Garten
Kommentare 12

Keine Zeit, kein Problem! 5 Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten

pflegeleichter-Gemüsegarten-wenig-Aufwand

Du möchtest Obst und Gemüse anbauen, hast aber zu wenig Zeit? Vielleicht kommst du unter der Woche erst spät nach Hause und bist dann zu geplättet, um noch stundenlang im Garten zu schuften. Uns geht es oft genauso, deswegen läuft unser Garten dank ein paar Tricks quasi auf Autopilot.

Ich liebe das Gärtnern, aber ich habe noch viele andere Hobbys und Verpflichtungen und möchte nicht den ganzen Tag damit verbringen. Mein Gemüsegarten muss pflegeleicht sein, also haben wir  ihn uns so eingerichtet, dass wir oft wochenlang nur zum Ernten dort sind (oder um in der Sonne zu liegen).

Gemüse anbauen mit wenig Aufwand – das geht! Und zwar so:

Mulchen

Wenn du nur einen von den Tipps in diesem Artikel umsetzt, dann bitte diesen. Mulch schützt nicht nur den empfindlichen Boden vor Erosion und reichert ihn mit organischem Material an – er spart uns auch unglaublich viel Zeit beim Gärtnern.

Die Mulchschicht sorgt nämlich dafür, dass der Boden selbst in langen Hitzeperioden nicht austrocknet. Wir gießen unsere Gemüsebeete nur dann, wenn wir gerade frisch gesät oder gepflanzt haben. Ansonsten fällt das Gießen komplett weg. Das ist eine immense Arbeitsersparnis!

Keine Zeit fürs Gärtnern? Kein Problem! Hier sind unsere Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten. Gemüse anbauen für Anfänger trotz Vollzeitjob? So klappts! #Gemüsegarten #Garten

Merk dir diesen Artikel auf deiner Gartenpinnwand!

Außerdem unterdrückt Mulch Unkraut. Die Mulchschicht in unserem Garten ist mindestens 20 cm dick, da kommt kaum Unkraut durch. Der Mulch erspart uns also nicht nur das Gießen, sondern auch das Jäten. Das sind die beiden Tätigkeiten, die ich am Gärtnern am wenigsten mag und die am meisten Zeit in Anspruch nehmen. Muss ich nicht mehr machen. Hell, yeah! :)

Falls du wissen willst, mit welchem Material du am besten mulchen solltest und was es sonst noch zu beachten gibt, hier lang. ;)

Der richtige Anbauplan

Den nächsten Tipp habe ich von meiner Freundin Nicole. Wie wir benutzt auch sie den Aussaatkalender von Maria Thun. Das heißt, dass sie Wurzelgemüse wie Möhren oder Rote Bete an Wurzeltagen, Fruchtgemüse wie Tomaten oder Paprika an Fruchttagen und Blattgemüse wie Mangold oder Salat an Blatttagen sät. An diesen Tagen sind die Planetenkonstellationen besonders günstig, um jeweils das Wachstum von Wurzel, Frucht oder Blatt zu fördern. Außerdem gibt es jeden Mont eine zweiwöchige Pflanzzeit, an die wir uns auch weitestgehend halten.

Ganz egal, ob du an die Kräfte von Mond und Sternen glaubst oder ob das für dich esoterischer Unsinn ist, ist der Maria Thun-Kalender als Orientierungshilfe super nützlich. Wir sind auch erst durch Nicole darauf gekommen, dass man ja alle Wurzelgemüse an einem Tag im Monat, alle Fruchtgemüse an einem Fruchttag und alle Blattgemüse an einem Blatttag aussäen kann.

So hat man nur drei Tage Arbeit pro Monat und geht trotzdem sicher, dass man das ganze Jahr über frisches Gemüse erntet. Falls du Hilfe beim Anbauplan-Erstellen brauchst, findest du hier eine Anleitung.

Nicht die ganze Pflanze ernten

Viele Pflanzen wie Salat, Lauch, Spinat, Mangold, Frühlingszwiebeln, frischen Knoblauch oder Basilikum kann man mehrmals ernten, wenn man sie nicht ganz abschneidet. Wenn man genug von der Pflanze stehen lässt, treibt sie wieder aus und liefert eine zweite, dritte oder vierte Ernte, ohne dass man neu aussäen oder pflanzen muss.

Das funktioniert nur, wenn man das Herz, also den Punkt im Zentrum der Pflanze, aus dem neue Blätter herauswachsen, nicht verletzt. Salat, Mangold etc. schneiden wir deswegen ca. drei bis vier cm über dem Boden ab oder ernten nur die äußeren Blätter.

Das Wachstum von Basilikum und anderen Kräutern wird übrigens sogar angeregt, wenn man regelmäßig nur einen Teil davon erntet. Bei Kräutern ernten wir nur das obere Drittel und lassen den Rest stehen.

Mehrjährige Pflanzen anbauen

Am wenigsten Arbeit hat man mit Pflanzen, die man nur einmal pflanzt und die einem Jahr für Jahr wieder eine gute Ernte liefern. Die mehrjährigen Pflanzen in unserem Garten werden einmal im Jahr mit Kompost gedüngt und gemulcht, ansonsten machen sie keinerlei Aufwand.

