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Gurkenkrankheiten

Die 5 häufigsten Gurkenkrankheiten: Vorbeugen, erkennen und loswerden!

Gurkenkrankheiten tauchen schnell auf und können dir deine Ernte ganz schön vermasseln. Du kannst aber einiges dafür tun, dass es gar nicht erst so weit kommt! Und selbst wenn sich die ein oder andere Krankheit bereits eingeschlichen hat: Mit den richtigen Sofortmaßnahmen lässt sich der Schaden begrenzen.

Inhaltsverzeichnis
Die häufigsten Gurkenkrankheiten
Echter Mehltau
Falscher Mehltau
Grauschimmel
Blattfleckenkrankheit
Mosaikfleckenkrankheit
Gurkenkrankheiten vermeiden: Richtig vorbeugen
Nur Mut trotz Gurkenkrankheiten!

Die häufigsten Gurkenkrankheiten

Ach du grüne Neune – deine Gurken sind krank? Das ist keine Seltenheit, denn Gurkenkrankheiten sind im Lauf der Saison fast schon vorprogrammiert. Es gibt leider gleich mehrere davon, die sich nur zu gerne auf deinen Gurkenpflanzen breit machen.

Mit von der Partie sind viele Pilzkrankheiten, die vor allem in verregneten Sommern auftauchen. Aber auch Bakterien und ein paar ganz fiese Viruserkrankungen machen vor deinen Gurken nicht Halt.

Die fünf häufigsten Krankheiten nehmen wir gleich ganz genau unter die Lupe. Schau aber gern schon mal in der Tabelle nach, vielleicht entlarvst du den Übeltäter in deinem Gurkenbeet ja bereits auf den ersten Blick!

KrankheitSchadbildErste Hilfe
Echter MehltauWeißer Pilzrasen, der sich nicht abwischen lässtMilchlösung oder Natronlösung spritzen
Falscher MehltauWeißer Pilzrasen, der sich abwischen lässt, Mosaikartige Flecken auf den BlätternBefallene Blätter entfernen,
Knoblauchsud oder Natronlösung spritzen,
mit Schachtelhalm stärken
Grau-schimmelMausgrauer Pilzrasen auf allen Teilen der PflanzeBefallene Blätter entfernen,
Knoblauchsud oder Natronlösung spritzen,
 mit Schachtelhalm stärken
Blattflecken-krankheitGelbgrüne, eckige Flecken auf den Blättern,
Bakterienschleim und Krustenbildung
Entsorgung der Pflanzen im Hausmüll
Mosaik-flecken-krankheitGelb-grünes, mosaikartiges Muster auf den Blättern, Wuchshemmung, Welke, VerformungenEntsorgung der Pflanzen im Hausmüll

Bevor wir so richtig tief einsteigen in die Welt der Gurkenkrankheiten, möchte ich dir noch meinen Gemüsegarten-Pflanzplan ans Herz legen! Ich habe mir nämlich viele Gedanken zu perfekten Beetpartnerschaften, Pflanzabständen und dem richtigen Timing gemacht, damit dein Gemüse möglichst gesund und munter wächst.

Und Gurkenkrankheiten haben in einem gesunden Garten natürlich viel weniger Chancen, sich an deinen grünen Freunden zu vergreifen. Also, schau unbedingt mal rein! :) Dafür trägst du einfach deine Emailadresse hier ein und der Pflanzplan flattert dann in dein Postfach.

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    Gurkenkrankheiten: Echter Mehltau

    Echter Mehltau ist einer der ganz wenigen Schönwetterpilze! Anders als die meisten seiner Pilz-Kollegen blüht er bei Sonnenschein erst so richtig auf.

    Außer auf Gurken findest du Echten Mehltau auch auf Salat, Möhren, Erbsen, Tomaten und vielen Beikräutern. Es handelt sich also nicht um eine exklusive Gurkenkrankheit!

    Gurkenkrankheiten: Echter Mehltau

    Symptome: Du erkennst den Echten Mehltau daran, dass die Pflanzen einen pudrig weißen Belag aufweisen. Sehen deine Gurken auch so aus? Dann versuch mal, den Belag vorsichtig wegzuwischen. Wenn das klappt, hast du den Übeltäter gefunden!

    Lässt sich der Belag nicht abwischen, hast du es höchstwahrscheinlich eher mit Falschem Mehltau zu tun. Diese beiden Pilzkrankheiten haben nämlich nicht zufällig denselben Namen – sie sind im Beet leicht zu verwechseln.

    Erste Hilfe: Bei einem Befall mit Echtem Mehltau gibt es zwei Hausmittelchen, mit denen du die Krankheit bekämpfen kannst. Entweder mischst du dir eine Milchlösung (1 Teil Frischmilch, 8 Teile Wasser), oder du rührst eine Natronlösung aus 2 Litern Wasser, einem Päckchen Natron und einem Schuss Rapsöl an.

    Damit spritzt du die befallenen Blätter – von oben und von unten! – regelmäßig über mehrere Tage hinweg ein, bis sich Besserung zeigt. Dabei sollte es bewölkt sein, sonst bekommen die angegriffenen Blätter auch noch einen Sonnenbrand. Lass die Pflanzen zwischenden Behandlungen immer gut abtrocknen.

    Gurkenkrankheiten: Falscher Mehltau

    Wenn es unter den Gurkenkrankheiten eine gibt, auf die Verlass ist, dann ist das der Falsche Mehltau.

    Mit seinem Erscheinen musst du früher oder später rechnen, wenn du Gurken anbaust. Irgendwann im Verlauf des Sommers taucht diese lästige Pilzkrankheit immer auf. Besonders in regenreichen Jahren schleicht sich der Falsche Mehltau häufig schon im Frühsommer ins Beet, was super ärgerlich ist. Aber es ist eben auch einfach nicht jedes Jahr ein Gurkenjahr.

    Auch wenn die Nächte wieder kühler werden und es zu Taubildung kommt, fühlt der Pilz sich herzlich eingeladen! Denn der Falscher Mehltau liebt Nässe, ganz besonders freuen ihn feuchtwarme Sommer. Deshalb ist er auch besonders tückisch für Freilandgurken und für Gurken in schlecht belüfteten Gewächshäusern, wo sich die feuchte Luft staut.

    Auch wenn du deine Gurken stark gießt, schwitzen sie das Wasser aus und bieten dem Falschen Mehltau so eine super Angriffsfläche. Aber gerade deine Gurken solltest du ja ordentlich und regelmäßig gießen, um zu vermeiden, dass sie bitter und giftig werden! Hier ist also der goldene Mittelweg gefragt.

    Gurkenkrankheiten: Falscher Mehltau

    Symptome: Du erkennst den Schlingel an seinem weiß-gräulichen Pilzrasen, der sich nicht abwischen lässt, und häufig an den Blattunterseiten auftritt. Außerdem bilden sich in der Regel gelbbraune Flecken auf den Blättern. Obacht – die können auch ein Hinweis auf das tückische Mosaikvirus sein, schau also lieber ganz genau hin.

    Erste Hilfe: Wenn du Falschen Mehltau an deinen Gurken festgestellt hast, solltest du die betroffenen Blätter unbedingt entfernen – ab in die Hausmülltonne damit!

    Dann sprühst du Knoblauchsud oder Natronlösung auf die Pflanzen (siehe oben). Wenn du ihnen einen regelrechten Immunbooster verpassen willst, gibst du ins Gießwasser noch ein wenig verdünnte Ackerschachtelhalmjauche. Sie stärkt deine Pflanzen und sorgt dafür, dass sie nicht so leicht weiteren Gurkenkrankheiten zum Opfer fallen.

    Schon gewusst? Den Falschen Mehltau gibt es bei verschiedenen Gemüsearten – aber die Erreger sind jeweils unterschiedlich und auf ein oder zwei Gemüse spezialisiert. Deine Gurken sind also nicht in Gefahr, wenn sich Falscher Mehltau auf deinen Erbsen oder Tomaten ausbreitet. Puh, Glück gehabt!

    Gurkenkrankheiten: Grauschimmel

    Grauschimmel ist streng genommen gar keine spezifische Gurkenkrankheit. Aber er befällt auch Gurkenpflanzen, daher solltest du ihn auf dem Schirm haben, wenn du nach dem Verwüster deines Gurkenbeetes forschst.

    Symptome: Du kennst Grauschimmel vielleicht von der grau verschimmelten Zitrone in der Obstschale oder den verdorbenen Erdbeeren, die plötzlich in einen Pelzmantel gehüllt sind. Igitt! Aber auch die Gurken kann’s erwischen…

    Typisch für diesen Pilz ist der mausgraue Pilzrasen, der sich über alle Teile der Pflanze ausbreitet. Da ist der Grauschimmel wirklich nicht wählerisch – typisch Schimmelpilz halt!

    Erste Hilfe: Bei Befall mit Grauschimmel wendest du dieselben Erste-Hilfe-Maßnahmen an wie bei Falschem Mehltau: Betroffene Blätter entsorgen, Knoblauchsud oder Natronlösung sprühen, und dann die Pflanzen mit verdünnter Schachtelhalmbrühe und einer Extraportion Liebe verwöhnen. :)

    Gurkenkrankheiten: Blattfleckenkrankheit

    Mit der Blattfleckenkrankheit kommt das erste Bakterium unter den Gurkenkrankheiten ins Spiel. Wenn du Pech hast, bringen deine Gurkensamen den Erreger bereits mit, es handelt sich nämlich um eine samenübertragbare Krankheit. Aber auch Wind, Regen und Gartengeräte können die Bakterien übertragen.

    Wie viele bakterielle Erkrankungen bahnt sie sich durch offene Stellen und bestehende Verletzungen einen Weg ins Innere der Pflanze. Das können durch Schädlinge verursachte Bissstellen sein, oder aber auch die Schnittstelle, an der du die Früchte aberntest. Nimm zum Ernten also am besten immer eine saubere Gartenschere.

    Symptome: Die Blattfleckenkrankheit macht sich durch eckige, gelbbraune Flecken bemerkbar, die teilweise schleimig oder krustig sind. Ganz und gar keine schöne Angelegenheit!

    Erste Hilfe: Gegen diese Krankheit ist kein Kraut gewachsen. Identifizierst du sie bei dir im Garten, hast du traurige Gewissheit: Deine Gurkenernte musst du leider aufgeben. Entsorge alle Gurkenpflanzen vollständig im Hausmüll und vergiss nicht, deine Werkzeuge danach gründlich zu desinfizieren. Das war einfach Pech… Nächstes Jahr hast du bestimmt mehr Glück!

    Gurkenkrankheiten: Mosaikfleckenkrankheit

    Last but not least kommen wir zu einem ganz üblen Burschen unter den Gurkenkrankheiten: Der Mosaikfleckenkrankheit, die vom Gurkenmosaikvirus hervorgerufen wird. Dieses Virus ist nicht wählerisch: Auch zahlreiche weitere Pflanzen befällt es liebend gern, darunter die gesamte Familie der Kürbisgewächse.

    Gurkenkrankheiten: Mosaikfleckenkrankheit

    Symptome: Du erkennst die Krankheit an einem gelb-grünen mosaikartigen Muster auf den Blättern deiner Pflanzen.

    Infizierte Pflanzen sind außerdem oft in ihrem Wuchs gehemmt und zeigen Welkeerscheinungen oder Verformungen der Triebe und Früchte auf.

    Besonders mies ist, dass die Symptome erst 10-14 Tage nach der Infektion auftreten. Das bedeutet, dass du möglicherweise das Virus in deinem Garten schon weitergetragen hast, ohne davon etwas zu merken.

    Erste Hilfe: Ist die Gurkenkrankheit einmal in deinen Beeten angekommen, ist leider jede Hilfe umsonst. Jetzt kannst du nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Befallene Pflanzen solltest du unbedingt entsorgen. Ganz wichtig: Immer die gesamte Pflanze entfernen, denn der Virus ist im Pflanzensaft und dadurch bereits in der gesamten Pflanze, auch wenn nur einzelne Blätter verfärbt sind.

    Gurkenkrankheiten vermeiden: Richtig vorbeugen

    Du siehst: Bei manchen Krankheiten sind die Möglichkeiten, deine Pflanzen mit Sofortmaßnahmen vor dem Schlimmsten zu bewahren, einfach sehr begrenzt. Deshalb ist beim Thema Pflanzengesundheit vor allem eines super wichtig: Vorbeugen, Vorbeugen, Vorbeugen!

    Denn schon bevor sich Gurkenkrankheiten bei dir im Garten breit machen, kannst du ganz viel richtig machen und den Bakterien, Viren und Pilzen das Leben so richtig erschweren! Und das schon, bevor du überhaupt mit der Aussaat loslegst:

    Augen auf beim Saatgutkauf!

    Informier dich unbedingt über deine Bezugsquellen und verwende nur Saatgut von vertrauenswürdigen Samengärtnereien, die ihr Handwerk verstehen. So riskierst du schon mal nicht, dir Krankheiten im Saatguttütchen ins Haus zu tragen. Wenn du gesunde Pflanzen hast, kannst du auch dein eigenes Saatgut verwenden.

    Auch die Wahl der Gurkensorte kann den entscheidenden Unterschied ausmachen! Es gibt nämlich Sorten, die besonders resistent gegen bestimmte Krankheiten, wie zum Beispiel Mehltau, sind.

    Gurken artgerecht halten!

    Zufriedene Pflanzen, die unter perfekten Anbaubedingungen wachsen und gedeihen dürfen, sind in der Regel gesünder und widerstandsfähiger gegen Gurkenkrankheiten als solche, die sich schon bemühen müssen, über die Runden zu kommen. Logisch, oder?

    Was deine Gurken für ein glückliches Pflanzenleben alles brauchen, habe ich dir hier ganz ausführlich beschrieben. Von der Aussaat über die Pflege bis hin zur Reife findest du alle wichtigen Infos, die du für eine satte Gurkenernte brauchst!

    Um dabei die Übersicht zu behalten, lädst du dir am besten gleich meinen Pflanzplan herunter.

    Als kleines Verwöhnpaket kannst du deinen Gurken auch regelmäßig zusätzlich ein Spa-Programm mit verdünnter Ackerschachtelhalmjauche verpassen, indem du sie alle paar Wochen vorbeugend damit spritzt. Der beste Zeitpunkt dafür ist der frühe Morgen an einem trockenen, bewölkten Tag.

    Gesunde Gurkenpflanze

    Die Anti-Pilz-Formel

    Pilzkrankheiten sind sehr häufig im Gurkenbeet zu finden. Du kannst ihren Einzug mit den aber mit den richtigen Maßnahmen deutlich verzögern – und bis dahin schon viiiiele Gurken ernten.

    Ciao ciao, ihr pilzigen Gurkenkrankheiten! ;)

    1. Anti-Pilz-Tipp: Pflanzabstände einhalten oder sogar vergrößern. So ist es zwischen den Pflanzen luftiger und es staut sich weniger Feuchtigkeit. Das gefällt Pilzerkrankungen so gar nicht!

    2. Anti-Pilz-Tipp: Gurken nicht auf dem Boden, sondern an der Rankhilfe anbauen. Das gilt fürs Freiland und fürs Gewächshaus. Denn in der Luft rauscht der Wind durch die Blätter, und die Pflanzen bleiben allgemein trockener.

    3. Anti-Pilz-Tipp: Gurken im Gewächshaus ausgeizen. So kannst du sie gezielter in eine Richtung lenken und die Gurkenpflanzen verbuschen nicht. Auch das dient der Belüftung und verschreckt Pilze.

    4. Anti-Pilz-Tipp: Bodennah gießen. Ja, Gurken brauchen viel Wasser, und du wirst sie regelmäßig mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch besuchen kommen. Achte bei deinen Stippvisiten darauf, möglichst nah am Boden zu gießen, sodass kaum Spritzwasser entsteht und die Blätter nicht nass werden. Bei älteren Pflanzen entfernst du die untersten Blätter einfach, das erleichtert dir das „trockene Gießen“ enorm.

    Der Mehrgenerationen-Trick

    Kennst du das Zauberwort „Gestaffelte Aussaat“? Dahinter verbirgt sich der kleine Gartenhack, ein und dasselbe Gemüse mehrfach im Jahr vorzuziehen, sodass du immer Pflanzen unterschiedlichen Alters im Beet stehen hast.

    Denn gerade Pilzkrankheiten befallen oft zunächst ältere Pflanzen. Wenn das passiert, hast du in einem Mehrgenerationenbeet die Möglichkeit, einfach bei den jüngeren Pflanzen weiter zu ernten. Praktisch, oder?

    Bei Gurken empfehlen sich dafür zwei Generationen pro Jahr, mit ein paar Wochen Altersabstand.

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    Nur Mut trotz Gurkenkrankheiten!

    Haben die Gurkenkrankheiten deine Gurken trotz liebevoller Pflege erwischt? Das tut mir Leid! Aber mach dir nicht zu viel daraus. Das passiert uns nämlich allen, selbst mit jahrelanger Erfahrung.

