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Blattläuse

Die 4 wirksamsten Tipps gegen Blattläuse – ohne Chemiekeule!

Eine Blattlaus kommt selten allein. An einem Tag schlendere ich durch den Garten und alles sieht super aus. Ein paar Tage später bin ich wieder im Garten und die Ackerbohnen ducken sich schon fast von der Last der Blattläuse, die über sie hergefallen sind.

Das ist wirklich kein schönes Bild, und ich bin früher immer dezent in Panik geraten, wenn ich einen neuen, explosionsartigen Blattlausbefall bemerkt habe.

Heute weiß ich, dass Blattläuse wichtige Rollen im Ökosystem einnehmen und in einem diversen Garten nach und nach von anderen Tieren verspeist werden. Sie stehen nämlich auf dem Speisezettel von Blaumeise, Ohrenkneifer, Marienkäfer und Co. 

So richten sie gar nicht so viel Schaden an, wie man zunächst vermuten mag. Und man hat einen Grund mehr, um seinen Garten nicht nur als Nutzgarten zu führen, sondern in einen Wohlfühlort für sämtliche Lebewesen zu verwandeln. :)

Bevor du überlegst, wie du die Blattläuse in deinem Garten am besten bekämpfst, lohnt es sich, sich näher mit diesen kleinen Kerlchen zu beschäftigen.

Deswegen gebe ich dir in diesem Artikel exemplarisch eine kurze Einführung in den Alltag und das Liebesleben der schwarzen Bohnenlaus – dann kannst du nämlich viel besser entscheiden, wann die Blattläuse in deinem Garten wirklich ein Problem darstellen und wann du sie geflissentlich ignorieren darfst.

Weiter unten im Artikel findest du längerfristige und direkte Maßnahmen gegen den Blattlausbefall, falls mal keine Nützlinge in Sicht sind oder es dir ganz einfach zu viele Blattläuse werden. ;)

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Wie sich Blattläuse in deinem Garten ausbreiten

Die Eier der schwarzen Bohnenlaus (Aphis fabae) überwintern auf Sträuchern von Schneeball, Kratzdiestel und Pfaffenhütchen. Im Frühling schlüpfen dort die Stammmütter aus ihren Eiern und es werden mehrere Generationen unbeflügelter und später auch beflügelter Blattläuse geboren. Im Mai fliegen dann die beflügelten Blattläuse zu ihren Sommerwirten.

Im Fall der Schwarzen Bohnenlaus sind die Sommerwirte unter anderem Ackerbohnen, grüne Bohnen, Kartoffeln und Rote Bete. Auf den Sommerwirten vermehren sich die Blattläuse ungeschlechtlich weiter. Bei der sogenannten Jungfernzeugung müssen die Blattläuse keine Zeit für die Partnersuche aufwenden. Und wenn das Nahrungsangebot groß ist, geht die Vermehrung wahnsinnig schnell!

Obwohl die meisten Blattläuse im Sommer unbeflügelt sind, werden auch immer wieder geflügelte Blattläuse geboren. Nämlich dann, wenn sich die Bedingungen für die Blattläuse verschlechtern.

Das kann zum Beispiel eintreten, wenn eine Horde Marienkäfer in den Garten einzieht und über die Blattläuse herfällt. Die nächste beflügelte Blattlausgeneration kann dann einfach vor den Marienkäfern flüchten.

Eigentlich ziemlich genial, oder?

Im Herbst wandern die Blattläuse wieder auf ihre Winterwirte, wo sie ihre Eier ablegen. So beginnt der Zyklus von vorne.

Wann schädigen Blattläuse deine Pflanzen?

Alle Blattläuse ernähren sich vom Pflanzensaft. Mit einem Stechrüssel ausgestattet, piksen sie in das Pflanzengewebe und saugen den Pflanzensaft heraus. Einige Blattlausarten geben dabei ein Drüsensekret ab, was zu Verwucherungen und Verfärbungen der Pflanze führen kann.

Die Blattläuse nehmen aus dem Pflanzensaft hauptsächlich die Aminosäuren auf, die Kohlenhydrate brauchen sie nicht und scheiden sie deswegen als sogenannten Honigtau wieder aus. Eine klebrige Masse, mit der ihr vielleicht schon mal Bekanntschaft geschlossen habt, wenn ihr euer Auto oder Fahrrad unter einer Linde geparkt habt.

Dieser süße Honigtau lockt andere Organismen an. Besonders Pilze mögen diese kohlenhydratreichen Ausscheidungen sehr gerne. Häufig siedeln sich sogenannte Rußpilze an, wodurch die Photosynthese Leistung der Pflanze verschlechtert wird.

Aber auch Bienen, Schlupfwespen und Florfliegen ernähren sich von dem Honigtau der Blattläuse! Blattläuse fördern also auch die Nützlinge in deinem Garten.

Nicht so erfreulich ist, dass die Blattläuse an den Pflanzensaft-Zapfstellen Viren übertragen können. Die Schwarze Bohnenlaus ist zum Beispiel potenzieller Überträger von mehr als 30 Viren!

Ameisen halten sich Blattläuse als Honigkühe

Wusstest ihr, dass Ameisen und Blattläuse gerne in Symbiose leben? Die Ameise beschützt die Blattlaus vor Fraßfeinden und im Gegenzug bekommt die Ameise Honigtau. Dafür trommelt sie gezielt auf den Hinterleib der Blattlaus, die dann quasi Honigtau auf Bestellung rausgibt.

Diese Blattläuse-Ameisen Beziehung klingt erstmal ziemlich harmonisch. Aber wenn die Blattlaus Anstalten macht, die aktuelle Wirtspflanze zu verlassen, können die Ameisen auch ganz schön rabiat sein.

Forscher haben nämlich herausgefunden, dass sie der Blattlaus dann gerne mal die Flügel abbeißen, um sie an der Umsiedlung zu hindern! (Klingt eher nach Sklavenhaltung als nach Symbiose, oder..?)

Langfristige und akute Maßnahmen gegen Blattläuse

1. Fressfeinde von Blattläusen in deinen Garten locken!

Um die Blattläuse langfristig und nachhaltig zu bekämpfen, lohnt es sich, die natürlichen Feinde der Blattläuse zu fördern. Und die Liste der Feinde ist lang: Schlupfwespen, Marienkäfer, Schwebfliegen, Gallmücken, Florfliegen, Raubwanzen, Spinnen, Käfer, Ohrenkneifer und sogar Vögel ernähren sich von Blattläusen oder nutzen sie als Wirte für ihre Nachzucht.

Um den Einzug von Nützlingen in deinen Garten anzuregen, kannst du Flächen mit ausdauernden Stauden anlegen. Aber auch Hecken und Wildflächen sind gut dafür geeignet, um die Nützlingspopulation in deinem Garten zu fördern.

Kleiner Tipp: Ganz leicht herzustellen sind auch Insekten-Nisthölzer mit Bohrgängen. Einfach ein altes, trockenes Holzstück nehmen und Löcher mit einem Durchmesser von 3 bis 8 mm reinbohren. Die Löcher sollten nicht ganz durch das Holz durchgehen, also an einer Seite geschlossen sein. Dann noch die scharfen Kanten abschmirgeln und an einem sonnigen Plätzchen aufstellen, fertig ist das Insektenhotel!

2. Die richtigen Beetnachbarn halten Blattläuse in Schach!

Aber auch die richtigen Beetpartner können helfen, deine Blattlausplage einzudämmen.

Duftkräuter wie Bohnenkraut, Thymian, Lavendel und Oregano werden von Blattläusen gemieden. Bei der Ackerbohne lohnt es sich, diese sehr früh oder sogar im Herbst auszusäen. So kann sich die Jungpflanze kräftig entwickeln, solange sich die Blattläuse noch auf den Winterwirten aufhalten.

Ich baue außerdem Kapuzinerkresse als Blattlaus-Magnet an. Viele Blattläuse lieeeben Kapuzinerkresse und lassen andere Pflanzen links liegen, solange sie sich an der Kapuzinerkresse gütlich tun können. ;)

Ich bin ein riesengroßer Fan davon, Gemüse, die sich gegenseitig Schädlinge und Krankheiten fernhalten, nebeneinander zu pflanzen. Das ist einfach die natürlichste und einfachste Art, deine Pflanzen zu schützen.

Also lad dir gerne meinen Mischkultur-Pflanzplan herunter, den du 1:1 auf deinen Garten übertragen kannst:

3. Blattläuse bekämpfen mit Schmierseifen-Lösung

Wenn sich die Blattläuse schon explosionsartig auf deinen Pflanzen vermehrt haben und keine natürlichen Feinde in Sicht sind, dann sollten natürlich ein paar direkte Maßnahmen her!

Ich habe gut Erfolge mit einer Schmierseifen-Lösung gemacht. Dafür nimmst du 1 Liter Wasser und löst darin 25 g Schmierseife auf. Die Lösung sprühst du direkt auf die Blattlauskolonie. Diese Prozedur wiederholst du nach ein paar Tagen.

4. Anti-Blattlaus-Pflanzenbrühen

Eine andere Möglichkeit ist das Ansetzen von Pflanzenbrühen und Kaltwasserauszügen. Hier haben sich insbesondere Brennnessel, Farnkraut, Rainfarn, Rhabarber und Wermut bewährt.

Für einen Kaltwasserauszug aus Brennnesseln nimmst du 1 Liter Wasser und etwa 100 g frische Brennnesselblätter und Stängel. Diese weichst du 24 Stunden im Wasser ein und siebst sie danach ab. Der Auszug wird unverdünnt auf die Pflanzen gesprüht. Das kannst du wöchentlich wiederholen.

Eine Rhabarberbrühe stellst du aus 1 Liter Wasser und 200 g kleingeschnittenen Rhabarberblättern her.  Diese Suspension lässt du 30 Minuten köcheln und siebst die Blätter dann ab. Die Brühe wird unverdünnt auf die befallene Pflanze gesprüht und soll besonders gegen schwarze Blattläuse wirken. Auch diese Prozedur wiederholst du ein paarmal.

