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Einkochen von Gemüse in Gläsern – sicher gegen Botulismus

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Beim Thema Botulismus wird vielen Menschen etwas mulmig – und das zu Recht. Denn obwohl die Wahrscheinlichkeit zu erkranken gering ist, fehlt es oft an fundiertem Wissen über die Gefahren beim Einkochen. Zeit, das zu ändern! Was Botulismus eigentlich ist, wie sich das Risiko minimieren lässt und welche Methoden beim Einkochen wirklich sicher sind, erfährst du in diesem Artikel. Die Vorratskammer füllen soll schließlich Spaß machen und keine Angst :) 

Inhaltsverzeichnis
Botulismus – selten, aber ernst 
Warum Einkochen im Wasserbad oft nicht reicht 
Säurearme Lebensmittel sicher einkochen – nur unter Druck! 
Botulismusfreie Alternativen zum Einlegen
Eiskalt oder extra sauer – so klappt’s auch ohne Einkochen
Sicher einkochen mit gutem Gefühl 
FAQ
Vorratskammer starten?

Botulismus – selten, aber ernst

Botulismus ist in Deutschland weitgehend unbekannt – anders als in vielen anderen Ländern, wo deutlich selbstverständlicher mit der Thematik umgegangen wird. Ein bisschen Wissen über Botulismus hilft dabei, sicher und entspannt einzukochen. 

Wenn wir von Botulismus reden, meinen wir damit eine Vergiftung, die durch das Botulinumtoxin verursacht wird. Dabei handelt es sich um ein Nervengift, das vom Bakterium Clostridium botulinum gebildet wird – und zwar, in einer ganz bestimmten Umgebung:

Luftdichte, nicht sehr saure Bedingungen sind genau das, was Clostridium botulinum zur Bildung der giftigen Sporen braucht – und genau diese Umgebung wird beim Einkochen im Glas oft geschaffen, denn viele Rezepte mit Fleisch oder Gemüse enthalten nicht viel Säure.

Das kann theoretisch jederzeit und überall passieren, denn das Bakterium kommt in unserer Umwelt ganz natürlich vor. Übers Gemüse oder Fleisch kann es sich in deinen Kochtopf und in die Einkochgläser schmuggeln – wo es dann zum Verhängnis wird.

Das Problem daran ist, dass das Toxin unsichtbar, geschmacklos und geruchlos ist. Es entstehen oft keine Gase, das Vakuum bleibt intakt – eine gefährliche Kombination, wenn sich das Gift unbemerkt während der Lagerung im Einkochglas bildet. Du merkst gar nicht, wenn du ein betroffenes Glas öffnest und zubereitest. Gemein, oder? 

Psst: Falls du lieber Videos schaust, ist hier die YouTube-Version:

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Warum Einkochen im Wasserbad oft nicht reicht

Vielleicht hast du bisher auch gedacht: „Einmal gut durchgekocht – passt schon.“ Leider nein. Denn Clostridium botulinum ist ziemlich zäh. Es bildet hitzestabile Sporen, die beim normalen Einkochen im Wasserbad locker überleben – selbst bei 100 °C. 

Diese Sporen können in Vorratsgläsern überdauern und unter den richtigen Bedingungen wieder auskeimen. 

Solche Bedingungen entstehen, wenn der Inhalt – wie bei eingekochten Vorratsgläsern – luftdicht verschlossen ist und nur wenig Säure enthält. 

Daher reicht das Einkochen im Wasserbad für säurearme Lebensmittel wie Gemüse und auch Fleisch leider nicht aus. Tomaten sind eine Ausnahme – aufgrund ihres hohen Säuregehalts. Doch auch hier empfiehlt sich, vorsichtshalber Zitronensaft zur pH-Wert-Senkung hinzuzufügen. Das gilt auch für andere Gemüsesorten: Bohnen lassen sich z. B. sicher mit Essig einmachen. Dadurch sinkt der pH-Wert und den Botulinumbakterien wird es zu ungemütlich. 

Du musst dir dabei aber wirklich sicher sein, dass der Inhalt deiner Einkochgläser auch sauer genug ist. Der pH-Wert muss unter 4,5 liegen, überall im Glas. Halte dich da also unbedingt an Rezepte, die sorgsam durchdacht sind und deren Quelle du absolut vertraust. 

Wenn es richtig schön sauer ist, kannst du loslegen: Damit beim Einkochen im Wasserbad auch nichts schief geht, findest Du hier eine praktische Checkliste. Lade sie dir fix runter und dann geht’s ans Eingemachte: 

Falls du schon einen großen Schwung deines Lieblingsrezepts im Wasserbad eingekocht hast und dir jetzt unsicher bist, ob alles seine Richtigkeit hat, dann musst du deine Vorräte nicht wegschmeißen. Du solltest den Inhalt aber auf gar keinen Fall probieren! Stattdessen lieber ab in einen Topf damit und rauf auf den Herd!

Denn das Toxin selbst ist nicht hitzeresistent. Eine sichere Methode zur Inaktivierung des Botulinumtoxins ist deshalb das sprudelnde Aufkochen des Inhalts für mindestens 10 Minuten. Dabei muss die Kerntemperatur des Lebensmittels wenigstens 85 °C erreichen. Die 10 Minuten bieten dabei eine extrem hohe Sicherheit. Die erforderliche Kerntemperatur ist verständlicherweise bei Brühe schneller erreicht als bei Rouladen. Daher wurde auf Nummer sicher gegangen und eben die 10 Minuten festgelegt. (USDA, CDC, BfR, RKI)

Säurearme Lebensmittel sicher einkochen – nur unter Druck!

All jene Rezepte und Lebensmittel, die einen höheren pH-Wert haben (also nicht sonderlich sauer sind) musst du beim Einkochen stärker erhitzen, damit die hartnäckigen Sporen abgetötet werden. Je nach Rezept müssen dafür Temperaturen von 121 °C entstehen. Das ist im Wasserbad in einem normalen Topf physikalisch leider unmöglich. 

Was hilft? Druck! Nur mit einem Druckeinkochtopf (oder einem entsprechend zertifizierten Schnellkochtopf) lassen sich die nötigen Temperaturen von über 121 °C erreichen. Erst da wird’s den Sporen zu heiß. 

Allerdings ist nicht jeder Schnellkochtopf dafür geeignet. Nur Modelle, die Druck und Temperatur wirklich zuverlässig halten – am besten mit Anzeige – sind eine Option. Und: Ein größerer Topf lohnt sich! Damit lassen sich gleich mehrere Gläser auf einmal einkochen. 

Wenn du noch auf der Suche nach einem passenden Topf bist, dann schau mal bei uns im Onlineshop vorbei – wir haben nämlich ein Modell gefunden, mit dem wir so richtig zufrieden sind! 

Damit kannst du dann ganz sicher bei dir zu Hause säurearme Lebensmittel haltbar machen – ohne Botulismusgefahr. Juchuuuu! 

Botulismusfreie Alternativen zum Einlegen

Neben dem Einkochen gibt es natürlich noch weitere Methoden, um Gemüse haltbar zu machen – zum Beispiel das Einlegen in Öl.

Aber kannst du dir vorstellen, welche Bedingungen im Gemüse herrschen, das mit Öl luftdicht versiegelt wird? Richtig! Es ist luftdicht abgeschlossen und – ohne Essig oder Zitronensaft – meist auch nicht wirklich sauer. Das bedeutet: Genau das gleiche Problem wie beim Einkochen.

Dass das Einlegen von Gemüse in Öl aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen wird, ist natürlich schade. Die Bedingungen in einem öligen, luftdichten Glas sind nämlich nahezu ideal für Clostridium botulinum – deshalb raten offizielle Stellen wie das BfR davon ab. Zum Glück gibt es aber jede Menge andere Möglichkeiten, Gemüse sicher haltbar zu machen, ganz ohne Gesundheitsrisiko. 

Eiskalt oder extra sauer – so klappt’s auch ohne Einkochen

Brrr… eine besonders einfache und bewährte Methode ist das Einfrieren. Das funktioniert zum Beispiel hervorragend bei Pesto oder klein geschnittenem Gemüse. In der Gefriertruhe herrschen Bedingungen, mit denen Botulismusbakterien nichts anfangen können: Es ist zu kalt, zu trocken und zu luftig. Damit zählt das Einfrieren zu den sichersten Methoden überhaupt, wenn es ums Haltbarmachen geht. 

Auch das Fermentieren ist eine tolle Alternative. Zwar wird hier ebenfalls ein gewisser Luftabschluss geschaffen, aber bei dieser Methode übernehmen nützliche Mikroorganismen die Kontrolle. Die typischen Milchsäurebakterien senken den pH-Wert im Ferment schnell und zuverlässig ab – und genau das macht es Clostridium botulinum unmöglich, aktiv zu werden. So entstehen aromatische, gesunde Fermente, die ganz ohne Risiko auskommen. Gemüse-Gurus lieben diesen Trick ;). 

Pssst: Dieses Rezept für fermentierte Tomaten kann ich nur empfehlen. Es ist superlecker!

Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

Sicher einkochen mit gutem Gefühl

Hoffentlich sind damit die wichtigsten Fragen rund um Botulismus geklärt – und der Grundstein gelegt, damit du beim Einkochen mit einem sicheren Gefühl loslegen kannst. Mit dem nötigen Wissen und den richtigen Methoden steht dem selbstgemachten Vorrat an Gemüse, Saucen und Co. nichts mehr im Weg. 

Einkochen soll schließlich nicht verunsichern, sondern Freude machen – und genau das tut es auch, wenn ein paar einfache Grundregeln beachtet werden. Denn was gibt es Schöneres, als im Herbst ein Regal voller selbst eingekochter Leckereien zu bestaunen? 

Also, besorg dir einen Druckeinkochtopf und sichere Rezepte und leg los! 

FAQ 

1. Wie kommen die Bakterien in mein Glas? 

Clostridium botulinum kommt ganz natürlich überall vor – und kann auch auf Gemüse „mitreisen“. Solange das Gemüse roh gegessen oder gründlich durchgekocht wird, ist das völlig unbedenklich. Erst bei der Lagerung nach dem Einkochen kann es problematisch werden. 

2. Wie kann man Botulismus beim Einkochen vermeiden? 

Botulismus lässt sich vermeiden, indem säurearme Lebensmittel wie Gemüse oder Fleisch nicht im Wasserbad, sondern unter Druck eingekocht werden. Nur im Druckeinkochtopf entstehen Temperaturen von über 120 °C, die hitzestabile Sporen von Clostridium botulinum zuverlässig abtöten. Alternativ dazu sollte der pH-Wert im Glas unter 4,5 liegen – das geht z. B. durch Zugabe von Essig oder Zitronensaft 

3. Warum reicht Einkochen im Wasserbad nicht aus? 

Im Wasserbad werden maximal 100 °C erreicht – das reicht nicht, um die hitzebeständigen Sporen von Clostridium botulinum zu zerstören. Diese Sporen können im Glas überdauern, später auskeimen und das gefährliche Botulinumtoxin bilden. Besonders säurearme Lebensmittel wie Bohnen, Kürbis oder Fleisch sollten daher niemals nur im Wasserbad eingekocht werden. 

4. Welche Temperatur tötet Botulismus-Sporen ab? 

Um die Sporen von Clostridium botulinum sicher abzutöten, sind mindestens 121 °C notwendig. Diese Temperatur lässt sich nur mit einem Druckeinkochtopf oder einem entsprechend zertifizierten Schnellkochtopf erreichen. Normales Einkochen im Topf oder Backofen bleibt unter dieser Schwelle und ist bei säurearmen Lebensmitteln unsicher. Im Backofen erhitzt sich die Luft zwar auf über 100 °C, das Wasser im Einkochglas wird aber nie heißer als 100 °C – das ist physikalisch unmöglich. 

5. Woran erkennt man Botulismus im Einkochglas? 

In vielen Fällen gar nicht. Einige Stämme bilden keine Gase, verursachen keinen Geruch und lassen das Vakuum im Glas intakt. Besonders die sogenannten nicht-proteolytischen Stämme von Clostridium botulinum sind deshalb gefährlich. Ein Glas kann äußerlich völlig in Ordnung wirken – und dennoch toxisch sein. Sicherheit gibt nur das richtige Einkochverfahren. 

6. Welche Lebensmittel darf man nicht im Wasserbad einkochen? 

Säurearme Lebensmittel wie Bohnen, Kürbis, Möhren, Erbsen, Fleisch oder Fisch dürfen nicht im Wasserbad eingekocht werden. Der pH-Wert liegt hier meist über 4,5 – ideale Bedingungen für Botulismusbakterien. Diese Lebensmittel müssen immer im Druckeinkochtopf verarbeitet werden, um sicher haltbar zu sein. 

Vorratskammer starten? 

Psst: In unserem Kurs „Vorratskammer starten“ wird gemeinsam geplant, sortiert, gelagert und eingekocht, was das Zeug hält. Jetzt loslegen und durchstarten :)

Ich möchte dabei sein!  

Wenn du noch ein bisschen Inspiration brauchst dann schau doch mal hier:
 
Leckerer Holunderblütensirup in 5 Schritten: Frühling in deinem Glas!

Tomaten einkochen: 5 super leckere Rezepte!

Gurken einlegen: süß-saure Sommerträume im Glas

Welches Gemüse oder Obst kochst du am liebsten ein?

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Kirschen einkochen

Kirschen einkochen – einfach, schnell und lecker!

Kirschen einkochen macht richtig viel Spaß und ist gar nicht schwer. So kannst du das ganze Jahr über die leckeren roten Kuller schlemmen und hast sofort wieder diesen wunderbaren Geschmack von Sonne und Wärme auf der Zunge! Also nichts wie ran an die Töpfe, jetzt geht´s ans Süßkirschen und Sauerkirschen verarbeiten!

