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Tomaten selber ziehen

Kräftige Tomaten selber ziehen und pikieren

Du möchtest deine Tomaten selber ziehen, und zwar so richtig gut? Sodass du am Ende kräftige, gesunde Pflanzen in deinen Garten setzen kannst, die ordentlich Ertrag abwerfen?

Perfekt! Hier erfährst du nämlich alles, was du wissen musst, damit das auch gelingt.

Kräftige Tomaten selber ziehen und pikieren: Wie du Tomaten im Haus aussäst und warum du das uaf keinen Fall an der Fensterbank machen solltest. #Wurzelwerk #Garten #Gemüsegarten
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Tomaten Schritt für Schritt selber ziehen

Wann soll ich Tomaten aussäen?

Tomaten sät man am besten Anfang bis Mitte März. Vielleicht bist du vor lauter Garten-Vorfreude versucht, mit dem Aussäen schon im Januar anzufangen, aber glaub mir: Wenn du deine Tomaten zu früh aussäst, müssen sie viel zu lange „ausharren“, bis sie Mitte Mai endlich nach draußen dürfen und sind dann längst nicht mehr so kräftig wie später gesäte Pflanzen.

Die richtige Erde

Du kannst für deine Tomaten eine fertige Anzuchterde verwenden. Wir nehmen stattdessen gerne gut gesiebten, reifen Kompost – das funktioniert unserer Erfahrung nach noch besser.

Tomatensamen vorkeimen?

Wenn du möchtest, kannst du deine Tomatensamen vorkeimen. Dann gehen mehr Pflanzen auf und sie haben einen Wachstumsvorsprung. Hier erfährst du, wie man das genau macht:

Samen vorkeimen – Schnellstart für deine Gemüsepflanzen

Wie aussäen

Du füllst einen größeren Topf oder eine Aussaatschale mit Erde und feuchtest sie gut an. Wichtig ist, dass das Gießwasser ablaufen kann, das Gefäß sollte also auf der Unterseite Löcher haben.

Dann verteilst du die (vorgekeimten) Samen auf der feuchten Erde, sodass sie ungefähr 1 cm Abstand zueinander haben. Jetzt bedeckst du sie ungefähr 1 cm dick mit Erde, drückst das Ganze vorsichtig an und wässerst das Töpfchen mit einer sanften Brause. Ein zu starker Wasserstrahl würde deine Samen wieder an die Oberfläche spülen.

Dann spannst du eine Frischhaltefolie über das Töpfchen und stellst es an einen warmen Ort. Die Frischhaltefolie sorgt dafür, dass die Erde feucht bleibt und fungiert als kleines Mini-Treibhaus. Tomatensamen haben es beim Keimen nämlich gern behaglich warm. :)

Aussaat nach Mondkalender?

Wenn du magst, kannst du beim Aussäen dabei natürlich an einen Mondkalender halten. Ich verwende den Demeter-Aussaatkalender und schwöre darauf, dass das einen Unterschied macht. Falls du mehr wissen willst, schau mal hier vorbei:

Gärtnern nach dem Mond – Die Aussaattage von Maria Thun

Die richtige Temperatur

Die Keimtemperatur sollte wie eben schon erwähnt hoch sein, 20-24 °C haben Tomaten am liebsten. Danach würden so hohe Temperaturen deinen Tomaten aber schaden. Wenn Tomatenjungpflanzen bei knackigen 20 °C im Wohnzimmer vorgezogen werden, können sie nämlich vergeilen.

Stattdessen solltest du die Pflänzchen lieber in einem kühleren Zimmer anziehen, bei 17 bis 18 °C.

Die Sache mit dem Licht

Tomaten selber ziehen mit Pflanzenlichtern

Tomatenpflanzen brauchen viel Licht. So leid es mir tut, aber wenn du wirklich gute Tomaten selber ziehen möchtest, wirst du dich von der Vorstellung verabschieden müssen, dass eine Fensterbank dafür ausreicht. Selbst an einem Südfenster bekommen deine Tomaten so früh im Jahr noch nicht so viel Licht wie sie brauchen.

Das Ergebnis: Lang gestreckte, lichthungrige, schwächliche Pflanzen.

Deswegen benutzen wir LED-Pflanzenlichter, die wir über den Pflanzen aufhängen. Nicht nur über den Tomaten, über allen Jungpflanzen, die wir selber ziehen. Wir haben diese Lampen seit drei Jahren und der Unterschied, was die Qualität unserer Jungpflanzen angeht, ist wie Tag und Nacht.

Falls du dich wunderst, wieso die Lampen so bunt sind: Sie leuchten in den Lichtfarben, die für das Wachstum der Pflanzen optimal sind.

Tomaten pikieren

Wenn deine Pflanzen die ersten richtigen Blätter nach den Keimblättern bekommen, solltest du sie pikieren. Das bedeutet, dass du einzelnen Tomatenpflanzen vorsichtig mit einem Holzstäbchen aus der Erde hebst (möglichst ohne die Wurzeln zu beschädigen) und dann in einen eigenen Topf umpflanzt. Danach natürlich gut angießen.

Tomaten pikieren

Der neue Topf sollte einen Durchmesser von 9-11 cm haben und mit frischer Anzuchterde oder gut gereiftem Kompost gefüllt sein.  

Kleiner Tipp

Pssst: Wenn einige deiner Tomatenpflänzchen ihre Keimblätter nicht richtig entfaltet haben, solltest du sie aussortieren, weil sie einen deutlich niedrigeren Ertrag aufweisen würden.

Tomatenjungpflanzen düngen

Die meisten Anzuchterden und auch Kompost enthalten nicht so viel Stickstoff wie deine Tomatenpflanzen bis zum Auspflanzen brauchen. Deswegen kannst du deine Tomaten nach drei, vier Wochen mit einem stark verdünnten biologischen Flüssigdünger düngen.

Wenn du Flüssigdünger kaufst, solltest du unbedingt darauf achten, dass auf der Flasche ein Bio-Siegel ist. Es gibt nämlich einige Düngerfirmen, die „auf Bio machen“ und letztendlich die reine Chemiepampe verkaufen.

Wo Saatgut kaufen?

Ich habe letztens eine liebe Email von einem Blogleser bekommen, der mit seiner Familie seltene, bunte, samenfeste Tomatensorten vermehrt, die sie teilweise in Italienurlauben zusammengesammelt haben, und die Samen seit diesem Jahr auch verkauft.

Nein, ich bekomme kein Geld dafür, dass ich hier für ihn Werbung mache, aber ich finde, dass das ein ziemlich tolles, unterstützenswertes Projekt ist! Ich konnte mich bei diesen ganzen tollen Sorten kaum entscheiden. Hier kannst du seine Webseite auschecken.

Gemüsegarten-Beispielplan

Brauchst du noch einen Anbauplan für 2019? Dann kannst du dir gerne meinen Beispielplan herunterladen!

Der Plan so ausgelegt ist, dass du das ganze Jahr über kontinuierlich frisches Gartengemüse erntest (statt einer großen Ernteschwemme) und deine Beete zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt sind.

Trag dich gerne hier ein:

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Hast du noch mehr Tipps für alle, die ihre Tomaten selber ziehen wollen? Was sind deine Lieblingssorten? Ich freue mich wie immer über Kommentare!

    Sauerteig selber machen

    Sauerteig selber machen – Anstellgut ansetzen in fünf Tagen!

    Einen Sauerteig kannst du ganz einfach selber machen. Alles, was du brauchst, um dein Sauerteig-Anstellgut anzusetzen, sind Mehl, Wasser und etwas Zeit.

    In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deinen eigenen Sauerteig-Starter herstellst, mit dem du super leckere und gesunde Sauerteigbrote backen kannst.

    Wir backen unser Brot seit über fünf Jahren komplett selbst. Jeden zweiten Tag – das sind an die 1000 Brote. Dieser Artikel ist der Auftakt einer kleinen Sauerteig-Serie, in der ich euch weitergeben möchte, was wir in dieser Zeit gelernt haben.

    Und mit dem Anstellgut-Ansetzen fängt natürlich alles an. :)

    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest, damit du ihn später wiederfindest!

