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Ganzjährig-Gemüse-ernten

So erntest du rund ums Jahr eigenes Gemüse!

Mit dem Gemüse aussäen ist das so eine Sache: Wenn du im Frühjahr zu überschwänglich die Samentüte schwenkst, kannst du dich im Sommer vor reifem Gemüse kaum noch retten. Viel alltagstauglicher sind verwertbare Mengen an Gemüse, die du laufend frisch aus dem Garten ernten kannst.

Aber wie klappt das?

Ganz einfach: Indem du nicht nur einmal im Frühling aussäst, sondern so gut wie rund ums Jahr über immer wieder. So kannst du das ganze Jahr über immer so viel Gemüse aus dem Garten ernten, wie du und deine Familie problemlos verbrauchen könnt. Genauso, wie wenn du jede Woche einkaufen gehst – nur, dass dein Supermarkt direkt hinterm Haus liegt. :)

Wie du deine gestaffelte Aussaat und Ernte am besten planst, welches Gemüse überhaupt gestaffelt gesät werden möchte und welches nicht, erzähle ich dir in diesem Artikel.

Ganzjährig ernten mit gestaffelten Aussaaten - PIN
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Einmalige Sache oder Wiederholungstäter?

Mit einigen Gemüsen hast du mehrfach das Vergnügen, andere wiederum brauchst du nur einmal aus der Samentüte zu schütteln. Also erstell dir am besten erst einmal eine Diese-Gemüse-will-ich-unbedingt-anbauen-Liste, um diese Gemüse dann in die passende Kategorie einzuordnen.

Tolle Kandidaten für eine regelmäßiges Aussaat sind Wurzelgemüse wie beispielsweise Karotte, rote Bete oder Radieschen und verschiedene Blattgemüse wie Salat, Spinat oder Mangold.

Auch einige Vertreter aus der Kohlfamilie wie Rotkohl oder Brokkoli kannst du ohne Probleme regelmäßig neu aussäen und dann kontinuierlich frisch aus dem Garten ernten. Bei diesen Gemüsen darfst du also ruhig etwas großzügiger bei der Saatgutbestellung sein. ;)

Ein Gemüse, das du am besten nur einmal aussäst, ist beispielsweise die Tomate. Bei der Tomate erntest du nämlich, anders als bei der Karotte oder den Radieschen, nicht die ganze Pflanze, sondern nur die Früchte.

Deswegen gilt generell für Fruchtgemüse, wie Tomaten, Paprika, Aubergine oder Kürbis : besser nur einmal aussäen und dann regelmäßig die Früchte ernten. Und zwar soviel wie du gerade in deiner Küche verarbeiten möchtest. Die Fruchtgemüse machen es dir also einfach, indem sie quasi ganz ohne dein Zutun regelmäßig leckere Früchte für dich nachproduzieren. :)

Tomaten ernten

Die einzigen Gemüse aus dieser Sparte, die ich manchmal gestaffelt anbaue, sind Gurken und Zucchini. Die Stars in der gestaffelten Aussaat bleiben aber definitiv die Blatt- und Wurzelgemüse.

Hier ist übrigens die YouTube-Variante dieses Artikels, falls du lieber Videos schaust als Texte zu lesen:

Wann säen, wann ernten?

Also schnappe dir deine Gemüse-Wunschliste und markiere alle Gemüse farbig, bei denen eine gestaffelte Aussaat sinnvoll ist. So hast du direkt alle relevanten Anwärter im Blick und wir können uns an den nächsten Schritt wagen: Den Aussaatplan.

Jetzt geht es also ans Eingemachte. Um genau planen zu können, in welchen Abständen du aussäen musst, um ganzjährig die passenden Gemüsemengen aus dem Garten zu ernten, musst du wissen, wie lange dein Gemüse braucht, bis es erntereif ist.

Die passenden Infos dafür findest du hinten auf den Samentütchen. Da stehen fast immer die wichtigsten Daten, mit denen du das Wachstumsfenster ganz einfach herausbekommst: 

Du schaust zuerst auf den Zeitpunkt der Aussaat und danach, wann du es ernten kannst. So bekommst du schnell raus, wie lange dein Gemüse das Beet belegt.

Rund ums Jahr Salat ernten

Im nächsten Schritt der Planung gilt es, herauszufinden, wie viele Salatköpfe du und deine Familie jede Woche so verspeist. Das ist manchmal gar nicht so einfach einzuschätzen, vor allem, wenn du das Gemüse noch nie selber angebaut hast. In den nächsten Wochen folgt deswegen noch ein Artikel, in dem ich dir helfe, die perfekte Anbaumenge für dich und deine Familie herauszufinden. :)

Bis dahin sind Kassenzettel aus dem Supermarkt ein guter Anhaltspunkt, um zu schauen, was du jede Woche an Gemüsemengen einkaufst. 

Idealerweise planst du also beispielsweise so, dass jede Woche so viele Salatköpfe erntereif werden, wie ihr sie in der Küche verbrauchen könnt.

Salat-ernten-ganzjährig

Wenn du jetzt sagst: Marie, wie soll ich es denn hinbekommen, dass jede Woche genau zwei Salatköpfe reif sind?

Keine Sorge, ganz so genau muss es zum Glück nicht sein. Das allermeiste Gemüse kannst du nämlich länger als nur eine Woche ernten. Deswegen empfehle ich dir, den Salatbedarf für einen kompletten Monat gebündelt auszusäen.

Wenn ihr als Familie drei Salatköpfe pro Woche esst, dann solltest du im Februar Saatgut für 12 Köpfe ausbringen, die du dann von Anfang bis Ende Mai ernten kannst.

So gibt es Anfang Mai noch zarte Köpfe und Ende Mai landen dann die dicken Brummer auf dem Tisch. ;)
 
 Im März säest du dann den Salat für Juni und im April den Salat für Juli.

Tipp: Bei Salat kannst du die Aussaaten sogar noch ein bisschen entzerren, da dieser Kandidat wieder nachwächst, wenn du ihn über dem Boden abschneidet und das Herz unbeschädigt bleibt. So kannst du ganz einfach das Erntefenster ausdehnen und statt monatlich alle zwei Monate neuen Salat aussäen.

Als Faustregel kannst du dir jedoch einprägen, dass du zartes Blattgemüse am besten alle vier bis sechs Wochen neu aussäen solltest, wenn du dich laufend mit frischem Grün aus dem Garten versorgen willst.

Salat-gestaffelte-Aussaat

Aussaatabstände – Auf die Sorte kommt´s an

Aber vorsicht: Je nach Sorte können die Zeitfenster, bis das Gemüse erntereif ist, nämlich ziemlich variieren.

Wir bauen zum Beispiel gerne die sehr schnellwachsende Karottensorte “Gonsenheimer Treib“ an. Die liefert flugs die ersten Karotten, die zwar nicht sonderlich lang, aber eine echte Freude sind, weil sie die erste frische Möhrenernte einläuten.

Sorten für Lagermöhren brauchen wiederum länger. Da musst du also ein bisschen puzzeln und mit den Infos auf den Samentütchen schauen, wie oft du wieder neu aussäen musst, um rund ums Jahr versorgt zu sein.

Wenn du keine Lust hast, dir darüber den Kopf zu zerbrechen, kannst du dir auch gerne meinen kostenlosen Aussaatkalender herunterladen! Da habe ich die gestaffelte Aussaat schon berücksichtigt, du musst ihn also nur noch ausdrucken und lossäen:

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    Ganzjährig ernten: Ernteschwemme erwünscht?

    Auch wenn übervolle Erntekörbe und kiloweise reifes Gemüse im Alltag fast immer unpraktisch sind, gibt es Zeiten im Jahr, da will man genau das, und zwar dann, wenn es ans Haltbarmachen geht!

    Das ist eine ganz wichtige Aufgabe im Sommer, damit du auch im Winter noch genüsslich Gemüse aus dem eigenen Garten schlemmen kannst. Diese Aufgabe ist für uns also ganz elementar und macht auch super viel Spaß. Und deswegen berücksichtige ich das Haltbarmachen immer in meiner Anbauplanung.

    Wenn ich zum Beispiel Sauerkraut mache, möchte ich an einem Tag genug für das ganze Jahr ansetzen, also brauche ich entsprechend viele Kohlköpfe. Das heißt, ich plane jetzt schon ein einen richtigen großen Satz zwischendurch mit ein, damit ich genügend Kohl für meine Sauerkrautproduktion ernten kann.

    Das Haltbarmachen nimmt nämlich viel Zeit in Anspruch und mir fällt es leichter, einmal eine größere Menge haltbar zu machen statt jede Woche ein bisschen.

    Ganzjährig-ernten-Kohl

    Solche großen Sätze planst du also am besten für alle Gemüse, die du im Sommer haltbar machen möchtest, in deine regelmäßigen Aussaaten mit ein.  

    Kleiner Sortentipp an dieser Stelle: Für Sauerkraut baue ich am liebsten die Weißkohl-Sorte “Dormana“ an und für die gestaffelte Aussaat verwende ich gerne den Sommerkohl “Nagels Frühweiß“.

    Auch Kartoffeln integrierst du am besten als einen großen Satz. So musst du nicht ständig neue Kartoffeln ausgraben, sondern erledigst das in einem Rutsch. Einmal ausbuddeln, dann alle Kartoffeln gesammelt auf dem Beet abtrocknen lassen und einlagern. 

    Wie oft du aussäst und in welchem Umfang, hängt also auch immer davon ab, ob du das Gemüse frisch wegsnacken möchtest, oder ob du im großen Stil haltbar machen und einlagern möchtest.

    Da wir uns als Familie täglich mit unserem frischen Gemüse versorgen und natürlich auch einlagern und haltbar machen, ist für mich eine Mischung aus regelmäßigen Aussaaten und großen Sätzen der beste Weg. So ernten wir ganzjährig überschaubare Mengen an leckerem Gemüse und haben Ernteschwemmen nur dann, wenn wir sie auch gebrauchen können. ;)

    Du möchtest noch ein bisschen auf dem Blog stöbern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

    Super vitale Tomaten anziehen: Tomaten-Anzucht im Haus

    Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?

    Gemüsegarten anlegen in 7 einfachen Schritten

    Naa, wer kennt das, wenn einem im Sommer die Zucchini zu den Ohren herauskommen und man es kaum schafft, den Salat aufzuessen, bevor er in die Blüte geht? Ich freue mich über deinen Kommentar!

    Gemüsebeete mit Kohl

    9 einfache Schritte zu deinem Gartenplan!

    Na, grübelst du auch gerade an deinem Gartenplan? Ich weiß, dass es gar nicht so einfach ist, alles zu beachten, ohne ein rauchendes Köpfchen zu bekommen: Mischkulturen, Fruchtfolgen, gestaffelte Aussaaten und wer noch keine Beete hat, muss erstmal den besten Standort im Garten ausmachen…huiuiui – das ist ganz schön viel!

    Damit du nicht den Kopf verlierst, sondern Freude an deiner Gartenplanung hast, führe ich dich heute durch den Planungs-Dschungel. So kannst du deinen Gartenplan Schritt für Schritt mit mir zusammen erstellen.

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    Träumen ausdrücklich erwünscht!

    Bei allem Kopfrauchen ist die Zeit der Gartenplanung auch eine total schöne Zeit: Die Saatgutkataloge flattern ins Haus und du kannst dich zurücklehnen und träumen, wie dein Garten in der nächsten Saison aussehen soll und was du vielleicht anders machen möchtest als im letzten Jahr.

    Also mach es dir mit eine Tee gemütlich und dann lass uns gemeinsam die Planung durchgehen. Und am Ende steht der fertige Gartenplan für die neue Saison. Los geht’s!

    Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, als Texte zu lesen, ist hier mein YouTube-Video zur Anbauplanung:

    Schritt 1: Den richtigen Standort für deine Beete finden

    Falls du bisher noch keinen Gemüsegarten hattest und jetzt deine erste Gartensaison ansteht: Herzlichen Glückwunsch zu der Entscheidung – das ist ein wundervolles neues Hobby, das du dir da ausgesucht hast!
     
     Aber auch wenn du schon einen Garten hast und neue Beete anlegen willst (genug Beetfläche kann man schließlich nie haben, oder? ;)), solltest du zuerst entscheiden, wo im Garten du deine nigelnagelneuen Beete anlegen möchtest.

    Das ist gar keine so einfache Entscheidung, weil du auch bei diesem ersten und sehr wichtigen Schritt schon einiges beachten solltest. Deshalb gebe ich dir hier fünf Beurteilungskriterien an die Hand, die dir dabei helfen sollen, den besten Platz für deine Beete im Garten zu finden.

    Du wirst wahrscheinlich nicht alle fünf Kriterien berücksichtigen können. Sie helfen dir aber hoffentlich dabei, das Beste aus deiner Gartensituation herauszuholen. Also: Geh raus, schau dich um und finde den besten Fleck für deine Beete. :)

    1. Nähe zum Haus. Es ist total praktisch, wenn du deine Beete schnell erreichen kannst und keine langen Wanderungen zu deinem Freiluftsupermarkt unternehmen musst. So kannst du jederzeit vor dem Essen noch schnell frischen Salat ernten und ein paar Kräuter pflücken.

    2. Sonnenschein. Ein sonniges Plätzchen ist natürlich der absolute Traum! Hast du keinen vollsonnigen Standort, sondern bist darauf angewiesen, deine Beete im Halbschatten anzulegen? Das ist gar nicht so schlimm. In diesem Fall solltest du allerdings schattentolerante Gemüse anbauen , die stecken das nämlich locker weg und sind sogar ganz froh, wenn sie nicht in der prallen Sonne brutzeln müssen. Nur ein ganz und gar schattiger Platz ist nicht zum Gemüseanbau geeignet und du solltest dort besser keine Beete anlegen.

    3. Ein guter Boden. Hier ist die Auswahl höchst wahrscheinlich nicht so groß, denn der Boden in deinem Garten ist nun mal so wie er ist. Aber vielleicht findest du bei deiner Entdeckertour ja ein paar kleine, aber feine Unterschiede. Sind an einer Stelle viele Steine im Boden? Und ist der Boden woanders im Garten schön feinkrümelig und dunkel?

    Keine Sorge, du musst kein Spezialwissen in der Bodenkunde haben, um einschätzen zu können, ob dein Boden fruchtbar ist. Regenwürmer sind zum Beispiel ein toller Indikator für einen fruchtbaren Boden. Such dir den Ort in deinem Garten aus, an dem der Boden möglichst dunkel, feinkrümelig und belebt ist.

    4. Ebenerdigkeit. Das Gärtnern ist viel leichter, wenn du deine Beete auf einer ebenen Fläche anlegst. Wenn du ein Hanggrundstück hast, dann sollte es ein Südhang sein, damit deine Pflanzen genug Sonne abbekommen. Der Hang sollte auch nicht zu steil sein, damit du ihn noch problemlos begärtnern kannst. Bei sehr steilen Hängen führt an Terrassenbeeten leider kein Weg vorbei.

