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Marie im Garten

Unkrautfrei gärtnern – kein Unkraut, kein Problem!

Unkrautfrei gärtnern klingt erstmal wie eine dieser Garten-Fantasien, die nur in perfekt gestylten Hochglanz-Gärten funktionieren: kein Halm am Rand, keine Distel in Sicht, und kein Giersch weit und breit. Aber am Ende steckt doch irgendwo eine Mulchfolie drunter oder jemand hat heimlich das halbe Wochenende mit Jäten verbracht. ;)

Dabei geht es auch anders. Unkrautfrei gärtnern ist wirklich möglich. Und zwar so, dass im Alltag kaum noch gejätet werden muss. Und genau darum geht es doch: nicht um Perfektion, sondern um einen Garten, der Arbeit abnimmt statt ständig neue zu machen. Gärtnern soll schließlich Spaß machen, oder?

Wer versteht, warum Unkraut überhaupt so stark wird, kann die entscheidenden Stellschrauben drehen und alles wird leichter, bodenfreundlicher und rückenschonender!

Inhaltsverzeichnis
Warum unkrautfrei gärtnern tatsächlich sinnvoll ist
Es beginnt nicht erst beim Jäten
Unkrautfreie Beete anlegen
Warum Umgraben das Unkrautproblem oft verstärkt
Der unterschätzte Schlüssel: unkrautfreier Kompost
Welche Unkräuter sind überhaupt da?
Mulchen: der einfachste Weg, um unkrautfrei zu gärtnern
Wenn es eskaliert: Unkraut vernichten – ohne Chemie
Kleine Gewohnheiten, die den Unterschied machen

Warum unkrautfrei gärtnern tatsächlich sinnvoll ist

Unkraut ist nicht automatisch Unkraut. Viele Wildkräuter sind wichtige Bodenanzeiger und Lebensraum für Insekten – und sie dürfen gern wachsen: Am Wiesenrand, unter den Büschen und im Vorgarten. Nur im Gemüsebeet soll nicht jedes Kraut wild wachsen. Denn was dort wächst, konkurriert mit deinen Gemüsepflanzen. Und die sollen schließlich groß und stark werden!

Unkräuter nehmen Wasser weg, „klauen“ Nährstoffe, beschatten junge Pflanzen und machen es dem Gemüse schwer, groß und kräftig zu werden. Und der größte Haken ist meist nicht die Natur, sondern die Zeit: Wenn die Nachmittage im Frühjahr und Sommer von Jäten geprägt sind, wird der Gemüseanbau schnell ziemlich anstrengend und zeitintensiv.

Unkrautfrei gärtnern bedeutet deshalb vor allem: weniger Arbeit, stärkere Pflanzen, bessere Ernten – und wieder mehr Freude im Beet.

Wenn du gerade am Anfang deiner Garten-Reise stehst, dann ist vielleicht der Onlinekurs »Gemüsegarten starten« genau das Richtige für dich? Der Kurs nimmt dich bei allen Schritten an die Hand, so dass du dir ohne Kopfzerbrechen dein eigenes kleines Gemüseparadies erschaffen kannst.

Einen kleinen Vorgeschmack gibt’s hier mit dem 0 €-Aussaatkalender. Trag deine Emailadresse einfach direkt ein und der Kalender landet gleich in deinem Postfach:

Die wichtigste Wahrheit zuerst: Unkrautfrei gärtnern beginnt nicht beim Jäten

Viele versuchen das Problem Unkraut zu „lösen“, indem häufiger gehackt, gejätet und gerupft wird. Kurzfristig hilft das, langfristig ist es jedoch oft wie Wasser schöpfen mit einem Sieb, denn das Unkraut kommt einfach immer wieder.

Der größte Hebel liegt nicht im Werkzeug, sondern in den Fragen:

Wie ist das Beet aufgebaut?
Welche Startbedingungen bekommt der Boden?
Und wo kommt das Unkraut überhaupt her?

Wer schon beim Beete anlegen klug arbeitet, reduziert das Unkrautproblem später ganz automatisch. Dann wird unkrautfrei gärtnern nicht anstrengend, sondern logisch.

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Unkrautfrei gärtnern durch die richtige Beet-Anlage

Gerade beim Anlegen neuer Beete entscheidet sich sehr viel in den ersten Tagen und Wochen. Dabei tauchen zwei Fehler besonders häufig auf:

  1. Umgraben, weil es „schon immer so gemacht wurde“ und
  2. Unkrautsamen und Wurzelstücke ins Beet holen, ohne es zu merken

Die Basis für unkrautfreies Gärtnern ist eine Beet-Anlage, die:

  • vorhandenen Bewuchs zuverlässig unterdrückt,
  • das Bodenleben möglichst schont,
  • und keine neuen Unkrautsamen einarbeitet.

Besonders gut funktioniert das mit Methoden, die ohne Umgraben auskommen und stattdessen mit Schichten, Abdecken und Bodenaufbau arbeiten. So entstehen Beete, die sofort bepflanzbar sind. Denn in diesen hat Unkraut deutlich schlechtere Startbedingungen.

Psssst: Hier kannst du dich zu meinem 0 € Minikurs anmelden, in dem ich dir das mit dem Beete anlegen nochmal ganz genau zeige.

Warum Umgraben das Unkrautproblem oft verstärkt

Umgraben wirkt auf den ersten Blick „ordentlich“: einmal wenden, einmal durchlüften, einmal alles glattziehen. In der Praxis passiert jedoch häufig das Gegenteil. Warum ist das so?

In jeder Gartenfläche schlummern Unkrautsamen in verschiedenen Bodenschichten. Viele davon bleiben ruhig, solange sie tief liegen. Beim Umgraben gelangen sie an die Oberfläche und bekommen dort Licht, Wärme und Feuchtigkeit. Das ist das perfekte Keimsignal.

Zusätzlich wird beim Umgraben die Bodenstruktur zerstört und das Bodenleben gestört. Regenwürmer, Mikroorganismen und Pilze sind jedoch genau die Helfer, die langfristig lockeren, fruchtbaren Boden schaffen. Ein lebendiger Boden ist optimal für unser Gemüse – und macht es Unkraut schwerer, sich breit zu machen.

Unkrautfreier Garten dank Kompost

Der unterschätzte Schlüssel: unkrautfreier Kompost

Wer unkrautfrei gärtnern möchte, sollte besonders darauf achten, was überhaupt ins Beet gelangt. Kompost ist großartig, aber nur dann, wenn er nicht voller Samen oder Wurzelreste steckt. Denn dann lädst du die ungebetenen Gäste mit Handkuss ein ;).

Kompost aus Kompostwerken ist häufig recht zuverlässig unkrautfrei, weil dort hohe Temperaturen entstehen, die Unkrautsamen abtöten. Bei selbstgemachtem Kompost werden diese Temperaturen nicht immer erreicht. Deshalb gilt:

  • keine samenreifen Unkräuter auf den Gemüsekompost
  • Wurzelunkräuter wie Giersch, Quecke oder Ackerwind lieber separat sammeln und getrennt kompostieren

Praktisch ist auch ein zweiter „Problem-Kompost“ für Unkraut und kranke Pflanzen. Der fertige Kompost kann später unter Sträuchern oder Bäumen landen. So bleibt der Gemüsekompost sauber, und unkrautfrei gärtnern wird Jahr für Jahr leichter.

Und wenn jetzt Lust bekommen hast deinen eigenen Kompost anzulegen, lies gerne hier weiter :).

Unkrautfrei gärtnern: die Brennessel

Vor dem Start: Welche Unkräuter sind überhaupt da?

Bevor du dein Beet anlegst, solltest du dir gut anschauen, was bei dir im Garten überhaupt wächst:

Wurzelunkräuter vermehren sich über Wurzelstücke und können ziemlich invasiv sein. Die hartnäckigsten Kandidaten sind Giersch, Quecke, Brennnesseln und die gute alte Ackerwinde. Auch Ampfer und Löwenzahn können ziemlich zähe Wurzeln haben.

Falls du diese Unkräuter sichtest, solltest du sie vor dem Beete-Anlegen möglichst mitsamt der Wurzeln jäten. Nimm dafür am besten eine Grabegabel oder einen Wurzelstecher und versuche die Wurzel in einem großen Stück aus dem Boden zu ziehen. Denn wenn kleine Wurzelstücke wieder in deinem Beet landen, werden daraus sehr schnell wieder ganze Pflanzen.

Samenunkräuter kommen von außen eingeflogen. Zu den bekanntesten gehören Löwenzahn, Disteln, Franzosenkraut und Ehrenpreis. Um diese Unkräuter in Schach zu halten, mähst du am besten regelmäßig die Wiese um die Beete herum. Wichtig ist, dass gemäht wird, bevor die Pflanzen ihre Samen ausgebildet haben. ;)

Wenn du deine Beete mulchst, kannst du damit auch wunderbar verhindern, dass die Samenunkräuter aufgehen. Denn die Samen finden auf den Beeten keine Erde vor, in der sie keimen können.

Mulchen: der einfachste Weg, um unkrautfrei zu gärtnern

Mulch ist ein echter Gamechanger für unkrautfreies Gärtnern, weil er gleich mehrere Probleme auf einmal löst:

  1. Er nimmt Unkrautsamen das Licht zum Keimen.
  2. Er schützt den Boden vor Austrocknung und Verschlämmung.
  3. Er füttert das Bodenleben – und sorgt langfristig für bessere Bodenstruktur.

Mulch macht den Boden „waldbodenähnlich“: geschützt, lebendig, bedeckt. Und genau diese Bedingungen sind es, die Unkraut deutlich weniger Chancen geben.

Wichtig ist nur, passend zu mulchen: Material, Menge und Zeitpunkt müssen stimmen – sonst wird Mulch schnell zu feucht oder zu dicht. Richtig eingesetzt sorgt er jedoch dafür, dass unkrautfrei gärtnern plötzlich sehr realistisch wird.

Unkrautfrei gärtnern mit Mulch

Wenn es eskaliert: Unkraut vernichten – ohne Chemie

Manchmal ist ein Beet oder eine Fläche so stark zugewachsen, sodass „hier und da jäten“ nicht mehr reicht. Dann braucht es erstmal einen klaren Schnitt, bevor wieder Gemüse einziehen kann. Das Gute: Dafür sind keine Unkrautvernichter nötig. Im Gegenteil: Chemie löst das Problem meist nur scheinbar, schadet aber langfristig dem Bodenleben – und genau das ist die Basis für gesunde, stabile Beete :).

Eine sehr wirksame, chemiefreie Methode ist das zeitlich begrenzte Arbeiten mit Folie. Zuerst werden die groben Unkräuter entfernt, also alles, was schon hoch steht und im Weg ist. Es muss dabei nicht jedes Fitzelchen weg sein. Es geht vor allem darum, dass die Pflanzenmasse reduziert wird, damit die Folie später sauber aufliegt und gut wirken kann.

Anschließend wird für ungefähr zwei Wochen eine durchsichtige Folie aufgelegt und am Rand beschwert, damit sie eng anliegt. Unter dieser Folie entsteht ein warmes, feuchtes Mikroklima. Die Unkräuter „denken“: juhu, beste Wachstumsbedingungen, und legen nochmal richtig los. Genau das ist gewollt, denn so werden möglichst viele Pflanzen aus den Wurzeln heraus zum Austreiben gebracht.

Nach den ersten zwei Wochen folgt der entscheidende Schritt: Die transparente Folie wird abgenommen und durch eine schwarze, lichtundurchlässige Folie ersetzt. Diese bleibt etwa vier bis fünf Wochen liegen. Ohne Licht können die Pflanzen keine Photosynthese betreiben, sie zehren ihre Reserven auf – und sterben nach und nach ab. Nach dieser Zeit ist die Fläche deutlich beruhigter und bereit, neu aufgebaut oder bepflanzt zu werden.

Hausmittel wie Essig oder Salz wirken zwar oberflächlich schnell, sind für Gemüsebeete aber keine gute Idee. Sie verändern den Boden, schädigen Mikroorganismen und können das Bodenleben langfristig aus dem Gleichgewicht bringen. Wer unkrautfrei gärtnern möchte, sollte den Boden stärken – nicht „verätzen“.

Kleine Gewohnheiten, die den Unterschied machen

Unkrautfrei gärtnern entsteht nicht nur durch eine große Grundstrategie wie ein gut angelegtes Beet oder Mulch. Im Alltag sind es oft die kleinen Gewohnheiten, die darüber entscheiden, ob es im Beet entspannt und unkrautfrei bleibt.

Der wichtigste Punkt ist: früh handeln. Unkraut in der Keimlingsphase oder als kleines Pflänzchen ist mit zwei Fingern erledigt. Wartet man dagegen, bis es groß ist, tief wurzelt oder sogar Samen bildet, wird aus einer Minute schnell eine halbe Stunde. Genau deshalb lohnt es sich, Beete regelmäßig kurz „abzuscannen“, statt selten und dafür lange zu kämpfen.

Ebenso entscheidend ist der Zustand der Werkzeuge. Scharfe Hacken, Messer oder Unkrautstecher schneiden sauber und effizient. Stumpfe Geräte reißen eher, rutschen ab, brauchen mehr Kraft. Außerdem bleiben bei stumpfen Werkzeugen oft Wurzelteile im Boden, die wieder austreiben können. Wer unkrautfrei gärtnern will, sollte sich die paar Minuten zum Nachschärfen wirklich gönnen.

Auch das Timing beim Hacken spielt eine große Rolle. Bei nassem Boden ist Hacken häufig kontraproduktiv: Die herausgezogenen Pflänzchen können wieder anwachsen, die Erde schmiert, und das Beet wird eher „umgerührt“ als sauber gelockert. Viel besser funktioniert Hacken, wenn der Boden oberflächlich abgetrocknet ist. Dann trocknen die gelösten Unkräuter an und sind wirklich weg.

Und zuletzt lohnt sich ein Blick auf die Ränder. Viele Unkräuter kommen nicht „aus dem Beet“, sondern wandern über Beetkanten, Wege oder angrenzende Wiesenflächen hinein. Wer hier regelmäßig schneidet, mäht oder mulcht, nimmt dem Unkraut eine der wichtigsten Einfallschneisen. Auch eine Rasenkante am Beetrand wirkt wahre Wunder.

Unkrautfrei gärtnern - einfach das Unkraut essen: die Melde

Bonus: Unkraut einfach aufessen ;)

Ein Teil dessen, was im Garten als Unkraut bezeichnet wird, ist übrigens essbar und sogar richtig lecker :). Gerade die jungen Blätter vieler Wildkräuter sind zart, aromatisch und bringen eine schöne Vielfalt in die Küche. Löwenzahn, Vogelmiere, Giersch, Spitzwegerich oder Melde können Salate, Kräuterquark oder grüne Smoothies bereichern. Die rote Melde kannst du sogar extra dafür anbauen!

Wichtig ist dabei, langsam einzusteigen. Wildkräuter sind für viele Verdauungssysteme erstmal ungewohnt, besonders wegen der Bitterstoffe und Ballaststoffe. Am besten werden sie zunächst in kleinen Mengen mit milden Blattsalaten gemischt. So kann sich der Körper in Ruhe daran gewöhnen. Die Mischung schmeckt auch einfach richtig gut!

Unkrautfrei gärtnern ist möglich – wenn die Bedingungen stimmen

Unkrautfrei gärtnern ist keine Frage von mehr Disziplin oder Zeiteinsatz, sondern vor allem eine Frage von klugen Voraussetzungen. Entscheidend ist, dass die Beete so angelegt werden, dass Unkraut es schwer hat: ohne unnötiges Umgraben, mit sauberem, möglichst unkrautfreiem Kompost, mit konsequent bedecktem Boden statt offener Erde und mit dem richtigen Timing, wenn doch einmal etwas aufläuft.

