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Einmachen Einkochen Anleitung

9 Einkoch-Mythen, die du kennen solltest

Einkochen, einmachen, einwecken, wie auch immer man es nennen mag – ich bin süchtig danach, Essen in Gläser zu stopfen und die dann in meinen Vorratsschränken aufzureihen. So ein voll gefüllter Vorratsschrank hat schon etwas unglaublich Ästhetisches, oder? Sommer in Gläsern… :)

Das Einkochen ist eine tolle Möglichkeit, Obst und Gemüse aus dem Garten haltbarzumachen. Manchmal höre oder lese ich aber Sachen über`s Einkochen, die mir die Haare zu Berge stehen lassen. Es kursieren ein paar ziemlich hartnäckige Gerüchte zum Thema Einkochen, die schlichtweg falsch und teilweise sogar gefährlich sind.

Deswegen kommt hier die Abrechnung. ;) Hier sind neun Einkoch-Mythen, die du kennen solltest:

Einkochen, einmachen, einwecken... Wie auch immer man es nennen mag: Es gibt einiges zu beachten. Hier sind 9 hartnäckige Einkoch-Mythen, die du auf jeden Fall kennen solltest. Und eine Anleitung mit Rezept, wie es richtig geht. :) So kannst du Obst, Gemüse und Fleisch selbst einkochen und dir deinen Selbstverosorger-Vorrat für den Winter anlegen. #Einkochen #Selbstversorgung #Wurzelwerk #Selbstversorger

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1. Einkochen im Backofen ist sicher

Nein, leider nicht. Im Backofen lässt sich die Temperatur nie so genau steuern wie im Einkochtopf. Die Hitze im Backofen ist außerdem trocken und dringt damit nur langsam in die Gläser ein. Deswegen kann man nicht sagen, ob das Innere des Glases auch wirklich lang genug die Temperatur gehabt hat, die zum sicheren Einkochen nötig ist.

Einkochgläser sind nicht für trockene Hitze gemacht, die Gummis werden spröde und die Gläser bekommen schnell eine hässliche Patina. Ich habe auch schon mit dem Einkochen im Backofen herumexperimentiert und, ja, das kann funktionieren. Aber sicheres Einkochen sieht anders aus. Es gibt keinen Grund, die eigene Gesundheit zu riskieren, wenn es andere sichere und einfache Methoden gibt. Vom Backofen lass lieber die Finger.

2. Alles, was man im Laden als Konserve kaufen kann, kann man auch zuhause einkochen

Stimmt nicht. Es gibt Lebensmittel, die unter Bedingungen konserviert werden müssen, die man zuhause gar nicht erfüllen kann. Nudelsuppe zum Beispiel oder pürierten Gemüse-Babybrei. Es sind zwar nur wenige Ausnahmen, aber es gibt durchaus Sachen, die man nicht selbst einkochen kann.

3. Im Glas ist ein Vakuum, also ist alles sicher eingekocht

Beim Einkochen dehnt sich die Luft im Glas aus und strömt nach draußen. Der Deckel funktioniert dabei wie ein Ventil und lässt beim Abkühlen keine Luft von außen zurück ins Glas. So entsteht ein Vakuum und der Deckel sitzt fest auf dem Glas.

Zum sicheren Einkochen muss der Glasinhalt aber auch sterilisiert werden. Als ich das erste Mal Gemüse eingekocht habe, kannte ich „einkochen“ nur von meiner Großmutter, die heiße Marmelade in Gläser gefüllt und sie schnell verschlossen hatte. Dass das überhaupt kein Einkochen ist, wusste ich nicht.

Also habe ich meine Möhren genauso behandelt wie meine Großmutter früher die Marmelade. Und natürlich hat sich auch ein Vakuum gebildet. Aber das Ganze war nicht sterilisiert und nach drei Tagen sind die Deckel wieder aufgeploppt, weil die Möhren angefangen haben zu gären.

Erst später habe ich dann erfahren, dass man alles, was nicht sehr viel Zucker oder Säure enthält, im Glas kochen muss, um es haltbarzumachen. Das Vakuum alleine sagt noch nichts darüber aus, ob etwas sicher eingekocht ist oder nicht. Man muss es auch gescheit sterilisieren und die Einkochzeiten dabei genau einhalten.

4. Gläser müssen nach dem Einfüllen auf den Kopf gestellt werden

Dieser Tipp stammt aus einer Zeit, in der die Hygienebedingungen in der Küche noch eher dürftig waren. Das heiße Einkochgut sollte im umgedrehtem Glas den Deckel sterilisieren und Keime abtöten. Durch das Umdrehen schließen die Gläser manchmal aber nicht richtig bzw. baut sich manchmal kein starkes Vakuum auf. Deswegen ist es viel sinnvoller, die Deckel vor dem Einmachen abzukochen, dann sind sie nämlich schon steril.

Ich koche meine Deckel mindestens fünf Minuten lang und gebe dabei einen Schuss Apfelessig ins Kochwasser. Im Grunde ist das vorherige Abkochen nocht nicht mal wirklich nötig, wenn man richtig einkocht und nicht nur heiß einfüllt, weil das gesamte Glas beim Einkochen durcherhitzt und sterilisiert wird. Ich mache es trotzdem, um sicher zu gehen. Aber umdrehen muss man seine Gläser nicht, das ist wirklich veraltet.

5. Die Gummiringe schmiert man am besten mit Paraffin ein

Es geht das Gerücht um, dass die Deckel besser schließen, wenn man die Gummiringe mit Paraffin einschmiert. Mach das nicht! Das ist nicht nur unnötig, sondern sogar gefährlich. Das Paraffin kann nämlich verhindern, dass sich in den Gläsern ein Vakuum bildet, und das gesamte Einkochgut ist verloren. Die Ringe müssen weder gefettet noch sonst wie behandelt werden. Du kannst sie einfach so verwenden, wie sie sind.

Einkochen einmachen Anleitung

6. Die Klammern darf man nicht abnehmen

Das sehe ich sooo oft: Einkochgläser, die mit Klammern im Schrank stehen.

Alle Gläser, die keinen Schraubdeckel haben, zum Beispiel die Weck-Gläser, verschließt man beim Einkochen mit Klammern. Die halten die Deckel fest auf den Gläsern, lassen die heiße Luft aber nach außen entweichen.

Beim Abkühlen bildet sich dann der Unterdruck und der Deckel hält auch ohne Klammern. Die Deckel sitzen dann wirklich fest, man kann die Gläser am Deckel packen und hochheben. Außer der Inhalt des Glases verdirbt. Dann bilden sich Fäulnisgase, die das Vakuum aufheben.

Deswegen ist ein fest sitzender Deckel der beste Indikator dafür, ob der Inhalt des Glases genießbar ist oder nicht.

Wenn man die Klammern an den Gläsern lässt, fällt dieser Indikator aber weg. Dann kann sich der Deckel nicht lösen und man merkt nicht, dass der Inhalt schlecht geworden ist. Solche Gläser können sogar explodieren.

Also: Sobald das Glas abgekühlt ist, die Klammern abmachen!

7. Bügelgläser sind Einkochgläser

Aus dem gleichen Grund sollte man auch keine Bügelgläser zum Einkochen verwenden. Der Bügel funktioniert wie eine Klammer und drückt den Deckel permanent auf das Glas. Beim Öffnen kann man dann nicht sicher sagen, ob das Eingekochte noch gut ist.

Wenn man die grundlegenden Einkoch-Regeln beachtet, verdirbt zwar nur sehr selten etwas. Trotzdem schmeckt das Essen gleich viel besser, wenn man sicher sagen kann, dass es nicht verfault ist.

Stattdessen kann man in Bügelgläsern aber wunderbar Lebensmittel wie Trockenbohnen oder Getreide aufbewahren. Das sieht auch noch richtig hübsch aus!

8. Man braucht viel Equipment, um einzukochen

Einkochtopf, Einkochautomat, Einsätze, Thermometer, Einkochgläser mit Ringen und Klammern, Stäbchen, Glasheber… Man kann einen ordentlichen Batzen Geld für Einkoch-Zubehör ausgeben, aber man muss nicht.

Ich wage sogar zu behaupten, dass du alles, was du zum Einkochen benötigst, schon im Haus hast. Mit Ausnahme vielleicht von einem Glasheber, die Dinger sind wirklich praktisch, wenn man sich nicht die Finger verbrennen will. Und ein Thermometer braucht man zum Einkochen auch auf jeden Fall.

Aber alles Andere lässt sich wunderbar zweckentfremden.

Statt Einmach-Gläsern kannst du die gebrauchten Twist-Off-Gläser aus dem Supermarkt verwenden, zum Beispiel alte Senf- oder Marmeladengläser. Die sind zwar nicht ganz so stabil wie „richtige“ Einkochgläser und es heißt immer, dass sie beim Einkochen kaputtgehen können. Mir ist das aber noch nie passiert. Wenn du gerade erst mit dem Einmachen anfängst und nicht so viel Geld ausgeben willst, ist es das Risiko denke ich wert.

Einkochen einmachen Schraubgläser

Und statt einen Einkochtopf oder Automaten zu kaufen, kannst du auch jeden anderen großen Topf verwenden und den Deckel schräg auf das Thermometer legen. Das ist zwar etwas improvisiert, aber es funktioniert. Und gerade, wenn du gerade erst mit dem Einkochen anfängst, kannst du so erstmal schauen, ob dir das alles überhaupt Spaß macht, bevor du Geld für etwas ausgibst, was letztendlich nur in der Ecke verstaubt.

9. Einkochen ist gefährlich

Trotz allem ist Einkochen einfach und macht unglaublich viel Spaß. Das Einkochen ist sogar eine der sichersten Haltbarmach-Methoden. Sollte doch mal ein Glas verderben (was so gut wie nie passiert), erkennt man das vorher am abgelösten Deckel und würde es gar nicht erst essen. Man muss sich halt an die Regeln halten und seine rebellische Ader, zumindest was das Einmachen betrifft, ein wenig zügeln. Dann ist Einkochen ein ganz wunderbares Hobby und eine tolle Möglichkeit, auch im Winter noch etwas von der eigenen Ernte zu haben. :)

Anleitung zum Einkochen

Übrigens: Falls du eine Anleitung zum sicheren Einkochen suchst: Hier ist eine. Ich will schließlich nicht nur herummosern, was man beim Einmachen alles falsch machen kann, sondern dir vor allem dabei helfen, es richtig zu machen. Lass dich nicht abschrecken, das ist ganz einfach! :)

Hast du schonmal eingekocht? Fallen dir noch mehr typische Fehler ein oder hast du Ergänzungen zu dem, was ich geschrieben habe? Was möchtest du dieses Jahr alles einkochen? Schreib mir gerne einen Kommentar!

