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Apfelessig selber machen

Apfelessig selber machen: Einfaches und gelingsicheres Rezept

Wusstest du, dass du ganz einfach Apfelessig selber machen kannst? Aus Abfällen?!
Heute möchte ich mein Lieblingsrezept mit dir teilen, das du auch dann hinkriegst, wenn du noch nie selber Apfelessig gemacht hast, versprochen. ;)

Inhaltsverzeichnis
Apfelessig selber machen: Einfaches Rezept aus Resten
Wie funktioniert die Herstellung von Apfelessig?
Die Essigmutter
Andere Fruchtessige selber machen

Apfelessig selber machen: Einfaches Rezept aus Resten

Vielleicht bist du ja auch gerade dabei, Apfelmus einzukochen. Das kannst du wunderbar mit dem Apfelessig-Machen verbinden. Wenn du Apfelmus einkochst, fallen nämlich Kerngehäuse und Schalen an, die du noch super zum Essigmachen verwenden kannst. Für mich gehört beides fest zusammen. Aber die Methode eignet sich natürlich auch für die Herstellung aus Apfelstückchen oder für die Herstellung von anderen Fruchtessigen.

Du brauchst:

  • Ein steriles (ausgekochtes) Gefäß, z.B. einen Tonkrug oder Einkochgläser
  • Apfelschalen und Kerngehäuse (oder Apfelstückchen)
  • 2 EL Zucker pro Kilo Apfelreste
  • Wasser
  • Ein Tuch, um das Gefäß abzudecken
  • Ein Sieb oder Passiertuch
  • Sterile (ausgekochte) Flaschen zum Abfüllen

Apfelessig herstellen

  1. Gefäß befüllen
    Nachdem du dein Gefäß ausgekocht hast, musst du es zuerst abkühlen lassen. Dann befüllst du es zu 4/5 mit den Apfelschalen und Kerngehäusen. Wenn du Apfelessig selber machen möchtest, ist es wichtig, dass du keine gammeligen Äpfel verwendest. An verdorbenen Stellen haben sich nämlich schon jede Menge Fäulnisbakterien vermehrt und die Gefahr, dass dein Essig kippt, wäre ziemlich hoch.
    Du kannst auch ganze Äpfel oder Apfelsaft verwenden, um Essig anzusetzen. Ganze Äpfel schneidest du einfach in kleine Stücke und gibst sie in dein Gefäß.
  2. Zucker dazugeben
    Der Zucker hilft dabei, die Gärung in Schwung zu bringen. So verläuft das Ganze deutlich schneller und sicherer. Du kannst den Zucker auch weglassen, aber mit funktioniert’s besser. Pro Kilo Apfelreste gibst du zwei EL Zucker in deine Gefäße.
  3. Wasser dazugeben
    Jetzt einfach mit kaltem Wasser auffüllen, sodass die Äpfel möglichst bedeckt sind. Damit dein Essig nicht zum Insektenpool wird, solltest du die Gefäße mit einem Tuch abdecken.
  4. Regelmäßig umrühren
    In den ersten Tagen werden die Schalen und Kerngehäuse noch an der Oberfläche treiben. Damit sie nicht schimmeln, ist es wichtig, dass du das Ganze ab und zu mit einem sauberen Löffel umrührst.
  5. Apfelessig abfüllen
    Nach vier bis sechs Wochen ist der Essig dann fertig. Du erkennst das an dem typischen Geruch. Wenn du dir unsicher bist, probier einfach mal, ob er schon stark genug ist.
    Jetzt solltest du das Ganze durch ein feines Sieb oder Passiertuch filtern und den fertigen Essig in sterile Flaschen abfüllen.
Apfelreste im Glas zum Apfelessig selber machen

Wie funktioniert die Herstellung von Apfelessig?

Es ist super spannend, sich einmal mit dem Herstellungsprozess von Apfelessig auseinandersetzen, um die Verwandlung von Apfelresten mit Wasser in feinsten Apfelessig zu verstehen. Die traditionelle Herstellung von Apfelessig besteht aus zwei Schritten:

#1 Aus Zucker wird Alkohol

Der erste Schritt zum Apfelessig selber machen ist eigentlich die Produktion von Apfelwein. ;) Denn der enthaltene Zucker in den Äpfeln und der zugegebene Zucker werden von natürlichen Hefen in Alkohol umgewandelt – es kommt also zu einer alkoholischen Gärung. Das kannst du leicht daran erkennen, dass sich ein weißer Schaum auf der Oberfläche bildet. Der ist ganz normal, wenn sich die fleißigen Weinhefen ans Werk machen.

Es kann auch sein, dass sich nach ein paar Tagen eine weiße Schicht oben auf dem Gäransatz bildet, die ein bisschen nach Elefantenhaut aussieht. Auch hier musst du dir keine Sorgen machen, denn das ist völlig ungefährliche Kahmhefe. Jedoch können diese wilden Hefen den Geschmack von dem fertigen Apfelessig beeinflussen, weshalb ich die Kahmhefe meistens mit einem sterilen Löffel von der Oberfläche abnehme.

Die Kahmhefe verschwindet nach einiger Zeit aber auch von selbst: denn sobald im zweiten Schritt der Apfelessig Herstellung der Säureanteil in der Flüssigkeit steigt, wird es für die Hefen immer ungemütlicher – bis sie das saure Milieu am Ende nicht überleben.

Aufschwimmende und abgesunkene Apfelstückchen im Glas

#2 Aus Alkohol wird Essig

Sobald sich der erste Alkohol gebildet hat, kommen die Essigsäurebakterien ins Spiel. Die befinden sich natürlicherweise in der Luft oder an den Früchten selbst, und brauchen Alkohol und Sauerstoff zur Vermehrung. Deshalb ist es auch super wichtig, dass du dein Gefäß nur mit einem Stück Stoff abdeckst und nicht luftdicht verschließt – denn ohne Sauerstoffzufuhr können die Essigsäurebakterien ihre Arbeit nicht aufnehmen.

Der Alkohol in unserem „Apfelwein“ wird in diesem Schritt zu Essigsäure fermentiert. Wenn du mehr über die Grundlagen der Fermentation lernen möchtest, um nicht nur Apfelessig selber zu machen, sondern um auch noch andere spritzige Gemüse-Fermente anzusetzen, ist dieser Artikel genau richtig für dich:

Die ultimative Anleitung zum Fermentieren.

Und weil es mir enorm wichtig ist, dass dir deine Fermente nicht verschimmeln, habe ich für dich eine „Anti-Schimmel“-Checkliste zum Fermentieren erstellt. Lade sie dir gerne hier runter:

     

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    Falls du dann immer noch nicht genug hast und dir noch mehr Wissen über das Haltbarmachen der eigenen Ernte aneignen möchtest, dann lade ich dich herzlich in meinen Onlinekurs „Obst und Gemüse haltbar machen“ ein, in dem wir die verschiedensten Techniken ganz genau besprechen, um alle deine Schätze aus dem Garten in lang haltbare Köstlichkeiten zu verwandeln.

    Die Essigmutter

    Während der Arbeit der natürlichen Essigsäurebakterien bilden sich helle Schlieren im Essig, die später fest und glibberig werden. Das ist die sogenannte Essigmutter. Heb sie auf und gib etwas davon in dein Gefäß, wenn du deinen nächsten Apfelessig selber machst. Dann geht’s nächstes Mal noch schneller. ;)

    Essigmutter

    Andere Fruchtessige selber machen

    Mit diesem Rezept kannst du nicht nur Apfelessig selber machen, sondern du kannst es auch für andere Früchte verwenden und so deinen eigenen Birnenessig, Himbeeressig oder Weinessig herstellen. Wenn du jetzt so richtig angefixt bist und in die Welt des Fermentierens eintauchen möchtest, dann denk daran, dir meine „Anti-Schimmel“-Checkliste runterzuladen – denn nichts ist ärgerlicher, als wenn die liebevoll angesetzten Köstlichkeiten am Ende doch in der Tonne landen.

    Pssst: Sogar aus Tomaten, Möhren oder Rote Bete lässt sich Essig herstellen. Klingt erstmal verrückt, oder? Aber das ist eine tolle Möglichkeit, Reste zu verwerten und nebenbei ganz neue Geschmackswelten zu entdecken.  :)

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    Du hast Lust, mehr über das Haltbarmachen zu lernen? Dann schmöker doch gerne noch ein bisschen weiter:

    Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

    Kimchi selber machen – das ultimative Rezept!

    Birnen einkochen: von Omas Rezept bis richtig trendy!

    Möchtest du zum ersten Mal Apfelessig selber machen? Falls du noch Fragen hast, lass einfach einen Kommentar da!
    Apfelchutney

    Apfelchutney – so machst du’s ganz einfach selbst!

    Apfelchutney ist eine tolle Möglichkeit, deine Äpfel mal ganz anders haltbar zu machen. Kisten voller Lageräpfel, Apfelmus und Apfelsaft stehen schon in deinem Vorratsregal und am Baum hängen immer noch Äpfel, die verarbeitet werden wollen? Dann wag dich doch heute an dieses würzige Apfelchutney Rezept!

    Inhaltsverzeichnis
    Apfelchutney: Die richtige Menge macht‘s
    Chutney – was ist das eigentlich?
    Hier kommt dein Apfelchutney Rezept!
    Variationen von Apfelchutney

    Apfelchutney: Die richtige Menge macht‘s

    Zugegeben: Apfelchutney brauchst du nicht in riesigen Mengen. Zu Kartoffelpuffen verputzt ihr bestimmt im Handumdrehen ein großes Glas Apfelmus, oder? Bei Apfelchutney reicht dir dieselbe Menge eine gaaanze Weile als aromatisches i-Tüpfelchen auf deinem Käsebrot oder zu herzhaften Fleischgerichten. 

    Wenn du heute also eine große Menge Äpfel haltbar machen willst, dann verarbeite lieber nur einen Teil davon zu Apfelchutney – oder du hast bald einen Chutney-Vorrat, der jahrzehntelang bei dir im Regal steht. ;)

    Es sei denn, du denkst schon zur Apfelzeit an Weihnachten und planst, dein Apfelchutney zu verschenken. So ein Chutney eignet sich nämlich hervorragend für einen mit Liebe gefüllten Geschenkkorb, den du mit lauter selbstgemachten Köstlichkeiten füllst. Neben Apfelchutney machen da auch Zimtpflaumen, ein Gläschen getrockneter Tomaten oder deine Lieblingsmarmelade eine gute Figur. :)

    Wenn du noch auf der Suche nach ein paar Rezeptideen für lang haltbare, selbstgemachte Köstlichkeiten bist, dann schnapp dir doch meine sieben Lieblingsrezepte zum Einkochen und Fermentieren. Du kannst sie dir hier ganz einfach herunterladen:

    Hol dir mein Rezepte-eBook!

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      Chutney – was ist das eigentlich?

      Gute Frage! Chutneys sind dicke Soßen, die du auf Basis von zerkleinertem Obst oder Gemüse herstellst. Sie kommen ursprünglich vom indischen Subkontinent, und werden typischerweise mit den dort üblichen Gewürzen versehen.

      Chutneys sind dank Essig und Zucker lange haltbar – und schmecken auch dementsprechend süß-sauer. Mit der passenden Gewürzmischung werden sie zur regelrechten Geschmacksexplosion, und peppen herzhafte Gerichte so richtig auf!

      Ich weiß: Äpfel sind eher nicht das Obst, das für Indien typisch ist. Im Original wirst du auch eher Mango oder Ananas finden. Aber auch mit bei uns heimischem Obst funktioniert das Prinzip Chutney ganz wunderbar!

      Probier doch mal, welche Sorte dir am besten schmeckt: Außer dieser Anleitung für Apfelchutney habe ich nämlich auch Rezepte für Pflaumenchutney, Zucchinichutney und Birnenchutney für dich.

      Wenn es heute weiterhin Apfelchutney sein soll, dann ran an die Äpfel – wir legen los!

      Apfelchutney, Käse und Cracker

      Hier kommt dein Apfelchutney Rezept!

      Bevor es losgeht, machen wir noch einen kleinen Sortencheck. Denn nicht alle Äpfel eignen sich gleich gut für dein Apfelchutney. Du möchtest in deinem fertigen Chutney nämlich noch kleine Apfelstückchen vorfinden, und das funktioniert leider nicht bei allen Apfelsorten.

      Gut eignen sich vor allem feste Apfelsorten – das sind so ziemlich alle, die du auch für Apfelkuchen verwenden würdest. Wenn du gerade Äpfel verarbeiten willst, die beim Kochen schnell zerfallen, dann koch aus ihnen lieber eine Extraportion Apfelmus.

      Du hast eine passende Sorte da? Dann stell dir jetzt noch genügend Einmachgläser bereit und sterilisiere sie mit kochendem Wasser. Sauberes Arbeiten ist beim Haltbarmachen nämlich die halbe Miete!

      Kleiner Tipp: Für Chutney eignen sich besonders kleine Gläser gut. Du brauchst meistens ja nur ein wenig Apfelchutney auf einmal. Große Gläser, die einmal geöffnet wurden, nehmen da nur unnötig lange viel Platz in deinem Kühlschrank ein.

      Wenn du mehr darüber lernen willst, wie du dein Obst und Gemüse fachgerecht einweckst, fermentierst und auch ganz natürlich so einlagerst, dass es sich lange hält, dann schau doch mal in meinem „Obst und Gemüse haltbar machen“-Onlinekurs vorbei. Da nehmen wir all diese Techniken ganz genau unter die Lupe und du kriegst viele Rezepte zum Ausprobieren an die Hand.

      Äpfel und Zwiebeln

      Diese Zutaten brauchst du:

      • 1 kg Äpfel
      •  6 mittelgroße Zwiebeln
      •  1 daumengroßes Stück Ingwer
      •  1-2 TL neutrales Öl
      •  250 g brauner Zucker
      •  350 ml Weißwein- oder Apfelessig
      •  Saft einer halben Zitrone
      •  1 frische Chilischote
      •  Etwas Zimt und Pfeffer

      So geht’s:

      1. Wir legen mit Schnippeln los! Schnapp dir deine Zwiebeln und schneide sie in kleine Würfel. Dann nimmst du dir die Äpfel vor, schälst sie und schneidest auch sie in kleine Würfel.
      1. Erhitze das Öl in einem Topf und dünste Zwiebeln und Äpfel an. Währenddessen schälst du dein Stück Ingwer, und reibst es anschließend auf einer relativ feinen Reibe. Alternativ dazu kannst du den Ingwer auch kurz in den Mixer schmeißen. Auch der zerkleinerte Ingwer kommt nun in den Topf.
      1. Wieg Zucker und Essig ab und stell dir beides bereit. Deine Chilischote schneidest du in feine Streifen und stellst dir die ebenfalls bereit.
      1. Nun fügst du den Zucker unter Rühren hinzu und löst ihn langsam auf. Anschließend löschst du das Ganze mit deinem Essig ab. Gib aber noch nicht die gesamte Menge dazu, sondern heb dir einen Teil auf. So kannst du die Konsistenz später noch anpassen.
      1. Zitronensaft, die gehackte Chili, Zimt und Pfeffer hinzufügen und gut unterrühren.
      1. Das Chutney langsam unter Rühren aufkochen. Wenn es zu dickflüssig wird, gibst du immer noch ein Schlückchen Essig dazu.
      1. Nun ist die Gelegenheit, dein Apfelchutney abzuschmecken. Ist das Verhältnis von Zucker und Essig ausgeglichen? Fehlt dir Schärfe? Balanciere dein Chutney aus, bis du so richtig zufrieden damit bist.
      1. Jetzt heißt es: Ab in die Gläser! Damit dein Apfelchutney im Glas sicher verstaut ist und steril bleibt, kochst du es im Anschluss noch ein. Dazu stellst du die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser und kochst sie 30 Minuten bei 90° Celsius ein. Wie genau das geht, liest du bei meinem Rezept für Zimtpflaumen – das kannst du einfach für dein Apfelchutney übernehmen. Noch mehr Tipps dazu findest du übrigens in meinem Artikel Einkochen für Anfänger

      Apfelchutney
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      Variationen von Apfelchutney

      Ganz nach Gusto kannst du das Rezept übrigens auch variieren – solange Essig und Zucker dabei sind, ist das gar kein Problem. Dann dürfen auch noch mehr würzende Zutaten dazu, ohne dass du riskierst, dass das Rezept nicht mehr sicher ist.