Wenn diese Grundlagen stimmen, verändert sich der Garten spürbar. Er wird ruhiger, pflegeleichter und ertragreicher. Und plötzlich bleibt wieder Zeit für das, worum es eigentlich geht: säen, wachsen sehen, ernten und vor allem dein kleines Paradies genießen :).

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Dein Garten ist frei von Unkraut und du willst richtig loslegen? Dann lies diese Artikel um bestens auf die Gartensaison vorbereitet zu sein:

Aussaat & Pflanzen im März + Mischkulturtabelle

Gemüse im Haus vorziehen: So gelingt die Jungpflanzenanzucht!

Gemüsegarten anlegen in 11 Schritten

Was sind deine besten Tipps gegen Unkraut? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Aussaat & Pflanzen im März + Mischkulturtabelle

Jippieh – jetzt geht’s im Garten so richtig los! Im März startet die Aussaat-Hochsaison, und du kannst schon viele verschiedene Sorten aussäen, pflanzen oder im Haus vorziehen. Spätestens jetzt kribbelt es unter den Fingernägeln, endlich wieder in der Erde zu wühlen und die ersten Jungpflanzen wachsen zu sehen.

Hier findest du eine Übersicht über alle Gemüsepflanzen, die im März ausgesät werden können. Und natürlich erfährst du alles über die wichtigsten Gartenarbeiten, die jetzt anstehen.

Inhaltsverzeichnis
Vorziehen im Haus
Draußen aussäen
Gartenarbeiten im März
Mischkulturtabelle
Und was gibt es abseits der Gemüsebeete zu tun?

Aussaat im März: Vorziehen im Haus

Mit der Anzucht im Haus sicherst du dir kräftige Jungpflanzen für den Frühling. Im März ist die Liste der Aussaaten besonders lang – brsonders aufregend: Jetzt startet auch das Tomatenjahr! Denk daran, dass deine Pflänzchen sich bereits früh über eine Düngergabe freuen :).

Damit die frisch gesäten Pflanzen kräftig wachsen, ist eine gut ausgestattete Jungpflanzen-Anzuchtstation essenziell! Beim Keimen hat jedes Gemüse noch eigene Vorlieben bei Licht und Temperatur, aber danach sind sie sich recht einig:

Sie alle wollen einen kühlen (aber nicht kalten) Standort, möglichst viel Licht und eine sanfte Bewässerung. Richtig praktisch sind für die Anzucht übrigens wiederverwertbare Anzuchtschalen mit passenden Untersetzern – sie sind kompakt, übersichtlich und bieten den Pflänzchen genug Platz. Hast du das richtige Zubehör parat, kann es im März mit diesen Kandidaten losgehen:

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Aussaat im März: Das darf draußen ausgesät werden

Im Beet darf es ab März jetzt richtig losgehen. Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, kannst du die ersten robusten Kulturen aussäen. Ein schützendes Vlies ist jedoch für viele Kulturen noch eine willkommene Unterstützung, falls die Temperaturen nachts nochmal nach unten gehen sollten.

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Gartenarbeiten im März

Der März ist der Auftakt in eine bunte Gartensaison. Die Tage werden länger, die Sonne gewinnt an Kraft und die ersten Arbeiten im Garten warten darauf, erledigt zu werden. Jetzt ist ein super Zeitpunkt deine Beete und Pflanzen auf die kommenden Monate vorzubereiten.

Unser Onlinekurs »Gemüsegarten starten« ist übrigens eine riesige Hilfe und Inspiration, wenn du ganz frisch in das Abenteuer Gemüsegarten startest, aber auch alte Hasen finden hier eine Menge Tipps, Tricks und Überraschungen ;)

Im Hochbeet sorgt eine frische Schicht reifen Komposts für den perfekten Start. Auch im Frühbeet gibt es einiges zu tun. Deine Pflänzchen brauchen regelmäßig Wasser, Schutz vor gefräßigen Tierchen und kalten Nächten spendet ein Vlies. Das gibt ihnen die besten Startbedingungen um groß und kräftig zu werden.

Der März ist übrigens der perfekte Monat, um noch schnell ein paar neue Gemüsebeete anzulegen. Mit Pappe, Rasenkante und Kompost kannst du auf jeder Wiese oder alten Beeten loslegen und brauchst dazu noch nicht mal umgraben – und du kannst die neuen Beete direkt bepflanzen! Wenn du Lust auf neue Kompostbeete hast, dann lies gern hier weiter.

Unkraut lässt sich im März besonders leicht entfernen, bevor es sich festsetzt. Auch wenn du durch die Methode deine Beete mit Pappe und Kompost anzulegen schon viiiiel Arbeit sparst, ist es sinnvoll Giersch und co. an den Kragen zu gehen ;). Gleichzeitig ist es an der Zeit, Winterschutzmaterial wie Vliese oder Abdeckungen von Stauden und Sträuchern zu entfernen, damit die Pflanzen wieder frei austreiben können.

Auch deine Erdbeeren freuen sich jetzt über Pflege. Schneide alte Blätter ab und, falls du Lust auf richtig viele Erdbeeren hast, kannst du auch gleich ein neues Beet anlegen. Junge Pflanzen solltest du noch mit einem Schneckenkragen schützen.

Deine Jungpflanzen aus der Anzucht dürfen jetzt abgehärtet werden. Tagsüber stellst du sie ins Freie, und nachts holst du sie wieder ins Haus. So gewöhnen sie sich schon mal an die weite Welt da draußen :). Den letzten Winterkohl solltest du jetzt ernten, bevor er in die Blüte geht.

Deine Mischkulturtabelle für die Aussaat im März

Bevor du anfängst, deine Gemüsesamen irgendwo auszusäen, gibt’s hier noch einen Tipp:

Im Gemüsegarten ist es ein bisschen wie in der Nachbarschaft: Manche Pflanzen verstehen sich prächtig und unterstützen sich gegenseitig, andere kommen sich ständig in die Quere. Damit du nicht lange rätseln musst, wer ein Traumduo bildet (Möhre + Zwiebel) und wer lieber Abstand hält (Tomate + Kartoffel), gibt es unsere praktische Mischkulturtabelle.

Darin siehst du auf einen Blick, welche Pflanzen sich gut vertragen, wie du deine Beete clever kombinierst und welche Nachbarn du besser trennst. So sparst du dir Grübelei und hast mehr Zeit fürs eigentliche Gärtnern. Deine Aussaat war noch nie einfacher ;).

Trag deine Emailadresse einfach ins Formular ein und die Tabelle landet direkt in deinem Postfach:

Und was gibt es abseits der Gemüsebeete zu tun?

Auch die Kräuter freuen sich im März über ein kleines Wellnessprogramm. Schneidest du sie um etwa ein Drittel zurück, wachsen sie kräftiger nach und verzweigen sich schön buschig.

Auch auf dem Balkon kündigt sich der Frühling an: Überwinterte Topfpflanzen können nach und nach an die frische Luft gewöhnt werden, und mit einer neuen Bepflanzung steigt die Vorfreude auf die wärmeren Monate.

Ein Spaziergang durch den Wald macht gleich doppelt Freude, wenn zwischen den noch kahlen Bäumen die ersten grünen Bärlauchblätter sprießen. Und in der Küche wartet schon das passende Rezept: frische Nudeln mit Bärlauchpesto und einer Portion Parmesan. Einfach gemacht und soooo lecker.

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Und jetzt raus mit dir in den Garten! :) Es gibt einiges zu tun! Für die Verschnaufpausen zwischendurch kommt hier noch etwas Lesematerial:

Bärlauch einfrieren: Frühlingsgefühle fürs ganze Jahr!

Cocktailtomaten anbauen: 5 Schritte bis zum Tomatenhimmel!

Dein zauberhafter Kräuter Balkon

Wie viele Tomatensorten säst du dieses Jahr aus? Verrate es mir in den Kommentaren!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Gemüse im Haus vorziehen: So gelingt die Jungpflanzenanzucht!

Zum Jahresanfang ist der Frühling zwar noch in weiter Ferne, aber der Startschuss für die neue Gartensaison ist bereits gefallen! Die ersten Gemüse warten ungeduldig darauf, dass Du mit ihrer Anzucht loslegst – denn sie brauchen den Vorsprung, um die warme Jahreszeit draußen aufs Vollste auszukosten. Aber auch später im Jahr ist die Jungpflanzenanzucht im Haus eine super Sache – damit sie dir gelingt, schauen wir uns jetzt genau an, worauf es ankommt.

Inhaltsverzeichnis
Jungpflanzen im Haus vorziehen – warum eigentlich?
Diese Gemüse solltest du vorziehen
Aussaat: Das richtige Timing
Die Jungpflanzenanzucht-Station
Erde, Töpfe & Zubehör für deine Jungpflanzenanzucht
Schritt für Schritt: Von der Aussaat bis zum Auszug

Jungpflanzen im Haus vorziehen – warum eigentlich?

Junges Gemüse in Töpfen vorziehen, bevor es ins Beet umzieht – ist das nicht total umständlich und überflüssig? Nö! Denn die Jungpflanzenanzucht bietet Dir gleich 3 riesige Vorteile:

1. Du gibst deinen Pflanzen mehr Zeit

Paprikas, Chilis, Auberginen, Tomaten: Wir lieeeben sie alle! Aber eigentlich sind unsere Sommer viel zu kurz, damit diese Gemüse uns eine dicke Ernte liefern können. Und damit sind sie nicht allein – richtig viele Gemüse brauchen vom ersten Keim bis zum reifen Gemüse mehr Zeit, als sie bei uns natürlicherweise bekommen. Wenn wir sie also erst aussäen, sobald es draußen warm genug ist, landen im Spätsommer nur grüne, unreife Früchte im Erntekorb.

Mit der Vorzucht trickst du die Natur also ein bisschen aus. Denn du täuschst der Pflanze vor, dass es schon wärmer und heller wäre als es draußen in Wirklichkeit ist. Sie beginnt zu keimen – und wenn sie dann ungefähr im Mai nach draußen umzieht, ist sie schon zu einer stattlichen Pflanze herangewachsen.

2. Du schaffst deinen Pflanzen ein sicheres Plätzchen

In der Jungpflanzenanzuchtstation ist sie aber auch sicher vor Mitessern: Wühlmäuse, Kohlweißlinge, Schnecken und all die anderen gemüsehungrigen Tiere verirren sich wahrscheinlich eher selten in deine Wohnung. Und auch Wind, starke Sonne und Hagel können den zarten Pflänzchen hier nichts anhaben – sie können also wohlbehütet aus den Kinderschuhen herauswachsen.

3. Du nutzt deine Beete effektiv

Nicht zuletzt kannst du den Platz in den Beeten viel besser managen und nutzen, wenn du dein Gemüse vorziehst. Denn so kannst du mehr Pflänzchen vorziehen als du brauchst – und nur die kräftigsten landen später auch im Beet.

Während deine Beete im Frühsommer dann bis auf den letzten Platz besetzt sind, kannst du in deiner Jungpflanzenanzucht in Töpfen schonmal die Wintergemüse vorziehen. Sie dürfen dann später die Plätze einnehmen, die das geerntete Gemüse freimacht. Du siehst: Jungpflanzen vorzuziehen lohnt sich!

Jungpflanzenanzucht: Frisch gekeimte Pflanzen

Diese Gemüse solltest du in der Jungpflanzenanzucht vorziehen

Anzucht im Haus oder Direktsaat – die Frage stellt sich jetzt bei jedem Gemüse. Meistens findest du auf der Rückseite deiner Saatguttütchen bereits Empfehlungen, wie du mit welchem Gemüse am besten vorgehst.

Grundsätzlich lassen sich die verschiedenen Gemüse in 3 Kategorien einsortieren: Diejenigen, bei denen du nur mit Anzucht eine Chance auf eine Ernte hast; diejenigen, die du vorziehen kannst, aber nicht vorziehen musst; und diejenigen, die immer direkt ins Beet gesät werden wollen.

Zur ersten Gruppe gehören die Schnarchnasen im Gemüsebeet. Also alle Gemüse, die langsam anwachsen und lange brauchen, um Früchte auszubilden. Dazu gehören Paprika, Chili und Aubergine, dicht gefolgt von Physalis und Tomaten. Sie alle wollen schon recht früh im Jahr – zwischen Januar und März – ausgesät werden. Später ist bei diesen Kandidaten zu spät, und daher sind sie im Töpfchen immer gut aufgehoben.

Auch die Sensibelchen gehören zu dieser Gruppe: Salat und so ziemlich alle Kohlarten ziehe ich immer im Haus vor, denn sie sind wahre Schneckenmagneten – und wenn du sie im Beet aussäst, haben sie kaum Überlebenschancen.

Dann gibt es die Gemüse, bei denen alles kann, aber nichts muss. Dazu gehören Rote Bete, Mangold, Bohne, Erbse, Kürbis, Gurke und viele andere. Sie alle keimen im Beet, aber wenn du schon früh im Jahr ernten möchtest, ist es super sinnvoll, den ersten Satz im Haus vorzuziehen.

Ein paar Kandidaten kommen mit der Umzieherei allerdings gar nicht klar – daher sollten sie immer direkt ins Beet gesät werden. Möhren zum Beispiel, oder Pastinaken. Sie sind aber eher die Ausnahme – mit der Anzucht im Haus machst du also bei dem allermeisten Gemüse nichts verkehrt.

Jungpflanzenanzucht: Junge Tomatenpflanzen

Aussaat: Das richtige Timing

Jedes Gemüse hat unterschiedliche Wünsche, was den liebsten Aussaatzeitpunkt angeht. Und die solltest du unbedingt berücksichtigen – sie sind nämlich ein entscheidender Faktor dafür, ob deine Pflanzen gedeihen.

Ich weiiiiiiß, es ist total verlockend, der Sommersehnsucht nachzugehen und schon im Januar Tomaten auszusäen. Aber das ist letztendlich nicht sinnvoll, weil die Pflanzen – wenn sie im Mai endlich nach draußen dürfen – viel zu groß und längst nicht so kräftig sind, wie im März gesäte Pflänzchen.

Mit ein paar Gemüsearten solltest du aber tatsächlich früh im Jahr loslegen, bei anderen hast du über einen langen Zeitraum deine Chance. Wenn du stets ein volles Erntekörbchen haben möchtest, ist es mit einer Aussaat pro Gemüse oft nicht getan: Salat, Möhren, Spinat, Rote Bete, Radieschen und Co. solltest du regelmäßig aussäen und pflanzen. Halte dich dabei am besten an die Angaben, die auf den Saatguttütchen stehen.

Damit du dabei nicht den Überblick verlierst und für jedes Gemüse immer den richtigen Aussaatzeitpunkt abpasst, habe ich einen super praktischen Aussaatkalender zum Download erstellt: Einfach ausdrucken, an den Kühlschrank pinnen und lossäen! Jeden Monat findest du eine Übersicht mit allen Gemüsepflanzen, die du im Haus vorziehen oder direkt ins Freiland säen kannst. Natürlich habe ich auch notiert, wann es an der Zeit ist, dass deine Jungpflanzen in die Beete umziehen. ;)

Trag hier einfach deine Emailadresse ein, um den Aussaatkalender herunterzuladen und keine Aussaat mehr zu verpassen:

Die Jungpflanzenanzucht-Station

Deine Jungpflanzenanzucht wird für eine ganze Weile ihren Platz beanspruchen – aber wohin damit? Am allerwichtigsten bei der Auswahl des Standortes ist die Temperatur. Denn zu warm sollte es auf keinen Fall sein – ein kühles Treppenhaus oder ein unbeheiztes Gästebad sind ideal. Aber auch der Keller tut es – denn um das benötigte Licht kümmern wir uns gleich noch.

