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Gefüllte Vorratskammer

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Hand aufs Herz – beim Thema Botulismus wird mir ein bisschen mulmig zumute. Das liegt vor allem daran, dass immer noch viel zu wenig über die Gefahr beim Einkochen bekannt ist. Aber das wollen wir jetzt ändern! 

Ihr habt mir in den letzten Monaten viele Fragen zu dem Thema geschickt. Teilweise war ich da ehrlich gesagt selbst überfragt! Deshalb habe ich mir heute einen Experten ins Boot geholt, dem ich eure kniffeligsten Fragen stellen konnte.

Was er mir zum Thema Botulismus erzählt hat und was es beim Einkochen alles zu beachten gibt, erfährst du in diesem Artikel.

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Botulismus – selten, aber ernst

Du hast noch nie von Botulismus gehört? Da bist du nicht allein. Denn in Deutschland wird leider kaum darüber geredet. In vielen anderen Ländern wissen die Menschen da viel besser Bescheid und gehen ganz selbstverständlich mit dem Thema um.

Fangen wir aber mal ganz vorne an: Was ist Botulismus überhaupt?

Botulismus ist eine seltene, aber tödliche Vergiftung, die durch Bakterien ausgelöst wird. Clostridium botulinum heißen diese Bakterien. Sie kommen ganz natürlich quasi überall vor: Auf deinem Gemüse, auf unseren Händen, in der Erde – die Botulinum-Bakterien sind ziemlich allgegenwärtig.

Die Bakterien selbst sind aber erstmal ganz harmlos. Gefährlich werden erst die Toxine, welche die Bakterien unter ganz bestimmten Bedingungen bilden. Das passiert, wenn die Umgebung der Bakterien anaerob ist und einen hohen pH-Wert hat. Also unter Luftabschluss in einem nicht besonders sauren Milieu. Erst dann fangen die Bakterien an, Toxine zu bilden. Und die wiederum sind dann richtig gefährlich, wenn wir sie versehentlich zu uns nehmen.

Und genau da ist der Haken: Wenn wir Gemüse haltbar machen, kreieren wir ganz häufig genau die Bedingungen, unter denen die Bakterien Toxine bilden können. Denn Haltbarmachen passiert ja ganz oft durch Luftabschluss. Und dadurch befördern wir so unwissentlich Botulinum-Bakterien in eine Umgebung, in der sie anfangen, Toxine zu bilden – und zwar ausgerechnet in unseren Einkochgläsern!

Psst: Falls du lieber Videos schaust, ist hier die YouTube-Version:

Moment mal…sterben die BotuslismusBakterien beim Einkochen denn nicht ab? 

Schön wär’s! Aber ganz so einfach ist die Sache leider nicht. Clostridium botulinum gehört leider zu den Bakterien, die sich von Temperaturen rund um den Siedepunkt nicht beeindrucken lassen.

Botulismus Bakterium

Genauer gesagt bilden sie hitzebeständige Sporen. Diese Sporen überleben das Einkochen und haben dann in der Vorratskammer alle Zeit der Welt, um wieder auszukeimen und Bakterien zu bilden, die dann Toxine produzieren.
 
Hut ab vor den kleinen Kerlchen, die haben ganz schön was drauf! Für uns ist das aber schon mehr als ärgerlich: Wir kochen ein, räumen weg, holen die Einkochgläser Monate später wieder hervor und dann sind sie in der Zwischenzeit toxisch geworden.

Und wir bemerken davon gar nichts! Denn das Botulinumtoxin ist geschmacks- und geruchslos. Oft bilden sich bei dem Vorgang noch nicht mal Gase. Die Gläser gehen also auch nicht von allein auf oder haben gewölbte Deckel, an denen wir die Lunte riechen könnten. Nein, wir haben keinen blassen Schimmer was vor sich geht, und genau das ist so gefährlich.

Botulismus-Fragestunde mit einem Experten

Was also tun? Da Botulismus wirklich schlimme Folgen haben kann, habe ich einen Experten eingeladen um all die kniffligen Fragen, die ihr auf dem Herzen hattet, jemandem zu stellen, der wirklich Ahnung hat. Ich hatte Glück und konnte Andreas für ein Gespräch gewinnen. Andreas ist Mikrobiologe und Lebensmittelkontrolleur, und kennt sich bestens mit dem Thema aus.

Achtung: Andreas schildert in dem Gespräch sehr ausführlich, wie eine Botulismusvergiftung abläuft. Wenn du das lieber nicht lesen willst, dann überspringe einfach die erste Antwort von Andreas.

Interview mit Lebensmittelexperten Andreas

Marie:  Hallo Andreas, schön dass du da bist. Ich habe mich schon viel mit Botulismus beschäftigt und weiß, dass die Vergiftung tödlich enden kann. Viel mehr weiß ich dazu aber nicht. Magst du mal erzählen, wie so eine Botulismus-Vergiftung abläuft?

Andreas: Ja, gerne. Botulismus ist leider ziemlich hinterhältig. Es fängt damit an, dass man ein Lebensmittel isst, das verdorben ist. Vielleicht werden die Finger dann ein bisschen taub oder man sieht schlechter, aber vor allem wird man erstmal tierisch müde. Das passiert, weil das Botulinumtoxin ein Neurotoxin ist, das auf das Nervensystem wirkt und langsam anfängt, es zu lähmen. Dadurch entsteht dieses Gefühl der Erschöpfung oder Müdigkeit.

Die meisten Betroffenen legen sich dann meist für eine Weile hin, um sich auszuruhen und schlafen dabei ein. Beim Aufwachen ist die Lähmung dann meist schon so weit fortgeschritten, dass sich Arme und Beine nicht mehr bewegen lassen. Die Lähmung setzt sich dann immer weiter fort, bis sie schließlich die atemnotwendigen Muskeln und das Herz betrifft.

Marie: Ab welcher Menge geschieht diese Reaktion denn? Stimmt es, dass ein Löffel mit verdorbenem Einkochgut theoretisch schon reicht, um eine Vergiftung hervorzurufen?

Andreas: Das stimmt leider. Das Botulinumtoxin ist das stärkste natürliche Nervengift der Welt. Wenn sich da in einer Konserve bereits Toxine gebildet haben, ist da tatsächlich schon ein Löffel lebensbedrohlich. Deshalb kann es leider schon schlimme Folgen haben, wenn man einfach mal probiert, ob das Eingekochte noch gut ist.

Marie: Okay, das ist ja ganz und gar nicht ohne. Wie geht man denn jetzt am besten damit um, wenn man Einkochgläser zuhause hat, die man nicht sicher eingekocht hat? Meines Wissens gibt es für Konserven, bei denen man sich unsicher ist, ob sie noch gut sind, eine ganz einfache Lösung: Vor dem Verzehr für 10 Minuten sprudelnd aufkochen und Botulismus ist ausgeschlossen, stimmt das?

Andreas: Genau. Beim Aufkochen werden die Toxine denaturiert und dadurch unschädlich gemacht. Es sind nämlich nur die Sporen, welche die hohen Temperaturen überleben können, nicht aber das Gift selbst. 

Marie: Damit ist man dann also immer noch auf der sicheren Seite. Aber sooo schön ist die Vorstellung nicht, oder? Da bin ich eher ein Freund davon, es gleich richtig zu machen!

Gefahr gebannt – ganz sicher einkochen ohne Botulismus

Andreas hat mich richtig darin bestärkt, Botulismus zwar ernst zu nehmen, mich davon aber bloß nicht vom Einkochen abhalten zu lassen. Es ist nämlich gar nicht schwer, sicher einzukochen. Also so, dass die Gefahr von Botulismus gar nicht erst besteht. Und Einkochen macht schließlich super viel Spaß!

Jetzt aber mal eine gute Nachricht: Es gibt ganz viele Lebensmittel, die sowieso gar nicht von Botulismus betroffen sind, weil sie so viel Säure haben, dass die Bakterien dort nicht überleben. 

In sauren Lebensmitteln fühlen sich die Bakterien nämlich gar nicht wohl und können sich nicht vermehren. Obst (bis auf Bananen) kannst du daher absolut bedenkenlos in einem ganz normalen Kochtopf im Wasserbad einkochen. Juchuu! Bühne frei für Apfelmus und Zimtpflaumen! :)

Damit beim Einkochen im Wasserbad auch nichts schief geht, habe ich eine praktische Checkliste erstellt. Hier kannst du sie dir ganz fix runterladen:

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    Bei Gemüse und Fleisch musst du allerdings aufpassen, die kannst du leider nicht so unkompliziert im Wasserbad einkochen.

    Nur Tomaten sind eine Ausnahme, weil sie mehr Säure enthalten als andere Gemüse. Weil das aber super sortenabhängig ist, gehst du auch da besser auf Nummer sicher. Ich gebe daher, wenn ich Tomatensauce einkoche, immer ein bisschen Zitronensaft dazu. Dadurch wird der pH-Wert abgesenkt und ich bin auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

    Das funktioniert auch bei vielen anderen Rezepten. Zum Beispiel kann man Bohnen, die von Natur aus ja so gar nicht sauer sind, mit Essig einkochen. Dadurch wird der pH-Wert gesenkt und den Botulinumbakterien wird es zu ungemütlich.

    Du musst dir dabei aber wirklich sicher sein, dass der Inhalt deiner Einkochgläser auch sauer genug ist. Der pH-Wert muss unter 4,5 liegen, überall im Glas. Halte dich da also unbedingt an Rezepte, die sorgsam durchdacht sind und deren Quelle du absolut vertraust.

    In meinem kostenlosen Bootcamp, einem Mini-Videokurs rund ums haltbar machen, gibt es übrigens ein tolles Zucchinirezept, das genau so funktioniert.  Damit kannst du ganz easy superleckere süßsaure Zucchini im Wasserbad haltbar machen.

    Wenn du beim kostenlosen Bootcamp dabei sein willst, dann trag dich hier für einen Zugang zum Minikurs ein. :)

    Säurearme Lebensmittel sicher einkochen

    All jene Rezepte und Lebensmittel, die einen höheren pH-Wert haben (also nicht sonderlich sauer sind) musst du beim Einkochen stärker erhitzen, damit die hartnäckigen Sporen abgetötet werden. Je nach Rezept müssen dafür Temperaturen von 120°C entstehen. Das ist im Wasserbad in einem normalen Topf physikalisch leider unmöglich.

    Deshalb koche ich alle Gemüse (bis auf Tomaten) nur im Druckeinkochtopf ein. Mithilfe des Drucks kann so ein Topf viel höhere Temperaturen aufbauen als ein normaler Kochtopf. Diese hohen Temperaturen überleben dann auch die Sporen nicht mehr und haben keine Chance, sich in meinen Gläsern breit zu machen.

    Ich wurde ganz oft gefragt, ob man stattdessen nicht einfach im Backofen einkochen kann. Der wird ja schließlich auch richtig heiß. Leider funktioniert das aber nicht. Denn auch wenn du deinen Backofen auf 250°C stellst, kocht das Wasser in deinen Einkochgläsern bei 100°C und wird kein Grad heißer.

    Es geht also nur mit Druck. Denn mit dem Druck verschiebt sich die Temperatur, bei der das Wasser anfängt zu kochen. Und dadurch kannst du insgesamt viel höhere Temperaturen erreichen.

    Prinzipiell ist das in jedem Druckkochtopf möglich, also auch in Schnellkochtöpfen. Bei denen gibt es allerdings ein großes ABER. Denn es ist ganz wichtig, dass dein Topf zuverlässig Temperaturen über 116°C hält. So richtig sicher kannst du dir da eigentlich nur sein, wenn dein Topf eine Druckanzeige hat, auf die du dich verlassen kannst.

    Botulismus - Druckkochtopf

    Damit kannst du dann ganz sicher bei dir zu Hause säurearme Lebensmittel haltbar machen – ohne Botulismusgefahr. Juchuuuu!

    Kleiner Tipp: Wenn du noch keinen Schnellkochtopf oder Druckeinkochtopf hast und dir einen kaufen willst, dann nimm ruhig ein etwas größeres Modell. So kannst du dann auch eine ordentliche Menge an Gläsern auf einmal einkochen.

    Damit du dann im Gläsermeer in der Vorratskammer dann nicht den Überblick verlierst, gibt es hier wunderschöne Etiketten, mit denen du deine Vorräte beschriften kannst:

    Etiketten zum Selber-Beschriften

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      Botulismus-Fragerunde Teil 2

      So einfach habe ich Andreas aber nicht davonkommen lassen. Auf meiner Liste standen schließlich noch ein paar Fragen, die ich ihm unbedingt stellen wollte. Weiter geht’s!

      Marie: Wie lange muss ich denn im Druckkochtopf einkochen, damit alle Sporen auch sicher abgetötet sind?

      Andreas: Das lässt sich leider nicht pauschal sagen. Denn da kommen mehrere Faktoren zusammen. Die benötigte Zeit hängt ganz von der Temperatur im Druckkochtopf, dem Volumen der Einkochgläser und der Konsistenz des Einkochgutes ab. Deshalb kommt es immer ganz individuell auf das jeweilige Rezept an.

      Bei der Konsistenz gilt: Je höher der Wasseranteil, desto einfacher kann die Hitze ins Innere der Gläser vordringen. Und genau das ist ja notwendig, um alle Sporen zu erwischen. Bei zähflüssigeren Konsistenzen ist das manchmal schwierig. Die würde ich also eher nicht einkochen.

      Marie: Ja, das habe ich auch schon gehört. Ich rate auch immer davon ab, dicke Suppen und Kartoffelpürree einzukochen.

      Andreas: Dazu gibt es sogar eine Faustformel! Wenn man eine Suppe im Topf köcheln lassen kann, ohne dass sie anbrennt, dann ist sie flüssig genug, um sie sicher einzukochen. Denn dann ist der Wassergehalt so hoch, dass die Hitze sich gut verteilen kann.

      Aber eigentlich reichen Faustformeln beim Einkochen nicht. Auch nicht, wenn man im Druckkochtopf einkocht. Es kommen einfach so viele Variablen zusammen: Salzgehalt, pH-Wert, Konsistenz, und dann ist jedes Gemüse ja auch nochmal ganz anders. Deshalb sollte man sich wirklich an sichere, von Profis entwickelte Rezepte halten.

      Marie: Jetzt noch eine ganz andere Frage: Muss ich auch etwas beachten, wenn ich Gemüse in Öl einlege und so haltbar mache? Da besteht schließlich auch Luftabschluss. Gibt es da auch Botulismusgefahr?

      Andreas: Ja, die gibt es. Es ist leider nicht sicher, in Öl einzulegen. Denn die Öltröpfchen ummanteln das Gemüse, sodass sich in den Tröpfchen Botulinumtoxine bilden können. Davon würde ich also abraten.

      Marie: Okay, das ist richtig gut zu wissen. Danke für all dein Expertenwissen!

      Botulismusfreie Alternativen zum Einlegen

      Dass es nicht sicher ist, Gemüse in Öl einzulegen, ist natürlich schade. Aber es gibt ja noch mehr Möglichkeiten, dein Gemüse haltbar zu machen, die absolut sicher sind.
       
      Zum einen kannst du es einfrieren. Das ist eine tolle Möglichkeit, Pesto haltbar zu machen! Eingefrorene Lebensmittel haben es schließlich schön luftig, und außerdem ist es den Bakterien in der Gefriertruhe auch viel zu kalt. Einfrieren ist also sicher, da besteht keine Botulismusgefahr.

      Gemüse fermentieren

      Eine weitere Möglichkeit ist das Fermentieren. Da bin ich ja sowieso ein Riesenfan von! Beim Fermentieren versuchen wir, einen Luftabschluss zu erzeugen, wenn wir das Gemüse so richtig einstampfen. Bei dieser Methode eilen uns aber andere Bakterien zu Hilfe. Die Milchsäurebakterien, die so typisch für Fermente sind, senken den pH-Wert nämlich ordentlich ab und den Botulismusbakterien wird es viiiel zu sauer.

      Pssst: Dieses Rezept für fermentierte Tomaten kann ich nur empfehlen. Es ist superlecker!

      Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

      Schürze an, Gemüse geschnippelt und den Kochlöffel geschwungen!