      Der Fantasie sind keine Grenze gesetzt: Wie wäre es mal mit einem Apfelchutney mit Rosinen? Oder du nimmst für eine feurige Variante rote Zwiebeln und eine Extraportion Chili? Oder du ersetzt einen Teil der Äpfel durch Birnen und machst dein Chutney so richtig fruchtig! Mmmhh… :) 

      Nachgefragt: Warum eignet sich eigentlich ausgerechnet Essig so gut, um Lebensmittel haltbar zu machen? Das erzähle ich dir in diesem Video:

      Na, bist du auf den Geschmack gekommen? Von süß-sauer bis fruchtig-feurig ist beim Apfelchutney jede Geschmacksrichtung dabei – kein Wunder, dass es selbst das langweiligste Käsebrot so richtig aufpeppt!

      Also: Apfelchutney selber machen ist wirklich nicht schwer – und wer weiß, wem du mit dieser würzigen Aufmerksamkeit eine kleine Freude machen kannst?

      Wenn du noch tiefer eintauchen magst in die Welt der Würzpasten und Brotaufstriche, dann hol dir dein Rezeptbuch und lies unbedingt hier weiter:

      Zucchinischwemme willkommen: Zwei köstliche Zucchini Rezepte!

      Bärlauch einfrieren: Frühlingsgefühle fürs ganze Jahr!

      Marmelade kochen: 5 einfache Schritte zum Glück auf dem Brot!

      Bist du auch so ein Fan von Apfelchutney wie ich? Welche Variation von Apfelchutney schmeckt dir am besten? Lass mir gerne einen Kommentar da!

      Wühlmäuse vertreiben: Das hilft wirklich!

      Eine Wühlmaus oder gar eine ganze Horde Wühlmäuse im eigenen Garten zu entdecken ist ein einziger Albtraum! Die Nager sind der Endgegner jeden Wurzelgemüses und können im Beet ganz schön viel kaputt machen. Auch ich hatte in meinem Garten bereits das „Vergnügen“ mit Wühlmäusen. Was geholfen hat und wie ich die Wühlmaus Bande vertreiben konnte? Hier liest du’s!

      Inhaltsverzeichnis:
      Zuallererst: Wühlmaus erkennen
      Was frisst die Wühlmaus?
      Wühlmaus vertreiben statt bekämpfen
      Wühlmäuse vertreiben: 7 Methoden
      Die richtige Kombi machts!

      Zuallererst: Wühlmaus erkennen

      An für sich finde ich die Wühlmaus unglaublich niedlich! Ich kann auch absolut verstehen, dass es ihnen in meinem Garten gefällt. Die lockere Erde und das üppige Futterangebot laden ja regelrecht dazu ein, sich hier niederzulassen. Trotzdem würde ich mein Gemüse lieber selber essen! Und das ist mit Wühlmäusen manchmal gar nicht mehr so selbstverständlich…

      Wenn sich zu Beginn der Gartensaison verdächtige Gänge und Löcher in deinen Beeten zeigen, ist das ein erstes Anzeichen dafür, dass eine Wühlmaus in deinen Garten eingezogen ist. Deine Alarmglocken sollten dann läuten, wenn du ein oberflächliches Gangsystem in Rasen oder Beeten entdeckst.

      Gerade Bereiche, die länger abgedeckt waren – sei es mit einer Plane zur Unterkrautunterdrückung oder auch durch eine Schneedecke – werden von den kleinen Nagern liebend gerne als Behausung genutzt.

      Wühlmäuse graben Gängein eine Wiese

      Wenn der Schnee im Frühjahr geschmolzen ist, kannst du die freigelegten Gänge der Wühlmaus geradezu nachverfolgen, so dicht an der Oberfläche befinden sie sich meistens. Aber die typischen Gänge sind nicht das einzige Erkennungsmerkmal. Wühlmäuse hinterlassen nämlich auch Erdhaufen, die denen von Maulwürfen ähneln.

      Deshalb sollten wir die Wühlmaus auch nicht vorschnell zum Sündenbock erklären. Denn vielleicht hast du statt der eher oberflächlichen Wühlmaus auch einen Untermieter mit mehr Tiefgang bei dir im Garten?

      So erkennst du, ob du es mit einer Wühlmaus oder einem Maulwurf zu tun hast:

      WühlmausMaulwurf
      ovale, flache Erdhaufenkreisrunde, hohe Erdhaufen
      Erdhaufen mit PflanzenrestenErdhaufen ohne Pflanzenreste
      flach verlaufendes Gangsystemtief verlaufendes Gangsystem
      flache Eingänge am Rand der Erdhaufensteile, mittige Eingänge
      Verwühlprobe wird nach wenigen Stunden verschlossenVerwühlprobe wird erst nach Tagen oder gar nicht verschlossen
      Geschützte Tierart? ✘Geschützte Tierart?

      Normalerweise reicht ein prüfender Blick auf die Erdhaufen, um zu sehen, wer da gräbt. Maulwurfshügel sind im Allgemeinen ordentlicher: symmetrischer, sauber von Pflanzenresten, mit mittigem Eingang, und ohne sichtbare Gänge neben dem Haufen.

      Die Wühlmaus achtet da nicht so sehr auf die Ästhetik. Sie kommt fast waagrecht aus dem Boden heraus und kreiert daher einen eher ovalen Erdhaufen mit Eingang an einer Seite. Oft sind in der Erde auch Pflanzenreste – Wurzelteile, Baumrinde und Gemüsereste – zu finden.

      Du bist dir immer noch unsicher, mit wem du es zu tun hast? Mach doch eine Verwühlprobe! Maulwürfe leben weit unter der Erdoberfläche und benutzen ihre Ausgänge ans Tageslicht nur einmalig, um ihren Schutt abzuladen. Die Wühlmaus hingegen ist regelmäßig in ihren Gängen unterwegs. Deshalb ist die sogenannte Verwühlprobe super, um im Zweifelsfall entscheiden zu können, wer da die Pfoten im Spiel hat.

      So machst du eine Verwühlprobe:

      Für die Verwühlprobe beschädigst du einen oberflächennahen Gang – am besten gleich an mehreren Stellen. Ist ein Maulwurf eingezogen, wird er den Schaden wahrscheinlich nicht reparieren, und wenn doch, dann sicherlich nicht am selben Tag.

      Sind Wühlmäuse am Werk, werden die sich jedoch schleunigst daran machen, ihre Schnellstraße zu reparieren. Du kannst dann damit rechnen, dass die Nager noch innerhalb von 24 Stunden alles wieder in den Ausgangszustand versetzen.

      von Wühlmäusen angeknabberte Süßkartoffel

      Was frisst die Wühlmaus?

      Kein Wunder, dass die Wühlmäuse sich in Gemüsegärten so wohl fühlen: Es stehen nämlich einfach ziemich viele Gemüsepflanzen auf ihrem Speiseplan. Die ziehen sie gern auch mal am Stück mit in ihre Unterwelt – über Nacht können so auf mysteriöse Art und Weise ganze Jungpflanzen verschwinden. Als ich Wühlmäuse im Garten hatte, waren die besonders scharf auf meine Spinatpflanzen. Was haben die Nager da für ein Chaos veranstaltet!

      Wühlmäuse ernähren sich rein pflanzlich. Sie sind dabei spezialisiert auf alles, was unter der Erde wächst: Möhren, Knollensellerie, Topinambur und Co. Wurzeln und Knollen finden sie einfach ganz besonders appetitlich. Auch die junge Rinde von Obstbäumen verschmähen sie nicht. Du kannst dir sicher vorstellen, was für einen Schaden da so eine Wühlmausfamilie anrichten kann!

      Deshalb sollten wir sie schleunigst dazu bewegen, aus unserem Gemüsebeet auszuziehen und anderswo heimisch zu werden. Los geht’s!

      Wühlmaus vertreiben statt bekämpfen

      Giftköder? Nein, danke! Dass wir bei uns im Garten kein Gift streuen, ist für mich klar. Denn Giftköder bedeuten nicht nur einen qualvollen Tod für die Wühlmaus selbst, sondern möglicherweise auch für Igel, freilaufende Katzen oder andere Tiere.

      Und überhaupt: Wir wollen die Wühlmäuse ja gar nicht töten! Nur in unserem Gemüsebeet möchten wir sie eben nicht unbedingt haben…

      Wühlmäuse vertreiben: 7 Methoden

      Um die Wühlmäuse aus deinem Garten zu verscheuchen, stehen dir mehrere Methoden zur Auswahl. Denk dran: Es muss der Wühlmaus so richtig ungemütlich werden, damit sie sich zum Auszug bequemt. Mit diesen sieben Methoden hatte ich Erfolg:

      1. Nutze die natürlichen Gegenspieler der Wühlmaus
      2. Halte Hühner, Ziegen oder Katzen
      3. Mulch deine Beete mit Hackschnitzeln
      4. Rinzinusöl vertreibt Wühlmäuse
      5. Knoblauch mag die Wühlmaus gar nicht
      6. Verleg dein Gemüse ins Hochbeet
      7. Setz Wühlmaus-Schocker ein
      Greifvogel mit gefangener Wühlmaus

      #1: Verbrüdere dich mit den natürlichen Feinden der Wühlmaus

      Du hast jede Menge Verbündete da draußen, die liebend gerne mit dir zusammen in den Kampf gegen die Wühlmäuse ziehen. Greifvögel zum Beispiel. Lad die doch gerne ganz explizit mit einer Sitzstange in deinen Garten ein. Sobald die Wühlmaus Wind von diesem Manöver bekommt, wird es ihr sicher schnell unbehaglich.

      Pssst: Wenn du Hühner hältst, solltest du dir gut überlegen, ob du Greifvögel zu dir in den Garten einladen willst. Die könnten nämlich auch auf deine gefiederten Freunde ein Auge werfen…

      Die Natur ist schon genial! Mit dem richtigen Wissen können wir uns ganz viele natürliche Effekte im Garten zunutze machen – nicht nur bei der Wühlmausvertreibung!

      Wusstest du, dass sich auch Pflanzen gegenseitig in ihrem Wachstum und ihrer Gesundheit günstig beeinflussen können? Wenn du diese Effekte in deinem Gemüsebeet clever nutzen möchtest, dann lade dir hier gern meine Mischkulturtabelle herunter und puzzle deine Traumbeete zusammen!

      Hol dir die Mischkulturtabelle!

        Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

        #2: Halte Hühner, Ziegen oder eine Katze

        Ja, richtig gelesen. Auch Haus- und Hoftiere können bei der Lösung deines Problems behilflich sein. Wühlmäuse meiden nämlich Gebiete, in denen ihnen allzu oft auf dem Kopf herumgetrampelt wird.

        Wenn du regelmäßig Ziegen oder Hühner in den Bereich lässt, in dem die Wühlmaus ihr Gangsystem angelegt hat, wird ihr das Getrampele bzw. Gescharre auf Dauer ziemlich auf den Senkel gehen – und wenn du Glück hast, sucht sie sich ein ruhigeres Plätzchen.

        Bevor du dir allerdings wegen deiner Wühlmäuse gleich Ziegen zulegst, solltest du zuerst hier reinlesen. Ziegen sind nämlich so ungefähr die schlimmsten Tiere, die man als Selbstversorger halten kann. ;)

        #3: Leg den Wühlmäusen Hackschnitzel in den Weg!

        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Wühlmäuse mit Hackschnitzeln gemulchte Beete links liegen lassen. Die Wühlmäuse haben offensichtlich keine Lust, sich durch Massen an Hackschnitzeln zu buddeln.

        Vielleicht ist das Fortbewegen im Mulch sehr mühsam, die Gänge halten nicht, oder ihnen tuen die Pfoten danach weh? Wer weiß! Aber Fakt ist: Die gemulchten Beete sind bisher immer wühlmausfrei geblieben! Also, ran an die Hackschnitzel!

        #4: Rizinusöl finden Wühlmäuse gar nicht dufte

        Wühlmäuse können Rizinusöl nicht ausstehen! Ob das wohl an der abführenden Wirkung oder am Geruch des Öls liegt? Egal: Hauptsache, es funktioniert!

        Für die Anwendung gibst du alle zwei bis drei Wochen jeweils einen Esslöffel Rizinusöl in jedes Wühlmausloch, das du finden kannst. Achte dabei darauf, auch neben den Beeten zu schauen. Denn auch unter Beerenstäuchern oder Obstbäumen kann die Wühlmaus einen Trakt ihres Paslastes gebaut haben.

        In den Tagen nach der ersten Beduftung entstehen in der Regel erstmal viele neue Löcher, weil die Mäuse einen Weg suchen, das Zeug zu umgehen – das ist natürlich erstmal weniger erfreulich für uns. Aber es bedeutet, dass sie das Rizinusöl tatsächlich stört und darum geht es ja: die Wühlmaus so lange ärgern, bis sie aufgibt und ihre Koffer packt.

        Knoblauchgeruch vertreibt Wühlmäuse

        #5: Knoblauch? Den riechen Wühlmäuse bis ins letzte Loch

        Ganz ähnlich wie mit Rizinusöl kannst du auch mit Knoblauch vorgehen. Der riecht nämlich auch so intensiv, dass die Wühlmaus sich schnell davon gestört fühlt.

        Am effektivsten setzt du den Knoblauch dabei als Gemüsekultur in den Beeten ein – denn so hast du neben der Wühlmausabwehr auch gleich eine dicke Knoblauchernte. Zwei Fliegen mit einer Klappe! ;)

        Wenn du nicht so viel Knoblauch anbauen magst, kannst du aber auch einfach – genau wie beim Rizinusöl – in jedes Wühlmausloch eine angequetschte Knoblauchzehe legen. Die erneuerst du auch regelmäßig, um den guten Geruch in den Gängen aufrecht zu erhalten. Mmhhhh… :)

        #6: Verleg dein Gemüse in den Hochsicherheitstrackt!

        Gerade wenn du im Hochbeet gärtnerst, gibt es einen sehr simplen Weg, den ganzen Ärger zu umgehen: Sichere deine Beete von Anfang an auf der Unterseite mit Drahtgitter! Da kommt die freche Wühlmaus nämlich nicht durch und der Spuk ist schnell vorbei.

        Wie du dir ein wühlmaussicheres Hochbeet baust, zeige ich dir hier:

        #7: Wenn alle Stricke reißen: Der Wühlmaus-Schocker

        Keine Sorge, ein Wühlmaus-Schocker hört sich brutaler an, als er ist. Er wird in die Erde eingegraben und sendet niedrigfrequentierte Schallwellen aus, die die Wühlmäuse vertreiben sollen. Die sind allerdings mitunter auch für Menschen hörbar und haben mich anfangs bei der Gartenarbeit ziemlich genervt.