Es ist ein absoluter Irrglaube, dass Jungpflanzen warme Räume mögen. Für die Keimung mag das bei so manchem Gemüse noch stimmen – aber danach sind wohnliche Temperaturen für eigentlich alle jungen Pflänzchen viel zu warm. Vor allem in der Kombination mit dem wenigen Licht, dass bei uns zwischen Januar und April durchs Fenster kommt.

Pflanzenlichter sind daher für eine Jungpflanzenanzucht im Winter ein absolutes Muss – denn sowohl die Lichtintensität als auch die Lichtstunden reichen für das Pflanzenwachstum noch nicht aus – auch nicht auf der Fensterbank! ;)

Clever ist es, ein Regal auf mehreren Ebenen mit Pflanzenlichtern auszustatten. So hast du deine Jungpflanzenanzucht kompakt an einem Ort. Weil Pflanzen nur die roten und blauen Frequenzen benötigen, waren professionelle Pflanzenlampen früher oft unangenehm lila. Es gibt mittlerweile allerdings auch Lampen, die für Wohnräume prima geeignet sind*, weil sie ein angenehm weißgelbes Lichtspektrum haben.

Pflanzenlampe von Wurzelwerk

Erde, Töpfe & Zubehör für deine Jungpflanzenanzucht

Was brauchst du nun alles für deinen Pflanzen-Kindergarten? Den richtigen Ort, ein Regal und Pflanzenlampen* haben wir schon – jetzt fehlt es vor allem noch an Töpfen und dem Pflanzsubstrat.

Quickpots, Pflanzschalen und Töpfe

Bei mir wandern die allermeisten Gemüsesamen einer Sorte erstmal gesammelt in eine Schale. Wenn sie dort gekeimt sind und die ersten echten Blätter ausgebildet haben, pikiere ich sie – und das am allerliebsten in Quickpots*. Ob Tomaten, Salat oder Kräuter: In den Quickpots hast du sie alle effizient und platzsparend untergebracht. Sie lassen sich mehrere Jahre lang immer wieder verwenden – und sind schnell von A nach B transportiert. Und die passenden Untersetzer gibt es auch!

Lediglich die Kürbisgewächse säe ich direkt in große Töpfchen. Auch hier gibt es spezielle Quickpots, die genügend Platz bieten. Kürbisgewächse mögen es nämlich überhaupt nicht, pikiert zu werden. Da sind sie ein bisschen zickig …

Du kannst aber natürlich auch recycelte Plastiktöpfchen oder allerlei andere Gefäße verwenden. Wichtig ist, dass sie unten einen Abfluss haben – und im besten Fall hast du passende Untersetzer parat.

Gebrauchte Töpfe solltest du am besten gründlich reinigen, um auszuschließen, dass die Jungpflanzen Krankheitserregern aussetzt sind, die du über die Töpfe eingeschleppt hast.

Quickpot Anzuchtplatte

Aussaaterde, Kompost und Co.

Für die Aussaat verwend ich entweder gut gereiften und gesiebten Kompost oder fertige Anzuchterde. Ich weiß, dass es eine Menge komplizierter Rezepte zum Herstellen von eigener Anzuchterde gibt, aber bei mir funktioniert das mit reinem Kompost wunderbar und bereitet mir keinerlei Probleme. Es ist nur wichtig, dass er wirklich fein und gut ausgereift ist.

Weiteres praktisches Zubehör für die Jungpflanzenanzucht

Gerade rund um die Keimung wollen Gemüsesamen nur ganz zart begossen werden. Richtig praktisch dafür ist eine Ballbrause*, die kann ich dir wirklich sehr ans Herz legen. Fürs Pikieren ist ein Pikierstab praktisch, aber nicht unbedingt nötig. Und denk dran, dass viele Pflanzen sich schon nach ein paar Wochen die erste schonende Düngergabe* wünschen.

Und nicht vergessen: Pflanzschilder! Denn wenn du den Überblick nicht behältst, weißt du in ein paar Tagen schon nicht mehr, was eigentlich in welchem Topf wächst.

für die Jungpflanzenanzucht im Haus

Jungpflanzenanzucht – Schritt für Schritt: Von der Aussaat bis zum Auszug

Du hast alles beisammen, was du für die Jungpflanzenanzucht deiner Lieblingsgemüse brauchst? Perfekt, dann kann es endlich losgehen!

  1. Die Aussaat: Pflanztöpfchen mit Erde befüllen, die Samen mit der richtigen Aussaattiefe (steht auf deinen Saatguttütchen) in die Erde stecken und leicht andrücken. Mit einer Ballbrause vorsichtig befeuchten – und beschriften nicht vergessen. ;)
  2. Die richtige Keimtemperatur: Da solltest du einmal recherchieren, was dein Gemüse will. Denn es gibt sowohl Kalt- als auch Warmkeimer – und sie keimen wirklich nur bei bestimmten Temperaturen. Platzier die Töpfchen also da, wo sie diese Temperaturen abbekommen. Das Licht ist hierbei erstmal zweitrangig. Jetzt heißt es immer leicht feucht halten und abwarten.
  3. Es keimt: Sobald du die ersten grünen Spitzen hervorschauen siehst, ist ein Meilenstein geschafft – hurra! Jetzt dürfen die Schalen in die vorbereitete Jungpflanzenanzuchtstation umziehen, unters Pflanzenlicht.
  4. Hegen und pflegen: Während deine Pflanzen ihren ersten Wachstumsschub machen, hast du nicht viel zu tun: Schau danach, dass sie immer leicht feucht sind, aber nicht in komplett nasser Erde stehen.
  5. Pikieren: Sobald die Pflanzen das erste echte Blattpaar (die Keimblätter zählen nicht) ausgebildet hat, ist es Zeit für ein eigenes Zuhause. Jetzt kannst du sie vorsichtig pikieren. Wie das geht, habe ich dir hier im Artikel ganz ausführlich beschrieben. Ohne das Pikieren konkurrieren die Pflänzchen mit ihren Geschwistern um Licht, Nährstoffe und Platz und entwickeln sich nur schwächlich.
  6. Zu stattlichen Jungpflanzen heranwachsen: In neue Töpfe umgezogen geht es wieder in die Jungpflanzenanzucht-Station. Hier dürfen die Pflanzen noch einige Wochen weiter wachsen. Denk ans Gießen – und an eine vorsichtige erste Düngergabe.
  7. Abhärten: Der Zeitpunkt des Auszuges rückt immer näher, wenn die Pflanzen 6-8 Wochen alt sind und das Frühjahr fortgeschritten ist. Nach den Eisheiligen, Mitte Mai, dürfen viele kälteempfindliche Gemüse endlich nach draußen umziehen. Vorher solltest du sie aber abhärten: Dafür stellst du die Töpfchen ein paar Tage lang für einige Stunden nach draußen und holst sie danach wieder rein. So können sie sich an Wind, Wetter und echtes Sonnenlicht gewöhnen.
  8. Auspflanzen: Sobald die Jungpflanzen abgehärtet sind, kannst du sie endlich ins Beet setzen. Gut angießen nicht vergessen – und empfindliche Kandidaten mit Schneckenkragen* und Kulturschutznetz* vor gierigen Tierchen schützen.

So – jetzt bist du mit den allerwichtigsten Infos ausgerüstet und kannst loslegen! Ganz ausführliche Infos rund um die Jungpflanzenanzucht (und vieles mehr) gibt’s übrigens in meinen Onlinekursen ‚Balkongarten starten‚* und ‚Gemüsegarten starten‚* – schau da gern mal vorbei!

Und wenn du Lust hast, erstmal einfach noch ein paar Artikel zum Thema zu lesen, dann stöber doch einfach hier weiter:

Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

Kräftige Tomaten selber ziehen und pikieren.

Jungpflanzenanzucht: Drei Gemüsearten, die du nicht im Haus vorziehen solltest

Was sind eure Tipps zur Jungpflanzenanzucht? Was habt ihr bereits gesät?

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Tomaten pflanzen: Schritt für Schritt zu Traum-Tomaten!

Wenn du deine eigenen Tomaten pflanzen und eine dicke Ernte einfahren möchtest, ist es wichtig, deine grünen Freunde gut zu pflegen und ihnen ideale Lebensbedingungen zu bieten. Ich zeige dir alles, was du über das Tomaten pflanzen wissen musst – egal, ob du deine Schätzchen im Gewächshaus, im Tomatenhäuschen, im Freiland oder im Topf großziehst. Los geht´s! :)

Inhaltsverzeichnis
Tomaten pflanzen: Alle Arbeitsschritte im Überblick
Kinderstube: Tomaten säen und pikieren
Teenager-Tomaten: Tomaten abhärten und Tomaten auspflanzen
Erwachsenenbildung: Tomaten-Pflanzen pflegen
Problemlöser: Was fehlt meinen Tomatenpflanzen?
Tomaten-Ratgeber: Tipps und Tricks für das Tomaten pflanzen
Tomatenschwemme: Tomaten köstlich haltbar machen!

Tomaten pflanzen: Alle Arbeitsschritte im Überblick

Wenn du Tomaten pflanzen möchtest, gibt es mehrere Arbeitsschritte, von denen jeder einzelne wichtig ist für eine üppige Ernte:

Schritt #1: Tomatensorten wählenauf samenfeste, passende Sorten achten
Schritt #2: Tomaten säenim März, bei optimale Keimtemperatur: 20°-24° C
Schritt #3: Tomatenpflanzen pikierenwenn sie zwei echte Blätter haben: pikieren & tiefer setzen
Schritt #4: Jungpflanzen abhärtenschrittweises Gewöhnen an Sonne und Wind, damit sie keinen Tomaten Sonnenbrand bekommen
Schritt #5: Tomaten ins Beet pflanzenbei Tomaten pflanzen Abstand beachten, tiefer setzen, geheime Dünger-Startmischung
Schritt #6: Tomaten ausgeizenGeiztriebe möglichst früh entfernen
Schritt #7: Tomaten düngenregelmäßig, aber nicht übermäßig
Schritt #8: Tomatenpflanzen bestäubenZahnbürstentrick oder schütteln

Du siehst, es gibt einiges zu tun! :) Alles zum Thema Tomaten pflanzen kannst du übrigens auch in meinem Tomaten-Masterplan nachlesen. Lad ihn dir gerne hier herunter:

Kinderstube: Tomaten säen und pikieren

Tomatenpflanzen und Menschen haben eines gemeinsam: Beide sind erst winzig klein und werden dann im Laufe der Zeit zu großen erwachsenen Exemplaren. ;) Darum richten wir jetzt den Blick auf die Entwicklung deiner grünen Freunde und beginnen mit der Kinderstube.

Bevor du mit dem Säen loslegen kannst, brauchst du zunächst – ganz genau: Tomatensamen! ;)

Es gibt unzählige verschiedene Sorten. Bunte, große und kleine Tomaten für alle möglichen Zwecke da draußen: Cocktailtomaten zum Sofortvernaschen, Tomaten für Salate, Tomaten für leckere Tomatensoße, neue Sorten, historische Sorten, kurz: Tomaten für jeden Geschmack. Ganz verschiedene Tomaten pflanzen bringt Spaß!

Tomaten Saatgut: Tomatenvielfalt

Am besten notierst du dir jeweils, wie sie dir geschmeckt haben. So hast du bestimmt ganz schnell ein paar Lieblingssorten gefunden, von denen du jedes Jahr wieder Tomaten ins Beet pflanzen möchtest! Achte aber in jedem Fall darauf, dass es sich um samenfestes Saatgut handelt und nicht um F1 Hybride, sonst kannst du von deinen Tomaten nämlich kein Saatgut nehmen.

Meine liebsten Tomatensorten habe ich für dich gesammelt und aufgeschrieben. Aber nachdem die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, probierst du am besten selbst aus, welche Sorten es beim Tomaten pflanzen in deine Top 5 schaffen.

Das samenfeste Saatgut hast du im Haus? Prima, dann kann’s ja losgehen – zumindest, wenn es gerade März ist. Im Februar kannst du zwar auch schon Tomaten säen, aber nur, wenn du sie später ins Gewächshaus pflanzt. Tomaten fürs Freiland müssen ja noch bis Mai im Haus ausharren – damit sie das gut überstehen, solltest du nicht zu früh loslegen.

Für die Aussaat säst du deine Tomatensamen in Anzuchterde, stellst sie an einen warmen Ort, hältst sie immer leicht feucht und wartest auf die ersten Blätter. Sobald die aus der Erde gucken, stellst du die Pflänzchen unter einer Pflanzenlampe* auf.

Wenn deine Pflänzchen zwei echte Blätter nach den Keimblättern entwickelt haben, wird es Zeit, sie zu pikieren. Das heißt, du kannst deine Tomaten pflanzen und dabei in ihre eigenen Töpfchen umziehen lassen. Dort wachsen sie dann zu kräftigen Teenager-Tomaten heran. Beim Pikieren setzt du deine Tomatenpflanzen bis zu den Keimblättern in die Erde, damit sie am Stängel weitere Wurzeln entwickeln können.

Tomaten Jungpflanzen

Teenager-Tomaten: Tomaten abhärten und Tomaten pflanzen

Mittlerweile haben deine Tomatenpflanzen schon eine gute Größe erreicht und die Eisheiligen sind demnächst vorüber? Dann wird es Zeit, sie auf das große wilde Leben da draußen vorzubereiten, damit du deine Tomaten ins Beet pflanzen kannst!

Wind, unterschiedliche Temperaturen und vor allem die Sonne kennen deine kleinen Pflänzchen nämlich noch gar nicht. Tomaten auspflanzen, indem du sie einfach ins Beet setzt, würde nämlich einen Schock und einen schweren Tomaten Sonnenbrand bei deinen Pflänzchen verursachen. Sie würden dann das Wachstum erstmal beleidigt einstellen! Deshalb musst du sie unbedingt abhärten und sanft an das Outdoor-Leben gewöhnen.

Und das geht so:
Eine Woche, bevor du die Tomaten ins Beet pflanzen möchtest, stellst du deine grünen Freunde für ein paar Stunden in den Schatten. Dann nimmst du sie wieder mit ins Haus. Am zweiten Tag lässt du sie schon den ganzen Tag im Schatten stehen und holst sie erst abends ins Haus. Und am dritten Tag können sie schon mal ein paar Stunden in der Sonne stehen, danach kommen sie aber wieder in den Schatten.

Die Sonnenzeit erhöhst du dann schrittweise, bis sie am letzten Tag die gesamte Zeit über in der vollen Sonne stehen. Danach sind sie Wind und Wetter gewachsen ohne Tomaten Sonnenbrand zu bekommen und du kannst unbesorgt deine Tomaten auspflanzen.

Auch Tomatenpflanzen, die du im Topf ziehen willst, musst du auf diese Weise abhärten.

Tomaten pflanzen – alle Infos auf einen Blick

Du fragst dich, ab wann Tomaten ins Freiland dürfen? Das ist Mitte Mai der Fall, wenn du von lauter harten Tomaten-Kerlen umgeben bist! ;)

Ins Pflanzloch gibst du zwei Esslöffel Tomaten-Dünger-Mischung, die zu gleichen Teilen aus Hornspänen und Urgesteinsmehl* besteht und vermischst sie mit der Erde. Jetzt gießt du einen guten Schwupps Wasser drauf und dann geht´s los mit dem Tomaten auspflanzen:

Du setzt deine Tomatenpflanze so tief in das Pflanzloch, dass sie bis zu den unteren Blättern in der Erde steht. Blätter, die den Boden berühren, knipst du einfach ab.

Und was ist jetzt der ideale Tomaten pflanzen Abstand? Zur nächsten Nachbar-Tomate möchte deine Jungpflanze 45 Zentimeter Platz haben und zur nächsten Tomatenreihe ebenfalls mindestens 45 Zentimeter.