    Sauerteig selber machen – So setzt du dein Anstellgut an

    Wozu brauche ich das Anstellgut überhaupt?

    Um eigenes Sauerteigbrot zu backen, brauchst du zuerst einmal einen Starter, der die Sauerteigkulturen enthält. Mit diesem Starter kannst du neue Sauerteigbrote ansetzen. Die Kulturen vermehren sich dann im Teig, machen ihn verdaulicher und sorgen dafür, dass er aufgeht.

    Den Sauerteigstarter kannst du entweder selbst züchten oder Freunde und Bekannte fragen, die mit Sauerteig backen, ob sie dir einen Ableger von ihrem Teig machen. Falls du niemanden kennst, der mit Sauerteig backt, kannst du auch bei einem guten Bäcker nachfragen.

    Je älter eine Sauerteigkultur ist, desto potenter ist sie in der Regel. Deswegen ist es besser, wenn du dir einen Ableger besorgst, als wenn du deinen eigenen Starter ansetzt. Aber mit einem selbst angesetzten Anstellgut funktioniert das Ganze natürlich auch wunderbar.

    Sauerteig selber machen: Tag 1

    50 g Weizen- oder Roggenmehl in einer Schüssel mit 50 ml warmem Wasser verrühren. Abdecken und an einen warmen Ort stellen, zum Beispiel neben die Heizung. Die optimale Temperatur für deinen Teigansatz ist 24 °C.

    Sauerteig selber machen: Tag 2-5

    Für die nächsten fünf Tagen gibst du jeden Tag weitere 50 g Mehl und 50 ml warmes Wasser dazu und verrührst sie gut mit deinem Ansatz. Dann wieder abdecken und den Teig ins Warme stellen. Keine Panik, wenn das Ganze etwas streng riecht, das ist ganz normal.

    Nach fünf Tagen sollte dein Anstellgut säuerlich riechen und Blasen bilden – dann ist es fertig und du kannst dein erstes eigenes Sauerteigbrot backen. :)

    Einen Sauerteig selber zu machen, ist also wirklich ganz einfach. Hast du noch mehr Tipps zum Thema “Sauerteig selber machen”? Oder Fragen? Dann lass gerne einen Kommentar da!

    Welche Pflanzen vertragen sich?

    Welche Pflanzen vertragen sich? 7 konkrete Pflanzgemeinschaften + Pflanzplan

    Du grübelst gerade über deinem Pflanzplan und fragst dich, welche Pflanzen sich vertragen und zusammen auf einem Beet wachsen sollten?

    Dann bist du hier genau richtig – hier kommt nämlich eine Übersicht über die wirksamsten Mischkultur-Pflanzgemeinschaften überhaupt.

    Wir bauen unser Gemüse zu fast 100 % selbst an und setzen dabei sehr stark auf Mischkultur, um Schädlinge und Krankheiten ganz natürlich fernzuhalten. Die Mischkultur-Partnerschaften, die ich heute vorstelle, haben sich so gut bewährt, dass wir die jeweiligen Gemüse immer wieder in diesen Kombinationen anbauen.

    Und das solltest du auch – du bist hiermit herzlich dazu eingeladen, diese Pflanzenpärchen auch in deinem Garten zu verkuppeln. :)

    Welche Pflanzen vertragen sich im Gemüsegarten? Hier sind 7 konkrete Pflanzgemeinschaften und ein Beispielplan, den du 1:1 in deinem Nutzgarten umsetzen kannst. #Wurzelwerk #Garten #Mischkultur
    Gerade keine Zeit zum Lesen? Merk dir den Artikel für später auf Pinterest!

    Welche Pflanzen vertragen sich?

    Erdbeeren und Knoblauch

    Knoblauch und Erdbeeren!? Das klingt erstmal nach einer komischen Kombination. Dabei ist das eine der besten Pflanzpartnerschaften, die ich je ausprobiert habe!

    Knoblauch schützt Erdbeeren nämlich sehr effektiv vor Grauschimmel und anderen Pilzkrankheiten. Außerdem ergänzen sich Knoblauch und Erdbeeren auch von der Wuchsform her sehr gut. Der Knoblauch wächst gerade nach oben und nimmt damit kaum Platz weg, während die Erdbeeren den Boden bedecken.

    Erdbeeren und Buschbohnen

    Man kann nicht jedes Jahr Knoblauch zwischen den Erdbeeren anbauen – sonst bekommt man Probleme mit seiner Fruchtfolge. Deswegen baue ich auch gerne Buschbohnen auf meinen Erdbeerbeeten an. Buschbohnen sind Schwachzehrer und damit keine große Konkurrenz für die Erdbeeren.

    Übrigens: Ich höre immer wieder, dass Bohnen den Boden mit Stickstoff aus der Luft anreichern würden. Das stimmt zwar – alle Leguminosen machen das – aber wenn du die Bohnen erntest, trägst du damit so viele Nährstoffe ab, dass die Stickstoff-Bilanz im Boden nach der Ernte negativ ist.

    Trotzdem sind Erdbeeren und Buschbohnen ein Traumpaar im Gemüsegarten und die Erdbeeren profitieren während der Wachstumsperiode von den Stickstoff-Fixier-Superkräften der Bohnen.

    Möhren und Zwiebeln

    Die Möhre vertreibt die Zwiebelfliege und die Zwiebel hält die Möhrenfliege fern – so effektiv, dass Möhren und Zwiebeln das klassische Beispiel für eine gelungene Mischkultur sind. Ich baue immer abwechselnd eine Reihe Möhren und eine Reihe Zwiebeln an und hatte noch nie Probleme mit Möhren- oder Zwiebelfliegen.

    Ein Dream Team! ;)

    Das Ganze passt auch von den Aussaatterminen sehr gut. Ich säe von Februar bis August jeden Monat neue Möhren aus – und ab Juni sind die ersten Zwiebelreihen abgeerntet. Da kommen dann die nächsten Möhren hin und neue Zwiebeln wachsen dort, wo vorher Möhren waren. So sind die Beete immer optimal genutzt.

    Welche Pflanzen vertragen sich? Möhren und Zwiebeln!

    Pastinaken und Schalotten

    Das Gleiche gilt für Pastinaken und Schalotten, Möhren und Schalotten, Pastinaken und Knoblauch usw. Möhren und Pastinaken kannst du mit allen Vertretern der Zwiebelfamilie verkuppeln.

    Stangenbohnen und Rote Bete

    Stangenbohnen und Rote Bete sind auch so eine wunderbare Kombination. Sie wachsen einfach besser, wenn man sie nebeneinander anbaut. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass vor allem die Rote Bete wirklich von dieser Mischkultur-Partnerschaft profitiert.

    Dabei sollte man allerdings beachten, dass die Stangenbohnen auf der Nordseite des Beetes angebaut werden, damit sie die Rote Bete nicht beschatten.

    Kohl, Lauch und Sellerie

    Kohl ist bekanntlich sehr anfällig für Schädlinge. Deswegen baue ich ihn immer in Kombination mit Sellerie an, dessen Duft einige der Kohlschädlinge ablenkt.

    Wer schon länger gärtnert, weiß, dass man im Biogarten kaum eine Chance hat, Kohl anzubauen, wenn man ihn nicht den Sommer über mit einem Kulturschutznetz abdeckt.

    Die Kombination Kohl-Sellerie funktioniert allerdings so gut, dass ich es schon geschafft habe, Kohl ohne Schutznetz anzubauen (und ohne chemische Spritzmittel natürlich).

    Ich will nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass das immer funktioniert, aber meine bisherigen Experimente waren sehr interessant.

    Ich würde trotzdem jedem raten, Kohl immer abzudecken. Den Sellerie kann man ja trotzdem mit dazu pflanzen, als doppelten Schutz sozusagen. :)

    Und dann ist da noch der Lauch – der kommt bei uns auch immer mit ins Kohl-Sellerie-Beet. Das machen wir deswegen, weil man auch Lauch unbedingt mit einem Schutznetz abdecken sollte. Sonst wird er aller Wahrscheinlichkeit nach von Lauchschildmotten oder Minierfliegen befallen, die unansehnliche Gänge durch die Lauchpflanzen bohren.