        Die Wühlmäuse bei mir im Garten sind erstmal im Dreieck gesprungen, nachdem ich den Schocker installiert hatte: Auf einmal waren sie auch tagsüber unterwegs, und die Löcherproduktion erreichte ihren Peak. Wahrscheinlich habe ich den Rhythmus der Wühlmäuse einfach gehörig durcheinander gebracht mit dem Ding…

        Nach knapp zwei Wochen jedoch wurde es auf einmal sehr viel ruhiger. Da hatten einige Nager wohl das Weite gesucht! Der Wühlmaus-Schocker hat also funktioniert, auch wenn es zunächst nicht danach aussah. Aber wir würden ja auch nicht sofort ausziehen, nur weil der Nachbar seine Stereoanlage mal lauter aufdreht. ;)

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        Die richtige Kombi machts!

        Beim Gegenspieler Wühlmaus würde ich mich niemals auf eine einzige Methode verlassen. Um meine Wühlmäuse zu vertreiben, musste ich schon ein ganzes Angebot an Störfaktoren auffahren.

        Probier doch einfach mal aus, welche Methoden bei dir im Garten am praktikabelsten sind! Eine Kombi von mehreren Methoden ist dabei am erfolgsversprechendsten.

        Nicht nur bei der Wühlmausbekämpfung: Die richtige Kombi führt auch im Beet zu Erfolg. Vergiss daher nicht, dir deine Mischkulturtabelle herunterzuladen und deine Gemüsepflanzen mit ihren Lieblings-Beetpartnern zu verkuppeln! ;)

        Du siehst, mit ein bisschen Fantasie und Durchhaltevermögen kannst du Wühlmäuse auch ganz ohne Giftköder loswerden. Ich drück dir die Daumen, dass auch dein Garten schon bald wieder wühlmausfrei ist!

        Willst du gegen alle Eindringline in deinem Gemüsebeet gewappnet sein? Dann sind  diese Artikel genau das richtige für dich:

        Weiße Fliege bekämpfen: So wirst du sie los!

        Maulwurf vertreiben: 9 ultimativ wirksame Methoden

        Drahtwurm bekämpfen ganz ohne Chemie – der komplette Guide!

        Musstest du schonmal eine Wühlmaus oder gar eine ganze Horde Wühlmäuse vertreiben? Was hat bei dir funktioniert? Ich freue mich wie immer über Tipps und Erfahrungsberichte in den Kommentaren!

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        Winterportulak mit Blüten

        Winterportulak, dein Held im Winterbeet

        Winterportulak ist DER Held für kalte Wintertage! Der drollige Name sagt dir gar nichts? Dann hast du noch eine kleine Salat-Offenbarung vor dir! Winterportulak ist nämlich deine Chance für eine dicke Ernte bei knackigen Minusgraden. Hier erfährst du, wie du Winterportulak in deine Beete bekommst und dir den zarten, nussigen Salatgenuss sicherst. Auch gerade dann, wenn der Frost an die Fenster klopft.

        Inhaltsverzeichnis
        Winterportulak und seine Superkräfte
        Das richtige Plätzchen für Winterpostelein
        Winterportulak aussäen
        So pflegst du deinen Winterportulak
        Winterportulak richtig ernten
        Auch Winterhelden haben mal Probleme
        Rezepte für deinen Winterportulak

        Winterportulak und seine Superkräfte

        Winterportulak ist – wie der Name schon sagt – ein wahrer Kälteheld. Er wird auch Winterpostelein oder Tellerkraut genannt. Mit Sommerportulak hat er, außer dem Namen, allerdings so gar nichts gemeinsam. Der ist mit dem Winterportulak noch nicht einmal verwandt! Sommerportulak kann mit Kälte auch so gar nichts anfangen und sein Geschmack ist mehr so… naja.

        Winterportulak dagegen steht auch bei knackigen Minusgraden noch salopp im Beet. Der Winterheld kommt ursprünglich aus Alaska, da wissen wir doch, was wir erwarten können. ;) Sein Geschmack ist wunderbar nussig, zart und frisch: Eine echte Delikatesse!

        Durch seinen unaufdringlichen Geschmack kannst du ihn für Smoothies, Salate oder als Alternative zu Spinat verwenden. Ein echter Alleskönner. Mir ist daher völlig schleierhaft, warum es Winterportulak so super selten zu kaufen gibt. Er ist doch einfach der ideale Wintersalat für unser Klima!

        Aber es ist ja auch schön, etwas ernten zu können, was es eben nicht im Laden gibt. Wenn die Gemüserarität dann auch noch so mild, zart und pflegeleicht daherkommt wie dieser knackige Kälteheld, dann gerne mehr davon!

        Dein Winterportulak versorgt dich über den Winter mit einer ordentlichen Portion Eisen und Vitamin C. Eine echte Besonderheit ist, dass Winterportulak auch Omega-3-Fettsäuren enthält. Im Vergleich zum Spinat brauchst du dir beim Winterportulak auch keine Gedanken über den Nitratgehalt machen. Du kannst also ohne Bedenken schlemmen! 

        Das Einzige, was beim Winterportulak schief gehen kann, ist eine zu späte Aussaat. Damit dir sowas nicht passiert, habe ich als kleinen Reminder einen Aussaatkalender für dich erstellt. Einfach deine E-Mail-Adresse eintragen und schon kommt der Aussaatkalender von ganz allein zu dir!

        Hol dir deinen Aussaatkalender!

          Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

          Das richtige Plätzchen für Winterpostelein

          Dein Winterportulak ist völlig zufrieden mit einem Plätzchen im Halbschatten, auch Schatten macht ihm nichts aus. Er ist insgesamt ein unproblematischer Typ und damit super für Gartenneulinge geeignet!

          Besonders praktisch für die Fruchtfolge: Winterportulak ist ein Quellkrautgewächs. Diese Pflanzenfamilie kommt unter den Gemüsen sonst eigentlich nicht vor. Das gibt dir absolute Flexibilität: Du kannst ihn überall hinpflanzen, wo im Beet gerade ein Platz frei wird, ohne dir groß Gedanken über die Fruchtfolge machen zu müssen.

          Du hältst Ausschau nach guten Beetnachbarn für deinen Winterportulak? Da kann ich dir Pflücksalate, Rettich und Rucola empfehlen.

          Einmal gekeimt, macht Winterportulak nicht nur dich glücklich! Ganz nebenbei ist er auch noch ein Gründünger, der deinen Boden so richtig verwöhnt. Er hört einfach nicht auf, großartig zu sein! :) Keine Ahnung, warum es bei uns nicht ganze Felder voller Postelein gibt.

          Sobald die Temperatur unter 4 Grad sinkt, stellt Winterportulak sein Wachstum ein. Wenn du etwas später im Jahr dran bist, kann es sein, dass du erst im Frühling so richtig ernten kannst. Denn wenn die Temperaturen das Thermometer wieder hochklettern, beginnt auch dein Winterportulak wieder zu wachsen.

          Eine super Idee ist es, deinen Winterhelden einfach im Gewächshaus einzuquartieren! Hier hat er ein milderes Klima und du hast gleich eine Gründüngung fürs Gewächshaus organisiert. Deine Tomaten werden sich im Mai sicherlich über den Winterbesuch freuen. ;)

          Winterportulak aussäen

          Du stehst schon mit dem Samentütchen an der Tür? Hier ist eine Übersicht für den Schnellstart:

          VoranzuchtDirektsaat
          AussaatAugust – FebruarAugust – Februar
          Saattiefe0,5 cm0,5 cm
          AuspflanzenSeptember – Oktober
          PflanzabstandBei Büscheln 10 cm5 cm
          Reihenabstand15 cm15 cm

          Der beste Zeitraum zum Säen von Winterportulak ist von September bis Februar. Ein Winterheld verlangt gebührende Temperaturen – der Winterportulak braucht da schonmal unter 12 Grad, um überhaupt zu keimen. 

          Ideal ist also die Zeit im Jahr, in denen es die meiste Zeit des Tages zwischen 4 und 12°C kalt ist. Tagsüber darf es ruhig auch etwas wärmer werden, das kurbelt das Wachstum an.

          Junger Postelein

          Der direkte Weg

          Die Samen vom Winterportulak sind so fein, dass sie ziemlich schwer zu dosieren sind. Die Aussaat wird sehr leicht viel zu dicht, und dann stehen sich die Pflanzen gegenseitig im Weg herum. Als kleinen Trick kannst du das Saatgut für die Direktsaat mit Sand mischen.

          Die Erde lockerst du oberflächlich mit einer Harke oder Gartenkralle auf, damit du ein feinkrümeliges Beet hast. Dann ziehst du die Rillen für deine Saat und streust das Saatgut aus. Samen von Winterportulak bedeckst du anschließend nur leicht mit Erde, etwa einen halben Zentimeter dick. Es reicht also, wenn du die Rillen vorsichtig wieder zuharkst.

          Wenn es gleich mehrere Reihen sein sollen, dann ist ein Reihenabstand von 15 cm perfekt.

          Ist alles ausgesät und abgedeckt, drückst du die Ansaat nun leicht an. So sind die Samen schön dicht von Erde umschlossen und werden nicht wegschwemmt. Nun nur noch mit der Brause angießen, feucht halten und warten, bis das frische Grün los sprießt. Yay! :)

          Winterportulak vorziehen

          Wenn im Beet gerade noch kein Platz ist, kannst du Winterportulak auch einfach vorziehen. Am besten sind dafür kleine 5er Quickpots, in die du pro Abteil 5-8 Samen legst. Es wachsen dann regelrechte Büschel von Winterportulak, die du später im 15 cm Abstand auspflanzen kannst.

          Damit der Winterheld all seine Superkräfte walten lassen kann, braucht er Schulterschluss, sobald er ausgewachsen ist. Du hast dann einen Salatteppich, der kein Unkraut mehr durchlässt! Wenn du, so wie ich, mit Kompostbeeten arbeitest, solltest du aber mit Unkraut sowieso kaum noch Probleme haben. ;)

          Beim Auspflanzen ist es superschlau, den Winterportulak etwas höher zu setzen. So wächst er schön luftig und liegt später nicht auf dem Boden auf. Dieser Trick schützt ihn vor Pilzkrankheiten. Innerhalb der Reihe ist ein Abstand von 5 cm perfekt!

          So pflegst du deinen Winterportulak

          Winterportulak ist ein eher asketischer Held, der keine besondere Düngung braucht. Wie der Feldsalat ist er ein Gründünger und bereitet deinen Boden über den Winter ganz nebenbei auch noch auf das neue Jahr vor!

          Willst du deinem Winterportulak ein bisschen unter die Arme fassen? Kuschel ihn doch mit einer Mulchschicht ein, die ihn vor Trockenheit schützt. Die zweite Wohltat für deinen Winterportulak ist das Vereinzeln. Damit sorgst du dafür, dass die Pflanzen schön abtrocknen können und Pilzkrankheiten keine Chance haben. 

          Im Frühling beginnt Winterportulak zu blühen. Er bekommt dann hübsche kleine weiße Blüten in der Mitte seiner Blätter. Wenn du nicht möchtest, dass er sich selbst aussät, musst du ihn jetzt zurückschneiden. Die blühenden Blätter kannst du einfach mitessen. Praktisch, oder?

          blühender Winterportulak

          Winterportulak richtig ernten

          Wenn nicht gerade wochenlang unter 4 Grad sind, kannst du etwa 6 Wochen nach der Aussaat deinen ersten Winterportulak ernten.

          Dabei haben wir es nicht nur auf die Blätter abgesehen, der ganze Held ist essbar! Also schneidest du am besten einige Zentimeter über dem Boden. Der Winterportulak wächst nach und du kannst immer wieder ernten.

          Wenn es wirklich frostig wird, hat dein Winterportulak die Superkraft, eigenes Frostschutzmittel zu produzieren. So platzen seine Zellen nicht und nach dem Frost ist er wieder frisch und knackig!

          Störe deinen Winterportulak während dieses Manövers auf keinen Fall. Wenn du ihn jetzt berührst oder gar erntest, wird er braun und matschig – das sollten wir dem Superhelden ersparen.

          Als Wintergärtner*in bist du aber clever und hast du den Wetterbericht deshalb immer im Blick. Wenn eine längere Frostperiode angesagt ist, huschst du in den Garten und versorgst dich mit einem Vorrat. Bestaunen darfst du den wunderschön beraureiften Helden natürlich ausgiebig. ;)

          Dein Vorrat hält, feucht in ein Tuch oder einer Tüte gepackt, ungefähr eine Woche durch. Winterportulak schmeckt wunderbar entweder pur, ganz frisch aufs Butterbrot oder im Salat. Sind die Blätter nicht mehr so zart, kannst du ihn genau wie Spinat kurz kochen. Mit diesem Winterportulak-Spinat kannst du zum Beispiel deine Nudeln krönen, yams!

          Du willst noch mehr Helden im Beet, die dich durch das Jahr bringen? Dann komm unbedingt in meinen Gemüsegarten starten Kurs.

          Dort zeige ich dir jede Menge tolle Anbautechniken, mit denen du im Handumdrehen deine Traumernte verwirklichst. Komm doch mit dazu, dann machen wir zusammen dein Ernteglück perfekt!

          Winterportulak mit roten Blättern

          Auch Winterhelden haben mal Probleme

          Im Freiland können deinem Winterportulak extremer Wind und Frosttrocknis Probleme bereiten. Frosttrocknis bedeutet, dass die Pflanzen, die auch im Winter Wasser verbrauchen, aus dem gefrorenen Boden keines mehr aufnehmen können. Dadurch geraten sie ganz schön ins Schwitzen und leiden unter dem Trockenstress.

          Du kannst den Winterportulak mit einem Vlies vor der Wintersonne und übermäßigem Wind schützen. So transpiriert er nicht zu sehr und verliert weniger Wasser. Hast du ihn im Gewächshaus oder im Kasten, schattierst du den an sehr sonnigen Tagen einfach.

          Sobald der Bodenfrost vorbei ist, solltest du bei Bedarf ein bisschen wässern, damit dein Winterheld seine Reserven auffüllen kann. Die gute Nachricht: Sind deine Beete dick gemulcht, gibt es wahrscheinlich keine Probleme mit Trockenheit im Winter.

          Wenn es dem Winterportulak wirklich mal zu kalt und trocken geworden ist, dann werden die Blätter rötlich und verhärten.

          Rezepte für deinen Winterportulak

          Yay, es ist geschafft! Dein Winterportulak sprießt zu einem wunderschönen grünen Teppich! Aber du weißt nicht so recht, was du damit machen sollst? Das ist ein schönes Problem, für das ich auf jeden Fall ein oder zwei Lösungen habe. :) Hier kommen meine zwei allerliebsten Rezepte mit Winterportulak.

          Winterportulak Salat mit gebratenen Mairübchen

          Ganz klassisch starten wir mit einem Winterportulak-Salat. Ich liiiebe geröstete Kerne und Nüsse zur zarten Postelein-Salatbasis. Herzhafte Mairüben runden das ganze ab.