Was sind deine besten Tipps gegen Blattläuse? Ich freue mich über deinen Kommentar!

Fleisch einkochen

Fleisch einkochen: Lies das, bevor du loslegst!

Du möchtest Fleisch einkochen? Gut, dass du hier bist! Beim Einkochen von Fleisch gibt es nämlich einiges zu beachten – gerade, wenn es darum geht, Botulismus zu vermeiden.

Botulismus ist eine der schlimmsten Lebensmittelvergiftungen der Welt, die vor allem durch nicht fachgerecht eingekochtes Fleisch verursacht wird.

Aber keine Sorge: Solange du die richtige Einkochtechnik verwendest, ist dein eingekochtes Fleisch sicher haltbar.

Und wie das genau funktioniert, zeige ich dir in diesem Artikel. Viel Spaß!

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Fleisch und Selbstversorgung

Wenn du dich selber versorgen möchtest und dich nicht vegan ernährst, dann bist du bestimmt auch schon auf die Idee gekommen, dir Tiere anzuschaffen. Meine Hühner und Ziegen bereiten mir jeden Tag so viel Freude, dass ich sie nicht mehr wegdenken mag!

Manche finden es makaber, dass ich Fleisch von meinen eigenen, geliebten Tieren esse. Für mich ist das auch nicht leicht, und mein erstes Huhn zu schlachten war eine krasse Erfahrung!

Aber es ist der ehrlichste Weg, den ich kenne, denn die Tiere wachsen bei mir so frei und glücklich wie möglich auf und sind nicht eingepfercht in engen Ställen.

Ich finde: Wenn man schon Fleisch isst (was ja durchaus diskutabel ist), dann so. Von Tieren, die 364 wunderschöne Tage hatten – und einen schlechten.

Egal, ob du das Fleisch von deinen eigenen Tieren oder von einem Schlachter deines Vertrauens haltbar machen willst, das Einkochen bietet dir eine super Möglichkeit, um einen schnellen Sonntagsbraten auf Vorrat zu haben. :)

Fleisch einkochen vs einfrieren

Wusstest du, dass Fleisch in der Gefriertruhe auch nur begrenzt haltbar ist? Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt eine Lagerung bis maximal ein Jahr.

Besonders fettiges Fleisch ist sogar nur 1 Monat bei -18°C haltbar, denn das Fett kann auch in der Gefriertruhe ranzig werden. Wenn du das Fleisch nach der Schlachtung vakuumierst, ist es zwar länger haltbar…

… was dir aber auch nichts nützt, wenn deiner Gefriertruhe mal der Strom ausgeht. Wir hatten letztens einen sehr langen Stromausfall durch einen Kabelbrand in unserer Straße. Unser Haus den ganzen Tag vom Strom abgeschnitten.

Meine Sorge um das Fleisch unserer Tiere war groß, denn wenn man die Tiere selber aufgezogen hat und weiß, was es bedeutet ein Tier zu töten, dann hat Fleisch einen ganz anderen Wert!

Deswegen lohnt es sich in meinen Augen sehr, mit der Einkochen-Methode das Fleisch so zu verarbeiten, dass es auch ohne Kühlung haltbar ist.

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    Fleisch sicher einkochen – Das musst du wissen!

    Wenn du dein Fleisch sicher einkochen willst, dann solltest du dich mit Botulismus beschäftigen. Botulismus-Bakterien vermehren sich nämlich in eiweißhaltigen Lebensmitteln (aka Fleisch ;)) besonders schnell.

    Daher kommt auch der Name dieser Bakterien, Botulismus leitet sich vom lateinischen Wort für Wurst ab, nämlich „botulus“.

    Die Sporen der Botulismus-Bakterien (Clostridium botulinum) werden erst bei 120 °C unschädlich gemacht. Diese Temperaturen können mit einem normalen Einkochtopf nicht erreicht werden.

    Wenn du Fleisch einkochen möchtest, brauchst du deswegen einen speziellen Druckkessel, der konstant die richtige Temperatur halten kann.

    Ich benutze diesen Druckkessel von Presto und bin damit sehr zufrieden.

    Wenn du mehr zum Thema Botulismus wissen möchtest, einmal bitte hier entlang: ;)

    Botulismus: Tödliche Vergiftung durch Einkochen

    Fleisch einkochen

    Das richtige Zubehör, um Fleisch einzukochen

    Wenn du Fleisch einkochen willst, solltest du richtige Einkochgläser verwenden, keine Schraubgläser. Einkochgläser sind nämlich dickwandiger als Schraubgläser, die im Druckkessel zerspringen könnten.

    Wenn du Fleisch einkochen willst, brauchst du:

    • Weckgläser mit Deckel, Gummiring und Klammern
    • Einen Druck-Einkochkessel
    • Eine Einkochzange, um die heißen Gläser aus dem Topf zu heben

    Ist Fleisch einkochen anders als Obst oder Gemüse einkochen?!

    Nö, eigentlich nicht. Bei Fleisch ist die Botulismus-Gefahr aber besonders hoch. Deswegen solltest du wirklich ganz besonders gut aufpassen, dass du den richtigen Druck und die richtige Einkochzeit einhältst.

    Hier findest du eine Liste mit Einkochzeiten im Druckkessel für Fleisch.  

    Lies dir auf jeden Fall meinen Einkochen-Grundlagen-Artikel durch, bevor du loslegst, und hol dir meine Checkliste, in der ich alle Schritte für dich aufgelistet habe:

    Die Sicher-Einkochen-Checkliste

    Hier kannst du dich gerne für meine Anti-Schimmel-Checkliste eintragen:

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      Rezept, um Rinderbrühe einzukochen

      Hier kommt als Beispiel ein Rezept zum Einkochen von Rinderbrühe:

      Zutaten

      • etwa 4 l Wasser
      • 1 kg Rinderknochen mit Mark
      • 1 kg Rindfleisch zum Kochen (z.B. Beinscheiben)
      • 1 kg gemischtes Gemüse, gewürfelt (z.B. Möhren, Sellerie, Lauch, Petersilienwurzel)
      • 2 Zwiebeln, halbiert, mit Schale
      • 2 Knoblauchzehen
      • 3 ganze Lorbeerblätter
      • 10 Pfefferkörner
      • 10 Wacholderbeeren
      • 5 Pimentkörner
      • nicht jodiertes, unbehandeltes Salz und Pfeffer nach Geschmack

      Rinderbrühe einkochen

      1.  Die halbierten Zwiebeln mit der Schnittfläche nach unten in einen großen Topf geben und ohne Öl rösten, bis sie braun sind.

      2. Das Fleisch und die Knochen in den Topf schichten und das gewürfelte Gemüse, sowie die Gewürze darüber geben. So viel Wasser in den Topf füllen, bis alles gut bedeckt ist.

      3. Die Suppe zum Kochen bringen. Nach dem Aufkochen die Temperatur reduzieren, sodass die Suppe nur leicht köchelt. Der an der Oberfläche gebildete Schaum kann nach etwa einer Stunde abgeschöpft werden.

      4. In der Zwischenzeit, die Gläser reinigen und den Druckkessel nach Anweisungen des Herstellers vorbereiten.

      5. Nachdem die Suppe etwa 2 Stunden geköchelt hat, können das Fleisch und die Knochen entnommen werden. Die heiße Brühe wird vorsichtig durch ein mit einem Käsetuch oder Abseihtuch ausgelegtes Sieb passiert.

      6. Die heiße Brühe in die heißen Gläser geben und dabei 2-3 cm Abstand bis zum oberen Glasrand lassen.

      7. Glasränder abwischen und mit den Deckeln und Klammern verschließen.

      8. Die gefüllten Gläser bei 10 Pounds mit einem „Weighted Gauge”-Druckkessel und bei 11 Pounds mit einem „Dial Gauge”-Druckkessel für 20 Minuten einkochen.  

      Dieses Rezept bezieht sich auf Einkochgläser mit einem Fassungsvermögen von 250-500 ml. Wenn du andere Glasgrößen verwendest, kann die Einkochzeit variieren.

      Der angegebene Druck in dem Rezept gilt bei den “Dial Gauge”-Druckkesseln für Höhen bis 600 m und bei den “Weighted Gauge”-Druckkesseln für Höhen bis 300 m über dem Meerespiegel. In höheren Lagen muss der Druck entsprechend angepasst werden.

      Tipp: Wenn du deine Brühe lieber mit Fleischeinlage magst, dann kannst du das Fleisch natürlich zerkleinern und auf die Einkochgläser verteilen. Mit Suppenfleisch verlängert sich die Einkochzeit auf insgesamt 75 Minuten.

      Viel Spaß und Erfolg beim Fleisch-Einkochen! :)

      Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

      Einmachen für Anfänger mit Anti-Schimmel-Checkliste

      Einmachen von Obst und Gemüse ist eine großartige Methode, um deine Ernteüberschüsse haltbar zu machen und im Winter immer noch eine ganze Bandbreite von Leckereien aus deinem eigenen Garten zu essen.

      Die Ernteschwemmen aus dem Sommer werden zu leckeren Marmeladen, Suppen, Eintöpfen, Antipasti oder Saucen eingemacht, die wir im Winter nur noch aufgewärmt werden müssen und damit ein super „Fast Food“ sind. ;)

      Ich liebe die Vielfalt, die beim Einmachen möglich ist! Mit den Lieblingszutaten kann ich so viele leckere Gerichte zaubern, die später meine Vorratskammer füllen und nur noch darauf warten, von uns vernascht zu werden.

      Im Winter nach einem langen Spaziergang ist es schon ein kleines Fest, einfach ein Glas erwärmen zu können und das Sommergemüse aus dem Garten zu schmecken.

      Ich baue das Obst und Gemüse für meine Familie fast komplett selbst an. Und damit wir im Winter immer noch super lecker aus unserem Garten essen können, ist das Einmachen super wichtig.