    5. Windschutz. Deine Pflanzen stehen nicht so drauf, wenn ständig ein harscher Wind weht. Besonders bei sehr exponierten Grundstücken lohnt es sich daher, um die Beete herum schützende Beerensträucher zu pflanzen. Die süßen Beeren gibt es dann als Bonus dazu! ;)

    Auch auf der Südseite einer Mauer profitieren deine grünen Freunde außerdem von der Wärmeabstrahlung des Gemäuers.

    Schau also, dass deine Gemüsebeete etwas eingefriedet sind. So kann ein gutes Mikroklima entstehen und deine Beete sind Wind und Wetter nicht ganz so schutzlos ausgeliefert. Dein Gemüse wird dir danken und dich mit einer dicken Ernte beglücken.

    Schritt 2: Die richtige Gartengröße bestimmen

    Die nächste Frage in deiner Gartenplanung drängt sich dir bestimmt schon auf: Wie groß soll die Beetfläche sein? Wie viele Beete brauchst du für dein Gemüse? Und für wie viele Beete reicht deine Gärtnerlust? Das sind natürlich super individuelle Fragen, die jeder anders beantwortet.

    Um deine perfekte Gartengröße herauszufinden, habe ich ein Quiz erstellt, das dich darin unterstützen soll, die richtige Antwort für deine Situation zu finden. Es berücksichtigt deinen Erfahrungsschatz, deine zeitlichen Ressourcen, aber auch deine Ziele im Garten.

    Die Quizfragen kannst du hier beantworten, um danach direkt mit Schritt 3 weiterzumachen.

    Schritt 3: Lass dich für deinen Gartenplan inspirieren

    Nun geht es ans Träumen und daran, Inspiration für deinen Garten zu finden. Wie sieht dein Traumgarten aus? Ist es ein wunderschöner Bauerngarten? Möchtest du unbedingt Hochbeete anlegen? Welche Form sollen deine Beete haben? Vielleicht darf in deinen Garten ja auch ein Gewächshaus einziehen? Sei hier ruhig kreativ und mal dir deine kühnsten Gartenfantasien aus! ;)

    Ich nutze bei der Inspirationssuche super gerne Pinterest und könnte Tage damit verbringen, Fotos von wunderschönen Gärten zusammenzustellen. Es gibt dort einfach soo viele tolle Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten zu entdecken!

    Gib in der Suchleiste einfach mal „Gemüsegarten Ideen“ oder etwas ähnliches ein und stell dir dein eigenes Pinboard zusammen. Dein Garten soll dir schließlich nicht nur Ertrag liefern, sondern auch eine kleine Wohlfühloase sein. Und da gehört die Träumerei im Winter unbedingt dazu. :)

    Schritt 4: Gartenplan zeichnen

    Wenn du dann ganz viele Ideen gesammelt hast, können wir zum nächsten Schritt gehen und den Grundriss deines Gartens aufzeichnen. Dafür skizzierst du am besten erst mal den ganzen Garten, so wie er gerade ist und mit allem, was dazugehört: Bäume, Mauern, Zäune oder sogar Baumstümpfe. So vergisst du nichts, was dir beim Beete anlegen sonst in die Quere kommen könnte.

    In diesen Plan zeichnest du anschließend die Beete ein. Deine Beetgröße solltest du hierfür schon festgelegt haben. So weißt du, wie viele Quadratmeter Beetfläche du einplanen musst und kannst überlegen, wie du diese am besten in deinem Garten aufteilst.

    Ich habe meine Beete am liebsten alle auf einem Fleck und nicht bunt verstreut im Garten. Bei mir hat es den einfachen Grund, dass ich rund um die Beetfläche eine Rasenkante eingrabe, damit ich Gräser aus meinen Beeten aussperren kann. Wenn ich dafür nur eine Fläche umranden muss, ist das natürlich viel weniger Arbeit und ich brauche auch nicht so viel Material.

    Du möchtest auch neue Beete anlegen? Im folgenden Artikel erkläre ich dir ganz genau, wie du super schnell und ohne Umgraben richtig tolle Beete anlegen kannst: Gemüsebeet anlegen in 6 Schritten.

    Schritt 5: Gemüse-Wunschzettel erstellen

    So langsam nimmt das Ganze Gestalt an, findest du nicht? Jetzt kannst du dir bestimmt schon ganz gut vorstellen, wie dein Garten später mal aussehen soll. Aber wir wollen noch ein bisschen konkreter planen: In diesem Schritt verschaffst du dir einen Überblick, welche Pflanzen in deinem Garten wachsen sollen.

    Dafür legst du dir am besten einen Wunschzettel mit allen Beerensträuchern, Gemüsen und Kräutern an, die du in deinem Garten anbauen möchtest. Ich habe eine (mittlerweile ziemlich lange) Liste, die ich jedes Jahr wiederverwende. Ab und zu ergänze ich sie um ein Gemüse, das ich unbedingt ausprobieren möchte.

    Gartenplan schreiben mit Tasse Kaffee

    Wenn du noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt hast, sondern noch ganz am Anfang deiner Gartenkarriere stehst, dann fang lieber mit den „einfachen“ Gemüsearten an. Es gibt nämlich ein paar Prinzessinnen im Gemüsebeet, die ziemlich anspruchsvoll sind. Zum Glück gibt’s aber auch die Kandidaten, mit denen du auch ohne viel Erfahrung eine ordentliche Ernte einfahren kannst. Heb dir die Prinzessinnen also ruhig für die nächsten Gartenjahre auf. ;)

    Hier findest du einen Artikel mit Gemüsen, die sich super für Anfänger eignen.

    Hol dir deinen fertigen Gartenplan!

    Damit du dir um Fruchtfolgen und Mischkulturen nicht zu viele Gedanken machen musst, kannst du dir hier einfach meinen kostenlosen Gartenplan herunterladen – der ist schon fix und fertig ausgeknobelt. Du kannst ihn aber auch ganz leicht auf deinen eigenen Garten übertragen und an deinen Wunschzettel und deine Bedürfnisse anpassen.

    Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

    Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

      Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

      Wenn du das ein oder andere Gemüse im Gartenplan nicht magst, kannst du es problemlos durch ein anderes ersetzen. Einzige Voraussetzung hierbei: Immer nur durch einen anderen Vertreter derselben Pflanzenfamilie ersetzen, damit die Fruchtfolge nicht durcheinanderkommt. 

      Kleiner Tipp: Mir hilft es immer, in meinem Gartenplan rumzukritzeln, und mir Notizen direkt im Plan zu machen. Daher lade ich dich dazu ein, den Gartenplan auszudrucken. Du kannst ihn aber natürlich genauso gut am Handy oder Laptop nutzen.

      Schritt 6: Die Fruchtfolge in der Gartenplanung

      Wenn du dir lieber deinen ganz individuellen Gartenplan anlegen möchtest, steht im nächsten Schritt an, die Fruchtfolge auszuklügeln. Hierbei geht es vor allem darum, Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen. Diese Biester, die einem das Gärtnerleben so richtig vermiesen können, sind nämlich oft auf einzelne Gemüsefamilien spezialisiert und lassen alle anderen Gemüse links liegen.

      Wenn du nun in einem Beet Jahr für Jahr Gemüse derselben Pflanzenfamilie anbaust, servierst du den Schädlingen und Krankheiten immer wieder ihr Leibgericht und sie fühlen sich in deinem Beet so richtig wohl. Das wollen wir natürlich tunlichst vermeiden! Deshalb solltest du zwischendurch lieber etwas anderes anbauen und die Schädlinge und Krankheiten dadurch aushungern.

      Wie lange das Aushungern dauert, kommt auf die jeweilige Pflanzenfamilie und die Hartnäckigkeit der dazugehörigen Schädlinge und Krankheiten an. Bei Kohlgewächsen sind es zum Beispiel fünf bis sechs Jahre, die du warten solltest, bevor du Pflanzen dieser Familie wieder im selben Beet anbaust.

      Das kann ganz schön kniffelig sein, denn gerade die Familie der Kreuzblütler ist super groß und beherbergt sooo viele tolle Familienmitglieder, dass der Platz in den Beeten schnell knapp wird. ;)

      Ich achte bei der Fruchtfolge auch darauf, Stark-, Mittel- und Schwachzehrer in der richtigen Reihenfolge anzubauen. Das dient dazu, die Nährstoffe im Boden optimal auszunutzen. Außerdem weiß ich so ganz genau, welche hungrigen Kandidaten noch eine kleine extra Düngung brauchen.

      Und dann gibt es noch ganz praktische Überlegungen bei der Planung:  Ich packe zum Beispiel die Gemüse, die mit einem Kulturschutznetz vor gefräßigen Gartenbewohnern geschützt werden müssen, gerne zusammen in ein Beet. Dadurch muss ich nicht so viele Netze einsetzen. Das mache ich zum Beispiel bei Kohl und Lauch, die übrigens beides Starkzehrer sind. ;)

      Noch mehr Details zu Fruchtfolgen und eine Übersicht, welches Gemüse zu welcher Pflanzenfamilie gehört und wie lange die jeweiligen Anbaupausen sein sollten, erfährst du hier: Fruchtfolge erstellen: Schritt für Schritt zum perfekten Gemüsegarten-Fruchtwechsel.

      Blumenkohl im Gemüsegarten

      Schritt 7: Gemüsefamilien finden und lospuzzeln

      In diesem Schritt ordnest du alle Gemüse von deiner Wunschliste ihren jeweiligen Pflanzenfamilien zu. Notier dir am besten auch gleich die Anbaupause jeder Pflanzenfamilie mit auf deiner Liste. So bekommst du einen guten Überblick über all die Pflanzenfamilien, die in deine Beete einziehen sollen.

      Nun geht es darum, herauszufinden, in wie viele Beeteinheiten du deine Anbaufläche unterteilen musst – das verraten dir deine Anbaupausen. Dabei gilt: Du brauchst mindestens so viele Beete, wie die längste Anbaupause lang ist. Meistens haben hier die Kohlgewächse das Sagen. Sie dürfen nur jedes sechste Jahr im gleichen Beet wachsen. Das bedeutet, dass du für die Fruchtfolge mindestens sechs Beete brauchst. Logisch, oder?

      Stattdessen kannst du aber auch z.B. drei Beete jeweils in der Mitte teilen und so sechs Fruchtfolge-Parzellen schaffen, die du wie einzelne Beete behandelst.

      Du kannst natürlich auch mehr Beete anlegen. Dadurch können Gemüsefamilien entweder in mehreren Beeten vorkommen oder die Anbaupausen verlängern sich, beides ist gar kein Problem. Im Gegenteil: Du hast mehr Spielraum und kannst mehr Vielfalt in deine Beete bringen.

      Gartenplan für Gemüsegarten

      Ich nummeriere meine Beete immer durch, damit ich ganz genau weiß, welches Gemüse im darauffolgenden Jahr in welches Beet rückt. Was dieses Jahr in Beet eins wächst, kommt nächstes Jahr in Beet zwei, und im Jahr danach in Beet drei. Und nach dem letzten Beet geht es wieder von vorne los.

      Hast du schon gemerkt, was hierbei der riesige Vorteil ist? Genau: Wenn deine Gartenplanung einmal steht, dann musst du dir nächstes Jahr keine Gedanken um Fruchtfolge und Co mehr machen. Denn der Plan ist darauf ausgelegt, dass du ihn Jahr für Jahr benutzen kannst und die Pflanzen einfach nur den Platz wechseln.

      Bist du noch dabei? Gut, jetzt kommt nämlich eine kniffelige Aufgabe: Du verteilst die Familien so auf die Beete, dass bei einer Rotation alle Anbaupausen einhalten kannst. Dabei können sich zwei Pflanzenfamilien ein Beet natürlich auch teilen. Zwiebelgewächse und Doldenblütler passen zum Beispiel super gut zusammen.

      Danach schaust du in jedes einzelne Beet und überlegst bei jeder Pflanzenfamilie, welche Vertreter nun wo genau wachsen sollen. Plan dabei ein, wer wie viel Platz braucht. Radieschen und Blumenkohl gehören zum Beispiel beide zu den Kohlgewächsen, der Blumenkohl ist im ausgewachsenen Zustand aber viiiiielgrößer und braucht dementsprechend mehr Platz.

      Wenn du einmal den Dreh raushast, macht es richtig Spaß, dich reinzufuchsen, zu grübeln und wild drauflos zu puzzeln, versprochen! Und sei nicht zu streng mit dir – Kompromisse sind ein Teil jeder Anbauplanung. ;)

      Schritt 8: Mischkulturpartner in der Gartenplanung festlegen

      Wenn du mehrere Pflanzenfamilien in einem Beet mischst, solltest du unbedingt darauf achten, dass die Gemüse sich vertragen. Verkupple also nur die Gemüsekandidaten miteinander, die sich gut leiden können oder sich sogar gegenseitig unterstützen.

      Diese Traumpaare gibt es tatsächlich – Möhre und Zwiebel sind so ein klassisches Beispiel. Sie beschützen sich gegenseitig vor Schädlingen und haben so unterschiedliche Bedürfnisse, dass sie sich perfekt ergänzen. Ist das nicht wunderbar? Wenn du nach einer kompletten Liste mit tollen Mischkulturen suchst, dann schau doch mal hier vorbei: 28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner.

      Ich bin ein riesen Fan von Mischkulturen! Gerade im Biogarten kannst du so super viele Krankheiten und Schädlinge vermeiden. Bau also unbedingt ganz viele tolle Mischkulturpaare in deinen Anbauplan ein. :)

      Schritt 9: Die Aussaat planen

      Du hast es schon fast geschafft – aber ein wichtiger Schritt fehlt noch. Denn nun solltest du dir noch gut überlegen, wann du welches Gemüse aussäen musst. Du möchtest ja wahrscheinlich über das ganze Jahr immer wieder Spinat, Salat und Radieschen ernten, und dazu musst du sie eben auch regelmäßig säen – das Stichwort dazu lautet: „Gestaffelte Aussaat“.

      Möhren säe ich zum Beispiel alle vier Wochen aus. So habe ich immer frische Möhren im Garten. Durch mehrere kleinere Aussaaten entgehe ich auch riesigen Erntemengen, die sich ohne die richtige Planung im Juli und August schnell auftürmen – und dann schon zwei Wochen später ein gähnendes Loch im Gemüsebeet hinterlassen.

      Es geht also darum, laufend moderate Mengen zu säen und dann natürlich auch zu ernten. So wird es auf dem Teller nie langweilig und dein Gemüse fängt auch nicht an, dir irgendwann aus den Ohren raus zu kommen. Ich kann hier aus Erfahrung sprechen: sechsmal Rote Bete innerhalb einer Woche sind einfach zu viel. ;)

      Nächste Woche kommt deswegen nochmal eine detaillierte Anleitung, wie du deine Aussaaten gestaffelt planen kannst.