Und wenn alle deine Schätzchen gemütlich in ihrem Pflanzloch sitzen und ihre Wurzeln endlich in alle Richtungen ausstrecken können, gießt du sie durchdringend an. Achte darauf, dass die Blätter dabei trocken bleiben!

Psst: Ins Gewächshaus kannst du schon ab Mitte April deine Tomaten auspflanzen!

Natürlich musst du auch dabei den richtigen Tomaten pflanzen Abstand beachten. Zu Scheibe oder Folie lässt du so viel Platz, dass die Blätter sie auch später, wenn deine Tomatenpflanzen größer sind, nicht berühren können. Da würde sich sonst nämlich Kondenswasser sammeln und einen perfekten Angriffspunkt für die Kraut- und Braunfäule bieten. Auch Gewächshaustomaten musst du abhärten, damit sie keinen Tomaten Sonnenbrand bekommen.

Wenn du mit eigenen Augen sehen willst, wie ich meine Tomatenpflanzen in die Erde bringe, dann kannst du dir gerne die YouTube-Version dieses Artikels anschauen:

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Wie wär’s mit einem Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.

Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

Erwachsenenbildung: Tomaten-Pflanzen pflegen

Deine Tomaten-Babys sind mittlerweile zu jungen Erwachsenen geworden, die sich in ihrem neuen Zuhause prima eingelebt haben und jetzt so richtig loslegen mit Wachsen! :)

Für dich heißt das, deine Tomatenpflanzen dabei zu unterstützen und ihnen die nötige Pflege zukommen zu lassen, damit du gaanz viele Tomaten ernten kannst! Dazu gehören das Ausgeizen und das regelmäßige Düngen.

Was ist denn „ausgeizen“?

In den Blattachseln des Hauptriebes deiner Tomatenpflanzen bilden sich immer wieder neue Triebe. Die musst du in einem möglichst jungen Stadium herausbrechen! Dieser Vorgang heißt ausgeizen. Deine eifrige Tomatenpflanze würde sich sonst nämlich übernehmen und ihre Kraft auf zu viele Triebe verteilen. Dadurch bleiben die Früchte klein und reifen zum Teil gar nicht mehr richtig aus.

Tomatenpflanzen können sehr hoch hinaus wachsen und brauchen deshalb eine Rankhilfe. Es gibt dafür extra Tomaten-Spiralen, aber eine Eisenstange tut es genauso!

Für Tomaten im Gewächshaus spanne ich oben unter dem Dach Drähte, an denen ich Schnüre festbinde* und herunterführe. Die knote ich einmal unten am Wurzelhals mit einer lockeren Schlaufe fest. Während die Pflanze wächst, wickle ich die Schnüre regelmäßig um die Pflanze herum.

Psst: Buschtomaten brauchen keine Rankhilfe und du musst sie auch nicht ausgeizen! ;)

Tomaten pflanzen: Rankhilfe

Damit du viele leckere Tomaten von deinen Pflanzen ernten kannst, ist es auch super wichtig, deine Tomatenpflanzen ungefähr alle vier Wochen regelmäßig mit einer ordentlichen Portion Dünger zu versorgen. So verschaffst du ihnen alle Nährstoffe, die sie brauchen, um ein glückliches Tomatenleben zu führen und dich mit einer üppigen Ernte zu belohnen!

Wenn du nicht nur Tomaten pflanzen, sondern auch anderes Gemüse anbauen und dich ein Stück weit selbstversorgen möchtest, komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“- Onlinekurs! Da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe eine dicke Gemüse-Ernte einfahren kannst und so deinen eigenen Freiluft-Supermarkt hinter dem Haus hast. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist und wir die Welt zusammen ein bisschen grüner machen! :)

Problemlöser: Was fehlt meinen Tomatenpflanzen?

Nicht immer läuft alles rund beim Tomaten pflanzen! Deine grünen Freunde können von Pilzen oder Viren heimgesucht werden oder einen Schädlingsbefall erleiden. Dann sehen sie plötzlich gar nicht mehr grün und gesund, sondern krank und kläglich aus. Höchste Zeit für einen Erste-Hilfe-Einsatz!

Hier kannst du nachlesen, wie du Tomaten-Krankheiten und Tomaten-Schädlinge erkennst und was du dagegen unternehmen kannst. Besonders die gefürchtete Kraut- und Braunfäule kann deine Ernte beträchtlich schmälern. Früchte, die davon befallen sind, solltest du nämlich auf keinen Fall mehr essen, auch dann nicht, wenn du die betroffenen Stellen entfernt hast.

Manchmal ist das Problem beim Tomaten pflanzen aber weder eine Krankheit noch ein böser Schädling, sondern schlicht und ergreifend eine falsche Tomaten-Pflege. Aber da kannst du ja einfach gegensteuern, so dass es deinen Tomatenpflanzen ganz bald wieder prächtig geht! :)

Bei Tomaten im Gewächshaus, aber in verregneten Sommern auch bei den Tomaten im Freiland hapert es manchmal an der ausreichenden Bestäubung. Die Tomaten-Blüten fallen dann einfach ab, statt zu leckeren Tomaten zu werden und deine Ernte verringert sich. Das ist ziemlich ärgerlich! Mit meinem coolen Zahnbürsten-Trick sorgst du aber dafür, dass die Bestäubung super gut funktioniert und du eine dicke Ernte einfahren kannst! Yummie! ;)

Tomaten Blüten fallen ab

Tomaten-Ratgeber: Tipps und Tricks für das Tomaten pflanzen

Tomatenpflanzen sind gesellige Genossen und lieben es, mit anderen Gemüsefreunden das Beet zu teilen. Wie bei uns Menschen gibt es dabei welche, mit denen sie ganz besonders auf einer Wellenlänge sind und eine gute und nützliche Nachbarschaft bilden. Deshalb solltest du deine Tomaten vor allem mit diesen Mischkultur-Partnern anbauen.

Und wenn du dann beim Tomaten auspflanzen noch meine sieben Tipps für eine dicke Tomaten-Ernte beherzigst, wirst du dich vor Tomaten kaum retten können! :)

Im Herbst, wenn die Temperaturen unter 10 Grad Celsius fallen, reifen grüne Tomaten nicht mehr aus. Dann pflückst du alle verbliebenen Früchte ab und nimmst deine Tomatenpflanzen vom Beet. Die grünen Tomaten brauchst du aber nicht wegzuwerfen! Ich zeige dir, wie du Tomaten nachreifen lässt und so bis Weihnachten noch von deiner eigenen Tomatenernte schlemmen kannst!

Und vergiss nicht, dir meinen Tomaten-Masterplan herunterzuladen, da habe ich alles Wichtige zum Thema Tomaten pflanzen kompakt zusammengefasst.

Tomatenschwemme: Tomaten köstlich haltbar machen!

Du hast alles richtig gemacht beim Tomaten pflanzen und jetzt einen riesigen Berg bunter, großer und kleiner wunderbar riechender Tomaten vor dir? Wuhuuu, das ist ja wunderbar! :)

Natürlich kannst du beim besten Willen nicht alle frisch vernaschen. Ich habe daher einige super leckere Vorschläge für dich, wie du deine Tomaten haltbar machen und so den gesamten Winter über genießen kannst!

An absolut erster Stelle steht da die köstliche Tomatensauce.

Ob zu Nudeln, auf der Pizza, in der Lasagne – die macht sich wirklich überall gut! Yams!

Wenn du dich aber noch nicht so festlegen möchtest, solltest du deine Tomaten trocknen. Dann kannst du dir in Ruhe überlegen, ob du daraus leckere Antipasti, Salat oder eine Soße zaubern möchtest.

Etwas ungewöhnlich aber ganz besonders lecker sind fermentierte Tomaten! Auf diesen spritzigen Sommersnack möchte ich keinesfalls mehr verzichten – er gehört mittlerweile fest zu jeder Grillparty bei uns. ;)

Tomaten pflanzen ist nicht schwer und eigene Tomaten schmecken einfach soo viel besser als die aus dem Supermarkt. Was ist köstlicher, als eine eigene sonnenwarme Tomate direkt vom Busch zu vernaschen? Hmmm…

Tomaten pflanzen reicht dir nicht, es sollen auch Kräuter und Gemüse sein? Dann lies gerne hier weiter:

Kräuter pflanzen: Der perfekte Standort mit dem 3-Zonen-Beet!

Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

Selbstversorger werden: So baust du deinen Jahresbedarf Gemüse an!

Was sind deine besten Tipps zum Thema Tomaten pflanzen? Wie viele Sorten möchtest du dieses Jahr anbauen? Ich freue mich, von dir zu hören! :)

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Aussaat & Pflanzen im Februar + Aussaatkalender

Aussaat im Februar? Na klar! Der Februar ist ein wichtiger Monat für den Gemüsegarten. Obwohl es draußen noch kalt ist, kannst du jetzt schon die ersten Pflanzen im Haus vorziehen und – je nach Wetter – sogar draußen aussäen. So manche Schnarchnasen-Gemüse musst du sogar jetzt vorziehen, damit es für sie nicht zu spät wird. Außerdem ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um deine Beete vorzubereiten und den Boden kennenzulernen.

Inhaltsverzeichnis
Alles bereit?
Vorziehen im Haus
Aussaaten draußen im Februar
Dein Aussaatkalender
Gartenarbeiten im Februar
Gemüsegarten-Beispielplan

Wenn es dir jetzt in den Fingern kitzelt, kommt hier eine Übersicht über alle Gemüsepflanzen, die du jetzt schon säen und pflanzen kannst und die Gartenarbeiten, die im Februar anstehen. Los geht’s!

Alles bereit für deine Februar Aussaat?

Einen Moment noch ;). Wenn du deine Samen im Haus vorziehst, lohnt es sich, zuerst deine kleine Anzuchtstation startklar zu machen. Hast du Quickpots, eine Pflanzenlampe und dein Saatgut vorbereitet?

Mit ein paar einfachen Handgriffen verwandelst du deine Fensterbank, deinen Kellerraum, oder das Gästebad in eine richtige Kinderstube für Jungpflanzen. So bekommen deine Sprösslinge den perfekten Start ins Gartenjahr.

Wenn du ganz genau wissen möchtest, wie du deine Anzuchtstation optimal einrichtest und worauf es dabei ankommt, dann lies hier weiter. Auch wenn die Anzucht von Jungpflanzen keine Raketenwissenschaft ist, findest du im Artikel ein paar Tipps und Tricks, die deinen kleinen Zöglingen dabei helfen, groß und stark zu werden. :)

Marie sät Möhre im Februar aus.

Diese Gemüse kannst du im Februar im Haus vorziehen

Im Februar kannst du mit der Aussaat vieler Gemüsepflanzen starten. Damit legst du den Grundstein für eine frühe und ertragreiche Ernte. Dafür brauchst du nur dein Saatgut, Anzuchtschalen und eine Ballbrause :)

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Draußen aussäen im Februar

Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, kannst du draußen die ersten robusten Kulturen aussäen. Schütze die Aussaat mit Vlies, damit die jungen Pflanzen auch frostige Nächte überstehen. Diese Kandidaten dürfen jetzt schon im Freiland ausgesät werden:

Dein Aussaatkalender

Vielleicht kribbelt es dir schon in den Fingern und du willst am liebsten gleich dein Lieblingsgemüse aussäen. Doch dann taucht die Frage auf: Ist jetzt schon der richtige Zeitpunkt für Salat oder sollte ich lieber noch ein wenig warten? Genau hier hilft dir unser Aussaatkalender weiter.

Er begleitet dich durchs ganze Gartenjahr und zeigt dir auf einen Blick, wann welches Gemüse gesät, vorgezogen oder ins Beet gepflanzt werden kann. So verpasst du keinen Termin mehr und kannst dich darauf verlassen, dass dein Gemüse die besten Startbedingungen bekommt. Trag dich einfach hier ein und schon landet der Aussaatkalender in deinem Posteingang:

Gartenarbeiten im Februar

Obwohl es noch richtig winterlich ist, gibt es – außer der Aussaat im Februar – schon ein paar Gartenaufgaben zu tun. Wenn du also an einem schönen Tag etwas frische Luft schnappen und ein paar Sonnenstrahlen einfangen willst, dann lohnt sich der Gang in den Garten. Das kannst du dort jetzt schon erledigen:

  • Gründüngung einarbeiten: Sanft in den Boden einarbeiten und so wertvolle Nährstoffe zurückgeben.
  • Neue Beete anlegen: Am besten ohne Umgraben, stattdessen mit Pappe, Kompost und Mulch.
  • Bestehende Beete vorbereiten: Leicht lockern, zum Beispiel mit einer Doppelgrabegabel, Kompost, Urgesteinsmehl und Aktivkohle einarbeiten.
  • Boden kennenlernen: Mach die Fingerprobe – so weißt du, ob dein Boden sandig oder lehmig ist – und wie du ihn verbessern kannst.
  • Trauermücken bekämpfen: Gelbtafeln, Nematoden im Gießwasser, Sand und etwas Backpulver helfen.
  • Vergeilte Pflanzen vermeiden: Sorge bei der Jungpflanzenanzucht im Haus für ein gutes Verhältnis von Licht und Temperatur. Sehr hilfreich ist hierfür eine Pflanzenlampe!
  • Gemüsegarten aufhübschen: Rankgerüste aufstellen, Sitzecke einplanen, Pflanzschilder basteln, Gewächshaus putzen und ggf. Erde erneuern.
  • Mulch beiseite ziehen: Damit sich der Boden schneller erwärmt.

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Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan und starte deine Aussaat im Februar!

Dich zieht es gerade noch so gar nicht nach draußen, aber du hast trotzdem Lust, dich schon mit der kommenden Gemüsesaison zu beschäftigen? Dann nichts wie los!

Der Februar ist der ideale Monat, um mit der Gartenplanung so richtig loszulegen. So bist du bestens gerüstet, um im Frühjahr direkt durchzustarten und bald die ersten frischen Ernten einzufahren. Los gehts, liebe Gartengurus! :)

Planung ist nicht deine Stärke? Auch da haben wir was für dich: Unseren 0 € Gemüsegarten Pflanzplan! Der kommt fix und fertig daher – du musst nur noch schauen, welche Gemüse du auch wirklich anbauen magst.

Den Plan kannst du 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkultur-Partner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss. Und innerhalb einer Pflanzenfamilie kannst du die Gemüse auch einfach bunt hin- und her tauschen.

Trag einfach deine Emailadresse ein und du bekommst unseren fix und fertigen Pflanzplan für einen Gemüsegarten:

Du hast jetzt richtig Feuer gefangen? Dann stöber doch gern in den folgenden Artikeln weiter:

Salat pflanzen, pflegen und ernten – die komplette Anleitung!

Die 7 häufigsten Fehler im Tomatenanbau & wie du sie vermeidest!

Rote Bete anbauen: Kompletter Guide für die tolle Knolle

Welche Aussaaten hast du für den Februar geplant? Schreib mir gern in den Kommentaren, wie dein Garten dieses Jahr aussehen soll!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Gemüseernte in Kiste

Fruchtfolge – dein Guide zum perfekten Gartenplan!

Eine stimmige Fruchtfolge ist für den Garten, was eine ausgewogene Ernährung für uns ist: Sie hält gesund. Es gibt da nämlich ziemlich fiese Krankheiten und Schädlinge, die einem den Gartenspaß gründlich vermiesen können. Zum Glück gibt es aber auch Methoden, um dem entgegenzuwirken – und die einfachste und natürlichste ist eine gut ausgeklügelte Fruchtfolge.