Bücher Ziegen halten Ziegenhaltung

Vier tolle Bücher über Ziegenhaltung

Kein Blogartikel oder Ziegenforum kann ein gutes Buch über Ziegenhaltung ersetzen. Wenn du überlegst, Ziegen zu halten, gibt es nur einen großen Fehler, den du machen kannst: Nicht zu wissen, was auf dich zukommt. Ziegen sind schließlich nicht ganz unkompliziert. ;)

Aber auch später ist es gut, ein Nachschlagewerk zu haben, auf das man sich verlassen kann. Wenn eine Ziege krank wird zum Beispiel, oder falls Fragen aufkommen, zu denen man die Meinung von einem wirklichen Experten hören will. (Und nicht von einer komischen Ziegentussi aus dem Internet.)

Ich gebe es zu, ich bin ein richtiger Nerd, was Ziegenbücher angeht. Ich habe so ziemlich jedes deutschsprachige Ziegenbuch gelesen. Viele Bücher sind sich sehr ähnlich, aber es gibt ein paar, die ich besonders toll bzw. wichtig finde. Sozusagen die Crème de la crème der Ziegenbücher, und die mag ich gerne vorstellen:

Ziegenhaltung: Diese vier Bücher sollte jeder Ziegenhalter kennen. Vom Ziegenstall über Gehege, Weide und Krankheiten - Ziegen halten ist nicht ganz unkompliziert. Mit diesen vier Büchern kannst du dich aber bestens auf deine gehörnten Freunde vorbereiten. #Ziegen #Wurzelwerk #Selbstversorger

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Ziegen artgerecht und natürlich halten

Ziegenhaltung Buch Ziegen halten

Ein Buch, das ich dir wirklich empfehle, ist Ziegen artgerecht und natürlich halten von Nina Brörkens. Es deckt alles ab, was man wissen muss, um Ziegen gerecht zu werden: das Wesen der Ziege, die unterschiedlichen Rassen, alles für eine artgerechte Haltung, Zucht, Ziegenkrankheiten und die Ziegenprodukte Milch, Fleisch und Felle. Dabei ist alles so nett geschrieben, dass das Lesen richtig Spaß macht.

Manche Ziegenbücher sind unnötig kompliziert und man kann nicht einmal ablesen, wie viel Heu man seiner Ziege geben soll, ohne einen Taschenrechner zu bemühen. Dieses Buch ist ganz anders. Alles ist klar und verständlich ausgedrückt und voller Tipps, die man sofort umsetzen kann.

Wenn du ein allgemeines Buch zum Thema Ziegenhaltung suchst, bist du mit Ziegen artgerecht und natürlich halten super gut aufgestellt.

Ziegen – treue Freunde mit Köpfchen

Ziegenhaltung Buch Ziegen halten

Mein absolutes Lieblingsbuch ist aber ein anderes. Nämlich Ziegen – Treue Freunde mit Köpfchen von Ann-Marie Hagenkötter.

Es richtet sich – anders als Ziegen artgerecht und natürlich halten – nicht primär an Leute, die ihre Ziegen essen oder melken wollen, sondern an Ziegenliebhaber. Nicht dass sich das ausschließen würde, aber um Milch und Fleisch geht es in Ziegen – Treue Freunde mit Köpfchen überhaupt nicht. Es geht um den liebe- und respektvollen Umgang mit Ziegen, um Beschäftigungsmöglichkeiten, Packziegen und Ziegenerziehung.

Sprich alles, was einen Ziegenherz wie meins höher schlagen lässt. Hach, das Buch ist so toll! :)

Diese Themen werden in keinem anderen Buch, das ich kenne, angesprochen. Deswegen ist es eine super Ergänzung für jede Ziegenliebhaber-Bibliothek.

Farbatlas Ziegenkrankheiten

Ziegen halten Buch Ziegenhaltung

Ich hatte in meiner Ziegen-Karriere schon über 20 Tierärzte und nur einer von ihnen hat sich wirklich mit Ziegen ausgekannt. Die meisten Tierärzte sind auf Hunde, Katzen und Meerschweinchen, manchmal vielleicht auch Pferde oder Schweine spezialisiert, aber von Ziegenkrankheiten haben sie oft wenig Ahnung.

Ich bin es schon gewohnt, dass ich meine Diagnosen selbst stellen und selber recherchieren muss, wie man am besten vorgeht.

Deswegen finde ich den Farbatlas Schaf- und Ziegenkrankheiten so klasse. Der Farbatlas ist nach Krankheitssymptomen gegliedert, sodass man anhand dieser auf die Krankheit schließen kann. Durch die Einteilung nach Symptomen kann man auch als Laie ziemlich gut herausfinden, was einer Ziege fehlt, und das macht das Buch so toll. Bei anderen Bücher über Ziegenkrankheiten braucht man gefühlt ein Tiermedizinstudium, um sich zurechtzufinden, aber in diesem Buch findet man sich sehr intuitiv zurecht.

Der Farbatlas hat schon mehreren meiner Ziegen das Leben gerettet. In meinen Augen ist dieses Buch ein absolutes Must-Have für jeden, der Ziegen hält.

Ziegen und Schafe natürlich heilen

Ziegen natürlich heilen Buch Ziegenhaltung

Ich behandele meine Ziegen wann immer es geht mit natürlichen und ganzheitlichen Heilmitteln. Deswegen nützen mir die (konventionellen) Behandlungsvorschläge, die der Farbatlas gibt, oft nicht viel. Zur Diagnose ist der Farbatlas super, aber um zu wissen, wie es danach weitergeht, benutze ich ein anderes Buch, und zwar Schafe und Ziegen natürlich heilen.

Wenn du Ziegenkrankheiten auf natürliche und ganzheitliche Weise heilen möchtest, kommst du um dieses Buch nicht herum. Es ist ein Schatz an Erfahrungen und Tipps, die einem in Notsituationen weiterhelfen. Natürlich ersetzt dieses Buch keinen Tierarzt und wenn es hart auf hart kommt, bekommen meine Ziegen auch chemische Medikamente. Aber wenn es sich vermeiden lässt, kann man auch mit natürlichen Mitteln viel ausrichten.

Leider wissen sich die meisten Tierärzte nicht anders als mit der Chemiekeule zu helfen. Wenn du wie ich nach Alternativen dazu suchst, musst du dich vermutlich also wieder selbst schlau machen, und da ist es gut, ein Buch wie Ziegen und Schafe natürlich heilen zur Hand zu haben.

Nebenbei was Gutes tun!

Wie du vielleicht weißt, verlinke ich meine Buch-Empfehlungen (wann immer es geht) zu Buch7, einer tollen Alternative zu Online-Giganten wie Amazon. Buch7 spendet 75 % des Gewinns an soziale, kulturelle und ökologische Projekte, ziemlich toll, oder? Neben der Spende kannst du so auch meinen Blog unterstützen und ermöglichst es mir, noch viele weitere Ziegen-Artikel zu schreiben.

Zwei der Bücher habe ich leider nur bei Amazon gefunden, aber soweit ich weiß, kann man die auch in jeder lokalen Buchhandlung bestellen.

Ziegen glücklich machen

Nein, das ist kein weiterer Buchtipp, sondern eine Einladung, dich in meinen kostenlosen Mini-Kurs „Ziegen glücklich machen“ einzutragen. Über fünf Tage bekommst du täglich Tipps, wie du deinen Ziegen etwas Gutes tun kannst.

Wenn du Lust hast, trag dich hier kostenlos ein:

Hast du noch mehr Tipps zu Ziegenbüchern, die du absolut klasse findest? Oder kennst du eines der Bücher, die ich vorgestellt habe? Dann verrat mir doch, was du davon hältst! Und falls du eine Frage zu einem der Bücher hast, schreib sie gerne in die Kommentare.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich einen kleinen Betrag für jedes Buch bekomme, das über diese Links verkauft wird. Natürlich zahlst du deswegen keinen Cent extra, es ist aber eine Möglichkeit, wie du diesen Blog unterstützen kannst. Danke dafür!

43 Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen, die auch im Schatten wachsen

In einem schattigen Gemüsegarten ist man, was die Wahl der Pflanzen angeht, erstmal eingeschränkt. Die beliebtesten Gemüsepflanzen – Tomaten, Gurken, Zucchini – sind allesamt auf die volle Sonnendröhnung angewiesen.

Es gibt aber einige Kandidaten, denen Schatten nichts ausmacht, im Gegenteil! Viele Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen wachsen in einem schattigen Beet sogar besser als in der prallen Sonne. Wenn du einen schattigen Garten hast, kannst du – mit der richtigen Pflanzenwahl – also trotzdem eine Menge Kräuter, Obst und Gemüse anbauen.

Und damit du weiß, welche, kommt hier eine Liste mit 43 Pflanzen, die auch im Schatten wachsen:

Gemüse anbauen kann man auch im Schatten: Diese 43 Pflanzen werfen auch im Schatten eine dicke Ernte ab. Und Tipps zu allem, was man im Schattengarten beachten muss, gibt's auch noch. :) #Gemüsegarten #Wurzelwerk

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Kräuter für Schattenbeete

Die klassischen mediterranen Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Co. wachsen im Schatten zwar nicht gut – dafür gibt es aber eine ganze Reihe anderer Kräuter, mit denen du dir ein hübsches Kräuterbeet zusammenstellen kannst:

  • Schnittlauch (Halbschatten)
  • Oregano (Halbschatten)
  • Pimpinelle (Halbschatten)
  • Dill (Halbschatten)
  • Minze (Halbschatten)
  • Petersilie (Halbschatten)
  • Sauerampfer (Halbschatten)
  • Bärlauch (Halbschatten)
  • Kerbel (Halbschatten)
  • Weinraute (Schatten)
  • Waldmeister (Schatten)
  • Zitronenmelisse (Schatten)
  • Brunnenkresse (Schatten)

Obst, das auch im Schatten wächst

Als erstes wären da die verschiedenen Waldbeeren. Weil ihr natürlicher Standort schattig ist, gedeihen sie auch an einem schattigen Flecken im Garten wunderbar:

  • Walderdbeeren
  • Himbeeren
  • Brombeeren
  • Johannisbeeren
  • Heidelbeeren
  • Stachelbeeren

Auch Rhabarber (der ja eigentlich ein Gemüse ist) kommt ohne viel Sonne aus.