Inhaltsverzeichnis
Kirschen einkochen Schritt-für-Schritt
Süßkirschen oder Sauerkirschen einkochen?
Kirschen + Wasser = Bauchweh?
Kirschen einkochen im Topf
Einkoch-Regel N°1: Immer schön sauber bleiben!
Rezepte zum Kirschen einkochen
Eingekochte Kirschen aufbewahren

Übersicht: Kirschen einkochen Schritt-für-Schritt

Wenn du mit dem Kirschen einkochen gleich loslegen möchtest ohne lange zu fackeln, schau doch mal in diese Tabelle, da habe ich dir alle Schritte zusammengefasst!

Kirschen einkochen Tipps und Tricks
Utensilien bereitstellengroßer Topf, kleiner Topf, Gläser*, Geschirrtuch
Gläser sterilisierenGläser, Gummiringe*, Deckel 5 Minuten in Essigwasser aufkochen
Kirschen einkochen nach Rezept30 Minuten im Wasserbad oder heiß einfüllen
Gläser auskühlen lassenvon ausgekühlten Weckgläsern die Klammern entfernen

Gretchenfrage: Soll ich Süßkirschen oder Sauerkirschen einkochen?

Ob du Süßkirschen oder Sauerkirschen für deine Rezepte verwendest, ist Geschmackssache. Sauerkirschen haben einen doppelt so hohen Säuregehalt wie ihre süßeren Cousinen und verleihen Kuchen und Kompotten ein besonders intensives Aroma. Aber du kannst auch problemlos Kirschen einkochen mit den lieblicheren Süßkirschen!

Fun Fact: Die Schattenmorelle, eine der bekanntesten Sauerkirschsorten, heißt gar nicht so, weil sie auch im Schatten wächst! ;) Ihr französischer Name „Chatel Morel“ wurde wohl einfach ins Deutsche übernommen und angepasst.

Für Apfelmus, Birnen und Pflaumen habe ich übrigens auch super leckere Einkochrezepte für dich!

Hol dir meine erprobten Rezepte zum Haltbarmachen deiner Ernte!

Zu Beginn habe ich super viele Rezepte ausprobiert, um mein Obst und Gemüse haltbar zu machen. Aber ganz ehrlich: umso ausgefallener das Rezept, desto eher wurden die Gläser von meiner Familie – und vor allem von meinem Sohn – nicht angerührt. Aller Anfang ist schwer, aber mittlerweile habe ich raus, was meinen Liebsten gut schmeckt! Welche Gläser voller Köstlichkeiten in unserer Speisekammer keinen Staub ansetzen, habe ich dir in meinem Rezepte-eBook zusammengeschrieben. Und wenn du richtig intensiv einsteigen willst, dann wäre der Onlinekurs »Vorratskammer starten« dein perfekter Begleiter für die Zeit des Haltbarmachens :).

Hier kannst du dir meine sieben Lieblingsrezepte herunterladen:

Gerüchteküche: Kirschen essen + Wasser trinken = Bauchweh?

Du hast bestimmt auch schon das hartnäckige Gerücht gehört, dass Kirschen essen und dann Wasser trinken Bauchweh verursacht. Es stammt vermutlich aus einer Zeit, wo es im Trinkwasser viele Keime gab, vor allem Hefepilze. Die konnten dann unter ungünstigen Umständen dafür sorgen, dass die Früchte Bauchweh verursachten, weil eine Art Gärung in Gang kam.

Aber in der heutigen Zeit darfst du unbesorgt Kirschen essen und danach ein Glas Wasser trinken! Nur wenn du mehr als ein Pfund Kirschen auf einmal verputzt, kann es sein, dass dein Magen davon überfordert ist und zu grummeln beginnt. Das hat dann zwar nichts mit Wassertrinken zu tun, kann einem aber ganz schnell mal passieren, oder? ;)

Und zum Glück bist du ja nicht gezwungen, deine Ernte komplett frisch zu vertilgen – Kirschen einkochen macht die Früchte so haltbar, dass du sie ganz in Ruhe nach und nach verspeisen kannst.

In meinem Artikel Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung habe ich dir kompakt zusammengefasst, worauf du beim Einkochen grundsätzlich achten solltest, damit deine Vorräte lange haltbar bleiben und gut schmecken!

Kirschen einkochen: Korb mit Kirschen im Gras

Kirschen einkochen im Topf – So geht es ganz einfach!

Zum Kirschen einkochen brauchst du gar nicht viel und das meiste davon gibt es sicher sowieso schon in deiner Küche:

  • 1 großer Topf
  • 1 kleiner Topf
  • Einmachgläser*, zum Beispiel vier Stück mit 500 ml Fassungsvermögen
  • 1 Geschirrtuch

Im günstigsten Fall ist der Topf so groß, dass alle deine Einkochgläser auf einmal hineinpassen. Wenn du keinen so großen Topf hast, machst du einfach mehrere Kirschen-einwecken-Durchgänge. ;)

Beim Kirschen einkochen ist es ganz wichtig, dass die Temperatur vom Wasser im Topf und vom Einkochgut jeweils ungefähr gleich ist, wenn die Gläser in den Topf wandern. Gießt du eine heiße Zuckerlösung über deine Kirschen, solltest du das Wasser im Topf also erwärmt haben, bevor du die Gläser hineinstellst.

Um die Temperatur genau kontrollieren zu können, stellst du ein Thermometer ins Wasser. Die vorgegebene Einkochzeit beginnt erst, wenn die erforderliche Temperatur erreicht ist!

Übrigens: Einkochen im Wasserbad und Heißeinfüllen eignen sich nur für Lebensmittel wie Obst, das einen höheren Säuregehalt hat. Für das Einkochen von Fleisch und Gemüse gelten ganz andere Regeln, die du unbedingt beachten solltest! Hierfür benötigst du auch einen Druckeinkochtopf um sie sicher einzukochen.

Gut Kirschen essen mit Einkoch-Regel #1: Immer schön sauber bleiben!

Damit sich deine eingekochten Kirschen-Schätze gut lagern lassen und nicht schimmeln, ist es super wichtig, dass du auf Sauberkeit und Hygiene beim Kirschen einkochen achtest.

Deshalb sterilisierst du Gläser, Gummiringe* und Deckel: Du gibst Wasser mit einem Schwupps Essig in den kleinen Topf, legst sie hinein und kochst das Ganze für fünf Minuten auf.

Die Gläser ohne Deckel kannst du auch 10 Minuten lang bei 180°C in den Backofen stellen. Gummiringe und beschichtete Deckel eignen sich aber nicht für die Backofen-Methode!

Zum Kirschen einkochen kannst du Schraubgläser oder Weckgläser* verwenden. Das ist ganz deinen Vorlieben überlassen!

Kirschen einkochen: Kirschen mit Zucker im Topf

Rezepte zum Kirschen einkochen: Für Süßkirschen und Sauerkirschen!

Das brauchst du für leckeres Kirschkompott:

  • 1 kg Kirschen
  • Zucker nach Geschmack, bewährt haben sich zwischen 200g und 400 g
  • 1 l Wasser

Und schon geht das Kirschen einkochen los:

  1. Deckel und Gummiringe* sterilisieren.
  2. Dann legst du ein Geschirrtuch in einen großen Topf, damit die Gläser nicht direkt auf dem Topfboden stehen, und füllst ihn 15 Zentimeter hoch mit warmem Wasser.
  3. Jetzt wäschst du deine Kirschen, entsteinst sie und verteilst sie so auf die Gläser, dass ungefähr drei Zentimeter Rand frei bleiben.
  4. In einem Topf kochst du einen Liter Wasser auf, gibst den Zucker hinein und rührst, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Mit dieser Zuckerlösung füllst du die Gläser so auf, dass noch zwei Zentimeter Rand frei bleiben. 
  5. Wenn du beim Einfüllen gekleckert hast, wischst du die Ränder mit einem sauberen Geschirrtuch sorgfältig ab.
  6. Jetzt verschließt du die Gläser und stellst sie so in den großen Topf, dass sie sich nicht berühren. Das Wasser sollte ihnen bis zum Hals stehen! ;) Falls es das nicht tut, erhitzt du in einem Wasserkocher noch mehr Wasser und gibst es dazu.
  7. Wenn dein Thermometer 90°C zeigt, beginnt die Einkochzeit von 30 Minuten. Am besten stellst du dir einen Timer und passt gut auf, dass die Temperatur während der gesamten Einkochdauer nicht absinkt. 
  8. Wenn die Zeit abgelaufen ist, kannst du deine Gläser entweder mit einem Glasheber aus dem Topf holen oder du wartest, bis du mit der Hand ins Wasser hineinfassen kannst.

Das Kirschkompott stellst du auf ein Geschirrtuch und lässt es komplett abkühlen. Wenn du Weckgläser verwendet hast, entfernst du nach dem Abkühlen die Klammern*. So kannst du erkennen, ob sich ein Vakuum in den Gläsern gebildet hat.

Wenn sich deine Vorratskammer jetzt nach und nach füllt, wird es schnell unübersichtlich. Deshalb zeige ich dir 7 clevere Tricks für eine gut sortierte Vorratskammer mit denen du ratzfatz Ordnung schaffst und jederzeit den Überblick über deine eingekochten Schätze behältst!

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Auch zur weltbesten Marmelade kannst du deine Kirschen einkochen:

Dazu brauchst du:

  • Einmachgläser
  • 1 kg Kirschen
  • 500g Gelierzucker 2:1
  • 2 Zimtstangen
  • Saft von 1/2 Zitrone

Und los geht’s:

  1. Für dieses Rezept solltest du Schraubgläser verwenden, die du zusammen mit den Deckeln vor dem Einkochen sterilisierst. 
  2. Du wäschst und entsteinst die Kirschen und zerkleinerst sie. Dann füllst du die Kirschen in einen Topf und gibst Zucker, Zimtstangen und Zitronensaft hinzu. 
  3. Wenn alles fünf Minuten brodelnd gekocht hat, entfernst du die Zimtstangen wieder.
  4. Die fertige Marmelade füllst du kochend heiß in die Gläser und verschließt sie sofort. Dann lässt du sie auf einem Geschirrtuch komplett abkühlen.

Noch mehr Tipps und Tricks zum Einkochen im Wasserbad findest du in meinem Artikel Einkochen im Topf – Schritt für Schritt Anleitung!

Wenn du jetzt auf den Geschmack gekommen bist und nicht nur Kirschen einkochen, sondern deine gesamte Ernte haltbar machen möchtest, kann ich dir meinen Onlinekurs »Vorratskammer starten« empfehlen! Im Kurs lernst du, wie du Obst, Gemüse und Fleisch sicher haltbar machst und deinen Vorratsschrank einfach und schnell mit köstlichen Vorräten füllst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

Wie lange kann ich eingekochte Kirschen aufbewahren?

Nach dem Kirschen einkochen sind Kirschkompott und Kirschmarmelade ein Jahr lang (und länger!) problemlos haltbar, wenn du sauber gearbeitet hast. Lagere sie an einem dunklen und kühlen Ort. Der Keller ist dafür ein gut geeigneter Platz!

Wenn du dir aber nicht mehr sicher bist, ob deine verarbeiteten Kirschen noch gut sind, kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • Ist das Vakuum intakt? Aufgegangene Gläser musst du komplett entsorgen.
  • Kannst du Schimmel entdecken? Auch in diesem Fall musst du den Inhalt des Glases unbedingt komplett entsorgen.
  • Riecht dein Eingekochtes so, wie du es erwartest?

Wenn deine eingekochten Kirschen diese Tests wie Einserschüler bestanden haben und auch gut schmecken, kannst du sie bedenkenlos und mit viel Genuss verputzen!

Psst: Lad dir doch noch schnell die Etiketten für deine Gläser herunter, damit du alle Einkoch-Infos gleich zur Hand hast und genau weißt, was du wann genießen solltest! ;)

Kirschen einkochen ist völlig unkompliziert und eine super Methode, um eine reiche Kirschen-Ernte haltbar zu machen. So hast du das ganze Jahr über etwas davon! Und warme Waffeln mit Kirschkompott und Vanilleeis sind doch ein absolut unschlagbares Soulfood, oder?!

Haltbarmachen und Selbstversorgung findest du super spannend? Hier kannst du noch mehr darüber lesen:

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Tomaten einkochen: 5 super leckere Rezepte!

Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

Kirschen einkochen findest du auch super cool? Welche Tipps und Rezepte hast du noch auf Lager? Ich freue mich auf deine Kommentare!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Einkochen für Anfänger: einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung

Einkochen ist nur etwas für echte Küchenprofis? Von wegen! Auch für Anfänger ist Einkochen sehr gut möglich: Es beginnt ganz einfach mit einem Glas eingekochter Zimtpflaumen oder der ersten selbstgemachten Tomatensauce. Doch ehe du dich versiehst, türmen sich Gläser in deiner Speisekammer, und der Duft von eingekochtem Sommer hängt in der Küche :). Mit ein wenig Vorbereitung und der richtigen Methode lassen sich Obst, Gemüse oder sogar ganze Mahlzeiten haltbar machen und über Monate, oft sogar über Jahre, genießen.

Inhaltsverzeichnis
Was bedeutet Einkochen?
3 Einkochmethoden für Anfänger und Fortgeschrittene
Die richtige Ausstattung
Hol dir die Einkoch-Checkliste!
Einkochen Schritt für Schritt
Auf die Temperatur kommts an: Botulismus vermeiden
Geeignete Lebensmittel für Anfänger
Typische Fehler vermeiden
Einfache Rezepte für den Einstieg

Was bedeutet Einkochen?

Einkochen ist eine der ältesten Methoden, um Lebensmittel haltbar zu machen – und gleichzeitig eine der nachhaltigsten. Dabei füllst du frische Zutaten in hitzebeständige Gläser und erhitzt diese für eine bestimmte Zeit. Die Hitze sorgt dafür, dass Keime und Hefen abgetötet werden. Gleichzeitig bildet sich im Glas ein Vakuum, das wie ein Schutzschild wirkt und verhindert, dass neue Bakterien eindringen.

