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Tomaten nachreifen lassen: Bis Weihnachten eigene Tomaten essen!

Nachreifende Tomaten

Im Herbst hängen noch jede Menge grüne Tomaten an deinen Sträuchern, die du nachreifen lassen willst? Dann bist du hier genau richtig! Im Internet findet man so einige Anleitungen, um Tomaten nachreifen zu lassen, die ich nicht unterschreiben kann – deswegen wird es höchste Zeit für einen Artikel zum Thema „Tomaten nachreifen“, in dem ich euch zeige, wie einfach das sein kann und dass ihr viele unnötige Schritte einfach weglassen könnt. :)

Ich lasse meine Tomaten jedes Jahr auf diese einfache Art nachreifen. So essen wir bis Weihnachten oder manchmal sogar ins neue Jahr hinein immer noch Tomaten aus dem eigenen Garten.

Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Wann werden die Tomaten abgeerntet?

Sobald es mehrere Tage unter 10 Grad kühl ist, solltest du deine letzten Tomaten ernten. An den Sträuchern reifen sie dann nämlich nicht mehr, und bevor sie der Krautfäule zum Opfer fallen oder verrotten, holst du die unreifen Tomaten lieber sind Haus.

Wenn deine Tomatenpflanzen in einem Gewächshaus stehen, dann kannst du sie natürlich etwas länger beernten als im Freiland. Aber falls dein Gewächshaus nicht beheizt ist, ist auch dort irgendwann Schluss und du solltest dir Gedanken machen, was du mit deinen grünen Tomaten machen möchtest.

Mythos 1: Tomaten zum Nachreifen in Zeitungspapier einwickeln

Häufig lese ich, dass man jede Tomate zum Nachreifen einzeln in Zeitungspapier einwickeln soll. Das habe ich noch nie gemacht, und ich weiß auch nicht, wieso man sich die Arbeit machen sollte, denn es funktioniert auch ganz ohne Zeitungspapier. ;)

Pssst: Falls du lieber Videos schaust als Texte liest, ist hier mein YouTube-Video zum Nachreifen von Tomaten:

Mythos 2: Tomaten reifen im Hellen nicht nach

Auch steht häufig geschrieben, dass die Tomaten zum Nachreifen auf keinen Fall im Hellen gelagert werden dürfen. Das stimmt so aber auch nicht. Wir lagern unsere Tomaten immer im Hellen und hatten damit noch keine Probleme.

Tomaten easy-peasy nachreifen lassen

Wenn du deine grünen Tomaten nachreifen lassen möchtest, leg sie einfach dort aus, wo du Platz hast. Am besten sortierst du faule oder verletzte Tomaten vorher aus. ;)

Du kannst die Tomaten einfach in die Küche oder in die Speisekammer legen, dann reifen sie dort nach. Ich lege manchmal noch ein Geschirrtuch unter, falls doch mal eine dabei ist, die fault, sodass die Oberfläche, auf der die Tomaten liegen, nicht matschig wird, aber normalerweise passiert das nicht.

Tomaten gestaffelt nachreifen lassen

Damit wir über einen langen Zeitraum immer noch eigene Tomaten essen können, staffeln wir das Nachreifen, sodass zu unterschiedlichen Zeitpunkten immer wieder Tomaten reif werden. Je kälter du deine Tomaten lagerst, desto langsamer reifen sie nämlich nach.

Dafür suchst du einfach ein paar Orte in deinem Haus oder in deiner Wohnung, an denen unterschiedliche Temperaturen herrschen. Bei 20 Grad reifen die Tomaten innerhalb von ein paar Tagen nach und du kannst sie gleich essen. Je kühler der Ort zum Nachreifen ist, desto langsamer ist der Reifungsprozess.

Wir haben einige Tomaten extra in die warme Küche gelegt, damit sie schneller reifen und zusätzlich haben wir eine andere Portion von Tomaten in den kühlen Flur gelegt, damit sie ein bisschen langsamer nachreifen und wir ungefähr noch bis Weihnachten eigene Tomaten essen können.

Kleiner Tipp: Wenn du es ganz eilig hast, leg einen Apfel zwischen deine Tomaten. Der sondert nämlich das „Reifungshormon“ Ethylen ab, das deine Tomaten ruckzuck nachreifen lässt.

Grüne Tomaten verarbeiten

Du kannst deine grünen Tomaten aber auch sofort verarbeiten. Ein Chutney aus grünen Tomaten ist super lecker, das mache ich total gerne, wenn wir richtig viele grüne Tomaten haben.

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    Hast du noch andere Ideen, um Tomaten nachreifen zu lassen? Oder sogar ein leckeres Rezept für Chutney aus grünen Tomaten? Ich freue mich über deinen Kommentar!

    Kategorie: Garten

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines fünfjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    2 Kommentare

    1. Babsi sagt

      Hi Marie,

      vielen Dank für deine Tipps!
      Hab dieses Jahr auch mal versucht Tomaten nachreifen zu lassen. Bei einigen ist es gelungen, andere waren dann leider verfault oder verschimmelt ider haben schlichtweg nicht mehr geschmeckt – besonders die Golden Currant Wildtomaten. Kann das sein, dass wenn sie nicht ihre volle Größe erreicht haben, dass sie nicht nachreifen können?

      Ein Chutney aus grünen Tomaten? Aber grüne Tomaten sind doch giftig?

    2. Vielen Dank für den Tipp mit den unterschiedlichen Temperaturen, dass das so viel ausmacht war mir nicht bewusst. Ist auch einfacher als die 800 anderen Tipps, die ich inzwischen versucht habe (alle ohne Erfolg, muss ich dazu sagen). Vielleicht schaffe ich es so sogar, das Nachreifen auf ein paar Tage genau auszurechnen, wir haben nämlich das Problem, dass sich in einem kälteren Herbst die Ernte mit unserem jährlichen Familienurlaub in Südtirol zu meinem Geburtstag überschneidet; weder den zu verschieben, noch vorher alles unreif aufzuessen, noch danach zwei Drittel der gefaulten wegzuwerfen ist wirklich das wahre. Wenn ich ein Plätzchen im Haus finde wo sie in 11-13 Tagen soweit reifen wie wir sie mögen wäre das Problem gelöst :D

      Rezept für Chutney habe ich keins, ich lege sie wenn dann meist einfach in Essig ein. Das stellt einen allerdings vor das Problem, dass man nicht mehr als ca. 100g am Tag essen sollte (wegen dem Solanin). Die sind aber so lecker dass man ein ganzes Kilo-Glas locker verputzt ;)

      LG Tammy

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