          Das brauchst du:

          • 50 g Winterportulak
          •  2  Mairüben (insgesamt etwa 150 g)
          •  3 EL Kerne oder gehackte Nüsse deiner Wahl
          •  1 Teelöffel Sojasauce
          •  4-5 Stängel Petersilie
          •  Salz, Pfeffer
          •  Olivenöl

          So wird’s gemacht:

          1. Zuerst bereite ich den Winterportulak vor, indem ich ihn wasche und vorsichtig trocken tupfe.
          2. Die Kerne (bei mir eine Mischung aus Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen und Cashewkernen) röste ich in einer Pfanne ohne Öl. Wenn sie Farbe bekommen und zu duften beginnen, sind sie genau richtig. Dann löschst du sie mit der Sojasauce ab. Das macht sie herrlich herzhaft!
          3. Die Mairüben wäschst du gründlich und schneidest sie in etwa 5 mm dicke Scheiben. Brate sie in Öl von beiden Seiten an, bis sie knusprig braun sind. Dafür kannst du die Herdplatte ruhig etwas hochdrehen, damit sie innen nicht matschig sind, bevor sie außen knusprig werden. ;)
          4. Die Petersilie fein hacken und die Rüben mit Salz und Pfeffer abschmecken.
          5. Den Winterportulak auf die Teller verteilen und mit Salz und Olivenöl versorgen. Jetzt können die Rübchen darauf. Zuletzt vollendest du alles mit den gerösteten Nüssen und der gehackten Petersilie.
          Grüner Smoothie

          Winterhelden-Smoothie mit Postelein

          Alles Salat? Ganz ehrlich, zum Frühstück will ich noch keinen Salat essen, aber Winterportulak würde ich schon nehmen… Winterhelden wie der Winterportulak können natürlich auch fancy. Hier kommt er als leckerer Smoothie: für ein schnelles Frühstück oder zum Mitnehmen für unterwegs.

          Das brauchst du:

          • 1 Apfel
          •  1 Birne
          •  Eine Hand voll Winterportulak
          •  2 EL Cashewkerne oder Sonnenblumenkerne
          •  30 g Haferflocken
          •  1 Spritzer Zitrone
          •  150 ml Wasser

          Und so wird’s gemacht:

          1. Winterportulak, Apfel und Birne bekommen erstmal eine Dusche! Viertele die Birne und den Apfel und entferne das Kerngehäuse.
          2. Ab mit Birnen, Äpfeln und Winterportulak in den Standmixer. Nun kannst du deine zwei Esslöffel Lieblingskerne oder -nüsse dazu geben. Die Haferflocken kommen auch dazu, mit einen Schuss Zitronensaft.
          3. Es ist so weit, volle Kraft voraus: Mixen! Mixe ruhig eine Minute auf höchster Stufe.
          4. Das Wasser gebe ich jetzt nach und nach dazu, bis die Konsistenz so ist, wie ich mir das vorstelle. Wir wollen ja weder dicken Brei, noch Winterportulak-Wasser ;)
          5. Mehr Süße? Wirf noch eine Dattel rein! Cremiger? Noch ein paar Haferflocken! Nach dem Abschmecken pürierst du noch einmal und schon ist dein fancy Winterhelden-Smoothie startklar!
          6. Du hast keinen Standmixer? Wenn du die Kerne über Nacht einweichst, kannst du es mit einem Stabmixer wagen. Dem solltest du aber zwischendrin immer mal ein Päuschen gönnen, damit er dir nicht zu heiß wird!
          Winterportulak
          Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

          Naaaa? Konnte ich dich überzeugen und du probierst Winterportulak dieses Jahr mal aus? Einen Superhelden wie ihn brauchen wir eigentlich alle im Beet, oder? Schnapp dir den Aussaatkalender, dann ist es schnell gar nicht mehr so eine verrückte Idee, auch im Winter Salat zu ernten!

          Du willst eine noch größere Winterernte? Schnupper doch mal hier rein, da habe ich noch jede Menge Tipps, was im Winter so alles geht:

          Wintergemüse anbauen: rund um´s Jahr ernten!

          30 Gemüse, die du im Winter ernten kannst!

          So erntest du den ganzen Winter über frischen Salat!

          Hast du schon Helden wie den Winterportulak angebaut? Erzähl doch mal in den Kommentaren!

          Pflaumen einkochen: Zwetschgen am Baum

          Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

          Pflaumen einkochen und in köstliche Wintervorräte verwandeln – das gehört für mich einfach dazu. Ich verrate dir daher mein Lieblingsrezept und habe auch noch mehr super leckere Ideen im Gepäck, wie du die Pflaumenschwemme aus deinem Garten auf köstlichste Weise bewältigen kannst. Wart’s ab, du wirst dein blaues Wunder erleben! ;)

          Inhaltsverzeichnis
          Meine Rezepte im Überblick
          Zwetschgen so wie Pflaumen einkochen: geht das?
          Wann sind Pflaumen reif zum Einkochen?
          Pflaumen kaufen – worauf muss ich achten?
          Pflaumen einkochen ohne Zucker
          TK-Pflaumen einkochen
          Leckere Rezepte zum Pflaumen einkochen!
          1. Zimtpflaumen
          2. Pflaumen einkochen als Chutney
          3. Pflaumen einkochen als süße Soße

          Meine Rezepte im Überblick

          Falls du nicht lange lesen willst: Hier sind meine Lieblingsrezepte zum Pflaumen einkochen ganz kompakt – auf einen Blick! :)

          Zimtpflaumen

          1,5 kg Pflaumen
          200g Zucker
          600 ml Wasser
          ½ El Zimt

          ►Pflaumen entkernen und dicht an dicht in Gläser packen
          ►Zucker, Wasser und Zimt aufkochen, bis der Zucker gelöst ist; über die Pflaumen gießen
          ►Gläser verschließen und bei 90° C 30 Minuten einkochen
          Pflaumen Chutney

          1 kg Pflaumen
          50 g Rosinen
          Saft von 3 Orangen
          200 g Zucker
          200 ml Balsamico
          30 g frischen Ingwer, gerieben
          1 große Zwiebel, gehackt
          ½ EL Senfkörner, gemörsert
          ½ EL Piment, gemörsert
          ½ EL schwarzer Pfeffer, gemörsert
          2 getrocknete Chilischoten, gemörsert
          ½ Zimtstange
          1 Sternanis
          ½ EL Orangenschale, geraspelt
          2 Lorbeerblätter
          4 Gewürznelken
          500 g Gelierzucker (1:1)

          ►Zimtstange, Sternanis Lorbeerblätter in einenTeebeutel geben
          ►Pflaumen entkernen, in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den übrigen Zutaten (außer Gelierzucker) in einen Topf geben; Teebeutel dazuhängen
          ►eine Stunde lang mit offenem Deckel köcheln lassen; dabei häufig umrühren
          ►Teebeutel herausnehmen und Gelierzucker einrühren
          ►Abschmecken und fünf Minuten lang aufkochen lassen
          ►Chutney in saubere Gläser füllen und 30 Minuten bei 90°C einkochen
          Süße Pflaumensoße

          1 kg Pflaumen
          4 El Zucker
          Mark einer Vanilleschote
          500 ml Pflaumensaft
          1 El Zimt

          ►Zucker in einer Pfanne hellbraun karamellisieren
          ►Pflaumen, Pflaumensaft und Zimt dazugeben
          ►umrühren, bis sich der karamellisierte Zucker komplett aufgelöst hat
          ►abschmecken und in sterilisierte Gläser füllen
          ►30 Minuten lang bei 90° Celsius einkochen

          Und wenn du jetzt stolz auf deine bis zum Rand mit leckeren Pflaumenköstlichkeiten gefüllten Gläser schaust, brauchst du unbedingt noch schicke Etiketten! Denn damit sehen deine Einkochschätze super schön aus und du behältst immer den Überblick in deiner Vorratskammer.

          Lad sie meine Etikettenvorlage gerne hier herunter:

          Etiketten zum Selber-Beschriften

            ​Mit dem Absenden bestätigst du die Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Tipps und Angebote zum Thema Selbstversorgung zu schicken.

            Zwetschgen so wie Pflaumen einkochen: geht das?

            Statt Pflaumen kannst du genauso gut auch Zwetschgen einkochen – je nachdem, was du lieber magst und was bei dir im Garten heranreift. Das ist einfach nur Geschmackssache!

            Wo ist eigentlich der Unterschied? Also: Pflaumen sind rund und etwas saftiger als Zwetschgen. Sie können dunkelblau, rötlich oder gelb sein und lösen sich meistens etwas schwer vom Kern.

            Zwetschgen sind länglich, dunkelblau-lila und haben ein gelbliches Fruchtfleisch. Wenn sie wirklich reif sind, kannst du den Kern ganz leicht entfernen. Zwischen Juli und September ist Zwetschgen- und Pflaumensaison. Die solltest du unbedingt nutzen für viiiele Gläser leckerer Vorräte! ;)

            Wann sind Pflaumen reif zum Einkochen?

            Pflaumen sind reif, wenn sie auf leichten Druck hin nachgeben und sich der Stiel leicht abzupfen lässt. Zum Pflaumen einkochen verwendest du am besten nur vollreife, einwandfreie Früchte.

            Damit sie nicht austrocknen, bevor sie reif sind, haben sich die Pflaumen einen genialen Trick ausgedacht: den sogenannten Duftfilm. Das ist ein gräulich-weißer, leicht schmieriger Belag, der von verdunstetem Regenwasser stammt und die Saftigkeit in der Pflaume hält. Bevor du deine Pflaumen einkochst, solltest du ihn abwaschen oder abreiben.

            Für mehr Tipps und Tricks zum Einkochen empfehle ich dir meinen Obst und Gemüse haltbar machen Kurs! Da zeige ich dir verschiedene Methoden, um deine Ernte sicher haltbar zu machen und das ganze Jahr über genießen zu können. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

            Pflaumen einkochen: Pflaumenmarmelade im Topf

            Pflaumen kaufen statt ernten – worauf muss ich achten?

            Leider haben wir nicht alle so viele Pflaumen im Garten, dass es genügend davon ins Haus schaffen, bevor sie aufgegessen sind. ;)

            Deshalb kannst du zum Pflaumen einkochen genauso gut auch welche auf dem Markt oder im nächsten Bioladen kaufen! Achte nur darauf, dass die Früchte einwandfrei sind und keine Druckstellen haben.

            Solltest du welche erwischt haben, die noch nicht ganz reif sind und sich nur unter Gewaltanwendung vom Kern lösen lassen, ist das nicht schlimm: Lagere sie einfach für ein paar Tage bei Zimmertemperatur neben Äpfeln, bevor du ans Werk gehst. Pflaumen gehören nämlich zu den Obstsorten, die nachreifen.

            Manchmal gibt es die Möglichkeit, günstig an eine Steige mit Pflaumen zu kommen, die schon sehr reif sind. Frag doch einfach mal im Bioladen nach „Einkochpflaumen“! Dann musst du sie zwar schnell verarbeiten, hast dafür aber auch das volle Aroma.

            Pflaumen einkochen ohne Zucker

            Wenn du versuchst, möglichst ohne Zucker auszukommen, kannst du ihn beim Pflaumen einkochen auch komplett weglassen. Das hat den Vorteil, dass du ganz frei entscheiden kannst, ob du später eine Süßspeise aus ihnen zaubern möchtest oder vielleicht lieber ein herzhaftes Chutney.

            Du musst dann nur besonders sauber arbeiten und Gläser, Deckel und alle anderen Gerätschaften mit heißem Wasser sterilisieren Die Einkochzeit beträgt 45 Minuten, damit sie im Glas sicher haltbar sind.

            TK-Pflaumen einkochen

            Wenn du nach der Ernte oder auch nach einem tollen Schnäppchen aus dem Supermarkt einfach nicht sofort zum Pflaumen einkochen Zeit hast, kannst du sie auch problemlos erstmal in den Kälteschlaf schicken. Da halten sie sich prima frisch!

            Dazu wäschst und entsteinst du deine Pflaumen und packst sie so portioniert in die TK-Behälter, wie du sie später brauchst. Dann musst du sie nur noch auftauen und kannst sofort loslegen!

            Leckere Rezepte zum Pflaumen einkochen!

            Jetzt wird es nach so viel Theorie aber ernst: Hier sind meine Rezepte zum Pflaumen einkochen! Und da muss ich gleich eins vorweg nehmen: Mein aller-aller-oberliebstes Rezept sind eindeutig die Zimtpflaumen! Yummie! Schon wenn ich nur daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen!

            Du kannst sie pur aus dem Glas löffeln, zu Joghurt, Milchreis oder Grießbrei genießen oder super leckeren Crumble oder Kuchen damit backen.

            Kurz gesagt, von Zimtpflaumen kannst du gar nicht genügend Gläser im Vorratsregal stehen haben! ;)

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            Zimtpflaumen

            Das Einkoch-Equipment hast du bestimmt größtenteils schon zuhause.

            An Utensilien brauchst du:

            • Einkochtopf oder großer Kochtopf
            • zwei mittlere Töpfe
            • Twist off Gläser oder Weckgläser in der Größe deiner Wahl
            • Gummis und Klammern, wenn du Weckgläser benutzt
            • Schöpfkelle
            • Einmachtrichter
            • Geschirrtuch zum Abwischen
            • Geschirrtuch als Topfeinlage
            • Glasheber

            An Zutaten brauchst du:

            • 1,5 kg Pflaumen
            • 200 g Zucker
            • 600 ml Wasser
            • ½ El Zimt oder soviel du magst

            So geht’s:

            Die Gläserdeckel und bei Weckgläsern auch Gummiringe und Klammern gibst du zusammen mit Wasser und einem Schwupps Essig in einen Topf und lässt alles fünf Minuten lang brodelnd kochen, um deine Utensilien zu sterilisieren.

            In einen anderen Topf gibst du Wasser, Zucker und Zimt und kochst alles auf, bis sich Zucker und Zimt aufgelöst haben.

            Du kannst bei diesem Rezept zum Pflaumen einkochen auch weniger oder mehr Zucker verwenden – mach das so, wie es dir am besten schmeckt.

            Jetzt wäschst du deine Pflaumen ab, halbierst sie und entfernst die Kerne. Dann schichtest du die Hälften mit der Schnittseite nach unten in die Gläser. (Zugegeben, das mache ich deshalb so, weil es hübscher aussieht. Hihi!)

            Die Pflaumenschichten drückst du immer wieder fest nach unten, damit die Gläser auch wirklich gut gefüllt sind. So hat das Obst nicht genug Platz, um beim Einkochen nach oben zu treiben.

            Neuere Weckgläser kannst du bis knapp unter den Rand befüllen, bei Twist-Off-Gläsern lässt du zwei Zentimeter Abstand bis zum Glasrand.

            Jetzt füllst du alles mit der Zuckerlösung auf und hältst den nötigen Abstand zum Rand ein. Falls du gekleckert haben solltest, wischst du die Ränder sorgfältig mit einem sauberen Geschirrtuch ab. Jetzt verschließt du deine Gläser sorgfältig.

            Du möchtest mir beim Zimtpflaumen einkochen zusehen? Dann schau dir gern dieses Video an:

            So kochst du die Zimtpflaumen ein:

            In einen großen Topf oder Einkochtopf legst du ein Geschirrtuch auf den Boden und füllst so viel Wasser hinein, dass deine Gläser davon später vollständig bedeckt sind. Das Wasser sollte zwei Zentimeter über dem Deckelrand stehen. Dann erhitzt du das Wasser so lange, bis es ungefähr dieselbe Temperatur hat wie die Zuckerlösung.

            Jetzt stellst du mit dem Glasheber deine Gläser so in den Topf, dass sie sich nicht berühren, und gibst auch ein Thermometer mit hinein. Wenn das Wasser die Temperatur von 90 ° Celsius erreicht hast, beginnt die Einkochzeit. Achte darauf, dass die Temperatur niemals unter 90 ° Celsius fällt, weil du sonst die Einkochzeit von vorne loslaufen lassen musst. Es ist auch nicht gut, wenn die Temperatur höher ist, denn dann gehen unnötig Nährstoffe und Vitamine verloren.