      Mittlerweile habe ich schon hunderten Kursteilnehmern gezeigt, wie sie ihre Ernte in einen leckeren, schimmelfreien, sicher haltbaren Wintervorrat verwandeln. Und jetzt bist du dran. Hier kommt meine komplette Einmach-Anleitung!

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      Welche Lebensmittel kann ich einmachen?

      Du kannst alle Obstarten und fast jedes Gemüse einmachen. Dabei können die Lebensmittel so eingemacht werden wie sie sind, oder sie werden geschmacklich kombiniert und mit Kräutern verfeinert. Daraus entstehen zum Beispiel leckere Suppen oder Eintöpfe, ganz nach dem eigenen Geschmack.

      Du kannst auch eiweißhaltige Lebensmittel, wie Fleisch oder Bohnen einmachen, allerdings brauchst du dann, genauso wie bei säurearmem Gemüse, einen Druck-Einmachtopf, damit das Ganze sicher haltbar ist. Keine Sorge, darauf gehe ich gleich nochmal näher ein.

      Lebensmittel, die sich nicht zum Einmachen eignen

      Es gibt einige Lebensmittel, die sich nicht so gut zum Einmachen eignen. Für mache mag es verlockend sein, die Eintöpfe und Suppen mit Mehl anzudicken. Das ist aber gar keine gute Idee, denn Mehl wird auch eingemacht relativ schnell sauer. Es enthält nämlich Enzyme, die erst bei höheren Temperaturen inaktiviert werden. Deswegen ist es besser,  beispielsweise Saucen erst vor dem Verzehr anzudicken.

      Leider ist es auch nicht möglich Kartoffelbrei oder cremige Kürbissuppe einzumachen- also besser Finger weg, das wird nichts!

      Zwiebeln solltest du vor dem Einmachen gut durchbrutzeln, damit sie sicher haltbar sind. Und auch Nudeln sollten nicht eingemacht werden. Nach der Einmachzeit sind die nämlich einfach nur noch matschig!

      Ich denke, es versteht sich von selbst, dass genauso zartes Blattgemüse wie Mangoldblätter oder Salat durch das Einmachen nicht unbedingt knackiger werden.

      Wie funktioniert Einmachen?

      Um Lebensmittel einzumachen, füllst du rohes oder auch schon gekochtes Obst und Gemüse in Einmachgläser und erhitzt sie danach auf eine bestimmte Temperatur für einen definierten Zeitraum. Bei diesem Prozess werden die Mikroorganismen von der Hitze getötet und können keine Fäulnisprozesse mehr im Einmachglas auslösen.

      Außerdem sind die Einmachgläser so konzipiert, dass sie Luft von innen nach außen lassen können. Andersherum kann aber keine Luft von außen in das Glas eindringen. Die Luft im Einmachglas dehnt sich bei der Erhitzung aus und strömt nach draußen. Dadurch kann sich im Glas selber ein Vakuum bilden und der Deckel sitzt auch ohne Klammern fest auf dem Glas auf. Mikroorganismen in der Luft werden also ausgesperrt und können unser Eingemachtes nicht mehr kontaminieren.

      Auf diese Weise kann Obst und Gemüse durch das Einmachen mehrere Jahre lang haltbar gemacht werden!

      Einmachen, Einkochen, Einwecken oder Einrexen beschreibt übrigens alles das Gleiche. ;)

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        Ist Einmachen und heiß Einfüllen das Gleiche?

        Es gibt einige Menschen, die heißes Einfüllen dem Einmachen gleichsetzten. Das Prinzip ist auch ganz ähnlich, denn beim heißen Einfüllen werden die Lebensmittel kochend heiß in die Gläser abgefüllt. Die Gläser werden nach dem heißen Einfüllen direkt geschlossen und durch den Temperaturunterschied bilden sich auch hier in den Gläsern Vakuum aus.

        Nun können aber nicht alle Lebensmittel durch das heiße Einfüllen haltbar gemacht werden. Das funktioniert nämlich nur, wenn das Eingemachte einen hohen Säure- und Zuckergehalt hat. Beeren können mit der Methode zu Marmeladen verarbeitet werden, oder auch Ketchup und Sirup können durch heißes Einfüllen haltbar gemacht werden.

        In einigen Einmachbüchern wird immer wieder dazu geraten, dass die Gläser zusätzlich noch eine kurze Zeit in einem Einmachtopf erhitzt werden sollten. Das kann man machen, wenn man sich damit sicherer fühlt, es ist aber nicht zwingend nötig, solange du sauber arbeitest.

        Wenn du Lebensmittel mit niedrigerem Säure- und Zuckergehalt einmachen möchtest, dann reicht das heiße Einfüllen aber nicht mehr aus und du solltest deine Gläser einmachen.

        Kann ich alle Gläser zum Einmachen benutzen?

        Viele Gläser, die du (wahrscheinlich mit Inhalt ;)) im Supermarkt erworben hast, kannst du für das Einmachen wiederverwenden. Dabei ist es aber sehr wichtig darauf zu achten, nur Deckel zu verwenden, die „ploppen“. Das bedeutet, dass die Deckel eine kreisförmige Erhöhung in der Deckelmitte aufweisen, die anzeigt, ob nach dem Einmachen oder dem heißen Einfüllen ein Vakuum entstanden ist. Später kann mit einer Druckprobe auf den Knopf in der Mitte des Deckels nämlich leicht überprüft werden, ob sich ein Vakuum im Glas gebildet hat.

        Richtige Einmachgläser haben den Vorteil, dass die Wände dicker und damit stabiler sind, als bei den Schraubgläsern. Es kann schon mal passieren, dass die dünnwandigen Gläser beim Einmachen kaputt gehen. Das kommt nicht oft vor, aber es kann ja nicht schaden, dich schon mal vorzuwarnen. ;)

        Aus diesem Grund benutze ich die Schraubgläser am liebsten, wenn ich nur heiß einfülle. Beim Einmachen kommen dann die richtigen Einmach-Gläser zum Einsatz!

        Hier nochmal eine kurze Übersicht über die wichtigsten Gläser zum Einmachen:

        • Schraubgläser mit “Plopp”-Deckel
        • Twist-Off-Gläser mit “Plopp”-Deckel
        • Alte Einkochgläser
        • Neue Weck-Einkochgläser

        Schraubgläser und Twist-Off-Gläser unterscheiden sich im Deckel-System.  Die Twist-Off-Gläser haben kein Gewinde, sondern einen sogenannten „Nokken-Verschluss“. Diese Nokken klammern sich an den Verschluss am Glas, dafür werden die Deckel nicht fest zugedreht, sondern quasi nur aufgedreht. Dieser Schließmechanismus funktioniert ähnlich wie bei den Weck-Einmachgläsern und die Nokken ersetzen dabei die Klammern. Wenn die Lebensmittel in einem Twist-Off-Glas eingemacht werden, wird der Deckel durch das Vakuum, das im Glasinneren entsteht, fest angesaugt.

        Wenn du dir nicht unbedingt neue Gläser kaufen möchtest, dann gibt es verschiedene Wege, um an alte Einmachgläser ranzukommen. Du findest sie häufig für sehr wenig Geld auf dem Flohmarkt oder in Gebrauchtwarenläden.

        Auch bei Haushaltsauflösungen bin ich schon fündig geworden. Viele ältere Menschen haben nämlich noch den ganzen Keller voll von ungenutzten Einmachgläsern und sind dankbar, wenn sie einen Abnehmer dafür finden. So kannst du richtig viele Gläser bekommen und zahlst nur einen Bruchteil dessen, was neue Weck-Gläser kosten.

        Allerdings haben die meisten alten Einmachgläser ein Volumen von einem Liter. In einem kleinen Haushalt sind aber die kleineren Gläser häufig praktischer, sodass ich mir auch einige neue Weck-Gläser gekauft habe.

        Und welche Gläser sind zum Einmachen ungeeignet?

        Ich habe ja gerade schon über die „Plopp“-Deckel gesprochen und dass sie ein guter Indikator dafür sind, ob sich ein Vakuum im Glasinneren gebildet hat oder nicht. Das ist auch der Grund, warum ich eben keine Gläser ohne “Plopp”-Deckel für das Einmachen verwenden würde. Denn falls sich der Deckel nach außen gewölbt hat, ist das Vakuum nicht mehr vorhanden und dein Eingemachtes ist womöglich verdorben. Bei Deckeln, die nicht “ploppen”, kannst du nicht so leicht erkennen, ob der Glasinhalt verdorben ist oder nicht.

        Genau deswegen benutze ich auch keine Bügelgläser zum Einmachen. Diese besitzen nämlich einen Bügel, der den Deckel fest auf das Glas drückt. Und schon gibt es keinen Indikator mehr für das Vakuum im Glasinneren und du kannst nicht erkennen, ob dein Eingemachtes verdorben ist oder nicht.

        Jetzt schreibe ich so oft über verdorbenes Eingemachtes. Natürlich kann es passieren das dein Eingemachtes schimmelt, aber wenn du dich an ein paar Grundregeln hältst, dann kommt das so gut wie nie vor.

        Es ist mir wichtig, dass ich dich mit diesen Informationen nicht abschrecke. Ganz im Gegenteil, das Ziel ist ja, dass du gut vorbereitet bist für das Einmachen und der Schimmel aus den Gläsern verbannt wird. ;)

        Einmachen ist ganz leicht und ziemlich gelingsicher! Aber wenn doch mal was schiefgeht, dann bist du mit den richtigen Gläsern eben auf der sicheren Seite.

        Wie verschließe ich Einmachgläser?

        Für Einmachgläser brauchst du immer ein passendes Gummi, das du je nach Modell entweder auf den Glasrand oder den Deckel legst, bevor du das Glas verschließt.