    Mit der richtigen Mischung aus vorausschauendem Anbau und frühzeitigen Erste-Hilfe-Maßnahmen kannst du bestimmt trotzdem richtig viele Gurken ernten und schlemmen, da bin ich mir ganz sicher!

    So, jetzt aber erstmal ab nach draußen – deine kranken Gurken freuen sich sicherlich über ein bisschen Liebe und Pflege! Und wenn die versorgt sind, gibt es noch allerhand zu tun. Wie wär’s zum Beispiel hiermit:

    Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

    7 geniale Garten-Hacks, die wirklich funktionieren!

    Kompost anlegen: Wie du richtig guten Kompost machst!

    Hast du eine der fünf Gurkenkrankheiten bei dir im Garten entdeckt? Schreib mir gern deine Erfahrungen in einem Kommentar!

    Rote Bete Fermentieren in Glas

    Rote Bete fermentieren: Mit diesem Rezept gelingt der Gaumenschmaus!

    Rote Bete fermentieren steht bei mir hoch im Kurs! Du bist kein allzu großer Rote Bete Fan? Das können wir ändern! In diesem Rezept wird die Rote Bete nämlich ganz neu gedacht. ;) Fermentiert mit Lorbeer und Gewürznelken ergibt sie einen vitaminreichen, würzigen Salat, der nicht nur in der kalten Jahreszeit jeder einzelnen Zelle frisches Leben einhaucht.

    Inhaltsverzeichnis
    Rote Bete fermentieren: Keine Raketenwissenschaft…
    Rote Bete fermentieren: Rezept für einen prickeligen Gaumen
    Zutaten: Das brauchst du
    Los geht’s!
    Warum Rote Bete Fermentieren?
    Auf den Geschmack gekommen: Variationen
    Wozu passt fermentierte Rote Bete?

    Fermentiertes Gemüse mit seinen fruchtigen, süß-säuerlichen und tiefgründigen Noten zergeht nur so auf der Zunge und ist durch die probiotischen Inhaltsstoffe richtig gesundes Futter für unsere Darmbakterien. Mit ihren knalligen Farben machen Fermente obendrein oft richtig was fürs Auge her – wirf also unbedingt mal einen Blick in dein Fermentierglas!

    Und wenn jemand ganz vorne mit dabei ist, was Knallerfarben angeht, dann ist das ja wohl die Rote Bete!

    Rote Bete fermentieren: Keine Raketenwissenschaft…

    … aber ein paar Basics solltest du schon kennen, damit du die Rote Bete für deinen Magen und nicht für die Biotonne herstellst. ;)

    Also lies dir am besten hier nochmal durch, was du beim Fermentieren grundsätzlich immer beachten solltest. Erledigt? Dann kann nichts mehr schiefgehen und du kannst gleich loslegen! :-)

    Ich habe außerdem eine extra Fermentieren-Checkliste erstellt, mit der du bei all deinen Fermenten immer den Überblick behältst und nichts Wichtiges mehr vergisst. Hier kannst du sie dir fix herunterladen:

    Hol dir die Anti-Schimmel-Checkliste!

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      Hühner halten-Checkliste

      Alles parat, bevor deine Lieblinge einziehen? Hier ist deine Hühner halten-Checkliste!

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        Rote Bete Fermentieren: Rezept für einen prickeligen Gaumen

        Ich liiiiebe es, von Geschmacksexplosionen aus dem Fermentierglas immer wieder neu überrascht zu werden. Ein Rezept hat mich beim Rote Bete fermentieren dabei besonders umgehauen. Dieses gaumenschmausige Rezept für fermentierte Rote Bete mit Kick kann ich dir nur ans Herz legen:

        Zutaten: Das brauchst du

        • 1 kg Rote Bete
        • 1 EL (nicht jodiertes) Salz
        • 3 Gewürznelken
        • 1 Lorbeerblatt
        • 5 Pfefferkörner
        • evtl 2%-ige Salzlake (vorbereitet und abgekühlt)

        Los geht’s!

        1. Zunächst die Rote Bete waschen und reiben. Mit dem Salz und den Gewürzen in eine Schüssel geben und stampfen, bis der Zellsaft austritt.
        2. Die Mischung schichtweise in die sterilen Gefäße füllen, dabei immer wieder gut einstampfen. Wenn das Gemüse nicht komplett von Flüssigkeit bedeckt ist, mit einer 2%-igen Salzlake auffüllen. Wie du die herstellst, erfährst du in der Fermentieren-Checkliste. Anschließend mit einem Kohlblatt abdecken und so beschweren, dass das komplette Gemüse unter der Flüssigkeit steht.
        3. Das Ganze drei bis fünf Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen – hierbei kurbeln die Bakterien den Fermentationsvorgang so richtig an. Danach kühl und dunkel lagern, damit dein Ferment nicht super schnell total sauer wird.
        Geriebene Rote Bete und Sauerkraut

        Rote Bete ist reich an Kohlenhydraten. Im Fermentationsuniversum bedeutet das, dass sie im Glas dazu neigt, überzuschäumen und sich durch die Gummiabdichtung des Bügelglases auf den Weg nach draußen zu machen.

        Mein Tipp: Mach das Glas nicht zu voll, damit das Ferment ruhig ein bisschen schäumen kann. Stell gern auch eine Untertasse oder einen Teller unter dein Fermentglas, dann bist du für übersprudelnde Fermentierfreude gut gewappnet. ;)

        Wann ist das Ferment nun ready und bereit, genüsslich von dir verspeist zu werden? Tja, es gibt gar nicht DEN einen Zeitpunkt, an dem die Rote Bete definitiv fertig fermentiert ist. Die Milchsäurebakterien und ihre mikroskopisch kleinen Kolleg*innen machen solange ihren Job, bis du entscheidest, dass das Ferment sauer genug für dich ist.

        Du kannst nach ungefähr zwei Wochen mal in dein Fermentgefäß spähen und testen, ob du die Rote Bete so schon essen magst, oder ob es lieber noch ein bisschen saurer werden soll.

        Wenn sie für deinen Geschmack noch saurer sein kann, kannst du das Glas einfach wieder verschließen und deine kleinen Freunde ihre Arbeit weiter machen lassen – in verlangsamtem Tempo, weil du die Gefäße mit deinen Fermenten ja kühl und dunkel lagerst.

        Warum Rote Bete fermentieren?

        Vielleicht sollte die bessere Frage eher lauten: Warum nicht? Fermentieren ist schließlich ein Traum für unseren Gaumen und eine super Sache!

        Denn fermentierte Rote Bete sind nicht nur lecker, sondern auch noch suuuuper gesund! Schon unfermentiert wirken Rote Bete, wie alle Rüben, im Körper gegen Entzündungen. Sie sind ein geballtes Kraftpaket an Vitaminen, Nährstoffen, Ballaststoffen und wichtigen Mineralien wie Mangan und Kalium. Außerdem enthalten Rote Bete den Stoff Betanin (daher auch der lateinische Name Beta vulgaris), der unsere Zellen und Gefäße schützt.

        Frisch geerntete Bunte Beten

        Kaum vorstellbar, aber durch die Fermentation wird deine Rote Bete sogar noch gesünder! Durch die Arbeit der Milchsäurebakterien sind fermentierte Lebensmittel nämlich quasi vorverdaut und dadurch viel angenehmer für dein Verdauungssystem zu handhaben.

        Mit meiner Vorliebe für Fermentiertes stehe ich nicht allein da. Gemüse wie Rote Bete fermentieren hat eine lange Tradition, und ist gleichzeitig eine sooo simple, geniale und leckere Art, Gemüse zu konservieren. Sogar der chinesische Philosoph Konfuzius hat sich als Ferment-Fan geoutet, als er über yan-tsai, das typische fermentierte Gemüse seiner Zeit, sagte: „Having yan-tsai, I can survive the winter.“ Und das schon vor Tausenden Jahren!

        Gerade weil damals im Winter monatelang kein frisches Gemüse zur Verfügung stand, war die Fermentation als Technik einfach genial! Mit ihrer Hilfe konnten die Menschen ihr selbst angebautes Gemüse das ganze Jahr über auf den Teller bringen und so ihr Verlangen nach frischem Gemüse stillen. So mussten sie auch in der dunklen, kalten Jahreszeit nicht auf die lebenswichtigen Vitamine verzichten, die im Gemüse enthalten sind.

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        Im Gegenteil: Beim Fermentieren vermehren sich die Vitamine sogar noch – denn durch sie kommunizieren die Mikroorganismen miteinander. Kaum zu glauben, aber wahr!

        Also nichts wie los, lasst uns in die Fußstapfen von Konfuzius treten, Rote Bete fermentieren und so für echte Vitaminbomben im Winter sorgen! Vielleicht kennst du das Gefühl auch, gerade in der dunkelsten Jahreszeit das Bedürfnis nach etwas Erfrischendem zu haben – Fermentierte Rote Bete passt perfekt dazu. Sie weckt jede einzelne Körperzelle aus der Winterstarre. ;)

        Auf den Geschmack gekommen: Variationen

        Mein gaumenschmausigstes Rezept reicht dir noch nicht, weil die Rote Bete-Ernte üppiger ausgefallen ist als gedacht oder weil du so richtig auf den Geschmack von fermentierter Rote Bete gekommen bist? Zum Glück gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, um fermentierte Harmonien mit Wow-Effekt zu kredenzen.

        Vielleicht kennst du aus dem Aufstrichregal die wunderbare Kombi aus Roter Bete und Meerrettich? Auch im Fermentierglas machen die beiden Gemüse eine tolle Figur zusammen.

        Vermisch dafür einfach deine Rote Bete mit einer kleiner Menge Meerrettich – beides geraspelt wie im Rezept oben. Bei einem Kilo Rote Bete füge ich ungefähr 20 Gramm Meerrettich hinzu. Der schmeckt so intensiv, dass ich nicht besonders viel von ihm brauche, um dem Ferment einen scharfen Frische-Kick zu verleihen.

        Das Schöne am Fermentieren ist auch, dass ganz viel erlaubt ist! Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Du kannst die wildesten Kombinationen fermentieren, die dir in den Sinn kommen.

        Tolle Kuppelpartner sind zum Beispiel auch frische Kräuter und Gewürze! Vielleicht magst du eine Portion Rote Bete mit Knoblauch und Petersilie fermentieren? Oder für noch mehr köstliche Schärfe Ingwer dazugeben? Und wie wär’s mit der Mischung aus Senfsamen, Koriander und Pfeffer?

        Auch ein wilder Mix mit anderem Gemüse ist möglich: Vielleicht sind die Radieschen in deinem Garten in diesem Jahr besonders gut gewachsen und du hast mehr, als du frisch auffuttern kannst? Dann steck die kleinen Kugeln doch einfach mal mit Roter Bete in ein Fermentierglas und lass dich von dem Ergebnis überraschen! Meine Geschmacksnerven stehen auch total auf die Kombination aus Roter Bete und Kohl – yams!

        Bunte Beten aufgeschnitten auf Holzuntergrund

        Uuund: Für einen regelrechten Regenbogen im Fermentierglas kannst du deine Rote Bete gemeinsam mit ihren Schwestern Pinke Bete und Gelbe Bete fermentieren! Die anderen Beten schmecken etwas milder als die klassischen roten Kugeln. Wenn dir Rote Bete also etwas zu intensiv schmeckt, dann probiere doch mal andere Vertreter aus der Beten-Familie!

        Fermentierte Rote Bete ist dabei übrigens durchaus auch etwas für die Süßschnäbel – denn die roten Knollen bringen von Natur aus eine gewisse Süße mit sich. ;)

        Doch du kannst nicht nur mit Geschmäckern herumexperimentieren. Auch in der Form steht dir die Welt der Vielfalt offen. Geraspelt, gewürfelt oder in Scheiben – alles ist möglich! Worauf du achten solltest, wenn du größere Gemüsestücke fermentierst, erfährst du in der Checkliste.

        In meinem Kurs „Obst und Gemüse haltbar machen“ habe ich übrigens noch jede Menge leckerer Rezepte zum Fermentieren auf Lager. Außerdem schauen wir da nicht nur in den Gärtopf, sondern werfen auch einen ganz genauen Blick in den Einkochkessel und die Vorratskammer – denn die wollen wir in dem Kurs mit selbstgemachten Leckereien randvoll füllen!

        Wozu passt fermentierte Rote Bete?

        Gerade Scheiben fermentierter Roter Bete machen sich ganz ausgezeichnet auf frisch gebackenem Brot, zum Beispiel auf diesem superleckeren Sauerteigbrot.

        Mit geraspelter fermentierter Rote Bete kannst du prima einen grünen Salat aufpeppen (der noch besser schmeckt, wenn du ihn im Freiluftsupermarkt hinter dem Haus besorgst). Ein Eichblattsalat, dazu etwas Rucola, ein paar Kapuzinerkressenblüten und fermentierte Rote Bete – mhhh… Sommer in der Salatschüssel!

        Die fermentierte Rote Bete passt auch wunderbar in Gemüsepfannen und andere Gemüsegerichte. Oder wie wäre es mit einem Kräuterrisotto – geschmückt mit fermentierter Roter Bete? Du siehst, du hast die Qual der Wahl! 

        Also: Sauerkraut und Saure Gurken sind definitiv nicht das Ende der Fermentierfahnenstange! Auch Rote Bete fermentieren entführt dich in das Land der prickelnden Gemüse. Ein Hoch auf Milchsäurebakterien und die Vielfalt, die sie uns bieten!

        Interessiert dich, was du sonst noch so fermentieren und haltbarmachen kannst? Dann lies hier weiter:

        Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack

        Kimchi selber machen – Das ultimative Rezept!

        6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

        Hat das Rote Bete fermentieren bei dir funktioniert? Und bist du auch so angetan von meinem Gaumenschmaus-Rezept wie ich? Yams!

        Meerrettichwurzel

        Meerrettich pflanzen: Mit dieser Anleitung erntest du dicke Wurzeln!

        Meerrettich Pflanzen im eigenen Garten sind nicht nur wegen ihrer duftenden Blüten was sehr, sehr feines! Frisch gerieben in den Salat oder die Soße bringt die Gewürzpflanze einen ordentlich scharfen Nervenkitzel auf den Teller – das zwiebelt für ein paar Sekunden so richtig in der Nase! Also am besten langsam an die richtige Menge Meerrettich herantasten. ;)

        Doch bietet Meerrettich nicht nur einen besonders scharfen Genuss, der die Nase frei macht, sondern ist auch noch super gesund. Seine Wirkung gegen Erkältung und anderen Wehwehchen brachte Meerrettich sogar den Namen „Penicillin der Bauern“ ein. Wenn du also deine Gartenapotheke um eine tolle Heilpflanze erweitern möchtest, solltest du unbedingt Meerrettich pflanzen!

        Sobald du Meerrettich gepflanzt hast, kannst du ihn einfach über Wurzelstecklinge vermehren. Hast du den Meerrettich also einmal im Garten, wächst er fast von allein. Allerdings garantiert der Wildwuchs keine dicke Meerrettichwurzeln, denn die brauchen immer mal wieder ein bisschen Pflege. Damit du dir eine schöne Wurzel aus deinem Garten zauberst, erkläre ich dir das Meerrettich pflanzen Schritt-für-Schritt.

        Inhaltsverzeichnis
        Schritt 1: Den besten Standort zum Meerrettich pflanzen auserkoren
        Schritt 2: Es geht los – Meerrettich pflanzen
        Schritt 3: Meerrettichwurzel pflegen – so wird sie schön dick
        Schritt 4: Meerrettich ernten – jetzt wird‘s scharf!
        Schritt 5: Meerrettich zubereiten und genießen!
        Meerrettich pflanzen für deine Gartenapotheke!

        Schritt 1: Den besten Standort zum Meerrettich Pflanzen auserkoren

        Das Besondere beim Meerrettich pflanzen: Er ist mehrjährig, absolut winterfest und vermehrt sich freudig über Wurzelstecklinge. Lässt du den Meerrettich in deinen Garten einziehen, solltest du deswegen zwei Dinge für die Platzwahl deines Meerrettichbeets beachten:

        #1: Einmal Meerrettich pflanzen, für immer Meerrettich ernten

        Aus jedem kleinen Wurzelstück wächst eine neue Meerrettichpflanze heran – und diese Pflanzen werden bis zu 1,20 m hoch und nehmen ordentlich Platz ein. Deswegen braucht der Meerrettich ein Fleckchen in deinem Garten, wo er sich ausbreiten darf und nicht allzu sehr stört. Möchtest du ihm ein eigenes Gemüsebeet anlegen, kannst du einfach eine Wurzelsperre ringsherum um ihn eingraben. So bleibt er brav an seinem zugewiesenen Standort!

        Da Meerrettich so vermehrungsfreudig ist, pflanze ich ihn nicht direkt mit in die Gemüsebeete, weil meine Gemüse dort nach einer Fruchtfolge rotieren und mehrjährige Pflanzen dabei nur im Weg sind. ;)

        Alternativ kannst du Meerrettich auch im Topf pflanzen, um diesen vermehrungsfreudigen Kandidaten im Zaum zu halten. Der Kübel sollte mindestens 15 L fassen und es ist wichtig, dass am Boden Löcher vorhanden sind, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Umso tiefer der Topf zum Meerrettich pflanzen, desto länger kann die Wurzel wachsen.