            Stell deinen Timer auf 30 Minuten. Wenn die Zimtpflaumen fertig sind, nimmst du sie mit einem Glasheber raus dem Topf, stellst sie auf ein Geschirrtuch und lässt sie vollständig abkühlen.

            Und dann wird es spannend: Bei Weckgläsern nimmst du nun die Klammern ab! Wenn der Deckel dann noch immer fest auf dem Glas sitzt, hat sich ein Vakuum gebildet und alles ist gut gelaufen beim Pflaumen einkochen. Jetzt musst du sie nur noch mit schicken Etiketten schmücken! ;)

            Bei Twist-Off-Gläsern sollte sich der Deckel nach innen wölben – wenn du sogenannte Buttondeckel verwendest (die haben einen leicht erhöhten Kreis in der Mitte), kannst du das besonders gut sehen.

            Für Birnen, Kirschen und Äpfel habe ich übrigens auch tolle Rezepte für dich!

            Pflaumen einkochen: Pflaumen Chutney

            Eine andere Möglichkeit zum Pflaumen einkochen ist ein super leckeres pikantes Pflaumen-Chutney. Du kannst es zu Fleisch und Käse schlemmen oder beim Grillen als würzigen Dip reichen. Die Kombination aus süß und sauer ist unschlagbar!

            Pflaumen einkochen als Chutney

            Du brauchst:

            • 1 kg Pflaumen, entsteint
            • 50 g Rosinen
            • Saft von 3 Orangen
            • 200 g Zucker
            • 200 ml Balsamico
            • 30 g frischen Ingwer, gerieben
            • ½ EL Senfkörner, gemörsert
            • 1 große Zwiebel, gehackt
            • 2 getrocknete Chilischoten, gemörsert
            • ½ EL schwarze Pfefferkörner, gemörsert
            • ½ Zimtstange
            • 1 Sternanis
            • ½ EL Orangenschale, geraspelt
            • 2 Lorbeerblätter
            • 4 Gewürznelken
            • ½ EL Piment, gemörsert
            • 500 g Gelierzucker (1:1)

            So geht’s:

            Zunächst gibst du Zimtstange, Sternanis und Lorbeerblätter in einen Teebeutel. Die Zwetschgen schneidest du in kleine Stücke und gibst sie zusammen mit den übrigen Zutaten außer dem Gelierzucker in einen Topf.

            Jetzt heißt es: Teebeutel dazu hängen und alles eine Stunde lang mit offenem Deckel köcheln lassen. Am besten rührst du dabei häufig um, damit nichts anbrennt!

            Anschließend entfernst du den Teebeutel mit den Gewürzen und rührst den Gelierzucker ein. Schmeck dein Chutney nochmal mit den Gewürzen so ab, dass du es unwiderstehlich lecker findest! ;)

            Die Masse soll jetzt fünf Minuten lang kochen. Dann füllst du das Pflaumen-Chutney in saubere Gläser und verschließt sie. Anschließend stellst du die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser und kochst sie 30 Minuten bei 90° Celsius ein. Wie genau das geht, steht beim Rezept für die Zimtpflaumen – das kannst du einfach übernehmen. Mehr Tipps dazu findest du übrigens in meinem Artikel Einkochen für Anfänger.

            Psst: Wenn dein Herz für würzig-pikante Vorräte schlägt, schau unbedingt auch mal bei meinem Rezept für Kimchi und Apfelchutney vorbei! 

            Pflaumen einkochen: Pflaumensoße mit Eis

            Pflaumen einkochen als leckere süße Soße

            Du suchst noch eine stimmige Begleitung zu Eis oder Vanillepudding? Dann kann ich dir diese super leckere Pflaumensoße empfehlen!

            Pssst, kleiner Tipp: Am köstlichsten ist sie, wenn du sie warm servierst – á la Eis mit heißen Himbeeren ääh, Pflaumen! ;)

            Du brauchst:

            • 1 kg entsteinte, geviertelte Pflaumen
            • 4 El Zucker
            • Mark einer Vanilleschote
            • 500 ml Pflaumensaft
            • 1 El Zimt

            So geht’s:

            Zuerst streust du den Zucker in eine Pfanne und lässt ihn karamellisieren. Wenn der Karamell dann eine appetitliche hellbraune Farbe hat, gibst du die Pflaumen, den Pflaumensaft und den Zimt dazu. Gut umrühren, bis sich der karamellisierte Zucker komplett aufgelöst hat.

            Jetzt schmeckst du alles noch einmal ab und füllst es dann in sterilisierte Gläser, die du anschließend sorgfältig verschließt.

            Anschließend stellst du die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser und kochst sie 30 Minuten bei 90° Celsius ein. Wie genau das geht, steht beim Rezept für die Zimtpflaumen – das kannst du einfach übernehmen.

            Pflaumen einkochen macht nicht nur Spaß, sondern füllt deine Vorratsregale auch mit richtig leckeren Gläsern, die dir im Winter einen Hauch Sommerfeeling schenken. Einfach öffnen und genießen… hmmmmm. :) Wenn dich dein Garten also wieder einmal total „anpflaumt“ brauchst du keine Panik mehr zu haben! ;)

            Du bist auf den Geschmack gekommen und möchtest voll ins Haltbarmachen einsteigen? Dann schau gerne einmal hier vorbei:

            6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

            Mirabellen einkochen: So machst du die leckeren Früchte haltbar!

            Rote Bete fermentieren: Mit diesem Rezept gelingt der Gaumenschmaus!

            Hast du noch andere Ideen zum Pflaumen einkochen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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            Holundersaft in der Flasche

            Holundersaft selber machen – So gelingt‘s!

            Holundersaft ist mit seiner tief lila Farbe ein leckerer und super gesunder Gute-Laune-Saft und ein toller Begleiter in langen trüben Wintermonaten. Und das beste: Die farbenfrohe Vitaminbombe kannst du ganz einfach zuhause herstellen – ohne spezielles Zubehör und mit nur ganz wenigen Zutaten. Also, auf geht’s, lass uns gemeinsam Holunderbeerensaft selber machen!

            Inhaltsverzeichnis
             Hoch lebe die Holunderbeere!
             Holundersaft selber machen – Schritt für Schritt
             1. Schritt: Die Beerenernte
             2. Schritt: Mach dich bereit!
             3. Schritt: Holundersaft herstellen
             4. Schritt: Holundersaft pasteurisieren

            Hoch lebe die Holunderbeere!

            Außen hui, innen… auch hui! Holundersaft erfreut uns nicht nur durch seine wunderbare Farbe, er ist auch noch richtig gesund. In Holunderbeeren steckt nämlich ein ganzes Alphabet an guten Dingen: Sie sind prall gefüllt mit den Vitaminen A, B und C. Außerdem enthalten die Beeren Eisen, Kalium und jede Menge sekundäre Pflanzenstoffe.

            Kein Wunder also, dass wir unser Immunsystem so gerne mit dem wunderbaren Saft stärken und den Beerensud zur Linderung von Erkältungen und Co einsetzen. Auch bei Fieber, Blasenentzündungen und Nierenproblemen ist Holundersaft wohltuend und kann zur Besserung der Symptome beitragen.

            Und er schmeckt auch noch richtig gut, dieser Saft! Ob dampfend heiß in einer Tasse mit Apfelsaft und Honig, als Fliederbeerensuppe mit Grießklößchen an einem verregneten Novembertag, oder zu köstlichem Gelee verarbeitet auf dem Frühstücksbrot: Holundersaft sorgt jedes Mal für eine regelrechte Geschmacksexplosion im Mund!

            Also, auf zum Hollerbusch, lass uns Beeren pflücken und das purpurlila Gold in Flaschen füllen!

            Pssst: Mit den passenden Etiketten werden deine Flaschen mit Holundersaft übrigens zum echten Hingucker und sind gerade in der kalten Jahreszeit ein tolles Mitbringsel. Lade dir hier gerne meine Etikettenvorlage herunter, dann bist du bestens gerüstet:

            Etiketten zum Selber-Beschriften

              ​Mit dem Absenden bestätigst du die Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Tipps und Angebote zum Thema Selbstversorgung zu schicken.

              Holundersaft selber machen – Schritt für Schritt

              Holunderbeeren gibt es nirgends zu kaufen. Wer Saft machen will, muss zuerst ernten. Lass uns daher ganz vorne anfangen!

              1. Schritt: Die Beerenernte

              Du hast im Frühsommer doch bestimmt nicht alle Blüten von deinem Holunder abgeerntet, um Holundernblütensirup daraus zu machen, oder? Meist bleibt auch nach einer üppigen Blütenernte noch so viel übrig, dass sich die Zweige im Spätsommer unter der Last der violett-schwarzen Früchte biegen. Jetzt geht der Holunder in die zweite Runde – die Beeren sind reif und warten darauf, dass du sie zu Holundersaft verarbeitest.

              Dass die Zeit für Holundersaft gekommen ist, merke ich meist an der frisch gewaschenen Wäsche auf meiner Wäscheleine: Irgendein Vogel schafft es nämlich jedes Jahr, mir mit einem lila Klecks mitzuteilen, dass die Holunderbeeren reif sind und ihm vorzüglich schmecken. Dann heißt es: Nichts wie ran an die Dolden, bevor mir die Vögel alles vor der Nase wegfuttern!

              Reife Holunderbeeren erkennst du daran, dass die gesamte Dolde violett-schwarz ist und keine grünen Beeren mehr zwischen den reifen Früchten sitzen. Ist es so weit, schneidest du einfach die ganze Dolde ab, um daraus den leckeren Holundersaft herzustellen. Sammle ruhig ordentlich Beeren, denn für einen Liter Saft brauchst du mindestens ein Kilo.

              Achtung, Verwechslungsgefahr!

              Wenn du keinen eigenen Holunderstrauch im Garten hast, sondern dich auf deinen Streifzügen durch Wiesen und Felder in der Umgebung mit Holunder versorgst, dann achte unbedingt darauf, die richtige Pflanze zu erwischen.

              Der echte Schwarze Holunder hat nämlich einen Bruder, mit dem er nur allzu leicht zu verwechseln ist: Bei seinem Doppelgänger handelt sich um den Zwergholunder – und der ist ein richtiger kleiner Giftzwerg!

              Jetzt mal im Ernst: Die Beeren des Zwergholunders sind wirklich giftig. Sei also vorsichtig bei deinen Beutezügen und achte unbedingt darauf, die richtigen Pflanzen zu erwischen.

              Holundersaft: Holunderbeeren am Strauch

              Echten Holunder erkennst du daran, dass die Dolden mit ihren Beeren ein wenig schlapp vom Busch herabhängen. Die Dolden von Zwergholunder hingegen stehen aufrecht an den Zweigen – und schreien regelrecht danach, geerntet zu werden. Lass dich von ihnen nicht täuschen! Halte stattdessen immer Ausschau nach hängenden Holunderdolden – denn nur die wollen wir ernten und zu Holundersaft verarbeiten.

              Übrigens solltest du auch die Beeren vom echten Holunder lieber nicht roh naschen, denn im ungekochten Zustand sind auch sie leicht giftig. Durchs Erhitzen neutralisierst du den Giftstoff Sambunigrin aber, sodass der Holundersaft dann gut bekömmlich ist.
               
               Kleiner Tipp: Zieh dir zum Ernten am besten alte Klamotten und Handschuhe an, die Beeren sind nämlich richtige kleine Farbbomben!

              2. Schritt: Mach dich bereit!

              Zunächst sammelst du dir alles Zubehör und die Zutaten zusammen, damit du keine bösen Überraschungen erlebst. Ich habe schon mal erst kurz vor dem Abseihen gemerkt, dass ich gar kein sauberes Passiertuch zur Hand hatte – das ist dann super ärgerlich!

              Das brauchst du:

              • Zwei große Töpfe
              • Ein großes Passiertuch oder einen Nussmilchbeutel
              • Einen Trichter
              • 3 kg Holunderbeeren
              • Circa 600 g Zucker
              • Zitronensaft nach Belieben
              • Flaschen für den fertigen Holundersaft

              Jetzt heißt es: Ab ins Wasser mit den Dolden! Gönn den frisch gepflückten Beeren ein ordentliches Bad, um sie von möglichen Verunreinigungen und kleinen Krabbeltierchen zu befreien. Denn die wollen wir ja nun wirklich nicht in unserem Holundersaft haben.

              Holunderbeeren im Wasserbad

              Danach entfernst du die Beeren von der Dolde. Das geht meiner Erfahrung nach am besten, wenn du eine Gabel dafür verwendest. Die sauberen Früchtchen streifst du damit einfach vom Zweig ab und lässt sie in einen Kochtopf kullern. Wenn nicht alle Beeren in Topform sind, kannst du sie nun verlesen: Die guten ins Töpfchen, die schlechten… auf den Kompost!

              Die Beeren stellst du jetzt beiseite und widmest dich deinem anderen Zubehör. Das sollte für die Herstellung von Holundersaft nämlich super sauber und steril sein. Dafür schrubbst du alles erst mal ordentlich mit Wasser und Spülmittel und kochst deine Utensilien dann in Essigwasser ab. Vergiss die Deckel der Flaschen dabei nicht!

              Ist alles sauber und bereit? Dann kann es endlich losgehen!

              3. Schritt Holundersaft herstellen

              Wenn du einen Entsafter zur Hand hast, kannst du deinen Holundersaft natürlich damit gewinnen. Das Entsaften funktioniert aber auch problemlos ohne spezielles Zubehör und ganz einfach im Topf. Ich zeige dir, wie!

              In deinem Kochtopf sollte nun ein Meer von vorbereiteten, schwarz-lila Holunderbeeren sein. Die bedeckst du jetzt knapp mit Wasser und erhitzt die Beeren. Beim Rühren im Topf wirst du beobachten, dass die Holunderbeeren nach und nach aufplatzen.

              Holunderbeeren im Topf

              Nach ungefähr zehn Minuten sollten alle aufgeplatzt sein. Nun kannst du den Topf von der heißen Herdplatte nehmen. Im nächsten Schritt seihst du deinen Holundersaft ab. Ich hänge dafür in einen zweiten Topf ein Sieb, das ich mit einem Passiertuch oder einem Nussmilchbeutel auslege. Da schütte ich den Holundersaft hinein.

              Damit dir kein Saft durch die Lappen geht, drückst du das Passiertuchnach dem Abseihen noch ordentlich aus. Vielleicht musst du damit ein wenig warten, um dir nicht die Finger zu verbrühen. Wenn du in den nächsten Tagen nicht mit roten Händen herumlaufen möchtest, dann zieh dir auch hierfür lieber Handschuhe an. ;)

              Jippie, dein Rohsaft ist fertig! Nun musst du den frisch gewonnenen Holundersaft noch wiegen oder abmessen. Pro Liter brauchst du jetzt nämlich 200 g Zucker, die du zusammen mit dem Saft aufkochst. Je nach Geschmack kannst du auch etwas mehr nehmen, oder mit Zitronensaft für den extra sauren Frischekick sorgen.

              Lass das Ganze ungefähr fünf Minuten lang köcheln. Dann füllst du den heißen Saft zügig in die vorbereiteten Flaschen und verschließt sie sofort. Voilà – fertig ist der Holundersaft!

              4. Schritt: Holundersaft pasteurisieren

              Wenn du deinen Holundersaft so wie ich mit Zucker machst, kannst du ihn, wie oben beschrieben, einfach heiß abfüllen – vorausgesetzt, du arbeitest sehr sauber und sorgfältig.

