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Permakultur

So geht Permakultur: Schaff dir ein kleines Paradies!

Naa, bist du auch schon mal über den Begriff „Permakultur“ gestolpert? Oder hast du dich schon mal gefragt, wo eigentlich der Unterschied zwischen einem Biogarten und einem Permakultur–Garten liegt?

In den letzten Jahren ist die Permakultur ein ziemlicher Trendbegriff geworden und ich bekomme mit, dass sich viele GärtnerInnen darüber austauschen. Das finde ich super cool! Wir nutzen in unserem Garten auch einige Elemente, die von der Permakultur inspiriert sind. :)

Damit du die Permakultur besser verstehst und erkennst, was wirklich dahintersteckt, gibt es hier heute einen kurzen Einstieg in die Permakultur. Also los geht’s! 

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Permakultur: Wie alles begann

Am besten fangen wir von vorne an.

Geboren wurde die Idee der Permakultur in Australien. Dort stellten Bill Mollison und David Holmgren in den 70ern fest, dass die industrielle Landwirtschaft mit Hilfe von Pestiziden und hohen Düngergaben zwar eine enorme Ertragssteigerung bewirken konnte, die Böden und das Grundwasser dadurch aber zunehmend verschmutzt wurden. Die Belastungen der Natur hatten zur Folge, dass die Artenvielfalt immer weiter zurück ging.

Diese und weitere Probleme der industriellen Landwirtschaft inspirierten sie dazu, sich ein alternatives Konzept auszudenken. Es brauchte einen Gegenentwurf zur gängigen, landwirtschaftlichen Praxis.

In einem Interview sagte Mollison:

„[…]everything was turning into desert. So I wondered, can we build systems that obey ecological principles?  

(Alles wurde zu Wüste. Ich habe mich also gefragt, ob wir ein System entwerfen können, welches ökologischen Prinzipien folgt?)

Somit war die Idee zur Permakultur geboren.

Ihre Konzepte entwickelten sie, indem sie intensiv die Natur beobachteten und sahen, wie diese sich organisiert, Leben entwickelt und aufrechterhält, ohne großes Einwirken von außen.

Permakultur: kleine Paradiese hier auf der Erde

Der Vater der Permakultur, Bill Mollison, beschrieb das System einmal mit folgenden Worten: „Permakultur ist das Schaffen von kleinen Paradiesen hier auf der Erde.“

Das klingt ziemlich gut, oder? Diese kleinen Paradiese bestehen aber nicht aus Schokobrunnen und Hängematten. Vielmehr geht darum, ein System zu schaffen, das die Bedürfnisse von Menschen, Tier und Pflanzen respektiert und miteinander verbindet. Eingreifen möchte man so wenig wie möglich und wenn nur behutsam.

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Die 3 ethischen Grundwerte der Permakultur

Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es mehrere Gestaltungsprinzipien und drei wichtige ethische Grundwerte, auf denen die Permakultur aufbaut:

  • Earth care“: Sorge für die Erde

Die Erde ist Grundlage allen Lebens. Damit wir uns um die Erde richtig kümmern können, ist es wichtig, dass wir uns nicht separat von der Erde betrachten, sondern als Teil von ihr.

  • “People care“: Sorge für den Menschen

Wir sind nur so stark wie das schwächste Glied in der Gruppe, oder auch: wir sitzen alle in einem Boot. Nur wenn wir uns umeinander kümmern und nicht nur auf uns selber schauen, können wir eine gesunde Gemeinschaft bilden.

  • “fair share“: Konsum begrenzen und Überschuss verteilen

Ressourcen sind begrenzt. Damit die Bedürfnisse von allen befriedigt werden, ist es wichtig, Vorhandenes aufzuteilen. Jeder nimmt nur so viel, wie er braucht. So werden Ungerechtigkeiten abgebaut und die Erde und andere Lebewesen nicht ausgebeutet.

Permakultur

Permakultur – ein komplexes Gesamtsystem

Bei der Permakultur geht es also um das große Ganze. Um ein Gesamtsystem, das von der Natur lernt und sich ihrer Muster und Elemente bedient, um ein stabiles System zu bilden. Jedes Element hat mehrere Aufgaben und jede Aufgabe wiederrum, wird von mehreren Elementen erfüllt.

So entsteht ein System das widerstandsfähig ist und sich selbst regulieren kann.

Wenn du jetzt sagst „Puuh, das sind aber alles ziemlich schwammige Begriffe!“, dann lass uns doch einfach mal ein Beispiel anschauen. Ein Vorbild aus der Natur, welches in der Permakultur immer wieder gerne verwendet wird, ist der Wald!

Hier stehen Bäume, Tiere, Pflanzen, Bakterien und Pilze allesamt in Wechselbeziehung. Jeden Tag werden im Wald riesige Mengen an Pflanzenmaterial produziert. Kleine Tiere und Insekten freuen sich über Nahrung und ein Versteck, Kleinstorganismen wandeln das organische Material wieder in fruchtbaren Boden um. Aus dem fruchtbaren Boden sprießen Bäume und Sträucher, die zum Beispiel Sauerstoff für Wildschwein, Specht, Eichhörnchen und auch uns Menschen produziert.

Permakultur

Permakultur ganz konkret

Das Wort Permakultur ist übrigens die deutsche Übersetzung des englischen Begriffs “permaculture“, der sich wiederrum von “permanent agriculture“, also dauerhafter Landwirtschaft ableitet.

Permakultur kann zwar auf eigentlich jeden Lebensbereich angewendet werden, ursprünglich ging es aber vor allem darum, nachhaltige, dauerhafte Landwirtschaft zu betreiben. Große Maschinen, die Unmengen fossiler Brennstoffe schlucken, Kunstdünger und Monokulturen fallen da schon mal raus. Aber was heißt denn dann Permakultur konkret, wenn es um den Anbau unserer Nahrungsmittel geht?

  • Vielfalt: Vielfalt wird in der Permakultur großgeschrieben, denn Vielfalt ist natürlich. In einem Permakultur-System gibt es also viele verschiedene Pflanzen, Tiere und andere Design Elemente, die das Gesamtsystem stabil machen. So bringen auch externe Veränderungen wie Trockenheit, ein Anflug von Schädlingen oder Kälte, nicht sofort das ganze System aus dem Gleichgewicht.
  • Kreisläufe schaffen: Kreisläufe spielen eine wichtige Rolle in der Permakultur. Das können zum Beispiel Kompostsysteme für den nachhaltigen Bodenaufbau sein. Auch Pflanzen einfach aussamen zu lassen, ist eine tolle Möglichkeit, ganz ohne großes Zutun den Kreislauf von Aussaat – Wachstum – Blüte zu schließen.
  • Nutzen, was da ist: Klar, du kannst alles, was du brauchst, im nächsten Gartencenter kaufen. Aber mit ein bisschen Kreativität lassen sich oft auch tolle Lösungen mit regionalen Materialen und wenig Energieaufwand finden. Regenwasser ist zum Beispiel kostenlos und kann an der höchsten Stelle des Grundstücks gesammelt werden, um dann auf seinem Weg nach unten alle Pflanzen mit Wasser versorgen. Effizient, regional und ganz ohne Abfall. ;)
  • Abfall vermeiden: Die Natur kennt keinen Abfall und wenn die Natur unser Vorbild ist, dann sollte auch ein Permakultur-System quasi keinen Abfall verursachen. Gemüsereste landen also am besten auf dem Kompost oder bei unseren Tieren, die dann wieder guten Dünger für unsere Beete herstellen.
  • Zonen anlegen: In der Permakultur arbeitet man gerne mit Zonen, die unterschiedlich intensiv bewirtschaftet werden. Am intensivsten werden die Zonen bewirtschaftet, die direkt an deinem Haus liegen. Kurze Wege zu Kräutern, Salat und Co. sind super, super praktisch!
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Biogarten und Permakultur – Garten: Wo sind die Unterschiede?

Ein Biogarten und ein Permakultur–Garten haben erstmal ziemlich viel gemeinsam. Beide verzichten auf Kunstdünger, Herbizide und Insektizide und versuchen stattdessen Nützlinge, das Bodenleben, Insekten und die Bodenfruchtbarkeit zu fördern.

Das sind schon mal richtig gute Ansätze, und je mehr Leute rausgehen und nach diesen Prinzipien ihr eigenes Gemüse anbauen, desto besser. :)

Biogärten und Permakultur–Gärten zu vergleichen ist gar nicht so einfach, es gibt nämlich nicht „dieses eine Permakultur-System“. Schließlich geht es ja gerade darum, vorhandene Denkmuster aufzulösen und auf kreative Weise mal zu überlegen wie man das, was lokal vorhanden ist, bestmöglich nutzen kann!

So ein paar Unterschiede können dann aber doch ausgemacht werden. Zum Beispiel wird in der Permakultur nicht umgegraben, der Boden wird mit viel Kompost und natürlichen Mulch-Materialien aufgebaut und der Fokus liegt auf mehrjährigen Pflanzen.

Wenn du deine nächsten Beete nach Permakultur-Prinzipien anlegen möchtest, dann melde dich hier gerne kostenlos für meinen Gemüsebeet-anlegen-Crashkurs an! In dem Mini-Kurs zeige ich dir ganz genau, wie du Permakultur-Beete ohne Umgraben anlegen kannst:

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Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Der Biogarten besteht meist aus einjährigen Kulturen, außerdem wird im Biogarten oft mit Mulchfolien, Drainagerohren und anderen Materialien gearbeitet, die nicht immer nachhaltig sind. Auch Bewässerungssysteme, die im Biogarten gerne eingesetzt werden, ersetzt man in der Permakultur durch Mulchen oder macht sich das Mikroklima zunutze.

    Permakultur–Gärten sind außerdem oft wilder, hier wird querbeet gepflanzt und nicht, wie ich es so gerne mache, in Reihen. ;)

    Am Ende lässt sich festhalten: Ein richtig oder falsch gibt es hier natürlich nicht, es sind einfach zwei verschiedene Systeme, die sich aber in der Praxis wunderbar verbinden lassen.

    Unser Garten ist zum Beispiel ein Permakultur–Garten mit Elementen aus dem Biogarten, wie dem Aussäen in Reihen oder unserer heißgeliebten Anbauplanung.

    Wie viel Permakultur steckt in deinem Garten auf einer Skala von 1 bis 10? ;) Schreib mir gerne mal deine Erfahrung mit Permakultur in die Kommentare.

    Kartoffeln im Winter pflanzen

    Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

    Hast du schon mal Kartoffeln im Winter gepflanzt? Nein? Dann wird es höchste Zeit, das mal auszuprobieren!

    In meinen Kartoffelbeeten beobachte ich immer wieder, dass es einzelne Kartoffeln gibt, die sich der Ernte hartnäckig widersetzen und sich klammheimlich im Beet verstecken.

    Diese Revoluzzer-Kartoffeln treiben dann im Jahr darauf aus und bringen wieder neue, wunderbare Kartoffeln hervor. Die Kartoffeln können wir immer schon ganz früh ernten und essen – ein absolutes Fest so früh im Jahr, wenn viele andere Gemüse noch auf sich warten lassen!

    Das klappt so gut, dass ich einige Kartoffeln dieses Jahr ganz gezielt über den Winter anbaue – und natürlich möchte ich euch diese coole Methode nicht vorenthalten. :)

    Kartoffeln im Winter anbauen
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    Kartoffeln im Beet überwintern lassen

    Ich habe mal nachgeforscht und herausgefunden, dass viele irische GärterInnen ganz gezielt ihre Kartoffeln im Winter pflanzen. Hört sich erstmal seltsam an? Ist aber eine super coole Methode!

