an meinem “Obst und Gemüse haltbar machen”-Onlinekurs und verbringe jede freie Minute mit Videoschneiden, damit der hoffentlich bald fertig ist. :)

Meiner Meinung nach zeichnet es einen guten Garten aber aus, dass er auch bei wenig Pflege eine üppige Ernte abwirft, und das tut unserer definitiv.

Falls du Tipps suchst, wie du deinen Garten pflegeleichter gestalten kannst, um ihn auch mal getrost sich selbst zu überlassen, schau doch hier vorbei.

Was wir anbauen

Wir bauen fast unser gesamtes Obst und Gemüse selbst an. Möhren zum Beispiel, Gurken, Tomaten, Salate, Erbsen, Bohnen, Fenchel, Kürbis, Mais, Zwiebeln, Pastinaken, Mangold, Kohl, verschiedene Beeren, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen – und noch viele andere Obst- und Gemüsearten. Alles, was wir gerne essen eben.

Wenn du gerade erst mit dem Gärtnern anfängst, ist es ratsam, erstmal die “Quasi-Selbstläufer” unter den Gemüsepflanzen anzubauen. Dann kannst du schnell erste Erfolge feiern und dich nach und nach an die anspruchsvolleren Kandidaten herantasten.

Hier findest du einen Artikel über neun Gemüsearten, die jeder “hinkriegt”.

Selbstversorger-Garten Fläche

Eine Realität beim Gärtnern ist, dass nicht alle Kulturen jedes Jahr gleich gut gedeihen. Das liegt allein schon daran, dass sie ganz unterschiedliche Ansprüche an das Wetter haben.

Letztes Jahr konnten wir zum Beispiel kaum Tomaten ernten, weil es wochenlang durchgeregnet hat und eine Tomatenpflanze nach der anderen an Krautfäule eingegangen ist. Für das Blattgemüse war das Wetter perfekt, aber die Tomaten hatten keine Chance.

Und Obst gab’s auch keins, da haben uns die Spätfröste einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Sowas passiert und dann kaufen wir unser Obst und Gemüse natürlich ganz normal im Laden. Kartoffeln bauen wir nicht zu 100 % selbst an und wenn wir Lust auf Bananen oder anderes Obst haben, das wir nicht anbauen können, kaufen wir das natürlich auch. Aber das allermeiste kommt direkt aus dem Garten.

Wie viel Fläche braucht ein Selbstversorger-Garten?

Wir sind zwei Erwachsene und ein Kind, also 2 ½ Personen. Unser Gemüsegarten hat eine Fläche von ungefähr 220 m2, das reicht für uns gut aus. Für die ganzjährige Selbstversorgung mit Gemüse ohne Kartoffeln kann man von 60 bis 80 m2 Flächenbedarf pro Person ausgehen, mit Kartoffeln kommen nochmal ungefähr 90 m2 obendrauf.

Selbstversorger-Garten

Das sind natürlich nur grobe Richtwerte. Je nachdem, wie intensiv du deinen Garten bewirtschaftest, wie gut dein Boden ist und wie viel Gemüse du isst, kann das bei dir auch anders aussehen.

Dazu kommen bei uns nochmal 20 m2 für Beerensträucher und 20 Obst- und Nussbäume, die nochmal eine Fläche von ungefähr 400 m2 einnehmen.

Damit wären wir bei ungefähr 300 m2 pro Person für die Selbstversorgung mit Obst und Gemüse inklusive Kartoffeln. Wenn man Kartoffeln zukauft, sollten 210 m2 für einen Selbstversorger-Garten mit Obstbäumen ausreichen. Wie gesagt, nur als grober Richtwert.

Unsere besten Gartentipps

Es gibt ein paar Dinge, die uns das Gärtnern ungemein erleichtern. Deswegen hier noch ein paar von unseren besten Garten-Tipps:

1. Mulchen!

Der Boden um unsere Pflanzen herum ist immer dick mit organischem Material bedeckt, zum Beispiel Grasschnitt, Hackschnitzeln oder Laub. Der Mulch unterdrückt Unkraut und hält den Boden feucht – bei der Trockenheit dieses Jahr ein richtiger Lebensretter! Außerdem schützt er den Boden vor Erosion und verrottet zu wertvollem Dünger.