Inhaltsverzeichnis:
Was ist eine Fruchtfolge?
Und wenn ich die Fruchtfolge weglasse?
So planst du deine Fruchtfolge!
Die Bedeutung der Pflanzenfamilien
Trotzdem Neues probieren?

Was ist eine Fruchtfolge?

Eine ausgewogene Ernährung für den Garten in Form einer ausgeklügelten Fruchtfolge? Ähm, was soll das genau heißen? Das klären wir jetzt gleich mal, damit du genau weißt, wie du deinen Garten gesund hältst. Schließlich willst du Jahr für Jahr eine dicke Ernte einfahren, statt dich mit Krankheiten und Schädlingen herumzuärgern.

Genau dafür brauchst du eine Fruchtfolge. Das bedeutet, dass du an ein und demselben Platz in deinen Beeten nicht mehrmals hintereinander das gleiche Gemüse anbaust. Das wäre nämlich eine ziemlich einseitige Ernährung für dein Beet. Genauso, wie es dir nicht gut tut, jeden Tag nur Kartoffeln zu essen, schadet es auch deinem Beet, jedes Jahr die gleiche Pflanze vorgesetzt zu bekommen. Servier deinen Beeten also lieber Abwechslung!

Mit diesem Gourmet-Trick hältst du dein Beet topfit. Du laugst deinen Boden nicht einseitig aus und Schädlinge und Krankheiten können sich nicht festsetzen. Sie finden nämlich nicht mehrere Jahre hintereinander das vor, was ihnen schmeckt. Das ist im Grunde auch schon das große Geheimnis der Fruchtfolge: Abwechslung in deiner „Gartenküche“.

Natürlich gibt’s genau wie in der Küche auch in der Beetplanung ein paar Regeln – die schauen wir uns gleich noch an. Alles wild zu mischen ist da meistens keine so gute Idee. Machen wir uns nichts vor: Einen richtig guten Menüplan auszuklügeln, ist anfangs echt eine kleine Herausforderung. Bevor dir der Kopf raucht, kommen deswegen jetzt die besten Tipps und Tricks zum Planen deiner Fruchtfolge.

Hol dir dein fertiges Menü!

Psssst: Ich habe da aber auch noch eine mega Starthilfe für dich! Einen fix und fertigen Anbauplan, den ich ausgetüftelt habe, um dir den Gartenstart zu erleichtern.

In meinem Pflanzplan habe ich die Fruchtfolge bedacht: Es wachsen auch nur Gemüse zusammen, die als Mischkultur-Partner auch wirklich gut miteinander funktionieren. Außerdem ist alles so getaktet, dass du kontinuierlich aus deinem Garten ernten kannst! Klingt gut? Dann trag dich hier für den Pflanzplan ein und ich schicke ihn dir gleich zu:

Und wenn ich die Fruchtfolge weglasse?

Einfach nach Lust und Laune lospflanzen, das klingt schon sehr verführerisch! Aber was bedeutet es genau für deinen Garten, wenn du dir den Fruchtwechsel lieber sparst?

Die meisten Schädlinge und Krankheiten sind auf eine ganz bestimmte Pflanzenfamilie spezialisiert. Sie befallen die Pflanzen dieser Familie immer und immer wieder. Wenn du also jedes Jahr auf demselben Beet Gemüse einer Pflanzenfamilie anbaust, tischst du ihnen genau das auf, was sie haben wollen!

So können sich Schädlinge und Krankheiten dann super einfach in deinem Garten einnisten. Du fütterst sie sozusagen ganz gezielt. Sie bedienen sich jedes Jahr wieder an deinen Pflanzen und setzen sich gemütlich in deinem Garten fest.

Um das zu vermeiden, kannst du die – ja nach Pflanzenfamilie unterschiedlich lange – Anbaupause einhalten. So hungerst du Krankheiten und Schädlinge quasi aus! Um trotzdem weiterhin jedes Jahr alle Gemüse anbauen zu können, rotieren wir die Pflanzen clever durch die Beete. Auf diese Weise steht jedes Jahr eine neue Pflanzenfamilie im Beet und Krankheiten und Schädlinge gucken orientierungslos aus der Wäsche!

Ein weiterer Pluspunkt von Fruchtwechseln ist die Nährstoffversorgung deiner Gemüsepflanzen. Wenn du die Nährstoffe deiner Düngergaben optimal nutzen möchtest, dann ist eine geplante Fruchtfolge die beste Methode dafür!

Die Fruchtfolge ist ganz klar ein Teil der Anbauplanung, genauso wie die Mischkultur oder die gestaffelte Ernte. Wenn du noch am Anfang deines Pflanzplans stehst, dann hilft dir sicher auch mein Grundlagen-Artikel zur Anbauplanung! Dafür bitte einmal hier entlang. :)

Falls du lieber zuhörst, statt zu lesen, habe ich hier übrigens auch die Video-Version zur Fruchtfolge.

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So planst du deine Fruchtfolge!

Ich denke mal, ich kann jetzt aufhören zu schwärmen. Wir sind uns sicher einig: Fruchtwechsel sind genial und wir wollen sie im Garten haben. Also, los geht’s: Hol dir Papier und Stift, wir planen jetzt die Fruchtfolge für deinen Garten!

  1. Wenn du einen Anbauplan erstellst, zählst du zunächst, wie viele Beete du hast. Die Anzahl der Beete schränkt deine Möglichkeiten schließlich am meisten ein, wenn du die Gemüse später durch die Beete rotieren lassen willst.
  2. Dann machst du dir eine Liste mit allem Gemüse, das du während eines Jahres anbauen möchtest. Für jedes Gemüse brauchst du noch die jeweilige Pflanzenfamilie und deren Anbaupause, den Nährstoffbedarf und die günstigen Mischkulturen. Recherchiere und notiere dir all das am besten direkt.

    Alle Gemüse einer Pflanzenfamilie haben dieselbe Anbaupause, das macht es dir zum Glück leichter.

    Die Reihenfolge der Infos spiegelt übrigens die Prioritäten wieder: Die Anbaupausen sind am wichtigsten! Die solltest du schon einhalten. Den Nährstoffbedarf kannst du zur Not mit Düngergaben ausgleichen. Die Mischkultur ist der letzte Punkt. Wenn da mal nicht alles zu 100% passt, ist das völlig in Ordnung.
  3. Jetzt puzzelst du so lang herum, bis du alle Pflanzenfamilien auf die Beete verteilen konntest, sodass die Anbaupausen dabei eingehalten sind.

    Wenn du zum Beispiel ein Beet mit Kohl bepflanzen willst, hast du danach eine Anbaupause von fünf bis sechs Jahren. Das heißt, dass in diesem Beet nun fünf Jahre keine Kohlpflanze mehr wachsen sollte. Folglich kannst du nur auf jedes sechste Beet Kohl pflanzen, damit beim Rotieren erst nach 5 Jahren wieder eine Kohlpflanze in diesem Beet steht.

    Übrigens: Du darfst auch mehr als eine Pflanzenfamilie in einem Beet anbauen. Das ist sogar total üblich und die Voraussetzung für gute Mischkulturpartnerschaften. Schau doch mal in deine Mischkulturtabelle, welche Pflanzenfamilien sich da gut ergänzen und überlege, wo du sie im selben Beet unterbringen kannst.
  4. Wenn die Pflanzenfamilien stehen, ist das gröbste schon geschafft! Jetzt darfst du die verschiedenen Gemüse noch in die Beete mit ihren Anbaufamilien einsortieren und schauen, ob du dabei gute Beetpartnerschaften verücksichtigen kannst.
Fruchtfolge: Gemüsereihen mit Weidenzaun

Die gute Nachricht: Wenn du diese Rotation einmal festgelegt hast, ist es gar nicht mehr nötog, in den folgenden Jahren einen neuen Anbauplan zu erstellen. Denn das Grundgerüst deines Anbauplans hast du dann ja schon ausgearbeitet. Du verschiebst deine Beete nur noch jährlich um einen Platz.

Lass dich nicht entmutigen! Einen ausgeklügelten Anbauplan zu erstellen, ist wirklich komplex. Alle Aspekte perfekt zu planen, ist oft einfach nicht möglich. Also mach dich nicht verrückt, wenn du Mischkultur oder Nährstoffbedarf mal galant ignorieren musst. ;)

Die Bedeutung der Pflanzenfamilien

Die Pflanzenfamilien sind also das A und O bei der Fruchtfolge. Damit du da den Überblick nicht verlierst, hab ich hier mal die gängigsten Familien und ihre Mitglieder für dich aufgelistet.

Es gibt einige Pflanzenfamilien, die sehr hartnäckige Schädlinge und Krankheiten haben. Darunter fallen die Kreuzblütler, also alle Kohl-Gewächse, und die Leguminosen (Erbsen und Bohnen). Bei diesen beiden Pflanzenfamilien ist es für die Fruchtfolge ganz besonders wichtig, darauf zu achten, die Anbaupause einzuhalten!

Wir schlagen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: In der Liste findest du nämlich auch, ob es sich um Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer handelt. Da geht das Planen deiner Fruchtfolge doch gleich doppelt so fix! Tadaaa, hier kommt deine Übersicht zu den Pflanzenfamilien:

Fruchtfolge: Mischkultur

Kreuzblütler: 6 Jahre Anbaupause (Starkzehrer/Mittelzehrer/Schwachzehrer)
Asiasalat, Kohlrabi, Chinakohl, Rettich (Mittelzehrer), Radieschen, Rucola (Schwachzehrer), Rosenkohl, Pak Choi, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Grünkohl, Blumenkohl, Brokkoli (Starkzehrer)

Doldenblütler: 3-4 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)
Knollenfenchel, Möhre, Pastinake, Petersilie, Sellerie, Wurzelpetersilie

Hülsenfrüchte: 5-6 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)
Buschbohne, Dicke Bohne, Erbse, Stangenbohne

Zwiebelgewächse 5 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer/Starkzehrer)
Knoblauch, Lauch (Starkzehrer), Schalotten, Zwiebel

Fuchsschwanzgewächse: 3 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)
Mangold, Rote Bete, Spinat

Korbblütler: 3 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)
Artischocke, Chicorée, Endivien, Haferwurzel, Radicchio, Salat, Schwarzwurzel, Zuckerhut

Nachtschattengewächse: 4 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)
Aubergine, Kartoffel, Paprika, Tomate

Kürbisgewächse: 3-4 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)
Gurke, Kürbis, Zucchini

Baldriangewächse: 4 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)
Feldsalat

Süßgräser: 3 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)
(Zucker-)Mais

Portulakgewächse: 3 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)
Postelein

Wegerichgewächse: 3 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)
Hirschhornwegerich

Windengewächse: 3 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)
Süßkartoffeln

So, ich hoffe, diese Liste wird dein treuer Begleiter bei der Planung der Fruchtfolge. Sie wird dir auf jeden Fall viel Gesuche und Getüftel ersparen!

Du willst richtig durchstarten und dafür jnoch viel mehr Übersichtstabellen, Anleitungen, Tipps und Tricks? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs. Ich würde mich total freuen, dich mit im Gartenboot zu haben! :)

Fruchtfolge: Gießen Gemüsebeet

Der Nährstoffbedarf in der Planung

Mit der Liste hast du den wichtigsten Punkt der Beetplanung schon mal abgehakt: die Fruchtfolge! Vielleicht ist dir aufgefallen, dass die meisten Mitglieder einer Familie auch den gleichen Nährstoffbedarf haben. Das ist natürlich superpraktisch und erleichtert die Planung total!

Wenn dir das Thema Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer noch so rein gar nichts sagt, dann hüpf doch mal zu diesem Artikel rüber. Dort habe ich das ganz genau erklärt und du findest alle Infos, die wichtig für deinen Fruchtfolgeplan sind.

Wenn du den Nährstoffbedarf der Gemüsepflanzen betrachtest, wird klar, dass diese ganz unterschiedliche Anforderungen an den Boden haben!

Kurz gesagt: Da gibt es zum einen die Starkzehrer, also sehr hungrige Gemüse, die viel Dünger und Nährstoffe brauchen. Dann gibt es die Mittelzehrer, die eben ein gutes Mittelmaß brauchen und es gibt die Schwachzehrer, die mit ganz wenig Nährstoffen super klarkommen.

Das machst du dir für deine Fruchtfolge zunutze! Wenn du in einem Beet im ersten Jahr Starkzehrer anbaust und ihnen eine Düngerladung verpasst, ist im nächsten Jahr noch genug von diesen Nährstoffen für die Mittelzehrer übrig. Im dritten Jahr kannst du dann auf diesem Beet Schwachzehrer anbauen. Mit dieser Abfolge nutzt du die Nährstoffe in deinem Garten perfekt aus.

Allerdings ist die Nährstoff-Thematik bei der Fruchtfolge eher zweitrangig. Denn im Zweifel kann du immer noch ein bisschen mehr düngen, wenn du doch eher wieder einen hungrigen Kanditaten anbauen möchtest.

Deswegen achte ich für den Beetplan zwar schon auf den Nährstoffbedarf der Pflanzen, aber wichtiger sind mir die Pflanzenfamilien. Einfach, weil der Wechsel dabei hilft, die Schädlinge und Krankheiten auszuhungern.

Fruchtfolge: Mischkultur Kohl Blumen

Mischkultur in die Fruchtfolge integrieren

Wenn die Pflanzenfamilien der Hauptgang der Fruchtfolge sind, dann ist die Mischkultur das Dessert. Schön, wenn es klappt, aber es geht auch ohne!

Hauptgang muss sein, sonst verhungert dein Garten oder wird zumindest schnell mal krank. Beim Dessert kannst du es etwas lockerer angehen. Ich kann dir versprechen, wenn ALLES passen soll, platzt dir der Kopf beim Planen. Das wollen wir natürlich vermeiden. ;)

Also schlage ich Folgendes vor: Wenn du deinen Fruchtfolgeplan aufgestellt hast, schaust du ganz in Ruhe, wo du als i-Tüpfelchen noch die Mischkultur servieren kannst. Oft lassen sich die Reihen hier und da so sortieren, dass du auch die Mischkultur noch einhalten kannst.

Manchmal lohnt sich aber auch ein bisschen Rebellentum und Experimentieren im Garten. Dann kannst du ganz eigene Kombinationen entdecken, die bei dir super funktionieren und vielleicht gar nicht im Gartenbuch stehen. Es macht richtig viel Freude, genau zu beobachten und vielleicht sogar ein kleines Gartentagebuch darüber zu führen!

Zur Mischkultur habe ich auch noch einen gaaaanz ausführlichen Artikel, den findest du hier.

Trotzdem Neues probieren?

Wenn die Fruchtfolge einmal in deiner Gartenplanung drin ist, hast du eigentlich ausgesorgt. Du kannst die Gemüse ab sofort immer durch die Beete rotieren lassen und alles ist gut.

Aber mal ganz ehrlich: Experimente im Garten machen so einen Spaß und es gibt jedes Jahr mindestens ein neues Gemüse, was ich neu probieren will!

Dir geht’s da genauso? Kein Problem, auch Experimente haben Platz in der Fruchtfolge! Du kannst einfach jedes Jahr immer noch ein paar kleine Anpassungen an deinem Pflanzplan vornehmen.

Manchmal merkst du vielleicht auch, dass du von einer Gemüseart zu viel oder zu wenig angebaut hast und willst da etwas nachjustieren.

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Und wenn du dieses Jahr Lust auf Artischocken hast, dann Bahn frei! Überlege dir, auf welches Beet die Neulinge am besten passen und baue sie in deinen Pflanzplan mit ein. Dein Fruchtfolgeplan sollte dir nämlich auf keinen Fall den Spaß am Neuen vermiesen. ;)

Trotzdem: Das Grundgerüst des Gartenplans steht, und das ist langfristig superpraktisch!