So wandern die Früchte des Gartens oder die Schätze vom Wochenmarkt ins Vorratsregal und bleiben dort über Monate, oft sogar über Jahre, frisch. Einkochen bedeutet also nicht nur Haltbarkeit, sondern auch Vorratsfreude: Die Aromen und Geschmäcker des Sommers zauberst du dir so mitten im Winter noch einmal auf den Tisch.

Schau dir auch gerne das Video an, falls du Lust auf eine kleine Rundtour durch meine Welt des Haltbarmachens hast:

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3 Einkochmethoden für Anfänger und Fortgeschrittene

Mit ‚Einkochen‘ sind eigentlich gleich drei Techniken gemeint: Heißes einfüllen, Einkochen im Wasserbad und Einkochen im Druckeinkochtopf. Welche Methode zum Einsatz kommt, hängt vor allem davon ab, was du einkochen willst:

  • Heiß einzufüllen eignet sich für Lebensmittel, die stark konservierende Zutaten wie Zucker und Säure enthalten. Klassischerweise wird die Methode für Marmelade, Sirup und – je nach Rezept – Kompott oder Apfelmus genutzt. Als einfachste Art des Einkochens ist sie auch für Anfänger prima geeignet.
  • Im Wasserbad einzukochen ist super praktische Methode, denn auf diese Weise kannst du ganz viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten haltbar machen. Die verschlossenen Gläser werden hier im kochenden Wasser noch einmal für eine bestimmte Zeit erhitzt. Diese Methode Einzukochen passt zu allen Erfahrungsstufen – vom Anfänger bis zum Profi.
  • Den Druckeinkochtopf solltest du unbedingt nutzen, um säurearme Zutaten wie Bohnen, Fleisch und Fisch haltbar zu machen. Säurearme Konserven müssen nämlich besonders heiß erhitzt werden, um sicher haltbar zu sein – und das funktioniert nur unter Druck. Weiter unten liest du gleich mehr dazu.

Die richtige Ausstattung

Zum Start brauchst du erstmal keine große Ausstattung. Gläser* mit intakten Deckeln sind die wichtigste Grundlage. Die Gläser sollten in jedem Fall unbeschädigt sein, denn nichts ist ärgerlicher, als wenn das Eingekochte schlecht wird, weil ein Deckel nicht richtig dicht hält.

Insbesondere gebrauchte Schraubgläser solltest du also gut überprüfen. Die sind übrigens nur fürs heiße Abfüllen geeignet. Fürs Wasserbad oder den Druckeinkochtopf sind sie zu dünnwandig und könnten beim Einkochen springen!

Spezielle Einkochgläser sind dickwandiger und kommen mit einer seperaten Gummidichtung daher. Sie werden nach dem Einfüllen immer mit Klammern verschlossen. Für die neuen Weck-Gläser nimmst du zwei kleine Federklammern*, ältere Gläser werden nach dem Einfüllen mit einem Bügel bespannt, den man auch Universalklammer nennt.

Ein richtig großer Kochtopf ist super praktisch fürs Wasserbad – und ein Druckeinkochtopf* bei bestimmten Lebenstmitteln in Bezug auf die Sicherheit ein Muss. Kleine Küchenhelfer wie Trichter oder Glasheber* machen die Arbeit bequemer, aber du kannst sie auch nach und nach dazu kaufen oder dir schenken lassen ;).

Das Tolle am Einkochen ist, dass der Einstieg so einfach ist: Auch als Anfänger kannst du mit einfachen Rezepten ziemlich sicher noch heute und ohne extra Eqiopment einfach loslegen!

Einkoch-Anfänger? Hol dir die Checkliste!

Damit deinem Einkoch-Erfolg nichts mehr im Weg steht, findest du hier eine Checkliste, in der alle Schritte noch einmal übersichtlich aufgelistet sind. All die Informationen können einen erstmal ganz schön erschlagen, aber so schwer ist das alles gar nicht.

Einfach die Checkliste durchgehen, dort ist alles Wichtige für dich zusammengefasst. Wenn du dir die Checkliste herunterlädst, bekommst du außerdem regelmäßig Tipps rund um die Selbstversorgung und verschiedene Haltbarmach-Methoden.

Trag dich hier ein und ich schicke dir die Checkliste per Email zu:

Einkochen Schritt für Schritt

Weil Einkochen im Wasserbad die klassischste Methode ist, legen wir damit heute los. Das Einkochen folgt dabei immer einem klaren Ablauf. Wenn du ihn einmal ausprobiert hast und ein bisschen Routine bekommst, musst du dir darüber bald gar keine Gedanken mehr machen. Und keine Sorge, einkochen ist kein Hexenwerk. Das schaffst du ganz sicher :).

  1. Einkochgläser vorbereiten: Sauberkeit ist hierbei das A und O. Gläser und Deckel gründlich mit heißem Wasser oder in der Spülmaschine reinigen.
  2. Lebensmittel vorbereiten: Obst und Gemüse waschen, schälen, entkernen oder in Stücke schneiden. Am besten suchst du dir vorher schon ein Rezept deiner Wahl heraus. da du in diesem Schritt befolgst.
  3. Befüllen: Alles gleichmäßig in die Gläser füllen. Etwa 2 cm Platz bis zum Rand frei lassen – so bleibt Raum für Ausdehnung beim Erhitzen.
  4. Einkochen: Gläser veschließen und in einen Topf mit Wasser stellen. Das Wasser sollte die Gläser etwa zu drei Vierteln bedecken. Zum Kochen bringen und je nach Rezept die empfohlene Zeit einhalten.
  5. Abkühlen lassen: Gläser vorsichtig aus dem Wasserbad herausnehmen, auf ein Küchentuch stellen und abkühlen lassen. Wenn du nach dem Abfüllen die Klammern entfernst und der Deckel immer noch fest sitzt, hat sich ein Vakuum gebildet – das beste Zeichen für ein gelungenes Einkochen.

Auf die Temperatur kommts an: Botulismus vermeiden

Lebensmittelsicherheit steht beim Einkochen an erster Stelle. Besonders bei Gemüse kann das Bakterium Clostridium botulinum gefährlich werden. Es produziert ein unsichtbares, geschmackloses Gift, das ernsthafte Folgen haben kann. Deshalb ist es wichtig, die empfohlenen Temperaturen und Einkochzeiten einzuhalten.

Für säurearme Lebensmittel wie Bohnen oder Kürbis empfehle ich einen Druckeinkochtopf*. Dort können Temperaturen über 120 °C erreicht werden – nur so wird Botulismus zuverlässig verhindert. Diese Sicherheit schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass die Vorräte nicht nur köstlich, sondern auch absolut unbedenklich sind.

Und da Botulismus so ein großes und wichtiges Thema ist, gibt es hier nochmal einen eigenen Beitrag dazu, sowie ein Video mit vielen wichtigen Infos:

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Geeignete Lebensmittel zum Einkochen für Anfänger

Wenn du gerade neu anfängst ist es hilfreich, mit unkomplizierten Lebensmitteln zu starten. Das Einkoch-Abenteuer soll schließlich Spaß machen :). Äpfel, Birnen, Kirschen und Beeren gelingen eigentlich immer. Auch Tomaten sind ein Klassiker: als stückige Soße, püriert oder mit Kräutern verfeinert.

Mit etwas Routine kannst du dich natürlich auch an verschiedenste Gemüsegerichte wagen. Karotten, Zucchini oder fertige Eintöpfe lassen sich meistens wunderbar einkochen. So entstehen kleine Schatzgläser, die an stressigen Tagen ein schnelles, gesundes Essen ermöglichen.

Such dir aber unbedingt immer verlässliche Rezepte, die dir eine Einkochzeit vorgeben. In meinem Onlinekurs zum Haltbarmachen gibt’s ein ganzen eBook voller Rezepte – und jede Menge Inspiration für die Vorratskammer. :)

Typische Anfängerfehler beim Einkochen vermeiden

Damit das Einkochen sicher und erfolgreich gelingt, hilft es, wenn du die wichtigsten Stolperfallen schon vorher kennst:

  • Unsaubere Gläser: Schon kleinste Reste können Schimmel verursachen.
  • Zu kurze Einkochzeit: Keime überleben und verderben den Inhalt.
  • Beschädigte Deckel: Ohne Vakuum bleibt das Glas nicht haltbar.

Diese Fehler lassen sich leicht vermeiden, wenn du sorgfältig arbeitest. Aber mach dir keine Sorgen: mit jeder Charge wächst die Sicherheit – und bald wird Einkochen zur Routine.

Noch viel mehr Tipps und Tricks zum Haltbarmachen findest du im »Vorratskammer starten«-Onlinekurs! In einfachen Schritt-für-Schritt Anleitungen lernst du da alles, was du wissen musst, um deine Ernte sicher haltbar zu machen. Ob (Druck-)Einkochen, Dörren, Fermentieren oder Heiß abfüllen – du wirst zum Haltbarmachen-Profi und kannst so auch im Winter noch ein Stück Sommer genießen.

Apfelmus ist ein tolles Rezept zum Einkochen für Anfänger!

Einfache Rezepte für Anfänger

Gerade am Anfang helfen einfache Rezepte zum Üben. Und das Ergebnis ist super lecker und schmeckt (fast) allen ;):

  • Apfelmus: Apfelmus schmeckt immer und in vielen Variationen. Es passt prima zu süßen Leckereien wie Waffeln, Kaiserschmarrn oder Pfannkuchen, macht sich aber auch im morgendlichen Porridge oder Müsli ganz wunderbar.
  • Erdbeermarmelade: Erdbeermarmelade ist der pure Sommer auf dem Brot. Einfach nur köstlich süß und unglaublich lecker.
  • Tomatensoße: Meine Lieblingssoße! Einfach und lecker.

Diese Klassiker gelingen zuverlässig und eröffnen dir die Tür zu vielen weiteren Rezepten.

Einkochen ist eine großartige Art und Weise, deine Ernte haltbar zu machen und das ganze Jahr über genießen zu können. Mit wenigen Hilfsmitteln, etwas Zeit und einer klaren Anleitung wird aus frischem Obst oder Gemüse ein Schatz für deine Vorratskammer. Wenn du einmal damit anfängst, merkst du schnell, wie erfüllend es ist, selbstgemachte Vorräte im Regal stehen zu haben – frei von Zusatzstoffen, voller Geschmack und mit dem guten Gefühl, nachhaltiger zu leben.

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Du hast jetzt richtig Lust loszulegen? Hier findest du mehr Inspiration und Information für deine Einkoch-Experimente :)

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Was sind deine Lieblingsrezepte zum Einkochen? Schreib sie gerne in die Kommentare!

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Erdbeermarmelade im Glas

Erdbeermarmelade kochen: 7 Schritte zum köstlichen Fruchtaufstrich!

Erdbeermarmelade gehört doch wirklich zum absolut Köstlichsten, womit du ein Frühstücksbrötchen krönen kannst, oder? ;) Wenn die Erdbeeren also endlich reif sind, wird es Zeit, sie zu Marmelade zu kochen, damit du diese leckeren Früchte das ganze Jahr über genießen kannst. Zum Glück ist das ganz einfach – ich zeige dir, wie es geht!

Inhaltsverzeichnis
Schnell wie der Blitz: So geht Erdbeermarmelade kochen!
Von Grund auf: Erdbeermarmelade selber machen 
Gar nicht ohne: Erdbeermarmelade ohne Gelierzucker
Das lässt sie kalt: Erdbeermarmelade ohne Kochen
Farbe bekennen: Wie bleibt Erdbeermarmelade so schön rot?
Schmeckt nach mehr: Erdbeermarmelade Rezept in drei Variationen

Schnell wie der Blitz: So geht Erdbeermarmelade kochen!

Wenn du schon mit vollem Erdbeerkörbchen in deiner Küche stehst und sofort loslegen möchtest, findest du in dieser Tabelle alles, was wichtig ist, um eine perfekte Erdbeermarmelade zu kochen. Los geht´s! :)

7 Arbeitsschritte zur perfekten ErdbeermarmeladeWas ist zu tun?
Schritt # 1Gläser und Deckel sterilisieren
Schritt # 21 Kilo Erdbeeren vorsichtig waschen und trocknen, die grünen Hüte entfernen und schlechte Stellen herausschneiden
Schritt # 3Erdbeeren in kleine Stücke schneiden
Schritt # 4Erdbeeren in einen Topf geben, Saft und fein geschnittene Schale einer Zitrone hinzufügen, Gelierzucker nach Packungsanweisung hinzufügen
Schritt # 5Alles oder nur teilweise pürieren und mit Zitronensaft und Zucker abschmecken.
Schritt # 63-5 Minuten kochen und dabei ständig umrühren, Gelierprobe machen
Schritt # 7Kochend heiß in die Gläser füllen und Deckel fest zuschrauben.

Das war ganz einfach, oder? Tipps und Tricks zum Einkochen habe ich übrigens in einem eigenen Artikel für dich gesammelt!

Du suchst noch nach Inspirationen zum Einkochen und Fermentieren?

Meine absoluten Einkoch-Geheimtipps sind Zimtpflaumen und orientalisches Birnenchutney – in beides könnte ich mich reinsetzen. ;) Na, bist du neugierig geworden? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner eMail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte-eBook in dein Postfach:

Von Grund auf: Erdbeermarmelade selber machen

Erdbeermarmelade kochen ist ganz einfach, wenn du diese Dinge beachtest:

# 1: Hygiene

Um Erdbeermarmelade zu kochen, die sich lange hält, musst du möglichst hygienisch arbeiten. Das beginnt schon damit, dass du deine gespülten Gläser und Deckel sterilisiert hast, bevor du die Marmelade einfüllst. Auch Arbeitsgeräte wie Schöpfkelle oder Einmachtrichter solltest du mit kochendem Wasser übergießen.

# 2: Erdbeeren sorgfältig putzen

Dann gönnst du deinen Erdbeeren eine Erfrischung, indem du sie kurz in ein kaltes Wasserbad tauchst und sie darin ein wenig herumplanschen lässt. Anschließend dürfen sie auf einem Geschirrhandtuch abtropfen, wo du sie vorsichtig trocken tupfst.