Ich probiere gerade Schafwolle als Mulch aus. Die soll Schnecken fernhalten und einen besonders wertvollen Dünger ergeben. Sieht aber schon ein bisschen komisch aus, oder?

Selbstversorger-Garten Tipps

2. Kompost!

Außerdem verwenden wir viel Kompost in unserem Garten, und wenn ich viel sage, meine ich viel.

So gut wie jedes Beet ist mit einer mindestens fünf Zentimeter dicken Schicht schwarzer Komposterde bedeckt. Der Kompost speichert Wasser, belebt den Boden und liefert wichtige Nährstoffe. Gemüsepflanzen lieben es einfach, im Kompost zu stehen und in unseren Beeten tummeln sich die Regenwürmer.

3. Nicht umgraben!

Wir verzichten beim Gärtnern außerdem auf das Umgraben. Wenn man umgräbt, schaufelt man nämlich ein Massengrab für all die Bodenorganismen, die man beim Gärtnern so dringend braucht.

Stattdessen lockern wir unsere Beete vor der Aussaat oder Bepflanzung tief mit einer Grabegabel. Dabei werden die Bodenschichten nicht gemischt, der Boden ist hinterher aber schön locker und durchlüftet, sodass die Pflanzen ihre Wurzeln tief ausstrecken können.

Das schont nicht nur den Boden, sondern auch den Gärtnerrücken. ;)

4. Hühner!

Die Hühner haben wir nicht nur wegen der Eier. Sie sind auch fleißige Gartenhelfer. Sie können Beete anlegen, kompostieren, liefern Dünger und fressen sowohl Schnecken als auch Wühlmäuse.

Seit wir die Hühner haben, haben sich unsere Schneckenprobleme in Luft aufgelöst, obwohl die Hühner nur den Rasen beweiden und nicht in die Beete dürfen. Wenn du Platz für und Lust auf Hühner hast, kann ich dir nur raten, dir so bald wie möglich welche anzuschaffen. :)

Selbstversorgergarten Ernte

Starthilfe in die Selbstversorgung

Wusstest du, dass ich noch viel lieber Emails schreibe als Blogartikel? Deswegen: Werde doch Teil der Selbstversorger-Crew und trag dich für meinen Newsletter ein! Dort bekommst du regelmäßig Tipps zu allem, was im Selbstversorger-Jahr gerade ansteht.

Ich würde mich riesig freuen, dich als neues Crew-Mitglied zu begrüßen! Deswegen habe ich ein kleines Willkommensgeschenk erstellt: den Anfänger-Guide “Selbstversorgung starten”, ein PDF mit Tipps für deinen Weg in die Selbstversorgung.

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Was wächst dieses Jahr in deinem Garten? Welche Fläche begärtnerst du? Hast du noch mehr Selbstversorger-Garten-Tipps? Dann teile sie in den Kommentaren!


Gemüse haltbar machen Anleitung

Die genialste Art, Gemüse haltbar zu machen

Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der die Gemüsegärten explodieren und man mehr erntet, als man essen kann oder mag. Da wäre es doch schön, auch im Winter noch etwas davon zu haben und einen Teil des Gemüses haltbar zu machen. Genau deswegen möchte ich dir jetzt eine geniale Konservierungsmethode vorstellen, die heutzutage kaum noch jemand beherrscht: das Fermentieren.

Beim Fermentieren macht man sich kleine Bakterien zunutze, die natürlicherweise auf dem Gemüse vorkommen: die Milchsäurebakterien. Mit ihrer Hilfe kann man das Gemüse mindestens sechs Monate aufbewahren, teilweise sogar bis zu zwei Jahre.

Früher war die Fermentation die gängigste Art, um Gemüse haltbar zu machen, und das völlig zurecht. Fermentieren ist super einfach, wenn man den Dreh einmal raushat, kommt ohne teures Zubehör und Schnickschnack aus und funktioniert sogar ganz ohne Strom oder elektrische Kühlung.

Und das Beste:

Bei allen anderen Konservierungsmethoden gehen Inhaltsstoffe und Vitamine verloren. Ob das jetzt Einkochen ist, Einfrieren, Dörren, Einlegen oder Einlagern. Beim Fermentieren bleiben die Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe aber nicht nur erhalten, das Gemüse enthält nach dem Fermentieren sogar noch mehr Vitamine.

