Garten, Gemüse-Anleitungen
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Paprika pflanzen – In 5 Schritten zu einer fantastischen Ernte!

Du möchtest Paprika pflanzen? Was für ein guter Plan! Paprika gibt es in ganz vielen Formen und Farben und sie schmecken besonders aus dem eigenen Garten unglaublich lecker – also nichts wie los, ich zeige dir, wie es geht!

Inhaltsverzeichnis
Übersicht: So funktioniert Paprika pflanzen
Schritt #1: Wie finde ich die passende Paprika-Sorte?
Schritt #2: Paprikapflanzen vorziehen
Schritt #3: Paprika pflanzen im Freiland, Kübel oder im Gewächshaus
Schritt #4: Paprikapflanzen pflegen: gießen, düngen, schneiden
Schritt #5: Paprika überwintern

Übersicht: So funktioniert Paprika pflanzen

Du bist schon ganz hibbelig und willst sofort loslegen? Dann schau mal, hier habe ich dir alle Arbeitsschritte kurz und knackig zusammengefasst!

Paprika pflanzen in 5 SchrittenWas ist wichtig?
Schritt #1: Paprikasorte auswählenfür Freiland oder Gewächshaus? Farbe, Form, Verwendung
Schritt #2: Paprika Pflanzen vorziehenvorkeimen, Pflanzenlampe, Wärme
Schritt #3: Paprika pflanzen im Freiland, Kübel oder Gewächshausabhärten, Düngergabe
Schritt #4: Paprika Pflanzen pflegengießen, düngen, schneiden
Schritt #5: Paprika überwinternbei 10°C oder bei 20°C

Gärtnern ist selten hektisch, aber viele Pflanzen müssen zu bestimmten Zeiten gesät werden. Damit du keinen wichtigen Termin mehr verpasst, lad dir doch meinen kostenlosen Aussaatkalender herunter! So siehst du auf einen Blick, welche Arbeit im Garten wann zu tun ist und kannst ganz entspannt losgärtnern!

Hier kommst du an den Aussaatkalender:

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    Schritt #1: Wie finde ich die passende Paprika-Sorte?

    Es gibt ziemlich viele verschiedene Paprikasorten da draußen und es ist gar nicht so einfach, sich für eine oder zwei davon zu entscheiden! ;) Damit es dir leichter fällt, kannst du dir diese Fragen stellen:

    Wo möchte ich meine Paprika pflanzen?

    Wenn du kein Gewächshaus hast, solltest du eine freilandgeeignete Paprikapflanze nehmen. „Rote Augsburger“, „Neusiedler Ideal“ oder „Pantos“ tragen auch im Freien viele leckere Früchte!

    „Yolo Wonder“ dagegen fühlt sich im geschützten Anbau am wohlsten. Diese Paprika Pflanze kann aber auch gerne im Topf an einer Haus-Südwand stehen.

    Welche Farbe und welche Form haben die Früchte?

    Es gibt grüne, gelbe, orange, rote und braune Paprikafrüchte und die können groß oder klein, länglich-spitz oder blockförmig-dickwandig sein. Sie schmecken süß-saftig oder würzig-scharf. Du solltest die Paprika pflanzen, die dir am besten schmeckt!

    Psst: Falls du dich auch für Tomaten interessierst, habe ich dir hier meine liebsten Tomatensorten aufgeschrieben!

    Wie möchte ich die Paprika verwenden?

    Planst du, deine Paprika vor allem roh zu vernaschen, möchtest du sie kochen, auf der Pizza genießen oder Mini-Paprika mit Frischkäse füllen? Es gibt soo viele Möglichkeiten! Yams!

    Schritt #2: Paprikapflanzen vorziehen

    Paprikapflanzen sind sehr wärmebedürftig und haben ein lange Kulturdauer, deshalb musst du Paprika vorziehen. Im Februar ist es soweit: Du packst deine Samentütchen und säst in Anzuchterde aus. Die optimale Keimtemperatur von Paprika ist 25 bis 28 °C, sobald die Pflanzen aufgegangen sind, solltest du sie aber etwas kühler stellen.

    Dann musst du die Saat immer gut feucht halten, sie darf auf keinen Fall austrocknen! Allerdings ist auch zu viel Wasser nicht gut: Da finden Trauermücken ideale Lebensbedingungen vor und die können deinen Jungpflanzen ganz schön zusetzen.

    Sobald sich die ersten grünen Spitzen zeigen, stellst du deine Schützlinge unter eine Pflanzenlampe. Nur am Fensterbrett bekommen sie nämlich nicht genügend Licht und werden zu langen, schwächlichen, blassgrünen Exemplaren – und du möchtest doch eine dunkelgrüne, gedrungene kräftige Paprikapflanze haben!

    Wenn deine Pflanzen zwei echte Blätter haben, pikierst du sie: Das heißt, jede von ihnen bekommt ein eigenes Töpfchen spendiert und darf dann wieder unter das wohltuende Pflanzenlicht.