      Ich hoffe, deine dringendsten Fragen rund ums Thema Botulismus sind nun geklärt und du bist ausgerüstet mit allem nötigen Wissen, um dein Gemüse sicher einzukochen.

      Ich möchte nämlich auf gar keinen Fall, dass du aus Sorge vor Botulismus damit aufhörst. Dafür macht Einkochen nämlich viel zu viel Spaß …und füllt deine Vorratskammer nebenher mit lauter Leckereien für die kalte Jahreszeit.

      Also, besorg dir einen Druckkochtopf und sichere Rezepte und leg los!

      Wenn du noch ein bisschen Inspiration brauchst dann schau doch mal hier:
       
       Birnen einkochen: von Omas Rezept bis richtig trendy!

      Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

      Bohnen einkochen – von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

      Welches Gemüse oder Obst kochst du am liebsten ein?

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      Apfelsaft selber machen

      Leckeren Apfelsaft selber machen – auch ohne Entsafter!

      Wenn du vor lauter Äpfeln kaum noch weißt, wohin mit den knackigen Früchten, kannst du ganz einfach super leckeren Apfelsaft selber machen! So hast du auch im Winter noch frische Trinkvitamine aus dem eigenen Garten – inklusive gratis Summer-Feeling. Hört sich gut an? Dann nichts wie los, Äpfel verwerten! :)

      Welche Apfelsorten eignen sich zum Apfelsaft herstellen?

      Ganz egal, welche Sorte du verwendest: Deine Äpfel sollten aus biologisch-kontrolliertem Anbau stammen. Äpfel gehören zu den Obstsorten, die im konventionellen Anbau bis zu 20 mal im Jahr gespritzt werden – und das möchten wir ja nicht unbedingt im Glas haben.

      Grundsätzlich kannst du aber aus jeder Apfelsorte Apfelsaft herstellen. Eine ausgewogene Mischung aus voll reifen, süßen und säuerlichen Äpfeln sorgt für einen besonders leckeren harmonischen Geschmack.

      Säuerliche Apfelsorten sind zum Beispiel Boskop, Berlepsch, Topaz, Granny Smith, Idared und Ontario.

      Zu den süßen Apfelsorten zählen Fuji, Gala, Pink Lady, Red Delicious und Rubinette. Und dann gibt es noch die süß-sauren Sorten wie zum Beispiel Cox Orange, Elstar, Pilot und Pinova.

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      Pssst, Nerd-Alarm on: Säuerliche Äpfel enthalten mehr „Quercetin” als süße Äpfel. Quercetin ist ein gelber Farbstoff, der freie Radikale fängt, antioxidativ wirkt und darum super gesund ist. In den sauren Apfel zu beißen ist also nicht unbedingt die schlechteste Idee! Nerd-Alarm off//. ;)

      Du hast nicht nur eine Apfel-, sondern auch eine Birnenschwemme? Hier findest du leckere Rezepte zum Birnen einkochen!

      Es gibt ziemlich viele Wege zu einem leckeren selbst gemachten Apfelsaft – das ist fast ein bisschen so wie die Möglichkeiten, nach Rom zu kommen. ;) Such dir doch den Weg heraus, der für dich am einfachsten ist!

      Apfelsaft selber machen ohne Entsafter

      Die gute Nachricht vorweg: Du brauchst keine speziellen Geräte, um leckeren Apfelsaft selber zu machen. Zwei große Töpfe, ein Sieb, ein Baumwolltuch, sterilisierte Flaschen und eventuell ein Glasheber genügen völlig!

      Vier einfache Schritte für das Apfelsaft einkochen ohne Entsafter:

      Schritt #1: Äpfel vorbereiten

      Du wäschst die Früchte sorgfältig und würfelst sie. Dann schneidest du unschöne oder faulige Stellen heraus. Wenn du aus dem Trester noch Apfelmus machen möchtest, solltest du auch Stiele und Kerngehäuse entfernen.

      Schritt #2: Äpfel kochen 

      Jetzt gibst du die Apfelstücke in einen Topf, bedeckst sie mit Wasser und kochst sie fünf Minuten auf.

      Das Sieb hängst du in den anderen Topf und legst darin das Baumwolltuch aus.

      Schritt #3: Apfelmasse auspressen

      Wenn die Kochzeit vorüber ist, schüttest du die Apfelmasse in das Sieb. Dann nimmst du das Baumwolltuch an allen vier Ecken, drehst es fest zusammen und presst soviel Saft wie möglich heraus.

      Schritt #4: Apfelsaft haltbar machen

      Voilá, dein Rohsaft ist fertig! Du kannst ihn jetzt noch mit Zucker oder Zitronensaft süßer oder säuerlicher machen oder mit Zimt und weiteren Gewürzen verfeinern – das hängt ganz von deinem Geschmack ab. Dann erhitzt du  den Saft auf 78 Grad Celsius und hältst diese Temperatur für fünf Minuten, schöpfst den Schaum ab und füllst ihn in sterilisierte Flaschen. 

      An einem kühlen Ort hält sich dieser Saft ungefähr ein Jahr.

      Hier gibt es noch mehr Tipps zum Einkochen im Topf.

      Hol dir deine Einkoch-Etiketten!

      Wenn du leckere Vorräte in deinem Regal stehen hast, wären doch ein paar schicke Etiketten dafür genau das Richtige! So behältst du easy-peasy den Überblick darüber, was du wann eingekocht hast und obendrein sehen sie auch noch richtig gut aus!

      Trag dich gerne hier ein und ich schicke dir die Etiketten per Mail zu!

      Etiketten zum Selber-Beschriften

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        Apfelsaft selber machenmit dem Schnellkochtopf

        Wenn du keine großen Mengen Apfelsaft herstellen möchtest, kannst du auch deinen Schnellkochtopf zum Entsaften verwenden, wenn er ein Volumen von mindestens sechs Litern hat. Du brauchst dazu den gelochten Einsatz und den Einsatz ohne Löcher.

        Vier einfache Schritte für das Apfelsaft selbst machen mit dem Schnellkochtopf:

        Schritt #1: Äpfel vorbereiten

        Du wäschst die Früchte sorgfältig und viertelst sie. Dann schneidest du unschöne oder faulige Stellen heraus. Wenn du aus dem Trester noch Apfelmus machen möchtest, solltest du auch Stiele und Kerngehäuse entfernen.

        Schritt #2: Schnellkochtopf vorbereiten

        Zuerst stellst du das Dreibein (den Abstandhalter) auf den Topfboden und gießt 300 ml Wasser in den Topf.

        Kleiner Kindheits-Flashback: Du baust jetzt ein Türmchen! :) Erst setzt du den ungelochten Einsatz auf das Dreibein und darauf den gelochten Einsatz. In den gelochten Einsatz kommen die vorbereiteten Äpfel hinein. Schon ist dein Entsaftungsturm fertig!

        Schritt #3: Äpfel entsaften

        Nach Anweisung in der Bedienungsanleitung deines Schnellkochtopfes entsaftest du jetzt deine Äpfel. Wenn der nötige Druck erreicht ist, beginnt die Entsaftungszeit. Sie beträgt für Äpfel 20 Minuten.

        Schritt #4: Apfelsaft abfüllen

        Wenn du nach Anweisung in der Bedienungsanleitung deinen Schnellkochtopf vom Überdruck befreit hast, öffnest du den Deckel und nimmst den gelochten Einsatz mit der entsafteten Apfelmasse heraus. Dann füllst du den Apfelsaft aus dem ungelochten Einsatz in sterilisierte Flaschen ab. Dabei solltest du zügig arbeiten, damit die Temperatur des Saftes nicht unter 78° Celsius fällt und er so keimfrei bleibt.

        Du kannst Lebensmittel übrigens mit ganz verschiedenen Methoden haltbar machen! Wenn du mehr darüber lernen möchtest, schau doch mal bei diesem Artikel vorbei: 6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst.

        Apfelsaft in Flaschen herstellen

        Apfelsaft selber machen mit dem Dampfentsafter

        Solltest du einen Dampfentsafter besitzen, bist du fein heraus: Das ist die müheloseste Methode, Berge von Äpfeln in leckeren Apfelsaft zu verwandeln! :)

        Vier einfache Schritte für das Apfelsaft machen mit dem Dampfentsafter:

        Schritt #1: Äpfel vorbereiten

        Du wäschst die Früchte sorgfältig und viertelst sie. Dann schneidest du unschöne oder faulige Stellen heraus. Wenn du aus dem Trester noch Apfelmus machen möchtest, solltest du auch Stiele und Kerngehäuse entfernen.

        Schritt #2: Dampfentsafter vorbereiten

        Du füllst in den unteren Teil des Dampfentsafters soviel Wasser, wie in der Bedienungsanleitung vorgegeben ist und bringst es zum Kochen. Dann setzt du den Auffangbehälter und den Siebeinsatz auf. Befestige den Abfüllschlauch und klemme ihn mit der dazugehörigen Klammer ab.

        Kleiner Tipp: Nicht vergessen, sonst ist die Schweinerei in deiner Küche perfekt! ;)

        Schritt #3: Äpfel entsaften

        Jetzt füllst du deine vorbereiteten Äpfel in den Siebeinsatz und setzt den Deckel auf. Der Dampfentsafter beginnt mit der Arbeit. Sobald du Flüssigkeit im Abfüllschlauch siehst, beginnt die Entsaftungszeit. Sie beträgt bei Äpfeln 90 Minuten. Du kannst zwischendrin die Apfelmasse umrühren und auch mit einem Löffel leicht pressen, um eine maximale Saftausbeute zu bekommen.

        Schritt #4: Apfelsaft abfüllen

        Beim Dampfentsafter ist das Abfüllen ein Kinderspiel: Du hältst einfach den Abfüllschlauch in deine sterilisierten Flaschen und füllst bis oben hin den Saft ein. Am besten benutzt du beim Abfüllen Topfhandschuhe, die Flaschen werden nämlich ziemlich heiß! :)

        Für Kirschen, Zwetschgen und Erdbeeren habe ich auch tolle Rezepte für dich!

        Apfelsaft selber machen mit dem Kaltentsafter

        Für ganz frischen Apfelsaft mit allen wertvollen Inhaltsstoffen und Vitaminen – morgens zum Frühstück – ist ein Kaltentsafter das perfekte Gerät. Natürlich ist dieser Saft nur ein paar Tage im Kühlschrank haltbar, aber du stellst davon ja auch nur sehr geringe Mengen auf einmal her. 

        Drei einfache Schritte für das Apfelsaft machen mit dem Kaltentsafter:

        Schritt #1: Äpfel vorbereiten

        Du wäschst die Früchte sorgfältig und schneidest unschöne oder faulige Stellen heraus. Dann schneidest du die Äpfel in die passende Größe.

        Schritt #2: Äpfel entsaften

        Du stellst eine Kanne unter deinen Kaltentsafter und schaltest ihn an. Dann packst du deine vorbereiteten Äpfel in den Einfüllstutzen und siehst zu, wie sich die Kanne mit dem leckeren Saft füllt.

        Psst, kleiner Tipp: Karotten und Ingwer sind tolle Saftpartner für deine Äpfel und außerdem super gesund!

        Schritt #3: Apfelsaft genießen!

        Frischer und schneller geht es nicht – dein Frühstückssaft ist ruckzuck fertig und du startest mit einem leckeren Vitaminboost in den Tag!

        Äpfel mit der Obstpresse entsaften

        Apfelsaft selber machen mit der Obstpresse

        Die Obstpresse ist wie ein riesiger Kaltentsafter: Du presst aus den Äpfeln ohne Temperatureinwirkung den Saft heraus. Das ist eine prima Möglichkeit, große Mengen an Äpfeln zu verwerten. Um den Saft auch im Winter noch genießen zu können, musst du den Apfelsaft nach dem Pressen noch haltbar machen.

        Drei einfache Schritte für das Apfelsaft machen mit der Obstpresse:

        Schritt #1: Äpfel vorbereiten

        Du wäschst die Früchte sorgfältig und schneidest unschöne oder faulige Stellen heraus. Dann mahlst du die Äpfel in einer Obstmühle zu Maische oder du schneidest die Äpfel in kleine Stücke.

        Schritt #2: Äpfel pressen

        Die gewonnene Maische füllst du in einen Press-Sack und gibst ihn in die Obstpresse. Auffangbehälter nicht vergessen! ;)

        Jetzt presst du solange, bis die Maische sich trocken anfühlt und kein Saft mehr austritt.

        Schritt #3: Apfelsaft pasteurisieren

        Dein Rohsaft würde sich nicht lange halten und schnell zu gären beginnen, wenn du ihn nach dem Pressen einfach nur abfüllst und lagerst.

        Deshalb erhitzt du ihn für fünf Minuten auf 78° Celsius und füllst ihn dann in sterilisierte Flaschen ab.

        Bevor du jetzt die Apfelsaftflaschen in deine Speisekammer verräumst, schau dir doch vorher noch meinen Artikel an, der dir dabei hilft, die Übersicht über deine Vorräte zu behalten: 7 clevere Tricks für eine gut sortierte Vorratskammer.

        Äpfel stampfen für Apfelsaft einkochen

        Leafto Root: Was tun mit dem Trester?

        Beim Apfelsaft machen bleibt eine ziemlich große Menge an ausgekochten Äpfeln übrig. Die wären zum Wegwerfen viel zu schade, weil du daraus noch ein super leckeres Apfelmus machen kannst!

        Dazu solltest du aber Kerngehäuse und Stiele vor dem Entsaften entfernt haben, weil die sich hinterher kaum aus dem Apfelbrei heraussammeln lassen.

        Dann ist der Rest nicht mehr viel Arbeit: Du gibst die Apfelmasse in eine Schüssel und pürierst alles möglichst fein. Anschließend schmeckst du das Mus mit Zimt, Zitronensaft und Zucker ab und füllst es in Gläser. Wenn du ein Luxus-Apfelmus haben möchtest, kannst du noch Rosinen dazugeben und gut unterrühren. ;)

        Deine Gläser kochst du bei 90° Celsius 30 Minuten lang ein und hast so wirklich alles von deinen Äpfeln verwertet. Cool, oder?

        Kleiner Tipp: Du hast vergessen, die Gehäuse aus den Äpfeln raus zuschneiden? Kein Problem – bei der Herstellung von Apfelessig ist das auch gar nicht nötig. Wenn du mehr über die Apfelessig Herstellung wissen möchtest, schau doch mal hier vorbei: Apfelessig selber machen – einfaches und gelingsicheres Rezept.

        Abwarten und Apfelsaft trinken?

        Im Regal hast du jetzt einige Flaschen leckeren Apfelsaft stehen? Die musst du nicht alle einfach nur pur trinken! Du kannst den Saft auch zu leckerem Apfelgelee, heißem Apfelpunsch oder Apfelschorle machen – sogar in einem Apfelkuchen oder in der Kürbissuppe macht sich der fruchtige Saft gut als Alternative zur Milch.

        Apfelsaft selber machen ist kinderleicht und du brauchst nicht unbedingt ein extra Equipment dazu. Die nächste üppige Apfelernte muss also nicht zum Zankapfel werden – nur zu köstlichem Apfelsaft. Yummie! :)

        Wenn du jetzt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Einkoch-Geschmack gekommen bist, schau dir doch auch diese Artikel an:

        Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

        Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen

        Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

        Hast du noch weitere Tipps und Tricks zum Apfelsaft selber machen? Ich bin gespannt auf deine Ideen!

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        Dreifarbige Bohnen

        Bohnen einkochen – von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

        Ob grün, lila oder gelb, Bohnen sind ein super leckeres Gemüse, das im Garten anspruchslos ist und dir eine reiche Ernte beschert!

        Wenn du dich also ab Juli vor einem Bohnenberg wiederfindest, den du beim besten Willen nicht innerhalb von ein paar Tagen wegschlemmen kannst, wird es Zeit zum Bohnen einkochen! Ich zeige dir, wie du die köstlichen Hülsenfrüchte schnell und sicher haltbar machen kannst. So hast du auch im Winter noch Bohnen in den Ohren ähm im Regal! ;)

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        Wie gesund sind Bohnen?

        Bohnen sind mit ihren Nährwerten ein super gesundes Gemüse! Sie haben mehr Eiweiß als Fleisch zu bieten und versorgen dich mit Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.

