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Topinambur pflanzen anbauen ernten

Der komplette Topinambur-Guide: Pflanzen, Anbauen & Ernten

Kennst du Topinambur, diese knubbeligen, wahnsinnig teuren Knollen, die es manchmal in Feinkostgeschäften und Bioläden gibt? Topinambur, auch als Jerusalem Artischocke bekannt, schmeckt wie eine Mischung aus Kohlrabi, Artischocke und Kartoffel und soll auf Grund des Inulin-Gehalts sehr gesund sein.

Topinambur anzubauen, ist absolut unkompliziert, denn diese Pflanze wächst quasi überall und suuuper üppig. Mit seinen gelben Blüten ist Topinambur auch richtig hübsch anzusehen und durch seine Wuchsfreudigkeit ist er eine tolle Pflanze für ungeduldige Garten-Anfänger.;)

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du Topinambur pflanzen, anbauen und am Ende natürlich ernten kannst.

Topinambur pflanzen anbauen ernten
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Als mehrjährige Staude wächst Topinambur bis zu 3 m hoch! Wir haben in unserem Garten eine Sichtschutzhecke aus Topinambur angelegt und konnten das ganze Jahr über laufend Knollen ernten, auch im Winter.

Übrigens: Wenn du auf der Suche nach weiteren gelingsicheren Gemüsepflanzen bist, dann schau doch auch bei diesem Artikel vorbei:

Gemüsegarten für Anfänger: 9 Gemüse, die jeder hinkriegt

Die besten Topinambur-Sorten

Die frühe Sorte „Sonnenstrauß“ verzweigt sich häufig und trägt viele Blüten, die auch gerne von Insekten angeflogen werden.

Die später reife Topinambur-Sorte „Gute Gelbe“ ist sehr ertragreich und bildet dicke, schwere Knollen.

Wie viel Topinambur soll ich pflanzen?

10 Pflanzen pro Person reichen völlig aus.

Gute Mischkulturpartner für Topinambur

Durch seine Wüchsigkeit ist Topinambur ziemlich konkurrenzstark. Deswegen pflanze ich meine Topinambur nicht direkt ins Gemüse-Beet, sondern lieber zu anderen mehrjährigen Stauden und Sträuchern oder eben als Sichtschutzhecke an den Zaun.

Als Mischkultur-Partner eignen sich Obststräucher, wie Himbeeren oder Johannisbeeren, aber auch Haselnuss-Sträucher oder Rhabarber. Achte aber darauf, dass die Mischkulturpartner noch genug Sonne abbekommen, wenn die Topinambur-Pflanzen ihre volle Größe erreicht haben. ;)

Der ideale Standort für Topinambur

Topinambur ist super pflegeleicht und hat keine großen Ansprüche an den Boden. Lediglich sehr schwere Böden mag Topinambur nicht so gerne, weil es dort zu Staunässe kommen kann. Ein sonniger Standort ist der Knolle am liebsten, aber sie wächst auch an einem halbschattigen Standort gut.

Falls du auch so viele schattige Flecken in deinem Garten hast, findest du hier eine Liste mit Gemüsen, die auch im Schatten wachsen.

Topinambur pflanzen anbauen ernten

Es gibt eine Sache, die du über Topinambur wissen solltest…

Wenn du nicht aufpasst, breitet er sich im ganzen Garten aus. Deswegen ist es sinnvoll, wenn du am Beetrand entlang eine Wurzelsperre eingräbst, um ihn in Zaum zu halten. Denn aus jedem noch so kleinen Wurzelstück entwickelt sich wieder eine Pflanze, und die Wurzeln alle auszugraben, ist so gut wie unmöglich.

Oder man baut ihn gleich in großen Kübeln an, das funktioniert auch wunderbar. ;)

Wann soll ich Topinambur pflanzen?

Die Topinambur-Knollen können im Frühling oder im Herbst in die Erde gepflanzt werden. Wenn du deine ersten Topinambur-Knollen kaufen möchtest, dann beachte, dass viele Hersteller sie nur im Frühling anbieten, sodass du sie am besten zwischen März und April „zuschlägst“, solange es noch Pflanzgut gibt.

Der Pflanzabstand beträgt 40 x 60 cm und die Pflanztiefe etwa 10 cm.

Topinambur -Beete vorbereiten

Bevor ich Topinambur pflanze, lockere ich den Boden gerne mit einer Doppelgrabegabel. Wenn ich viele Steine im Boden finde, dann sammle ich sie heraus, sodass sich die Knollen besser ausbreiten können.

Topinambur anbauen: Die Pflege

Alle paar Jahre kannst du das Topinambur-Beet lockern und mit Kompost anreichern. Im Spätherbst können die oberirdischen Pflanzenteile geschnitten und der Boden gemulcht werden.

Ich lasse die abgestorbenen Stängel aber gerne bis zum nächsten Frühling stehen, sodass sie Insekten als Winterquartier dienen können.

Kleiner Tipp: Wenn du deinen Topinambur-Bestand minimieren möchtest, dann kannst du die Topinambur-Knollen aushungern, indem du oberirdischen Pflanzenteile im Juni und dann nochmal im August abschneidest.

Topinambur pflanzen anbauen ernten

Wann ernte ich Topinambur?

Du kannst Topinambur etwa ab Oktober ernten und dann bis in den Frühling hinein, solange bis die Pflanze wieder austreibt. Wenn du in einer sehr kalten Region wohnst, dann denke aber daran, dass sich eine Ernte der Topinambur-Knollen im gefrorenen Boden sehr schwierig gestaltet und du vor einer Frostperiode besser genug Knollen ausgräbst. ;)

Du kannst deine Topinambur-Knollen bis zu 5 Monate lagern, wenn du sie schichtweise mit feuchter Erde oder feuchtem Sand in einen Behälter gibst und kühl lagerst.

Kleiner Tipp: Die Knolle kann roh oder gekocht, mit oder ohne Schale gegessen werden.

Schädlinge und Krankheiten von Topinambur

Topinambur ist nicht nur pflegeleicht, sondern auch ziemlich robust! Allerdings ist die Knolle auch bei Wühlmäusen sehr beliebt. Wenn also sehr viele Wühlmäuse in deinem Garten leben, dann lohnt es sich, über einen Anbau in Kübeln nachzudenken.

Ansonsten findest du hier meine besten Tipps gegen Wühlmäuse. ;)

Hol dir meinen fertigen Gartenplan!

Wenn du Lust hast, noch mehr über den Anbau von Gemüse, Mischkultur und Co zu erfahren, dann hole dir doch meinen kostenlosen Gemüsegarten-Pflanzplan! Der Plan ist so ausgelegt, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest und die Beete zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt sind.

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    Hast du schon mal Topinambur gepflanzt? Wenn ja, wie hältst du deine Pflanzen im Schach? Ich freue mich über deinen Kommentar! (:

    Jungpflanzen-Anzucht vorziehen anziehen Fensterbank

    Die 7 häufigsten Fehler beim Gemüse-Anziehen – und wie du sie vermeidest!

    Bist du auch voller Vorfreude auf das neue Gartenjahr und kannst es kaum abwarten, endlich wieder loszulegen und Gemüse vorzuziehen? Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich mit dem Thema Jungpflanzenanzucht auseinanderzusetzen, um später gesunde und kräftige Gemüse pflanzen zu können. :)

    In diesem Artikel zeige ich dir 7 häufige Fehler, die ich immer wieder sehe, sowohl bei Gemüsegarten Anfängern als auch bei Fortgeschrittenen.

    Ich selber habe fast alle diese Fehler am Anfang auch gemacht, deswegen pass am besten gut auf, damit du diese Fehler einfach umgehen kannst. Los geht‘s!

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    Anzucht-Fehler #1: Gemüse viel zu früh anziehen

    Keine Sorge, ich weiß, wie hart es ist, sich in Garten-Geduld zu üben, denn ich bin selber jeden Frühling so ungeduldig, weil ich endlich loslegen will. Meine Gartenpläne sind schon fertig und ich weiß genau, was ich wann wo pflanzen möchte.

    Aber für die meisten Gemüse ist es jetzt noch viel zu früh! Und da tust du dir und deinem Gemüse keinen Gefallen mit, wenn du jetzt schon Gemüse vorziehst, weil die Pflanzen dann viel zu lange im Haus warten müssen, bevor sie endlich nach draußen gepflanzt werden können.

    Also halte dich bei der Anzucht immer an die vorgegebenen Zeiten, auch wenn es hart ist! Die stehen ja meistens auf dem Saatgut Tütchen mit drauf. Ansonsten kannst du das auch immer im Internet nachschauen oder in Gartenbüchern.

    Dann müssen deine Gemüsepflänzchen nicht zu lange im Haus warten, wo sie irgendwann unzufrieden werden in ihren kleinen Töpfchen. Die haben da keinen Platz mehr und es tut ihnen einfach nicht gut, wenn du sie zu früh aussäst.

    Pssst! Wenn du lieber Videos schaust als Texte zu lesen: Hier ist die YouTube-Version dieses Artikels:

    Anzucht-Fehler #2: Die Lichtkeimer begraben

    Viele Leute wissen einfach nicht, dass es Samen gibt, die Licht brauchen um keimen zu können!

    Neben Basilikum gehören Sellerie und auch Salat und noch einige andere Pflanzen dazu. Die wollen nicht mit Erde bedeckt werden oder höchstens hauchdünn, damit sie überhaupt keimen können. Wenn du diese Gemüse ganz normal aussäst und wie andere Samen fett mit Erde bedeckst, dann wächst da einfach nichts raus.

    Es ist also immer klug, sich zu informieren bevor man aussät, um genau zu wissen, wie dick die Samen mit Erde bedeckt werden müssen oder ob sie überhaupt mit Erde bedeckt werden müssen.

    Ansonsten wäre es einfach super schade und ärgerlich, gerade wenn man dann nicht weiß, woran es liegt und einfach denkt: „Ahhh, ich habe keinen grünen Daumen, bei mir wächst einfach nichts.“

    Meistens sind die Lösungen auf solche Probleme ganz simpel und es lohnt sich, sich vorher kurz zu informieren, welche Ansprüche die einzelnen Gemüse denn überhaupt haben.

    Pssst: Falls du noch keinen Anbauplan für das neue Gartenjahr hast, kannst du dir gerne meinen kostenlosen Plan herunterladen:

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      Anzucht-Fehler #3: Die pikierten Kürbisgewächse ;)

      Der nächste Fehler betrifft alle Kürbis-Gewächse, also Gurken, Melonen, Zucchini und natürlich Kürbis. ;)

      Die mögen es nämlich überhaupt nicht, pikiert zu werden! Wenn du nicht weißt, was pikieren ist:

      Das bedeutet, dass man alle Gemüsepflänzchen erstmal in einer Schale aussät. Also alle zusammen, wie ein großer Kindergarten. ;) Sobald die Pflänzchen ein bisschen größer sind, werden sie in einzelne Töpfchen umgesetzt, sodass jeder genug Platz hat, um sich selber in dem Topf auszubreiten.

      Das macht man ja mit vielen Gemüsen so, z.B. mit Kohl, mit Tomaten, Paprika. Ich pikiere auch sehr gerne Salat. Aber alle Kandidaten aus der Familie der Kürbis-Gewächse mögen das eben überhaupt nicht.

      Das bedeutet: Wenn du diese Kürbis-Gewächse in deinen Garten pflanzt, musst du sehr, sehr vorsichtig sein beim Pflanzen. Und das bedeutet auch, dass du sie nicht pikieren solltest.

      Samen von Gemüsen aus der Kürbisfamilie kommen immer in ein großes Töpfchen, das so groß ist, dass die Pflanzen bis Mitte Mai genug Platz haben, um zu großen und kräftigen Jubgpflanzen heranzuwachsen. Das ist ganz, ganz wichtig!

      Jungpflanzen-Anzucht vorziehen anziehen Fensterbank

      Anzucht-Fehler #4: Schlechte Keimfähigkeit

      Jetzt sind wir wieder bei dem Gemüse, das nicht wachsen will. Das ist auch wieder bei Sellerie ein Problem, weil der eine sehr kurze Keimfähigkeit hat. Dieser komplizierte Sellerie aber auch! ;)

      Es kann sein, dass Saatgut nach einem Jahr schon nicht mehr richtig keimfähig ist! Pastinaken sind, was das angeht, auch eher „zickig“. Das ist aber zum Glück nicht bei allen Gemüsen so!

      Normalerweise kannst du dein Saatgut ohne Probleme mehrere Jahre verwenden. Natürlich nimmt die Keimfähigkeit jedes Jahr ein Stück weit ab, aber ich habe auch schon fünf Jahre altes Saatgut verwendet und es war kein Problem.

      Nur eben bei Kandidaten wie Sellerie und Pastinake, wo das Saatgut nur sehr kurz keimfähig ist, solltest du wirklich vorher einen Keimfähigkeits-Test machen, bevor du da ganz viel aussäst und dann wieder nichts wächst.

      Dafür kannst du einfach auf ein Küchenkrepp ein paar Samen streuseln, das gut befeuchten und dann ein paar Tage warten. Schon bald wirst du sehen, wie viele der Samen gekeimt sind. Wenn du beispielsweise 100 Samen säst und davon sind zehn gekeimt, dann hast du eine Keimfähigkeit von zehn Prozent, was nicht so toll wäre.

      Aber dann weißt du, dass du entsprechend mehr Saatgut verwenden musst, wenn du dein Gemüse aussäst – oder dass du dir eben neues Saatgut gönnen solltest. ;)

      Es nur sehr sinnvoll, wenn man gerade bei älterem Saatgut, vorher einen Keimfähigkeit-Test macht, sodass man dann keine bösen Überraschungen erlebt.