Wenn du Obstbäume pflanzen möchtest, sind Schattenmorellen die beste Wahl – das erkennt man ja schon am Namen. Und im Sommer gibt’s dann Schwarzwälder Kirschtorte mit Sauerkirschen aus dem eigenen Garten. :)

Übrigens: Wenn du mehr selbst anbauen möchtest, hol dir doch meinen kostenlosen Anfänger-Guide Selbstversorgung starten. Dort erfährst du zum Beispiel, wie du einen Selbstversorgergarten anlegst, wie groß er sein sollte und wie du dich auch mit Eiern, Milch oder Fleisch selbstversorgst.

Mittlerweile haben sich den Anfänger-Guide schon mehr als 3500 Leute heruntergeladen und ich habe tolles Feedback bekommen. Ich bin mir sicher, dass der Guide dir auf deinem Weg auch weiterhelfen kann.

Trag dich hier ein, dann bekommst du Selbstversorgung starten kostenlos per Mail zugeschickt:

Gemüse, das im Schatten wächst

Fruchtgemüse wie Tomaten oder Paprika wird man ihm Schatten zwar weniger anbauen, es gibt aber einige Gemüsearten, die im Halbschatten sogar besser wachsen als in der prallen Sonne. Salat zum Beispiel ist im Sommer für ein wenig Schatten sehr dankbar und neigt dann auch weniger zum Schießen. Kohlköpfe werden im Schatten größer und Blumenkohl schmeckt besser, wenn er im Schatten wächst.

Die Liste für Gemüse, das auch im Halbschatten wächst, ist ziemlich lang:

  • Weißkohl
  • Mangold
  • Rote Bete
  • Kohlrabi
  • Radieschen
  • Salat
  • Feldsalat
  • Spinat
  • Buschbohnen
  • Rübstiel
  • Grünkohl
  • Asia-Salate
  • Broccoli
  • Blumenkohl
  • Ruccola
  • Erbsen
  • Lauch
  • Zwiebeln
  • Möhren
  • Pastinaken
  • Rettich
  • Rosenkohl
  • Knoblauch

Gemüse, das auch im Schatten gedeiht

Falls du in deinem Garten nur wenig Sonne hast, kann das also auch von Vorteil sein. Nur im Vollschatten würde ich kein Gemüse anbauen, höchstens Pilze oder vielleicht ein bisschen Feldsalat.

Gemüse, das im Schatten wächst, sollte man etwas weiter säen oder pflanzen, damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig beschatten. Außerdem wachsen Pflanzen, die wenig Licht und Wärme bekommen, langsamer – sie benötigen also auch weniger Wasser und Dünger. Wenn du das beachtest, sollte deinem Schattengarten nichts mehr im Weg stehen. :-)

Falls du eine Anleitung brauchst, wie du Beete schnell und einfach anlegen kannst, schau mal hier vorbei. Ansonsten wünsche ich dir ganz viel Spaß mit deinem diesjährigen Garten!

Hast du schonmal Gemüse im Schatten angebaut? Vielleicht hast du ja noch mehr Tipps für Pflanzen, die Schatten gut vertragen. Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren!

Hühner halten für Anfänger: Hühner im Garten

Hühner halten für Anfänger – Passen Hühner zu deinem Alltag?

Bevor wir unsere ersten Hühner gekauft haben, haben wir lange überlegt, ob sie die richtigen Tiere für uns sind. Besonders mein Freund war skeptisch. Jeden Morgen die Stalltür öffnen! Und abends müssten wir pünktlich bei Sonnenuntergang wieder zuhause sein, um sie zu schließen. Wir waren uns nicht sicher, ob die Einschränkungen und Verpflichtungen, die die Hühnerhaltung mit sich bringt, es wert wären.

Wenn du diesen Artikel liest, geht es dir vermutlich genauso. Vielleicht spielst du mit dem Gedanken, Hühner zu halten, bist dir aber unsicher, ob sie zu dir und deinem Alltag passen.

Wir haben uns nach langem Hin und Her dazu entschieden, es einfach zu probieren. Und siehe da: Mein anfangs so skeptischer Freund ist noch viel begeisterter von ihnen als ich. Für uns war es definitiv die richtige Entscheidung. Aber das muss nicht für jeden so sein. Hühner zu halten ist zwar super einfach, aber es verändert definitiv den eigenen Lebensrhythmus.

Und damit du einschätzen kannst, was auf dich zukommt, ist hier ein Erfahrungsbericht mit allem, was man tagtäglich erledigen und beachten muss, wenn man Hühner hält:

Hühner halten für Anfänger: Passen Hühner zu dir und deinem Alltag? Wie viel Arbeit macht es, Hühner im Garten zu halten? Wie kriegt man Hühnerhaltung und Vollzeitjob unter einen Hut? Antworten gibt's in diesem Artikel. #Hühner #Wurzelwerk

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Hühner sind lecker

Das finden leider auch eine Menge anderer Tiere: Hunde, Füchse, Marder, Waschbären, Habichte… So ziemlich jedes Tier da draußen hat es auf deine Hühner abgesehen und wird vor allem nachts versuchen, an sie heranzukommen. Womit wir wieder bei der Sache mit der Hühnerklappe wären. Um die Hühner vor Raubtieren zu beschützen, muss man sie nämlich nachts in einen sicheren Stall sperren.

Und wehe, wenn man das vergisst.

Dann ist es gut möglich, dass man am nächsten Morgen ein regelrechtes Blutbad vorfindet. Wenn beispielsweise ein Marder in den Hühnerstall eindringt, hört er erst auf zu töten, wenn er auch das letzte Huhn erwischt hat.

Die Hühnerklappe muss also wirklich jeden Abend pünktlich bei Anbruch der Dunkelheit geschlossen werden. Nur ganz wenige Rassen, zum Beispiel Buschhühner, kommen ohne Stall aus. Sie können gut fliegen und verbringen die Nacht hoch oben in den Kronen der Bäume, wo sie vor den meisten Räubern geschützt sind. Alle „normalen“ Hühner sind aber absolut abhängig davon, dass wir sie vor Raubtieren beschützen, und das bedeutet: morgens und abends Klappe öffnen bzw. schließen.

Das war für uns, wie gesagt, der größte Minuspunkt. Seit wir Hühner haben, sehe ich das aber anders:

Morgen- und Abendroutine

Der Morgen ist die schönste Zeit des Tages. Es hat etwas Friedliches, nach dem Aufstehen für ein paar Minuten in den Garten zu gehen. Es ist ein sehr schöner Start in den Tag, wenn man hört, wie die Hühner voller Vorfreude gackern, sobald sie einen kommen hören. Und zu beobachten, wie sie aufgeregt über die Wiese stürmen und sich auf den Komposthaufen stürzen. Oder abends leise mit ihnen zu reden, wenn sie schon alle auf ihren Stangen sitzen. Sie antworten dann mit einem zarten, fast liebevollen Gurren.

Ich hätte nicht gedacht, dass sich der größte Minuspunkt zum größten Pluspunkt entwickeln würde, aber wir haben uns schnell an die täglichen Arbeiten gewöhnt. Und es macht viel mehr Spaß als erwartet. Wir haben schnell gemerkt, dass unsere Sorgen unnötig waren. Wir haben nämlich einen kleinen Sohn, der pünktlich um 18 Uhr hundemüde ins Bett fällt. Was bedeutet, dass ohnehin mindestens einer von uns bei Anbruch der Dunkelheit zuhause ist, selbst im Winter.

Von daher war es für uns letztendlich gar keine große Einschränkung, als die Hühner eingezogen sind.

Was, wenn ich erst spät abends heimkomme?

Aber vielleicht ist das bei dir anders. Wenn du erst spät am Abend nachhause kommst und trotzdem unbedingt Hühner halten willst, gibt es aber ein paar Möglichkeiten. Bestimmt hast du schonmal von automatischen Hühnerklappen gehört. So eine Hühnerklappe öffnet und schließt den Stall entweder zu einer bestimmten Uhrzeit oder sie orientiert sich an der auf- und untergehenden Sonne.

Was eine automatische Hühnerklappe allerdings nicht kann, ist, nachzuzählen, ob auch wirklich alle Hühner im Stall sind. Manchmal kann es vorkommen, dass einzelne Hühner noch draußen unterwegs sind, wenn die Türe zugeht, und dann ausgesperrt werden.

Deswegen würde ich mich auf eine automatische Hühnerklappe nur in Kombination mit einem Elektrozaun verlassen. Diese elektrischen Geflügelnetze halten Raubtiere ziemlich effektiv davon ab, in die Hühnerweide einzudringen. Ich habe schon ein paar Mal vergessen, die Stalltür zu schließen (Asche auf mein Haupt!), aber bisher ist nie etwas passiert, obwohl hier einige Füchse, Marder und Waschbären unterwegs sind. Das schreibe ich definitiv dem Elektrozaun zu.

Wenn es also ein Huhn nicht in den Stall geschafft haben sollte, ist es immer noch relativ sicher, solange du einen Elektrozaun benutzt, auf dem ordentlich Saft ist. Trotzdem solltest du jeden Abend nach den Hühnern schauen, in den Stall leuchten und sicherheitshalber nachzählen, ob die Truppe vollständig ist. Wenn ein Fuchs wirklich will, kommt er nämlich locker über einen Elektrozaun.

Ein Geflügelnetz ist zwar eine gute Sicherheitsmaßnahme, aber längst kein Freifahrtschein, die Hühner zu vernachlässigen.

Hühner halten für Anfänger: Elektrozaun Geflügelnetz

Nachmittags die Eier einsammeln?

