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Tomaten anbauen: Die 7 wichtigsten Tipps für eine große Ernte!

Tomaten anbauen

Bist du auch schon so voller Vorfreude, weil die Tomatenschwemme langsam, aber sicher an die Tür klopft? Meine Tomaten sind mir schon längst über den Kopf gewachsen und hängen über und über voll mit leckeren Tomaten. 

Sooo gut! :)

Damit deine Tomatenpflanzen auch richtig gut wachsen, habe ich dir hier meine sieben wichtigsten Tipps zum Tomaten-Anbauen zusammengestellt, sodass der Ernteschwemme nichts mehr im Weg steht.

Und zwar ganz egal, ob du die Tomaten im Freiland, Hochbeet, Gewächshaus oder im Topf anbaust. ;) Let’s go!

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Tipp #1: Immer mehr Tomaten anbauen, als du planst!

Es ist super praktisch, immer etwas mehr Tomaten anzubauen, als man eigentlich plant. Denn falls einzelne Jungpflanzen nichts werden, weil du sie zu früh in die Freiheit entlassen hast oder die Krautfäule bei dir einfällt und einige deiner Tomaten dahinrafft, dann hast du immer noch genug Pflanzen übrig. 

Ich hätte es mir auf jeden Fall schon manchmal gewünscht, noch ein paar Tomatenpflanzen mehr in petto zu haben. ;)

Und wenn doch alles gut geht, kochst du die Überschüsse einfach zu leckerer Tomatensoße ein! Dazu gibt’s nächste Woche übrigens ein Einkoch-Rezept hier auf dem Blog.

Tipp #2: Bau Tomaten an, nicht Blätter!

Tomaten wollen luftig wachsen und die Blätter sollten den Boden am besten nicht berühren. Deswegen ist es super wichtig, ab und an ein paar Blätter von den Tomatenpflanzen zu entfernen. Auf diese Weise kann ganz viel Luft zwischen den Pflanzen zirkulieren und die Blätter trocknen schneller ab, wenn sie mal nass geworden sind. 

Tomaten anbauen

Glaube mir, das sind richtig sinnvolle Maßnahmen, um der gefürchteten Kraut- und Braunfäule vorzubeugen und gesunde Tomatenpflanzen anbauen zu können!

Wenn deine Tomaten sehr buschig wachsen oder übermäßig viele Blätter haben, brichst du einfach immer wieder mal ein bis zwei Äste heraus. Aber achte darauf, dass du während der Tomaten-Pflege nur maximal drei Äste oder große Geiztriebe auf einmal herausnimmst, sonst ist das zu viel Stress für die Tomatenpflanze und die Früchte platzen schneller auf.

Und noch ein Tipp:

Falls sich deine Tomatenpflanzen schon eine Krankheit oder Schädlinge eingefangen haben, packe die kranken Blätter nicht auf deinen regulären Kompost. Ich habe einen extra Kompost für Unkraut und kranke Pflanzenteile, der gaaanz weit hinten in einer entlegenen Ecke im Garten steht, damit sich die Schädlinge und Krankheiten nicht über den Kompost in den Beeten verteilen.

Mehr Lust auf Video statt Text? Dann schaue dir die YouTube-Variante dieses Artikels an!

Tipp #3: Tomaten so gut geschützt wie möglich anbauen!

Tomaten mögen eine Sache überhaupt nicht: nass zu werden! Darum ist es super sinnvoll, Tomaten unter einem Schutzdach anzubauen. Dabei ist es erstmal egal, ob das ein Gewächshaus oder der Dachvorsprung an der Südseite des Hauses ist – Hauptsache, deine Tomaten kriegen nicht ständig Regen ab. 

Als wir vor ein paar Jahren einen total regenreichen Sommer hatten, sind uns die Tomaten so schnell von der Braunfäule hingerafft worden, da konnte ich fast bei zuschauen und wir haben kaum Tomaten ernten können. Das war auch ein entscheidender Grund, mir mein schniekes Gewächshaus zu gönnen. ;)

Kleiner Tipp: Wenn du keine Möglichkeit hast, deine Tomaten geschützt anzubauen, dann ist es klug, sich für den Anbau von Kraut- und Braunfäule toleranten Freiland-Tomaten zu entscheiden. Mit der Sorte „Primabella“ habe ich gute Erfahrungen gemacht. Die ist etwas hartschaliger, aber dafür super robust!

Tipp #4: Tomatenpflanzen brauchen regelmäßig Futter!