        Weil sie die Kohlehydrate nur langsam in die Blutbahn abgeben und dein Blutzuckerspiegel deshalb nicht plötzlich ansteigt, machen Bohnen lange satt. Sie können sogar den Cholesterinspiegel senken und sollen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose und Krebs vorbeugen. 

        Welche Bohnen kann ich einkochen?

        Es gibt sehr viele verschiedene Sorten von Bohnen, die du grundsätzlich alle einkochen kannst. Mit einem Buschbohnen Rezept kannst du genauso gut auch Stangenbohnen zubereiten oder Brechbohnen oder Dicke Bohnen. Lediglich Trockenbohnen musst du vor dem Einkochen über Nacht in Wasser einweichen.

        Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen – wie werden Bohnen besser verträglich?

        Wir sind ja unter uns ;) – deshalb kann dieses Thema ruhig auch zur Sprache kommen: Hülsenfrüchte wie Bohnen vertragen nicht alle Menschen gleich gut. Bei vielen führen sie zu Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden. Aber auch hier kannst du mit ein paar Tricks arbeiten!

        Trick #1: Bohnen gründlich waschen und (mit Natron) einweichen

        Wenn du Trockenbohnen einkochen möchtest, weichst du sie zusammen mit einem Gramm Natron pro Liter Wasser über Nacht ein und schüttest das Einweichwasser dann weg. So spülst du einen Teil der unverträglichen Stoffe einfach durch den Abfluss.

        Trick #2: Verdauungsfördernde Gewürze verwenden

        Kümmel, Anis oder Fenchel sorgen dafür, dass du deine Bohnen besser verträgst. Und lecker sind sie obendrein!

        Kräuter anpflanzen interessiert dich? Hier habe ich dir 18 tolle Kräuterpaare für dein Beet zusammengestellt!

        Trick#3: Menge langsam steigern

        Wenn du eine empfindliche Verdauung hast, isst du regelmäßig Hülsenfrüchte in kleiner und nur langsam ansteigender Menge. So gewöhnt sich dein Darm daran.

        Wenn deine eingekochten Gläser mit Bohnen und andere Vorräte reihenweise im Regal stehen, fehlt dir nur eins noch zum Glück: Die passenden Etiketten! Damit weißt du nämlich immer, was du wann eingekocht hast und behältst super einfach die Übersicht über deine eingekochten Schätze!

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          Wie kann ich meine Bohnen einkochen?

          Bohnen gehören zu den säurearmen Lebensmitteln und enthalten viel Eiweiß. Deshalb musst du unbedingt eine der drei folgenden drei Einkochmethoden wählen, damit du deine Ernte auch sicher haltbar machst und Botulismus vermeidest.

          Du hast diese drei Möglichkeiten zum Bohnen-Einwecken:

          #1: Bohnen im Wasserbad dreifach einkochen

          Um deine Bohnen sicher im Wasserbad haltbar zu machen, kochst du sie dreimal ein. Das bedeutet, dass du deine Gläser beim ersten Einkochvorgang nach Rezept befüllst und dann 120 Minuten bei 100° Celsius einkochst.

          Dann holst du deine Gläser heraus und kochst sie nach je exakt 12 Stunden Wartezeit noch zweimal für je 15 Minuten bei 100° Celsius ein. 

          Jetzt kannst du davon ausgehen, dass alle Sporen ausgekeimt und alle Botulismus-Bakterien abgetötet sind.

          #2: Bohnen einkochen im Schnellkochtopf

          Wenn du nicht sehr viele Gläser mit Bohnen einkochen möchtest, kannst du deinen Schnellkochtopf dazu verwenden, wenn er mindestens 115° Celsius erreicht. Botulismus-Sporen sterben nämlich erst bei dieser Temperatur ab.

          Ob dein Schnellkochtopf sie erreichen kann, liest du in der Bedienungsanleitung nach. Solltest du da keine Angaben finden, kannst du davon ausgehen, dass er die erforderliche Temperatur nicht erreicht und deshalb ungeeignet ist. 

          #3: Bohnen einkochen im Pressure Canner

          Wenn du einen Pressure Canner besitzt, kannst du viele Bohnengläser auf einmal haltbar machen. Dieser große Kessel kocht wie der Schnellkochtopf unter Druck und erreicht so die erforderliche Temperatur von 115° Celsius.

          Bohnen einkochen

          Jetzt geht’s ans Eingemachte – Rezepte zum Bohnen einkochen!

          Nach soviel Theorie wird es jetzt aber wirklich Zeit für die Praxis! :) Am besten erntest du deine Bohnen früh am Tag, denn da sind sie besonders knackig. Dann putzt du sie sorgfältig: Du wäschst sie gründlich ab, entfernst Blüten- und Stielansatz und schneidest unschöne Stellen weg.

          Deckel und Gummiringe kochst du in Essigwasser fünf Minuten lang aus, damit sie steril sind. Deine Gläser spülst du mit heißer Seifenlauge. Dann bist du perfekt vorbereitet!

          Bohnen dreifach einkochen: Der Allrounder

          Mit diesem Rezept bleibst du so flexibel wie möglich bei der Weiterverarbeitung, weil du nur wenig oder gar keine Gewürze einsetzt. So hast du die Möglichkeit, deine Bohnen als leckere Gemüsebeilage, als sauren Salat oder für einen Eintopf zu verwenden.

          Zutaten:

          • 1 kg frische Bohnen
          • nach Geschmack Bohnenkraut, Thymian, Fenchel oder Anis (kannst du auch weglassen)
          • Salzwasser

          In deinen Wecktopf gibst du soviel Wasser, dass die Gläser später bedeckt sind und erhitzt es. In einem anderen Topf kochst du Wasser auf, salzt es und blanchierst darin deine Bohnen für drei Minuten. Danach heißt es: Bohnen abgießen und kalt abbrausen, um den Kochvorgang zu stoppen.

          Jetzt kochst du in dem Topf neues Wasser auf und gibst je nach Geschmack Salz und Kräuter dazu. Die vorbereiteten Bohnen schichtest du möglichst dicht in Gläser und übergießt sie mit dem heißen Wasser. Dann verschließt du die Gläser mit Gummiring, Deckel und Klammern setzt sie mit einem Glasheber in den Wecktopf und stellst auch ein Thermometer hinein (falls in deinem Topf keins integriert sein sollte).

          Wenn das Thermometer 100° Celsius erreicht hat, beginnt die Einkochzeit. Sie beträgt 120 Minuten.

          Anschließend holst du deine Gläser heraus und lässt sie 12 Stunden bei Raumtemperatur stehen (Wecker nicht vergessen).

          Dann kochst du die Bohnengläser nochmal 15 Minuten lang bei 100° Celsius ein. Die Einkochzeit beginnt, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist. Jetzt holst du die Gläser wieder heraus und lässt sie 12 Stunden bei Raumtemperatur stehen.

          Nun kochst du die Gläser ein zweites mal für 15 Minuten ein und kannst dir danach sicher sein, dass den Botulismus Erregern der Garaus gemacht wurde.

          Einkochen ist noch neu für dich? Dann schau gerne mal in meinem Grundlagen-Artikel über das Einkochen vorbei.

          Bohnen einkochen als Bohnensalat: Der perfekte Begleiter

          Wenn du dein Abendbrot aufwerten oder deinem gemischten Salat Pepp verleihen möchtest, ist ein Glas eingemachter Bohnensalat genial: Damit hast ruckzuck eine super leckere Beilage!

          Zutaten:

          • 750 g grüne Bohnen
          • 500 ml Weinessig (5 %)
          • 500 ml Wasser
          • 1 (rote) Zwiebel gewürfelt
          • Bohnenkraut
          • Salz, Pfeffer, Zucker

          In deinen Einkochtopf gibst du soviel Wasser, dass die Gläser später darin bedeckt sind und erhitzt es. In einem Topf kochst du Wasser auf, salzt es und blanchierst darin deine Bohnen für drei Minuten. Im Anschluss gießt du das Wasser ab und schreckst die Bohnen mit kaltem Wasser ab, um den Kochvorgang zu stoppen. 

          Jetzt kochst du Wasser, Essig, Zwiebel, Kräuter und Gewürze auf und schmeckst den Sud so ab, dass er dir weder zu sauer noch zu süß sondern gerade richtig erscheint. Die blanchierten Bohnen schichtest du möglichst dicht in Gläser und übergießt sie mit dem heißen Sud. Dann verschließt du die Gläser mit Gummiring, Deckel und Klammern, setzt sie mit einem Glasheber in den Einkochtopf und stellst auch ein Thermometer hinein, wenn in deinem EInkochtopf keins integriert ist.

          Wenn das Thermometer 100° Celsius erreicht hat, beginnt die Einkochzeit. Sie beträgt 60 Minuten.

          Dicke Bohnen in Tomatensoße einkochen: Der Hansdampf im Topf

          Wenn es mittags zeitlich mal wieder eng ist und du fix ein gesundes Essen auf dem Tisch bringen möchtest, ist dieser Eintopf unschlagbar. Du musst nur noch das Glas öffnen, alles aufwärmen und schon können du und deine Liebsten losschlemmen!

          Zutaten:

          • 250 g getrocknete Bohnen, über Nacht in Wasser eingelegt
          • 1 kg frische Tomaten oder gehackte Tomaten aus der Dose
          • 2 Knoblauchzehen
          • 2 EL Zitronensaft
          • Salz, Pfeffer, Zucker

          Das Einweichwasser schüttest du weg und spülst die Bohnen gründlich ab.

          In einem Topf erhitzt du frisches Wasser und kochst die Bohnen darin, bis sie weich sind. Das dauert ungefähr 90 Minuten.

          Jetzt halbierst du die Tomaten und schneidest sie in kleine Stücke oder öffnest die Tomatendosen – gibst alles in einen Topf und kochst es auf. Gepressten Knoblauch und Zitronensaft dazu geben und mit Salz, Pfeffer und Zucker so abschmecken, dass eine würzig-pikante Sauce entsteht.

          Bohnen dazugeben, alles noch fünf Minuten köcheln lassen und erneut abschmecken. In die Gläser füllen und dreifach einkochen wie oben beschrieben. 

          Eingekochte Bohnen

          Wie kann ich Bohnen sonst noch haltbar machen?

          Außer deine Bohnen einzukochen, kannst du sie auch einfrieren oder dörren. Bevor du sie einfrierst, solltest du sie aber für drei Minuten in Salzwasser blanchieren, abtropfen und abkühlen lassen. Dadurch erhalten sich Nährstoffe und Farbe besser und du tötest unerwünschte Mikroorganismen ab.

          Um deine Bohnen zu dörren, blanchierst du sie für drei Minuten, trocknest sie gut ab und lässt sie dann entweder in einem warmen Sommer an der Luft trocknen oder packst sie bei nicht mehr als 50° Celsius ins Dörrgerät, bis sie hart und trocken sind. Um sie verwenden zu können, weichst du sie vor dem Kochvorgang dann mindestens vier Stunden lang ein.

          Bohnen einkochen ist einfach und macht Spaß! Wenn dich deine Bohnen mit einer reichen Ernte beglücken, hast du viele Möglichkeiten, um sie für den Winter haltbar zu machen und diese leckeren Hülsenfrüchte jederzeit genießen zu können – auch wenn draußen Eis und Schnee herrschen. Das interessiert dich dann nicht die Bohne! ;)

          Einkochen ist dein neues Hobby? Dann schau unbedingt auch hier vorbei:

          Fleisch einkochen: Lies das, bevor du loslegst!

          Marmelade einkochen: Rezept mit vier einfachen Schritten

          Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

          Welche Tipps hast du zum Bohnen einkochen? Ich freue mich, von dir zu hören!

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          Tomaten trocknen

          Tomaten trocknen – den Geschmack des Sommers einfangen

          Was schmeckt noch tomatiger als frische Tomaten? Genau, getrocknete Tomaten. Wenn du gerade mehr Tomaten erntest als du essen kannst, ist es höchste Zeit, dir einen kleinen Wintervorrat anzulegen. Denn wenn du einen Teil deiner Tomatenernte trocknest, kannst du auch in der kalten Jahreszeit noch von der Süße des Sommers zehren.

          Um Tomaten zu trocknen, brauchst du nichts weiter als ein paar voll ausgereifte aromatische Tomaten. Die hängen gerade sowieso an deinen Tomatenpflanzen? Super, dann nichts wie ran an die Früchte! Los geht’s!

          Drei richtig gute Gründe, deine eigenen Tomaten zu trocknen

          Kennst du das? Du sehnst dich monatelang nach dem süßen Geschmack richtig leckerer reifer Tomaten und ziehst geduldig deine Tomatenpflänzchen groß. Und dann ist der Sommer auf einmal da und mit ihm die Tomatenschwemme. Endlich gibt es die aromatischen Früchte in Hülle und Fülle – viiiiel mehr, als du auf einmal essen kannst!

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          Erster guter Grund fürs Tomaten Trocknen: Deine Ernte clever verwerten

          Früher sind manchmal Teile meiner Tomatenernte auf dem Kompost gelandet, weil ich mit verwerten und aufessen einfach nicht schnell genug hinterher gekommen bin.

          Das ist zwar kein großes Drama, denn die Kompostwürmer freuen sich über die Leckerbissen und verwandeln faule Tomaten in fruchtbaren Kompost. Und der erfreut dann die nächste Tomatengeneration. So schließt sich der Kreis wieder und eigentlich geht nichts verloren.

          Aber super schade ist es schon, denn es fließen ja viel Zeit, Liebe und Vorfreude in die Aufzucht der Tomaten. Viel besser ist es deshalb, die Tomatenschwemme schlau zu verwerten. Tomaten zu trocknen ist da eine super Möglichkeit, um deine Ernte schnell und unkompliziert haltbar zu machen.

          Tomaten trocknen

          Hier habe ich dir aufgeschrieben, wie du Tomaten erfolgreich anbaust, sodass du dich kaum vor ihnen retten kannst!

          Zweiter guter Grund fürs Tomaten Trocknen: Die Tomatensaison verlängern

          Die Tomatensaison ist trotz Schwemme leider kurz und das Ende schnell in Sicht. Auch deshalb lohnt es sich, einen Teil deiner Tomaten für den Rest des Jahres haltbar zu machen. Im Winter freust du dich dann garantiert über die Abwechslung, die deine Tomaten auf den Teller zaubern!

          Psst: Neben Tomaten trocknen gehört bei mir mittlerweile auch das alljährliche Einkochen von Tomatensauce genauso selbstverständlich zum Sommer, wie lange Abende am Lagerfeuer, Schwimmen im See und Faulenzen in der Hängematte!

          Dritter guter Grund fürs Tomaten Trocknen: Den Geschmack des Sommers im Glas einfangen

          Getrocknete Tomaten haben im Vergleich zur Sauce den unschlagbaren Vorteil, dass in ihnen alle Aromen und all ihre Süße konzentriert sind. So werden sie zu richtigen Highlights auf dem Teller! Sie kitzeln nicht nur deinen Gaumen, sondern sorgen für eine regelrechte Geschmacksexplosion im Mund. Yams! :)

          Schon gewusst? Getrocknete Tomaten sind umami: Sie haben neben süß, sauer, salzig und bitter diese vierte herzhafte Geschmacksrichtung, die beim Essen für Glücksgefühle sorgt. Es gibt nicht viele Nahrungsmittel, die umami schmecken und sich super simpel haltbar machen lassen. Ein weiterer Grund, auf selbst getrocknete Tomaten nicht zu verzichten. Denn damit erweiterst du deinen Vorratsschrank um eine richtige Delikatesse, die auch im tiefsten Winter Urlaubserinnerungen weckt und mediterrane Stimmung verbreitet.

          In deinen Regalen reihen sich schon die Gläser mit eingekochten Schätzen? Dann würden ihnen doch sicher die schicken Etiketten gut stehen, die ich für dich entworfen habe! Die sind nicht nur schön, sondern du behältst auch ganz einfach die Übersicht darüber, was du wann eingekocht hast.

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          Etiketten zum Selber-Beschriften

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            Welche Tomaten eignen sich zum Trocknen?

            Grundsätzlich kannst du die allermeisten Tomaten trocknen. Sie sollten ganz ausgereift und top in Schuss sein. Also ohne Macken und Druckstellen. Die könnten nämlich dafür sorgen, dass die Tomaten schneller faulen als trocknen. Kleinere Macken kannst du aber auch einfach großzügig herausschneiden, wenn du deine Tomaten fürs Trocknen vorbereitest.