        Die neuen Weck-Einmachgläser werden nach dem Einfüllen mit zwei kleinen Federklammern verschlossen. Bei den älteren Gläsern werden die Deckel mit einem Bügel bespannt, den man auch Universalklammer nennt. Die hält auch wunderbar auf alten Einmach-Gläsern von anderen Marken, die man zum Beispiel auf dem Flohmarkt erstanden hat.

        Einmachtöpfe und Einmachautomaten

        Auf dem Markt befinden sich verschiedene Töpfe und Automaten zum Einmachen. Das praktische bei den Einmachautomaten ist, dass man sie überall benutzen kann, da sie sich selber heizen. Außerdem arbeitet der Automat, wie schon der Name sagt, ziemlich selbständig und du kannst ihn auch mal alleine lassen. ;)

        Die Einmachtöpfe werden auf den Herd gestellt und über ein Thermometer wird abgelesen, wie hoch oder niedrig die Temperatur im Inneren des Topfes ist. Die muss man dann über die Stufen vom Herd regulieren. Das ist wichtig, denn verschiedenes Obst- und Gemüse wird auch unterschiedlich heiß eingemacht, je nach Zucker- oder Säuregehalt. Darauf komme ich gleich zu sprechen.

        Wenn du keinen Einmachtopf oder Einmachautomaten zur Hand hast, dann ist das gar kein Problem! Hier zeige ich Dir, wie du mit haushaltsüblichem Zubehör improvisieren kannst. :)

        Druck-Einmachtopf

        Wenn du eiweißhaltige oder säurearme Lebensmittel, wie Fleisch oder Bohnen einmachen willst, musst du dafür einen Druck-Einkochkessel verwenden. In diesen Lebensmitteln können sich nämlich Botulismus-Bakterien vermehren, die eine der schlimmsten Lebensmittelvergiftungen der Welt auslösen können.

        Die Botulismus-Bakterien werden erst bei 120 °C abgetötet, und diese Temperaturen können mit einem normalen Einmachtopf rein physikalisch nicht erreicht werden. Dafür muss schon ein Druckkessel her, der Temperaturen von 120 °C konstant halten kann.

        Wenn du mehr über Botulismus erfahren willst, dann kannst du gerne meinen Botulismus-Artikel lesen:

        Botulismus: Tödliche Vergiftung durch Einkochen

        Das Einmachen im Druck-Einmachtopf ist zwar etwas kniffeliger als im normalen Einmachtopf oder Einmachautomaten, aber mit ein bisschen Übung kriegst du das hin – versprochen! Darüber werde ich am besten nochmal einen eigenen Artikel schreiben.

        Sonstiges Zubehör

        Wenn du keine Lust hast, dir beim Herausheben der Gläser aus dem Wasserbad die Finger zu verbrennen, solltest du dir einen Glasheber zulegen. Klar, ich bin auch lange ohne einen Glasheber ausgekommen, aber seitdem ich ihn habe, möchte ich ihn auch nicht mehr missen. ;)

        Ziemlich praktisch für das Einmachen sind auch noch eine Schöpfkelle und ein Trichter. So ist es wirklich leicht, Marmeladen und Co in die Gläser zu füllen. Und wenn du (wie ich) trotzdem mal daneben kleckst, dann ist es auch noch schlau, ein sauberes Tuch parat zu haben.

        Vor dem Einmachen…

        Es ist ganz wichtig, beim Einmachen so sauber wie möglich zu arbeiten. Das heißt, dass du deine Töpfe, Schöpfkelle, Trichter und Gläser gut ausspülst, bevor sie zum Einsatz kommen. Im nächsten Schritt sollten die Gläser, Deckel und Gummis, sowie Schöpfkelle und Trichter zusätzlich mit kochendem Wasser sterilisiert werden.

        Die Deckel und Ringe kochst du mindestens fünf Minuten lang in sprudelndem Essigwasser aus.

        Schritt für Schritt sicher einmachen

        Manches Obst und Gemüse wird roh in die Einmachgläser gefüllt, anderes muss vorgekocht werden. Aber keine Sorge, das ist im Rezept immer mit angegeben.

        Bei den alten Weck-Gläsern oder bei den Schraubgläsern ist es nötig, dass man beim Einfüllen etwa 2 cm Abstand bis zum Glasrand lässt. Die neuen Weck-Gläser haben einen anderen Rand, sodass du dein Einmachglas bis zum Rand befüllen kannst.

        Wenn die Gläser alle geschlossen sind, wandern sie in den Einmachtopf. Hier ist zu beachten, dass du kalt eingefüllte Gläser auch in ein kaltes Wasserbad stellst. Wenn du die Lebensmittel heiß eingefüllt hast, kommen sie in ein bereits erwärmtes Wasserbad.

        Im Einmachtopf müssen die Gläser zu mindestens zu 2/3 mit Wasser bedeckt sein. In punkto Einmachtemperatur und Einmachzeit solltest du dich immer an das jeweilige Rezept halten.

        Leider wird auf das Thema Botulismus und sicheres Einmachen im Druck-Einmachtopf auf vielen Internetseiten und in vielen Büchern noch nicht eingegangen, sodass du wirklich sicher gehen solltest, nur Rezepte aus vertrauenswürdigen Quellen zu verwenden.

        Wenn die Einmachzeit abgelaufen ist, werden die Gläser zum Abkühlen auf ein Geschirrtuch gestellt. Erst wenn die Gläser richtig abgekühlt sind, werden die Klammern am Glas abgenommen. Jetzt kann geprüft werden, ob in den Gläsern ein Vakuum herrscht.

        Falls es bei einem Glas mal nicht geklappt hat, solltest du es entweder in den Kühlschrank stellen und bald verbrauchen oder das Glas nochmal neu einmachen. Vorher aber am besten nochmal überprüfen, ob der Deckel möglicherweise der Übeltäter war.

        Wenn du dein Obst und Gemüse auf diese Weise einmachst, hält es sich mindestens ein Jahr – und eigentlich sogar noch viel länger. Es ist so schön, während einem Sturm im Winter ein eingemachtes Glas zu öffnen und den Sommer zu schmecken :)

        Typische Anfängerfehler beim Einmachen

        Ich liebe es, einzumachen – es gibt nur ein paar Regeln zu beachten, dann ist Einmachen super einfach! Beim Einmachen kann man allerdings auch einiges falsch machen.

        Deswegen habe ich einen Blogartikel zu den neun hartnäckigsten Einkoch-Mythen geschrieben, auf die du besser nicht reinfällst. Falls es dich interessiert, bitte einmal hier lang: ;)

        9 Einkoch-Mythen, die du kennen solltest

        Hol dir die kostenlose Einmach-Checkliste!

        Damit deinem Einmach-Erfolg nichts mehr im Weg steht, habe ich eine Checkliste erstellt, in der alle Schritte noch einmal übersichtlich aufgelistet sind. Ich weiß, dass all die Informationen einen erstmal ganz schön erschlagen können, aber so schwer ist das alles gar nicht. :)

        Einfach die Checkliste durchgehen, da habe ich alles Wichtige für dich zusammengefasst:

        Hol dir die “Sicher einkochen”-Checkliste!

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          Suppe einkochen

          Suppe sicher einkochen mit Anti-Schimmel-Checkliste

          Suppe einkochen ist aus vielen Gründen super praktisch. Manchmal ist auch einfach die Zeit zu knapp, um lange in der Küche zu stehen und etwas Leckeres zu kochen. Wenn es mal wieder besonders schnell gehen muss, und du trotzdem nicht auf gesunde Lebensmittel verzichten willst, dann ist die selbst eingekochte Gemüsesuppe genau das richtige!

          Im Sommer, wenn der Gemüsegarten all seine Leckereien abwirft, mache ich meine Ernteüberschüsse total gerne haltbar, indem ich Gemüsesuppe einkoche. Am liebsten mache ich dann gleich eine große Menge Suppe und freue mich danach über ganz viele Gläser selbst gemachtes Fast Food.  ;)

          An Tagen mit wenig Zeit kannst du die Suppe einfach schnell erwärmen und deiner Familie eine gesunde Mahlzeit aus dem eigenen Garten auf den Tisch bringen!

          Und das Beste:

          Du weißt genau, welche Zutaten in der Suppe enthalten sind. So kannst du sicher sein, dass nur richtig gute Lebensmittel (und keine Konservierungsmittel!) in der Suppe landen, die du nach eigenen Wünschen und Vorlieben kreieren kann.

          Bevor du deine Suppe einkochst…

          … schau dir doch nochmal den Grundlagenartikel zum Einkochen an, dafür bitte einmal hier entlang ;)

          Welches Zubehör brauchst du, um Suppe einzukochen?

          • Einkochgläser mit Deckel, Gummiring und Klammern
          • Einen Einfülltrichter
          • Einen Druckeinkochkessel
          • Eine Einkochzange, um die heißen Gläser aus dem Topf zu heben

          Kann ich Suppe im Einkochtopf einkochen?

          Wenn du säurearme Lebensmittel einkochen willst (zum Beispiel Suppe), solltest du dafür einen Druckkessel verwenden. In säurearmen Lebensmitteln können sich nämlich Botulismus-Bakterien vermehren, die eine der schlimmsten Lebensmittelvergiftungen der Welt auslösen können.

          Hier erfährst du mehr zum Thema Botulismus.

          Ein normaler Einkochkessel taugt zum Einkochen von Suppe also nicht, da muss schon ein Druckkessel her, der Temperaturen von 120 °C konstant halten kann. Erst bei 120 °C sterben die Sporen der Botulismus-Bakterien ab und die Suppe ist sicher eingekocht.

          Ich verwende diesen Druck-Einkochkessel und bin damit absolut zufrieden.

