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Tomaten Blüten fallen ab

Deine Tomaten-Blüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

Schwimmst du schon in Tomaten oder könnten es ruhig noch ein paar mehr sein? Seien wir mal ehrlich: Von Tomaten kann man nie genug haben, oder? ;) Gerade wenn bei dir immer wieder Tomatenblüten abfallen, die sich eigentlich zu Früchten weiterentwickelt hätten, bist du hier genau richtig.

Deswegen kommt hier ein einfacher, super genialer Trick, mit dem du deine Tomatenernte verdoppeln oder sogar verdreifachen kannst, ohne die Anzahl deiner Tomatenpflanzen zu erhöhen.

Kein Witz! Und alles was du dafür brauchst, ist eine elektrische Zahnbürste. Aber eigentlich nicht mal das, denn das Ganze funktioniert auch ziemlich gut von Hand. 

Eine Elektrische Zahnbürste? Ich gebe zu, dass sich das ziemlich verrückt anhört, aber der Trick funktioniert so gut, dass du das trotzdem unbedingt in deinem Garten ausprobieren musst!

Den Tipp mit der Zahnbürste habe ich wirklich noch nirgendwo geteilt, denn diesen Trick habe ich erst letztes Jahr selber neu gelernt. Bei uns hat das Ganze so gut funktioniert, dass ich den Tipp gerne an dich weitergeben möchte.

Merk dir diesen Trick auf deiner Garten-Pinnwand!

Ein bisschen Tomaten-Bestäubungs-Lehre ;)

Während viele andere Gemüse, zum Beispiel die Zucchini, männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze ausbilden , sieht es bei den Tomaten ein bisschen anders aus. Denn Tomaten besitzen beide Geschlechtsorgane in einer Blüte, das sind sogenannte „Zwitterblüten“ und die können sich sehr gut selber befruchten.

Aber damit es dazu auch kommt, muss die Tomatenblüte bewegt werden. Im besten Fall übernehmen das die Insekten, was aber leider nicht immer gegeben ist. In unser Gewächshaus zum Beispiel verirrt sich kaum eine Biene oder Hummel, obwohl wir sogar drei Bienenstöcke gleich um die Ecke stehen haben. 

Im professionellen Anbau, wo ich ja auch viel gearbeitet habe, haben wir immer kleine Hummelkisten gekauft und die ins Gewächshaus gestellt. Die Hummeln schwirren dann durch das Gewächshaus und wenn die kleinen Brummer an die Blüte stoßen, wird der Pollenausstoß angeregt. Das ist natürlich eine super Option, aber ich möchte in unser kleines Gewächshaus keine Hummeln stellen, da kann ich die Aufgabe auch selber übernehmen. ;)

Tatsächlich kann die Bestäubung auch im Freiland zum Problem werden. Denn an verregneten und trüben Sommertagen fliegen die Insekten nicht richtig. Außerdem gibt es in einem für Insekten attraktiven Biogarten häufig auch viel attraktivere Blüten. Tomaten sind nicht unbedingt der Favorit der Insekten. Da kann es schnell mal passieren, dass die Hummeln und Bienen einfach vorbeifliegen und deine Tomaten links liegen lassen.

Wenn du dir die Fruchtansätze deiner Tomaten genau anschaust, dann siehst du, dass ganz oft abgebrochene Zweige an den Fruchtansätzen sind, wo eigentlich Früchte sein sollten. Das sind die Blüten, die nicht bestäubt wurden und deswegen abgefallen sind. 

An diesen Stilansätzen kannst du erkennen, was dir entgangen ist, da hätte nämlich eine Frucht dranhängen können. Tut es aber nicht, weil es mit der Bestäubung aus irgendeinem Grund nicht geklappt hat. 

Du siehst, es kann daher super sinnvoll sein, bei der Bestäubung etwas nachzuhelfen – insbesondere, wenn du deine Tomaten im Gewächshaus anbaust!

Übrigens: Wenn du lieber Videos anschaust, dann ist hier die Video-Version der Anleitung:

Der verrückte Bestäubungstrick mit der Zahnbürste

Wir wollen mit der Zahnbürste die Vibration der Insekten nachahmen, damit der Pollen vom männlichen Teil zum weiblichen Teil der Blüte transportiert wird. Deswegen machen wir jetzt unsere Zahnbürste an, von der wir vorher den Bürsten-Aufsatz entfernt haben. 

Tomaten Blüten fallen ab

Die Spitze der Zahnbürste vibriert ziemlich arg und simuliert die Bewegung der Insekten. Diese Zahnbürsten-Spitze wird jetzt ganz einfach an den Ansatz der Tomatenblüte gehalten. Wenn du genau hinschaust, kannst du sogar erkennen, wie der Pollen ausgestoßen wird – und schwupps ist die Blüte befruchtet und entwickelt eine Tomate. ;)

Tomaten mit der Hand bestäuben

Falls du keine elektrische Zahnbürste besitzt, dann ist das überhaupt kein Problem, denn du kannst bei der Bestäubung auch einfach mit deiner Hand nachhelfen. Dafür führst du am Blütenansatz einfach mit deinem Finger leichte Klopf- oder Vibrationsbewegungen aus. 

Tomaten Blüten fallen ab

Es geht aber noch viel schneller, wenn du die ganze Pflanze nimmst und sie einfach ein bisschen schüttelst. Natürlich vorsichtig, wir wollen die Pflanzen nicht verletzen und natürlich auch keine Blüten abbrechen. Aber das funktioniert auch super gut und ich bin mit der Befruchtungsrate wirklich sehr zufrieden!

Zu Beginn habe ich nämlich jeden Blütenstand einzeln mit der Zahnbürste bearbeitet, aber in den letzten Wochen bin ich dazu übergegangen, nur noch die ganze Pflanze leicht zu schütteln. Denn bei über 40 Tomatenpflanzen, die wir anbauen, kannst du dir denken, wie zeitaufwendig es ist, jede einzelne Blüte zu betüdeln. ;)

Das Tolle an diesem Trick ist, dass du deine Ernte dadurch wirklich enorm steigern kannst. Wenn du nur einen kleinen Garten hast, dann bekommst du den gleichen Ertrag von weniger Tomatenpflanzen und hast mehr Platz für andere leckere Gemüse. 

Du kannst deine Tomatenernte verdreifachen! 

Ich habe die Beobachtung gemacht, dass bei meinen Tomaten im Gewächshaus nur ungefähr 30% der Blüten bestäubt werden und die restlichen einfach abfallen. Aber seit ich angefangen habe, ein bisschen beim Bestäuben nachzuhelfen, haben wir jetzt richtig, richtig viele Fruchtansätze. An jeder Blüte, die sich an meinen Pflanzen bildet, entwickelt sich später auch eine Frucht. Jetzt kannst du dir ausrechnen, wenn vorher 30% der Blüten in Früchte verwandelt wurden und jetzt 100%, dann kannst du deine Ernte easy peasy verdreifachen. 

Das hört sich richtig reißerisch an, oder? ;) Aber es funktioniert bei mir tatsächlich so gut, dass ich selber überrascht war. Also probiert diesen Tipp unbedingt mal aus. Auf was du bei der Bestäubung mit der Zahnbürste oder mit der Hand achten solltest, erkläre ich dir jetzt ganz genau. 

Woran erkenne ich, welche Blüte schon befruchtet wurde?

Es ist sehr leicht zu erkennen, ob einer Blüte schon befruchtet wurde oder noch auf den Pollentransport wartet. Eine geöffnete Blüte ist bereit für den Geschlechtsakt und das ist der beste Zeitpunkt, um bei der Befruchtung etwas nachzuhelfen. Schnappe dir deine Zahnbürste und halte sie für etwa zehn bis zwanzig Sekunden an den Fruchtansatz – oder schüttle deine Tomaten vorsichtig durch. 

Wenn die Blüte schon geschlossen ist, wurde sie erfolgreich befruchtet und es wird sich eine Tomate daran bilden. Nicht befruchtete Blüten fallen mit der Zeit einfach ab.

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    Der richtige Zeitpunkt für die Bestäubung

    Die Bestäubung funktioniert vormittags, zwischen neun und elf Uhr, am besten. Dann sind die Pollen nämlich am bestäubungsfreudigsten. Früh am Morgen sind die Pollen meist noch zu feucht und verklebt und später am Tag ist die Blüte ein bisschen zu trocken.

    Kleiner Tipp: Ich mache das meistens an einem Vormittag am Wochenende, wenn ich meine Tomaten sowieso ausgeize und entblättere.

    Hole dir meine komplette Anleitung, um richtig gute Tomaten anzubauen!

    Ich habe für dich alle meine Tomatentipps gebündelt und in einer Anleitung zusammengefasst. Die kannst du dir gerne kostenlos herunterladen. Das ist ein ganzer Leitfaden, also von der Sortenwahl über die Aussaat, bis hin zur Ernte, steht da alle drin, was du über den Tomaten-Anbau wissen musst.

    Wenn du gleich hier noch ein bisschen weiter schmökern und dabei mehr über den Anbau von super leckeren und ertragreichen Tomaten lernen möchtest, dann verlinke ich dir hier zwei hochaktuelle Artikel. ;)

    Tomaten richtig düngen

    Tomaten ausgeizen

    Du steckst schon mitten in der Tomatenschwemme? Dann findest du hier mein absolut liebstes Fermentier-Rezept für Tomaten. Ein super leckerer Sommersnack, das solltet ihr unbedingt auch mal ausprobieren!

    Gartensnack oder Selbstversorgung? Naaa, wie viele Tomaten baust du in deinem Garten an? Das würde mich wirklich interessieren, weil das ja immer ganz unterschiedlich ist. Ich freue mich über deinen Kommentar!

    Trittsteine DIY

    Wie du Mosaik–Trittsteine für deinen Garten selber machst

    Heute geht es mal nicht um Obst oder Gemüse. Stattdessen will ich euch zeigen, wie ihr mit ein paar Handgriffen wunderschöne Trittsteine selber machen könnt. Mit den Steinen könnt ihr super euren Garten dekorieren und gleichzeitig Begrenzungen oder Wege durch den Gemüsegarten legen. 

    Hier schreibt übrigens auch eine Marie, aber nicht die Wurzelwerk-Marie. Ich studiere ökologische Landwirtschaft und mache im Rahmen meines Studiums dieses Jahr mein Betriebspraktikum bei Wurzelwerk. 

    Während des Praktikums konnte ich mir ein Thema aussuchen, über das ich einen Gastartikel für den Blog schreiben möchte. Und was ist cooler als ein richtig schönes und einfaches DIY-Projekt? Ich hatte super viel Spaß am Trittsteine-Bauen und daran, die Anleitung für euch zu erstellen. Und das wünsche ich euch beim Nachmachen auch: Viel Spaß! 

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    Zutaten und Zubehör: Das brauchst du für deine Trittsteine

    Für die Trittsteine gilt es, vorab ein paar Materialien zu besorgen. Einiges haben die meisten von euch sicher schon zur Hand, anderes muss man vielleicht im Baumarkt besorgen. 

    Für die Grundmasse brauchst du:

    • Beton-Estrich 
    • Zementmörtel
    • Eimer zum Anrühren
    • Maurerkelle oder kleine Schaufel

    Anstelle von Beton-Estrich und Zementmörtel kann auch Trasszement und Sand als Grundmasse verwendet werden. Ich habe von Trasszement auch schon viel Gutes gehört, bei uns im Baumarkt war dieser aber nicht zu bekommen.

    Für das Mosaik braucht es: 

    • Kieselsteine
    • Alte Keramikscherben
    • Murmeln etc. 
    Trittsteine DIY

    Womit ihr euer Mosaik legen wollt, ist vollkommen euch überlassen. Ich habe meine Trittsteine mit alten Keramikscherben und Kieselsteinen aus unserem Bach belegt. Falls ihr einen Bach in eurer Nähe habt, ist das ein toller Ort, um nach geeignetem Material zu suchen. Die Steine im Bach sind durch den Wasserfluss schon hübsch abgerundet und oft findet man auch dort alte Keramikscherben. Ich habe zumindest mehrere Handvoll bei uns im Bach entdeckt.