              Wenn du deinen Holundersaft lieber mit weniger Zucker machst, dann solltest du ihn in den Flaschen noch pasteurisieren, damit er dir auch ja nicht schlecht wird. Auch wenn du beim Abfüllen nicht schnell genug warst und sich deshalb in den Flaschen kein Vakuum gebildet hat, brauchst du diesen zusätzlichen Schritt.

              Den Unterschied zwischen Heiß Abfüllen und anderen Einkochmethoden zeige ich dir übrigens in diesem Video:

              Zum Pasteurisieren stellst du deine Flaschen in einem großen Topf ins Wasserbad. Wenn du Flaschen mit Schraubdeckel verwendest, schraubst du sie nur ganz locker zu. Bei Bügelflaschen kannst du Gummi und Bügel schon aufsetzen.

              Wenn das Wasser 85 ° Celsius erreicht hat, beginnt die Einkochzeit von 20 Minuten. Danach kannst du deine Flaschen aus dem Wasserbad nehmen.

              Vergiss nicht, die Schraubdeckel ordentlich festzudrehen, solange der Saft noch heiß ist!

              Holundersaft
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              Ordnung macht das halbe Chaos!

              Nach der Arbeit kommt das Vergnügen: Schnapp dir doch ein paar schöne Stifte, druck dir hübsche Etiketten aus und mach deine Flaschen mit Holundersaft zu ganz einzigartigen Schätzen!

              Du beobachtest super happy, wie sich die Regale in deiner Vorratskammer füllen? Dann schau doch in meinem Obst und Gemüse haltbar machen Kurs vorbei, da gibt’s noch viel mehr Ideen, Methoden und Rezepte für deinen Selbstversorger-Wintervorrat!

              Mein Fazit? Weniger Zutaten als für diesen Holundersaft geht kaum! Wenn du Holunderbeeren bei dir im Garten oder in der Umgebung hast, solltest du dir die Gelegenheit, deinen eigenen Holundersaft zu machen, auf keinen Fall entgehen lassen!

              Deine Äpfel werden auch gerade reif? Dann mach doch außer Holundersaft auch Apfelsaft! Äpfel und Holunderbeeren sind übrigens tolle Saftpartner, die du nach Lust und Laune mischen kannst! Hier findest du weitere Artikel mit Tipps und Tricks zum Haltbarmachen deiner Spätsommerernte:

              Leckeren Apfelsaft selber machen – auch ohne Entsafter!

              Apfelmus einkochen und ein DIY-Apfelpflücker

              Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

              Hast du schon mal Holundersaft gemacht? Erzähl mir in den Kommentaren gern von deinen Erfahrungen!

              Einkochen im Backofen ist gefährlich – mach besser das stattdessen!

              Einkochen im Backofen ist weit verbreitet – dabei gibt es mehrere Gründe, weswegen du das auf keinen Fall machen solltest. Zum Glück gibt es aber ganz einfache und gute Alternativen dazu! Ich zeige dir, wie du sicher einkochst – los geht´s!

              Inhaltsverzeichnis
              Übersicht: Warum Einkochen im Backofen ein No-Go ist
              Warum macht trockene Hitze das Einkochen im Backofen unsicher?
              Wie hängen Botulismus und Einkochen im Backofen zusammen?
              Wieso können Gläser im Backofen explodieren?
              Alternativen zum Einkochen im Backofen

              Übersicht: Warum Einkochen im Backofen ein No-Go ist

              Du möchtest ganz schnell erfahren, weshalb du nicht im Backofen einkochen solltest? Bitte sehr, hier kommt eine kompakte Übersicht für dich! :)

              Warum Einkochen im Backofen ein No-Go istGut zu wissen
              Gläser können explodierenDer Temperaturunterschied von Wasserbad und trockener Hitze kann Gläser zerspringen lassen, gerade beim Herausholen
              Trockene Hitze ist beim Einkochen im Backofen nicht ausreichendDie erforderliche Temperatur kommt nicht bis ins Innere des Einkochguts
              BotulismusgefahrSporen überleben problemlos 100 ° Celsius

              Das sind kurz und knapp die Gründe, weshalb ich dir vom Einkochen im Backofen dringend abrate. Einkochen ist aber grundsätzlich eine super coole Sache um deine überschüssige Ernte haltbar zu machen und das ganze Jahr über zu genießen!

              Deshalb habe ich auch sieben meiner Lieblingsrezepte, die du unbedingt ausprobieren solltest, in einem kleinen Büchlein für dich zusammengefasst. Lad sie dir gerne hier herunter:

              Hol dir mein Rezepte-eBook!

                Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                Warum macht trockene Hitze das Einkochen im Backofen unsicher?

                Einkochen ist prima, um Lebensmittel haltbar zu machen – wenn du ein paar wichtige Regeln beachtest. Du musst dein Einkochgut nämlich bei einer bestimmten Temperatur für eine festgelegte Zeit erhitzen, damit du alle unerwünschten und schädlichen Mikroorganismen abtötest.

                Wenn du im Wasserbad einkochst, stehen die Gläser zu mindestens zwei Drittel, besser aber komplett, im Wasser. Die Temperatur des Wassers kann sich aus physikalischen Gründen sehr gut auf die Gläser und dein Einkochgut übertragen.

                Beim Einkochen im Backofen stellst du aber deine Gläser in eine Fettpfanne, die ungefähr drei Zentimeter hoch mit Wasser gefüllt ist. Du arbeitest also überwiegend mit trockener Hitze und die kann nur schlecht in das Innere der Einkochgläser dringen.

                Darum weißt du nicht, ob du die nötige Temperatur überhaupt erreichst und ob sie wirklich lange genug auf dein Einkochgut einwirkt. Und das macht das Einkochen im Backofen grundsätzlich unsicher.

                Wie hängen Botulismus und Einkochen im Backofen zusammen?

                Vor allem Gemüse und Fleisch sind säurearme Lebensmittel, für die ganz besondere Einkochregeln gelten: Du musst sie nämlich bei 121° Celsius für eine bestimmte Zeit erhitzen, damit die Sporen des Botulinum Bakteriums zuverlässig absterben.

                Jetzt denkst du dir vermutlich „kein Problem, mein Backofen erreicht ja Temperaturen von über 200 ° Celsius“.

                Das ist zwar richtig, aber deshalb wird das Einkochgut in deinen Gläsern trotzdem niemals eine Temperatur über 100 ° Celsius erreichen: Es beginnt zwar zu kochen, wird dann aber nicht mehr heißer.

                Temperaturen über 100° Celsius erreichst du nur unter Druck und der entsteht beim Einkochen im Backofen nun einmal nicht ;). Deshalb kannst du säurearme Lebensmittel im Backofen auch nicht sicher einkochen.

                Du möchtest mehr über sicheres Einkochen erfahren? In meinem Obst- und Gemüse haltbarmachen Kurs zeige ich dir in einfachen Schritt-für-Schritt Anleitungen viele verschiedene Methoden, wie du Obst und Gemüse haltbar machen und das ganze Jahr über genießen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei sein möchtest!

                Wieso können Gläser im Backofen explodieren?

                Eine weitere Gefahr beim Einkochen im Backofen ist, dass deine Gläser unten ein Fußbad genießen, das niemals mehr als 100° Celsius hat, während die oberen zwei Drittel sehr viel heißerer Luft ausgesetzt sind.

                Dieser Temperaturunterschied kann zu solchen Spannungen im Glas führen, dass es platzt. Vor allem, wenn du es gerade aus dem Ofen holst, können herumfliegende Glassplitter und heißes Einkochgut, das unkontrolliert aus dem Glas spritzt, zu ernsthaften Verletzungen führen.

                Außerdem braucht das Einkochen im Backofen auch deutlich mehr Energie als das Einkochen im Topf.

                Alternativen zum Einkochen im Backofen

                Glücklicherweise brauchst du deinen Backofen zum Einkochen gar nicht – es gibt nämlich ganz einfache prima Alternativen!

                Einkochen im Topf

                Du hast einen großen Topf und ein Thermometer daheim? Bingo, das ist schon das ganze nötige Equipment!

                In den Topf legst du ein gefaltetes Geschirrtuch und füllst so viel Wasser ein, dass deine Gläser davon möglichst vollständig bedeckt sind. Das Einkochgut und das Wasser sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben, wenn du die Gläser hineinstellst. Falls du also gerade dein Kompott mit heißem Zuckerwasser übergossen hast, stellst du es in erhitztes Wasser.

                Wenn dein Thermometer 90° Celsius Wassertemperatur zeigt, beginnt die Einkochzeit aus deinem Rezept. Am besten stellst du dir jetzt einen Timer.

                Sobald die Zeit abgelaufen ist, nimmst du die Gläser heraus und stellst sie auf ein Geschirrtuch oder ein Holzbrett zum Abkühlen. Bei Weckgläsern nimmst du die Klammern wieder ab, sobald sie Raumtemperatur haben.

                Du kannst dir das alles nicht so richtig vorstellen? Hier kannst du mir zusehen, wie ich Tomatensauce im Wasserbad einkoche:

                Einkochen im Einkochtopf

                Falls du einen Einkochtopf besitzt, ist das natürlich eine feine Sache, denn in die großen Kessel passen mehr Gläser als in einen Kochtopf. Sonst machst du alles genauso wie beim Einkochen im Topf. Die Gläser kannst du in beiden Töpfen auch stapeln, wenn es die Höhe erlaubt, sie sollten nur möglichst komplett im Wasser stehen. Und dann geht´s los mit dem Einkochen von Birnen, Kirschen, Tomaten, Äpfeln oder was dein Garten gerade so hergibt! ;)

                Manche Einkochtöpfe sind sogar mit einem eigenen Timer ausgerüstet und schalten sich aus, wenn die Uhr abgelaufen ist. Das heißt, du brauchst weiter nichts zu tun und kannst die Küche sogar verlassen, während der Kessel deine Gläser selbständig einkocht.

                Einkochen im Backofen ist aus vielen Gründen keine gute Idee – und du hast genügend andere einfache Möglichkeiten, um deine Lebensmittel sicher haltbar zu machen und meine super leckeren Rezepte auszuprobieren. Darum lauf doch gleich mal in den Keller, irgendwo muss da doch noch ein großer Topf stehen, oder? ;)

                Du willst jetzt sofort im Wasserbad einkochen? Dann schau doch bei diesen Artikeln vorbei:

                Kürbis einkochen: Süß-saures Rezept zum Verlieben

                Marmelade kochen: 5 einfache Schritte zum Glück auf dem Brot!

                Rhabarber einkochen und das ganze Jahr über genießen!

                Wie stehst du zum Einkochen im Backofen? Ich bin gespannt, von dir zu hören!

                Mirabellen einkochen: Mirabellen im Korb

                Mirabellen einkochen: So machst du die leckeren Früchte haltbar!

                Mirabellen einkochen ist ganz unkompliziert! Die leckeren kleinen Schwestern der Pflaumen sind es unbedingt wert, einen Platz im Vorratsregel eingeräumt zu bekommen – auch wenn sie da sicherlich nicht lange bleiben, weil sie ruckzuck aufgegessen sind. ;)

                Darum nichts wie los, ich zeige dir, wie es geht!

                Inhaltsverzeichnis
                Im Überblick: So geht Mirabellen einkochen
                Welche Früchte wähle ich aus?
                Vorbereitungen zum Mirabellen einkochen
                Mirabellen einkochen
                Leckere Rezepte

                Im Überblick: So geht Mirabellen einkochen

                Falls du nicht lange lesen, sondern sofort deine Mirabellen einkochen möchtest, habe ich hier eine Tabelle für dich, wo du alles Wichtige kurz und kompakt zusammengefasst findest.

                7 Schritte zum Mirabellen einkochenSo geht es
                Schritt #1: Mirabellen ernten / einkaufenreife aber nicht überreife, unbeschädigte Früchte wählen 
                Schritt #2: Mirabellen vorbereitenMirabellen waschen, halbieren, entkernen
                Schritt #3: Gläser und Utensilien sterilisierenTwistOff Gläser oder Weckgläser mit kochend heißem Wasser übergießen, Deckel und evtl Gummis in Essigwasser 10 min abkochen
                Schritt #4: Früchte fest in die Gläser schichtenje dichter gepackt, desto weniger treiben die Früchte im Glas auf
                Schritt #5: Zuckerlösung anrühren und Gläser damit aufgießenZuckerlösung aus 600 ml Wasser und 200g Zucker herstellen, beides 5 min kochen lassen
                Schritt #6: Mirabellen einkochen im Wasserbad bei 90° C für 30 minWasser und Glasinhalt sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben
                Schritt #7: Gläser vollständig abkühlen lassenbei Weckgläsern Klammern entfernen, wenn alles komplett abgekühlt ist

                Wie wäre es jetzt noch mit schicken Etiketten für deine Gläser? Die sind das Tüpfelchen auf dem i und sorgen dafür, dass du im Vorratsregal immer den Überblick behältst.

                Lad sie dir gerne hier herunter:

                Etiketten zum Selber-Beschriften

                  ​Mit dem Absenden bestätigst du die Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Tipps und Angebote zum Thema Selbstversorgung zu schicken.

                  Welche Früchte wähle ich aus?

                  Mirabellen sind empfindlich: Sie verderben nach zwei oder drei Tagen. Deshalb solltest du nicht allzu lange warten mit dem Mirabellen einkochen! Reife, aber nicht überreife Früchte ohne faulige Stellen sind die perfekten Einkochkandidaten.

                  Wenn du dich schon mal gefragt hast, warum du Obst und Gemüse mit fauligen Stellen nicht einkochen solltest, auch wenn du die schlechten Partien herausgeschnitten hast: Das liegt daran, dass die Früchte dann schon so viele Fäulniskeime in sich tragen, dass sie im Glas schneller verderben können. Deshalb gilt die Faustformel: Was du am liebsten direkt aus der Hand essen möchtest, ist auch zum Einkochen geeignet.

                  Obst, das du ausschneiden musst, verarbeitest du lieber zu Fruchtquark oder einem Kompott und genießt es frisch.

                  Vorbereitungen zum Mirabellen einkochen

                  Du hast jede Menge kleiner gelber Kugeln auf deinem Küchentisch? Dann lass uns mit dem Mirabellen einkochen loslegen!

                  Erst einmal wäschst du die Früchte gründlich, halbierst sie und entfernst die Kerne. Vielleicht kommt dir dabei noch die ein oder andere Frucht unter, die du besser aussortieren solltest.

                  Jetzt geht es ans Gläser sterilisieren: Dazu übergießt du deine Arbeitsutensilien und die TwistOff- oder Weckgläser mit heißem Wasser und kochst Deckel und eventuell Gummiringe in Essigwasser ab.

                  Anschließend füllst du einen sehr großen Topf oder einen Wecktopf mit so viel Wasser, dass die Gläser mindestens zu ¾ davon bedeckt sind und stellst ihn auf die Herdplatte.

                  Der Glasinhalt und das Wasser im Topf sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben, wenn du die Gläser hineinstellst. Deshalb ist es am besten, wenn du sofort beginnst, das Wasser zu erhitzen.

                  Psst: Mit einem Wasserkocher geht das schneller und es spart auch Energie!

