Garten, Gemüse-Anleitungen
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Tomaten richtig pflanzen und abhärten

Tomaten pflanzen

Du hast Tomatenpflanzen gekauft oder selbst vorgezogen und möchtest sie jetzt in deinen Garten pflanzen? Das trifft sich gut, hier erfährst du nämlich alles, was du beachten musst, damit deine Tomaten die ganze Saison über gesund bleiben und eine große Ernte abwerfen.

Tomaten sind ein so unglaubliches Gemüse! Bei keinem anderen Gemüse schmeckt man einen so großen Unterschied zwischen den Einheitstomaten aus dem Supermarkt und der Ernte aus dem eigenen Garten.

Also nimm dir die Tipps aus diesem Artikel zu Herzen und pflanz so viele Tomaten wie du irgendwie unterkriegen kannst. :)

Tomaten richtig pflanzen und abhärten: Egal ob im Garten, auf Balkon oder Terrasse , im Tomatenhäuschen oder Gewächshaus: Wenn du Tomaten pflanzen willst, gibt es einiges zu beachten, damit die Pflanzen gesund bleiben und eine gute Ernte abwerfen. #Wurzelwerk #Tomaten #Garten #Balkon
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Pssst:

Du liest gerade den zweiten Teil in meiner Tomaten-Artikelserie. Wenn du den ersten Teil noch nicht kennst: Hier erfährst du, wie du kräftige Tomatenpflanzen im Haus vorziehst!

Vor dem Pflanzen solltest du deine Tomaten abhärten

Wusstest du, dass Pflanzen einen Sonnenbrand bekommen können? Deine Tomatenpflänzchen waren bisher noch nie echtem Sonnenlicht ausgesetzt und würden mit Wachstumsstockungen reagieren, wenn du sie von einem auf den anderen Tag ins pralle Sonnenlicht pflanzt.

Die Jungpflänzchen kennen auch keinen Wind und keine starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Sprich:

Deine Babys wollen langsam an das Erwachsenensein herangeführt und nicht einfach von einem auf den anderen Tag vor die Tür gesetzt werden. Deswegen solltest du ungefähr eine Woche vor dem Pflanztermin mit dem sogenannten „Abhärten“ beginnen.

Dafür stellst du deine Pflanzen am ersten Tag ein, zwei Stunden nach draußen, damit sie erste Erfahrungen mit der großen weiten Welt sammeln können, danach holst du sie wieder ins Haus.

Am nächsten Tag können sie schon etwas länger draußen bleiben und vom dritten Tag an kannst du sie von morgens bis abends draußen lassen. Und nach einer Woche sind sie dann gut gerüstet für das Erwachsenensein und bereit, ausgepflanzt zu werden.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Tomaten zu pflanzen?

Falls du zu den Glückspilzen zählst, die ein Gewächshaus ihr Eigen nennen, kannst du deine Tomaten schon ab Mitte April pflanzen.

Wenn du Tomaten im Freiland, auf dem Balkon oder im Tomatenhäuschen pflanzen möchtest, solltest du aber bis Mitte Mai damit warten. Nach den Eisheiligen kannst du dann ziemlich sicher sein, dass die Nächte frostfrei bleiben, und die Tomaten dürfen nach draußen-

Der beste Standort für Tomaten?

Tomaten haben eine sehr gefürchtete Krankheit: die Braunfäule, die die Pflanzen vor allem dann befällt, wenn die Blätter über einen längeren Zeitraum feucht sind, zum Beispiel bei Regen. Ich lege dir deswegen sehr ans Herz, deine Tomaten in irgendeiner Form überdacht anzubauen.

Dafür brauchst du nicht zwangsläufig ein Gewächshaus, ein Tomatenhäuschen reicht völlig aus, oder ein überdachter Platz auf der Terrasse. Wir haben auch schon tolle Tomaten in Töpfen an der Südseite unseres Hauses angebaut, wo sie durch einen Dachvorsprung vor Regen geschützt waren.

Es gibt zwar Sorten, die einigermaßen freilandtauglich sind, aber in einem verregneten Sommer fallen auch die relativ schnell der Braunfäule zum Opfer und werfen im Zweifel so gut wie keine Ernte ab.