    Vermutlich ist es mal wieder der Zufall gewesen, der die Menschen auf diese Idee gebracht hat. ;)

    Denn Frühkartoffeln erntet man  – ja, richtig! – früh. Und deshalb ist es super schwierig, die Pflanzkartoffeln die lange Zeit über Sommer und Winter bis zur nächsten Pflanzung so einzulagern, dass sie dann noch immer gut keimfähig sind.

    Aus diesem Grund haben die Bauern in Irland ihre Frühkartoffeln tief im Boden vergraben. Man sagt dazu auch „eingemietet“. Sie dachten sich, was mit Möhren klappt, funktioniert auch bei den leckeren braunen Knollen.

    Die Kartoffel-Lagerung in Irland hat aber so nur bedingt funktioniert. Die im Boden gelagerten Kartoffeln hatten nämlich nichts Besseres zu tun, als wieder auszutreiben! Und damit kam die Erkenntnis, dass die „Lagerung“ von frühen und mittelfrühen Pflanzkartoffeln viel mehr einer gezielten Pflanzung entspricht!

    Heute mache ich es den Iren nach: Ich möchte ein Beet anlegen, in dem ich Kartoffeln schon jetzt im Herbst pflanze.

    Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, als Texte zu lesen, ist hier die YouTube-Version, in der du mich Kartoffeln pflanzen siehst:

    Welche Kartoffeln sich für die Pflanzung im Winter eignen

    Für die Pflanzung im Winter verwende ich möglichst Frühkartoffeln oder zumindest eine Sorte, die nicht zu den ganz späten Kartoffeln gehört.

    Auch die Größe der Kartoffeln ist wichtig:

    Deine Pflanzkartoffeln sollten schon zwischen sechs und acht Zentimeter lang sein. Aus der Knolle kommt ja die die Energie, die die Pflanze braucht, um nach oben auszutreiben. Da wir die Kartoffeln tiefer als normal setzen, muss sie bis zum Licht eine viel weitere Strecke als die “Frühlingskartoffeln” überwinden.

    Kartoffeln im Winter pflanzen

    Wenn du noch Tipps für leckere Kartoffelsorten suchst, dann schau dir meinen Artikel an, für den ich super viele Kartoffelsorten geschmacklich getestet habe. ;)

    So funktioniert die Winter-Pflanzung von Kartoffeln

    Im ersten Schritt ziehst du in deinem Beet etwa 20 cm tiefe Rillen. Diese tiefe Pflanzung garantiert, dass deine Kartoffeln im Boden gut isoliert und vor Frost geschützt sind.

    Nun legst du deine Kartoffeln mit einem Abstand von circa 30 cm in die eben gezogene Rille und bedeckst sie danach wieder gut mit Erde. 

    Oben drauf kommt eine dicke Mulchschicht aus Holzhackschnitzeln, damit die Kartoffeln über den Winter so richtig warm und gemütlich eingemummelt sind. :)

    Grundsätzlich funktioniert diese super spannende Variante wie das ganz normale Kartoffel pflanzen im Frühjahr – nur dass du deine Kartoffeln tiefer und schon im Winter pflanzt.

    Wenn du zum ersten Mal Kartoffeln pflanzen möchtest, dann schaue dir davor gerne meine komplette Anleitung über den Anbau von Kartoffeln an. 

    Es ist doch einfach genial, noch früher im Jahr dieses leckere Gemüse ernten und schlemmen zu können, oder? Ich finde, die ersten Kartoffeln im Jahr sind ein echtes Highlight!

    Kartoffeln im Winter pflanzen

    Die Pflege deiner Winterkartoffel-Beete

    Im Januar oder Februar wird es Zeit, im gesamten Gemüsegarten den Mulch beiseite zu ziehen. So können die ersten Sonnenstrahlen nämlich direkt auf den dunklen Boden fallen. Auf diese Weise erwärmt sich der Boden viel schneller und die Kartoffel-Pflanzen wachsen besser und vor allem früher los!

    Eine dicke Mulchschicht wirkt nämlich immer isolierend. Im Sommer und Herbst ist das super, weil so die Wärme und Feuchtigkeit im Boden gehalten wird. Genauso gut speichert der Mulch im Frühjahr aber auch die Kälte, weswegen ich ihn am Anfang des Jahres grundsätzlich zur Seite schiebe.

    Kartoffeln im Winter pflanzen

    Hast du Lust, deine wilden Träume in die Tat umzusetzen?

    Grundsätzlich wird es jetzt ruhiger im Garten und das ist die beste Gelegenheit, um große, wilde Gemüsegarten-Träume für das nächste Jahr zu hegen. Ich liebe diese Zeit!

    Ein ausgeklügelter Pflanzplan ist eine tolle Sache und hilft mir super arg dabei, meine Träume im Garten auch wirklich umzusetzen. Wenn du noch Unterstützung für die Planung deiner Beete brauchst, dann hilft dir mein Artikel über die Anbauplanung bestimmt sehr gut weiter.

    Und falls du noch nach Inspirationen suchst wie so ein fertiger Anbauplan aussehen kann oder dir die Anbauplanung zu viel „Geknobel“ ist, dann lade dir gerne meinen fix und fertigen Pflanzplan runter:

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      Hast du schon mal probiert, Kartoffeln im Herbst zu pflanzen? Mit welchen Sorten hast du gute Erfahrungen gemacht? Ich freue mich über deinen Kommentar!

      Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

      Wenn du gerade erst anfängst, deine Jungpflanzen selber vorzuziehen, dann steht dir bei dem Wort „Pikieren“ wahrscheinlich ein großes Fragezeichen in den Augen. Keine Sorge, dass ging mir mal ganz genauso! 

      Dabei bedeutet “Pikieren” nur, dass dicht stehende Sämlinge aus einer gemeinsamen Anzuchtschale, in ihre eigenen kleinen Töpfchen verpflanzt werden.

      Das Pikieren deiner Pflanzen ist super wichtig, damit sie sich zu kräftigen, gesunden Jungpflanzen entwickeln können, ohne ständig mit dicht gedrängten Nachbarn um Licht, Nährstoffe und Platz konkurrieren zu müssen.

      Pikieren ist nicht schwer, es braucht nur ein bisschen Fingerspitzengefühl und eine ruhige Hand. Wie du deine Pflanzen am besten pikierst, welche überhaupt pikiert werden wollen und welche du lieber in Ruhe lassen solltest, das erzähle ich dir in diesem Artikel.

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      Welche Pflanzen pikieren und welche nicht?

      Bevor ich dir gleich eine detaillierte Anleitung zum Pikieren gebe, schauen wir uns am besten erst einmal an, welche Gemüsepflanzen überhaupt pikiert werden.

      Als erstes fallen die Gemüse weg, die du besser direkt in dein Gemüsebeet säst. Ich versuche so viele Gemüse wie möglich direkt auszusäen, weil das viel weniger Arbeit macht und die Pflanzen schon früher ein tiefes Wurzelwerk ausbilden können, was in trockenen Zeiten ein großer Vorteil ist

       Diese Kandidaten säe ich direkt ins Beet: 

      Kleiner Tipp: Bei Spinat oder Feldsalat mache ich manchmal eine Ausnahme und ziehe sie im Gewächshaus vor, wenn im Spätsommer noch alle Beete im Freiland belegt sind.

      Dann gibt es Gemüse, die du am besten direkt in einzelne Töpfchen aussäst, weil sie eine empfindliche Wurzel haben und überhaupt nicht gerne umgepflanzt werden. Dazu gehören:

      Nun kommen wir aber endlich zu den Gemüsepflanzen, die richtig gerne umgepflanzt werden und dadurch sogar noch im Wachstum zulegen. Dazu zählen zum Beispiel:

      • Tomaten,
      • Aubergine,
      • Paprika,
      • Chili,
      • Physalis,
      • die meisten Kohlsorten,
      • Kopfsalat

      Pflanzen Pikieren – der richtige Zeitpunkt

      Da wachsen sie nun, Tomate, Aubergine, Blumenkohl und Kohlrabi. Alle haben es sich in ihren Anzuchtschälchen auf der Fensterbank bequem gemacht und wachsen in schnellem Tempo dem Licht entgegen.

      Doch langsam wird es etwas eng in der Kinderstube. Die Keimblätter sind bereits schön ausgebildet, was für dich das Startsignal ist, dass es bald mit dem Pikieren losgehen kann.

      Generell gilt, je früher du pikierst desto besser. So verhinderst du, dass deine Sämlinge dünn und lang werden und sich in das Gegenteil von kräftigen Jungpflanzen entwickeln.

      Zu früh solltest du aber auch nicht mit dem Pikierstab um die Ecke kommen, schließlich ist das Umpflanzen ein großer Eingriff in das Leben der Pflanze.
       
       Bestenfalls hat die junge Pflanze ihre Keimblätter sowie die ersten Laubblätter ausgebildet. Das kann je nach Kultur unterschiedlich lange dauern, also hab am besten immer ein wachsames Auge auf deine Sämlinge.

      Du bist Gemüsegarten-Anfänger und hast Lust richtig viel dazuzulernen? Dann komm doch in mein kostenloses Gemüsegarten-Bootcamp, dort findest du jede Menge Tipps, um ohne viel Aufwand eine richtig dicke Gemüseernte einzufahren. Obendrauf gibt es noch eine tolle Gemeinschaft von Gärtnern, die sich alle ganz toll miteinander austauschen.

      Zum Bootcamp bitte einmal hier entlang. :)

      Pflanzen pikierenSchritt für Schritt am Beispiel der Tomate

      Um dir jeden Schritt beim Pikieren genau zeigen zu können, habe ich mir als Beispiel die Tomate ausgesucht. Tomaten werden bei uns nämlich immer pikiert, weil sie dann viiiel kräftiger wachsen. :)

      Tomaten-Pflanzen pikieren – Schritt 1: Die Vorbereitungen

      Bevor es mit dem Pikieren deiner Pflanzen richtig losgehen kann, solltest du dir zunächst alle wichtigen Utensilien zusammensuchen. Dazu gehören:

      • Pflanztöpfe
      • Reifer, fein gesiebter Kompost oder (torffreie) Gemüseerde
      • Pikierstab (Bleistift, Stöckchen oder Zahnstocher funktionieren auch)
      • Flaschenbrause oder Zerstäuber
      • Wasser

      Die Töpfe, in die deine Pflanzen umziehen sollen, befüllst du am besten schon mit Erde, damit der Umzug gleich easy peasy von statten geht.

      Wenn du nun alles vor dir liegen hast, kann das Pikieren deiner Pflanzen losgehen. Das heißt, ab jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt. ;)

      Tomaten-Pflanzen pikieren – Schritt 2: Der Umzug

      Fasse deinen Sämling vorsichtig an seinen Blättern an und steche mit dem Pikierstab seitlich der Pflanze in die Erde.

      Versuche tief in die Erde zu stechen, ohne dabei die Hauptwurzel zu beschädigen. Danach drückst du den Stab mit einer leichten Hebelbewegung nach oben, um die Pflanze samt Wurzel, vorsichtig aus der Anzuchtschale ziehen zu können. 

      Wenn die Hauptwurzel sehr lang ist, kannst du sie mit dem Fingernagel oder einer Schere um circa ein Drittel einkürzen. So wird das Wurzelwachstum noch ein bisschen stärker angeregt.

      Dein Pflänzchen darf jetzt in seine neue Wohnung umziehen. Dafür drückst du mit deinem Pikierstab (oder einem Stöckchen) ein Loch in die Mitte deiner vorbereiteten Töpfe. In dieses Loch setzt du den Sämling hinein.