Am besten wäre es sogar, wenn du deinen Hühnern zusätzlich zur Morgen- und Abendroutine auch mittags oder nachmittags einen Besuch abstattest. Hühner legen ihre Eier meistens morgens bzw. am Vormittag. Das bedeutet, dass man beim Öffnen der Klappe oft noch keine Eier im Nest findet. Es ist aber gut, die Eier rasch nachdem sie gelegt wurden, einzusammeln. Dann können die Hühner sie nicht kaputt machen oder auf die Idee kommen, sie zu fressen. Wenn die Hühner einmal auf den Geschmack kommen, ist es nämlich sehr schwer, ihnen das Eierfressen wieder abzugewöhnen.

Normalerweise lassen die Hühner ihre Eier aber in Ruhe und es ist nicht tragisch, wenn man sie erst abends aus dem Nest holt. Ich versuche trotzdem, nachmittags noch einmal nach den Hühnern zu schauen, vor allem, um sie zu füttern.

Unsere Hühner suchen sich nämlich eine gute Portion ihres Futters selbst. Damit sie einen größeren Anreiz dazu haben, bekommen sie morgens nur eine kleine Portion Futter, den Rest gibt’s erst am Nachmittag. Nur an Tagen, an denen ich nachmittags unterwegs bin, bekommen sie morgens die ganze Portion.

Futter und Wasser

Das Füttern an sich ist unkompliziert. Unsere Hühner ernähren sich zu einem großen Teil von unserem Biomüll und dem, was sie auf dem Kompost und im Garten finden. Wusstest du, dass Gras bis zu 20 % der Hühnerernährung ausmachen kann?

Wir sammeln den Tag über Küchenabfälle und Essensreste in einer Schüssel in der Küche. So gut wie alles, was nicht zu salzig, fettig oder süß ist, können die Hühner fressen. Wenn ich abends die Klappe zumache, stelle ich ihnen diese Schüssel in den Stall. Dann haben sie morgens, wenn sie noch eingesperrt sind, schon etwas zu fressen. Das normale Körnerfutter bekommen sie wie gesagt erst nachmittags.

Wasser kann man in eine automatische Tränke füllen. Wenn man die etwas erhöht auf einen Stein stellt, bleibt das Wasser tagelang sauber. Generell gilt aber, dass man es wechseln sollte, sobald man es selbst nicht mehr trinken würde.

Hühner halten für Anfänger im Garten: Huhn und Tränke aus Metall

Wöchentliche Aufgaben

Hygiene ist super wichtig, wenn man Hühner hält. In einem schmutzigen Stall werden die Eier dreckig und die Hühner krank. Für uns reicht es, einmal in der Woche auszumisten, und das dauert keine fünf Minuten. Wir haben aber auch nur einen kleinen Stall mit sechs Hennen.

Außerdem muss man den Stall und die Hühner regelmäßig auf Milben untersuchen. Ungefähr einmal die Woche schaue ich auch, ob Nager oder Raubtiere sich am Stall oder am Zaun zu schaffen gemacht haben. Und dann versetze ich noch jede Woche den Elektrozaun, damit die Hühner frisches Gras bekommen.

Alle wöchentlichen Arbeiten dauern zusammen ungefähr eine halbe Stunde.

Fazit

Insgesamt brauchen die Hühner nicht mehr als eine halbe Stunde Zuwendung am Tag – in der Regel sogar deutlich weniger. Ich verbringe trotzdem viel mehr Zeit bei ihnen, einfach, weil sie so unglaublich komisch und süß sind. Wenn du dich dazu entscheidest, Hühner zu halten, wirst du sicher auch eine Menge Spaß mit ihnen haben.

Und die Eier! Von klein und weiß über mittelgroß und cremefarben oder schokobraun und riesengroß ist alles dabei. Und die schmecken ungelogen viel besser als gekaufte!

Selbst wenn du erst spät nachhause kommst: Hühnerhaltung und Vollzeitjob sind zwar keine ideale Kombination, aber vereinbaren lässt sich das auf jeden Fall.

Wenn du viel verreist, brauchst du nette Nachbarn, die sich in der Zeit um die Hühner kümmern. Es ist aber nicht schwer, Hühnersitter zu finden, schließlich bezahlen die Hühner sie während deines Urlaubs mit frischen Eiern.

An deiner Stelle würde ich es (gut vorbereitet) einfach ausprobieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du es später bereust. :)

Wie sehen deine Hühnerpläne denn aus? Hast du schon irgendwelche Rassen ins Auge gefasst? Wie viele Hühner sollen es werden? Lass mir gerne einen Kommentar da und erzähl mal, was du so vorhast!

Buch für Selbstversorger: Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten

Möglichkeiten zur Selbstversorgung – das komplette Basiswissen

Als wir unseren ersten Garten angelegt haben, hatten wir keine Ahnung von dem, was wir taten. Wir haben herumprobiert – viele Fehler gemacht (nicht, dass wir jetzt keine mehr machen würden, aber es werden mit der Zeit weniger ;) ) – und manchmal kam es mir so vor, als würde nichts so funktionieren, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Und ich bekomme jeden Tag Emails von Menschen, denen es genauso geht. Da steckt man all die Arbeit (und Liebe!) in einen Garten und am Ende wächst nichts.

Wahnsinnig frustrierend, oder? Ich weiß genau, wie das ist…

Aber das muss gar nicht sein. Seitdem wir strukturierter und mit mehr Plan an die Sache herangehen, funktioniert es nämlich erstaunlich gut. Der Garten macht kaum noch Arbeit und platzt im Sommer regelmäßig aus allen Nähten. Das Wissen dafür haben wir uns nach und nach aus verschiedenen Büchern und Blogs zusammengeklaubt und mir ist mittlerweile klar, dass Knowhow der Schlüssel zum Erfolg ist.

Ich fand es aber gar nicht so einfach, gute und anfängerfreundliche Informationen zum Thema Gemüsegarten und Selbstversorgung zu finden. Klar, im Internet findet man so ziemlich alles. Aber ich habe schnell gemerkt, dass es schwierig ist, wenn man Informationen befolgt, die man aus so vielen unterschiedlichen Quellen zusammengesammelt hat. Erstens widersprechen sie sich häufig und zweitens ist mindestens die Hälfte davon ist absoluter Müll.

Gestern habe ich mir zum Beispiel ein PDF zum Thema Bodenverbesserung von einem sehr erfolgreichen englischsprachigen Blog heruntergeladen. Und was steht drin? Dass man keinen Kompost ausbringen soll, weil der Boden sonst austrocknen würde. Bitte was?!

Ich fand es jedenfalls sehr schwer, gute Informationen zu finden, und hätte mir einen Leitfaden gewünscht, dem ich vertrauen und folgen kann.

Warum ich überhaupt davon anfange?

Weil ich genau diesen Leitfaden gefunden habe. Ich habe das Buch gefunden, das ich mir in unseren Selbstversorger-Anfängen immer gewünscht habe, und das will ich unbedingt mit euch teilen. Dieses Buch hätte mir gerade in der Anfangszeit so weitergeholfen!

Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten

Die Rede ist von Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten von Andrea Heistinger und der Arche Noah. Michael vom Experiment Selbstversorgung hat mir vor ein paar Monaten davon vorgeschwärmt, und wenn er auf seinem Blog ein Buch empfiehlt, ist es allermeistens verdammt gut. Ich hatte vorher schon einige Bücher von Andrea Heistinger gelesen und war jedes Mal begeistert. Mir war sofort klar, dass ich das Buch einfach haben musste. ;)

Als es dann angekommen ist, hatte ich eigentlich überhaupt keine Zeit, es zu lesen. In der Uni standen Klausuren an und dann waren da noch ein paar andere Projekte, die unbedingt erledigt werden wollten.

Eigentlich…

Aber ich konnte nicht anders. In einem mehrstündigen Marathon habe ich die Hälfte des Buches in mich aufgesogen – und das will was heißen, das Buch umfasst nämlich an die 500 Seiten.

Michael hat nicht übertrieben, es ist wirklich sehr gut. Mit Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten hat Andrea Heistinger ein Buch geschrieben, das ich wahrscheinlich noch in zwanzig Jahren aus dem Regal ziehen werde, um Sachen nachzuschlagen oder einfach ein bisschen zu schmökern.

Selbstversorger = Einsiedler!?

Das Buch beginnt mit einem theoretischen Teil, der sich mit der alten bäuerlichen Landwirtschaft genauso befasst wie mit der modernen Selbstversorgung. Super spannend! Vor allem, weil Andrea Heistinger mit dem Klischee aufräumt, Selbstversorgung würde bedeuten, dass man sich als Einsiedler irgendwohin zurückzieht, wo man vom Rest der Gesellschaft abgeschottet versauert.

Ein guter Teil des Buches dreht sich nämlich um gemeinschaftliche Möglichkeiten der Selbstversorgung, sei es in einer CSA (solidarischen Landwirtschaft), auf einem Selbsterntefeld oder einem Gemeinschaftsgarten. Selbstversorgung geht nur mit einem eigenen großen Garten? Von wegen! Im Kapitel „Gemeinsam anbauen“ findet man viele Ideen, wie man auch ohne Garten und mitten in der Stadt mehr Ernährungssouveränität erlangen kann.

Gemüsegarten-Grundlagen

In dem Buch steht einfach alles, was man wissen muss, wenn man Obst und Gemüse anbauen will. Vom Anlegen eines Gartens über die Pflege bis zur Ernte, Verarbeitung und Lagerung ist alles ausführlich und gut verständlich erklärt. In den Pflanzenportraits zu den einzelnen Gemüsearten habe ich einige Tipps gefunden, die ich noch gar nicht kannte und dieses Jahr unbedingt ausprobieren will.

Besonders gut finde ich die Tabellen, mit denen man den eigenen Flächenbedarf berechnen kann oder aus denen man ablesen kann, von welchen Gemüsearten man wie viel anbauen sollte. Sehr praktisch, wenn man gerade über seinem Anbauplan grübelt. ;)

Abgerundet wird das Buch von einem Kapitel über Hühner- und Bienenhaltung und einem Kalender mit Aussaat- und Ernteterminen und den Arbeiten, die im jeweiligen Monat anfallen.

Das fand ich blöd!