      Und jetzt heißt es: Korken knallen lassen

      Hurra! Du hast es geschafft – deine Anbauplanung steht! Du kannst wirklich stolz auf dich sein! Jetzt heißt es, einmal kurz verschnaufen, bevor es dann schon ganz bald damit losgeht, deinen Plan in die Tat umzusetzen. Yeha!

      Du hast Lust noch ein bisschen weiter auf dem Blog zu schmökern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

      Na, hast du deinen Gartenplan ausgeknobelt? Welche Gemüse dürfen in deine Beete einziehen? Ich freue mich, von dir zu lesen! :)

      Jungpflanzen Anzucht Aussaat Chili Paprika Januar

      12 Gemüse, die du im Januar säen kannst + Aussaatkalender

      Es geht wieder los! Kennst du es auch? Dieses Kribbeln, diese Ungeduld, dieser Wunsch endlich wieder mit den Händen in der Erde zu wühlen?

      Wenn es dir auch so geht, habe ich gute Neuigkeiten: Im Januar kannst du bereits mit den ersten Aussaaten im Haus starten und ein Gemüse sogar schon direkt in die Beete säen. Also ran an die Samentütchen! ;)

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      Hier kommt dein kostenloser Aussaatkalender für 2021

      Damit du keine Aussaat mehr verpasst, kannst du gerne kostenlos meinen Aussaatkalender für 2021 herunterladen.

      Im Aussaatkalender findest du die besten Aussaat-Zeitpunkte für deine Jungpflanzenanzucht und für die Direktsaat im Freiland. Außerdem habe ich alle Termine für eine gestaffelte Aussaat im Freiland ausgeknobelt – so fährst du das ganze Jahr über eine kontinuierliche fette Ernte ein und sparst super viel Zeit.

      Hier bekommst du das praktische Helferlein:

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        Welche Gemüse kann ich im Januar im Haus anziehen?

        Und jetzt kommt eine Übersicht mit den Pflanzen, die du im Januar schon im Haus vorziehen kannst.

        Für’s Freiland:

        Aussaat Anzucht Chili Januar

        Wenn du wissen möchtest, was du bei der Jungpflanzenanzucht beachten solltest, findest du hier die passende Anleitung.

        Für’s Frühbeet oder das Gewächshaus:

        Wenn du richtig schöne und kräftige Jungpflanzen im Haus vorziehen möchtest, empfehle ich dir LED-Pflanzenlampen. Die Tage im Januar sind nämlich noch so kurz, dass deine Pflänzchen ohne Kunstlicht einfach nicht genügend Licht bekommen würden, um richtig zu wachsen. Deshalb benutzen wir LED-Pflanzenlampen, die genau die richtigen Wellenlängen aussenden, die deine Jungpflanzen für ein optimales Pflanzenwachstum benötigen.

        Hier ist übrigens die YouTube-Variante dieses Artikels, falls du lieber Videos schaust als Texte zu lesen:

        Was kann ich im Januar direkt ins Beet säen?

        Diese Gemüsearten kannst du im Januar in den Frühbeetkasten oder im Gewächshaus aussäen:

        • Zuckererbsen für Erbsentriebe

        Dabei erntest du nicht die Schoten, sondern die Triebe deiner jungen Erbsenpflänzchen. Die schmecken super süß, wachsen sehr schnell und peppen jeden winterlichen Salat und jede Gemüsepfanne auf.

        Aussaat Pflanzen Gewächshaus Januar

        Wichtige Gartenarbeiten im Januar

        Der Januar ist der Träum- und Plan-Monat schlechthin. Wenn du noch keinen Anbauplan ausgeknobelt hast, mach es dir mit einem Notizbuch und einer Tasse Tee auf dem Sofa bequem und los geht’s!

        In diesem Artikel helfe ich dir bei der Anbauplanung.

        Außerdem reinige ich im Januar, bevor es richtig losgeht mit der Anzucht, alle Aussaatschalen und Anzuchttöpfchen gründlich mit heißem Wasser, um eventuellen Krankheitserregern den Gar aus zu machen. ;)

        Du kannst dir aber auch deine eigenen Recycling-Anzuchttöpfchen selbst basteln.

        Gemüse im Januar vorzuziehen, ist wirklich etwas für die ganz Ungeduldigen oder die, die ihr Gartenjahr maximal in die Länge ziehen möchten. Gehörst du zu denen, die es gar nicht erwarten können? Erzähl mir gerne in den Kommentaren, ob auch du bereits im Januar die Gartensaison einläutest. :)

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        Unser Selbstversorger-Jahr 2020: Brandstifter, Ziegenmörder & überall Tomaten

        Es ist wieder so weit: Herzlich willkommen zum Rückblick auf unser Selbstversorger-Jahr 2020! Ich erzähle euch, welche Erfahrungen wir gemacht haben, was bei uns super gut geklappt hat und was total in die Hose gegangen ist.

        Das war schon ein richtig richtig krasses Jahr, oder? Genau dasselbe habe ich zwar schon in meinem Jahresrückblick von 2019 gesagt, aber 2020 toppt es bei Weitem – für alle von uns!

        Die fünf tollsten Highlights aus unserem Selbstversorger-Jahr 2020

        #1: Hartmais anbauen

        Wir haben das erste Mal überhaupt statt Zuckermais Hartmais in zwei verschiedenen Sorten angebaut. Eine Sorte für Polenta und die andere Sorte für Brot, Pfannkuchen und Popcorn. Und damit haben wir super gute Erfahrungen gemacht!

        Ich habe den Hartmais auf unserem Acker angebaut. Die meisten von euch wissen, dass der recht weit von unserem Wohnort entfernt ist. Deshalb war ich außer zum Säen und zum Ernten nur einmal da, um nach meinem Hartmais zu sehen. Der hat mir das aber nicht übelgenommen und einfach ohne mich lauter große, wunderbare, perfekte bunte Kolben ausgebildet! Soo toll! Eine super Pflanze für die Selbstversorgung!

        Meine Hartmaisabenteuer habe ich übrigens in meinem Youtube-Video “Selbstversorger-Leben im Herbst” festgehalten:

        Insgesamt sehe ich Mais jetzt viel positiver als vorher: Er ist nämlich eigentlich eine ganz alte und wertvolle Kulturpflanze und nicht nur eine pestizidverseuchte Monokultur, die unseren Ackerböden schadet. Ich bin total angefixt vom Hartmais und werde im nächsten Jahr auf alle Fälle wieder welchen anbauen!

        #2: Maisbrot aus eigenem Maismehl backen

        Aus meinem eigenen Maismehl backe ich jetzt Brot. Das schmeckt unbeschreiblich köstlich und ich bin sooo stolz, aus meinem Garten jetzt auch Brot essen zu können! :)

        Viele von euch wollten ja das Rezept haben, aber ich muss noch mehr Erfahrungen sammeln, damit es dann auch Hand und Fuß hat. Dafür ist hier aber einen Geheimtipp von Carol Deppe: Damit dein Maisbrot nicht bröckelig wird, verknetest du vor dem Backen ungefähr ein Drittel des Mehls mit heißem Wasser und lässt es quellen. Damit bewahrt es Haltung. ;)

        Falls du noch ein Rezept für ein super einfaches und leckeres Sauerteigbrot suchst, schau gerne in meinem Artikel “Richtig gutes Sauerteigbrot backen vorbei”!

        Hier ist übrigens die YouTube-Variante dieses Artikels, falls du lieber Videos schaust als Texte zu lesen:

        #3: Tomaten – die volle Dröhnung

        Unsere Tomatenernte war der Hammer! Wir konnten uns vor der Tomatenflut kaum retten und obwohl der Einkochkessel praktisch rund um die Uhr gelaufen ist, bin ich kaum hinterher gekommen, sie alle zu verwerten. Für nächstes Jahr habe ich mir vorgenommen, nicht ganz so viele Tomaten anzubauen. Definitiv! Ziemlich sicher! Ööhm… außer, ich finde noch ein paar interessante tolle neue Sorten… ;)

        Wenn du nächstes Jahr auch eine super dicke Tomatenernte einfahren möchtest, lad dir gerne meinen Tomaten-Guide herunter.

        #4: Meine Ziegenherde wächst

        Du kannst dir vielleicht vorstellen, dass “shoppen” nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt. Mit einer Ausnahme: ZIEGEN SHOPPEN!! ;)

        Ziegen shoppen ist absolut genial! Es vergeht keine Woche, in der ich nicht online ein paarmal schaue, ob es Ziegen gibt, die gut zu meiner kleinen Herde passen würden.

        Und jetzt hab ich zwei Anglo-Nubier gekauft. Das ist eine super hübsche Milchziegenrasse, nach der ich mich schon seit Jahren verzehre. :)

        Eine davon ist sogar gefleckt, was bei dieser Sorte sehr selten ist. Nächstes Jahr lasse ich sie decken und kann es kaum abwarten, die kleinen Zicklein über die Weide springen zu sehen.

        Meine Milchziege „Lupinchen“ wurde schon gedeckt und Anfang April kommt der Nachwuchs. Ich freu mich so sehr auf die Zicklein und auf das Melken. Im Winter haben wir nämlich keine eigene Ziegenmilch und es ist irgendwie seltsam, im Laden zu stehen und Ziegenkäse zu kaufen, statt ihn selber zu machen.

        Du überlegst dir, Ziegen zu halten? Hier zeige ich dir, welche Rassen dafür besonders geeignet sind!

        #5: Das seid IHR!  Ein Hoch auf Euch alle da draußen!

        Es macht soo viel Spaß, die Videos für euch zu filmen und die Artikel zu schreiben – und ich freue mich immer super arg über eure unzähligen lieben Kommentare.

        Bitte seid nicht böse, dass ich nicht auf alle antworten kann, das schaffe ich zeitlich einfach nicht. Ich müsste wirklich rund um die Uhr nur am Computer sitzen und ich möchte doch auch mal rausgehen zum Ziegenkuscheln und Garteln (und natürlich, um viele neue Videos für euch drehen)!

        An dieser Stelle möchte ich euch auch ein ganz dickes Lob aussprechen: Es ist einfach unglaublich, was ihr alles geschafft habt. Wie ihr zu Gartenexperten und Selbstversorgern werdet, wie ihr Wiesen in tolle Gemüsebeete umwandelt und welche Erfahrungen ihr mit dem Selbstversorger-Leben macht. Es ist so schön, eure Erfolge zu sehen und eure Ernten zu feiern. Ihr könnt verdammt stolz auf euch sein!

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          Die fünf größten Rückschläge aus unserem Selbstversorger-Jahr 2020

          Leider war aber nicht alles wunderbar in diesem Jahr, mal ganz abgesehen von der allgegenwärtigen Pandemie. Es gab einige wirklich unschöne Ereignisse.

          #1: Ziegenmörder und Brandstifter

          Es fing langsam an und wurde immer schlimmer: Jemand mochte offensichtlich unsere Ziegen nicht. Erst hat er die Pfosten der Zäune herausgezogen und den Batteriekasten umgeworfen, sodass unsere Ziegen entwischten und wir sie mühsam wieder einfangen mussten. Das kam ungefähr einmal pro Woche vor.

          Dann brannte im Sommer plötzlich einer der Heuballen. Das Feuer war so mächtig, dass sechs Feuerwehrleute eine halbe Stunde lang löschen mussten! Es war eindeutig Brandstiftung.

          Im Ziegenstall lagen plötzlich dicke Knüppel, die die Ziegen da unmöglich selber reingetragen haben können. Und eine Woche nach dem Brand fand ich eine meiner Ziegen tot auf der Weide. Sie hatte ganz viele Blutergüsse vom Gesicht über den Hals zur Schulter. Jemand hat sie totgeschlagen. Das ist richtig krank und entsetzlich – wer tut so etwas!?

          Natürlich habe ich Anzeige erstattet. Jetzt fährt die Polizei da Streife. Meine Wildkameras überwachen die Ziegenweide noch zusätzlich. Das war eine verdammt harte und schmerzhafte Zeit.

          #2: Unsere erbärmliche Winterkohlernte

          Das habe ich dir bestimmt schon mal erzählt: Walnüsse unterdrücken alle anderen Pflanzen und beanspruchen Nährstoffe und Wasser für sich allein. Deshalb solltest du Beete nie unter einem Walnussbaum anlegen.

          Direkt neben der Walnuss haben wir das Problem mit Hochbeeten gelöst: In der frischen Komposterde konnten sich die Pflanzen wunderbar ausbreiten und sind gut gewachsen.

          In den ebenerdigen Beeten in der Nähe von der Walnuss hatte ich eigentlich im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass meine Kohlköpfe einigermaßen mit der Walnuss-Nachbarin zurechtkamen. Deshalb habe ich den gesamten Winterkohl noch näher an den Walnussbaum gepflanzt. Auf diesen Beeten ist letztes Jahr auch schon so gut wie nichts gewachsen, aber ich dachte, der Kohl kann das ab.

          Tja, Pustekuchen!

          Die Köpfe sind gerade mal faustgroß. Der Lauch ist so dick wie mein kleiner Finger, obwohl ich ihn ganz früh gepflanzt hab. Ein totales Desaster! Aber ich lerne daraus und nächstes Mal setze ich nicht alles auf eine Karte und die Walnuss-Beete werden nur mit Gemüsen bepflanzt, auf die wir im Zweifel auch verzichten können.

          #3: Hühner und Pfaue verwüsten die Beete

          Im Vergleich zu den letzten Gartenjahren war 2020 eines der schlechtesten Jahre für uns. Das liegt vor allem an den Hühnern und Pfauen unserer Nachbarn, die zuverlässig immer dann in unserem Garten einfallen, wenn wir gerade neu gepflanzt haben.

          Meine ersten beiden Sätze Gemüse wurden von den Hühnern und Pfauen vernichtet. Jedes Mal, wenn ich die Pflänzchen gerade in die Erde gesetzt hatte, kam tierischer Besuch und hat sich einmal durch meine Beete gewühlt.

          Ich hatte ja versprochen, euch den Anbau von Chicorée zu zeigen. Leider wurde auch mein Chicorée von den Pfauen verputzt. Aber ich probiere es nächstes Jahr nochmal. Für neue Anzuchten war es dann einfach irgendwann einfach zu spät. Super schade und ärgerlich!

          Aber auch das gehört zum Selbstversorger-Leben: Rückschläge zu verkraften und einfach weiterzumachen.

          Ich freue mich schon so darauf, wenn wir irgendwann einen eigenen Garten haben, wo ich mein Gemüse mit festen Zäunen vor ungebetenen Gästen schützen kann.

          #4: Der Umzug

          Dass wir ausziehen müssen, ist auch ein herber und unerwarteter Schlag gewesen. In meinem Artikel „Wir müssen umziehen-Selbstversorger ohne Hof?“ erzähle ich dir, warum wir ausziehen müssen.

          Link: https://www.wurzelwerk.net/2020/10/17/selbstversorger-umzug/

          Für den Übergang haben wir inzwischen eine schöne Wohnung gefunden. Sie hat zwar keinen Garten, aber wir dürfen ja unseren Garten hier weiternutzen und darüber bin ich sehr froh. Mit diesem Zwischenschritt gewinnen wir die Zeit, in Ruhe etwas Passendes zu finden.