      Je nach Kultur ist es ganz unterschiedlich, wie tief deine Gemüsepflanzen eingepflanzt werden. Tomaten, Paprika und Auberginen zum Beispiel kannst du ruhig bis zu den Keimblättern in die Erde pflanzen. Fenchel, Salat oder Kohlrabi mögen es hingegen nicht so gerne, wenn ihnen die Erde bis zum Hals steht. ;)

      Tomaten-Pflanzen pikieren – Schritt 2: Die Eingewöhnung

      Hat jedes Pflänzchen sein eigenes kleines Erdreich bekommen, kannst du jetzt noch vorsichtig die Erde um den Sämling andrücken und die Pflanze angießen. Dafür benutzt du am besten keine Gießkanne, denn der Wasserschwall würde deine zarten Pflänzchen sofort umhauen. Stattdessen kannst du eine Flaschenbrause oder einen Zerstäuber verwenden.

      Tipp: Manchmal ist es gar nicht so leicht alle jungen Pflanzen auseinanderzuhalten, deswegen würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, kleine Markierungen oder Pflanzschilder an deinen Töpfchen anzubringen.

      Der Stärkere gewinnt…

      Auch wenn es hart ist, wahrscheinlich hast du viel mehr Gemüse ausgesät als du eigentlich Platz hast. Deswegen gilt es beim Pikieren, nur die stärksten Sämlinge rauszusuchen und umzupflanzen, schließlich möchtest du ja besonders gesunde und vitale Jungpflanzen heranziehen.

      Wenn es dir wir mir geht und dein Herz für Pflanzen riesig ist, dann kannst du schauen, ob deine noch passablen Jungpflanzen bei Nachbarn oder Freunden unterkommen können.

      Tomaten-Pflanzen pikieren Schritt 3: Die Pflege

      Die Erde von frisch pikierten Pflanzen darf nicht komplett austrocknen, das kann nämlich schnell den Todesstoß für deine jungen Pflänzchen bedeuten. Auch in die pralle Sonne solltest du deine frisch pikierten Pflanzen nicht stellen. Ideal ist ein heller Standort, der vor Wind, Regen und der prallen Sonne geschützt ist.

      In den ersten Tagen besprühe ich meine frisch pikierten Pflanzen gerne vorsichtig mit einem Zerstäuber, weil eine hohe Luftfeuchtigkeit ideal ist, bis die Wurzeln im neuen Topf angewachsen sind und die Pflanzen wieder auf festen Füßen stehen.

      Es ist übrigens ganz normal, dass die Pflanzen ein paar Tage benötigen, um sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Sobald sie ihre Wurzeln schön ausgestreckt haben, werden sie weiterwachsen und viele neue Blätter ausbilden. :)

      Falls du Lust hast, noch mehr über die Anzucht von Gemüsepflanzen zu lesen, dann sind diese Artikel bestimmt auch was für dich:

      Super vitale Tomaten vorziehen: Tomaten-Anzucht im Haus

      Die 7 häufigsten Fehler beim Gemüse-Anziehen – und wie du sie vermeidest!

      Jungpflanzenanzucht: Drei Gemüsearten, die du nicht im Haus vorziehen solltest

      Hast du noch weitere Tipps, wie man Pflanzen besonders erfolgreich pikieren kann? Dann schreib sie gerne in die Kommentare. :)

      Hochbeet mit Gemüse bepflanzen

      Hochbeet clever bepflanzen – mit Beispiel-Jahresplan!

      Du hast ein Hochbeet und bist auf Ideensuche, wie du es bepflanzen kannst? Dann bist du hier genau richtig. Heute geht’s nämlich um all die Fragen, die dir zurzeit vielleicht noch im Kopf herum schwirren:

      Was pflanze ich im ersten Jahr? Was kommt danach? Wann bepflanze ich mein Hochbeet am besten? Welche Gemüse wachsen im Hochbeet? Wie nutze ich den Platz am besten? Wie ist das mit der Düngung im Hochbeet?

      Auf all diese Fragen gibt’s hier Antworten – und wenn dir die Hochbeet-Planerei zu kompliziert ist, kannst du dir unten im Artikel einfach meinen fertigen Pflanzplan herunterladen und gleich loslegen. :)

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      Das Hochbeet im ersten Jahr bepflanzen: die Starkzehrer

      Hochbeete liefern super Bedingungen für den Gemüseanbau. Deine Pflanzen finden hier nämlich oft die allerbesten Wachstumsbedingungen vor: 

      Sie werden von Sonnenlicht verwöhnt und können ihre Wurzeln in eine lockere und fruchtbare Erde stecken. Durch die Befüllung mit Kompost und anderem organischen Material ist das Angebot an Nährstoffen sehr reich und vielfältig.  

      Deswegen ist es besonders wichtig, bei der Bepflanzung des Hochbeets auf eine sinnvolle Fruchtfolge zu achten, also das Gemüse mit verschiedenen Bedürfnissen in der richtige Reihenfolge angebaut werden.

      Im ersten Jahr baust du am besten viele Starkzehrer in deinem Hochbeet an. Die sind nämlich äußerst hungrig und bedanken sich für die extra Portion Nährstoffe, indem sie schöne, große Früchte ausbilden – über die du dich dann bei der Ernte freuen kannst. ;)

      Zu den Starkzehren gehören:

      Übrigens: Besonders die wärmeliebenden Starkzehrer wie Paprika, Auberginen oder (Busch-)Tomaten werden es in deinem Hochbeet lieben! Denn darin ist es häufig einige Grad wärmer als auf ebenerdigen Beeten. 

      Durch die Wärme trocknen Hochbeete allerdings auch viel schneller aus, weswegen du am besten regelmäßig mit deiner Gießkanne vorbeischaust und die Beete mit einer dicken Mulchschicht versorgst. Der Mulch verhindert, dass das Wasser aus der Hochbeeterde allzu schnell verdunstet. So bleibt die Feuchtigkeit dort, wo du sie brauchst: in der Erde und bei deinem Gemüse. 

      Achte bei der Verteilung deiner Gemüsepflanzen im Beet außerdem darauf, dass hochwachsende Pflanzen wie die Tomate auf der Nordseite gepflanzt werden. So wird dein Hochbeet mit Licht durchflutet und alle Pflanzen bekommen genügend Sonne ab. :)

      Das Hochbeet im zweiten Jahr bepflanzen: die Mittelzehrer

      Im zweiten Jahr machen besonders die mittelzehrenden Gemüse eine super Figur im Hochbeet. Du kannst aber auch vereinzelt ein paar Starkzehrer mit ins Beet pflanzen. Wenn du also auch im zweiten Jahr nicht auf deine Tomaten verzichten möchtest, kannst du ohne schlechtes Gewissen nochmal dein Hochbeet mit ihnen bepflanzen.

      Zu den mittelzehrenden Gemüsen gehören unter anderem folgende Kandidaten:

      Die Mittelzehrer machen eine große Gruppe aus, du hast also die Qual der Wahl, zu entscheiden, welche Gemüse in deinem Hochbeet gepflanzt werden. Für mehr Inspiration kannst du gerne bei dem Artikel über die Basics zur Fruchtfolge vorbeischauen, dort habe ich auch noch mehr Mittelzehrer aufgelistet.

      Übrigens: Gerade Gemüse, die tief in die Erde wachsen, wie beispielsweise Karotten, sind super für Hochbeete geeignet, weil die Erde im Hochbeet so schön locker und tiefgründig ist. Wenn du in deinem ebenerdigen Beet viele beinige Karotten erntest, was oft mit verdichteten Böden zusammenhängt, könntest du mal ausprobieren, ob deine Karotten im Hochbeet besser wachsen.

      Das Hochbeet im dritten Jahr bepflanzen: die Schwachzehrer

      Im dritten Jahr sind dann noch die Schwachzehrer an der Reihe. Diese Gemüse brauchen nur wenig Nährstoffe und begnügen sich auch mit mageren Böden. Nicht nur dass, die Leguminosen unter den Schwachzehrern z.B. Bohnen und Erbsen, können sogar Stickstoff aus der Luft fixieren und deine Beete wieder mit Nährstoffen anreichern.

      Ziemlich cool, oder?

      Zu den Schwachzehrern gehören zum Beispiel:

      Nach drei Jahren hat die Erde in deinem Hochbeet einiges gegeben und dürfte durch den Verrottungsprozess des organischen Materials auch um einige Zentimeter abgesackt sein. Das macht aber nichts, denn du kannst dein Hochbeet einfach wieder mit Kompost auffüllen. :)
       

      Das Hochbeet mit Mischkulturen bepflanzen

      Auch im Hochbeet kannst du Mischkulturen pflanzen! Es ist super sinnvoll, Gemüse nebeneinander anzubauen, die sich gegenseitig positiv beeinflussen. So kannst du auf ganz natürliche Art und Weise verhindern, dass Schädlinge dein Gemüse im Hochbeet vor dir auffuttern.

      Wenn das Hochbeet schon länger bepflanzt wird und der erste Nährstoffschub von starkzehrenden Gemüsen aufgebraucht wurde, dann finde ich die Pflanzung von Mischkulturen sogar wichtiger, als die strenge Einhaltung der Abfolge von Stark-, Mittel- und Schwachzehrern. Besonders hungrige Gemüse dünge ich dann einfach nochmal extra mit einem Langzeitdünger. ;)

      Ein paar Mischkultur-Klassiker sind bestimmt mittlerweile allen bekannt, wie die Karotte und die Zwiebel, die sich gegenseitig die Zwiebel- und die Karottenfliege vom Hals halten. Aber auch Rote Bete und Zwiebel oder Tomaten und Kohl sind ganz vernarrt ineinander und damit die perfekten Beetpartner für dein Hochbeet.

      Wenn du noch auf der Suche nach passenden Partnern für dein Gemüse bist, dann schau dir gerne meine Mischkulturen-Tabelle an.

      Kleiner Tipp: Manche Schädlinge lassen sich leider nicht so leicht abwimmeln. Deswegen kannst du auch im Hochbeet super mit Kulturschutznetzen arbeiten, wenn du zum Beispiel Kohl anbauen möchtest.

      Wann kann ich mein Hochbeet bepflanzen?

      Ein Hochbeet erwärmt sich im Frühling früher als ebenerdige Beete und auch die Füllung aus organischem Material produziert gerade im ersten Jahr Wärme. Deswegen kannst du deine Hochbeete gut und gerne ca. zwei Wochen früher bepflanzen als es bei “normalen” Beeten der Fall ist.

      Früher pflanzen heißt nämlich auch früher ernten – und dann ist dein Beet auch bald schon wieder frei für das nächste Gemüse, sodass du im Hochbeet mehr Ernte einfährst als in ebenerdigen Beeten. :)

      Mehr Gemüse im Hochbeet pflanzen: Nutze deine Flächen

      Eine Herausforderung beim Hochbeet ist der meist doch sehr begrenzte Platz. Mit ein paar kreativen Lösungen kannst du aber trotzdem eine bunte und leckere Vielfalt an Gemüsen im Hochbeet anbauen.

      Du kannst den Platz im Hochbeet nämlich easy peasy erweitern, indem du Gemüse anbaust, das einfach über den Rand des Hochbeetes weiterwachsen kann. Das funktioniert wunderbar mit Gurken, Melonen, Kürbissen, Kapuzinerkresse oder Hängeerdbeeren.