            Wenn deine getrockneten Tomaten auch noch fürs Auge so richtig was hermachen sollen, halte dich beim Trocknen an die roten Tomatensorten. Grüne und gelbe Sorten werden beim Trocknen nämlich schnell bräunlich und sehen dann nicht mehr so schön aus. Geschmacklich macht das aber keinen Unterschied. ;)

            Kleine Tomatensorten eignen sich leider nicht so gut, wenn du sie im Ganzen trocknen möchtest. Du kannst dann nämlich nicht feststellen, wie trocken die Tomaten im Inneren schon sind. Darum solltest du sie wenigstens einmal durchschneiden. Am besten nimmst du eine richtig leckere, mittelgroße, rote Tomatensorte – damit liegst du auf jeden Fall goldrichtig.

            Tomaten Erntekorb

            An die Tomaten, fertig, los!

            Du hast drei verschiedene Möglichkeiten, deine Tomaten zu trocknen: Im Backofen, im Dörrgerät oder in der Sonne. Alle drei haben Vor- und Nachteile, deshalb wählst du am besten die Trocknung aus, die für dich gut passt.

            Egal wie du es machst, es passiert im Grunde immer dasselbe: Wärme entzieht den Tomaten das Wasser. Der Trick dabei ist, die Tomaten möglichst zügig zu trocknen.

            Dauert das Ganze zu lange, können sich Schimmelpilze auf deinen Tomaten breit machen. Die fühlen sich auf den warmen und feuchten Früchten nämlich pudelwohl! Um das zu verhindern ist es wichtig, dass die feuchte Luft immer schnell abziehen kann. 

            Sind die Tomaten einmal trocken, bieten sie für Schimmelpilze keinen attraktiven Lebensraum mehr. Dadurch sind deine Tomaten dann haltbar.

            Tomaten an der Sonne trocknen – die nachhaltige Variante

            Sonnengetrocknete Tomaten sind die wohl nachhaltigste und günstigste Methode. Denn alles was du brauchst, ist Sonnenschein. Das ist in unseren Breitengraden aber auch genau das Problem: Du brauchst Sonnenschein! ;) Und zwar richtig verlässlichen, starken Hochsommersonnenschein für drei aufeinanderfolgende Tage.

            Solltest du in einem warmen, trockenen Klima wohnen, ist das natürlich keine große Herausforderung. Dann ist es eine tolle und energiesparende Methode, deine Tomaten an der Sonne zu trocknen. Sonnengeküsste Tomaten sind großartig!

            Auch Basilikum lässt sich gut trocknen und für den Winter haltbar machen!

            Wenn du dir nicht sicher bist, ob die Sonne in den nächsten Tagen verlässlich auftaucht, halte dich lieber an eine andere Methode. Sonst riskierst du, dass deine Tomaten nicht schnell genug trocknen und schlecht werden.

            So geht’s:

            • Tomaten waschen, abtrocknen und in schmale Schnitze schneiden.
            • Tomatenschnitze nebeneinander auf ein Gitter oder einen Rost legen und an einem sonnigen Platz aufstellen.
            • Die Tomaten tagsüber alle 2-3 Stunden auf dem Gitter wenden.
            • Nachts reinholen und morgens wieder rausstellen.
            • 3-4 Tage wiederholen, bis die Tomaten sich gummiartig anfühlen und biegsam sind.

            Lass dir deine Tomaten nicht stibitzen! Vögel entdecken die Leckerbissen nämlich schnell und bedienen sich dann gerne. Um das zu verhindern kannst du ein Netz über den Tomaten aufspannen. Achte dabei aber darauf, dass genug Platz bleibt, sodass deine Tomaten es luftig haben.

            Auch Schnecken machen dir das Leben schwer? Gegen die Schleimer habe ich viele Tipps für dich parat!

            Die Tomaten dürfen auf keinen Fall nass werden! Droht ein Regenschauer, hol deine Schätze rechtzeitig rein. Und lass sie abends nicht einsam und allein draußen zurück, sonst bekommen sie nachts Taunässe ab und das Trocknen geht wieder von vorne los.

            Kleiner Tipp: Damit deine Tomaten nicht am Gitter festkleben, kannst du es mit Olivenöl bepinseln, bevor du die Tomaten darauf ausbreitest. Wenn du den Rost auf eine dunkle Oberfläche – zum Beispiel ein schwarzes Backblech – stellst, trocknen die Tomaten noch schneller, weil die dunkle Farbe mehr Energie aufnehmen und in eine höhere Temperatur umwandeln kann. 

            Sonnengetrocknete Tomaten

            Tomaten im Backofen trocknen – die schnelle Variante

            Das ist die Methode für alle – denn kaum jemand hat keinen Backofen zuhause! Allerdings muss dein Backofen aber Temperaturen bis 60° Celsius zuverlässig regeln und einhalten können, damit du ihn dafür nutzen kannst.

            Die Luftzirkulation erreichst du bei dieser Methode nur, wenn du den Backofen einen Spalt breit offenstehen lässt, damit die feuchtwarme Luft abziehen kann. Und genau da zeigt sich der große Nachteil dieser Methode: Sie ist leider ein unglaublicher Stromfresser.

            Deshalb rate ich dir nur dann dazu, deine Tomaten im Backofen zu trocknen, wenn du große Portionen verarbeitest und deinen Backofen ordentlich füllen kannst.

            So geht’s:

            • Tomaten waschen, abtrocknen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
            • Tomaten auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten.
            • In den Ofen stellen und diesen auf 60 °C und Umluft stellen.
            • Wichtig! Einen Holzlöffel in die Ofentür klemmen, damit diese leicht geöffnet bleibt.
            • Die Tomaten bleiben nun 7-10 Stunden im Ofen.
            • Regelmäßig checken, ob alles okay ist. Wenn sich Wasser auf dem Backblech sammelt, gießt du es ab. Bei mehreren Blechen sollten die Backbleche regelmäßig die Plätze tauschen, damit alle Tomaten gleichmäßig trocknen.
            • Gegen Ende der Trocknungszeit solltest du fertige Tomaten einzeln aus dem Ofen nehmen, da sie sonst irgendwann zu trocken werden und bitter schmecken können.
            Tomaten trocknen auf Blech

            Tomaten im Dörrgerät trocknen – die Variante für gut Ausgestattete

            Du hast ein Dörrgerät zuhause? Jackpot! Dann hast du die allerbesten Voraussetzungen, um deine Tomaten erfolgreich zu trocknen.

            So geht’s:

            • Tomaten waschen, gut abtrocknen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
            • Dicht nebeneinander auf den mit Backpapier bedeckten Dörrgittern ausbreiten.
            • Bei 60°–70° Celsius im Dörrgerät dörren.
            • Nach ca. 3 Stunden die Tomaten einmal wenden.
            • Insgesamt 7–10 Stunden dörren, bis die Tomaten die gewünschte Konsistenz haben.

            Mit einem Dörrgerät öffnen sich dir neue Möglichkeiten des Haltbarmachens. Von A wie Apfelringe bis Z wie Zitronenverbenentee – es gibt soooo viele tolle Dinge, die du mit einem Dörrgerät im Handumdrehen selber machen kannst – und getrocknete Tomaten sind da ganz klar ein Favorit!

            Schau dich doch auch nach anderen Rezepten für den Dörrautomaten um. Es wäre schließlich schade, dein Dörrgerät nur zur Tomatenzeit aus dem Keller zu holen.

            Psst: Nach der Tomatenschwemme dauert es gar nicht mehr lange bis zur Apfelernte. ;)

            Getrocknete Tomaten richtig aufbewahren

            Am besten halten sich die getrockneten Tomaten in luftdichten Gläsern. Prima eignen sich Weckgläser oder Bügelgläser dafür. Am besten stellst du sie in eine dunkle Vorratskammer oder einen Schrank. So bleibt das Aroma am besten erhalten.

            Getrocknete Tomaten im Glas

            Aber mal ganz ehrlich… die getrockneten Tomaten sind sooo lecker, dass sie nie lange im Vorratsschrank bleiben.  Bei uns wandern sie gerne zusammen mit Oliven in einen Nudelsalat oder neben Ziegenkäse und gegrillter Zucchini auf eine Antipastiplatte.

            Na, läuft dir das Wasser schon im Mund zusammen? Dann nichts wie raus, Tomaten ernten und loslegen mit dem Trocknen! 

            Du brauchst noch ein bisschen Inspiration? Hier kommen noch ein paar Ideen zum Thema Haltbar machen:

            Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

            Suppe sicher einkochen mit Anti-Schimmel-Checkliste

            Botulismus: Tödliche Vergiftung durch Einkochen

            Hast du noch Tricks auf Lager zum Tomaten trocknen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!
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            Mehltau bekämpfen: So wirst du ihn ohne Chemie schnell wieder los!

            Echter Mehltau und falscher Mehltau kommen jedes Jahr so zuverlässig wie Weihnachten daher – ganz egal wie das Wetter ist. ;)

            Die Erreger befallen deine grünen Freunde nämlich in heiß-trockenen Sommern und auch, wenn die Wetterlage ungemütlich nass-kalt ist. Deshalb zeige ich dir heute, mit welchen Tricks du den Echten und auch den Falschen Mehltau wirkungsvoll mit Hausmitteln und ganz ohne Chemie bekämpfen kannst!

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            Mehltau – was ist das eigentlich?

            „Mehltau“ meint eigentlich eine ganze Reihe verschiedener Pilzarten. Echter Mehltau gehört zu den sogenannten Schönwetterpilzen aus der Familie der Schlauchpilze und Falscher Mehltau zu den Schlechtwetterpilzen aus der Familie der Eipilze (die Eipilze sind übrigens gar keine richtigen Pilze, eigentlich sind sie näher mit den Algen verwandt).

            Das heißt, in einem Sommer mit super Badewetter, kaum Regen und großer Hitze macht sich Echter Mehltau auf unseren Pflanzen breit. Ist es nass und die Luftfeuchtigkeit hoch, kommt sein Kompagnon, der Falsche Mehltau um die Ecke und setzt unseren Gemüsezöglingen zu. Aber wunder dich nicht, trotz der unterschiedlichen Bedürfnisse, ist es nicht selten, dass beide Mehltau-Pilze es sich in der gleichen Saison in deinem Garten gemütlich machen.

            Du kämpfst nicht nur mit Mehltau, sondern auch mit Braun- und Krautfäule? Dann schau mal, im folgenden Artikel zeige ich dir, was du dagegen tun kannst!: Erste Hilfe bei Tomaten für Tomaten bei Kraut- und Braunfäule

            Pssst… und falls du lieber Videos schaust, findest du hier das Youtube-Video über den Echten und falschen Mehltau.

            Echter Mehltau: Daran erkennst du ihn

            Die Sporen vom Echten Mehltau kommen mit dem Wind, Insekten oder aufspritzendem Gießwasser an die Pflanze und bilden an den Blättern und allen anderen Pflanzenteilen einen weißlich-gräulichen, abwischbaren Belag. Die Sporen des Echten Mehltau dringen aber nicht tief ins Pflanzengewebe ein, sondern bleiben an der Oberfläche, wo sie Nährstoffe und Wasser abzweigen. Die Blätter trocknen dadurch vom Rand her ein. Früchte stocken im Wachstum, verfärben sich und vertrocknen schließlich. Unbehandelt und bei bestem Wetter, führt Echter Mehltau letztendlich dazu, dass deine Pflanzen absterben.

            Vom Echten Mehltau betroffen sind vor allem Gurke, Zucchini, Kürbis, Karotten, Schwarzwurzeln und Stachelbeeren.

            Falscher Mehltau: Daran erkennst du ihn

            Eipilze  wie der Falsche Mehltau gehören botanisch gesehen eigentlich zu den Algen und heißen deshalb auch Algenpilze. Sie bleiben nicht wie der Echte Mehltau an der Oberfläche, sondern dringen in das Gewebe der Pflanzen ein. 

            Auf der Unterseite der Blätter bildet sich zuerst ein bräunlich-grauer Belag aus. Später entstehen an der Blattoberseite gelbliche mosaikförmige Flecken. Die Blätter vergilben, verdörren und die Pflanze stirbt schließlich ab. Der Pilz überwintert auf Ernteresten oder vertrockneten Blättern und kann so im nächsten Jahr erneut Pflanzen infizieren. Deshalb entfernst du befallene Pflanzen sorgfältig von deinen Beeten und entsorgst sie im Hausmüll.

            Vom Falschen Mehltau betroffen sind vor allem Gurke, Zucchini, Kürbis, Kartoffeln, Schwarzwurzeln, Salat, Erbsen, Kohl, Spinat und Zwiebeln.

            Wenn dein Erntekörbchen immer voll sein soll, musst du regelmäßig aussäen und pflanzen. Damit du ab jetzt alle Termine im Blick hast, lade dir doch meinen Aussaatkalender 2021 herunter!

            Darin findest du für jeden Monat eine Übersicht mit den Gemüsepflanzen, die du drinnen oder draußen säen kannst und die Zeitpunkte, an denen du deine Jungpflanzen am besten nach draußen setzt.

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              Kann Mehltau für Menschen schädlich sein?

              Der Kontakt mit den Sporen von Mehltau kann Hautirritationen oder Atembeschwerden auslösen. Am besten trägst du einfach Gartenhandschuhe, wenn du befallene Blätter abschneidest. Falls du allergisch gegen Pilze bist oder eine Penicillin-Allergie hast, solltest du auch einen Atemschutz tragen. Für gesunde erwachsene Menschen sind die Sporen sonst aber kein Problem. Von Echtem Mehltau befallene Früchte kannst du unbesorgt essen, wenn du sie vorher gut abwäschst. Falls deine Früchte aber dunkle Stellen vom Falschen Mehltau haben, entsorgst du sie besser im Hausmüll.

              Falscher Mehltau

              Mehltau bekämpfen: Vorbeugen ist besser als heilen

              Du wirst es nicht schaffen, deine Pflanzen über die gesamte Gartensaison vor Mehltau zu beschützen. Aber mit diesen fünf Tipps machst du es der fiesen Krankheit zumindest schwerer, deine Gemüse zu befallen!

              • Tipp #1 Zeitversetztes Pflanzen

              Wenn du dir überlegt hast, wie viele Gurken, Zucchini und Kürbisse du pflanzen möchtest, teilst du sie in zwei Sätze auf. Den ersten Satz pflanzt du Mitte Mai. Den zweiten Satz säst du dann Ende Mai ins Freiland oder ziehst ihn vor und pflanzt ihn Mitte Juni ins Beet.

              Auf diese Weise befällt der Pilz zuerst die älteren Pflanzen und schwächt sie, während die jüngeren Pflanzen noch volle Power haben und so richtig Gas geben. Du hast so ein super langes Erntefenster, auch wenn einige Exemplare schon ausfallen sollten.

              • Tipp #2 Mischkultur gegen Mehltau

              Pflanzen, die anfällig für Mehltau sind, pflanze ich gerne in Mischkultur mit Knoblauch oder Basilikum an. Die sorgen für eine Umgebung, die der Mehltau wenig ansprechend und ungemütlich findet. Das klappt übrigens auch super bei Erdbeeren!

              Mischkultur im Garten hilft nämlich ganz natürlich nicht nur gegen Krankheiten, sondern auch gegen Schädlinge!

              • Tipp #3 Pflanzabstand einhalten und für Belüftung sorgen

              Du neigst dazu, den nötigen Pflanzabstand zu verringern, damit du mehr Gemüse auf deinen Beeten unterbringen kannst? ;)

              Ich kann dir nur ganz eindringlich ans Herz legen, den korrekten Abstand einzuhalten. Weniger ist mehr lautet das Motto in diesem Fall! Nach einem Regenguss können die Blätter dann nämlich ruckzuck abtrocknen und bieten dem Mehltau keine günstigen Lebensbedingungen. Du solltest auch in deinem Gewächshaus die Pflanzabstände einhalten und dort regelmäßig lüften, um eine ständige hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

              • Tipp #4 Gießen und Mulchen

              Wenn du deine Beete gießt, machst du das am besten in der ersten Tageshälfte und gießt nur auf den Boden und nicht über die Blätter. So kommen deine Pflanzen trocken in die Nacht, wo schon grundsätzlich eine höhere Luftfeuchtigkeit herrscht.