    Wenn man den Lauch zwischen die Kohlköpfe pflanzt, nehmen sie kaum Platz weg und alle Gemüsepflanzen, die ein Schutznetz brauchen, sind mit einem „Aufwasch“ abgedeckt.

    Kürbis und Mais (evtl. mit Stangenbohnen)

    Kürbis, Mais und Stangenbohnen – diese Gemüse haben schon die Maya zusammen auf einem Beet angebaut. Der Kürbis bedeckt den Boden und beschattet ihn, der Mais wächst gerade nach oben und dient den Stangenbohnen, die an den Maisstängeln hochranken, als Stütze.

    Was sich erstmal schön anhört, funktioniert allerdings nur, wenn man Sorten verwendet, die gut aufeinander abgestimmt sind. Sonst kann es passieren, dass der Mais noch viel zu klein ist, während die Stangenbohnen ihm „über den Kopf wachsen“ oder umgekehrt.

    Was den Kürbis angeht, ist es relativ egal, welche Sorte du anbaust, aber Mais- und Bohnensorte und auch die Aussaat-Zeitpunkte sollten gut zueinander passen. Meine Sortentipps: der Mais „Tramunt“ und die Stangenbohne „Neckarkönigin“.

    Noch mehr Mischkultur-Kombinationen

    Die Gemüse, die du anbauen möchtest, habe ich nicht aufgezählt? Dann schau am besten in meine Tabelle mit allen Gemüsen und ihren besten Pflanzpartnern:

    28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

    Gemüsegarten-Pflanzplan

    Wenn dich die ganze Gartenplanung gerade ein bisschen überfordert (Mischkultur, Vor-, Zwischen- und Nachkultur, gestaffelte Ernte, aaaaaah!), kannst du dir gerne meinen fertigen Gartenplan herunterladen, den du 1:1 auf deinen Garten übertragen kannst.

    Da habe ich das nämlich alles schon ausgeklügelt, sodass deine Beete das ganze Jahr über optimal genutzt sind und die Pflanzen zusammen wachsen, die sich am besten vertragen.

    Trag dich einfach hier ein und du bekommst den Plan per Email zugeschickt – zusammen mit meinen besten Gartentipps, sodass du immer weißt, was im Garten gerade ansteht:

    Was sind deine liebsten Mischkultur-Pflanzgemeinschaften? Irgendwelche Geheimtipps? Dann teile sie in den Kommentaren!

    Aussaat im Gemüsegarten im Februar

    Aussaat & Pflanzen im Februar + Beispiel-Gartenplan

    Es gibt einige Gemüsepflanzen, die du schon im Februar aussäen und pflanzen kannst, und im Haus kannst du mit dem Vorziehen von Jungpflanzen beginnen.

    Mich kitzelt es um diese Jahreszeit immer unter den (noch viel zu sauberen) Fingernägeln, weil ich es kaum abwarten kann, wieder in der Erde zu wühlen.

    Wenn es dir genauso geht, ist hier eine Übersicht über alle Gemüsepflanzen, die du jetzt schon säen und pflanzen kannst und die Gartenarbeiten, die im Februar anstehen.

    Außerdem kannst du dir gerne meinen Gemüsegarten-Beispielplan herunterladen, in dem genau steht, was wann wo gepflanzt oder gesät wird.

    Aussat & Pflanzen im Februar + Beispiel-Pflanzplan: Egal ob du Gemüse auf der Fensterbank vorziehen, auf dem Balkon pflanzen oder im Garten aussäen willst - Hier ist dein Aussaat-Kalender für Februar! #Garten #Wurzelwerk #Gärtnern
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    Gemüsegarten-Beispielplan

    Den Gemüsegarten-Beispielplan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkultur-Partner oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss.

    Ich habe den Plan so konzipiert, dass die Beete das ganze Jahr über optimal genutzt sind. Du musst nur noch rausgehen und losgärtnern. :)

    Trag dich hier ein:

    Gartenarbeiten im Februar

    Falls du deinen Garten über den Winter gemulcht hast, solltest du den Mulch jetzt mit einem Rechen beiseite ziehen. Dann erwärmt sich der Boden schneller und ist bereit für die Aussaat.

    Die Gemüsepflanzen, die du jetzt schon aussäst und pflanzt, solltest du mit einem doppelt gefalteten Wintervlies für Gärtner abdecken. Das schützt sie vor allzu kalten Temperaturen und verfrüht deine Ernte.

    Gemüsesamen vorkeimen

    Manchmal ist es gar nicht so einfach, Gemüsesamen dazu zu bringen, aufzugehen. Dann kann es helfen, die Samen vorzukeimen. Wie genau das geht und welche Technik du am besten für welche Gemüseart verwendest, erfährst du hier:

    Samen vorkeimen: Schnellstart für deine Gemüsepflanzen

    Vorziehen im Haus

    Diese Pflanzen kannst du im Haus vorziehen, um sie später auszupflanzen:

    • Artischocke
    • Blumenkohl
    • Chilis
    • Knollensellerie
    • Kohlrabi
    • Lauch
    • Paprika
    • Petersilie
    • Rotkohl
    • Salat
    • Stangensellerie
    • Thymian
    • Weißkohl

    Draußen aussäen

    Diese Gemüsearten kannst du im Februar im Garten aussäen:

    • Dicke Bohne
    • Frühe Möhre
    • Frühe Radieschen
    • Spinat

    Draußen pflanzen

    Die Liste mit Pflanzen, die du jetzt schon draußen pflanzen kannst, ist noch ganz kurz. Aber im März sieht das dann schon ganz anders aus. :)

    • Wintersalat

    Viel Spaß!

    Und vergiss nicht, dir den Gartenplan zu holen:

    Hochbeet bepflanzen

    Hochbeet bepflanzen in 6 Schritten (+ Beispielplan)

    Du hast ein Hochbeet gebaut und fragst dich jetzt, wie du es bepflanzen sollst? Dann bist du hier genau richtig:

    Beim Hochbeet-Bepflanzen gibt es nämlich ein paar Dinge zu beachten. In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, um die Beetfläche optimal zu nutzen und das ganze Jahr über üppig aus deinem Hochbeet zu ernten.

    Hochbeet bepflanzen in 6 Schritten: Nach dem Anlegen ist natürlich das Bepflanzen dran. Hier erfährst du alles, was du wissen musst, wenn du Gemüse, Blumen, Kräuter, Obst etc. in einem kleinen Hochbeet anbauen möchtest. Inklusive Beispiel-Pflanzplan mit fertiger Mischkultur-Planung. #Wurzelwerk #Hochbeet #Garten

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    Hochbeet bepflanzen in sechs Schritten

    1. Welche Pflanzen sollen in deinem Hochbeet wachsen?

    Im ersten Jahr solltest du vor allem Starkzehrer anbauen, also Pflanzen, die viele Nährstoffe brauchen. Durch die Verrottungsprozesse, die in einem gut befüllten Hochbeet natürlicherweise ablaufen, werden nämlich viele Nährstoffe frei. Dazu kommt, dass Hochbeete oft mit vorgedüngten Pflanzenerden aufgefüllt werden und daher gut mit Nährstoffen versorgt sind.

    Starkzehrer sind zum Beispiel:

    • Kohl
    • Tomaten
    • Gurken
    • Zucchini
    • Kürbis
    • Kartoffeln
    • oder Sellerie

    Im zweiten Jahr kannst du dann Mittelzehrer wie Möhren, Zwiebeln und Salat anbauen. Und für’s dritte Jahr eignen sich Schwachzehrer wie Erbsen, Buschbohnen oder Radieschen am besten.

    2. Erstelle einen Anbauplan für dein Hochbeet!

    Als nächstes erstellst du einen Anbauplan, damit du weißt, wann und wo du welche Pflanzen anbaust. Ein guter Anbauplan ist die halbe Miete beim Gärtnern und hilft dir, deine Beete das ganze Jahr über optimal zu nutzen. Ich habe eine Anleitung erstellt, die du Schritt für Schritt durchgehen kannst, und am Ende hältst du einen fertigen Pflanzplan in den Händen:

    Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

    Wusstest du, dass einige Gemüsepflanzen sich gegenseitig vor Schädlingen und Krankheiten schützen? Ein wichtiger Aspekt in der Anbauplanung ist deswegen die Mischkultur von Gemüsen, die gut zusammen passen. Hier ist eine Liste, mit der du dir deine Pflanzen-Nachbarschaften zusammenstellen kannst:

    28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

    Wenn dir das zu viel Arbeit ist, kannst du dir auch einfach meinen Beispiel-Gartenplan herunterladen und ihn für deine Hochbeete verwenden.