      Und wenn du mich schon etwas länger kennst, dann weißt du, dass ich ein großer Fan von Anbauplänen bin, die eine gestaffelte Aussaat bedenken. Besonders auf kleiner Fläche kannst du mit dieser Methode viel dickere Ernten einfahren:

      Sobald sich eine Lücke in deinem Hochbeet auftut, pflanzt du wieder neues Gemüse an. Gerade die schnellwachsenden Gemüse sind tolle Lückenfüller!

      Übrigens: Auf den Gemüse-Saatguttütchen findest du Informationen, wann du dein Gemüse aussäen oder pflanzen kannst und wie lange es bis zur Ernte auf dem Beet steht. Wenn du diese Angaben als Richtwerte nimmst, kannst du dir einen Anbauplan für das ganze Jahr erstellen und deine Ernte staffeln.

      Also, sind die Bleistifte gespitzt? Dann fange jetzt an und erstelle dir einen Jahresplan für dein Hochbeet, damit du zu jeder Zeit mit leckerem Gemüse versorgt bist!

      Und wenn du dir lieber erstmal meinen Beispiel-Pflanzplan anschauen möchtest, dann lade ihn dir gerne kostenlos herunter:

      Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

      Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

        Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

        Wenn du jetzt hoch motiviert bist, aber noch gar kein Hochbeet hast, kommst du hier zu einer einfachen Bauanleitung für dein eigenes Hochbeet aus Holz. :)

        Bepflanzt du dein Hochbeet im Garten nach Plan? Oder würfelst du das Gemüse kreuz oder quer durcheinander? Was darf in deinem Hochbeet nicht fehlen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

        Selbstversorger

        Wir müssen ausziehen. Selbstversorger ohne Hof?

        Unverhofft kommt oft – aber diese Frau Unverhofft ist wirklich eine Überraschung der besonderen Art! Wir haben nämlich erfahren, dass wir so bald wie möglich ausziehen müssen.

        Unser Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet, weil er für seine vier Kinder mehr Platz braucht.

        Das verstehe ich vollkommen und ich bin ihm auch gar nicht böse. Aber ein Umzug mit sechs Ziegen, acht Hühnern und den ganzen Gartensachen (samt Gewächshaus!) – das ist schon eine richtig, richtig große Nummer.

        Und das, wo wir uns hier gerade mit viel Arbeit so einen tollen Garten aufgebaut haben. Ganz zu schweigen davon, dass wir auch gar nicht wissen, wohin wir gehen sollen.

        Wir sind nämlich eigentlich schon seit Jahren auf der Suche nach einem Haus oder besser nach einem Hof mit viiiel Platz – und das bisher absolut erfolglos. ;)

        Vielleicht haben wir diesen Tritt in den Hintern aber auch gebraucht, um endlich mit Vollgas nach einem Haus oder Hof zu suchen. Wir haben es hier nämlich so unglaublich schön, dass wir zwar an den Wochenenden die Immobilienportale durchforstet und uns auch mal Häuser und Grundstücke angesehen haben. Aber nie so richtig intensiv.

        Jetzt sind wir dazu gezwungen und müssen in dieser unglaublich kurzen Zeit etwas finden, um unsere großen, wilden Selbstversorger-Träume anzugehen.

        I have a dream

        Und Träume gibt es viele: Ich hätte so gerne einen Garten, den wir lagfristig bewirtschaften können, mit Platz für so viele Beete, Ziegen, Hühner und Obstbäume, wie das Herz begehrt. Dafür bräuchten wir mindestens 4000qm, besser wären 2 bis 3 Hektar.

        Und es wäre so schön, an einem Ort anzukommen, an dem wir langfristig unser Zuhause haben. Wo wir unsere Beete anlegen und Bäume pflanzen können. Wo es feste Zäune für unsere Ziegen gibt, sodass sie sich nicht mehr im Elektrozaun strangulieren können.

        Ein Ort, wo ich mich mit dem Boden verbinde, meine Wurzeln und Wurzelwerk einen guten und sicheren Grund vorfinden, um dort fest zu ankern und gut gedeihen und wachsen zu können.

        Wo wir unser Gewächshaus noch ein einziges Mal aufbauen und es dann an Ort und Stelle bleiben darf.

        Und Kühe! Ich träume schon seit Jahren von Kühen! Eine Draußenküche bauen und einen Lehmofen und einen Erdkeller! Haach das wäre sooo schön!

        Neben all den Träumen und Wünschen gibt es aber auch ganz alltägliche Erfordernisse. Zum Beispiel muss der Hof gut an die öffentlichen Verkehrsmittel nach Kassel oder Göttingen angebunden sein. Er darf nicht völlig isoliert irgendwo außerhalb liegen, weil meine Jungs jeden Tag in die Stadt pendeln.

        Falls du da draußen von so einem Ort weißt: Bitte, bitte schick mir eine Mail an [email protected]! Wir können Tipps und Hinweise gerade wirklich gut gebrauchen.

        Am Ende wird alles gut – und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende

        Ich hoffe so sehr, dass aus dieser Situation Wunderbares entsteht. Auch wenn sie sich im Moment einfach nur schrecklich anfühlt.

        Ich hoffe, dass wir im Nachhinein sagen werden: „Weißt du noch, erst war es die absolute Katastrophe – aber nur so haben wir das hier gefunden, wo wir glücklich und zufrieden sind!“

        Die Sache ist nämlich die (und jetzt wird es wirklich super persönlich!):

        Mein Freund ist nicht so der Selbstversorgertyp, wie ich es bin. Er hilft mir zwar wo er kann und dafür bin ich auch unendlich froh und dankbar.

        Aber die Selbstversorgung ist meine Leidenschaft und nicht seine. Er hat Lust auf Stadtleben und ich möchte auf dem Land mit ganz vielen Tieren und Gemüsebeeten leben!

        In diesem Spannungsfeld ist es natürlich besonders schwierig, einen Ort zu finden, an dem wir beide glücklich und zufrieden sind. Wir brauchen quasi einen quadratischen Kreis: Viel Platz und eine super Anbindung an die Stadt. Oder besser die Städte. Kassel oder Göttingen halt.

        Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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          Jede große Reise beginnt mit einem ersten Schritt

          Ein neues Kapitel beginnt – das ist aufregend und manchmal auch beunruhigend.

          Ich nehme euch in jedem Fall mit auf diese Reise und zeige euch, wo wir landen und wie wir die ganzen wilden Selbstversorgerträume umzusetzen versuchen. 

          Das wird nicht nur für uns, sondern auch für euch sicher super spannend! :)

          Welche wilden Selbstversorgerträume schlummern in dir? Was hält dich davon ab, sie zu verwirklichen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

          Gemüsebeet anlegen

          Gemüsebeet planen: Schritt für Schritt mit Beispielplan

          Gut geplant ist halb geerntet! ;) Auch wenn du es kaum abwarten kannst, rauszugehen und die Hände in die Erde zu stecken:

          Nimm dir vorher kurz die Zeit, deine Gemüse-Abenteuer zu planen. Dadurch steigerst du nämlich nicht nur deine Erträge. Du sorgst auch dafür, dass du über das ganze Jahr hinweg leckeres Gemüse aus deinem Garten ernten und essen kannst.

          Yams! :)

          Jetzt stehst du vielleicht da und denkst: „Wie plane ich meine Gemüsebeete denn so richtig effizient?! Marie, ich glaube, das überforderst mich jetzt!“

          Da kann ich dir gleich mal eins sagen: Das kriegst du locker hin! Es ist nämlich gar nicht so schwer, ausgeklügelte Gemüsebeete zu planen, wenn du auf ein paar Dinge achtest.

          Außerdem bekommst du weiter unten im Artikel auch einen fertig ausgeklügelten Beetplan, den du entweder 1:1 ganz ohne Kopfzerbrechen übernehmen oder an deine eigenen Bedürfnisse anpassen kannst.

          So oder so wird am Ende also der fertige Pflanzplan stehen. Also, legen wir gleich los!

          Gemüsebeet planen

          Gemüsebeet planen Schritt 1: Wer die Wahl hat, hat die Qual – Gemüse auswählen

          Damit beginnt die Planung deiner Gemüsebeete – und der erste Schritt ist super einfach:

          Du pflanzt an, was du gerne isst. Als Anfänger wählst du dabei am besten Gemüsearten, die unkompliziert und robust sind.

          Mangold oder Zucchini machen kaum Probleme und eine dicke Ernte ist dir so gut wie sicher. Wenn du auf der Suche nach weiteren Gemüsen für Anfänger bist, dann bitte einmal hier entlang.

          Stell dir deine “Muss ich anbauen”-Liste zusammen und weiter geht’s.

          Gemüsebeet planen Schritt 2: Mengenlehre – Wieviel von welchem Gemüse baue ich an?

          Zuerst malst du dir den Grundriss deiner Beete maßstabsgetreu auf ein Blatt Papier.

          Dann nimmst du dir die Liste mit den Pflanzen, die du dieses Jahr anbauen möchtest, und schreibst dazu, wie viel Fläche du für die Gemüsearten jeweils einplanst. Dafür überlegst du dir einfach, was du und deine Familie am liebsten esst. Von den Lieblingsgemüsen natürlich viel mehr einplanen als vom Rest – versteht sich, oder?

          Gemüsebeet planen

          Gemüsebeet planen Schritt 3: Vom Nimmersatt zum Genügsamen: Die Fruchtfolge

          Es gibt super viele Gemüsearten, und alle stellen verschiedene Ansprüche an Boden und Düngung. Zum einen hätten wir da die Starkzehrer wie Kürbis oder Tomaten, die richtig großen Hunger haben und viele Nährstoffe brauchen, um prächtig zu gedeihen. Dann gibt es noch die Mittelzehrer wie Karotten oder Rote Bete und Schwachzehrer wie Erbsen oder Bohnen. Diese Gemüse sind nicht so große Vielfraße und haben einen viel geringeren Nährstoffbedarf.

          Wenn du in einem Gemüsebeet Starkzehrer einplanst, dann ist es wichtig, den Boden gut vorzubereiten. Am besten arbeitest du eine Portion Kompost in die Beete mit ein und düngst die Pflanzen mit einem Langzeitdünger.

          Im zweiten Jahr folgen auf die Starkzehrer im selben Beet die Mittelzehrer. Sie brauchen weniger Nährstoffe und profitieren von den Düngergaben aus dem ersten Jahr.

          Im dritten Jahr folgen dann die Schwachzehrer, die keinen zusätzlichen Dünger brauchen.

          Deswegen teilst du jetzt den Platz auf deinen Gemüsebeeten in drei Bereiche auf: Du planst einen Bereich für die Stark-, einen für die Mittel- und einen für die Schwachzehrer.

          Die drei Gemüsegruppen rücken dann jedes Jahr einfach einen Bereich weiter, sodass die Nährstoffe im Boden von den Pflanzen richtig gut ausgenutzt werden können.

          Auf diese Weise verhinderst du auch, dass sich Pflanzenkrankheiten in deinem Garten ausbreiten. Wenn du jedes Jahr Kohl in ein- und demselben Beet anbaust, dann wird der Boden nur einseitig beansprucht. Krankheiten und Schädlinge, die es auf die Kohlpflanzen abgesehen haben, befinden sich im Schlaraffenland und können ordentlich schlemmen.

          Aus diesen Gründen gruppierst du jetzt die Pflanzen, die du anbauen möchtest in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer. Hier findest du eine Liste, die dir zeigt, zu welcher Gruppe die einzelnen Gemüsearten jeweils gehören.

          Nun legst du noch fest, welche Gruppe wo in deinen Gemüsebeeten wachsen soll.

          Gemüsebeet planen

          Gemüsebeet planen Schritt 4: Die Mischung machts!