      Besonders bei der Pastinake lohnt sich ein Keimtest, denn die braucht ja ewig zum Keimen. Es kann Wochen dauern, bis da die ersten Pflänzchen aus der Erde rausschauen. Und wenn du dann altes Saatgut verwendet hast und du wartest und wartest und wartest… Und nach acht Wochen wird dir klar, dass da nichts kommen wird, aber es ist zu spät, um in diesem Jahr nochmal neue Pastinaken auszusäen, ist das super doof.

      Das ist mir auch schon passiert und das ist wirklich zu schade! Deswegen lege ich euch sehr ans Herz, gerade bei diesen beiden Kandidaten einen Keimfähigkeit-Test zu machen, wenn man altes Saatgut verwenden möchte.

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      Anzucht-Fehler #5: Gemüse an der Fensterbank vorziehen

      Jetzt kommt der größte Fehler überhaupt! Hand aufs Herz! Wer kennt das, dass Jungpflanzen so ganz dünn und gelblich, schwächlich und vergeilt werden?

      Das war bei mir absolut so am Anfang und das liegt einfach daran, dass die Pflanzen zu wenig Licht bekommen.

      Es ist sehr schwer, dafür zu sorgen, dass die Pflanzen genug Licht bekommen, wenn es draußen nur so kurz hell ist wie im Frühjahr. Selbst an einem Süd-Fenster ist meistens um die Jahreszeit noch zu wenig Licht, um wirklich kräftige Jungpflanzen am Fensterbrett anzuziehen. Deswegen benutze ich seit drei, vier Jahren LED Pflanzenlichter.

      Meine Jungpflanzen-Station ist ein Regal, da hänge ich die LED Pflanzenlichter einfach über den Pflänzchen auf und so bekommen sie das Licht in allen Farben, die sie brauchen, und vor allem in der Menge und in der Stunden-Länge, die sie brauchen. So können sich die Pflänzchen kräftig entwickeln!

      Man kann dann mit einer Zeitschaltuhr einstellen, dass die Lampen 16 Stunden brennen, und so haben die genug Licht, um wirklich groß und kräftig zu werden.

      Das hat für uns einfach so einen riesigen Unterschied gemacht!

      Seitdem ich meine Jungpflanzen unter den LED Lichtern anziehe, sind die genau so perfekt wie die, die man in der Gärtnerei kaufen kann, und wachsen super gut.

      Pflanzenlichter sind eine Investition, ich weiß, aber das ist eine Investition, die sich zumindest bei uns absolut bewährt hat.

      Jungpflanzen-Anzucht vorziehen anziehen Fensterbank

      Falls ihr euch übrigens wundert, warum viele Pflanzenlampen so pink leuchten: Das liegt einfach daran, dass die Pflanzen ja unterschiedliche Lichtfarben brauchen, um wachsen zu können. Und diese Lampen sind eben so konzipiert, dass sie die Pflanzen genau mit diesen Farben bestrahlen.

      Anzucht-Fehler #6: Die falsche Temperatur

      Ich hatte meine Jungpflanzen jahrelang im Wohnzimmer am Fenster stehen und mich immer gewundert, warum die denn so mickrig sind, warum die nicht richtig wachsen, warum die so länglich sind und umknicken.

      Und das lag nicht nur am Licht, sondern auch an der Temperatur im Wohnzimmer. Bei 20 gemütlichen Grad ist es einfach zu warm für Jungpflanzen. Mittlerweile habe ich die im Flur stehen, der ist nicht geheizt, und voilá: Sie wachsen perfekt!

      Kleiner Tipp: 16 bis 17 Grad ist meiner Erfahrung nach, eine sehr gute Temperatur, um alle möglichen Jungpflanzen anzuziehen.

      Anzucht-Fehler #7: Die falschen Pflanzen vorziehen

      Es gibt Gemüse, die mögen es einfach nicht, umgepflanzt zu werden. Und damit meine ich nicht die Gurken und die Zucchini, die vorzuziehen ist sehr sinnvoll, weil man dadurch die Saison verlängert und viel früher ernten kann.

      Ich meine damit vor allem Wurzelgemüse. Stell dir mal vor, dass eine Möhre mit ihrer langen, dünnen Wurzel in ein Töpfchen gesät wird und dann umgepflanzt wird. Du kannst dir dann sicher vorstellen, dass ihr das nicht unbedingt gut bekommt. ;)

      Bei allen Gemüsen, wo du die Wurzel ernten möchtest, wie Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Haferwurzel und so weiter, würde ich immer direkt säen. Auch bei Rote Bete! Ich weiß, viele Leute ziehen Rote Bete vor. Ich habe aber bessere Erfahrungen gemacht, wenn ich sie direkt ins Beet säe.

      In diesem Artikel zeige ich dir noch mehr Pflanzen, die nicht gerne vorgezogen werden

      Generell kann man sagen, dass alle Gemüse, die direkt gesät werden, die Tortur des Umpflanzens und des “In-einen-kleinen-Topf-eingepfercht-Seins” nicht durchmachen müssen und dadurch viel tiefere Wurzeln bilden können. Man kann wirklich sehen, dass gepflanzte Pflänzchen ein viel schwächeres und kleineres Wurzelsystem haben, als die Pflanzen, die direkt ins Beet gesät werden.

      Deswegen versuche ich, möglichst viel Gemüse direkt ins Beet zu säen, weil das einfach resilientere Pflanzen gibt. Die können viel besser mit Trockenheitsstress umgehen und die Sommer sind im Moment gerade so heiß, dass es mir oft wichtiger ist, als eine Ernte-Verlängerung.

      Ich ziehe vor allem wärmeliebende Pflanzen vor, wie Tomaten, Kürbis, Paprika, Auberginen und so weiter, die diese Saison-Verlängerung brauchen, um wirklich Ertrag abzuwerfen. Aber wann immer es möglich ist, säe ich Gemüse direkt ins Beet.

      Wenn du noch keinen Pflanzplan für deinen Gemüsegarten erstellt hast, dann schaue dir sehr gerne meine Artikel über die Anbauplanung an, da zeige ich dir wirklich Schritt für Schritt, wie du deinen Pflanzplan erstellst.

      In 6 Schritten zum Gemüsegarten-Pflanzplan + Beispielplan

      Was sind deine besten Tipps zum Anziehen von Gemüsepflänzchen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

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      Milpa-Beet Indianerbeet anlegen

      Die Milpa und ihre Geheimnisse: Mischkultur von Mais, Kürbis und Bohnen!

      Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Hans Söhl, der sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Milpa-Beet beschäftigt. Dankeschön, lieber Hans, dass du uns an deinem Wissen teilhaben lässt! :)

      Wolltest du nicht immer schon eine Kulturform kennenlernen, die wenig Arbeitseinsatz braucht, keine besonderen Ansprüche an den Boden stellt und überall angelegt werden kann?

      Dann habe ich da etwas für dich: die Milpa, die traditionell von den Ureinwohnern Amerikas angebaut wird. In traditioneller Form ist das eine Mischkultur aus Mais, Bohne und Kürbis. Die Indianer haben diese extrem leistungsfähige Mischkultur „die drei heiligen Schwestern“ genannt, hierzulande spricht man auch vom „Indianerbeet“.

      Milpa-Beet Indianerbeet anlegen
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      Über Jahrhunderte war diese Art des Gemüseanbaus ihr Garant einer optimalen Grundversorgung. Von dieser Kulturform gibt es zwar viele Abwandlungen, das Grundprinzip ist aber die Kombination von Mais und Leguminosen wie z.B. Bohnen und Erbsen, gepaart mit einer großblättrigen, Nährstoff liebenden Pflanze (Kürbis).

      Die Raffinesse ist die Mehrfunktionalität jeder Pflanze in dieser Kulturform. Der Mais mit seinem kräftigen Stängel dient als Rankgerüst für die Bohnen. Er liefert die Kohlenhydrate und viele weitere Nährstoffe für die Ernährung der Menschen.

      Die Bohne, mit ihrem hohen Eiweißgehalt, trägt zur ausgewogenen Ernährung bei. Die dritte Pflanzengattung, z.B. der Kürbis, bringt die benötigten wertvollen Vitamine und viele weitere Mikronährstoffe auf den Speiseplan. Hat sich die Kultur in deinem Garten erst einmal entwickelt, kannst du die Naturkraft richtiggehend spüren.

      Milpa-Beet Indianerbeet anlegen

      Die Milpa – eine Kulturform voller Geheimnisse

      Die Eroberer Amerikas haben alles geraubt, was ihnen unter die Finger kam.  Neben Gold und Silber haben sie viele Pflanzen, darunter auch den Mais, nach Europa gebracht. Das Wissen um das Geheimnis, das im Mais steckt, haben sie jedoch ignoriert – oder es hat ihnen die Weisheit gefehlt, es zu erkennen.

      Der Mais hat sich in weiten Gebieten Spaniens schnell als Hauptnahrungsmittel etabliert. Mit seiner Verbreitung traten jedoch auch rätselhafte Krankheiten auf und über die Jahrhunderte kam es als Folge einer starken Fehlernährung zu Mangelerscheinungen.

      Das war ihr Pech, denn nur der Indianer kannte die drei Geheimnisse der Milpa!

      Das 1. Geheimnis

      Eine Maispflanze nimmt über ihre Blätter viel CO2 aus der Atmosphäre auf und wandelt es in eine einfache Zuckerform um, die sie über Wurzelausscheidungen in den Boden abgibt und damit die Mikroben im Boden ernährt.

      Bohnen nehmen Stickstoff, das ist der Hauptnährstoff für Pflanzen, aus der Luft auf und bringen ihn über ihre Wurzelknöllchen in den Boden. Durch die Kombination von Mais und Bohne wird dem Bodenleben Kohlenstoff und Stickstoff zur Verfügung gestellt.

      Damit im Boden Humus entstehen kann, braucht es immer ein passendes Mengenverhältnis zwischen Kohlenstoff (C) und Stickstoff (N). Unter dem Begriff C:N-Verhältnis ist dir dieses sicher schon mal begegnet.

      Die dritte Pflanze in der Milpa, der Kürbis, braucht viel Energie zum Wachsen, die er mit seinen großen Blättern aus der Sonneneinstrahlung durch Photosynthese gewinnt. Er ist Nutznießer des hohen Nährstoffangebotes, das durch die optimale Versorgung des Bodenlebens hervorgerufen wird.

      Gleichzeitig beschattet er den Boden mit seinen großen Blättern und verringert dadurch die Wasserverdunstung, sowie den Aufwuchs der Beikräuter.

      Dr. Christine Jones beschreibt in ihrem Vortrag (Quelle 1) die Zusammenhänge und Grundlagen dieses Anbausystems.  

      Dem Pilzgeflecht im Boden kommt bei der Versorgung der Pflanzen eine entscheidende Rolle zu. Man kann es auch als das Internet im Gartenboden bezeichnen – nur besser, denn es kann mehr als nur Informationen übermitteln.

      Durch das Pilzgeflecht fließen zusätzlich bedarfsgerecht Nährstoffe und Wasser, die so von einer Pflanzenart zur nächsten gelangen können. Pilze sorgen damit für Wachstum durch Wasser und Nährstoffe, welche die Pflanze mit den eigenen Wurzeln nicht erreichen kann.

      Tief wurzelnde Pflanzen versorgen über das Pilzgeflecht ihre flach wurzelnden Nachbarpflanzen mit. Aktuelle Forschungen haben dieses Geheimnis bis ins Detail aufgezeigt und bestätigt (Quelle 2).

      Die Indianer konnten damit das Unmögliche möglich machen und auch dort Ackerbau betreiben, wo es bis heute mit modernsten Maschinen und allen Errungenschaften der Agrochemie nicht möglich ist. Nur mit den vorhandenen Möglichkeiten der Natur ist es ihnen gelungen, sich von diesen Flächen zu ernähren.

      Milpa-Beet Indianerbeet anlegen

      Das 2. Geheimnis

      Die Ureinwohner Amerikas haben auch gewusst, dass Pflanzen intelligent sind und ein ausgesprochen gutes Erinnerungsvermögen haben. Das wurde ebenfalls durch die moderne Pflanzenforschung wissenschaftlich bestätigt (Quelle 3). Auch dieses Wissen haben sie für sich genutzt.

      Sie haben zur Aussaat kleine abgeflachte Hügel mit 50cm Durchmesser und 10 bis 20cm Höhe, im Abstand von ca. 1,2m, geformt und dort immer ein Maiskorn und eine Bohne in ein Saatloch gegeben. So konnten der Mais und die Bohne sich gemeinsam weiterentwickeln.

      Die Kürbisse wurden zwischen den Mais – Bohnen Hügeln gesät. Durch den Nährstofftransport mittels Pilzgeflecht lernte auch der Kürbis, diese Kombination zu nutzen.

      Mit der Saatguternte aus den besten Dreier – Kombinationen, aber nie von den besten Einzelpflanzen, entstand die sagenumwobene Fruchtbarkeit der Milpa.

      Für uns heißt das, die Pflanzen müssen zusammenpassen – sie müssen es lernen, die gegenseitigen Vorteile zu nutzen. Das kann schon mal bis zu 5 Pflanzengenerationen dauern, um deutliche Fortschritte zu erkennen.

      Für deine Geduld wirst du dann aber mit den wertvollsten Pflanzen belohnt! Insbesondere, weil sie auf deinen Standort angepasst sind, wenn du dein eigenes Saatgut gezüchtet hast.

