Garten, Gemüse-Anleitungen
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Kräftige Tomaten selber ziehen und pikieren

Tomaten selber ziehen

Du möchtest deine Tomaten selber ziehen, und zwar so richtig gut? Sodass du am Ende kräftige, gesunde Pflanzen in deinen Garten setzen kannst, die ordentlich Ertrag abwerfen?

Perfekt! Hier erfährst du nämlich alles, was du wissen musst, damit das auch gelingt.

Kräftige Tomaten selber ziehen und pikieren: Wie du Tomaten im Haus aussäst und warum du das uaf keinen Fall an der Fensterbank machen solltest. #Wurzelwerk #Garten #Gemüsegarten
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Tomaten Schritt für Schritt selber ziehen

Wann soll ich Tomaten aussäen?

Tomaten sät man am besten Anfang bis Mitte März. Vielleicht bist du vor lauter Garten-Vorfreude versucht, mit dem Aussäen schon im Januar anzufangen, aber glaub mir: Wenn du deine Tomaten zu früh aussäst, müssen sie viel zu lange „ausharren“, bis sie Mitte Mai endlich nach draußen dürfen und sind dann längst nicht mehr so kräftig wie später gesäte Pflanzen.

Die richtige Erde

Du kannst für deine Tomaten eine fertige Anzuchterde verwenden. Wir nehmen stattdessen gerne gut gesiebten, reifen Kompost – das funktioniert unserer Erfahrung nach noch besser.

Tomatensamen vorkeimen?

Wenn du möchtest, kannst du deine Tomatensamen vorkeimen. Dann gehen mehr Pflanzen auf und sie haben einen Wachstumsvorsprung. Hier erfährst du, wie man das genau macht:

Samen vorkeimen – Schnellstart für deine Gemüsepflanzen

Wie aussäen?

Du füllst einen größeren Topf oder eine Aussaatschale mit Erde und feuchtest sie gut an. Wichtig ist, dass das Gießwasser ablaufen kann, das Gefäß sollte also auf der Unterseite Löcher haben.

Dann verteilst du die (vorgekeimten) Samen auf der feuchten Erde, sodass sie ungefähr 1 cm Abstand zueinander haben. Jetzt bedeckst du sie ungefähr 1 cm dick mit Erde, drückst das Ganze vorsichtig an und wässerst das Töpfchen mit einer sanften Brause. Ein zu starker Wasserstrahl würde deine Samen wieder an die Oberfläche spülen.

Dann spannst du eine Frischhaltefolie über das Töpfchen und stellst es an einen warmen Ort. Die Frischhaltefolie sorgt dafür, dass die Erde feucht bleibt und fungiert als kleines Mini-Treibhaus. Tomatensamen haben es beim Keimen nämlich gern behaglich warm. :)

Aussaat nach Mondkalender?

Wenn du magst, kannst du beim Aussäen dabei natürlich an einen Mondkalender halten. Ich verwende den Demeter-Aussaatkalender und schwöre darauf, dass das einen Unterschied macht. Falls du mehr wissen willst, schau mal hier vorbei:

Gärtnern nach dem Mond – Die Aussaattage von Maria Thun

Die richtige Temperatur

Die Keimtemperatur sollte wie eben schon erwähnt hoch sein, 20-24 °C haben Tomaten am liebsten. Danach würden so hohe Temperaturen deinen Tomaten aber schaden. Wenn Tomatenjungpflanzen bei knackigen 20 °C im Wohnzimmer vorgezogen werden, können sie nämlich vergeilen.

Stattdessen solltest du die Pflänzchen lieber in einem kühleren Zimmer anziehen, bei 17 bis 18 °C.

Die Sache mit dem Licht

Tomaten selber ziehen mit Pflanzenlichtern

Tomatenpflanzen brauchen viel Licht. So leid es mir tut, aber wenn du wirklich gute Tomaten selber ziehen möchtest, wirst du dich von der Vorstellung verabschieden müssen, dass eine Fensterbank dafür ausreicht. Selbst an einem Südfenster bekommen deine Tomaten so früh im Jahr noch nicht so viel Licht wie sie brauchen.

Das Ergebnis: Lang gestreckte, lichthungrige, schwächliche Pflanzen.

Deswegen benutzen wir LED-Pflanzenlichter, die wir über den Pflanzen aufhängen. Nicht nur über den Tomaten, über allen Jungpflanzen, die wir selber ziehen. Wir haben diese Lampen seit drei Jahren und der Unterschied, was die Qualität unserer Jungpflanzen angeht, ist wie Tag und Nacht.