          Der nächste Schritt in der Gemüsebeet Planung ist das Verkuppeln von passenden Beetpartnern. Einige Pflanzengemeinschaften tun sich nämlich richtig gut, während andere sich hingegen gegenseitig im Wachstum hemmen.

          Als clevere GärtnerInnen machen wir uns diese synergetischen Kräfte zum Vorteil und überlegen uns schon bei der Planung, welche Gemüse gerne nebeneinander wachsen. 

          Das Ganze nennt sich Mischkultur und ist eine tolle Möglichkeit, um Schädlinge und Krankheiten auf natürliche Weise fernzuhalten. Das bekannteste Beispiel sind Karotten und Zwiebeln: Die Karotte sendet Duftstoffe aus, die die Zwiebelfliege abwehren und der Duft der Zwiebel hält die Karottenfliege auf Abstand. Genial, oder?

          Darum stellst du jetzt in jeder deiner drei Gruppen gute Beetnachbarn zusammen und trägst sie in deinen Beet-Grundriss ein. Hier findest du übrigens eine Liste mit meinen liebsten Mischkulturpartnern im Gemüsebeet. :)

          Gemüsebeet planen Schritt 5: Tetris im Gemüsebeet

          Viele Gemüse stehen nicht die ganze Saison über auf dem Beet. Auberginen sind ein typisches Sommergemüse und werden erst Mitte Mai nach den Eisheiligen gepflanzt. Den Platz im Beet kannst du optimal ausnutzen, wenn du vorher noch ein schnellwachsendes Raketen-Gemüse wie Salat oder Radieschen anbaust. ;)

          Super viele Hauptkulturen lassen nämlich noch Platz für eine Vor- oder Nachkultur. Hauptkulturen sind Gemüse, die für einen langen Zeitraum im Beet stehen: zum Beispiel Kartoffeln, Tomaten, Kürbisse oder Mais.

          Wenn du die Gemüse klug kombinierst und vor oder nach der Hauptkultur schnellwachsende Gemüsearten anbaust, kannst du in einem Beet easy peasy dreimal ernten!

          Hier findest du eine Liste mit Gemüsen, die besonders schnell wachsen. Das sind die perfekten Lückenfüller für dein Beet-Tetris.

          Schreibe in deinen Beete-Grundriss, wie lange die einzelnen Gemüsearten von der Aussaat oder Pflanzung bis zur Ernte brauchen. Dann siehst du, wo noch Platz für andere Kulturen ist. Das ist ein bisschen kniffelig – aber dieser Schritt lohnt sich! ;)

          Gemüsebeet planen

          Gemüsebeet planen Schritt 6: Das schmeckt nach mehr: gestaffelte Aussaat

          Um kontinuierlich frisches Gemüse zu ernten, musst du regelmäßig säen. Alle Gemüsearten, die schnell wachsen (wie Salat oder Möhren), säst du alle vier Wochen neu aus. So hast du nicht einmal eine große Schwemme und den Rest des Jahres nichts mehr zu ernten.

          Ich bin großer Fan von dem Aussaatkalender von Maria Thun, der mir richtig gut als Orientierungshilfe in der Gemüsebeet Planung dient.

          Durch den Kalender habe ich feste Termine, an denen gesät und gepflanzt wird und das hilft mir dabei, regelmäßige Aussaaten einzuhalten. Wenn du mehr wissen willst: Den passenden Artikel über den Maria Thun Kalender findest du hier.

          Kleiner Tipp: Auf den Saatguttütchen steht, wann du dein Gemüse aussäen kannst und wie lange es bis zur Ernte auf dem Beet steht. Wenn du diese Angaben als Richtwert nimmst, kannst du dir einen Aussaatplan für das ganze Jahr erstellen und deine Ernte staffeln.

          Tadaa – Geschafft! Deine Gemüsebeete tiptop zu planen war doch gar nicht so schwer, oder?

          Gemüsebeete-Beispielplan

          Falls du jetzt sagst: „Ok, Marie, das ist ja alles schön und gut. Ich habe aber einfach nicht die Zeit, so einen Plan auszuknobeln!“ – kein Problem!

          Dann kannst du dir einfach meinen schon fertig ausgeklügelten Beetplan herunterladen und für deinen Garten verwenden. Dort habe ich schon die gesamte Planung erledigt – und zwar so, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest. Ohne Kopfzerbrechen über Fruchtfolge, Mischkultur, Vor- und Nachkulturen.

          Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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            Na, was steht auf deiner “Muss ich anbauen”-Liste? Hast du noch mehr Tipps zum Thema “Gemüsebeet planen”? Ich freue mich über deinen Kommentar!

            Ich habe dir den Maria Thun Kalender in diesem Artikel bei meinem Partner buch7 verlinkt. Buch7 spendet einen Teil des Kaufpreises an soziale, kulturelle und ökologische Projekte. Das ist endlich mal eine gute Alternative zu Online-Giganten wie Amazon. :)

            Gemüsebeet anlegen

            Gemüsebeet anlegen in 6 Schritten – ganz ohne Umgraben!

            Du willst ein Gemüsebeet anlegen? Mit den Händen in der Erde wühlen, diesen wunderbaren, einzigartigen Erdgeruch einatmen und Gemüse ernten, das frischer und leckerer ist als alles, was es im Laden zu kaufen gibt?

            Yessss, was für ein Plan! :)

            In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du ohne viel Aufwand pflegeleichte, hübsche und ertragreiche Gemüsebeete anlegst – und zwar ganz ohne umzugraben.

            So ist dein neues Gemüsebeet nämlich viel schneller angelegt, von Anfang an super fruchtbar – und es wächst auch deuuutlich weniger Unkraut.

            Umgraben ist außerdem anstrengend und bringt das Bodenleben total durcheinander. ;)

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            Was haben die Bodentierchen damit zu tun?!

            Wusstest du, dass in einer Handvoll Gartenerde mehr Mikroorganismen leben als Menschen auf diesem Planeten? Die kleinen Helfer sind für einen fruchtbaren Boden super, super wichtig!

            Unterschiedliche Bodentiere und Mikroorganismen bevölkern die verschiedenen Schichten im Boden. Viele leben ganz oben, nah bei den Wurzeln der Pflanzen. Andere halten sich bevorzugt in tieferen Bodenschichten auf, wo sie kein Sonnenlicht abbekommen.

            Wenn du deinen Boden umgräbst, bringst du die natürliche Schichtung durcheinander, und beispielsweise der Regenwurm, der normalerweise sein Futter an der Bodenoberfläche sucht, geht in einem umgegrabenen Beet leer aus.

            In einem Biogarten ist es meiner Meinung nach aber das oberste Gebot, die Bodenlebewesen zu fördern, anstatt ihnen das Leben schwer zu machen. Aus diesem Grund legen wir unsere Beete ohne Umgraben an. Das tut dem Boden gut – und natürlich auch deinem Rücken. ;)

            Jetzt geht es aber los, so verwandelst du deinen Rasen in ein pflegeleichtes und ertragreiches Gemüsebeet:

            Gemüsebeet anlegen Schritt 1: Untergrund vorbereiten

            Der erste Schritt ist super einfach! Du musst nämlich nichts weiter tun, als zu warten, bis die Gräser der Wiese, auf der das Beet angelegt wird, so richtig schön lang sind.

            Wenn die Gräser zu kurz sind, lassen sie sich nicht so gut umlegen und wachsen mit ihren scharfen Blattspitzen leichter durch die Pappe hindurch, die wir später auf dem Rasen auslegen. Lange, umgelegte Gräser werden von der Pappe erstickt und sterben ab.

            Gemüsebeet anlegen

            Gemüsebeet anlegen Schritt 2: Rasenkante eingraben

            Wenn du deine neuen Gemüsebeete anlegst, gräbst du an der Außenkante deiner Beete entlang am besten eine Rasenkante ein. So kannst du verhindern, dass Gräser und Unkräuter von außen in deine Gemüsebeete hineinwachsen und sie sich zurückerobern.

            Für die Rasenkante stichst du mit dem Spaten einen schmalen, keilförmigen Graben aus. Der sollte so tief sein, dass die Rasenkante ca. fünf Zentimeter über dem Boden rausschaut. Ich verwende gerne diese Metall-Rasenkante, weil Rasenkanten aus Plastik sich mit der Zeit auflösen und jede Menge Mikroplastik produzieren.

            Kleiner Tipp: Ich lege meine Gemüsebeete mit einer Breite von 1,20 m an, so kann ich wunderbar arbeiten, ohne mich ständig verrenken zu müssen. ;)

            Die Video-Anleitung zum Beete-Anlegen

            Übrigens habe ich eine Video gefilmt, in dem ich alle Schritte genau zeige. Du kannst dich hier gerne kostenlos für den Gemüsebeet-anlegen-Crashkurs anmelden:

            Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

            Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

              Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

              Gemüsebeet anlegen Schritt 3: Umrandung gestalten

              Um die nicht ganz so schöne Rasenkante etwas zu kaschieren (und vor Tritten zu schützen), lege ich außen gerne noch eine Beetumrandung aus Holzstämmen an, die ich mit kleinen Pflöcken stabilisiere. Das sieht richtig hübsch aus und die Rasenkanten sind dann auch gut geschützt, sodass du nicht auf sie hinauftreten und sie dabei umbiegen kannst. 

              Anstelle von Holzstämmen kannst du natürlich auch andere Materialien benutzen: Steine, Bretter, Tonziegel oder Totzholz – der Fantasie und dem persönlichen Geschmack sind da keine Grenzen gesetzt.

              Hier habe ich ein paar tolle Ideen für Beetkanten für dich aufgelistet.

              Gemüsebeet anlegen Schritt 4: Immer her mit der Pappe!

              Nun besorgst du dir (unbedruckte) Pappe, von der du alle Klebereste entfernst. Die Pappe legst du dann innerhalb der Beetumrandung aus, sodass sich die einzelnen Pappe-Stücke mindestens zehn Zentimeter überlappen.

              Kleiner Tipp: Frag doch mal in Fahrradgeschäften nach, die haben viele Transportkartons von den Rädern, die sich super für das Anlegen der Beete eignen, weil sie richtig groß sind.

              Gemüsebeet anlegen Schritt 5: Kompost ausbringen

              Im nächsten Schritt verteilst du eine zehn bis fünfzehn Zentimeter dicke Schicht aus reifem Kompost auf deinen Beeten. Wenn dein eigener Komposthaufen nicht genug von dem schwarzen Gold abwirft, kannst du im regionalen Kompostwerk einfach etwas Kompost dazukaufen. Der ist dort nämlich viel günstiger als die Sack-Ware aus dem Baumarkt.

              Aber Vorsicht:

              Manche Stadt-Komposte, die aus Bioabfall hergestellt werden, können ziemlich viel Plastik enthalten. Am besten fragst du im Kompostwerk nach einem Kompostzeugnis (RAL Gütezeichen), in dem die Qualitätseigenschaften des Komposts zusammengefasst sind.

              Kompost wird in Deutschland sehr gut überwacht und das Kompostzeugnis gibt dir zum Beispiel Aufschluss darüber, aus welchen Ausgangsmaterialien der Kompost hergestellt wurde, wie hoch der Grad der Verunreinigung ist oder ob noch keimfreudige Unkrautsamen im Kompost enthalten sind. Ich benutze für das Anlegen meiner Beete am liebsten Kompost aus Grünschnitt.