Mich hat ein wenig stutzig gemacht, dass die Autorin selbst (zumindest zurzeit) gar keine Selbstversorgung betreibt. Ich weiß zwar, dass Andrea Heistinger sich mit Gemüse super gut auskennt. Und offensichtlich ist sie trotzdem in der Lage, eins der besten Selbstversorgerbücher zu schreiben, die mir bisher unter die Finger gekommen sind. Aber das war ein Punkt, der mir etwas unauthentisch vorgekommen ist.

Außerdem sollte man wissen, dass es in allererster Linie ein Gartenbuch ist. Ich weiß, das macht der Titel ziemlich deutlich, aber ich will es trotzdem nochmal erwähnen. Hühner- und Bienenhaltung werden zwar angerissen, aber die Kapitel sind sehr kurz und geben höchstens einen groben Überblick. Andere Aspekte der Selbstversorgung wie die Erzeugung von Milch oder Fleisch werden in dem Buch nicht behandelt.

Aber als Gartenbuch ist es einfach super. Ein Nachschlagewerk mit geballten Infos zum Thema Selbstversorgung. Eine Selbstversorger-Bibel, in der alles drinsteht, was man wissen muss, wenn man sich mit Obst und Gemüse selbstversorgen will, praxisorientiert und fundiert. Wenn ich mir nur ein Buch zum Thema Gemüsegarten anlegen würde, wäre es definitiv dieses.

Nebenbei was Gutes tun

Falls du glaubst, das Buch könnte dir weiterhelfen, und es gerne kaufen möchtest, habe ich eine große Bitte an dich:

Es gibt einen Buchversand namens buch7, der 75 % des Gewinns an soziale, kulturelle und ökologische Projekte spendet. Das ist endlich mal eine gute Alternative zu Online-Giganten wie Amazon!

Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, weißt du wahrscheinlich, wie toll ich buch7 finde und dass ich neuerdings ein buch 7-Partner bin, juhu! Das bedeutet, dass du mit deinem Einkauf bei buch7 neben der Spende auch diesen Blog unterstützt und es mir ermöglichst, noch mehr Artikel zu veröffentlichen.

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Dankeschön! :)

Falls du noch Fragen zu dem Buch hast, schreib mir gerne einen Kommentar! Oder kennst du das Buch schon? Dann würde ich mich freuen, zu hören, wie du es findest. Und falls du noch mehr Tipps für richtig gute Gartenbücher hast, immer her damit! Ich bin unersättlich. ;)

Fruchtfolge Gemüsegarten Starkzehrer Mittelzehrer Schwachzehrer

Fruchtfolge planen im Gemüsegarten – Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer

Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge ist die Voraussetzung für einen gesunden Boden und einen ertragreichen Gemüsegarten. Wenn in einem Beet Jahr für Jahr die gleichen Gemüsepflanzen stehen, wird der Boden sehr einseitig beansprucht und ausgelaugt.

Auch Krankheiten und Schädlinge können dann zum Problem werden. Die sind nämlich meistens auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Wenn immer wieder genau diese Pflanze im Beet steht, tischt man ihnen geradezu ein Buffet auf, an dem sie sich ungehindert bedienen können.

Fruchtfolge planen im Gemüsegarten: Hier kommt eine Liste zu Starkzehrern, Mittelzehrern und Schwachzehrern und eine Anleitung, wie du die Fruchtfolge für deinen Garten planen kannst. #Garten #Wurzelwerk.Net

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Fruchtfolge planen

Deswegen ist es so wichtig, dass man das Ganze auflockert – und da kommt die Fruchtfolge ins Spiel. Man baut also nicht jedes Jahr die gleichen Pflanzen auf derselben Stelle an, sondern wechselt unterschiedliche Gemüsearten miteinander ab.

Am einfachsten geht das, wenn man die Gemüsepflanzen ihrem Nährstoffbedarf entsprechend in verschiedene Gruppen einteilt: Starkzehrer (mit hohem Nährstoffbedarf), Mittelzehrer (mit mittlerem Nährstoffbedarf) und Schwachzehrer (die weniger Nährstoffe brauchen).

Man teilt den Garten also in verschiedene Bereiche ein: einen für die Stark-, einen für die Mittel- und einen für die Schwachzehrer. Das Beet für die Starkzehrer bekommt eine gute Portion Kompost und Dünger. Im darauffolgenden Jahr baut man dort dann Mittelzehrer an. Im Boden sind dann immer noch Nährstoffe enthalten, die die Mittelzehrer nutzen können. Und im dritten Jahr dürfen sich die Schwachzehrer um die Reste prügeln. ;)

Im vierten Jahr kann man dann wieder Kompost ausbringen und Starkzehrer anbauen und das Ganze fängt von vorne an. Oder man sät stattdessen eine Gründüngung aus, darauf kommen wir gleich nochmal zu sprechen.

So rotieren die verschiedenen Pflanzengruppen Jahr für Jahr durch, der Boden wird nicht zu einseitig beansprucht und Krankheiten und Schädlinge können sich nicht so leicht ausbreiten. Damit du deine Fruchtfolge planen kannst, kommt hier eine Liste mit der Einteilung nach Stark-, Mittel- und Schwachzehrern:

Starkzehrer

  • Artischocken
  • Auberginen
  • Gurken
  • Kartoffeln
  • Kohl
  • Kürbis
  • Lauch
  • Mais
  • Melonen
  • Sellerie
  • Tomaten
  • Zucchini

Mittelzehrer

  • Erdbeeren
  • Endivie
  • Fenchel
  • Karotten
  • Knoblauch
  • Kohlrabi
  • Paprika
  • Pastinake
  • Radieschen
  • Rote Bete
  • Salat
  • Spinat
  • Stangenbohne
  • Wurzelpetersilie
  • Zwiebeln

Schwachzehrer

  • Buschbohnen
  • Erbsen
  • Feldsalat
  • Kräuter
  • Radieschen
  • Sonnenblumen

Gründüngung

Wenn du auf einem Beet erst Stark-, dann Mittel- und dann Schwachzehrer angebaut hast, könntest du als nächstes eine Gründüngung aussäen. Mit Gründüngungspflanzen kann man den Boden verbessern. Erbsen, Wicken und Lupinen können zum Beispiel Stickstoff aus der Luft aufnehmen und ihn im Boden fixieren. Andere Gründüngungspflanzen lockern den Boden auf oder wirken bestimmten Krankheiten oder Schädlingen entgegen.

Typische Gründüngungspflanzen sind:

  • Buchweizen
  • Erbsen
  • Lupine
  • Ölrettich
  • Phacelia
  • Gelbsenf
  • Wicke

Gründüngungspflanzen werden übrigens nicht geerntet, sondern abgeschnitten und als Mulch liegengelassen. Man kann sie auch oberflächlich einarbeiten. Hauptsache, die Pflanze wird nicht abtransportiert, sondern kommt dem Boden zugute.

Fruchtfolge im Gemüsegarten: So teilst du dein Gemüse nach Starkzehrern, Mittelzehrern und Schwachzehrern ein. Brauchst du eine Anleitung, wie du deine Fruchtfolge planen kannst? Einfach auf den Pin klicken. :) #Garten #Wurzelwerk.Net

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Anbauplan erstellen

Fruchtfolge, Mischkultur, Vor-, Haupt- und Nachkultur… Wenn man einen Anbauplan erstellen will, muss man so viel beachten! Kein Wunder, dass dabei viele Gärtnerköpfe anfangen zu rauchen. Ich erinnere mich noch gut, wie überfordert ich am Anfang war und dass ich überhaupt nicht wusste, wo ich bei der Gartenplanung anfangen sollte.

Aber keine Sorge! So schlimm, wie es aussieht, ist das gar nicht. Wenn du Hilfe beim Anbauplan-Erstellen brauchst, verlinke ich dir hier eine Anleitung, die du Schritt für Schritt durchgehen kannst – und am Ende ist der Anbauplan fertig.

Selbstversorgung starten

Du willst Obst und Gemüse anbauen und vielleicht ein paar Tiere zur Selbstversorgung halten? Dann lade dir gerne meinen kostenlosen Anfänger-Guide Selbstversorgung starten herunter. Dort erfährst du, wie viel Obst, Gemüse, Eier etc. deine Familie überhaupt verbraucht und wie du Schritt für Schritt mehr davon selbst erzeugen kannst.

Trag dich hier ein, dann bekommst du Selbstversorgung starten kostenlos per Email zugeschickt:

Was sind deine Gartenpläne für 2018? Steht der Anbauplan? Und hast du noch mehr Tipps rund um die Fruchtfolge? Ab damit in die Kommentare!

Kleiner Gemüsegarten Tipps Salatkopf

8 Garten-Ideen für eine dicke Ernte

Gemüse anbauen auf wenigen Quadratmetern? Wenn man weiß, wie man die Fläche am besten nutzt, kann man auch in einem kleinen Gemüsegarten eine große Ernte einfahren. Das neue Gartenjahr hat begonnen und ich will, dass es verdammt nochmal das beste Gartenjahr wird, das du je hattest – egal, wie groß oder klein dein Garten ist.

Deswegen kommen hier acht Garten-Ideen, mit denen du das Beste aus deinem Gemüsegarten herausholen kannst:

8 Garten-Ideen für eine dicke Ernte: Wie du das Beste aus einem kleinen Gemüsegarten herausholst. #Garten #Wurzelwerk #Gartenideen

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Die richtigen Pflanzen

Die Auswahl der Pflanzen, die du anbaust, hat einen großen Einfluss darauf, wie viel du ernten wirst. Am besten fährst du mit Pflanzen, die…

  • … ertragreich (z.B. Lauch, Zucchini, Möhren, Gurken, Zwiebeln, Tomaten),
  • … robust (z.B. alte und resistente Sorten),
  • … schnellwachsend (z.B. Radieschen, Rüben, Salat, Mangold, Spinat)
  • …und einfach anzubauen sind (z.B. Kräuter, Salat, Mangold, Rote Bete, Knoblauch, Topinambur).

Wenn du mit deinem Garten vor allem Geld sparen möchtest, kannst du dich auch auf Obst und Gemüse konzentrieren, das im Laden besonders teuer ist, zum Beispiel Erdbeeren oder Artischocken.