        Als Grundlage für eine dicke Meerrettichernte brauchst du einen etwa 30 cm langen Wurzel-Seitentrieb einer Meerrettichwurzel. Diese Seitentriebe heißen „Fechser“ und sollten ungefähr so dick wie dein kleiner Finger sein.

        Kleiner Tipp: Eine gute Quelle für Meerrettich-Wurzeltriebe ist die Natur! An feuchten Wiesen und Flussufern kannst du die großen grünen Blätter finden. Wenn du dir jedoch unsicher bist, ob du den Meerrettich wirklich richtig bestimmt hast, kannst du dir die „Fechser“ auch im Internet bestellen.

        Meerrettichblätter

        #2: Feuchtigkeit für eine scharfe Wurzel

        Sein volles Aroma breitet der Meerrettich am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Plätzchen aus, wo er seine Pfahlwurzel in einen gut durchfeuchteten, tiefgründigen und humosen Boden strecken kann. In der Natur kommt Meerrettich häufig auf lehmigen Boden an Bächen und Flussufern vor, weil dort genau die richtige Bodenfeuchte vorherrscht. Wenn der Boden jedoch sehr fest ist und einen sehr hohen Tonanteil aufweist, bekommst du zur Erntezeit Schwierigkeiten, die Meerrettichwurzel aus dem Boden zu graben.

        Eine geniale Methode, um deinen Gartenboden in eine fruchtbare Oase zu verwandeln, sind Kompostbeete. Ich packe immer eine dicke Schicht Grüngutkompost auf meine Beete und seitdem explodiert mein Gemüsegarten ohne viel Zutun. ;)

        Wenn du auch kaum noch jäten, so gut wie nie gießen und trotzdem eine dicke Ernte einfahren möchtest, dann sind Kompostbeete ein richtiger „Gamechanger“. Und weil ich so überzeugt von dieser Methode bin, habe ich ein kleines Video für dich erstellt, in dem ich dir genau erkläre, wie das mit den Kompostbeeten funktioniert:

        Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

        Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

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          Schritt 2: Es geht los – Meerrettich pflanzen

          Der beste Zeitpunkt zum Meerrettich pflanzen ist im März/April oder im Herbst. In diesen Jahreszeiten herrschen die besten Bedingungen vor, sodass die Wurzeln gut anwachsen.

          Hast du einen Platz in deinem Garten für die Meerrettichpflanzen auserkoren? Super! Sobald die Wurzeln in deinen Garten – per Post oder selbst gesammelt – eingetrudelt sind, kannst du die Meerrettich Pflanzen vorbereiten und pflanzen. Plane für eine Meerrettichpflanze einen Platz von 50 x 50 cm ein. Diesen Platz braucht dein neuer Freund für seine großen grünen Blätter.

          Für eine besonders dicke Ernte gibt es schon beim Meerrettich pflanzen zwei Dinge zu beachten:

          #1 Neuaustriebe reduzieren!

          An der Wurzel wachsen gerne viele Neuaustriebe hervor. Lässt du diese einfach wachsen, bilden sich nur viele kleine Seitenwurzel aus. Für eine schöne dicke Hauptwurzel solltest du deswegen die Neuaustriebe reduzieren. Ideal ist, wenn nur an den beiden Wurzelenden Triebe wachsen. Alle anderen Triebe aus der Mitte machst du einfach ab!

          #2 Wurzel schräg in die Erde setzen!

          Hier kommt ein genialer Trick, um eine schöne lange Meerrettichwurzel zu ernten und den Boden bei der Ente nicht übermäßig zu stören: Setze die Wurzel schräg in die Erde. So brauchst du nicht ganz so tief buddeln und hast trotzdem viel Meerrettich – Yams!

          Aber eins nach dem anderen: Zunächst kannst du den Boden zur Vorbereitung mit einer (Doppel-)Grabegabel lockern, um deinem Meerrettich einen angenehmen Start im Beet zu erleichtern. Im Anschluss gräbst du vorsichtig einen 20-25 cm tiefen Graben und gibst einen Langzeitdünger hinein, den du mit der Erde im Graben vermischst.

          Setze nun die Wurzeltriebe in ursprünglicher Wuchsrichtung schräg in die Erde. Dabei sollte das obere Ende 3 cm tief unter der Erde liegen.

          Sind deine „Fechser“ gut in der Erde platziert, buddelst du den Graben wieder zu und gießt die Wurzeln gut an. Regnet es eine längere Zeit nicht, brauchen die Meerrettichwurzeln immer mal wieder einen Schwung Wasser. So können sie gut anwurzeln!

          Fechser

          Ich gebe zu, um eine richtig dicke Meerrettichwurzel ernten zu können, bedarf es schon ein bisschen Pflege und Aufmerksamkeit von deiner Seite. Wenn du noch Gemüsegarten-Anfänger*in bist, lese dir gerne auch meinen Grundlagen Artikel über den Gemüseanbau durch, damit du für jedes deiner folgenden Gemüse-Abenteuer gut gewappnet bist:

          Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

          Schritt 3: Meerrettichwurzel pflegen – so wird sie schön dick

          Die richtige Pflege der Meerrettichwurzel während der Wuchszeit ist super wichtig, wenn du eine große Meerrettichwurzel ernten möchtest. Alle sechs bis acht Wochen kappst du dafür alle neuen Seitenwurzeln, die sich an der Hauptwurzel gebildet haben. Dazu gräbst du die Meerrettichwurzel einfach wieder etwas aus. Aber Achtung: Der untere Teil der Wurzel bleibt bei dieser Prozedur immer im Boden, nur der obere Teil der Meerrettichpflanze wird freigemacht. Im Anschluss reibst oder brichst du die neuen Wurzeltriebe ab. Danach buddelst du die Wurzel wieder ein und gießt sie gut an. Jetzt darf sie weiterwachsen und ihre schöne dicke Pfahlwurzel ausbilden.

          Die Hauptwachstumszeit der Wurzel liegt im Spätsommer, das ist die Zeit, in der sich deine Meerrettich Pflanze über eine gute Wasserversorgung und einen kleinen Snack in Form von Flüssigdünger freut. ;)

          Um den Boden um deine Meerrettichpflanzen schön feucht zu halten, kannst du ihn mulchen. Neben dem Kompost ist Mulchen eine weitere Technik, die mir viele Vorteile in den Gemüsegarten gebracht hat. All meine Erfahrungen habe ich in meinen Onlinekurs „Gemüsegarten starten“ zusammengefasst. In über 50 Videos erkläre ich dir die Grundlagen des Gärtnerns. Mein Drei-Phasen-Gartensystem hat es mir unglaublich vereinfacht, einen großen Gemüsegarten zu bewirtschaften. Lass dich gerne von meiner Methode überzeugen! Ich freue mich auf dich!

          meerrettich
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          Schritt 4: Meerrettich ernten – jetzt wird’s scharf!

          Über den Sommer wächst deine Meerrettichwurzel schön heran. Ihr volles Aroma entwickelt sie jedoch im Herbst. Wenn sich die Blätter des Meerrettichs zurückgezogen haben, ist der richtige Zeitpunkt für die erste Ernte gekommen. Jetzt hat die Pflanze ihre ganze Kraft in die Wurzel gesteckt und das typische Meerretticharoma entwickelt.

          Das Meerrettich Ernten startet meistens im Oktober. Bis ins neue Jahr hinein kannst du dir eine frische Meerrettichwurzel nach der anderen aus dem Garten holen. Das Beet ist dabei der beste Lagerort der Wurzel, denn Meerrettich ist richtig frostfest und hält sich im Beet am besten frisch.

          Schritt 5: Meerrettich zubereiten und genießen

          Mit der ersten dicken Meerrettichwurzel in der Hand kannst du allerlei leckere Dinge anstellen. Und die Schritte in der Meerrettich Zubereitung sind schnell gemacht:

          #1 Schälen

          Die Meerrettichwurzel hat eine sehr raue Schale. Am einfachsten ist es, sie mit einem scharfen Küchenmesser zu schälen.

          Kleiner Tipp: Möchtest du Meerrettich möglichst lange im Kühlschrank lagern, nimmst du am besten den ungeschälten Meerrettich. Dieser hält sich deutlich länger.

          #2 Reiben

          Eine feine Reibe ist ein Muss im Haushalt, um Meerrettich zuzubereiten. Denn fein geriebener Meerrettich mischt sich am besten mit anderen Zutaten! Möchtest du, dass dein Meerrettich schön weiß bleibt, gibst du ihm noch einen Schuss Zitronensaft hinzu.

          #3 Mischen

          Jetzt kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen! Verwandle deinen Meerrettich in leckeren Meerrettichfrischkäse oder rühre ihn zu cremigen Sahnemeerrettich. Ebenso kannst du tolle Brotaufstriche mit deinem Meerrettich mischen. Rote Bete und Apfel harmonieren beispielsweise super mit der scharfen Würze des Meerrettichs. Aber auch einfach frisch in den Salat gestreut, kannst du Meerrettich zubereiten.

          Besonders wichtig ist, wenn du es schön scharf magst, dass du den Meerrettich nicht erhitzt. Denn durch die Hitze geht die Schärfe verloren.

          Meerrettichaufstrich

          Meerrettich pflanzen für deine Gartenapotheke

          Meerrettich ist wirklich super gesund und sogar Heilpflanze des Jahres 2021 geworden. Und das nicht ohne Grund:

          Durch die im Meerrettich enthaltenen Senfölglykoside ist Meerrettich antibakteriell, antiviral, antimykotisch und wirkt entzündungshemmend. Diese Superpower kannst du dir wunderbar für die Erkältungszeit zu Nutze machen.

          Ein tolles Hausmittel ist der sogenannte Meerrettich-Honig, den du ganz einfach selber herstellen kannst. Dafür brauchst du:

          • ca. 100 g Meerrettichwurzel
          • 200 g guten Honig.

          Den geschälten Meerrettich reibst du ganz fein und mischst ihn einfach mit dem Honig. Die Mischung lässt du mindestens 24 Stunden stehen, bis sich das Aroma des Meerrettichs auf den Honig übertragen hat.

          Bahnt sich bei dir eine Erkältung an, kannst du mit ein bis drei Teelöffeln Meerrettich-Honig dein Immunsystem kräftig stärken.

          Also nichts wie los – Meerrettich pflanzen und eigenes Super-Food anbauen. Mit meinen geliebten Kompostbeeten helfe ich dir, deinen Traum von einem Gemüsegarten zu verwirklichen, sodass du trotzdem noch genug Zeit für andere Hobbies hast. ;)

          Fassen wir nochmal zusammen: Meerrettich bringt nicht nur scharfen Nervenkitzel in die Küche, sondern ist auch richtig gesund. Einmal im Garten angesiedelt, kannst du dir diese tolle Wurzel immer wieder neu heranziehen. Und mit der richtigen Pflege steht der Ernte einer dicken Meerrettichwurzel nichts mehr im Wege.

          Du hast Lust, noch ein bisschen weiter auf dem Blog zu schmökern? In den folgenden Artikeln stelle ich dir drei weitere tolle Gewürzpflanzen vor:

          Petersilie säen – so klappt die Anzucht garantiert!

          Basilikum pflanzen – Schritt für Schritt mit Kräuterplan!

          Some like it hot – Chili säen, pflanzen, ernten!

          Und bist du bereit zum Meerrettich pflanzen? Schreib mir gerne deine Fragen und Erfahrungen rund um Meerrettich in die Kommentare – so können wir alle voneinander lernen. :)

          Erdbeermarmelade im Glas

          Erdbeermarmelade kochen: 7 Schritte zum köstlichen Fruchtaufstrich!

          Erdbeermarmelade gehört doch wirklich zum absolut Köstlichsten, womit du ein Frühstücksbrötchen krönen kannst, oder? ;) Wenn die Erdbeeren also endlich reif sind, wird es Zeit, sie zu Marmelade zu kochen, damit du diese leckeren Früchte das ganze Jahr über genießen kannst. Zum Glück ist das ganz einfach – ich zeige dir, wie es geht!

          Inhaltsverzeichnis
          Schnell wie der Blitz: So geht Erdbeermarmelade kochen!
          Von Grund auf: Erdbeermarmelade selber machen 
          Gar nicht ohne: Erdbeermarmelade ohne Gelierzucker
          Das lässt sie kalt: Erdbeermarmelade ohne Kochen
          Farbe bekennen: Wie bleibt Erdbeermarmelade so schön rot?
          Schmeckt nach mehr: Erdbeermarmelade Rezept in drei Variationen

          Schnell wie der Blitz: So geht Erdbeermarmelade kochen!

          Wenn du schon mit vollem Erdbeerkörbchen in deiner Küche stehst und sofort loslegen möchtest, findest du in dieser Tabelle alles, was wichtig ist, um eine perfekte Erdbeermarmelade zu kochen. Los geht´s! :)

          7 Arbeitsschritte zur perfekten ErdbeermarmeladeWas ist zu tun?
          Schritt # 1Gläser und Deckel sterilisieren
          Schritt # 21 Kilo Erdbeeren vorsichtig waschen und trocknen, die grünen Hüte entfernen und schlechte Stellen herausschneiden
          Schritt # 3Erdbeeren in kleine Stücke schneiden
          Schritt # 4Erdbeeren in einen Topf geben, Saft und fein geschnittene Schale einer Zitrone hinzufügen, Gelierzucker nach Packungsanweisung hinzufügen
          Schritt # 5Alles pürieren oder nur teilweise pürieren und mit Zitronensaft und Zucker abschmecken.
          Schritt # 63-5 Minuten kochen und dabei ständig umrühren, Gelierprobe machen
          Schritt # 7Kochend heiß in die Gläser füllen und Deckel fest zuschrauben.

          Das war ganz einfach, oder? Tipps und Tricks zum Einkochen habe ich übrigens in einem eigenen Artikel für dich gesammelt!

          Du suchst noch nach Inspirationen zum Einkochen und Fermentieren?

          Meine absoluten Einkoch-Geheimtipps sind Zimtpflaumen und orientalisches Birnenchutney – in beides könnte ich mich reinsetzen. ;) Na, bist du neugierig geworden? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner eMail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte-eBook in dein Postfach:

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            Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

            Von Grund auf: Erdbeermarmelade selber machen

            Erdbeermarmelade kochen ist ganz einfach, wenn du diese Dinge beachtest:

            # 1: Hygiene

            Um Erdbeermarmelade zu kochen, die sich lange hält, musst du möglichst hygienisch arbeiten. Das beginnt schon damit, dass du deine gespülten Gläser und Deckel sterilisiert hast, bevor du die Marmelade einfüllst. Auch Arbeitsgeräte wie Schöpfkelle oder Einmachtrichter solltest du mit kochendem Wasser übergießen.

            # 2: Erdbeeren sorgfältig putzen

            Dann gönnst du deinen Erdbeeren eine Erfrischung, indem du sie kurz in ein kaltes Wasserbad tauchst und sie darin ein wenig herumplanschen lässt. Anschließend dürfen sie auf einem Geschirrhandtuch abtropfen, wo du sie vorsichtig trocken tupfst.

            Jetzt befreist du die Früchte von ihren grünen Hütchen und schneidest schlechte oder matschige Stellen großzügig heraus. In kleine Stücke geschnitten wandern die Erdbeeren dann in den Kochtopf.

            Kleiner Tipp: Nimm ruhig einen richtig großen Topf, sodass die süßen Früchtchen ihn nur zur Hälfte füllen. Du wirst später sehen, dass die Marmelade beim Kochen ganz schön an Fahrt gewinnt und mächtig hochkocht!

            # 3: Alles zusammenmischen und pürieren

            Nun reibst du von einer Biozitrone die Schale ab und presst den Saft aus. Zusammen mit dem Gelierzucker kommen Schale und Saft zu den Erdbeerstückchen in den Topf, wo du alles gut miteinander verrührst.

            Falls du deine Erdbeermarmelade ohne Stückchen magst, ist nun der richtige Zeitpunkt für den Pürierstab! Er verwandelt im Messerumdrehen alles in eine gleichmäßig feine Masse, die du dann am besten nochmal mit Zucker oder Zitronensaft abschmeckst – bis du genießerisch die Augen schließt beim Probieren. Yams! :)

            # 4: Kochen und Gelierprobe

            Jetzt wird es ernst: Du kochst deine zukünftige Erdbeermarmelade auf und lässt sie drei bis fünf Minuten sprudelnd kochen. Dabei musst du ständig rühren, damit nichts anbrennt. Am besten „malst“ du dabei mit dem Kochlöffel immer eine Acht, dann erfasst du wirklich den ganzen Topfboden und verhinderst, dass sich deine Erdbeermarmelade doch an der einen oder anderen Stelle festsetzt.