Tomaten sind richtig hungrige Pflanzen und möchten regelmäßig gedüngt werden, damit sie dich mit einer reichen Tomatenernte beglücken können. Am Anfang habe ich den Fehler gemacht und die Tomaten nur zur Pflanzung gedüngt und mich dann gewundert, warum die große Ernteschwemme ausbleibt. 

Heute bin ich klüger und weiß, dass es super wichtig ist, die Tomaten regelmäßig zu düngen. 

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, wie meine ausgeklügelte Tomatendünger-Mixtur aussieht, bitte einmal hier entlang

Tipp #5: Tomaten regelmäßig ausgeizen!

Tomaten bilden in den Blattachseln immer wieder neue Geiztriebe, die du in einem möglichst jungen Stadium entfernen solltest – das nennt man Ausgeizen!

Auf diese Weise erziehst du Tomaten mit nur einem Haupttrieb. Das hat den Vorteil, dass sie luftig wachsen und all ihre Energie in die Früchte stecken können. Dadurch bleiben deine Pflanzen gesünder, die Früchte reifen besser aus und du tust dich insgesamt mit dem Tomatenanbau leichter.

In Gärtnereien werden Tomaten auch häufig mit zwei Trieben erzogen, das sind in der Regel aber veredelte Tomatenpflanzen, die sehr wüchsig sind und immer im Gewächshaus angebaut werden. 

Wenn du Buschtomaten anbaust, brauchst du dir keine Gedanken, um das Ausgeizen zu machen, denn die werden nicht ausgegeizt. Du erkennst Buschtomaten an ihrer Wuchsform: Sie wachsen eher in die Breite als in die Höhe. Falls du dir unsicher bist, ob deine Tomate eine Stab- oder Buschtomate ist, schau am besten mal auf das zugehörige Saatguttütchen.

Tipp #6: Good Vibrations – Der Zahnbürstentrick!

Wusstest du, dass Tomatenpflanzen die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane in einer Blüte haben? Damit der Pollen vom männlichen Teil in den weiblichen Teil transportiert wird, braucht es eine Erschütterung oder Vibration, die normalerweise von Insekten ausgeführt wird, wenn sie auf den Blüten landen.

Insbesondere, wenn du deine Tomaten im Gewächshaus anbaust, wohin sich kaum ein Insekt verirrt, lohnt es sich, ein bisschen nachzuhelfen:

Dafür hältst du einfach eine eingeschaltete elektrische Zahnbürste (ohne Aufsatz) für zehn bis zwanzig Sekunden an den Blütenstängel und sorgst so für einen gesicherten Pollentransport.

Tomaten anbauen

Das lohnt sich aber nicht nur im Gewächshaus, sondern durchaus auch bei Freilandtomaten. An regnerischen Tagen sind nämlich häufig nicht so viele Insekten unterwegs und außerdem gibt es auch schmackhaftere Blüten, als die Tomatenblüten, in deinem Garten.

Falls du keine elektrische Zahnbürste besitzt, kannst du die Stängel deiner Tomaten auch regelmäßig schütteln – aber nicht zu fest. Sei lieb zu deinen Tomatenpflanzen! :)

Meiner Erfahrung nach kannst du auf diese Weise den Ertrag von deinen Tomatenpflanzen verdoppeln, wenn nicht sogar verdreifachen. Fantastisch, oder? Wenn du nochmal ganz ausführlich nachlesen möchtest, wie dieser verrückte Trick mit der Zahnbürste funktioniert, dann schau dir gerne den passenden Artikel an. 

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    Tipp #7: Wissen bewahren – bewährte Tomatensorten aufschreiben!

    Es gibt so unendlich viele Tomatensorten da draußen! Mit der Zeit wirst du deine Lieblingssorten finden, die dir entweder frisch besonders gut schmecken oder die den allerbesten Geschmack für deine eingekochte Tomatensauce mitbringen. 

    Und dann wäre es natürlich schlau zu wissen, welche Tomatensorten man da überhaupt angebaut hat. ;)

    Ich habe dieses Jahr leider den Fehler gemacht und einen Stift benutzt, der sehr schnell von den Schildchen abgewaschen wurde. Das ärgert mich wirklich super arg, weil ich dieses Jahr so einige neue Sorten im Gewächshaus angebaut habe und jetzt einfach nicht mehr weiß, welche das genau sind. Da werde ich wohl nochmal recherchieren müssen, und die Arbeit kann man sich echt sparen!