Jetzt befreist du die Früchte von ihren grünen Hütchen und schneidest schlechte oder matschige Stellen großzügig heraus. In kleine Stücke geschnitten wandern die Erdbeeren dann in den Kochtopf.

Kleiner Tipp: Nimm ruhig einen richtig großen Topf, sodass die süßen Früchtchen ihn nur zur Hälfte füllen. Du wirst später sehen, dass die Marmelade beim Kochen ganz schön an Fahrt gewinnt und mächtig hochkocht!

# 3: Alles zusammenmischen und pürieren

Nun reibst du von einer Biozitrone die Schale ab und presst den Saft aus. Zusammen mit dem Gelierzucker kommen Schale und Saft zu den Erdbeerstückchen in den Topf, wo du alles gut miteinander verrührst.

Falls du deine Erdbeermarmelade ohne Stückchen magst, ist nun der richtige Zeitpunkt für den Pürierstab! Er verwandelt im Messerumdrehen alles in eine gleichmäßig feine Masse, die du dann am besten nochmal mit Zucker oder Zitronensaft abschmeckst – bis du genießerisch die Augen schließt beim Probieren. Yams! :)

# 4: Kochen und Gelierprobe

Jetzt wird es ernst: Du kochst deine zukünftige Erdbeermarmelade auf und lässt sie drei bis fünf Minuten sprudelnd kochen. Dabei musst du ständig rühren, damit nichts anbrennt. Am besten „malst“ du dabei mit dem Kochlöffel immer eine Acht, dann erfasst du wirklich den ganzen Topfboden und verhinderst, dass sich deine Erdbeermarmelade doch an der einen oder anderen Stelle festsetzt.

Falls du jetzt Lust bekommen hast, nicht nur Erdbeeren einzukochen, komm doch in meinen Kurs „Vorratskammer starten“! Da lernst du, wie du deine Ernte sicher und einfach haltbar machst und das ganze Jahr über genießen kannst. Ich würde mich freuen, wenn du mit dabei bist! :)

Erdbeermarmelade: Erdbeeren kochen im Topf

Die Kochzeit ist rum und du möchtest am liebsten sofort die blubbernde, köstlich riechende Masse in deine vorbereiteten Gläser befördern? Nimm dir noch die Zeit für eine Gelierprobe! Dazu gibst du einen kleinen Klecks Erdbeermarmelade auf einen Unterteller und pustest ihn kühl. Wenn er innerhalb kurzer Zeit fest wird und nicht mehr vom Teller läuft, hat alles geklappt! Sollte er aber sturköpfig flüssig bleiben, musst du die Kochzeit verlängern: Gönn deiner Marmelade noch weitere fünf Minuten Aufenthalt im heißen Topf. Dann machst du wieder eine Gelierprobe.

Auch wenn das lästig ist: Später freust du dich, wenn du statt Erdbeersuppe Erdbeermarmelade auf dein Brötchen streichen kannst, wetten? ;)

Schon gewusst? Falls die Marmelade in deinen Gläsern trotz aller Mühen nicht fest geworden sein sollte, kannst du sie auch mit etwas zusätzlichem Gelierzucker nochmal aufkochen. Aber diesen Aufwand vermeidest du bestimmt genauso gern wie ich! ;)

#5: Ab in die Gläser!

Wenn die Gelierprobe erfolgreich war, darfst du endlich deine Gläser füllen – bis knapp unter den Rand. Jetzt muss alles schnell gehen, sonst riskierst du, dass die Marmelade abkühlt und sich kein Vakuum bildet. Also: Dreh den Deckel fix ganz fest zu und lass die Gläser anschließend in Ruhe abkühlen. Und dann nichts wie ab ins Vorratsregal mit ihnen – bis auf eines: das brauchst du ja am nächsten Morgen, um dein Frühstücksbrot mit frischer Erdbeermarmelade zu genießen! :)

Gar nicht ohne: Erdbeermarmelade ohne Gelierzucker

In herkömmlicher Erdbeermarmelade steckt einiges an Zucker, das lässt sich nicht bestreiten. Falls du aber keinen raffinierten Zucker verwenden möchtest, kannst du deine Erdbeermarmelade auch anders zubereiten! Raffiniert, oder? ;)

Du brauchst:

  • 500 g geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
  • 250 g Softdatteln oder Softfeigen
  • Saft und Schale einer halben Biozitrone

Und so geht´s:

Erdbeeren zusammen mit Trockenfrüchten und Zitrone in einen Mixer geben und alles fein pürieren. Abschmecken und für fünf Minuten kochen lassen, dabei ständig rühren. In sterilisierte Gläser füllen, Deckel fest zudrehen und alles abkühlen lassen.

Ich habe für dich übrigens auch super leckere Rezepte zum Einkochen von Kirschen, Mirabellen, Birnen und Pflaumen!

Erdbeermarmelade auf Brotscheibe

Das lässt sie kalt: Erdbeermarmelade ohne Kochen

Eines meiner absoluten Lieblingsrezepte ist kalt gerührte Erdbeermarmelade. Nichts schmeckt so erdbeerig-frisch und fruchtig! Und wenn du nur kleine Portionen zubereitest, hast du längst alles aufgefuttert, bevor sich der Schimmel eines deiner köstlichen Gläser holen kann.

Du brauchst:

  • 250 g geputzte klein geschnittene Erdbeeren
  • 125 g Gelierzucker für Fruchtaufstriche ohne Kochen
  • 1 El Zitronensaft

Und so geht´s:

Erdbeeren, Gelierzucker und Zitronensaft in einen Mixbecher geben und ungefähr eine Minute pürieren. Dann in sterilisierte kleine Gläser geben und im Kühlschrank aufbewahren.

Dieses Rezept geht so schnell, dass du es sogar noch vor dem Frühstück mit frisch geernteten Erdbeeren zubereiten kannst. Sooo lecker! :)

Psst: Falls du gern früh aufstehst, reicht die Zeit vielleicht auch noch für einen selbstgemachten Apfelsaft?

Farbe bekennen: Wie bleibt Erdbeermarmelade so schön rot?

Das kennst du bestimmt auch: Wenn du deine Erdbeermarmelade gerade gekocht hast, leuchtet sie knallrot und appetitlich im Glas auf deinem Tisch. Aber nach einiger Zeit verliert sich diese wunderbare Farbe und die Erdbeermarmelade bekommt ein fahles, lange nicht mehr so attraktives Braun. Deshalb schmeckt sie nicht schlechter, aber das Auge isst ja bekanntlich mit.

Psst, Nerdalarm: Für die knallige rote Farbe sorgen Anthozyane, das sind Farbstoffe, die bei Licht und Wärme zerfallen und zu Braun werden. Nerdalarm off! ;)

Ich habe lange herumprobiert, wie sich dieses (rein optische) „Problem“ lösen lässt:

  • Wenn du die Erdbeermarmelade möglichst kühl und dunkel lagerst, hält sich das Rot deutlich länger. Dazu packst du die Gläser in einen Karton und bewahrst sie kühl, am besten unter 5° Celsius, auf.
  • Cranberrysaft oder Granatapfelsaft sorgen dafür, dass deine Erdbeermarmelade ihre rote Farbe gut behält – aber der Geschmack ist dann ein anderer als bei Marmelade nur aus Erdbeeren.
  • Einfrieren! Das ist zwar energietechnisch nicht besonders nachhaltig, aber deine Erdbeermarmelade bleibt wunderbar rot und sie wird bei den frostigen Temperaturen auch garantiert nicht schlecht. Allerdings solltest du dann Sturzgläser verwenden, die Gläser nicht ganz voll machen und den Deckel erst dann richtig festdrehen, wenn die Marmelade gefroren ist.

Um Bärlauch haltbar zu machen, ist Einfrieren übrigens auch eine super Methode!

Erdbeermarmelade
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Schmeckt nach mehr: Erdbeermarmelade Rezept in drei Variationen

Falls du neben klassischer Erdbeermarmelade auch Lust auf etwas Abwechslung hast, schau dir gerne noch diese drei leckeren Varianten an:

Erdbeermarmelade mit Holunderblüten

Die Kombination aus Erdbeere und Holunderblüte ist einfach genial – das solltest du dir nicht entgehen lassen!

Du brauchst:

  • 1 kg geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
  • 15 Dolden Holunderblüten
  • Saft und Schale einer Biozitrone
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Und so geht´s:

Erdbeeren in einem Topf teilweise oder vollständig pürieren und die vorsichtig ausgeschüttelten Holunderblütendolden hineingeben. Mit einem Kochlöffel in das Erdbeermus drücken und mit einem Deckel verschließen. Über Nacht stehen lassen.

Am nächsten Tag die Holunderblüten gründlich ausdrücken und das Erdbeermus so gut es geht von ihnen abstreifen. Wenn Blüten in der Marmelade bleiben: umso besser! ;)

Gelierzucker, Zitronensaft und Zitronenschale dazugeben und alles abschmecken. Dann aufkochen und unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Erdbeer-Rhabarber-Marmelade

Der Klassiker schlechthin: Die süße Erdbeere und der säuerliche Rhabarber vereinen sich geschmacklich zu einem unschlagbaren Team. Das ist Genuss pur!

Du brauchst:

  • 500 g geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
  • 500 g geputzten und klein geschnittenen Rhabarber
  • Saft und Schale einer Biozitrone
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Und so geht´s:

Alle Zutaten in einen Topf geben und je nach Geschmack feiner oder weniger fein pürieren. Dann aufkochen und unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Erdbeermarmelade mit Minze

Diese Kombination ist erfrischend-fruchtig! Der Minzgeschmack wird am nächsten Tag deutlicher, deshalb die Minze beim Abschmecken vorsichtig dosieren!

Du brauchst:

  • 500 g geputzte und klein geschnittene Erdbeeren
  • 10 Blätter Minze
  • Saft und Schale einer halben Biozitrone
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Und so geht´s:

Alle Zutaten in einen Topf geben und je nach Geschmack pürieren. Dann aufkochen und unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Wenn deine Gläser abgekühlt sind, kannst du sie gleich mit meinen Lieblingsetiketten bekleben! Hast du sie dir schon heruntergeladen? ;)

Erdbeermarmelade selber machen ist ganz einfach und sie schmeckt selbstgemacht einfach am besten – egal ob pur oder kombiniert mit Rhabarber, Holunder und Co. Die Erdbeersaison ist immer viel zu kurz, deshalb solltest du keine Zeit verlieren und gleich loslegen! :)

Erdbeermarmelade einzukochen genügt dir nicht, du willst auch deine Gemüseernte haltbar machen? Dann schau dir unbedingt mal unseren Onlinekurs »Vorratskammer starten« an und oder lies hier weiter:

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

Welches ist dein Lieblingsrezept für Erdbeermarmelade? Schreib es mir gerne in die Kommentare, ich bin schon ganz gespannt darauf!

Rhabarber ernten

Rhabarber ernten: Der komplette Guide

Du möchtest deinen Rhabarber ernten, weißt aber nicht, ab wann und wie lange die fruchtig-saueren Stängel erntebereit sind? Und wie war das noch mit der Oxalsäure, ist roher Rhabarber nicht sogar giftig?

In diesem Artikel findest du Antworten auf all deine Fragen rund ums Rhabarber ernten, damit du ihn in Hülle und Fülle ernten und ganz sorgenlos genießen kannst. Los geht’s! :)

Inhaltsverzeichnis
Rhabarber-Saison: Wann und wie lange Rhabarber ernten?
Rhabarber putzen: Muss man Rhabarber schälen?
Rhabarber ernten und roh essen
So kannst du Rhabarber haltbar machen
Rhabarber einkochen
Rhabarber einfrieren
Für die nächste dicke Ernte: Rhabarber anbauen und pflegen

Rhabarber-Saison: Wann und wie lange Rhabarber ernten?

Wenn dein Rhabarber erst vor kurzem in deinen Garten eingezogen ist, braucht er etwas Zeit, um richtig anzukommen. Erst in der zweiten Saison nach der Pflanzung ist dein Rhabarber bereit, ein paar seiner Stangen abzugeben. Vorher braucht er all seine Energie, um richtig in Fahrt zu kommen. Wenn du dich in Geduld geübt hast und er soweit ist, solltest du deine Staude aber auch nicht vollständig abernten.

Hier gilt die Faustformel: Maximal ein Drittel der grünen Blätterpracht darf während der Ernteperiode entfernt werden, damit noch genügend Grün vorhanden ist, sodass die Rhabarber-Pflanze weiter Photosynthese betreiben kann.

Übrigens: Rhabarber kannst du wunderbar haltbar machen. Weiter unten im Artikel findest du ein suuuper leckeres Marmeladen-Rezept. Du kannst Rhabarber außerdem einkochen und fermentierten. Da besonders das Einkochen erstmal viele Fragen aufwerfen kann, kommt hier eine Checkliste zum Einkochen für dich. Einfach eintragen und schon landen alle Infos in deinem Posteingang:

Je nach der Region, in der du lebst, kannst du ab etwa Mitte Mai mit der Rhabarber-Ernte beginnen. Ob dein Rhabarber schon erntereif ist, verraten dir ebenfalls seine Blätter. Wenn die Blätter nicht mehr zerknüllt oder geriffelt aussehen, sondern schön glatt und vollständig entfaltet, dann ist die Zeit gekommen: Du kannst dein Erntekörbchen rausholen und Rhabarber ernten*. :)

Das Messer solltest du aber unbedingt in der Hosentasche lassen, wenn du losziehst, um deinen Rhabarber zu ernten. Denn auch wenn die dicken Stangen dazu einladen, solltest du deinen Rhabarber nicht abschneiden. Die Schnittstelle, die dadurch entsteht, ist sonst eine super Eintrittsmöglichkeit für Bakterien und andere Krankheiten. Dreh die Rhabarber Stangen einfach so weit wie möglich am Ansatz heraus. Du brauchst dafür schon etwas Druck, achte aber gleichzeitig darauf, dass du keine Teile des Wurzelstocks mit abtrennst.