    Wenn du keine alte Keramik zu Hause hast, ist ein Flohmarkt oder Second Hand Laden eine gute Adresse, um für ein paar Cent Keramik zu kaufen. 

    Zum Einfüllen brauchst du:

    • Gefäße (Ich habe circa 30 cm breite Plastik – Blumentopfuntersetzer verwendet)
    • Pflanzenöl, damit sich der Beton später gut aus der Form löst

    Gartentrittsteine selber machen – Schritt für Schritt-Anleitung

    Wenn du all deine Utensilien beisammen hast, kann es auch schon losgehen. Zuerst wird der Beton in einem Eimer angerührt. Achte darauf, dass du nur so viel anrührst wie du brauchst, der Beton muss nämlich in kurzer Zeit komplett verarbeitet werden. 

    Trittsteine DIY

    Der Beton-Estrich ist ziemlich grob, er bringt jedoch die nötige Stabilität. Für die Ästhetik kommt dann über den Beton noch eine Schicht Mörtel. 

    Wenn der Beton angerührt ist, werden die Gefäße mit Pflanzenzöl eingestrichen. Ihr könnt dafür ganz normales Öl aus der Küche verwenden. 

    Trittsteine DIY

    Wenn alles schön eingepinselt ist, kann der Beton mit Hilfe einer Maurerkelle oder Schaufel zu 2/3 eingefüllt werden. Ich habe mir dafür die Mauerkelle aus dem Sandkasten der Kinder geklaut. :P

    Falls ihr lieber mit Trasszement und Sand arbeiten wollt, werden dafür 2 Teile Sand mit einem Teil Trasszement vermischt. Die Gefäße werden dann komplett gefüllt und es kann sofort mit dem Mosaik-Legen begonnen werden.

    Trittsteine DIY

    Verwendet ihr Beton-Estrich, heißt es jetzt erst einmal warten. Der Mörtel wird nämlich erst auf den Beton gegeben, wenn dieser abgebunden hat. Zum Trocknen habe ich die gefüllten Pflanzunterteller in den Keller gestellt. Dort ist es nicht zu warm und sonnig und der Beton kann gleichmäßiger trocknen. 

    Ist dieser Schritt erledigt, kommt der spannendste Teil – das Mosaik legen. Dafür legt man sich, bevor man den Mörtel anrührt, am besten schon alle Utensilien bereit, damit man nach dem Anmischen direkt loslegen kann. 

    Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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      Wenn ihr eure Keramikscherben selber herstellt, dann empfehle ich euch zum Zerschlagen eine Plastiktüte und einen Hammer zu verwenden, es sei denn, ihr habt extra Werkzeug dafür, beispielsweise einen Keramikschneider. Ohne Keramikschneider kann man das Keramikstück in die Plastiktüte stecken und dann mit dem Hammer bearbeiten, so fliegen euch nicht kleine Stücke um die Ohren oder ins Auge. ;)

      Den Mörtel nach Anleitung anrühren und dann bis kurz unter den Rand eures Plastikgefäßes füllen. Hierzu eignet sich auch wieder die Mauerkelle am allerbesten. 

      Trittsteine DIY

      Danach kann es mit dem Legen losgehen. Dabei sind euch keine Grenzen gesetzt. Man kann Muster, Tiere, Blumen legen oder einfach kreuz und quer alles wild verteilen. 

      Falls eure Scherben scharfe Kanten haben, achtet darauf, diese tief genug in den Mörtel zu drücken. Sonst kann es bei nackten Füßen schnell mal zu kleinen Verletzungen kommen.

      Trittsteine DIY

      Das Mosaik-Legen kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Macht es euch also dabei gemütlich oder ladet euch ein paar Freunde ein, die Lust haben, euch zu helfen.

      Trittsteine DIY

      Wenn alle Trittsteine fertig verziert sind, gilt auch jetzt wieder: Abwarten. Der Mörtel muss trocknen und dafür werden die Steine am besten wieder an einem geschützten Ort, wie dem trockenen Keller deponiert. 

      Nach ein paar Tagen sollten die Steine dann problemlos aus der Schale zu lösen sein. Am besten die Trittsteine noch einmal umdrehen, damit auch die Unterseite komplett durchtrocknen kann. 

      Danach könnt ihr einen Platz für eure Steine aussuchen. Bei der favorisierten Stelle wird dann im Umfang der Steine eine kleine Mulde ausgehoben, die der Höhe der Steine entspricht. Achtet darauf, dass der Untergrund, auf dem ihr eure Trittsteine platziert, eben ist. 

      Trittsteine DIY

      Dann habt ihr es auch schon fast geschafft. Die Trittsteine platzieren und die Mulde mit Erde auffüllen. Alles schön andrücken und bei Bedarf die Steine mit einem Besen von letzten Erd – und Mörtelreste befreien.  

      Sooo, jetzt seid ihr dran! Was wollt ihr für eure Trittsteine verwenden? Mosaik, Flusskiesel oder vielleicht etwas ganz anderes? Habt ihr schon mal Trittsteine gemacht?

      Botulismus Einwecken

      So vermeidest du Botulismus beim Einkochen

      Wenn du Gemüse oder Fleisch einkochen willst, dann solltest du dich – nein eigentlich musst du dich dann – mit dem Thema Botulismus auseinandersetzen. Es ist mir wirklich ein großes Anliegen, darüber zu sprechen, denn in Deutschland ist das Botulismus-Problem  weitestgehend unbekannt. 

      In anderen Ländern ist es gängige Praxis, für säurearme Lebensmittel Einkoch-Techniken zu verwenden, die Botulismus-Bakterien beim Einkochen unschädlich machen. Nur in Deutschland wird das geflissentlich ignoriert und weiter mit veralteten, unsicheren Methoden eingeweckt.

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      Was es mit dem Botulismus auf sich hat

      Doch was genau hat es denn mit diesen Botulismus-Bakterien eigentlich auf sich? Generell kommen diese kleinen Bakterien so gut wie überall vor – in der Erde, im Wasser und auch auf deinem Gemüse. Sie sind also ganz natürlich! Problematisch wird es erst, wenn diese sich unter Luftabschluss in säurearmen Lebensmitteln vermehren.  Das führt nämlich dazu, dass diese Bakterien einen Giftstoff ausschütten und dieser ist potenziell tödlich.

      Da reicht dann auch schon ein kleiner Löffel von deinem eingekochten Gemüse aus, um Botulismus zu bekommen. Botulismus ist eine sehr schwere Lebensmittelvergiftung mit einer ziemlich hohen Todesrate. Die ist zwar sehr selten, aber wenn du schon so viel Liebe, Zeit und Energie in das Haltbarmachen deiner Ernte steckst und diese deinen Liebsten auftischst, dann solltest du das mit guten Gewissen machen können.

      Ich möchte niemanden in Panik versetzen und euch damit auch absolut nicht scheu machen, eure Ernte einzukochen, denn Einkochen ist eine tolle Haltbarmamach-Methode. Es gilt bei säurearmem Lebensmittel einfach ein paar Dinge zu beachten, damit das Eingekochte auch sicher ist. 

      Botulismus Einwecken

      „Aber ich koche das Ganze doch ein, sterben dann nicht alle Bakterien ab?“

      Oft bekomme ich die Aussage zu hören: „Wir kochen das Fleisch oder Gemüse doch ein, dann müssten doch alle Bakterien dabei absterben.“ 

      Im Prinzip stimmt das auch, aber Botulismus-Bakterien bzw. die Sporen dieser Kerlchen sind ganz besonders hartnäckig. Sie sterben erst ab Temperaturen von 120 Grad Celsius – und die erreicht man in einem ganz normalen Einkochtopf einfach nicht.

      Um solche hohen Temperaturen zu erreichen, braucht es ordentlich Druck, und das klappt nur in einem Druck-Einkochtopf. Ein Einkochdruckkessel ist also die Lösung, um sachgemäß Gemüse und Fleisch einzukochen. 

      Wichtig: Bevor ihr so einen Einkochdruckkessel in Betrieb nehmt, macht euch mit dem Gerät gut vertraut. In diesem Kessel herrscht ordentlich Druck, deswegen ist es ganz wichtig, dass alle Sicherheitsventile richtig eingestellt sind, sonst kann es da auch schnell mal zu Unfällen kommen. 

      Pssst! Keine Lust auf einen langen Text? Hier könnt ihr auch die Youtube-Variante des Artikels schauen:

      Ich wusste übrigens selber sehr lange nicht, dass unsere gängigen Einkochtechniken bei Fleisch und Gemüse nicht sicher sind. Selbst in meinem “Obst und Gemüse haltbar machen”-Kurs habe ich diese unsicheren Techniken weitergegeben, weil ich damals einfach noch nicht aufgeklärt war. Als ich dann auf das Thema aufmerksam wurde, hatte ich ein richtig schlechtes Gewissen. 

      Jetzt ist der Kurs natürlich überarbeitet und der neue Haltbarmachen-Kurs eröffnet auch bald wieder. Yeah! Wenn ihr in meinem Newsletter eingetragen seid, dann erfahrt ihr da auf jeden Fall, wann es wieder los geht, also tragt euch da gerne ein, falls ihr das nicht verpassen wollt. 

      „Wie erkenne ich denn, wenn ich bereits etwas eingekocht habe, ob da jetzt Botulismus-Bakterien drin sind?“

      Diese Frage bekomme ich auch öfters gestellt, und genau da kommen wir an den Punkt, den diese Botulismus Geschichte so kompliziert macht. Denn man kann nicht unbedingt sehen, ob sich im Glas Botulismus-Bakterien befinden oder nicht. Vor allem der Stamm von Botulismus-Bakterien, der kein Eiweiß zersetzt, ist von außen nicht auszumachen. 

      Übrigens: Bohnen sind besonders anfällig für Botulismus. Wenn ihr noch viele “unsicher” eingekochte Bohnen stehen habt, könnt ihr die Bohnen sprudelnd für 15 Minuten kochen. Die Toxine auf den Lebensmitteln sind nämlich hitzeempfindlich und so könntet ihr die Bohnen an sich noch essen. 

      Wenn du wissen möchtest, wie du Botulismus-sicher einkochst, lad dir gerne meine kostenlose Checkliste herunter, da bekommst du eine Schritt-für-Schritt Anleitung:

      Hol dir die “Sicher einkochen”-Checkliste!

      Trag dich hier ein und sichere dir meine Checkliste zum sicheren Einkochen, die zurzeit alle neuen Newsletter-Abonnenten zugeschickt bekommen!

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        „Meine Oma hat immer im Wasserbad eingekocht und bei uns ist niemand an Botulismus gestorben.“

        Diese Aussage bekomme ich in verschiedenen Varianten immer wieder zu hören, seit ich über das Thema Botulismus spreche. Und klar, das kann sehr gut sein, dass bei deiner Oma immer alles gut gegangen ist, denn Botulismus ist sehr selten. 

        Ich denke aber, wir sollten uns bei diesem Thema nicht auf Erfahrungswerte stützen, sondern auf Studien und diese neuen Studien sagen ganz eindeutig: Fleisch und Gemüse im Wasserbad einzukochen, ist nicht sicher! 

        Für mich heißt das, dass es an der Zeit ist, überholte Techniken über Bord zu schmeißen und uns basierend auf den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen anzupassen. Ich kann euch hier auch gerne ein paar Studien verlinken, falls ihr euch da selber noch ein bisschen mehr belesen wollt.

        Ich möchte jetzt hier zum Abschluss noch einmal betonen, dass ich euch auf keinen Fall vom Einkochen abhalten will! Im Gegenteil, ihr wisst, dass ich selber ganz süchtig nach Einkochen bin. Besorgt euch, wenn ihr Fleisch und Gemüse einkochen wollt, einfach einen Druckeinkochkessel, dann seid ihr auf der sicheren Seite. Und bei Obst könnt ihr weiterhin eure Ernte wie gewohnt im Wasserbad einkochen. 