    Der Plan ist so konzipiert, dass du das ganze Jahr über ernten kannst und deine Beetfläche optimal nutzt, mit guten Mischkultur-Partnerschaften und ganz ohne Kopfzerbrechen. ;)

    Hier kannst du dich eintragen:

    3. Wie du dein Hochbeet düngst

    Wenn du dein Hochbeet mit Kompost oder einer vorgedüngten Erde befüllt hast, sind die Pflanzen schon sehr gut mit Nährstoffen versorgt.

    Falls du Kompost verwendet hast und auf dem Beet Starkzehrer wachsen sollen, solltest du für eine optimale Stickstoff-Versorgung aber vor dem Bepflanzen ein paar Hände voll Hornspäne einarbeiten oder das Beet mit einem anderen biologischen Stickstoffdünger düngen.

    Hochbeete, die mit reiner Gartenerde befüllt sind, brauchen (je nach Bepflanzung) etwas mehr Dünger, die Erde enthält schließlich von vorneherein weniger Nähstoffe.

    4. Lockere die Erde in deinem Hochbeet vor dem Bepflanzen auf!

    Bevor du dein Hochbeet bepflanzt oder Gemüse aussäst, lockerst du die Erde am besten mit einer kleinen Handhacke auf. So können sich die Wurzeln besser ausbreiten und dein Gießwasser verdunstet nicht so schnell – besonders in Hochbeeten, die mit reiner Gartenerde befüllt sind.

    5. Hochbeet bepflanzen

    Und dann kannst du dein Hochbeet auch schon bepflanzen. Hier sind ein paar Tipps für eine kluge Anordnung der Pflanzen im Beet:

    1. Hängende Pflanzen wie Kapuzinerkresse am Rand pflanzen, damit sie an den Seiten herunterranken können.
    2. Lücken zwischen langsam wachsenden Pflanzen wie Weißkohl mit schnell wachsenden Pflanzen wie Radieschen füllen.
    3. Hohe Pflanzen wie Tomaten auf Nordseite pflanzen, damit sie andere nicht beschatten.

    Hochbeet bepflanzen mit Kohl

    6. Angießen und mulchen

    Nach dem Pflanzen musst du deine Gemüsepflanzen gut angießen, damit sie zügig anwachsen können. Wenn du Gemüse gesät hast, solltest du die Erde feucht halten, bis die Pflanzen aufgegangen sind. Wenn sie einmal austrocknen, wäre die ganze Aussaat verloren.

    Gerade im Hochbeet ist das aber manchmal gar nicht so einfach. Hochbeete trocknen nämlich schneller aus als ebenerdige Beete.

    Deswegen hier ein kleiner Trick:

    Wenn du eine Reihe ausgesät und mit Erde bedeckt hast, gießt du das Ganze gründlich an und deckst es anschließend mit einem Brett ab. So bleibt die Erde an dieser Stelle viel länger feucht.

    Das funktioniert natürlich nicht bei Lichtkeimern wie Salat. Es ist aber ein Lebensretter für alle anderen Gemüsepflanzen, vor allem, wenn es draußen sehr heiß und trocken ist.

    Du solltest aber regelmäßig nachschauen, ob die Erde noch feucht genug ist, und das Brett abnehmen, sobald die ersten Pflänzchen zu sehen sind.

    Wenn deine Pflanzen ca. 10 cm hoch sind, solltest du sie mit Grasschnitt, Laub, Stroh oder anderen organischen Materialien mulchen. Dann musst du sie nämlich viel weniger gießen, was im Hochbeet, das ja schnell austrocknet, besonders wichtig ist.

    Fertiger Pflanzplan gefällig? :-)

    Fruchtfolge, Aussaatplanung, Mischkultur… Das kann ganz schön verwirrend sein, oder?

    Deswegen habe ich einen Beispiel-Gartenplan für meine Newsletter-Abonnenten erstellt, in dem ich die komplette Gartenplanung schon für dich erledigt habe. Du musst nur noch rausgehen und losgärtnern. :)

    Trag dich gerne in meinen Newsletter ein, dann bekommst du den Beispielplan kostenlos als PDF zugeschickt. Und ich unterstütze dich regelmäßig per Email mit Tipps zu allem, was im Selbstversorger- und Gartenjahr gerade ansteht.

    Hier kannst du dich für den Gartenplan eintragen:

    Was wächst in deinem Hochbeet? Hast du schon einen Plan für das neue Gartenjahr? Oder noch mehr Tipps zum Hochbeet-Bepflanzen? Dann lass gerne einen Kommentar da!

    Einfache Pralinen selber machen

    Pralinen schnell & einfach selber machen – Rezept ohne Alkohol


    Waaaah, Pralinen sind so lecker, und diese hier ganz besonders! Sie sind nämlich aus Honigmarzipan, mit Nougatkern und Schokoüberzug, mhhh… :)

    Und das Beste: Diese Pralinen kannst du ganz einfach in fünf Minuten und ohne besonderes Zubehör selber machen. Ein tolles Last-Minute-Weihnachtsgeschenk!

    Mein Freund macht sie allerdings das ganze Jahr über. Sie sind einfach zu gut, um sie nur einmal im Jahr zu essen. Und damit ihr auch mal in den Genuss kommt, habe ich ihm diesmal einfach über die Schulter geschaut und alles dokumentiert.

    Pralinen schnell und einfach selber machen – Rezept ohne Alkohol: Egal ob zu Weihnachten, zur Hochzeit oder zum Muttertag: Pralinen sind eine tolle Geschenk-Idee! Hier ist ein unkompliziertes Rezept für glutenfreie, gefüllte Pralinen ohne Alkohol, für das du keine Silikonform brauchst. #Wurzelwerk #Geschenkideen #Weihnachten
    Merk dir das Rezept für später auf Pinterest!

    Zutaten für 40 Pralinen:

    500 g Honigmarzipan

    80 g Nougat

    200 g Zartbitter-Kuvertüre

    Honigmarzipan ist übrigens nur mit Honig gesüßt und enthält ansonsten gar keinen Zucker. Es ist zwar ziemlich teuer, aber schmeckt auch unvergleichlich viel besser als jedes andere Marzipan, das ich kenne.

    Gerade was Marzipan angeht, gibt es immense Qualitätsunterschiede. Wenn du nicht so viel Geld ausgeben willst, sparst du lieber bei den anderen Zutaten, aber das Marzipan sollte wirklich gut sein.

    Pralinen selber machen…

    … und zwar so:

    1. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen

    2. Marzipan und Nougat zuschneiden

    3. Nougat in Marzipan drücken und Kugel formen

    4. In geschmolzene Kuvertüre tauchen

    5. Auf Backpapier abkühlen lassen

    Die Marzipanwürfel haben beim Zuschneiden eine Kantenlänge von ca. 2,5 cm und das Nougat eine Kantenlänge von knapp 1 cm.

    Super einfach, oder? Deswegen kann man die Pralinen auch gut mit Kindern zusammen machen.

    Hier sind noch ein paar Fotos von den einzelnen Schritten:

    Pralinen selber machen
    Pralinen einfach selber machen

    Man könnte die Pralinen jetzt natürlich noch weiter verzieren, mit weißen Schokostreifen oder Walnüssen zum Beispiel.

    Oder man rollt sie über ein Gitter, solange die Schokolade noch flüssig ist, dann bekommen die Pralinen eine wellige Oberfläche.

    Ich finde sie ohne Verzierung schön genug, aber wer Lust hat, kann sich da sicher noch richtig austoben. :)

    Viel Spaß beim Nachmachen!

    Hast du schon mal Pralinen selber gemacht? Was ist dein Lieblingsrezept? Oder hast du noch Tipps zum Verzieren? Dann lass doch einen Kommentar da!