          Unser neues Zuhause braucht in jedem Fall die Möglichkeit, unsere Tiere in Sichtweite vom Haus zu haben. Da kann ich sie viel besser beschützen!

          Rückschlag #5: Corona

          Ich bin sehr viel und sehr gern zu Hause und arbeite auch von dort aus. Ich habe weder ein großes Bedürfnis noch die Zeit zu verreisen – auch deshalb, weil wir die Tiere haben. Darum hat Corona für mich nicht so viele Veränderungen gebracht und das Jahr ließ sich ganz gut aushalten.

          Trotzdem war und ist es leider noch immer ein riesiger Einschnitt. Niemand hätte sich das letztes Jahr vorstellen können.

          Aber wie schön, dass so viele Leute die freie Zeit genutzt haben, um Gemüsebeete anzulegen und erste Selbstversorger-Erfahrungen zu machen! Je mehr Menschen rausgehen und mit den Händen in der Erde wühlen, desto besser! Daumen hoch für alle, die dieses Jahr das erste Mal gegärtnert haben! :)

          Wenn du mehr zum Thema Selbstversorgung wissen möchtest, kannst du gern auch in diesen Artikeln schmökern:

          3m2? 300m2? Was ist deine perfekte Gartengröße?

          So startest du deinen 3h/Woche-Selbstversorger-Garten!

          Unkrautfrei gärtnern – Jaa, das geht! ;)

          Schreib mir doch mal, wie deine Selbstversorger-Erfahrungen in diesem Jahr gewesen sind, was du dir vornimmst für 2021 und was du vielleicht ändern möchtest. Ich freue mich, von dir zu hören. Einen guten Rutsch und bis nächste Woche!

          Vorschau Aussaatkalender

          Dein kostenloser PDF-Aussaatkalender für 2021

          Leuuute, ich bin total aufgeregt und glücklich, denn ich habe eine dicke, fette Überraschung für euch!

          Er ist gerade fertig geworden und deswegen kommt hier nun dein fix und fertiger Aussaatkalender für 2021, den du ganz einfach herunterladen und ausdrucken kannst! Mit diesem super praktischen Helferlein verpasst du ab jetzt garantiert keinen Aussaattermin mehr. :)

          Also nichts wie ran an deinen Aussaatkalender 2021! Hier kannst du ihn dir herunterladen:

          Hol dir deinen Aussaatkalender!

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            Wie funktioniert der Aussaatkalender?

            In deinem Aussaatkalender für 2021 findest du die besten Aussaat-Zeitpunkte für deine Jungpflanzenanzucht und für die Direktsaat im Freiland. So hast du immer genügend kräftige und prachtvolle Jungpflanzen am Start, wenn die Auspflanzzeit ansteht.

            Außerdem habe ich alle Termine für eine gestaffelte Aussaat im Freiland ausgeknobelt – so fährst du mühelos das ganze Jahr über eine kontinuierliche fette Ernte ein und hast in deinem Freiluft-Supermarkt immer ein üppiges Angebot an verschiedenen leckeren Gemüsen zur Verfügung.

            Damit du auf einen Blick siehst, welche Gartenarbeiten anstehen, habe ich dir Symbole für die verschiedenen Aufgaben in deinen Aussaatkalender 2021 gepackt.

            Das kleine Haus: Das ist der perfekte Zeitpunkt, um dein Gemüse im Haus auszusäen und vorzuziehen. Wie du siehst, darfst du schon im Januar Wintersalat vorziehen und auch im Februar gibt es bereits einiges zu tun. Deine kribbeligen, ungeduldigen Gärtnerfinger müssen also nicht allzu lange stillhalten! ;) 

            Das Samentütchen: Immer, wenn dieses Symbol im Kalender auftaucht, packst du deine entsprechenden Samentütchen und säst im Freiland aus!

            Das Pflänzchen: Nun können deine selbst vorgezogenen oder gekauften Jungpflanzen in die Beete umziehen. Denke daran, deine Schützlinge abzuhärten, also sie behutsam an die raue Welt da draußen zu gewöhnen, bevor du sie in die Freiheit entlässt.

            Unter jedem Monat habe ich dir zusätzlichen Platz gelassen, damit du dir eigene Notizen machen kannst. Denn wenn du fleißig alle deine Erfahrungen und Gedanken aufschreibst, entsteht daraus im Laufe der Zeit ein wunderbares Tagebuch mit allen Einzelheiten deiner Gemüseabenteuer. Noch Jahre später kannst du immer wieder nachlesen, welche Gemüse sich bei welchen Bedingungen wie entwickelt haben. So erschaffst du dir einen super wertvollen Erfahrungsschatz, auf den du jederzeit zurückgreifen kannst. :)

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            Dein Gemüse-Aussaatkalender: Direktsaat und gestaffelte Aussaat

            Manche Gemüse wachsen ganz unkompliziert auch bei etwas ungemütlicheren Temperaturen zu prächtigen und super leckeren Gemüse-Exemplaren heran: Das sind die robusten Zeitgenossen, die du unbesorgt direkt ins Beet säen kannst. Mit ihnen hast du kaum Arbeit und du kannst dem Gemüse entspannt vom Liegestuhl aus beim Wachsen zusehen (und es gelegentlich anfeuern). ;)

            Vor der Aussaat solltest du darauf achten, den Samen ein feinkrümeliges und lockeres Saatbett zu bereiten. Ziehe den Mulch einfach an den Beetrand und locker den Boden mit einer (Doppel-)Grabegabel, ohne ihn zu wenden. Gröbere Bestandteile kannst du mit einem Rechen zerkleinern. Dann fühlen sich deine Samenkörner nämlich so wohl, dass sie es kaum abwarten können, zu keimen und ihre ersten Blättchen in die Luft zu strecken.

            Damit du das ganze Jahr über leckeres Gemüse schlemmen kannst, ist es wichtig, dass du dein Gemüse gestaffelt aussäst – es also alle paar Wochen neu aussäst. In deinem Aussaatkalender 2021 stehen natürlich schon alle Nachsaat-Termine drin. Du kannst sofort loslegen, ohne lange zu planen und zu knobeln!

            Bei der gestaffelten Aussaat schickst du dein Gemüse zum Sport – dem Staffellauf. Die erste Aussaat keimt, wächst, wird geerntet und übergibt währenddessen den Staffelstab an die folgende Saat. Die keimt, wächst, wird geerntet und übergibt den Staffelstab… du verstehst das Prinzip? ;) Alles was du noch tun musst, ist, das Saatgut rechtzeitig in den Boden zu bringen und kontinuierlich zu ernten.

            Durch ständiges Nachsäen entstehen keine Lücken im Beet und du nutzt deine Fläche optimal aus. Auch von kleinen Beeten kannst du so einen ziemlichen Berg an Gemüse ernten. Genial, oder?

            Dein PDF-Aussaatkalender: Die Jungpflanzenanzucht

            Es gibt Gemüse, die sich super lange in den Beeten räkeln, bevor sie uns mit einer Ernte belohnen. Wenn diese Kandidaten dann zusätzlich auch noch ziemliche Frostbeulen sind, haben sie kein leichtes Spiel. Denn in unseren Breitengraden, wo es bis Mitte Mai noch Frost geben kann, schaffen diese Kandidaten es kaum, in der kurzen Zeit Früchte anzusetzen und ausreifen zu lassen.

            Damit du von diesen Gemüsen trotzdem üppig ernten kannst, solltest du sie im Haus vorziehen. So verschaffst du ihnen den entscheidenden Wachstumsvorsprung. Wenn du sie nach den Eisheiligen auspflanzt, sind deine Pflänzchen nämlich schon kräftige Teenager, die sich im Beet schnell einleben und zu großen und prächtigen erwachsenen Pflanzen werden. Es bleibt ihnen dann genügend Zeit, viiiele leckere Früchte anzusetzen und dir eine super Ernte zu verschaffen.

            Alles was du für eine erfolgreiche Jungpflanzenanzucht wissen solltest, kannst du in dem Artikel „Jungpflanzenanzucht im Haus vorziehen“ nachlesen. Schau da gerne einmal vorbei!

            Aussaaten bündeln = Zeit sparen!

            Ich bündele meine Aussaaten gerne, sodass ich gleich mehrere Gemüse an einem Tag vorziehe, aussäe oder pflanze. Das ist eine echte Zeitersparnis! Deswegen habe ich im Kalender auch immer sinnvolle Gemüse zusammen gelegt.

            Und das ist nur einer von vielen Tricks, um ohne viel Zeitaufwand und Mühe leckeres Gemüse rund ums Jahr zu ernten. Du willst noch mehr Tricks? Aber sehr gerne!

            Schau doch einfach mal bei meinem Artikel “10 Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten” vorbei. Da zeige ich dir noch mehr Tricks zum mühelosen Gärtnern.

            Dein Aussaatkalender und der Mulch

            Mit dem Aussaatkalender für dein Gemüse hast du ein geniales Tool an der Hand, um zum richtigen Zeitpunkt zu säen und zu pflanzen. Aber eines ist auch noch super wichtig: Das Mulchen deiner Beete, damit sich deine Zöglinge pudelwohl fühlen!

            Wenn deine Jungpflanzen ungefähr zehn Zentimeter hoch sind, kannst du sie das erste Mal mulchen. Die kuschelige Decke aus zum Beispiel Grasschnitt und Holzhackschnitzeln auf dem Boden sorgt nämlich dafür, dass deine Pflänzchen es immer schön feucht haben. Außerdem unterdrückt der Mulch auch das lästige Unkraut, das so gerne versucht, deine Beeten zu erobern – und sich mit deinem Gemüse einen Wettkampf um Licht und Nährstoffe liefert.

            Damit du alles richtig machst beim Mulchen, schau dir am besten auch meinen Artikel “Die 7 größten Fehler beim Mulchen von Gemüsebeeten” an. Ich wäre froh gewesen, wenn ich das alles am Anfang meiner Gärtnerlaufbahn schon gewusst hätte! Und du musst ja nicht unbedingt meine Fehler wiederholen. ;)

            Mit deinem Aussaatkalender 2021 kannst du ganz beruhigt in die neue Gartensaison starten und schon mal von einer super reichen Ernte träumen. Du verpasst nämlich ab jetzt keinen einzigen wichtigen Termin mehr in deinem Garten und wirst dich das ganze Jahr mit deinem eigenen Gemüse verwöhnen können. Das sind doch tolle Aussichten, oder?

            Du hast so richtig Lust bekommen, deinen Garten für das nächste Jahr zu planen? Dann schau doch auch bei diesen Artikeln vorbei:

            Was ist deine perfekte Gartengröße?

            Gemüsegarten anlegen in 7 einfachen Schritten

            Dein fix und fertiger Gemüsegarten-Beispielplan

            Naa, hast du dir den Aussaatkalender 2021 schon geholt? Hast du noch mehr Tipps zur Aussaatplanung? Ich freue mich über Kommentare!

            Bodenlebewesen-fördern

            So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

            Ein gesunder, lebendiger Boden ist die Grundlage für prall gefüllte Erntekörbe. Auch wenn wir ihm oft nicht so viel Aufmerksamkeit schenken:

            Der Boden unter unseren Füßen ist ein ziemlich ausgeklügeltes System. Lose Mineralteilchen schließen sich zu Aggregaten zusammen, wodurch im Boden ein Porensystem entsteht, das einen Lebensraum für zahlreiche Kleinstlebewesen bietet.

            Der Boden ist also nicht nur ein bisschen Staub oder Dreck – Der Boden lebt! Und damit du genau Bescheid weißt, wer da unten rumkreucht und welche wichtigen Aufgaben diese Organismen für uns übernehmen, gibt es heute einige praktische Methoden, mit denen du dein Bodenleben fördern kannst. 

            Bodenlebewesen fördern Pin
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            Ein fruchtbarer Boden lebt!

            Ich finde die Bodenlebewesen super spannend, weil sie an so vielen wichtigen Prozessen und Kreisläufen beteiligt sind: Alleine die Verwandlung von Bioabfall und Ernteresten bis zum feinkrümeligen Kompost ist doch richtig faszinierend, oder?

            Aber sie können noch so viel mehr, als organische Substanz zu zersetzen: sie sind am Humusaufbau beteiligt, setzen Nährstoffe für die Pflanzen frei oder fördern die Verwitterung, indem sie organische Säuren ausscheiden – sie sind generell super wichtige Akteure im Stickstoff- und Kohlenstoff-Kreislauf!

            Diese ganzen Prozesse, die da „undercover“ stattfinden, führen mitunter dazu, dass unser Gemüse in den Beeten auf natürliche Art und Weise, ganz ohne Mineraldünger und Chemiekeule, gut wachsen und gedeihen kann.

            Darf ich vorstellen: Die Bodenbewohner

            Bodenlebewesen sind super vielfältig und es gibt Spezialisten in ganz unterschiedlichen Bereichen. Wir gehen auch gleich noch auf zwei richtig coole und im Garten super nützliche Kandidaten genauer ein.Zu Beginn gibt es aber erst mal einen kleinen Blick aus der Vogelperspektive auf die zahlreichen Bodenbewohner.

            Die Bodenlebewesen lassen sich gut ihrer Größe nach einteilen:

            Bodenlebewesen-födern-Maulwurf

            #1: Die Riesen unter den Bodenbewohnern

            Zu den größten Tieren im Boden zählen zum Beispiel Maulwürfe und Mäuse – das sind auch die Bewohner, die im Gemüsegarten eher nicht so willkommen sind, weil sie sich nicht an gerade Aussaatrillen halten und ganz schön viel Chaos im Gemüsebeet anrichten können. Aber auch die haben ihre Berechtigung. ;)

            Kleiner Tipp: Wenn der Maulwurf meine Aussaatrillen durcheinander gebracht hat, pflanze ich sehr gerne Kräuter und Blumen als Lückenfüller in die Beete – das ergibt tolle Mischkulturen. ;)

            Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, als Texte zu lesen, kommst du hier zur YouTube-Variante dieses Artikels, wo ich ein Interview mit Jacky aus meinem Team führe, die sich mit Bodenlebewesen richtig gut auskennt:

            #2: Die Normalos

            Zu dieser Größenfraktion Zählen Asseln, Käfer oder Regenwürmer. Du kannst sie mit bloßem Auge noch sehr gut erkennen und hast bestimmt schon, dass ein oder andere Mal, einige dieser Kandidaten in deinen Beeten angetroffen.

            Die besten Zeiten, um Regenwürmer zu beobachten, sind übrigens der Frühling und der Herbst. Dann sind die Temperaturen noch moderat und wenn wir Glück haben fällt auch schön viel Niederschlag. In den heißen und trockenen Sommermonaten ziehen sich die Würmer lieber in tiefere Bodenschichten zurück.

