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Gemüseanbau für Dummies: In 9 Schritten zur dicken Ernte!

Findest du es auch total doof, dass du nicht weißt, wo das Gemüse auf deinem Teller herkommt? Wenn dein Garten sowieso einzig und allein aus Rasen besteht und ein bisschen Pepp gut gebrauchen könnte, dann gibt es eine einfache Lösung:

Zieh deine Gummistiefel an und hol die Schubkarre raus – wir fangen mit dem Gemüseanbau an!
 
In diesem Artikel zeige ich dir in neun Schritten, wie du mit deinem Gemüseanbau startest. Außerdem nehmen wir drei Mythen zum Gemüseanbau unter die Lupe und schauen, was es mit ihnen auf sich hat!

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Stürz dich ins Abenteuer Gemüseanbau – es lohnt sich!

Du bist noch nicht zu hundert Prozent überzeugt, warum es so eine tolle Sache ist, den eigenen Gemüseanbau zu starten? Oh, es gibt sooo viele gute Gründe! Das eigene Gemüse ist so von lokal und saisonal wie es nur geht. Es ist frisch, ökologisch und schmeckt meistens um Meilen besser als das gekaufte. Die weit gereisten und eher fad schmeckenden Tomaten aus dem Supermarkt sind nichts im Vergleich zu den fruchtigen und süßen Tomaten aus dem eigenen Garten.

Und der Freiluftsupermarkt hinter deinem Haus hat sogar sonntags geöffnet! ;)

Wenn du schon mit dem Gartenfieber angesteckt bist, dann weißt du, wie viel Freude es macht, mit den Händen in der Erde zu wühlen und sich hingebungsvoll um die eigenen Schützlinge zu kümmern. Bist du auch stolz wie Oskar, wenn du super prachtvolle Früchte von deinen eigenen Pflanzen erntest, die du von klein auf gehegt und gepflegt hast? Mich packt jedes Frühjahr aufs Neue die Aufregung und Ungeduld, endlich wieder mehr Zeit im Garten zu verbringen. 

Für Neulinge im Gemüseanbau kann diese Zeit aber auch ganz schön überwältigend sein. Denn da sind hundert Fragen, die geklärt werden wollen. Keine Sorge, ich kenne das zu gut, wir haben schließlich alle mal angefangen. ;)

Also fangen wir am besten mit dem grundlegendsten an:

Schritt 1: Den besten Ort für deinen Gemüseanbau finden

Der erste Tipp ist – wortwörtlich – naheliegend: Je näher deine Beete am Haus sind, desto eher kriegst du mit, was deine Pflanzen brauchen und welches Gemüse erntereif ist. Es ist einfach super praktisch, schnell ein fehlendes Gemüse ernten zu können, während die Suppe bereits auf dem Herd blubbert.

Außerdem bekommst du auch viel mehr mit, was in deinen Beeten gerade los ist, wenn du jeden Tag an ihnen vorbeikommst, als wenn dein Gemüsegarten in einem entlegenen Gartenwinkel ein Nischendasein fristet.

Gemüseanbau Rote Bete

Du wirst am Gemüseanbau auch sicherlich mehr Spaß haben, wenn du deine Beete auf einer ebenen Fläche anlegst. Denn so ein Hang bringt seine ganz eigenen Tücken mit sich: Das Gießwasser läuft dir davon, und auch der Kompost will nicht so recht da bleiben, wo er hingehört.

Falls du nur ein Hanggrundstück zur Verfügung hast, dann solltest du es für deine Beete terrassieren. Das ist zwar erstmal viel Arbeit, lohnt sich aber definitiv. Sieh es einfach positiv: Du bleibst auf jeden Fall fit, wenn du die vollen Gießkannen im Sommer regelmäßig bergauf trägst (oder du nutzt den Höhenunterschied und baust dir ein Bewässerungssystem). ;)

Der perfekte Standort sollte sich aber natürlich nicht nur an deinen Bedürfnissen orientieren, sondern in erster Linie deinen Pflänzchen alles bieten, was sie brauchen, um groß und stark zu werden. Und die meisten Gemüse wollen vor allem eins: ein ausgiebiges Sonnenbad! Am besten planst du die Beete für deinen Gemüseanbau also in der sonnigsten Ecke deines Gartens.

Wenn du nur einen schattigen Beetplatz hast, dann ist das aber gar nicht schlimm, denn so einige Gemüse gedeihen auch prima im Halbschatten. Wenn du wissen möchtest, welche Kandidaten das sind, dann schau mal in diesen Artikel, dort habe ich schattentolerante Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen gesammelt:

48 Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen, die auch im Schatten wachsen.

Übrigens: Wusstest du, dass ich auch auf YouTube unterwegs bin? Hier ist die Video-Version dieses Artikels:

Schritt 2: Die passende Beetfläche für deinen Gemüseanbau

Bevor du loslegst, solltest du außerdem überlegen, wie groß die Beetfläche für deinen Gemüseanbau werden soll, damit du all deine Lieblingsgemüse unterkriegst. Das hängt von so vielen Fragen ab: Wie viel Zeit hast du? Wie viel Platz? Hast du Hilfe oder gärtnerst du ganz alleine? usw.

Um dir bei dieser Frage zu helfen, habe ich ein kleines Quiz erstellt. Die Quizfragen kannst du hier beantworten und findest so direkt heraus, was deine perfekte Gartengröße ist.

Schritt 3: Beete für den Gemüseanbau anlegen

Du siehst die üppigen Gemüsebeete schon vor deinem inneren Auge? Da wäre nur ein Problem… Dein Garten ist noch eine grüne Rasenfläche oder vielleicht sogar verwildert und von Brombeerranken überwuchert? Da heißt es wohl: Ärmel hochkrempeln und ran an die Arbeit!
 
Bei Brombeerhecken und anderem hartnäckigen Bewuchs bleibt dir nichts anderes übrig, als die Hecken zurückzuschneiden und die größeren Wurzeln aus der Erde zu holen. Das sind nämlich ganz schön robuste Kerle, sie treiben aus den Wurzeln immer wieder aus.

Wenn dein Garten schon „gezähmt“ ist, dann hast du es um einiges leichter. Viele Gärtner*innen würden jetzt den Spaten in die Hand nehmen und alles einmal umgraben. Die Arbeit kannst du dir allerdings sparen. Ich bin kein Fan vom Umgraben, da es das Bodenleben gehörig durcheinanderbringt, anstatt es zu fördern. Es ist vor allem auch gar nicht nötig!

Gemüseanbau im Garten

Ich lege neue Beete stattdessen mit einer dicken Schicht Kompost an. Dafür musst du gar nicht umgraben, sondern kannst den Kompost einfach auf den Rasen auftragen. Praktisch, oder? Ich mag die Kompostmethode zum Beete anlegen so gerne, weil sie nicht nur die Bodenlebewesen in Ruhe lässt, sondern auch Unkräuter in Schach hält, sodass ich kaum noch jäten muss. 

Mit der Kompostmethode sind wir auch schon beim ersten Gartenmythos angekommen. Dem Kompost wird nämlich super oft nicht zugetraut, dass der Gemüseanbau darin funktionieren kann. Du wirst bestimmt zu hören bekommen, dass Kompost viel zu scharf ist, um direkt hinein zu pflanzen oder zu säen.

Mythos #1: Kompost ist zu scharf für Gemüsepflanzen! Stimmt das?

Meine Erfahrung sagt ganz klar: Nein, das stimmt absolut nicht. Du solltest allerdings den richtigen Kompost aussuchen: Er sollte idealerweise aus Grünschnitt hergestellt und unbedingt fertig kompostiert, also schön reif sein. Dann kannst du mit der Kompostmethode bereits im ersten Jahr tolle Erträge aus deinen Beeten herausholen!

Wenn du mehr zum Beete anlegen wissen willst, dann komm doch in mein Gemüsegarten-Bootcamp! Das ist ein kostenloser Minikurs, der super viele Themen rund um den Gemüseanbau anspricht und dir eine tolle Einführung ins Gärtnern gibt. Dort ist auch eine tolle Community aus vielen begeisterten Gärtnerinnen und Gärtnern entstanden, die sich gerne gegenseitig weiterhelfen.

Hier kommst du zur Anmeldung für das kostenlose Gemüsegarten-Bootcamp.

Schritt 4: Welches Gemüse anbauen?

Na, unbedingt das, was du am liebsten magst! Denn es geht ja nicht nur darum, Gemüse anzubauen, sondern du sollst es dir ja auch schmecken lassen. Dein Lieblingsgemüse sollte deshalb in deinen Beeten auf keinen Fall fehlen.
 
Es gibt allerdings ein paar Gemüse, bei denen du kaum etwas falsch machen kannst und die sich daher super eignen, wenn du noch wenig Erfahrung im Gemüseanbau hast. Solche unkomplizierten Kandidaten sind Zucchini, Mangold, Salate, Kräuter, Knoblauch, Rote Bete, Radieschen und Spinat. Apropos Spinat, der hält einen hartnäckigen Mythos, den du bestimmt auch schon mal gehört hast:

Mythos #2: Spinat enthält ganz viel Eisen. Stimmt das?

Popeye-Fans muss ich jetzt enttäuschen: Auch dieser Mythos stimmt nicht. Der Irrglaube entstand, als der Eisengehalt von Spinat untersucht wurde – allerdings an getrocknetem Spinat. Der gemessene Anteil war ziemlich hoch, was den Mythos ins Leben gerufen hat. In frischem Spinat ist der Eisengehalt jedoch viel niedriger, weil Spinatblätter so viel Wasser enthalten. Fehlen sollte Spinat in deinem Gemüsegarten aber trotzdem nicht. ;)

Gemüseanbau Kräuter

Schritt 5: Gemüsebeete clever bepflanzen

Da hast du verschiedene Möglichkeiten. Denn im Gemüseanbau gibt es ganz unterschiedliche Herangehensweisen an die Gestaltung der Beete. Du kannst dein Gemüse ganz übersichtlich in geraden Reihen anbauen, schön nach Pflanzenfamilien sortiert. Das hat den Vorteil, dass du die jeweiligen Anbaupausen der Pflanzenfamilien beachten und so Schädlingen und Krankheiten vorbeugen kannst.

Ein bisschen wilder und bunter wird es, wenn du auch auf diverse Mischkulturen setzt. Mischkulturen haben den Vorteil, dass die Gemüse sich gegenseitig richtig gut ergänzen. Manche Gemüse wachsen nämlich zum größten Teil unter dem Boden, und andere wollen richtig hoch hinaus. Wenn du die Gemüse im Beet clever kombinierst, kannst du das Beste aus deiner Gemüseanbau-Fläche rausholen. Es gibt sogar Gemüse-Kombinationen, die sich gegenseitig vor Krankeheiten und Schädlingen schützen.

Beim Thema Mischkultur komme ich so richtig ins Schwärmen! Denn Mischkulturen sind super spannend und haben so viele Vorteile. Wenn du mehr über besonders günstige Beetpartnerschaften wissen möchtest, dann schau doch mal bei diesem Artikel vorbei:

28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner.

Wenn du gerne ein bisschen knobelst, dann versuche, sowohl die Anbaupausen der Pflanzenfamilien einzuhalten, als auch die richtigen Mischkulturpartner in deinem Beet unterzubringen – so schaffst du nämlich die allerbesten Bedingungen für richtig gesunde Gemüsepflanzen. Na, habe ich deinen Ehrgeiz geweckt? ;)

Gemüseanbau Mischkultur

Egal wofür du dich entscheidest – schreib dir unbedingt einen Anbauplan! Eine gute Planung ist die halbe Arbeit, heißt es. Und das trifft auch auf den Gemüseanbau zu. Denn ein gut durchdachter Plan hilft dir dabei, Krankheiten und Schädlinge vorzubeugen, Schutznetze effektiv einzusetzen und Leerstand auf den Beeten zu vermeiden.

Hier habe ich dir genau zusammengefasst, was du wissen solltest, um deinen eigenen Anbauplan zu erstellen.

Mit einem guten Plan in der Hand vergisst du auch nicht, deine Gemüsepflanzen rechtzeitig im Haus vorzuziehen oder in der nächsten Gärtnerei zu besorgen, sodass die Pflanzen zur rechten Zeit ins Beet kommen. Wenn du lieber mit einem fertigen Plan gärtnerst, kannst du dir auch gerne meinen kostenlosen Pflanzplan herunterladen – der ist schon fix und fertig ausgeklügelt und du kannst direkt loslegen!

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Schritt 6: Samen oder Jungpflanzen für den Gemüseanbau kaufen?

    Es ist schon etwas ganz Besonderes, die Gemüsepflänzchen aus den winzigen Samen heranwachsen zu sehen. Eine eigene Jungpflanzenanzucht eröffnet dir auch die Möglichkeit, alte, bunte und richtig abgefahrene Sorten anzubauen. Die bekommst du oft gar nicht als fertige Jungpflanzen zu kaufen.

    Du solltest dich aber gut informieren, denn jedes Gemüse braucht ganz spezielle Bedingungen für den Start ins Leben: kalt, warm, dunkel, hell – das muss genau passen, sonst wird es leider nichts und die kleinen Pflänzchen gehen ein. Das passiert aber auch richtig erfahrenen Gärtner*innen ab und zu. ;)

    Deshalb kann es im ersten Jahr praktischer sein, die fertigen Jungpflanzen in einer Gärtnerei zu kaufen. Da bekommst du gesunde Pflanzen, die startklar für deinen Gemüseanbau sind. Nur bei den Sorten hast du hier oft ein bisschen weniger Auswahl und musst dich mit dem begnügen, was angeboten wird.

    Ein paar Gemüse wollen allerdings immer direkt ins Beet gesät werden. Das sind viele der Wurzelgemüse, die zu Beginn so zart und empfindlich sind, dass sie es gar nicht mögen, umgetopft zu werden. Also: Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzel, Radieschen und Rettich kommen immer als Samen ins Beet.

    Gemüseanbau Direktsaat

    Wenn du Saatgut kaufst, kannst du damit übrigens kleine, ökologisch arbeitende Betriebe super unterstützen! Die leisten nämlich einen großartigen Beitrag dazu, alte Sorten zu erhalten. Sie verkaufen dir meistens auch sogenanntes samenfestes Saatgut, von dem du dann später selber Samen gewinnen kannst! Das geht mit herkömmlichen Hybridsorten nämlich nicht. Wenn du mehr über Saatgut lernen möchtest, schau doch mal hier vorbei.

    Schritt 7: Ich habe nicht genug Platz für den Gemüseanbau – was nun?

    Damit bist du nicht allein. Aber auch aus einem kleinen Garten kannst du richtig viel herausholen! Es gibt ein paar Tipps und Tricks, die dir dabei helfen können, deinen Gemüseanbau besonders produktiv zu gestalten. In einer dicken Schicht Kompost fühlen sich deine Pflanzen schon mal so richtig wohl und werfen damit pro Fläche einen großen Ertrag ab. Verwöhn sie da ruhig!

    Und nutze den Platz clever aus! Dazu kannst du Rankhilfen integrieren und statt Buschbohnen lieber Stangenbohnen anbauen. Auch Tomaten, Gurken und Zuckererbsen wollen in die Höhe und lassen dir am Boden Platz für Kräuter und andere niedrig wachsende Gemüse.
     
    Hier findest du Inspirationen für 7 wunderschöne Rankhilfen, die du selber bauen kannst!

    Bei der optimalen Nutzung deiner Beete kommt dir dein Anbauplan zur Hilfe. Er zeigt dir, wann und wo Lücken entstehen, die du dann mit jungen Pflanzen füllen kannst. Und wenn du gestaffelt aussäst, hast du auch immer Pflanzen in verschiedenen Altersstadien auf den Beeten – und damit ständig eine bunte Palette an erntereifem Gemüse!
     
    Vielleicht schüttelst du gerade den Kopf, weil dir das alles viel zu intensiv vorkommt? Dann sollten wir über den dritten Mythos reden!

    Mythos #3: Der Boden braucht ab und zu Pause, um sich vom Bewuchs zu erholen. Zu häufiges Bepflanzen laugt ihn aus. Stimmt das?

    Dieser Mythos ist richtig irreführend. Denn genau das Gegenteil ist richtig! Ein brach liegender Boden ist Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt, was dazu führt, dass Erdpartikel wegwehen und Nährstoffe ausgewaschen werden. Außerdem recyceln die Mikroorganismen in einem bewachsenen Boden ständig Nährstoffe aus abgestorbenen Pflanzenteilen.