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    Charles Dowding

    Charles Dowdings beste Tipps zum Gärtnern ohne Umgraben

    Heute habe ich mal wieder einen besonderen Gast auf dem Blog: Charles Dowding, Autor von neun hervorragenden Gartenbüchern, YouTuber und Experte im Gärtnern ohne Umgraben.

    Und genau darum soll es heute auch gehen. Wenn du meinen Blog schön länger liest, weißt du vielleicht, dass wir unseren Garten nicht umgraben und davon sehr begeistert sind.

    Und weil diese Garten-Methode so gut funktioniert, habe ich mir den „Nicht umgraben“-Held schlechthin ins Boot geholt und mit Fragen gelöchert.

    Ich will, dass jeder, der dieses Interview liest, so viel konkretes Wissen mitnimmt wie möglich, sodass er bei sich zuhause loslegen und die Tipps gleich umsetzen kann. Und Charles hat einen exzellenten Job abgelegt, seine Tipps sind nämlich richtig, richtig gut. Viel Spaß beim Lesen!

    Charles Dowdings beste Tipps zum Gärtnern ohne Umgraben: Kaum noch Unkraut, weniger gießen und kein Rückenweh mehr vom Umgraben - Es lohnt sich, ohne Umgraben zu gärtnern. In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, wenn du in deinem Biogarten auf's Umgraben verzichten möchtest. #Gemüsegarten #Wurzelwerk #Garten

    Merk dir diesen Artikel auf deiner Gartenpinnwand!

    Marie: Hallo Charles! Wie schön, dass du hier bist! Warum erzählst du nicht erstmal ein wenig von dir, deinem wunderschönen Garten und wieso du deine Beete nicht umgräbst?

    Charles: Hallo! Danke, dass ich hier sein darf, ich freue mich auf das Interview!

    Ich bin Charles Dowding und ich begärtnere einen 1000 m2 großen Garten im Südwesten Englands. Wir haben dort ein mildes, gemäßigtes Klima, ungefähr wie in Norddeutschland.

    Ich grabe meine Beete seit 36 Jahren nicht mehr um, weil das enorme Vorteile mit sich bringt, zum Beispiel wächst bei mir kaum Unkraut, wodurch ich viel weniger jäten muss. Das ist eine immense Zeitersparnis!

    Wenn man nicht umgräbt, ist das Gärtnern in allen Bereichen so viel einfacher. Die Beete halten zum Beispiel Feuchtigkeit viel besser, sodass ich weniger gieße.

    Anders als Marie verkaufe ich auch Gemüse, mein Garten ist nämlich auch ein „Market Garden“. Von meinen 1000 m2 ernte ich jedes Jahr Gemüse im Wert von über 20.000 Euro, das ich an Restaurants und lokale Geschäfte verkaufe.

    Der Garten ist also außerordentlich produktiv. Obendrauf bauen wir Gemüse für uns selbst an und für die Kursteilnehmer, die zu uns auf den Hof kommen.

    Beete anlegen ohne Umgraben

    Marie: Wir gärtnern nach einer sehr ähnlichen Methode wie du und ich kann nur unterstreichen, was für eine riesige Arbeitserleichterung es bedeutet, wenn man seine Beete nicht umgräbt. Wenn man ein Beet nach deiner Methode anlegt, zum Beispiel auf einer Wiese, wie geht man da vor? Gib uns eine Schritt-für-Schritt-Anleitung!

    Charles: Das Hauptproblem, das man hat, wenn man ein neues Beet auf einer Wiese anlegt, sind Unkräuter. Es ist also sehr wichtig, dass man da hinterher ist und seine Beete so anlegt, dass kein Licht mehr an das darunterliegende Gras gelangt.

    Ich mache das, indem ich den Boden mit Pappe auslege. Alte Pappe – das ist so eine einfache Sache, die du an jeder Ecke bekommst! Du legst die Pappe auf das Gras, sodass die Pflanzen absterben, weil sie kein Licht mehr bekommen.

    Die Pappe verrottet nach und nach und dann würden einige Unkräuter trotzdem wieder wachsen, aber da kommt der Kompost ins Spiel. Wenn du Pappe auslegst und dann 10 cm dick Kompost darauf verteilst, tötest du auch die meisten hartnäckigen Unkräuter ab.

    Das Schöne daran ist, dass man in ein solches Beet sofort pflanzen oder säen kann, auch wenn das Gras unter dem Kompost noch nicht tot ist. Man kann also sofort loslegen.

    Marie: Ich habe letztens gelesen, dass Recycling-Pappe schädliche Stoffe enthalten könnte, das ist noch nicht ganz erforscht. Hast du davon schonmal gehört und hast du auch schon andere Materialien ausprobiert, die man statt der Pappe verwenden könnte?

    Charles: Ich denke, dass es wichtig ist, dass man zwischen Jahr eins und den darauffolgenden Jahren unterscheidet. Ich benutze die Pappe nur im ersten Jahr. In jedem weiteren Jahr, das können fünfzig Jahre sein, kommt keine Pappe mehr auf die Beete. Das halte ich für sehr vertretbar.

    Wir leben in einer unperfekten Welt und es gibt nicht immer eine perfekte Antwort. Die kleine Menge, die in der Pappe enthalten sein könnte, ist nichts im Vergleich zu den Giftstoffen, denen wir Tag für Tag ausgesetzt sind. Es sind Giftstoffe im Regen, der fällt, und überall um uns herum. Deswegen mache ich mir wegen dieser dünnen Pappeschicht keine Sorgen.

    Aber alle, die keine Pappe verwenden möchten, können sie auch weglassen und stattdessen mehr Kompost ausbringen. Dann hat man einfach ein paar mehr Unkräuter in seinem Garten. Oder man macht es wie Marie und mulcht die Beete anschließend mit Hackschnitzeln, was auch gut gegen Unkräuter hilft. Das Prinzip ist dabei genau das gleiche.

    Kompost selbst herstellen oder kaufen?

    Marie: Genau! Um Beete nach dieser Methode anzulegen, braucht man eine Menge Kompost, mehr als die meisten Gärtner*innen selbst herstellen können. Wo kaufst du deinen Kompost und worauf achtest du dabei in Bezug auf die Qualität des Kompostes?

    Charles: Ich habe Versuche gemacht, bei denen ich ein Beet umgegraben habe und eins nicht und dabei ist herausgekommen, dass man nicht mehr Kompost braucht, wenn man ohne Umgraben gärtnert.

    Gemüsepflanzen lieben Kompost und die effizienteste und günstigste Art, Gemüse anzubauen, ist, indem man ihnen genug Kompost zur Verfügung stellt. Vergiss Dünger, ich dünge meine Pflanzen abgesehen vom Kompost überhaupt nicht. Nichts, keine anderen Zusätze, nur Kompost, einfacher geht’s nicht.

    Wenn es darum geht, genug Kompost zu bekommen, ist erstmal klar, dass man so viel wie möglich selbst herstellen sollte. Ich fülle meine Komposthaufen oft mit Abfällen, die ich von Nachbarn bekomme, altem Laub und Schnittgut oder Kaffeesatz von einem lokalen Café. Da ist so viel Abfall um uns herum, den wir nutzen können.

    Und obendrauf kaufe ich Kompost, bei uns kann man Grünschnittkompost oder Pilzkompost in Kompostierungsanlagen kaufen. Oder alten Kuhmist von Höfen in der Region. Oder Pferdemist, es gibt so viele Möglichkeiten.

    Marie: Wenn du zu einer Kompostierungsanlage gehst und dir den Kompost anschaust, worauf achtest du da? Wie beurteilst du, ob der Kompost gut ist?

    Charles: Ich achte vor allem darauf, dass der Kompost fein gesiebt ist. Und bei Grünschnittkompost schaue ich auch, dass nicht zu viele Plastikstücke im Kompost gelandet sind. Wenn man nachfragt, sieben sie dir den Kompost manchmal feiner. Dann hast du nicht mehr so viele Plastikstücke und grobe Stöckchen in deiner Komposterde.