              Eine dicke Mulchschicht auf dem Boden sorgt dafür, dass die Pilzsporen beim Gießen nicht aufwirbeln und sich auf den Blättern festsetzen können.

              • Tipp #5 Nicht überfüttern

              Natürlich brauchen deine Pflanzen regelmäßige Düngergaben, damit sie prächtig wachsen und gedeihen. Wenn du es aber mit dem Stickstoff zu gut meinst, wird das Pflanzengewebe schwammig und weich und Pilzkrankheiten haben ein leichtes Spiel. Es ist wie bei uns Menschen: Ein Zuviel an Nahrung ist einfach nicht zuträglich. ;)

              Wenn deine Pflanzen ausreichend mit Kalium und Magnesium versorgt sind und du ihnen außerdem Ackerschachtelhalmbrühe und (nicht zu viel) Brennnesseljauche gibst, sorgst du dafür, dass die Zellwände stabil bleiben und keine einladende Angriffsfläche für den Pilz bieten.

              Sprühflasche Mehltau

              Mehltau bekämpfen: Jetzt wird es ernst!

              Wenn alles Vorbeugen nichts geholfen hat und sich die Pilzkrankheit über deine Pflanzen herzumachen droht, hast du verschiedene Möglichkeiten, Mehltau zu bekämpfen.

              Ich zeige dir, welche Mittel du am besten wann und wie einsetzt, damit du deine Gemüse möglichst lange beernten kannst! Bevor du loslegst, entfernst du aber erstmal alle stark befallenen Pflanzenteile und entsorgst sie im Hausmüll.

              • Mittel gegen Echten Mehltau

              Dem Echten Mehltau rückst du am effektivsten zu Leibe, indem du den pH-Wert auf den Blättern veränderst. Damit machst du es ihm so richtig ungemütlich und der Pilz verschwindet im besten Fall klammheimlich.

              Dafür vermischst du hundert Milliliter Wasser mit acht Gramm Backpulver und sprühst deine Pflanzen damit an einem bedeckten Tag alle zwei bis drei Tage gründlich ein.

              Du kannst die Blätter auch mit Algenkalk oder Gesteinsmehl bestäuben – der hohe pH-Wert sorgt dafür, dass sich die Pilzsporen nicht mehr ausbreiten können.

              Ein weiteres wirksames Mittel gegen Mehltau ist (Roh-)milch. Die Milchsäurebakterien setzen den Mehltaupilzen, sodass die Pflanzen keine Nährstoffe mehr mit ihnen teilen müssen. Für diese Methode mischst du (Roh-)milch mit Wasser im Verhältnis 1:8 und füllst es in eine Sprühflasche um. Mit diesem Gemisch sprühst du deine Pflanzen an einem bedeckten Tag alle zwei bis drei Tage gründlich ein.

              • Mittel gegen Falschen Mehltau

              Wenn du falschen Mehltau entdeckt hast, zerkleinerst du die Zehen einer ganzen Knoblauchknolle und übergießt sie mit 500 Millilitern kochend heißem Wasser. Dann lässt du den Sud abkühlen, seihst ihn ab und füllst ihn in eine Sprühflasche um.

              Alle zwei bis drei Tage sprühst du damit deine kranken Gemüselieblinge ein – aber nur, wenn die Sonne nicht direkt auf sie scheint!

              Du kannst auch eine Farnbrühe gegen den Falschen Mehltau herstellen. Dazu übergießt du 100 Gramm frische oder 10 Gramm getrocknete Farnblätter mit einem Liter Wasser und lässt dieses Gemisch 24 Stunden ziehen. Am nächsten Tag kochst du deinen Farntee für eine halbe Stunde, lässt ihn abkühlen und seihst ihn ab. Damit besprühst du deine kranken Pflanzen alle zwei bis drei Tage an bedeckten Tagen.

              • Nützlinge gegen Mehltau einsetzen

              Marienkäferlarven haben einen Mehltaurasen zum Fressen gern! Du kannst die hungrigen Genossen im Fachhandel bestellen und dann auf deine befallenen Pflanzen loslassen. In Nullkommanichts haben sie alles abgemäht und deine Gemüse und du könnt wieder aufatmen. Das funktioniert am aller besten im Gewächshaus oder Folientunnel. ;)

              Mehltau gehört zum Gärtnern wie die Nacht zum Tag. Deshalb gibt es keinen Grund, in Panik zu verfallen, wenn du welchen entdeckst! Du weißt ja jetzt, wie du Mehltau schnell bekämpfen kannst und ihn so auch wieder loswirst. Dazu musst du nicht die Chemiekeule schwingen – ganz einfache Hausmittel wirken genauso effektiv und sind für Tiere und Umwelt viel besser verträglich.

              Du hast Lust bekommen, in deinen Gemüsebeeten möglichst naturnah und mühelos zu gärtnern? Dann lies gerne hier weiter:

              So startest du deinen 3h/Woche-Selbstversorger-Garten!

              Gemüsebeet planen: Schritt für Schritt mit Beispielplan

              Wühlmäuse aus dem Garten vertreiben

              Welche Tricks zum Mehltau bekämpfen hast du auf Lager? Ich bin schon gespannt auf deinen Kommentar!

              Pflaumen einkochen

              Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

              Pflaumen einkochen und in köstliche Wintervorräte verwandeln – das ist ab Juli eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Meine Familie und ich stehen total auf Pflaumen, vor allem auf Zimtpflaumen, davon kann ich gar nicht genug einkochen! Im Winter essen wir super gerne warmen Grießbrei mit Zimtpflaumen.

              Also auf geht’s ans Pflaumen einkochen! Ich verrate dir mein Lieblingsrezept und habe auch noch sehr leckere andere Ideen im Gepäck, wie du die Pflaumenschwemme aus deinem Garten auf köstlichste Weise bewältigen kannst. Du wirst dein blaues Wunder erleben! ;)

              Kann ich Pflaumen und Zwetschgen auf dieselbe Weise einkochen?

              Pflaumen und Zwetschgen kannst du auf dieselbe Weise einkochen.  Sie gehören zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse, wobei die Zwetschge eine Unterart der Pflaume ist.

              Pflaumen (zu denen übrigens auch Mirabellen und Renekloden zählen) sind rund und etwas saftiger als Zwetschgen. Sie können dunkelblau, rötlich oder gelb sein und lösen sich meistens etwas schwer vom Kern. 

              Zwetschgen sind länglich, dunkelblau-lila und haben ein gelbliches Fruchtfleisch. Wenn sie wirklich reif sind, kannst du den Kern ganz leicht entfernen. Zwischen Juli und September ist Pflaumensaison. Die solltest du unbedingt nutzen für viiiele Gläser leckerer Vorräte! ;)

              Wann sind Pflaumen reif zum Einkochen?

              Pflaumen sind reif, wenn sie auf leichten Druck hin nachgeben und sich der Stiel leicht abzupfen lässt. Zum Pflaumen einkochen verwendest du am besten nur vollreife, einwandfreie Früchte. 

              Damit sie nicht austrocknen, bevor sie reif sind, haben sich die Pflaumen einen genialen Trick ausgedacht: den sogenannten Duftfilm. Das ist ein gräulich-weißer, leicht schmieriger Belag, der von verdunstetem Regenwasser stammt und die Saftigkeit in der Pflaume hält. Bevor du deine Pflaumen einkochst, solltest du ihn abwaschen oder abreiben.

              Hol dir deine Einkoch-Etiketten!

              Wenn du schon ganz viel eingekocht hast und lange Gläserreihen deine Regale zieren, kannst du doch sicher ein paar schicke Etiketten als Tüpfelchen auf dem i für deine haltbar gemachten Schätze brauchen! Die stehen deinen Gläsern nicht nur ausgesprochen gut, sondern zeigen dir auch sehr praktisch auf einen Blick, was du wann eingekocht hast.

              Trag dich gerne hier ein und ich schicke dir die Etiketten per Mail zu!

              Etiketten zum Selber-Beschriften

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                Pflaumen einmachen: Kaufen statt eigener Ernte – worauf muss ich achten?

                Nicht jeder hat so viele Pflaumen aus dem Garten, dass es genügend davon ins Haus schaffen, bevor sie aufgegessen sind. ;)

                Deshalb kannst du zum Pflaumen einkochen genauso gut auch welche auf dem Markt oder im nächsten Bioladen kaufen! Achte nur darauf, dass die Früchte einwandfrei und ohne Faul- oder Druckstellen sind.

                Solltest du welche erwischt haben, die noch nicht ganz reif sind und sich nur unter Gewaltanwendung vom Kern lösen lassen, ist das nicht schlimm: Lagere sie einfach für ein paar Tage neben Äpfeln bei Zimmertemperatur, bevor du ans Werk gehst. Pflaumen gehören nämlich zu den Obstsorten, die nachreifen.

                Manchmal gibt es die Möglichkeit, günstig an eine Steige mit Pflaumen zu kommen, die schon sehr reif sind und Gefahr laufen, entsorgt zu werden. Dazu kannst du einfach mal im Bioladen nach „Einkochpflaumen“ fragen. Dann musst du sie zwar schnell verarbeiten, hast dafür aber auch das volle Aroma.

                Wenn du am liebsten gar nicht mehr im Supermarkt einkaufen würdest, lies gerne hier nach, wie du in fünf einfachen Schritten zum Selbstversorger werden kannst!

                Das Rezept zum Pflaumen-Einkochen habe ich übrigens auch auf meinem YouTube-Kanal geteilt. Hier ist die Video-Version:

                Kann ich Pflaumen einkochen, ohne Zucker zu verwenden?

                Wenn du versuchst, möglichst ohne Zucker auszukommen, kannst du ihn beim Pflaumen einkochen auch komplett weglassen. Das hat den Vorteil, dass du ganz frei entscheiden kannst, ob du später eine Süßspeise aus ihnen zaubern möchtest oder vielleicht lieber ein herzhaftes Chutney.

                Du musst dann nur besonders sauber arbeiten und Gläser, Deckel und alle anderen Gerätschaften mit heißem Wasser sterilisieren. Außerdem kochst du sie statt für 30 Minuten für 45 Minuten ein.

                Kann ich auch TK-Pflaumen einkochen?

                Wenn du nach der Ernte oder auch nach einem tollen Schnäppchen aus dem Supermarkt einfach keine Zeit hast, deine Pflaumen gleich einzumachen, kannst du sie auch problemlos erstmal in den Kälteschlaf schicken. Da halten sie sich prima frisch!

                Dazu wäschst und entsteinst du sie und packst sie dann schon so portioniert in die TK- Behälter, wie du sie später brauchst. Auf diese Weise musst du sie nur noch auftauen und kannst sofort loslegen! 

                Pflaumen im Topf einkochen

                Von der Theorie zur Praxis: Leckere Rezepte zum Pflaumen einkochen!

                Mein aller-aller-oberliebstes Rezept sind eindeutig die Zimtpflaumen! Yummie! Schon wenn ich nur daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen!

                Du kannst sie pur aus dem Glas löffeln, zu Joghurt, Milchreis oder Grießbrei genießen oder super leckeren Crumble oder Kuchen damit backen.

                Kurz gesagt, von Zimtpflaumen kannst du gar nicht genügend Gläser im Vorratsregal stehen haben! ;)

                Psst: Du kannst für dieses Rezept jede Pflaumenart verwenden! 

                Das Einkoch-Equipment hast du bestimmt größtenteils schon zuhause. Du brauchst:

                • Einkochtopf oder großer Kochtopf
                • zwei mittlere Töpfe
                • Twist off Gläser oder Weckgläser in der Größe deiner Wahl
                • Gummis und Klammern, wenn du Weckgläser benutzt
                • Schöpfkelle
                • Einmachtrichter
                • Geschirrtuch zum Abwischen
                • Geschirrtuch als Topfeinlage
                • Glasheber

                Für die Zimtpflaumen brauchst du:

                • 1,5 kg Pflaumen
                • 200 g Zucker
                • ½ El Zimt oder soviel du magst

                Die Gläserdeckel und bei Weckgläsern auch Gummiringe und Klammern gibst du in einen Topf zusammen mit Wasser und einem Schwupps Essig und lässt alles fünf Minuten lang brodelnd kochen, um sie zu sterilisieren. 

                In einen anderen Topf gibst du 600 ml Wasser, den Zucker und den Zimt und kochst alles auf, bis sich Zucker und der Zimt aufgelöst haben.

                Du kannst bei diesem Rezept zum Pflaumen einkochen auch weniger oder mehr Zucker verwenden – mach das so, wie es dir am besten schmeckt.

                Jetzt wäschst du deine Pflaumen ab, halbierst sie und entfernst die Kerne. Dann schichtest du die Hälften mit der Schnittseite nach unten in die Gläser. (Zugegeben, das machst du deshalb so, weil es hübscher aussieht. Hihi!)

                Drücke die Pflaumenschichten immer wieder fest nach unten, damit die Gläser auch wirklich gut gefüllt sind und das Obst nicht so viel Platz hat, beim Einkochen nach oben zu treiben.

                Neuere Weckgläser kannst du bis knapp unter den Rand befüllen, bei Twist-Off-Gläsern lässt du zwei Zentimeter Abstand bis zum Glasrand.

                Jetzt füllst du alles mit der Zuckerlösung auf und hältst auch dabei den jeweiligen Abstand zum Rand ein. Falls du gekleckert haben solltest, wischst du die Ränder sorgfältig mit einem sauberen Geschirrtuch ab. Dann verschließt du deine Gläser sorgfältig.

                In einen großen Topf oder Einkochtopf legst du ein Geschirrtuch auf den Boden und füllst so viel Wasser hinein, dass deine Gläser davon später vollständig bedeckt sind. Das Wasser sollte zwei Zentimeter über dem Deckelrand stehen. Dann erhitzt du das Wasser so lange, bis es ungefähr dieselbe Temperatur hat wie die Zuckerlösung.

                Jetzt stellst du mit dem Glasheber deine Gläser so in den Topf, dass sie sich nicht berühren, und gibst auch ein Thermometer mit hinein. Wenn das Wasser die Temperatur von 90° Celsius erreicht hast, beginnt die Einkochzeit. Achte darauf, dass die Temperatur niemals unter 90° Celsius fällt, weil du sonst die Einkochzeit von vorne loslaufen lassen musst. Es ist auch nicht gut, wenn die Temperatur höher ist, denn dann gehen unnötig Nährstoffe und Vitamine verloren.

                Stell deinen Timer auf 30 Minuten. Wenn die Zimtpflaumen fertig sind, nimmst du sie mit einem Glasheber aus dem Topf, stellst sie auf ein Geschirrtuch und lässt sie vollständig abkühlen. Und dann wird es spannend: Bei Weckgläsern nimmst du nun die Klammern ab! Wenn der Deckel dann noch immer fest auf dem Glas sitzt, hat sich ein Vakuum gebildet und alles ist gut gelaufen beim Pflaumen einkochen.

                Bei Twist-Off-Gläsern sollte sich der Deckel nach innen wölben – wenn du sogenannte Buttondeckel verwendest (die haben einen leicht erhöhten Kreis in der Mitte), kannst du das besonders gut sehen.

                Für Birnen, Kirschen und Äpfel habe ich übrigens auch tolle Rezepte für dich!

                Pflaumen Chutney zu Fleisch

                Pikante Angelegenheit: Pflaumen einkochen süß-sauer

                Eine andere Möglichkeit, deine Pflaumenschwemme zu bewältigen, ist ein super leckeres pikantes Zwetschgen-Chutney. Du kannst es zu Fleisch und Käse schlemmen oder beim Grillen als würzigen Dip reichen. Die Kombination aus süß und sauer ist unschlagbar!