            Bodenlebewesen-fördern-Springschwanz

            #3: Die gerade noch so großen

            Na, so richtig groß sind die eigentlich nicht mehr, aber diese Bodenbewohner zählen immer noch zu den Tieren. Dazu gehören zum Beispiel Milben, Springschwänze und Enchyträen (das sind die kleinen Verwandten der Regenwürmer).

            Was machen diese Tiere eigentlich im Boden?

            Viele dieser Tierchen wohnen in den luftgefüllten Grobporen im Boden oder in der Streuschicht – mache dauerhaft und andere kommen nur zu bestimmten Zeiten vorbei – zum Beispiel, um ihre Eier im Boden abzulegen. Andere Bodenbewohner schaffen selber Poren oder legen sogar ganze Gangsysteme im Boden an, wie der Regenwurm oder Mäuse.

            Die Bodenlebewesen durchwühlen den Boden und fressen auf ihrem Weg organische Substanzen wie Blätter oder Erntereste. Dabei durchmischen sie die organische Auflage mit dem darunterliegenden Mineralboden, wodurch der Humus auch in tiefere Bodenschichten gelangt (das nennt sich Bioturbation). 

            Diese Durchmischung kann den Wurzelraum deiner Pflanzen nachhaltig verbessern, weil sie ihre Wurzeln noch tiefer in das lockere krümelige Erdreich strecken können. Noch dazu können die ganz kleinen Bodenbewohner diese zum Teil vorverdauten Streureste besser im feuchten Erdreich weiterverarbeiten.

            Die Regenwürmer spielen im Boden eine ganz besondere Rolle: Sie vermischen in ihrem Darm Organische Substanz und Mineralpartikel, wodurch sich „Ton-Humus-Komplexe“ bilden, das sind ziemlich stabile und fruchtbare Aggregate, die in einem bindigen Boden noch weiterwachsen können und irgendwann schöne Krümel bilden.

            Und ein krümeliger Boden lässt das Gärtnerherz doch gleich höherschlagen, oder? ;)

            Bodenlebewesen_fördern_pilzgeflecht

            #4: Die mikroskopisch kleinen Bodenlebewesen

            Mit dem Auge sind sie meist nicht mehr zu erkennen, so klein sind die Mikroorganismen. Zu den bekanntesten gehören Pilze, Bakterien und Algen. Sie sind zwar klein – aber oho! Du solltest die Mikroorganismen auf keinen Fall unterschätzen, denn sie machen etwa 90% der lebenden Biomasse im Boden aus.

            Die wichtigste Aufgabe dieser ganz kleinen Lebewesen ist es, die Nährstoffe aus der organischen Substanz – zum Beispiel aus deinen Ernteresten – wieder in die Stoffkreisläufe zurückzuführen, sodass die Pflanzen sie am Ende wieder aufnehmen können. Sie sind also wahre Recycling-Meister! 

            Außerdem sind sie am Humusaufbau beteiligt und können sogar Krankheitserreger im Boden einschränken. Unter den Ganz-Kleinen sind auch super viele Spezialisten anzutreffen, die zum Beispiel Stickstoff aus der Luft binden und in eine pflanzenverfügbare Form umwandeln können.

            Die Mykorrhizaeine faszinierende Symbiose

            Die Mykorrhiza ist eine ziemlich coole Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Pflanzenwurzel. Diese Symbiose gibt es schon richtig, richtig lange, denn sie hat die Besiedlung der Erdoberfläche mit Pflanzen wahrscheinlich erst möglich gemacht.

            Beide Partner ziehen Vorteile aus dieser Beziehung: Die Pilze erhalten Kohlenhydrate von der Pflanze und die Pflanze wird von dem beteiligten Pilz mit Wasser und Stickstoff, vor allem aber auch mit Phosphor versorgt.

            Phosphor ist im Boden generell nicht so gut mobilisierbar und daher sind deine Gemüse sehr dankbar, wenn der Pilz sie darin unterstützt, Phosphor aus dem Boden aufzunehmen.

            Außerdem sind die Phosphor-Vorkommen endlich (Peak Phosphor), weshalb die Vorteile dieser Symbiose in Zukunft wichtiger werden denn je. Pflanzen, die mit einem Mykorrhiza-Pilz zusammenleben, kommen viel besser ohne ständige Phosphor-Düngung aus und wachsen viel selbstständiger in deinen Beeten.

            Es gibt verschiedene Formen der Mykorrhiza. In unseren Gärten spielt insbesondere die Form mit dem komplizierten Namen „Arbuskuläre Mykorrhiza“ eine Rolle (übersetzt heißt das: bäumchenförmiger Wurzelpilz).

            Sie dringen mit ihren Hyphen (also mit den Pilzfäden) in die Wurzelzellen ein und bilden dort baumartige Verzweigungen aus. An dieser Schnittstelle tauschen die Pflanze und der Pilz ihre Stoffe z.B. Phosphor und Kohlenhydrate aus. Überschüssige Energie speichert der Pilz in der Pflanzenwurzel in Form von kleinen Fett-Tröpfchen – den Vesikeln.

            Eine mit Mykorrhiza “infizierte” Pflanzenwurzel unter dem Mikroskop. Das Bild wurde uns von Dr. Ramia Jannoura zur Verfügung gestellt.

            Das Myzel des Pilzes (das sind alle Hyphen zusammen, also das gesamte Pilzgeflecht) kann ein viel größeres Volumen im Boden durchwurzeln, als es die Pflanze alleine schafft und kann dadurch Nährstoffe und Wasser auch aus weiter entfernten Bereichen im Boden erschließen – in trockenen Sommern ist das ein großer Vorteil für die Pflanzen.

            Die Pilzfäden verbauen außerdem die Krümel im Boden und halten sie zusammen, wodurch sich die Bodenkrümel stabilisieren und der Boden eine tolle Struktur bekommt.

            Hier kommen ein paar Besispiel-Gemüse, die eine Symbiose mit der „Arbuskulären Mykorrhiza“ eingehen:

            Leguminosen (Bohnen, Erbsen), Mais, Kartoffeln, Sonnenblumen, Gurken, Knoblauch, Paprika, Spargel, Tomaten, Zwiebeln, Knollenfenchel, Topinambur und Salat

            Kreuzblütler sind nicht daran interessiert, eine Symbiose mit dem Mykorrhiza-Pilz einzugehen, und freuen sich, wenn du sie stattdessen mit etwas Brennnesseljauche oder einem anderen organischen Dünger verwöhnst. Auch Gänsefußgewächse wie Spinat halten nichts von dieser Symbiose.

            Mykorrhiza im Garten fördern

            Du kannst mit einer ausgeklügelten Fruchtfolge nicht nur fiese Krankheiten und Schädlinge vermeiden, sondern auch die fleißigen Bodenlebewesen bei der Stange halten. Achte daher bei der Anbauplanung am besten darauf, dass auf deinen Beeten immer wieder Gemüse wachsen, die eine Symbiose mit dem Mykorrhiza-Pilz eingehen können.

            Auf eine Düngung mit frischem Mist oder Gülle stehen die Mykorrhiza-Pilze nicht so sehr. Besser ist es, die Beete mit ausgereiftem Kompost zu versorgen. Wenn du magst, schaue gerne bei meinem kostenlosen Mini-Kurs vorbei, indem ich dir genau zeige, wie du Kompostbeete in deinem Garten anlegst:

            Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

            Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

              Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

              Bei der Bodenstörung gibt es in der Forschung verschiedene Beobachtungen: Ich habe in Berichten schon gelesen, dass eine Störung den Pilz sogar anregt, mehr Hyphen auszubilden. Andere haben dahingegen beobachtet, dass es für die Mykorrhiza nicht förderlich ist, den Boden regelmäßig umzugraben.

              Daher ist meine Meinung: Es kann nicht schaden, den Pilz – zum Beispiel mit einer Doppelgrabegabel – ein bisschen zu ärgern, damit er angeregt wird, mehr Hyphen auszubilden. Auf eine extreme Bearbeitung wie Umgraben solltest du aber besser verzichten.

              Im Handel gibt es auch Mykorrhiza-Impfkulturen zu kaufen. Auf die kannst du aber getrost verzichten, denn in den meisten Gartenböden kommen sowieso schon Mykorrhiza-Pilze vor. Wenn du auf einem sehr ausgelaugten Boden gärtnerst und eine Impfkultur einsetzen möchtest, dann bringe sie in direkter Nähe zur Pflanzenwurzel aus.

              Wurzelknöllchen_in_Hand

              Knöllchenbakteriensind tolle Gartenhelferlein

              Die taffen Knöllchenbakterien gehören zu den Bakterienarten, die Stickstoff aus der Luft binden und in eine pflanzenverfügbare Form überführen können. Das ist ziemlich cool, denn Stickstoff ist ein Hauptnährstoff für Pflanzen. Und in der Luft ist eine große Menge Stickstoff vorhanden, die den Pflanzen in der Form aber nicht zur Verfügung steht.

              Die Knöllchenbakterien gehen mit den Leguminosen eine Symbiose ein und die haben zusammen einen Weg gefunden, wie sie den Stickstoff aus der Luft für sich nutzbar machen können. Um sich zu finden, stoßen die Wurzeln von Leguminosen Ausscheidungen aus, von denen sich die Knöllchenbakterien angezogen fühlen und so den Symbiose-Partner erkennen, das ist schon ziemlich genial.

              An der Wurzelspitze der Pflanzen dringen die Bakterien ein und etablieren sich in der Wurzel, wodurch an der Stelle kleine Verdickungen entstehen. An diesen Wurzelverdickungen, den sogenannten „Wurzelknöllchen“, in denen die Bakterien leben, kannst du eine „Infektion“ mit Rhizobien daher sehr gut erkennen.

              Aufgeschnittenes Wurzelknöllchen auf Holzbrett

              Warum sind die Wurzelknöllchen von innen rot? (Achtung „Nerd-Alarm“ ;))

              Die Pflanze und die Knöllchenbakterien müssen bei der Stickstoff-Fixierung aktiv zusammenarbeiten, damit das Ganze überhaupt funktioniert.

              Die Bakterien produzieren nämlich das Enzym „Nitrogenase“ für die Stickstoff-Fixierung, das extrem sauerstoffempfindlich ist. Die Knöllchenbakterien brauchen aber Sauerstoff zum Atmen. Daher ist es wichtig, dass der Sauerstoffgehalt in den Knöllchen so ausbalanciert ist, dass weder das Enzym Schaden nimmt noch die Knöllchenbakterien am Arbeiten gehindert werden.

              Deswegen kommen jetzt die Pflanzen ins Spiel, die bilden nämlich das eisenhaltige Leghämoglobin, das überschüssigen Sauerstoff in den Wurzelknöllchen bindet, sodass der Sauerstoffgehalt für den Prozess optimal ist. Dieses Leghämoglobin färbt das Gewebe von den Wurzelknöllchen in dieses hübsche rosa-rot.

              Bakterien und Pflanzen arbeiten also sehr eng zusammen, was eine Symbiose ja auch ausmacht. ;)

              Der Vorteil dieser Symbiose für die Pflanzen liegt also darin, dass die Bakterien pflanzenverfügbare Stickstoffverbindungen an die Pflanzenzelle liefern. Deswegen sind Leguminosen wie Erbsen oder Bohnen im Gemüsegarten Schwachzehrer und du musst sie nicht düngen.

              Und was haben die Bakterien von dieser Symbiose? Die Pflanze stellt den Bakterien organische Kohlenstoffverbindungen aus der Fotosynthese zur Verfügung, sodass sie ihren hohen Energiebedarf damit decken können.

              So kannst du die Leistung der Knöllchenbakterien nutzen

              Die Stickstoff-Fixierleistung dieser wunderbaren Symbiose kannst du super gut für die Fruchtfolge deiner Gemüsebeete nutzen. Dafür baust du nach den Leguminosen einfach starkzehrende Gemüse wie Kohl, Paprika oder Zucchini an, die von dem reichgedeckten Tisch profitieren und dich als Dank mit einer dicken Ernte beschenken.

              Kleiner Tipp: Das ist eine tolle Möglichkeit, um vegan zu gärtnern, weil du so nicht auf den Stickstoff aus dem Mist von Tieren angewiesen bist.

              Für eine hohe Nährstoffausbeute ist es wichtig, die Wurzeln der Leguminosen im Boden zu lassen und die Pflanzen nur oberirdisch abzuschneiden. Mit der Blattmasse kannst du hungrige Gemüse mulchen. Du kannst auch Klee oder Luzerne in einem Beet aussäen und die Blattmasse mehrmals im Jahr schneiden, um noch mehr nährstoffreichen Mulch in deinen Beeten ausbringen zu können.

              Bodenlebewesen_fördern_Sojabohne

              Übrigens: Es gibt nicht das eine Knöllchenbakterium, sondern ganz verschiedene, wirtsspezifische Arten.Wenn wir zum Beispiel das erste Mal Sojabohnen in unserem Garten anbauen, können wir uns sicher sein, dass die richtige Bakterienart wohl noch nicht in unserem Garten wohnt – dann lohnt es sich, den Boden mit den passenden Bakterienstämmen zu impfen.

              Knöllchenbakterien im Boden fördern

              Leguminosen bevorzugen neutrale Böden mit pH-Werten zwischen sechs und sieben. In einer Symbiose ist es wichtig, dass beide Partner glücklich und zufrieden sind. Das heißt: wenn die Bedingungen für die Pflanzen gut sind, profitieren davon auch die Knöllchenbakterien.

              Der optimale pH-Wert deines Bodens hängt von der Bodenart ab, auf der du gärtnerst. Schwere Böden mit einem hohen Tonanteil haben einen höheren pH-Wert als leichte Böden, die einen hohen Sandanteil aufweisen. Wenn der pH-Wert deines Bodens zu niedrig ist, dann solltest du ihn kalken.

              Auch die Knöllchenbakterien stehen mehr auf Kompost als auf Mist. Denn wenn der Stickstoffanteil im Boden sowieso schon hoch ist, dann sind die Leguminosen nicht auf die Knöllchenbakterien angewiesen und sehen es nicht ein, energiereiche Stoffe an die Bakterien abzugeben.

              Ansonsten kannst du den Knöllchenbakterien etwas Gutes tun, wenn du deine Beete mit einer dicken Schicht Mulch versorgst, sodass der Boden immer schön feucht ist.

              Eine Impfung mit wirtsspezifischen Knöllchenbakterien macht Sinn, wenn du keinerlei Wurzelknöllchen an deinen Erbsen oder Bohnen findest oder du ein „exotisches“ Gemüse wie Sojabohnen zum ersten Mal in deinen Beeten anbaust.

              Du hast Lust, noch ein bisschen weiter auf dem Blog zu schmökern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

              Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst!

              Fruchtfolge erstellen – Schritt für Schritt zum perfekten Gemüsegarten-Fruchtwechsel

              So geht Permakultur: Schaff dir ein kleines Paradies!

              Na, hast du Knöllchen an den Wurzeln deiner Erbsen oder Bohnen gefunden? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

              Drahtwurm-bekämpfen-in-Kartoffel

              Drahtwurm bekämpfen ganz ohne Chemie – der komplette Guide!