Tomaten sind außerdem sehr wärme- und lichtbedürftige Pflanzen, dein Tomatenbeet sollte also möglichst den ganzen Tag über in der prallen Sonne liegen.

Tomaten mögen einen mittelschweren, möglichst tiefgründigen, humusreichen und gut drainierten Boden.

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    Was ist der richtige Pflanzabstand für Tomaten?

    Mit einem weiten Pflanzabstand von 50 x 60 cm gehst du sicher, dass genug Luft zwischen deinen Tomatenpflanzen zirkulieren kann. Das ist super wichtig, um der Braunfäule vorzubeugen.

    Wie pflanze ich Tomaten?

    Wenn du ein Tomatenhäuschen oder Gewächshaus hast, solltest du deine Tomaten weit genug von der Folie oder dem Glas entfernt pflanzen. Wenn die Blätter dauerhaft Kontakt zur Folie oder zum Glas haben, fördert das nämlich Pilzkrankheiten.

    Deine Tomaten pflanzt du am besten etwas tiefer als im Topf ein, weil sie dann noch mehr Wurzeln ausbilden. In das Pflanzloch kannst du ein paar Hornspäne als Langzeitdünger geben.

    Alle Blätter, die den Erdboden berühren, solltest du abknipsen. Danach drückst du die Erde um die Pflanze herum vorsichtig an und gönnst jeder deiner Pflanze eine ordentliche Portion Gießwasser.

    Die richtige Rankhilfe für Tomaten

    Buschtomaten und Wildtomaten kommen ohne Rankhilfe aus, die allermeisten Tomatenpflanzen werden aber eintriebig angebaut und brauchen dann unbedingt eine Stütze, an der sie hochwachsen können und an der du sie im Lauf des Sommers immer wieder befestigen solltest, damit sie nicht abknicken.

    Im Gewächshaus nimmst du dafür am besten Schnüre, die du an der Decke befestigst und die bis zum Boden reichen. Beim Pflanzen befestigst du jeweils eine Schnur mit einer lockeren Schlinge am Wurzelhals jeder Pflanze. Die Pflanzen wickelst du dann regelmäßig um die Schnur, um ihr Halt zu geben.

    Hier ist ein Bild, damit du dir besser vorstellen kannst, wie das aussieht:

    Tomaten pflanzen Rankhilfe

    Im Tomatenhäuschen oder Topf kannst du auch einen Bambusstab, Eisenstangen oder gewundene Tomatenstangen als Rankhilfe benutzen. Hauptsache, der Stab ist lang genug (mindestens 1,80 m) und du bindest die Pflanzen regelmäßig an der Stange fest, sodass der obere Teil im Wind nicht abbricht.

    Tadaa, das war’s auch schon! Wenn du das alles beachtest, bist du gut aufgestellt für eine reiche Tomatenernte. Dann gilt es nur noch, sich gut um die Pflänzchen zu kümmern, damit sie gesund bleiben und über einen langen Zeitraum tragen.

    Deswegen zeige ich dir hier drei Pflegearbeiten, die dich weniger als eine Minutue pro Pflanze und Woche kosten und dafür sorgen, dass du der Braunfäule vorbeugst und größere, aromatischere Früchte erntest.

    Kategorie: Garten, Gemüse-Anleitungen

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines fünfjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    1 Kommentare

    1. Susanne sagt

      Hi Marie
      Ganz herzlichen Dank für deinen informativen blog😊 es ist sehr wertvoll von denErfahrungen und dem Wissen anderer GärtnerInnen profitieren zu dürfen. Letzten Herbst habe ich mit den jüngsten Kindern unserer Schule mit den Vorbereitungen eines Schulgartens begonnen. Den Vorfrühling haben wir genutzt, um im Klassenzimmer zu säen, zu pikieren und Kartoffellichtkeimlinge zu ziehen. Jetzt kommt die Zeit in welcher wir terra preta in den Boden einarbeiten und anhand der Pflanzenfreundschaften den Pflanzplan erstellen. Mit Begeisterung sind alle dabei und wir lernen laufend dazu…….
      Herzlichst
      Susanne

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