Dazu kommt, dass die Milchsäurebakterien richtige kleine Verdauungs-Booster sind. Wenn du deine Fermente roh isst, nimmst du massenhaft Probiotika zu dir. Sozusagen selbstgemachtes Superfood. ;)

Mit Aufkommen der Konservenindustrie ist die Fermentation leider immer weiter in Vergessenheit geraten. Heutzutage kennen die meisten Menschen Fermente nur noch von Sauerkraut und Salzgurken.

Was viele nicht wissen:

Man kann auch so gut wie jedes andere Gemüse fermentieren. Zucchini, Möhren, Tomaten, Kürbis – ALLES! Da gibt es jenseits von Sauerkraut und Salzgurken ein ganzes Geschmacks-Universum, von dem die meisten Menschen keinen blassen Schimmer mehr haben.

Ich bin absolut dafür, dass wir die Kunst des Fermentierens neu aufblühen lassen und uns diese Fähigkeiten wieder aneignen. Deswegen kommt hier eine Hommage an die wohl genialste Art, Gemüse haltbar zu machen.

Die genialste Art, Gemüse haltbar zu machen: Bei dieser Methode bleiben die Inhaltsstoffe erhalten, du brauchst kein teures Zubehr kaufen und das Gemüse ist am Ende sogar noch gesunder als vorher. Neugierig? Wäre ich an deiner Stelle auch. ;) Klick auf den Pin, um zum Artikel zu kommen. #Wurzelwerk #Gemüsegarten #Haltbarmachen

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Gemüse haltbar machen: 11 Gründe, warum Fermentieren absolut klasse ist!

1. Der Geschmack

Du kannst das Gemüse zusammen mit allen Kräutern und Gewürzen fermentieren, die dir in den Sinn kommen. Fermentierte Möhren mit Ingwer sind zum Beispiel wahnsinnig gut. Oder selbstgemachter Kimchi, mmmh! Beim Fermentieren kannst du so gut wie nichts falsch machen – ich fand selbst meine wagemutigsten Experimente immer saulecker.

2. Auch im Winter regional essen

Regional ist erste Wahl, oder? ;) Als wir noch keinen eigenen Garten hatten, habe ich im Sommer massenhaft regionales Gemüse auf dem Markt gekauft und es zuhause haltbar gemacht. So hatten wir auch im Winter noch regionale Tomaten im Vorratsschrank. Weil das Gemüse in der Hauptsaison günstiger ist, haben wir nebenbei auch noch eine ganze Menge Geld gespart.

Am besten finde ich aber, dass ich dadurch so wahnsinnig viel übers Haltbarmachen gelernt habe und mir die verschiedensten Methoden aneignen konnte. Selbst wenn du (noch) keinen eigenen Garten hast: Lass dich davon nicht aufhalten und probier es einfach mit gekauftem Gemüse.

3. Fermentierte Gemüse sind vorverdaut

Die Milchsäurebakterien machen sich während des Fermentationsprozesses über dein Gemüse her und verdauen es für dich vor. Was sich erstmal irgendwie ekelig anhört, ist eigentlich eine tolle Sache. Dadurch ist das Gemüse nämlich viel besser bekömmlich und kann sehr gut vom Darm verwertet werden.

4. Das Gemüse bleibt knackig

Du kannst die Konsistenz des Gemüses ziemlich gut über die Größe der Gemüsestücke, die du fermentierst, steuern. Je größer die Stücke, desto fester bleibt das Gemüse. Wenn du also möchtest, dass das Gemüse schön knackig bleibt, fermentierst du einfach möglichst große Stücke und falls du es eher weich magst, zerkleinerst du es vorher.

5. Noch mehr Vitamine!

Wie ich schon erzählt habe, bleiben die Vitamine beim Fermentieren nicht nur erhalten, sie vermehren sich auch noch. Die Milchsäurebakterien produzieren nämlich Vitamine, um untereinander zu kommunizieren. Biofilm Quorum Sensing nennt sich das. Abgefahren, oder?

Kein Wunder, dass schon die alten Seefahrer immer ein paar Fässer Sauerkraut an Bord hatten. Der hohe Vitamingehalt hat sie vor der Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut geschützt.

6. Noch mehr Mineralstoffe!

Nicht nur die Vitamine, auch die Mineralstoffe sind ein großer Pluspunkt. Sauerkraut enthält super viel Calcium, Magnesium und Kalium und auch Spurenelemente wie Eisen oder Zink.