          Ein leckeres Rezept zum Suppe-Einkochen :)

          Zutaten:

          • 3 Möhren, geschält
          • 400 g passierte Tomaten
          • 500 ml Wasser
          • 120 g gekochter Zuckermais
          • 120 g gekochte Bohnen oder Kichererbsen
          • 750 g Kartoffeln, geschält und gewürfelt
          • 1 mittelgroße Zwiebel, gehackt
          • 50 g Sellerie, gewürfelt
          • 2 Knoblauchzehen, gehackt
          • nicht jodiertes, unbehandeltes Salz und Pfeffer nach Geschmack
          • 1 TL getrocknete italienische Gewürze

          Suppe einkochen im Druckkessel

          1. Den Druckkessel nach Anweisungen des Herstellers vorbereiten.

          2. In einem großen Topf bei starker Hitze die Tomaten, Wasser, Mais, Kichererbsen, Karotten, Kartoffeln, Zwiebeln, Sellerie und Knoblauch vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Mischung zum Kochen bringen und gelegentlich umrühren. Die italienischen Kräuter unterrühren und die Suppe 10 Minuten köcheln lassen.

          3. Die heiße Suppe vorsichtig in die heißen Gläser füllen und 2-3 cm Abstand bis zum oberen Glasrand lassen.

          4. Glasränder sauber wischen und mit den Deckeln und Klammern verschließen.

          5. Die gefüllten Gläser bei 10 Pounds mit einem „Weighted Gauge”-Druckkessel und bei 11 Pounds mit einem „Dial Gauge”-Druckkessel für 60 Minuten einkochen.

          Dieses Rezept bezieht sich auf Einkochgläser mit einem Fassungsvermögen von 250-500 ml. Wenn du andere Glasgrößen verwendest, kann die Einkochzeit variieren.

          Der angegebene Druck in dem Rezept gilt bei den “Dial Gauge”-Druckkesseln für Höhen bis 600 m und bei den “Weighted Gauge”-Druckkesseln für Höhen bis 300 m über dem Meerespiegel. In höheren Lagen muss der Druck entsprechend angepasst werden.

          Du willst ein anderes Suppen-Rezept einkochen?

          Das ist überhaupt kein Problem! Du kannst die Gemüsesuppe ganz nach deinem Geschmack kochen, wichtig ist aber, dass du die Einkochzeit auf das Lebensmittel in deiner Suppe beziehst, das die längste Einkochzeit hat.

          Du willst deine Suppe im Backofen einkochen?

          Davon würde ich besser die Finger lassen. Einkochen im Backofen ist leider nicht sicher, auch wenn es zurzeit in so ziemlich jedem Frauenmagazin angepriesen wird. Wenn du mehr zum Einkochen im Backofen wissen möchtest, ist hier der passende Artikel:

          Warum du nicht im Backofen einkochen solltest!

          Hol dir die Sicher einkochen-Checkliste!

          Du bist dir unsicher, wann du welche Einkochtechnik verwendest, oder brauchst eine Checkliste zum Einkochen im Druckkessel? Dann hol dir gerne meine „Sicher einkochen“-Checkliste!

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            Welche Suppe möchtest du einkochen? Hast du ein Lieblingsrezept? Bist du schon ein alter Einkochhase oder fängst du gerade erst mit dem Einkochen an? Lass mir gerne einen Kommentar da!

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            Selbstversorgung Garten Huhn

            Selbstversorgung aufbauen: Wenn ich von 0 anfangen müsste, was würde ich tun?

            Letztens hat mich jemand gefragt, was ich machen würde, wenn ich mit unserer Selbstversorgung nochmal ganz von vorne anfangen müsste. Die Frage fand ich so spannend, dass ich ihr diese Woche einen ganzen Artikel widmen möchte.

            Falls du mich noch nicht kennst: Hi! :) Ich bin Marie, ich studiere ökologische Landwirtschaft und versuche, möglichst viel von dem, was wir essen, selbst anzubauen.

            Obst und Gemüse kaufen wir fast gar nicht mehr zu, die Eier kommen von unseren Hühnern, wir backen unser Brot komplett selbst und ich habe eine kleine Ziegenherde für Fleisch und Milch.

            Das Wissen, das ich mir angeeignet habe, gebe ich in Onlinekursen weiter und habe so schon über 1000 Kursteilnehmern gezeigt, wie sie sich aus ihrem Garten selbstversorgen. Viele vergessen aber, dass wir am Anfang ja auch ohne jeden Plan losgelegt haben und uns das nicht alles zugeflogen kam.

            Ich weiß genau, wie sich das anfühlt, wenn du suuuper große Pläne hast, die du am liebsten sofort umsetzen möchtest, aber absolut keine Ahnung, wie und womit du anfangen sollst.

            Deswegen kommt hier ein Fahrplan, an dem du dich orientieren kannst. So würde ich vorgehen, wenn ich unsere Selbstversorgung von Grund auf neu starten würde:

            1. Selbstversorger-Fähigkeiten aufbauen

            Du hast ein großes Ziel: Du möchtest dich und deine Familie möglichst selbstversorgen. Das fordert Fähigkeiten, die heute kaum noch jemand beherrscht. Deswegen mein Appell an dich:

            Fang so bald wie möglich an, dir diese Fähigkeiten anzueignen.

            Mach dir eine Liste mit allen Projekten, die du umsetzen möchtest, und überleg dir, was du lernen musst, bevor es losgeht.

            Du möchtest Puten halten? Guess what: Such nach Leuten, die dir zeigen können, was du dabei beachten musst.

            Du willst dein eigenes Obst anbauen? Lerne, wie man Obstbäume schneidet!

            Du träumst von einem großen Selbstversorger-Gemüsegarten? Dann saug so viele Infos auf, wie du kannst, und lerne diese Fähigkeiten von Leuten, die genau das, was du planst, schon machen.

            Jipp, das bedeutet oft, dass du ein gewisses Lehrgeld zahlen musst, aber glaub mir: Ich habe schon sehr viel in Kurse investiert, und es hat sich immer gelohnt. Deine Fähigkeiten-Palette ist etwas, das für dich immer an erster Stelle stehen sollte. :)

            2. Du hast nicht genug Platz für deine Selbstversorgung?

            Wenn du kein eigenes Grundstück hast bzw. dein eigener Garten zu klein ist, lass dich davon nicht abhalten:

            Ich schaue immer nach verwilderten Grundstücken in unserer Gegend, mache die Besitzer ausfindig und frage einfach mal nett nach, ob ich das Grundstück beweiden kann.

            Viele Leute sind ganz happy, wenn das Grundstück gepflegt wird, und überlassen es mir kostenlos. So haben wir auch schon Grundstücke gefunden, auf denen wir Gärten anlegen konnten.

            Wenn du nicht genug Platz hast, ist das also absolut kein Problem. Ich bin mir sicher, dass du ein Grundstück für deine Selbstversorgung findest, wenn du die Augen offenhältst. :)

            Wir haben keinen einzigen Quadratmeter eigenes Land und bisher trotzdem immer Grundstücke gefunden, die wir nutzen können.

            3. Dein Selbstversorger-Anbauplan

            Wenn du noch nie gegärtnert hast, würde ich dir unter keinen Umständen empfehlen, gleich im ersten Jahr eine komplette Gemüse-Selbstversorgung anzustreben. Fang erstmal kleiner an, sonst bist du nachher überfordert, verlierst den Spaß an der Selbstversorgung und schmeißt das Handtuch.

            Wie groß dein Garten im ersten Jahr aber auch sein wird:

            Du brauchst einen guten Anbauplan! Wusstest du, dass du bis zu dreimal mehr auf derselben Fläche ernten kannst, wenn du einen guten Anbauplan austüftelst? Also einmal bitte hier entlang:

            Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

            4. Die richtige Garten-Methode

            Es gibt unterschiedliche Garten-Methoden, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Ich würde dir raten, dich vorher gut zu informieren, dir eine Methode auszusuchen und sie 1:1 umzusetzen. Versuch nicht, unterschiedliche Methoden miteinander zu kombinieren.

            Übertrieben ausgedrückt: Ein „Gärtnern im Quadrat“-„Back to Eden“-„Aquaponic“-Garten mit Hochbeeten würde vermutlich nicht wirklich funktionieren. ;)

            Wenn du zum Beispiel nach meinem Gartensystem gärtnerst, musst du das Ganze wirklich als System verstehen. Die Beet-anlege-Technik, die ich dir in meinem Gemüsegarten starten-Onlinekurs zeige, ist zum Beispiel die Basis für alles, was ich dir im Rest des Kurses beibringe.

            Wenn du in später aber plötzlich anfängst, nach anderen Methoden zu gärtnern, und zum Beispiel auf die Mulchschicht, die ich empfehe, verzichtest, wirst du nie die Erfolge erzielen, die du in deinem Garten feiern könntest, weil das ganze System so aufeinander abgestimmt ist, dass alles ineinander greift.

            Also such dir eine Methode aus und zieh das Ganze durch. ;)

            5. Geld sparen beim Zubehör

            Klar geht es beim Thema Selbstversorgung darum, möglichst viel selber zu machen und dadurch Geld zu sparen. Ironischerweise haben wir durch unsere Selbstversorgung aber auch hohe Ausgaben:

            Für Werkzeug zum Beispiel, Einkochzubehör, Zäune, die Tierarztkosten, eine Getreidemühle, Gärtöpfe, Saatgut, evtl. Futter und Baumaterial, ein Spinnrad usw.

            Ich bin kein Fan von billigem Werkzeug oder Zubehör. Es lohnt sich immer, in gute Qualität zu investieren und Dinge zu kaufen, die dann auch für Jahrzehnte halten. Aber die kosten eine Menge Geld..

            Deswegen hier mein Tipp: Schreib dir eine Liste mit dem gesamten Zubehör, das du für deine Selbstversorgung brauchst, klappere mehrmals pro Woche eBay Kleinanzeigen und ähnliche Portale ab und gib jeden einzelnen Artikel in die Suchmaske ein.

            Du wirst erstaunt sein, wie schnell du dein Zubehör zusammen hast – für einen Bruchteil dessen, was du neu für die Werkzeuge bezahlt hättest.