            Falls du jetzt Lust bekommen hast, nicht nur Erdbeeren einzukochen, komm doch in meinen Kurs „Obst und Gemüse haltbar machen“! Da lernst du, wie du deine Ernte sicher und einfach haltbar machst und das ganze Jahr über genießen kannst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

            Erdbeermarmelade: Erdbeeren kochen im Topf

            Die Kochzeit ist rum und du möchtest am liebsten sofort die blubbernde, köstlich riechende Masse in deine vorbereiteten Gläser befördern? Nimm dir noch die Zeit für eine Gelierprobe! Dazu gibst du einen kleinen Klecks Erdbeermarmelade auf einen Unterteller und pustest ihn kühl. Wenn er innerhalb kurzer Zeit fest wird und nicht mehr vom Teller läuft, hat alles geklappt! Sollte er aber sturköpfig flüssig bleiben, musst du die Kochzeit verlängern: Gönn deiner Marmelade noch weitere fünf Minuten Aufenthalt im heißen Topf. Dann machst du wieder eine Gelierprobe.

            Auch wenn das lästig ist: Später freust du dich, wenn du statt Erdbeersuppe Erdbeermarmelade auf dein Brötchen streichen kannst, wetten? ;)

            Schon gewusst? Falls die Marmelade in deinen Gläsern trotz aller Mühen nicht fest geworden sein sollte, kannst du sie auch mit etwas zusätzlichem Gelierzucker nochmal aufkochen. Aber diesen Aufwand vermeidest du bestimmt genauso gern wie ich! ;)

            #5: Ab in die Gläser!

            Wenn die Gelierprobe erfolgreich war, darfst du endlich deine Gläser füllen – bis knapp unter den Rand. Jetzt muss alles schnell gehen, sonst riskierst du, dass die Marmelade abkühlt und sich kein Vakuum bildet. Also: Dreh den Deckel fix ganz fest zu und lass die Gläser anschließend in Ruhe abkühlen. Und dann nichts wie ab ins Vorratsregal mit ihnen – bis auf eines: das brauchst du ja am nächsten Morgen, um dein Frühstücksbrot mit frischer Erdbeermarmelade zu genießen! :)

            Gar nicht ohne: Erdbeermarmelade ohne Gelierzucker

            In herkömmlicher Erdbeermarmelade steckt einiges an Zucker, das lässt sich nicht bestreiten. Falls du aber keinen raffinierten Zucker verwenden möchtest, kannst du deine Erdbeermarmelade auch anders zubereiten! Raffiniert, oder? ;)

            Du brauchst:

            • 500 g geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
            • 250 g Softdatteln oder Softfeigen
            • Saft und Schale einer halben Biozitrone

            Und so geht´s:

            Erdbeeren zusammen mit Trockenfrüchten und Zitrone in einen Mixer geben und alles fein pürieren. Abschmecken und für fünf Minuten kochen lassen, dabei ständig rühren. In sterilisierte Gläser füllen, Deckel fest zudrehen und alles abkühlen lassen.

            Ich habe für dich übrigens auch super leckere Rezepte zum Einkochen von Kirschen, Birnen und Pflaumen!

            Erdbeermarmelade auf Brotscheibe

            Das lässt sie kalt: Erdbeermarmelade ohne Kochen

            Eines meiner absoluten Lieblingsrezepte ist kalt gerührte Erdbeermarmelade. Nichts schmeckt so erdbeerig-frisch und fruchtig! Und wenn du nur kleine Portionen zubereitest, hast du längst alles aufgefuttert, bevor sich der Schimmel eines deiner köstlichen Gläser holen kann.

            Du brauchst:

            • 250 g geputzte klein geschnittene Erdbeeren
            • 125 g Gelierzucker für Fruchtaufstriche ohne Kochen
            • 1 El Zitronensaft

            Und so geht´s:

            Erdbeeren, Gelierzucker und Zitronensaft in einen Mixbecher geben und ungefähr eine Minute pürieren. Dann in sterilisierte kleine Gläser geben und im Kühlschrank aufbewahren.

            Dieses Rezept geht so schnell, dass du es sogar noch vor dem Frühstück mit frisch geernteten Erdbeeren zubereiten kannst. Sooo lecker! :)

            Psst: Falls du gern früh aufstehst, reicht die Zeit vielleicht auch noch für einen selbstgemachten Apfelsaft?

            Farbe bekennen: Wie bleibt Erdbeermarmelade so schön rot?

            Das kennst du bestimmt auch: Wenn du deine Erdbeermarmelade gerade gekocht hast, leuchtet sie knallrot und appetitlich im Glas auf deinem Tisch. Aber nach einiger Zeit verliert sich diese wunderbare Farbe und die Erdbeermarmelade bekommt ein fahles, lange nicht mehr so attraktives Braun. Deshalb schmeckt sie nicht schlechter, aber das Auge isst ja bekanntlich mit.

            Psst, Nerdalarm: Für die knallige rote Farbe sorgen Anthozyane, das sind Farbstoffe, die bei Licht und Wärme zerfallen und zu Braun werden. Nerdalarm off! ;)

            Ich habe lange herumprobiert, wie sich dieses (rein optische) „Problem“ lösen lässt:

            • Wenn du die Erdbeermarmelade möglichst kühl und dunkel lagerst, hält sich das Rot deutlich länger. Dazu packst du die Gläser in einen Karton und bewahrst sie kühl, am besten unter 5° Celsius, auf.
            • Cranberrysaft oder Granatapfelsaft sorgen dafür, dass deine Erdbeermarmelade ihre rote Farbe gut behält – aber der Geschmack ist dann ein anderer als bei Marmelade nur aus Erdbeeren.
            • Einfrieren! Das ist zwar energietechnisch nicht besonders nachhaltig, aber deine Erdbeermarmelade bleibt wunderbar rot und sie wird bei den frostigen Temperaturen auch garantiert nicht schlecht. Allerdings solltest du dann Sturzgläser verwenden, die Gläser nicht ganz voll machen und den Deckel erst dann richtig festdrehen, wenn die Marmelade gefroren ist.

            Um Bärlauch haltbar zu machen, ist Einfrieren übrigens auch eine super Methode!

            Erdbeermarmelade
            Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

            Schmeckt nach mehr: Erdbeermarmelade Rezept in drei Variationen

            Falls du neben klassischer Erdbeermarmelade auch Lust auf etwas Abwechslung hast, schau dir gerne noch diese drei leckeren Varianten an:

            Erdbeermarmelade mit Holunderblüten

            Die Kombination aus Erdbeere und Holunderblüte ist einfach genial – das solltest du dir nicht entgehen lassen!

            Du brauchst:

            • 1 kg geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
            • 15 Dolden Holunderblüten
            • Saft und Schale einer Biozitrone
            • 500 g Gelierzucker 2:1

            Und so geht´s:

            Erdbeeren in einem Topf teilweise oder vollständig pürieren und die vorsichtig ausgeschüttelten Holunderblütendolden hineingeben. Mit einem Kochlöffel in das Erdbeermus drücken und mit einem Deckel verschließen. Über Nacht stehen lassen.

            Am nächsten Tag die Holunderblüten gründlich ausdrücken und das Erdbeermus so gut es geht von ihnen abstreifen. Wenn Blüten in der Marmelade bleiben: umso besser! ;)

            Gelierzucker, Zitronensaft und Zitronenschale dazugeben und alles abschmecken. Dann aufkochen und unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

            Erdbeer-Rhabarber-Marmelade

            Der Klassiker schlechthin: Die süße Erdbeere und der säuerliche Rhabarber vereinen sich geschmacklich zu einem unschlagbaren Team. Das ist Genuss pur!

            Du brauchst:

            • 500 g geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
            • 500 g geputzten und klein geschnittenen Rhabarber
            • Saft und Schale einer Biozitrone
            • 500 g Gelierzucker 2:1

            Und so geht´s:

            Alle Zutaten in einen Topf geben und je nach Geschmack feiner oder weniger fein pürieren. Dann aufkochen und unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

            Erdbeermarmelade mit Minze

            Diese Kombination ist erfrischend-fruchtig! Der Minzgeschmack wird am nächsten Tag deutlicher, deshalb die Minze beim Abschmecken vorsichtig dosieren!

            Du brauchst:

            • 500 g geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
            • 10 Blätter Minze
            • Saft und Schale einer halben Biozitrone
            • 500 g Gelierzucker 2:1

            Und so geht´s:

            Alle Zutaten in einen Topf geben und je nach Geschmack pürieren. Dann aufkochen und unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

            Wenn deine Gläser abgekühlt sind, kannst du sie gleich mit meinen Lieblingsetiketten bekleben! Hast du sie dir schon heruntergeladen? ;)

            Erdbeermarmelade selber machen ist ganz einfach und sie schmeckt selbstgemacht einfach am besten – egal ob pur oder kombiniert mit Rhabarber, Holunder und Co. Die Erdbeersaison ist immer viel zu kurz, deshalb solltest du keine Zeit verlieren und gleich loslegen! :)

            Erdbeermarmelade einzukochen genügt dir nicht, du willst auch deine Gemüseernte haltbar machen? Dann lies gerne hier weiter:

            Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

            Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

            Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

            Welches ist dein Lieblingsrezept für Erdbeermarmelade? Schreib es mir gerne in die Kommentare, ich bin schon ganz gespannt darauf!

            Spinat anbauen im Kompostbeet

            Spinat anbauen: Meine Geheimtipps für eine super Ernte!

            Im eigenen Garten Spinat anbauen ist gar nicht schwer! Mit meinen drei wichtigsten Tipps startest du mit der Spinatproduktion so richtig durch. Welche Tipps das sind, verrate ich dir natürlich in diesem Artikel!

            Inhaltsverzeichnis
            Spinat anbauen: Das Wichtigste auf einen Blick
            Besonderheiten beim Spinat anbauen
            #1: Die Wahl der Spinat Sorte entscheidet alles!
            #2: Versetzt säen und häufig ernten!
            #3: Spinat zur richtigen Zeit ernten!
            Spinat anbauen: 5 Schritte von der Saat bis zur Ernte
            Schritt 1: Beet vorbereiten
            Schritt 2: Spinat säen
            Schritt 3: Spinatpflanzen pflegen
            Schritt 4: Schutz vor Krankheiten und Schädlingen
            Schritt 5: Spinat ernten

            Spinat anbauen: Das Wichtigste auf einen Blick

            Spinatpflanzen können ein bisschen launisch sein, und machen nicht immer das, was sie sollen. Früher habe ich mich deshalb oft wahnsinnig über meinen Spinat geärgert: Erst wollte er gar nicht loswachsen, und wenn er dann endlich in Schwung kam, ist er immer gleich geschossen und in die Blüte gegangen.

            Das muss aber nicht sein! Seit ich beim Spinat anbauen ein paar Dinge beachte, wächst und gedeiht Popeyes Leibspeise auch bei mir im Garten. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine dicke Spinaternte findest du hier auf einen Blick:

            Sortenwahl: Wähle je nach Jahreszeit unbedingt die passende Sorte. Manche Spinat Sorten sind nämlich echte Sensibelchen, was die Temperatur angeht. Die gute Nachricht: Für den Sommer gibt es wärmetolerantere Sorten, und fürs Spinat anbauen im Winter solche, denen die Kälte nichts ausmacht.

            Standort: Spinat mag es gemäßigt: In heißen Sommern zieht er ein halbschattiges Plätzchen der prallen Sonne vor. Baust du Spinat im Winter an, freut er sich aber über einen sonnigen Standort. Zwischen seinen Wurzeln spürt der Spinat am liebsten lockeren, durchlässigen Boden.

            Aussaat: Spinat anbauen klappt direkt von Anfang an im Beet, du musst die Pflänzchen also nicht im Haus vorziehen. Spinat ist ein Dunkelkeimer, achte deshalb darauf, ihn nach der Aussaat gut mit Erde zu bedecken.

            Nährstoffbedarf: Spinat ist ein Mittelzehrer. Wie andere Blattgemüse auch solltest du deinen Spinat aber lieber nicht zu viel düngen, sonst riskierst du Nitratanreicherungen in den Blättern.

            Ernte: Hier bist du ganz flexibel! Du kannst die Blätter ganz jung als Babyspinat für den Salat ernten, oder aber warten, bis richtig schön große, buschige Spinatpflanzen im Beet stehen. Entweder pflückst du dann einzelne Blätter, oder erntest direkt die ganze Pflanze.

            Spinat anbauen: Spinat im Beet

            Besonderheiten beim Spinat anbauen

            Wie bei jedem Gemüse gibt es auch beim Spinat anbauen ein paar Dinge, auf die du ganz besonders achten solltest. Hier findest du nochmal allgemeine Basics, falls du noch nicht so viele Erfahrungen im Gemüseanbau gesammelt hast. Wenn du zusätzlich dazu meine drei extra Spinattipps befolgst, sollte da nichts mehr schief gehen!

            #1: Die Wahl der Spinat Sorte entscheidet alles!

            Vielleicht ist es dir auch schon mal passiert: Eben war dein Spinat noch ganz klein und kompakt, und am nächsten Tag geht er auf einmal blitzschnell in die Blüte. Das ist suuuper ärgerlich, weil es die ganze Ernte versemmeln kann!

            Wenn du dich aber ein bisschen mit den Eigenheiten der Pflanze auseinandersetzt, wirst du schnell verstehen, warum dein Spinat diese Blitzaktion startet. Spinat ist nämlich eine Langtagspflanze. Das heißt, dass lange, sonnige Tage die Pflanzen nur so dazu anregen, schnell zu blühen. Der Spinat kann also gar nichts dafür, die Umstände sind schuld. ;)

            Wegen dieser Umstände ist das Spinat anbauen aber besonders im Sommer ein bisschen heikel. Zum Glück gibt es Sorten, die schossfester sind als andere. Diese Spinatsorten fangen trotz langer, warmer Tage erst relativ spät an, zu blühen, und du hast länger Gelegenheit, deinen Erntekorb mit den grünen Blättern zu füllen.

            Die passende Sorte auszuwählen ist daher das A und O beim Spinat anbauen. Passend zur Jahreszeit ausgesucht, bringt dir die richtige Sorte nämlich die besten Erträge. Wintersorten haben den Vorteil, dass sie kältetoleranter sind als die schossfesten Sommersorten.

            Hier findest du meine Favoriten unter den Spinatsorten, mit denen ich schon gute Erfahrungen gemacht habe:

            JahreszeitAussaatErnteSorte
            FrühjahrEnde Februar – Mitte AprilMai – JuniThorin, Matador
            SommerMitte April – Mitte JuliJuni – AugustGammason
            HerbstMitte Juli – AugustSeptember – DezemberThorin, Matador
            WinterSeptember – Anfang OktoberAprilWinterriesen, Thorin

            Kleiner Tipp: Am sichersten klappt das Spinat anbauen im Frühjahr und im Herbst. Denn dann ist es den launischen Spinatpflanzen weder zu warm, noch zu kalt.

            #2: Versetzt säen und häufig ernten!

            Spinatpflanzen sind nur kurz im Gemüsebeet zu Gast. Besonders in der warmen Jahreszeit ist der Zeitraum zwischen Aussaat und Ernte beim Spinat sehr überschaubar. Der Spinat wächst rasch und will dann flugs geerntet werden. Und schon ist das Beet wieder frei!

            Das ist super praktisch, weil du nicht lange auf deine Spinatlasagne warten musst! ;) Gleichzeitig bedeutet es, dass aller Spinat, den du zu einem Zeitpunkt säst, in einem relativ kurzen Zeitraum geerntet werden will und du nur kurz etwas von dem frischen Grün hast.

            Ganz anders ist das übrigens beim Mangold, dem großen Bruder vom Spinat: Er ist genügsam und robust, und lässt sich über lange Zeit hinweg ernten.

            Damit das auch beim Spinat anbauen klappt, musst du einen kleinen Trick anwenden: Das Zauberwort heißt hier: „Gestaffelte Aussaat“. Damit ist gemeint, dass du mehrmals im Jahr kleinere Mengen Spinat säst, sodass du immer Pflanzen unterschiedlichen Alters in deinen Beeten stehen hast – und somit auch regelmäßig ernten kannst. Also: Denk dran, regelmäßig zu säen – dann gibt’s auch häufiger mal ein leckeres Spinatgericht! :)

            Damit du keine Aussaattermine mehr verpasst, kannst du dir hier meinen Ausssaatkalender herunterladen. Außer für Spinat findest du darin auch die Aussaattermine vieler anderer, leckerer Gemüsearten. Einfach deine E-Mail-Adresse eintragen, und schon flattert der Aussaatkalender in deinen Posteingang!

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              #3: Spinat zur richtigen Zeit ernten!

              Spinat verabschiedet sich manchmal sehr plötzlich in die Blüte. Das ist ärgerlich – denn nun wachsen nur noch kleinere Blätter nach, die vom Geschmack her eher bitter sind. Am besten erntest du deinen Spinat daher, bevor es so weit ist!

              Um den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, behältst du die Pflanzen gut im Auge, und achtest darauf, dass du deinen Spinat besonders in längeren Trockenperioden feucht hältst, und den Boden durch eine Mulchdecke vor dem Austrocknen schützt. Denn lange Trockenheit stresst die Pflanzen und gestresste Pflanzen fangen früher an, zu blühen.