    Bei Mist achte ich darauf, dass das Ganze mindestens ein Jahr lang abgelagert ist. Der Mist sollte eher dunkel sein und nicht zu grobe Stücke enthalten. Pferdemist ist besser, wenn der Stall mit Stroh statt mit Holzspänen eingestreut wurde.

    Letzte Zweifel?

    Marie: Angenommen, jemand, der seinen Garten seit Jahren umgräbt, liest dieses Interview und überlegt, ob er oder sie das Ganze ausprobieren soll, ist aber noch etwas skeptisch. Was würdest du demjenigen sagen?

    Charles: Es gibt es mittlerweile so viele Menschen, die großartige Gärten angelegt haben ohne umzugraben und die von den Resultaten absolut begeistert sind. Alleine auf Social Media gibt es dazu weltweit so viele Beiträge. Das würde ich mir definitiv anschauen, das würde mich nämlich sehr ermutigen und das ist der beste Beweis dafür, dass das alles wirklich funktioniert.

    Marie: … Oder derjenige sollte sich Bilder von deinem Garten anschauen, der sieht einfach perfekt aus! Wenn das keine Ermutigung ist!

    Charles: Dankeschön! Und die Hürde, loszulegen, ist nicht besonders groß. Wenn man schon einen Garten mit etablierten Beeten hat, kann man auf die Pappe komplett verzichten. Einfach die gröbsten Unkräuter jäten, Kompost ausbringen und das war’s, das ist alles, was es braucht, um loszulegen.

    Fehler beim Gärtnern ohne Umgraben?

    Marie: Was ist der häufigste Fehler, den Gärtner*innen machen, die auf’s Umgraben verzichten?

    Charles: Viele Leute haben das Bedürfnis, den Boden doch noch ein wenig zu bearbeiten, und arbeiten den Kompost ein. Davon würde ich wirklich abraten, der Kompost sollte oben auf dem Erdboden aufliegen und der Boden überhaupt nicht mehr bearbeitet werden.

    Die meisten Fehler begehen deswegen gar nicht die blutigen Anfänger, sondern diejenigen, die schon mehr Erfahrung im Gärtnern haben, weil sie ein paar Dinge verlernen müssen, von denen sie glaubten, dass sie notwendig wären.

    Weiterlernen!

    Marie: Dankeschön, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast! Wo findet man mehr Infos über dich und deine Art zu gärtnern?

    Charles: Gerne! Ich habe verschiedene Bücher geschrieben, ich habe einen YouTube-Kanal und wir sind gerade dabei, einen Garten-Onlinekurs zu erstellen, genau wie Marie auch, der im Frühjahr herauskommt. Eine andere Möglichkeit sind die vielen Gruppen zum Gärtnern ohne Umgraben, die es mittlerweile auf Facebook gibt. Da gibt es so viele Menschen, mit denen man Erfahrungen austauschen kann und die einem bei Fragen weiterhelfen.

    Marie: Hast du selbst eine Facebookgruppe?

    Charles: Nein, aber meine Partnerin Steph hat eine, die Gruppe heißt „No Dig Gardening – Undug“. Das Schöne daran ist, dass dort sehr viele Menschen so viel Wissen teilen, man lernt so viel!

    Marie: Das werde ich verlinken, danke, Charles!

    Charles: Es war mir ein Vergnügen!

    Kurzes Update

    Hier ist ein kurzes Update. Wir sind nämlich umgezogen – vom Land in die Stadt, eine ganz schön große Veränderung, wenn man versucht, sich selbst zu versorgen.

    Unser altes Haus lag direkt am Wald. Wir haben regelmäßig unter freiem Himmel geschlafen, draußen über offenem Feuer gekocht und konnten uns aus dem Fenster heraus mit unseren Ziegen unterhalten.

    Jetzt leben wir zwar auch „im Grünen“, haben aber die fünf Hektar, auf denen wir uns bisher austoben konnten, gegen ein paar hundert Quadratmeter getauscht (+ Ziegenweiden, die weiter entfernt sind). Warum? Weil mein Mann relativ weit pendeln muss und die Strecke so mit dem Zug statt dem Auto zurücklegen kann.

    Außerdem ist das neue Haus so verdammt schön, dass wir einfach „zuschlagen“ mussten. (Ansonsten hätte mein Mann mich Landei auch nie davon überzeugen können, in eine Stadt zu ziehen. ;) )

    Mit Haus und Hof umzuziehen, ist ein ganz schön großes Unterfangen. Kleiner Tipp, falls du das auch mal vorhast:

    Was deine Infrastruktur wie Ställe, Gewächshäuser usw. angeht, setzt du am besten von vorneherein darauf, dass sich das Ganze leicht abbauen und transportieren lässt. Wir mussten alle unsere Ställe zurücklassen und jetzt neu bauen bzw. organisieren. Das hätten wir uns sparen können, wenn wir vorher besser nachgedacht hätten.

    Es ist auch sehr praktisch, im Herbst oder Winter umzuziehen. Unser letzter Umzug lag mitten im Sommer und hat uns das Gartenjahr ganz schön “zerrissen”. Man konnte weder vorher noch danach besonders viel anbauen.

    Hier ist außerdem der Link zu einem Artikel, in dem es darum geht, wie du kostenlose Grundstücke für deine Tiere findest. Hat bei uns diesmal schon wieder wunderbar geklappt. :)

    Wie du ein kostenloses Grundstück für deine Selbstversorgung findest

    Wie geht es auf dem Blog weiter?

    Es kann gut sein, dass es hier in den nächsten Wochen etwas ruhiger zugeht, bis die größten Baustellen beseitigt sind. Danach gibt’s dann wieder wie gewohnt wöchentliche Blogposts. Es gibt schließlich viel zu erzählen: Wir müssen unseren Garten komplett neu anlegen, neue Hochbeete bauen, ein Gewächshaus und so weiter und so fort. Der perfekte Stoff für How To-Artikeln würde ich sagen.

    Den alten Garten können wir übrigens weiter nutzen. Er ist aber so weit entfernt, dass wir ihn vermutlich zum Kartoffelacker umerklären und nur noch ab und zu dort vorbeischauen werden. Ein bisschen schade ist es schon um die ganze Arbeit, die wir wort hineingesteckt haben. Gartenarbeit verbindet einen ja schon sehr tief mit dem Flecken Land, den man „beackert“.

    Ich vermisse es jetzt schon, mal eben rauszugehen, um das Gemüse für’s Mittagessen zu ernten. Aber wir müssen den alten Garten immerhin nicht komplett aufgeben und nächsten Frühling legen wir dann hier wieder richtig los.

    Bist du schonmal mit deinem Selbstversorgerhof umgezogen? Oder musstest dein Baby, ähem, deinen Garten, nach einem Umzug zurücklassen? Was waren deine Herausforderungen? Hast du Tipps?

    Bauerngarten anlegen

    Bauerngarten anlegen, bepflanzen und gestalten in vier Schritten

    Hach, so ein Bauerngarten ist doch einfach die schönste Form, Gemüse anzubauen, oder? Die meisten Gemüsegärten entstehen über die Jahre nach und nach und wirken eher zusammengestückelt als irgendeinem Gestaltungsprinzip folgend. Unser Garten ist da keine Ausnahme.

    Ein Bauerngarten dagegen hat eine klare Struktur und wirkt wie von selbst ästhetisch, sogar dann, wenn es in den Beeten mal etwas chaotischer zugeht.

    Wir ziehen demnächst um und da muss gefälligst ein neuer Garten her.
    Und wenn man sich die ganze Arbeit mit dem Garten-Anlegen nun nochmal machen muss, kann man es auch gleich richtig hübsch werden. :)

    Deswegen planen wir gerade unseren Bauerngarten.

    Praktischerweise ist mein Vater Gartenbau-Meister und hat schon einige (traumhaft schöne!) Bauerngärten für seine Kunden angelegt. Da hab ich ihn natürlich mit Fragen gelöchert, um herauszufinden, wie man es anstellt, dass ein Bauerngarten so richtig schön wird. Und das will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

    Viel Spaß beim Lesen (und Bauerngarten-Anlegen natürlich)!