            Hier findest du noch mehr Tipps, wie du deine Selbstversorgung mit möglichst wenig Geld aufbaust.

            6. Hühner und Kleintiere halten

            Sobald du das Zubehör für die Kleintiere, die du halten möchtest, zusammen hast, und gelernt hast, wie du diese Tiere artgerecht hältst, kannst du dich auf die Suche nach passenden (Klein)Tieren begeben.

            Mit größeren Tieren wie Ziegen, Schafen oder Schweinen würde ich mir an deiner Stelle mehr Zeit lassen und mich erstmal mit kleineren, pflegeleichten Tieren an das ganze Tierhaltungsding herantasten.

            Wenn du Tiere hältst, übernimmst du nämlich immer eine große Verantwortung.

            Ich bin ein absoluter Fan davon, alte, robuste Rassen zu halten, die vom Aussterben bedroht sind. In meinem Anfänger-Guide „Selbstversorgung starten“ findest du viele tolle Rassentipps:

            Pssst: Kennst du die Initiative „Rettet das Huhn“? Die vermitteln „ausgediente“ Legehennen an Privatleute. Diese armen Geschöpfe werden in der Massenproduktion nämlich schon mit ca. einem Jahr geschlachtet, weil es wirtschaftlicher ist, sie durch jüngere Hennen zu ersetzen.

            Einjährige Hybridhennen legen immer noch besser als die allermeisten jungen Rassehühner, du musst dir also keine Sorgen machen, dass du keine Eier bekommst, wenn du solche Hühner aufnimmst.

            Ich fände es super toll, wenn du ein paar Hennen von „Rettet das Huhn“ aufnehmen würdest. ♥

            7. Du willst dich mit Fleisch selbstversorgen?

            Dann solltest du vorher jemanden suchen, der dir zeigen kann, wie man Tiere schlachtet. Tiere zu töten, ist überhaupt nicht schön.

            Nicht falsch verstehen: Das Fleisch von Tieren, die du selbst aufgezogen hast, und denen du ein glückliches, freies Leben ermöglicht hast, ist ethisch gesehen viel korrekter als das abgepackte, anonyme Fleisch aus dem Supermarkt.

            Aber wenn du ein Tier schlachtest, solltest du wissen, was du tust, damit der Tod so human wie möglich ist. Und du solltest wissen, ob du das überhaupt übers Herz bringst. Also lern das Schlachten von jemandem, der es dir genau zeigen kann, und schau, ob du das überhaupt “packst”, bevor du selbst loslegst.

            8. Die größeren Tiere können einziehen

            Wenn mit den Kleintieren alles klappt, kannst du dir überlegen, ob du größere Tiere wie Ziegen, Schafe, Schweine oder sogar Kühe anschaffst. Dann kannst du zum Beispiel auch deinen eigenen Joghurt, Käse usw. herstellen. :)

            Kleiner Tipp für alle, die sich eine Milchziege oder ein Milchschaf kaufen wollen:

            Wenn du ein Tier kaufst, das es gewohnt ist, gemolken zu werden, ersparst du dir sooo viel Arbeit. Die beste Milchziege, die wir hatten, stammte von einem Milchziegenbetrieb und war wegen zu schlechter Milchleistung ausgemustert worden.

            Für uns hat die Milch allemal gereicht – und es war super praktisch, dass wir die Ziege nicht ans Melken gewöhnen mussten.

            Hol dir meinen Selbstversorger-Anfänger-Guide!

            Ich habe einen Anfänger-Guide erstellt, der dir dabei hilft, deinen Selbstversorger-Traum in die Realität umzusetzen. Trag dich gerne hier ein:

            Wo bist du auf deinem Weg in die Selbstversorgung? Hast du schon einen Garten? Was sind deine Pläne? :) Ich freue mich wie immer über Kommentare!

            Tour durch den Wurzelwerk-Küchengarten :)

            Heute möchte ich euch gerne auf eine kleine Tour durch unseren Küchengarten mitnehmen. :) Die letzte Gartentour ist schon über zwei Jahre her, es ist also dringend Zeit für ein Update!

            Wir haben einen kleineren Gemüsegarten direkt am Haus (mit ca. 80 Quadratmetern Beetfläche), wo unser “Feingemüse” wächst. Alle Gemüse, die weniger Pflege und mehr Fläche brauchen (z.B. Kartoffeln, Kürbis, Zwiebeln usw.) bauen wir auf unserem “Acker” an, der weiter entfernt ist und ungefähr 220 Quadratmeter Beetfläche umfasst.

            Wenn ihr Lust habt, poste ich auch mal eine Tour über den Acker, aber heute zeige ich euch erstmal den Küchengarten.

            Wir haben dieses Jahr eine richtige Paprika-Schwemme. Nachdem wir in den letzten Jahren viele Freilandsorten ausprobiert haben, haben wir jetzt die perfekten Kandidaten für unsere Region gefunden und sie hören gar nicht auf, Früchte zu produzieren.

            Unsere Paprikapflanzen wachsen (fast alle) vor einer Sandsteinmauer, die für ein tolles warmes Klima sorgt, in dem sich die Paprikas richtig wohl fühlen. Ich kann mir vorstellen, dass das an der Südwand deines Hauses auch gut klappen könnte.

            Unsere absolute Lieblingssorte sind übrigens die “Roten Augsburger”. Wenn du wissen möchtest, wie du richtig gute Paprika anbaust, schau mal hier vorbei.

            Die Auberginen fühlen sich vor der Mauer auch sichtlich wohl. Wir stehen dieses Jahr zum ersten Mal vor der Frage, was zum Teufel wir aus all den Auberginen kochen sollen. Hast du ein Lieblingsrezept? Ich freue mich über Ideen in den Kommentaren!

            Naaa, was ist das da unten für eine Pflanze?

            Jipp, eine Süßkartoffel. :) Nachdem im Frühling fast alle Pflänzchen von Kaninchen abgefressen wurden, haben wir nochmal nachgepflanzt, und es hat sich gelohnt. Süßkartoffeln sind einfach wunderschön, oder? Die würde ich auch glatt als Zierpflanze anbauen.

            Einige von euch werden sich wahrscheinlich fragen, warum die Beete nicht gemulcht sind, obwohl ich doch jede Gelegenheit beim Schopf packe, zu predigen, wie wichtig Mulch im Garten ist.

            Ich habe in unserem Küchengarten zurzeit ein Experiment am Laufen. Ich will nämlich wissen, was für einen Unterschied Mulch wirklich macht, und habe ihn deshalb dieses Jahr einfach mal weggelassen.

            Ich sag dir: Wenn ich den Garten nicht einmal pro Woche gründlich gießen würde, würde im Küchengarten überhaupt nichts wachsen. Auf dem Acker dagegen, wo alles dick gemulcht ist, gießen wir überhaupt nicht und alles wächst ohne Zutun.

            Ich bin kurz davor, mein Nicht-Mulchen-Experiment abzubrechen, weil die Unterschiede so gravierend sind.

            In unseren Hochbeeten wachsen ganz unterschiedliche Pflanzen: Zucchini, Basilikum, Mangold, Kassler Strünkchen, Ruccola und und und. :)

            Dahinter siehst du drei meiner Kohlbeete, die ich zum Schutz vor Schädlingen immer mit Insektenschutznetz abdecke. Ein Rosenkohl ist schon so groß, dass er das ganze Netz hochdrückt. :D

            Auf diesem Foto siehst du auch mein neues Gewächshaus. Es steht erst seit ein paar Wochen, und die Tomaten, die wir jetzt im August noch gepflanzt haben, werden wahrscheinlich keine allzu hohen Erträge mehr abwerfen, aber ist das Gewächshaus nicht unglaublich schön?

            Das Gewächshaus habe ich bei Gewächshaus-Plaza gekauft – die haben so eine große Auswahl hochwertiger, super hübscher Gewächshäuser, dass ich mich erstmal gar nicht entscheiden konnte. (Werbung)

            Bei Gewächshäusern würde ich immer in gute Qualität investieren. Es muss ja nicht gleich ein viktorianisches Gewächshaus sein, aber ich habe schon genug Baumarkt-Gewächshäuser gesehen, bei denen schon nach zwei, drei Jahren die Platten kaputt gegangen sind, oder die schon bei einem leichten Sturm kaputt gegangen sind.

            Hier kannst du einen Blick unter die Kohl-Schutznetze werfen.

            Ich pflanze immer, immer, immer Kohl, Lauch und Knollensellerie zusammen in ein Beet – das ist einfach die beste Pflanzenpartnerschaft überhaupt!

            Wenn du mehr Tipps zu konkreten Mischkultur-Pflanzengemeinschaften suchst, einmal bitte hier entlang!

            Das ist der Riesen-Rosenkohl, der unsere Netze sprengt. Der fängt sogar schon an, Röschen zu bilden.

            Und ein fescher Wirsing:

            Wir säen das ganze Jahr über immer wieder neue Gemüse nach. Wenn ein Beet abgeerntet ist, rückt sofort das nächste Gemüse nach. So können wir bei vielen Gemüsen zwei, drei oder noch mehr Ernten in einem Jahr auf ein und demselben Beet einfahren.

            Vielleicht liegt es daran, dass ich älter und spießiger werde, aber Blumen sind mir mittlerweile fast genauso wichtig wie das Gemüse. Ich liebe es, frische Blumensträuße im Haus zu haben! Außerdem wollen wir den Bienen ja auch etwas bieten. :)

            In meinen ersten Garten-Jahren war ich immer zu “geizig”, um Beetfläche für Blumen zu “opfern”, aber was ist ein Garten ohne ein paar bunte Farbtupfer?

            Unten siehst du das Beet, das ich im Frühling für den Gemüsegarten-Minikurs angelegt habe (wenn du in meinem Newsletter eingetragen bist, erinnerst du dich bestimmt).

            Hier wächst eine neue Charge Weißkohl, super hübsche lilafarbene Buschbohnen (die Sorte heißt “Purple Teepee”) und die mit Abstand größte Zucchinipflanze, die ich je gesehen habe.