        Gerade ist der Markt was Druckeinkochkessel anbelangt leider etwas abgegrast, was wahrscheinlich mit dem Coronavirus zu tun hat. Ich gehe aber stark davon aus, dass es bald wieder Kessel zu kaufen gibt, und wenn ich eine gute Adresse sehe, dann packe ich euch den Link gerne in den Artikel oder unter das YouTube-Video.

        Wenn du neben Einkochen noch andere Methoden zum Haltbarmachen ausprobieren willst, dann lies dir gerne diesen Artikel durch, da haben ich die wichtigsten Techniken zum haltbarmachen deiner Ernte für euch zusammengefasst.

        Wenn jemand von euch weiß wo man Eindruckkessel bekommen kann, schreibt das gerne in die Kommentare, da würden sich sicher einige freuen. 

        fermentierte Tomaten

        Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

        Tomaten-Fans aufgepasst! Heute wird’s funky! Wir werden zusammen Tomaten fermentieren!

        Ich fermentiere am liebsten Cherrytomaten in verschiedensten Varianten – da sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Für euch habe ich heute vier super leckere Varianten ausgesucht: mal ein bisschen scharf, mit Thymian, Rosmarin oder Basilikum und Knoblauch. Da ist sicher für jeden von euch etwas dabei.

        Viele Leute sind fermentierten Lebensmitteln gegenüber erst mal etwas skeptisch eingestellt, weil sie es einfach nicht kennen. Aber ich verspreche euch, jeder, dem ich meine fermentierten Tomaten bisher vorgesetzt habe, war absolut begeistert! 

        Die Tomaten bitzeln durch das Fermentieren ein bisschen auf der Zunge, quasi wie mini Sternenexplosionen in deinem Mund. Das ist richtig lecker und die Gläser sind immer ruck zuck leer gefuttert.

        Deswegen würde ich sagen, bevor uns noch allen das Wasser im Mund zusammenläuft, legen wir mal los! ;)

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        Fermentieren – welches Zubehör ihr braucht (und welches nicht)

        Das tolle Tolle am Fermentieren? Es funktioniert mit einfachen Techniken ohne viel Zubehör und teurem Schnickschnack. 

        Was ihr braucht sind Gefäße und etwas zum Beschweren. 

        Die Tomaten könnt ihr einfach in Schraubgläser füllen, dafür eignen sich zum Beispiel alte Honig- oder Gurkengläser ganz wunderbar. 

        Zum Beschweren finde ich sogenannte Fermentier-Gewichte (am besten mit Griffen) praktisch, ihr könnt anstelle dieser ziemlich überteuerten Glasgewichte aber auch einfach flache Steine verwenden.

        Tomaten fermentieren Gewichte

        Lust, das Rezept in Aktion zu sehen? :) Dann schau doch mal bei der Youtube-Variante dieses Artikels vorbei:

        Tomaten fermentieren – Schritt für Schritt!

        Schritt 1: Alles muss sauber sein

        Bevor es richtig losgeht, putze ich erst einmal die Gläser und spüle sie anschließend mit heißem Wasser aus, damit da keine Bakterien mehr rumkreuchen und fleuchen, die uns den Spaß an unseren Tomaten verderben könnten.

        Auch die Deckel und Gewichte (oder Steine) koche ich immer mit heißem Wasser ab, dann ist der erste Schritt für eine erfolgreiche Fermentation auch schon getan. ;)

        Schritt 2: Setze eine Salzlake an 

        Als nächstes setze ich meine Salzlake an, die schafft das perfekte Klima für die Milchsäurebakterien und sorgt dafür, dass die Tomaten auch schön lange haltbar sind. 

        Für die Salzlake brauchst du pro Liter kochendem Wasser 2,5 EL nicht jodiertes Salz, zum Beispiel Meersalz. Das Salz einfach unterrühren und warten, bis das Wasser abgekühlt ist und sich das Salz aufgelöst hat.

        tomaten fermentieren salzlake

        Übrigens: Die Milchsäurebakterien, von denen ich eben gesprochen habe, die quasi die ganze Arbeit bei der Fermentation leisten, sind bereits auf euren Tomaten vorhanden. Deswegen ist es super, wenn ihr die Tomaten nicht super gründlich abwascht. Das geht natürlich nur, wenn sie sauber sind. Falls sie etwas schmutzig sind, könnt ihr zuerst probieren, die Tomaten mit einer Bürste zu putzen.

        Wenn das auch nicht reicht, könnt ihr die Tomaten natürlich auch abwaschen, aber es klappt besser mit ungewaschenen Tomaten.

        Wenn jetzt aufgrund der Bakterien wieder der Gruselfaktor kommt, dann hier nur nochmal eine kleine Erinnerung, dass fermentierte Lebensmittel in unserem Alltag allgegenwärtig sind. Käse, Joghurt, Bier, all diese Lebensmittel sind durch Fermentation entstanden, auch unser leckeres Sauerteigbrot. Wenn ihr dazu mal ein Rezept wollt, könnt ihr dafür gerne bei diesem Artikel vorbeischauen. :)

        Schritt 3: Befülle deine Gläser so, dass nichts schimmeln kann 

        Jetzt kannst du die Tomaten ein paar Mal mit einem Zahnstocher anpiksen, sodass die Milchsäurebakterien ein leichtes Spiel haben. Danach sind die Tomaten bereit, um in die Gläser gefüllt zu werden. Ich habe als erste Variante zu meinen Tomaten Thymianzweige und Chilis hinzugegeben. Wenn das Glas bis oben hin mit Tomaten, Thymianzweigen und Chilis gefüllt ist, wird das Glas mit der Salzake aufgefüllt und alles mit einem Gewicht beschwert. 

        Tomaten fermentieren 4

        Hierbei gibt es jetzt zwei ganz wichtige Dinge zu beachten: 

        • Die Salzlake muss vor dem Einfüllen in die Gläser schön abkühlen, sonst killt ihr eure Milchsäurebakterien und der Fermentationsprozess ist dahin.
        • Der gesamte Inhalt eures Glases muss von dem Gewicht unter Wasser gehalten werden. Kommen auch nur das kleinste Fitzelchen Gemüse oder ein paar Kräuter an die Oberfläche und somit mit Luft in Berührung, besteht Schimmelgefahr! 

        Kleiner Tipp: Wenn ihr einen extra Kick Schärfe wollt, dann könnt ihr die Chilis halbieren oder in Ringe schneiden. Dann würde ich euch aber empfehlen, die kleinen Kerne rauszumachen, da diese leicht an die Oberfläche treiben und so für Schimmel in eurem Glas sorgen können. 

        Für die zweite Variante habe ich Rosmarinzweige zu den Cherrytomaten hinzugefügt. Bei den Kräutern müsst ihr ein bisschen aufpassen, die übertragen ihren Geschmack nämlich ziemlich stark, also seid da nicht zuuu großzügig. :P

        Tipp: Damit auch die Kräuter nicht auftreiben verwende ich ganze Zweige, anstatt die Kräuter klein zu hacken. ;)

        Die dritte Variante besteht aus Tomaten und Thymianzweigen. Mein absolutes Lieblingskraut, da könnte ich mich wirklich reinlegen. 

        Und für die vierte und letzte Variante habe ich Knoblauch und Basilikumblätter zusammen mit den Tomaten in das Glas gefüllt. Den Knoblauch habe ich dafür einfach nur geschält und ganz unten ins Glas gepackt. Das ist tatsächlich auch meine liebste Variante, also probiert zumindest diese unbedingt mal aus. :)

        Wenn du Steine zum Beschweren verwenden möchtest, such dir am besten Exemplare, die ungefähr so groß wie die Öffnung deines Glases sind. Damit auch wirklich alles unter die lake gedrückt wird, habe ich darunter noch ein passgenau zurechtgeschnittenes Kohlblatt aus meinem Garten gelegt. So einfach kann Fermentieren sein.

        Tomaten fermentieren 1

        Hilfe – meine Lake wird ganz trüb

        Wenn deine Lake anfängt, trüb zu werden, musst du dir überhaupt keine Gedanken machen. Tatsächlich ist das ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass die Milchsäurebakterien in deinem Ferment richtig gut arbeiten. 

        Es kann auch mal vorkommen, dass sich auf deinen Gläsern Kahmhefe bildet. Das ist eine dünne weiße Schicht an der Oberfläche, die aber nicht wie Schimmel pelzig ist, sondern eher runzelig wie Elefantenhaut aussieht. Sie ist absolut ungefährlich. Ihr könnt sie sogar drauflassen oder wenn sie euch stört, einfach abschöpfen. 

        Fermentieren – Checkliste, so geht garantiert nichts mehr schief

        Wenn ihr auch noch andere Gemüse fermentieren wollt, dann ladet euch gerne meine kostenlose Checkliste herunter. Da habe ich nochmal für euch zusammengestellt, was es alles beim Fermentieren zu beachten gibt und wie ihr beispielsweise sichergehen könnt, dass eure leckeren Fermente auf jeden Fall schimmelfrei bleiben.

        Hol dir die Anti-Schimmel-Checkliste!

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          Kennt ihr noch andere tolle Rezepte zum Tomaten fermentieren und hat das Rezept schon mal jemand von euch ausprobiert? Lasst es mich in den Kommentaren wissen, ich bin schon ganz gespannt, von euch zu hören. 

          Kraeuter Auswahlfutter

          Wie Du Kräuter in der Hühnerhaltung verwendest

          Wenn du Hühner zur Selbstversorgung für Eier und Fleisch hältst, ist dir klar: Was ins Huhn kommt, landet auch irgendwann bei dir auf dem Teller. Auf Antibiotika willst du also möglichst verzichten!

          Zum Glück gibt dir dein Garten die beste Vorsorge-Apotheke, die deine Hühner brauchen:

          Kräuter.

          Welche Kräuter du für deine Hühner immer parat haben solltest und wie du sie am besten erntest, haltbar machst und verabreichst, erfährst du in diesem Artikel.

          Dies ist ein Gastartikel von Denise. Sie ist leidenschaftliche Hobbyhühnerhalterin, die Hühnerfans und Selbstversorger bei ihrem tollen Hobby unterstützen möchte. Sie betreibt mit huehner-kraeuter.de, einen in Deutschland einzigartigen Blog, auf dem sie Informationen zur naturnahen Hühnerhaltung aus aller Welt sammelt, ausprobiert und weitergibt. Denise interessiert sich besonders für Kräuter und ihre sanfte Heilwirkung auf Mensch und Huhn. Sie kreiert und vertreibt Kräutermischungen für Hühner und hat ein E-Book für Hobby-Hühnerhalter geschrieben, mit Tipps & Projekten für entspannte Hühnerhaltung, die Freude macht.

          Vielen Dank für deinen tollen Artikel, Denise!

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          Warum Kräuter für Hühner?

          Das Wichtigste, das du für gesunde Hühner tun kannst, ist vorbeugen. Hühner kaschieren Schwäche automatisch: bloß nicht auffallen, bloß nicht angreifbar sein, ist die Devise. 

          Was für dich beim schnellen Hinsehen noch wie ein gesundes Huhn aussieht, ist vielleicht schon ein kränkliches Huhn. Wenn du Dein Huhn also tatsächlich als krank wahrnimmst, geht es ihm vermutlich schon länger schlecht. Und Antibiotika sind dann oft Deine letzte Option.

          Dein Ziel ist es also, die Grundgesundheit deiner Hühner zu stärken, damit sie mit einem natürlichen Maß an Bakterien, Wurmbefall oder Parasiten problemlos klarkommen.

          Gartenkraeuter-fuer-gesunde Huehner

          Freilaufende Hühner haben mal Würmer, Ektoparasiten und kommen zwangsläufig mit schädlichen Keimen in Berührung. In der Natur ist schließlich nichts klinisch rein, oder?

          Ein starkes Immunsystem und ein gesunder Darm schützen und unterstützen deine Hühner in den verschiedenen Lebensphasen: beim Aufwachsen, beim Eierlegen, in der Mauser und im Alter. Mit Kräutern kannst du deine Hühner über das Futter, ihr Trinkwasser und im Legenest gesundheitlich begleiten.