    Für sie bedeutet ein blanker Boden: Fastenzeit. Denn sie leben von den abgestorbenen Pflanzenwurzeln und Blättern, die die Pflanze abwirft. Wenn dein Boden zu lange unbewachsen ist, leiden die Tiere und Kleinstorganismen sehr darunter. Und eigentlich wollen wir diese tollen Helferlein doch fördern!

    Wenn du dein Bodenleben besonders hegen und pflegen und verwöhnen möchtest, dann schau doch mal bei diesem Artikel vorbei:

    So förderst du dein Bodenleben im Biogarten!

    Schritt 8: Gemüse vor gefräßigen Gartenbewohnern schützen

    Deine Gemüsepflanzen verschwinden über Nacht oder haben verdächtige Löcher in den Blättern? Das kenne ich leider nur zu gut! Gerade im Biogarten gibt es etliche Tierchen, die mindestens so sehr an unseren Gemüsepflanzen interessiert sind wie wir selbst.

    Aber das gehört halt auch dazu – wir sind eben nicht alleine im Garten. Du kannst trotzdem einiges tun, um die Schädlinge in Schach zu halten.

    Auch hier kommt der Anbauplan wieder ins Spiel. Denn wenn du die Anbaupausen einhältst, kannst du schon einige Schädlinge, die im Boden lauern, vermeiden. Auch die richtigen Mischkulturpartner können sich gegenseitig die Plagegeister vom Leib halten. Möhren und Zwiebeln arbeiten da zum Beispiel richtig gut zusammen!

    Aber nicht alle Gartenbewohner haben es auf dein Gemüse abgesehen. Viele helfen dir sogar dabei, es zu beschützen. Gestalte deinen Garten am besten so, dass sich nützliche Tiere wohl fühlen. Das schaffst du durch „wilde Ecken“ und Insektenhotels. Wenn du eine Mauer um deinen Garten hast, dann sorge für Schlupflöcher, damit Igel und Co bei dir einziehen können. :)

    Ein paar Gemüse sind besonders gefährdet: Dazu gehören die meisten Kohlpflanzen und der Lauch. Aber auch Zwiebeln und Karotten profitieren von einem schützenden Netz , wenn der Befallsdruck bei dir sehr hoch ist. Und ein paar Plagegeister wie Schnecken und Raupen musst du wahrscheinlich von Hand absammeln. Dafür wirst du dann mit richtig leckerem Gemüse belohnt!

    Schritt 9: Wichtige Aufgaben im Gemüseanbau

    Wenn du das ganze Jahr über frisches Gemüse ernten möchtest, dann solltest du auch regelmäßig aussäen. Die Anzucht ist also etwas, das fast nie abgeschlossen ist, sondern dich immer auf Trab hält. ;)

    Die Kompostbeete werden weniger deiner Zeit in Anspruch nehmen als herkömmliche Beete. Zusätzlich zu Mulchen ist eine tolle Sache, weil es dir sowohl beim Gießen als auch beim Jäten ganz viel Arbeit erspart. Denn eine dicke Mulchschicht schützt dein Beet vor Verdunstung und lässt kaum einen Unkrautkeimling durch!

    Aber auch in Kompost wächst das Gemüse natürlich nicht ganz allein. Du solltest darauf achten, dass deine Pflanzen genug Wasser haben, vor Schädlingen geschützt sind und die hungrigen Starkzehrer mit genug Nährstoffen versorgt sind. Denn zufriedene Pflanzen produzieren das leckerste Gemüse. Und das sollst du natürlich ernten und dir so richtig schmecken lassen! :)

    Und jetzt heißt es: Raus mit dir in den Garten und freue dich auf den Beginn deines Gemüseanbau-Abenteuers!

    Oh, und wenn du davon überrascht bist, wie viel Gemüse deine Pflanzen schon im ersten Jahr abwerfen, dann mach es doch einfach haltbar! Wenn du wissen möchtest, wie das ganz einfach geht, kannst du hier weiterlesen:

     6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst.

    Du hast noch nicht genug und möchtest noch ein bisschen weiter auf dem Blog stöbern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

    Gemüsegarten für Anfänger: 9 Gemüse, die jeder hinkriegt!

    10 Tipps für einen pflegeleichten Garten.

    Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt Anleitung

    Naaa, welche Gemüse sollen denn bei dir einziehen? Hast du noch mehr Tipps rund um das Thema Gemüseanbau? Ich freue mich auf deinen Kommentar! :)

    Gurken_Vorziehen_Jungpflanzen

    Kräftige Gurken vorziehen in 10 Schritten

    Gurken gehören zum Sommer einfach dazu! Wie wäre es mit kleinen Snackgurken für das nächste Picknick im Grünen? Oder den großen Salatgurken, die völlig ohne Stacheln auskommen und eine wunderbar glatte Schale haben?

    Gurken vorziehen ist gar nicht schwer, also schnapp dir deine Saatguttütchen (oder stöbre davor noch ein bisschen im Saatgutkatalog) und los geht’s! :)

    Gurken vorzeihen_ Pin
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    #1 Die besten Gurken-Sorten vorziehen

    Gurken aus dem eigenen Garten sind oft etwas kleiner und haben eine rauere Haut als die Gewächshausware aus dem Supermarkt, dafür schmecken sie aber umso besser!
     
    Und für einige meiner liebsten Gurkensorten ist nicht einmal ein Gewächshaus nötig:

    Gurken vorziehen fürs Freiland 

    Meine Tipps fürs Freiland sind:

    • Die Landgurke „Tanja“,
    • die Feldgurke „Marketmore76“
    • und die Einlegegurke „Vorgebirgstrauben“.

    Alle drei Sorten sind robust, ertragreich und wachsen zuverlässig im Freiland.

    Gurken vorziehen_Einlegegurke

    Gurken vorziehen fürs Gewächshaus

    Im Gewächshaus ist „Helena“ meine beste Gurken-Freundin. ;) Helena ist eine Sorte mit rein weiblichen Blüten. Das macht sie sehr ertragreich und sie kommt mit ihrer recht zarten Haut den Supermarktgurken am nächsten.

    Women only – männliche Pollen müssen draußen bleiben

    Gurkensorten mit nur weiblichen Blüten nennt man auch parthenokarp. Das bedeutet, dass sie keine männlichen Pollen für die Befruchtung brauchen und kernlos sind.

    Wenn ihr euch für eine Gurke wie „Helena“ entscheidet, solltet ihr keine Gurkensorten mit männlichen Blüten in eurem Gewächshaus anbauen und am besten auch nicht nebenan. Sonst kommen die Bienchen vorbei gesummt und tragen womöglich noch männliche Pollen herein.

    Und das wollen wir ja nicht: Ausnahmsweise sollen die Männer nämlich mal draußen bleiben, die schmälern hier nur den Ertrag. ;)

    Gurken vorziehen_Schlangengurken

    #2 Wie viele Gurken soll ich denn vorziehen?

    Für eine Gurken-Selbstversorgung solltest du zwei bis vier Pflanzen pro Person anbauen. Wenn du Einlegegurken wie die Vorgebirgstraube anbaust, hast du auch nach dem Sommer noch etwas davon und kannst deine eigenen sauren Gurken einkochen oder fermentieren. Dafür kannst du natürlich noch ein paar Exemplare mehr einplanen. ;)

    Ein super leckeres Rezept, um Gurken für den Winter haltbar zu machen, findest du hier: Salzgurken einlegen in 3 Schritten – das beste saure-Gurken-Rezept.

    Nach all der Theorie widmen wir uns aber nun dem praktischen Teil. Also mach dich für die nächsten Schritte bereit, um richtig tolle Gurken vorzuziehen. ;)

    Falls du übrigens lieber Videos schaust, statt Texte zu lesen, kannst du dir hier die YouTube-Version des Artikels anschauen:

    #3 Was du zum Gurken vorziehen brauchst!

    Du brauchst Töpfchen, am besten 10cm x 10cm groß, reifen Kompost oder Anzuchterde, deine Gurkensamen und eine kleine Gießkanne mit weicher Brause.

    „Aber Marie, ich kann doch nicht direkt in den Kompost reinsäen?!“ Doch, das kannst du! Ich mache das seit Jahren so und habe damit unglaublich gute Erfahrungen gemacht. Wenn der Kompost richtig reif ist und feingesiebt, werden sich deine Samen darin pudelwohl fühlen. Versprochen! ;)

    #4 „Nimm 2“- immer zwei Gurkensamen pro Topf

    In deine mit Kompost oder Anzuchterde gefüllten Töpfchen drückst du nun ein ungefähr 2cm tiefes Loch und legst zwei Samen hinein. Warum zwei fragst du dich? Leider wird nicht aus jedem Samenkorn eine stattliche Gurkenpflanze. Deswegen ist es praktisch, wenn du pro Topf gleich zwei Samen säst und später die stärkere von beiden behältst, falls beide aufgehen. Ich weiß, es ist super schwer und tut weh, die kleinen Pflänzchen heraus zu reißen, aber wenn du nur einen Samen pro Topf verwendest, geht eventuell keine Pflanze auf.

    Die Samen bedeckst du nun gut mit Erde, drückst sie etwas an und gießt sie nun mit einer weichen Brause gut an.

    #5 „Fass mich nicht an“ – Gurken bitte nicht pikieren

    Anders als zum Beispiel Tomaten oder Kohl, haben die Gurken die Eigenheit, dass sie es gar nicht mögen, wenn sie nochmal aus ihren Töpfchen herausgeholt werden. Gurken möchten nicht pikiert werden, deshalb kommen sie sofort in ihre „Endtöpfchen“, in denen sie dann bis zum Auspflanzen bleiben dürfen. Das ist auch der Grund, warum die Töpfchen für die Gurken-Anzucht mit ihren 10×10 cm relativ groß sein sollten.

    #6 „Manche mögens heiß“- Die richtige Temperatur zum Gurken vorziehen

    Zum Keimen brauchen deine Gurken um die 25°C. Ich stelle meine Töpfe daher meistens in die Nähe der Heizung. Aber auch Heizmatten können helfen, dass deine Gurkensamen es schön muckelig warm haben und möglichst schnell ihre Köpfchen aus der Erde recken.

    Wenn die kleinen Pflänzchen aus der Erde herausschauen, möchten sie Photosynthese betreiben und dafür brauchen sie Licht. Und zwar viel, am besten 16 Stunden täglich und nur die besten Wellenlängen. ;)

    Da es Anfang April noch schwierig ist, einen so langen Zeitraum Sonnenlicht an der Fensterbank abzupassen, kommen die Gurken bei uns unter LED-Anzuchtlampen in einen etwas kühleren Raum. Nach der Keimung tut es den Jungpflanzen nämlich gut, etwas kühler zu stehen. Temperaturen zwischen 16 und 19°C sind ideal.

    Wenn du mehr noch mehr allgemeine Tipps über die Jungpflanzenanzucht abgreifen möchtest, schau doch mal bei diesem Artikel vorbei: Jungpflanzen im Haus vorziehen

    #7 Deine Gurken haben Hunger

    Sobald deine Pflänzchen zwei, drei Wochen alt sind, ist die Zeit für die erste Düngergabe gekommen. Du kannst deine Gurken-Jungpflanzen am besten über das Gießwasser düngen. Ich verwende dafür biologischen Flüssigdünger, den ich doppelt so stark verdünne, wie es auf der Packung angegeben ist.

    So viel Dünger brauchen deine jungen Gurkenpflänzchen nämlich am Anfang noch gar nicht. Aber ein kleiner Stickstoffschub ist wichtig, damit sie kräftig und vital bleiben.

    Freiland Gurken vorziehen

    #8 Nicht verwöhnen: Mein Top-Tipp für selbstständige Gurkenpflanzen

    Zuerst noch ein genereller Tipp: Jungpflanzen solltest du nicht von oben in den Topf hineingießen. Es ist viel besser, immer in die Unterlage zu gießen, in der deine Töpfchen stehen. Das Wasser kann sich so hoch in den Topf saugen und deine Pflänzchen nehmen sich so viel Wasser, wie sie brauchen. Das ist die einfachste und beste Art, um Jungpflanzen zu gießen, und du kannst sie gleichzeitig auch ganz einfach über das Gießwasser düngen. :)

    Aber aufgepasst: Verwöhn deine Pflänzchen nicht zu sehr! Du solltest ihnen auch mal eine kurze Durststrecke einräumen, in der die Erde etwas trockener wird. So lernen sie, dass sie gut ausgeprägte Wurzeln brauchen und sie auch mal allein klarkommen müssen. ;)

    #9 Der richtige Zeitpunkt zum Gurken vorziehen

    Gurken kannst du ab Anfang April im Haus vorziehen. Ich empfehle dir aber auch hier eine gestaffelte Aussaat: Wir säen unsere Gurken von April bis Mitte Juni aus und haben so die ganze Saison über Gurken in unterschiedlichen Altersstadien.

    Das ist praktisch, da die jüngeren Pflanzen den (echten und falschen) Mehltau, der sich nie gänzlich vermeiden lässt, viel besser wegstecken als die älteren Pflanzen.

    Dein Gemüse-Aussaatkalender

    Hast du immer alle Aussaattermine im Kopf? Nein? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Deswegen lade dir doch einfach den kostenlosen Aussaatkalender herunter! Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst.

    Einfach runterladen und lossäen. Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur die Aussaattermine für die Voranzucht, er zeigt dir auch, wann du welche Samen direkt ins Freiland aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!

    Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

    Trag dich ein für den kostenlosen Aussaatkalender:

    Hol dir deinen Aussaatkalender!

      ​Mit dem Absenden bestätigst du die Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Tipps und Angebote zum Thema Selbstversorgung zu schicken.

      #10 Nur die Harten kommen in den Garten

      Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, dürfen deine vorgezogenen Gurken in den Garten umziehen. Und ab jetzt kannst du die Gurkensamen auch direkt ins Beet aussäen.

      Deine Gewächshausgurken dürfen sogar bereits Ende April aus- beziehungsweise umziehen. ;)

      Es ist aber ganz wichtig, dass du deine Jungpflanzen vorher abhärtest und sie so nach und nach an das raue Leben in der Freiheit gewöhnst. Sonst bekommen die Kleinen einen Schock, wenn ihnen plötzlich die Sonne auf die Blätter scheint oder ihre Stängel im Rhythmus des Windes tanzen. :)

      Erntekörbchen_Gurke_vorziehen

      Viel Spaß beim Gurken vorziehen! Wenn du weiterlesen möchtest, habe ich dir noch weitere Artikel verlinkt, die dir bestimmt auch gefallen:

      Gurken richtig ausgeizen: Alles was du wissen musst! 

      Tomaten anbauen: Die 7 wichtigsten Tipps für eine große Ernte

      Gurken pflanzen, anbauen und ernten: die komplette Anleitung

      Welche Gurken-Sorten möchtest du dieses Jahr anbauen? Hast du noch mehr Tipps zum Thema Gurken vorziehen? Ich freue mich immer, über neue Tipps in den Kommentaren. :)

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      Erdflöhe auf Blatt

      Erdflöhe natürlich bekämpfen: 5 wirksame Methoden

      Hast du dich auch schon mal gefragt, wer in deinen Beeten rumwütet und unzählige winzige „Einschusslöcher“ in den Blättern von Rucola und Co hinterlässt? Die Übeltäter sind Erdflöhe, die dein unschuldiges Gemüse mit ihren Kauwerkzeugen durchlöchern!

      In diesem Artikel verrate ich dir fünf wirksame Methoden, mit denen du Erdflöhe bekämpfen und dein Gemüse erfolgreich in Schutz nehmen kannst.

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      Was sind Erdflöhe und wie sehen die eigentlich aus?

      Floh oder Käfer – das ist hier die Frage! Erdflöhe sind nämlich gar keine Flöhe, sondern winzige Käfer, die nur zwei bis vier Millimeter groß werden. Mit ihren kräftigen Hinterbeinen springen sie wie Flöhe vom Boden auf und von einem leckeren Blatt zum nächsten leckeren Blatt – daher haben sie ihren Namen. Ihr ovales Rückenschild ist meistens blaumetallisch, es kann aber auch rötlich oder bräunlich gefärbt sein.

      Auch wenn sie kleine Schönheiten sind, im Beet wollen wir sie nicht unbedingt haben! Da sollen deine Gemüse die Topmodels sein und nicht die Schädlinge, die sich darüber hermachen!

      Du hast auch den Kohlweißling in deinen Beeten entdeckt? In meinem Artikel „3 Wege, den Kohlweißling schmetterlingsfreundlich zu bekämpfen“ zeige ich dir, was du dann tun musst! 