7. Kein Extra-Zubehör, kein Schnickschnack

Um zu fermentieren, musst du dir keinen teuren Gärtopf und sonstiges Zubehör anschaffen. Das Tomatensauceglas von gestern Abend tut’s genauso. Und statt mit einem Krauthobel kannst du deine Kohlköpfe auch auf einer normalen Küchenreibe reiben – oder sie mit einem Messer in schmale Streifen schneiden.

Zum Fermentieren brauchst du keinen teuren Schnickschnack. Du kannst gleich loslegen mit dem, was du zuhause hast.

8. Eine Zutatenliste, die ihren Namen eigentlich gar nicht verdient

Die Zutatenliste beim Fermentieren ist unglaublich kurz. Gemüse und Salz – und je nach Geschmack noch ein paar Gewürze. Einfacher geht’s nicht.

9. Das gibt es nirgends zu kaufen

Diese Geschmacksvielfalt gibt es in keinem Supermarkt und die gesundheitlichen Pluspunkte erst recht nicht. Das Sauerkraut, das du im Laden bekommst, wird nach dem Fermentieren abgekocht. All die tollen Bakterien sind also längst tot und der Gesundheitsaspekt fällt fast vollständig weg. Da hilft nur eins: Selbermachen. :)

10. Die Haltbarkeit

Korrekt fermentiertes Gemüse wird nicht schlecht, nur saurer. Irgendwann ist es dann so sauer, dass man es nicht mehr essen will, aber bis dahin können unter Umständen zwei Jahre vergehen. Nach sechs Monaten sind die meisten Gemüse noch sehr, sehr lecker, selbst nach acht oder zehn Monaten noch. Fermentieren ist also eine tolle Möglichkeit, sich den ganzen Winter hindurch mit Gemüse zu versorgen, bis der Garten im Frühsommer wieder genug abwirft.

11. Einfach und sicher

Solange man ein paar Grundregeln beachtet, ist Fermentieren wahnsinnig sicher. Und es ist so simpel! Wenn du es einmal drauf hast, kannst du JEDES Gemüse haltbar machen, das dir unter die Finger kommt, und brauchst dafür noch nicht mal ein Rezept. Du kannst deiner Kreativität beim Fermentieren absolut freien Lauf lassen. Solange du dich an die Grundregeln hältst, kann nichts schiefgehen.

Falls du jetzt ganz scharf auf’s Fermentieren bist und wissen willst, wie zum Henker das denn jetzt eigentlich funktioniert:

Hier findest du eine Schritt für Schritt-Anleitung zum Fermentieren.

Wenn du schon ein bisschen Erfahrung mit dem Fermentieren gesammelt hast und dir eine grobe Übersicht ausreicht, kannst du dich gerne für meine Fermentieren-Checkliste eintragen. Zusätzlich zur Checkliste bekommst du dann noch viele weitere Tipps zum Haltbarmachen von Obst und Gemüse per Email zugeschickt.

Trag dich einfach hier ein:

Hast du dich schonmal ans Fermentieren herangewagt? Was hast du fermentiert und wie hat es geschmeckt? Und falls du noch nie fermentiert hast: Konnte ich dich überzeugen, das mal auszuprobieren? Was ist deine Lieblingsmethode, um Gemüse haltbar zu machen?

Marmelade einkochen Rezept

Marmelade einkochen: Rezept mit vier einfachen Schritten

Marmelade einkochen ist super einfach und selbst gemachte Marmelade schmeckt IMMER viel besser als gekaufte. Egal, ob du die Himbeer-Schwemme aus dem Garten oder eine Steige Erdbeeren vom Wochenmarkt einkochen willst – der grundliegende Prozess ist bei allen Marmeladesorten gleich. Deswegen kommt hier ein Grundrezept für alle, die dieses Jahr ihre eigene Marmelade einkochen wollen.

Marmelade einkochen: Mit diesem einen Rezept kannst du hunderte Marmeladensorten einmachen. Klick auf den Pin, um zur Schritt für Schritt-Anleitung zu kommen! #Einkochen #Wurzelwerk #Marmelade

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Marmelade einkochen Basis-Rezept

1. Früchte sortieren und waschen

Zum Einkochen darf man nur frische, unbeschädigte Früchte verwenden. Deswegen als erstes angedetschte, gärende oder schimmelnde Früchte aussortieren. Kleine braune Stellen kann man einfach abschneiden, ansonsten solltest du aber sichergehen, dass das Obst in einem guten Zustand ist.