          Mein Tipp: Nimm dir wirklich Zeit jeden Tag ein paar Minuten mit deinen Hühnern „abzuhängen“. Beobachte sie und schau dir jedes genau an. Wie läuft es, wie frisst es, sieht es wach und agil aus? Wie ist die Körperhaltung und das Gefieder?

          So erkennst du schnell, wenn ein Huhn mal rumhängt wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Dann kannst du Kräuter gezielt einsetzen. Sie bieten dir eine breite Palette an Wirkstoffen, um deine Hühner sanft zu stärken, ohne gleich den Chemiehammer zu schwingen – „Kuscheln statt Keule“ sozusagen.

          Was sind eigentlich „Kräuter“?!

          Äh, doofe Frage, oder?

          Kräuter, da denkst du an die italienische Würzmischung oder „Kräuter der Provence“ im Küchenschrank. Wenn du von Küchenkräutern sprichst, meinst du eigentlich immer ein grünes Gewächs, dass du abschneidest und dessen Stängel oder Blätter du frisch oder trocken zum Kochen verwendest.

          Dekorative Kraeuter

          Tatsächlich ist der Begriff „Kräuter“ (oder einfach „Kraut“) eher schwammig – „Kräuter“ ist was du draus machst! :) 

          Deine Spaghetti Bolognese würzt du mit „Küchenkräutern“ oder „Gewürzen“ – deine Hühner dagegen profitieren von „Heilkräutern“.

          Im Zusammenhang der Kräuterheilkunde umfassen „Kräuter“ also viel mehr als aromatisch duftendes Kraut: Heilkräuter sind Blätter & Stängel, Früchte & Beeren, Wurzeln, Rinden, Blüten und Samen. Dazu gehört das „Küchenkraut“ Oregano genauso wie die Ringelblume, der Knoblauch, Fenchelsamen oder die Zimtrinde.

          Welche Kräuter gehören in deinen Hühnergarten?

          Vor einiger Zeit hat Marie eine Liste von Kräutern gepostet, die gut im Schatten oder Halbschatten gedeihen. Und fast alle kannst du für deine Hühner nutzen – perfekt!

          Um Kräuter anzubauen, brauchst du wenig Platz im Garten. Heimische Kräuter sind winterhart und bieten alles, was du für deine Hühner-Kräuterapotheke brauchst.

          Hier sind ein paar Kräuter, die in keinem Hühnergarten fehlen sollten.

          Kräuter für’s Gemüsebeet: Knoblauch, Schnittlauch & Petersilie

          Knoblauch

          Diese Knolle bringt Vitalität in den Verdauungsprozess und wird traditionell gegen Darmparasiten wie Würmer verwendet. Er ist antiviral und antibakteriell und von daher wirksam gegen Viren, Bakterien, Würmer, Hefen und Pilze.

          Knoblauch unterstützt bei der Bekämpfung von Atemwegsinfektionen und verschleimten Atemwegen.

          Schnittlauch ist sowas wie die milde Form des Knoblauchs: perfekt zur Fütterung von Küken, deren Darmflora noch im Aufbau ist.

          Petersilie

          Dieses Kraut enthält die Vitamine A, B, C, sowie Kalzium und Eisen. Es unterstützt die Federbildung und die Entwicklung von Blutgefäßen: perfekt bei der Kükenaufzucht. Petersiliensamen im Futter fördern die Legetätigkeit und Eiqualität.

          Kräuter für die Küche: Oregano, Thymian, Salbei

          Kuechenkraeuter

          Was kann Oregano?

          Oregano ist reich an Vitaminen wie C, E und K, sowie an Kalzium und Antioxidantien. Es wirkt immunverstärkend und antibakteriell. Die bioaktiven Komponenten Carvacrol, Thymol, Beta-Terpinen und p-Cymol im Oregano hemmen das Wachstum pathogener Bakterien wie E.coli und Salmonellen.

          Oregano ist wirksam in der Prävention von Kokzidiose und daher perfekt für die Kükenaufzucht geeignet. Das Kraut wirkt stimulierend auf das Verdauungssystem, verbessert die Futteraufnahme und fördert das Wachstum.

          Thymian & Salbei sind gute Kräuter für die Atemwege

          Beide Kräuter wirken antibakteriell (teilweise antiviral), entzündungshemmend und schleimlösend. Thymian ist wirksam bei jeder Art von Ungleichgewicht der Atemwege oder verschleimten, verstopften Nebenhölen. Es ist zudem appetitanregend und stimuliert die Versorgung des Verdauungstraktes mit Blut und Sauerstoff.

          Salbei hat, wie Thymian, eine trocknende Energie, die Schleim löst, verflüssigt und trocknet. Der hohe Tanningehalt strafft das Gewebe und macht es unempfindlicher gegen Krankheitserreger und Infektionen.

          Kräuter im Staudenbeet: Pfefferminze & Zitronenmelisse

          Kraeuter Staudenbeet

          Pfefferminze

          Sie fördert die Gesundheit der Atemwege, regt die Federbildung und die Legetätigeit an. Gleichzeitig verbessert Pfefferminze die Eiqualität und die ätherischen Öle in Pfefferminze sind antimikrobiell und wirken gegen eine Reihe von bakteriellen, viralen und Pilzinfektionen.

          Zitronenmelisse 

          Dieses Kraut lindert Angstzustände und Nervosität. In Kombination mit Baldrian wurde festgestellt, dass Zitronenmelissen-Präparate das Sozialverhalten und die Symptome bei Kindern mit Hyperaktivität, Konzentrationsproblemen und Impulsivität signifikant verbesserte. 

          Von Kindern auf Hühner zu schließen, bzw. auf Tiere allgemein ist nicht so abwegig. In der Tier-Kräuterheilkunde werden Tiere als Gruppe gerne sensibleren Menschen gleichgestellt, wie eben Kindern.

          Außerdem wirkt Zitronenmelisse karminativ: lindert also Verdauungsstörungen (besser: „Blähungen“) die z.B. durch Stressituationen entstehen.

          Für mich ist Zitronenmelisse eines der Kräuter, das z.B. einer Glucke im Trinkwasser guttut und auch einer etwas gestressten Hühnerschar wieder ins Gleichgewicht helfen kann.

          Kräuter im Blumenbeet: Lavendel, Kamille, Ringelblume & Schafgarbe

          Duftende Blüten wie Lavendel und Kamille kommen bei mir ins Legenest und ins Gluckennest. Die ätherischen Öle werden beim Bewegen freigesetzt und wirken beruhigen und entspannend auf die Hennen.

          Wilde Kraeuter Wiese

          Ringelblume

          Diese hübsche Blumeist ein Allrounder in der Kräuterheilkunde. Sie wirkt antibiotisch, entzündungshemmend und schmerzlindernd, deswegen ist sie perfekt geeignet zur Salbenherstellung oder für Tinkturen für die Wundheilung.

          Über das Futter verabreicht, hilft sie dem Körper, Krankheitserregern zu widerstehen. Ringelblume wirkt antimykotisch gegen Hefewachstum im Darm.

          Schafgarbe

          Schafgarbe stärkt die Leberfunktion und unterstützt die Entgiftung. Sie wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd und beugt Durchfallerkrankungen vor. Ihre keimtötende, blutstillende Wirkung kannst du äußerlich bei der Wundbehandlung nutzen.

          Kräuter, die von selber kommen: Brennnessel, Löwenzahn & Spitzwegerich

          Brennnessel

          Sie hat einen hohen Gehalt an Mineralstoffen (vor allem Eisen und Kalzium) und wirkt energetisierend auf den ganzen Körper – besonders auf die Blutbildung.

          Die Brennnessel unterstützt vor allem Legehennen in ihrer Immunkraft, verbessert die Eiqualität & macht eine kräftige Dotterfarbe. Das Verfüttern von Brennnesselsamen kann die Legetätigkeit anregen.

          Löwenzahn

          Er ist reich an Vitamin (A, B, C und D) und Mineralien wie Eisen, Kalium und Zink. Es gilt als allgemeines Gesundheitstonikum & Entgiftungsmittel. Die Bitterstoffe unterstützen besonders die Leber und regen die Verdauung an.

          Löwenzahn sorgt für sattgelbe Eidotter und unterstützt deine Hühner bei der Abwehr von Endoparasiten.

          Spitzwegerich

          Dieses Gewächs wirkt entzündungshemmend und adstringierend. Ich verwende ihn vor allem äußerlich kleineren Wunden oder Hautirritationen, z.B. nach starkem Befall von Federlingen.

          Anspruchsloser Spitzwegerich

          Kräuter für Frühling & Sommer

          Wenn Würmer, Käfer und Co. als selbst gesuchte Leckerli locken, tun Kräuter gut, welche die Darmgesundheit unterstützen und Endoparasiten vorbeugen wie Knoblauch/Schnittlauch, Oregano, Thymian, Ringelblume, Thymian. Löwenzahn, Brennnessel & Schafgarbe regen die Verdauung an und unterstützen die Leber bei der Entgiftung.

          Deine Legehennen profitieren besonders von Brennnessel und Petersilie für eine gute Eiqualität, verbesserte Legeleistung und eine schöne Eidotterfarbe.

          Kräuter ernten – was gibt’s zu beachten?

          Die beste Zeit für die Ernte der meisten Kräuter ist morgens. Wenn du die Kräuter direkt verfütterst ist es egal, wenn sie noch ein bisschen feucht sind – für die Vorratstrocknung wartest du auf den späten Vormittag: Der Tau ist dann bereits getrocknet, aber die Sonne hat noch keine Gelegenheit gehabt, die frisch produzierten ätherische Öle zu verbrennen.

          Kraeuter Nest

          Wenn du Blüten wie z.B. Ringelblumen erntest, nimm Blüten, die sich kürzlich geöffnet haben. Ernte bevorzugt junge Blätter, die frei von braunen Rändern und Insektenfraß sind.

          Für’s Verfüttern, für Tinkturen, Tees oder Salben eignen sich getrocknete oder frische Kräuter gleich gut.

          Mein Tipp: leg dir auf alle Fälle einen Vorrat deiner liebsten getrockneten Kräuter an. Damit kannst du spezielle Mischungen für Futter oder Tee im Voraus zubereiten und hast sie das ganze Jahr über griffbereit. Gerade im Winter ist mein Kräuterverbrauch recht hoch – ich gleiche damit das fehlende Grün aus, dass meine Hühner im Sommer selber sammeln.

          Frisch gepflückte Kräuter gebe ich eher den Küken. Sie schlüpfen im Frühsommer, wenn es Schnittlauch, Löwenzahn und junge Brennnessel gibt. Ganz klein geschnippelt sind sie die perfekte Ergänzung zu Deinem Kükenfutter – egal ob selber gemischt oder Kükenstarter.

          Kräuter trocknen

          Das Wichtigste beim Trocknen deiner Kräuter: schön luftig müssen sie liegen. Ein Trockengestell ist nichts anderes als ein Rahmen, der mit einem luftdurchlässigen Gewebe bespannt ist. z.B. ein Bilderrahmen, auf den du von einer Seite feinen Draht oder Käseleinen (auch Seihtuch genannt) drauftackerst. Fertig ist dein Trockengestell.

          Kraeuter trocknen

          Wenn du gleich mehrere davon bastelst, kannst du sie sogar stapeln: achte darauf, zwischen die einzelnen Lagen Klötzchen zu stellen, damit die Rahmen schön luftig übereinander stehen. Die Luft muss gut zirkulieren, damit alle Pflanzenteile gleichmäßig getrocknet werden und sich kein Schimmel bilden kann!

          Verteile deine geernteten Kräuter großflächig, ohne sie zu stapeln. Jeder Stängel, jedes Blatt soll Platz haben. Das Trocknen an der Luft dauert mehrere Tage (je nach Wetter/Temperatur) und braucht etwas mehr Aufmerksamkeit deinerseits: jeden 2. Tag solltest du deine Kräuter wenden um sicherzugehen, dass nichts schimmelt und alle Pflanzenteile gleichmäßig getrocknet werden.

          Tipp: Du kannst viele Kräuter auch im Dörrautomat trocknen – damit hast du in wenigen Stunden Deine Kräuter lagerfähig gemacht.