      Die schonungslose Homestory: Wie Erdflöhe leben und welches Schadbild sie verursachen

      Im Frühjahr legen die Erdfloh-Weibchen ihre Eier entweder im Boden, an den Wurzeln deiner Gemüse oder an den Blättern ab. Daraus schlüpfen weiße Larven, die sich ungefähr drei Wochen lang an den Wurzeln deiner Pflanzen gütlich tun, dort aber keinen größeren Schaden anrichten.

      Erdflohlarve

      Dann verpuppen sich die Larven. Von Juni bis August schlüpfen Käferbabys mit mächtigem Hunger und fallen unverzüglich über deine Kreuzblütler, Nachtschattengewächse und Korbblütler her. Sie fressen besonders gerne an zarten neuen Blättern und hinterlassen dort unzählige kleine Löcher oder den typischen Fensterfraß, bei dem sie die Blattoberfläche abschaben und nur ein dünnes Häutchen stehen bleibt.

      Ältere Pflanzen überstehen das problemlos, sie verlieren nur die Chance auf den Titel „Schönstes Gemüse im Beet“. Deinen zarten Jungpflanzen kann diese rücksichtslose Fressorgie aber so zusetzen, dass sie kläglich verkümmern.

      Wenn es dann im Herbst kalt und karg wird im Beete-Schlaraffenland, überwintern die Erdflöhe gemütlich im Boden oder unter Pflanzenresten. Im neuen Jahr geht das Spiel dann von vorne los. 

      Schluss mit dem (Erd-)Flohzirkus! Fünf Mittel, um Erdflöhe zu bekämpfen

      Du möchtest nicht ohnmächtig zusehen, wie die Erdflöhe über deine Gemüse herfallen?

      Das musst du auch nicht! Ich zeige dir, wie du die kleinen Plagegeister schnell aus deinen Beeten vertreiben kannst.

      #1 Nicht mit Reizen geizen – Nützlinge in den Garten locken

      Für Igel sind Erdflöhe ein gefundenes Fressen! Wenn du ihnen attraktive Unterkünfte wie aufgetürmte Laubhaufen, Totholzstapel oder Igelhäuser anbietest, wird sich das bald in der Igel-Community herumsprechen. Dein Garten gilt dann als begehrte Wohnlage! Die stacheligen Genossen fackeln nicht lang und machen kurzen Prozess mit den delikaten Erdflöhen.

      Schlupfwespen sind ebenfalls sehr an einer leckeren Erdfloh-Mahlzeit interessiert. Du kannst ihnen mit einem Insektenhotel eine Luxusunterbringung anbieten oder in deinem Garten eine Ecke mit Grasbüscheln, Moos oder Baumstümpfen ausstatten.

      Laufkäfer sind nachtaktive Räuber und haben den Erdfloh und andere Insekten bevorzugt auf ihrem Speiseplan. Tagsüber erholen sie sich von ihrem Beutezug unter Holz, Steinen und Moos, das du in deinem Garten für sie bereithältst. Oder du füllst einen Tontopf mit Stroh und stellst ihn kopfüber auf. Dahin ziehen sich die Laufkäfer auch gerne zurück, um für die kommende Jagd neue Kräfte zu sammeln.

      Laufkäfer

      #2 Komm unter meine Decke – Gemüse mit einem Kulturschutznetz abdecken

      Damit die Erdflohweibchen an deinen Gemüsen für ihre Eier erst gar keinen idealen Ablageort vorfinden, deckst du deine Pflanzen mit einem Kulturschutznetz ab. Die Maschenweite darf dabei nicht größer sein als 0,8 x 0,8 mm und du solltest sorgfältig kontrollieren, ob das Netz auch wirklich überall auf dem Boden aufliegt und keinen Eingang für die winzigen Käfer lässt. 

      Trotzdem kontrollierst du am besten wöchentlich, ob es nicht doch ein paar besonders vorwitzige Erdflöhe unter dein Netz geschafft haben und sich dort in aller Seelenruhe eine schöne Kinderstube für die Erdflohnachkommen einrichten. Dann solltest du die Erdflöhe noch mit einer anderen Methode bekämpfen.

      Auch für Kohlpflanzen wie Rotkohl, Blumenkohl und Kohlrabi ist ein Kulturschutznetz übrigens super wichtig!

      Mini-Tunnel_Schutznetz gegen Erdflöhe

      #3 Immer mit der (Un-)Ruhe – Regelmäßig gießen und lockern

      Erdflöhe sind Zeitgenossen, die es gern ruhig und trocken haben. Wenn du deine Beete regelmäßig lockerst und deine Gemüse schön feucht hältst, bringt das immer wieder Unruhe und Aufregung in das beschauliche Erdfloh-Dasein. Deine ungeliebten Beetgäste werden sich dann schnell einen anderen komfortableren und ungestörten Aufenthaltsort suchen.

      Auch mit Mischkultur hältst du Schädlinge auf natürliche Weise von deinem Gemüse fern!

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      Hast du keine Lust mehr, für jedes Gemüse das Samentütchen rauszukramen, um auch ja nicht den richtigen Aussaatzeitpunkt zu verpassen? Dann hol dir den kostenlosen Aussaatkalender für 2021!

      Hier findest du die besten Aussaat- und Pflanzzeitpunkte für deine Gemüse, damit du dich lückenlos das ganze Jahr über mit frischem und super leckerem Gemüse aus deinem Garten versorgen kannst. Ich habe dir für jeden Monat das perfekte Aussaatfenster für die Anzucht im Haus und die Direktsaat im Freiland notiert. Natürlich findest du im Kalender auch die passenden Pflanzzeitpunkte für deine Zöglinge.

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        #4 Gruß aus der Küche – Mehlieren erwünscht

        Nicht nur dein Schnitzel, auch dein Gemüse profitiert vom Mehlieren! Bei einem akuten Erdfloh-Überfall bestäubst du die Gemüseblätter mit Gesteinsmehl, Roggenmehl oder Algenkalk. Das hält die frechen Erdflöhe davon ab, sich genüsslich über die Blätter herzumachen. 

        Regen arbeitet allerdings gegen dich und spült alles wieder ab, deshalb musst du die „Bestäubungsaktion“ nach einem Regenschauer wiederholen.

        #5 Das stinkt ihnen – Erdflöhe durch Gerüche vertreiben

        Wenn du Zwiebeln oder Knoblauch als Soforthilfemaßnahme aufschneidest und zwischen deine Gemüse legst, fühlt sich die feine Erdfloh-Nase von dem strengen Geruch belästigt. Die kleinen Käfer suchen dann schnell das Weite und verlassen deine Beete.

        Du kannst Erdflöhe auch mit einem Tee aus Wermut oder Rainfarn bekämpfen, den du abgekühlt auf deine Beete gießt. Verdünnte Pflanzenjauchen haben denselben Effekt. Um das Prinzip Abschreckung aufrechtzuerhalten, musst du das nach jedem kräftigen Regenguss wiederholen.

        Du siehst: Mit ganz wenigen einfachen Maßnahmen kannst du deine Gemüse gut vor den gefräßigen Erdflöhen beschützen und noch ein kleiner Tipp: Im Herbst und Winter sind die Erdflöhe nicht aktiv, sodass der Winter-Rucola auf jeden Fall eine Chance hat auf den Titel „das schönste (Winter-)Gemüse im Garten“. ;)

        Andere Schädlinge wollen deinem Gemüse auch an den Kragen? Hier kommt Hilfe:

        Drahtwurm bekämpfen ganz ohne Chemie – der komplette Guide! 

        Die 4 wirksamsten Tipps gegen Blattläuse – ohne Chemiekeule!

        Weiße Fliege natürlich bekämpfen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

        Welche Tipps und Tricks hast du auf Lager, um Erdflöhe zu bekämpfen? Lass mir gerne einen Kommentar da!

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        Hochbeet bauen für Dummies: Bauanleitung in 5 Schritten

        Planst du noch oder baust du schon? Ein eigenes Hochbeet zu bauen ist viel einfacher, als du vielleicht denkst: Alles, was du brauchst, ist eine gute Anleitung, Material, Werkzeug und eine Portion Motivation – und schwupps, schon steht im Handumdrehen ein echter Blickfang in deinem Garten, in dem du super leckere Gemüse anbauen kannst.

        Und wer braucht schon Rasen, wenn man stattdessen (noch mehr) Tomaten oder Erdbeeren haben kann. ;) Also zück deinen Zollstock und lass uns ein Hochbeet bauen. Los geht’s!

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        Hochbeet bauen: Die Materialliste

        Das Beet, das wir heute gemeinsam bauen, wird am Ende 1,20m x 3m groß sein – da passt also ordentlich Gemüse rein. Es ist außerdem eher niedriger, sodass es schneller gebaut ist und nicht so viel kostet.

        Ich habe mich dafür entschieden, unser Hochbeet aus Holz zu bauen. Das sieht nicht nur sehr hübsch aus, sondern ist auch günstig und einfach zu bekommen. Wenn du die Wahl hast, dann empfehle ich dir zum Hochbeet-Bauen Lärchen- oder Douglasienholz. Wir haben aber Corona-bedingt nur Fichtenholz bekommen – das ist auch in Ordnung, hält aber nicht so lange wie die anderen beiden Nadelbäume.

        Kleiner Tipp: Um das Beet trotzdem ein bisschen langlebiger zu machen, kannst du die Bretter am Ende einfach mit einem natürlichen Holzschutzöl, zum Beispiel Leinöl, einpinseln. :)

        An Holz brauchst du für das Beet:

        • 3 breite Baubohlen (3m lang, 28cm breit, 5cm stark)
        • 3 schmale Baubohlen (3m lang, 13cm breit, 2cm stark)
        • 1 Kantholz (3m lang, 6cm breit, 6cm tief)

        Und damit aus den Brettern am Ende auch ein schönes Kasten-Hochbeet wird, müssen natürlich auch noch ein paar Werkzeuge und Schrauben her. Hier eine kurze Übersicht:

        • Schrauben (80mm und 50mm)
        • Akkuschrauber und Bohrer
        • Bei Bedarf: Draht als Wühlmausschutz (1,20 mal 3 m = 3,6m2) & ein Tacker
        • Stichsäge, Kreissäge o.ä., wenn du die Bretter selber zusägen möchtest
        • Zollstock oder Maßband, Stift
        • (natürliches Holzschutzöl z.B. Leinöl)

        Übrigens: Wenn du lieber ein höheres Hochbeet bauen möchtest, schau mal hier vorbei, dazu habe ich nämlich auch schon eine Anleitung geschrieben.

        hochbeet-bauen-materiall

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        Hier findest du die besten Aussaat- und Pflanzzeitpunkte für deine Gemüse, damit du dich lückenlos das ganze Jahr über mit frischem und super leckerem Gemüse aus deinem Garten versorgen kannst. Ich habe dir für jeden Monat das perfekte Aussaatfenster für die Anzucht im Haus und die Direktsaat im Freiland notiert. Natürlich findest du im Kalender auch die passenden Pflanzzeitpunkte für deine Zöglinge.

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          Schritt 1 beim Hochbeet-Bauen: Bretter zusägen

          Hast du alle Materialien zum Hochbeet-Bauen beisammen? Dann kannst du auch schon mit dem ersten Schritt loslegen: nämlich die Bretter zuzusägen. Diese Vorarbeit ist wahrscheinlich die arbeitsintensivste Aufgabe, also wenn du dir etwas Arbeit sparen willst, frag unbedingt im Baumarkt nach, ob sie diesen Arbeitsschritt für dich erledigen.

          Die Bretter und das Kantholz sollen zu folgenden Maßen zurechtgeschnitten werden:

          2 x Bretter für die Wand (lange Seite): 3m lang, 28 cm breit, 5 cm stark

          zugeschnittenes Holz
          zugeschnittenes Holz2

          2 x Bretter für die Wand (kurze Seite): 1,20 m lang, 28 cm breit, 5 cm stark

          zugeschnittenes holz 3

          2 x Bretter für die Ablage (lange Seite): 3 m lang, 13 cm breit, ca. 2 cm stark

          holzzuschnitt 4
          zugeschnittenes Holz 5

          2 x Bretter für die Ablage (kurze Seite): 1,04 m lang, 13 cm breit, ca. 2 cm stark

          zugeschnittenes Holz

          4 x Kanthölzer für die Ecken: 28 cm lang, 6 cm breit, 6 cm tief

          10 x Kanthölzer als Stütze der Ablage: 18 cm lang, 6 cm breit, 6 cm tief

          Zugeschnittenes Kantholz

          Hast du alle Holzstücke für dein Hochbeet in den richtigen Maßen bereitliegen? Super, dann geht es auch schon ans Zusammenschrauben!

          Schritt 2 beim Hochbeet-Bauen: Das Grundgerüst

          Wir beginnen direkt mit dem Grundgerüst deines Hochbeets. Das sollte schön solide sein, damit es nicht nach kurzer Zeit wackelt oder zusammenkracht, sobald man sich mal auf die Beetkante setzt. ;)

          Dafür nimmst du dir jetzt deine vier 28 cm breiten Holzstücke. Die 3m Stücke sind für die lange Seite und die 1,20m Stücke bilden die Stirnseiten deines Beets. Und damit du alle vier Bretter zusammenbringen kannst, brauchst du noch deine vier 28 cm langen Kanthölzer.

          Die Kanthölzer sind die Eckpfeiler deines Kasten-Hochbeets und werden jeweils an den Enden der 1,20m langen Bretter angeschraubt. Ich habe für jedes Kantholz zwei 80 mm Schrauben verwendet.

          Kleiner Tipp: Ich würde dir empfehlen, die Löcher vorzubohren. Dieser kleine Extra-Schritt dauert gar nicht lange und verhindert böse Überraschungen beim Schrauben. Eingerissenes Holz ist nämlich nicht nur optisch kein Hingucker mehr, sondern macht das Brett auch instabiler. Also schnapp dir am besten kurz einen Bleistift, markiere damit deine Löcher und bohre kurz vor.

          Falls du übrigens lieber Videos schaust, statt Texte zu lesen, kannst du dir hier die YouTube-Version des Artikels anschauen:

          Hast du die Kanthölzer festgeschraubt? Dann kannst du jetzt die langen Seiten von außen an die Kanthölzer schrauben. Dazu habe ich jeweils drei Schrauben verwendet. Wenn du alles richtig gemacht hast, sollte die Kanthölzer jetzt als Eckpfeiler immer zwischen einem kurzen und einem langen Brett sitzen und für die nötige Stabilität sorgen.

          Schritt 3 beim Hochbeet-Bauen: Die Hochbeet-Luxusvariente

          Jetzt kommen die 13 cm breiten Latten ins Spiel. Die werden jetzt von oben auf die Bohlen draufgeschraubt. Das sorgt nicht nur für zusätzliche Stabilität, sondern dient gleich auch als zusätzliche Ablagefläche. So kannst du beim Säen auch mal dein Saatguttütchen ablegen oder andere kleine Gartengeräte deponieren.

          Von den vier Latten kommen die kurzen Bretter auf die Stirnseiten und die langen Bretter auf die Längsseiten. Jetzt kannst du dir deine 50 mm-Schrauben holen und die Latten alle 40 – 50 cm mit einer Schraube befestigen. (Auch hier wieder das Vorbohren nicht vergessen ;))

          Schritt 4 beim Hochbeet-Bauen: Der Endspurt

          Dein Beet macht jetzt schon eine richtig gute Figur und ist auch schon fast fertig – es fehlen nur noch die kurzen 10 cm-Kanthölzer. Die kannst du unter den Latten festschrauben, um deinem Bett noch ein bisschen mehr Stabilität zu geben. Dann kannst du auch mit guten Gewissen eine volle Gießkanne auf deinem Beetrand abstellen, ohne dass dein Gemüsebeet unter der Last knarrt und ächzt.

          Von den Kanthölzern kommen jeweils drei Stück an die langen Seiten und jeweils zwei Stück an die kurzen Seiten. Zum Festschrauben nimmst du für die dicken Kanthölzer wieder die 80 mm-Schrauben. Ich habe für jedes Kantholz zwei Schrauben verwendet, die ich wieder in die vorgebohrten Löcher geschraubt habe.

          Hochbeet_bauen_kantholz_festschrauben

          Schritt 5 beim Hochbeet-Bauen: Wühlmäuse ade!

          Hast du ein Problem mit Wühlmäusen? Die kleinen Nager sehen zwar richtig putzig aus, sie sind aber längst nicht so unschuldig, wie sie es vorgeben. Wühlmäuse können ein ordentliches Chaos in deinem Gemüsebeet hinterlassen, deswegen kannst du Kaninchendraht an der Unterseite des Hochbeets befestigen.