Kompost

Kompost ist das Allheilmittel schlechthin. Alle Gemüsepflanzen lieben es, in einem humosen Boden zu wachsen. Kompost verbessert die Bodenstruktur, er speichert Wasser, dient den Bodenorganismen als Nahrung und liefert deinen Pflanzen wichtige Nährstoffe.

Mit gut ausgereiftem Kompost kannst du absolut nichts falsch machen – im Gegenteil. Wenn du eine gute Schicht Kompost auf deinen Beeten ausbringst, und eine dicke, fette Ernte mehr als wahrscheinlich. :)

Falls du nicht genug eigenen Kompost hast, würde ich sogar so weit gehen, welchen zu kaufen. Nicht den in den Plastiktüten im Baumarkt, sondern direkt beim Kompostwerk. Das ist nicht teuer: Wir zahlen 20€ für einen Kubikmeter richtig guten Bio-Kompost.

Aber Vorsicht:

Manche Stadt-Komposte, die aus Biomüll hergestellt werden, können Schadstoffe enthalten. Im Zweifel einfach nachzufragen. Die meisten Kompostwerke haben Tabellen mit Untersuchungsergebnissen zu den einzelnen Komposten und können einem da gut weiterhelfen.

Wenn du genug eigenen Kompost hast, ist das natürlich umso besser. Wie du richtig guten Kompost herstellst, kannst du hier nachlesen.

Kleiner Gemüsegarten Tipps Kompost anlegen

Enger pflanzen / Intensivkultur

Gerade wenn du deinen Boden mit Kompost fruchtbar machst, kannst du deine Beete oft dichter bepflanzen, als auf dem Saatguttütchen angegeben. Insbesondere Blattgemüse kann man dann viel enger setzen und engere Pflanzabstände bedeuten natürlich auch einen größeren Ertrag.

Ein Paradebeispiel dafür ist Jean-Martin Fortier. Er bewirtschaftet einen kleinen, aber unglaublich produktiven Market Garden und versorgt so mehrere hundert Menschen mit frischem Gemüse.

Ich habe letzten Herbst ein Interview mit Jean-Martin geführt, in dem er eure Fragen beantwortet hat. Wenn du mehr über ihn und seinen Market Garden wissen möchtest: Das Interview findest du hier.

Tetris spielen

Wenn du deine Pflanzen klug kombinierst, kannst du deine Beete noch enger bepflanzen. Kopfkohl braucht zum Beispiel viel Platz. Wenn man die kleinen Pflänzchen setzt, kann man sich manchmal gar nicht vorstellen, wie groß sie mit ihren Hüllblättern später werden. Gerade bei Kopfkohl sollte man sich deswegen an die weiten Pflanzabstände halten.

Eigentlich…

Es gibt aber einen Trick, wie du trotzdem mehr aus der Fläche herausholst: Du kannst die Pflanzabstände nämlich verringern, indem du Kopfkohl-Pflänzchen und höher wachsende Kohlarten wie Brokkoli oder Grünkohl in der Reihe abwechselst. Dann wächst der Kopfkohl am Boden und der Brokkoli oder Grünkohl eine Etage weiter oben, ohne dass sie sich gegenseitig den Platz wegnehmen.

Ein anderes Beispiel wären Erdbeeren und Knoblauch. Der Knoblauch wächst gerade nach oben und die Erdbeeren bedecken den Boden um ihn herum.

Bienen halten

Wenn du Lust hast, Bienen zu halten, ist das auch für deinen Garten super. Die Bienen bestäuben Beerensträucher, Tomaten und Co. und sorgen so für eine reiche Ernte. Und obendrein gibt’s leckeren Honig, besser geht’s gar nicht. :)

Falls du es dir nicht zutraust, eigene Bienen zu halten, oder erstmal schauen möchtest, ob das etwas für dich ist, findest du vielleicht auch einen Imker, der ein paar Völker in deinem Garten aufstellt.

Tipps kleiner Gemüsegarten Bienen halten Stadt

Stapeln

Mit dieser Permakultur-Methode kann man aus einer kleinen Fläche viel herauszuholen. Beim Stapeln lässt du beispielsweise eine Rankpflanze wie Wein oder Hopfen an der Südseite eines Obstbaumes hochklettern, pflanzt davor ein paar halbhohe Beerensträucher und davor immer niedriger wachsende Gemüsearten.

So bekommen die einzelnen Pflanzen genug Licht und du kannst alle Ebenen vom kleinen Spinatpflänzchen bis zur Krone des Kirschbaums optimal nutzen.

Mist!

Wenn du Tiere hältst und den Mist im Garten ausbringt, wird der Boden mit der Zeit immer fruchtbarer. Hühnermist zum Beispiel eignet sich hervorragend zum Düngen. Pferdemist enthält nicht so viele Nährstoffe wie anderer Mist, dafür ist das Nährstoffverhältnis aber sehr ausgeglichen. Aber egal, welche Tiere du hältst: Dein Garten wird in jedem Fall davon profitieren. :)

Selbst wenn du keine eigenen Tiere hast, kannst du auf Pferdehöfen, bei Hobbytierhaltern oder auf Bauernhöfen nachfragen, ob du kommen und dir Mist für deinen Garten holen kannst.

Eine Sache gilt es aber unbedingt zu beachten: Frischer Mist ist für die meisten Pflanzen viel zu „scharf“ und würde sie verbrennen. Deswegen muss man ihn kompostieren, bevor man ihn ausbringt.

Ein richtig guter Anbauplan

Vielleicht kennst du das:

Du erntest wochenlang Unmengen – BERGE – an Mangold, Radieschen oder irgendeinem anderen Gemüse. Und weil du so viel Arbeit in deinen Garten gesteckt hast, fühlst du dich natürlich dazu verpflichtet, das alles zu verbrauchen.

Irgendwann kommen einem diese Radieschen und der Mangold aber zu den Ohren heraus und man kann sie nicht mehr sehen.

Viel besser ist es, wenn man die Aussaat so plant, dass man kontinuierlich genau so viel erntet, wie man auch braucht. Hier kommt der Anbauplan ins Spiel:

Mit einem gut durchdachten Anbauplan stehen deine Beete nie leer und du kannst die Aussaat so staffeln, dass es nicht irgendwann zu einer großen Schwemme kommt und den Rest des Jahres mehr oder weniger Ebbe herrscht.

Hier findest du eine Anleitung, mit der du deinen Anbauplan erstellen kannst.

Selbstversorgergarten starten

Wenn du mehr Tipps rund um die Selbstversorgung aus dem eigenen Garten suchst, hol dir doch meinen kostenlosen Anfänger-Guide Selbstversorgung starten. Dort findest erfährst du nicht nur, wie viel Obst und Gemüse deine Familie überhaupt verbraucht, sondern auch, wie du möglichst viel davon selbst anbauen kannst.

Trag dich hier ein, dann bekommst du den Guide kostenlos per Email zugeschickt:

Hast du noch mehr Tipps für einen produktiven Gemüsegarten? Wie groß ist dein Garten und was machst du, um das Beste aus ihm rauszuholen?

Anbauplan erstellen Aussaat

Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

Mischkultur, Fruchtfolge, Vor-, Haupt- und Nachkultur… Wenn man einen Anbauplan erstellen will, gibt es so viel zu beachten. Das kann einen als Anfänger erstmal überfordern. Wann soll ich was wo pflanzen und wie sorge ich dafür, dass das Gemüse auch dann reif ist, wann ich es essen will?!

Es ist höchste Zeit, dass wir uns mit diesen Fragen beschäftigen und einen Anbauplan für die kommende Gartensaison erstellen. So kompliziert, wie es erstmal scheint, ist das nämlich gar nicht. Wenn du die Schritte einen nach dem anderen durchgehst, ist der Pflanzplan schnell erstellt.

Sind die Stifte gespitzt? Dann los! :)

So erstellst du einen Anbauplan, mit dem du das ganze Jahr über frisches Gemüse aus dem eigenen Garten ernten kannst. #Garten #Gemüsegarten

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Gemüsegarten planen

Als erstes solltest du dir den Grundriss deines Gartens aufzeichnen. Falls schon Beete da sind, trag sie ein. Wenn du neue Beete anlegen willst: 1,20 m ist eine gute Breite, damit du das Beet später von beiden Seiten aus gut erreichen kannst.

Wenn du eine größere Beetfläche anlegen möchtest, solltest du sie auch in 1,20 m breite Abschnitte einteilen, zwischen denen jeweils ein schmaler Weg verläuft. So gehst du sicher, dass du von allen Seiten bis in die Mitte kommst, ohne dich zu verrenken.

Standort festlegen

Bevor man einen neuen Gemüsegarten anlegt, muss man sich natürlich einmal überlegen, wo er hin soll. Die wichtigsten Kriterien, um den Standort festzulegen, sind:

  • Nähe zum Haus
  • Sonne
  • guter Boden
  • ebenes Gelände oder leichter Südhang
  • Windschutz

Vielleicht findest du keinen Standort, der alle Kriterien zu 100% erfüllt. Das macht nichts! Selbst wenn du dein Gemüse in einem dunklen Hinterhof anbauen möchtest, gibt es immer noch einige Pflanzen, die auch im Schatten wachsen. Wenn du das bei deiner Gartenplanung berücksichtigst, hast du bestimmt trotzdem jede Menge Spaß am Gärtnern. :) Mach einfach das Beste aus dem was du hast.

Wenn du den Standort festgelegt hast, kannst du gleich anfangen und die Beete anlegen. Es ist noch nicht zu spät, neue Gemüsebeete für dieses Jahr anzulegen, die du sofort bepflanzen kannst. Wenn du wissen willst, wie du Beete super schnell und ohne Umgraben anlegen kannst: Hier geht’s zur Anleitung.

Hast du alle Beete (egal ob sie schon da sind oder du sie noch anlegen willst) in den Grundriss eingezeichnet? Super, weiter geht’s!

Welche Pflanzen soll ich anbauen?

Ganz klar: die, die du gerne isst. Und wenn du Anfänger bist, vor allem Pflanzen, die unkompliziert und robust sind. Kräuter, Salat, Mangold, Zucchini, Rote Bete, Radieschen, Knoblauch, Topinambur, Bohnen oder Lauch machen normalerweise kaum Probleme und eine dicke Ernte ist so gut wie sicher.