              In deinem Gemüsebeet ist an einem Tag noch alles in bester Ordnung und am nächsten hängt dein Salat plötzlich schlapp und traurig da? Und dass, obwohl dein grüner Freund keinen Wassermangel leidet?

              Dann steckt da höchstwahrscheinlich der Wurm drin – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes! Der Drahtwurm hat dein Gemüse nämlich zum Fressen gern und vollbringt sein schändliches Werk verborgen unter der Erde.

              Aber: Dagegen lässt sich einiges tun! Wie du den Drahtwurm mit biologischen Mitteln bekämpfen kannst, zeige ich dir in diesem Artikel. Los geht´s!

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              Ist das der Drahtwurm in meinen Beeten?

              Es ist gar nicht so einfach, den Missetäter Drahtwurm auf frischer Tat zu ertappen! Er lebt nämlich ausschließlich unterirdisch und arbeitet sozusagen permanent undercover. Drahtwürmer machen sich liebend gern an den Wurzeln von deinem Gemüse wie Mais oder Salat zu schaffen oder bohren sich frech in deine Kartoffeln hinein.

              Und so erkennst du sie: Drahtwürmer sind zwei bis drei Zentimeter lange Gesellen und haben einen sehr harten gelblich-roten Chitinpanzer – dieser Panzer hat ihnen auch ihren Namen eingebracht! Der Drahtwurmkopf ist bräunlich und im vorderen Drittel hat er drei Beinpaare.

              Nach der Verpuppung schlüpft ein schmaler, hellbrauner Käfer. Der Schnellkäfer interessiert sich zum Glück nicht die Bohne für dein Gemüse – allerdings legt er Eier für neue Drahtwurmbabys und dann geht der ganze Schlamassel von vorne los.

              Der Lebenszyklus des Drahtwurms ist – wie üblich in der Natur – vor allem auf Vermehrung ausgelegt. Bis aus einem Ei ein Schnellkäfer geworden ist, dauert es zwischen drei und fünf Jahren. Das bedeutet: In deinen Beeten leben mehrere Generationen von diesem Schädling. 

              Jedes Jahr legen die Käfer ihre Eier in den Boden und jedes Jahr schlüpfen daraus Drahtwürmer, die sich dann so lange über dein Gemüse hermachen, bis sie sich verpuppen. Deshalb ist es so wichtig, den Drahtwurm sofort zu bekämpfen und nicht darauf zu warten, bis er deine Beete komplett erobert.

              Die Schnellkäfer-Weibchen legen ihre Eier von Mitte April bis Mitte Juni in die Erde. Ein möglichst feuchter und dichter Boden gefällt ihnen dafür besonders gut.

              Die geschlüpften Drahtwürmer sind vor allem von Anfang April bis Mitte Mai, von Ende Juni bis Mitte Juli und von Mitte August bis Anfang Oktober aktiv und fressen alles, was sich ihnen in den Weg stellt. 

              Drahtwürmer-an-der-Kartoffel

              Übrigens: Wenn du in deinen Gemüsebeeten auch mit anderen Schädlingen zu kämpfen hast, dann schau dir gern auch meine Artikel zur Weißen Fliege oder zu Blattläusen an. :)

              Wie schadet der Drahtwurm deinem Gemüse?

              Wenn dein Gemüse von einem Tag auf den anderen plötzlich den Kopf hängen lässt, ist das keine Gemüsedepression, sondern ein echtes Alarmzeichen dafür, dass der Drahtwurm in deinem Beet sein Unwesen treibt. Er frisst sich nämlich an allen unterirdischen Pflanzenteilen – ohne Rücksicht auf Verluste – dick und rund, verputzt in Windeseile leckere Pflanzenwurzeln oder auch gern mal die Knollen von deinem Gemüse.

              Vor allem dann, wenn wenig Regen fällt und die Erde trocken ist, bohrt sich der Drahtwurm in die Pflanzenteile unter der Erde, um Schutz und Nahrung zu suchen. Ein cleveres Kerlchen! ;)

              So ein armes Drahtwurm-Gemüseopfer kannst du ganz leicht aus der Erde ziehen. Es gibt nämlich keine Wurzeln mehr, die dein Gemüse im Boden festhalten würden! Ohne Wurzeln können deine grünen Lieblinge aber keine Nährstoffe und kein Wasser mehr aufnehmen und vertrocknen.

              Wenn du genau hinschaust, kannst du jetzt an den verbliebenen unterirdischen Pflanzenteilen die Bohrlöcher und Fraßgänge des Missetäters sehen oder vielleicht sogar ein lebendiges Exemplar entdecken. In den Wunden deiner Pflanzen siedeln sich dann in der Folge gerne noch Fäulniserreger an. Das schwächt deine Pflanzen weiter und spätestens dann wird es ihr zu viel, sodass sie abstirbt.

              Und der Drahtwurm? Der zieht einfach völlig ungerührt weiter zum nächsten Kandidaten!

              Drahtwurm auf einem Stück Holz

              Den Drahtwurm gar nicht erst willkommen heißen: Vorbeugen ist besser als heilen

              Damit der Drahtwurm sich gar nicht erst in deinen Beeten breit macht, habe ich hier für dich ein paar Tricks, mit denen du ihm deutlich machst, dass er in deinen Beeten nicht willkommen ist:

              Der Drahtwurm ist für Hühner, Igel, Kröte, Maulwürfe und Vögel DAS Leibgericht, – du musst diese hungrigen Helfer nur in deinen Garten locken:

              Igel und Kröten bietest du dafür einfach den Gratis-Aufenthalt in einem Fünf-Sterne-Hotel wie einem Igelhaus, aufgetürmten Steinen oder einem Laubhaufen an. Das sind übrigens auch sehr schöne Gestaltungselemente für den Garten! Nistkästen und ein ganzjähriges Futterangebot finden Vögel sehr verlockend. Sie bleiben dann gern in deinem Garten und helfen dir, den Drahtwurm zu bekämpfen.

              Ran an die Gabeln!

              Verdichtete Böden sind für Drahtwürmer der Lieblingsaufenthaltsort schlechthin. Darum versuchst du am besten konsequent, ihnen ihre idealen Bedingungen zu vermiesen und lockerst deinen Boden mit einer (Doppel-)Grabegabel (externer Link), ohne ihn zu wenden. Diese Ruhestörung hilft, den lästigen Mitbewohner aus deinen Beeten zu vertreiben, und sorgt dafür, dass er sich in dem lockeren Boden nicht mehr wohlfühlt. Außerdem trocknen sowohl die Eier als auch die frisch geschlüpften Drahtwurmbabys sehr leicht aus, wenn sie weiter an die Oberfläche geraten. 

              Kein Lieblingsessen mehr…

              Der Drahtwurm liebt Gemüse wie Kartoffeln, Möhren, Mais, Salat oder Rote Bete ganz besonders. Deshalb solltest du sein Lieblingsessen besser nicht nacheinander am selben Ort anbauen. Er hätte dann ständig einen reich gedeckten Tisch und könnte sich munter weiter vermehren.

              Wenn du also schon Drahtwürmer an deinen Kartoffeln hattest, ist es keine gute Idee, in diesem Beet als nächstes Möhren oder Salat anzubauen.

              Leguminosen wie Ackerbohnen und Buschbohnen sind eine super Vorkultur, um den Boden unattraktiv für den Drahtwurm zu machen. Auch der Anbau von Kreuzblütlern wie Weißkohl ist für den Drahtwurm ein rotes Tuch. Die Senföle im Kohl sorgen dafür, dass sich die Schnellkäfer-Weibchen einen anderen Platz für ihre Kinderstube suchen.

              Schnellkäfer auf Blatt

              Eine gute Fruchtfolge hilft also ungemein. In meinem Artikel „Fruchtfolge erstellen“ zeige ich dir, wie du ganz einfach eine optimale Fruchtfolge planst, sodass einer fetten Gemüseernte nichts mehr im Wege steht!

              Du suchst noch nach einem Anbauplan, in dem schon alles zu Mischkultur, Fruchtfolge und Anbaupausen ausgeknobelt ist? Dann lade dir gerne meinen Gemüsegarten Beispielplan herunter! Du kannst ihn einfach 1:1 Auf deine Beete übertragen und sofort losgärtnern!

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                Den Drahtwurm mit biologischen Mitteln bekämpfen

                Wenn die Drahtwürmer schon in deine Beete eingezogen sind und du sie wieder loswerden möchtest, kannst du eine Drahtwurmfalle bauen:

                Dafür schneidest du mehrere Kartoffeln in breite Scheiben und steckst sie auf Schaschlikspieße. Dann versenkst du diese Köder fünf bis zehn Zentimeter tief in der Erde zwischen deinen Pflanzen und wartest ab. Der Drahtwurm steht total auf Kartoffeln und bohrt sich in sie hinein, um sie möglichst schnell aufzufressen. Das ist der Moment, wo er verloren hat! ;)

                Denn nach ein paar Tagen ziehst du die Spieße samt den hungrigen Vielfraßen aus der Erde und entsorgst sie in der Biotonne. So hast du den Bestand schon mal gemindert. Dann steckst du neue Kartoffelstücke auf die Spieße und gräbst sie wieder ein. Die anderen Drahtwürmer fallen jetzt wieder über das angebotene leckere Essen her, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, wo eigentlich ihre Kumpel geblieben sind. Und zack – hast du wieder welche gefangen und aus deinem Beet entfernt.

                Wenn du dranbleibst und mehr Ausdauer hast als deine ungebetenen Gäste, kannst du die Population auf diese Weise ziemlich gut nach unten drücken.

                Tagetes und Ringelblumen sind giftig für Drahtwürmer, aber zum Glück hat sich das bei denen noch nicht herumgesprochen. Wenn sie sich also in ihrer Unersättlichkeit auf die Pflanzen stürzen, bekommen sie eine Vergiftung und sterben daran. Deshalb ist es ein guter Trick, diese Blumen zwischen dein Gemüse zu setzen. Du freust dich an dem schönen Anblick und machst nebenbei noch den Drahtwürmern den Garaus. Cool, oder?

                In meinem Artikel 28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner zeige ich dir noch viel mehr super coole Pflanzengemeinschaften!

                Du siehst also: Du brauchst keine Panik zu haben, wenn der Wurm in deinem Gemüse steckt. Dann bist du nämlich einfach auf Draht und der frühe Vogel, der ihn fängt. ;) So kannst du Schäden in Grenzen halten und trotzdem eine dicke Gemüseernte einfahren!

                Easy peasy also! Apropos: Wenn du Lust hast, deinen Gemüsegarten möglichst pflegeleicht zu gestalten, habe ich hier ein paar Artikel verlinkt, in denen du weiterschmökern kannst:

                Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst!

                So startest du deinen 3h/ Woche-Selbstversorger-Garten

                Unkrautfei gärtnern – Jaa, das geht!

                Hast du noch mehr Tipps zum Drahtwurm-Bekämpfen? Ich freue mich, von dir zu hören!

                Aubergine-pflanzen-im-Garten

                Aubergine pflanzen – die besten Tipps für eine dicke Ernte!

                Eine Aubergine im eigenen Garten zu pflanzen ist ziemlich genial, denn sie macht im Beet mit ihren hübschen Blüten richtig was her und bereichert deinen Freiluftsupermarkt hinterm Haus, um ein vielfältiges Gemüse. Ob als Mus mit viel Knoblauch oder als Ratatouille – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sie zu einem wahren Gaumenschmaus zu verarbeiten.

                Und das Beste: Wenn du genau weißt, was die Aubergine aka Eierfrucht glücklich macht, kannst du dafür sorgen, dass sie sich in deinen Beeten rundum wohlfühlt und dich mit viiielen leckeren Früchten belohnt.

                Aubergine - Pflanzen-Pin
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                Die besten Auberginen-Sorten

                Die Auberginen-Sorte „Violetta lunga“ hat sich ein Plätzchen in unserem Gewächshaus verdient. Die Sorten „Blaukönigin“ und „De Barbentane“ machen auch im Freiland eine super Figur und werfen tolle Erträge ab.

                Wer die kleine weiße Sorte „Blanche ronde à œuf“ anbaut, versteht sehr schnell, warum die Aubergine auch den Namen Eierfrucht trägt. Diese Auberginen-Sorte lässt sich auch toll im Topf pflanzen.

                Wie viele Auberginen soll ich pflanzen?

                Eine Auberginen-Pflanze liefert dir mindestens drei bis fünf leckere Früchte. Wie viele es am Ende wirklich werden, hängt davon ab, welche Auberginen-Sorte du pflanzt und ob du ihr ein warmes und kuscheliges Plätzchen in deinem Garten spendierst. 

                Wir pflanzen drei bis vier Auberginen pro Person und kommen damit sehr gut über die Runden. Wenn du ein riesiger Auberginen-Fan bist und viel Platz im Garten hast, kannst du natürlich dementsprechend mehr Pflanzen anbauen.

                Gute Mischkulturpartner für Auberginen

                Nette und hilfsbereite Nachbarn sind uns allen am liebsten. Auch die Aubergine freut sich über Beetpartner, mit denen sie gut klarkommt: Am besten versteht sie sich mit Blumenkohl, Brokkoli, Salat, Kohl und Spinat.

                Du suchst noch nach tollen Kuppelpartnern für deine anderen Gemüse? Dann schau doch mal bei diesem Artikel vorbei: 28 Gemüse und ihre wirksamsten Mischkultur – Partner.

                Stattdessen kannst du dir aber auch einfach meinen kostenlosen Gartenplan herunterladen. Da habe ich das alles schon für dich ausgeknobelt und du musst nur noch rausgehen und loslegen:

                Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

                Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

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                  Ideale Bedingungen für Auberginen

                  Die Aubergine ist schon eine kleine Prinzessin auf der Erbse! Damit sie große und vor allem vollreife Früchte bilden kann, braucht sie nämlich gaanz viel Sonne und Wärme. Je wärmer desto besser! Wenn es ihr zu kalt ist, werden ihre Früchte nämlich gar nicht erst reif und die ganze Mühe war umsonst.

                  Deswegen ist es wichtig, die Primadonnen an einen sehr sonnigen und kuschelig warmen Platz im Gemüsegarten zu pflanzen: Vielleicht an die Südseite deines Hauses oder an eine Steinmauer? Das Plätzchen sollte windgeschützt sein, damit die wohlig warme Luft nicht ständig abtransportiert wird.

                  Auberginen wissen einen humosen und tiefgründigen Boden zu schätzen. Ein mittelschwerer Boden – zum Beispiel schluffige oder sandige Lehme – erwärmen sich im Frühjahr leichter und das kommt der sensiblen Eierfrucht sehr entgegen.

                  Auberginen im Gewächshaus anbauen

                  In deinem Garten steht ein Gewächshaus oder Folientunnel? Super – dann ist dir eine dicke Ernte der leckeren Frucht ziemlich sicher. Im geschützten Anbau solltest du aber im Blick haben, dass deine Sprösslinge genug Frischluftzufuhr bekommen, weil sie sich in einer Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit nicht so wohlfühlen.