Rhabarber-Pflanze im Garten

Traditionell endet die Rhabarber-Ernte, wie auch die Spargel-Ernte, am 24. Juni, dem so genannten Johannis-Tag. Aber dieser Umstand hat nicht nur etwas mit Tradition zu tun:

Der Rhabarber muss jetzt Kraft sammeln, damit er dich im nächsten Jahr erneut mit leckeren Stangen beglücken kann und du ganz viel Rhabarber ernten kannst. Außerdem steigt der Oxalsäure-Gehalt in den Stängeln mit der Zeit an, was die Stangen ganz schön sauer macht.

Weil der Johanni Tag leider immer viel schneller da ist als gedacht, kommen hier noch zwei Extra-Tricks, wie du deine Rhabarber-Ernte früher beginnen kannst und so ein paar Bonusstangen rausholst.

Rhabarber früher ernten-Trick 1: Deck deine Rhabarber-Pflanze ab Januar mit einem Vlies ab, um es ihm schön kuschelig zu machen. Alternativ kannst du deinen Pflanzen auch einen Schal aus frischem Pferdemist umwickeln. Darunter ist es so schön warm, dass die Schlafmütze schon etwas früher aus dem Winterschlaf erwacht und du deinen Rhabarber früher ernten kannst.

Rhabarber früher ernten-Trick 2: Brich deine Rhabarber-Blüte immer direkt aus. Auch wenn sie so schön aussieht: Wenn dein Rhabarber blüht, kostet ihn das viel Energie. Brichst du die junge Rhabarber-Blüte direkt raus, investiert die Pflanze die überschüssige Energie viel sinnvoller, nämlich in die Bildung neuer, superleckerer Stangen. ;)

Falls du es doch mal verpasst hast, die Rhabarber-Blüte auszubrechen, ist das aber überhaupt nicht schlimm, denn Rhabarber-Blüten sind essbar. Ihr Geschmack ist süß-säuerlich und du kannst sie zum Beispiel marinieren und im Ofen backen. Ganz egal, ob süß oder herzhaft, Rhabarber-Blüten gehören definitiv zu den etwas in Vergessenheit geratenen Delikatessen aus dem Garten.

Rhabarber-Blüte

Rhabarber putzen: Muss man Rhabarber schälen?

Nein, es ist nicht zwingend notwendig, Rhabarber zu schälen. Ehrlich gesagt, bin ich dafür meistens auch ein bisschen zu faul. ;) Es gibt aber Fälle, in denen es durchaus Sinn macht, den Rhabarber zu schälen: Wenn die Stängel schon etwas älter sind, werden sie leicht holzig und faserig. Diese Fasern sind sehr zäh und nicht so lecker im Essen – praktischerweise schälen sich die faserigen Rhabarber-Stangen sowieso schon fast von alleine. ;)

Außerdem reichert sich in der Rinde von älteren Stängel Oxalsäure an, die du so einfach wegschälen kannst, um den Oxalsäure-Gehalt zu senken, aber dazu im nächsten Abschnitt mehr!

Rhabarber ernten und roh essen

Ich höre immer wieder, dass Rhabarber giftig sein soll und die Stangen auf keinen Fall roh gegessen werden dürfen. Das stimmt so aber zum Glück nicht ganz! Rhabarber enthält ­– wie andere Gemüse auch – Oxalsäure und die ist in großen Mengen giftig.

Die Oxalsäure ist aber vor allem in den Blättern und im äußeren Rand von älteren Rhabarber-Stangen enthalten. Je nachdem, welche Sorte du angebaut hast und wie weit die Rhabarber-Saison schon vorangeschritten ist, können die Stangen 150 bis 500 mg Oxalsäure enthalten. Die tödliche Dosis von reiner Oxalsäure liegt für einen erwachsenen Menschen bei 5 bis 15 g.

Eine normale Portion Rhabarber ist also für gesunde Menschen unbedenklich, vor allem, wenn du den Oxalsäuregehalt durch Schälen und Kochen noch weiter absenkst. Aber auch wenn du mal eine Stange Rhabarber roh im Garten knabberst, passiert deiner Gesundheit nichts. Und wer möchte bitte größere Mengen von den sauren Stangen roh verputzen? ;)

Rhabarber-Stangen ernten

Kleiner Tipp: Die roten Rhabarber-Sorten enthalten einen geringeren Oxalsäure-Gehalt als die Grünen.

Wenn du allerdings Nierenprobleme hast oder an Gicht leidest, solltest du nur sehr wenig bis gar kein Rhabarber essen und auch bei dem Verzehr von Postelein, Mangold, Roter Bete, Spinat und Sauerampfer ­aufpassen – denn auch diese Kandidaten enthalten viel Oxalsäure.

Da sich die Oxalsäure mit Kalzium, Magnesium und Eisen verbindet, kann die Verfügbarkeit dieser Nährstoffe für den Körper verringert werden, wenn du regelmäßig viel Rhabarber futterst. Solltest du also unter einem Eisenmangel leiden, iss am besten nicht allzu regelmäßig Gemüse mit einem hohen Oxalsäure Gehalt.

Auf der anderen Seite ist aber sehr praktisch, dass die Oxalsäure durch zum Beispiel Kalzium gebunden wird und in dieser Form nicht mehr vom Darm aufgenommen werden kann. Das ist auch ein Grund, warum Rhabarber gerne mit kalziumreichen Speisen wie Pudding oder Vanillesoße kombiniert wird. ;)

So kannst du Rhabarber haltbar machen

Rhabarber einkochen

Ich liebe es, im Sommer mit meinem Körbchen durch den Garten zu ziehen, um Rhabarber zu ernten. Danach schau ich sehr gerne noch bei den Erdbeer-Pflanzen vorbei, denn Erdbeeren und Rhabarber sind wie füreinander gemacht, findest du nicht auch? Die fruchtige Süße der Erdbeeren harmoniert so wunderbar mit der feinen Säure des Rhabarbers, was sie einfach zu einer unschlagbaren Kombination macht.
Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten deine Sommerernte haltbar zu machen. Wenn du Unterstützung brauchst, oder einfach ein paar Tipps und Tricks, dann ist der Onlinekurs »Vorratskammer starten« vielleicht genau das Richtige für dich. Schau gerne dort vorbei und vielleicht wirst du auch bald Teil der Einkoch-Suchtis ;).

Geernteter Rhabarber und Erdbeeren

Zuhause schnappe ich mir dann gerne ein paar Schraubgläser, um Erdbeeren und Rhabarber zu einer leckeren Marmeladen einzukochen:

Zutaten

  • 750 g Erdbeeren
  • 500 g Gelierzucker (2:1)
  • 250 g Rhabarber
  • Saft von 1⁄2 Zitrone

Los geht’s!

1. Erdbeeren waschen, putzen und in einen Topf geben. Den Gelierzucker dazugeben und mit den Erdbeeren pürieren.

2. Blätter und Stielansätze vom Rhabarber entfernen und die Stangen waschen. Ältere, faserige Stangen kannst du schälen, jüngere Stangen direkt weiterverarbeiten. Stangen in kleine Stücke schneiden.

Wenn du den Oxalsäure Gehalt des Rhabarbers verringern möchtest, kannst du die geschnittenen Stückchen in einem Topf mit ausreichend Waser einmal sprudelnd aufkochen. Das Kochwasser gießt du danach weg.

3. Rhabarberstücke und Zitronensaft unter das Erdbeerpüree mischen. Das Ganze ca. fünf Minuten lang brodelnd kochen lassen. Den aufsteigenden Schaum abschöpfen.

3. Die kochend heiße Marmelade in die sterilen Gläser füllen. Die Gläser direkt nach dem Einfüllen verschließen. Weil der Rhabarber und die Erdbeeren sehr viel Fruchtsäure enthalten, reicht es in diesem Fall, die Marmelade heiß abzufüllen, zusätzlich einkochen, musst du sie nicht.

Du kannst deinen Rhabarber aber auch als Chutney oder Kompott einkochen, beides ist auch super lecker!

Rhabarber einfrieren

Du warst gerade im Garten Rhabarber ernten, hast aber keine Zeit, ihn direkt zu einen köstlichen Gaumenschmauß weiterzuverarbeiten? Das ist kein Problem, denn du kannst Rhabarber sehr gut einfrieren.

Dafür schälst du deine Rhabarber-Stangen bei Bedarf und schneidest ihn in kleine Stückchen. Dann packst du die Stücke portionsweise in Tüten, Beschriftung nicht vergessen und dann ab in den Gefrierschrank mit ihnen!

Für die nächste dicke Ernte: Rhabarber anbauen und pflegen

Ich habe den Rhabarber in meinem Garten viele Jahre für selbstverständlich gehalten. „Der wächst einfach“, dachte ich mir. Aber um die Staude jedes Jahr beernten zu können, musst du ihr ordentlich Futter zur Verfügung stellen.

Seit ich das weiß, bekommt mein Rhabarber zu Beginn der Gartensaison im März eine Extraportion Hornspäne, die ich rund um die Pflanzen in den Boden einarbeite.

Aber der Rhabarber ist nicht nur ziemlich hungrig, sondern auch ein echter Schluckspecht was die Wasserversorgung angeht. Was als ursprünglicher Auenland… äh Auenboden-Bewohner ja auch kein Wunder ist. ;) Deshalb solltest du deinem Rhabarber eine richtig dicke Mulchschicht verpassen, damit der Boden rund um die Pflanzen immer schön feucht bleibt. Gerade wenn es im April und Mai sehr trocken ist, solltest du regelmäßig gießen*, damit dein Rhabarber nicht durstet.

Und auch nach der Ernte kann der Rhabarber nochmal eine Düngegabe vertragen. Ganz nach dem Motto: „Nach der Ernte ist vor der Ernte“.

Gleich nachdem du die letzten Stangen des Jahres erntest, schickst du deinen Rhabarber mit einer zusätzlichen Düngegabe in den Jahresurlaub. Am besten eignet sich jetzt ein Stickstoffdünger wie Brennnesseljauche. Hast du deine Brennnesseljauche schon angesetzt? Wenn nicht, dann schau mal hier vorbei: Dünger selber machen: Brennnesseljauche herstellen!

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Auch bei der Rhabarber-Ernte gilt also der Leitsatz: Die Dosis macht das Gift. Wenn du normale Mengen Rhabarber erntest und isst, musst du dir als gesunder Mensch keine Sorgen um die Oxalsäure machen. Und wenn du vor allem die jungen Stangen erntest und sie im nächsten Schritt kochst (nicht vergessen: das Kochwasser wegschütten), dann kannst du den Oxalsäure-Gehalt nochmal kräftig absenken.

Falls dein Rhabarber noch in den Kinderschuhen steckt, dann gib ihm noch ein Jahr, bis er vor Kraft strotzt und du anfangen kannst, die Rhabarber-Stangen zu ernten.

Du hast Lust, noch ein bisschen weiter zu stöbern? Dann schau gerne mal bei diesen Artikeln vorbei:

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Marmelade einkochen: Rezept mit vier einfachen Schritten

Leckerer Holunderblütensirup in 5 Schritten: Frühling in deinem Glas!

Bist du in deinem Garten auch gerade am Rhabarber ernten? Was stellst du mit deinen Erntebergen an? Ich freue mich, wenn du dein liebstes Rezept in den Kommentaren teilst! :)

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Holunderblütensirup im Topf

Leckerer Holunderblütensirup in 5 Schritten: Frühling in deinem Glas!

Wenn der Holunder im Mai und Juni wieder seine zarten weißen Blüten trägt und ganz unwiderstehlich duftet, ist es höchste Zeit, Holunderblütensirup selber zu machen! So fängst du dir diesen unvergleichlichen Geschmack in Flaschen ein und kannst ihn das ganze Jahr über genießen. Also schnapp dir die Gartenschere, ich zeige dir, wie es geht! :)

Inhaltsverzeichnis:
Übersicht: Holunderblütensirup selber machen
Holunderblütensirup ohne Zucker
Holunderblütensirup richtig lagern
Rezepte mit Holunderblütensirup
„Holunder tut Wunder“ – Holunder als sanfte Naturmedizin

Übersicht: Holunderblütensirup selber machen

Erntekörbchen und Gartenschere sind schon gezückt und du möchtest sofort Holunderblütensirup selber machen? Hier findest du eine Schnellanleitung!

ArbeitsschrittTipps und Tricks
Schritt #1:
600 – 1000 Gramm Zucker, Saft von einer Biozitrone und kleingeschnittene ausgepresste Zitrone in 1 Liter Wasser geben und aufkochen. Abkühlen lassen.
So hast du einen keimfreien Sud und beugst Schimmel vor.
Schritt #2:
25 laus- und käferfreie Holunderblütendolden ernten
Am besten einem sonnigen Tag um die Mittagszeit ernten, dann ist das Aroma am intensivsten.
Schritt #3:
Holunderblüten vorsichtig ausschütteln und in den kalten Sud legen. Wenn jetzt noch Käfer an die Oberfläche krabbeln, schnell retten. ;)     Schüssel abdecken und 24 Stunden ziehen lassen
Durch das Schütteln entfernst du die meisten Tierchen, die sich super gern in den Blüten aufhalten! Holunderblüten aber nicht waschen, sonst geht viel Aroma verloren.
Schritt #4:
Alles durch ein Sieb in einen Topf schütten
Mit Zucker und Zitronensaft abschmecken
Schritt #5:
Aufkochen und fünf Minuten sprudelnd kochen lassen. Dann Holunderblütensirup heiß in sterilisierte Flaschen füllen.
Dunkel und kühl lagern

Du suchst noch nach Inspirationen zum Einkochen und Fermentieren?