          Dafür drehst du deinen Beetkasten einfach einmal um und tackerst in kleinen Abständen den Draht an den Holzbohlen fest. Das ist zwar kein Rundumschutz gegen die frechen Räuber, die können nämlich auch richtig gut klettern und bekommen erst ab 40 cm Beethöhe Schwierigkeiten. Trotzdem machst du ihnen das Leben dadurch auf jeden Fall ein bisschen schwerer. Falls du stark von Wühlmäusen geplagt bist, kannst du dir auch in diesem Artikel weitere Tipps holen: Das hilft wirklich gegen Wühlmäuse

          Hochbeet bauen: Auf die richtige Füllung kommt´s an

          Et volià: Du hast es geschafft, das Beet steht und wartet jetzt nur noch darauf von dir befüllt und bepflanzt zu werden!

          Ich werde mein Beet jetzt gleich zuerst mit Gartenabfällen wie Ästen und Laub befüllen und es dann mit Kompost auffüllen.

          Für den Kompost kann ich dir empfehlen, mal bei einem Kompostwerk bei dir in der Nähe vorbeizuschauen. Das ist nicht nur viel günstiger als der abgepackte Kompost aus dem Baumarkt, sondern spart auch eine Menge an Plastikverpackung.

          Jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Bauen! Und wenn du dich fragst wie es jetzt nach dem Bauen und Befüllen weitergeht, kannst du direkt hier ein bisschen weiterschmökern:

          Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

          Hochbeet clever bepflanzen – mit Beispiel-Jahresplan!

          Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

          Wenn du noch ein paar Bau-Tipps auf Lager hast oder sogar schon ein Hochbeet gebaut hast, dann berichte und deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren!

          Rhabarber-vortreiben

          Die 13 wichtigsten Gartenarbeiten im März

          Es ist März – das heißt, die Tage werden endlich wieder länger, die Sonne verwöhnt uns wieder öfter und es kribbelt einem schon ordentlich in den Fingern. Bereits jetzt im März kannst du draußen schon richtige viele wichtige Gartenarbeiten erledigen und so eine tolle neue Gartensaison einläuten.

          Also raus aus dem Winterschlaf, rein in die Gummistiefel und ab geht´s in den Garten!

          Gartenarbeit_im_maerz_Pin

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          #1: Auf die Zehen, fertig, los: Knoblauch stecken!

          Wenn du im Herbst noch keinen Knoblauch gesteckt hast, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, das nachzuholen. Die Knollen werden jetzt zwar nicht mehr so dick wie die im Herbst gepflanzten, dafür kannst du sie schon in ein paar Monaten ernten und musst dich nicht allzu lange gedulden!

          Unser Knoblauch ist schon seit Oktober in der Erde, wir haben aber anscheinend letztes Jahr bei der Ernte ein paar Knollen vergessen. An diesen Stellen treiben jetzt munter die kleinen Knoblauch-Pflänzchen aus. Falls dir das auch passiert ist, kannst du diese jetzt super vereinzeln und neu einpflanzen. Such dir zum Pflanzen die dicksten Zehen raus und die kleineren Jungknoblauche kannst du dir als ersten kleinen Frühlingssnack aus dem Garten gönnen. :)

          Falls du dich mit Knoblauch stecken noch nicht so gut auskennst, findest du hier eine komplette Anbau-Anleitung: Knoblauch pflanzen, anbauen, ernten und lagern.

          Knoblauch_stecken

          #2: Bitte die volle Sonnendröhnung!

          Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von nackter Gartenerde, aber jetzt, wo die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf die Erde fallen, ist es am besten, wenn dein Gemüsebeet blankzieht. So erwärmt sich dein Beet am schnellsten und deine neu gesäten und gepflanzten Gemüse fühlen sich gleich pudelwohl.

          Reche also am besten den Mulch, der im Winter für eine tolle Wärmeisolation gesorgt hat, zur Seite: Ich ziehe ihn dafür einfach auf die Wege, bis er wieder zum Einsatz kommt.

          Gemüse, welches vom letzten Jahr noch deine Beete bewohnt und mit Mulch bedeckt ist, kannst du in Frieden lassen. Die Pflanzen freuen sich jetzt noch über etwas zusätzlichen Schutz – im März sind die Temperaturen in der Nacht meist ja noch sehr niedrig.

          Falls du übrigens lieber Videos schaust, statt Texte zu lesen, kannst du dir hier die YouTube-Version des Artikels anschauen:

          #3: Gartenarbeit im März: Hochbeete in Höchstform bringen

          Nach der letzten Gartensaison müssen deine Hochbeete wahrscheinlich erst mal wieder auf Vordermann gebracht werden. Es ist ziemlich erstaunlich, wie viel ein Hochbeet an Volumen über ein Jahr hinweg verliert. Nach dem Winter sind die Hochbeete schnell mal um 20 cm abgesackt.

          Deswegen ist jetzt im März ein toller Zeitpunkt, um ihnen ein bisschen neues Leben einzuhauchen. Fülle sie dafür einfach mit reifem Kompost wieder auf. Jetzt ist dein Hochbeet nicht nur wieder richtig flott, auch die neuen Hochbeetbewohner werden sich sehr über diese Gartenarbeit freuen, vor allem wenn du vor hast, hungrige Gemüse wie Paprika oder Auberginen anzupflanzen.

          Welche Gemüse ansonsten für einen Platz im Hochbeet Schlange stehen würden, kannst du hier nachlesen: Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

          #4: Frühbeetkasten: Wasser marsch!

          Im Frühbeetkasten strecken im März schon die ersten Pflänzchen die Köpfe aus der Erde. Die warme Erde unter dem schützenden Glas sorgt nämlich für einen echten Wachstums-Schnellstart! Bei mir sind zum Beispiel schon die ersten kleinen Spinat-Pflänzchen, Frühlingszwiebeln, Erbsentriebe und Mangold aufgegangen.

          Damit deine Sprösslinge ab jetzt richtig gut gedeihen, gehört zu deinen Gartenarbeiten, die Pflänzchen regelmäßig zu gießen. So toll ihr wärmender Brutkasten auch ist, unter der Haube kommt kein Tropfen Regenwasser bei ihnen an. Vergiss also nicht, nach deinen Schützlingen zu schauen.

          #5: Gartenarbeit im März: Eine wärmende Decke auslegen

          Auch wenn die Sonne schon echte Frühlingsgefühle auslöst, ist es im März nachts zum Teil immer noch richtig klirrend kalt. Große Pflanzen aus dem Vorjahr, wie die dicken Bohnen oder der Wirsing, können das ohne Probleme ab, aber deine neuen Pflänzchen freuen sich bei diesen Temperaturen noch über ein wenig Nestwärme.

          Meine frisch geschlüpften Spinatpflänzchen mummele ich zum Beispiel in ein schönes warmes Vlies ein. Aber Vorsicht: Mehr als zwei Lagen Vlies solltest du nicht über deine Pflanzen legen, sonst sitzen die Jungpflanzen ruck, zuck in der Dunkelkammer.

          Tatsächlich ist im Winter nämlich oft nicht die Kälte das größte Problem, sondern das fehlende Sonnenlicht. Durch zwei Lagen Vlies kommen jedoch noch genügend helle Strahlen hindurch und deine Schützlinge haben es trotzdem gemütlich warm und wachsen so in Windeseile zu erntereifen Pflanzen heran. :)

          Ich falte mein Vlies einfach einmal in der Mitte und befestige es mit ein paar Steinen am Rand. So fliegt es beim nächsten Windstoß nicht davon.

          #6: Verpass deinen Kartoffeln einen Wachstumsvorsprung

          Die Kartoffeln pflanzen wir erst im April und Mai, jetzt ist aber die perfekte Zeit, um deine Pflanzkartoffeln vorzukeimen. Dafür legst du deine Kartoffeln einfach an einem eher kühlen, hellen Ort aus, sodass sie kräftige dicke Keime bilden. So verpasst du deinen Pflanzen einen ordentlichen Wachstumsvorsprung, wenn sie später dann in die Erde wandern.

          Das bedeutet, dass deine Kartoffelpflanzen im Beet dann mehr Zeit haben, um schön dicke Knollen zu bilden.

          Kartoffeln vorkeimen in Schale

          #7: Obacht: Beikräuter auf dem Vormarsch

          Über die wärmende Sonne und die längeren Tage freuen sich nicht nur deine Gemüse-Pflanzen, auch die wilden Beikräuter haben den Pfiff gehört und werden nun versuchen, es sich in deinen Beeten gemütlich zu machen. Deswegen solltest du ihnen so schnell wie möglich dazwischenfunken!

          Auch wenn Jäten nicht die tollste Gartenarbeit ist, so hast du jetzt, wo die Beikräuter noch klein sind, ein leichtes Spiel.

          Wir haben in unserem Garten durch die Kompostbeete zwar so gut wie kein Unkraut, aber wenn sich bei dir gerne ungebetene Gäste zeigen, empfehle ich dir, jetzt schon mit dem Jäten loszulegen.

          #8: Gartenarbeit im März: Neue Beete anlegen

          Wenn du während deiner Gemüseplanung und Knobelei festgestellt hast, dass du eindeutig zu wenig Gemüsebeete hast (was irgendwie immer der Fall ist, oder? ;)), dann ist jetzt im März auch ein toller Zeitpunkt, um neue Beete anzulegen.

          Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Fan von Kompostbeeten bin! Die lassen sich auch jetzt im Frühjahr noch fix anlegen und sind direkt einsatzbereit. Und nicht nur das, mit Kompostbeeten kannst du auch schon im ersten Jahr eine richtig dicke Ernte einfahren.

          Wenn du auch Kompostbeete anlegen willst, dann kannst du dich gerne für das Bootcamp anmelden. Das ist ein kostenloser Minikurs, indem ich euch ganz genau zeige, wie ihr die Kompostbeete in wenigen Schritten anlegen könnt.

          Hier kannst du dich für das kostenlose Gemüsegarten-Bootcamp anmelden.

          #9: Neuer Schnitt gefällig?

          Beerensträucher und Obstbäume möchten gerne besonders schick in die neue Gartensaison starten und deshalb noch eine neue Frisur verpasst bekommen.

          Das sorgt nicht nur für gesündere Pflanzen, sondern auch für eine üppigere Ernte – Win-win-Situation würde ich sagen. :)

          Hier kannst du nachlesen, wie du rote, weiße oder schwarze Johannisbeeren selber schneiden kannst.

          #10: Rhabarber vortreiben

          Dein Rhabarber treibt viel früher im Jahr aus, wenn du ihn, sobald die ersten Blättchen aus der Erde schauen, mit einem Mörtelkübel oder mit einer Cloche zum Vortreiben abdeckst. Manchmal können wir so schon vier Wochen später den ersten Rhabarber ernten.

          Rhabarber-vortreiben

          Wenn du ihn zusätzlich mit Kompost und Holzhackschnitzeln mulchst, entsteht unter der Haube außerdem mehr Wärme und das Ganze geht noch schneller.

          #11: Neues Naschbeet gefällig? :)

          Wenn du genauso auf Erdbeeren stehst wie wir, kannst du jetzt wunderbar ein neues Erdbeerbeet anlegen. Dafür kannst du entweder Ausläufer deiner alte Erdbeerpflanzen nehmen oder dir Erdbeerjungpflanzen in der Gärtnerei oder auf dem Wochenmarkt besorgen.

          Meine Lieblingssorte ist übrigens die “Korona”. Ich hoffe, sie kommt ohne Imageschaden aus der Pandemie. Aber die kleinen Monatserdbeeren sind auch super lecker und liefern außerdem den ganzen Sommer über frische Früchte.

          Erdbeeren-Schale

          #12: Jungpflanzen vorziehen

          Auch wenn es streng genommen keine Gartenarbeit ist, darf diese Aufgabe natürlich im März nicht fehlen: Jungpflanzen vorziehen!

          Es gibt nichts Schöneres, als drinnen im Warmen, während es draußen diesig und regnerisch ist, Jungpflanzen vorzuziehen. Da kann man schon mal richtig vom Sommer träumen, oder? ;)

          Rotkohl, Brokkoli, Lauch, Tomate und viele andere Gemüse können jetzt fröhlich im warmen Zuhause keimen und erst einmal die Kinderstube genießen.

          Eine Übersicht mit allen Gemüsen, die du im März aussäen und pflanzen kannst, findest du übrigens in diesem Artikel: Aussaat & Pflanzen im März + Beispiel-Pflanzplan.

          Und wenn du gleiche eine komplette Jahresübersicht willst, dann lade dir gerne den kostenlosen Aussaatkalender herunter.

          Einfach ausdrucken, an die Wand pinnen und lossäen. Jeden Monat findest du eine Übersicht mit allen Gemüsepflanzen, die du drinnen oder draußen säen kannst und wann es Zeit ist, deine Jungpflanzen nach draußen zu pflanzen.

          Trag dich also hier ein, um den kostenlosen Aussaatkalender 2021 herunterzuladen und keine Aussaat mehr zu verpassen:

          Hol dir deinen Aussaatkalender!

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            #13: Nur die Harten kommen in den Garten

            Jetzt im März kommen aber nicht nur Samen unter die Erde, auch die ersten Jungpflanzen sind schon so groß, dass sie nach draußen umziehen dürfen. Deswegen gilt es jetzt, die Pflanzen auf den Ernst des Lebens vorzubereiten. ;)

            Das heißt, die jungen Pflänzchen dürfen ab jetzt regelmäßig frische Luft schnuppern. Dafür stelle ich sie für ein paar Stunden nach draußen in den Schatten. Jetzt können sie zum ersten Mal den kalten Wind auf ihren Blättern spüren, bevor es wieder ins warme Haus geht. Zwei, drei Tage später dürfen sie dann auch mal ein paar Stunden Sonne tanken.

            Du kannst dir das Abhärten ein bisschen wie eine Expedition auf einen großen Berg vorstellen. Bevor es ganz nach oben auf die Spitze geht, heißt es akklimatisieren. Ein Stück nach oben, dann wieder runter ins Basecamp. Beim nächsten Mal dann wieder ein Stück weiter, bevor es wieder zurück zur Basis geht. So hat der Körper genügend Zeit, sich an die eisige Kälte und dünne Luft dort oben zu gewöhnen. Bei den Pflänzchen ist das ganz ähnlich. Die Sprösslinge haben schließlich noch nie Sonne, Regen oder Wind auf ihren Blättern gespürt. Bereite sie also sachte darauf vor, dann sollten sie problemlos für das raue Leben im Gemüsebeet gewappnet sein. :)

            Kleiner Tipp: Ich härte meine Pflänzchen meistens eine Woche lang ab, danach dürfen sie in den Garten umziehen.

            Jungpflanzen_abhärten

            Wenn du bis hier hin durchgehalten hast, dann entlasse ich dich jetzt sofort in deinen Garten. :P Wenn du jedoch noch in Lesestimmung bist, findest du hier noch weitere Artikel, die dich super auf deine neue Gartensaison vorbereiten:

            Gemüsegarten planen – Schritt für Schritt mit Beispielplan

            Super vitale Tomaten vorziehen: Tomaten-Anzucht im Haus

            Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

            Auf welche Gartenarbeit freust du dich im März am meisten? Schreib es mir gerne in die Kommentare! :)

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            Kohlweißling

            3 Wege, den Kohlweißling schmetterlingsfreundlich zu bekämpfen

            In deinem Garten blüht es in allen Farben? Die Bienen summen und die Luft ist voll von tanzenden Schmetterlingen? Hach, was ein Paradies! Aber Moment mal – ist das etwa ein Kohlweißling?!
             
            Der Anblick des cremefarbenen Falters sollte deine Alarmglocken läuten lassen – denn deine Kohlgewächse stehen so weit oben auf der Liste seiner Leibgerichte, dass er ihnen sogar seinen Namen verdankt.
             
            In diesem Artikel verrate ich dir, wie du mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen ein Schmetterlingsparadies schaffen UND eine satte Ernte einfahren kannst. :)

            Der Kohlweißling – ein häufiger Gast im Gemüsebeet

            Ein unschuldiger Schmetterling als Schädling? Der Kohlweißling ist der wohl meist verfluchte und am liebsten gesehene Gartenbesucher zugleich.
             
            Der Anblick des Kohlweißlings ist erhaben. Er tanzt spielerisch über deinem Gemüse in der Luft, dreht Pirouetten und versprüht sommerliche Leichtigkeit. Doch der Schein trügt. Er täuscht so sehr gekonnt über seine Schattenseite hinweg. Im Kohlweißling steckt nämlich auch eine Raupe Nimmersatt, die deine Kohlgewächse in Rekordgeschwindigkeit verschlingt, wenn du nicht hinschaust!