                Du brauchst:

                • 1 kg Zwetschgen, entsteint
                • 50 g Rosinen
                • Saft von 3 Orangen
                • 200 g Zucker
                • 200 ml Balsamico
                • 30 g frischen Ingwer, gerieben
                • 1 große Zwiebel, gehackt
                • ½ EL Senfkörner, gemörsert
                • ½ EL Piment, gemörsert
                • ½ EL schwarze Pfefferkörner, gemörsert
                • 2 getrocknete Chilischoten, gemörsert
                • ½ Zimtstange
                • 1 Sternanis
                • ½ EL Orangenschale, geraspelt
                • 2 Lorbeerblätter
                • 4 Gewürznelken
                • 500 g Gelierzucker (1:1)

                Zimtstange, Sternanis und Lorbeerblätter gibst du in einen Teebeutel. Die Zwetschgen schneidest du in kleine Stücke und gibst sie zusammen mit den übrigen Zutaten außer dem Gelierzucker in einen Topf.

                Teebeutel dazu hängen und alles eine Stunde lang mit offenem Deckel köcheln lassen. Am besten rührst du dabei häufig um, damit nichts anbrennt!

                Dann entfernst du den Teebeutel mit den Gewürzen und rührst den Gelierzucker ein. Schmeck dein Chutney nochmal mit den Gewürzen so ab, dass du es unwiderstehlich lecker findest! ;)

                Die Masse soll jetzt fünf Minuten lang kochen. Dann füllst du das Zwetschgen-Chutney in saubere Gläser und verschließt sie. Anschließend stellst du die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser und kochst sie 30 Minuten bei 90° Celsius ein. Wie genau das geht, steht beim Rezept für die Zimtpflaumen – das kannst du einfach übernehmen. Ansonsten kannst du dir auch gerne nochmal meinen Grundlagen Artikel über das Einkochen durchlesen.

                Wenn dein Herz für würzig-pikante Vorräte schlägt, schau unbedingt auch mal bei meinem Rezept für Kimchi vorbei! 

                Eis mit Pflaumen

                Kein Quatsch mit Soße: Pflaumen einkochen als leckere süße Soße

                Du suchst noch eine stimmige Begleitung zu Eis oder Vanillepudding? Dann kann ich dir dieses super leckere Rezept empfehlen!

                Psst, kleiner Tipp: Am köstlichsten ist sie, wenn du sie warm servierst á la Eis mit heißen Himbeeren ääh, Pflaumen! ;)

                Du brauchst:

                • 1 kg entsteinte, geviertelte Pflaumen
                • 4 El Zucker
                • Mark einer Vanilleschote
                • 500 ml Pflaumensaft
                • 1 El Zimt

                Zuerst streust du den Zucker in eine Pfanne und lässt ihn karamellisieren. Wenn der Karamell eine appetitliche hellbraune Farbe hat, gibst du die Pflaumen, den Pflaumensaft und den Zimt dazu. Gut umrühren, bis sich der karamellisierte Zucker komplett aufgelöst hat.

                Jetzt schmeckst du alles noch einmal ab und füllst es dann in sterilisierte Gläser, die du sorgfältig verschließt.

                Anschließend stellst du die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser und kochst sie 30 Minuten bei 90° Celsius ein. Wie genau das geht, steht beim Rezept für die Zimtpflaumen – das kannst du einfach übernehmen.

                Wenn dich dein Garten wieder einmal total „anpflaumt“ brauchst du also ab jetzt keine Panik mehr zu haben! ;)

                Pflaumen einkochen macht nicht nur Spaß, sondern füllt deine Vorratsregale auch mit richtig leckeren Gläsern, die dir im Winter einen Hauch Sommerfeeling schenken. Einfach öffnen und genießen… hmmmmm. :)

                Du bist auf den Geschmack gekommen und möchtest voll ins Haltbar machen einsteigen? Dann schau gerne einmal hier vorbei:

                6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

                Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

                Fleisch einkochen: Lies das, bevor du loslegst!

                Hast du noch andere Ideen zum Pflaumen einkochen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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                Radieschen säen und ernten

                Radieschen säen und ernten – so funktioniert es garantiert!

                Es gibt unglaublich viele gute Gründe, Radieschen zu säen: Du kannst sie in nullkommanix ernten, beim Anbauen kann kaum etwas schief gehen und wenn sich eine Lücke in deinem Gemüsebeet auftut, kannst du dir mit Radieschen fix eine extra Ernte einfahren, bevor die nächste Kultur ins Beet einzieht.

                Überzeugt? Dann hol deine Samentütchen raus und los geht´s!

                Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

                Die besten Radieschen-Sorten

                Wir säen in unseren Beeten besonders gerne die Sorten „Sora“ und „French Breakfast 2“ aus. Die Sorte „Sora“ bildet die typischen kugelförmigen Knollen mit der satten kaminroten Farbe aus. „French Breakfast 2“ ist länglicher und hat vorne weiße Spitzen.

                Wie viele Radieschen säen?

                Wir säen zwei bis fünf Reihenmeter pro Person aus, je nachdem wie viele Lücken wir zu schließen haben. ;)

                Gute Mischkulturpartner für Radieschen

                Das kleine Raketengemüse erfreut sich der Gesellschaft vieler Gemüse. Du kannst es ohne Probleme neben Salat, Spinat, Erbsen, Möhren, Kohl, Kresse, Petersilie, Pfefferminze, Bohnen, Erdbeeren und Mangold aussäen.

                Fruchtfolge beim Radieschen säen beachten

                Obwohl das Radieschen gar nicht so aussieht, ist es mit Brokkoli und Blumenkohl verwandt. Auch wenn ihre Verwandtschaft etwas weitläufiger ist, gehören sie alle zur großen Familie der Kreuzblütler. Deswegen schau am besten einmal auf deinen Anbauplan und finde ein gutes Plätzchen für deine Radieschen, ohne dass sie deine Fruchtfolge durcheinanderbringen.

                Wenn du noch keine Fruchtfolge für deinen Garten ausgeknobelt hast, dann wirf gerne einmal einen Blick auf diesen Artikel: Fruchtfolge erstellen: Schritt für Schritt zum perfekten Gemüsegarten-Fruchtwechsel. Hier erkläre ich, wie du im Handumdrehen deine eigene Fruchtfolge erstellst.

                Ideale Bedingungen für die Aussaat von Radieschen

                Radieschen machen dir das Gärtnerleben leicht. Sie sind sehr anspruchslos und wurzeln nicht besonders tief. Deswegen gedeihen sie auch auf beinah jedem Boden.

                Damit du richtig knackige Radieschen, die weder zu scharf noch pelzig schmecken, ernten kannst, empfehle ich dir jedoch, auf eine gute Wasserversorgung zu achten. Im Frühling und Herbst regelt das der Regen meist von selbst, im Sommer kannst du mit Mulch oder, wenn nötig, der Gießkanne nachhelfen.

                Radieschen säen oder pflanzen?

                Radieschen musst du nicht extra vorziehen. Lass die Voranzucht einfach weg und säe den Kreuzblütler immer direkt ins Beet.

                Wann Radieschen säen?

                Radieschen sind absolut furchtlos und trauen sich schon bei kalten Temperaturen nach draußen ins Freie. Ab Mitte Februar kannst du bereits anfangen, Radieschen zu säen, dann aber am besten im Frühbeet, Gewächshaus oder im Freiland unter Vlies. Ab März kannst du Radieschen dann ohne zusätzlichen Kälteschutz nach draußen säen.

                Wenn du ab Mai bis in den Oktober hinein immer frische Radieschen aus dem Garten ernten möchtest, säst du am besten alle drei bis vier Wochen eine kleine Fläche mit Radieschen ein. Pro laufenden Meter kannst du etwa 30-40 Samen mit einem Reihenabstand von 15-25 cm ausbringen. Der letztmögliche Zeitpunkt für die Aussaat im Freiland ist Anfang bis Mitte September.

                Nachdem du die Radieschen ausgesät hast, kannst du die Samen mit einer zwei Zentimeter dicken Schicht aus Erde abdecken. Halte deine Samen jetzt schön feucht und nach drei bis fünf Tagen solltest du bereits die ersten kleinen Pflänzchen entdecken können!

                Hol dir deinen Aussaatkalender

                Wenn du stets ein volles Erntekörbchen haben möchtest, musst du regelmäßig aussäen und pflanzen. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren und damit du stets das perfekte Zeitfenster abpasst, gibt es den Aussaatkalender 2021!

                Einfach ausdrucken, an die Wand pinnen und lossäen. Jeden Monat findest du eine Übersicht mit allen Gemüsepflanzen, die du drinnen oder draußen säen kannst und wann es Zeit ist, deine Jungpflanzen nach draußen zu pflanzen.

                Trag dich also hier ein, um den kostenlosen Aussaatkalender 2021 herunterzuladen und keine Aussaat mehr zu verpassen:

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                  Beete zum Radieschen säen vorbereiten

                  Damit deine Radieschen einen leichten Start ins Leben haben, entfernst du am besten alte Pflanzenreste und Mulch vom Beet, bevor du mit dem Aussäen loslegst. Die Samen liegen nicht besonders tief in der Erde, deswegen ist es wichtig, dass die oberen Zentimeter des Bodens schön feinkrümelig sind und falls möglich leicht angewalzt. Wenn du keine Gartenwalze hast, kannst du den Effekt auch mit einem Wasserrohr oder ähnlichem nachahmen.

                  Radieschen säen: Die Pflege

                  Radieschen sind richtige Schnellstarter im Gemüsegarten und noch dazu super genügsam. Zwischen Saat und Ernte fällt wenig Arbeit an. Du kannst deine Radieschen mit Rasenschnitt mulchen, wenn sie ca. fünf cm hoch sind. Düngen musst du Radieschen nicht.

                  Wann und wie Radieschen ernten?

                  Im Sommer kannst du bereits nach 30 Tagen mit deinem Erntekorb vorbeischauen und die roten Kugeln nach Hause holen. Wenn du mit Kindern zusammen gärtnerst, solltest du deshalb unbedingt Radieschen anbauen. Nach so kurzer Zeit bereits die eigenen Radieschen ernten zu können, verschafft den kleinen Gärtnern ein superschnelles Erfolgserlebnis!

                  Im Frühjahr und Herbst musst du dich etwas länger gedulden, etwa acht Wochen nachdem du ausgesät hast, kannst du dann deine Radieschen ernten. Allerdings hast du dafür im Frühjahr und Herbst auch ein größeres Erntefenster. Im Sommer musst du schneller ernten, wenn du verhindern willst, dass deine Radieschen verholzen.  

                  Kleiner Tipp: Aus den Radieschenblättern kannst du ein leckeres Pesto machen! 

                  Radieschen Schädlinge und wie du sie loswirst

                  Wie bei allen Kohlgewächsen empfehle ich dir eine weite Fruchtfolge, um die Kohlhernie in Schach zu halten. Gegen Kohlfliege, Rettichfliege und Erdflöhe kannst du Kulturschutznetze bzw. Vliese verwenden. Für den kleinen Erdfloh brauchst du allerdings ein recht feinmaschiges Netz, damit er nicht hindurchschlüpfen kann. Eine Maschengröße von 0,8 x 0,8 mm sollte dafür sorgen, dass der ungebetene Gast draußen bleibt.

                  Übrigens: Nicht nur Radieschen sind echte Schnellstarter im Gemüsegarten. Es gibt noch mehr Gemüse, das du ruckzuck ernten kannst. Den passenden Artikel dazu findest du hier.

                  Und wenn du jetzt noch weiter schmökern willst, ist vielleicht hier die passende Lektüre für dich dabei:

                  Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

                  So erntest du rund ums Jahr eigenes Gemüse!

                  Wie mein Garten fast von selbst unkrautfrei bleibt

                  Du möchtest Radieschen säen und ernten? Welche Sorte baust du am liebsten an? Ich freue mich von dir in den Kommentaren zu lesen.

                  Erste Hilfe für Tomaten bei Kraut- und Braunfäule

                  Die Kraut- und Braunfäule ist eine der fiesesten Tomaten-Krankheiten überhaupt, und kaum ein Garten bleibt von ihr verschont. Aber keine Sorge: Es gibt Möglichkeiten, der Krautfäule die Stirn zu bieten! ;)

                  Wie du der gefürchteten Krankheit bei deinen Tomatenpflanzen vorbeugst und was du tun kannst, wenn die Kraut- und Braunfäule bereits zugeschlagen hat, erfährst du in diesem Artikel.

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                  Kraut- und Braunfäule – was ist das?

                  Die Kraut- und Braunfäule ist eine ziemlich fiese Tomaten-Krankheit, die durch einen Pilz ausgelöst wird. Nicht nur Tomaten, auch andere Nachtschattengewächse wie Kartoffeln sind davon betroffen. Bei Tomaten ist es aber eine der fatalsten und am häufigsten vorkommenden Krankheiten.

                  Tomaten Kraut- und Braunfäule

                  Die Sporen von Phytophthora infestans werden vom Wind und Regen übertragen. Egal, wie sorgfältig du deine Tomaten anbaust – es ist ziemlich wahrscheinlich, dass die Kraut- und Braunfäule auslösenden Sporen früher oder später auf deinen Pflanzen landen. Der Trick ist, ihnen von da an das Leben schwer zu machen.

                  Wie die meisten Pilze liebt Phytophthora infestans feuchtwarme Bedingungen. Nur in einer solchen Umgebung können die Sporen sich auf den Pflanzen breit machen, vermehren und die Kraut- und Braunfäule auslösen.

                  Du schaust lieber Videos? Dann ist hier die YouTube-Variante dieses Artikels:

                  Symptome der Kraut- und Braunfäule

                  In einem verregneten Sommer ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Kraut- und Braunfäule auftaucht. In so einem Jahr ist das Motto: Hab keine Tomaten auf den Augen, sondern schau ganz genau hin, damit du erste Anzeichen sofort entdeckst und handeln kannst!

                  Braunfäule Tomaten

                  Du weißt, dass es so weit ist, wenn auf den Blättern und Stängeln deiner Tomaten bräunliche Flecken auftauchen. Auf den Blattunterseiten bildet sich manchmal zusätzlich dazu ein zarter weißer Belag.

                  In weiter fortgeschrittenen Stadien der Krankheit werden die Blätter schwarz und welken und auch der Stängel wird befallen. Leider können auch die heiß ersehnten Früchte dann betroffen sein: Sie werden braun und hart, die treulosen Tomaten!

                  Tomate Frucht Braunfäule

                  Vorsicht ist besser als Nachsicht – wie du der Kraut- und Braunfäule vorbeugst

                  Du kannst zwar nichts dagegen tun, dass der Wind die Sporen in deinen Gemüsegarten trägt, aber du kannst deinen Tomaten helfen, für den Angriff aus der Luft gewappnet zu sein. Mit den richtigen vorbeugenden Maßnahmen kannst du dem Pilz so ein Schnippchen schlagen und seine Pläne vereiteln.

                  Maßnahme #1 Sicherheitsabstand

                  Schon bei der Planung deiner Beetbelegung kannst du eine erste Sicherheitsvorkehrung treffen. Denn die Sporen von Phytophthora infestans überwintern oft in Pflanzkartoffeln und machen sich dann vom Kartoffelbeet aus auf den Weg zu deinen Tomatenpflanzen.

                  Ein großer Abstand zwischen deinem Kartoffelbeet und deinen Tomaten ist also ein erster Schritt, um die Kraut- und Braunfäule zu verhindern.

                  Auch das Wissen, dass die Sporen vor allem über die Luft übertragen werden, kannst du bei deiner Beetplanung nutzen. Wenn du weißt, aus welcher Richtung der Wind meistens kommt, dann achte darauf, dass er eher von den Tomaten zu den Kartoffeln weht als andersherum.

                  Aber Achtung: Denk daran, dass vielleicht auch im Nachbargarten Kartoffeln wachsen. Die Sporen lassen sich vom Gartenzaun nicht abschrecken. ;)

                  Auch zwischen deinen Tomatenpflanzen solltest du genug Platz lassen. So stecken sich die Pflanzen nicht so schnell gegenseitig an, haben es vor allem aber luftig und trocknen zügig. Auf trockenen Blättern fühlt sich der Pilz nicht wohl – und macht es sich gar nicht erst gemütlich.

                  Maßnahme #2 Kraut- und braunfäuletolerante Sorten

                  Du hast bestimmt deine Lieblings-Tomatensorten, die du jedes Jahr anbaust. Wenn du öfter mit Kraut- und Braunfäule zu kämpfen hast, könnte es sich aber lohnen, auch mal braunfäuletolerante Sorten wie „Matina“, „De Berao“ oder „Primabella“ auszuprobieren. Die lassen die Pilzkrankheit ganz schön alt aussehen.