Meine absoluten Einkoch-Geheimtipps sind Zimtpflaumen und orientalisches Birnenchutney – in beides könnte ich mich reinsetzen. ;) Na, bist du neugierig geworden? Dann hol dir das Rezepte-eBook mit meinen sieben liebsten Rezepten zum Einkochen und Fermentieren! Du kannst dich einfach mit deiner eMail-Adresse hier eintragen und schon flattert das Rezepte- eBook in dein Postfach:  

Holunderblütensirup ohne Zucker

Im Rezept für Holunderblütensirup ist ganz schön viel Zucker enthalten – das hat Sirup so an sich. ;) Wenn du allerdings Zucker sparen oder überhaupt keinen raffinierten Zucker verwenden möchtest, ist das kein Problem! Du kannst nämlich auch den Zuckeraustauschstoff „Erythrit“ zum Süßen nehmen.

Psst, Nerd-Alarm: Erythrit oder E 968 steckt auch in Obst, Käse und Pilzen und hat im Vergleich zu Zucker ungefähr die Hälfte an „Süß-Power“. Nerd-Alarm off//

Rezept für Holunderblütensirup ohne Zucker:

20 -25 Holunderblüten
1 Liter Wasser
500 gemahlenes Erythrit
2 Tl Pektin
1 Biozitrone

Damit das Erythrit nicht auskristallisiert, wenn dein leckerer Holunderblütensirup abkühlt, mahlst du es zu feinem Pulver. Dann gibst du das Pulver zusammen mit dem Pektin, dem ausgepressten Zitronensaft und der kleingeschnittenen ausgepressten Zitrone ins Wasser, kochst den Sud auf und lässt ihn abkühlen.

Die geernteten Holunderblüten schüttelst du vorsichtig aus, damit in deinen Sirup keine „Fleischbeilage“ kommt. ;) Dann gibst du die Blüten in den Sud, deckst ihn ab und lässt in 24 Stunden ziehen.

Jetzt gießt du alles durch ein Sieb in einen Topf und schmeckst nochmal mit Zitronensaft ab. Anschließend lässt du den Sirup fünf Minuten lang kochen und füllst ihn danach in sterilisierte Flaschen. Yummie! :)

Übrigens kannst du auch leckeren Apfelsaft, Pflaumen und Birnen ganz ohne Zucker einkochen!

Holunderblütensirup in Flaschen

Holunderblütensirup richtig lagern

Ob Holunderblütensirup ohne Zucker oder mit Zucker – die fertig abgefüllten und abgekühlten Flaschen bewahrst du am besten dunkel und kühl auf. Eine Speisekammer im Keller wäre zum Beispiel ein prima Ort dafür! So hält sich dein Sirup nämlich mindestens ein Jahr und bleibt auch aromatisch.

Flaschen, die du geöffnet hast, solltest du in den Kühlschrank stellen und kontrollieren, ob der Sirup noch schimmelfrei ist, bevor du ihn ins Glas schüttest. Denn Erythrit konserviert im Gegensatz zu Zucker nicht – deshalb verdirbt Holunderblütensirup nach diesem Rezept auch schneller.

Kleiner Tipp: Wenn du deinen Sirup in kleine Flaschen mit 250 ml Inhalt abfüllst, stehen Reste nicht so lange im Kühlschrank. Bei mir ist Holunderblütensirup allerdings auch in großen Flaschen immer so schnell weggetrunken, dass er erst gar keine Schimmel-Gelegenheit bekommt. ;)

Falls du jetzt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Geschmack gekommen bist und nicht nur Holunderblüten, sondern auch anderes Obst und Gemüse haltbar machen möchtest, komm doch in meinen „Obst und Gemüse haltbar machen“ Kurs! Da zeige ich dir, wie du deine Ernte sicher einkochst und dir für den Winter köstliche Vorräte anlegst.

Rezepte mit Holunderblütensirup

Du kannst mit Holunderblütensirup aber nicht nur Mineralwasser, Tee oder Prosecco so richtig lecker aufpeppen, es gibt auch andere köstliche Möglichkeiten!

Rezept #1: Holunderblütensirup-Panacotta

Holunderblütensirup-Panacotta ist ein toller unkomplizierter Nachtisch für deine Gäste, der sich prima vorbereiten lässt!

Du brauchst:
400 ml Sahne oder Kokosmilch
5 El Holunderblütensirup (nach Geschmack auch weniger oder mehr)
8 g Agartine

Und so geht´s:
Sahne oder Kokosmilch in einen Topf geben, Holunderblütensirup und Agartine dazugeben. Alles erhitzen und zwei Minuten kochen lassen, dann in Förmchen füllen. Kaltstellen, bis die Panacotta fest geworden ist. Schmeckt super lecker mit Erdbeeren oder Himbeeren!

Holunderblütensirup: Holunderblütengelee

Rezept #2: Holunderblütengelee

Du kannst deinen Holunderblütensirup auch zu einem köstlichen Gelee kochen, das grandios auf dem Frühstücksbrötchen schmeckt!

Du brauchst:
550 ml Wasser
15 Holunderblütendolden
300 ml Holunderblütensirup
500 g Gelierzucker 2:1
Saft von einer Biozitrone

Und so geht´s:
Die ausgeschüttelten Holunderblüten legst du über Nacht ins Wasser und deckst die Schüssel mit einem Deckel ab. Am nächsten Tag gießt du alles durch ein Sieb in einen Topf.
Dann gibst du Holunderblütensirup, Zitronensaft und Gelierzucker dazu, verrührst alles gründlich und schmeckst mit Zitronensaft und Holunderblütensirup ab.
Jetzt kochst du dein Gelee nach der Anweisung auf der Gelierzuckerpackung und füllst das kochend heiße Gelee anschließend in sterilisierte Gläser.

Psst: Auch zum Marmelade einkochen habe ich ein super Rezept für dich!

Rezept #3: Salatdressing

Sogar für die herzhafte Geschmacksrichtung eignet sich Holunderblütensirup! Wie wäre es zum Beispiel mit einem leckeren würzigen Salatdressing?

Du brauchst:
½ El mittelscharfer Senf
½ El Honig
1 El Holunderblütensirup 
1,5 El weißer Essig
3 El Olivenöl 
Salz 
Pfeffer 

Und so geht´s:
Alle Zutaten bis auf das Olivenöl kräftig miteinander verrühren und abschmecken. Dann erst das Öl dazugeben und nochmals kräftig verrühren.

Na, läuft dir schon das Wasser im Mund zusammen? Mir auch! ;)
Mein Vorratsregal packe ich deshalb jedes Jahr wieder voll mit Holunderblütensirup-Flaschen. Hmmm….

Vergiss aber nicht, deine Vorräte auch zu beschriften! Mit meinen Etiketten macht das richtig Spaß! ;)

Holunderblütensirup selber machen
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„Holunder tut Wunder“ – Holunder als sanfte Naturmedizin

Aus Holunderblüten kannst du aber nicht nur leckeren Holunderblütensirup machen, sondern auch einen Tee, der bei Erkältung oder Blasenentzündung hilft.

Um einen Vorrat für den Winter anzulegen, zupfst du die Blüten von den Stängeln und lässt sie auf einem ausgebreiteten Tuch so lange trocknen, bis sie beim Anfassen knistern.
Dann packst du sie in ein Glas und lagerst die getrockneten Blüten dunkel und kühl.

Für einen Holunderblütentee übergießt du zwei Teelöffel Blüten mit 150 ml Wasser und lässt in zehn Minuten ziehen. Auch der Saft von Holunderbeeren hilft bei Erkältung! Du darfst die Beeren aber niemals roh verzehren, weil sie das giftige Sambunigrin enthalten. Es zerfällt erst beim Kochen.

Übrigens lassen sich auch Tomaten und Basilikum super für den Vorrat trocknen!

Holunder ist ein richtiger Tausendsassa – aus seinen Blüten kannst du super leckeren Holunderblütensirup machen oder auch Tee, der dir bei Infekten hilft. Also nix wie raus in die Natur mit dir, Holunderblüten sammeln! ;)

Du möchtest nicht nur Holunderblütensirup selber machen, sondern auch deine Ernte einkochen oder fermentieren? Dann lies gerne hier weiter:

Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

Du möchtest zum ersten Mal Holunderblütensirup selber machen oder bist schon ein Profi? Ich bin gespannt, von deinen Erfahrungen zu hören!

Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – der komplette Guide

Wenn du selbst Zucchini pflanzen möchtest, dann gleich das Beste vorneweg: Zucchinipflanzen sind sehr pflegeleicht und mit ein paar Tricks liefern sie den ganzen Sommer eine schier endlose Ernte frischer Früchte. :) Eine großartige Pflanze! Deswegen kommt hier ein Rundumschlag zum Thema „Zucchini pflanzen“.

Inhaltsverzeichnis
Die besten Zucchinisorten
Wie viele Zucchini pflanzen?
Gute Mischkulturpartner für Zucchini
Ideale Bedingungen für Zucchinipflanzen
Auf dem Balkon Zucchini pflanzen?
Zucchini pflanzen oder säen?
Zucchinipflanzen kaufen
Beete vorbereiten
Zucchini im Hochbeet pflanzen
Zucchini pflegen und düngen
Zucchini hochbinden
Wann Zucchini ernten?
Krankheiten und Schädlinge

Die besten Zucchinisorten

Wenn du Zucchini pflanzen möchtest, lohnt sich die Sortenwahl richtig. Es gibt einige tolle Sorten, doch nur eine begrenzte Anzahl an Zucchinipflanzen die in deinem Garten sinnvoll sind. Sonst hast du schnell mehr Zucchinis als du essen kannst in deinem Erntekorb ;).

Die gestreifte „Cocozelle von Tripolis“ ist eine bewährte Zucchinisorte mit zarten, aromatischen Früchten. Am leckersten schmecken sie, wenn du sie jung erntest. Größere Exemplare kannst du wunderbar füllen, überbacken oder in der Küche zu Zucchinipuffern, Suppen und Ofengemüse verarbeiten.

Eine schöne gelbe Sorte ist Daisy. Sie bringt Farbe ins Beet und wächst angenehm übersichtlich, sodass du die Früchte zwischen den großen Blättern leichter findest. Das ist super praktisch, denn Zucchini verstecken sich gerne mal so gut, dass du plötzlich mit einer riesigen Keule dastehst. ;)

Wie viele Zucchini pflanzen?

Beim Zucchini pflanzen gilt: Weniger ist mehr. Zwei Pflanzen reichen für eine vierköpfige Familie meistens völlig aus. Mehr Pflanzen können schnell zu einer echten Zucchinischwemme führen.

Zucchini pflanzen - alle Infos auf einen Blick

Gute Mischkulturpartner für Zucchini

Zucchini wachsen gern neben Bohnen, Mais, Roter Bete oder Zwiebeln. Diese Gemüse passen gut zusammen und helfen dir dabei, dein Beet sinnvoll zu nutzen.

Mischkulturtabelle

Bevor du anfängst, deine Gemüsesamen irgendwo auszusäen, gibt’s hier noch einen Tipp:

Im Gemüsegarten ist es ein bisschen wie in der Nachbarschaft: Manche Pflanzen verstehen sich prächtig und unterstützen sich gegenseitig, andere kommen sich ständig in die Quere. Damit du nicht lange rätseln musst, wer ein Traumduo bildet (Möhre + Zwiebel) und wer lieber Abstand hält (Tomate + Kartoffel), gibt es unsere praktische Mischkulturtabelle.

Darin siehst du auf einen Blick, welche Pflanzen sich gut vertragen, wie du deine Beete clever kombinierst und welche Nachbarn du besser trennst. So sparst du dir Grübelei und hast mehr Zeit fürs eigentliche Gärtnern. Deine Aussaat war noch nie einfacher ;).

Trag deine Emailadresse einfach ins Formular ein und die Tabelle landet direkt in deinem Postfach:

Ideale Bedingungen für Zucchinipflanzen

Zucchinipflanzen mögen sandige Lehmböden, die sich schnell erwärmen und eine gute Wasserhaltekapazität aufweisen. Wenn dann auch noch der Humusgehalt im Boden hoch ist, sind deine Pflanzen rundum glücklich.

Ganz besonders wichtig sind aber auch die Temperatur und das Wetter. Hohe Temperaturen mit moderatem Niederschlag führen zu hohen Erträgen. Die Zucchinipflanzen wünschen sich einen sehr sonnigen Standort.

Auf dem Balkon Zucchini pflanzen?

Du kannst deine Zucchini theoretisch auch im Topf pflanzen. Dabei sollte dein Topf aber mindestens 20 Liter fassen – je mehr, desto besser. Stell dich aber darauf ein, dass du so deutlich weniger erntest, als wenn du deine Zucchini im Beet pflanzt. Die Pflanze freut sich nämlich über viiiiel Platz an den Wurzeln.

Es gibt jedoch viele andere Gemüse, die deutlich besser mit dem Anbau im Topf zurechtkommen als die Zucchini. Daher reservie den begrenzten Platz auf dem Balkon lieber für Tomaten, Zuckerschoten und Salat reservieren und dort auf den Anbau von Zucchini verzichten. Bei der Planung für deinen Balkongarten hilft dir übrigens auch der Onlinekurs »Balkongarten starten« weiter :).

Wenn du es dennoch wagst: Damit deine Zucchinipflanzen nicht unter Staunässe leiden, sollten unbedingt Löcher in deinen Töpfen sein! Um deine Pflanzen langfristig mit Nährstoffen zu versorgen, kannst du eine Portion Hornspäne mit in die Pflanzlöcher geben. Gerade im Topf wirst du sie aber auch regelmäßig düngen müssen.

Der Platz auf dem Balkon ist meistens begrenzt und Zucchinipflanzen brauchen sehr viel Platz, auch wenn du sie im Topf pflanzt. Deswegen kannst du die Zucchini hochbinden und vertikal anbauen.

Zucchini pflanzen oder säen?

Beides ist möglich: Zucchini direkt säen, oder Jungpflanzen vorziehen und später Zucchini pflanzen.

Nun fragst du dich bestimmt, wann du Zucchini pflanzen solltest? Mit der Aussaat im Haus kannst du schon ab Mitte April beginnen. Draußen kannst du deine Zucchinisamen von Mitte Mai bis Ende Juni in die Erde bringen. Vorgezogene Zucchinipflanzen setzt du dann zwischen Mitte Mai und Ende Juni in die Erde.