    Darum schreib dir am besten mit einem geeigneten Stift auf, welche Tomatensorte du wo gepflanzt hast. Wir bewerten die neuen Tomatensorte auch gerne nach der Ernte, um herauszufinden, welche Tomatensorten uns am besten schmecken.

    Von deinen allerliebsten Tomatensorten kannst du dann easy peasy Samen nehmen und sie wieder und wieder anbauen – oder einfach dasselbe Saatgut nachkaufen.

    Kleiner Tipp am Rande: Verwende für die Beschriftung am besten einen Bleistift, der bleicht nicht so schnell aus und wäscht sich auch nicht gleich ab. ;)

    Hole dir meine komplette Anleitung, um richtig gute Tomaten anzubauen!

    Ich habe alle meine Tomatentipps gebündelt und in einer Anleitung zusammengefasst. Die kannst du dir gerne kostenlos herunterladen. Das ist ein ganzer Leitfaden, indem du alles findest, was du über den Tomaten-Anbau wissen musst. Ein Hoch auf die nächste Tomatenschwemme!

    Hast du noch mehr Tipps rund um das Thema Tomaten anbauen? Dann lass gerne einen Kommentar da, dann können wir alle voneinander lernen! :)

    Kategorie: Garten

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines fünfjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    10 Kommentare

    1. gerald sagt

      Paradeiser und Regen: ich wohne in Niederösterreich, südl von Wien, Grenze vom Wienerwald zum pannonischen Becken. ich hab keine einzige Paradeispflanze unter Dach und kann während der letzten fünf Jahre über keine der Krankheiten klagen. Einzig im Frühling während der ersten drei, vier Wochen schütze ich sie vor Sturmwind und Starkregen. Sobald die Pflanzen ca ein Meter hoch sind, stehen sie im Beet oder Kübel im Freien. Was ich allerdings auch mache, die unteren Triebe regelmäßig ausbrechen, damit es keinen Bodenkontakt gibt. Alles Gute bei eurer Ernte.. Gerald

    2. Elisabeth Schnizer sagt

      Leider treiben meine Tomaten riesige Blätter, die ich schon im frühen Stadium regelmäßig kürze. Der Ertrag ist recht unterschiedlich, selbst an Tomaten, die direkt nebeneinander stehen. Eine hängt voll, die daneben blüht kaum (liegt also nicht an der Befruchtung). Dann hab ich eine tolle Mutation: Eine schon mehrere Jahre durch immer eigene Samen gezogene Riesentomate mit bisher Früchten von bis zu 13oo g hat dieses Jahr mittelgroße längliche Früchte mit einer kleinen Spitze. Die werde ich unbedingt weiter kultivieren. Sie bringt auch einen sehr guten Ertrag.
      Aber was mach ich falsch, dass ich so üppige Blätter bekomme?

    3. Judith sagt

      Ich baue meine Tomaten im Kübel an und habe dieses Jahr mit einem wasserfesten Stift große Holz – Etiketten gemacht, aus Holzresten von meinem Kaminholzstapel.

    4. Annedore sagt

      Hallo Marie,
      wie finde ich die Tomatendünger Mixtur? Klingt sehr spannend.
      Der Link zu den zusammengefassten Tomatentipps geht leider ins Leere.
      Ansonsten bin ich sehr froh, dich damals auf YouTube gefunden zu haben und bin inzwischen auch in dem Einkochkurs.
      Grüße aus Regensburg,
      Annedore

    5. Monika sagt

      Ich spritze meine Tomaten auch mit Zwiebelauszug und verdünnter Milch, das ist gegen Pilzerkrankung. Hat sich gut bewährt.
      Rezepte sind im Internat zu finden.

    6. Jana Köbsch sagt

      Um sich deine tollen Düngertipps anzuschauen, fehlt leider der Link in diesem Beitrag („hier entlang“ ist nicht verlinkt), zumindest auf meiner iOS Version…
      Herzliche Grüße und vielen Dank, deine Tipps sind nicht nur wertvoll, sondern sie motivieren auch, sich um den Garten zu kümmern. Mitstreiter sind immer wichtig, Jana

    7. Stephie sagt

      Hallo Marie,
      wie immer ist dein Video voller hilfreicher Tipps!
      Leider funktioniert der Link zum Runterladen des „Tomaten-Masterplans“ nicht.
      Deinen Videovorschlag zum Erhalten von Saatgut finde ich fantastisch!
      Viele liebe grüße und vielen Dank!
      Stephie

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