            Genau genommen haben wir es hier gleich mit zwei Arten zu tun. Es gibt sowohl den Kleinen Kohlweißling als auch den Großen Kohlweißling. Beide Schmetterlinge sehen sich zum Verwechseln ähnlich: Weißliche Flügel mit schwarzem Punkt und dunklen Flügelspitzen. Der eine ein bisschen gelblicher als der andere. Der Klassiker unter den Schmetterlingen halt.

            Eigentlich ist der Kohlweißling als Schmetterling selber überhaupt kein Problem. Viel problematischer sind die gefräßigen Schmetterlingskinder: die Raupen. In diesem Stadium erkennst du den Unterschied zwischen Großem und Kleinem Kohlweißling deutlich.

            Kohlweißling

            Die Raupen des Kohlweißlings entlarven

            Der Nachwuchs des Großen Kohlweißlings schlüpft als kleine gelbe Babyraupe mit schwarzem Kopf aus dem Ei. Sie wächst jedoch im Affenzahn (bis zu vier Zentimeter!) und verwandelt sich schnell in einen Raupen-Teenager im flotten gelb-schwarzen Leopardenkleid. Vielleicht hast du so einen schon mal in deinem Kohl entdeckt?

            Mit großer Wahrscheinlichkeit ist dir der Nachwuchs des Kleinen Kohlweißlings schon mal über den Weg gelaufen… ähm gekrochen. Dieses Schmetterlingskind tarnt sich in einem zarten Kohlgrün und hat sich so perfekt an seine Umgebung angepasst. Mit ihren maximal zwei Zentimetern ist es gar nicht so leicht, die Übeltäter zu entdecken. 

            So erkennst du Schäden durch den Kohlweißling

            Die Raupen haben es auf so ziemlich alle Arten von Kreuzblütlern und Fuchsschwanzgewächsen abgesehen: Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Grünkohl, Palmkohl, Mangold, Spinat… Die Liste der Opfer ist lang.

            Es sind vor allem die grünen Raupen des Kleinen Kohlweißlings, die eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Im Handumdrehen stehen nur noch traurige Pflanzengerippe im Kohlbeet, die Blätter sind komplett abgefressen.
             
            Schmetterlinge im Bauch? Das kann mit den Raupen des Kohlweißlings im schlimmsten Fall tatsächlich passieren. Denn sie arbeiten sich bis ins innerste deiner Kohlköpfe vor und riskieren so, versehentlich auf deinem Teller zu landen. Das will ja nun wirklich niemand!

            Und als ob die Fraßlöcher nicht genug wären – die Raupen hinterlassen auch ziemlich eindeutige kleine dunkelgrüne Kügelchen. Du kannst dir sicherlich denken, um was es sich dabei handelt. Immerhin kann diese Sch…weinerei ein Indiz dafür sein, mit wem du es hier zu tun hast. ;)

            Kohlweißling Schaden

            Kohlweißlingen wirksam vorbeugen

            Man kann ihm jedoch kaum böse sein. Der Kohlweißling hat einfach einen exquisiten Geschmack, einen Sinn für gesunde Lebensmittel und ernährt sich eben genauso gerne wie wir von vitaminreichem Superfood.

            Um dem Kohlweißling ein Schnippchen zu schlagen, heißt es: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

            So denkt nämlich auch der Kohlweißling. Die Schmetterlinge suchen sich den Platz zum Eierlegen sehr vorausschauend aus. Der perfekte Kindergarten sollte dem Nachwuchs ein All-you-can-eat Büffet bieten, sodass die Raupen sich satt fressen und unbeschwert heranwachsen können. Und diesen Ort findet der Kohlweißling in unserem Kohlbeet.

            Dort legen sie ihre gelben Eier in Gelegen auf den Blättern ab. Wenn du einen Kohlweißling von einer deiner Kohlpflanzen wegfliegen siehst, dann schau doch mal genau hin. Vielleicht entdeckst du ja kleine gelbe Schmetterlingseier auf oder unter einem Blatt. In dem Fall sammelst du sie am besten sofort ab.

            Damit die Eier gar nicht erst dort landen, musst du schneller sein als der Kohlweißling. Ohne deinen Kohl mit einem Kulturschutznetz zu schützen, hast du da kaum eine Chance. Das Netz sollte am besten von Anfang an schützend über deinen Kohlpflanzen liegen, denn auch wenn deine Kohlzöglinge noch zarte Pflänzchen sind, findet der Kohlweißling sie trotzdem schon seehr attraktiv.

            Ein feinmaschiges Netz verhindert, dass der Kohlweißling mit deinen Pflanzen auf Tuchfühlung gehen kann. Der Falter wird sein Glück dann anderswo versuchen und deine Pflanzen können ungestört wachsen und landen irgendwann auf deinem Teller, statt die Mäuler der Raupen zu stopfen.

            Es ist jedoch ein ständiges Duell: Schaffst du es, die Netze so zu befestigen, dass der Kohlweißling auch kein Loch zum Durchschlüpfen mehr findet, oder gewinnt der Kohlweißling?
             
            Auch mit Netz solltest du unbedingt regelmäßig kontrollieren, dass sich keine Raupen oder Schmetterlinge darunter gemogelt haben.

            Kulturnetz

            Weitere Trümpfe, die du gegen den Kohlweißling ausspielen kannst

            Um deine Chancen auf raupenfreie Pflanzen zu erhöhen, kannst du Knollensellerie mit ins Kohlbeet pflanzen. Der Geruch von Sellerie verwirrt Kohlweißlinge und schreckt sie ab. Einen ähnlichen Effekt haben Tomaten, Thymian, Pfefferminze und Salbei. Tomaten passen als Mischkulturpartner aber nicht so gut zum Kohl mit ins Beet: Sie wachsen zu hoch für das Netz.

            Falls du mehr über gute Beetnachbarschaften wissen willst, dann schau mal hier vorbei: 28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkulturpartner.

            Und wenn du einen fertigen Mischkultur-Anbauplan suchst, kannst du ihn dir hier gerne kostenlos herunterladen:

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              Wie alle sogenannten Schädlinge haben auch Kohlweißlinge einen ökologischen Nutzen: Die Raupen sind nämlich ein wichtiges Futter für Vögel und Schlupfwespen. Diese Eigenschaft kannst du dir zu Nutze machen. Dafür lockst du diese natürlichen Fraßfeinde der Raupen in deinen Garten. Ein bisschen hinterhältig, aber völlig in Ordnung. 

              Schlupfwespen freuen sich über schicke Insektenhotels und „wilde Ecken“ im Garten, in denen Totholz das ganze Jahr über liegen bleiben darf. Vögel kannst du mit einem passenden Futterangebot und gemütlichen Nistkästen willkommen heißen. Und schon hast du Verbündete im Kampf gegen den Kohlweißling!

              Nützlinge zu fördern, ist übrigens nicht nur clever, sondern auch ein fester Bestandteil von Permakulturgärten. Wenn dich das schon immer interessiert hat, dann erfährst du hier wie Permakultur funktioniert: Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

              Die Kohlweißlings Raupen sind schon im Beet – was tun?

              Du hast verloren … der Kohlweißling war dieses Mal wohl schneller! Aber keine Sorge, das ist gar nicht so dramatisch, wie es sich anhört.

              Du kannst den Schaden nämlich noch begrenzen, indem du die Eier und Raupen regelmäßig absammelst. Schau aber wirklich ganz genau hin. Die Raupen des Kohlweißlings sind gut getarnt und verstecken sich oft an den Blattunterseiten.

              Wenn du sie nicht an deine Hühner verfütterst, kannst du die Plagegeister auch umsiedeln. Dafür eignet sich zum Beispiel Kapuzinerkresse, die du vielleicht eher entbehren kannst als dein Gemüse. Dort fressen sich die Raupen dann dick und rund, verpuppen sich, und verwandeln sich irgendwann in wunderschöne Schmetterlinge.

              Eine Möglichkeit, die Raupen wieder loszuwerden, ist der Einsatz von Schlupfwespen, die du im Fachhandel bekommst und in deinem Kohlbeet in die Freiheit entlässt. Sie werden sich über die Kohlweißlingsraupen hermachen. 

              Eine Alternative dazu ist das Bakterium Bacillusthuringiensis, das du ebenfalls im Fachhandel bekommst. Es ist ein biologisches Spritzmittel, das für den Ökolandbau zugelassen ist. Die Bakterien töten die Raupen, haben aber keine schädliche Wirkung für Menschen und Pflanzen.

              Lass es aber am besten erst gar nicht so weit kommen. Der Einsatz von Kulturschutznetzen, cleveren Mischkulturen und ein gezieltes Fördern der natürlichen Gegenspieler des Kohlweißlings ist nicht nur schmetterlingsfreundlicher, sondern erspart dir auch jede Menge Zeit und Mühe.

              Wenn es dir genau so geht wie dem Kohlweißling und Blumenkohl, Brokkoli und Co deine absoluten Lieblingsgemüse sind, dann solltest du unbedingt hier weiterlesen:

              Blumenkohl pflanzen – der komplette Anbau-Guide

              Brokkoli pflanzen und ernten – die ultimative Anleitung!

              Rotkohl pflanzen – Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Ernte

              Hast du den Kleinen oder Großen Kohlweißling schon in deinem Garten entdeckt? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

              Gurken richtig ausgeizen: Alles, was du wissen musst!

              Bei Tomaten ist der Fall klar – geizt du regelmäßig aus, dann fährst du am Ende eine üppigere Ernte ein. Aber solltest du auch deine Gurken ausgeizen? Wann und wie du Gurken am besten ausgeizt und wann du dir die Arbeit sparen kannst, erfährst du in dieser Anleitung!

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              Gurken ausgeizen oder wild wachsen lassen?

              Bescheren dir ausgegeizte Gurken auch ein volleres Erntekörbchen und gesündere Pflanzen?

              Tatsächlich scheiden sich die Geister, wenn darum geht, Gurken auszugeizen. Dass du dadurch eine bessere Gurkenernte herausholen kannst, wurde jedenfalls noch nicht belegt, es gibt aber noch viele andere gute Gründe, deine Gurken auszugeizen:

              1. Gurken in Schach halten

              Gerade, wenn dein Platzangebot begrenzt ist, kannst du durchs Ausgeizen verhindern, dass deine Gurken außer Rand und Band geraten und ihre Triebe überall hin wuchern. Deine ausgegeizten Gurken kannst du dann ganz leicht an Schnüren nach oben leiten und so pro Fläche mehr Gurken anbauen. Das ist gerade im Gewächshaus, wo es eigentlich nie genug Platz gibt, ein Grund für einen kleinen Freudentanz, oder? ;)

              2. Energiekonzentration

              Deine Gurkenpflanze soll so viel Energie wie möglich in die Früchte pumpen, damit du am Ende auch eine tolle Gurkenernte hast. Durch gezieltes Ausgeizen kannst du lenken, in welche Triebe die Pflanze Zucker, Kohlenhydrate und anderes Superfood aus der Fotosynthese leitet. Knipst du die Geiztriebe ab, kann die Pflanze ihre geballte Kraft in den Haupttrieb und die Fruchtansätze stecken!

              3. Keine Macht den Krankheitserregern!

              Pilze können sich wunderbar dort ausbreiten, wo es schön feucht ist. In Kombinationen mit warmen Gewächshaustemperaturen finden die Pilze ein wahres Paradies vor. Mach ihnen also einen Strich durch die Rechnung, indem du ausgeizt und so für mehr Platz zwischen dem Laub sorgst. So kann die Luft viel besser zirkulieren und die Blätter trocknen schneller ab. Unter diesen Bedingungen haben es die Pilze und andere Krankheitserreger viel schwerer, deine Gurken anzugreifen.

              Freilandgurken vs. Gewächshausgurken

              Anders als bei Tomaten werden unter den Gurken nur die Gewächshauskandidaten ausgegeizt. Baust du also Freilandgurken wie beispielsweise die typischen Essiggurken an, kannst du dich entspannt zurücklehnen und sie einfach wild wachsen lassen. Haben deine Freilandgurken ein gewisses Alter erreicht, lassen sich Haupttrieb und Seitentriebe bei den am Boden rankenden Pflanzen sowieso kaum noch unterscheiden. ;)

              Bei Gewächshausgurken, wie den klassischen Salatgurken, lohnt sich es dafür umso mehr, störende Seitentriebe zu entfernen.

              Sonderfall: Gurken an Rankhilfen ausgeizen

              Einen kleinen Spezialfall bilden Freilandgurken, die nicht am Boden entlang wachsen, sondern nach oben ranken, zum Beispiel an einem Spalier. In diesem Fall ist es ebenfalls eine super Sache, wenn du die Gurken gezielt ausgeizt. Indem du die Seitentriebe einkürzt, verhinderst du zum Beispiel, dass durch schwere Früchte schwächere Seitentriebe einfach abbrechen. Die ersten 50 cm deiner Gurkenpflanze darfst du dabei auch ruhig ein bisschen großzügiger ausgeizen. So verhinderst du, dass später Blätter oder Früchte mit der feuchten Erde in Kontakt sind.

              Was ist der Geiztrieb?

              Bevor wir gleich Schritt für Schritt durchgehen, wie du deine Gurken ausgeizen kannst, wiederholen wir am besten nochmal kurz, was überhaupt ein Geiztrieb ist. Das ist ganz wichtig, damit du nicht aus Versehen die winzigen Fruchtansätze oder sogar den Hauptrieb abkappst. ;)

              Geiztriebe bilden sich in den Blattachseln, also zwischen dem Stamm und dem Blattstiel. Den Haupttrieb, den du unbedingt behalten willst, erkennst du daran, dass er direkt aus dem Stiel oder Stamm der Gurke herauswächst.

              Gurken Geiztrieb

              Gurken ausgeizen – Schritt-für-Schritt

              Gurken auszugeizen, ist gar nicht schwer, alles was du dazu brauchst sind deine Finger und für bereits sehr dicke Geiztriebe ein scharfes Messer.

              Hast du deine Utensilien bereit, kann es auch schon losgehen: Als erstes nimmst du deine Gurkenpflanzen in Augenschein und schaust, wo sich der Haupttrieb in deinem Gurkendschungel befindet. Der Haupttrieb muss auf jeden Fall stehen bleiben, sonst war´s das mit deiner Gurkenernte. Wenn du veredelte Gurken anbaust, kannst du deine Gurken auch zweitriebig ziehen, dann hast du also nicht einen, sondern zwei gleichwertige Haupttriebe. 

              In den Blattachseln des Haupttriebes wachsen die Seitentriebe, die wir im nächsten Schritt abknipsen wollen. Aber warte noch kurz, – bevor du gleich euphorisch loslegst, sollten wir noch eine kleine Unterteilung vornehmen! Zum Ausgeizen unterteilst du deine Gurkenpflanze am besten in drei Abschnitte: Unten, Mitte und die Spitze.

              Den unteren Teil der Gurken ausgeizen

              Nichts ist ärgerlicher als von nervigen Pilzkrankheiten die Gurkenernte vermiest zu bekommen, deswegen gilt genau wie bei den Tomaten: Am besten keinen Bodenkontakt. Schenke deinen Gurken Beinfreiheit, indem du alle Seitentriebe bis auf 50 cm ausgeizt. Auch wenn es weh tut, eventuell vorhandene Blütenansätze abzuknipsen, so verhinderst du, dass deine Gurken am Ende die nasse Erde berühren und so für Pilze und andere Krankheitserreger leichte Beute sind.

              Kleiner Tipp: Am besten hast du generell ein Auge darauf, ob deine Gurkenpflanzen irgendwo mit der nassen Erde Kontakt haben. Das kannst du zum Beispiel während du gießt oder beim Ernten kurz überprüfen und falls du matschige Blätter oder Blüten entdeckst, kannst du sie direkt entfernen.

              Hol dir deinen kostenlosen Aussaatkalender!

              Übrigens: Hast du Lust auf einen kostenlosen Aussaatkalender? Wenn du nicht jedes Mal das Saatguttütchen hervorkramen willst oder alle Termine im Hinterkopf behalten willst, ist das super praktisch!

              Hier findest du neben den Gurken auch für alle anderen Gemüsepflanzen den passenden Saatzeitpunkt. Einfach runterladen und lossäen. Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur Aussattermine für die Voranzucht, er sagt dir auch, wann du welche Samen ins Freie aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!

              Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen.