              Gemüsebeet anlegen

              Wenn du richtig guten Kompost selber machen möchtest, dann bitte einmal hier entlang. ;)

              Gemüsebeet anlegen Schritt 6: Wege anlegen

              Wenn du gleich mehrere Beete auf einmal anlegst, kannst du sie mit Holzhackschnitzel-Wegen voneinander trennen. Dafür planst du einfach etwa vierzig Zentimeter breite Wege zwischen den Beeten ein. Die Holzhackschnitzel packst du auch einfach direkt auf die Pappe, damit die Beikräuter darunter unterdrückt werden.

              Bäm! Fertig!

              Das war doch jetzt echt nicht schwer, oder?

              In die fertigen Kompostbeete kannst du direkt einsäen oder pflanzen. Die Pappe zersetzt sich ziemlich schnell, sodass die Pflanzenwurzeln gut durch sie hindurch wachsen können.

              Regenwürmer stehen übrigens total auf die aufgeweichte Pappe und du musst dir keine Sorgen machen, dass sie ihren Weg nach oben nicht mehr finden. ;)

              Gemüsebeet anlegen

              Was dann noch wichtig ist:

              Sobald deine Pflanzen etwa handhoch sind, solltest du den Boden mit Grasschnitt und Holzhackschnitzeln mulchen – und zwar richtig schön dick.

              So unterdrückst du Unkräuter und sorgst gleichzeitig dafür, dass der Boden lange feucht bleibt. Du musst dann kaum noch gießen!

              Genial, oder?

              Wenn du noch mehr über das Mulchen lernen möchtest, dann schau doch mal hier vorbei: Die 7 größten Fehler beim Mulchen von Gemüsebeeten

              Du siehst, Gemüsebeete anlegen ist ganz einfach – du musst nur noch rausgehen und loslegen! ;) Apropos: Im nächsten Beitrag am Mittwoch zeige ich dir, wie du dein Gemüsebeet easy peasy planst und bepflanzt, also schau gerne vorbei.

              Naa, wie groß soll dein Gemüsebeet werden? Und was willst du anbauen? Hast du noch mehr Tipps rund ums Beete-Anlegen? Dann immer her damit! :)

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              Garten natürlich unkrautfrei Mulch

              10 Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten

              Ganz ehrlich: Manchmal bleibt zum Gärtnern einfach nicht viel Zeit.

              Wenn du nach einem langen Arbeitstag nach hause kommst und es draußen schon dunkel ist. Dann kommt Besuch und am Wochenende, wenn endlich Zeit für den Garten wäre, bist du hochauf mit den Vorbereitungen für den Kindergeburtstag deiner Kleinen beschäftigt, sodass du wieder nicht dazu kommst, all die Dinge zu erledigen, die im Garten gerade anstehen…

              In solchen Momenten ist es toll, wenn dein Garten möglichst pflegeleicht ist. Wäre es nicht super, wenn du dir deinen Garten so einrichtest, dass zwischen Aussaat und Ernte kaum Arbeit anfällt, sodass du Zeit im Garten verbringen kannst, wenn du Lust hast, aber nicht musst, wenn die Zeit mal knapp ist? Genau darum soll es heute gehen. :-)

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              #1 Führe ein Gartentagebuch

              Ich möchte dir ans Herz legen, ein Gartentagebuch zu führen, in das du alles reinschreibst, was in deinem Garten so passiert. Wann du zum Beispiel was wohin gepflanzt hast, welche Sorte du ausgesucht hast, wie diese dir gefallen hat etc. Ich schreibe auch noch andere Erfahrungen rein, zum Beispiel, ob es Probleme mit Schädlingen oder Krankheiten gab. 

              Mein Gartentagebuch ist mittlerweile ganz schön zerfleddert, was ein gutes Zeichen ist, denn ein oft genutztes Gartentagebuch führt zu einer viel steileren Lernkurve! Auch wenn man meistens denkt: „Ach, das kann ich mir doch alles locker merken und nächstes Jahr weiß ich, dass mir das nicht nochmal passiert.“, vergisst man im Lauf der Zeit doch mehr als man denkt, vor allem die kleinen, aber wichtigen Details.

              Wenn du im Gartentagebuch alles schwarz auf weiß festhältst, wirst du viel schneller eine weise Gärtnerin oder ein weiser Gärtner mit einem ganz großen Erfahrungsschatz, der dir dann auch wirklich was bringt.

              Gemüsegarten Tagebuch

              #2 Gärtnern ohne Umgraben

              Mein zweiter Tipp ist das Gärtnern ohne Umgraben. Nicht umzugraben spart uns wirklich immens viel Arbeit! Umgraben ist nicht nur sehr anstrengend und ein großer Arbeitsaufwand, sondern wir haben auch viel weniger Probleme mit Unkraut, seitdem wir den Boden in Ruhe lassen. 

              In meinem kostenlosen Videokurs, dem Gemüsegarten-Bootcamp, zeige ich dir übrigens ganz genau, wie Beete ohne Umgraben angelegt werden. Da kannst du dich gerne für anmelden. Wenn du bereits im Bootcamp mit dabei bist, schreibe mir doch gerne mal in die Kommentare, wie es dir gefällt. :) 

              Wir brauchen im Monat nur circa drei Minuten, um alle Unkräuter in den Beeten zu jäten. Wenn ihr Interesse an dem Thema unkrautfreier Gemüsegarten habt, dann schaut gerne auch in diesem Artikel vorbei. 

              #3 Lass deinen Garten nicht aus den Augen ;)

              Beim Gärtnern ist es sehr sinnvoll, wenn man seine Beete gut im Blick hat oder zumindest regelmäßig an ihnen vorbeikommt. So kannst du genau sehen, was gerade reif ist oder was gemacht werden muss.

              Liegen die Beete in einer entlegenen Gartenecke, verliert man viel schneller den Überblick. Die Beete, an denen ich auf dem Weg zur Arbeit ständig vorbei komme, sind vieeeel produktiver als die auf unserem Acker, den wir immer mit dem Auto besuche müssen.

              Gerade beim Ernten kann das fatal sein, wenn man das Erntefenster verpasst und statt einem schönen Brokkoli-Kopf einen Brokkoli-Blumenstrauß bekommt, bei dem die Blüten schon aufgegangen sind.

              Deswegen ist es ein großer Vorteil, Flächen zu nutzen, die nah am Haus sind oder da gelegen sind, wo man auch regelmäßig vorbeikommt.

              Kleiner Tipp: Überlege dir, welche Gemüse du nah am Haus anbauen möchtest und welche pflegeleichten Gemüse auch etwas weiter entfernt gut gedeihen!

              #4 Gebündelte Aussaattage

              Ich habe bestimmt schon mal erzählt, dass ich gerne nach den Aussaattagen von Maria Thun gärtnere. Das ist ein Aussaatkalender, in dem alle Gemüse in folgende vier Kategorien eingeteilt werden:

              • Blütengemüse z.B. Artischocke oder Brokkoli
              • Wurzelgemüse z.B. Möhre
              • Blattgemüse z.B. Weißkohl
              • Fruchtgemüse z.B. Gurken oder Tomaten

              Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es wirklich einen Unterschied macht, an welchen Tagen man das Gemüse sät. Der Aussaat-Kalender hilft mir aber nicht nur dabei, schöne Gemüse zu ziehen, sondern der hilft mir auch dabei, meine Aussaaten zu bündeln.

              In drei Wochen säe ich beispielsweise alle meine Blattgemüse, sowohl draußen als auch in der Anzucht und so habe ich die Aufgabe einmal konzentriert erledigt. Dann muss ich nicht mehr ständig daran denken:

              „Ach, heute wollte ich doch noch Rote Bete säen und dann morgen noch die Möhren und dann noch Kartoffeln pflanzen.

              Stattdessen plane ich gerne ein bisschen im Voraus. Für die Aussaaten oder Pflanzungen von Möhren, Rote Beete und Kartoffeln suche ich mir einen Wurzeltag aus und erledige die Arbeiten dann gebündelt.

              Das ist wirklich ein riesen Zeitspartipp, gerade wenn dein Garten nicht direkt am Haus liegt und du da immer erst hinkommen musst – ein echter Lebensretter bei uns! ;)

              Übrigens: Wenn du mehr Lust auf Video gucken hast kommst du hier zur YouTube – Variante dieses Artikels:

              #5 Fruchtwechsel und passende Beetpartner

              Der nächste Tipp hat auch was mit Planung zu tun und zwar geht es um die Planung von Fruchtfolgen und Mischkultur in deinem Garten. Diese zwei Methoden helfen dir dabei, auf ganz natürliche und einfache Art und Weise, viele Schädlinge und Krankheiten aus deinen Gemüsebeeten fernzuhalten.  

              Eine Fruchtfolge ist der Fruchtwechsel auf deinem Gemüsebeet von Jahr zu Jahr.

              Nehmen wir mal an, du baust im ersten Jahr Kohl auf deinen Beeten an, der auf dem Speiseplan von ziemlich vielen Schädlinge steht. Einige dieser Schädlinge oder Krankheiten können sich auch nach der Kohlernte noch im Boden befinden und die warten quasi nur darauf, dass du im nächsten Jahr wieder Kohlpflanzen auf dieses Beet pflanzt.

              Baust du nun aber über die nächsten Jahre Gemüse aus einer anderen Pflanzenfamilie an und erst im sechsten Jahr wieder Kohl, dann sind deine Beete bis dahin clean, weil du die Schädlinge ausgehungert hast.  Nun kannst du auf dem Beet wieder Kohl anbauen, ohne dass der sofort wieder von Krankheiten oder Schädlingen befallen wird. 

              Und eine Mischkultur bedeutet, dass du Pflanzen zusammenpflanzt, die sich gegenseitig positiv beeinflussen. Mein liebstes Beispiel ist die Mischkultur von Möhre und Zwiebel. Die tun sich gut, weil sie sich gegenseitig die Schädlinge vom Leib halten.

              Die Möhre wirkt gegen die Zwiebelfliege und die Zwiebel gegen die Möhrenfliege und alles was du machen musst, ist die beiden nebeneinander anzubauen. Total simple, total einfach. Das einzige was es erfordert, ist ein bisschen Planung im Voraus. 

              Gemüsegarten

              Wenn du dafür Inspiration brauchst, kommt du hier zu meinem fertigen Anbauplan, der schon nach Mischkultur- und Fruchtfolgeprinzipien ausgeklügelt ist.

              Möchtest du lieber selber kreativ werden? Dann geht es hier zum Artikel, der dir dabei hilft, deinen eigenen Anbauplan zu erstellen.

              #6 Dein Aussaat-Staffellauf

              Wenn wir gerade schon über die Anbauplanung sprechen, dann kann ich dir die staffelte Aussaat auch wärmstens ans Herz legen. Das bedeutet, dass du dein Gemüse nicht nur einmal im Frühling aussäst, sondern über das Jahr verteilt immer wieder.

              Das ist wirklich ein super Tipp, um das ganze Jahr über aus deinem Garten ernten zu können. Es ist nämlich super frustrierend, wenn du in deinem Garten einmal alles vollpflanzt und dann zu einem Zeitpunkt eine riesengroße Ernte hast, mit der du schon gar nicht mehr weißt wohin damit. Deine Nachbarn wollen irgendwann auch nichts mehr von dir wissen, weil du sie immer mit deinen Zucchini belästigst.

              Ein paar Wochen später ist die Ernteschwemme dann vorbei und du musst wieder in den Laden gehen, um Gemüse zu kaufen, weil im Garten alles abgeerntet ist.

              Deswegen ist es viel schlauer, die Aussaaten mit Hilfe der Anbauplanung zu tackten und beispielsweise alle vier Wochen neuen Salat auszusäen. So kannst du regelmäßig ernten und hast viel mehr von deinem Gemüsegarten. :)

              #7 In Reih und Glied

              Jetzt haben wir aber genug von der Planung geredet, sprechen wir nochmal über eine Technik, die man direkt im Garten anwenden kann – das Aussäen in geraden Reihen.