      Das 3. Geheimnis

      Einfach nur Mais zu essen, reicht nicht, um sich vollwertig zu ernähren. Viele Inhaltsstoffe liegen im Mais in einer für die menschliche Verdauung nicht zugänglichen Form vor.

      „Nixtamalisation“ ist das Zauberwort, um die volle Kraft, die im Mais steckt, zu nutzen. Die Indianer wenden diese Technik seit mind. 3500 Jahre an und du kannst es auch ganz leicht selber machen!

      Es funktioniert so: Holzasche oder gelöschter Kalk wird mit Wasser mindestens 10 Minuten aufgekocht und kühlt dann ab. Die Flüssigkeit wird abgesiebt / filtriert. Nun kommen die gewaschenen Maiskörner in diese Flüssigkeit und werden ca. 10 Minuten aufgekocht.

      Anschließend kühlt das Ganze aus. Der Säuremantel, der die wichtigen Nährstoffe einschließt, ist aufgelöst. Nach 12 Stunden wird die Flüssigkeit abgefiltert und die Maiskörner getrocknet. Jetzt können sie zu Mehl verarbeitet werden. Die Nährstoffe sind nun für die menschliche Verdauung nutzbar. Mais wird damit zur wahren Nährstoffrakete!

      Bei mir zu Hause trocken wir die Maiskörner immer im Dörrapparat. Sind sie vollständig trocken, lagern sie in einem großen Einmachglas und werden nach Bedarf gemahlen.

      Wenn wir daraus Tortillas mit einer Bohnen- und Kürbisfüllung zubereiten, können wir unsere Milpa ganz wie die alten Indianer genießen.

      Praxis der Milpa im Garten

      Es ist ganz egal, wie viel Platz du hast, eine Milpa geht immer! Wenn es sein muss, auch in einem großen Topf auf dem Balkon.

      Das Saatgut: Bei meinem Maissaatgut handelt es sich um eine samenechte Körnermaissorte. Als Bohnensorte habe ich überwiegend die „Steirische Käferbohne“ gewählt. Diese Bohnen werden bereits in Mischkultur mit Mais kultiviert und sind schon an den Mais gewöhnt. Bei der klassischen Milpa verwende ich entweder einen Hokaidokürbis, Ölkürbis oder einen Muskatkürbis. Die Sorte der Sonnenblumen in einem dieser Beispiele ist mir leider nicht bekannt.

      Wie sieht nun die praktische Umsetzung bei uns aus?

      In diesem Jahr habe ich die Milpa in drei verschiedenen Varianten, zweimal als Reihenkultur und einmal als Beetkultur, angelegt.

      In Reihenkultur:

      Einreihig: Mais (M) – Bohne (B) – Tomate (T)
      Mehrreihig: Mais (M) – Bohne (B) und dazwischen Sonnenblumen

      Milpa-Beet Indianerbeet anlegen
      Linkes Bild: In einer Reihe Mais steht an jeder dritten Stelle eine Bohne und an jeder sechsten eine Tomate (MM B MM T MM B MM T MM B). Rechtes Bild: Der Abstand zwischen den Mais-Bohne-Reihen beträgt 1,2m. Dazwischen sind Sonnenblumen in Reihe gesät. (MM B MMMM B MMMM B Sonnenblumen MM B MMMM B MMMM B)

      In Beetform:

      Mais – Bohne – Kürbis

      Milpa-Beet Indianerbeet anlegen

      Als Beetform hat sich eine Aufteilung nach folgendem Muster bewährt:

      Der Abstand von Mitte zu Mitte zwischen den Pflanzenpunkten beträgt dabei ca. 1,2m. Wird die Milpa in einem großen Topf angelegt, kommen die Mais- und Bohnenpflanzen an den Rand und eine Kürbispflanze in die Mitte.

      Das größte Problem für diese Kulturform sind bei uns die Nacktschnecken. Die Aussaat bei der Beetform erfolgte deshalb in 15cm hohe Kupferringe. Diese Ringe habe ich ohne Bodenbearbeitung auf zuvor markierte Stellen gestellt und mit Erde und reifem Kompost gefüllt.

      So sind die Pflanzen zu Beginn der Entwicklung vor Fraßschäden durch Schnecken geschützt und können unbeeinträchtigt wachsen. Überschreiten die Kürbispflanzen den Kupferring, werden sie stark genug sein, um die Schnecken auszuhalten. Anstatt der Kupferringe kannst du auch einfache Holzrahmen mit ca. 50cm x 50cm aufstellen und mit einer Mischung aus Erde und reifem Kompost befüllen (kein Schneckenschutz). Nach einigen Tagen habe ich das Saatgut gesteckt. Optimal wären für die erste Milpa vorgezogene Maispflanzen. So hat der Mais einen Wachstumsvorsprung und kann den Bohnen gleich als Rankgerüst dienen. Zwischen die Holzrahmen mit Mais und Bohnen kommen die Kürbisse in einem eigenen Rahmen.

      Anfangs lassen die Pflanzen noch so viel Fläche frei, dass du sogar noch mit dem Rasenmäher durchfahren könntest. In der Reihenkultur wähle ich die Reihenabstände (3x Rasenmäher breit) so groß, dass ich mit dem Rasenmäher an den Reihen entlang mähen kann. Es gibt Rasenmäher mit Seitenaufwurf, die sich dafür bestens eignen.

      Das Schnittgut bleibt als Futter für das Bodenleben einfach liegen. Ist alles so dicht gewachsen, dass man nicht mehr durchmähen kann, dann kannst du es einfach sein lassen. Die Pflanzen sind nun stark genug, um im Wettbewerb mit den Beikräutern zu bestehen. Nun braucht man nur noch auf die Ernte warten.

      Für den Selbstversorger nicht ganz unwichtig: Mais und Bohnen sind, ohne jede Technik leicht zu ernten und getrocknet lange haltbar. Der Kürbis kann ebenfalls bis zu 6 Monate gelagert werden. Neben der Steirischen Käferbohne verwende ich auch noch andere, früh abreifende Stangenbohnen-Sorten, um schon möglichst früh von der Milpa ernten zu können.

      Nutze auch du die Naturkraft dieses Systems aus Mais und Bohne, gepaart mit einer großblättrigen, viel Sonnenenergie einfangenden Frucht.

      Die Milpa wird auch dir eine reichhaltige, wertvolle Ernte schenken – ganz so, wie bei den alten Indianern.

      Quellen:

      (1)  https://www.youtube.com/watch?v=-_T59LAuCJc
      (2) https://www.pflanzenforschung.de/de/journal/journalbeitrage/symbiose-ist-wie-eine-geschaeftsbeziehung-interview-mit-10949
      (3)   https://oya-online.de/article/read/1373-pflanzenpalaver_und_vetternwirtschaft.html

      Selbstversorger-Garten

      So startest du deinen 3h/Woche-Selbstversorger-Garten!

      Du denkst, ein Selbstversorger-Garten, der genug Obst und Gemüse für eine Familie abwirft, macht unglaublich viel Arbeit?

      Dann kann ich dich beruhigen!

      Ich baue das Obst und Gemüse für meine Familie fast komplett selbst an und brauche dafür im Schnitt nicht mehr als drei Stunden pro Woche. Das funktioniert also gut neben Vollzeitjob, Studium, Familie und all den anderen schönen Dingen im Leben. :)

      Aaaber, das war nicht immer so. Als blutige Garten-Anfängerin habe ich ungefähr 15 Stunden in der Woche gebraucht, um unseren Selbstversorger-Garten zu bewirtschaften. Erst in den letzten Jahren, seit ich unsere Garten-Techniken radikal geändert habe, ist der Garten so pflegeleicht geworden.

      Deswegen möchte ich dir heute einen Einblick in meine Reise zum pflegeleichten Gemüsegarten geben und dir meine besten Tipps verraten, wie du deinen Selbstversorger-Garten genauso pflegeleicht gestaltest.

      Selbstversorger-Garten
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      So sieht unser Selbstversorger-Garten aus

      Wir begärtnern ungefähr 300 Quadratmeter Beetfläche, die auf zwei Gärten aufgeteilt sind, und wir haben zwischen 10 und 15 Obstbäumen, die wir pflegen und beernten. Yep, das ist insgesamt schon ein ganz schön großer Garten. ;)

      Einige von euch waren daher ganz erstaunt, dass es uns wirklich nur drei Stunden pro Woche kostet, um den Garten zu bewirtschaften und das ganze Obst und Gemüse für unsere Familie selber anzubauen.

      Das war wie gesagt nicht immer so! Am Anfang kannte ich diese ganzen Anbautechniken, die ich heute verwende, nämlich noch gar nicht und der Zeitaufwand war ungefähr 5x so groß – obwohl unser Garten damals noch um einiges kleiner war.

      Dieser riesige Stundenunterschied zeigt sehr deutlich, dass es super wichtig ist, dass man mit Struktur gärtnert und sich überlegt, wie man einen Garten pflegeleicht gestalten kann. Da spart man sich super viel Arbeit!

      Wir müssen in unserem Garten mittlerweile kaum noch gießen und kaum noch jäten. Wir haben eigentlich gar kein Unkraut mehr in unserem Selbstversorger-Garten, außer wenn mal Unkrautsamen von außen eingeflogen kommen. Die flugfähigen Samen mit den Schirmchen, wie die des Löwenzahns, können sich natürlich schon ansiedeln.

      Aber wir haben alle unsere Beete so angelegt, dass von unten, also von der ehemaligen Wiese, gar kein Unkraut mehr hochkommen kann. Unsere Kompostbeete bleiben jahrelang Unkraut frei, ohne dass man großartig etwas machen muss.

      Kleiner Tipp: Solange die Unkräuter, wie der Löwenzahn, noch klein sind, dauert das Jäten nur ein paar Minuten im Monat und das Ganze ist erledigt. Es lohnt sich also, wenn man da einfach ein bisschen hinterher bleibt. ;)

      Am Anfang war es wirklich hart!

      Ich muss ganz ehrlich sagen:

      Am Anfang hat mich unser riesiger Selbstversorger-Garten sehr überfordert. Ich habe immer das Gefühl gehabt, der Garten wächst mir über den Kopf und ich komme überhaupt nicht hinterher. Wir hatten auch keinen Wasseranschluss im Garten, das heißt, wir mussten jeden Tropfen Wasser in einem Kanister dahinschleppen – und das war dann immer nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wasserknappheit war ein großes Problem…

      Pssst: Wenn du lieber Videos schaust als Texte zu lesen: Hier ist die YouTube-Version dieses Artikels:

      Die Entwicklung des 3 Phasen Garten-Systems

      Das Wasser hat vorne und hinten nicht gereicht und überall ist Unkraut gewachsen. Ich wusste überhaupt nicht mehr, wie ich das Gemüse in dem Dschungel noch erkennen soll! Das war so schade, denn ich habe so viel Spaß an meinem Garten, aber ich hatte einfach nicht die Zeit, 15 Stunden die Woche hinterher zu sein und ständig auf den Knien durch die Beete zu robben.

      Deswegen habe ich es mir damals zur Mission gemacht, herauszufinden, wie man den Gemüsegarten pflegeleichter gestalten kann.

      Also habe ich Bücher gewälzt und YouTube-Kanäle durchgesuchtet. Ich habe in der Uni – ich studiere ökologische Landwirtschaft – ganz gezielt an Vorlesungen teilgenommen, wie man einen Garten möglichst pflegeleicht gestalten kann. Ganz viele Ideen habe ich auch aus der Permakultur übernommen.

      Und dann habe ich all die unterschiedlichen Methoden ausprobiert, miteinander verglichen, miteinander verbunden und so mein eigenes Garten-System entwickelt, das darauf ausgelegt ist, dass das Ganze reibungslos funktioniert, und zwar möglichst ohne Gießen und ohne Jäten.

      So habe ich mein “3 Phasen Garten-System” entwickelt. Wenn du in meinem Onlinekurs “Gemüsegarten starten” angemeldet hast, dann kennst du das natürlich schon. Das ist das System, nach dem wir gärtnern, und daraus will ich euch jetzt fünf Tipps vorstellen, die wirklich super, super gut dabei helfen, einen Garten pflegeleicht zu gestalten.

      Los geht’s! :)

      Tipp 1: Gärtnern ohne Umgraben – schont Boden und Rücken ;)

      Ein ganz großer Punkt, warum unser Garten so pflegeleicht ist, ist dass wir ohne Umgraben gärtnern. Wir haben in unserem Selbstversorger-Garten wirklich nicht einen Zentimeter umgegraben, obwohl wir alles komplett auf der Wiese neu angelegt haben!

      Wenn du deinen Boden nicht umgräbst, dann bleibt die natürliche Bodenschichtung erhalten, und das hilft einem dabei, den Boden auf natürliche Art und Weise aufzubauen und das Bodenleben zu fördern. So zerstörst du deinen Gartenboden nicht, sondern verhilfst diesem riesigen Organismus unter deinen Füßen am Ende zu einer größeren Fruchtbarkeit!

      Auch das Unkraut wird unterdrückt, wenn du nicht mehr umgräbst. Denn wenn man umgräbt, dann gräbt man zwar die Unkräuter, die oben wachsen, nach unten, aber ein normaler Gartenboden hat ein quasi unerschöpfliches Potenzial an Unkrautsamen. Also gräbt man dann auch immer wieder Samen von unten nach oben, die dann anfangen zu keimen und – schwupps! – hat man wieder den ganzen Garten voller Unkraut. ;)

      Deswegen achte ich immer darauf, dass der Mutterboden unberührt bleibt. Das heißt, ich wende niemals den Boden nach oben, das ist nämlich für alle Beteiligten am besten. ;)

      Ich weiß nicht, ob ihr euch mit Bodenlebewesen auskennt. Es gibt ganz, ganz, ganz viele unterschiedliche Bodenlebewesen. Einige sind zum Beispiel für die Nährstoffkreisläufe super wichtig und es lohnt sich, diese Lebewesen im Biogarten zu fördern!