              Hier kannst du dir den Kalender kostenlos herunterladen:

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                Die Gurken-Mitte ausgeizen

                Oberhalb der ersten 50 cm deiner Gurkenpflanze kannst du ein bisschen zurückhaltender ausgeizen. Wenn du einen Geiztrieb entdeckt hast, kannst du ein bis zwei Früchte am Geiztrieb stehen lassen und den Trieb erst dahinter abkappen. Dafür nimmst du den Geiztrieb zwischen Daumen und Zeigefinger und knipst ihn ab oder brichst ihn zur Seite weg. Ist der Geiztrieb schon dicker, dann greif lieber zu einem Messer, bevor du deine Gurkenpflanze verletzt.

                Als Faustregel kannst du dir merken: Je kleiner der Geiztrieb, desto einfacher kannst du ihn rausknipsen. Deswegen am besten schnell sein, dann geht das Ausgeizen kinderleicht und die Pflanze hat noch keine Unmengen an Energie in den Trieb reingesteckt.

                Die Spitze der Gurkenpflanze kappen?

                Bevor deine Gurkenpflanzen an deinem Gewächshausdach kleben, kappe besser die Spitze und leite die Pflanze an zwei Seitentrieben an deiner Rankhilfe horizontal weiter. Du kannst aber auch, wie bei Tomaten, den Hauptrieb wieder nach unten leiten. Hat deine Gurkenpflanze sehr viele Blüten, solltest du in diesem Zug gleich ein paar von ihnen entfernen. Damit erreichst du, dass die Pflanze nur so viele Gurken ausbildet, wie auch rechtzeitig reif werden können.

                Übrigens: Anders als bei Tomaten, die man gefühlt nur einen Tag aus den Augen lässt und schon haben sich zehn neue Geiztriebe gebildet, musst du bei den Gurken nur einmal ran! Einmal ausgegeizt, wachsen die Seitentriebe nicht mehr nach. Du kannst dich also nach getaner Arbeit in deiner Hängematte ausruhen. ;)

                Wann soll ich meine Gurken ausgeizen?

                Einen festen Termin zum Ausgeizen lässt sich im Kalender nicht festmachen. Klar ist aber, wenn deine Pflanze gut im Saft steht, wird sie fröhlich überall Seitentriebe produzieren. Am besten legst du also schon während der Jungpflanzenphase los. Sobald du störende Seitentriebe entdeckst, kannst du sie direkt abknipsen und so deine Pflanze bereits gut in Form bringen. :)

                Kräfte sammeln

                Nicht nur durchs Ausgeizen kannst du die Kräfte deiner Pflanze konzentrieren, sei auch bei der Ernte am besten immer auf zack. Sobald die Gurke groß genug ist, kannst du sie ernten, damit deine Gurkenpflanze ihre Energie direkt wieder in die nächste Gurke stecken kann.

                Gurken ausgeizen – Alles kann, nichts muss!

                Am Ende kannst du ganz frei entscheiden, ob du deine Gurken ausgeizt oder nicht. Auch wenn du dich dagegen entscheidest, werden deine Gurken bei liebevoller Pflege gut gedeihen und Früchte produzieren! Wenn du deine Gurken von ein paar Seitentrieben befreist, werden sie es dir jedoch auf keinen Fall verübeln. Vor allem deine Gewächshausgurken und die Gurken, die sich im Freiland an Rankhilfen empor schlängeln, werden sich eher darüber freuen. Und da sich der Aufwand in Grenzen hält, ist es sicher einen Versuch wert. ;)

                Wenn du jetzt direkt noch mehr übers Anbauen von Gurken erfahren willst, kann ich dir den Anbau-Guide für Gurken ans Herz legen: Gurken pflanzen, anbauen und ernten – die komplette Anleitung! 

                Und wenn du noch Inspiration für eine Rankhilfe brauchst, wirst du hier sicher fündig: 7 wunderschöne Rankhilfen, die du selber bauen kannst

                Hast du schon mal Gurken ausgegeizt? Was hast du damit für Erfahrungen gemacht? Ich freue mich von dir in den Kommentaren zu hören!

                Rotkohl Pflanzen

                Rotkohl pflanzen – Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Ernte

                Rotkohl gehört zu den leckersten, aber auch anspruchsvolleren Kandidaten im Gemüsegarten. Zum einen braucht der Starkzehrer ordentlich Nährstoffe, um seine dicken Köpfe auszubilden, zum anderen gibt es einige Krankheiten und jede Menge Schädlinge, die es darauf anlegen, deinen Rotkohl-Pflanzen das Leben schwer zu machen. 

                Trotzdem gibt es kaum etwas Besseres als Rotkraut aus dem eigenen Garten zu schlemmen und deswegen kommt hier eine Anleitung, mit der du erfolgreich Rotkohl anpflanzen wirst. 

                Rotkohl_Pflanzen_Pinterest_Pin
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                Die leckerste Rotkohl-Sorte

                Bei Rotkohl pflanze ich gerne die Sorte „Granat“ an. Das ist eine tolle, gesunde und lagerfähige Sorte. Die Köpfe kannst du locker bis Weihnachten an einem passenden Ort deponieren. Wie wäre also ein Weihnachtsessen mit Rotkohl aus dem eigenen Garten? ;)

                Wie viele ExemplareRotkohl pflanzen?

                Wir bauen je fünf Köpfe Rotkohl pro Person für die Ernte im Sommer und fünf Köpfe zum Einlagern oder Fermentieren an.

                Rotkohl Köpfe gestapelt

                Gute Mischkulturpartner für Rotkohl

                Kopfkohl, also auch Rotkohl, teilt sich das Beet besonders gerne mit Möhren, Erbsen, Rhabarber, Tomate, Sellerie, Spinat, Kresse, Gurken, Aubergine, Mangold, Rote Bete und Pfefferminze.

                Rotkohl pflanzen: Ideale Bedingungen

                Da dieser Kreuzblütler ein starkzehrendes Glied der Fruchtfolge ist, braucht er eine gute Nährstoffversorgung. Rotkohl pflanzt du deswegen am besten auf Böden mit einem hohen Humusanteil an. So kannst du sicherstellen, dass der hungrige Kohl auch genügend Nährstoffe abbekommt.

                Rotkohl aussäen oder pflanzen?

                Du kannst Rotkohl entweder direkt ins Beet säen, oder du ziehst ihn vorab vor und pflanzt ihn dann an sein Plätzchen im Beet. Beides funktioniert, ich ziehe die Pflanzen allerdings gerne vor. So kann ich besser die Pflanzabstände bestimmen und meine Beete länger für andere Kulturen nutzen.

                Fertiger Gemüsegarten-Beispielplan

                Wenn du deine Beete auch maximal ausnutzen willst, aber keine Lust hast, dir selber einen optimierten Anbauplan auszufuchsen, dann hol dir einfach den fertigen Anbauplan!

                Ich habe den Plan so konzipiert, dass die Beete das ganze Jahr über optimal genutzt werden und Fruchtfolge und Mischkultur gleich mitbedacht sind. Einfach ausdrucken und losgärtnern.

                Trag dich also gerne ein:

                Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

                Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

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                  Wann Rotkohl pflanzen?

                  Schnellwachsenden Rotkohl wie die Sorte „Granat“ kannst du in zwei Sätzen gestaffelt pflanzen, sodass du über den Sommer verteilt immer wieder frischen Rotkohl schlemmen kannst. Ich pflanze Rotkohl einmal Mitte März und dann wieder Mitte Mai, um rundherum versorgt zu sein. 

                  Der optimale Pflanzabstand in den Beeten liegt zwischen 50 x 50 cm und 60 x 60 cm. Wenn du die Jungpflanzen ins Beet pflanzt, erscheint einem dieser Abstand zunächst riesig. Aber Kopfkohl legt unglaublich an Größe zu und braucht dann eine ganze Menge Platz. Darum solltest du die Pflanzabstände wirklich einhalten! Kleinere Abstände führen zu kleineren Kohlköpfen und einem insgesamt niedrigeren Ertrag.

                  Rotkohl-junfpflanzen-pflanzen

                  Wenn du deine Rotkohl-Pflanzen selbst vorziehen möchtest, überlege dir, wann du sie pflanzen möchtest. Fünf bis acht Wochen vor diesem Termin kannst du sie dann im Haus aussäen

                  Beete vorbereiten

                  Kohl hat ein stark ausgeprägtes Wurzelwerk und kann seine Wurzeln bis zu einem Meter tief in die krümelige Erde stecken. Damit dein Rotkohl seine Wurzeln dabei ohne Hindernisse ausbreiten kann, empfehle ich dir, den Boden mit einer Grabegabel oder Grelinette schön tief zu lockern. 

                  Wenn du deine Pflanzen verwöhnen möchtest, harkst du auch noch etwas Gesteinsmehl und aktivierte Kohle oberflächlich in die Beete ein. Ich gebe außerdem gerne eine Portion Hornspäne als Langzeitdünger mit ins Pflanzloch. So wachsen deine Kohlpflanzen zu richtig schönen – und dicken – Kugeln heran.

                  Rotkohl pflanzen: Pflege und Düngung

                  Sobald die Pflanzen zehn cm hoch sind, kannst du sie zum ersten Mal mulchen. Später im Jahr mulche ich sie dann noch einmal, sodass die Mulchdecke insgesamt 15 bis 20 cm dick ist.

                  Nach vier bis sieben Wochen ist es Zeit, deine kleinen Vielfräße zu düngen, zum Beispiel mit Brennnesseljauche. Wenn du deine Pflanzen dick mulchst, kannst du stattdessen auch etwas Hühnermist auf dem Mulch verteilen. Der Regen verdünnt die Nährstoffe und spült sie direkt an die Wurzeln.

                  Wann und wie Rotkohl ernten?

                  Frühe Kohlsorten kannst du schon im Sommer ernten, viele Sorten sind aber erst im Herbst reif. Vor der Ernte solltest du fühlen, ob die auserwählte Pflanze wirklich einen festen Kopf gebildet hat. Falls nicht, feuer sie ordentlich an und gib ihr noch ein wenig Zeit.

                  Bei milden Temperaturen kann der Rotkohl ruhig auf dem Beet bleiben und wenn du ihn in der Küche brauchst, holst du ihn dir einfach direkt vom Beet – aus deinem eigenen Freiluftsupermarkt hinterm Haus. Vor Kahlfrösten oder anhaltenden Niederschlägen holst du den Rotkohl jedoch besser vom Beet.

                  Rotkohl auf dem Feld

                  Rotkohl kannst du mit einem scharfen Messer ernten, indem du den Kohl direkt unter dem Kopf abschneidest. Alternativ kannst du auch den ganzen Kohl, samt Wurzeln ernten und so einlagern.

                  Häufige Probleme und Lösungen

                  Um Kohlfliege, Thripse, Kohlmottenschildläuse und gefräßige Raupen wie den Kohlweißling von deinen Kohlpflanzen fernzuhalten, helfen Kulturschutznetze. Allerdings musst du besonders bei den Raupen aufpassen, denn sie legen ihre Eier schon im Herbst in den Boden. Wenn sie unter dem Netz schlüpfen, können sie ungestört schlemmen.

                  Es lohnt sich also, alle paar Tage zu kontrollieren, wie es unter dem Netz aussieht. Wenn der Befall sehr stark ist, kannst du auch ein bt-Präparat einsetzen, das nach Bio-Standards zugelassen ist. Insektenschutznetze halten auch Vögel davon ab, an deinen Pflanzen herumzupicken. Die enge Maschenweite verhindert, dass sie sich darin mit ihren Füßchen verheddern.

                  Gegen Pilzbefall an Wurzeln und Strunk und auch gegen Kohlhernie hilft es, die Anbaupause von sechs Jahren strikt einzuhalten.

                  Mehr Tipps wie du deinen Boden und Gemüsegarten gesund hältst, findest du übrigens hier:

                  So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

                  28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner + Beispielplan

                  Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst!
                   
                   Und jetzt wünsch ich dir ganz viel Erfolg beim Rotkohl anbauen!

                  Hast du schon mal erfolgreich Rotkohl ohne Kulturschutznetz gepflanzt? Schreib deine Erfahrungen gerne in die Kommentare. :)

                  Dieser Artikel enthält einen Affiliate-Link. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du über diesne Link einkaufst. Du zahlst deswegen keinen Cent extra, es ist aber eine tolle Art, meinen Blog zu unterstützen. Danke an alle, die das machen!

                  Gemüse_anbauen

                  Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

                  Du träumst davon, eigenes Gemüse anzubauen? Von knackigen roten Tomaten, frischem Salat und Bohnen in allen Formen und Farben? Dann bist du hier genau richtig!

                  Von A wie Anbauplan bis Z wie… naja, Zuckererbse erfährst du hier alles, was du wissen musst, um auch schon in deinem ersten Gartenjahr eine richtig dicke Ernte einzufahren – und das ohne stundelange Gartenarbeit. :)

                  Also los geht’s! 

                  GEmüse_anbauen_pin
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                  Wie sieht dein Traumgarten aus?

                  Bevor wir richtig loslegen, schließe doch nochmal für einen Moment die Augen und stelle dir vor, wie dein absoluter Traumgarten aussieht. Wächst dein Gemüse in ebenerdigen Beeten oder in Hochbeeten? Sind deine Beete im ganzen Garten verteilt oder alle am selben Fleck? Welches Gemüse möchtest du überhaupt anbauen und ziehen auch Tiere in deinen Garten ein?

                  Erlaube dir, groß zu träumen! Du musst ja nicht gleich alles auf einmal umsetzen. ;)

                  Um meine Träume noch besser visualisieren zu können, nutze ich super gerne Pinterest und erstelle mir dort ein „Inspirations-Board“. Auf das kann ich immer wieder zurückgreifen und habe meine Träume genau vor den Augen! Und es macht richtig viel Spaß, auf dem Pinboard Ideen zu sammeln. :)

                  Die perfekte Gartengröße, um Gemüse anzubauen

                  Mit wie viel Fläche du deinen Gemüsegarten planst, hängt natürlich davon ab, wieviel Platz du zur Verfügung hast und wie viele hungrige Mäuler du stopfen möchtest. ;) Träumst du von der kompletten Selbstversorgung oder eher von einem kleinen Naschgarten, der nicht allzu viel Arbeit macht?

                  Falls dies dein erstes Gartenjahr ist, „halbiere“ deine Gartenträume am besten erstmal und fang lieber etwas kleiner an. So behältst du alles im Blick und hast genug Zeit, das Gärtnern zu lernen. Du kannst nach und nach ausprobieren, welche Kulturen dir besonders viel Spaß machen und dir richtig gut schmecken.

                  Am Anfang zu groß zu starten, kann schnell in Überforderung enden und dir den ganzen Spaß am Gemüse anbauen verderben. Und das wäre doch wirklich schade, oder?

                  Hast du schon etwas mehr Erfahrung, möchtest dich und deine Familie mindestens den Sommer über selbstversorgen und dir hilft sogar noch jemand bei den anfallenden Arbeiten? Dann muss natürlich etwas mehr Beetfläche her. 

                  Aber auch hier gilt: Am besten ist, wenn dein Gemüsegarten zusammen mit deinen Gartenskills wächst. So hast du stets genug Platz für alle deine kleinen und großen Gartenträume, aber der Garten wächst dir trotzdem nicht über den Kopf.

                  Wenn du genau herausfinden möchtest, welche Gartengröße perfekt zu deinen Zielen und deinen Gartenerfahrungen passt, schaue gerne bei meinem kleinen Quiz vorbei, indem ich dir mit ein paar gezielten Fragen helfe, dich für eine Gartengröße zu entscheiden.

                  Wilder Permakultur-garten

                  Der beste Standort zum Gemüse-Anbauen

                  Von der idealen Größe kommen wir nun zum idealen Standort. Um herauszufinden, wo du deine Beete am besten anlegst, mach doch mal einen kleinen Erkundungsgang durch deinen Garten. Hast du schon herausgefunden, wo die Sonne den ganzen Tag über scheint und welche Bereiche eher im Schatten liegen? Ist dein Garten umrandet mit Büschen und Hecken oder zieht es an manchen Stellen? Wie ist der Boden in deinem Garten? All diese Faktoren sollten in deine Standortauswahl mit einfließen.

                  Einige Gemüse sind wahre Sonnenanbeterinnen, die es gar nicht mögen, wenn es „wie Hechtsuppe“ zieht! Der beste Standort für deine Gemüsepflänzchen ist also ein sonniges Plätzchen, das bestenfalls noch vor Wind geschützt ist.