              Spinat erntest du im Idealfall am Nachmittag oder Abend eines sonnenreichen Tages. Dann ist der Nitratgehalt in den Blättern nämlich am geringsten, und zu viel Nitrat ist eher ungesund. Nichtsdestotrotz ist Spinat insgesamt natürlich suuuuper gesund – er strotzt nur so vor Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen. Je frischer, desto besser! :)

              Spinat anbauen: Geerntete Spinatblätter in einer Schüssel.

              Spinat anbauen: 5 Schritte von der Saat bis zur Ernte

              Nun kennst du schon ein paar Tipps und Tricks rund um den Spinatanbau. Aber lass uns noch einmal ganz von vorne beginnen, damit dir von der Aussaat bis zur Ernte auch wirklich alle Schritte leicht von der Hand gehen und dein Spinat gesund und munter heranwächst!

              Schritt 1 beim Spinat anbauen: Beet vorbereiten

              Spinat liebt einen schön lockeren Gartenboden. Ich mache meinen Gartenboden so richtig fluffig, indem ich die Beete mit Kompost anlege. Zusätzlich lockere ich den Boden regelmäßig mit einer Doppelgrabegabel.

              Auf Umgraben verzichte ich komplett  – das tut meinem Boden und all den Lebewesen darin richtig gut! Wie das funktioniert, zeige ich dir in meinem „Gemüsegarten Starten“ – Onlinekurs. Darin lernst du in über 50 Videoanleitungen die Grundlagen, um deinen eigenen Gemüse-Selbstversorgergarten zu starten. Komm gerne vorbei!

              Für alle Gemüse, die du direkt ins Beet säst, solltest du ein schön feinkrümeliges Saatbett bereiten. Dazu kannst du den aufgelockerten Boden mit einer Harke schön gleichmäßig und eben harken. Die Samenkörner werden es dir danken!

              Schritt 2 beim Spinat anbauen: Spinat säen

              Ist dein Beet für die Aussaat gut vorbereitet, kannst du mit dem Spinat säen starten. Dazu ziehst du mit einem Abstand von 20-30 cm Rillen in dein Beet. Jede Rille sollte 2-3 cm tief sein, denn Spinat ist ein Dunkelkeimer. Erst wenn er tief genug in der Erde eingemummelt liegt, beginnt er zu keimen.

              In jeder Rille säst du alle 3-4 cm einen Spinatsamen. Anschließend harkst du die Rillen vorsichtig zu und drückst sie leicht an. Nun musst du dein frisch besätes Beet noch ordentlich angießen – und schon bist du mit dem Spinat säen fertig!

              Kleiner Tipp: Gehörst du zu den Earlybirds im Garten, kannst du für eine super frühe Ernte deinen Spinat ab Ende Februar im Haus vorziehen. Dazu säst du die Pflanzen in einzelne Töpfe aus. Pro Topf legst du 3-4 Samen in die Erde.

              Mit dem Auspflanzen beginnst du, sobald die Pflanzen 8-10 cm groß sind. Der Reihenabstand liegt wieder bei 20-30 cm. Innerhalb der Reihen setzt du die vorgezogenen Pflanzen, anders als bei der Direktsaat, 10 cm auseinander. Das machst du so, weil in jedem Topf ja mehr als eine Spinatpflanze wächst.

              Schritt 3 beim Spinat anbauen: Spinatpflanzen pflegen

              Als Mittelzehrer brauchst du Spinat nur mäßig düngen. Eine gute Gabe Kompost reicht in den meisten Fällen dicke aus, um deinen Spinat zufrieden zu stellen.

              Im Sommer gebe ich den Jungpflanzen als Starthilfe einen kleinen Schuss verdünnte Brennesseljauche mit auf den Weg. Zu viel sollte es allerdings nicht sein, weil Spinat schnell Nitrat einlagert. Deswegen lasse ich im Winter diese erste Düngergabe sogar ganz weg.

              Spinat ist ein durstiger Kollege! Er findet es super, im leicht feuchten Boden zu stehen. Mit Staunässe kommt er jedoch gar nicht gut zurecht. Ich löse dieses Dilemma, indem ich meinen Spinat ordentlich mulche. So bleibt das Regenwasser lange im Boden, und die Spinatpflanzen brauchen keine Angst vor Trockenheit zu haben.

              Wenn es im Sommer aber länger nicht regnet, solltest du deinen Spinat unbedingt zusätzlich gießen – sonst riskierst du, dass er vor lauter Stress anfängt, vorzeitig zu blühen.

              Schritt 4 beim Spinat anbauen: Schutz vor Krankheiten und Schädlingen

              Spinat ist ein sehr robustes Gemüse und nicht besonders anfällig für Krankheiten und Co. Trotzdem ist es wichtig, dass du auch beim Spinat die Fruchtfolgeregeln befolgst und in deinen Gemüsebeeten die richtigen Anbaupausen einhältst.

              Nach dem Spinatanbau braucht dein Beet eine Pause von drei Jahren, bis der nächste Spinat einziehen darf. In dieser Zeit sollten auch Rote Bete und Mangold anderswo unterkommen. Beide sind nämlich so nah mit dem Spinat verwandt, dass sie ähnliche Krankheiten und Schädlinge anlocken.

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              Schritt 5 beim Spinat anbauen: Spinat ernten

              Wächst dein Spinat schön üppig, kannst du einzelne Blätter von deiner Spinatpflanze abernten. Dabei fängst du einfach mit den äußeren Blättern an, denn in der Mitte der Pflanze befindet sich das sogenannte Herz. Aus diesem Punkt wachsen immer wieder junge frische Blätter nach, daher solltest du es unbedingt stehen lassen.

              Statt alle Blätter einzeln abzuernten, kannst du auch alles auf einmal 4 cm über den Boden abschneiden. Die 4 cm Abstand zum Boden sind sehr wichtig, denn so verletzt du nicht das Herz und die Pflanze wächst wieder nach.

              Fängt dein Spinat bereits an zu blühen, erntest du ihn am besten komplett ab. Wenn du dadurch plötzlich unglaublich viel Spinat auf einmal im Erntekorb hast, kannst du deinen Spinat einfach blanchieren und einfrieren.

              Oder du kochst eine rieeesige Auflaufform voller Lasagne und lädst all deine Freunde und Freundinnen zum Spinatessen ein! Lasst es euch schmecken! :)

              Kleiner Tipp: Blühenden Spinat kannst du super als Mulchmaterial verwenden!

              Na, bist du schon gespannt, wie dein eigener Spinat wohl schmecken wird? Dann warte nicht länger, sondern leg direkt los mit der Aussaat! Vergiss nicht, dir meinen Aussaatkalender herunterzuladen und los geht’s!

              Weitere Anbautipps für reiche Ernten verrate ich dir in folgenden Artikeln:

              Tomaten anbauen: 7 ultimative Tipps für eine dicke Ernte!

              Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – Der komplette Zucchini-Guide

              Radieschen pflanzen, anbauen & ernten – der komplette Guide!

              Wie erfolgreich bist du beim Spinat anbauen? Hast du einen besonderen Sortentipp? Schreib mir gerne in die Kommentare, welche Erfahrungen du beim Spinat anbauen gemacht hast!

              Wintergemüse: Geerntetes Gemüse im Schnee

              Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

              Wintergemüse ist genau das Richtige für dich, wenn du im Herbst nur schweren Herzens deine Beete räumst und es im Frühjahr gar nicht erwarten kannst, dass das Gartenjahr endlich wieder anfängt. Denn die gute Nachricht ist: Mit Wintergemüse kannst du rund um´s Jahr gärtnern! :)

              Inhaltsverzeichnis
              Fünf Gründe für Wintergemüse
              Welche Gemüse wachsen im Winter?
              Wintergemüse anbauen – so klappt‘s!
               #1: Basics im Wintergarten
               #2: Wintergemüse unter Dach und Fach
               #3: Das richtige Timing für Wintergemüse
               #4: Die Fruchtfolge im Wintergarten
               Wintergemüse oder kein Wintergemüse?

              Fünf Gründe für Wintergemüse

              Gärtnern geht nur im Sommer? Da lachen ja die Hühner! Ich habe die letzten Jahre immer mehr Wintergemüse angebaut, die ich inzwischen weder im Garten noch auf dem Teller missen möchte. Deinen Gemüsegarten rund ums Jahr zu nutzen, lege ich dir deshalb unbedingt ans Herz! Hier kommen fünf Gründe, warum ich Wintergärtnern toll finde:

              1. Nutze deine Beete und werde Winter-Selbstversorger!

              Es funktioniert: Auch im Winter kannst du richtig viele Gemüsearten anbauen! Natürlich wachsen sie nicht alle in den frostigen Monaten: Aubergine, Zucchini und Co verabschieden sich spätestens im Oktober, weil es ihnen dann zu ungemütlich wird. Danach stehen allzu viele Gemüsebeete leer, bis im Frühjahr neue Jungpflanzen einziehen.

              Das muss aber nicht sein! Denn es gibt so viele Wintergemüse, die der Kälte trotzen und es dir auch im Winter ermöglichen, dein eigenes Gemüse zu ernten. Ich finde es toll, meine Beete so noch besser nutzen zu können und auch im Winter richtig viel aus ihnen herauszuholen – im wahrsten Sinne des Wortes! Und wer sich – wie ich – größtenteils selbst versorgen will, der kommt um Wintergemüse nicht herum. :)

              Wintergemüse: Buntes Ofengemüse aus dem Garten

              2. Wintergemüse ist bunt und abwechslungsreich!

              Du denkst bei Wintergemüse an Kopfkohl und Pastinaken und stellst dir das eher langweilig vor? Dann sei gespannt auf die bunte Vielfalt, die du auch im Winter ernten kannst. Du wirst sehen, da geht einiges!

              Denn außer Weiß-, Rot- und Rosenkohl gibt es auch frisches Blattgemüse wie MangoldGrünkohl, Lauch und Spinat; knackige Wintersalate wie Feldsalat, Postelein und Radicchio – und natürlich die ganze Palette an Wurzelgemüse: Möhren, Pastinake und Co.

              Hier findest du einen Überblick über die Gemüse, die du auch im Winter ernten kannst:

              WintergemüseFamilieFür wen geeignet?
              FeldsalatBaldriangewächsAlle
              MöhreDoldenblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
              PastinakeDoldenblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
              MangoldGänsefußgewächsAlle
              SpinatGänsefußgewächsAlle
              Rote BeteGänsefußgewächsAlle mit ersten Gartenerfahrungen
              SchwarzwurzelKorbblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
              TopinamburKorbblütlerAlle
              EndivieKorbblütlerAlle
              AsiasalatKreuzblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
              GrünkohlKreuzblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
              PalmkohlKreuzblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
              Kopfkohl (Rot-, Weißkohl)KreuzblütlerEher Fortgeschrittene Gärtner*innen
              RosenkohlKreuzblütlerAlle mit ersten Gartenerfahrungen
              SteckrübeKreuzblütlerAlle
              WirsingKreuzblütlerEher Fortgeschrittene Gärtner*innen
              BlumenkohlKreuzblütlerEher Fortgeschrittene Gärtner*innen
              PosteleinQuellkrautgewächseAlle
              LauchZwiebelgewächseAlle mit ersten Gartenerfahrungen
              WinterheckenzwiebelZwiebelgewächseAlle mit ersten Gartenerfahrungen

              3. Frische, Geschmack und Immunbooster zum Selberernten!

              Wintergemüse anzubauen, liefert dir gleich mehrere Vorteile: Du weißt ganz genau, wo das Gemüse auf deinem Teller herkommt und kannst immer ernten, was du gerade brauchst. Das frisch geerntete Gemüse strotzt nur so vor Vitaminen und Mineralstoffen. Und gerade im Winter können wir die ein oder andere Vitaminbombe gut gebrauchen, oder? Deshalb ist mein Motto: Aus der Erde direkt auf den Teller!

              Es gibt da allerdings auch Ausnahmen: Zu Sauerkraut verarbeiteter Kopfkohl wird erst durch die Fermentation ein regelrechter Immunbooster. Rohes Sauerkraut steckt voller Vitamin C, Mineralstoffe und Milchsäurebakterien und ist dadurch super gesund. Ich mache jedes Jahr mein eigenes Sauerkraut, und schlemme dann den ganzen Winter lang aus dem Gärtopf. Mmmmhhh…! :)

              Wenn du das auch mal ausprobieren magst, dann lade dir hier gerne meine Checkliste zum Fermentieren herunter und leg los!

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                Frisches Wintergemüse schmeckt oft super intensiv und süß, ist dir das schon mal aufgefallen? Die kalten Temperaturen sorgen nämlich dafür, dass viele Gemüse aufhören, Zucker in Stärke umzuwandeln. Und wenn der Zucker als solcher in den Pflanzen eingelagert wird, schmecken die einfach süßer! Vielleicht hast du das schonmal bei Möhren oder Pastinaken beobachtet?

                4. Entdecke neue Gemüsewelten! ;)

                Wer weiß, vielleicht kommst du im Wintergarten ja auch auf den Geschmack von eher unbekannteren Gemüsearten, die es im Supermarkt einfach nicht gibt. Hast du schonmal Schwarzwurz, Flowersprouts oder Topinambur probiert? Ich wette, mindestens eines dieser Gemüse ist neu für dich! Wie wär’s damit, das dieses Jahr einfach selbst anzubauen?!

                5. Dein Boden wird’s dir danken!

                Wachsen auch im Winter Gemüsepflanzen in deinen Beeten, muss dein Boden nicht blank und leer überwintern. Denn das ist etwas, was ihm gar nicht gefällt! Du tust deinem Boden und all den Bodentierchen einen riesigen Gefallen, wenn du dafür sorgst, dass die Oberfläche immer bedeckt ist.

                Und die beste Lösung dafür sind… Pflanzen! Warum dann nicht gleich Wintergemüse? Das macht schließlich nicht nur den Boden, sondern auch dich glücklich!

                Wenn du dich im Winter aber lieber auf das Sofa verkrümelst und deinen Garten bis zum Frühling gerne in Ruhe lässt, kannst du auch mit einer Gründüngung oder einer dicken Mulchschicht dafür sorgen, dass es deinem Boden an nichts fehlt und er gesund über den Winter kommt.

                Wintergemüse anbauen – so klappt‘s!

                Egal ob im Sommer oder im Winter – die Basics beim Gemüseanbau sind immer dieselben: Es geht darum, deinen Schützlingen die bestmöglichen Bedingungen zu bieten, damit sie gesund bleiben, kräftig werden und leckeres Gemüse produzieren. Aber da die Ausgangssituation im Winter eine ganz andere ist als im Sommer, solltest du beim Anbau von Wintergemüse ein paar Dinge beachten:

                #1: Basics im Wintergarten

                Der Sommer mit seinen langen Tagen, warmen Nächten und Sonnenschein satt bietet den meisten Pflanzen ideale Bedingungen für das Wachstum. Denn für ihren Stoffwechsel brauchen sie vor allem eines: Licht! Das ist im Winter eher Mangelware. Die Pflanzen betreiben daher viel weniger Photosynthese und wachsen nur noch sehr langsam.

                Da der ganze Stoffwechsel dann sozusagen auf Sparflamme läuft, brauchen deine grünen Freunde auch weniger Wasser und Nährstoffe. Ums Gießen und Düngen musst du dir bei deinem Wintergemüse also eher keine Gedanken machen. Im Gegenteil: Im Winter ist manchmal sogar zu viel Wasser da, und das Wintergemüse schaut mit dauernassen Wurzeln wie ein begossener Pudel aus den Beeten. 

                Wintergemüse: Hochbeet mit Minitunnel

                #2: Wintergemüse unter Dach und Fach

                Es gibt einige Gemüse, die für den Winter zwar geeignet sind – aber denen es im Freiland so ganz ungeschützt doch zu kalt wird. Diese Kandidaten kannst du mit verschiedenen Methoden ziemlich simpel vor Regen, Schnee und Frost schützen, und sie so auch im Winter anbauen.

                Vom Gemüsevlies über den Minitunnel und Frühbeetkasten bis hin zum Gewächshaus gibt es für jedes Wintergemüse eine passende Anbaumethode. Aber keine Sorge, eine ganze Reihe an Gemüse lässt sich auch im Winter ohne jedes Equipment im Freiland anbauen. Informier dich vor deinem ersten Winterabenteuer im Gemüsegarten am besten gut, welches Gemüse welche Temperaturen noch toleriert und ab wann es dann doch zu ungemütlich wird.

                #3: Das richtige Timing für Wintergemüse

                Eigentlich müsste es nicht „Wintergärtnern“, sondern „Winterernten“ heißen. Denn all die Gemüse, mit denen du in den kalten Monaten deinen Erntekorb füllst, säst, pflanzt und pflegst du schon ab dem Frühsommer. Ja – Wintergärtnern fängt schon im Sommer an!