                  Auberginen im Topf pflanzen

                  Auberginen eignen sich auch prima für die Kultur im Topf – so kannst du sie genau dahin verfrachtet, wo es schön warm und sonnig ist. Damit die hungrigen Pflanzen genug Platz haben, um ihre Wurzeln in der Erde auszustrecken, sollte der Pflanzkübel mindestens 15 bis 20 Liter Fassungsvermögen aufweisen.

                  Aubergine-pflanzen-weiße-Sorte

                  Auberginen säen oder pflanzen?

                  Die wärmeliebenden Pflanzen brauchen einen Wachstumsvorsprung im Haus, um viele reife Früchte ausbilden zu können. Ich ziehe diese Sonnenanbeter daher vor und pflanze sie später in meine Beete.

                  Wann Auberginen säen und pflanzen?

                  Von Februar bis März kannst du Auberginen-Pflänzchen vorziehen. Damit die Samen keimen, brauchen sie konstante Temperaturen zwischen 20-25°C. Wunder dich nicht, wenn die Keimung etwas auf sich warten lässt: Es kann gut und gerne mal zwei bis drei Wochen dauern, bis die Schnarchnasen aus der Erde schauen.

                  Du kannst die Samen entweder gleichmäßig in eine große Schale einsäen oder gleich einzelne Samen in kleine Töpfchen ablegen. Die optimale Saattiefe beträgt 1 bis 2 cm. Sobald die Samen gekeimt sind und sich die ersten Laubblätter zeigen, können deine Pflänzchen in eigene Töpfe umziehen. Dieser Schritt ist nicht notwendig, wenn du die Samen gleich in einzelne Töpfe gesät hast. 

                  Wenn du nochmal nachlesen möchtest, wie du deine kleinen Pflänzchen am besten in größere Töpfe pikierst, dann schau doch mal hier vorbei: Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

                  Kleiner Tipp: Die Töpfe für deine Auberginen-Jungpflanzen sollten einen Durchmesser von mindestens zehn Zentimetern haben. Sonst wird es deinen Schützlingen zu eng, bis sie in dein Beet umziehen können.

                  Mitte Mai – nach den Eisheiligen – kannst du deine Auberginen ins Beet pflanzen. Denk unbedingt daran, sie vorher eine Woche abzuhärten, damit der Umzugsschock nicht zu groß wird. Wie das Abhärten funktioniert, kannst du in meinem Anzucht-Artikel nachlesen. Falls du Auberginen im Gewächshaus pflanzen möchtest, kannst du sie auch etwas früher umsiedeln.

                  Die Nachtschattengewächse brauchen viel Platz für ihre freie Entfaltung, deshalb pflanze ich meine Auberginen mit 100 x 50 cm Abstand voneinander.

                  Auberginen-Beete vorbereiten

                  Bevor du deine vorgezogenen Auberginen pflanzt, kannst du ihnen etwas Gutes tun, indem du den Boden mit einer Grabegabel lockerst, ohne ihn zu wenden. In die Pflanzlocher gebe ich gerne noch ein paar Hornspäne und etwas Urgesteinsmehl hinein – so finden deine grünen Freunde die besten Startbedingungen in deinem Beet vor.

                  Am besten steckst du gleich noch für jede Pflanze einen Pflanzstab mit in die Erde, an dem du die Aubergine später aufrecht hochleiten kannst. Wenn du das machst, bevor du deine Auberginen pflanzt, verletzt du keine ihrer zarten Wurzeln.

                  Aubergine-pflanzen-Ernte

                  Aubergine pflanzen: Die Pflege

                  Sind die Pflanzen gut in ihrem neuen Zuhause angekommen, kannst du die Anzahl der Fruchttriebe auf drei bis fünf pro Pflanze begrenzen. Auf diese Weise kann die Aubergine ihre ganze Power in die auserwählten Früchte stecken, sodass die richtig schön groß werden. Wenn die Pflanze wachsen darf wie sie möchte, sind die Früchte zwar etwas kleiner, aber dafür zahlreicher – und mindestens genauso lecker. ;)

                  Immer wenn deine Auberginen einen Wachstumsschwung machen, bindest du sie wieder an deiner Rankhilfe fest, damit die Pflanzen stabil stehen und nicht unter der Last ihrer Früchte zusammenbrechen.

                  Das Nachtschattengewächs ist ein ziemlich durstiger Geselle und benötigt reichlich Wasser, weil über die großen Blätter viel Wasser verdunstet. Gieße deine Pflanzen aber am besten nur von unten, damit ihre Blätter nicht ständig nass werden. So kannst du Pilzerkrankungen vorbeugen.

                  Wenn du deine Auberginen-Pflanzen großzügig mulchst, verdunstet nicht so viel Wasser aus dem Boden. Ich mulche meine Auberginen, wenn sie etwa handhoch sind das erste Mal mit Holzhackschnitzeln und erhöhe die Mulchschicht dann nach und nach auf etwa 15-20 cm. In der heißen Sommerzeit bewirkt das wahre Wunder!

                  Auberginen sind Starkzehrer und brauchen viele Nährstoffe. Vier bis fünf Wochen nachdem ich sie gepflanzt habe, bekommen sie einen ordentlichen Schwung verdünnte Brennnesseljauche oder einen anderen organischen Flüssigdünger. Um die hungrigen Mäuler zu stopfen, wiederhole ich das alle vier Wochen.

                  Du kannst auch eine Handvoll Hühnermist auf der Mulchdecke ausbringen. Der Regen verdünnt den Mist und spült die Nährstoffe an die Wurzeln. Wenn du deine Pflanzen nicht oder nur ganz dünn mulchst, solltest du das aber besser sein lassen, weil der frische Hühnermist dann für die Wurzeln zu scharf ist.

                  Gegrillte Aubergine

                  Wann und wie Auberginen ernten?

                  Die ersten Früchte im Freiland sind ab Ende Juni/Anfang August reif. Wann sie ihren optimalen Reifegrad erreicht haben, erkennst du an der voll ausgefärbten Schale und einem unwiderstehlichen Glanz. Die Kelchblätter sind im besten Fall noch grün und noch nicht bräunlich – dann sind die Früchte nämlich überreif und können schwammig werden.

                  Kleiner Tipp: Kennst du die Daumenregel? Drücke die Aubergine leicht ein. Nimmt sie ihre ursprüngliche Form sofort wieder an, kannst du sie ernten und vernaschen! 

                  Schneide die Früchte mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere über dem Kelch ab. Sie sitzen recht fest an der Pflanze. Passe daher auf, dass du nicht gleich den ganzen Trieb mitabreißt – das ist mir schon einige Male passiert. Falls du kein Messer zur Hand hast, drehe die Früchte am besten behutsam ab. ;)

                  Am besten schmecken Auberginen frisch geerntet und direkt verarbeitet. Du kannst die aber auch problemlos einige Tage – etwa bei 10°C – aufbewahren. Lager sie aber lieber nicht direkt neben Äpfeln, weil die das Reifegas Ethylen verströmen, auf das die Aubergine empfindlich reagiert und sie schneller verderben lässt.

                  Krankheiten und Schädlinge von Auberginen

                  Wenn die Auberginen häufig nass werden oder die Luftfeuchtigkeit um sie herum sehr hoch ist, haben die Erreger der gefürchteten Krautfäule oder der Grauschimmel ein leichtes Spiel. Deswegen ist es wichtig, dass die Pflanzen immer schön abtrocknen können und die Temperaturen nicht zu niedrig sind.

                  Gegen einen Befall mit Spinnmilben, Läusen oder der Weißen Fliege kannst du die Blätter mit einem Gemisch aus Rapsöl und Wasser (5:1) plus etwas Spülmittel einsprühen. Das wiederholst du alle paar Tage, bis deine Aubergine die Schädlinge los ist.

                  Du hast Lust noch ein bisschen weiter zu stöbern? Dann schau gerne mal bei diesen Artikeln vorbei:

                  Tomaten im Topf pflanzen: die 11 wichtigsten Schritte! 

                  Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst!

                  Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?! 

                  Hast du schon mal Auberginen gepflanzt? Was sind deine liebsten Auberginen-Sorten? Ich freue mich über deinen Kommentar!

                  Rucola im Kompostbeet anbauen

                  Rucola anbauen – die komplette Anleitung!

                  Du möchtest Rucola in deinem Garten anbauen? Super! Rucola anzubauen, ist zum Glück ganz unkompliziert – es gibt also keinen Grund, ihm nicht ein Plätzchen in deinem Gemüsebeet einzuräumen.

                  Zumal du Rucola sogar als mehrjährige Pflanze über mehrere Jahre am selben Fleck anbauen kannst! So ist dein Rucola-Nachschub über das ganze Jahr ohne Zutun gesichert. Perfekt, oder? Alles, was dir dann noch zu tun bleibt, ist, ihn in rauen Mengen zu genießen. ;)

                  Da haben wir dann den Salat – und wenn besonders viel Rucola drin ist, schmeckt er umso besser. ;) Rucola ist aber nicht nur ein tolles würziges Kraut im Salat, sondern macht sich auch super als Topping von Nudeln, Pizza oder Kartoffelsalat. Sein nussig-scharfes Aroma gibt jedem Essen eine ganz besondere Würze und ich möchte ihn aus unserer Küche nicht mehr wegdenken.

                  Rucola anbauen_pin
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                   Rucola anbauen: die besten Sorten

                  Du kannst Rucola sowohl einjährig als auch mehrjährig anbauen. Der mehrjährige Wilde Rucola „Rucola selvatica“ hat einen intensiv-würzigen Geschmack. Die einjährige Salatrauke „Rucola coltivata“ hat rundere weichere Blätter und ein etwas milderes Aroma als ihre wilde Verwandte.

                  Wie viel Rucola soll ich anbauen?

                  Wir bauen drei bis sechs Reihenmeter pro Person an. So hast du immer genügend Rucola im Garten, um ihn jederzeit schlemmen zu können.

                  Gute Mischkulturpartner für Rucola

                  Rucola ist ein toller Beetpartner für Salat, Sellerie, Zwiebeln und Ringelblumen.

                  Auch deine anderen Gemüse suchen noch die passenden Beetnachbarn? In meinem Artikel  “Die 7 wirkungsvollsten Mischkultur-Pflanzgemeinschaften + Mischkultur-Beispielplan” zeige ich dir, welche Gemüse besonders gern nebeneinander wachsen.

                  Ideale Bedingungen für Rucola: der perfekte Standort

                  Rucola ist ein recht anspruchsloser Zeitgenosse. Er freut sich über einen sonnigen Standort, kommt aber auch mit sehr gut Halbschatten klar. Easy-peasy! ;)

                  Rucola anbauen_Jungpflanzen

                  Rucola anbauen: aussäen oder vorziehen?

                  Du kannst Rucola direkt ins Beet säen oder im Haus vorziehen. Ich säe ihn lieber direkt ins Beet, weil das super funktioniert und weniger Arbeit macht.

                  Wann säst du Rucola?

                  Du kannst das würzige Kraut von März bis September direkt ins Freiland säen. Im Gewächshaus ist sogar ein ganzjähriger Anbau des Wilden Rucola möglich.

                  Für die Winterernte säe ich Wilden Rucola bis spätestens Anfang August direkt ins Beet. Die einjährige Rauke wird für eine laufende Ernte in mehreren Sätzen ins Freiland, Frühbeet oder Gewächshaus gesät – je nach Jahreszeit. 

                  Der Abstand von Rucola sollte bei der Direktsaat 20-25 x 2-3 cm betragen. Wenn die Samen aufgegangen sind, vereinzelst du die Pflänzchen der Wilden Rauke auf 15 cm und die der Salatrauke auf 7 cm.

                  Du möchtest dich gern auch mit anderem Salat über das ganze Jahr hinweg selbstversorgen? In meinem Artikel „Salat pflanzen, anbauen und rund ums Jahr ernten“ zeig ich dir, wie das geht!

                  Rucola-Beete vorbereiten

                  Vor der Aussaat entfernst du Mulch und andere Pflanzenreste sorgfältig aus deinem Beet. Das Saatbett sollte schön feinkrümelig sein, damit deine grünen Freunde richtig gute Startbedingungen haben.

                  Rucola anbauen_Ernte

                  Rucola anbauen: Die Pflege

                  Frühe Freilandsätze im März und April deckst du am besten mit einem Vlies ab, damit sich der Boden besser erwärmen kann. Während der Keimung ist es wichtig, dass der Boden schön feucht bleibt.

                  Wenn du deine Rucola-Pflänzchen ausblühen lässt, bilden sie Samen und vermehren sich selber. Deshalb ist Rucola auch super für ein mehrjähriges Beet geeignet!

                  Welche Gartengröße passt zu dir?

                  Du fängst gerade erst an, dein eigenes Gemüse im Garten anzubauen? Wie cool! Zu Beginn ist es aber gar nicht so einfach, die passende Größe der eigenen Beete zu bestimmen: Du willst dich nicht überfordern und auch mal im Garten faulenzen, aber gleichzeitig richtig dicke Ernten einfahren?

                  Um dir die Entscheidung zu erleichtern, habe ich für dich ein Quiz erstellt, damit du ganz einfach deine perfekte Gartengröße herausfinden kannst! So hast du von Anfang an das perfectmatch mit deinem Gemüsegarten – und das ist der Beginn einer wundervollen Beziehung.

                  Wann erntest du Rucola?

                  Rucola ist ziemlich flott unterwegs. Nach nur vier bis sechs Wochen kannst du schon die ersten Blätter ernten. 

                  Du kannst deinen Rucola mehrmals beernten, wenn du das Herz der Pflanze stehen lässt. Wir zupfen den ganzen Winter und im Frühjahr immer wieder die Blätter ab, ohne dass uns der Rucola ausgeht.

                  Krankheiten und Schädlinge von Rucola

                  In den Sommermonaten sind die frechen Erdflöhe sehr aktiv und durchlöchern den Rucola. Dagegen hilft es, den Boden regelmäßig zu lockern und feucht zu halten. Auch das Einstauben der Blätter mit Gesteinsmehl hilft, die Plagegeister von deinen Pflanzen fernzuhalten.

                  Wenn sich die Erdflöhe in deinem Garten davon nicht abschrecken lassen, kannst du deinen Rucola auch mit einem Kulturschutznetz mit einer Maschenweite von 0.8 x 0.8 mm abdecken. So werden die Erdflöhe einfach ausgesperrt.

                  Der Herbst- und Winteranbau ist übrigens nochmal unkomplizierter, weil die gefräßigen Erdflöhe dann nicht mehr aktiv sind. Aber keine Sorge: Die durchlöcherten Blätter schmecken auch wunderbar. ;)

                  Lust auf mehr Gemüse – Anleitungen? Hier findest du direkt die nächsten Steckbriefe:

                  Kürbis pflanzen – der komplette Guide vom Säen bis zum Ernten!

                  Frühlingszwiebeln pflanzen, anbauen und ernten – die ultimative Anleitung!