    In vier Schritten zum Bauerngarten: Anlegen | Bepflanzen | Gestalten Ich zeige Dir, wie Du Deinen Garten in einen traditionellen Bauerngarten verwandelst und mit der richtigen Gartengestaltung den Beeten und Wegen Struktur gibst. So sieht auch ein (manchmal) chaotisches Gemüsebeet gar nicht mehr so schlimm aus :-) #wurzelwerk #gartengestaltung #gemüsebeet #bauerngarten

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    Bauerngarten anlegen und bepflanzen

    Wie ist ein Bauerngarten aufgebaut?

    Bauerngärten sind rechteckig oder quadratisch und durch ein Wegekreuz geviertelt.
    Auch wenn Bauerngärten auf den ersten Blick oft wild wirken, gibt diese Grundstruktur dem Garten Ordnung und ist der Grund, warum wir Bauerngärten so hübsch finden. :)

    Wer es ganz romantisch will, kann in der Mitte des Wegekreuzes einen Brunnen, ein rundes Beet o.ä. anlegen. Was sich richtig gut macht: ein kräftiger Rhabarber in der Mitte, zusammen mit ein paar niedrigeren Blumen oder Kräutern.

    Die vier Beete links und rechts des Weges sind in Bauerngärten klar eingefasst, meistens von einer kleinen Buchshecke. Buchspflanzen werden allerdings immer häufiger vom Buchsbaumzünsler befallen, deswegen ist es vermutlich klüger, stattdessen eine andere hübsche Beeteinfassung zu nehmen. Steine zum Beispiel, geflochtene Haselzäune oder Fichtenstämme.

    In sehr großen Bauerngärten unterteilt man die einzelnen Viertel gerne in kleinere Beete, die auch jeweils mit Buchs, anderen Pflanzen oder einem kleinen Zaun eingefasst sind.

    Wege anlegen im Bauerngarten

    Damit die Wege nicht verunkrauten, werden wir sie mit Hackschnitzeln mulchen.

    Das ist die natürlichste Methode, einen Weg anzulegen, ohne ihn zu versiegeln. Genauso gut könntest du Kies oder Steinplatten verwenden.

    Am besten stichst du den Weg vorher ab und legst ihn mit einem Unkrautvlies aus. Bei einer dicken Mulchschicht geht es aber auch ohne Vlies.

    Gartenzaun oder Mauer?

    Bauerngarten selber anlegen

    Bauerngärten sind oft von einem Zaun, einer Hecke oder einer kleinen Mauer eingefasst. Das hält nicht nur Wild- und Haustiere davon ab, im Garten zu randalieren, und bremst den Wind, sondern sieht auch sehr hübsch aus.

    Mein Vater meint, dass er den Zaun oder die Mauer gerne als Leinwand sieht, die den Bauerngarten vom Rest des Grundstücks separiert und mit den Blumen, Beerensträuchern und Gemüsepflanzen, die vor dem Zaun oder der Mauer wachsen, „bemalt“ wird.

    Bauerngarten anlegen

    Wenn du das Wegkreuz angelegt hast, sind die Beete dran.

    Wir haben schon die verschiedensten Beet-Anlege-Techniken ausprobiert.

    Mit Abstand am besten funktioniert eine Methode, die ganz ohne Umgraben auskommt. Das schont nicht nur den Boden und die ganzen kleinen Bodenlebewesen, sondern auch den Gärtnerrücken. ;)

    Hier ist eine Anleitung: Gemüsegarten anlegen ohne Umgraben

    Beete, die nach diesem Prinzip angelegt wurden, bleiben jahrelang nahezu unkrautfrei und man kann schon im ersten Jahr nach dem Anlegen sehr gute Erträge erzielen.

    Bauerngarten-Pflanzplan erstellen

    In einem klassischen Bauerngarten wächst ein wilder Mix aus Blumen (meistens Stauden), Gemüse, Heil- und Küchenkräutern und oft auch Beerensträuchern an der West- oder Nordseite des Gartens.

    Zwei oder drei Reihen Himbeeren hintereinander gepflanzt ergeben eine blickdichte Hecke, die Winde bremst und obendrein eine leckere Ernte abwirft.

    Typische Bauerngarten-Pflanzen sind zum Beispiel Pfingstrosen, Stockrosen oder Sonnenhut. Aber auch Akelei, Fingerhut und Kornblumen machen sich sehr gut.

    Wenn du überlegst, welche Gemüsepflanzen du in deinem Bauerngarten anbauen könntest und über deinem Pflanzplan grübelst, schau mal hier vorbei:

    Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

    Gemüsegarten-Starthilfe

    Wenn du lernen möchtest, wie du deine Familie mit Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten versorgst (und zwar ohne viel Aufwand), trag dich gerne für meinen kostenlosen Newsletter ein! Dann bekommst du regelmäßig Tipps zu allem, was im Gartenjahr so ansteht, und verschusselst garantiert keine wichtigen Gartenarbeiten mehr. :)

    Und das Beste: Alle Newsletter-Abonnenten bekommen meinen Anfänger-Guide Selbstversorgung starten als Willkommensgeschenk obendrauf!

    Trag dich hier ein:

    Willst du auch einen Bauerngarten anlegen? Was sind deine Pläne für die Wege, den Zaun und die Bepflanzung? Hast du noch mehr Tipps und Ideen rund um das Thema Bauerngarten? Dann lass gerne einen Kommentar da!

    Gemüsegarten

    Gemüsegarten für Anfänger: Crashkurs in 11 Schritten

    Hier kommt ein Crashkurs für alle Gemüsegarten-Anfänger da draußen. Ich finde es absolut fantastisch, dass du einen Gemüsegarten anlegen und dein Essen selbst anbauen möchtest.

    Deswegen sind hier alle Infos, die du in deinem ersten Gartenjahr brauchst. Selbst wenn du keine Ahnung vom Gärtnern hast, wirst du eine gute Ernte einfahren, wenn du dich an die Punkte hältst, die ich in diesem Artikel aufliste.

    Ich baue das komplette Obst und Gemüse, das meine Familie braucht, selbst an und habe schon hunderten Gärtnerinnen und Gärtnern geholfen, das gleiche zu tun. Das ist nämlich gar nicht so schwer und macht super viel Spaß. Und genau deswegen bist jetzt du dran! :)

    Gemüsegarten für Anfänger: Crashkurs in 11 Schritten! Du möchtest einen Gemüsegarten anlegen? Dann kommt hier deine Starthilfe mit Tipps zum Gemüseanbau und Ideen, wie du deinen Gemüsegarten gestalten kannst. #Gemüsegarten #Garten #Wurzelwerk

    Merk dir diesen Artikel auf deiner Gartenpinnwand!

    Gemüsegarten für Anfänger: 11 Schritte zur eigenen Ernte

    1. Wo soll ich meinen Gemüsegarten anlegen?

    Als erstes musst du dir natürlich überlegen, wo genau der Gemüsegarten denn überhaupt hinsoll. Nah am Haus sollte er natürlich sein, damit du vor dem Kochen nochmal schnell ein paar Kräuter oder einen Salat holen kannst. Außerdem freuen sich die meisten Gemüsepflanzen, wenn ihr Beet möglichst den ganzen Tag über in der Sonne liegt.

    Bevor du deinen Standort endgültig festlegst, solltest du dir auch den Boden anschauen. Einen schlechten Boden kann man zwar aufbauen und verbessern, aber wenn beim Hausbau Schotter aufgeschüttet oder Flächen stark verdichtet wurden, solltest du dich besser nach einem anderen Flecken umschauen, auf dem du deinen Gemüsegarten anlegst.

    Die Fläche sollte außerdem einigermaßen eben sein, ein leichter Südhang ist aber vollkommen in Ordnung.

    2. Wie groß soll mein Gemüsegarten sein?

    Wenn du wenig Zeit und Erfahrung im Gärtnern hast, sind zehn bis 20 m2 für das erste Jahr vollkommen ausreichend. Damit kannst du dich natürlich nicht komplett selbstversorgen, aber erste Erfahrungen sammeln, ohne dich gleich am Anfang zu überfordern.