                  Es ist aber nicht immer leicht einen Standort zu finden, der alle Kriterien in vollster Zufriedenheit erfüllt. Das ist auch kein Problem, denn es gibt für (fast) alles eine Lösung, beziehungsweise das richtige Gemüse! Solange dein Garten nämlich nicht durchgehend im Schatten liegt, kannst du einige Gemüse sogar ziemlich glücklich machen, wenn sie nicht in der prallen Sonne brutzeln müssen. ;)

                  Hier findest du eine Liste mit Gemüsen, die auch gerne im Schatten chillen: 43 Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen, die auch im Schatten wachsen

                  Hast du einen guten Platz für deine Beete zum Gemüse anbauen gefunden? Dann geht’s weiter.

                  Welches Gemüse möchtest du anbauen?

                  Nachdem wir den richtigen Standort und deine Gartengröße herausgefunden haben, können wir uns überlegen, welche Gemüse du auf deinen Beeten anbauen möchtest. Anbaupläne zu erstellen, klingt vielleicht erstmal super theoretisch und staubtrocken. Sie sind aber ein absolutes Ass im Gärtner-Handschuh, wenn du deine Gartenfläche optimal nutzen möchtest. ;)

                  Mach es dir am besten gemütlich, nimm einen Zettel und einen Stift zur Hand und notiere die Obst- und Gemüsesorten, die du in deinem Garten anbauen möchtest. Welche Gemüse dürfen in keinem Fall in deinen Beeten fehlen? Am besten suchst du genau die Kandidaten aus, die dir und deinen Liebsten richtig gut schmecken. Aber natürlich kannst du auch ein wenig herumexperimentieren. Welches fancy Gemüse wolltest du schon immer mal selber anbauen?

                  Du bist dir unsicher, welches Gemüse du in deinem ersten Gartenjahr anbauen solltest? In diesem Artikel zeige ich dir 9 Gemüse, die jeder hinkriegt. :)

                  Gemüse anbauen_Planung

                  Planung ist die halbe Ernte ;) Warum du unbedingt einen Anbauplan haben solltest!

                  Hast du deine Wunschliste zusammen? Super, dann kann es nun mit der konkreten Planung losgehen! Wunder dich dabei nicht: Ein ausgeklügelter Pflanzplan kann schon mal zu einem rauchenden Köpfchen führen, da es doch so einiges zu beachten gibt:

                  Mit sinnvollen Fruchtfolgen kannst du deinem Gemüse auf ganz natürliche Weise Schädlinge und Krankheiten vom Leib halten. Und ob du es glaubst oder nicht, auch Gemüse sind wählerisch, was ihre Beetnachbarn angeht. 

                  Mit ihren liebsten Kuppelpartnern an der Seite laufen sie erst so richtig zur Höchstform auf. ;) Wenn du außerdem vor Ernteschwemmen verschont bleiben und lieber das ganze Jahr über dein eigenes leckeres Gemüse ernten möchtest, ist es auch super wichtig, an eine gestaffelte Aussaat zu denken.

                  Das hat dich überzeugt und du möchtest dich sofort an die Arbeit machen und deinen eigenen Anbauplan ausknobeln? Super cool! Schau mal, ich habe einen ganzen Artikel geschrieben, der sich rund um die Anbauplanung im Gemüsegarten dreht. :) 

                  Dafür hast du gerade gar keine Zeit oder Muße? Das ist auch kein Problem. Du kannst auch meinen kostenlosen Pflanzplan herunterladen und dich ins gemachte Beet setzen. ;) In diesem Plan ist bereits alles ausgeklügelt, was es zu berücksichtigen gibt. Du kannst den Plan entweder direkt übernehmen oder noch an deine individuellen Bedürfnisse anpassen. 

                  Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

                  Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

                    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                    Beete anlegen ohne Umgraben

                    Sooo, nach all der Theorie wird es jetzt aber wirklich Zeit, die Gummistiefel anzuziehen und Schaufel und Spaten aus dem Schuppen zu holen. „Moment, wir wollten die Beete doch ohne umgraben anlegen?!“, denkst du dir. Absolut richtig, warum du den Spaten trotzdem mitnehmen darfst, erfährst du gleich! ;)

                    Kompostbeete ohne umgraben anzulegen, ist super praktisch und auf jeder Bodenart möglich. Du schonst dabei nicht nur die Bodenlebewesen, sondern auch deinen Rücken, es spart unglaublich viel Zeit und um Unkräuter brauchst du dich erstmal nicht mehr zu sorgen.

                    Und wie das geht? Ganz einfach:

                    Wir legen unsere Beete direkt auf der Wiese an. Um die zukünftigen Beete herum kommt eine Umrandung aus Baumstämmen oder Steinen. Damit das Gras nicht direkt von außen wieder in unsere Beete hineinwächst, graben wir an den Beeträndern noch eine Rasenkante mit ein. Für die Rasenkante heben wir einen kleinen Graben mit dem Spaten aus, danach kannst du ihn schon wieder zurückstellen, sein großer Einsatz ist getan. ;)

                    Gemüse anbauen_beete anlegen

                    Im nächsten Schritt brauchen wir nun einiges an unbedruckter Pappe, die wir auf unseren schön umrandeten Beeten auslegen. Auf die Pappe bringen wir im Anschluss noch eine mindestens 10 cm dicke Kompostschicht auf und als Wege kannst du Holzhackschnitzel aufschütten.

                    Tadaa! :)  Schon sind deine Gemüsebeete fertig und du kannst direkt los säen und pflanzen. Wenn du noch etwas mehr zum Anlegen der Gemüsebeete wissen möchtest, schau doch mal bei diesem Artikel vorbei: 

                    Gemüsebeet anlegen ohne umgraben 

                    Gemüse säen und pflanzen– An das Saatgut, fertig, los! 

                    Juhuuu, deine Beete sind fertig und die Pflänzchen können endlich einziehen. Auf deiner Liste stehen bestimmt ganz unterschiedliche Gemüsesorten mit ganz individuellen Bedürfnissen. Salat keimt zum Beispiel besser bei niedrigen Temperaturen, während die wärmeliebenden Sonnenanbeter wie Tomaten erst bei kuscheligen Temperaturen zum Leben erwachen.

                    Hast du dir die unterschiedlichen Samen von Möhre, Spinat und Zuckererbse einmal angeschaut? Es fasziniert mich immer wieder, in welchen Formen und Farben das Saatgut daherkommt. 

                    Als Faustregel kannst du dir merken: Der Samen wird doppelt so tief gesät, wie er selber groß ist. Kleiner Tipp: Auf den Saatgut-Tütchen findest du in der Regel genaue Informationen über die Bedürfnisse der enthaltenen Gemüsesamen.

                    Beim Gemüseanbau gibt es im Wesentlichen zwei Aussaatwege. Entweder du säst die Samen direkt in dein Beet oder du ziehst deine Pflänzchen im Haus vor.

                    Gemüse aussäen

                    Direkt ins Beet säen oder im Haus vorziehen?

                    Ich empfehle dir, möglichst viele Gemüse direkt ins Beet zu säen. Das hat den Vorteil, dass die Pflänzchen ihre Wurzeln direkt in die krümelige Erde strecken und dadurch ein viel tieferes Wurzelsystem ausbilden können. Diese Pflanzen können sich aus tieferen Bodenschichten Wasser und Nährstoffe stibitzen als die im Topf vorgezogenen Kandidaten.

                    Das ist besonders in den trockenen Sommermonaten ein Vorteil, weil die Pflanzen dadurch viel „selbstständiger“ sind und sie nicht gleich verdursten, nur weil du mal ein paar Tage nicht in deinem Garten vorbeischaust.

                    Ich will das Vorziehen im Haus aber gar nicht schlecht machen. ;) Wer möchte schon auf Tomaten oder Paprika im eigenen Gemüsegarten verzichten?! Viele wärmeliebenden Pflanzen wie Tomaten, Aubergine oder Zucchini brauchen kuschelig warme Keimtemperaturen, die wir in unserer Region so früh im Jahr nur in der warmen Stube erreichen können.

                    Jungpflanzen wachsen

                    Was soll ich wann säen und pflanzen?

                    Der größte Fehler, den ich bei Gemüsegarten-AnfängerInnen sehe, isst, dass sie einmal im Frühling ganz viel aussäen und danach überhaupt nicht mehr. Das führt zu einer großen Ernteschwemme im Sommer, wo du dich vor Zucchini und Salat gar nicht mehr retten kannst, den Rest des Jahres über bleibt das Erntekörbchen aber leer.

                    Es ist gar nicht so einfach, die perfekten Aussaatzeitpunkte festzulegen, um das zu verhindern. Wir haben das auch erst nach und nach durch Ausprobieren herausgefunden. Aber ich hab gute Neuigkeiten für dich:

                    Ich habe die besten Aussaatzeitpunkte für jedes Gemüse in einem Aussaatkalender für dich zusammengefasst, den du dir gerne kostenlos herunterladen kannst:

                    Kostenloser PDF-Aussaatkalender 2021

                    Gemüse hegen und pflegen

                    Wenn du die Kompostbeete nach meiner Methode angelegt hast, dann hast du schon einen Großteil der Arbeit hinter dir. Damit dein Garten aber möglichst pflegeleicht bleibt, kommen hier noch meine besten Tipps: 

                    • In Reih und Glied

                    Eine super einfache, aber sehr, sehr zeitsparende Technik ist das Aussäen in geraden Reihen – auch wenn das etwas spießig klingt. ;) Aber durch die geraden Reihen, machst du dir viele Arbeiten leichter. Denn, falls sich doch mal ein Unkraut in deinem Garten breit macht, kannst du es ganz fix entfernen, indem du mit der Hacke durch die Reihen gehst. Und auch das Mulchen geht viel einfacher von der Hand, wenn dein Gemüse in Reih und Glied steht. ;)

                    • Gemüsebeete mulchen

                    Á propos Mulchen. Damit kommen wir schon zum zweiten Tipp. Mulchen ist der absolute Oberhammer! Wurzelunkräuter haben bei einer mindestens 10 cm dicken Mulchschicht keine Chance, das Sonnenlicht zu erblicken, und falls sich doch mal Löwenzahn-Samen auf deine Beete verirren, können sie in der dicken Mulchschicht nicht wurzeln. 

                    Aber Mulchen ist nicht nur ein absoluter Unkraut-Schreck. Ein weiterer Vorteil ist, dass deine Beete länger feucht bleiben, da die Mulchschicht deinen Boden vor Verdunstung schützt. Dadurch musst du viel weniger gießen.

                    Grabegabel in Mulch
                    • Nicht verwöhnen

                    Ich weiß, dass du in deine Pflänzchen ganz viel Liebe steckst und du nur das Beste für sie möchtest. Es ist zwar gut gemeint, sie jeden Tag zu gießen – das führt aber dazu, dass deine Pflänzchen nicht auf eigenen Wurzeln stehen. ;) 

                    Wenn du deine Pflanzen jeden Tag gießt, feuchtest du den Boden nur ganz oberflächlich an. Dein Gemüse bekommt so zwar jeden Tag einen Schluck Wasser, welches den Boden aber gar nicht tief durchdringen kann. Die Folge ist, dass deine Gemüse ihre Wurzeln nur oberflächlich ausbilden, was sie weniger stark und widerstandsfähig macht.

                    Gieß lieber nur alle paar Tage, selbst wenn es heiß und trocken ist, dafür aber so viel, dass dein Boden bis in die tieferen Schichten durchtränkt wird. Nur so müssen sich die Wurzeln deiner Pflänzchen bis nach unten strecken, um sich dort am Wasser zu bedienen. Zwischen den Gießzeiten dürfen die Pflanzen ruhig mal etwas durstig sein. So lernen sie, wie sie sich selbst um sich kümmern können.

                    • Früh Jäten 

                    Und last but not least: Früh Jäten!! Wenn sich nun doch einmal ein paar Unkräuter auf deinen Beeten breit gemacht haben, warte nicht zu lange ab. Jäte sie, wenn sie noch jung und klein sind. So verhinderst du, dass sie zur Blüte kommen und Nachwuchs bekommen.

                    Die gejäteten Unkräuter solltest du stets separat entsorgen. Du kannst einen „Unkrautkompost“ anlegen, den du im Anschluss nicht für deine Gemüsebeete verwendest sondern für Hecken und Sträucher. Wenn du nur ein paar wenige Beete hast, entsorge die Unkräuter einfach in der Biotonne. So kannst du sicher sein, dass sich die Unkräuter nicht gleich wieder in deinem Garten verbreiten.

                    Gemüse aus dem eigenen Anbau ernten

                    Und nach all dem Gehege und Gepflege kommt endlich die wohlverdiente Ernte. Siehst du ihn schon vor dir, den Korb mit all den frischen Gemüsen, die nur darauf warten, von dir verarbeitet und vernascht zu werden? Ich sehe ihn bereits! :)

                    Gemüseernte

                    Aber bei all der Ernteeuphorie: ist es dir auch schon mal passiert, dass du den richtigen Erntezeitpunkt einfach verpasst hast? Plötzlich ist der Salat geschossen und die Zucchini gleicht eher einer Keule als einem Gemüse?

                    Auch hier gilt, dass Planung schon die halbe Ernte ist. Mir hilft es total, wenn ich mir am Sonntag, bei einem Spaziergang durch den Garten, meine Pflanzen anschaue. Was wird die nächste Woche erntereif? Meistens fallen mir sogar direkt ein paar Rezepte ein. Das hilft mir ungemein auch in einer stressigen Woche, meine Ernte gut zu planen.

                    Aber auch sonst, gibt es noch ein paar Dinge, die du für eine gute Ernte beachten solltest:  

                    • Jung ernten

                    Die meisten Gemüse schmecken am besten, wenn du sie jung erntest. Die riesigen Zucchini-Giganten sehen zwar eindrucksvoll aus, jedoch lässt der Geschmack zu wünschen übrig. 

                    • Mehrmals ernten

                    Viele Salate, aber auch Spinat und Mangold, kannst du mehrmals ernten! Ist das nicht cool? Entweder verwendest du nur die äußeren Blätter oder du schneidest die Pflanze circa vier cm oberhalb des Bodens ab. So kannst du Regrowing in deinem eigenen Garten ausprobieren. (; 

                    • Behalte das Wetter im Blick

                    Das ist vor allem im Winter super wichtig, damit dir der Frost keinen Strich durch die Ernte macht. Wenn du dein Blattgemüse nämlich gefroren erntest, erwartet dich nach dem Tauen eine eher matschige Überraschung. Aber auch im Sommer solltest du darauf achten, dass du manches Gemüse nicht in der prallen Sonne oder im strömenden Regen erntest.

                    Haltbarmachen für den Winter

                    Damit du auch wirklich das ganze Jahr mit Gemüse aus deinem eigenen Garten versorgt bist, ist es einfach super praktisch, einen Teil deiner Ernte haltbar zu machen. Du kannst zum Beispiel einen Extra-Satz nur fürs Haltbarmachen in deinen Anbauplan integrieren. Oder du verwertest einfach deine Ernteüberschüsse. Ich bin ein richtiger Einkoch-Suchti und bei mir ruckelt der Einkochtopf den ganzen Sommer über. ;) 

                    Gemüse haltbarmachen

                    Einkochen, fermentieren, lagern…. 

                    Dir fällt beim Haltbarmachen nur das Einkochen ein? Das ist aber nur eine von vielen coolen Techniken. Du kannst dein Gemüse auch fermentieren. Beim Fermentieren helfen dir viele, viele, viele kleine Milchsäurebakterien, dein Gemüse haltbar zu machen. Und – nope! – das geht nicht nur bei Sauerkraut. ;)

                    Einige deiner Gemüse kannst du auch hervorragend einlagern. Zwiebeln, Knoblauch oder Kürbis zum Beispiel. Auch das Einfrieren kann eine gute Methode sein, obwohl du da immer auf eine konstante Stromversorgung angewiesen bist. 

                    Hui, da sind einige Methoden und Tricks zusammengekommen, die es dir erleichtern sollen, richtig leckeres Gemüse anzubauen.

                    Wenn du Lust hast noch ein bisschen weiter auf dem Blog zu stöbern, dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

                    Gemüsebeet anlegen in 6 Schritten

                    Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

                    Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

                    Sitzt du noch auf der Couch oder bist du schon draußen, um dein eigenes Gemüse anzubauen? :) Erzähl mir in den Kommentaren von deinen Gemüseabenteuern!

                    Gemüsegarten mit Hochbeeten

                    Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

                    Na, bist du auch so verliebt in dein Gemüse-Hochbeet? Dann stehst du bestimmt genau wie ich vor der Qual der Wahl: Welche Gemüse bekommen die begehrten Plätze? 