          Das Trocknen in Büscheln, die du kopfüber an einem sonnigen, luftigen Ort aufhängst, klappt auch. Hier musst du wirklich jeden Tag prüfen, dass sich kein Schimmel zwischen den Blättern und Stängeln bildet.

          Wie kannst du die Kräuter verfüttern?

          Option 1: Du gibst die Kräuter direkt ins Futter

          Einfach frisch oder getrocknet kleinschnippeln und untermischen. Am besten klappt das mit leicht angebatztem Weichfutter. Nicht alle Kräuter werden freiwillig gefressen – um zu verhindern, dass Deine Hühner „aussortieren“ (und darin sind sie ja Meister), gibst du deiner Futtermischung einfach einen Schluck Wasser, Kräutertee oder Fermentationslake bei. Die fruchtkrümelige Konsistenz eignet sich perfekt um Kräuter und Blüten zu verfüttern.

          Huehnerfutter mit Kraeutern

          Getrocknete Kräuter kannst du auf Vorrat zu eigenen Mischungen verarbeiten, die genau auf die Bedürfnisse deiner Hühner abgestimmt sind. So mache ich das mit meinen Kräuterkuren, die ich regelmäßig gebe. Also z.B. immer im Frühjahr. Dann gibt’s für meine Legehennen eine Mischung zur Anregung und Unterstützung der Legetätigkeit, die auch noch sattgelbe Dotter macht.

          Im Sommer habe ich eine fertige Mischung, die gezielt die Darmgesundheit fördert und erfrischt. Für den Winter mische ich Kräuter und Blüten, die wärmen und die Atemwege gesund halten.

          Wie lange dauert eine Kräuterkur?

          Vorbeugende Kräuterkuren gebe ich über 3 Wochen, ca. 4 Mal im Jahr. Ich mische pro Kilo Futter ca. 8g Kräutermischung.

          Option 2: Tässchen Tee für deine Hühner

          Kräutertee im Trinkwasser ist eine super Möglichkeit um deine Hühner sanft gesundheitlich zu unterstützen. Du kannst entweder das Trinkwasser kurweise komplett durch Kräutertee ersetzen (nicht länger als 1 Woche) oder regelmäßig etwas Kräutertee beigeben (ca. 1 Teil Tee auf 3 Teile Wasser).

          Kräutertee gebe ich gerne im Winter mit ins Wasser, weil ich da das Trinkwasser sowieso wärmer einfülle. z.B. Oregano + Thymian + Salbei: Alle drei sind von ihrer Energie her warm und trocken und unterstützen deine Hühner bei der Abwehr von Bakterien und Entzündungen. 

          Im Hochsommer gebe ich gerne Kräuter, die eine kühlendere Energie haben, wie Kamille, oder Zironenmelisse. Wenn es unerträglich heiß ist und deine Hühner gestresst, aggressiv und mit Verdauungsbeschwerden reagieren, wirkt ein kühler Tee aus diesen Pflanzen ausgleichend. Übrigens: Kamillentee immer gut zugedeckt ziehen lassen.

          Viel mehr = wirkt mehr?

          Obwohl Kräuter ihre Heilkraft auf eine sanfte, unterschwellige Art entfalten, sind sie nicht automatisch ungefährlich! Auch (oder: gerade?) in der Pflanzenheilkunde kommt es auf die Dosierung an. Kinder beispielsweise reagieren auf bestimmte Pflanzen zu sensibel und wenn du vorhast deine Hühner mit Kräutern zu behandeln oder zu stärken, darfst du sie schon in die gleiche Gewichtsklasse wie sehr junge Kinder einordnen.

          Die Kräuter, die ich in diesem Artikel vorgestellt habe, kannst du zwar bedenkenlos verfüttern, aber es ist umstritten, ob sich bei regelmäßigem Verzehr nicht eine Art „Gewöhnungseffekt“ einstellt und die Kräuter damit ihre heilende Wirkkraft auf den Organismus einbüßen.

          Mein Tipp: Verfüttere Kräuter kurweise und variiere die Zusammensetzung für deine Kräutermischungen. Bei der Fülle an heimischen Heilkräutern sind die Möglichkeiten (fast) endlos. Viel Erfolg beim Pflanzen, Ernten und Anwenden!

          Wenn du dich für die naturnahe Hühnerhaltung interessierst, dann schau auf meinem Blog vorbei und hol dir gerne meinen kostenlosen Kräuterplan mit den TOP 12 Kräutern für Hühner.

          haltbar machen einkochen

          6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

          So langsam rollt die Erntewelle im Garten heran und die Küche ist am Überquellen mit leckerem Obst und Gemüse.  Damit ist die Haltbarmach-Saison offiziell eröffnet und du kannst loslegen, die Ernteüberschüsse, die jetzt im Sommer anfallen, haltbar zu machen. 

          So kannst du auch im Winter noch Tomaten, Zucchini, Auberginen und Co. und auch Obst aus deinem Garten schlemmen! :)

          Wir versuchen, uns als Familie das ganze Jahr über aus unserem Garten zu versorgen. Deswegen läuft den Sommer über der Einkochkessel eigentlich non-stop! 

          Welche anderen Haltbarmachen-Techniken es neben dem Einkochen sonst noch gibt und welche Vor- und Nachteile sie jeweils mit sich bringen, zeige ich dir in diesem Artikel. Los geht’s:

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          1. Fermentieren

          Legen wir los mit dem Fermentieren, das ist meiner Meinung nach einer der besten Techniken um Gemüse haltbar zu machen, wenn nicht die beste Technik überhaupt. :)

          Bei fermentiertem Gemüse denken alle wahrscheinlich sofort an Sauerkraut, dabei kann man so gut wie jedes Gemüse fermentieren! Und fermentiertes Gemüse ist nicht nur super lecker, sondern auch sehr gesund.

          Denn:

          Beim Fermentieren gehen die Vitamine und Spurenelemente nicht verloren, sondern bleiben erhalten. Die Milchsäurebakterien, die deine Ernte konservieren, produzieren sogar noch mehr Vitamine, je länger du dein Gemüse lagerst.

          Abgefahren, oder?!

          Ein weiteres Plus ist, dass du fermentiertes Gemüse ganz ohne Kühlung lagern kannst. Wir haben unsere Fermente einfach in einem ungeheizten Treppenhaus stehen und das funktioniert super. So könnt ihr auch ganz ohne kühlen Keller eine große Vielfalt ein Gemüse haltbar machen.

          Du hast mehr Lust auf ein Video? Dann geht es hier zur Youtube-Variante dieses Artikels:

          Das Fermentieren ist in den letzten Jahren wieder richtig in Trend gekommen und man findet mittlerweile zahlreiche Rezepte da draußen. Passt aber ein bisschen auf: Nicht alle Rezepte sind darauf ausgelegt, die Fermente über einen längeren Zeitraum zu lagern.  

          Übrigens: Ich habe eine Checkliste erstellt, in der du Schritt-für-Schritt -Anleitungen zum Haltbarmachen deiner Ernte findest und in der ich für jedes Obst und Gemüse die geeigneten Techniken aufliste:

          2. Einkochen

          Wer bei meiner Vorratskammer-Tour dabei war, wird wahrscheinlich wissen, dass ich süchtig nach einkochen bin. Einkochen ist eine richtig tolle Haltbarmachen-Technik, weil du deine haltbar gemachten Schätze später super einfach in der Küche verwenden kannst.

          Gerade wenn du mal einen stressigen Tag hast und dir dann nur die selbstgemachte Tomatensoße aus dem Regal schnappen musst, um in Windeseile eine Lasagne zaubern zu können, ist das echt super toll. 

          haltbar machen einkochen

          Ich bin auch immer wahnsinnig stolz auf unser Einkochregal freue mich wie ein Kind, wenn sich im Herbst die Einkoch-Regale füllen.

          Einkochen ist auch unglaublich universell! Du kannst zum Beispiel auch wunderbar ganze Gerichte wie Gemüseeintöpfe einkochen. Das ist dann quasi selbstgemachtes Fast Food. ;)

          Aaaber ganz wichtig:

          Gemüse und Fleisch müssen in einem Druckeinkochkessel haltbar gemacht werden, da sonst die Gefahr besteht, dass sich Botulismus-Bakterien im Glas bilden – und die sind potenziell tödlich. Wenn du selber einkochst, solltest du dich unbedingt mit dem Thema Botulismus befassen, sodass du weißt, wie du sicher einkochst.

          3. Naturbelassen Lagern 

          Einige Gemüse wie Kürbisse, Trockenerbsen, Trockenbohnen, Knoblauch, Zwiebel oder auch Nüsse muss man überhaupt nicht verarbeiten, um sie haltbar zu machen. Du kannst sie einfach an einem trockenen Ort lagern. 

          haltbar machen zwiebeln

          Wir fassen Zwiebeln und Knoblauch nach der Ernte immer zu Bündeln zusammen, die ich dann im Gewächshaus aufhänge, sodass sie vor dem Trocknen nochmal richtig schön durchtrocken können. Das Trocknen klappt dort wunderbar und der Knoblauch ist so fast bis zur nächsten Ernte haltbar. 

          Kleiner Tipp: Wenn euer Knoblauch jetzt noch in der Erde ist, wird es höchste Zeit, ihn zu ernten. ;)

          Ganz ähnlich funktioniert das Einmieten. Dabei kannst du beispielsweise Wurzelgemüse in Sand einschlagen und in einer Erdmiete lagern. Wir haben dafür eine Wäschetrommel eingegraben, in der wir unter anderem Rote Bete und Möhren lagern.

          Wer einen kühlen Keller zur Verfügung hat, kann dort Kohl (ganz wichtig ist, dass du den mit der Wurzel ausreißt) verkehrt herum aufhängen und so super lagern. Da Kohlköpfe aber sowieso ziemlich winterhart sind, könnt ihr die auch mit etwas Schutz draußen im Beet stehen lassen und nach und nach ernten. 

          4. Einfrieren

          Das Einfrieren ist eine Technik zum Haltbarmachen der Ernte, die wir nur in sehr kleinen Umfang nutzen. Wir frieren vor allem unser Fleisch ein und auch ein bisschen Obst und Gemüse. Das ist aber so wenig, dass es kaum ins Gewicht fällt. 

          haltbar machen

          Mein großes Problem beim Einfrieren ist, dass man doch sehr abhängig von der dauerhaften Stromversorgung ist und einfrieren weder umweltfreundlich noch besonders natürlich ist. Letztes Jahr hatten wir einen Stromausfall über 24 Stunden und mussten bangen, dass unser Ziegenfleisch das ganze übersteht. Unser Gefrierschrank konnte die Temperatur zum Glück lange genug halten, aber das hat mir nochmal vor Augen geführt, dass ich andere Haltbarmach-Techniken bevorzuge.

          5. Dörren und Trocknen

          Dörren und Trocknen sind auch tolle Techniken zum Haltbarmachen, besonders wenn man die Energie der Sonne nutzen kann.

          Ich benutze diese Technik vor allem für unsere Kräuter. Die hänge ich dann in Bündeln überall in der Wohnung auf, zum Beispiel an unserem Kronleuchter in der Küche, dann sieht der gleich noch ein bisschen hübscher aus. ;)

          haltbar machen kräuter

          Auch unsere Frühlingszwiebeln trockne ich gerne, indem ich sie kleinschneide und sie einfach in der Sonne auf einem Tuch ausbreite, wenn es mal für ein paar Tage sehr sonnig und heiß ist. Zwischendurch ab und zu wenden, damit die Frühlingszwiebeln von allen Seiten gut trocknen. Im Winter kannst du sie dann wunderbar mit heißem Wasser aufgießen und sie schmecken fast wie frisch geerntet.