                  Noch viel mehr Tipps und Tricks habe ich für dich in meinem Obst und Gemüse haltbar machen Kurs zusammengesammelt! Da zeige ich dir in einfachen Schritt für Schritt Anleitungen, wie du deine Ernte sicher einkochst und dich so ein Stück weit selbstversorgen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

                  Mirabellen einkochen
                  Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

                  Mirabellen einkochen

                  Die vorbereiteten Früchte füllst du jetzt möglichst dicht an dicht in die Gläser und drückst sie gut nach unten.

                  Für ein Kilo Mirabellen kochst du eine Zuckerlösung aus 600 ml Wasser und 200 g Zucker in einem Topf sprudelnd auf und gießt sie über die Früchte. Dann verschließt du deine Gläser sorgfältig, stellst sie in den Topf und wartest, bis das Wasser 90 ° Celsius erreicht hat.

                  30 Minuten lang solltest du deine Mirabellen einkochen.

                  Du möchtest lieber keinen Zucker verwenden? Dann lass ihn einfach weg! :) In diesem Fall musst du ganz besonders auf Hygiene achten und die Mirabellen eine Viertelstunde länger einkochen.

                  Anschließend holst du die Gläser aus dem Topf und stellst sie zum Auskühlen auf ein Küchenhandtuch. Falls du Weckgläser verwendet hast, nimmst du die Klammern ab, sobald die Mirabellen Raumtemperatur haben. Jetzt fehlen nur noch die Etiketten, und dann kannst du deine Schätze ins Vorratsregal räumen!

                  Du kannst dir das alles besser vorstellen, wenn du es auch siehst? Hier kannst du zuschauen, wie ich meine leckeren Zimtpflaumen einkoche:

                  Leckere Rezepte

                  Mirabellen haben leider nur recht kurz Saison. Aber durch das Mirabellen einkochen kannst du sie das ganze Jahr über aus der Vorratskammer holen und leckere Sachen daraus zaubern! Die köstlichen gelben Früchte machen immer eine gute Figur – ob im Kuchen, als Marmelade oder zu einem herzhaften Gericht. Ich habe drei tolle Rezepte für dich im Gepäck, die solltest du unbedingt ausprobieren!

                  Psst: Die eingekochten Mirabellen schmecken auch einfach so wie sie sind fantastisch zu Milchreis, Grießbrei oder Waffeln!

                  Rezept # 1: Mirabellenkuchen

                  Liebe Gäste haben sich unerwartet angekündigt? Dann kannst du mit einem oder zwei Gläsern eingekochten Mirabellen einen schnellen Kuchen backen! :)

                  Das brauchst du:

                  • 750 g Mirabellen vom Mirabellen einkochen
                  • 200 g Butter
                  • 175 g Zucker
                  • 1 Vanillezucker
                  • 1 Ei
                  • 300 g Mehl
                  • ½ Päckchen Backpulver
                  • 100 g Mandeln oder Haselnüsse, grob gehackt
                  • Zimt nach Geschmack

                  Und so geht es:

                  Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und die Mirabellen abtropfen lassen.

                  Weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker, Zimt und dem Ei verrühren. Mehl, Backpulver und Nüsse dazugeben und alles vorsichtig vermischen.

                  3/4 des Teiges in eine eingefettete Springform geben und einen Rand formen. Die Mirabellen auf den Teig legen. Den restlichen Teig als Streusel auf den Mirabellen verteilen.

                  45 Minuten backen, bis der Teig goldgelb aussieht.

                  Mirabellen einkochen: Mirabellenmus im Topf

                  Rezept # 2: Mirabellensuppe

                  Eine kalte Suppe an heißen Tagen für zwei Schleckermäuler! 

                  Das brauchst du:

                  • 500 g Mirabellen vom Mirabellen einkochen
                  • Zucker nach Geschmack
                  • ½ Päckchen Vanillepuddingpulver
                  • 1 Liter (Pflanzen-) Milch (du kannst auch Teile der Milch mit Mirabellensud ersetzen)
                  • Schale von einer Biozitrone

                  Und so geht es:

                  Mirabellen abtropfen lassen, den Sud aber aufheben! Dann die Mirabellen pürieren. Puddingpulver in etwas Milch auflösen. Die übrige Flüssigkeit zusammen mit der Zitronenschale zu den Mirabellen geben. Mit Zucker abschmecken und aufkochen. Milch-Puddingpulver-Gemisch zugeben, dabei gut umrühren. Alles drei bis vier Minuten kochen und ständig weiterrühren. Suppe vollständig abkühlen lassen. Vor dem Servieren am besten noch einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

                  Psst: Diese Suppe eignet sich auch gut als sommerliches Dessert!

                  Rezept # 3: Mirabellen-Senf

                  Der Mirabellensenf passt mit seinem fruchtig-pikanten Geschmack perfekt zu würzigem Käse. Dieses Rezept ist so schnell gemacht, dass du es kurz vorher fix zusammenrühren kannst. Im Kühlschrank hält sich der Senf ein paar Tage. Falls du ihn länger aufheben möchtest, solltest du ihn aber einfrieren, weil er kalt gerührt ist.

                  Das brauchst du:

                  • 200 g Mirabellen vom Mirabellen einkochen
                  • 2 EL Weißweinessig
                  • 2 EL Senfpulver
                  • 50 g Zucker (je nach Geschmack)
                  • Salz, Pfeffer, Chilipulver

                  Und so geht es:

                  Mirabellen abtropfen lassen, mit dem Essig in eine Schüssel geben und fein pürieren. 

                  Dann Zucker und Senfpulver zugeben und gut verrühren. Mit Gewürzen und Essig abschmecken und in ein sauberes Glas füllen. Guten Appetit! :)

                  Mirabellen einkochen geht schnell und du kannst ein Glas davon immer dann genießen, wenn du gerade Lust darauf hast. Deshalb nutz unbedingt die Zeit, in der die Mirabellen reif sind, und hol sie dir in deine Vorratskammer! ;)

                  Du möchtest nicht nur Mirabellen einkochen, sondern auch anderes Obst und Gemüse? Dann lies gern hier gleich weiter:

                  Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

                  Birnen einkochen: von Omas Rezept bis richtig trendy!

                  Kürbis einkochen: Süß-saures Rezept zum Verlieben

                  Welche Tipps hast du zum Mirabellen einkochen? Lass mir gerne einen Kommentar da! :)

                  Winterharte Balkonpflanzen: Kräuter auf Balkon

                  Winterharte Balkonpflanzen: So nutzt du deinen Balkon das ganze Jahr!

                  Winterharte Balkonpflanzen sind aus zwei Gründen eine super Idee: Zum einen musst du nicht jedes Jahr neue Pflanzen kaufen – zum anderen hast auch in der ungemütlichen Jahreszeit einen hübschen Blickfang vor dem Fenster. Und frischer Salat oder eigener Kohlrabi als Weihnachtsessen sind doch auch richtig cool, oder? ;)

                  Inhaltsverzeichnis
                  Winterharte Balkonpflanzen im Überblick
                  Trostlose Aussichten? Nicht mit winterharten Balkonpflanzen!
                  Besondere Lebensumstände: Mikroklima auf dem Balkon
                  Hoch hinaus: Säulenobstbäume als winterharte Balkonpflanzen 
                  Mittelmaß: Zwergwüchsige Beerensträucher
                  Auf dem Boden geblieben: Zierkohl, Kräuter und essbare Blumen
                  Augenschmaus: Zierpflanzen als winterharte Balkonpflanzen

                  Winterharte Balkonpflanzen im Überblick

                  Winterharte Balkonpflanzen sind Alleskönner: Sie machen das ganze Jahr über eine gute Figur als Dauerbepflanzung für Balkonkästen und zum Teil kannst du sie sogar beernten, wenn es draußen kalt und unwirtlich ist.

                  In der Tabelle siehst du auf einen Blick, welche Balkonpflanzen winterhart sind: 

                  Winterharte BalkonpflanzenWo pflanzen?Im Winter ernten?
                  Säulenobstbäume: Apfel, Kirsche, Zwetschge Kübelnein
                  OlivenbaumKübelnein
                  Johannisbeere Kübelnein
                  Hängebrombeere CascadeBalkonkasten / Hängeampelnein
                  StachelbeereKübelnein
                  MonatserdbeereBalkonkasten / Hängeampelnein
                  ZierkohlBalkonkastenja
                  KohlrabiBalkonkastenja
                  SalatBalkonkastenja
                  Kräuter: Thymian, Pfefferminze, Waldmeister, Echter Lavendel, Lorbeer  Balkonkastennein
                  HornveilchenBalkonkastennein
                  Zierpflanzen: rote Teppichbeere, LavendelheideBalkonkastennein

                  Du möchtest noch viel mehr über das Gärtnern erfahren? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“ Kurs, da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe eine fette Ernte einfährst und deine Beete optimal nutzen kannst. Ich freu´ mich, wenn du mit dabei bist! :)

                  Winterharte Balkonpflanzen: Hochbeet auf Balkon

                  Trostlose Aussichten? Nicht mit winterharten Balkonpflanzen!

                  Früher habe ich meine Balkonkästen im Herbst einfach abgeräumt und dann hingen sie den Winter über leer und trostlos am Balkon. Kein besonders schöner Anblick! Deshalb bin ich irgendwann auf die Idee gekommen, nicht alle meine vielen Kästen und Kübel mit kleinen Frostbeulen wie Cocktailtomaten, Mexikanischen Minigurken oder Paprika zu bepflanzen, sondern auch ein paar winterharte Balkonpflanzen als mehrjährige grüne Freunde auf meinen Balkon einzuladen.

                  Diese Mischung hat sich sehr bewährt, denn jetzt tobt in Herbst und Winter auf meinem Balkon noch immer das Leben: Kleinwüchsige Bäume und Beerensträucher präsentieren sich zwar in ihrem (kahlen) Winteroutfit, haben aber schon Knospen fürs kommende Frühjahr angesetzt. Die rote Teppichbeere mit ihren dunkelgrünen Blättern und leuchtend roten Beeren ist optisch ein Knaller! In den Kästen strahlt sie mit dem farbenprächtigen Zierkohl und dem grünen Kohlrabi um die Wette. Dazwischen sitzt Winterkopfsalat und wartet darauf, von mir geerntet zu werden.

                  Ich habe nun auch in der ungemütlichen Jahreszeit eine richtig schöne Aussicht, nicht zuletzt auf ein leckeres Essen! ;)

                  Wenn du übrigens möglichst viele deiner Pflanzen gerne selber vorziehen möchtest, lad dir doch meinen Aussaatkalender herunter! Damit versäumst du nämlich keinen Saattermin mehr und kannst ganz entspannt jedes Gemüse zum richtigen Zeitpunkt vorziehen!

                  Hier geht´s zum Aussaatkalender:

                  Hol dir deinen Aussaatkalender!

                    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                    Besondere Lebensumstände: Mikroklima auf dem Balkon

                    Auf deinem Balkon herrscht ein anderes Klima als in einem Garten. Die Nähe zur beheizten Wohnung und dem schützenden Mauerwerk macht es es für deine grünen Freunde einfacher, auch frostige Temperaturen gut zu überstehen.

                    Pflanzen, die etwas empfindlicher sind, stellst du im Winter am besten direkt an die Hauswand. Dort sind sie eisigen Winden oder dem Schneetreiben nicht unmittelbar ausgesetzt.

                    Trotzdem solltest du auch winterharte Balkonpflanzen mit einem Frostschutz aus Jute rund um ihr Pflanzgefäß herum gut einmummeln und dafür sorgen, dass der Topf nicht direkt auf dem kalten Boden steht. So friert die Erde nicht so leicht durch. 

                    Die Stämme von kleinen Bäumchen schützt du noch zusätzlich, indem du sie schick machst und ihren Stamm bis zu den Ästen mit Weißanstrich streichst. Diese spezielle „Farbe“ schützt die Rinde vor Frostrissen. Du bekommst sie in jedem Gartenmarkt.

                    Vor allem, wenn du einen Südbalkon hast, musst du außerdem aufpassen, dass die Wintersonne deinen Pflanzen nicht zusetzt. Gerade an frostigen Tagen holen sie sich nämlich schnell einen Sonnenbrand oder vertragen den abrupten Wechsel von Kälte und Wärme nicht so gut. An sonnigen kalten Tagen deckst du deine Pflanzen deshalb mit einem Vlies ab. 

                    Mehr Tipps zum Balkongärtnern habe ich für dich in diesem YouTube Video gesammelt, schau da gern mal vorbei! :)

                    Hoch hinaus: Säulenobstbäume als winterharte Balkonpflanzen

                    Einen Obstbaum im Topf auf dem Balkon ziehen? Das geht tatsächlich, wenn du die richtige Wuchsform wählst! Säulenobstbäume bilden keine breite Krone aus und wachsen auch nicht in schwindelerregende Höhen. Seitenäste, die dir zu lang werden, schneidest du auf vier Zentimeter zurück. In einem 30 Liter Pflanzgefäß fühlt sich dein zukünftiger Obstlieferant rundum wohl und zufrieden!

                    Als Apfelsorte hat sich „Red River“ bewährt, weil sie selbstfruchtend ist und die Äpfel gut lagerfähig sind, wenn du sie nicht einkochen oder gleich vernaschen möchtest.

                    Willst du dagegen einen kleinen Kirschbaum auf deinem Balkon haben, kannst du die Säulenkirschen „Claudia“, „Sylvia“ oder „Victoria“ nehmen – und für einen Zwetschgenbaum die Sorte „Imperial“.

                    Ein ganz besonderer Balkonbewohner ist der Olivenbaum. Es gibt selbstfruchtende Sorten aus regionalem Anbau, die mit dem Wetter in unseren Breitengraden gut zurechtkommen und deshalb mit ein wenig zusätzlichem Winterschutz winterharte Balkonpflanzen sind. Und im Sommer genießt du mediterranes Flair in deinem kleinen Paradies! :)

                    Nach ungefähr sieben oder acht Jahren kannst du mit etwas Glück deine eigene Olivenernte einfahren und genießen. Hört sich gut an, oder?

                    Balkonpflanzen
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                    Mittelmaß: Zwergwüchsige Beerensträucher

                    Auch Beerensträucher sind als Balkonpflanzen winterhart und eigenen sich prima als Dauerbepflanzung für Balkonkästen oder Kübel.

                    Für Johannisbeeren brauchst du einen Kübel mit mindestens 50 Zentimetern Durchmesser. Regelmäßiges Düngen und einen kräftigen Rückschnitt jedes Jahr dankt dir dieser unkomplizierte Strauch mit einer üppigen Ernte. Du musst nur aufpassen, dass dir die Vögel nicht die Ernte klauen oder im Winter die Knospen abfressen!

                    Magst du Stachelbeeren auch so gern wie ich? Dann hol dir in deine Balkonoase doch eine Stachelbeere! Am besten geeignet dafür sind Hochstämmchen oder Säulenstachelbeeren, weil sie schmal wachsen und nicht so viel Raum beanspruchen. Und mit Sorten wie „Captivator“ „Spienfree“ oder „Pax“ siehst du nach der Ernte auch nicht mehr so aus, als ob du mit einer Katze gekämpft hättest – die sind nämlich fast frei von Dornen. ;) Das Pflanzgefäß für diese Beere sollte doppelt so groß sein wie der Wurzelballen.

                    Heidelbeeren sind ebenfalls tolle winterharte Pflanzen für den Balkon. Sie brauchen in ihrem Kübelzuhause aber unbedingt eine torffreie saure Erde, um sich wohlzufühlen! Diese Erde findest du in jedem Gartenmarkt unter der Bezeichnung Rhododendronerde. Um ganz sicherzugehen, würde ich auf der Rückseite nachlesen, ob sich nicht doch ein Torfbestandteil hineingeschmuggelt hat.