Danach die Früchte waschen und weiter geht’s.

2. Gläser auskochen

Hygiene ist das A und O beim Einkochen. Deswegen müssen alle Utensilien, die mit der Marmelade in Berührung kommen, gut gespült und anschließend abgekocht werden. Das sind zum Beispiel die Gläser, Deckel und Einkochringe oder die Schöpfkelle und der Trichter, mit der man die Marmelade in die Gläser füllt.

Ich fülle die Gläser mit kochendem Wasser und koche Deckel und Ringe fünf Minuten lang mit einem Schuss Essig im Kochwasser auf dem Herd aus. Meiner Erfahrung nach reicht es, wenn man die Kelle und den Trichter nur kurz mit kochendem Wasser übergießt. Nach fünf Minuten kann man das heiße Wasser wieder aus den Gläsern ausgießen.

3. Marmelade kochen

Dann wird die Marmelade gekocht, und zwar am besten leckere Marmelade. ;) Ich befolge beim Marmelade-Einkochen selten Rezepte, sondern probiere rum, bis sie schmeckt. Das Verhältnis von Früchten zu Gelierzucker sollte zwischen 1:1 und 2:1 liegen. Bei einem geringeren Zuckergehalt wird die Marmelade relativ schnell schlecht und muss nach dem Einfüllen in die Gläser deswegen nochmal für 30 Minuten im Wasserbad eingekocht werden.

Natürlich kannst du auch mit Gewürzen experimentieren, Chili zum Beispiel, Vanille oder Zimt. Und je nachdem, welche Konsistenz du am liebsten magst, kannst du die Marmelade auch pürieren.

4. Heiß abfüllen

Wenn du mit Geschmack und Konsistenz zufrieden bist, füllst du die Marmelade kochend heiß in die Gläser ein. Dabei muss die Marmelade wirklich brodelnd heiß sein, damit sich später auch ein Vakuum im Glas bildet. Nach dem Einfüllen musst du das Glas sofort verschließen. Bei Einkochgläsern kommen jetzt auch die Klammern dran, die den Deckel fixieren, für Schraubgläser brauchst du natürlich keine Klammern.

Wenn du ganz sicher gehen willst, kannst du die Gläser jetzt für zehn Minuten im Wasserbad einkochen. Normalerweise ist das aber nicht nötig. Marmelade ist ja eine der Einkoch-Ausnahmen, die sich auch halten, wenn man sie „nur“ heiß in saubere Gläser einfüllt. Bei mir hat das heiße Einfüllen für Marmelade bisher immer gereicht und es ist nie ein Glas schlecht geworden, dieser Schritt ist also absolut optional.

Anschließend die Gläser auf einem Tuch abkühlen lassen. Bei Schraubgläsern sollten in den nächsten Stunden alle Deckel „ploppen“ und in der Mitte nach unten gewölbt sein.

Sobald die Gläser abgekühlt sind, kannst du die Klammern abnehmen, das Vakuum hält die Deckel jetzt verschlossen. Wenn die Deckel fest auf den Einkochgläsern sitzen, war das Einmachen erfolgreich. Falls sich kein Vakuum gebildet hat, kannst du die Marmelade in den ersten Tagen trotzdem noch bedenkenlos essen – einfach in den Kühlschrank damit.

Soo, das war es schon, mein Marmelade-Einkochen-Rezept. So schwer ist das gar nicht. :) Wenn du neben Marmelade auch andere Lebensmittel einkochen willst, findest du hier eine Anleitung:

Einkochen für Anfänger – Die Schritt für Schritt-Anleitung

Wenn du magst, lad dir doch meine Einkoch-Checkliste herunter, da sind alle Schritte nochmal übersichtlich aufgelistet, sodass deiner selbstgemachten Marmelade nichts mehr im Weg steht. :)

Du kannst dich hier für die Checkliste und noch mehr Einkochtipps eintragen:

Hast du schonmal Marmelade eingekocht? Irgendwelche Tipps, die in meinem Rezept noch fehlen? Dann ab damit in die Kommentare!