          Von Dörrautomaten bin ich kein besonders großer Fan. Bei uns ist das gedörrte Obst und Gemüse schon zu oft verschimmelt. Ich finde generell, dass Dörren eine eher anspruchsvolle und

          nicht die anfängerfreundlichste Methode zum Haltbarmachen ist. Wenn du gute Tipps zum Dörren hast, dann freue ich mich über ein Kommentar von dir. Vielleicht kann ich mich mit dem Dörren ja doch noch anfreunden. :)

          6. In Essig, Alkohol, Salz oder Öl einlegen

          Die letzte Methode steht bei unserer Familie auch nicht besonders hoch im Kurs. Der Essig- und Alkoholgeschmack ist sehr speziell und man muss ihn einfach mögen. Mein Geschmack ist es nicht, aber wenn ihr da draußen gerne in Essig oder Alkohol einlegt dann macht das auf jeden Fall.

          Beim Einlegen in Öl gibt es wieder die Problematik mit Botulismus-Bakterien, denn die ganze Technik basiert ja auf dem Prinzip, Bakterien durch den Luftabschluss zu unterdrücken – und das funktioniert bei Botulismus-Bakterien nicht.

          Deswegen würde ich euch wirklich empfehlen, vom Einlegen in Öl die Finger zu lassen. Denn auch dabei können die fiesen kleinen Botulismus-Bakterien genau wie beim Einkochen ihre Gifte produzieren.

          Aber das ist ja kein Problem, wenn es so viele andere tolle Techniken gibt, mit denen du deine Ernte sicher haltbar machen kannst. :)

          Wenn ihr jetzt motiviert seid, euch euren eigenen Wintervorrat anzulegen, dann ladet euch gerne meine Wintervorrat-Checkliste herunter. Da habe ich euch ganz viele Tipps zusammengefasst und auch nochmal aufgelistet, welches Gemüse ihr mit welcher Methode haltbar machen könnt. 

          Was ist deine allerliebste Methode, um Obst und Gemüse haltbar zu machen? Was willst du dieses Jahr zum ersten Mal ausprobieren? Ich freu mich auf deinen Kommentar! :)

          Schnecken Artischocke

          24 Gemüse, die Schnecken meiden – Erober dir deinen Garten zurück!

          Wenn du einen Gemüsegarten hast, kennst du das vermutlich: Da steckt man so viel Liebe, Zeit und Energie in den Garten und – zack! – eine Nacht reicht aus und die Schnecken haben gefühlt den halben Garten leer gefressen. 

          Das kann ganz schön frustrierend sein!

          Aber wusstest du, dass es eine ganze Reihe Gemüse gibt, die Schnecken meiden? Das ist die einfachste Methode, um trotz Schneckenplage noch jede Menge eigenes Gemüse zu ernten.

          Welche Gemüse das sind? Hier kommt die ultimative Liste! ;)

          schnecken
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          24 Gemüse, die Schnecken nicht mögen

          Diese Gemüse stehen NICHT auf dem Speisezettel deiner schleimigen Mitgärtner:

          • Artischocken
          • Knoblauch
          • Tomaten
          • Zwiebeln
          • Chicoree
          • Spargel
          • Mangold
          • Lauch
          • Erbsen (sind nur jung anfällig)
          • Feldsalat
          • Fenchel
          • Gurken, Zucchini, Melonen und Kürbis (Jungpflanzen mit Schneckenkragen schützen)
          • Kartoffeln
          • Radicchio
          • Rhabarber
          • Rotblättriger gekrauster Salat (Lollo Rosso)
          • Rote Bete (in 90% der Fälle)
          • Endivie
          • Sellerie (Jungpflanzen schützen)
          • Spinat
          • Zuckerhut

          Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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            Ich habe in meinem Garten beobachtet, dass die Möhren in Mischkultur mit Zwiebel viel weniger von Schnecken heimgesucht werden als die ohne Mischkultur. 

            Erbsen und Sellerie sind auch nicht großartig schneckengefährdet, außer wenn sie noch sehr klein sind. Als Jungpflanzen sind sie definitiv nicht uninteressant für die Schnecken, aber sobald sie etwa 20 cm Höhe erreicht haben, könnt ihr erst einmal aufatmen. 

            Schnecken Erbsen

            Dasselbe gilt für Gurken, Zucchini, Kürbis und Melone. Bei diesen Kandidaten nutze ich für den Anfang immer einen Schneckenkragen, den ihr dann, wenn die Pflanzen aus dem Jungpflanzenstadium herausgewachsen sind, einfach entfernen könnt. Solche Schneckenkragen sind nicht teuer und wirklich eine Investition wert. 

            Schneckenkragen Schnecken

            Bei der Erstellung meiner Liste ist mir außerdem aufgefallen, dass Schnecken offenbar kein bitteres Gemüse mögen. Zuckerhut, Chicorée, Endivien, Radicchio – allesamt kein Hit für Schnecken. Wenn du die bittere Note magst, dann bau also auf jeden Fall ein paar mehr von diesen Kandidaten an. :)

            Und auch für die unter euch, die immer ganz traurig sind, dass all ihre Salate abgefressen werden, gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer, denn Lollo Rosso, der rote, gekräuselte Salat, ist für Schnecken uninteressant. Ich hab auch gerade welchen in meinem Garten gepflanzt.

            Was du sonst noch gegen Schnecken unternehmen kannst, erfährst du hier:

            Das hilft wirklich gegen Schnecken und Nacktschnecken!

            Habt ihr noch tolle Schneckentipps für das restliche Gemüse im Garten, dass für die Schnecken äußerst attraktiv ist? Dann schreibt sie gerne in die Kommentare damit wir den Schnecken zuvorkommen können. ;)

            Tomatenpflanzen ausgeizen Trieb

            Tomatenpflanzen ausgeizen + Tipps zur Tomaten-Pflege!

            Jetzt ist die Zeit, in der die Tomaten unsere volle Aufmerksamkeit im Garten wollen. Denn: Bei fast allen Tomatenpflanzen solltest du regelmäßig die Geiztriebe entfernen.

            Wie und wann du das am besten machst, welche Tomatenpflanzen du nicht ausgeizen musst und wieso das alles so wichtig ist, all das erzähle ich euch im heutigen Artikel.

            Tomaten ausgeizen Pin
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            Darum solltest du deine Tomatenpflanzen ausgeizen 

            Beim Ausgeizen geht es in erster Linie um die Gesundheit und Vitalität deiner Tomatenpflanzen. Ihr wisst, ich spreche immer wieder von der Krautfäule, die kann einem nämlich so richtig einen Strich durch die Ernte machen.

            Und dieser Krankheit könnt ihr unter anderem durchs Ausgeizen super vorbeugen. :-)

            Durch das Entfernen der Geiztriebe wird es nämlich zwischen den Pflanzen viel luftiger und die Pflanzen können besser abtrocken. Es gilt also: Je dichter eure Pflanzen nebeneinanderstehen, desto wichtiger ist das regelmäßige Ausgeizen. 

            Tomaten ausgeizen Gewächshaus

            Übrigens: Ausgegeizt werden alle Tomaten – egal ob sie im Freiland, im Gewächshaus oder auf dem Balkon stehen. 

            Durch das Ausgeizen kann die Pflanze außerdem all ihre Energie und Süße in die Früchte am Haupttrieb stecken und dann bekommt ihr ganz tolle, aromatische Tomaten. 

            Das Ausgeizen hilft auch gegen Ende der Saison dabei, dass die Pflanze ihre Energie nur noch in die Früchte steckt, die sie sowieso schon gebildet hat, damit die hoffentlich noch reif werden. Wenn ihr am Ende doch noch grüne Tomaten an der Pflanze hängen habt, dann ist das aber auch kein Problem und ihr könnt hier nachlesen, wie ihr die Tomaten zu Hause nachreifen lassen könnt.

            Psst: Wenn ihr nicht in Lesestimmung seid, könnt ihr euch hier die Youtube-Variante dieses Artikels anschauen:

            Tomatenpflanzen richtig ausgeizen – so findest du die Geiztriebe:

            Zum Ausgeizen orientiert ihr euch am besten am Stängel eurer Tomatenpflanze. In der Blattachse, also da, wo Haupttrieb und Fruchttrieb sich gabeln, da findet ihr den Geiztrieb. 

            Tomatenpflanzen ausgeizen Trieb

            Und den könnt ihr dann einfach rausbrechen. Am besten bricht man den Geiztrieb so früh wie möglich raus, damit die Pflanze erst gar nicht ihre Energie in den Trieb hineinlenkt. 

            Manchmal übersieht man aber auch mal einen Trieb und dann wird der schnell riesengroß. Da erreichen mich oft Nachrichten, die sagen:

            „Marie, ich kann doch jetzt nicht diesen riesigen Trieb herausbrechen, der blüht doch sogar schon und bald hängen da Tomaten dran.“

            Ich würde euch aber trotzdem empfehlen auch diese Triebe auszugeizen. Ich weiiiß, das tut einem im Herzen weh, aber für die Pflanze ist es letztendlich besser, sich auch von den großen Geiztrieben zu trennen.

            Wenn es euch ganz besonders schwerfällt, diese großen Triebe rauszubrechen, dann habe ich hier noch einen Tipp für euch:

            Ihr könnt den abgebrochenen Geiztrieb einfach ins Wasser stellen. Der Trieb wird dann bald anfangen, Wurzeln zu bilden. Dann kannst du den Trieb (wenn du noch Platz im Garten hast ;)) rauspflanzen und hast eine neue Tomatenpflanze. Die wird natürlich nicht mehr so groß wie die anderen Pflanzen, aber eine kleine Ernte wirft die Pflanze sicher noch ab. 

            Damit ihr sichergehen könnt, dass ihr auch wirklich keinen Geiztrieb vergessen habt, empfehle ich euch, von oben nach unten jede Blattachse am Haupttrieb entlang abzufahren und zu checken, ob sich da noch ein Trieb versteckt hat oder nicht. 

            So geht euch wahrscheinlich kein Geiztrieb mehr durch die Lappen. ;) 

            Wichtig für diejenigen von euch, die Freilandtomaten anbauen:

            Wenn es nass ist, solltest du deine Tomaten nicht ausgeizen, denn offene Wunden, die beim Abbrechen der Triebe entstehen, sind bei Nässe Einttrittspforten für Krankheiten. Also wartet am besten mit all euren Pflegemaßnahmen, bis die Pflanze richtig abgetrocknet ist. 

            Tomaten ausgeizen

            Tomatenpflanzen ausgeizen – diese Ausnahmen gibt es:

            Zu jeder Regel gibt’s Ausnahmen, auch bei den Tomaten. Buschtomaten und Zwergtomaten bleibt das Ausgeizen erspart. Das liegt daran, dass bei diesen Sorten genetisch von vorneherein festgelegt ist, wie viele Blüten und Früchte sie bilden können. Wenn ihr Geiztriebe von Buschtomaten oder Zwergtomaten, dann habt ihr auch gleich eine kleinere Ernte. 

            Alle anderen Tomatenpflanzen kannst (und solltest) du aber ausgeizen.

            Ein anderer Sonderfall ist, wenn ihr eure Tomaten nicht eintriebig, sprich mit nur einen Hauptrieb, sondern zweitriebig erzieht. Solche mehrtriebigen Tomatenpflanzen findet man aber eher im Profianbau und meist nur mit veredelten Tomaten. 

            Für den Tomaten Anbau zu Hause würde ich schon jedem empfehlen seine Tomaten eintriebig zu erziehen, sprich jeden Geiztrieb zu entfernen, der euch unter die Finger kommt. ;)

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              Hilfe ich habe ausversehen meinen Haupttrieb ausgegeizt – was tun?

              Es passiert manchmal schneller als man denkt und schwupps hat man statt dem Geiztrieb den Haupttrieb der Pflanze abgebrochen. Falls euch das passiert: Erstmal keine Panik, ihr könnt jetzt ganz einfach einen der oberen Geiztriebe nehmen und diesen an eurer Rankhilfe emporleiten. 

              Dieser wird dann der neue Haupttrieb und auch wenn das die Pflanze natürlich ein bisschen in ihrer Entwicklung zurückwirft, sollte sie auch so noch wunderbar leckere Tomaten produzieren können. 

              Noch mehr Tipps zum Tomaten-Pflegen

              Aber nicht nur das Ausgeizen ist wichtig, wenn du Tomaten anbaust. Hier sind weitere Anleitungen, die dir zu einer dicken Ernte verhelfen:

              Tomaten richtig düngen: Nutzt du diese 3 Methoden?