So, und jetzt ran an den Gartenplan. Serviere deinem Garten ein echtes Festessen, damit er fit und gesund bleibt und du dich jedes Jahr wieder über eine dicke Ernte freuen kannst!

Hier findest du noch mehr Tipps, wie du den perfekten Plan für deinen Gemüsegarten austüftelst:

Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

Fruchtfolge planen im Gemüsegarten-Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer

Wie machst du es mit der Fruchtfolge? Erzähl doch gern in den Kommentaren, welche Erfahrungen du gemacht hast! :)
Gemüsebeet anlegen ohne umgraben

Gemüsebeet anlegen in 5 Schritten – Step by Step ohne umgraben!

Ein eigenes Gemüsebeet anlegen, säen, pflanzen und schließlich knackfrisches Gemüse ernten – was für ein Traum! Dabei spielt es keine Rolle, wie groß dein Beet ist: Jedes noch so kleine Gemüsebeet ist der erste Schritt zu mehr Lebensqualität. Du erntest beste Lebensmittel, hast dabei frische Luft in der Nase und machst die Welt ganz nebenbei ein kleines Stück grüner. Und das Beste daran: Dein Gemüsebeet kannst du ganz ohne Umgraben anlegen – bodenschonend, rückenfreundlich und herrlich unkompliziert.

Inhaltsverzeichnis
Gemüsebeet anlegen? Ja bitte!
Gemüsebeet anlegen – eine kleine Bodenkunde
Gemüsebeet anlegen: dein Aussaatkalender
1. Schritt: Untergrund vorbereiten
2. Schritt: Rasenkante eingraben
3. Schritt: Umrandung gestalten
4. Schritt: Immer her mit der Pappe!
5. Schritt: Kompost ausbringen
Das Beet ist fertig – und nun?

Gemüsebeet anlegen? Ja bitte!

Du willst ein Gemüsebeet anlegen, vielleicht sogar einen ganzen Gemüsegarten? Mit den Händen in der Erde wühlen, diesen wunderbaren, einzigartigen Erdgeruch einatmen? Und Gemüse ernten, das frischer und leckerer ist als alles, was es im Laden zu kaufen gibt?

Auch wenn du es kaum abwarten kannst, rauszugehen und die Hände in die Erde zu stecken: Nimm dir vorher kurz die Zeit, dein Gemüse-Abenteuer zu planen. Dadurch steigerst du nicht nur deine Erträge. Mit ein bisschen Planung sorgst du auch dafür, dass du das ganze Jahr über leckeres Gemüse aus deinem Garten ernten und essen kannst.

Wenn du dabei Unterstützung brauchst und dich mit anderen Garten-Suchtis austauschen willst, ist der Onlinekurs »Gemüsegarten starten« vielleicht genau das Richtige für dich. In über 50 Videos, einem Workbook und mehreren Handbüchern bekommst du darin jede Menge Tipps, Tricks und Kniffe, die dein Gartenabenteuer noch spannender machen und dich durchs Gartenjahr begleiten.

Lass uns deinen Gemüsegarten anlegen!

Gemüsebeet anlegen – eine kleine Bodenkunde

Wusstest du, dass in einer Handvoll Gartenerde mehr Mikroorganismen leben als Menschen auf diesem Planeten?

Die kleinen Helfer sind für einen fruchtbaren Boden super wichtig! Die Würmer, Mikroorgaismen und Co. leben in ganz bestimmten Schichten und unterstützen dich von dort aus tatkräftig: Sie lockern den Boden, sorgen für einen gesunden Wasserhaushalt und verarbeiten abgestorbene Pflanzenteile zu Humus. Sie sind deine ‚Best Buddies‘ beim Gärtnern!

Aber wenn du deinen Gartenboden zum Beete anlegen umgräbst, wird ihr Zuhause durcheinandergebracht: Beim Umgraben mixt du die verschiedenen Schichten und störst empfindliche Strukturen im Boden. Zum Glück ist das aber gar nicht unbedingt notwendig, denn du kannst deine Beete auch ganz ohne Umgraben anlegen!

Der Trick besteht darin, die fleißigen Helferlein beim Beete anlegen nicht zu stören! Du lässt sie in Ruhe und gibst ihnen sogar noch eine Portion Extrafutter obendrauf! So arbeitest du mit dem Bodenleben, statt dagegen. Un das Beste: Du hast dabei weniger Arbeit, bekommst wunderbar fruchtbare Beete und der Rücken freut sich auch. ;)

Gemüsebeet anlegen: dein Aussaatkalender

Für einen reibungslosen Start im Gemüsebeet kommt hier noch ein kleines Geschenk für dich: der aktuelle Gemüse-Aussaatkalender. So vergisst du nach dem Gemüsebeet anlegen keinen Aussaattermin mehr und säst jedes Gemüse zur rechten Zeit.

Mit einer gestaffelten Aussaat und allen Terminen im Blick geht’s richtig los mit der Selbstversorgung. Trage deine Emailadresse einfach ein, dann landet der Aussaatkalender direkt in deinem Posteingang.

Genüsebeet anlegen, Schritt 1: Untergrund vorbereiten

Der erste Schritt ist total einfach! Du musst nämlich nichts weiter tun, als zu warten. Und zwar bis die Gräser der Wiese, auf der du dein Gemüsebeet anlegen möchtest, so richtig schön lang sind. Wir möchten sie nämlich beimBeet anlegen umknicken – ohne, dass sie sich gleich wieder aufrichten. Wenn die Gräser noch zu kurz sind, funktioniert das nicht gut.

Also erster Schritt beim Gemüsebeet anlegen: dem Gras beim Wachsen zuhören! ;)

Gemüsebeet anlegen, Schritt 2: Rasenkante eingraben

Beim Gemüsebeete anlegen gräbst du an der Außenkante deiner Beete am besten eine Rasenkante ein. Geschlossene Gemüsegesellschaft – Unkräuter und Gras müssen draußen bleiben. Mit der Rasenkante sorgst du dafür, dass keine ungebetenen Gäste von außen in deine Gemüsebeete hineinwachsen und sie sich zurückerobern.

Dafür stichst du mit dem Spaten einen schmalen, keilförmigen Graben am Außenrand der zukünftigen Beetfläche aus. Der darf gern so tief sein, dass die Rasenkante oben nur etwa fünf Zentimeter aus dem Boden rausschaut. Dann setzt du deine Rasenkante ein und verschließt den Graben wieder.

Gemüsebeete anlegen mit Rasenkante

Gemüsebeet anlegen, Schritt 3: Umrandung gestalten

Zugegeben: Die Rasenkante ist jetzt nicht der Gipfel der Schönheit. Da sie auch etwas empfindlich gegen Tritte und Stolperer ist, lohnt es sich, sie mit einer Beetumrandung zu unterstützen. Bei der Gelegenheit kannst du sie auch gleich etwas kaschieren.

Außerdem gestaltest du so beim Gemüsebeet anlegen einen echten Hingucker. Wie wärs mit einer Beetumrandung aus Holzstämmen? Das sieht herrlich rustikal aus und wirklich robust ist es natürlich auch noch!

Platziere die Holzstämme dafür außerhalb der Rasenkante und stabilisiere mit kleinen Pflöcken. Nicht, dass sie dir davon kullern… Das Ergebnis sieht richtig hübsch aus und die Rasenkanten sind dann auch gut geschützt.

Gemüsebeet anlegen mit Pappe

Gemüsebeet anlegen, Schritt 4: Immer her mit der Pappe!

Nun besorgst du dir unbedruckte Pappe! Dafür hast du zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder recycelst du große, alte, unbedruckte Pappkartons, oder du besorgst dir eine schadstofffreie Pappe, die sich super für diesen Zweck eignet.

Bei recycelter Pappe ist wichtig, dass du alle Klebereste entfernst, damit sie nicht in der Erde landen. So präpariert, legst du die Pappe dann innerhalb der Beetumrandung aus. Die einzelnen Pappe-Stücke überlappen sich dabei mindestens um zehn Zentimeter.

Heißer Tipp bei Pappe-Armut: Frag doch mal in Fahrradgeschäften nach! Dort haben sie viele Transportkartons von den Rädern. Die eignen sich super für Gemüsebeet anlegen. Sie sind richtig groß und meistens unbedruckt. Kleiner Downer bei recycelter Pappe: Du weißt nicht zu 100 %, was drin ist. Heißt: Kleine Mengen von alter Druckerschwärze und Kleber werden in deinen Beeten landen.

Recycelte Pappe ist deshalb eher nicht dein Ding und du willst lieber auf Nummer Sicher gehen? Dann schau unbedingt mal im Wurzelwerk Onlineshop vorbei! Dort findest du nämlich eine absolut unbedenkliche, schadstofffreie Pappe, die extra fürs Beete anlegen angefertigt wurde.

Gemüsebeet anlegen mit Kompost

Gemüsebeet anlegen, Schritt 5: Kompost ausbringen

Aufgepasst, jetzt kommt der heilige Gral beim Gemüsebeet anlegen: Der Kompost zieht ins Gartenreich ein!

Heißt: Du verteilst eine zehn bis fünfzehn Zentimeter dicke Schicht aus reifem Kompost auf deinen Beeten.

Gerade am Anfang deiner Gartenkarriere hast du aber wahrscheinlich noch gar nicht solche Mengen an eigenem Kompost. Aus der Traum vom Gemüsebeet anlegen? Nicht die Bohne! Wenn dein eigener Komposthaufen nicht genug von dem schwarzen Gold abwirft, kommt hier eine andere Lösung. Im regionalen Kompostwerk kannst du einfach etwas Kompost dazukaufen. Der ist dort viel günstiger als die Sack-Ware aus dem Baumarkt :).

Aber Vorsicht:

Manche Stadt-Komposte, die aus Bioabfall hergestellt werden, können ziemlich viel Plastik enthalten. Nichts, was sich zum Gemüsebeet anlegen eignet! Am besten fragst du im Kompostwerk nach einem Kompostzeugnis.

Kompost wird in Deutschland sehr gut überwacht. Das Kompostzeugnis gibt dir zum Beispiel Aufschluss darüber, aus welchen Ausgangsmaterialien der Kompost hergestellt wurde. Aber es wird auch aufgelistet, wie hoch der Grad der Verunreinigung ist.

Du willst deinen Kompost lieber selber machen? Dann bitte einmal hier entlang zur ultimativen Kompost-Anleitung. ;)

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Mehr Informationen

Bonustipp: Wege im Beet

Fürs Gemüsebeete anlegen bist du jetzt gewappnet. Was dabei schnell mal vergessen ist, sind die Wege! Das merkst du spätestens, wenn du mit den Gartenarbeiten beginnst. Huch, da fehlt doch was?!

Wenn du gleich mehrere Gemüsebeete anlegen möchtest, kannst du sie mit Holzhackschnitzel-Wegen voneinander trennen. Dafür planst du einfach etwa vierzig Zentimeter breite Wege zwischen den Beeten ein.

Praktisch ist zum Beispiel auch, wenn du mit deiner Schubkarre durchfahren kannst! Also messe vielleicht lieber nochmal nach. Du willst ja später mit dem Einkaufswagen durch die Gänge passen und nicht stecken bleiben… ;)

Die Holzhackschnitzel packst du einfach direkt auf die Pappe, mit der du die Wege auslegst. So entstehen ganz schnell pflegeleichte Gartenwege ohne Unkräuter.

Das Beet ist fertig – und nun?

Die Grobarbeit vom Gemüsebeet Anlegen ist getan! Jetzt geht’s ans Gemüse:

In die fertigen Kompostbeete kannst du direkt einsäen oder pflanzen. Die Pappe zersetzt sich ziemlich schnell, sodass die Pflanzenwurzeln von oben gut durch sie hindurchwachsen können. Vorher schafft sie es aber, die Gräser, die unter ihr liegen, zu ‚ersticken‘, indem sie ihnen alles Licht nimmt. Die Regenwürmer erledigen dann den Rest – sie zersetzen die Überreste der Gräser von unten.

Regenwürmer stehen übrigens total auf die aufgeweichte Pappe. Du musst dir also keine Sorgen machen, dass sie ihren Weg nach oben nicht mehr finden. ;)

Falls du jetzt noch nicht genug Infos gesammelt hast, ist der Artikel „Gemüsegarten anlegen in 11 Schritten“ die perfekte Ergänzung. Dort erfährst du ausführlich wie du deinen Gemüsegarten planst, wo du deine Beete anlegst und welches Gemüse sich für den Start besonders gut eignet.

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Du siehst: Gemüsebeete anlegen ist ganz einfach – du musst nur noch rausgehen und loslegen! Vergiss deinen Aussaatkalender nicht, damit du auf deinem neuen Beet auch eine dicke Ernte einfährst.

Und jetzt ab in den Garten: Mit diesen Tricks und Tipps bist du ganz fix stolzer Gemüsebeet-Guru und legst ein Beet nach dem anderen an. Ein Gemüsebeet mehr geht doch irgendwie immer, oder? ;)

Jetzt willst du aber auch wissen, wie es mit Anpflanzen und Pflege weitergeht? Dann schau mal hier vorbei:

3 m²? 300 m²? Bestimme deine perfekte Gartengröße!

Welche Gemüsesorten soll ich anbauen?

Süßkartoffel pflanzen, anbauen & ernten: Der komplette Guide

Naa, wann legst du los mit dem Gemüsebeet anlegen? Wie groß soll es werden? Was willst du anbauen? Erzähl gern in den Kommentaren von deinen Plänen!

*Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Gemüsegarten anlegen

Gemüsegarten anlegen in 11 Schritten

Du willst endlich deinen eigenen Gemüsegarten anlegen? Am liebsten sofort, ohne Gartenbau-Studium und ohne vorher 300 Bücher zu wälzen? Perfekt. Dann schnapp dir eine Tasse Tee und leg los, denn hier kommt dein Plan wie du in 11 Schritten deinen Gemüsegarten anlegen kannst.

Inhaltsverzeichnis
1. Wo soll ich meinen Gemüsegarten anlegen?
2. Was ist die ideale Größe für meinen Gemüsegarten?
3. Beete im Gemüsegarten anlegen
4. Welche Gemüse soll ich anbauen?
5. Einen Anbauplan erstellen
6. Pflanzen aus Samen ziehen oder kaufen?
7. Gemüsegarten gestalten
8. Deine Gemüsepflanzen pflegen und verwöhnen
9. Krankheiten und Schädlinge im Gemüsegarten
10. Ernten und Genießen
11. Den Boden aufbauen

In 11 Schritten zur Ernte in deinem Gemüsegarten!

Einen Gemüsegarten anzulegen ist eine der schönsten Projekte, die du deinem zukünftigen Ich schenken kannst. Du bist draußen an der frischen Luft, bewegst dich, kümmerst dich um ein kleines Stück Erde und wirst dafür mit bestem Lieblingsgemüse belohnt, bei dem du genau weißt, was drin ist.

Dafür brauchst du weder einen supergrünen Daumen noch teure Spezialgeräte. Mit einer guten Anleitung, etwas Neugier und Lust auf Erde an den Fingern kannst du Spinat, Tomaten, Paprika und Co auch als kompletter Neuling anbauen.

Falls du Lust hast auf deinem Abenteuer ein wenig begleitet zu werden, könnte jedoch der Onlinekurs »Gemüsegarten starten« genau das richtige für dich sein :). In vielen Videos, Kursunterlagen und gemeinsam mit einer gemüseverrückten Community lernst du dort Schritt für Schritt, wie du deinen Gemüsegarten anlegst!

In diesem Artikel gibt es aber erstmal einen Crashkurs zum Gemüsegarten anlegen. Selbst wenn du gerade das Gefühl hast, noch gar keine Ahnung zu haben: Du kannst schon dieses Jahr deine ersten eigenen Ernten einfahren, wenn du mit einem einfachen System an deinen Gemüsegarten herangehst. Und genau damit legen wir jetzt los.