                    Obwohl sich so ziemlich jedes Gemüse im Hochbeet pudelwohl fühlt, heimst du mit den neun perfekten Kandidaten, die ich dir hier vorstelle, nicht nur eine satte und abwechslungsreiche Ernte ein, sie machen auch optisch richtig was her. Und das Auge isst ja bekanntlich mit. ;)

                    Hochbeet Gemüse-Guide Pinterest Pin
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                    Gemüse-Hochbeete machen es sogar möglich, ganz ohne Garten zu gärtnern – und sehen dabei auch noch richtig toll aus!

                    Im Hochbeet kannst du praktisch überall leckeres Gemüse anbauen – ob auf deiner Terrasse, im Hinterhof oder direkt neben dem Walnussbaum, alles ist möglich. ;) Wo auch immer dein Gemüse Hochbeet steht, sorgt es für Abwechslung und ist definitiv nicht nur für deine Pflanzen ein Highlight.

                    Was halten die Gartenbewohner vom GemüseHochbeet?

                    Für deine Gemüsepflanzen ist so ein Hochbeet eine richtige Luxussuite, weil sie ihre Wurzeln schön tief in die Erde ausstrecken können. Außerdem schaffst du zusätzliche Mini-Klimazonen: von der Sonne erwärmtes Holz auf der Südseite und ein schattiges Plätzchen auf der Nordseite. Diese Vielfalt finden Insekten und Co so richtig gut!

                    Weniger begeistert sind die Wühlmäuse. Du kannst dein Gemüse Hochbeet nämlich mit einem kleinmaschigen Gitter auf der Unterseite absolut mäusesicher machen. Wenn es mindestens 50 cm hoch ist, springt auch keine Maus mehr von oben hinein und du musst deine Karotten nicht teilen.

                    Pech gehabt, ihr Nager, versucht euer Glück anderswo!

                    Wenn du noch kein Hochbeet für dein Gemüse hast und schon die Ärmel hochkrempelst, um dir dein DIY-Hochbeet zu bauen, dann habe ich hier eine Bauanleitung für ein mäusesicheres Hochbeet für dich: Hochbeet aus Holz selber bauen.

                    Ausgetrickst: Auch Beikräuter haben kaum eine Chance, denn sie können sich nicht einfach von der Seite ins Beet mogeln. Und wenn doch hier oder da welche durchkommen, ist das auch kein Problem. Denn Jäten im Hochbeet ist ein Kinderspiel, weil du es bequem im Stehen erledigen kannst und nicht auf den Knien durch die Beete robben musst.

                    Apropos Kinder – ein Hochbeet schützt dein Gemüse übrigens auch davor, dass stürmische kleine Zweibeiner (oder Vierbeiner) es beim Spielen übersehen. ;)

                    Gemüse-Hochbeete sind wahre Verwandlungskünstler

                    Nicht nur beim Thema Standort sind Gemüse Hochbeete vielseitig: Es ist auch super easy, sie mit einem Schutznetz oder Vlies ganz ohne Bücken abzudecken – sie sind also super geeignet, um rund ums Jahr rückenschonend zu gärtnern. Denn mit einem passenden Aufsatz kannst du dein Hochbeet im Handumdrehen zum Frühbeet umfunktionieren.

                    Aber nicht nur das, Hochbeete können sogar selber Wärme erzeugen! Dazu braucht dein Hochbeet allerdings eine Spezialfüllung: eine dicke Mistschicht will her! Der Mist kompostiert dann nach und nach und erwärmt dein Hochbeet von innen.

                    dampfender Misthaufen

                    Je nachdem, wie dick die Mistschicht ist, hast du so für ungefähr ein bis zwei Monate eine regelrechte Fußbodenheizung für deine Gemüsepflanzen. Dadurch kannst du dein Hochbeet im Frühjahr schon etwas früher bepflanzen oder im Herbst länger beernten.

                    Auf die inneren Werte kommt es an: Dein GemüseHochbeet richtig befüllen

                    Damit dein Gemüse Hochbeet so richtig gemütlich für deine Pflanzen wird, will es richtig befüllt sein. Am besten ist eine Mischung aus verschiedenen Materialien, die du aufeinanderschichtest. Hier kommt eine Mischung, die bei mir prima funktioniert:

                    • Ganz nach unten kommt eine Schicht aus gröberen Zweigen und Gehölz, die ich mit der Gartenschere etwas zerkleinere. Das sorgt für ordentlich Volumen und für eine Belüftung von unten.
                    • Darauf schichtest du feineres Material. Ich mische für diese Schicht gerne Grünschnitt, Laub, dünnere Zweige und andere Pflanzenreste, die im Garten gerade anfallen. Nun wird es sportlich: um die Füllung kompakt zu bekommen, lohnt sich eine Kletterpartie ins Beet, um alles schön festzutreten.
                    • Jetzt kommt die dicke Mistschicht für das „beheizte“ Beet ins Spiel. Wenn du deinem Beet keine Fußbodenheizung verpassen willst, kannst du an dieser Stelle einfach eine dünnere Mistschicht anlegen. Die versorgt deine Pflanzen dann nach und nach mit Nährstoffen.
                    • Nach der Mistschicht trägst du etwas Gartenerde auf. Diese bringt jede Menge Mikroorganismen, Regenwürmer und andere Bodenlebewesen mit ins Beet – und die sind als Mitarbeiter jederzeit herzlich willkommen!
                    • Nicht fehlen darf zu guter Letzt natürlich eine dicke Kompostschicht. Achte darauf, dass dein Kompost wirklich reif ist, sodass du direkt lospflanzen kannst und deine Pflanzen sich wohl fühlen. Einen reifen Kompost erkennst du an seinem erdigen Geruch und einer feinen Körnung.

                    Der perfekte Standort für dein GemüseHochbeet

                    Mit der richtigen Füllung hast du schon halb gewonnen, jetzt muss nur noch der perfekte Standort für dein Hochbeet her. Optimal ist ein windgeschütztes, sonniges Plätzchen. Die großen Flächen an den Wänden des Hochbeetes erwärmen sich im Frühjahr bei Sonnenschein schnell und machen dein Beet schnell muckelig warm.

                    Garten in der Mittagssonne

                    Diesen Vorteil kannst du noch cleverer nutzen, indem du dein Hochbeet mit der kurzen Seite von Ost nach West ausrichtest, sodass die Mittagssonne auf eine der langen Seiten scheint. So kannst du eine tolle Sonnenfalle erschaffen. Dafür baust du an der Nordseite höhere Gemüse an als auf der Südseite, damit jedes Pflänzchen genug Sonne abbekommt. ;)

                    Wenn du dein Hochbeet mit der kurzen Seite von Nord nach Süd ausrichtest, dann kann das Sonnenlicht dahingegen schön durch deine Gemüsereihen fallen und die Pflanzen beschatten sich nicht gegenseitig. 

                    Ein zusätzlicher Tipp: Je dunkler dein Hochbeet von außen ist, desto wärmer und behaglicher wird es innen drin – aber auch trockener. ;)

                    Und? Hast du schon eine Idee, welchen Winkel deines Gartens du verschönern willst? Oder soll das Gemüse Hochbeet vielleicht doch lieber auf die Betonfläche neben der Garage?


                    Es lohnt sich auch ein kurzer Check, ob eine Wasserquelle, also eine Regentonne oder ein Wasserhahn, in der Nähe ist.

                    Die Qual der Wahl welches Gemüse kommt ins Hochbeet?

                    Kein Wunder also, dass der Platz in diesem Beet heiß begehrt ist. Wenn dein Hochbeet steht und fertig zum Bepflanzen ist, musst du dich entscheiden, welches Gemüse den Vortritt bekommt.

                    Grundsätzlich kannst du eigentlich jedes Gemüse im Hochbeet anbauen, deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

                    Nur Pflanzen, die sehr groß werden, solltest du im Gemüse Hochbeet besser meiden: Stabtomaten, Mais und Stangenbohnen wollen nämlich so hoch hinaus, dass du an die Früchte kaum herankommen wirst. Sie bekommen dort oben auch mehr Wind ab als auf dem Boden und riskieren dadurch, umzuknicken.

                    Deshalb nutze ich meine Gemüse Hochbeete vor allem für Pflanzen, die eher niedrig sind und die ich nahe am Boden ernten kann. Dazu gehören Pflücksalate, Spinat, Mangold, Erdbeeren, Knoblauch, Rote Bete, Frühlingszwiebeln, Kräuter, KohlrabiRadieschen, Buschbohnen und Kopfsalate.

                    Ganz besonders freuen sich wärmeliebende Pflanzen wie Melonen, Paprika oder Auberginen über das angenehme Klima im Hochbeet. Das ist für die Frostbeulen wie Urlaub in wärmeren Gefilden. 

                    Vielleicht magst du ja auch deinem Lieblingsgemüse die Bühne gönnen? Dann kannst du dich jedes Mal an ihrem Anblick erfreuen, wenn du an deinem Hochbeet vorbeikommst. :)

                    Das Auge isst bekanntlich mit…

                    Vielleicht bist du ja mittlerweile schon ganz inspiriert und weißt genau, was in deinem Hochbeet wachsen soll – dann nichts wie los!

                    Wenn du noch unsicher bist, dann verrate ich dir jetzt meine Favoriten für ein ertragreiches Hochbeet, das zum schicken Blickfang in deinem Garten wird.

                    Die Top 9 für ein Gemüse Hochbeet, das garantiert zum Hingucker wird:

                    #1 Bunter Mangold: Mit der Mangold-Sorte „Rainbow“ hast du direkt die gesamte Farbpalette im Beet. Im Hochbeet ist es super easy, nur die äußeren, großen Blätter vom Mangold zu pflücken. So wachsen deine Pflanzen immer wieder nach und du kannst deinen Mangold über viele Wochen ernten.

                    Amaranth im Gemüse Hochbeet anbauen

                    #2 Salate! So ein Hochbeet schreit ja fast danach, zum frischen Salatbuffet zu werden. Ich mische total gerne verschiedenfarbige Kopf- und Pflücksalate im Hochbeet. Schnecken finden die Auswahl zwar verlockend, aber das warme und trockene Klima hier oben gefällt den Schleimern so gar nicht!

                    Um das Salatbuffet noch einladender zu machen, finden je nach Jahreszeit auch Amaranth und Asiasalate ihren Platz im Beet. Der Amaranth sieht mit seinen lila-grünen Blättern nicht nur toll aus, die jungen Blätter sind auch superlecker. Du solltest sie aber regelmäßig ernten, damit immer neue zarte Blätter nachwachsen.

                    #3 Sie sind zwar kein Gemüse, ergänzen das Hochbeet aber perfekt: essbare Blumen wie Ringelblumen und Kapuzinerkresse. Die Blumen sehen toll aus, bringen richtig viel Farbe ins Beet und locken zahlreiche Insekten. Außerdem sind ihre hübschen Blüten richtig lecker und machen jeden Salat zum Hingucker. Übrigens: Die Blätter der Kapuzinerkresse sind auch essbar, können aber ganz schön scharf sein!

                    Blumen im Salat

                    #4 Frühlingszwiebeln runden das Salatbuffet ab. Weil sie jung geerntet werden, bleiben sie gar nicht lange im Beet und machen schon bald Platz für eine neue Runde – und du hast eine satte Ernte.

                    #5 Auch Kräuter stehen ganz hoch im Kurs – oder eben im Hochbeet. ;)
                    Koriander, Dill oder Petersilie stehen dir so immer zur Verfügung, wenn du mal schnell eine Hand voll für dein Abendessen brauchst.

                    Minze pflanze ich lieber anderswo, denn im Gegensatz zu den anderen Kräutern liebt sie nämlich feuchte Böden. Außerdem ist sie eine mehrjährige Pflanze und breitet sich sehr schnell aus.

                    #6 Ein weiterer Favorit von mir sind Buschbohnen. Auch bei den Bohnen finde ich es total praktisch, sie quasi auf Augenhöhe ernten zu können – so entdecke ich die erntereifen Bohnen auf jeden Fall rechtzeitig!

                    #7 Damit dein Hochbeet so richtig üppig beladen ist, kannst du auch besonders die sonnengeküsste Südseite mit hängendem Gemüse bepflanzen, das dann über den Rand des Beetes hinauswächst. Dazu eignen sich Hängeerdbeeren, aber auch hängende Tomatensorten.

                    #8 Die Sonnenanbeter unter den Gemüsen sind sehr dankbar über ein kuscheliges Plätzchen im Hochbeet. Gurken, Melonen und Kürbisse können allerdings ziemlich viel Platz einnehmen, wenn du sie nicht an den Rand pflanzt – von wo aus sie auch gerne neugierig deinen Garten erkunden. ;)

                    #9 Hast du einen schweren, tonigen Boden und deine Karotten und Pastinaken wachsen immer krumm und schief? Dann probier doch mal aus, deine Wurzelgemüse im Hochbeet anzubauen. Hier finden sie eine lockere, tiefgründige, krümelige Kompostschicht, und trauen sich hoffentlich, ihre Wurzeln weiter auszustrecken.

                    Okay, erwischt… Ich muss gestehen, das waren jetzt doch mehr als neun Gemüse… Es ist aber auch schwer, sich zu entscheiden! ;)

                    So planst du dein GemüseHochbeet

                    Um eine dicke Ernte einzufahren, solltest du auch für dein Hochbeet gut planen, was du wann säen oder pflanzen willst. So hast du immer die vorgezogenen Jungpflanzen parat, wenn ein Gemüse seinen Platz räumt, und es entstehen keine Lücken im Beet.

                    Nimm dir also ruhig die Zeit, einen ausgeklügelten Anbauplan für dein Gemüse Hochbeet zu erstellen. Wie das funktioniert, zeige ich dir hier: Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst.

                    Stattdessen kannst du aber auch einfach meinen fertigen Plan herunterladen und für deine Hochbeete verwenden. Dort habe ich schon die gesamte Planung erledigt – und zwar so, dass du eine richtig dicke Gemüseernte einfährst. Ohne Kopfzerbrechen über Mischkultur, Vor- und Nachkulturen, Fruchtfolge und Co.

                    Trag dich gerne hier ein:

                    Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

                    Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

                      Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                      Hochbeete in der Fruchtfolge

                      Die volle Ladung an Nährstoffen, die du beim Befüllen in dein Hochbeet gepackt hast, kann manche Gemüsearten ganz schön überfordern. Denn auch ein zu nährstoffreicher Boden kann ein Grund sein, weshalb Karotten kurz und beinig bleiben. Deshalb ist es total sinnvoll, im frisch befüllten Hochbeet erstmal Starkzehrer anzubauen und, genau wie in anderen Beeten auch, eine Fruchtfolge einzuhalten.

                      Wenn du nicht weißt, welche Gemüse zu den Starkzehrern gehören oder du mehr über die Fruchtfolge im Hochbeet wissen möchtest, dann schau doch mal hier vorbei: Hochbeet clever bepflanzen.

                      Der Umgang mit dem begrenzten Platz ist im Hochbeet immer eine kniffelige Angelegenheit. Wenn du große Pläne für das Beet hast und richtig viel pflanzen und ernten willst, dann kannst du auf die langsam wachsenden Gemüsearten verzichten und mehr von den schnell wachsenden Gemüsen in einer bunten Mischkultur anbauen.

                      Gemüse Hochbeete vor Verdunstung schützen

                      Besonders an heißen Sommertagen heißt es schnell: Wasser marsch! Denn durch die wohlige Wärme trocknet dein Hochbeet schneller aus als ebenerdige Beete. Ums Gießen kommst du also nicht drum rum.

                      Gemüse_Hochbeet Draufsicht

                      Mit einer extradicken Mulchschicht kannst du aber sehr gut dafür sorgen, dass möglichst viel Wasser in der Erde bleibt und deine Pflanzen es optimal ausnutzen können.

                      Trotzdem musst du damit rechnen, dass dein Hochbeet trockener ist als die ebenerdigen Beete. Deshalb kannst du dir überlegen, ob du auf besonders durstige Gemüsearten wie Sellerie lieber verzichten möchtest.

                      Wenn du noch weiterlesen möchtest, schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

                      Gemüsegarten für Anfänger: Crashkurs in 11 Schritten

                      Kompost anlegen: Wie du richtig guten Kompost machst

                      28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkulturpartner

                      Gärtnerst du schon in einem Gemüse Hochbeet oder hast du erst noch vor dir eins anzuschaffen? Ich freue mich über deinen Kommentar!