                  Der komplette Kohlrabi-Guide: Pflanzen, Anbauen & Ernten

                  Welche Erfahrungen hast du beim Rucola-Anbauen gemacht? Ich freue mich, von deinen Tipps und Tricks zu hören!

                  Basilikum pflanzen

                  Basilikum pflanzen – Schritt für Schritt mit Kräuterplan!

                  Du willst dein eigenes Basilikum pflanzen, ohne dass es nach ein paar Wochen schon die Blätter hängen lässt? Wer kennt das nicht? Gerade gekauft, dauert es oft, keine zwei Wochen, bis die Pflanzen vor sich hin kränkeln, und kurze Zeit später sind sie tot.

                  Aaaber: Wenn du genau weißt, wie du deinen grünen Freund verwöhnen kannst, bedankt er sich mit einem üppigen Schopf, den du immer wieder beernten kannst. Wie das geht? Zeig ich dir in diesem Artikel! :)

                  Die besten BasilikumSorten

                  Wenn du bei dem Wort Basilikum direkt an große, sattgrüne Blätter denkst, hast du sicher den Klassiker “Genovese“ unter den Basilikum-Sorten im Kopf. Diese Sorte ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien der Renner und verfeinert Pastasaucen, verschiedene Tomatengerichte und Pestos.

                  Aber man muss Basilikum ja nicht immer im Topf kaufen. Du kannst es auch ganz leicht selbst säen und dann ganz viele unterschiedliche Basilikum-Sorten ausprobieren. Neben dem Genoveser gibt es nämlich auch noch richtig viele andere spannende Sorten.

                  Kennst du zum Beispiel Zimtbasilikum? Der Name verrät es schon: Diese Basilikum-Sorte schmeckt ein bisschen wie Weihnachten und duftet wirklich atemberaubend.

                  Dann gibt es auch rötliche Sorten, wie den robusten Strauchbasilikum “African Blue“, die richtig groß werden. Und falls du Liebhaber der asiatischen Küche bist, solltest du unbedingt einmal Thai-Basilikum ausprobieren.

                  Basilikum pflanzen
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                  Wie viel Basilikum soll ich pflanzen?

                  Seid ihr echte Fans von Pasta mit selbstgemachtem Pesto, Pizza und Tomate-Mozzarella Salat? Dann kannst du ruhig mit fünf Basilikumpflanzen pro Person rechnen, um stets gut versorgt zu sein. Kommt Basilikum in eurer Küche eher in Maßen zum Einsatz, reichen auch zwei bis drei Pflanzen für die ganze Familie.

                  Damit meine ich die einzelnen Basilikumpflanzen, nicht einen ganzen Topf, der ja von super vielen Einzelpflanzen bevölkert ist.

                  So verwendest du Basilikum in der Küche

                  Egal ob zu Pizza, Tomate-Mozzarella oder im Pesto – Basilikum schmeckt immer nach Sommer und bringt mit seinem kräftigen Aroma ordentlich frischen Wind in die Küche! Neben Salat, Pasta und Pizza schmeckt Basilikum in Kombination mit Knoblauch einfach herrlich und passt auch wunderbar zu verschiedenen Fleischgerichten.

                  Am allerbesten schmeckt das mediterrane Kraut, wenn du es frisch verwendest, du kannst es aber auch trocknen (und dann zum Beispiel als Pfefferersatz verwenden!) oder einfrieren.

                  Bei heißen Gerichten wie der Pizza oder Pasta ist es wichtig, dass du die Basilikumblätter erst ganz zum Schluss hinzugibst. So bleibt möglichst viel von ihrem süß – scharfen Aroma erhalten.

                  Gute Mischkulturpartner für Basilikum

                  Basilikum und Tomate sind nicht nur in der Küche ein wahres Traumpaar, auch im Beet werden die beiden liebend gerne miteinander verkuppelt! Gurken, Zucchini, Salat und Fenchel sind ebenfalls tolle Mischkultur-Beetpartner für die Gewürzpflanze und das aus gutem Grund: 

                  Basilikum schützt seine Beetpartner nämlich vor Mehltau und vertreibt mit seinem sehr aromatischen Duft lästige weiße Fliegen.

                  Basilikum on Mischkultur mit Fenchel pflanzen

                  Ideale Bedingungen für Basilikum-Pflanzen

                  Basilikum weiß genau, was es will, und ist schnell beleidigt, wenn seine Ansprüche an den Standort nicht erfüllt werden. Kalte, schwere Böden, die schlimmstenfalls auch noch zu Staunässe neigen, sind nichts für das mediterrane Kraut.

                  Viel lieber ist ihm ein durchlässiger, nährstoffreicher Boden, der trotzdem schön feucht ist.

                  Basilikum ist außerdem ein richtiger Sonnenanbeter und liebt die Wärme – nur in der prallen Mittagshitze möchte es nicht platziert werden. Auch Regen und starken Wind können die meisten Basilikum-Sorten nicht so gut leiden, deswegen sind sie dankbar für ein geschütztes Plätzchen. Wenn die Temperaturen unter 10°C fallen fängt die Frostbeule bereits an zu frieren. 

                  Du merkst schon, Basilikum fühlt sich nur unter ganz bestimmten Bedingungen pudelwohl. Wenn dein Garten diesen Ansprüchen nicht gerecht werden kann, ist das aber auch kein Problem. In dem Fall kannst du Basilikum ganz einfach im Topf oder Kübel anbauen und es genau dort platzieren, wo es sich wohlfühlt.

                  Basilikum pflanzen oder säen?

                  Natürlich kannst du dir einfach einen Topf Basilikum im Supermarkt kaufen, aber genauso gut kannst du dir deine eigenen Basilikumpflänzchen ziehen. Dabei gibt es nur ein paar Dinge zu beachten:

                  Basilikum ist Südländer durch und durch. Wenn die Temperaturen unter 12°C liegen, fängt es gar nicht erst an zu keimen. Deswegen empfehle ich dir, das Kraut bei gemütlicher Zimmertemperatur im Haus vorzuziehen. Wenn sich dein Gartenboden aufgewärmt hat, kannst du es aber auch direkt ins Beet säen.

                  Basilikum vorzuziehen, ist kinderleicht. Am besten suchst du dir dazu eine Anzuchtschale oder Anzuchtplatten, füllst sie mit Erde und säst deine Samen obendrauf. Da Basilikum ein Lichtkeimer ist, reicht es aus, wenn du die Samen nur leicht andrückst, anstatt sie mit Erde zu bedecken. Danach heißt es abwarten und gut feucht halten. Nach spätestens zwei Wochen solltest du die kleinen Pflänzchen entdecken können.  

                  Bevor die Pflanzen nach draußen umsiedeln, kannst du sie ruhig noch einmal pikieren. Wie das funktioniert, kannst du im Artikel: Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen? nachlesen. :)

                  Basilikum Jungpflanzen im Topf pflanzen

                  Wann Basilikum säen und pflanzen?

                  Wenn du deine eigenen Pflänzchen vorziehen möchtest, kannst du damit ab März loslegen. Die Direktsaat im Beet steht erst ein paar Monate später an. Anfang Juni, wenn der Boden schön kuschelig warm ist, kannst du die Samen ins Feie säen. Damit die Samen nicht direkt von gefräßigen Vögeln wegstibitzt werden, decke sie am besten mit einem Netz oder einem lichtdurchlässigen Vlies ab.

                  Vorgezogene oder gekaufte Jungpflanzen dürfen ab Mitte Mai, wenn die letzte Frostgefahr vorüber ist, ins gemachte Beet einziehen. Dafür pflanzt du sie am besten einzeln oder büschelweise in einem Abstand von 20 x 30cm.

                  Gekauftes Topf-Basilikum pflanzen

                  Wenn du einen Basilikum-Topf im Supermarkt gekauft hast, kannst du diese Pflänzchen auch wunderbar in deinen Garten oder einen größeren Topf pflanzen. In dem engen Topf, in dem sie daher kommen, ist es auf Dauer nämlich vieeel zu eng. Normalerweise beträgt der Pflanzabstand von Basilikum ca. 20 x 30 cm und hier stehen alle dicht an dicht. Kein Wunder, dass die Pflänzchen so schnell eingehen.

                  Wenn du aber jedem Pflänzchen genug Platz im Beet oder einem eigenen Topf verschaffst, hast du viel länger etwas von deinem Basilikum. Dafür stellst du den Wurzelballen einfach für eine halbe Stunde in einen Eimer mit Wasser. Anschließend ist die Erde so aufgeweicht, dass du die Pflänzchen leicht vereinzeln und einpflanzen kannst, ohne die Wurzeln zu verletzen.

                  Basilikum-Beete vorbereiten

                  Damit deine Basilikumpflanzen einen leichten Start ins Pflanzleben haben, lockerst du dein Beet am besten einige Wochen vor der Pflanzung mit einer Doppelgrabegabel auf. Das hilft der Pflanze nicht nur dabei, Wurzeln auszubilden, durch das Lockern wird auch noch der Boden erwärmt, was das Basilikum bekanntlich sehr zu schätzen weiß. ;)

                  Hast du dich für die Direktsaat entschieden, empfehle ich dir außerdem, für die kleinen, zarten Basilikumsamen ein feines Saatbett ohne Erdklumpen vorzubereiten. Das funktioniert zum Beispiel mit Hilfe eines Rechens ganz wunderbar.

                  Basilikum fühlt sich im Kompostbeet pudelwohl. Wenn du noch keine Kompostbeete im Garten hast, dann kannst du deinen grünen (oder lila ;)) Freunden bei der Pflanzung eine Portion Kompost mit ins Pflanzloch geben. Wenn du dann auch noch ein paar Hornspäne oder einen anderen organischen Dünger mit dazu gibst, ist der erste Hunger direkt gestillt und dein Basilikum kann kräftig anwachsen.

                  Hol dir den 3-Zonen-Kräuter Plan

                  Willst du Schluss machen mit Supermarktkräutern, denen schon nach wenigen Wochen die Puste ausgeht und stattdessen dein eigenes Kräuterbeet anlegen? Dann hole dir gerne meinen kostenlosen Plan für das 3-Zonen-Kräuter-Beet. Wenn du dein Kräuterbeet in Zonen einteilst, kannst du es easy peasy allen gerecht machen, sodass die Sonnenanbeter wie auch die Schattenliebhaber voll auf ihre Kosten kommen und jedes Kraut den perfekten Platz im Beet findet.

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                    Basilikum pflanzen: Pflege & Schnitt

                    Basilikum ist zwar nicht so gefräßig wie zum Beispiel der Blumenkohl, das Küchenkraut freut sich aber, wenn es einen Platz im Kompostbeet abbekommt, wo es genug Nährstoffe abgreifen kann. In der Wachstumszeigt kannst du deine Pflanzen alle paar Wochen mit einer sanften Flüssigdünger-Gabe verwöhnen.

                    Für einen schön üppigen und buschigen Wuchs solltest du außerdem regelmäßig die Triebspitzen auskneifen.

                    Kleiner Tipp: Die Triebspitzen sind nicht nur superlecker, du kannst sie auch zum Vermehren verwenden! Dafür stellst du den Trieb einfach in ein Glas Wasser und wartest. Nach ein paar Tagen bildet der Trieb neue Wurzeln und du kannst entweder selber neue Basiliken heranziehen oder deine Liebsten mit Basilikum-Stecklingen überraschen. ;)

                    Eine weitere wichtige Aufgabe als Basilikum-Pflegebeauftragte ist es, zu überprüfen, dass die Pflanze immer schön in der feuchten Erde steht. Da ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Am besten steckst du regelmäßig deinen Finger in die Erde und sobald sie sich trocken anfühlt, gießt du dein Basilikum – aber nur in Maßen, damit es keine nassen Füße bekommt.

                    Wann und wie Basilikum ernten?

                    Das Tolle an Basilikum? Du musst nicht viele, viele Wochen warten, bis du mit der Ernte loslegen kannst. Basilikum kannst du nämlich direkt, sobald er aus dem Jungpflanzenstadium herausgewachsen ist, beernten.

                    Die Erntesaison erstreckt sich im Freiland dann bis in den Herbst hinein, bis zu dem Zeitpunkt, an dem es der Frostbeule zu kalt wird.

                    Beim Ernten des Basilikums gilt: Ernte mit bedacht. Sieht deine Pflanze nach der Ernte wie ein gerupftes Huhn aus, kann sich dein Basilikum nur schwer regenerieren. Stattdessen erntest du am besten die Spitzen über einer noch nicht verholzten Blattachsel. Du kannst sie einfach mit deinen Fingern abknipsen oder nimmst eine Schere zur Hilfe.

                    Kleiner Tipp: Sei schneller als die ersten kühlen Nächte! Sagt der Wetterbericht voraus, dass die 10°C Marke unterschritten wird, kannst du deine Pflanze komplett abernten und noch eine letzte dicke Ernte einfahren.

                    Basilikum pflanzen und ernten

                    Basilikum vermehren

                    Basilikum kannst du über Stecklinge oder Samen vermehren. Beides funktioniert ziemlich gut – die Samen sind allerdings leichter über den Winter zu bringen als eine ganze Pflanze. ;)

                    Die Basilikumsamen entwickeln sich ungefähr im August/September, nachdem das Kraut geblüht hat. Für eine richtige gute Samenernte habe ich einen kleinen Tipp für dich:

                    Such dir eine Pflanze aus, die du nur für die Samenernte heranziehst. Diese lässt du bis zur Ernte in Ruhe und beerntet stattdessen deine anderen Basilikumpflanzen. Basilikumpflanzen, die nicht ihre Triebspitzen abgeknipst bekommen, bilden nämlich viel mehr Samen aus und das bedeutet für dich mehr Saatgut fürs nächste Jahr! :)

                    Alternativ kannst du eine besonders schöne Basilikum-Pflanze auch ausgraben und in einen Topf umpflanzen. Der überwintert dann bei kuscheligen Temperaturen und mit etwas zusätzlichem Licht im Haus. Im Frühjahr kannst du dann einfach ganz viele Stecklinge von deiner Mutterpflanze abschneiden und sie zu eigenen Pflanzen heranziehen

                    Krankheiten und Schädlinge von Basilikum

                    Schnecken lieben deine Basilikumpflanzen mindestens genauso sehr wie du, deswegen rate ich dir, sie vor den hungrigen Schleimern zu schützen. Im Jungpflanzenstadium kannst du einen Schneckenkragen verwenden, danach hilft wohl nur noch absammeln oder schneller sein. :P

                    Auch Pilze machen sich bei feucht-warmer Witterung gerne mal auf deinem Basilikum breit. Dagegen hilft vor allem genügend Platz, damit immer ein frisches Lüftchen durch deine Pflanzen wehen kann, der Pflanzen und Bodenoberfläche schnell genug wieder abtrocknet.

                    Naaa, hast du noch mehr Tricks zum Thema “Basilikum pflanzen (und glücklich machen)” parat? Dann immer her damit! Welche Basilikum-Sorten möchtest du pflanzen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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