Gemüsegarten anlegen und losernten!

1. Wo soll ich meinen Gemüsegarten anlegen?

Bevor die erste Karotte keimt, braucht dein Gemüsegarten einen Platz. Am besten suchst du dir ein Plätzchen, das:

  • nah am Haus liegt, damit du schnell Salat oder Kräuter fürs Abendessen holen kannst
  • möglichst viel Sonne abbekommt – besonders Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika und Kürbis lieben das

Schau dir den Boden genau an. Dunkel, bröselig und feinkrümelig ist super. Stark verdichteter Boden oder eine dicke Schicht Schotter sind eher schwierig, wenn du deinen Gemüsegarten anlegen willst. Wenn du deinen Garten mit Pappe und Kompost anlegst, bist du bestens vorbereitet und musst dir um den Boden keine Sorgen machen.

Wichtig ist auch, dass dein Gemüsegarten nicht zu steil ist. Ein leichtes Gefälle macht nichts, ein sanfter Südhang ist sogar ein Vorteil. Wenn es sehr steil wird, hilft nur: terrassieren. Das klingt nach Arbeit, aber dein Rücken und deine Pflanzen werden dir später danken.

Kurz gesagt:
Du suchst ein sonniges, möglichst ebenes Plätzchen in Hausnähe, damit du möglichst einfach Zugang zu deinem Gemüsegarten hast.

2. Was ist die ideale Größe für meinen Gemüsegarten?

Wenn du bislang eher wenig Erfahrung im Gärtnern hast, sind 2-10 m2 für den Anfang vollkommen ausreichend. Damit kannst du dich natürlich nicht komplett selbstversorgen, aber erste Erfahrungen sammeln und schon einiges an Gemüse anbauen, ohne dich zu überfordern.

Falls du dir mehr zutraust, nur zu! Als ambitionierter Gemüsegarten Anfänger kannst du auch durchaus mit 20 m2 Beetfläche starten. Aber sei lieber vorsichtig: Wenn du mit Gießen, Jäten und Pflegen nicht mehr hinterherkommst, verschwindet die Motivation nämlich schnell. Und größer geht später immer noch. :)

Willst du es noch genauer herausfinden und wissen welche Beetgröße perfekt zu dir und deinen Voraussetzungen passt, dann findest du hier Gartengröße-Quiz.

Gartengröße-Quiz zum Gemüsegarten anlegen

Das Quiz verrät dir innerhalb weniger Minuten, welche Gartengröße ideal für dich ist, damit du in deinem Garten weder unterfordert noch überfodert bist und dein Erntekörbchen stets gut gefüllt bleibt.

3. Beete im Gemüsegarten anlegen

Sobald du weißt, wie groß sein Gemüsegarten sein soll und wo er hinkommt, kannst du auch schon die Beete anlegen. Jippie!

Die einfachste Methode um einen Gemüsegarten schnell anzulegen, sind Kompostbeete. Dafür deckst du die Gras- oder bisherige Beetfläche mit Pappe ab und schüttest großzügig Kompost auf.

Der riesige Vorteil an dieser Methode: Du brauchst deinen Boden nicht umgraben. Das schont den Boden und all die Bodenlebewesen, auf die wir beim Gärtnern so angewiesen sind. Außerdem bleiben Kompostbeete jahrelang nahezu unkrautfrei und speichern Wasser sehr gut.

Hier findest du eine Step-by-step-Anleitung fürs Anlegen von Kompostbeeten.

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Mehr Informationen

4. Welche Gemüse soll ich anbauen?

Das, was dir am besten schmeckt! Natürlich dürfen deine Lieblingsgemüse bei dir im Garten nicht fehlen. Bevor du dich aber als AnfängerIn im Gemüsegarten gleich auf 30 verschiedene Gemüsepflanzen stürzt, hältst du dich besser an die Kandidaten, die möglichst pflegeleicht und anfängerfreundlich sind.

Für dein erstes Jahr eignen sich besonders Salat, Zwiebeln, Rote Bete, Knoblauch, Zucchini und Mangold. Auf geht’s, was steht auf deinem Gemüse-Wunschzettel?

5. Einen Anbauplan erstellen

Du weißt jetzt, was in deinem Gemüsegarten wachsen soll? Sehr gut! Dann ist der nächste Schritt, einen gut durchdachten Anbauplan zu erstellen. Dafür lohnt es sich, etwas Zeit zu investieren. Ein guter Anbauplan ist nämlich die Basis für gesunde und ertragreiche Gemüsepflanzen.

Hier findest du eine eine komplette Anleitung, der du Schritt für Schritt folgen kannst – und am Ende hältst du deinen fertigen Gartenplan in den Händen. Das ist längst nicht so kompliziert, wie du zunächst denkst, versprochen! ;)

Wenn dir das zu lange dauert, kannst du dir aber auch einfach hier einen fertigen Pflanzplan herunterladen. Der Plan ist so konzipiert, dass du das ganze Jahr über kontinuierlich erntest und die Beete zu jeder Zeit optimal genutzt sind. Vielleicht lässt du dich von dem Plan ja inspirieren?

6. Pflanzen aus Samen ziehen oder kaufen?

Im Prinzip kannst du alle deine Gemüse selbst aus Samen vorziehen – dafür gehört aber ein bisschen Wissen über die Bedürfnisse der jungen Pflänzchen und ein gutes Timing. Gerade am Anfang kann es sich daher lohnen, mit vorgezogenen Jungpflanzen zu starten.

Gekaufte Gemüsepflänzchen sind in der Regel von professionellen Gärtnern vorgezogen und daher kräftig und gesund. Sie sind aber auch um einiges teurer als Saatgut. Außerdem werden meistens nur wenige Sorten als Pflänzchen angeboten. Wenn du dein Gemüse aus Samen ziehst, hast du eine viel größere Auswahl an spannenden Sorten, die du in deinem Gemüsegarten ausprobieren kannst.

Einige Gemüsearten wirst du allerdings immer aus Samen ziehen, weil es keinen Sinn ergibt, sie vorzuziehen. Möhren zum Beispiel (und auch die meisten anderen Wurzelgemüse) säst du immer direkt ins Beet. Bei Tomaten, Zucchini und vielen weiteren Gemüsearten kannst du dir aber überlegen, ob du deine Jungpflanzen selbst vorziehst oder das in den ersten Jahren lieber den Profis überlässt.

7. Gemüsegarten anlegen und gestalten

Du findest, dass dein Gemüsegarten nicht nur produktiv, sondern auch hübsch sein soll? Absolut! Der Gemüsegarten kann wie ein zweites Wohnzimmer, ein kleines Paradies und eine Ruheoase sein.

Ob mit kreativen Beetumrandungen, verspielten Sitzecken, liebevoll gestalteten Rankgerüsten, hübschen Pflanzschildern oder Mischkulturen mit ganz vielen bunten Blumen in den Beeten: Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Vielleicht wird es ja sogar ein richtiger Bauerngarten?

Du willst mehr Inspiration? Dann bitte einmal hier entlang!

Gemüsegarten anlegen: Marie im Gewächshaus

8. Deine Gemüsepflanzen im neu angelegten Gemüsegarten pflegen und verwöhnen

Dein Gemüsegarten ist angelegt? Jetzt kannst du dich um deine kleinen Pflänzchen kümmern. Die richtige Pflege deiner Pflanzen ist Gold wert! Hier kommen die wichtigsten Aufgaben, die im Gemüsegarten anstehen:

  • Gießen, aber bitte richtig: Wenn die Pflänzchen noch klein sind, ist es wichtig, den Boden feucht zu halten, bis sie ihre Wurzeln ausgestreckt haben und gut angewachsen sind. Danach kannst du, je nach Gemüseart und Niederschlag, weitestgehend auf das Gießen verzichten. Die Faustregel: Lieber selten gießen, dafür aber gründlich!
  • Mulchen! Du wirst sehen, dass du seltener gießen musst, wenn du deinen Boden mulchst. Der Mulch schützt die Beetoberfläche vor Verdunstung, unterdrückt Unkräuter und speichert Wasser. Ziemlich cool, oder?
  • Jäten: Wenn du nicht mulchst, solltest du deine Beete regelmäßig jäten. Ein bisschen Unkraut ist nicht schlimm, aber sobald deine Gemüsepflanzen nicht mehr genug Raum haben, um groß und kräftig zu werden, solltest du eingreifen.
  • Düngen – im richtigen Maß! Du solltest dich bei jeder Gemüseart, die du anbaust, über den Düngerbedarf schlaumachen. Manche Gemüsearten wollen so gar keinen Dünger, bei anderen ist es super wichtig, sie zur richtigen Zeit mit genügend Nährstoffen zu versorgen. Du kannst Dünger übrigens auch ganz einfach selber machen, zum Beispiel als Brennesseljauche.
  • Ausgeizen, hochbinden und Kulturschutznetze nutzen: Jedes Gemüse hat eigene Bedürfnisse. Die meisten Tomaten– und Gurkensorten geizt du aus, damit sie statt Blättern Früchte produzieren. Stangenbohnen brauchen – Surprise – Stangen zum Hochranken und viele empfindliche Pflanzen freuen sich über ein schützendes Netz. Jede Pflanze hat ihre ganz individuellen Bedürfnisse und je besser du die kennst, desto größer wird deine Ernte ausfallen!

9. Krankheiten und Schädlinge im Gemüsegarten

Auch im bestgepflegtesten Garten tauchen hier und da Krankheiten und Schädlinge auf, das ist ganz normal. Um beides möglichst zu vermeiden, heißt das Zauberwort Mischkultur!

Was das nun wieder bedeutet? Mischkultur bedeutet, dass du verschiedene Gemüsearten so nebeneinander pflanzt, dass sie sich gegenseitig Krankheiten und Schädlinge vom Leib halten. Lad dir hier gerne meine Mischkulturtabelle herunter, um dir einen Überblick über das gute Nachbarschaften im Gemüsebeet zu verschaffen!

Falls du vorhast, Kohl anzubauen, solltest du dir außerdem ein paar feinmaschige Schutznetze anschaffen. Auf Kohl sind leider unglaublich viele Schädlinge scharf, und wenn du ihn nicht von vorneherein abdeckst, sind die Probleme so gut wie vorprogrammiert.

Auch Schneckenkragen sind eine sehr sinnvolle Investition, wenn du deine Pflänzchen vor gefräßigen Freunden schützen willst. So überstehen sie die erste kritische Wachstumsphase :).

Schneckenkragen im Gemüsegarten

10. Dein Gemüsegarten ist angelegt? Dann heißt es Ernten und Genießen

Juchuuuu – die ersten Ernten stehen an! Was ist bei dir als erstes fertig, um auf dem Teller zu landen oder gleich im Garten weggesnackt zu werden? Vielleicht die schnellwachsenden Radieschen? Salat? Oder vielleicht doch Buschbohnen?

So oder so: Lass es dir schmecken! :)

Bei dir wird alles Gemüse auf einmal reif? Dann mach doch einen Teil für den Winter haltbar! Es gibt zwar einige Gemüsearten, die du auch direkt im Winter ernten kannst. Aber, hey, hausgemachtes Sauerkraut ist einfach unglaublich lecker und im Winter ein Glas selbstgemachte Tomatensauce aufzuwärmen auch sehr praktisch. Selbstversorger-Fast Food sozusagen. ;)

11. Den Boden aufbauen

Mit der Ernte ist es noch nicht getan im Gemüsegarten. Du willst nächstes Jahr schließlich auch wieder Pflänzchen in die Erde setzen, beim Heranwachsen begleiten und kräftig beernten, oder?

Dann heißt es jetzt, den Boden zu verwöhnen. Der ist nämlich die Grundlage für alles, was bei dir im Gemüsegarten wächst und nach dem langen Sommer hat er sich ein bisschen Liebe verdient!

Wenn sich die meisten Beete zum Herbst hin leeren, tust du deinem Boden einen riesigen Gefallen, wenn du für den Winter nach der letzten Ernte eine Gründüngung aussäst. Alternativ dazu kannst du ihn auch mit einer Mulchschicht bedecken. Blanker Boden ist Wind und Wetter nämlich schutzlos ausgesetzt – und leidet darunter. Also, pass gut auf deinen Boden auf, der ist nämlich super wertvoll und durch nichts zu ersetzen.

Und dann heißt es schon bald: Auf in ein neues Gartenjahr!

Schritt für Schritt zum eigenen Gemüse
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Du willst noch ein bisschen weiterschmökern? Dann kann sind die Artikel unten sicher etwas für dich. Vergiss aber vorher nicht, dir deinen Pflanzplan und die Mischkulturtabelle herunterzuladen! :)

Gemüsegarten planen – Schritt für Schritt zum Gartenparadies

Gute Nachbarn im Gemüsebeet: 7 tolle Pflanzgemeinschaften + Mischkulturtabelle

8 Schritte zum unkrautfreien Gemüsegarten – ganz natürlich!

Hast du deinen Gemüsegarten schon angelegt? Welche Tipps findest du besonders wichtig für Gemüsegarten-Anfänger? Lass gerne einen Kommentar da!

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Süßkartoffel pflanzen, anbauen & ernten: Der komplette Guide!

Du möchtest eigene Süßkartoffel Pflanzen anbauen und ernten? Das ist ein hervorragender Plan! Süßkartoffeln sind nämlich nicht nur wunderschöne Beetgenossen, sie sind auch super lecker und vielseitig in der Küche einsetzbar. Hier kommt der komplette Guide zum Anbauen der süßen Knollen. Also, los geht’s, lasst uns Süßkartoffeln pflanzen!

Inhaltsverzeichnis
Die besten Süßkartoffel-Sorten
Wie viele Süßkartoffeln pflanzen?
Mischkulturpartner für Süßkartoffelpflanzen
Süßkartoffel-Stecklinge ziehen
Das richtige Timing zum Süßkartoffel pflanzen
Ideale Bedingungen für Süßkartoffeln
Süßkartoffelpflanzen pflegen

Süßkartoffeln sind eine tolle Abwechslung zu normalen Kartoffeln. Sie bringen mit ihren bunten Farben – von orange bis lila – Abwechslung auf den Teller und bereichern auch das Gemüsebeet um eine Pflanzenfamilie, die wir dort noch nicht haben: Unter den Windengewächsen ist sie nämlich das einzig gängige Gemüse.

Das verschafft dir in der Beetplanung einen riesigen Vorteil: Du kannst sie in so ziemlich jedem Beet einplanen, ohne dir Sorgen um deine Fruchtfolge machen zu müssen. Also, lass uns direkt loslegen mit dem Süßkartoffelanbau!

Die besten Süßkartoffel-Sorten

Die Süßkartoffel „Beauregard“ hat eine orangene Fleisch- und Schalenfarbe. Die Sorte „Evangelina“ besitzt auch eine orangene Fleischfarbe, aber eine rote Schale. Die Blätter dieser Sorte haben lilafarbene Spitzen und sind dadurch besonders dekorativ.

Süßkartoffel und Steckrübe

Wie viele Süßkartoffeln soll ich pflanzen?

Der Ertrag einer Pflanze liegt bei etwa 1,5 kg. Da du deine Süßkartoffeln über einen Zeitraum hinweg ernten kannst und sie sich auch gut ein paar Wochen lang lagern lassen, kannst du gleich eine ordentliche Portion einplanen – wenn deine Beetfläche das hergibt.