Bei Zucchini ist es klug, zwei oder drei versetzte Aussaaten oder Pflanzungen vorzunehmen, weil den Pflanzen im Spätsommer leider seeeehr zuverlässig Mehltau-Pilze zusetzen. Während der Mehltau bei älteren Pflanzen starke Ertragsrückgänge zur Folge hat, sind jüngere Pflanzen in der Lage, trotzdem weiter viele leckere Früchte zu produzieren.

Ein Tipp: zwei Pflanzen vorziehen und Mitte Mai ins Beet pflanzen, zwei weitere Pflanze Mitte Mai direkt im Beet aussäen und einen dritten Satz Mitte Juni ebenfalls ins Beet säen. So streckt sich das Erntefenster bis in den Herbst hinein. Wenn dir drei Sätze zu viel sind, lass die zweite Aussaat einfach weg. ;)

Zucchini Pflanzen vorziehen

Beim Vorziehen säst du die Samen direkt in große Töpfchen, sodass du die Pflanzen später nicht mehr pikieren musst. Zucchinipflanzen mögen es nämlich überhaupt nicht gerne, wenn sie umgetopft werden. Wenn du Zucchinipflanzen zur Pflanzung Mitte Mai vorziehst, solltest du sie Mitte bis Ende April im Haus aussäen. Eine ausgewachsene Zucchinipflanze benötigt mindestens einen Quadratmeter Beetfläche, eher zwei Quadratmeter.

Kleiner Tipp: Am besten säst du pro Topf jeweils zwei Samen zusammen aus, dann kannst du sicher sein, dass mindestens einer aufgeht. Falls beide aufgehen, lässt du die stärkere Pflanze stehen und ziehst die schwächere raus. Auch, wenn es schwerfällt. ;)

Wenn du noch mehr über den Gemüseanbau lernen möchtest, dann ist der Onlinekurs »Gemüsegarten starten« genau das richtige für dich! In diesem Videokurs wirst du Schritt-für-Schritt durch den Gemüsedschungel geführt ­– und am Ende fährst du eine richtig dicke Ernte ein!

Zucchinipflanzen ernten

Beete vorbereiten

Du kannst deinen grünen Freunden einen Gefallen tun, wenn du den Boden einige Wochen vor der Pflanzung mit einer Grabegabel oder Grelinette lockerst, ohne ihn zu wenden. Auf diese Weise erwärmt sich der Boden schneller und deine Pflanzen können direkt durchstarten.

Ansonsten ist es für die Direktsaat vorteilhaft, ein eher feines Saatbett zu haben, während bei der Pflanzung auch ein gröberes ausreicht.

Wenn du bei der Aussaat oder Pflanzung ein paar Hornspäne mit ins Pflanzloch gibst, sind deine Pflanzen mit einem guten Langzeitdünger versorgt.

Zucchini im Hochbeet pflanzen

Natürlich kannst du deine Zucchini auch im Hochbeet pflanzen. Diese wuchsfreudige Kandidatin nimmt allerdings ziemlich viel Platz im begehrten Hochbeet ein, deswegen pflanze ich Zucchini lieber direkt ins Beet.

Zucchini pflegen und düngen

Schnecken haben junge Zucchinipflanzen leider auch zum Fressen gern. Deswegen solltest du deine Jungpflanzen mit einem Schneckenkragen schützen. Sobald die Zucchini etwa zehn Zentimeter hoch gewachsen sind, kannst du sie zum ersten Mal mulchen. Im Sommer erhöhst du die Mulchdecke dann auf bis zu 20 cm.

Du kannst deine Zucchinis dügen, indem du eine Handvoll Hühnermist auf der Mulchdecke ausbringst. Der Regen spült die Nährstoffe an die Wurzeln und verdünnt den Mist so weit, dass die Pflanzen ihn gut vertragen.

Bei einer dünneren Mulchdecke wäre frischer Hühnermist für die Wurzeln deiner Zucchini zu scharf. Du kannst deine Pflanzen stattdessen auch alle vier bis fünf Wochen mit verdünnter Brennnesseljauche oder einem anderen organischen Flüssigdünger düngen.

Zucchini pflanzen Pin
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Zucchini hochbinden

Zucchini klettern nicht von allein, sondern wachsen eher kriechend über den Boden. Hochbinden musst du sie also nicht. Wenn du aber auf einem Balkon gärtnerst oder dein Garten sehr klein ist, kann es durchaus sinnvoll sein, die Zucchinipflanze vertikal anzubauen, um Platz zu sparen.

Dafür schneidest du die unteren Blätter deiner Pflanze dicht am Stamm ab und bindest deinen grünen Freund regelmäßig an ein stabiles Gerüst oder einen Pflock, um die Pflanze nach und nach daran hochzuleiten. Diesen Vorgang wiederholst du etwa einmal im Monat.

Kleiner Tipp: Schneide nur die Blätter unter den Früchten ab und nie oberhalb einer Frucht bzw. einer Blüte. Mit dieser Faustregel nimmst du deiner Zucchinipflanze nicht zu viel Blattmasse – sie soll ja schließlich noch Photosynthese betreiben können. Wenn du eine Frucht geerntet hast, kannst du die Blätter darunter natürlich nach und nach entfernen.

Wann Zucchini ernten?

Zucchini sind bei der Ernte noch nicht reif. Wären sie reif, würden sie nicht mehr schmecken. Etwa fünf Wochen nach dem Zucchini pflanzen kann mit der Ernte begonnen werden. Von da an liefern dir deine grünen Freunde fast täglich frische Zucchini. Je jünger du die Früchte erntest, desto zarter und süßer sind sie. Lässt du die Zucchini zu großen Keulen ausreifen, hören die Pflanzen auf, neue Früchte zu produzieren. Stattdessen ist es besser, mindestens alle zwei Tage die jungen Früchte zu ernten.

Du hast zu viele Zucchini gepflanzt? Dann bist du irgendwann an dem Punkt angekommen, an dem dir die Zucchini einfach nur noch zu den Ohren herauskommen. Deswegen ist hier ein super Rezept für dich, um deine Zucchinischwemme haltbar zu machen:

Zucchini einmachen: Leckere Zucchini-Antipasti!

Zucchini pflanzen: Cocozelle von Tripolis

Krankheiten und Schädlinge

Gegen den echten und den falschen Mehltau kannst du, wie auch bei Kürbissen, mit einer Spritzung von Ackerschachtelhalmbrühe (1:5) vorgehen. Wenn du zwei oder drei Pflanzen versetzt aussäst, kannst du dir aber wie oben beschrieben eine lange Ernteperiode sichern, auch wenn die erste Pflanze vom Mehltau niedergerafft wurde. ;)

Um das Gurken- und Zucchinigelbmosaikvirus in Zaum zu halten, ist es hilfreich, das Erntemesser regelmäßig zu desinfizieren, sodass die Viren nicht mit dem Messer von Pflanze zu Pflanze wandern. Solltest du eine Pflanze mit diesen Viruserkrankungen im Garten haben, ist es am besten, sie herauszureißen, bevor sich die Krankheit im ganzen Garten ausbreitet.

Generell sind Zucchinipflanzen aber recht pflegeleicht und liefern gute Erträge bei wenig Arbeit.

Du möchtest noch ein bisschen weiter auf dem Blog schmökern? Dann sind hier drei tolle Artikel für dich:

Machst du diese Fehler im Tomatenanbau?

Kräftige Gurken vorziehen in 10 Schritten

Gemüse anbauen: Schritt-für-Schritt für Anfänger

Du möchtest zum ersten Mal Zucchini pflanzen? Falls noch Fragen offen sind, lass es mich gerne in den Kommentaren wissen! :)

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Ernte im Juni

Aussaat & Pflanzen im Juni + Beispiel-Pflanzplan

Im Juni ist im Gemüsegarten richtig was los. Überall wird geerntet und genascht, doch wer denkt, dass die Aussaaten jetzt abgeschlossen sind, liegt weit daneben. Damit der Garten bis in den Herbst und sogar bis in den Winter hinein frisches Gemüse liefert, braucht es im Juni eine neue Runde Aussaaten und Pflanzungen. Das Motto lautet: Ran ans Wintergemüse!

Inhaltsverzeichnis
Dein Pflanzplan
Vorziehen im Haus
Draußen aussäen
Gemüse auspflanzen im Juni
Gartenarbeiten im Juni

Damit die Aussaaten im Juni dir nicht zu viel Kopfzerbrechen bereiten, bekommst du hier wieder eine übersichtliche Zusammenstellung darüber, was diesen Monat vorgezogen, direkt gesät oder ins Beet gepflanzt wird.

Wer zusätzlich eine Orientierung für die gesamte Saison sucht, findet im Gemüsegarten-Beispielplan eine komplette Jahresplanung. Also: Keine Ausreden mehr, um die Juni-Aussaaten zu skippen! ;)

Kontinuierliches Säen, Vorziehen und Nachpflanzen sorgt dafür, dass keine Lücken entstehen und immer etwas nachkommt. Ausruhen können wir uns dann ja im Winter. ;)

Hier kommt dein Gemüsegarten-Beispielplan!

Dieser Gemüsegarten-Beispielplan lässt sich eins zu eins auf deine eigenen Beete übertragen. Am besten funktioniert er mit einem Gemüsegarten, den du in 6 Beete aufteilst.

Der Pflanzplan zeigt dir genau, welche Pflanzen wann gesät oder gepflanzt werden, welche Kulturen gut zusammenpassen und wie sich die Beete das ganze Jahr über optimal nutzen lassen. So bleibt der Garten stets in Bewegung und liefert von Frühjahr bis Winter eine vielfältige Ernte. Ziemlich genial, oder?

Trag einfach hier deine Emailadresse ein und der Pflanzplan macht sich direkt auf den Weg zu dir:

Jungpflanzenanzucht: Ausaaten, die du im Juni noch im Haus machen kannst

Diese Pflanzen kannst du jetzt im Haus vorziehen, um sie in einigen Wochen auszupflanzen:

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Mehr Informationen

Aussaaten im Juni: Das steht im Freiland an

Diese Gemüsearten kannst du im Juni direkt im Garten aussäen:

Brokkoli, der im Juni heranwächst

Welche Gemüse kannst du im Juni nach draußen pflanzen?

Hier kommen jede Menge Pflanzen, die du im Juni im Garten auspflanzen kannst:

Mulchschicht auf Kompost im Juni

Gartenarbeiten im Juni

Im Juni ist im Garten Hochsaison! Damit du zwischen Pflanzenpflege, Ernte und Aussaaten den Überblick behältst, kommt hier eine Übersicht über deinen Gartenmonat.

Nicht nur Aussaaten: Auch die Erntezeit beginnt im Juni – und erste Lücken tun sich auf.

Im Juni ist der Gemüsegarten im vollen Gange und es gibt einiges zu tun. Jetzt ist Erntezeit – genieß also all die leckeren frischen Zuckerschoten, Erdbeeren, den letzten Rhabarber und Spargel und koste die saisonalen Leckereien aufs Vollste aus!

Mit der Ernte kommt aber auch der perfekte Moment, um an die Fruchtfolge und neue Aussaaten zu denken zu denken – es geht mit dem Wintergemüse los!

Frei gewordene Beete sollten möglichst schnell wieder neu bepflanzt oder besät werden, damit der Boden nicht ungenutzt bleibt und das ganze Jahr über frisches Gemüse nachkommt. Daher ist eine Aussaat im Juni super wichtig für eine reiche Ernte im Winter. :)

Junge Basilikumpflanze

Schenk den Gemüsepflanzen im Beet ein bisschen Liebe:

An warmen, trockenen Tagen ist eine gute Bewässerung wichtig, idealerweise in Kombination mit viel Mulch, damit der Boden länger feucht bleibt und du weniger gießen musst.

Die schnell wachsenden Jungpflanzen freuen sich über eine Düngergabe mit Brennnesseljauche oder Vinasse. Alle paar Wochen solltest du nachlegen – zumindest bei den Starkzehrern.

Und bei den Tomaten ist ab jetzt Hochsaison fürs Ausgeizen. Abgebrochene Triebe müssen übrigens nicht weggeworfen werden, sie kannst du ins Wasser stellen. Dort bilden sie neue Wurzeln – und schon hast du doppelt so viele Tomatenpflanzen!

Schutz vor Krankheiten & Schädlingen

Aber aufgepasst, die Zeit der Pflanzenkrankheiten geht jetzt los! Es lohnt sich, ein wachsames Auge auf Mehltau und andere Pflanzenkrankheiten zu haben, die unserer Ernte einen Strich durch die Rechnung machen könnten.

Auch Schädlinge wie Blattläuse, die weiße Fliege, Kohlweißlinge oder Kartoffelkäfer sind jetzt unterwegs, lassen sich aber oft mit einfachen, natürlichen Mitteln in Schach halten. Kleine Pflänzchen schützt du am besten weiterhin mit einem Kulturschutznetz vor gefräßigen Zeitgenossen. Auch so manche Pflanze kann helfen:

Basilikumpflänzchen lkannst du im Juni zum Beispiel wunderbar zwischen deine Tomaten pflanzen. Ihr aromatischer Geruch hilft dabei, die weiße Fliege fernzuhalten.

Wenn es ein nasser Frühsommer ist, solltest du dich auch vor den Schnecken in Acht nehmen. Sie machen sich nur zu gern über die zarten Jungpflanzen her. Ein Schneckenkragen wirkt Wunder!

Kohlpflanzen im Beet

Das gibt’s im Garten im Juni noch alles zu tun:

Abseits der Gemüsebeete passiert im Garten ebenfalls eine ganze Menge: Im Kräuter- und Ziergarten kannst du Nützlinge unterstützen. Lass dafür in manchen Ecken einfach deine Kräuter und Wildkräuter blühen – du kannst dafür sogar kleine wilde Ecken anlegen.