    Falls du dir mehr zutraust, nur zu! Ich denke, dass man als ambitionierter Gemüsegarten-Anfänger auch durchaus mit 30 – 50 m2 Beetfläche starten kann. :)

    3. Gemüsegarten anlegen

    Sobald du weißt, wie groß sein Gemüsegarten sein soll und wo er hinkommt, kannst du auch schon die Beete anlegen. Wir legen unsere Beete mit einer bestimmten Methode an, die ganz ohne Umgraben auskommt. Das schont den Boden und die Bodenlebewesen, auf die wir beim Gärtnern so angewiesen sind.

    Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass die Beete jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und Wasser sehr gut speichern. Hier ist eine Anleitung, in der ich dir Schritt für Schritt zeige, wie wir unsere Beete anlegen.

    4. Was soll ich in meinem Gemüsegarten anbauen?

    Das, was dir am besten schmeckt natürlich. :)

    Bevor du dich aber als blutiger Gemüsegarten-Anfänger auf 30 verschiedene Gemüsepflanzen stürzt, hältst du dich besser an die Kandidaten, die möglichst pflegeleicht und anfängerfreundlich sind. Hier findest du eine Liste mit den Quasi-Selbstläufern unter den Gemüsepflanzen:

    9 Gemüsepflanzen, die jeder hinkriegt

    5. Einen Anbauplan erstellen

    Du weißt jetzt, was in deinem Gemüsegarten wachsen soll. Dann ist der nächste Schritt, einen guten Anbauplan zu erstellen. Ich habe eine komplette Anleitung geschrieben, die du Schritt für Schritt durchgehen kannst – und am Ende hältst du deinen fertigen Gartenplan in den Händen. Das ist längst nicht so kompliziert, wie viele denken, versprochen.

    Stattdessen kannst du dir aber auch gerne meinen fertigen Gartenplan herunterladen. Der Plan ist so konzipiert, dass du das ganze Jahr über kontinuierlich erntest und die Beete zu jeder Zeit optimal genutzt sind.

    Trag dich gerne hier ein:

    6. Pflanzen aus Samen ziehen oder kaufen?

    Dann stellt sich natürlich noch die Frage, ob du deine Gemüsepflanzen fertig kaufst oder selbst aus Samen ziehst. Beides hat Vor- und Nachteile:

    Gekaufte Gemüsepflänzchen sind in der Regel von professionellen Gärtnern vorgezogen und kräftig und gesund. Sie sind aber auch um einiges teurer als Saatgut. Außerdem werden meistens nur wenige Sorten als Pflänzchen angeboten. Wenn du dein Gemüse aus Samen ziehst, hast du eine viel größere Auswahl an spannenden Sorten, die du in deinem Garten ausprobieren kannst.

    Einige Gemüsearten wirst du immer aus Samen ziehen, weil es keinen Sinn ergeben würde, sie vorzuziehen. Möhren zum Beispiel (und auch die meisten anderen Wurzelgemüse) sät man immer direkt ins Beet. Bei Tomaten, Zucchini etc. kannst du dir aber überlegen, ob du deine Jungpflanzen selbst vorziehst oder das in den ersten Jahren lieber den Profis überlässt.

    Gemüsegarten für Anfänger Tomaten

    7. Gemüsegarten gestalten

    Du findest, dass dein Gemüsegarten nicht nur produktiv, sondern auch hübsch sein soll? Dann verweise ich dich ohne viel Federlesen an diesen Artikel:

    Gemüsegarten gestalten: 9 Ideen für einen hübschen Gemüsegarten

    Gemüsegärten können super ästhetisch sein und wenn man ein paar Gestaltungsprinzipien kennt, kann man den eigenen Garten mit wenig Aufwand und Geld richtig „aufmotzen“. ;)

    8. Gemüsegarten auf kleiner Fläche

    Vor allem, wenn du einen kleinen Gemüsegarten hast, willst du natürlich das Beste aus deiner Fläche herausholen. Deswegen sind hier ein paar Tipps für einen produktiven Garten:

    • Kompost! Alle Pflanzen lieben Kompost. :)
    • Nutze vertikale Flächen, um deine Fläche zu vervielfältigen.
    • Lass deine Beete nie lange leer stehen.
    • Baue ertragreiche Gemüsearten und -sorten an.
    • Nutze deinen Gemüsegarten auch für Wintergemüse!

    9. Arbeiten im Gemüsegarten

    Nach der Aussaat oder dem Pflanzen, ist es wichtig, den Boden feucht zu halten, bis die Pflanzen gut angewachsen sind. Danach kannst du (je nach Gemüseart) auch ganz auf das Gießen verzichten. Allerdings nur, wenn du deinen Boden mulchst, also abdeckst. Dafür kannst du zum Beispiel Rasenschnitt nehmen, Stroh oder Laub.

    Ich verwende am liebsten eine Mischung aus Rasenschnitt und Häckselgut und mulche meine Beete ziemlich dick. So konnten wir sogar in einem trockenen Jahr wie diesem ohne Gießen genug Gemüse ernten, um uns damit komplett selbst zu versorgen.

    Ein weiterer Vorteil von Mulch ist, dass er Unkraut unterdrückt. Wenn du nicht mulchst, solltest du deine Beete regelmäßig jäten. Ein bisschen Unkraut ist nicht schlimm, aber sobald deine Gemüsepflanzen nicht mehr genug Raum haben, um groß und kräftig zu werden, solltest du eingreifen.

    Außerdem solltest du dich bei jeder Gemüseart, die du anbaust, über den Düngerbedarf schlaumachen. Manche Gemüsearten kommen ganz ohne Düngen aus, bei anderen ist es sehr wichtig, sie zur richtigen Zeit mit genügend Nährstoffen zu versorgen, damit du dann auch ordentlich was ernten kannst.

    Einige Dünger kannst du selbst herstellen, zum Beispiel Brennnesseljauche oder Mist, falls du Tiere hältst. Stattdessen kannst du auch fertige Dünger kaufen. Es gibt allerdings Fertigdünger, die sich „Bio“ nennen, aber die reine Chemiepampe sind. Deswegen solltest du auf der Packung immer nach einem echten Biosiegel suchen. Chemischen Dünger willst du nämlich nicht in deinem Garten haben, glaub mir…

    10. Krankheiten und Schädlinge im Gemüsegarten

    Vielen Krankheiten und Schädlingen kannst du vorbeugen, indem du dein Gemüse in Mischkultur anbaust. Das bedeutet, dass man verschiedene Gemüsearten nebeneinander pflanzt, die sich dann gegenseitig die Krankheiten und Schädlinge fernhalten. Hier ist eine Liste mit den wirksamsten Mischkultur-Pflanzgemeinschaften:

    28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

    Falls du vorhast, Kohl anzubauen, solltest du dir außerdem ein paar feinmaschige Schutznetze anschaffen. Kohl hat verdammt viele Schädlinge und wenn du ihn nicht von vorneherein abdeckst, sind die Probleme so gut wie vorprogrammiert.

    Ich habe mich anfangs dagegen gesträubt, Schutznetze zu kaufen, weil ich möglichst wenig Plastik verwenden wollte, aber sehr schnell gemerkt, dass es bei Kohl kaum eine andere Chance gibt. Und wenn man sich hochwertige Netze zulegt, kann man die auch fünf und mehr Jahre verwenden, bevor sie in den Müll wandern.

    11. Ernten und Haltbarmachen

    Tja, und wenn das alles geschafft ist, steht bestimmt schon bald die erste Ernte an. :)

    Wir bauen immer genug Gemüse an, um einen Teil davon für den Winter haltbar zu machen. Es gibt zwar einige Gemüsearten, die man auch im Winter ernten kann. Aber, hey, selbstgemachtes Sauerkraut ist einfach unglaublich lecker und im Winter ein Glas selbstgemachte Tomatensauce aufzuwärmen manchmal auch sehr praktisch. Selbstversorger-Fast Food sozusagen. :)

    Ich verwende vor allem zwei Techniken, um unser Obst und Gemüse haltbar zu machen und unseren gesamten Wintervorrat anzulegen: Einkochen und Fermentieren.

    Was sind deine Pläne für dein erstes Gartenjahr? Hast du noch mehr Tipps für Gemüsegarten-Anfänger? Dann lass gerne einen Kommentar da!