              Das klingt jetzt vielleicht etwas spießig, aber du kannst dadurch viel einfacher mulchen und wenn sich Unkraut breit macht, kannst du es viel schneller entfernen, indem du beispielsweise einfach einmal mit der Hacke durch die Reihe gehst.

              Das ist wirklich ein kleiner Zeitretter im Garten. Also immer schön gerade Reihen säen, auch wenn es vielleicht lustiger und spaßiger ist, wenn man mal hier oder da irgendwas anbaut.

              Kompostbeete sind ja darauf ausgelegt, dass du möglichst unkrautfrei gärtnern kannst, aber wenn doch mal Unkräuter aufgehen, dann hast du die zwischen den Reihen schwuppdiwupp weggejätet.

              Gemüsegarten Unkraut

              Kleiner Tipp: Wenn sich Unkräuter in deinem Beet zeigen, versuche sie so schnell wie möglich zu jäten. Zum einen sind die kleinen Pflanzen viel einfacher zu jäten als große Pflanzen, bei denen man oft auch die Wurzel mit ausgraben muss.

              Zum Anderen können sich die Unkräuter in deinem Garten sonst ruckzuck aussäen. Dann hast du nicht nur ein Unkraut dastehen, sondern gleich mal 100, denn viele Unkräuter bilden Unmengen an Samen. 

              #8 Mulchen

              Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, dann hast du es dir bestimmt schon gedacht: Ein weiterer ganz wichtiger Tipp, um einen pflegeleichten Gemüsegarten zu haben, ist das Mulchen. Meiner Meinung nach braucht es eine dicke Mulchschicht, wenn man einen pflegeleichten Gemüsegarten haben möchte. 

              Denn der Mulch unterdrückt Unkraut, hält den Boden feucht und verrottet nach und nach zu Humus. Du fütterst du mit dem Mulch das Bodenleben und dein Boden wird nach und nach immer fruchtbarer. Regenwürmer und andere Bodentierchen fühlen sich mit einer Mulchschicht super wohl in deinem Garten und helfen dir fleißig bei der Gartenarbeit. ;)

              Je größer die Pflanzen, desto dicker kannst du den Mulch auf deine Beete packen. Wir haben teilweise bis zu 30 cm Mulch auf unseren Beeten und das hat für uns eine enorme Zeitersparnis zur Folge. 

              Auch zum Thema Mulch gibt es einige Infos und Anleitungen im Gemüsegarten-Bootcamp, also meldet euch da gerne für an, wenn ihr mehr dazu wissen wollt. :)

              #9 Wilde Ecken im Garten

              Ich finde in einem Biogarten ist es super wichtig, den Garten nicht nur als reinen Nutzgarten zu betrachten, sondern auch als Lebensraum für ganz viele Tiere. Häufig sind das sogar Nützlinge, die euch weiterhelfen, indem sie zum Beispiel Schädlinge von euren Pflanzen abhalten. 

              Das funktioniert ganz toll in einem Garten, in dem es auch mal eine wilde Ecke gibt. Wie wäre es mit einer Trockenmauern oder einem Laubhaufen, der liegen bleiben darf? Auch ein Teich oder eine Ecke mit Totholz eignet sich super gut, um Tieren in deinem Garten einen Rückzugsraum zu ermöglichen.

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                #10 Nicht nur für dich gärtnern, sondern für‘s gesamte Ökosystem 

                Nützlinge können dir beim Gärtnern ungemein weiterhelfen! Wenn du zum Beispiel viele Blattläuse in deinem Garten hast, gibt es eine ganze Reihe von Nützlingen, die sich den Blattläusen annehmen und sich in deinem Garten engagieren. Dafür musst du ihnen nur einen Raum geben, sodass sich die Nützlinge in deinem Garten niederlassen und wohlfühlen.

                Also Tipp Nummer 10, ganz wichtig, nicht nur für dich selber gärtnern, sondern auch für das Ökosystem Biogarten und für die Nützlinge, die dir in deinem Garten so ungemein weiterhelfen. :)

                Hast du noch Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten? Ich freue mich auf einen Kommentar von dir! :)

                Unkraut im Garten

                8 Schritte zum unkrautfreien Gemüsegarten – ganz natürlich!

                Du hast keine Zeit und Lust mehr, ständig auf Knien durch deinen Garten zu robben, um dem Unkraut nachzujagen? Dann passt jetzt gut auf, denn ich zeige dir heute wie du in 8 Schritten, auf ganz natürliche Art und Weise, einen quasi unkrautfreien Gemüsegarten anlegen kannst.

                Wir verbringen im Monat tatsächlich nur circa drei Minuten mit jäten, denn auf unseren fast 300 Quadratmetern Beetfläche wächst so gut wie gar kein Unkraut. 

                Ich weiß, dass das total utopisch klingt. Aber mit ein bisschen Planung und System kannst du deinen Garten auch so gut wie unkrautfrei halten. Wie das klappt, zeige ich dir in diesem Artikel!

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                Schritt #1: Kompostbeete gegen Unkraut anlegen

                Ich habe mein eigenes Gartensystem entwickelt, bei dem sich alles darum dreht, wie man auf ganz natürliche Weise möglichst wenig Arbeit beim Gärtnern hat und trotzdem dicke Ernten einfahren kann. Dieses Gartensystem gebe ich auch in meinen Kursen weiter.

                Die Basis für mein „3-Phasen-Gartensystem“ sind die Kompostbeete. Die legen wir ganz ohne Umgraben und mit viel Kompost an. So sind die Beete super schön fruchtbar und – das Beste! – in der Komposterde sind keine Unkrautsamen enthalten. 

                Unkraut im Garten

                Das macht einen riesengroßen Unterschied, denn in natürlichem Mutterboden schlummert ein quasi unerschöpfliches Potenzial an Unkrautsamen. Und wenn man den Boden dann auch noch umgräbt, werden immer wieder Unkräuter in deinen Beeten aufgehen. Das ist quasi unvermeidbar, egal wie gründlich du jätest. 

                Wenn du auch Kompostbeete in deinem Gemüsegarten anlegen möchtest, kannst du dich gerne für das Gemüsegarten-Bootcamp anmelden. Das ist ein kostenloser Minikurs, bei dem ich dir im ersten Video zeige, wie du Kompostbeete Schritt für Schritt anlegst. 

                Schritt #2: Unkrautfrei kompostieren 

                Damit der Plan mit dem unkrautfreien Kompost auch aufgeht, ist es ganz wichtig, dass keine Wurzelunkräuter oder samentragende Unkräuter auf deinem Kompost landen. 

                Ich weiß, dass es Leute gibt, die sagen: „Ach, ich kompostiere den einfach heiß, dann werden die Unkräuter abgetötet.“ Aber um im gesamten Kompost solche hohen Temperaturen zu erreichen, muss man schon ein ganz schöner Kompost-Profi sein.

                Deswegen packe ich alle Unkräuter, die bei uns anfallen, auf einen Kompost, der in einer abgelegenen Ecke im Garten steht. Da kommen beispielsweise auch kranke Pflanzenteile drauf, also einfach alles, was man nicht im Hauptkompost, der dann wieder für die Beete verwendet wird, haben möchte.

                Diesen Kompost verwende ich dann beispielsweise für unsere Obstbäume oder Beerensträucher, wo es nicht so schlimm ist, wenn hier und da ein bisschen Unkraut hochkommt. Und der Hauptkompost bleibt unkrautfrei. 

                Unkraut im Garten

                Sonst steckt man all die Arbeit und Energie ins Jäten, nur um dann später seine Unkräuter mit dem ausgebrachten Kompost wieder ins Beet zu pflanzen. Das wäre doppelte Arbeit und total ärgerlich.

                Wenn du Lust hast, mehr darüber zu erfahren, wie man richtig kompostiert, dann schau dir gerne diesen Artikel an.

                Schritt #3: Unkrautsperren errichten 

                Bleiben wir noch mal bei dem Anlegen von den Beeten, denn da habe ich noch einen super Tipp gegen Unkräuter für dich: Unkrautsperren!

                Nach dem Anlegen deiner Beete werden nämlich Gräser und andere Unkräuter versuchen, sich die Beete zurückzuerobern. Um das zu verhindern, kann man entweder die Kanten vom Beet immer wieder abstechen oder man baut eine Unkrautsperre ein.

                So eine Unkrautsperre wird am Rand der Beete eingegraben und sollte am Ende noch circa 5 Zentimeter über den Beeten herausgucken. Über diesen Link kommst du zu den Unkrautsperren, die ich im Garten verwende. 

                Ich benutze übrigens viel lieber Sperren aus Metall als Unkrautsperren aus Plastik. Die sind zwar ein bisschen teurer, aber sie halten auch viel länger und zerbröseln nicht, wenn du sie irgendwann wieder entfernen möchtest. Das passiert nämlich bei den Plastiksperren ganz häufig, und dann hast du den ganzen Garten voll mit kleinen Plastikstückchen. 

                Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, statt Texte zu lesen, dann kommst du hier zur YouTube-Variante dieses Artikels:

                Schritt #4: Beete mulchen gegen Unkraut

                Die einzigen Unkräuter, die dir in den Kompostbeeten dann noch zu schaffen machen können, sind fliegende Unkräuter wie zum Beispiel der Löwenzahn. 

                Der schwebt mit seinem Schirmchen durch die Luft und wenn er auf einem Beet landet, auf dem es schöne, nackte Erde gibt, dann beginnt er, dort zu wurzeln.

                Deswegen empfehle ich dir, deine Beete zu Mulchen. Dadurch sind die Beete bedeckt und die fliegenden Unkräuter haben erst gar keine Möglichkeit, Wurzeln zu schlagen, weil sie kein Substrat zum Wurzeln vorfinden. 

                Unkraut im Garten

                Das ist übrigens nur einer von vielen guten Gründen, deine Beete zu Mulchen. Wer meinen Blog schon länger kennt, der weiß, dass ich ein riesiger Fan vom Mulchen bin! Denn es gibt noch viele weitere Vorteile, zum Beispiel die langanhaltende Feuchtigkeit im Boden oder das aktivere Bodenleben. Um es kurz zu fassen: Geh raus und mulch deine Beete, dein Gemüsegarten wird es dir danken. :P 

                Schritt #5: Kartoffeln anbauen gegen Unkraut

                Im nächsten Schritt kommt die Kartoffel ins Spiel. Die Kartoffelpflanze kann nämlich super Unkräuter unterdrücken, weshalb es sich richtig lohnt, diese im ersten Jahr auf den Beeten anzubauen. Vor allem dann, wenn du nicht darauf geachtet hast, dass dein Kompost unkrautfrei bleibt. 

                Ich habe beobachtet, dass Beete, die im ersten Jahr mit Kartoffeln bepflanzt wurden, im zweiten Jahr viel, viel unkrautfreier sind. Deswegen pflanze ich gerne im nächsten Jahr auf dem Beet, auf dem vorher die Kartoffeln standen, Zwiebeln und Möhren. Diese zwei Kulturen werden nämlich überhaupt nicht gerne mit Unkräutern konfrontiert. 

                Schritt #6: Unkräuter schnell jäten

                Bei Unkräutern gilt: der frühe Vogel fängt den Wurm. Ich empfehle dir, wirklich regelmäßig einen Blick auf deine Beete zu haben, falls doch mal Unkräuter aufgehe. 