      Dabei sind die Lebewesen teilweise auf ganz unterschiedliche Bodenschichten spezialisiert. Es gibt zum Beispiel Regenwürmer, die nur in der obersten Streuschicht leben und sich dort von abgestorbenen Pflanzengewebe ernähren. Dann gibt es aber auch noch die tief grabenden Regenwürmer, zu denen gehört der bekannte Tauwurm (Lumbricus Terrestris), der seine Röhren bis zu 3m in die unteren Bodenschichten gräbt.

      Wenn man nun den Boden umgräbt, dann schichtet man die obere Schicht nach unten und die untere Schicht nach oben, und dann werden viele Lebewesen im Boden gestört! Die Regenwürmer, die in der Streuschicht leben, finden auf der Bodenoberfläche keine Streu mehr vor und die Gänge des Tauwurms werden beim Umgraben jedes Mal wieder zerstört!

      Anstatt dem Bodenleben also ein Massengrab zu schaufeln, macht es viel mehr Sinn, ihre Lebensräume zu erhalten!

      Du siehst, es gibt viele Gründe, warum es super sinnvoll ist, auf das Umgraben zu verzichten. Mit meiner liebsten Beet-Anlege-Technik ist das zum Glück auch gar kein Problem und du kannst eine Wiese ruckzuck in ertragreiche Gemüsebeete verwandeln.

      Wir arbeiten bei dieser Methode mit viel Kompost, was den Beeten zu einen ordentlichen Fruchtbarkeitsschub verhilft, Unkraut unterdrückt und eben auf natürliche Art und Weise hilft, den Boden aufzubauen.

      Ich kann gar nicht genug betonen, wie arg uns diese Beet-Anlege-Technik, die wir hier verwendet haben, geholfen hat!

      Pssst: Komm ins Gemüsegarten-Bootcamp 2020!

      Deswegen habe ich mir überlegt, euch den Start ins Gartenjahr möglichst zu erleichtern und euch das Gartensystem zu zeigen, das ich entwickelt habe.

      Und um euch dabei noch besser an die Hand nehmen zu können, veranstalte ich ganz bald ein Gemüsegarten-Bootcamp! Das ist ein kleiner, kostenloser Mini-Kurs für den du dich sehr gerne anmelden kannst. :)

      Der Mini-Kurs ist in drei Videos aufgeteilt, die ich euch dann nach und nach freischalte. Diese kleinen Kurse bringen mir immer so riesigen Spaß, weil dabei auch immer eine ganz tolle Gemeinschaft von ganz vielen Garten-Freunden entsteht. Ich freue mich super, super arg, wenn du beim Gemüsegarten-Bootcamp mit dabei bist!

      Hier kannst du dich für das Gemüsegarten-Bootcamp anmelden!

      Tipp 2: Ein gut durchdachter Pflanzplan

      Hihi, ich weiß, ich rede die ganze Zeit nur vom Pflanzplan. ;) Aber das ist etwas, was mir selber super hilft, den Garten zu strukturieren, wenn ich genau weiß, wann ich was wo pflanze.

      Ein Pflanzplan hilft mir auch dabei, den Garten möglichst effizient zu nutzen.

      Man kann nämlich auch in einem kleinen Garten super viel ernten und hat damit natürlich viel weniger Flächen zu managen und generell viel weniger Aufwand. Aber dann muss man dafür sorgen, dass die Beete zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt werden und das ganze Jahr über immer was drauf wächst, was man ernten kann. Sobald das eine geerntet ist, rückt gleich das andere Gemüse nach, sodass das wirklich ein fliegender Wechsel ist. :)

      Das ist der eine Punkt, warum es so wichtig ist, sich über einen Pflanzplan Gedanken zu machen. Der zweite Punkt ist, dass man sich richtig viele Krankheiten und Schädlinge ersparen kann, die einem im Garten wirklich den letzten Nerv rauben können, indem man zum Beispiel eine gute Fruchtfolge einhält und auf gute Mischkultur-Partner achtet.

      Und der dritte Punkt, warum ein Pflanzplan Arbeit spart, sind die gebündelten Aussaaten. Ich plane immer so, dass ich möglichst viele Gemüse an einem Tag aussäe und die dann an einem Aufwasch abgehandelt habe. Auf diese Weise habe ich möglichst wenig Aufwand damit, meinen Selbstversorger-Garten zu bestellen.

      Ich plane also zum Beispiel an einem Tag die Aussaat von Möhren, Radieschen, Knollensellerie und Rote Bete, alle auf einmal. Also berücksichtige ich die gebündelten Aussaaten auch gleich schon in meinem Pflanzplan, so ist es später ganz klar, was zu tun ist.

      Wenn ihr noch kein Pflanzplan erstellt habt, dann schaut euch gerne meinen Artikel über die Erstellung eines Pflanzplans an, da nehme ich euch an die Hand, damit ihr Schritt für Schritt euren Pflanzplan erstellen könnt. Das geht ihr einfach mit mir zusammen durch und am Ende haltet ihr euren fertigen Pflanzplan in den Händen.

      Ihr könnt euch aber auch gerne meinen Pflanzplan runterladen, den habe ich schon erstellt, der ist fix und fertig ausgeklügelt, dann braucht ihr nur noch rausgehen und losgärtnern und müsst euch nicht den Kopf darüber zerbrechen.

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        Tipp 3: Direktsaat statt Anzucht

        Mein nächster Tipp ist es, möglichst viele Gemüse direkt ins Beet zu säen. Es gibt Gemüse, bei denen es sehr sinnvoll ist, sie im Haus vorzuziehen. Die haben nämlich dann einen Wachstumsvorsprung, wenn man sie auspflanzt. Aber wann immer es möglich ist, versuche ich, Gemüse direkt ins Beet zu säen.

        Das hat den Grund, dass Gemüse, die ihre Wurzel gleich direkt im Beet entfalten können, ein viel tieferes Wurzelsystem entwickeln, als die Pflänzchen, die ganz lange in einem kleinen Topf eingepfercht waren, wo sich die Wurzeln um sich selber kräuseln. ;)

        Es ist nämlich erwiesen, dass Gemüse, die gepflanzt wurden, auch später nochein viel schwächeres Wurzelsystem haben als die, die direkt ins Beet gesät werden. Deswegen können die „gepflanzten Pflanzen“ einfach nicht so tiefe Bodenschichten erschließen und sich da nicht so viel Wasser und Nährstoffe rausholen.

        Das bedeutet, sie sind abhängiger davon, dass wir sie öfter mal gießen! Wir wollen ja aber versuchen, möglichst aufs Gießen zu verzichten, wenn die Pflanzen einmal aus dem Gröbsten raus sind.

        Nachdem die Jungpflanzen gepflanzt wurden, gießen wir noch ein paar Mal, bis die Wurzeln wirklich angewachsen sind im Boden und danach bekommen die gar kein Gießwasser mehr. Außer wenn es mal hart auf hart kommt, was aber eigentlich so gut wie nie vorkommt.  

        Von da an versuchen wir, es den Pflanzen abzugewöhnen, dass sie gegossen werden müssen, und da ist es sehr, sehr hilfreich, wenn die von selber schon ein sehr tiefes Wurzelsystem entwickelt haben.

        Aus diesem Grund versuche ich immer, immer, immer wenn es möglich ist, Gemüse direkt ins Beet zu säen, statt sie im Haus vorzuziehen.

        Das spart auch noch nebenbei sehr viel Arbeit, weil die Jungpflanzen-Anzucht natürlich auch wieder Zeit kostet. ;)

        Selbstversorger-Garten

        Tipp 4: Verwöhn dein Gemüse nicht zu arg! ;)

        Damit meine ich, dass es ist nicht so schlau ist, auch wenn es heiß und trocken ist, jeden Tag zu gießen. So feuchtest du den Boden nämlich immer nur oberflächlich an. Deine Gemüse bekommen zwar regelmäßig Wasser, aber das Wasser durchdringt den Boden gar nicht so tief.

        Und die Pflanzen bilden ihre Wurzeln da, wo sie Wasser bekommen.

        Das heißt, sie bilden ihre Wurzeln dann in den oberen Bodenschichten und haben gar keine Intention, wirklich tief zu wurzeln und sich selber Wasser aus den tieferen Bodenschichten zu erschließen. Deswegen werden sie abhängig davon, dass sie immer wieder dieses Gießwasser bekommen, das du ihnen jeden Tag oder alle paar Tage gibst.

        Das heißt, wenn ich mal gieße, dann einmal richtig viel, sodass der Boden ganz tief durchtränkt ist und die Pflanzen auch den Grund haben, wirklich tief mit dem Wasser runter zu wurzeln und sich selber Wasser zu erschließen. Zwischen diesen Gießzeiten ist es völlig in Ordnung, wenn die Pflanzen auch mal einen kleinen Trockenheitsstress haben, der sie dazu anregt, für sich selber zu sorgen.

        Tipp 5: Je mehr Mulch, desto besser! ;)

        Packe ganz, ganz, ganz viel Mulch auf deine Beete! Ich bin ein super Fan vom Mulchen und das hat tausend Gründe:

        Mein wichtigster Grund ist, dass es den Boden vor Verdunstung schützt, yep, hier sind wir schon wieder beim Thema gießen. Denn wenn wir auf unseren Beeten diese Mulchdecke nicht hätten, dann würden wir aber sowas von gießen müssen. ;)

        Das ist wirklich das, was den riesigen Unterschied macht! Ich habe nämlich dieses Jahr meinen Küchengarten nicht gemulcht, weil ich einfach mal ausprobieren wollte, was für einen Unterschied es wirklich macht.

        Und der Unterschied war enorm!

        Wenn ich hier nicht gegossen hätte im Sommer, dann wäre hier nichts gewachsen. Auf unserem Acker, im Vergleich zum Küchengarten, haben wir überhaupt nicht gegossen, nicht einmal beim Säen. Also wir haben dann, weil wir da keinen Wasseranschluss haben, wirklich darauf geachtet, dass wir immer nur säen, wenn es gerade regnet.

        Die Pflanzen sind aufgegangen, weil es dann eine Periode lang feucht war. Danach haben wir überhaupt nicht mehr gegossen und trotzdem super viel geerntet. Wir hatten noch nie so viele Kartoffeln und so viel Kürbis, wie wir dieses Jahr auf dem Acker geerntet haben. Und das komplett ohne zu gießen, einfach durch eine dicke, dicke, dicke Mulchschicht und natürlich durch die fantastischen Kompostbeete.

        Stichwort: Komm ins Gemüsegarten-Bootcamp, dann zeige ich dir wie das geht. ;)

        Mulch bringt noch viel mehr tolle Aspekte mit sich, zum Beispiel schützt er den Boden vor Erosion, also vor Wind und Wasser, so schnell wird der Boden nicht weggeschwemmt oder weggeweht.

        Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass die Bodenlebewesen immer was zu futtern haben. Der Mulch verrottet nach und nach zu Kompost, das baut den Boden bzw. die Bodenstruktur auf. Außerdem leistet der Mulch einen Beitrag zur Pflanzenernährung!

        Also es gibt ganz, ganz, ganz viele Gründe, warum es sinnvoll ist, einen Selbstversorger-Garten zu mulchen. Und nachdem dieses Jahr hier ohne Mulch im Küchengarten so viel aufwändiger war, bin ich super froh, dass jetzt ein neues Jahr angebrochen ist, dass mein Experiment zu Ende ist und dass ich da jetzt so viel Mulch drauf kippen kann, wie nur irgendwie geht. ;)

        Wenn du mehr über das Mulchen erfahren möchtest, dann bitte einmal hier entlang!

        Selbst in einem heißen Sommer, wenn es wochenlang nicht geregnet hat, kann ich den Mulch zur Seite ziehen und ein bisschen mit den Händen in der Erde wühlen, die darunter liegt – und die ist immer noch feucht! Egal ob es wochenlang staubtrocken war, ob wir nur Temperaturen über 30 Grad hatten, ihr wisst ja, wie die letzten Sommer so waren. ;)

        Es ist unglaublich, was diese Mulchschicht ausmacht! Also mulcht euren Garten! Wirklich! Ich bin auf jeden Fall eine absolute Mulchfanatikerin. :)

        Wenn du wissen möchtest, wieviel Zeit unsere Selbstversorgung mit Hühnern, mit Ziegen, mit Brot backen und so weiter insgesamt kostet, also nicht nur der Garten, dann schau dir gerne meinen letzten Artikel an.

        Da liste ich auf, wie viele Stunden pro Woche uns welche Aufgaben kosten. Das ist spannend für alle, die das ausprobieren wollen, also die mehr in Richtung Selbstversorgung gehen wollen:

        Wie viel Arbeit macht Selbstversorgung? Unsere Erfahrungen als Selbstversorger!

        Wie viel Arbeit macht dein Selbstversorger-Garten? Was sind deine besten Zeitspar-Tipps? Ich freue mich über deinen Kommentar!

        Süßartoffeln anbauen und pflanzen

        Süßkartoffeln pflanzen, anbauen & ernten: Der komplette Guide!