    Paprika pflanzen: Paprika Jungpflanzen

    Schritt #3: Paprika pflanzen im Freiland, Kübel oder im Gewächshaus

    Mitte Mai, nach den Eisheiligen, dürfen deine grünen Freunde hinaus in die weite Welt: Je nach Sorte kommen sie nun ins Beet, in den Topf oder ins Gewächshaus. Paprikapflanzen im Topf stellst du an einem geschützten sonnigen Ort auf.

    Bevor du sie in die Freiheit entlässt, musst du sie aber unbedingt schrittweise an die Sonne gewöhnen! Denn deine zarten grünen Freunde würden sonst einen schweren Sonnenbrand bekommen und vor lauter Schreck erstmal aufhören zu wachsen.

    Wie du deine Paprikapflanzen so abhärtest, dass sie problemlos mit Wind und Wetter zurechtkommen, zeige ich dir in meinem Artikel Tomaten richtig pflanzen und abhärten.

    Dann wird es ernst: Auf geht´s zum Paprika pflanzen! Du hebst ein Pflanzloch aus und setzt deine Paprika hinein. Dann füllst du mit reifem Kompost auf und stützt die Pflanze mit einem Stab, damit sie nicht umkippt. Den Stängel bindest du mit einem Draht oder Band am Stab fest. Der Pflanzabstand bei Paprika sollte in etwa 60 cm x 50 cm betragen.

    Falls du jetzt Lust bekommen hast, nicht nur Paprika, sondern noch viel mehr Gemüse anzubauen und dich ein Stück weit selbstzuversorgen, komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“ Onlinekurs! Da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe eine dicke Ernte einfährst und jede Menge Spaß im Garten hast! :)

    Paprika pflanzen und anbauen - und zwar so! Hier erfährst du alles, was du wissen musst, um im Topf oder Kübel auf dem Balkon oder im Gemüsegarten erfolgreich Paprika zu pflanzen und anzubauen, mit einem fertigen Pflanzplan. Gemüse anbauen ist nicht schwer! :). #Wurzelwerk #Nutzgarten #Biogarten
    Merk dir diesen Artikel auf Pinterest, damit du ihn später wiederfindest!

    Schritt #4: Paprikapflanzen pflegen: gießen, düngen, schneiden

    Auch wenn sie jetzt an ihrem richtigen Standort angekommen sind, brauchen die Paprikapflanzen deine Aufmerksamkeit!

    Zum einen musst du sie regelmäßig mit Wasser versorgen. Damit das Wasser nicht so schnell verdunstet, mulchst du sie am besten mit Holzhackschnitzeln.

    Als Starkzehrer freuen sich Paprika über eine regelmäßige Düngergabe. Du kannst dafür einen Bio-Flüssigdünger für Gemüse nehmen oder du setzt eine Brennnesseljauche an.

    Eine immerwährende Diskussion unter den Gärtnern dreht sich um das Schneiden der Paprikapflanzen! Du kannst deine Paprika so wie Tomaten ausgeizen und nur die Blüten und Früchte stehen lassen, die sich am Haupttrieb bilden. Die Pflanze konzentriert ihre Energie dann vor allem auf das Ausbilden und Ausreifen der Früchte und nicht auf die Blätter.

    Durch das Auslichten kann außerdem die Luft besser zirkulieren und Krankheiten und Schädlinge schaffen es nicht so einfach, sich auszubreiten.

    Ich habe meine Paprikapflanzen mal ausgegeizt und mal nicht und konnte bisher ehrlich gesagt keinen Unterschied erkennen. Hier ist trotzdem ein Bild (am Beispiel von Tomaten), das dir hilft, die Geiztriebe zu erkennen. Beim Ausgeizen brichst du die Seitentriebe heraus.

    Paprika pflanzen: Tomate mit Geiztrieb

    Paprikafrüchte sind reif, wenn der Farbumschlag von grün zur jeweiligen Sortenfarbe abgeschlossen ist. Du kannst aber jederzeit deine Paprika ernten – sogar, wenn sie noch grün ist. Dann schmeckt sie nur etwas herb-bitter statt aromatisch-süß.

    Schritt #5: Paprika überwintern

    Eigentlich sind Paprika mehrjährige Pflanzen, die aber so wärmebedürftig sind, dass sie ab einer Temperatur von 5° Celsius zu erfrieren beginnen. Wenn du fertig bist mit Paprika ernten, kannst du deine Paprika Pflanze überwintern, statt sie zu kompostieren!

    Und das geht so:

    Im Herbst, wenn die Temperaturen draußen nur noch 5° Celsius betragen, holst du sie ins Haus und stellst sie entweder kühl und hell (bei ungefähr 10°) oder warm und hell (bei Zimmertemperatur) auf.

    Vor allem bei einem kühlen Standort brauchen deine Paprikapflanzen nicht viel Wasser und gar keinen Dünger. Erst im März, wenn die Tage wieder länger werden, weckst du deine Paprikapflanze liebevoll aus dem Winterschlaf, indem du sie wieder regelmäßig düngst und gießt.

    So haben deine Paprikapflanzen einen Vorsprung, weil sie gleich loslegen können mit dem Ausbilden von Blüten und Früchten und nicht erst vom Samenkorn zu einer gestandenen Paprika Pflanze werden müssen. ;) Meistens trägt eine Paprikapflanze im zweiten Jahr sogar mehr Früchte als im ersten Jahr.