Gute Mischkulturpartner für Süßkartoffel Pflanzen

Als Mischkulturpartner eignen sich schnellwachsende Salate, Radieschen und Spinat wunderbar, die du erntest, bevor deine Süßkartoffelpflanzen das Beet ganz für sich beanspruchen. Denn das wird früher oder später der Fall sein – die Pflanzen wuchern erobern ihre Umgebung. Mit ihren essbaren Blättern und wunderhübschen Blüten ist uns das aber mehr als recht!

Apropos Mischkulture: Deine anderen Gemüse brauchen auch noch passende Beetpartner? Dann hol dir unbedingt deine 0 € Mischkulturtabelle als PDF zum Download! Einfach hier deine Emailadresse eintragen und dann flattert sie direkt in dein Postfach!

Süßkartoffel pflanzen oder aussäen?

Süßkartoffeln benötigen recht viel Zeit, um ihre dicken Knollen auszubilden. Das stellt uns vor Herausforderungen, denn die frostfreie Vegetationsperiode in Mitteleuropa ist relativ kurz.

Um trotzdem einen ordentlichen Ertrag zu ernten, kannst du vorgezogene Süßkartoffelpflänzchen im Frühjahr direkt ins Beet pflanzen – sobald kein Frost mehr ansteht dürfen sie nach draußen umziehen. Du kannst die Süßkartoffel-Pflanzen kaufen oder auch ganz einfach selber eine Knolle im Januar austreiben, um daraus Stecklinge zu schneiden.

Stecklinge aus einer Süßkartoffel-Knolle ziehen

Um deine eigenen Süßkartoffel Stecklinge zu ziehen, nimmst du einfach eine Knolle, schneidest sie in der Mitte durch und lässt die Schnittstellen antrocknen. Dann steckst du die halben Knollen in einen Topf mit Erde. Die eingepflanzten Knollen einmal hübsch angießen* und dann heißt es: Warten.

Nach ein paar Wochen bei Temperaturen um 20 °C bilden sich Triebe aus der Knolle. Von diesen Trieben kannst du etwa 10 cm lange Ranken abschneiden und in Wasser stellen. Wenn die Stecklinge Wurzeln gebildet haben können sie in einen Topf mit Erde umziehen oder auch gleich in das vorbereitete Beet gepflanzt werden.

Im zweiten Jahr kannst du kurz vor der Ernte Stecklinge nehmen, die du in einem Glas Wasser bewurzelst, in Töpfe umpflanzt und dann auf der Fensterbank überwinterst, bis sie im nächsten Jahr ins Beet wandern können.

Süßkartoffeln, aus denen man Stecklinge ziehen kann

Wann geht’s los mit dem Süßkartoffel pflanzen?

Die gekauften oder selbst gezogenen Pflänzchen werden erst nach den Eisheiligen, also Mitte Mai ausgepflanzt, da sie nicht frostverträglich sind. Wenn du deine Süßkartoffeln aus Trieben ziehst, solltest du allerdings schon im Januar mit den Vorbereitungen anfangen.

Dann ist noch genug Zeit, um die Knolle aus dem Supermarkt zum Keimen zu bringen und aus den Keimen Stecklinge zu ziehen.

Beete zum Süßkartoffel pflanzen vorbereiten

Süßkartoffelpflänzchen lieben ein feinkrümeliges, humoses Beet. Du kannst den Boden dafür vorsichtig mit einer Grabegabel lockern, aber nicht wenden, damit du die Bodelebewesen nicht störst. Die sind nämlich essentiell für einen fruchtbaren Boden.

Wenn du die Pflanzen nach den Eisheiligen nach draußen umpflanzt, beträgt der Pflanzabstand von Süßkartoffeln innerhalb einer Reihe 30 – 40 cm und der Abstand zwischen zwei Reihen 60 – 90 cm. Gönn ihnen ruhig ausreichend Platz, das belohnen sie dir mit einer dicken Ernte.

Kleiner Tipp: In die Pflanzlöcher gebe ich ein paar Hornspäne oder Schafwollpellets als Langzeitdünger*.

Süßkartoffeln kannst du übrigens auch sehr gut in Kübeln anbauen, die eine Größe von mindestens 30 Litern haben sollten. Und, noch ein Bonus: Die Blätter der Süßkartoffel sind auch essbar und können wie Spinat verarbeitet werden.

Süßartoffeln anbauen und pflanzen

Ideale Bedingungen für Süßkartoffel Pflanzen

Sonne, Sonne Sonne! Süßkartoffeln sind sehr wärmeliebend und brauchen daher einen sonnigen Standort. Temperaturen unter 10 °C führen zum Wachstumsstopp und bei Frost sterben die Pflanzen ab. Außerdem mögen sie eine feuchte Umgebung, jedoch keine Staunässe. Eine Mulchschicht lohnt sich daher sehr.

Der Boden sollte locker und nährstoffreich sein. Mit einer gelegentlichen Düngung tust du den Pflanzen etwas Futes und förderst das Knollenwachstum.

Süßkartoffeln anbauen: Die Pflege

Wenn deine Pflanzen gut angewachsen und einige Zentimeeter groß sind, dann kannst du sie bereits mulchen. Ich bringe nach und nach eine mindestens 15 cm dicke Mulchschicht auf meinen Süßkartoffelbeeten aus.

Weil Süßkartoffeln sehr durstig sind, ist die Mulchschicht wunderbar dazu geeignet, um den Boden vor Verdunstungen zu schützen. Wenn du sie zusätzlich regelmäßig gießt, steigert das den Ertrag.

Süßartoffeln anbauen und pflanzen

Wann ernte ich Süßkartoffeln?

Es wachsen erst die Blätter und danach die Knollen, deswegen solltest du die Knollen bis kurz vor den ersten Frösten im Boden lassen. Die Ernte findet also ungefähr im Oktober statt*.

Krankheiten und Schädlinge beim Süßkartoffel pflanzen

Süßkartoffeln haben außer kalten Nächten nur einen Feind im Garten: Mäuse!

Wenn in deinem Garten viele Wühlmäuse wohnen, solltest du deine Süßkartoffeln am besten in Kübeln anbauen.

Oder du schaust dir nochmal diesen Artikel an, in dem ich dir meine wirksamsten Tipps zum Vertreiben von Wühlmäusen verrate. ;)

Süßartoffeln anbauen und pflanzen
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Besonders gut schmecken Süßkartoffeln im Curry mit Paprika, Blumenkohl und Spinat. Wenn du diese Kandidaten auch selber anbauen willst, dann lies am besten gleich hier weiter:

Paprika pflanzen – In 5 Schritten zu einer fantastischen Ernte!

Blumenkohl pflanzen – Der komplette Anbau-Guide

Spinat anbauen: Meine Geheimtipps für eine super Ernte!

Hast du schon mal Süßkartoffel Pflanzen angebaut? Was sind deine besten Tipps? Ab damit in die Kommentare! :)

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Welche Gemüsesorten soll ich anbauen?

Die unglaublich vielen Gemüsesorten, die du online, in Saatgut-Katalogen und Gärtnereien findest, können überwältigend sein. Welche sollst du auswählen, welche passen zu dir und deinem Garten? Lass uns doch etwas Ordnung in diesen Dschungel bringen – los geht´s!

Inhaltsverzeichnis
Die Top 5 der Gemüsesorten
Welche Gemüsesorten gibt es?
Welche Gemüsesorten soll ich anbauen?
Gemüsesorten versus Platz im Beet
Sorten für deinen Garten

Die Top 5 der Gemüsesorten

Niemand kann alle Gemüsesorten in seinem Garten anbauen, weil es so unendlich viele davon gibt. Aber die meisten Menschen haben dieselben Gemüse-Favoriten die sie immer und immer wieder anbauen.

Hier kommen die Top 5 der beliebtesten Gemüsesorten:

Na, waren da ganz zufällig auch deine Top Gemüsesorten dabei? ;) Dann liegst du voll im Trend!

Frisch geerntete Möhren

Welche Gemüsesorten gibt es überhaupt?

Das kommt darauf an, woher du dein Saatgut beziehst. Der konventionelle Gemüsebau verlässt sich leider auf immer dieselben Gemüsesorten. Die „Standard-Möhre“ und die „Standard-Tomate“ verkaufen sich eben am besten. Alte Gemüsesorten oder besondere, ausgefallene Gemüsesorten gehen so leider verloren.

Es gibt aber auch Samengärtnereien, die alte, seltene und besondere Sorten anbauen und verkaufen. Da gibt es dann hundere verschiedene Tomatensorten und du wirst Gemüse finden, von denen du noch nie etwas gehört hast!

Oder hast du schonmal Engelwurz, lila Blumenkohl oder Armenische Gurken angebaut? Eben!

Warum solltest du orange Supermarktmöhren anbauen, wenn du auch lilane, gelbe oder weiße Möhren anbauen kannst? Du hast die Möglichkeit, bei dir im Garten oder auf deinem Balkon eine riesige Sortenvielfalt anzubauen und so alte Gemüsesorten zu entdecken und zu erhalten!

Engelwurz Saatgut von Wurzelwerk

Psst, Nerd Alarm: Das Wort „Gemüsesorten“ gibt es genau genommen gar nicht, es hat sich nur irgendwie so eingebürgert. Korrekt heißt es „Gemüsearten“ – aber ich finde, das hört sich irgendwie seltsam an… Nachdem wir das also geklärt haben, können wir unter uns auch weiterhin ganz entspannt von Gemüsesorten reden, oder? ;)

Aber welche Gemüsesorten soll ich denn jetzt anbauen?

Das Wichtigste ist natürlich, dass du die Gemüsesorten deiner Wahl gerne isst. ;) Na gut, das allein schränkt die Auswahl vielleicht nur ein bisschen ein. Aber wie kannst du eine sinnvolle Auswahl für deine Garten treffen?

Stöber doch mal auf dieser Seite – da habe ich dir viele Tipps und Saatgut zur Sortenplanung zusammengestellt.

Wo soll dein Gemüse wachsen?

Eine Grundvoraussetzung für eine üppige Ernte ist, dass du deinen Gemüsepflanzen genug Platz und einen passenden Standort gibst – das ist das A und O für gesunde Pflanzen.

Wenn dir beim Gedanken an die Kombination passender Beetnachbarn und eine funktionierende Fruchtfolge der Kopf zu rauchen beginnt, dann nimm doch einfach die Abkürzung und lade dir meinen fix und fertigen Beetplan für den Gemüsegarten herunter.

Trag dafür einfach hier deine Emailadresse ein und der Pflanzplan flattert direkt in dein Postfach:

Alter Hase oder Newbie im Gemüsebeet?

Welche Gemüse kommen gut alleine klar und welche brauchen viel Aufmerksamkeit?

Aber dann kommt es auch darauf an, wieviel Erfahrung du schon mit den grünen Freunden gesammelt hast. Es gibt nämlich völlig unkomplizierte Gemüsekumpel, aber auch kapriziöse Diven, die auf ungünstige Bedingungen schnell beleidigt reagieren.

Um dir die Entscheidung zu erleichtern, kommt hier eine Übersicht, in der du ganz einfach siehst, wie schwierig ein Gemüse im Anbau ist. Diese Tabelle ist natürlich nicht vollständig und ließe sich noch ewig weiterführen.

Die Unkomplizierten Die MachbarenDie Diven
RadieschenStangenbohneBrokkoli
MangoldTomateBlumenkohl
ZucchiniKohlrabiChicorée
Knoblauch ErbseRotkohl
WinterportulakMöhreSüßkartoffel

Pssst: Mein „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs ist randvoll mit Tipps und Tricks und super ausführlichen Anleitungen zum Anbau von ganz vielen Gemüsesorten! Ich würde mich freuen, wenn du dieses Jahr im Kurs mit dabei bist!

Im Gemüsegarten wachsen zahlreiche Gemüsesorten.

Wann willst du loslegen?

Nicht alle Gemüsesorten können rund ums Jahr ausgesät bzw. gepflanzt werden. Deshalb lohnt es sich, bei der Beetplanung für jeden Monat im Jahr zu schauen, was so geht im Gemüsegarten.

Du bist schon im Januar oder Februar in Gedanken im Gemüsebeet? Jackpot! Dann hast du noch das gesamte Saatgutregal zur Auswahl! Hier kannst du sehen, was im Januar im Garten alles möglich ist.

Oder du schaust einfach bei Youtube vorbei. Im Video unten zeige ich dir, womit ich im Januar loslege. Du findest aber auch alle anderen Monatsvideos bei Youtube. Zusätzlich gibt es auch immer Sortentipps obendrauf. Cool, oder?

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Mehr Informationen

Gemüsesorten versus Platz im Beet

Du hast nur begrenzten Platz zur Verfügung? Kein Problem! Es gibt genügend Gemüsesorten, mit denen du ein bisschen herumtricksen kannst, um trotzdem eine dicke Ernte einzufahren.

Wenn du zum Beispiel Stangenbohnen statt Buschbohnen nimmst oder deine Gurken vertikal anbaust, also in die Höhe ranken lässt, sparst du kostbaren Platz im Beet.

Hast du vielleicht Bäume in deinem Garten? Dann kannst du auf der Baumscheibe um den Baum herum Knoblauch stecken! Der Knoblauch hält dann durch seinen Geruch Schädlinge von deinem Baum fern und du bekommst eine leckere Ernte. Win win! :)

Einer ist bei Platznot aber leider immer schwierig: Der Kohl. Er braucht nicht nur viel Platz, sondern hat auch noch die längste Anbaupause unter den Gemüsen. Davon kannst du in einem kleinen Garten also nur wenige Exemplare anbauen. Vielleicht dann doch lieber Stangenbohnen oder Gurken?

Beliebte Gemüsesorte: Weißkohl

Gemüsesorten für deinen Garten

Alle Gemüsesorten können leider nicht in deinem Garten wohnen – dafür gibt es einfach zu viele. So kommst du zu einer ganz konkreten Planung:

  • In einem ersten Schritt checkst du deine Bedürfnisse und die deiner Lieben ab. Was esst ihr am liebsten? Geh dazu vielleicht deine Rezeptesammlung durch und schau, mit welchem Gemüse du am häufigsten kochst.
  • Welche Gemüsesorten sind besonders teuer? An welche Gemüsesorten kommst du bei dir im Ort vielleicht nicht so gut ran?
  • In einem persönlichen Gartentagebuch schreibst du auf, was du angebaut hast und wie viel davon. Wie ist es dir mit diesen Gemüsesorten ergangen und wie haben sie geschmeckt? In der nächsten Saison greifst du dann auf diesen Erfahrungsschatz zurück und passt deine Anbauplanung daran an. So kannst du Jahr für Jahr etwas von deiner großen Wunschliste umsetzen und findest mit der Zeit deine perfekten Gemüsesorten!
Gemüse Sorten
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Hast du deine Gemüsesorten für dieses Jahr schon gefunden?

Dann kommt jetzt noch ein Herzensanliegen von mir: Lasst uns gemeinsam die Vielfalt erhalten! Probier dich doch mal an alten Gemüsesorten und unterstütze nachhaltig arbeitende Saatgutbetriebe mit deinem Saatgutkauf beim Erhalt dieser Sorten.

Für unser Sortiment im Wurzelwerk-Onlineshop arbeiten wir ausschließlich mit Bio-zertifizierten Betrieben zusammen und setzen auf samenfeste, besonders bewährte und alte Sorten. Durch gezielten Erhaltungsanbau können nämlich auch seltene Sorten auf Dauer bewahrt bleiben – und das hat meine vollste Unterstützung.

Du möchtest noch soo viel mehr über den Gemüseanbau erfahren? Dann lies doch gleich hier gleich weiter: 

Gemüsegarten für Anfänger: 9 Gemüse, die jeder hinkriegt

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Die 5 besten Tomatensorten: alte, robuste, leckere Tomaten pflanzen!

Welche Gemüsesorten hast du ausgewählt und warum? Ich freue mich, von dir zu hören!