                Denn sobald die Tage kürzer und kälter werden, wachsen auch die Wintergemüse nur noch langsam. Sie benötigen den Sommer, um groß und robust genug zu werden, damit sie später dem Frost trotzen können. Die meisten Wintergemüse sind auch eher gemächlich unterwegs und brauchen viiiiel Vorlauf, um aus ihren Kinderschuhen hinauszuwachsen. Lauch und Blumenkohl sind typische Beispiele für solche Schnarchnasen. ;)

                Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

                Was du im Winter ernten möchtest, solltest du dir daher bereits im Frühjahr überlegen und rechtzeitig mit der Anzucht und Pflanzung beginnen. Wenn es für eine Aussaat schon zu spät ist, schau doch mal, ob du noch Jungpflanzen der Wintergemüse deiner Wahl bei dir in der Nähe bekommst. So kannst du auch etwas später im Jahr noch ins Wintergemüsegame einsteigen. ;)

                #4: Die Fruchtfolge im Wintergarten

                Für die Planung deiner Wintergemüse solltest du die Fruchtfolge im Gemüsegarten genauso beachten wie für die Sommergemüse auch. Denn sonst schaffst du geradezu Oasen für Krankheiten und Schädlinge, wo sie ideal überwintern können.

                Das ist immer eine kleine Herausforderung, denn ganz viele wunderbare Leckereien aus dem Wintergarten gehören zu ein und derselben Pflanzenfamilie: den Kreuzblütlern. Blumenkohl, Rüben, Rosenkohl, Rucola, Brokkoli, Rettich, Grünkohl und viele weitere sind so eng miteinander verwandt, dass sie von denselben Schadtierchen und Krankheiten heimgesucht werden.

                Um zu vermeiden, dass sich die in deinen Beeten einnisten, solltest du nach dem Anbau von Kreuzblütlern immer sechs Jahre warten, bis du im selben Beet wieder Mitglieder dieser Pflanzenfamilie anbaust. Es ist daher super hilfreich, wenn du mehrere Beete hast, wo deine Lieblingsgemüse Jahr für Jahr das Beet wechseln können.

                Wintergemüse: Kohl im Winterbeet

                Wintergemüse oder kein Wintergemüse?

                Surprise: Nicht jede Gemüsepflanze, die im Winter aus der Erde schaut, ist ein Wintergemüse! Es gibt da nämlich auch noch die überwinternden Gemüse. Das sind die Kandidaten, die du zwar schon im Spätsommer oder Herbst pflanzt, aber erst im folgenden Jahr erntest.

                Ein typisches Beispiel für überwinternde Gemüse sind Dicke Bohnen. Sie werden im Spätsommer gesät, machen ihren ersten Wachstumsschub im Herbst, und verharren dann als junge, aber frostharte Pflanzen über den Winter im Boden. So haben sie einen ordentlichen Wachstumsvorsprung gegenüber den Bohnen, die erst im Frühjahr gesät werden und können bei den ersten Sonnenstrahlen und Plusgraden bereits munter weiterwachsen.

                Auch Knoblauch erntest du in der Regel erst im Folgejahr, nachdem du im Sommer die Zehen in die Erde gesteckt hast. Im Winter gibt’s da leider noch nichts zu holen, da ist Geduld angesagt. ;)

                Na, konnte ich dich mit meiner Begeisterung für Wintergemüse anstecken? Es ist wirklich ein grandioses Gefühl, auch im Winter noch Gemüse aus dem eigenen Garten ernten zu können. Was glaubst du, wie die Verwandtschaft staunt, wenn du ihnen an Weihnachten selbst geernteten Rosenkohl servierst? Darum nichts wie los: Schnapp dir deinen Gartenplan und schreib auf, welche Wintergemüse du in den kalten Monaten genießen willst!

                Und falls du außerdem auch im Team Sauerkraut spielen möchtest, denk daran, dir meine Checkliste herunterzuladen! ;)

                Wenn du noch ein bisschen weiterschmökern magst zum leckeren Wintergemüse, lies gerne hier weiter:

                Rosenkohl pflanzen: Der komplette Guide vom Anbau bis zur Ernte!

                Der komplette Grünkohl-Guide: Pflanzen, Anbauen & Ernten

                 Rucola anbauen – die komplette Anleitung!

                Hast du schon mal Wintergemüse angebaut? Schreib mir in den Kommentaren gerne von deinen Erfahrungen!

                Titelbild: Rhabarber einkochen: Rhabarberstücke

                Rhabarber einkochen und das ganze Jahr über genießen!

                Rhabarber einkochen ist eine super Sache, wenn du so wie ich dieses leckere Gemüse nicht nur ein paar Wochen lang, sondern das ganze Jahr über genießen möchtest. Und falls du dich jetzt wunderst: Rhabarber zählt tatsächlich nicht zum Obst, sondern gehört zum Gemüse! ;) Aber jetzt nix wie ran an den Kochlöffel, ich zeige dir, wie es geht!

                Inhaltsverzeichnis
                Für Eilige: Rhabarber einkochen im Überblick
                Roter oder grüner Rhabarber – Was ist der Unterschied?
                Rhabarber und Oxalsäure
                Rhabarber einkochen mit und ohne Zucker
                Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Topf
                Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Wecktopf
                Rezepte: Von Rhabarberkompott bis Rhabarberchutney

                Für Eilige: Rhabarber einkochen im Überblick

                In deiner Küche liegen ganz viele Rhabarber-Stangen und du willst sofort loslegen? Dann schau mal hier, so geht Rhabarber einkochen in aller Kürze! ;)

                Rhabarber einkochen in 5 SchrittenSo geht´sGewusst wie
                Schritt #1:Stangen waschenBlätter oben entfernen, Stangen unten abschneiden
                Schritt #2:Stangen schälenRhabarberschale mit einem scharfen Messer oder Sparschäler abziehen
                Schritt #3:Stangen in Stücke schneiden1-3 Zentimeter breit
                Schritt #4:Rhabarber blanchieren5 Minuten in kochendem Wasser
                Schritt #5:Rhabarber einkochen mit oder ohne Zuckerzugabeim Kochtopf: 10 Minuten kochenim Wecktopf: 30 Minuten bei 90° C

                Hol die außerdem meine sieben Lieblingsrezepte zum Einkochen und Fermentieren!

                Kribbelt es dir auch schon in den Händen, deine Ernte in leckere Tomatensauce oder fruchtige Chutneys zu verwandeln? Denn was gibt es im Sommer Schöneres, als die Speisekammer mit Gläsern voller Köstlichkeiten bis unter die Decke zu stapeln? :) Wenn du noch nach Inspiration suchst, dann lade dir gerne meine liebsten und mehrfach erprobten Rezepte zum Einkochen und Fermentieren herunter.

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                  Roter oder grüner Rhabarber – Was ist der Unterschied?

                  Die beiden bekanntesten Rhabarbersorten heißen „Goliath“ und „Holsteiner Blut“. „Goliath“ hat eine grüne Schale und grünes Fruchtfleisch und schmeckt recht säuerlich. Holsteiner Blut hat rote Stängel und grünes Fruchtfleisch und einen milderen Geschmack. Und dann gibt es noch „Elmsjuwel“ oder auch Himbeerrhabarber – eine Sorte mit roter Schale und rotem Fruchtfleisch – das ist die süßeste Variante.

                  Grundsätzlich gilt: Je mehr Rot du siehst, desto weniger sauer ist dein Rhabarber. ;) Du kannst aber alle Sorten von Rhabarber einkochen, das sind nur geschmackliche Unterschiede!

                  Falls du wissen möchtest, wie du außer Rhabarber einkochen auch anderes Gemüse und Obst haltbar machst, komm doch in meinen „Obst und Gemüse haltbar machen“ Kurs! Da zeige ich dir verschiedene Methoden, wie du deine Ernte in köstliche Vorräte verwandelst und so das ganze Jahr über davon schlemmen kannst! 

                  Rhabarber einkochen: Rhabarbersorten

                  Rhabarber und Oxalsäure

                  Rhabarber hat wie Mangold und Spinat im Verhältnis zu anderen Lebensmitteln relativ viel Oxalsäure und die kann dem Körper Kalzium entziehen oder auch Nierensteine begünstigen.

                  Wenn du gesund bist, musst du dir aber deshalb keine Sorgen machen! Außerdem gibt es ein paar Tricks, um den Oxalsäuregehalt beim Rhabarber einkochen zu verringern:

                  • Rhabarber schälen – in der Schale befindet sich die meiste Oxalsäure
                  • Rhabarberblätter niemals verarbeiten, sondern auf den Kompost geben
                  • Rhabarber 5 Minuten lang kochen und das Kochwasser wegschütten
                  • Ab Mitte Juni keinen Rhabarber mehr ernten, da steigt der Oxalsäuregehalt nochmal deutlich an

                  Übrigens binden Milchprodukte Oxalsäure, weshalb sie dem Körper dann kein Kalzium mehr entzieht. Und Schlagsahne zum Rhabarber zu essen ist jetzt keine echte Strafe, oder? ;)

                  Psst: Es muss nicht immer Sahne sein; Milch, Joghurt und Käse binden ebenfalls Oxalsäure!

                  Rhabarber ist aber auch gesund! Er enthält viel Kalium, Vitamin C, Vitamin B und Ballaststoffe. Die Stangen haben wenig Kalorien und wirken entwässernd und entgiftend.

                  Rhabarber einkochen mit und ohne Zucker

                  Ob mit oder ohne Zucker – das bleibt ganz dir überlassen. Rhabarber einkochen funktioniert in beiden Varianten einwandfrei.

                  Zucker gibst du entweder während des Kochens zu oder du bestreust den blanchierten Rhabarber mit Zucker, lässt ihn für 30 Minuten stehen und kochst ihn dann ein.

                  Wenn du deinen Rhabarber nur mit Wasser und ohne Zucker haltbar machst, hat das den Vorteil, dass du dich noch nicht festlegst, ob du ihn für herzhafte oder für süße Gerichte verwendest. In diesem Fall kochst du blanchierten Rhabarber im Verhältnis vier Teile Rhabarber zu einem Teil Wasser ein.

                  Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Topf

                  Wenn du im Topf Rhabarber einkochen möchtest, gehst du so vor:

                  • Schritt #1: Rhabarberstangen oben von den Blättern befreien und unten abschneiden
                  • Schritt #2: Rhabarberschale mit einem Messer oder Sparschäler abziehen
                  • Schritt #3: Stangen in ein bis drei Zentimeter lange Stücke schneiden
                  • Schritt #4: Rhabarber blanchieren: Stücke für fünf Minuten in kochendes Wasser legen, das Kochwasser wegschütten
                  • Schritt #5: Rhabarber einkochen für 10 Minuten, abschmecken mit Gewürzen und dann kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen 
                  Rhabarber einkochen: Rhabarberkompott

                  Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Wecktopf

                  Im Wecktopf kannst du so deinen Rhabarber einkochen:

                  • Schritt #1: Rhabarberstangen oben von den Blättern befreien und unten abschneiden, Rhabarberschale mit einem Messer oder Sparschäler abziehen und Stangen in fünf Zentimeter lange Stücke schneiden
                  • Schritt #2: Rhabarber blanchieren: Stücke für fünf Minuten in kochendes Wasser legen, das Kochwasser wegschütten
                  • Schritt #3: Rhabarberstücke in Weckgläser füllen (hochkant sieht es besonders schick aus!)
                  • Schritt #4: Wasser oder eine Lösung aus Wasser und Zucker aufkochen und in die Gläser füllen, sodass ungefähr zwei Zentimeter Rand bleibt, Gläser mit Gummi und Klammern verschließen
                  • Schritt #5: bei 90° C eine halbe Stunde lang einkochen

                  Auch Pflaumen, Birnen und Kirschen kannst du auf diese Weise einkochen!

                  Rezepte: Von Rhabarberkompott bis Rhabarberchutney

                  Nachdem du jetzt weißt, wie Rhabarber einkochen geht, habe ich dir hier noch meine Lieblingsrezepte zusammengestellt. Ich hoffe, sie schmecken dir genauso gut wie mir. Yummie!

                  Rhabarberkompott

                  Das brauchst du:

                  • 1kg Rhabarber
                  • 200g Zucker
                  • 2 El Zitronensaft

                  So geht´s:

                  Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. In drei Zentimeter lange Stücke schneiden und fünf Minuten ins kochende Wasser legen.

                  Wasser wegschütten und Zucker und Zitronensaft zum Rhabarber geben. Abschmecken und in Weckgläser füllen, dabei einen Zentimeter Rand frei lassen.

                  Gläser mit Gummi und Klammern verschließen und bei 90° C eine halbe Stunde lang einkochen.

                  Rhabarber-Erdbeer-Marmelade

                  Das brauchst du:

                  • 500g Rhabarber
                  • 500g Erdbeeren
                  • 1kg Gelierzucker
                  • Saft von einer Zitrone

                  So geht´s:

                  Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. In drei Zentimeter lange Stücke schneiden und fünf Minuten ins kochende Wasser legen. Wasser wegschütten.

                  Erdbeeren vorsichtig waschen und den grünen Hut entfernen. Zum Rhabarber geben. Gelierzucker und Zitronensaft zugeben und alles grob oder fein pürieren. Dann nochmal abschmecken und aufkochen. Fünf Minuten kochen lassen und randvoll in Twist-Off Gläser füllen.

                  Rhabarber einkochen
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                  Rhabarber Sirup

                  Das brauchst du:

                  • 2 kg Rhabarber
                  • 500g Zucker
                  • Saft von einer Zitrone
                  • 2 l Wasser

                  So geht´s:

                  Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. Anschließend in drei Zentimeter lange Stücke schneiden und mit Zucker, Zitronensaft und Wasser in einen Topf geben. 30 Minuten köcheln und durch ein Sieb in einen anderen Topf abseihen. Mit Zucker und Zitronensaft abschmecken.

                  Dann den Sirup aufkochen und auf ungefähr 750 ml einreduzieren lassen. Kochend heiß in sterilisierte Flaschen füllen und fest verschließen.

                  Du kannst den Sirup auch nach und nach in Eiswürfelformen einfrieren und in Gefrierbeuteln aufbewahren. Wenn es dann so richtig brütend heiß ist, wirfst du dir einen oder mehrere Sirupwürfel ins Glas und füllst mit eiskaltem Mineralwasser auf. Das ist super erfrischend!

                  Psst: Auch in Prosecco machen sich diese Sirupwürfel übrigens richtig gut! :)

                  Rhabarberchutney

                  Das brauchst du:

                  • 250 g Rhabarber
                  • 60 g Zwiebel
                  • 1 Tl gehackter Ingwer
                  • Salz, Pfeffer, Zimt, Cayennepfeffer
                  • 100 ml Essig
                  • 175 g brauner Zucker

                  So geht´s:

                  Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. Anschließend in ein Zentimeter lange Stücke schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken.

                  Rhabarber, Zwiebeln, Ingwer, Zimt, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Essig in einen Topf geben, zum Kochen bringen. Zucker untermischen und abschmecken. Dann so lange köcheln, bis das Chutney eine cremige Konsistenz hat und kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

                  Rhabarber einkochen geht schnell, macht Spaß und füllt dein Regal mit köstlichen Vorräten. Weil die Saison recht kurz ist, solltest du am besten gleich loslaufen und dich mit Rhabarber eindecken! ;)

                  Aber lad dir vorher noch schnell meine Etiketten herunter, damit du immer den Überblick über deine Vorräte behältst!

                  Wenn du nicht nur Rhabarber einkochen möchtest, sondern auch anderes Gemüse und Obst haltbar machen möchtest, lies gerne hier weiter:

                  Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

                  Bohnen einkochen – von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

                  Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

                  Welche Tipps und Tricks hast du zum Rhabarber einkochen? Ich bin gespannt, von dir zu hören!

                  Ameisen im Garten: Nahaufnahme Ameise

                  Ameisen im Garten: 3 einfache Tipps, die gegen Ameisen helfen!

                  Ameisen im Garten sind wichtig für das biologische Gleichgewicht. Wenn diese krabbelnden Tierchen allerdings ihr Nest im Beet unter deinen Gemüselieblingen bauen oder sich eine Kolonie an Blattläusen halten, können sie ziemlich lästig sein! Mit ein paar einfachen Mitteln kannst du sie davon überzeugen, ihr Lager woanders aufzuschlagen.

                  Inhaltsverzeichnis
                  Tabelle: Das machst du bei Ameisen im Garten – und das besser nicht
                  Ameisen im Garten – Nützlinge oder Schädlinge?
                  Tipp # 1: Einmal umziehen bitte – Ameisennest umsiedeln
                  Tipp #2: Das stinkt den Ameisen im Garten: Gerüche
                  Tipp #3: Nahrungsentzug: Läuse bekämpfen
                  Schlechte Mittel gegen Ameisen im Garten

                  Tabelle: Das machst du bei Ameisen im Garten – und das besser nicht

                  Es gibt unzählige Tipps und Vorschläge, was du gegen Ameisen im Garten tun kannst. Viele davon haben aber in einem Biogarten nichts verloren oder sind aus Tierschutzgründen nicht zu vertreten. Für eine schnelle Übersicht habe ich dir hier drei Hots und drei Nots aufgelistet:

                  Hot: Gute Mittel gegen Ameisen im GartenNot: Schlechte Mittel gegen Ameisen im Garten
                  Tipp #1: Ameisennest umsiedelnGift
                  Tipp #2: Gerüche: Mit Gewürznelken, Lavendelblüten, Eukalyptusöl, Pfefferminze oder Zitronenschalen Ameisen vertreibenBackpulver
                  Tipp #3: Läuse bekämpfenEssig

                  Mit meinen drei Tipps kannst du Ameisen im Garten, die lästig beim Gärtnern sind, vertreiben. Sie erledigen dann an einer anderen Stelle ihre nützliche Arbeit, ohne dass ihr euch in die Quere kommt! :)

                  Ameise im Garten: Ameisen und Blattläuse auf Pflanze

                  Ameisen im Garten – Nützlinge oder Schädlinge?