              Die 24 häuftigsten Tomaten-Probleme: Schadbilder und Rettungsmaßnahmen!

              Tolle Mischkultur-Partner für dein Tomatenbeet!

              Wie verwöhnt ihr eure Tomatenpflanzen? Habt ihr noch mehr Tipps zum Ausgeizen? Ich freue mich, unten in den Kommentaren von euch zu hören!

              Zierkohl Gemüse anbauen Winter

              30 Gemüse, die du im Winter ernten kannst (und jetzt säen musst!)

              Die Tomaten sind gerade erst in die Erde gekommen und der Sommer steht eigentlich noch vor der Tür und da komme ich und erzähle euch es ist Zeit für Wintergemüse?

              Ja tatsächlich ist genau JETZT die Zeit, in der es mit den ersten Aussaaten für das Gemüse im Winter losgeht, wenn ihr auch dann noch eine bunte Palette an leckeren Gemüsen aus eurem Garten ernten wollt. 

              Was viele nicht wissen:

              Auch im Winter gibt es noch eine riesengroße große Fülle an Gemüse, das man frisch aus dem Garten ernten kann. Ich stelle euch heute meine Gemüse-Lieblinge vor, die ihr super im Winter anbauen könnt und von denen ihre fast alle jetzt bereits aussäen solltet. Also los geh’s!

              Übrigens: Auch dein Boden und seine Bodenlebewesen freuen sich über Bepflanzung in den Wintermonaten. So gibt es reichlich Futter und der Boden wird vor beispielsweise Erosion geschützt. Also Win-win-Situation für dich und deinen Garten. :-)

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              Gemüse anbauen im Winter!

              Kohlrabi – winterhärter als man meinen mag

              Fangen wir gleich mal mit unserem ersten Kandidaten an: dem Kohlrabi. Das wundert sicher einige von euch, aber Kohlrabi ist tatsächlich viel winterhärter als es ihm z.B. in Gartenbüchern zugeschrieben wird. Wir bauen Kohlrabi im Winter sogar im Freiland an, aber auch im Gewächshaus oder Frühbeet wächst er über den Winter natürlich wunderbar. 

              Kohlrabi Gemüse anbauen Winter

              Wenn es einmal richtig kalt werden sollte, oder mehrere Nächte Minustemperaturen herrschen, kann man den Kohlrabi einfach mit einem Gärtnervlies abdecken. So ein Vlies kann einen Temperaturunterschied von bis zu 5 Grad ausmachen – also ein richtig effektiver Schutz vor kalten Nächten!

              Karotten auch im Winter anbauen!

              Karotten baue ich auch super gerne im Winter an. Wir lassen die Karotten einfach nach dem Sommer auf dem Beet stehen und decken sie mit Stroh ab. Über den Winter können die Karotten dann nach Bedarf geerntet werden und vor allem nach dem ersten Frost schmecken sie dann richtig süß. Fast wie Süßigkeiten! ;)

              Ich baue am liebsten die Sorten “Milan“ und “Gonsenheimer Treib“ an. Beide können super auf dem Beet überwintern und sind richtig lecker. 

              Der beste Salat für die kalten Monate

              Weiter geht es mit dem französischen Wintersalat “Baqieu“, den auch mittlerweile schon richtig viele von euch anbauen. Der ist frosthart und eignet sich super für den Winteranbau auch ohne Gewächshaus oder Frühbeet. 

              Baquieu Gemüse anbauen Winter

              Chicorée treiben im Winter

              Für die Aussaat von Chicorée ist es jetzt auch schon höchste Eisenbahn. Die Pflanze bildet bis zum Herbst richtig schöne Wurzeln aus, die man dann ausgräbt und im Keller einschlägt, damit man sie im Winter treiben kann.

              Eine richtig spannende Angelegenheit! Ich werde euch dieses Jahr bei der Chicorée Treiberei auf jeden Fall mitnehmen.

              Natürlich fehlt einem als Selbstversorger im Winter das typische Sommergemüse wie Tomaten oder Paprika, weil wir Gemüse so gut wie nie im Supermarkt kaufen. Aber mit einer großen Vielfalt an Wintergemüsen (und einem voll gefüllten Vorratsschrank mit eingekochten oder fermentieren Köstlichkeiten) ist das wirklich kein Problem.

              Im Gegenteil:

              Wir entwickeln immer ein enorme Vorfreude und Wertschätzung für jedes Gemüse, das zum ersten Mal im Jahr reif wird. So, wie sich viele Leute jedes Jahr auf den ersten Spargel freuen – außer dass das bei uns für so ziemlich jedes andere Gemüse auch gilt. ;)

              Übrigens: Heute nicht in Leselaune? Dann kommt ihr hier zur Youtube-Variante von diesem Artikel:

              Flower Sprouts: eine neue Winter-Züchtung

              Ein Gemüse, das ich dieses Jahr zum ersten Mal ausprobiere und das auch winterhart ist, sind Flowersprouts. Flowersprouts sind eine Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl und bilden an den Stängeln Rösschen aus. Die sind nicht dicht gepackt wie die von Rosenkohl, sondern ähneln eher den Blättern von Grünkohl. Ich bin schon sehr gespannt, wie gut das klappt. 

              Was ihr bei Flowersprouts noch wissen müsst ist, dass es sich hierbei um eine Hybridzüchtung handelt. Es gibt also keine samenfesten Sorten und wenn es euch ganz wichtig ist, kein F1 Saatgut in eurem Garten zu verwenden, dann könnt ihr keine Flowersprouts in eurem Garten anbauen. 

              Wirsing: ein Winter-Klassiker!

              Der Wirsing ist ein klassisches Wintergemüse, das sicher viele von euch bereits anbauen. Der gesunde Kohl ist super frosthart und kann den ganzen Winter über beerntet werden. 

              Wirsing Gemüse anbauen Winter

              Lauch den ganzen Winter über frisch ernten!

              Ein weiterer Klassiker unter den Wintergemüsen ist der Lauch. Der kann auch super im Beet überwintern, aber vergesst nicht, dafür eine Wintersorte auszuwählen. Ich habe auch schon Sommersorten überwintert, aber man merkt da definitiv einen Unterschied.

              Mein Sortenfavorit für den Winter ist “Blaugrüner Winter“.

              Tipp: Wenn du den Lauch zum Ernten nicht samt Wurzel ausgräbst, sondern ihn direkt über der Erde abschneidest, treibt er wieder aus und du kannst ihn nochmal beernten. 

              Topinambur im Winter anbauen

              Hast du schon mal Topinambur angebaut? Das Knollengemüse, das vielleicht einige von euch aus dem Biomarkt kennen, wächst im Garten wie Unkraut und kann das ganze Jahr geerntet werden.

              Topinambur Gemüse anbauen Winter

              Aber vorsicht: Einmal in den Garten gepflanzt, wird man ihn nicht mehr los. Deswegen am besten eine tiefe Unkrautsperre eingraben oder den Topinabmur gleich im Kübel anbauen. ;)

              Weißkohl ist winterhart?!

              Ja, tatsächlich ist Weißkohl um einiges unempfindlicher als man denken mag. Zur Not kann auch hier bei großer Kälte wieder ein Vlies benutzt werden, ansonsten kann man Weißkohl auch sehr gut im winterlichen Gewächshaus anbauen. 

              Und Rotkohl auch?!

              Jipp, auch Rotkohl kannst du im Winter anbauen, er ist aber eine größere Frostbeule als der Weißkohl. Ich habe meinen Rotkohl im Dezember geerntet, als er angefangen hat, Frostschäden zu bekommen und ich keine Lust hatte, einen weiteren Vliestunnel aufzubauen. Aber etwas besser geschützt, zum Beispiel im Gewächshaus, hätte er noch um einiges länger durchgehalten.

              Rotkohl Gemüse im Winter

              Frühlingszwiebeln, ähm Winterzwiebeln ;)

              Frühlingszwiebeln kann man auch den ganzen Winter über ernten und das sogar mehrmals. Ich schneide die Frühlingszwiebel zum Ernten immer ein paar Zentimeter über dem Boden ab. Dann wächst das Zwiebelgrün einfach wieder nach. Da kann man sicher 3-mal ernten, also richtig super für frisches Grün in der Winterküche. 

              Dafür stecke ich im September und Oktober Wintersteckzwiebeln, die frosthart sind und vor dem Winter austreiben.

              Butterkohl im Winter anbauen

              Und ein weiteres Kohlgemüse reiht sich mit ein. Ihr merkt schon, Kohl ist in vielen Fällen wirklich frosthart und super geeignet für den Winteranbau. Ihr müsst nur mit eurer Fruchtfolge aufpassen, dass ihr nicht zu viel Kohl auf einmal anbaut. Butterkohl ist noch ziemlich unbekannt, aber sehr spannend, also probiert den ruhig mal aus. 

              Falls ihr mehr Informationen zur Fruchtfolge braucht, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen, wie ihr den perfekten Gemüsegarten-Fruchtwechsel hinbekommt.

              Grünkohl im Winter ernten

              Auch Grünkohl muss beim Wintergemüse natürlich dabei sein. Früher hieß es sogar, Grünkohl muss Frost abbekommen, bevor man ihn essen kann. Das ist bei den neuen Sorten heutzutage nicht mehr so, obwohl ich mir einbilde, dass sie trotzdem besser schmecken, nachdem sie ein bisschen Frost abbekommen haben. ;)

              Sortentipp: “Westland Winter“

              Tipp: Jetzt im Juni sind sicher bei den meisten von euch die Beete ziemlich belegt, deswegen ziehe ich alle meine Kohlpflanzen erst einmal im Gewächshaus vor. Die Pflanzen müssen so erst dann ins Beet umziehen, wenn da wieder ein bisschen mehr Platz frei geworden ist. 

              Absolut winterhartes Salatgemüse: Postelein 

              Auch Postelein ist ein super Kandidat, was das Platzproblem im Beet angeht, denn das Salatgemüse muss erst im Herbst ausgesät werden, wenn es ein bisschen kühler wird. Zum Keimen brauchen Postelein nämlich Temperaturen von unter 15 Grad. 

              Postelein Gemüse im Winter

              Eines der besten Wintergemüse: Feldsalat

              Feldsalat kommt ebenfalls erst im Herbst ins Beet. Es reicht völlig aus, wenn ihr ihn erst im September oder Oktober aussät. Dann habt ihr sicher schon einiges auf euren Beeten abgeerntet und der Feldsalat kann sich breit machen.

              Übrigens: Feldsalat gehört zur Familie der Baldriangewächse, eine Pflanzenfamilie, der kein anderes Gartengemüse angehört. Was super ist, denn so könnt ihr, ohne auf die Fruchtfolge zu achten, überall wo Platz ist Feldsalat aussäen. 

              Asia-Salate: frostharte Exoten

              Ein toller Salat, der auch noch ein bisschen Zeit hat, ist der Asia-Salat. Ich mag vor allem die Sorte “Green in Snow“. Das ist eine sehr würzige Sorte, es gibt aber auch mildere Sorten. 

              Generell kann man mit Asia-Salat wunderbar die winterlichen Salate aufpeppen und die Pflanzen wachsen auch wie verrückt, ohne dass man groß was machen muss. 

              Asia-Salat ist aber auch wieder ein Kreuzblütler, also passt da auf mit eurer Fruchtfolge. ;)

              Auch Radieschen kannst du im Winter anbauen!

              Das nächste Gemüse im Bunde sind die Radieschen. Die kleinen Raketen sind so schnell erntereif, dass ihr sie auch erst im September oder Oktober aussäen müsst, um sie im Winter ernten zu können.

              Frühlingsknoblauch

              Ihr könnt nicht nur Frühlingszwiebeln in eurem Wintergarten anbauen, sondern auch Frühlingsknoblauch. Den Frühlingsknoblauch könnt ihr bis in die Spitzen, genau wie bei Frühlingszwiebeln, klein schneiden und zum Kochen verwenden. Das ist eine super Sache, denn gegen April wird der Lagerknoblauch langsam ranzig und dann kann man ihn einfach mit frischen Frühlingsknoblauch ersetzen.