        Du hast Lust, Süßkartoffeln zu pflanzen? Das ist ein hervorragender Plan, Süßkartoffeln sind nämlich nicht nur wunderschöne Pflanzen, die ich allein schon der Zierde wegen anbauen würde – sie sind auch super lecker und vielseitig.

        Und wie es der Zufall will, bist du genau richtig, wenn du im Herbst richtig dicke Knollen ernten möchtest, hier kommt nämlich der komplette Guide zum Pflanzen und Anbauen von Süßkartoffeln! :)

        Süßkartoffeln kannst du übrigens auch sehr gut in Kübeln anbauen, die eine Größe von mindestens 30 Litern haben sollten. Und, noch ein Bonus: Die Blätter der Süßkartoffel sind auch essbar und können wie Spinat verarbeitet werden.

        Also, los geht’s, lasst uns Süßkartoffeln pflanzen!

        Süßartoffeln anbauen und pflanzen
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        Die besten Süßkartoffel-Sorten

        Die Süßkartoffel „Beauregard“ hat eine orangene Fleisch- und Schalenfarbe. Die Sorte „Evangelina“ besitzt auch eine orangene Fleischfarbe, aber eine rote Schale. Die Blätter dieser Sorte haben lila farbene Spitzen und sind sehr dekorativ.

        Wie viele Süßkartoffeln soll ich anbauen?

        Der Ertrag einer Pflanze liegt bei etwa 1,5 kg.

        Gute Mischkulturpartner für Süßkartoffeln

        Als ´Mischkulturpartner eignen sich Salate, Radieschen und Spinat wunderbar, die du erntest, bevor deine Süßkartoffelpflanzen das Beet ganz für sich beanspruchen.

        Deine anderen Gemüse brauchen auch noch passende Beetpartner? Dann auf zur Gemüse-Singlebörse:

        28 Gemüse und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

        Süßkartoffeln aussäen oder pflanzen?

        Die frostfreie Vegetationsperiode in Mitteleuropa ist relativ kurz. Um trotzdem einen ordentlichen Ertrag zu ernten, kannst du deine Süßkartoffeln im Frühjahr direkt ins Beet pflanzen. Du kannst die Süßkartoffel-Pflanzen kaufen oder selber eine Knolle im Januar austreiben, um daraus Stecklinge zu schneiden.

        Süßartoffeln anbauen und pflanzen

        Stecklinge aus einer Süßkartoffel-Knolle ziehen

        Um deine eigenen Süßkartoffel Stecklinge zu ziehen, nimmst du einfach eine Knolle, schneidest sie in der Mitte durch und lässt die Schnittstellen antrocknen. Dann steckst du die halben Knollen in einen Topf mit Erde. Die eingepflanzten Knollen einmal hübsch angießen und dann heißt es: Warten.

        Nach ein paar Wochen bei Temperaturen um 20 °C bilden sich Triebe aus der Knolle. Von diesen Trieben kannst du etwa 10 cm lange Ranken abschneiden und in Wasser stellen. Wenn die Stecklinge Wurzeln gebildet haben können sie in einen Topf mit Erde umziehen oder auch gleich in das vorbereitete Beet gepflanzt werden.

        Im zweiten Jahr kannst du kurz vor der Ernte Stecklinge nehmen, die du in einem Glas Wasser bewurzelst, in Töpfe umpflanzt und dann auf der Fensterbank überwinterst, bis sie im nächsten Jahr ins Beet wandern können.

        Wann pflanzt man Süßkartoffeln?

        Die gekauften oder selbst gezogenen Pflänzchen werden erst nach den Eisheiligen, also Mitte Mai ausgepflanzt, da sie nicht frostverträglich sind.

        Der Pflanzabstand von Süßkartoffeln beträgt 30 bis 40 cm und der Reihenabstand 60 bis 90 cm.

        Süßkartoffel-Beete vorbereiten

        Du kannst den Boden mit einer Grabegabel lockern, aber nicht wenden. In die Pflanzlöcher gebe ich ein paar Hornspäne als Langzeitdünger.

        Ideale Bedingungen für Süßkartoffeln

        Süßkartoffeln sind sehr wärmeliebend und brauchen daher einen sonnigen Standort. Temperaturen unter 10 °C führen zum Wachstumsstopp und bei Frost sterben die Pflanzen ab. Außerdem mögen sie eine feuchte Umgebung, jedoch keine Staunässe. Eine Mulchschicht lohnt sich daher sehr. Der Boden sollte locker und nährstoffreich sein.

        Süßartoffeln anbauen und pflanzen

        Süßkartoffeln anbauen: Die Pflege

        Wenn deine Pflanzen gut angewachsen und einige cm groß sind, dann kannst du sie mulchen. Ich bringe nach und nach eine mindestens 15 cm dicke Mulchschicht auf meinen Süßkartoffelbeeten aus. Weil Süßkartoffeln sehr durstig sind, ist die Mulchschicht wunderbar geeignet, um den Boden vor Verdunstungen zu schützen. Wenn du sie zusätzlich regelmäßig gießt, steigert das den Ertrag.

        Wann ernte ich Süßkartoffeln?

        Es wachsen erst die Blätter und dann die Knollen, deswegen solltest du die Knollen bis kurz vor den ersten Frösten im Boden lassen. Die Ernte findet also im Oktober statt.

        Süßartoffeln anbauen und pflanzen

        Krankheiten und Schädlinge von Süßkartoffeln

        Wenn in deinem Garten viele Wühlmäuse wohnen, solltest du deine Süßkartoffeln am besten in Kübeln anbauen.

        Oder du schaust dir nochmal diesen Artikel an, in dem ich dir meine wirksamsten Tipps zum Vertreiben von Wühlmäusen verrate. ;)

        Gemüsegarten-Beispielplan

        Wusstest du, dass ich nicht nur diesen Blog schreibe, sondern auch einen (super coolen) Newsletter? Mittlerweile ist so eine Gemeinschaft von über 33.000 Gärtner*innen entstanden, die ich jede Woche mit Tipps zu allem versorge, was im Gartenjahr gerade ansteht.

        Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn auch du Teil dieser kleinen Gemeinschaft wirst! Als neuer Abonnent bekommst du einen fertigen Gemüsegarten-Pflanzplan, der so ausgelegt ist, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest und die Beete zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt sind.

        Hier kannst du dich für die Gartentipps und den Pflanzplan eintragen:

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          Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

          Hast du schon mal Süßkartoffeln angebaut und noch mehr Tipps rund um den Anbau von eigenen Süßkartoffeln? Dann ab damit in die Kommentare! So können wir alle vom Wissen der Anderen profitieren! :)

          Selbstversorger

          Wie viel Arbeit macht Selbstversorgung? Unsere Erfahrungen als Selbstversorger!

          Ich arbeite Vollzeit im Büro und versorge meine Familie nebenbei mit Gemüse, Obst, Milch, Eiern, Fleisch und Milchprodukten aus unserem Garten bzw. von unseren eigenen Tieren selber. Und wie man Selbstversorgung und Vollzeitjob unter einen Hut kriegt, das zeige ich euch in diesem Blogpost. :)

          Ich habe als Reaktion auf mein letztes YouTube-Video einige Nachrichten bekommen, die ungefähr so lauteten:

          “Liebe Marie, wenn du den ganzen Tag im Garten sein und es dir leisten kannst, nicht zu arbeiten, schön und gut. Aber für normale Leute mit Vollzeitjob wäre das alles ja gar nicht möglich.”

          Da musste ich ehrlich gesagt ein bisschen schmunzeln. Ich weiß, dass viele Leute denken, dass Selbstversorgung sehr, sehr, sehr aufwändig ist. Aber ich dachte nicht, dass ihr denkt, dass ich den ganzen Tag in meinem Garten bin.

          Das Gegenteil ist nämlich der Fall.

          Aber bevor es richtig losgeht, hier noch ein kleiner Hinweis: Wenn du lieber Videos schaust als Texte zu lesen, ist hier die YouTube-Version des Artikels:

          Selbstversorger sein und Vollzeit arbeiten?!

          Ich arbeite um die 60 bis 70 Stunden die Woche im Büro – also fast doppelt so viel, wie man mit einem normalen Vollzeitjob arbeitet – weil ich eine eigene Firma habe, ich habe mehrere Mitarbeiter und na ja… Falls irgendwer von euch selbstständig ist, wisst ihr wahrscheinlich, wie das eben so ist. ;) Es ist schwer, abends mit der Arbeit aufzuhören, weil es einfach immer noch viel mehr zu tun gibt.

          Und weil ich so wahnsinnig viel Spaß an meiner Arbeit habe, würde ich mich darüber auch nie beschweren. Aber ich finde, es ist ein guter Anlass, um mal darüber zu sprechen, wie viel Arbeit Selbstversorgung denn wirklich macht.

          Ich kann natürlich nur über das sprechen, was wir machen, auf dem Level, wie wir es machen. Also Obst, Gemüse, Eier, Milchprodukte und Fleisch. Wir bauen kein Getreide an und keine Ölfrüchte.

          Die Selbstversorgung ist für uns wirklich nur eine Art Hobby, das nebenher läuft, und es ist auf keinen Fall so, dass wir den ganzen Tag im Garten verbringen würden. Wir müssen eben auch Geld verdienen, um unsere Miete zu bezahlen. Es ist wirklich nicht so, dass ich ständig im Garten wäre, auch wenn das wunderschön wäre. Die Zeit im Garten und bei den Tieren ist eher ein Ausgleich ist für die Zeit im Büro.

          Und damit will ich auf keinen Fall behaupten, dass Selbstversorgung leicht wäre oder dass es überhaupt keine Arbeit machen würde. Es ist verdammt harte Arbeit. Wenn ihr den letzten Artikel noch nicht gelesen habt über unsere Tops und Flops im Selbstversorgerjahr 2019, dann schaut gerne mal vorbei. Da erzähle ich euch nämlich, wie viel dieses Jahr bei uns absolut schiefgegangen ist, und da werdet ihr auch merken, dass es wirklich keine rosa Blümchenwelt ist, in der wir leben.

          Aber es ist auch nicht so, dass uns das den ganzen Tag auf Trab halten würde.

          Natürlich gibt es Ausnahmen: Zum Beispiel, wenn eines unserer Tiere krank ist. Das kann natürlich immer vorkommen. Dann gehe ich natürlich mehrmals am Tag zu ihm und tue alles, damit es wieder gesund wird. Aber im Alltag ist es wirklich nicht so, dass wir den ganzen Tag über mit unserer Selbstversorgung beschäftigt wären.

          Und weil ich das selber auch ganz spannend fand, habe ich einfach mal eine Woche mitgeschrieben, wie viel Zeit denn welche Selbstversorger-Aufgaben kosten, damit wir wirklich auf die Stunde genau schauen können, wie viel Arbeit Selbstversorgung denn wirklich macht:

          So viele Stunden brauchen wir in der Woche für die Selbstversorgung

          Die Ziegen wollen jeden Tag also versorgt und gemolken werden, dafür brauche ich ungefähr 20 Minuten. Wir melken eine Ziege und haben zurzeit insgesamt drei Ziegen. Da fallen Aufgaben an wie Heu füttern, sie wollen natürlich jeden Tag frisches Wasser bekommen, im Sommer muss man statt Heu füttern den Zaun umstellen, damit sie neue Weiden abfressen können, und dann natürlich das Melken selbst, das mich mich ungefähr fünf bis zehn Minuten am Tag „kostet“.

          Dann will die Milch natürlich verarbeitet werden, dafür sammele ich immer drei Tage lang Milch, um dann mit einer größeren Menge Milch Käse und Joghurt herzustellen. Je nachdem, welchen Käse ich mache, braucht das unterschiedlich lang. Der Chèvre, den wir alle so lieben, ist super schnell gemacht, das dauert keine fünf Minuten.

          Natürlich muss der Käse zwischen den einzelnen Arbeitsschritten immer wieder ruhen oder abtropfen, aber in der Zeit kann ich mich ja auch anderen Dingen zuwenden. ;)

          Andere Käse, wie Mozzarella, sind aufwändiger. Im Schnitt komme ich so alle drei Tage auf 20 Minuten für die Milchverarbeitung.

          Dann muss ich die Hühner füttern und den Stall auf- und zumachen, da komme ich auf ungefähr zehn Minuten am Tag.

          Einmal die Woche miste ich alle Ställe aus, das kostet nochmal ungefähr eine Stunde in der Woche.

          Wir backen außerdem alle zwei bis drei Tage unser phänomenal leckeres Sauerteigbrot. Das dauert ungefähr 40 Minuten. Natürlich backt das Brot länger, aber die Zeit, wo wir wirklich was dafür tun müssen, wie den Teig kneten oder Mehl zu mahlen, beträgt ungefähr 40 Minuten.

          Und unser Selbstversorger-Garten – das wird wahrscheinlich einige von euch erstaunen – braucht ungefähr drei Stunden in der Woche. Das ist erstaunlich wenig, und ich muss ehrlich sagen:

          Das war auch nicht immer so. Am Anfang war das noch deutlich mehr Arbeit, eher um die 15 Stunden die Woche. Damals hatten wir einfach noch weniger Erfahrung und haben auch noch nicht nach dem 3-Phasen-Gartensystem gegärtnert, wie wir es jetzt machen.

          Und dann kommen wir nochmal auf ungefähr eine Stunde die Woche zum Haltbarmachen der Ernte, also um Sachen zu einzukochen, einzulagern, zu fermentieren, damit wir im Winter immer noch das ganze gute Sommergemüse essen können. :)

          Wenn man das alles zusammenrechnet, dann kommen wir auf 590 Minuten. Das sind nicht mal zehn Stunden die Woche! Das ist wirklich wirklich machbar.