                  Ameisen im Garten sind manchmal beides: Nützling und manchmal auch Schädling, wenn sie ihr Nest in deinem Beet gebaut haben oder die Blattläuse auf deinen Pflanzen beschützen. Am besten wägst du genau ab, ob das Ameisen vertreiben wirklich nötig ist, oder ob du sie einfach an Ort und Stelle lassen kannst.

                  Die Ameise als Nützling

                  Bestimmt sind dir schon einmal Ameisen im Garten über den Weg getrippelt – rote, gelbe oder schwarze. Das ist aber erst einmal kein Grund zur Sorge, denn sie schaden deinen Pflanzen normalerweise nicht!

                  Auf dem Speiseplan so einer Ameise stehen nämlich in erster Linie lebende und tote Insekten und Schneckeneier, aber kein frisches Gemüse.

                  Auch Pflanzenreste ziehen die kleinen Krabbeltiere in ihren Bau und fördern so die Humusbildung im Boden.

                  Das heißt, Ameisen im Garten sind nützliche Helfer bei der Schädlingsbekämpfung und Aufräumtrupp in einem – und haben damit eine super wichtige Funktion.

                  Die Ameise als Schädling

                  Ameisen halten sich Blattläuse wie Kühe, um von ihnen eine Zuckerlösung zu melken und beschützen deshalb „ihre“ Läuse vor Fressfeinden wie Marienkäfern. So sorgen sie dafür, dass sich die Läuse weiterhin ungehindert vermehren und deinen Pflanzen schaden können.

                  Übrigens hilft auch eine passende Mischkultur effektiv dabei, Schädlinge wie Blattläuse in Schach zu halten! Welche Gemüse sich gerne die Wurzeln reichen und sich gegenseitig nützen, kannst du von meiner Mischkulturtabelle ablesen.

                  Lad sie dir hier herunter:

                  Hol dir die Mischkulturtabelle!

                    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                    Wenn sie ihr Nest mitten in deinem Beet anlegen, ist das auch keine gute Sache: Sie krabbeln an deinen Händen hoch, wenn du deine Pflanzen begärtnern möchtest und lockern den Boden so auf, dass frisch ausgesätes Saatgut nur schlecht keimt und Pflanzen den Bodenkontakt verlieren.

                    Ameisen im Garten werden auch dann zu Schädlingen, wenn die krabbelnden Tierchen die Wurzeln deiner Gemüsepflanzen freilegen, weil sie diesen Ort als besonders geeigneten Platz für ihr Nest auserkoren haben.

                    Wenn die Ameiseninteressen also mit deinen Interessen kollidieren, musst du etwas gegen sie unternehmen. Generell sind Ameisen im Garten aber wichtige Nützlinge, weswegen du Ameisen vertreiben und nicht bekämpfen solltest.

                    Tipp #1: Einmal umziehen bitte – Ameisennest umsiedeln

                    Ein Ameisennest, das mitten in deinem Gemüsebeet liegt, solltest du umsiedeln, damit dein Gemüse ungestört wachsen und gedeihen kann.

                    Dazu füllst du einen Blumentopf mit Holzwolle als neues attraktives Ameisenheim und setzt ihn mit der Öffnung nach unten auf die Ameisenstraße, die sich durch dein Beet zieht. Mit etwas Glück finden die Ameisen das Wohnungsangebot so verlockend, dass sie nicht lange fackeln und nach ein paar Tagen damit beginnen, ihre Eier in den schützenden Blumentopf zu legen.

                    Wenn sie damit fertig sind, hebst du den Blumentopf mit einer Schaufel auf und bringst ihn an einen Ort, der mindestens 30 Meter vom alten Nest entfernt ist.

                    Ameisen im Garten: Ameisenbrücke

                    Tipp #2: Das stinkt den Ameisen im Garten: Gerüche

                    Mit ein paar einfachen Hausmitteln kannst du dafür sorgen, dass es den Ameisen im Garten so richtig stinkt. Gewürznelken, Lavendelblüten, Eukalyptusöl, Pfefferminze oder Zitronenschalen verströmen einen für Ameisen unangenehmen Duft. Du kannst sie einfach zwischen deinen grünen Freunden verteilen. Auch Zimt und Chilipulver haben eine abschreckende Wirkung auf die krabbelnden Tierchen. Sie suchen sich dann einen neuen Wohlfühlort. 

                    Genauso es mit Brennnesseljauche! Wenn du schon fertige, nicht mehr blubbernde Jauche in deinem Garten hast, kannst du damit deine Beete 1:20 verdünnt gießen. Die Ameisen suchen sich einen Ort, an dem es nicht so stinkt. Und du hast deine Beete auch gleich noch gedüngt – perfekt, oder? ;)

                    Allerdings wirken nicht alle Gerüche sofort und auf alle Ameisenarten. Deshalb musst du vielleicht verschiedene „Düfte“ ausprobieren und ein wenig Geduld haben!

                    Du möchtest nicht nur wissen, wie du mit tierischen Mitbewerbern im Garten umgehst, sondern auch dein Gemüse ohne viel Mühe selber anbauen und dich ein Stück weit selbst versorgen? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“ Kurs, wo du in einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen alles von der Beetplanung bis zur Ernte gezeigt bekommst. Ich würde mich freuen, wenn du Mitglied unserer Gartencrew wirst! :) 

                    Tipp #3: Nahrungsentzug: Läuse bekämpfen

                    Dein Gemüse ist von Blattläusen befallen? Dann sind die Ameisen im Garten meistens nicht weit, schließlich produzieren die kleinen Plagegeister ihr Lieblingsessen!

                    Wenn du die Läuse erfolgreich bekämpfst, ziehen sich die Ameisen von selber zurück – schließlich gibt es für sie bei frischem Gemüse nichts mehr zu holen. 

                    Auch meine Mischkulturtabelle hilft dir wie gesagt beim Kampf gegen Blattläuse und Co – hast du sie dir schon heruntergeladen? ;)

                    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

                    Schlechte Mittel gegen Ameisen im Garten

                    Immer wieder heißt es, dass sich Ameisen im Garten mit Chemie, Essig oder Backpulver gut bekämpfen lassen. Dagegen spricht aber eine ganze Menge:

                    • Gift im Garten ist ein absolutes No-Go 
                    • Essig tut deinen Pflanzen nicht gut, weil er so sauer ist 
                    • Backpulver lässt Ameisen platzen, wenn sie es gefressen haben. Das ist unnötig grausam

                    Ameisen im Garten zu vertreiben oder zu bekämpfen ist nur dann eine Option, wenn sie wirklich stören oder deinem Gemüse zusetzen. Die faszinierenden Krabbeltiere erfüllen nämlich wichtige Aufgaben im Garten!

                    Deine Gemüsepflänzchen wirken auch auf andere Gartenbewohner*innen äußerst verführerisch? Wenn du wissen möchtest, wie du deine grünen Freunde schützen kannst, lies gerne hier weiter:

                    Kohlweißling bekämpfen – ganz ohne Chemie!

                    Das hilft wirklich gegen Schnecken und Nacktschnecken

                    Kartoffelkäfer bekämpfen – effektiv und ohne Chemie!

                    Hast du schon Erfahrung mit Ameisen im Garten? Zu welchen Mitteln hast du gegriffen? Schreib es mir gern in die Kommentare!

                    Kartoffelkäfer bekämpfen: Kartoffelkäfer und Larve

                    Kartoffelkäfer bekämpfen – effektiv und ohne Chemie!

                    Kartoffelkäfer bekämpfen ist super wichtig, wenn du Kartoffeln anbaust und diese gestreiften kleinen Plagegeister entdeckst. Sie können sonst deine ganze Ernte vernichten! Dafür brauchst du aber keine Chemie: Ich zeige dir, wie du sie mit natürlichen Mitteln ganz schnell wieder loswirst.

                    Inhaltsverzeichnis
                    Kartoffelkäfer wirksam vorbeugen
                    Übersichtstabelle: Kartoffelkäfer bekämpfen ohne Chemie
                    Kartoffelkäfer Larve und Kartoffelkäfer Eier erkennen
                    Tipp #1: Kulturschutznetz spannen
                    Tipp #2: Kartoffelkäfer absammeln und Eier abstreifen
                    Tipp #3: Kartoffelkäfer bekämpfen mit Gesteinsmehl
                    Tipp #4: Kartoffelkäfer bekämpfen mit Neem-Öl und Bt-Präparat
                    Tipp #5: Kartoffelkäfer bekämpfen mit Meerrettich, Minze und Rainfarn

                    Kartoffelkäfer wirksam vorbeugen

                    Orange und prächtig leuchtet die Kartoffelkäfer Larve im Sommer zwischen den Kartoffelblättern hervor, aber leider ist dieser Anblick kein Grund zur Freude. Denn der Kartoffelkäfer vertilgt deine Kartoffelpflanzen! Sein einziger natürlicher Feind ist in unseren Breitengraden der Mensch – deshalb kann sich der Kartoffelkäfer gut vermehren und im Gemüsegarten zur Plage werden.

                    Aber du kannst den Kartoffelkäfer bekämpfen – zum Beispiel mit einer guten Fruchtfolge.

                    Fruchtfolge bedeutet, dass du eine Gemüsesorte nicht jedes Jahr auf demselben Beet anbaust, sondern den Standort immer wechselst. Dadurch können sich Schädlinge und Krankheiten schwerer ausbreiten. Das gilt auch für den Kartoffelkäfer! Er überwintert als ausgewachsener Käfer im Boden eines Beetes. Im Frühjahr krabbelt er aus der Erde und geht auf die Suche nach seinem Lieblingsfutter – den Kartoffelpflanzen. Stehen die dann direkt vor seiner Nase, hat er ein leichtes Spiel, kann sofort losfuttern und sich wunderbar vermehren. Wenn du deine Kartoffeln aber in diesem Jahr auf einem anderen Beet angebaut hast, muss sich der Käfer erst auf die Suche nach ihnen machen. 

                    Eine dicke Mulchschicht um deine Kartoffelpflanzen herum verwirrt den Käfer zusätzlich: Er erkennt dadurch seine Leibspeise nicht so gut.

                    Auch einige Gemüsesorten können den Kartoffelkäfer durch ihren Geruch verwirren. Welche Beetpartner sich für deine Kartoffeln oder anderes Gemüse deshalb besonders gut eignen, kannst du ganz easy peasy in meiner Mischkulturtabelle sehen. Lad sie dir gerne hier herunter:

                    Hol dir die Mischkulturtabelle!

                      Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                      Übersichtstabelle: Kartoffelkäfer bekämpfen ohne Chemie

                      Wenn es der Kartoffelkäfer auf deine Kartoffelpflanzen geschafft hat, sind deine Kartoffeln noch nicht verloren. Denn auch ganz ohne Chemie kannst du wirkungsvoll den Kartoffelkäfer bekämpfen! Ich habe dir eine Übersichtstabelle gemacht, damit du alle Möglichkeiten schnell auf einen Blick findest.

                      Pflanzliche AbschreckmittelMechanische MittelÖkologische Mittel
                      Rainfarn-JaucheKulturschutznetzNeemöl
                      PfefferminzsudAbsammelnBt-Präparat
                      Meerrettich-SudEier abstreifenGesteinsmehl

                      Gegen Blattläuse, Weiße Fliege und Schildläuse gibt es übrigens ebenfalls wirksame chemiefreie Maßnahmen!

                      Kartoffelkäfer Larve und Kartoffelkäfer Eier erkennen

                      Bevor du die Kartoffelkäfer bekämpfen kannst, musst du sie erstmal erkennen. Aber das ist gar nicht schwierig! Denn alles an den Käfern ist auffällig. Bereits die Eier leuchten knallgelb-orange unter dem Kartoffelblatt hervor. Aus ihnen schlüpfen orange Larven, die sich zusätzlich mit schwarzen Punkten schmücken. Der ausgewachsene Kartoffelkäfer schließlich fällt durch seinen gelb-schwarz gestreiften Panzer auf.

                      Kartoffelkäfer bekämpfen: Kartoffelkäfer Eier

                      Dadurch heben sich Eier, Larven und der Kartoffelkäfer deutlich von den grünen Kartoffelpflanzen ab – und du musst nicht lange nach ihnen suchen! 

                      In der Natur bedeuten knallige Farben häufig: Achtung giftig! Ganz so schlimm ist es beim Kartoffelkäfer nicht, aber unappetitlich ist der Kartoffelkäfer für eventuelle Fressfeinde schon. Denn sein Lieblingsessen, Nachtschattengewächse wie die Kartoffel, enthält reichlich Solanin und der Käfer nimmt das bei seinen Fressorgien mit auf. Potenzielle natürliche Feinde hält das davon ab, sich den Bauch mit Kartoffelkäfern vollzuschlagen. 

                      Du möchtest dein Gemüse möglichst mühelos und ohne Schädlinge anbauen? Dann komm doch in meinen Kurs „Gemüsegarten starten“! Da zeige ich dir in vielen Videos und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie du mit viel Spaß ohne viel Zeit eine fette Ernte einfährst. Ich freue mich, wenn du Teil unserer Gartencrew wirst! :)

                      Und hier kommen nun meine 5 ultimativen Tipps zum Kartoffelkäfer bekämpfen:

                      Tipp #1: Kulturschutznetz spannen

                      Wenn du ein engmaschiges Kulturschutznetz über deine Kartoffeln spannst, gelangen die Käfer nicht zu den Kartoffelpflanzen, um dort ihre Eier an die Blattunterseite zu legen. Die Voraussetzung dafür, dass das wirklich gut funktioniert, ist allerdings, dass im Vorjahr keine Kartoffeln auf diesem Beet gestanden haben. Denn sonst krabbeln die im Boden überwinternden Kartoffelkäfer im Frühjahr aus der Erde und sind unter dem Netz völlig ungestört – und das wäre wirklich ärgerlich! ;)

                      Kartoffelkäfer bekämpfen: Kulturschutznetz

                      Tipp #2: Kartoffelkäfer bekämpfen: Absammeln und Eier abstreifen

                      Bei einem kleinen Kartoffelbeet kannst du dir das Absammeln der Kartoffelkäfer und das Abstreifen der Eier gut zur Routine machen! Wenn du dich für diese Methode entscheidest, stellst du am besten immer einen Eimer oder ein Glas griffbereit. So kannst du schnell und einfach die Eier von den Blättern entfernen und sowohl Käfer als auch Schnecken einsammeln. Fang am besten so bald wie möglich mit dem Absammeln an – die Menge an Kartoffelkäfern und anderen Schädlingen kannst du so von Anfang an gering halten.

                      Tipp #3: Kartoffelkäfer bekämpfen mit Gesteinsmehl

                      Kartoffelkäfer mögen es nicht gern schmutzig! Das kannst du dir zunutze machen und die Blätter deiner Kartoffeln gründlich mit Gesteinsmehl einstäuben. Bis zum nächsten Regenschauer hält der Gesteinsstaub auf den Blättern, deshalb funktioniert diese Methode bei schönem Sonnenwetter sehr gut. Wenn es regnet, solltest du aber die Larven und Kartoffelkäfer zusätzlich absammeln. Eine Kombination der beiden Methoden ist natürlich am wirkungsvollsten beim Kartoffelkäfer bekämpfen!

                      Auch gegen Erdflöhe wirkt Gesteinsmehl übrigens wunderbar!

                      Tipp #4: Kartoffelkäfer bekämpfen mit Neem-Öl und Bt-Präparat

                      Der Kartoffelkäfer entwickelt sich über insgesamt vier Larvenstadien zum erwachsenen Käfer. Die ersten drei Larvenstadien des Kartoffelkäfers kannst du mit Neem-Öl einsprühen, denn junge Larven vertragen die Inhaltsstoffe des Öls nicht. Nach der Behandlung sterben sie deshalb ab, ganz im Gegensatz zum ausgewachsenen Kartoffelkäfer. Der kann die Wirkstoffe nämlich problemlos abbauen! Du solltest deshalb möglichst frühzeitig mit Neem-Öl den Kartoffelkäfer bekämpfen. Weil Regen das Neem-Öl von den Blättern spült, wendest du es möglichst während einer längeren Trockenperiode an.