Falls du dich wunderst, wieso die Lampen so bunt sind: Sie leuchten in den Lichtfarben, die für das Wachstum der Pflanzen optimal sind.

Tomaten pikieren

Wenn deine Pflanzen die ersten richtigen Blätter nach den Keimblättern bekommen, solltest du sie pikieren. Das bedeutet, dass du einzelnen Tomatenpflanzen vorsichtig mit einem Holzstäbchen aus der Erde hebst (möglichst ohne die Wurzeln zu beschädigen) und dann in einen eigenen Topf umpflanzt. Danach natürlich gut angießen.

Tomaten pikieren

Der neue Topf sollte einen Durchmesser von 9-11 cm haben und mit frischer Anzuchterde oder gut gereiftem Kompost gefüllt sein.  

Kleiner Tipp

Pssst: Wenn einige deiner Tomatenpflänzchen ihre Keimblätter nicht richtig entfaltet haben, solltest du sie aussortieren, weil sie einen deutlich niedrigeren Ertrag aufweisen würden.

Tomatenjungpflanzen düngen

Die meisten Anzuchterden und auch Kompost enthalten nicht so viel Stickstoff wie deine Tomatenpflanzen bis zum Auspflanzen brauchen. Deswegen kannst du deine Tomaten nach drei, vier Wochen mit einem stark verdünnten biologischen Flüssigdünger düngen.

Wenn du Flüssigdünger kaufst, solltest du unbedingt darauf achten, dass auf der Flasche ein Bio-Siegel ist. Es gibt nämlich einige Düngerfirmen, die „auf Bio machen“ und letztendlich die reine Chemiepampe verkaufen.

Gemüsegarten-Beispielplan

Brauchst du noch einen Anbauplan für 2019? Dann kannst du dir gerne meinen Beispielplan herunterladen!

Der Plan so ausgelegt ist, dass du das ganze Jahr über kontinuierlich frisches Gartengemüse erntest (statt einer großen Ernteschwemme) und deine Beete zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt sind.

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    Hast du noch mehr Tipps für alle, die ihre Tomaten selber ziehen wollen? Was sind deine Lieblingssorten? Ich freue mich wie immer über Kommentare!

    Kategorie: Garten, Gemüse-Anleitungen

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines fünfjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    6 Kommentare

    1. KasSandra sagt

      Hallo Lisa.
      Habe das mit den brenneseln auch immer gemacht und seit ein paar Jahren ungereinigte Schafwolle dazu. Bilde mir ein das sie noch besser werden, habe aber noch keine “Vergleiche” angebaut
      Gruß KasSandra

      • Joerg Seltmann sagt

        Habe die Schafswolle als Stickstofflieferant bei meiner Chilizucht benutzt. War sehr zufrieden!

    2. Lisa Erlinger sagt

      Hallo Marie!
      Toller Beitrag! Ich habe selbst mit meiner Mutter einen Ab-Hof-Verkauf von unbehandelten Gemüse bei uns zuhause und finde neue Infos und Inputs immer sehr spannend und wichtig, ich werde deinem Blog sicher folgen :-)

      Wir legen beim Raussetzten unter den Wurzelstock der Paradeiser immer ein paar zerhackte Brennnessel, natürlich mit Erde zwischen Wurzel und Brennnessel um die Wurzeln nicht zu verbrennen. Ist ein toller Wachtumsboost und Immunisierung für die Pflanze!
      Meine Lieblingssorte ist eine ganz alte Russische Riesen Fleischparadeiser :-P die liebe ich!
      Bin gespannt was ich noch so finde bei dir, es ist so toll andere mit der selben Vorliebe zu finden und sich auszutauschen!

      Ganz liebe Grüße,
      Lisa

      • Marie sagt

        Hi Lisa,
        danke für deine tollen Tipps, das werde ich dieses Jahr auch mal ausprobieren!
        Viele liebe Grüße zurück!
        Marie

    3. Hallo Marie
      Absolut Spitze was du machst. Ich kann sehr viel profitieren. Ich finde das absolut nicht selbverstänflich, dass du all dein Wissen einfach so allen zur Verfügung stellst. Zudem noch in dieser ansprechend und professionellen Hompage. Einfach genial, woher nimmst du die Zeit mit einem kleinen Sohn. Das gibt mir viel Hoffnung für die Zukunft, für euch Jungen. Icoch selber bin nicht mehr der Jüngste, im Rentenalter.
      Alles Gute und herzliche Dank Jürg

      • Marie sagt

        Dankeschön für deinen lieben Kommentar, Jürg, das freut mich richtig! :)
        Viele liebe Grüße zurück!
        Marie

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