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          Ihr könnt es euch denken: Die Zahlen, die ich da für den Garten und fürs Haltbarmachen angesetzt habe, variieren natürlich im Jahresverlauf. Beim Garten gar nicht so arg, weil wir auch im Winter sehr viel gärtnern. Unser Garten wird wirklich das ganze Jahr über genutzt.

          Aber es gibt diese Stoßzeiten, zu denen ganz viel gesät und gepflanzt werden muss, und dann die Erntezeit im Sommer, zu der auch ganz viel haltbar gemacht wird, deswegen habe ich dafür Zeiten angenommen, die ein Durchschnittswert darstellen.

          Selbstversorger-Projekte angehen: Das Vorab-Investment

          Natürlich stehen manchmal auch größere Aktionen an, wie ein Stall zu bauen oder einen Garten anzulegen. Das sind dann erst einmal größere “Brocken Arbeit”, die am Anfang jedes Projektes anstehen, weil man Infrastrukturen schaffen muss, damit die Selbstversorgung überhaupt erst möglich ist.

          Das gehört natürlich auch dazu.

          Das heißt, man muss schon damit rechnen, dass man an den Wochenenden öfters mal mit ein paar Leuten zusammen irgendetwas „wuppt“ und ein neues Projekt auf die Beine stellt.

          Aber letztendlich ist es wirklich nicht viel Zeit, die uns die Selbstversorgung kostet, wenn man berücksichtigt, dass mein Freund ja auch sehr viel macht. Der ist zwar bei den Tieren nicht ganz so enthusiastisch wie ich, aber er backt unser Brot komplett selber und hilft auch ganz viel im Garten mit, sodass diese zehn Stunden, die bei meinem kleinen Experiment herumgekommen sind, nicht allein auf meinen Schultern lasten.

          Natürlich dauert am Anfang, wenn man noch gar keine Erfahrung hat, alles viel, viel länger.

          Ich habe jetzt seit ich zwölf bin Ziegen, also seit 13 oder 14 Jahren. Da habe ich meine Abläufe und weiß genau, was ich mache, sodass ich mir wirklich viel Arbeit sparen kann.

          Zeit sparen im Selbstversorger-Garten

          Und im Garten haben wir mittlerweile auch so viel Erfahrung, dass der Garten zwischen Aussaat und Ernte kaum noch Arbeit macht.

          Das ist auch etwas, worüber ich gerne noch mal in einem separaten Artikel schreiben möchte, weil es super coole Anbau-Techniken gibt, die einem im Garten ganz, ganz, ganz viel Arbeit ersparen können.

          Wir gießen zum Beispiel fast gar nicht und wir haben fast kein Unkraut im Garten. Das spart immens viel Arbeit!

          Generell mache ich mir immer Gedanken über Abläufe, egal ob es bei den Tieren ist, in der Küche oder im Garten, und überlege mir, wie ich die Arbeiten möglichst effizient verrichte. Gerade wenn es um Arbeiten geht, die ich jeden Tag machen muss, damit es dann wirklich gut und reibungslos funktioniert im Alltag.

          Ich weiß von mir selber, dass wenn ich vor einem neuen Projekt stehe – egal, ob das jetzt Hühnerhaltung ist oder ob ich Wurst selber machen will – dass dieses Projekt in meinem Kopf immer so riesengroß ist und dass ich mir immer vorstelle, wie viel Arbeit das wohl sein muss.

          Und wenn ich es dann selber mache und ein bisschen reinkomme und mehr Erfahrung sammele, dann merke ich, dass es eigentlich gar kein Hexenwerk ist.

          So ist es bisher bei allem, was wir in der Selbstversorgung ausprobiert haben, gewesen. Also traut euch, große Träume zu haben, und traut euch, rauszugehen und einfach loszulegen.

          Natürlich will ich nicht sagen, dass ihr 1000 Projekte auf einmal anfangen sollt, alles schön der Reihe nach. ;) Aber ich finde, man muss sich schon etwas zutrauen und man muss den Mut haben, einfach mal zu machen! :)

          Was sind deine Erfahrungen? Wie aufwändig ist es, als Selbstversorger aus dem eigenen Garten zu essen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

          Selbstversorger Erfahrungen

          Unser Selbstversorger-Jahr: Tops und Flops in 2019

          Was für ein Jahr! Ich möchte dir in diesem Artikel zeigen, was in unserem Selbstversorger-Jahr so richtig gut geklappt hat und was absolut schief gegangen ist. ;)

          Also begleite mich gerne bei meinem Jahresrückblick, in dem ich dir berichte, wie 2019 so für uns gelaufen ist!

          Wie du wahrscheinlich schon weißt, versuchen wir, möglichst viel von dem, was wir essen, selbst zu erzeugen. Wir haben einen großen Gemüsegarten und kaufen quasi gar kein Gemüse mehr zu.

          In unserem Garten stehen viele Obstbäume und Beerensträucher für die Obst-Selbstversorgung. Ab und an kaufen wir natürlich noch Südfrüchte zu, denn auch wir haben manchmal Lust auf Bananen, aber wir versuchen eben, möglichst viel selbst zu machen.

          Dazu gehört auch, dass wir unser Essen komplett selbst kochen, Fertiggerichte und sowas gibt es bei uns überhaupt nicht. Außerdem halten wir Hühner für Eier und ich habe Ziegen, die ich melke. Aus der frischen Ziegenmilch mache ich meinen Käse selber, also Frischkäse, Feta, Camembert, Eis, Butter und auch Joghurt.

          Selbstversorger Erfahrungen

          Getreide oder Ölfrüchte bauen wir nicht an, das wäre uns zu aufwendig. Denn wir betreiben die Selbstversorgung vor allem, weil es uns einfach Spaß und Freude macht – und irgendwo hört das Ganze dann auf. Ich habe einfach keine Lust, große Mengen Getreide zu dreschen. ;)

          Es ist super, super schön, mit der ganzen Familie an der frischen Luft zu sein und im Garten herumzuwerkeln. Am liebsten baue ich alte Sorten an, die wirklich noch nach was schmecken. Außerdem ist es so gut, zu wissen, dass die Tiere, die einen ernähren, möglichst frei und glücklich sind – und wie kann man das besser gewährleisten, als wenn man sie einfach selber hält? :)

          Auf diesem Wege weiß ich, dass das Essen, das auf unserem Tisch landet, einfach richtig, richtig gut ist!

          Pssst! Wenn du lieber Videos schaust als zu lesen, ist hier die YouTube-Variante:

          Aaaargh… Der Umzug!

          Wir sind vor ziemlich genau einem Jahr hierher umgezogen und jeder, der einen großen Garten hat und Tiere zur Selbstversorgung hält, der weiß, dass es ganz schön viel Arbeit ist, alles neu aufzubauen. Den Küchengarten am Haus haben wir erst im Frühling angelegt.

          Dann mussten wir ein Gewächshaus bauen, neue Weiden für die Tiere suchen, uns um Ställe kümmern und so weiter…! Das war schon ein ganzer Brocken Arbeit, und es ist gleichzeitig auch so schade, das alte Zuhause zurückzulassen, wenn man sich dort richtig etwas aufgebaut hat.

          Auch in unserem neuen Zuhause wissen wir, dass wir nicht so lange bleiben werden. Wahrscheinlich höchstens noch fünf Jahre. Und, jipp, es ist schade, wenn man keinen Ort hat, wo man dann dauerhaft bleiben kann. Ich freue mich schon sooo sehr, wenn ich irgendwann mal irgendwo ankomme, wo es sich dann auch richtig lohnt Bäume zu pflanzen, feste Zäune zu bauen – und es sich richtig schön zu machen. (:

          Das war also unsere erste Herausforderung: der Umzug! Aber wenn ich so zurückblicke, hat doch alles verhältnismäßig gut geklappt.

          Der neue Küchengarten

          Wir konnten den alten Garten zum Glück behalten, das ist jetzt unser Acker, davon habe ich euch ja schon mal erzählt. Und das ist eigentlich das Wichtigste, denn wenn du so viel Arbeit und Zeit (und Liebe!) in ein Stück Land steckst, dann ist es sehr hart, das wieder herzugeben. Nun können wir den Garten einfach weiter nutzen und davon profitieren, dass wir da einen super fruchtbaren Garten angelegt haben und noch dazu richtig viel Platz haben.

          Selbstversorgung Erfahrungen

          Hier im Küchengarten hat sich eigentlich alles ziemlich schnell eingegroovt. Wenn man im Garten erstmal ein gewisses Erfahrungs-Level erreicht hat, dann funktioniert das Anlegen eines Gartens und auch der Gemüseanbau gleich so viel besser! Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass wir zu Beginn unserer Selbstversorgerambitionen noch viel mehr Probleme hatten, weil ich einfach noch nicht wusste, wie ich was am besten anbaue.

          Aber mit der Zeit kommt die Erfahrung, und deswegen war das jetzt auch kein Problem hier im Garten. Obwohl es das erste Jahr war, in dem wir hier gegärtnert haben, konnten wir wirklich gute Erträge zu erzielen. Das war auf jeden Fall ein großer Pluspunkt!

          Ich bin allerdings ein bisschen unzufrieden damit, wie ich das Gewächshaus genutzt habe. Es ist ein bisschen schade, dass da jetzt so wenig wächst. Aber nächstes Jahr wird das bestimmt schon viel besser. Es war einfach viel los und dann sind die Aussaaten und vor allem das Gießen ein bisschen hinten runtergefallen, aber das kriegen wir alles noch hin. ;)

          Ein Hoch auf meine Kursteilnehmer! ♥

          Die Sache, die dieses Jahr mit am schönsten war, liegt absolut an euch! Das war nämlich der “Gemüsegarten starten” Onlinekurs. Das hat mir so, so, so viel Spaß gemacht! Zum einen die Videos für euch zu drehen, sie mit euch durchzugehen und euch in Gartenfragen zu helfen. Vor allem aber zu sehen, was ihr in eurem Garten alles geschafft habt!

          Ihr könnt sowas von stolz darauf sein! Es ist mein allergrößtes Ziel, mehr Menschen zu zeigen, wie sie ihr eigenes Essen anbauen, und wie sie mit der Natur arbeiten, statt gegen die Natur!

          Und es ist sooo großartig, zu sehen, wie ihr diese Anleitung bei euch umgesetzt habt, dass ihr es einfach angepackt habt, dass ihr so, so viel geschafft habt! Ihr könnt gar nicht ahnen, wie glücklich mich das macht!

          Ich kann es kaum abwarten, dass es nächsten Frühling weitergeht und ich neue Teilnehmer in den Kurs aufnehme. Wir haben für den Kurs auch noch ganz viele neue Videos gedreht. Also wenn du in “Gemüsegarten starten” mit dabei bist, dann schau auf jeden Fall jetzt nochmal rein, denn wir haben zwei komplett neue Module erstellt und ganz viele neue Videos, Workbooks und Anleitungen hinzugefügt.

          Die Ziegen-Rassellbande

          Ich habe jetzt schon seit über 13 Jahren Ziegen – und kein Jahr war bisher so schlimm wie dieses. 2019 ist ziegen-technisch leider ein absoluter Flop gewesen!

          Wir hatten nämlich dieses Jahr fünf Lämmer und alle waren Flaschenlämmer. :/  Noch dazu ist meine allerliebste Milchziege Curry dieses Jahr verstorben.

          Curry war super, super lieb und süß! Leider hat sie Gebärmutterkrebs bekommen, als sie trächtig war und wir wussten nicht, ob die drei Lämmer in ihrem Bauch es schaffen werden, überhaupt auf die Welt zu kommen, geschweige denn, ob Curry das Ganze überlebt.

          Einige Tage vor der Geburt ist Curry nicht mehr aufgestanden. Bei der Geburt mussten wir nachhelfen und die Lämmer rausholen, und die Kleinen waren zum Glück alle wohlauf. Aber Curry ist ein paar Wochen später gestorben. Das war so dramatisch!

          Currys Zicklein “Chili” :)

          Dann hatte ich noch eine andere trächtige Ziege namens Anna, die ist super alt, also eine richtige kleine süße Oma. (; Sie sie sollte eigentlich gar nicht gedeckt werden, aber es ist dann leider doch passiert.

          Sie hat in der Trächtigkeit immer weiter abgebaut und ich war mir überhaupt nicht sicher, wie die Geburt laufen wird. Sie hat dann zwar die Lämmer ohne Probleme auf die Welt gebracht, sie aber nicht angenommen. Das heißt, wir hatten noch zwei Lämmer, nämlich Bo und seine Schwester Elli, die auch mit der Flasche aufgezogen werden mussten, und das war hart!

          Ich wünsche mir immer, dass die Tiere bei ihren Müttern bleiben können, dass sie auf natürliche Weise aufgezogen werden können, aber in dem Fall ging das nicht anders. Der kleine Bo ist total lieb, aber seiner Schwester hat man es super arg angemerkt, dass sie von Menschen aufgezogen wurde, weil die ganz schnell aggressiv wurde und gar keinen Respekt mehr vor Menschen hatte.

          Zum Glück konnte ich einen Ziegen-Tauschhandel organisieren, wobei Elli in eine große Herde gekommen ist, wo sie gar nicht so viel Menschenkontakt hat. Dafür habe ich eine tolle Milchziege bekommen, das war wirklich ein guter „Deal“!