                Denn: Wenn die Unkräuter erst mal groß sind und eventuell sogar schon ausgesamt haben, passiert es schnell, dass du statt einem plötzlich 100 davon in deinem Beet hast. ;)

                Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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                  Schritt #7: Halte die Wiese um deine Beete kurz!

                  Wilde Ecken im Garten sind wunderschön und auch für Nützlinge super wichtig. Direkt um die Beete herum würde ich dir aber empfehlen, die Wiese kurz zu halten. So samen hochgewachsene Gräser nicht über deinen Beeten aus. Und als kleiner Bonus kommen auch die Schnecken nicht so einfach in die Beete gekrochen.

                  Schritt #8: Die hartnäckigen Unkräuter- Giersch, Quecke und Co. loswerden

                  Es gibt ein paar Unkräuter im Garten, die man gar nicht so leicht loswird. Dazu zählen zum Beispiel die Quecke, Giersch und auch die Ackerwinde – die sind besonders hartnäckig. 

                  Wenn du einen oder mehrere von diesen Kandidaten bei dir im Garten hast, dann musst du richtig ranklotzen, denn auch die Kompostbeete können diese Unkräuter nicht vollständig unterdrücken. Da hilft dann nur ausgraben, und zwar mit der gesamten Wurzel!

                  In meinem ersten Garten hatte ich ein Beet, das komplett mit Giersch voll war. Das habe ich dann ungefähr drei Tage lang bearbeitet und mit der Grabelgabel so tief gelockert, bis ich alle Pflanzen mit der Wurzel ausgegraben hatte. 

                  Danach habe ich dann mit Pappe und Kompost meine Beete angelegt, so wie ich dir das auch im Bootcamp zeige, und sobald irgendwo ein Giersch-Pflänzchen hochgekommen ist, habe ich das direkt wieder samt Wurzel ausgegraben. 

                  Das ist harte Arbeit, aber wenn du dranbleibst, bekommst du das ganz sicher in den Griff. Ab dem zweiten Jahr hatten wir jedenfalls unserer Ruhe. 

                  Welche Unkräuter halten sich bei dir besonders hartnäckig? Hast du noch mehr Tipps gegen Unkraut? Ich freue mich über einen Kommentar von dir!

                  Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu dem Rasenband, das verhindert, dass Unkraut ins Beet wächst. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du über diesen Link einkaufst. Natürlich zahlst du deswegen keinen Cent extra, es ist aber eine Möglichkeit, wie du diesen Blog unterstützen kannst. Danke an alle, die das machen! :)

                  Gemüse im Herbst

                  11 Gemüse, die du im Oktober noch säen und pflanzen kannst!

                  Es ist sooo schön, an einem trüben Tag im Winter in den Garten zu gehen und sich an den bunten Farben des Mangolds, den herausragenden Rosenkohl-Pflanzen oder dem zarten Grün des Winterspinats zu erfreuen.

                  Du hast dein Sommergemüse abgeerntet und ein großer Teil deiner Beete liegt jetzt brach? Das muss nicht so bleiben! ;)

                  Auch ohne Gewächshaus kannst du so einige Gemüse auch im Oktober noch säen oder pflanzen, sodass dein Gemüsegarten dir in der kalten Jahreszeit noch einen stattlichen Ertrag abwirft.

                  Auch der Boden ist dankbar, wenn er über den Winter bewachsen ist und die Wurzeln der Gemüsepflanzen die Bodenpartikel stabilisieren – so ist der Boden vor Herbststürmen und Starkregenereignissen bestens geschützt.

                  Ich liebe die Gartenzeit im Winter so sehr, in der ich ohne viel Arbeit meine tägliche Portion Chlorophyll im eigenen Garten erbeuten und meiner Familie frische und gesunde Mahlzeiten auf den Tisch bringen kann.

                  Du hast bisher noch kein Wintergemüse gesät oder gepflanzt? Dann aber los! In diesem Artikel zeige ich dir, welche Gemüse du auch noch im Herbst anbauen kannst.

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                  Gartenarbeiten im Oktober

                  Hier kommt eine kleine Erinnerung für dich: Im Oktober steht häufig der erste Bodenfrost vor der Tür. Deswegen solltest du den Wetterbericht gut verfolgen, damit du das frostempfindliche Gemüse wie Tomaten oder Zucchini rechtzeitig abernten oder vor niedrigen Temperaturen schützen kannst. 

                  Deine empfindlichen Gemüse freuen sich, wenn du sie in Gartenvliese einmummelst, und danken dir mit einer verlängerten Ernte. Wurzelgemüse kannst du auch wunderbar mit einer dicken Mulchschicht schützen. Organisches Material wie Rasenschnitt, Holzhackschnitzeln oder Laub puffern die erste Kälte ab und speichern die Restwärme im Boden.

                  Schau mal, hier findest du mehr Infos zum Mulchen.

                  Abgeerntete Beete kannst du jetzt im Herbst noch wunderbar mit Blattgemüse für den Winter bestücken. Oder du gönnst deinem Boden eine kleine Wellnesskur und säst eine Gründüngung ein. So spät im Jahr sind Winterroggen und Zottelwicke, entweder einzeln oder im Gemenge, eine gute Wahl. 

                  Der Herbst ist außerdem die perfekte Zeit, um den Komposthaufen zu pflegen. Erntereste, Strauchschnitt, das erste Herbstlaub – jetzt kommt einiges zusammen, dass du mit wenig Aufwand in wertvollen Kompost verwandeln kannst. Wie das geht, erfährst du hier:

                  Einen richtig guten Kompost ansetzen

                  Gemüse im Herbst anbauen

                  So einige Gemüse sind ziemlich hart im Nehmen und können den Winter einfach im Freien verbringen. Diese Winterhelden sind unbeeindruckt von kräftigen Winden und eisiger Kälte und stehen tapfer und unerschrocken im Beet – bis du dich gut eingemummelt nach draußen traust, um sie zu ernten und zu vernaschen. ;) 

                  Gemüse, die du im Herbst draußen aussäen kannst

                  Diese Winterhelden kannst du auch noch im Oktober direkt im Garten aussäen:

                  • Wintersalat
                  • Wintererbse

                  Wusstest du, dass es super einfach ist, den Winter über Salat anzubauen, wenn man ein paar Dinge beachtet? Meine heiß geliebte Salatsorte „Baquieu“ ist für den Winteranbau übrigens bestens geeignet! Aber bevor ich an dieser Stelle (schon wieder) eine Ode an den „Baquieu“ niederschreibe, verlinke ich dir hier lieber meinen Artikel über den Salatanbau im Winter:

                  So erntest du den ganzen Winter über frischen Salat!

                  Gemüse im Herbst

                  Bei der Wintererbse empfehle ich dir die Sorte „Sima“, die ist richtig, richtig frosthart und es macht ihr gar nichts aus, im Beet zu überwintern. Gegenüber ihren im nächsten Frühjahr gesäten Kolleginnen, hat sie einen ordentlichen Wachstumsvorsprung und präsentiert dir schon ab Mai stolz ihre leckeren Erbsen.

                  Das ist eine tolle Möglichkeit, um schon im Frühjahr, wenn das kleine Ernteloch kommt, eine Vielfalt von Gemüsen aus dem eigenen Garten zu ernten. 

                  Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, statt Texte zu lesen, kommst du hier zur YouTube-Variante dieses Artikels:

                  Gemüse, das du im Herbst pflanzen kannst

                  Hier ist eine kurze Liste mit Gemüsen, die du im Oktober im Garten pflanzen kannst: 

                  • Wintersteckzwiebel
                  • Knoblauch

                  Jetzt ist die perfekte Zeit, um Wintersteckzwiebeln zu pflanzen. Die Winterzwiebeln kannst du schon früh im nächsten Jahr ernten und – was ich besonders toll finde – sie versorgen dich den ganzen Winter über mit frischem Zwiebelgrün, das du wie Frühlingszwiebeln in der Küche verwenden kannst.

                  Gemüse im Herbst

                  Kleiner Tipp: Ich baue immer eine Extra-Reihe Wintersteckzwiebeln für das Zwiebelgrün an. Dafür schneide ich das Grün der Zwiebel etwa vier Zentimeter über dem Boden ab, sodass die Zwiebel wieder neu austreiben kann. Auf diese Weise kannst du bis zu vier Mal ernten!

                  Für richtig dicke Knoblauchknollen ist es am besten, die Zehen schon im Herbst zu stecken. Denn auch der Knoblauch lässt sich von eisiger Kälte nicht beeindrucken und überwintert ohne Probleme auf deinen Beeten.

                  Wenn du nachlesen möchtest, wie Knoblauch angepflanzt wird, dann schau doch mal bei diesem Artikel vorbei.

                  All diese Gemüse kannst du natürlich auch im Gewächshaus anbauen. Besonders die Wintersteckzwiebeln, denen du regelmäßig den Schopf schneidest, zeigen sich dankbar für ein geschütztes Plätzchen und treiben dann umso schneller wieder nach. :)

                  Gemüsegarten-Beispielplan

                  Du hast keine Lust dir den Kopf darüber zu zerbrechen, welche Gemüse du wann aussäen oder pflanzen musst? Dann hole dir meinen Gemüsegarten-Beispielplan! Den Gartenplan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen und musst nicht mehr über passende Mischkultur-Partner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss, grübeln. 

                  Ich habe den Plan so konzipiert, dass die Beete das ganze Jahr über optimal genutzt sind und du einfach losgärtnern kannst. 

                  Trag dich gerne hier ein:

                  Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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                    Das Frühbeet und Gewächshaus im Herbst sinnvoll nutzen

                    Wenn du ein Frühbeet oder ein Gewächshaus in deinem Garten hast, dann kannst du darin im Herbst noch einige Gemüse säen, für die eine Aussaat im Freiland jetzt schon etwas spät wäre. Manche dieser Gemüse genießen aber auch einfach den Komfort, den so ein Dach über dem Kopf bietet, denn langanhaltende Regenfälle können ihnen den Spaß am Winter ziemlich verderben und sie werden faulig.

                    Gemüse im Herbst

                    Herbst-Aussaaten im Frühbeet oder Gewächshaus

                    Folgende Gemüse kannst du jetzt noch in deinem Frühbeet oder Gewächshaus säen:

                    • Spinat
                    • Gartenkresse
                    • Rucola 
                    • Zuckererbsen
                    • Feldsalat (meine liebste Sorte ist „Verte de Cambraie“)
                    • Postelein

                    Die Zuckererbsen baue ich in diesem Fall nicht an, um Schoten zu ernten, sondern ich schneide direkt das Erbsengrün, etwa vier Zentimeter über dem Boden, ab.

                    Das Grün der Zuckererbsen schmeckt ganz zart nach süßen Erbsen und ist super, super lecker! Du kannst es mit in den Salat mischen, dein Butterbrot damit belegen oder du packst es einfach in deinen Grünen Smoothie. :)

                    Was du im Herbst im Frühbeet oder Gewächshaus pflanzen kannst

                    Wenn du im September noch Gemüse vorgezogen hast, dann kannst du sie jetzt in deinen Frühbeetkasten oder ins Gewächshaus auspflanzen. Dazu gehören:

                    • Mangold („Rainbow“) 
                    • Spinat („Winterriesen“) 

                    Je nachdem, wo du wohnst, kannst du diese Pflanzen auch noch nach draußen pflanzen. Wenn du den Wetterbericht im Blick hast und die Temperaturen noch mild sind, dann wachsen diese Kandidaten auch in deinen Beeten noch wunderbar an.

                    Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Aussäen und Pflanzen!

                    Erzähl doch mal! Welche Wintergemüse stehen auf deinen Beeten? Ich bin gespannt und freue mich über deinen Kommentar!