    Paprika pflanzen und pflegen ist nicht schwer, wenn du der kleinen Frostbeule ein möglichst warmes und sonniges Plätzchen spendierst. Und Paprika aus eigenem Anbau schmecken einfach unvergleichlich gut! Also ran an die Samentütchen – und vergiss nicht, dir vorher noch schnell den Aussaatkalender herunterzuladen, damit du genau weißt, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist! ;)

    Falls du jetzt Lust bekommen hast, auch noch andere Gemüsesorten anzubauen, lies gerne hier weiter:

    Tomaten pflanzen: Schritt für Schritt zu Traum-Tomaten!

    Gurken pflanzen, anbauen und ernten – die komplette Anleitung!

    Kürbis pflanzen – der komplette Guide vom Säen bis zum Ernten!

    Welche Sorten hast du beim Paprika pflanzen am Start? Ich freue mich, von dir zu hören!

    Kategorie: Garten, Gemüse-Anleitungen

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    7 Kommentare

    1. Claudia sagt

      Hallo Marie,
      ich brauche dringend Deine Hilfe.
      Habe ganz viele “ grüne“ Paprika und Peperoni.
      Hättest Du einen Tipp, wie ich diese noch nachreifen lassen kann.
      Kann mir vorstellen, dass es heuer nichts mehr wird.

      Vielen Dank für Deine Hilfe

      Liebe Grüße
      Claudia

    2. Claudia sagt

      Hallo Marie,
      ich habe diesen Sommer auch Paprika in Töpfen gepflanzt. Jetzt habe ich einen sehr hohen Ertrag an „grünen“ Paprika, diese werden aber nicht rot. Was kann ich tun damit diese rot werden.

      Viele liebe Grüße
      Claudia

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Claudia,
        eine ziemlich gute Methode, um grüne Paprika nachreifen zu lassen, ist die Früchte an der Pflanze ausreifen zu lassen. Dazu solltest du die Pflanze drinnen überwintern. Sie braucht allerdings ein bisschen, so eine Paprika kann ein ziemliches Trödelgemüse sein :) Alternativ würde ich dir ans Herz legen, die Paprika grün zu verarbeiten, also zum Beispiel mit etwas Öl und grobem Salz in der Pfanne anbraten (mmhh!) oder zu einer leckeren grünen Salsa verarbeiten. Einfrieren ist auch eine Option – dann wird sie allerdings nicht rot:)
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    3. Bianca sagt

      Hallo Marie,
      vielen Dank für die wirklich tollen und super hilfreichen Tipps!
      Heute sind mir zwei dicke, lange Zweige mit kleinen bis mittelgroßen grünen Früchten von einer Paprikapflanze abgebrochen. Kannst du mir sagen, ob ich diese Zweige noch retten kann und ob die Früchte gegessen werden können?
      S.O.S. (auch an alle Gartenfreunde)…kennt jemand einen Erste-Hilfe-Tipp?
      Liebe Grüße und vielen Dank, Bianca

    4. Margot sagt

      Hallo Marie, ich ziehe auch Paprika und zwar Spitzpaprika. Den roten Augsburger habe ich in diesem Jahr auch ausgesät und zwar am 09.02.2020, mache das auch nach dem Mond.
      Die ersten Pflanzen konnte ich bereits am Freitag pikieren. Nun stehen meine Töpfchen auf der Fensterbank am Nordfenster unter einer Lampe. Bisher klappt das ganz gut. Später kommen sie in einen Topf. Ist es warm genug bleiben sie draußen und sonst kommen sie ins Gewächshaus.
      Gestern habe ich meine Tomaten ausgesät. In den letzten drei/vier Jahren bin ich mit diesem Zeitpunkt ganz gut gefahren zumal ich sie dann in der Regel so zwischen dem 20. und 25.04. ins Gewächshaus umsetzen kann. Die, die ich im Topf ziehe kommen dann über Nacht noch in den Flur.
      So, jetzt habe ich genug erzählt. LG Margot

    5. Pumpernickl sagt

      Hallo Marie,

      ich gärtnere nach dem Mond. So ist es dieses Jahr Anfang und Ende Feburar für Fruchtgemüse. Wann ist es denn besser? Letztes Saison hatten wir nur ganz wenig rote Früchte. Hab es auf´s Wetter geschoben! Aber vlt. hatte es auch mit dem Aussaatzeitpunkt zu tun- letztes Jahr war es Ende Februar. Wann fängst du denn damit an?

      lg

    6. Andi sagt

      Hallo Marie
      Ich bin hier im Norden Spanien am Gärtnern . Bei meinen ersten Versuchen schaue ich bei den Nachbarn nach deren Erfahrungen und der Praxis. Die pflanzen die Paprika viel dichter – so um die 20-25 cm Abstand zwischen den Setzlingen. Nachdem ich bei dir als zweite Beschreibung nach anderer Seite die doppelte Distanz gelesen habe, bin ich recht unsicher. Was meinst du dazu ?

      Viele Grüsse, Andi

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