                  Tomate Jungpflanzen

                  Besonders, wenn du deine Tomaten im Freiland anbaust, solltest du darauf achten, nur geeignete Sorten zu verwenden. Manche Sorten sind so wasserscheu und empfindlich, dass sie sich wirklich nur im Gewächshaus wohlfühlen.

                  Eine wichtige Voraussetzung für gesunde und kräftige Tomatenpflanzen ist übrigens auch eine Aussaat zum richtigen Zeitpunkt. Um den nicht zu verpassen, kannst du dir einfach meinen Aussaatkalender zur Hilfe holen.

                  Trag dich einfach mit deiner Emailadresse ein, lade dir den Kalender runter und los geht’s mit den Aussaaten!

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                    Maßnahme #3 Sauberkeit

                    Wenn du im Garten arbeitest, kann es immer mal passieren, dass du Krankheitserreger von einer Pflanze zur nächsten trägst. Das kann über Gartenwerkzeuge, Erde, oder aber auch einfach über deine bloßen Hände geschehen. Und das wollen wir natürlich nicht.

                    Um zu verhindern, dass du Sporen der Kraut- und Braunfäule von deinen Kartoffeln zu den Tomaten schleppst, kannst du ein paar einfache Regeln befolgen. Eine Grundregel ist, dass du niemals direkt hintereinander im Kartoffelbeet und an deinen Tomatenpflanzen arbeiten solltest.

                    Gartenwerkzeuge, mit denen du die Pflanzen direkt berührst, solltest du regelmäßig waschen. Besonders nach der Kartoffelernte können Grabegabel, Gartenschuhe und Schubkarre mit den Sporen belastet sein. Bevor du dich jetzt deinen Tomaten zuwendest, solltest du für Sauberkeit sorgen.

                    Maßnahme #4 Abwehrkräfte stärken

                    Du kannst es der Braunfäule nicht nur ungemütlich machen, sondern deine Tomaten auch aktiv stärken. Dazu machst du eine Ackerschachtelhalm-Jauche. Wie das geht, erfährst du in diesem Artikel. Statt Brennesseln verwendest du einfach Schachtelhalm. ;)

                    Ackerschachtelhalmjauche

                    Mit der verdünnten Jauche kannst du deine Tomatenpflanzen dann regelmäßig gießen und einsprühen. Beides hilft ihnen, sich gegen den Pilz zu wappnen. Aber: Achte darauf, dass die Pflanzen nach dem Einsprühen richtig gut abtrocknen können. Das ist super wichtig!

                    Zum Gießen von Tomaten gibt es noch einen Tipp: Achte darauf, sie möglichst vorsichtig zu bewässern, sodass die Blätter nicht mit dem Wasser in Berührung kommen. Denn so beugst du nicht nur feuchten Blättern vor, sondern verhinderst auch, dass mögliche Erreger aus dem Wasser auf die Pflanze gelangen.

                    Mulch sorgt (neben all seinen anderen tollen Eigenschaften) dafür, dass das Wasser beim Gießen nicht spritzt.

                    Jätest du noch oder mulchst du schon? ;) Falls du die geniale Technik noch nicht kennst, solltest du unbedingt diesen Artikel lesen:

                    So funktioniert Mulchen! Schritt für Schritt zum Mulchbeet

                    Maßnahme #5 Für Trockenheit sorgen

                    Je trockener deine Tomatenpflanzen stehen, desto geringer ist das Risiko, Kraut- und Braunfäule zu erwischen. Das ist auch ein wichtiger Grund, weshalb wir sie so gern in Gewächshäusern und unter Tomatendächern anbauen.

                    Ein Dach über dem Kopf ist eine super sinnvolle Maßnahme gegen die Pilzkrankheit. Wenn du die Möglichkeit hast, deine Pflanzen geschützt anzubauen, dann mach das unbedingt. Die Pflanzen werden es dir danken und dich dafür belohnen!

                    Aber wähne dich nicht in falscher Sicherheit: Auch im Gewächshaus können deine Tomatenstöcke feucht werden! Sie transpirieren ständig und „atmen“ über ihre Blätter jede Menge Wasser aus. Damit die Pflanzen trocknen können, sollte dein Gewächshaus also immer gut belüftet sein.

                    Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, um für trockene Blättern an deinen Pflanzen zu sorgen – im Gewächshaus wie im Freiland. Lass immer ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen und geiz deine Tomaten aus, damit sie nicht zu buschig werden. Wie das geht, kannst du in diesem Artikel nachlesen:

                    Tomatenpflanzen ausgeizen und Tipps zur Tomaten-Pflege

                    Sobald deine Tomaten etwas größer sind, kannst du auch anfangen, die unteren Blätter zu entfernen. Mit weniger Blättern stehen deine Tomaten luftiger und bieten den Pilzsporen weniger Angriffsfläche.

                    Du solltest allerdings nur dann Pflanzenteile entfernen, wenn die Tomaten gerade trocken sind. Beim Entblättern feuchter Tomatenpflanzen entsteht nämlich die Gefahr, dass vorhandene Erreger über die Wunden, die beim Entfernen der Blätter entstehen, eindringen. Genau das gleiche gilt fürs Ausgeizen. Aber das macht an einem sonnigen Tag sowieso mehr Spaß. ;)

                    Hast du all diese Vorsichtsmaßnahmen befolgt, solltest du kaum noch Probleme mit der Kraut- und Braunfäule haben. Sie lässt sich mit der richtigen Handhabung erfahrungsgemäß ziemlich gut in Schach halten.

                    Ganz auf der sicheren Seite können wir natürlich nie sein: In einem so verregneten Sommer wie in diesem Jahr rechne ich nicht mit einer besonders üppigen Tomatenernte. Aber so ist das nun mal mit dem Gärtnern: Mal fällt die Ernte super großzügig aus, und manchmal eben eher kleiner.

                    Hilfe, meine Tomaten haben Kraut- und Braunfäule – was muss ich tun?

                    Erst mal tief durchatmen und Ruhe bewahren – du kannst immer noch ganz viel machen, um deine Tomatenernte zu retten. Zunächst solltest du checken, ob du an den vorbeugenden Maßnahmen noch etwas verbessern kannst – die können nämlich auch die akute Situation verbessern.

                    Versuche, es deinen Pflanzen so einfach wie möglich zu machen, immer schnell zu trocknen. Dazu kontrollierst du, ob dein Gewächshaus gut belüftet ist, entblätterst die Tomaten und entfernst Geiztriebe. Wenn sie sehr engen stehen, nimm ein oder zwei Tomaten raus.

                    Braunfäule: Tomaten entblättern

                    Die Pflanzenteile, auf denen du Symptome erkennst, solltest du unbedingt entfernen. Wenn eine Pflanze sehr stark betroffen ist, entfernst du sie am besten komplett.

                    Die betroffenen Tomaten kannst du außerdem mit Ackerschachtelhalmjauche besprühen. Die gefällt dem Pilz nämlich gar nicht, stärkt aber die Pflanzen. Wenn du gerade keine fertige Jauche zur Hand hast, greifst du am besten auf eine andere Lösung zurück, um mit der Behandlung sofort beginnen zu können. Denn Jauche braucht ja Zeit, um zu reifen.

                    Einfaches Hausmittel gegen Kraut- und Braunfäule

                    Eine gute und schnell zubereitete Alternative zu Schachtelhalmjauche ist Salbeitee mit Backpulver. Dazu brühst du einen Liter Tee auf, rührst zwei Teelöffel Backpulver hinein, lässt das Ganze abkühlen und besprühst dann die Pflanzen damit. Achte auch hier wieder darauf, dass die Tomaten zwischen den Behandlungen immer gut abtrocknen.

                    Der Salbei und das Backpulver wirken gegen einen neuen Befall mit dem fiesen Braunfäule-Pilz, das verbessert die weiteren Chancen für deine Tomaten ungemein!

                    Jetzt heißt es: Daumen drücken, dass du die Krautfäule noch einmal vertreiben konntest! Ich hoffe ja, dass die Wolken sich endlich verziehen und die Tomaten ein laaanges Sonnenbad nehmen können, statt traurig im Regen herumzustehen.

                    Du bekommst gar nicht genug von Tomaten und willst mehr wissen? Dann schau doch mal hier rein:

                    Tomaten anbauen: Die 7 wichtigsten Tipps für eine große Ernte!

                    Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Düngern?

                    Deine Tomaten-Blüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

                    Wie sieht es bei deinen Tomatenpflanzen aus? Hast du schon mit der Kraut- und Braunfäule zu kämpfen?

                    Giftige Zucchini aus dem Garten: Gefahr oder Gerücht?

                    Ich liiiiebe Zucchini: Ob gegrillt, im Salat, in einer cremigen Suppe oder im Ratatouille, Zucchini schmecken einfach nach Sommer! Wäre da nicht der bittere Beigeschmack: Die Sorge, sich an einer giftigen Zucchini aus dem eigenen Garten zu vergiften, ist groß. Sie führt dazu, dass die grünen oder gelben Früchte oft nur mit großer Vorsicht genossen oder gar ganz aus dem Garten verbannt werden.

                    Das muss aber nicht sein! Denn wenn du weißt, wie du giftige Zucchini erkennst und vermeidest, kannst du die leckeren Früchte aus deinem Garten völlig unbeschwert genießen. :)

                    Was macht die Zucchini giftig?

                    Zucchini gehören – wie Gurken und Melonen auch, zur Familie der Kürbisgewächse. Eine schlaue Pflanzenfamilie, denn sie konnte sich Jahrtausende lang ziemlich effektiv selbst vor Fressfeinden schützen. Dazu haben die Pflanzen einen Bitterstoff produziert, der hungrige Mäuler abschrecken und ihnen den Appetit ordentlich verderben sollte.

                    Die Rede ist von „Cucurbitacin“, das nicht nur bitter schmeckt, sondern für den Menschen leider auch ziemlich giftig ist. Keine Panik – hier kommt schon die Entwarnung: In den Zucchini, Melonen und Gurken, die wir heute kennen, kommt in der Regel kein Cucurbitacin mehr vor.

                    Gurkenscheibchen

                    Das haben wir unseren Ur-Ur-Ur-Urgroßeltern (okay, vielleicht noch ein paar „Ur“s mehr) zu verdanken. Sie haben die giftigen Zucchini-Vorfahren der Kürbisfamilie nämlich domestiziert und an ihre Bedürfnisse angepasst. Das Cucurbitacin haben sie aus den Pflanzen herausgezüchtet, und Zucchini und Gurken waren nicht mehr giftig, sondern wurden dadurch zu einer leckeren Nahrungsquelle.

                    Lediglich die Zierkürbisse, die nicht zum Verzehr, sondern nur für ihr tolles Aussehen gezüchtet wurden, enthalten auch heute noch den Bitterstoff Cucurbitacin. Deshalb sind sie auch wirklich nur fürs Auge genießbar. Da sie aber auch keine Veranlagung für einen leckeren Geschmack haben, dürfte sich die Versuchung, sie zu essen, in Grenzen halten. ;)

                    Cucurbitacin Zierkürbisse

                    Ist die Sorge vor giftigen Zucchini also völlig unbegründet? Ganz so einfach ist es leider nicht. Es gibt zwei Ausnahmesituationen, in denen es trotz allem dazu kommen kann, dass in Zucchini Cucurbitacin vorkommt.

                    Ausnahme #1: Die Pflanzen leiden unter extremem Stress

                    Es kann theoretisch passieren, ist aber eher unwahrscheinlich: Wenn die Pflanzen unter starkem Stress leiden, kann die Bildung von Cucurbitacin wieder angekurbelt werden. Für Pflanzen entsteht Stress durch starke Hitze, knallende Sonne oder auch Wassermangel – im schlimmsten Fall sind die Pflanzen allem auf einmal ausgesetzt.

                    Du brauchst deine Zucchinipflanzen deshalb aber nicht in Watte zu packen. Sie kommen normalerweise mit heißem Sommerwetter sehr gut klar und lieben viel Sonnenlicht. Für eine Stressreaktion, bei der Cucurbitacin gebildet wird, müssen die Bedingungen wirklich extrem sein.

                    Das kannst du tun: Bei längeren Trockenperioden im Sommer solltest du deine Pflanzen regelmäßig gießen. Bei Zucchini reicht es aber normalerweise, einmal wöchentlich, dafür aber gründlich zu gießen. So werden auch die unteren Bodenschichten feucht, und die Pflanzen haben einen kleinen Wasservorrat, der einige Tage reicht. Gießt du eher spärlich, so werden nur die oberen Bodenschichten nass und das Wasser verdunstet schnell.

                    Zucchini giftig: Gießen

                    Viel weniger stressresistent ist ein anderes Mitglied der Kürbisfamilie: Die Gurke. Die ist eine kleine Diva und möchte gerne ein stetiges, ausgeglichenes Umfeld haben, sonst neigt sie schnell zur Bildung von Cucurbitacin. Das erkennst du an dem bitteren Geschmack, das ist ein Indikator für Cucurbitacin und die Frucht ist dann giftig. Gurken solltest du daher sehr regelmäßig gießen, immer mit derselben Menge Wasser. Über zu viel Sonne beschweren sich Gurken auch. An heißen Sommertagen möchten sie lieber an einem schattigen Plätzchen stehen.

                    Übrigens: Gurken und Zucchini, die es zu kaufen gibt, werden in der Regel so angebaut, dass sie nicht in diese Extremsituationen kommen. Da hast du also nichts zu befürchten.

                    Hol dir deinen Aussaatkalender!

                    Wenn du stets ein volles Erntekörbchen haben möchtest, musst du regelmäßig aussäen und pflanzen. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren und damit du stets das perfekte Zeitfenster abpasst, habe ich dir einen Aussaatkalender erstellt!

                    Einfach ausdrucken, an die Wand pinnen und lossäen. Jeden Monat findest du eine Übersicht mit allen Gemüsepflanzen, die du im Haus vorziehen oder direkt ins Freiland säen kannst. Natürlich habe ich auch notiert, wann es an der Zeit ist, dass deine Jungpflanzen in die Beete umziehen. ;)

                    Trag dich also hier ein, um den kostenlosen Aussaatkalender herunterzuladen und keine Aussaat mehr zu verpassen:

                    Hol dir deinen Aussaatkalender!

                      ​Mit dem Absenden bestätigst du die Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Tipps und Angebote zum Thema Selbstversorgung zu schicken.

                      Ausnahme #2: Du verwendest das falsche Saatgut

                      Bei gutem Saatgut kannst du darauf vertrauen, dass die genetische Veranlagung, Cucurbitacin zu bilden, einfach nicht besteht. Da haben die Züchter*innen ganze Arbeit geleistet! Sie wissen aber auch genau, worauf sie achten müssen, um einwandfreies Saatgut zu gewinnen und dieselben Eigenschaften von Generation zu Generation weiterzugeben.

                      Bei gekauftem Saatgut von einem vertrauensvollen, seriösen Saatguthandel brauchst du dir also überhaupt keine Sorgen machen, dass du Zucchinisamen erwischen könntest, aus denen später giftige Zucchini wachsen.

                      Giftige Zucchini: Saatgut

                      Anders sieht die Sache aus, wenn du kein gekauftes Saatgut verwendest, sondern aus den Zucchini in deinem Garten eigenes Saatgut für das folgende Jahr gewinnst. Denn keimfähiges Saatgut entsteht nur, wenn an der Pflanze eine Befruchtung stattgefunden hat. Und die erfolgt bei der Zucchini wiederum nur, wenn die Zucchiniblüte mit dem Blütenstaub einer anderen Pflanze in Kontakt gekommen ist.

                      Und dabei stellt sich eine große Frage: Wer ist diese andere Pflanze??? Das wissen wohl nur die Insekten, die den Blütenstaub für die Bestäubung aus einer Blüte dieser mysteriösen Pflanze mitgebracht haben.

                      Die Frage wäre auch gar nicht so wichtig, wenn Zucchiniblüten nur mit dem Blütenstaub anderer Zucchinipflanzen befruchtet werden könnten. Dann wären die Nachkommen einfach immer Zucchini. Das ist aber leider nicht der Fall.