                      Statt Neem-Öl kannst du auch mit einem mit einem Bt-Präparat den Kartoffelkäfer bekämpfen. Der Bacillus thuringiensis wirkt aber wie das Neem-Öl nur bei den jungen Kartoffelkäfer Larven. Außerdem verliert er seine Wirksamkeit durch UV-Licht, Regen und Temperaturen über 30° C. Das bedeutet, dass du mit der Behandlung am besten abends beginnst, wenn es tagsüber nicht wärmer als 25° C wird und länger kein Regen angesagt ist.

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                      Tipp #5: Kartoffelkäfer bekämpfen mit Meerrettich, Minze und Rainfarn

                      Einige Pflanzen kannst du zum Kartoffelkäfer bekämpfen im Garten einsetzen. Sie riechen intensiv und verderben dem Käfer entweder den Appetit oder verwirren ihn, sodass er nicht mehr zu seinem Lieblingsessen findet. Aus Meerrettich, Minze oder Rainfarn kannst du auch einen Sud herstellen und deine Kartoffelpflanzen damit einsprühen. Der Käfer wird dann seine sonst so geliebte Leibspeise verschmähen.

                      Lade dir doch noch schnell die Mischkulturtabelle herunter, damit du geeignete Beetpartner für deine Kartoffeln findest!

                      Der Kartoffelkäfer ist ein Schädling im Gemüsebeet, der deine gesamte Ernte vernichten kann, wenn du nichts gegen ihn tust. Am besten kannst du den Kartoffelkäfer bekämpfen, wenn du mehrere Maßnahmen miteinander kombinierst und so den Schaden an deinen Kartoffelpflanzen gering hältst.

                      Nicht nur der Kartoffelkäfer, auch andere Schädlinge machen dir zu schaffen? Dann lies gerne hier weiter:

                      Kohlweißling bekämpfen – ganz ohne Chemie!

                      Trauermücken bekämpfen – 11 ultimativ wirksame Hausmittel!

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                      Hast du noch einen anderen ultimativen Trick zum Kartoffelkäfer bekämpfen? Ich freue mich von dir zu hören!

                      Mangold anbauen: Mangold im Beet

                      Mangold anbauen: ein Regenbogen für dein Beet!

                      Mangold anbauen ist ganz einfach! Ich zeige dir, wie du Mangold in deinen Garten holst und seine Vielfalt entdeckst. Du wirst sehen, Mangold ist so unkompliziert wie kaum ein zweites Gemüse!

                      Inhaltsverzeichnis
                      Rund ums Jahr Mangold anbauen und genießen!
                      Mangoldsorten: Welche darf’s denn sein?
                      Mangold anbauen: Vorzucht oder Direktsaat?
                      Mangold vorziehen: Schritt für Schritt
                      Ab ins Beet: Mangold pflanzen
                      Mischkultur: Gute Nachbarn sind (Man)Gold wert
                      Mangold anbauen: Die Ernte

                      Rund ums Jahr Mangold anbauen und genießen!

                      Du willst dir Mangold ins Beet holen? Super! Die farbenfrohe Schwester vom Spinat ist schon im Garten ein Augenschmaus – und in der Küche erst! Nach der Ernte kannst du richtig viele Leckereien aus den bunten Blättern und Stielen zaubern! 

                      Es gibt auch etliche Mangoldsorten, die klassisch grün sind und dem Spinat optisch viel mehr ähneln als all die bunten Paradiesvögel – die sind natürlich auch super lecker! Aber so ein buntes Mangoldbeet mit roten, pinken und gelben Stielen stiehlt jedem Spinatbeet einfach die Show. ;)

                      Mit Mangold hast du strenggenommen nicht nur ein, sondern gleich zwei Gemüse im Beet. Denn sowohl Stiele als auch Blätter lassen sich ganz unterschiedlich verwerten – und bieten dir unzählige Möglichkeiten, deiner Kreativität in der Küche freien Lauf zu lassen. Wie wär’s mal mit Mangoldquiche oder fermentierten Mangoldstielen? Yams!

                      Mangold ist kein anspruchsvolles Gemüse. Sogar Gemüsebegeisterten ohne grünen Daumen wird er treu eine üppige Ernte liefern, da bin ich mir sicher!

                      Mangold punktet auch damit, dass du ihn so gut wie immer ernten kannst. Mangold anbauen funktioniert nämlich rund um’s Jahr! Er wächst und gedeiht auch bei kühlen Temperaturen und kann gerade auch in der kalten Jahreszeit deinen Appetit auf frisches Blattgemüse stillen.

                      Mit einer cleveren Erntemethode und ein paar Tricks rund um die richtige Aussaat kannst du dich mit dem bunten Grünzeug komplett selbst versorgen! Damit du keinen Saattermin mehr verpasst, gibt es hier als kleine Überraschung meinen Aussaatkalender zum Download: Trag einfach deine E-Mail-Adresse ein und schon flattert der Kalender in dein Postfach!

                      Hol dir deinen Aussaatkalender!

                        Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                        Mangoldsorten: Welche darf’s denn sein?

                        Vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass die Samen von Mangold denen der Roten Bete sehr ähnlich sehen? Das ist kein Wunder, denn die beiden sind eng miteinander verwandt. Bei manchen Mangoldsorten ist es sogar richtig kniffelig, die Jungpflanzen von Rote Bete Pflanzen zu unterscheiden: Die Blätter sehen sich zum Verwechseln ähnlich! Also: Nach der Aussaat nicht vergessen, die Töpfchen oder Beetreihen zu beschriften! ;)

                        Andere Sorten unterscheiden sich da viel mehr von ihrer kugeligen, roten Tante. Mangold deckt wirklich eine breite Palette an Sorten und Erscheinungsbildern ab. Da wäre erst einmal die Unterscheidung in Blatt- und Stielsorten. Die Blattsorten sind am ehesten mit Spinat vergleichbar (der ist übrigens ebenfalls Teil derselben Pflanzenfamilie). Sie bilden ein üppiges Blatt aus – ein echtes Blattgemüse eben.

                        Stielsorten hingegen haben eher weniger Blattwerk – dafür aber einen ausgeprägten Stiel. Die Stiele eignen sich hervorragend zum Blanchieren oder Fermentieren. Sie leuchten dabei von einem zarten Hellrosa über Knallpink bis hin zum Sonnengelb. Ein paar Sorten sind sogar tiefrot. Ist dieses Farbenspiel nicht wunderschön?

                        Mangold anbauen: bunte Mangoldstiele

                        Damit du die perfekte Mangoldsorte für Dich und dein Gemüsebeet auswählen kannst, findest du hier einen Überblick über einige Mangoldsorten und ihren Eigenschaften. Interessierst du dich auch für Tomatensorten? Dann schau doch mal in diesem Artikel! Dort verrate ich dir meine fünf absoluten Favoriten unter den Tomaten!

                        SorteTypFarbeAnbauEigenschaften
                        RainbowStielsorteBuntWinteranbau
                         im Gewächshaus
                        bunte Mischung mit leuchtend schönen Stielen
                        Roter VulkanStielsorteRotübersteht leichte Fröstedekorativ und lecker
                        LucullusAlleskönnerHellgrünübersteht leichte Fröstesehr wüchsig
                        Bright YellowStielsorteGelbwinterhartauch als Baby Leaf lecker
                        WalliserStielsorteWeißschossfestlange Beerntbarkeit
                        Verde da TaglioBlattsorteGrünschossfestzarte Blätter
                        Rhubarb ChardStielsorteRotübersteht leichte Fröstekräftiges Aroma
                        Fordhook GiantStielsorteWeißschossfest und winterhartstarker Wuchs
                        Orange GloryStielsorteOrangewinterhartsehr dekorativ
                        Pink PassionStielsortePinkwinterhartzarte Blätter
                        Peppermint TwistStielsorteWeiß-Pink gestreiftwinterhartsehr dekorativ
                        Grüner SchnittBlattsorteGrünwinterhartmehrmaliger Schnitt
                        Joy’s MidnightStielsorteRotwinterhartgutes Wintergemüse

                        Mangold anbauen: Vorzucht oder Direktsaat?

                        Du hast die Quahl der Wahl – beim Mangold anbauen ist alles möglich! Allerdings kommt es ein wenig auf den Zeitpunkt an: Du solltest Mangold nicht zu früh im Freien aussäen, denn die kalten Nächte im März könnten die Pflanze bereits richtig früh zum Blühen anregen. Möchtest du deinen Mangold so früh wie möglich ernten, ziehst du ihn daher im Haus vor.

                        Mangold im Haus vorziehen:

                        • Von Anfang März bis Mitte August möglich
                        • Für Stielsorten gut geeignet
                        • Spart Saatgut, weil du die Anzahl der Jungpflanzen gut planen kannst

                        Mangold direkt im Beet säen:

                        • Von Anfang April bis Mitte August
                        • Für Blattsorten gut geeignet
                        • Weniger Arbeit, da das Auspflanzen wegfällt

                        Damit du rund ums Jahr frische Mangoldblätter ernten kannst, planst du am besten zwei versetze Aussaaten im Jahr ein. Dadurch hast du immer Mangoldpflanzen verschiedenen Alters gleichzeitig in deinen Beeten. So hast du ein größeres Erntefenster und bist außerdem so flexibel, dass du den Pflanzen zwischen dem Beernten Pausen gönnen kannst, sodass sie sich immer wieder erholen und für die nächste Ernte nachwachsen können.

                        Diese clevere Anbauplanung nennt sich „gestaffelte Aussaat“. Zwei gute Zeitpunkte für die Aussaat von Mangold sind Anfang April und Mitte Juli. Auch für viele andere Gemüse lohnt sich eine gestaffelte Aussaat übrigens sehr. In meinem „Gemüsegarten starten-Onlinekurs“ steigen wir noch tiefer in die Gartenplanung ein, um einen richtig produktiven Gemüsegarten anzulegen, der dir wenig Arbeit macht und deinen Erntekorb ordentlich füllt. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist!

                        Mangold vorziehen: Schritt für Schritt

                        Schritt 1: Die Mangoldsamen steckst du 2-3 cm tief in mit Kompost gefüllten Anzuchttöpfe. Pro Topf verwendest du dabei nur einen Samen. Zur Anzucht kannst du Pflanzerde oder ausgereiften Grüngutkompost verwenden. Die Erde gießt du gut an und stellst sie bei 18-20 Grad an einen hellen Ort.

                        Schritt 2: Ab dem Zeitpunkt, wenn deine Pflanzen ihre Köpfe aus der Erde strecken, brauchen sie richtig viel Licht. Die kuschelig warme Temperatur ist jetzt nicht mehr so wichtig, nun darf es ruhig ein paar Grad kühler sein. Hast du ein Gewächshaus, kannst du deine Pflänzchen dort hineinstellen. Wenn es nachts noch sehr kalt ist, holst du sie abends ins Haus oder deckst sie mit einem schützenden Vlies ab. Hast du kein Gewächshaus, kannst du das junge Gemüse unter eine Pflanzlampe stellen.

                        Mangold im Anzuchttopf

                        Schritt 3: Die Samen des Mangolds sind eine sogenannte „Sammelsaat“. Das bedeutet, dass mehrere Pflänzchen aus einem Samenkorn wachsen. Zeigt sich pro Topf mehr als eine Mangoldpflanze, pikierst du sie in einzelne Töpfe, sobald die ersten echten Blätter da sind.

                        Wenn deine Mangoldpflanzen 5-10 cm groß sind, ist es Zeit, sie auszupflanzen!

                        Ab ins Beet: Mangold pflanzen

                        Zum Auspflanzen brauchst du lediglich eine kleine Handschaufel, eine Gießkanne zum Angießen, deine vorgezogenen Mangoldpflänzchen und natürlich einen passenden Platz im Beet!

                        Mangold mag ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen mit einem lockeren, humosen Boden. Als Mittelzehrer reicht es ihm, wenn du dein Beet mit Kompost düngst.

                        Die Mangoldpflanzen baust du mit einem Reihenabstand von 30 cm und einem Pflanzabstand von 5-20 cm an. Blattmangoldsorten kannst du eher enger pflanzen (5 cm) und Stielmangoldsorten setzt du weiter auseinander (20 cm). Möchtest du per Direktsaat deinen Mangold anbauen, kannst du einfach die gleichen Abstände beim Aussäen einhalten.

                        Wenn die Nächte nach der Pflanzung oder der Aussaat noch knackig frisch sind, dann kuschelst du deine jungen Mangoldpflanzen nachts in ein wärmendes Vlies ein.

                        Damit er schön zarte Blätter bekommt, braucht Mangold ausreichend Feuchtigkeit. Ein super Trick, um deinen Boden vor dem Austrocknen zu schützen, ist eine dicke Mulchschicht. Sie verhindert eine schnelle Verdunstung und hält das Regenwasser fest.

                        Mischkultur: Gute Nachbarn sind (Man)Gold wert

                        Mangold ist relativ anspruchslos und verträgt sich mit vielen anderen Gemüsesorten. Du kannst ihn mit Hülsenfrüchten wie Bohnen und Erbsen, mit Kohlgewächsen wie RadieschenGrünkohl oder Kopfkohl und mit Doldenblütern wie Karotten und Pastinaken anbauen.

                        Mangold gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und ist eng mit der Roten Bete und der Zuckerrübe verwandt. Alle drei gehören zur Art Beta vulgaris. Wegen dieser nahen Verwandtschaft solltest du Rüben und Rote Bete nicht neben Mangold anbauen. Sie sind sich einfach zu ähnlich, konkurrieren um die gleichen Nährstoffe, und locken dieselben Schädlinge und Krankheiten an. Auch Spinat gehört zur engeren Familie und sollte daher im Beet lieber auf Abstand bleiben.

                        Mangold anbauen: Mangold Mischkultur

                        Mangold anbauen: Die Ernte

                        Ungefähr acht bis zehn Wochen nach der Pflanzung kannst du die ersten Mangoldblätter ernten. Dazu schneidest du die größeren Blätter außen an der Pflanze mit einem Messer ab. Die inneren, jungen Blätter – das sogenannte Herz – lässt du stehen und weiterwachsen. So kann die Mangoldpflanze immer wieder neu austreiben und du kannst kontinuierlich über einen langen Zeitraum hinweg ernten.

                        Alternativ dazu kannst du der Pflanze einen Radikalschnitt verpassen und alle Blätter ernten. Gängig ist das besonders für das Ernten von Blattsorten. So ist die Ernte ratzfatz erledigt und du hast eine etwas größere Ausbeute. Dein Mangold wird auch nach dieser etwas rabiateren Erntemethode wieder austreiben, braucht aber viel länger dafür, als wenn du das Herz stehen lässt. Wichtig dabei ist, dass du die unteren Zentimeter stehen lässt. Wenn es gerade trocken ist, dann gönn deiner Mangoldpflanze nach der Ernte ruhig etwas Wasser aus der Gießkanne. So kannst du den Blattaustrieb anregen.

                        Viele Mangoldsorten überstehen sogar den Winter – du kannst sie einfach das ganze Jahr über ernten. Im zweiten Jahr gehen sie allerdings irgendwann in die Blüte und bilden Samen aus. Das ist dann ein Zeichen, dass es auch für dich als Gärtner*in Zeit für eine neue Generation Mangold ist. Denk daran, rechtzeitig wieder mit der Aussaat zu beginnen, damit du nicht irgendwann auf dem Trockenen sitzt. Ich trage mir die Saattermine gerne lange im Voraus in meinen Aussaatkalender ein – dann kann nichts mehr schief gehen!

                        Aber bevor es nach der Ernte schon wieder an die Aussaat geht, heißt es: Ran an die Töpfe und Kochlöffel – lass dir deinen Mangold schmecken! Rezeptideen für die bunten Blätter und Stiele findest du in meinem Artikel „Mangold zubereiten: Vom Grünzeug zum Gaumenschmaus“.

                        Mangold anbauen
                        Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

                        Kleiner Tipp vorab: Große Mangoldblätter kannst du blanchieren und wie Weinblätter befüllen. Diese Art der Zubereitung findest du im Mittelmeerraum immer wieder. Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke … :)

                        Mangold anbauen ist ganz einfach. Nach der Wahl der passenden Sorte ist die größte Hürde wohl schon überwunden. Ich liebe ja die Sortenmischung „Rainbow“! Dieser Mangold wächst im Beet kunterbunt durcheinander und schmeckt richtig gut! Mit der gestaffelten Aussaat kannst du die ganze Saison über junge, zarte Blätter ernten und genießen. Na, wie wäre es mal mit einem Mangoldrisotto oder einer Mangoldlasagne?

                        Drei weitere Gemüsekulturen, die bei dir im Garten garantiert wachsen und gedeihen werden, sind Zucchini, Kohlrabi und Kürbis. Stöber gerne hier weiter, wenn dein Gemüsehunger sich einfach nicht stillen lässt:

                        Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – der komplette Zucchini-Guide

                        Der komplette Kohlrabi-Guide: Pflanzen, Anbauen & Ernten

                        Kürbis pflanzen – der komplette Guide vom Säen bis zu Ernten

                        Mangold anbauen ist nicht nur lecker, sondern auch schön bunt. Welches ist deine Lieblingssorte? Schreib mir gerne in den Kommentaren!