          Darf ich vorstellen: Rosi! :)

          Der Neuzugang heißt Rosi, die habe ich jetzt seit dem Spätsommer. Es war ganz schön schwer, Rosi einzumelken, aber seitdem läuft alles super und sie gibt uns ganz viel tolle Milch. Ich bin ganz, ganz dankbar dafür, dass sich mit Rosi alles so gut “eingegrooved” hat – gerade auch, weil ich im Frühling schon mal eine andere Milchziege gekauft habe, mit der es überhaupt nicht funktioniert hat. Die war einfach viel zu scheu – und ich will keine Ziege zum Melken zwingen, wenn sie partout nicht will.

          Außerdem war die andere Ziege super Ausbruch-freudig. Unsere Weide liegt an einem Campingplatz, den die Ziegen ständig geplündert haben! Ich hatte da richtig Probleme, auch mit den Besitzern, weil die das überhaupt nicht lustig fanden, was ich absolut verstehen kann.

          Ich habe schon die höchsten Zäune, auf denen immer Strom drauf ist! Aber seitdem die Ziegen herausgefunden haben, dass sie vom Campingplatz Brötchen aus den Zelten klauen können, war es um sie geschehen und die waren ständig unterwegs. ;)

          Ziegen sind eben einfach unmöglich.

          Deswegen konnte ich diese neue Ziege leider nicht behalten. Das war schon ein ganz schöner Flop, aber dafür haben wir jetzt Rosi – und Elli ist in guten Händen. So hat sich nochmal alles zum Guten gewendet.

          Rosi ist auf jeden Fall eine würdige Nachfolgerin für Curry, die ist so lieb und so süß!

          Aber alles in allem war es bei den Ziegen eben etwas durchwachsen dieses Jahr und es sind sehr viele Tränen geflossen. Ich hänge so sehr an den Ziegen, ich liebe jeder einzelne so arg und wenn der dann irgendwas passiert ist das richtig schlimm.

          Ein Hoch auf meine Vorratshaltung ;)

          Was dieses Jahr richtig gut geklappt hat, ist unsere Vorratskammer Situation. Wir haben super viel haltbar gemacht! Ich mache mir dafür jedes Jahr einen Plan, weil wir eben auch im Winter ganz viel aus dem eigenen Garten essen wollen, und da habe ich mittlerweile ziemlich gut raus, wie viel wir von was essen. Die Vorratsschränke sind voll, der Winter kann kommen. :)

          Selbstversorgung Erfahrungen

          Das Küken-Drama

          Nach einigen Niederlagen beim Ausbrüten von Küken hatten wir dann doch noch Erfolg! Aus den Eiern sind zwei super süße Küken geschlüpft, die wir für nächsten Frühling ausgebrütet haben. Das ist eine ganz tolle schwedische Rasse, die grüne Eier legt, mit dem Namen “Schwedische Isbar”.

          Selbstversorgung Erfahrungen

          Die Süßis stehen bei uns im Kinderzimmer und werden immer viel bekuschelt und betüdelt. Das war dann letztendlich doch noch ein großer Erfolg, auch wenn wir sehr arge Probleme hatten, weil ich einen neuen Inkubator ausprobiert habe.

          Der Inkubator hat zwar die richtige Temperatur angezeigt, aber viele der Küken hatten Missbildungen, die eindeutig darauf zurückzuführen sind, dass es beim Brüten zu warm war. Wir haben versucht, die beine zu schienen, aber drei von fünf Küken sind leider gestorben / musste ich leider erlösen. Das war echt sehr, sehr, sehr schade und ich bin so froh, dass die beiden jetzt so wohl auf sind!

          In a nutshell :)

          Alles in allem bin ich aber sehr zufrieden mit unserem Jahr. Es war sehr, sehr schön! Wir hatten richtig viel Spaß bei fast allen Sachen, die wir gemacht haben, und auch wenn wir Rückschläge hatten, fand ich es generell betrachtet ein wirklich gutes Jahr!

          Es ist halt nicht immer leicht, Selbstversorger zu sein! Gerade wenn man Tiere hält, dann passiert immer wieder „Mist“. Du musst dich mit dem Tod auseinandersetzen, mit kranken Tieren umgehen, und es passieren garantiert Dinge, die du nicht vorhersehen kannst. Das gehört wohl einfach mit dazu!

          Dieses Jahr haben wir nicht so viele neue Sachen ausprobiert, weil wir mittlerweile an einem „Level der Selbstversorgung“ angekommen sind, wie wir es eigentlich gerne haben. Viel mehr wollen wir gar nicht machen.

          Aber ich kann mir vorstellen, nächstes Jahr mit Kaninchen anzufangen – und iiiiirgendwann hätte ich auch gerne Schweine, aber das ist noch wirklich ein Traum. Für Schweine haben wir einfach noch nicht die Infrastruktur oder die Flächen, das kommt irgendwann in der Zukunft. (:

          Ich wünsche euch ein ganz schönes Silvesterfeier-Fest und freue mich darauf, mit euch die nächste Gartensaison zu meistern!

          Was waren deine schönsten Momente in diesem Jahr? Und hast du schon wilde Selbstversorger-Pläne für nächstes Jahr geschmiedet? Ich freue mich über einen Kommentar! (:

          Porree pflanzen anbauen

          Porree pflanzen, anbauen und ernten – die komplette Anleitung!

          Porree (oder Lauch ;)) kannst du sowohl im Sommer als auch im Winter anbauen, er ist nämlich frosthart und kann nach Bedarf frisch geerntet werden.

          Wenn du Porree pflanzen willst, gilt es einiges zu beachten. Porree zählt nicht gerade zu den Anfängergemüsen, aber keine Sorge:

          Und damit der Porree-Anbau nächstes Mal auch richtig gut funktioniert, kommt hier eine komplette Anleitung von der Aussaat bis zur Ernte. Viel Spaß! :)

          Porree pflanzen anbauen
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          Die besten Porree-Sorten

          Im Sommer „Hilari“ und im Winter „Blaugrüner Winter“

          Wie viel Porree soll ich anbauen?

          Fünf bis sieben Reihenmeter pro Person

          Gute Mischkulturpartner für Porree

          Möhren, Schwarzwurzeln, Kohl, Erdbeeren, Salat, Tomaten, Sellerie, Pastinaken

          Deine anderen Gemüse sind auch noch auf der Suche nach dem perfekten Beetpartner? Dann auf zur Singlebörse! ;)

          28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

          Der ideale Standort für Porree

          Porree hat nicht zu unterschätzende Ansprüche an Wasser und Nährstoffen. Tiefgründige humusreiche Böden sind deshalb zu bevorzugen. Staunasse Böden mit Bodenverdichtungen sollte man meiden.

          Soll ich Porree direkt säen oder vorziehen?

          Porree sollte vorgezogen und gepflanzt werden. Beim Vorziehen kannst du den Porree einfach in einem Töpfchen aussäen, so dass die Samen etwa einen Zentimeter voneinander entfernt sind. Pikieren musst du Porree nicht. Wenn die Pflanzen etwa bleistiftdick sind, kannst du sie draußen pflanzen.

          Der Reihenabstand bei Porree beträgt 25 cm. Beim Pflanzen „bohrst“ du alle 10 bis 12 cm mit einem Stock oder Pflanzholz ein etwa zehn Zentimeter tiefes Loch und setzt die Pflanze in das Loch, ohne sie mit Erde zu bedecken. Angießen – fertig. Auf diese Weise bildet der Porree einen weißen Schaft aus.

          Wann soll ich Porree pflanzen?

          Sommer-Porree solltest du im März und April, Winter-Porree im Mai pflanzen. Damit die Pflanzen zum Pflanztermin groß genug sind, solltest du sie acht bis zwölf Wochen vorher im Haus aussäen.

          Porree-Beete vorbereiten

          Alte Pflanzenreste und Mulch entfernen und große Erdbrocken mit einem Rechen zerkleinern. Vor der Pflanzung solltest du den Boden mit einer Grabegabel lockern, ohne ihn zu wenden.

          Porree anbauen: So machst du deine Pflanzen glücklich :)

          Während oder vor der Kultur solltest du eine gute Nährstoffbereitstellung gewährleisten. Deswegen bringe ich bei der Pflanzung immer auch Hornspäne aus und dünge die Pflanzen ca. fünf Wochen nach der Pflanzung mit Brennnesseljauche.

          Porree pflanzen anbauen

          Wann ernte ich Porree?

          Die Standdauer kann abhängig von der Jahreszeit von 2 bis zu 8 Monaten variieren. Da Porree im Winter nicht sehr stark wächst (erst ab 5 Grad), ist es also gut möglich, ihn auch im Winter nach Bedarf über einen langen Zeitraum zu ernten.

          Die fiesesten Schädlinge und Krankheiten von Porree

          Generell gilt, dass man bei Liliengewächsen eine Anbaupause von 4-5 Jahren einhalten sollte. Aufgrund der vielen Schädlinge solltest du Porree im Sommer und Herbst mit einem Kulturschutznetz abdecken.

          Hier kommt dein Gemüsegarten-Beispielplan

          Mischkultur, Fruchtfolge, Vor-, Haupt- und Nachkultur… Einen Gemüsegarten-Anbauplan zu erstellen, kann einen ganz schön überfordern. Deswegen habe ich einen von vorne bis hinten ausgeklügelten Pflanzplan erstellt, in dem das alles schon beachtet ist und der dir dabei hilft, deine Beete das ganze Jahr über optimal zu nutzen.

          Im Moment biete ich meinen Newsletter Abonnenten diesen Pflanzplan als kostenloses Willkommensgeschenk an. Also trag dich gerne ein, dann bekommst du nicht nur den Plan, sondern auch regelmäßige Tipps zu allem, was im Garten gerade ansteht.

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            Hast du schon mal Porree angebaut? Was sind deine besten Tipps für eine gute Lauch-Ernte? (:

            Fruchtfolge

            Fruchtfolge erstellen: Schritt für Schritt zum perfekten Gemüsegarten-Fruchwechsel

            Es gibt ziemlich fiese Krankheiten und Schädlinge, die einem den Gartenspaß gründlich vermiesen können. Zum Glück gibt es aber Methoden, um dem entgegenzuwirken – und die einfachste und natürlichste ist eine gut ausgeklügelte Fruchtfolge. :)

            Deswegen möchte ich dir in diesem Artikel erklären, wie du eine richtig gute Fruchtfolge erstellst! Fruchtfolgen sind das Gegenteil von Monokultur, das heißt, auf einem Beet werden jedes Jahr ganz unterschiedliche Pflanzen angebaut und nicht immer dieselben. Fruchtfolgen haben die Gesundheit meines Gartens von Anfang an sehr bereichert und ich kann sie nur jedem ans Herz legen!

            Fruchtfolge
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            Wozu Fruchtfolgen?

            Die meisten Schädlinge und Krankheiten sind genau auf Ihr Lieblingsgemüse spezialisiert und befallen eine Pflanze oder eine Pflanzenfamilie immer und immer wieder. Wenn du also jedes Jahr wieder auf demselben Beet genau dieses Lieblingsgemüse anbaust, tischst du denen ja genau das auf, was sie haben wollen!

            So können sich dann Schädlinge und Krankheiten super einfach in deinem Garten verbreiten, befallen jedes Jahr wieder die Pflanzen und setzen sich letztendlich in deinem Garten fest.

            Deswegen ist es so wichtig, dass du das Ganze rotierst und auf deinen Beeten immer wieder andere Gemüse anbaust, sodass jedes Jahr eine neue Pflanzenfamilie in den Beeten steht.

            Ein weiterer Punkt, warum Fruchtfolgen wichtig sind, ist die Nährstoffversorgung deiner Gemüsepflanzen. Wenn du die Nährstoffe deiner Düngergaben optimal nutzen möchtest, dann ist eine geplante Fruchtfolge die beste Methode dafür!

            Die Fruchtfolge ist ein Teil der Anbauplanung, genauso wie die Mischkultur oder die gestaffelte Ernte. Wenn du noch am Anfang deines Pflanzplan stehst, dann schau dir am besten erstmal meinen Grundlagen-Artikel über Anbauplanung an! Dafür bitte einmal hier entlang: :)

            In 6 Schritten zum Gemüsegarten-Pflanzplan

            Und falls du lieber Videos schaust, statt zu lesen, ist hier die Video-Version dieses Artikels:

            Pssst: Wenn dir vor lauter Anbauplanung schon der Kopf schwirrt, trag dich gerne für meinen kostenlosen, von vorne bis hinten ausgefuchsten Anbauplan ein:

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              Starkzehrer, Mittelzehrer & Schwachzehrer in deiner Fruchtfolge

              Wenn man den Nährstoffbedarf der Gemüsepflanzen betrachtet, wird klar, dass diese ganz unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse haben!

              Da gibt es zum einen die Starkzehrer, also sehr hungrige Gemüse, die viel Dünger oder Nährstoffe brauchen. Dann gibt es die Mittelzehrer, die mittel viel brauchen und es gibt Schwachzehrer, die mit wenig Nährstoffen super klarkommen.

              Wenn du in einem Beet im ersten Jahr Starkzehrer anbaust und ihnen eine Düngerladung verpasst, ist im nächsten Jahr noch genug von diesen Nährstoffen für die Mittelzehrer übrig. Im dritten Jahr kannst du dann auf diesem Beet Schwachzehrer anbauen. Mit dieser Abfolge nutzt du die Nährstoffe in deinem Garten sehr sinnvoll aus.

              Welche Pflanzen zu den Starkzehrern, Mittelzehrern und Schwachzehrern gehören, habe ich in diesem Artikel beschrieben. ;)

              Allerdings finde ich die Nährstoff-Thematik immer so ein bisschen zweitrangig, denn im Zweifel kann man immer einfach noch ein bisschen mehr düngen, wenn man doch eher wieder einen Starkzehrer statt eines Schwachzehrers anbauen möchte.