Mach dir eine Liste der Pflanzen, die du dieses Jahr anbauen möchtest, und schreib dir auch auf, wie viel Fläche du für die Gemüsearten jeweils einplanst. Wenn du wissen willst, wie du den Gemüsebedarf deiner Familie ermittelst und wie viel Fläche du für deinen Selbstversorgergarten brauchst, hol dir doch meinen kostenlosen Anfänger-Guide Selbstversorgung starten – da habe ich alles Schritt für Schritt erklärt.

Fruchtfolge planen

Die verschiedenen Gemüsearten stellen unterschiedliche Ansprüche an Boden und Düngung. Es gibt Starkzehrer wie Tomaten oder Kohl, die viele Nährstoffe brauchen, Mittelzehrer wie Möhren oder Rote Bete und Schwachzehrer wie Erbsen oder Bohnen, die einen viel geringeren Nährstoffbedarf haben.

Wenn man in einem Beet Starkzehrer anbauen möchte, sollte man den Boden gut vorbereiten, Kompost einarbeiten und die Pflanzen düngen. Im zweiten Jahr kann man im selben Beet dann Mittelzehrer anbauen, die weniger Nährstoffe brauchen und von den Düngergaben aus dem ersten Jahr profitieren. Im dritten Jahr folgen dann die Schwachzehrer.

Anbauplan erstellen Gemüsegarten

Du solltest deinen Garten also in drei Bereiche einteilen: einen für die Stark-, einen für die Mittel- und einen für die Schwachzehrer. Diese drei Gemüsegruppen wechseln sich nacheinander ab und wandern jedes Jahr eine Abteilung weiter, sodass du die Nährstoffe optimal nutzen kannst.

So verhinderst du auch, dass sich Pflanzenkrankheiten in deinem Garten ausbreiten. Wenn du jedes Jahr das gleiche Gemüse auf demselben Flecken Land anbauen würdest, würde der Boden einseitig beansprucht und Krankheiten und Schädlinge, die es auf diese Gemüseart abgesehen haben, hätten freie Bahn.

Als nächstes solltest du also die Pflanzen, die du anbauen möchtest, in drei Gruppen einteilen: Stark-, Mittel- und Schwachzehrer. Hier findest du eine Liste, in der du ablesen kannst, zu welcher Gruppe die einzelnen Gemüsearten jeweils gehören.

Dann legst du fest, welche Gruppe wo in deinem Garten wachsen soll. Der Teil, in dem du die Starkzehrer anbauen möchtest, kann eine Extra-Portion Kompost vertragen.

Mischkultur

Du weißt jetzt, in welchem Teil deines Gartens welche Pflanzen wachsen werden. Dann geht es als nächstes darum, festzulegen, wie du die einzelnen Gemüsearten am besten anordnest. Einige Pflanzen profitieren nämlich davon, wenn sie nebeneinander wachsen, und andere können sich überhaupt nicht ausstehen.

Gemüsegarten Anbauplan erstellen

Das Ganze nennt sich Mischkultur. Die Mischkultur ist eine tolle Möglichkeit, Schädlinge auf natürliche Weise fernzuhalten. Das typische Beispiel sind Möhren und Zwiebeln: Die Möhre sendet Duftstoffe aus, die die Zwiebelfliege verwirren, und der Duft der Zwiebel hält die Möhrenfliege auf Abstand.

Du nimmst dir also jeden der drei Bereiche in deinem Garten vor und schaust, ob die Pflanzen, die dort wachsen sollen, sich gegenseitig unterstützen könnten. Eine Liste zu den wirksamsten Mischkulturpartnern findest du hier.

Wenn du Pärchen von Pflanzen findest, die nebeneinander wachsen sollten oder die sich eher schaden, schreib dir das auf. So kannst du entscheiden, welche Pflanzen wo wachsen sollen und das in deinen Grundriss-Gartenplan eintragen.

Da geht noch was!

Die meisten Gartenpflanzen beanspruchen das Beet nicht die ganze Saison über. Tomaten zum Beispiel pflanzt man erst Mitte Mai. Da bleibt genug Zeit, um vorher eine Charge Salat oder Radieschen anzubauen.

So gut wie jede Hauptkultur, also jede Gemüsegruppe, die für einen langen Zeitraum im Beet steht, lässt noch Platz für eine Vor- oder Nachkultur. Hauptkulturen sind zum Beispiel Kartoffeln, Tomaten, Gurken oder Mais.

Indem du in den Zeiträumen, in denen das Beet leer stehen würde, schnellwachsende Gemüsearten anbaust, kannst du nicht nur einmal ernten, sondern zwei- oder dreimal, manchmal noch öfter.

Kombiniere also die verschiedenen Hauptkulturen mit schnellwachsenden Vor- oder Nachkulturen wie Kohlrabi, Radieschen, Spinat oder Salat. Oft ist es auch klug, den Winterkohl zu pflanzen, wenn du die Frühkartoffeln geerntet hast. So kannst du deine Gartenfläche optimal nutzen.

Schreib dir also in deinen Pflanzplan, wie lange die einzelnen Gemüsearten bis zur Ernte brauchen. Dann kannst du schauen, wo noch Platz für andere Kulturen ist. Das ist ein bisschen kniffelig, fast, als würde man ein Puzzle lösen. ;)

Die ganze Saison über frisches Gemüse ernten

Damit du kontinuierlich frisches Gemüse ernten kannst, solltest du regelmäßig aussäen. Ich finde den Aussaatkalender von Maria Thun als Orientierungshilfe zur Gartenplanung super praktisch. Alle Gemüsearten, die schnell wachsen und die wir regelmäßig brauchen, wie Salat oder Möhren, säe ich alle vier Wochen neu aus. So verhindern wir, dass wir einmal eine große Schwemme haben und den Rest des Jahres nichts mehr ernten können.

Aussaatkalender Anbauplan

Der Maria Thun-Kalender hilft mir dabei, die Tage festzulegen, an denen gesät wird, und sie auch einzuhalten. Wenn du mehr wissen willst: Den passenden Artikel findest du hier.

Normalerweise steht auf den Saatguttütchen, wann du welche Gemüseart aussäen kannst. Wenn du diese Angaben als Richtwert nimmst, kannst du dir einen Aussaatplan für das ganze Jahr erstellen und deine Ernte staffeln.

Selbstversorgung für Anfänger

Wenn du mehr Tipps rund um die Selbstversorgung aus dem eigenen Garten brauchst oder wissen willst, wie viel Obst und Gemüse deine Familie überhaupt braucht, lad dir gerne meinen Anfänger-Guide Selbstversorgung starten herunter.

Trag dich hier ein und du bekommst ihn kostenlos per Email zugeschickt:

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinem Garten! Welches Gemüse willst du dieses Jahr anbauen? Und wie weit bist du mit deinem Anbauplan? Hast du vielleicht noch Tipps zum Thema “Anbauplan erstellen”? Ich freue mich über Kommentare!

Jungpflanzenanzucht Gemüse Spinat

Jungpflanzenanzucht: Drei Gemüsearten, die du nicht im Haus vorziehen solltest

Vorziehen ist eine tolle Methode, die Gartensaison zu verlängern. Während es draußen noch viel zu kalt ist, kann man drinnen schon die ersten Pflanzen säen. Wenn es warm genug ist, um sie auszupflanzen, haben sie einen Wachstumsvorsprung von mehreren Wochen.

Die Jungpflanzenanzucht, ist eine meiner liebsten Gartenarbeiten. Um diese Jahreszeit, im Februar oder März, kann ich es oft gar nicht abwarten, endlich wieder loszugärtnern. Da ist es schön, ein paar Pflänzchen zu haben, die man pflegen und betüddeln kann, solange es draußen noch nichts zu tun gibt.

Tipps zur Jungpflanzenanzucht: Diese drei Pflanzen solltest du niemals im Haus vorziehen. Sie werden im Gemüsegarten...

Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Es gibt allerdings ein paar Pflanzen, bei denen man definitiv warten sollte, bis man sie direkt ins Beet säen kann. In meinem allerersten Gartenjahr war ich so euphorisch, dass ich alles, was ich an Samen hatte, in Töpfchen gestreut und vorgezogen habe. Es hat nicht lange gedauert, bis ich gemerkt habe, dass das nicht unbedingt die beste Idee war.

Einige Pflanzen mögen es einfach nicht, umgetopft zu werden. Bei anderen bekommt man beim Auspflanzen Probleme mit den Pflanzabständen. Aber lies selbst. Damit du nicht die gleichen Fehler machst wie ich, kommt hier nämlich eine Liste von Pflanzen, die allesamt leiden, wenn du sie vorziehst: (Das willst du ihnen doch nicht antun ;) )

1. Wurzelgemüse:

Wurzelgemüse sollte man immer, immer, immer direkt säen. Wenn du dir vorstellst, du würdest eine kleine Karotte umpflanzen, kannst du dir wahrscheinlich denken, warum. Wurzelgemüse ist nun einmal darauf ausgelegt, eine kräftige Wurzel auszubilden. Wenn man eine Pflanze umtopft oder auspflanzt, bedeutet das immer Stress für sie und eine Möhre wird längst nicht so gut wachsen, wenn man sie zwischendurch aus der Erde zieht und im Garten wieder einpflanzt.

Möhren direkt aussäen nicht vorziehen

Das ist nicht nur bei Karotten so. In meinem ersten Gartenjahr habe ich Rote Bete vorgezogen, mit dem Ergebnis, dass die meisten Knollen im Herbst noch nicht größer waren als eine Walnuss.

Das einzige Wurzelgemüse, das ich regelmäßig vorziehe, ist Knollensellerie. Der wächst nämlich sehr langsam und kann den Wachstumsvorsprung gut gebrauchen. Beim Auspflanzen bin ich dann besonders vorsichtig, um sein Wurzelwachstum so wenig wie möglich zu stören.

2. Einzelblattsalate, Mangold und Spinat

Okay, vermutlich leidet der Salat nicht, wenn man ihn auspflanzt, oder zumindest nicht sehr. Dafür leidest du, wenn du Einzelblattsalate, Spinat oder andere kleine Blattgemüse wie Feldsalat vorziehst! ;)

Du erntest nämlich nur ca. 1/5 von dem, was du eigentlich ernten könntest.