              Jackys Favorit: Schwarzwurzeln

              Schwarzwurzeln lassen sich auch super im Winter anbauen. Meine Mitarbeiterin Jacky, die diejenigen von euch, die im Gemüsegarten starten-Onlinekurs mit dabei seid, ja kennen- und lieben gelernt haben, ist ein rieeesiger Fan von Schwarzwurzeln.

              Mich konnte sie bis jetzt aber noch nicht überzeugen, Schwarzwurzeln anzubauen. In meinem Kopf stelle ich mir die Ernte und das Ausgraben immer so aufwändig vor. Aber wenn ihr jetzt alle sagt, Schwarzwurzeln muss man mal ausprobieren, dann lass ich mich vielleicht überzeugen. ;) 

              Pastinake nach Bedarf im Winter ernten

              Was ich aber super finde, sind Pastinaken. Das Wurzelgemüse schmeckt ein bisschen wie Karotte, ist aber aromatischer und auch ein bisschen sättigender, eher wie bei einer Kartoffel. Pastinaken können auch ohne Probleme im Beet überwintern und nach Bedarf geerntet werden. 

              Bei Wurzelgemüse ist es im Winter besonders wichtig, immer mal auf den Wetterbericht zu schauen. Wenn es nämlich für längere Zeit Frost geben soll, dann lieber vorher nochmal den Freiluftsupermarkt hinter dem Haus besuchen, damit ihr die Zeit, in der euer Boden gefroren ist, gut mit dem geernteten Gemüse überbrücken könnt. 

              Erbsentriebe: ein super leckerer Winter-Snack!

              Ein Gemüse, das richtig schnell wächst und das ihr auch erst später im Jahr säen könnt, sind Erbsentriebe. Tatsächlich keimen Erbsen auch bei sehr niedrigen Temperaturen und sind deswegen super für den Winteranbau geeignet. 

              Die Erbsentriebe sind sehr süß und schmecken im Salat richtig lecker.

              Tipp: Für die Erbsentriebe könnt ihr ruhig großzügig planen und viel mehr aussäen als ihr es bei normalen Erbsen machen würdet, da ihr ja immer nur den kleinen Trieb abschneidet. 

              Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

              Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

                Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                Winterrettich

                Jetzt wird’s scharf! Winterrettich ist super frosthart und kann ungeschützt und ohne großen Aufwand im Garten angebaut werden. Besonders viel Rettich bauen wir nicht an, denn für mich zählt er nicht zu den leckersten Wintergemüsen. Da er aber super zum Winteranbau passt und auch bei Husten hilft, darf er auf der Liste auf jeden Fall nicht fehlen.

                Bau deine eigene winterliche Spinatlasagne an! ;)

                Spinat ist ein tolles Wintergemüse und ich kann mir einen Winter ohne Spinatlasagne schon gar nicht mehr vorstellen. Spinat kann sehr vielfältig eingesetzt werden, wir machen zum Beispiel auch Spinatkuchen oder Frittata draus und das ist immer richtig lecker. 

                Bei Spinat gibt es auch wieder Sommer- und Wintersorten. Wenn ihr jetzt noch Spinat anbauen wollt kann ich euch zum Beispiel die Sorte “Gammason“ empfehlen. Für den Winter verwende ich gerne die Sorte “Winterriesen“, die ich erst im September säe.

                Mangold: bunte Tupfer im Winterbeet!

                Mangold könnt ihr genauso anbauen wie Spinat, denn Mangold ist auch sehr frosthart. Ich baue am liebsten Mangold der Sorte “Rainbow“ an. Der kommt in den Farben orange, pink, weiß, gelb und rot daher und sieht einfach super schön aus. 

                Mangold Gemüse anbauen Winter

                Rucola ganzjährig ernten

                Rucola eignet sich auch für den Winteranbau. Vor allem der wilde Rucola ist sehr frosthart. 

                Übrigens: Rucola sät sich, wenn man ihn blühen lässt, immer wieder selber aus. Man kann also ohne Probleme in einer Ecke im Garten immer frischen Rucola haben. Den dann auf die Pizza gepackt oder zusammen mit Parmesan und Balsamico verspeist, das ist ein richtiger Gaumenschmaus. :)

                Das Topmodel im Wintergarten: Zierkohl

                Ein richtig spannendes Gemüse, das auch ordentlich was her macht im Winter-Gemüsegarten, ist der Zierkohl. Der ist extra darauf gezüchtet, hübsch auszusehen, ist aber trotzdem auch essbar. Da gibt es ganz viele verschiedene Sorten, jedoch wird er nicht als Gemüse verkauft, sondern als Blume, als kleiner Tipp, falls ihr euch nach Saatgut umschaut. 

                Zierkohl Gemüse anbauen Winter

                Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die bunten Farbtupfer im Wintergarten und ich kenne bis jetzt auch noch niemanden außer Jacky, der Zierkohl anbaut.

                Ein richtiger Geheimtipp! ;)

                Sooo, jetzt heißt es ran an die Saatguttütchen! Die Liste in diesem Artikel ist keinesfalls komplett, es gibt noch vieel mehr winterharte Gemüse wie z.B. den Pak Choi, den Chinakohl oder Winterheckenzwiebeln.

                Welche Gemüse möchtest du in diesem Winter anbauen? Fehlen deine Lieblings-Wintergemüse auf meiner Liste? Ich freue mich, von dir zu hören?

                tomaten düngen

                Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Dünger?

                Tomaten sind eines der hungrigsten Gemüse im ganzen Gemüsegarten. Deswegen geht es heute um die Frage: Wie zum Teufel stille ich diesen Hunger und dünge Tomaten so, dass sie mit allem versorgt sind was sie brauchen?

                Ich werde euch erzählen:

                • welche Nährstoffe Tomaten brauchen und warum,
                • wie du erkennst, ob du deine Tomaten düngen solltest
                • welche Dünger du wann verwenden kannst
                • und woran du erkennst, dass du es ein bisschen zu gut gemeint und deine Tomaten überdüngt hast.
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                Auf diese 5 Nährstoffe sind Tomaten besonders heiß

                Jedes Gemüse hat ja, was den Dünger angeht, einen eigenen Geschmack. Tomaten, die übrigens zu den Starkzehren gehören, stehen vor allem auf diese 5 Nährstoffe:

                • Stickstoff: der wichtigste Pflanzennährstoff für alle Starkzehrer. Stickstoff ist sozusagen der Kraftstoff, der für ordentlich Massenwachstum sorgt und eure Tomaten in die Höhe schießen lässt. Für eine dicke Tomatenernte sollte er also nicht zu sparsam eingesetzt werden. 
                • Phosphor: Phosphor ist vor allem wichtig, damit eure Pflanzen schön viele Wurzeln und Blüten bilden können, aus denen ja dann später die Früchte wachsen. 
                • Kalium: Kalium sorgt dafür, dass sich die Früchte gut bilden und ausreifen können und ist sozusagen der letzte Nährstoff im wichtigen Dreiergespann NPK. Stickstoff, Phosphor und Kalium bilden die Grundlage, die letzten beiden Elemente sollten aber auch nicht fehlen:
                • Schwefel und Magnesium: Diese beiden sind nicht so offensichtlich wie die ersten drei, spielen aber beim Tomatenanbau auch eine große Rolle. In meinem letzten Tomatenartikel zum Thema wie man Tomaten im Topf anbaut, habe ich euch ja bereits gezeigt, dass ich beim Pflanzen meiner Tomaten immer ein bisschen Magnesiumsulfat mit ins Pflanzloch gebe. Magnesiumsulfat enthält sowohl Schwefel als auch Magnesium und seit ich das benutze, geht es meinen Tomaten viel besser. 

                Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust als Artikel zu lesen, dann kommst du hier zur Youtube-Variante dieses Artikels.

                Tomaten düngen: 3 unterschiedliche Arten der Düngung

                Dass Tomaten Dünger brauchen, steht außer Frage. Aber wann und wie düngt man Tomaten richtig? Grundsätzlich kannst du zwischen drei unterschiedlichen Arten der Düngung unterscheiden:

                Da gibt es zum einen die Grunddüngung. Die Grunddüngung erfolgt entweder vor der Pflanzung oder direkt bei der Pflanzung und gibt den Tomaten eine kleine Starthilfe. Ich benutze für die Grunddüngung immer meine geheime Düngermixtur, die zu gleichen Teilen aus Hornspänen, Gesteinsmehl und Magnesiumsulfat besteht.

                tomaten düngen

                Die Grunddüngung habt ihr ja wahrscheinlich schon durchgeführt, denn die Tomaten sind ja in der Regel jetzt schon alle in der Erde. Also geht es weiter mit der regelmäßigen Düngung.

                Die regelmäßige Düngung übers Gießwasser ist eine super Methode, um den Tomaten schnell verfügbare Nährstoffe zu verabreichen, denn auch wenn die Hornspäne aus der Grunddüngung ein super Tomatendünger sind, so setzt sich dieser nur langsam um und kann nicht sofort von den Pflanzen verwertet werden.

                Deswegen soltest du deine Tomaten ab der Pflanzung etwa alle vier Wochen über das Gießwasser düngen.

                Dafür kannst du beispielsweise einen flüssigen Bio-Tomatendünger verwenden. Ein anderer toller Dünger, den man sogar selber machen kann, ist Brennnesseljauche. Wenn du in meinem Kurs Gemüsegarten-starten mit dabei bist, findest du in der 3. Phase die passende Anleitung. 

                Ich würde aber nicht jedes Mal mit Brennnesseljauche düngen, benutzt zwischendurch auch ruhig mal wieder den Bio-Tomatendünger oder Vinasse.

                Vinasse ist auch ein toller Tomatendünger, der aus Zuckerrüben hergestellt wird, und einen ordentlichen Stickstoffschub gibt. Das grenzt schon an die Wirkung von mineralischem Dünger, also echt ein super Zeug, aber passt auf, das klebt ordentlich. ;)

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                  Und die letzte Art der Düngung ist die Notfalldüngung. Die braucht ihr, falls eure Tomaten irgendwelche Flecken oder verfärbte Blätter aufweisen oder ihr generell das Gefühl habt, dass irgendwas stimmt mit ihnen nicht stimmt. 

                  In dieser Liste könnt ihr dann mal nachschauen was bei euren Tomaten los ist. Meistens handelt es sich ja um Krankheiten, Schädlinge oder Nährstoffmangel. Und falls es ein bestimmter Nährstoff ist, der fehlt, dann könnt ihr diesen speziell nachdüngen. 

                  tomaten düngen

                  Überdüngung oder Mangel – wie dünge ich Tomaten richtig?

                  Eine genaue Mengenangabe für euren Tomatendünger kann ich euch nicht an die Hand geben, denn jeder Dünger ist anders dosiert. Deswegen immer auf die Packung schauen, da sollte genau erklärt sein, wie viel von eurem Dünger verwendet werden soll. 

                  Trotzdem gibt es ein paar generelle Anzeichen, an denen du erkennen kannst, ob deine Tomaten über- oder unterversorgt sind.

                  Sind die Blätter deiner Tomaten tief dunkelgrün oder fast schon schwarz, dann hast du es wahrscheinlich etwas zu gut gemeint und deine Pflanzen sind bereits überdüngt. ;)

                  Ein typisches Mangelsymptom bei Tomaten (meistens mangelt es an Stickstoff) sind gelbe Blätter. Ihr erkennt den Stickstoffmangel auch daran, dass sich erst einmal die unteren Blätter verfärben. Denen entzieht die Pflanze den Stickstoff zuerst, um ihn in die neuen, oberen Blätter reinzupumpen. 

                  Generell muss euch so ein Mangel aber keine Angst machen. Das kommt schnell einmal vor und kann mit den richtigen Nährstoffen ohne Probleme wieder behoben werden. 

                  Womit düngt ihr denn eure Tomaten am allerliebsten? Schreibt es gerne in die Kommentare, ich freue mich immer über neue Anregungen. 

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