              Deswegen achte ich zwar schon auf die Nährstoff-Zusammensetzung und den Nährstoffbedarf der Pflanzen, aber wichtiger sind mir die Pflanzenfamilien, weil das dabei hilft, die Schädlinge und Krankheiten auszuhungern.

              Fruchtfolge

              Fruchtfolge einteilen mit Pflanzenfamilien

              Es gibt Pflanzenfamilien, die sehr hartnäckige Schädlinge und Krankheiten haben. Darunter fallen die Kreuzblütler, also alle Kohl-Gewächse, und die Leguminosen (Erbsen und Bohnen). Bei diesen beiden Pflanzenfamilien ist es ganz wichtig, darauf zu achten, die Anbaupause einzuhalten!

              Kreuzblütler: 6 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)

              Asiasalat (Mittelzehrer), Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi (Mittelzehrer), Pak Choi (Mittelzehrer), Radieschen (Mittelzehrer), Rettich, Rosenkohl, Rotkohl, Rucola (Schwachzehrer), Weißkohl, Wirsing

              Doldenblütler: 3-4 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)

              Knollenfenchel, Möhre, Pastinake, Petersilie, Sellerie, Wurzelpetersilie

              Hülsenfrüchte: 5-6 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)

              Buschbohne, Dicke Bohne, Erbse, Stangenbohne

              Zwiebelgewächse 5 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)

              Knoblauch, Lauch (Starkzehrer), Schalotten, Zwiebel

              Gänsefußgewächse: 3 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)

              Mangold, Rote Bete, Spinat

              Korbblütler: 3 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)

              Artischocke, Chicorée, Endivien, Haferwurzel, Radicchio, Salat, Schwarzwurzel, Zuckerhut

              Nachtschattengewächse: 4 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)

              Aubergine, Kartoffel, Paprika, Tomate

              Kürbisgewächse: 3-4 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)

              Gurke, Kürbis, Zucchini

              Baldriangewächse: 4 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)

              Feldsalat

              Süßgräser: 3 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)

              (Zucker)Mais

              Portulakgewächse: 3 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)

              Postelein

              Wegerichgewächse: 3 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)

              Hirschhornwegerich

              Windengewächse: 3 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)

              Süßkartoffeln

              Wenn ich einen Anbauplan erstelle, zeichne ich zuerst einen Umriss meines Gartens. Dann. puzzle ich ein bisschen rum und stelle das Gemüse so zusammen, dass ich wirklich alle Anbaupausen einhalte.

              Wenn ich zum Beispiel ein Beet mit Kohl bepflanzen will, sollte die Anbaupause fünf bis sechs Jahre betragen. Das heißt, ich kann nur auf jedes fünfte bis sechste Beet überhaupt Kohl pflanzen, damit ich die Beete in den nächsten Jahren easy-peasy rotieren lassen kann. ;)

              Die Beete werden also einfach jedes Jahr um einen Platz weiter verschoben, sodass dann erst nach fünf oder sechs Jahren der Kohl wieder auf demselben Beet angebaut wird.

              So puzzle ich dann mithilfe der Fruchtfolgen Tabelle hin und her, sodass ich am Ende genau weiß, welches Gemüse auf welchem Beet wachsen wird und wie die dann rotieren. Das Beste: Wenn du diese Rotation einmal festgelegt hast, ist es gar nicht mehr schwer, in den folgenden Jahren einen neuen Anbauplan zu erstellen, weil du das Grundgerüst deines Anbauplans dann ja schon ausgearbeitet hast und du deine Beete einfach immer nur um einen Platz verschieben musst. (:

              Ich mache jedes Jahr immer noch ein paar kleine Anpassungen an meinem Pflanzplan, wenn ich gemerkt habe, dass wir von einer Gemüseart zu viel oder zu wenig angebaut haben. Außerdem probiere ich super gerne Neues aus. Ich habe zum Beispiel Lust, im neuen Jahr Erdnüsse anzubauen (toller Plan, oder? ;)), und überlege mir deswegen, auf welches Beet die am besten passen und baue sie in meinen Pflanzplan mit ein.

              Aber das Grundgerüst des Gartenplans steht, und das ist langfristig super praktisch!

              Gemüsegarten-Pflanzplan

              Für alle von Euch, denen die Erstellung eines eigenen Anbauplans zu kompliziert ist, habe ich einen schon fix und fertigen Anbauplan ausgetüftelt.

              In dem Pflanzplan habe ich die Fruchtfolgen bedacht und es wachsen nur Gemüse zusammen, die als Mischkultur-Partner auch wirklich gut miteinander funktionieren. Außerdem ist alles so getaktet, dass du kontinuierlich aus deinem Garten ernten kannst!

              Hier kannst du dich für den Pflanzplan eintragen:

              Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

              Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

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                Noch mehr spannende Artikel rund um die Anbauplanung

                Mit diesen Artikeln möchte ich dir helfen, einen ausgefuchsten, richtig guten Anbauplan zu erstellen:

                Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

                28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

                Wie hältst du das mit der Fruchtfolge? Ich freue mich, wenn du einen Kommentar dalässt und über deine Erfahrungen berichtest! (:

                Zucchini pflanzen und anbauen

                Der komplette Zucchini-Guide – Zucchini pflanzen, anbauen & ernten

                Wenn du selber Zucchini pflanzen möchtest, dann gleich das Beste vorneweg: Zucchinipflanzen sind sehr pflegeleicht und mit ein paar Tricks liefern sie den ganzen Sommer eine schier endlose Ernte frischer Früchte. :)

                Wir ernten sie, solange sie klein sind, dann schmecken sie unvergleichlich viel süßer und zarter als die Zucchini, die man im Supermarkt bekommt. Auch die Blüten kannst du essen – zum Beispiel gefüllt oder im Salat. Eine großartige Pflanze! Deswegen kommt hier mein Rundumschlag zum Thema Zucchini pflanzen. Viel Spaß beim Lesen und Garteln!

                Zucchini pflanzen und anbauen
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                Die besten Zucchini-Sorten

                „Zuboda“, oder die gestreifte „Cocozelle von Tripolis“

                Wie viele Zucchini soll ich pflanzen?

                Zwei Pflanzen reichen für eine vierköpfige Familie vollkommen aus.

                Gute Mischkulturpartner für Zucchini

                Bohnen, Mais, Zwiebeln

                Deine anderen Gemüse sind auch noch auf der Suche nach passenden Beetnachbarn? Dann einmal bitte hier entlang:

                28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

                Ideale Bedingungen für Zucchini

                Früh erwärmende Böden (höherer Sandanteil) mit einem hohen Humusanteil sind optimal. Auch eine gute Wasserhaltekapazität wirkt sich positiv auf den Ertrag aus. Ganz besonders wichtig sind aber die Temperatur und das Wetter. Hohe Temperaturen mit moderatem Niederschlag führen zu hohen Erträgen. Zucchini brauchen einen sonnigen Standort.

                Zucchini auf dem Balkon anbauen

                Du kannst deine Zucchini auch in einem Kübel auf dem Balkon pflanzen, dabei sollte dein Kübel mindestens 20 Liter fassen. Umso größer der Kübel, desto höher der Ertrag! ;)

                Damit deine Zucchinipflanze nicht unter Staunässe leidet, sollten unbedingt Löcher in deinem Kübel sein! Um deine Pflanze langfristig mit Nährstoffen zu versorgen, kannst du eine Portion Hornspäne mit in das Pflanzloch geben.

                Zucchini aussäen oder pflanzen?

                Man kann Zucchini von Mitte Mai bis Mitte Juni pflanzen oder säen. Bei Zucchini ist es klug, zwei oder drei versetzte Aussaaten zu tätigen, Zucchinipflanzen werden nämlich sehr zuverlässig im Spätsommer von Mehltau befallen. Während der Mehltau bei älteren Pflanzen starke Ertragsrückgänge zur Folge hat, sind jüngere Pflanzen in der Lage, trotzdem weiter Zucchini zu produzieren.

                Deswegen meine Tipps: eine Zucchinipflanze Mitte April im Haus vorziehen und Mitte Mai pflanzen, eine zweite Pflanze Mitte Mai direkt im Beet aussäen und eine dritte Pflanze Mitte Juni im Beet aussäen. So streckt sich das Erntefenster bis in den Herbst hinein. Wenn dir drei Zucchinipflanzen zu viel sind, lass die zweite Aussaat einfach weg.

                Beim Vorziehen säst du die Samen direkt in große Töpfchen, sodass du die Pflanzen später nicht mehr pikieren musst. Zucchinipflanzen werden nämlich nicht gerne umgetopft.

                Kleiner Tipp: Am besten säst du jeweils zwei Samen zusammen aus, dann kannst du sicher sein, dass mindestens einer aufgeht. Falls beide aufgehen, lässt du die stärkere Pflanze stehen.

                Wenn du Zucchinipflanzen zur Pflanzung Mitte Mai vorziehst, solltest du sie Mitte bis Ende April im Haus aussäen. Eine Zucchinipflanze benötigt einen knappen Quadratmeter Beetfläche.

                Zucchini pflanzen und anbauen

                Zucchinipflanzen kaufen

                Wenn du keinen Platz oder keine Zeit hast, um selber Zucchinipflanzen vorzuziehen, dann kannst du sie auch auf Pflanzenmärkten oder im Baumarkt kaufen.

                Zucchini-Beete vorbereiten

                Wenn du den Boden einige Wochen vor der Pflanzung mit einer Grabegabel lockerst, erwärmt sich der Boden schneller. Ansonsten ist es für die Direktsaat vorteilhaft, ein eher feines Saatbett zu haben, während bei der Pflanzung ein gröberes ausreicht.

                Wenn du bei der Aussaat oder Pflanzung ein paar Hornspäne mit ins Pflanzloch gibst, sind deine Zucchinipflanzen mit einem guten Langzeitdünger versorgt.

                Zucchini anbauen: Die Pflege

                Junge Zucchinipflanzen solltest du mit einem Schneckenkragen schützen. Sobald deine Pflanzen 10 cm hoch sind, solltest du sie zum ersten Mal mulchen. Im Sommer kannst du die Mulchdecke dann auf bis zu 20 cm erhöhen.

                Ich bin bekanntlich ein riesengroßer Fan von Mulch im Gemüsegarten: Er unterdrückt Unkräuter, hält den Boden feucht, füttert das Bodenleben und verrottet nach und nach zu wertvollem Dünger. Wie du deinen Garten mulchst, erfährst du hier:

                So funktioniert Mulchen: Schritt für Schritt zum Mulchbeet

                Ich dünge meine Zucchini gerne, indem ich eine Handvoll Hühnermist auf der Mulchdecke ausbringe. Der Regen spült die Nährstoffe an die Wurzeln und verdünnt den Mist so weit, dass die Pflanzen ihn gut vertragen.

                Bei einer dünneren Mulchdecke wäre frischer Hühnermist zu scharf. Dann kannst du deine Pflanzen stattdessen alle vier bis fünf Wochen mit verdünnter Brennnesseljauche düngen.

                Wann ernte ich Zucchini?

                Zucchini sind bei der Ernte noch nicht reif. Wären sie reif, würden sie nicht mehr schmecken. Etwa fünf Wochen nach der Pflanzung kann mit der Ernte begonnen werden. Von da an liefern deine Pflanzen fast täglich frische Zucchini. Je jünger du sie erntest, desto zarter und süßer sind sie.

                Lässt du die Zucchini zu großen Keulen ausreifen, hören die Pflanzen auf, neue Früchte zu produzieren. Stattdessen ist es besser, spätestens alle zwei Tage die jungen Früchte zu ernten.

                Zucchini pflanzen und anbauen

                Wenn du Zucchini pflanzt, kommst du also schnell an den Punkt, an dem dir die Zucchini einfach nur noch zu den Ohren herauskommen. Deswegen ist hier mein bestes Rezept für die Zucchinischwemme:

                Zucchini einmachen: Leckere Zucchini-Anstipasti!

                Krankheiten und Schädlinge von Zucchini

                Gegen den echten und den falschen Mehltau kann man, wie auch bei den Kürbissen, nicht viel ausrichten. Wenn du zwei oder drei Pflanzen versetzt aussäst, kannst du dir aber wie oben beschrieben eine lange Ernteperiode sichern, auch wenn die erste Pflanze von Mehltau befallen ist.

                Um das Gurken- und Zucchinigelbmosaikvirus in Zaum zu halten, ist es hilfreich, das Erntemesser regelmäßig zu desinfizieren, sodass die Viren nicht mit dem Messer von Pflanze zu Pflanze wandern. Solltest du eine Pflanze mit diesen Viruserkrankungen im Garten haben, ist es am besten, sie herauszureißen, bevor sich die Krankheit im ganzen Garten ausbreitet.

                Generell sind Zucchini aber recht pflegeleicht und liefern gute Erträge bei wenig Arbeit.

                Gemüsegarten-Beispielplan

                Du möchtest deine Beete dieses Jahr optimal nutzen und deine Pflanzen durch eine ausgeklügelte Mischkultur & Fruchtfolge auf natürliche Weise gesund halten? Dann dir gerne meinen kostenlosen Gemüsegarten-Pflanzplan! Der Plan ist so ausgelegt, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest und die Beete zu jedem Zeitpunkt optimal bepflanzt sind.

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                  Hast du schon mal Zucchini angebaut? Was sind deine liebsten Zucchini-Sorten? Ich freue mich über deinen Komentar! :)