            Die Beetumrandungen im gesamten Küchengarten haben wir übrigens aus Baumstämmen gebaut.

            Wir hatten im Küchengarten dieses Jahr immer wieder Rückschläge. Zum Beispiel haben ein paar ausbruchfreudige Kaninchen aus der Nachbarschaft komplette Kohlbeete und bisher alle Möhren abgefressen, die ich gesät habe, sodass wir Möhren dieses Jahr komplett zukaufen müssen.

            Außerdem ist es wirklich verdammt schwer, unter einem Walnussbaum Gemüse anzubauen, weil Walnüsse Stoffe verbreiten, die andere Pflanzen unterdrücken. Der ganze Küchengarten grenzt an einen Walnussbaum an. In den meisten Beeten ist das zum Glück gar kein Problem, in den vier Beeten, die direkt unter dem Baum liegen, wächst allerdings so gut wie gar nichts.

            Jipp, Walnüsse sind super lecker, aber normalerweise hält man mit Gemüsebeeten einen möglichst großen Abstand zu Walnussbäumen ein, weil sie echt die Fieslinge der Pflanzenwelt sind.

            Das war bei uns nicht möglich, und ich bin mir noch nicht sicher, was ich mit den Beeten, die direkt unter der Walnuss liegen, machen soll. Im Zweifel noch mehr Hochbeete bauen, mal gucken…

            Alles in allem bin ich aber super zufrieden damit, wie viel unser neuer Garten im ersten Jahr schon abwirft. Hier ist ein Foto von meiner heutigen Ernte:

            Meine fleißigen Gartenhelfer wollten sich leider kein bisschen fotografieren lassen. Wenn sie sich so im Internet verewigt sehen wollen: Das können sie haben. :D

            Säen und Pflanzen im September

            Aussaat & Pflanzen im September + Beispiel-Pflanzplan

            Im September kannst du noch einige Gemüsearten aussäen und pflanzen. Auch wenn dein Fokus zurzeit vermutlich mehr darauf liegt, deine Ernte zu verarbeiten, solltest du nicht vergessen, dass jetzt noch ein paar wichtige Aussaaten anstehen, die du auf den frei gewordenen Beeten machen kannst.

            Deswegen ist hier ist eine Übersicht über alle Gemüsepflanzen, die du jetzt noch säen und pflanzen kannst und die Gartenarbeiten, die im September anstehen.

            Außerdem kannst du dir gerne meinen Gemüsegarten-Beispielplan herunterladen, in dem genau steht, was in welchem Monat wo gepflanzt oder gesät wird.

            Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

            Gemüsegarten-Beispielplan

            Den Gemüsegarten-Beispielplan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkultur-Partner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss.

            Ich habe den Plan so konzipiert, dass die Beete das ganze Jahr über optimal genutzt sind und du einfach losgärtnern kannst.

            Trag dich hier ein:

            Gartenarbeiten im September

            Alle Pflanzen, die höher als 10 cm sind, solltest du mulchen. Das bedeutet, dass du den Boden mit organischem Material wie Rasenschnitt, Holzhackschnitzeln oder Laub abdeckst. So verdunstet viel weniger Wasser und du musst je nach Dicke der Mulchschicht kaum noch gießen. Außerdem unterdrückt Mulch Unkraut – damit hast du dann auch viel weniger Probleme.

            Hier findest du mehr Infos zum Mulchen.

            Abgeerntete Beete kannst du jetzt noch mit Blattgemüse für den Winter oder einer Gründüngung einsäen.

            Der Herbst ist außderdem eine gute Zeit, um einen Komposthaufen anzusetzen. Erntereste, Strauchschnitt, das erste Herbstlaub – jetzt kommt einiges zusammen, das du mit wenig Aufwand in wertvollen Kompost verwandeln kannst. Wie das geht, erfährst du hier:

            Einen richtig guten Kompost ansetzen

            Vorziehen im Haus

            Diese Pflanzen kannst du im September im Haus vorziehen, um sie später auszupflanzen:

            • Asiasalat
            • Feldsalat
            • Spinat
            • Wintersalat

            Draußen aussäen

            Diese Gemüsearten kannst du im September direkt im Garten aussäen:

            • Asiasalat
            • Feldsalat
            • Spinat
            • Wintersalat

            Draußen pflanzen

            Hier ist eine Liste mit Pflanzen, die du im September im Garten pflanzen kannst:

            • Asiasalat
            • Feldsalat
            • Knoblauch
            • Spinat
            • Wintersalat
            • Wintersteckzwiebeln

            Viel Spaß beim Aussäen und Pflanzen! :) Und vergiss nicht, dich für meinen Gartenplan einzutragen:

            Bald geht’s looos: Die “Mach deine Ernte haltbar”-Challenge 2019!

            Naaa, kommen dir die Zucchini, die du erntest, auch schon zu den Ohren heraus? Dann mach deine Ernte für den Winter haltbar! Jetzt kannst du vielleicht keine Zucchini mehr sehen, im Winter freust du dich aber bestimmt darüber, immer noch eigenes Gartengemüse zu essen!

            Deswegen *Trommelwirbel* bin ich schon ganz aufgeregt, euch zu erzählen, dass ich nächste Woche eine viertägige Challenge mit täglichen Videos und Rezepten zum Einkochen und Fermentieren mit euch starten möchte.

            Am 25. Juli (das ist am Donnerstag) geht’s loooos! 🤗

            Also sichere dir deinen Platz bei der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge 2019 und verwandele deine Ernte in einen leckeren, sicher haltbaren Wintervorrat! 😋

            Du lernst während der 4-Tage-Challenge:

            • Wie du Obst und Gemüse sicher einkochst und fermentierst!
            • Wie du Schimmel ein für alle Mal vermeidest!
            • Wie du Gemüse ohne Nährstoffverluste haltbar machst!
            • Wie du Botulismus und anderen Lebensmittelvergiftungen keine Chance gibst!
            • Und noch viel mehr! 😊

            Über 28.000 Gartenfreunde sind schon angemeldet! Sichere dir jetzt einen der letzten Plätze und mach mit!

            Hier geht’s zur Anmeldung!

            Kimchi selber machen Rezept

            Das leckerste Kimchi-Rezept – Kimchi schnell & einfach selber machen!

            Hach, Kimchi ist schon eine besondere Köstlichkeit unter den fermentierten Gemüsen! Deswegen freue ich mich, heute mein absolut leckerstes Kimchi-Rezept mit euch zu teilen.

            Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, weißt du wahrscheinlich, dass ich ein richtiger Fermentier-Nerd bin, und der koreanische Klassiker Kimchi war natürlich eines der ersten Rezepte, die ich ausprobiert habe. Und das würde ich dir auch raten! Kimchi ist nicht nur suuuper lecker, es ist auch ganz leicht, ihn selber zu machen.

            Ganz viel Spaß mit dem Rezept! :)

            Kimchi-Grafik
            Merk dir das Rezept auf Pinterest, damit du es später wiederfindest!

            Kimchi selber machen im Steintopf oder Glas

            Es gibt schöne Gärtöpfe aus Steingut und Keramik, aber Einmachgläser und Schraubgläser sind auch wunderbar geeignet, wenn du Kimchi selber machen willst. Gläser haben durch die kleineren Portionsgrößen den Vorteil, dass du in einem Schwung verschiedene Geschmackskreationen ausprobieren kannst.

            Ganz wichtig ist aber, dass dein Zubehör möglichst sauber und im besten Fall sogar steril ist. Ich sterilisiere mein gesamtes Zubehör mit kochend heißem Wasser, bevor es losgeht.

            Bevor du anfängst, deinen Kimchi zu machen…

            …lies dir am besten nochmal den „Fermentier-Grundlagen-Artikel“ durch, dann kann nichts mehr schiefgehen und du kannst gleich loslegen! :-)

            Die ultimative Fermentier-Anleitung!

            Ich habe außerdem eine Anti-Schimmel-Checkliste erstellt, die du für alle deine Fermente verwenden kannst. Hier kannst du dir die Checkliste herunterladen:

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              Und voilà: Mein allerliebstes Kimchi-Rezept!

              Zutaten

              • 1 großer Chinakohl
              • 1 weißer Rettich
              • 2 Möhren
              • 10 Frühlingszwiebeln
              • 4-6 EL Chilipulver
              • 4 Knoblauchzehen
              • 2%ige Salzlake (1 EL nicht jodiertes Salz/l Wasser)
              Chinakohl, um Kimchi selber zu machen

              Kimchi selber machen!

              1. Den Chinakohl in 1-2 cm breite Streifen schneiden. In eine große Schüssel geben und mit der Salzlake bedecken. Ein paar Minuten lang stampfen oder mit den Händen kneten, dann zwei Stunden lang stehen lassen.

              2. Den Rettich und die Möhren raspeln, die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken und mit dem Chilipulver mischen. Alles beiseitestellen.

              3. Den Chinakohl abgießen, die Lake dabei auffangen. Dann den Kohl, das restliche Gemüse und die Knoblauch-Ingwer-Chili-Mischung zurück in die Schüssel geben. Alles gut miteinander vermischen und nochmal kneten. Jetzt ist es Zeit für eine Kostprobe: Der Kohl sollte angenehm salzig schmecken. Hier musst du eventuell nochmal nachsalzen.

              4. Den Kimchi schichtweise in die sterilen Gefäße füllen und immer wieder gut einstampfen. Wenn das Gemüse nicht komplett von Flüssigkeit bedeckt ist, mit der Lake auffüllen. Mit einem Kohlblatt abdecken und so beschweren, dass das komplette Gemüse unter der Flüssigkeit steht.

              5. Drei bis sieben Tage bei Zimmertemperatur fermentieren, danach kühl und dunkel lagern, zum Beispiel in einem kühlen Keller, im Kühlschrank oder (so machen wir es) in einem kühlen Treppenhaus.