                    Wenn du deinen Heidelbeeren dann noch einen halbschattigen Standort gönnst, sie regelmäßig mit Beerendünger und Kaffeesatz fütterst und sie mit einer dicken Schicht Rindenmulch bedeckst, steht dem Heidelbeerglück nichts mehr im Wege. ;)

                    Winterharte Balkonpflanzen: Erdbeeren auf Balkon

                    Auf dem Boden geblieben: Zierkohl, Kräuter und essbare Blumen

                    Nicht alle winterharte Balkonpflanzen brauchen einen Platz im Topf! Die Hängebrombeere „Cascade“ und Erdbeeren wie die Monatserdbeere „Ostara“ machen sich auch wunderbar in Hängeampeln.

                    Zierkohl, Kohlrabi und Salat können prima als winterharte Dauerbepflanzung für Balkonkästen dienen. Damit du alles zum richtigen Zeitpunkt aussäst, vergiss nicht, dir meinen Aussaatkalender herunterzuladen! ;)

                    Auch bestimmte Kräuter lassen sich vom Winter nicht unterkriegen und laufen im Frühjahr wieder zur Hochform auf: Schnittlauch, Thymian, Pfefferminze, Waldmeister, echter Lavendel und Lorbeer riechen im Sommer wunderbar und sorgen für einen würzigen Geschmack im Essen.

                    Und sogar Blumen müssen nicht unbedingt nur eine einjährige Vorstellung auf deinem Balkon geben! Hornveilchen zum Beispiel machen sich zwar im Winter völlig unsichtbar, treiben aber im Frühjahr zuverlässig wieder aus und bieten mit ihren schönen Blüten einen wunderbaren Anblick. Und das Beste dabei ist: Die Blüten von Hornveilchen sind essbar  – du kannst sie also als Salatdeko verwenden und bei deinen Gästen so richtig Eindruck schinden. ;)

                    Aber Achtung: Das gilt nur für selbst gesäte Hornveilchen! Pflanzen, die du im Gartenmarkt kaufst, sind eigentlich immer mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und nicht zum Essen geeignet.

                    Augenschmaus: Zierpflanzen als winterharte Balkonpflanzen

                    Winterharte Balkonpflanzen können aber auch einfach nur etwas fürs Auge sein! Ein schönes Farbenspiel auf deinem Balkon an grauen Tagen zeigt die rote Teppichbeere mit ihren grünen Blättern und roten Früchten. Sie wächst nur 10 – 20 Zentimeter hoch und eignet sich deshalb besonders gut für Balkonkästen. Wenn du noch silbrig grün-blaue Lavendelheide daneben pflanzt, sieht das so schön aus, dass für Winterblues gar keine Zeit bleibt! :)

                    Es gibt viele winterharte Balkonpflanzen – du musst dich eigentlich nur entscheiden, was zu dir und deinem Balkon am besten passt. Aber vergiss bei der Planung auf keinen Fall, Platz für die einjährig gezogenen Balkongenossen wie Cocktailtomaten, Gurken und Paprika einzuplanen! Gerade eine Mischung von allem macht deine Balkonbepflanzung besonders abwechslungsreich und schön.

                    Winterharte Balkonpflanzen findest du toll, aber auf deinem Balkon geht noch mehr? Dann lies gerne hier weiter:

                    Balkonpflanzen: So wird dein Balkon zum Paradies!

                    Einen Sichtschutz für deinen Balkon pflanzen: Super schöne und leckere Pflanzideen!

                    Cocktailtomaten anbauen: 5 Schritte bis zum Tomatenhimmel!

                    Umsorgst du schon winterharte Balkonpflanzen auf deinem Balkon? Lass mir gerne einen Kommentar da!

                    Rote Bete anbauen: Rote Bete Sorten

                    Rote Bete anbauen: Kompletter Guide für die tolle Knolle

                    Rote Bete anbauen ist gar nicht schwierig und die Knollen aus dem eigenen Garten schmecken sooo viel besser als die eingeschweißten Exemplare aus dem Supermarkt. Ob rot, gelb oder geringelt: Das Wurzelgemüse macht immer eine gute Figur auf dem Teller. Drum nix wie los, ich zeige dir, wie es geht! 

                    Inhaltsverzeichnis:
                    Fast Forward: Rote Bete anbauen im Schnelldurchlauf
                    Optimale Bedingungen: Standort und Boden fürs Rote Bete anbauen
                    Beides möglich: Rote Bete vorziehen oder direkt säen
                    Das ganze Programm: Rote Bete pflanzen, pflegen und düngen
                    Krankheiten und Schädlinge
                    Lohn der Arbeit: Rote Bete ernten und Rote Bete lagern
                    Zu guter Letzt: Rote Bete genießen!

                    Fast Forward: Rote Bete anbauen im Schnelldurchlauf

                    Du hast das Samentütchen schon gezückt und möchtest gleich loslegen? Dann kommt hier eine Schnellübersicht zum Rote Bete anbauen!

                    Rote Bete anbauenTipps und Tricks
                    Schritt #1: Standort wählenmöglichst sonnig
                    Schritt #2: Boden vorbereitenmit einer Grabegabel lockern, Kompost einarbeiten
                    Schritt #3: Rote Bete direkt säen oder vorziehenvorziehen im Haus ab Anfang April, Direktsaat ab Mitte / Ende April
                    Schritt #4: Pflege und DüngungAuf 10 cm vereinzeln, 1x mit Brennnesseljauche düngen, gleichmäßig gießen
                    Schritt #5: Erntewenn die Knollen ungefähr 4 -6 cm groß sind

                    Falls du jetzt noch grübelst, mit wem die Rote Bete gern im Beet ist, lad dir doch meine Mischkulturtabelle herunter! Da habe ich dir aufgelistet, welche Gemüse dicke Kumpel sind und welche lieber ein wenig Abstand voneinander haben.

                    Hier geht´s zur Mischkulturtabelle:

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                      Optimale Bedingungen: Standort und Boden fürs Rote Bete anbauen

                      Rote Bete gehört zu den Sonnenanbetern, deshalb freut sie sich, wenn du ihr ein vollsonniges Plätzchen in deinen Beeten reservierst. Das hat auch den Vorteil, dass deine Rote Bete dann weniger Nitrat einlagert.

                      Der optimale Boden zum Rote Bete anbauen ist durchlässig und tiefgründig, damit sie ihre lange Pfahlwurzel bequem in die Tiefe stecken kann. Am besten lockerst du ihn mit der Grabegabel, ohne ihn zu wenden oder die Bodenschichten durcheinander zu bringen.

                      Wenn du dann noch vorsichtig eine ordentliche Portion Kompost einarbeitest, steht dem Rote-Bete-Glück nichts mehr im Weg! ;)

                      Rote Bete anbauen: Rote Bete in der Erde

                      Beides möglich: Rote Bete vorziehen oder direkt säen

                      Beim Rote Bete anbauen hast du alle Möglichkeiten: entweder vorziehen oder direkt ins Freiland säen. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass vorgezogene Rote Bete deutlich kleiner bleibt als direkt ins Beet gesäte Pflanzen.

                      Rote Bete vorziehen im Haus

                      Du möchtest Rote Bete vorziehen? Dann legst du damit Anfang April los. In jedes Aussaattöpfchen kommen ein bis zwei Samen ungefähr zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde. Die hältst du gleichmäßig feucht und stellst die Töpfchen an einen Ort mit ungefähr 20° C. Wenn die ersten echten Laubblätter erschienen sind, lässt du deine Zöglinge an einen kühleren Ort umziehen. 

                      Ab Ende April / Mitte Mai dürfen sie in die große weite Beetewelt hinaus. Aber vergiss nicht, deine Jungpflanzen vorher gut abzuhärten und sie, falls noch Spätfröste angesagt sind, in ein Vlies einzumummeln!

                      Rote Bete direkt ins Freiland säen

                      Wenn du dich für die Direktsaat entscheidest, kannst du damit Mitte bis Ende April beginnen, sobald sich der Boden etwas erwärmt hat. Dann solltest du aber den Wetterbericht gut im Auge behalten und deine Aussaat bei Temperaturen unter sieben Grad mit einem Vlies abdecken. Rote Bete ist da nämlich gern etwas zickig: Wenn es ihr zu fröstelig wird, verzichtet sie auf das Ausbilden von leckeren Knollen, schießt frühzeitig und blüht dann lieber, als dir deinen Erntekorb zu füllen. Und das ist ja nicht Sinn der Sache! ;)

                      Wenn du noch mehr Tipps zum Rote Bete anbauen möchtest, schau gern auch bei diesem Youtube Video vorbei:

                      Du legst die Samen ungefähr zwei bis drei Zentimeter tief in den Boden und hältst einen Pflanzabstand von zehn Zentimetern ein. Der Reihenabstand beträgt 20 Zentimeter. Nach ein paar Tagen, wenn du die Aussaat gleichmäßig feucht gehalten hast, kommen die ersten Laubblätter in Sicht.

                      Dich hat das Gartenfieber gepackt und Rote Bete anbauen ist super, aber du möchtest auch noch viele andere Gemüse in deinen Beeten haben? Dann komm doch in meinen Gemüsegarten starten Kurs! Da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe eine dicke Ernte einfährst und dich so ein Stück weit selbstversorgen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

                      Rote Bete pflanzen, pflegen und düngen

                      Deine Rote Bete Babys werden sooo schnell groß! ;) Und dann kann es sein, dass sie zu dicht beieinander stehen und sich gegenseitig den Platz wegnehmen. Jetzt bist du gefragt! Du musst deine Jungpflanzen nun so vereinzeln, dass sie wenigstens zehn Zentimeter Abstand zur Nachbarbete haben. Wenn du dabei vorsichtig bist, kannst du die ausgegrabene Rote Bete an einer anderen Stelle wieder in die Erde setzen. Falls aber nirgendwo mehr Platz zum Rote Bete pflanzen ist, packst du die zarten Blättchen einfach in deinen Salat und hast so noch eine gute Verwendung dafür.

                      Rote Bete ist ziemlich anspruchslos und braucht nicht viel Futter. Wenn du es zu gut meinst mit dem Düngen, lagert sie nur unnötig viel Nitrat ein. Deshalb genügt es vollkommen, ihr ein paar Wochen nach dem Rote Bete pflanzen einen guten Schluck verdünnter Brennnesseljauche zu servieren. Damit bleibt sie satt und zufrieden bis zur Ernte.

                      Rote Bete anbauen
                      Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

                      Krankheiten und Schädlinge

                      Eigentlich ist Rote Bete ein sehr robuster Beetgenosse, aber ab und zu hat sie trotzdem mit Schädlingen oder Krankheiten zu kämpfen. Hier kommen meine ultimativen Tipps gegen die häufigsten Probleme beim Rote Bete anbauen:

                      • Blattfleckenkrankheit: Wenn auf den Blättern deiner Bete trockene braune Flecken mit rotem Rand erscheinen, hat sie sich die Pilzkrankheit Septoria oder auch Blattfleckenkrankheit zugezogen. In diesem Fall kannst du die betroffenen Blätter nur abschneiden und in der Biotonne entsorgen. Dann gießt du mit Tee aus Ackerschachtelhalm, um deine Pflanzen zu stärken. Zur Vorbeugung gegen diesen Pilz hältst du eine Anbaupause von drei Jahren ein und pflanzt Grünkohl als perfekten Nachbarn daneben. Noch mehr tolle Beetpartner findest du übrigens in meiner Mischkulturtabelle! Hast du sie dir schon heruntergeladen?
                      • Falscher Mehltau: Falscher Mehltau macht sich in nassen Jahren gern auf der Roten Bete breit. Wenn du vorbeugend mit Ackerschachtelhalmtee gießt, sind deine Pflanzen besser gegen diesen Pilz gewappnet.
                      • Blattläuse: Falls Blattläuse über deine Pflanzen herfallen, spülst du sie mit einem scharfen Wasserstrahl herunter.
                      • Rübenfliege: Um der Rübenfliege erst gar keine Gelegenheit zu geben, sich auf deiner Bete häuslich niederzulassen, schützt du sie mit einem engmaschigen Kulturschutznetz.

                      Lohn der Arbeit: Rote Bete ernten und Rote Bete lagern

                      Ungefähr ein Vierteljahr, nachdem du deine Rote Bete gesät hast, ist es endlich soweit: Die Ernte beginnt! :)

                      Rote Bete schmeckt besonders zart und wenig erdig, wenn sie noch klein ist. Um sie roh zu essen, sollten die Knollen nicht mehr als sechs Zentimeter Durchmesser haben. Aber auch deutlich größere Exemplare sind gekocht noch super lecker! Du kannst also eigentlich immer dann ernten, wenn du gerade Appetit auf die Knolle hast. Genial, oder?

                      Zum Ernten ziehst du die Pflanze an ihren Blättern aus der Erde und entfernst das Laub bis auf die Herzblätter. Die braucht die Rote Bete nämlich, damit sie während der Lagerung nicht vertrocknet. Das Laub solltest du nicht abschneiden, sondern abdrehen.

                      Psst, kleiner „leaf-to-root“-Tipp: Die Blätter von Roter Bete kannst du wie Spinat zubereiten! Yams! :)

                      Am besten lässt sich Rote Bete lagern, wenn du sie in leicht feuchter Erde oder Sand an einem frostfreien Ort eingräbst. Auf diese Weise bleibt sie bis zum Frühjahr frisch. Dann kannst du wieder neu beginnen mit dem Rote Bete anbauen. So bist du über das ganze Jahr hinweg aus eigener knallroter Ernte versorgt!

                      Rote Bete anbauen: Rote Bete Salat

                      Zu guter Letzt: Rote Bete genießen!

                      Rote Bete ist gesund: Sie hat viel Vitamin B, Kalium und Eisen, wirkt entzündungshemmend und fängt freie Radikale. Ein echtes Superfood, das da in deinem Garten wächst!

                      Und es gibt so viele leckere Möglichkeiten, Rote Bete zu schlemmen:

                      • Schneide sie roh in dünne Scheiben und schichte sie zusammen mit Käse, ein wenig Essig und gutem Olivenöl, Salz und Pfeffer auf einen Teller. Darf‘s als Topping noch ein bisschen frisch gepflückter Rucola oder knackiger Feldsalat sein? Mmmmhhh…
                      • „Borschtsch“ ist nicht nur ein Zungenbrecher, sondern vor allem ein toller Eintopf aus Roter Bete, Kartoffeln, Weißkohl, Karotten, Zwiebeln und Tomaten, der im Winter wunderbar wärmt und satt macht.
                      • Ein Saft aus ÄpfelnKarotten, Roter Bete, Ingwer und etwas Honig boostet dein Immunsystem, so dass fiese Krankheitserreger keine Chance mehr haben!

                      Rote Bete anbauen ist einfach und macht nicht viel Mühe, wenn du ein paar Dinge beachtest. Die super gesunde Knolle schmeckt einfach köstlich und du kannst sie sehr abwechslungsreich in der Küche verwenden. Also, worauf wartest du noch? Nichts wie ein Samentütchen gezückt und raus in den Garten mit dir! ;)

                      Und falls du jetzt so richtig Lust bekommen hast, dein Gemüse selber anzubauen, dann  schau doch auch bei diesen Artikeln vorbei:

                      Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

                      Selbstversorger werden: So baust du deinen Jahresbedarf Gemüse an!

                      Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

                      Welche Erfahrungen hast du beim Rote Bete anbauen gemacht? Hast du eine Lieblingssorte? Lass mir gern einen Kommentar da!