                      Biene in Zucchiniblüte

                      Da Zucchini und Zierkürbisse so nah miteinander verwandt sind, ist es durchaus möglich, dass es zwischen ihnen zu Kreuzungen kommt. Zieht man dann Pflanzen aus solchem Saatgut, bekommt man eine Mischung aus beiden Pflanzen. Also quasi „Kürchinis“ oder „Zucchirbisse“. ;)

                      Das Problem dabei ist, dass diese von außen manchmal genau wie Zucchini aussehen, aber ein paar Merkmale der Zierkürbisse geerbt haben – zum Beispiel die Eigenschaft, Cucurbitacin zu bilden. Und in so einem Fall kann es eben dazu kommen, dass du unwissentlich einen Undercover-Zierkürbis heranziehst. An dieser vermeintlichen Zucchinipflanze können dann giftige „Zucchini“ wachsen.

                      Das kannst du tun: Zucchini- und Gurkensaatgut lieber nicht selbst gewinnen, sondern kaufen. Es ist auch super ärgerlich, die Pflanzen liebevoll groß zu ziehen und dann zu merken, dass das ganze leider völlig umsonst war. Alternativ kannst du dich natürlich auch stärker mit Züchtungstechniken auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass die weiblichen Zucchiniblüten auch wirklich mit Pollen von einer anderen Zucchinipflanze bestäubt werden.

                      Schaut mal, dieses Buch ist wirklich hilfreich, wenn du dich näher mit der Züchtung von Gemüsesamen beschäftigen möchtest.

                      Wie erkenne ich giftige Zucchini?

                      Keine Sorge, du wirst keine giftige Zucchini essen, ohne es zu bemerken. Denn Cucurbitacin hat immer zwei Eigenschaften: Es ist giftig und es ist extrem bitter. Wenn du eine giftige Zucchini erwischen solltest, wirst du das also auf jeden Fall sofort am Geschmack merken. Dieser bleibt auch bestehen, wenn du die Zucchini kochst oder grillst. Besonders wenn ich eine größere Menge Zucchini und Gurken verarbeite, probiere ich von den Früchten jeweils ein kleines Stück, um sicher zu gehen, dass sie nicht bitter schmecken.

                      Zucchinischeiben

                      Also: Finger weg von bitteren Zucchini, dann bist du auf der sicheren Seite.

                      Hilfe – meine Zucchini schmeckt bitter! Was soll ich tun? Einfach nicht essen. Die betroffenen Früchte und Pflanzen kannst du einfach auf deinem Kompost entsorgen, dort schadet das Cucurbitacin nicht.

                      Wenn jemand unwissentlich von den bitteren Zucchini gegessen hat, solltet ihr zur Sicherheit eine Arztpraxis aufsuchen. Das ist aber wirklich unwahrscheinlich, denn es braucht schon einen starken Willen, um die bittere Frucht hinunterzukriegen.

                      Mit Zucchini das gute Nachbarschaftsverhältnis vergiften?

                      Kommt dir diese Situation bekannt vor? Du stehst mit einer Zucchini in der Hand am Gartenzaun, winkst deinen Nachbarn fröhlich zu, und diese suchen fluchtartig das Weite.

                      Das liegt wohl weniger daran, dass sie befürchten, dass du sie vergiften willst. Wahrscheinlich wachsen die Zucchini in ihrem Garten auch wie blöd, und sie wissen schon gar nicht mehr, wohin damit.

                      Zucchini giftig

                      Wie wäre es, wenn du statt der Zucchini lieber ein paar Tipps mit ihnen teilst, wie sie sich Abwechslung ins Zucchinibeet und auf den Teller bringen? Ein paar Ideen…

                      Zucchini-Tipp #1: Abwechslung anbauen. Zucchini müssen nicht lang und grün sein. Es gibt auch gelbe, runde und gestreifte Zucchini.

                      Zucchini-Tipp #2: Wenn es einfach zu viele Zucchini werden, dann ernte doch ein paar Blüten. Die kannst du in Teig tunken und ausbacken. Mhhh…

                      Zucchini-Tipp #3: Klein aber oho! Setze auf Qualität statt Quantität. Wenn du die Zucchini jung erntest, schmecken sie viel zarter.

                      Zucchini-Tipp #4: Zucchini geht auch süß! Die Früchte lassen sich, genau wie Möhren und Kürbisse, prima verbacken. Sie machen besonders Schokokuchen super saftig und sind außerdem ein gutes Alibi, um noch ein Stückchen Kuchen mehr zu essen. Ist schließlich nur Gemüse, oder? ;)

                      Zucchini-Tipp #5: Der nächste Winter kommt bestimmt. Wie wäre es damit, ein paar deiner Schätze haltbar zu machen? Hier findest du eine Rezeptidee zum Einkochen von Zucchini.

                      So, ich hoffe, dass du nun bestens für die Zucchinizeit gerüstet bist und all die Infos über Cucurbitacin hoffentlich gut verdaut hast. Zur Belohnung solltest du dir erstmal ein paar gefüllte Zucchini gönnen und ganz sorglos genießen, findest du nicht auch? Hmmm… lecker!

                      Falls deine Zucchini noch nicht erntereif sind, kannst du hier lesen, was du zum Anbau unbedingt wissen solltest und wie du die Pflanzen so richtig verwöhnst.

                      Der komplette Zucchini-Guide – Zucchini pflanzen, anbauen & ernten

                      Hast du schon mal eine giftige Zucchini geerntet oder ist dieses Phänomen bei dir noch nie vorgekommen? Schreib mir das gerne mal in die Kommentare!

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                      Gefüllte Vorratskammer

                      7 clevere Tricks für eine gut sortierte Vorratskammer

                      Eine gut gefüllte Vorratskammer ist eine wahre Schatztruhe und kann dir in so mancher Situation aus der Patsche helfen. Du bekommst Überraschungsbesuch? Kein Problem, für einen schnellen Obst-Crumble hast du alles vorrätig. Oder aber du bist im Januar tagelang eingeschneit und kommst nicht aus dem Haus. Dann ist eine volle Vorratskammer sowas von Gold wert, oder? Okay, ich gebe zu, dieser Fall ist eher unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie. ;)

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                      Um deine Vorratskammer optimal nutzen zu können und einen Überblick über deine Vorräte zu behalten, solltest du ein paar Tricks auf Lager haben. Denn wenn du nicht aufpasst, passiert es schnell, dass die Lieblingsmarmelade hinter einer uralten, ungeliebten Konserve verschwindet, oder dass die liebevoll gepulten Erbsen anfangen zu schimmeln.

                      Deshalb kommen hier 7 Tricks, die dir dabei helfen, so viel wie möglich aus deiner Speisekammer herauszuholen. Los geht’s!

                      Trick #1 Einen Wohlfühlort schaffen

                      Du sollst natürlich nicht deinen Lieblingssessel in die Vorratskammer schleppen, sondern einen Ort schaffen, an dem sich deine Vorräte so richtig wohl fühlen. Die perfekte Kombination dafür ist: dunkel, kühl und trocken.

                      Gläser in Vorratskammer

                      Ist es etwas zu hell, treiben Zwiebeln und Kartoffeln schnell aus. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit fangen getrocknete Lebensmittel manchmal an zu schimmeln. Und Wärme führt bei so ziemlich allem dazu, dass es schneller verdirbt. Deine Gefriertruhe verbraucht bei einer höheren Raumtemperatur übrigens auch mehr Strom. Da Gefrierschränke selber auch Wärme nach außen produzieren, stellst du sie im besten Fall aber gar nicht in die Vorratskammer, sondern in einen anderen kühlen Raum.

                      Damit deine Vorratskammer auch wirklich allen gehüteten Schätzen gerecht wird, also sowohl Kartoffeln als auch getrockneten Kräutern und Co behagt, verstaust du jedes Lebensmittel noch ganz individuell im passenden Behältnis.
                       Deine Vorratskammer hat ein Fenster und ist daher nicht dunkel? Dann packst du die Kartoffeln am besten in einen Sack und eine luftige Holzkiste unter das unterste Regalbrett – so sollten sie kaum noch Licht abkriegen. Getrocknete Tees und Gewürze verlieren bei Lichteinstrahlung an Aroma, deshalb sollten sie in Metalldosen, dunklen Gläsern oder Papiertüten untergebracht werden. 

                      Du hast einen Erdkeller? Du Glückspilz! Erdkeller sind für Kartoffeln und anderes Lagergemüse richtig toll, manchen anderen Vorräten ist es dort aber zu feucht. In so einem Fall teilst du deine Vorräte auf – und bringst Trockenprodukte in einem Schrank in einem anderen Raum unter. 

                      Kartoffeln in Vorratskammer

                      Trick #2 Gläser in deiner Vorratskammer mit Etiketten beschriften

                      Das soll ein Trick sein? Und ob! Denn man lässt es aus Bequemlichkeit schnell bleiben. Und dann? Wie oft hast du schon ein Glas selbst Eingekochtes aus dem Schrank genommen und hattest absolut keinen Schimmer mehr, was es sein könnte? Kürbissuppe oder Aprikosenkompott? Erdbeermarmelade oder Tomatensauce? Eben.

                      Ich brauche auch gerne die älteren Vorräte zuerst auf. Nur sieht sich das Apfelmus vom letzten und das von diesem Jahr leider zum Verwechseln ähnlich. Ohne Jahreszahl auf dem Etikett bin ich da ziemlich aufgeschmissen. ;)

                      Etiketten organisieren dir aber nicht nur deine Vorratskammer, sie machen aus einem Glas eingemachtem Obst oder Gemüse auch im Handumdrehen ein schickes Geschenk!

                      In meine Vorratskammer kommen daher nur noch etikettierte Gläser. Der kleine Mehraufwand nach dem Einkochen erspart dir später viiiiel Verwirrung. ;)

                      Hol dir deine Etiketten zum Ausdrucken

                      Du bist auf der Suche nach schicken Etiketten zum selber ausfüllen? Dann habe ich hier etwas für dich! Trag dich einfach mit deiner E-Mail-Adresse ein und ich schicke dir eine Vorlage von mehreren super hübsche Etiketten zu – zum Aufkleben oder als kleine Anhänger – je nachdem, was dir besser gefällt.

                      Etiketten zum Selber-Beschriften

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                        Trick #3 Den Platz in der Vorratskammer optimal ausnutzen

                        Die Vorratskammer ist in der Regel nicht unbedingt der größte Raum der Wohnung. Und du kannst super froh sein, wenn du eine hast! Ich habe auch schon in Wohnungen gewohnt, wo ich meinen Wintervorrat in Regalen im Flur untergebracht habe.

                        Es lohnt sich daher immer, den Platz, den du hast, möglichst optimal und effektiv zu nutzen. Werde hier ruhig kreativ und überleg dir, wie du in deiner Vorratskammer viel Stauraum schaffen kannst. Clevere Regalsysteme, Schubladen, Kisten, Haken zum Aufhängen von Kräutersträußchen – alles ist erlaubt! Es sollte nur übersichtlich und gut erreichbar sein.

                        Ich sortiere ähnlichen Konserven, zum Beispiel die Marmelade, auch gerne so in Kisten, dass die ältesten vorne stehen und ich frisch gekochte Marmelade ganz hinten hineinstellen kann. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich nicht nur du, sondern auch deine Liebsten in der Vorratskammer bedienen – so greifen alle automatisch zum ältesten Glas.

                        Marmelade

                        Trick #4 Das Richtige einlagern

                        Versuche, die Regale in deiner Vorratskammer nicht mit Lebensmitteln zu füllen, die du wahrscheinlich nie aufmachen wirst. Geschenkte Würzöle und Co, die einfach nicht dein Geschmack treffen oder dir viel zu scharf sind, kannst du getrost an jemanden weitergeben, der sich darüber freut und sie aufbraucht. Das ist doch viel besser, als wenn sie bei dir ewig verstauben, Platz wegnehmen und letztendlich leider doch im Müll landen.

                        Trick #5 Den Überblick in deiner Vorratskammer behalten

                        Du wirst deine eingekochten Schätze nur aufbrauchen, wenn du auch weißt, was in deiner Vorratskammer auf dich wartet. Versuch daher, immer den Überblick zu behalten. Das funktioniert mit einem Vorratskammer-Plan am besten. Der ist ganz simpel: Du schreibst alles hinein, was in die Vorratskammer reinkommt, und markierst alles, was du aufbrauchst.

                        Ich hänge diese Liste gern an die Innenseite der Türe zur Vorratskammer, so übersehe ich sie beim Rausgehen nicht. ;)

                        Du bekommst so übrigens auch eine richtig gute Idee davon, was du wirklich viel nutzt und immer vorrätig haben solltest. Und es gibt noch einen Vorteil: Du siehst immer, wenn sich etwas dem Ende nähert. So kannst du rechtzeitig für Nachschub sorgen und erlebst keine bösen Überraschungen, wenn plötzlich keine Kartoffeln mehr im Haus sind. ;)

                        Dieses System lässt sich übrigens auch prima auf Gefriertruhen anwenden. Da ist es besonders praktisch, denn zumindest ich habe irgendwann keine Ahnung mehr, was in den unteren Lagen verborgen ist.

                        Wer das Ganze noch perfektionieren will, kann sich auch ein Whiteboard oder eine Tafel neben die Truhe hängen, und dort einen Grundriss der Truhe aufmalen. Dann schreibst du alles, was sich in der Truhe befindet, an den jeweiligen Platz in der Skizze – mitsamt Mengenangabe. Nimmst du etwas raus, wischst du es einfach weg. So kannst du immer ganz gezielt nach dem greifen, was du brauchst, ohne dich erst durch die halbe Truhe zu wühlen.

                        Trick #6 Basics bestellen

                        Haltbare Basics wie Haferflocken, Linsen, Reis und Mehl oder Getreide habe ich gerne in großen Mengen vorrätig. Das ist super praktisch: Ich muss fast nie daran denken, sie nachzukaufen und habe immer eine Grundversorgung zu Hause. Gleichzeitig eröffnet sich mir dadurch die Möglichkeit, Großpackungen zu bestellen. Das spart Verpackungsmaterial und ist meistens auch günstiger.

                        Trockenvorräte

                        Gerade wenn du nicht in einer größeren Stadt wohnst und gerne Biolebensmittel kaufst, ist die Auswahl in den Läden oft eher beschaulich. Da lohnt es sich, zweimal im Jahr einen großen Vorrat online zu bestellen und in der Vorratskammer einzulagern. Natürlich funktioniert das nur, wenn du die Lebensmittel dann auch vernünftig unterbringen kannst. Wenn du in einem alten Haus wohnst, dann denk auch daran, deine Vorräte mäusesicher zu lagern.

                        Trick #7 Welche Obst und Gemüse mache ich wie haltbar?

                        Damit deine Konserven nicht schlecht werden, ist es ungemein wichtig, passende Methoden zum Haltbar machen zu wählen. Wie das geht? Das sieht bei jedem Obst, Gemüse und Rezept  etwas anders aus.

                        Du hast auch ein bisschen die Qual der Wahl. Es stehen dir nämlich jede Menge unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Ob Einkochen, Fermentieren oder Dörren – informier dich, was wofür am besten passt. Und dann halte dich einfach an die Rezepte, die dir Freude bereiten und dir schmecken.

                        Fermentierte Vorräte

                        Wenn ich deine Einkochlust jetzt geweckt habe und es dir schon in den Fingern kribbelt, du aber noch tausend Fragezeichen im Kopf hast, dann mach doch mit bei meinem Onlinekurs „Obst und Gemüse haltbar machen“. Schau mal, hier findest du ganz viele Informationen zum Kurs.

                        Denn was gibt es schon schöneres, als im tiefsten Winter Nudeln mit selbstgekochter Tomatensauce aus den eigenen Tomaten zu genießen und in Erinnerung an die üppige Erntezeit zu schwelgen?

                        Du hast Lust auf mehr Artikel zum Haltbar machen und willst noch weiter stöbern? Dann schau doch mal hier vorbei:

                        6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst 

                        Salzgurken einlegen in 3 Schritten – Das beste Saure-Gurken-Rezept! 

                        Einkochen im Topf – Schritt für Schritt-Anleitung mit Checkliste 

                        Womit füllst du deine Vorratskammer in diesem Jahr? Schreib es mir gern in die Kommentare!