All diese kleinen Blattgemüse-Pflanzen kann man nämlich dicht an dicht anbauen und so eine vieeel größere Ernte einfahren. So dicht, wie wir unseren Spinat aussäen, kann man vorgezogene Pflänzchen gar nicht pflanzen, einfach weil der Erdballen der Nachbarpflanzen dann im Weg wäre.

Wir säen Einzelblattsalate in Reihen aus und Feldsalat und Spinat breitwürfig über das ganze Beet. Die Pflanzen wachsen so dicht beieinander, dass kaum Unkraut durchkommt. Wir ernten sie immer wieder, indem wir sie ein paar Zentimeter über dem Boden abschneiden. Nach zwei bis drei Wochen sind sie wieder nachgewachsen

Keine Jungpflanzenanzucht bei Salat

Nur um das klarzustellen: Mit Blattsalaten meine ich keine Kopfsalate. So dicht ausgesät werden die Pflanzen überhaupt nicht so groß, dass sie einen Kopf bilden könnten. Man erntet immer wieder die ersten nachwachsenden Blätter und bekommt so auf einer kleineren Fläche einen viel größeren Ertrag.

Wenn du Kopfsalat anbauen willst, kannst du ihn natürlich vorziehen. Das machen wir auch so. Aber Einzelblattsalate und alle Blattgemüse, die dicht an dicht wachsen, sät man besser direkt ins Beet, um diesen kleinen Pflanzabstand überhaupt einhalten zu können.

3. Steckzwiebeln und Knoblauch

Wenn du Zwiebeln aus Samen ziehst, kannst du das getrost jetzt schon machen und sie später auspflanzen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Zwiebeln aus Steckzwiebeln zu ziehen. Steckzwiebeln sind kleine Zwiebeln, die man fertig kaufen oder im Vorjahr selbst säen kann und über den Winter einlagert. Im Gegensatz zu Saatzwiebeln haben sie einen Wachstumsvorsprung und werden schneller groß.

Bevor du aber auf die Idee kommst, diesen Wachstumsvorsprung noch zu vergrößern und deine Steckzwiebeln im Haus vorzuziehen – lass es einfach.

Das funktioniert nicht.

Aus irgendeinem Grund wachsen die Zwiebeln nicht weiter, wenn man sie umpflanzt. Das Gleiche gilt für Knoblauch. Steck die Knollen oder Zwiebelchen lieber direkt ins Beet und spar dir Versuche, sie vorzuziehen.

Aussaat und Jungpflanzenanzucht

Brauchst du mehr Tipps zum Thema Aussaat und Jungpflanzenanzucht? Hier sind ein paar Artikel, die dich vielleicht interessieren:

Das solltest du beim Saatgutkauf unbedingt beachten

So gelingt die Jungpflanzenanzucht

Samen vorkeimen: Schnellstart für deine Gemüsepflanzen

Selbstversorgung für Anfänger

Kennst du schon meinen Anfänger-Guide Selbstversorgung starten? Selbstversorgung ist ein riesiges Projekt – umso toller, dass du sich traust, es anzugehen. :) Wenn du ein bisschen Hilfe gut gebrauchen kannst, trag dich gerne hier ein. Dann schicke ich dir den Guide kostenlos per Mail zu:

Fallen dir noch mehr Pflanzen ein, die man nicht im Haus vorziehen sollte? Welche Fehler hast du beim Vorziehen schon gemacht? Teile sie in den Kommentaren, dann bleiben sie Anderen vielleicht erspart.

Samen vorkeimen Zubehör: Zip-Tütchen und Küchenpapier

Samen vorkeimen: Schnellstart für deine Gemüsepflanzen

Manchmal wollen Gemüsesamen nicht so recht keimen. Möhren zum Keimen zu bringen, kann zum Beispiel eine ganz schöne Herausforderung sein. Dann hilft es, die Samen vorzukeimen und ihnen so die bestmöglichen Startbedingungen zu geben.

Natürlich ist es ein Extra-Schritt und die Arbeit mache ich mir längst nicht bei allen Gemüsearten. Aber es gibt noch viel mehr gute Gründe, einige Samen vorzukeimen. Zum Beispiel…

  • … bei wärmeliebenden Pflanzen wie Tomaten, Auberginen, Paprika und Chilis. Beim Vorkeimen kannst du nämlich sichergehen, dass sie es warm genug haben und gut aufgehen.
  • … wenn du genau festlegen möchtest, wie viele Pflanzen aufgehen. Wenn du vorkeimst, kannst du ziemlich sicher sein, dass die allermeisten Samen aufgehen und so weißt du, dass du am Ende genug Pflanzen hast.
  • … bei Saatgut-Knappheit. Falls du nicht viele Samen von einer Sorte hast und besonders sparsam mit dem Saatgut umgehen willst.
  • … bei langsam keimenden Samen wie Möhre oder Pastinake.
  • … oder wenn du mit dem Aussäen mal wieder spät dran bist. Vorgekeimte Samen gehen nämlich viel schneller auf, als wenn du sie normal aussäst.
Der Schnellstart für deine Gemüsepflanzen: Samen vorzukeimen ist vor allem dann sinnvoll, wenn nur...

Pinn mich!

Je nach Gemüseart gibt es verschiedene Methoden, Samen vorzukeimen:

Große Samen: In Wasser vorkeimen

Die ersten Erbsen, die ich im Frühjahr aussäe, werden immer von Vögeln, Mäusen und anderen hungrigen Tieren gefressen und nichts geht auf. (Wahrscheinlich sind sie als eiweißreiche Leckerbissen in einer so kargen Zeit einfach zu verlockend.) Deswegen habe ich ausprobiert, die erste Charge Erbsensamen vorzukeimen, damit sie aufgehen, bevor sie entdeckt werden.

Das hat funktioniert und die Samen sind so gut gekeimt, dass ich das seitdem immer mache, egal zu welcher Jahreszeit. Erbsen und Bohnen kommen am Tag vor der Aussaat in ein Glas mit Wasser und haben so einen super Start ins Pflanzenleben. Dabei quellen sie richtig auf und man muss nach dem Säen nicht mehr sooo genau darauf achten, die Erde feucht zu halten.

Für Erbsen, Bohnen, Kürbis, Zucchini und andere große Samen ist das eine tolle Methode, die kaum mehr Aufwand bedeutet, aber zu viel besseren Ergebnissen führt.

Mittelgroße Samen: Vorkeimen im Tütchen

Diese Methode wende ich am häufigsten an, vor allem beim Vorziehen von Tomaten und anderen wärmeliebenden Pflanzen.

Du brauchst:

  • einen Zip-Beutel
  • feuchtes Küchenpapier oder ein Stück alten Stoff
  • und die Samen natürlich ;)

Samen vorkeimen auf feuchtem Küchenpapier

Das Küchenpapier bzw. den Stoff leicht anfeuchten, sodass er komplett feucht ist, aber nicht trieft. Dann einmal falten und die Samen auf einer Hälfte verteilen. Das Ganze noch einmal zusammenfalten, sodass die Samen zwischen dem feuchten Tuch liegen. So zusammengefaltet kommt das Küchenpapier bzw. Tuch in das Zip-Beutelchen.

Beutel zu, beschriften – fertig.

So bleibt das Tuch gleichmäßig feucht und die Samen haben optimale Bedingungen zum Keimen. Je nachdem, welche Keimtemperatur die jeweiligen Samen brauchen, lege ich sie in die Nähe der Heizung oder eben in einen kühleren Raum.

Am besten ist es, wenn man alle paar Tage nach den Samen schaut. Manche keimen wirklich schnell und sobald sich die ersten Keime zeigen, müssen die Samen vorsichtig in Töpfchen umgesetzt und mit Erde bedeckt werden. Aber auch bei langsamer keimenden Gemüsearten schaue ich regelmäßig nach, ob das Tuch noch feucht genug ist und lasse die Tüte alle paar Tage kurz auf, um sie zu lüften.

Falls du mehr zum Thema Jungpflanzenanzucht wissen möchtest: Hier geht’s zum passenden Artikel.

Kleine Samen und Wurzelgemüse: In Gel vorkeimen

Diese Methode wende ich vor allem bei Möhren, Pastinaken und anderen kleinen Samen an, die man in großen Mengen direkt draußen aussät. Ich keime sie in Wasser vor, wie oben beschrieben. Sobald sie gekeimt sind, mische ich sie mit einer Art Gel, das man aus Stärke leicht selbst herstellen kann. Dieses Video zeigt ziemlich gut, wie das funktioniert:

Gerade für Pastinaken und Möhren finde ich diese Methode super. Die brauchen nämlich ewig, bis sie aufgehen. Mir passiert es dann öfters, dass ich vergesse, die Samen feucht zu halten, sie trocknen aus und es wächst nichts. Wenn man die Samen vorkeimt, gehen sie viel schneller auf. Man spart also Zeit, kann früher im Jahr die ersten Möhren ernten, und die Gefahr, dass die Samen austrocknen, ist längst nicht so groß.

Außerdem, noch ein riesiger Pluspunkt, fällt das Ausdünnen weg. Karottensamen sind so fein, dass man immer zu viele von ihnen sät und hinterher die überschüssigen Pflänzchen herausreißen muss. Je nachdem, wie viele Karotten man anbaut, ist das ganz schön viel Arbeit. Wenn man die Samen mit Gel mischt und wie in dem Video aussät, wachsen sie von vorneherein weiter auseinander und das Ausdünnen fällt weg, juhu! :)

Starthilfe ins Selbstversorger-Leben

Du bist vermutlich hier gelandet, weil du dein eigenes Gemüse anbauen möchtest. Ich finde das ziemlich cool und möchte dich so gut ich kann dabei unterstützen. Deswegen habe ich den Anfänger-Guide Selbstversorgung starten erstellt, um dir bei deinen ersten Schritten zu helfen. Wenn du möchtest, kannst du dich hier eintragen, dann schicke ich ihn dir kostenlos per Mail zu:

Keimst du deine Samen auch vor? Hast du vielleicht noch mehr Tipps? Und hast du dieses Frühjahr schon etwas ausgesät? Bei uns keimen gerade Paprika, Lauch, Kohlrabi und die ersten Salate. Und bei dir? :)