              Der Kimchi sind mindestens ein Jahr lang haltbar. Es ist aber wichtig, dass du regelmäßig kontrollierst, dass der gesamte Kimchi mit Flüssigkeit bedeckt ist.

              Vergiss nicht, dir die Anti-Schimmel-Checkliste herunterzuladen:

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                Hast du schon mal Kimchi selber gemacht? Was ist dein Lieblings-Kimchi-Rezept? Ich freue mich über Kommentare!

                Unsere kleine große Farm Ferkel

                Kinofilm: Unsere große kleine Farm – Interview mit John Chester

                Weil ihr Hund Todd zu laut bellt, müssen John und Molly Chester ihre Stadtwohnung verlassen. Diese Gelegenheit nutzen sie, um einen Traum zu verwirklichen, den sie so lange hatten:

                Einen eigenen regenerativen Hof aufzubauen und mit der Natur zu arbeiten statt gegen sie.

                Also kaufen sie eine alte, heruntergewirtschaftete Zitronenfarm und legen los. Der Naturfilmer John hat über die Jahre einen super inspirierenden Dokumentarfilm über ihr Abenteuer gedreht, der am 11. Juli in die Kinos kommt.

                Hier ist mein Interview mit John. Viel Spaß!

                Pssst: Falls du Lust hast, dir den Film anzuschauen: Auf meiner Facebookseite verlose ich morgen dreimal zwei Kinokarten. ;)

                Marie: Hey John, schön, dass du hier bist! Warum stellst du dich nicht erstmal vor und erzählst uns etwas über dich und Molly, eure Farm und den Film?

                John: Na klar! Mein Name ist John Chester und meine Frau Molly und ich haben vor acht Jahren unsere Farm gekauft und aufgebaut, weil wir eine große Sehnsucht nach wirklich gesundem, nährstoffreichem Essen mit diesem intensiven, echten Geschmack hatten, den man heute im Supermarkt gar nicht mehr bekommt.

                Gleichzeitig waren wie auch sehr an den ökologischen Auswirkungen und Verbesserungen interessiert, die eine regenerative Landwirtschaft für das Ökosystem bringen könnte. Deswegen kauften wir eine alte, heruntergekommene Zitronenfarm, die seit 45 Jahren sehr intensiv bewirtschaftet wurde, um billige Lebensmittel anzubauen.

                Die Farm wurde vorher ohne Rücksicht auf Verluste bewirtschaftet, auch ohne den Erdboden zu regenerieren, und so mussten wir den Boden von Grund auf neu aufbauen. Die Erde war komplett tot, es gab keine Mikroorganismen mehr, die die Erde wieder hätten heilen können. So standen wir erstmal vor einer Menge Arbeit.

                Marie: Es war sehr mutig von euch, euer altes Leben hinter euch zu lassen und euch auf dieses Abenteuer einzulassen. Wie hat es sich angefühlt, als ihr auf der Farm angekommen seid?

                John: Es war ein Mix aus ganz unterschiedlichen Gefühlen und Gedanken. Zum einen waren wir sehr aufgeregt. Wir fanden die Farm wunderschön, aber es wurde uns nach und nach immer deutlicher, dass einiges an Arbeit auf uns wartete. Besonders der tote Erdboden war eine ernstzunehmende Herausforderung, da wir dort wie gesagt von Grund auf neu beginnen mussten.

                Wir hatten Angst, als wir realisierten, dass wir auf einem Acker Lebensmittel anbauen wollten, der nichts anderes als Stein und Sand war. Aber es war auch ein sehr befreiendes Gefühl, endlich auf der Farm anzukommen.

                Marie: Ja, das kann ich mir vorstellen. Wie habt ihr es geschafft, all diese wunderschönen Aufnahmen zu machen, während ihr offensichtlich so viel Arbeit auf der Farm zu erledigen hattet?

                John: Der Film wurde über einen Zeitraum von acht Jahren gedreht. Ich hatte immer wieder Praktikanten auf dem Hof, die mithalfen und während der Arbeit auf dem Feld oder bei den Tieren brachte ich ihnen bei, wie man eine Kamera bedient.

                So nahmen wir einige Szenen auf unserem Weg auf, aber ich hatte nie die Intention, einen gesamten Film zu drehen, ich war anfangs eher an Kurzfilmen interessiert.

                Ich habe am Anfang nicht wirklich verstanden, wie bedeutsam biologische Prozesse sind, ich habe nicht verstanden, was der wahre Wert eines Marienkäfers für die Natur ist, oder Füchse oder Kojoten. Erst im fünften Jahr wurde mir bewusst, dass alles wie ein Spinnennetz ineinander verwoben ist, und dass all die guten und schlechten Dinge einander ausbalancieren und zu einander gehören.

                In diesem Jahr wurde mir dann bewusst, dass die Geschichte, wie wir unsere Farm aufbauen, alle Schlüsselfiguren besaß, um eine einzigartige Geschichte über unsere Erfahrungen mit der (echten) Natur zu erzählen, und damit war die Idee für den Kinofilm geboren.

                Marie: Ich kann mir vorstellen, wir verrückt es gewesen sein muss, beides, sowohl den Film als auch die Farm zu managen! Was waren die größten Fehler, die ihr auf eurer Farm gemacht habt?

                John: Ich wünschte, wir hätten sofort an der Wiederherstellung des Lebensraums gearbeitet. Wir haben teilweise daran gearbeitet, zum Beispiel haben wir Gründüngung und Deckfrüchte angebaut, um Nützlingen wie Spinnen, Mistkäfer und ein Zuhause zu geben.

                Ich wünschte aber, ich hätte von Anfang an mehr getan, um die Wildtiere zurückzubringen, die automatisch Epidemien von z.B. Kastanienkrankheiten hätten ausgleichen können.

                Die biologische Vielfalt heilt zwar nicht alle Krankheiten, aber sie gleicht sie aus. Sie beugt Krankheiten und Schädlingsbefall vor und balanciert die Nachwirkungen von vergangenen Niederschlägen aus.

                Marie: Ich fand es toll, wie authentisch und ehrlich der Film ist, und dass er auch die Rückschläge zeigt, die ihr auf eurer Reise hattet. Ich kann es mir vorstellen, dass es mehrfach Zeiten gab, in denen ihr die Farm aufgeben wolltet. Wie hat ihr euch motiviert, weiterzumachen?

                John: Wann immer wir darüber nachdachten, aufzugeben, haben wir uns vor Augen geführt, wie schmerzlich es sein würde, all das, was wir uns aufgebaut hatten, und all das, was wir wieder zum Leben erweckt hatten, loszulassen.

                Wir wussten, dass das super traurig für uns beide sein würde. Am Ende des Tages hat uns die Hoffnung mehr Sicherheit gegeben, als die Sicherheit über den Schmerz, den wir fühlen würden, wenn wir unseren Traum aufgeben würden.

                Marie: Das hast du sehr schön gesagt! Was ist das Beste an eurem Farm-Alltag?

                John: Das Schönste ist es, wenn du verstehst, dass du nicht all die Lösungen kennst. Oftmals findest du Herausforderungen in Dingen, über die viel schon weißt. Landwirtschaft steht immer im Zusammenhang mit Demut – wenn man sich selbst Vorwürfe macht, dass man nicht für alles die richtigen Antworten hat, kommt man nicht voran. Man muss bereit sein, immer von Neuem die Natur zu betrachten. Irgendwann empfand ich es als sehr befreiend, zu realisieren, dass es bei der landwirtschaftlichen Arbeit im Grunde um Demut geht.

                Marie: Inwiefern unterscheidet sich das Leben auf eurem Hof von der Vorstellung, die ihr hattet, als ihr den Hof gekauft habt?

                John: Am Anfang hätte ich nicht gedacht, dass der Hof so sehr die Gesamtheit unserer Existenz ausmachen würde. Du gehst eine sehr tief gehende geografische Verbindung mit einem einzigartigen Ort ein, die dein ganzes Leben ausfüllt. Das hätte ich mir am Anfang niemals vorstellen können.

                Marie: Ihr habt ja nicht irgendeinen Hof aufgebaut, sondern ein komplexes System, in dem alle Komponenten ineinandergreifen. Die Enten fressen zum Beispiel die Schnecken, die sonst die Obstbäume angehen usw. Gibt es eine Tierart, die besonders wichtig für eure Farm ist?

                John: Ich halte Dünger aus Pflanzenabfällen für sehr wichtig, aber ich denke, die beste Wahl ist Kuhdünger. Durch die Komplexität der Kuhmägen und der darin stattfindenden Prozesse wird die Vielfalt an Mikroorganismen verstärkt und so ein gesundes Bodenleben geschaffen. Damit fällt meine Wahl eindeutig auf die Wiederkäuer, insbesondere die Kühe!

                Marie: Weltweit müssen sich Landwirte dem Klimawandel stellen. Wie geht ihr damit um?

                John: Landwirtschaft in Harmonie mit der Natur erfordert es, Prozesse nachzuahmen, die in der Natur stattfinden, wie der Anbau von Gründüngung und der Aufbau eines stabilen Gleichgewichts aus Schädlingen und Nützlingen. Ich sehe die Lösung eindeutig in der regenerativen ökologischen Landwirtschaft.

                Marie: Was würdest du Menschen mit auf den Weg geben, die einen Hof aufbauen wollen?

                John: Ich wünschte, ich hätte von Anfang an mehr Praktikanten gehabt, statt alles alleine anzugehen. Seitdem haben wir ein Freiwilligenprogramm auf unserer Farm. ;)

                Allen, die eine Farm aufbauen wollen, würde ich raten, vorher auf verschieden unterschiedlichen Höfen zu arbeiten, weil man so sehr schnell sehr viele Dinge lernt, die man später brauchen wird.

                Marie: Dankeschön, das war ein tolles Interview!

                John: Danke dir, Marie!

                Alle Bilder wurden mir von Public Insight zur Verfügung gestellt.