Gemüsegarten-anlegen-pflegeleicht

Hier ist eine Liste mit mehrjährigen Pflanzen:

  • Obstbäume
  • Nussbäume
  • Beerensträucher
  • Erdbeeren
  • Artischocken
  • Weintrauben
  • Erdmandeln
  • Rhabarber
  • Kräuter
  • Spargel
  • Bärlauch
  • Topinambur

Mischkultur und Kulturschutznetze

Pflanzenkrankheiten und Schädlinge zu bekämpfen, kann sehr zeitaufwändig sein. Kohl beispielsweise zieht Schädlinge nur so an, was den Anbau ziemlich kompliziert macht. Deswegen bauen wir Kohl nur noch unter Kulturschutznetzen an, sodass all die Fliegen, Schmetterlinge und Käfer, die es auf unsere Ernte abgesehen haben, außen vor bleiben.

Außerdem setzen wir auf Mischkultur. Das heißt, dass wir Pflanzen nebeneinander anbauen, die sich natürlicherweise gegenseitig die Schädlinge vom Hals halten und Krankheiten entgegenwirken. So haben wir kaum noch Krankheiten und Schädlinge im Garten und können ihn getrost sich selbst überlassen. Wenn du mehr über unser Mischkultur-System wissen möchtest, findest du hier den passenden Artikel.

Selbstversorgung starten

Wenn du also glaubst, nicht genug Zeit für einen Gemüsegarten zu haben, hoffe ich, dass ich dir etwas Mut machen konnte. So viel Arbeit ist das gar nicht. Vielleicht hast du ja Lust, das Gärtnern im neuen Jahr einfach mal auszuprobieren? :)

Falls ja, wird dir mein Anfänger-Guide Selbstversorgung starten bestimmt gefallen. Dort zeige ich dir nicht nur, wie wir unseren Gemüsegarten angelegt haben, sondern auch alle anderen Schritte, die wir in Richtung Selbstversorgung unternommen haben. Trag dich hier ein und du bekommst ihn kostenlos per Email zugeschickt:

Hast du noch mehr Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten? Was machst du, um den Aufwand für deinen Garten so gering wie möglich zu halten? Und falls du noch keinen eigenen Garten hast: Was hält dich davon ab, loszulegen?

Wichtig: Der Link zu dem Aussaatkalender von Maria Thun ist ein Partnerlink zu buch7, einer wunderbaren Alternative zu Online-Giganten wie Amazon. Wenn du über diesen Link einkaufst, wird ein Teil des Kaufpreises an soziale, kulturelle und ökologische Projekte gespendet. Natürlich zahlst du dafür keinen Cent extra. Aber falls du ohnehin nach einem Aussaatkalender suchst: Warum nicht dort kaufen? :)

Kategorie: Garten

von

Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines dreijährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

12 Kommentare

  1. Leona sagt

    …wieder mal richtig gute Tipps :)
    Mich hält nichts mehr ab davon einen Garten anzulegen. 2018 werde ich einen Schrebergarten begärtnern und ich freue mich schon sehr darauf!

    Leo

  2. Vielen lieben Dank für den Artikel :-) Für mich kommt er zur rechten Zeit, denn ich plane gerade das neue Gartenjahr mit der (wundervollen) Einschränkung, dass etwa Anfang Februar das Geschwisterchen zur Welt kommt. Da sind Tipps für einen pflegeleichten Garten sehr willkommen :-)

    Ich sollte wirklich mal in Gemüseschutznetze investieren. Und Mulchen hatte ich mir für dieses Jahr sowieso vorgenommen. Das hab ich in den letzten Jahren nicht gemacht.

    Ich benutze dieses Jahr zum ersten Mal den Kraut&Rüben-Gartenkalender. Da sind auch die Mondtage drin. Und drei Tage säen und pflanzen im Monat sind ja hoffentlich auch mit Säugling möglich :-)

    Liebe Grüße und einen schönen Jahreswechsel,
    Gesa

    • Marie sagt

      Wie schön! Na dass ist doch ein wunderbarer Grund, ein bisschen mehr Laissez-faire-Gärtnern zu betreiben. :)
      Alles Liebe an Dich und Deine Familie und einen guten Rutsch!
      Marie

  3. Pingback: Selbstversorgung für Anfänger – 10 Schritte um loszulegen - Wurzelwerk

  4. Buch7, sehr schön! Seit einer Weile nutze ich das auch privat und für meinen NachhaltigkeitsBlog. Daumen hoch!

    LG und guten Rutsch,
    Kerstin

  5. Pingback: Gärtnern nach dem Mond: Die Aussaattage von Maria Thun - Wurzelwerk

  6. Elamanu74 sagt

    Mulchen ist gut und schön. Leider freuen sich aber auch die Nacktschnecken über den feuchten Unterschlupf. Und die gibts bei uns in rauhen Mengen. Von den Gemüsepflanzen bleibt dann oft wenig übrig….

  7. Ursula Eggert sagt

    hallo, Marie. lese deine Artikel mit Leidenschaft. habe einen 6000 qm. grossen Garten. hatte als wir ihn bekamen keinerlei Ahnung vom Gärtnern. du schreibst immer von Hackschnitzeln ,was genau meinst du damit Gekauften Rindenmulch? etwas selbst hergestelltes

    • Marie sagt

      Hallo Urusula,
      danke, das freut mich! :)
      Mit Hackschnitzeln meine ich keinen Rindenmulch, sondern gehäckselte Zweige, und Holz. Wir bekommen Hackschnitzel umsonst von verschiedenen Baumpfegebetrieben, die froh sind, das Zeug loszusein. Man kann natürlich auch selbst häckseln, aber für uns hat es sich schon oft gelohnt, einfach mal bei diesen Firmen nachzufragen.
      Am liebsten nehme ich Hackschnitzel, die einen hohen Anteil von Blättern haben, weil sie mehr Stickstoff enthalten.
      Viele Grüße!

  8. Pingback: Möglichkeiten zur Selbstversorgung – das komplette Basiswissen - Wurzelwerk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.