Im Obstgarten kannst du reife Erdbeeren regelmäßig ernten, damit neue Früchte nachwachsen können. Aber das machst du wahrscheinlich sowieso mit Vergnügen! ;)

Beerensträucher freuen sich darüber, wenn du alte, abgetragene Triebe bodennah entfernst und die Sträucher etwas auslichtest. Obstbäume und Beeren kannst du bei Bedarf mit Netzen oder Apfelwicklerfallen vor Fraßschäden schützen, damit die Ernte üppig bleibt.

Wow – es gibt wirklich jede Menge zu tun im Juni. Also nichts wie raus mit dir in den Garten!

Gemüsegarten im Juni – säen, pflanzen, vorziehen!
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Du hast Lust, noch ein bisschen weiter auf dem Blog zu stöbern? Dann schau mal, hier findest du noch mehr Garten-Lektüre:

Mehltau bekämpfen: So wirst du ihn ohne Chemie schnell wieder los!

Spinat anbauen: Meine Geheimtipps für eine super Ernte!

Zucchini pflanzen, pflegen & ernten – der komplette Guide

Was ist deine liebste Gartenarbeit im Sommer? Was willst du diesen Juni säen und pflanzen? Lass gern einen Kommentar da!

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Saierteig ansetzen_Sauerteig Anstellgut

Sauerteig ansetzen für Anfänger: So gelingt dein erstes Anstellgut in 5 Tagen

Sauerteigbrot backen ist in den letzten Jahren zu einem echten Trend geworden. Zu Recht, denn das selbstgemachte Brot ist gesünder und sooo viel leckerer als das Brot aus dem Supermarktregal. Aber wie startest du das Abenteuer eigenes Brot backen am besten? Sauerteig ansetzen für Anfänger klingt erstmal nach einem dieser Projekte, bei denen man in der Küche steht, wild googelt und sich fragt, ob der blubbernde Teig jetzt lebt oder entsorgt werden muss.

Dabei ist Sauerteig ansetzen gar nicht sooo kompliziert. Du brauchst dafür weder Spezialwissen noch eine Bäckerlehre, sondern vor allem drei Dinge: Mehl, Wasser und ein kleines bisschen Geduld.

Lass uns loslegen :)

Inhaltsverzeichnis
Was ist Sauerteig überhaupt?
Sauerteig ansetzen für Anfänger: Das brauchst du
Sauerteig ansetzen Schritt für Schritt
Sauerteig auffrischen und aufbewahren
Häufige Fehler beim Sauerteig ansetzen für Anfänger
Und jetzt darf dein Sauerteig loslegen

Was ist Sauerteig überhaupt?

Sauerteig ist im Grunde ein natürlicher Starter für Brot. In ihm leben wilde Hefen und Milchsäurebakterien, die dafür sorgen, dass dein Teig später aufgeht, lockerer wird und diesen typischen, leicht säuerlichen Geschmack bekommt.

Das sogenannte Anstellgut ist dabei der Teil des Sauerteigs, mit dem immer wieder neuer Sauerteig angesetzt werden kann. Wenn du einmal ein aktives Anstellgut hast, musst du also nicht jedes Mal wieder ganz von vorne anfangen. Praktisch, oder? Er ist nicht einfach nur ein Rezeptbestandteil, sondern eher ein kleiner Mitbewohner in deiner Küche.

Je älter eine Sauerteigkultur ist, desto potenter ist sie in der Regel. Deswegen hast du mit einem Ableger ganz zu Anfang deiner Brotback-Karriere erstmal bessere Backergebnisse, weil ein frisch angesetzter Starter erst noch Kraft gewinnnen muss und dein Brot nicht ganz so gut lockern kann. Aber mit einem selbst angesetzten Anstellgut funktioniert das Ganze natürlich auch wunderbar und so hast du alles „von der Pike auf“ selbstgemacht. ;)

Sauerteigkulturen beim Sauerteig ansetzen

Sauerteig ansetzen für Anfänger: Das brauchst du

Für deinen ersten Sauerteig brauchst du wirklich nicht viel. Die Grundidee ist herrlich einfach: Mehl und Wasser werden miteinander verrührt und dann über mehrere Tage hinweg „gefüttert“.

Das brauchst du:

Sauerteig ansetzen Schritt für Schritt

Sauerteig selber machen: Tag 1

50 g (Vollkorn-)Mehl in einer Schüssel mit 50 ml warmem Wasser verrühren. Abdecken und an einen warmen Ort stellen, zum Beispiel neben die Heizung. Die optimale Temperatur für deinen Teigansatz beträgt etwa 24 bis 26°C.

Sauerteig selber machen: Tag 2-5

Für die nächsten fünf Tage solltest du regelmäßig deinen Sauerteig füttern. Gib jeden Tag weitere 50 g Mehl und 50 ml warmes Wasser dazu und verrühre es gut mit deinem Ansatz. Dann wieder abdecken und den Teig ins Warme stellen. Keine Panik, wenn das Ganze etwas streng riecht, das ist beim Sauerteig ansetzen ganz normal.

Nach fünf Tagen sollte dein Anstellgut säuerlich riechen und Blasen bilden – dann ist es fertig und du kannst dein erstes eigenes Sauerteigbrot backen. :)
Es geht wirklich nichts über frisches, noch warmes Brot auf dem Ofen. Dazu Butter und Sprossen – einfach köstlich!

Hier geht’s zum passenden Sauerteigbrot-Rezept!

Sauerteig ansetzen für Sauerteigbrot

Mit welchem Mehl kann ich Sauerteig ansetzen?

Wenn du ganz am Anfang stehst, lohnt es sich, deinem Sauerteig das Leben möglichst leicht zu machen. Am besten funktioniert das mit Vollkornmehl, weil in den Randschichten des Korns besonders viele Mikroorganismen sitzen, die du für einen aktiven Starter gut gebrauchen kannst.

Besonders unkompliziert ist Roggen-Vollkornmehl. Damit klappt der Einstieg meistens sehr zuverlässig. Grundsätzlich kannst du Sauerteig aber auch mit Dinkel oder Weizen ansetzen. Für Anfängerinnen und Anfänger ist Roggen trotzdem oft die entspannteste Wahl, weil der Ansatz damit meist schön aktiv wird.

Welche Temperatur zum Sauerteig ansetzen?

Die wilden Sauerteigkulturen bestehen aus verschiedenen Milchsäurebakterien und Hefen. Diese Kandidaten haben beim Sauerteig ansetzen etwas unterschiedliche Ansprüche:

  • Viele Milchsäurebakterien mögen es gerne kuschelig warm – ihre optimale Temperatur liegt um 30°C.
  • Die Milchsäurebakterien, die auch Essigsäure bilden, bevorzugen etwas niedrigere Temperaturen – zwischen 20 bis 24°C kommt der Prozess so richtig in Fahrt.
  • Die Hefen liegen dazwischen – mit Temperaturen um 25°C machst du sie glücklich.

Mit den vorherrschenden Temperaturen während der Fermentation kannst du später ein bisschen rumexperimentieren. Wenn dein selbstgebackenes Brot sehr sauer schmeckt, lass den Sauerteig bei etwas höherer Temperatur fermentieren – dann schmeckt das Brot später milder, weil nicht so viel Essigsäure gebildet wurde.

Du möchtest nicht nur dein eigenes Brot backen, sondern auch Gemüse und Obst anbauen, Hühner halten und einen duftenden Kräutergarten anlegen? Dann wäre der Onlinekurs »Gemüsegarten starten« vielleicht etwas für dich?

Wenn du im ersten Schritt etwas Unterstützung beim Anlegen deiner Beete brauchst, ist der Pflanzplan ein super Helfer und der perfekte Spickzettel im Garten. Trag dich gerne ein und der Plan landet in deinem Postfach :):

Woran du erkennst, dass dein Sauerteig fertig ist

Gerade am Anfang ist das die spannendste Frage. Sieht das schon richtig aus? Riecht das so, wie es soll? Und blubbert das genug?

Ein aktiver Sauerteig zeigt in der Regel mehrere deutliche Zeichen: Er bildet Blasen, vergrößert sein Volumen und riecht angenehm säuerlich. Das ist der Moment, in dem du weißt: Da ist Leben drin. Wenn dein Ansatz diese Signale zeigt, hast du die wichtigste Hürde schon genommen.

Dass der Sauerteig zwischendurch mal etwas strenger riecht, ist übrigens nicht automatisch ein Problem. Gerade in den ersten Tagen kann sich der Geruch verändern, bevor sich der Ansatz stabilisiert. Solange er sich gut entwickelt und am Ende säuerlich-frisch riecht, ist meistens alles im grünen Bereich.

Sauerteig auffrischen und aufbewahren

Wenn dein Anstellgut einmal aktiv ist, kann es dich lange begleiten. Du musst also nicht jedes Mal wieder neuen Sauerteig von Grund auf ansetzen.

Wenn du regelmäßig backst, kannst du dein Anstellgut im Kühlschrank aufbewahren und ungefähr einmal pro Woche füttern. Dafür gibst du einfach wieder Mehl und warmes Wasser dazu, verrührst alles gut und lässt den Sauerteig erst kurz bei Wärme aktiv werden, bevor er zurück in den Kühlschrank wandert.

Falls du länger pausieren möchtest, gibt es auch dafür Lösungen. Sauerteig lässt sich trocknen oder sogar einfrieren. Besonders das Trocknen ist praktisch, weil du damit eine Art Notfallvorrat anlegen kannst, falls dein Anstellgut irgendwann mal beleidigt das Zeitliche segnet.

Sauerteig Anstellgut läuft über

Häufige Fehler beim Sauerteig ansetzen für Anfänger

Gerade beim Sauerteig ansetzen für Anfänger sind es oft gar nicht die großen Fehler, sondern eher die kleinen Stolperfallen.

Ein häufiger Grund dafür, dass der Starter nicht richtig in Gang kommt, ist zu wenig Wärme. Steht dein Ansatz zu kühl, passiert oft erstmal nicht viel. Dann hilft meist schon ein besserer Standort.

Auch das falsche Mehl kann den Start unnötig schwer machen. Helle Mehle funktionieren zwar grundsätzlich auch, aber mit Vollkornmehl bringst du deutlich bessere Voraussetzungen mit. Ein Tipp: falls du trotzdem gerne helles Mehl benutzen möchtest, hilft es die Wassermenge leicht zu reduzieren!

Dann wäre da noch das Thema Ungeduld. Sauerteig ist kein Instantprodukt. An Tag zwei sieht er manchmal noch ziemlich unscheinbar aus, an Tag drei riecht er vielleicht etwas schräg, und erst danach kommt richtig Bewegung rein. Genau deshalb lohnt es sich, dranzubleiben und nicht sofort aufzugeben, wenn das Glas nicht direkt die große Blubber-Show liefert.

Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Und jetzt darf dein Sauerteig loslegen

Wenn dein Anstellgut nach ein paar Tagen fröhlich blubbert und angenehm säuerlich riecht, hast du den wichtigsten Schritt schon geschafft. Ab jetzt beginnt der Teil, in dem aus Mehl, Wasser und ein bisschen Geduld nach und nach echtes Brot wird.

Am Anfang muss dabei nicht alles perfekt laufen. Sauerteig ist kein Projekt für Perfektionisten, sondern eher etwas für Menschen, die Lust haben, ein Gefühl für Teig zu entwickeln und ihrer Küche ein kleines bisschen zu experimentieren. Mit jedem Auffrischen, jedem Brot und jedem Blick ins Glas lernst du deinen Sauerteig besser kennen.

Das Wichtigste ist es doch Spaß und Freude zu haben… und ein paar leckere Brote zu verschenken :)

Das Thema Selbstversorgung hat dich gepackt? Dann sind  diese Artikel genau das richtige für dich:

Richtig gutes Sauerteigbrot backen

Erdbeermarmelade kochen: 7 Schritte zum köstlichen Fruchtaufstrich!

Vom Gartentraum zum Traumgarten!

Einen Sauerteigstarter selber zu machen ist also ganz einfach. Hast du noch mehr Tipps zum Thema „Sauerteig ansetzen“ parat? Oder Fragen? Dann lass gerne einen Kommentar da!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Tomaten abhärten: So gewöhnst du deine Tomatenpflanzen ans Draußenleben

Nach der Aussaat und Aufzucht der Jungpflanezen wartet im Mai der nächste Meilenstein auf deine Tomaten: Der Umzug nach draußen. Damit der gelingt, solltest du deine Tomaten abhärten – wie das geht, schauen wir uns heute an!

Inhaltsverzeichnis
Warum du Tomaten abhärten solltest
Tomaten abhärten: So gehst du Schritt für Schritt vor
Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Tomaten zu pflanzen?
Der beste Standort für Tomaten
Was ist der richtige Pflanzabstand für Tomaten?
Wie pflanzt du Tomaten richtig?
Welche Rankhilfe ist für Tomaten die richtige?
Tomatenhaken: Kleiner Helfer, großer Effekt
Häufige Fehler beim Tomaten abhärten

Wenn deine Pflanzen schon recht groß sind und im Haus auf ihren Auszug warten, ist es wichtig, nichts zu überstürzen. Besser ist es, sie Schritt für Schritt an die Welt da draußen zu gewöhnen. Du härtest deine Tomaten ab und bereitest sie auf all das vor, was sie im Freiland erwartet.

Denn auch wenn Tomaten später echte Sonnenkinder sind, kennen sie aus ihrer Jugend meistens nur das gemütliche (und eher langweilige) Leben im Anzuchtregal. Wind, direkte Sonne, kühle Nächte und Temperaturschwankungen können deine Jungpflanzen ganz schön aus der Fassung bringen.

Wie du deine Tomaten gut auf die neue Umgebung vorbereitest und was beim Pflanzen später wichtig ist, schauen wir uns jetzt ganz in Ruhe an.

Warum du Tomaten abhärten solltest

Tomaten sind kleine Frostbeulen mit großem Wärmehunger. Auch wenn sie später am liebsten den ganzen Tag in der Sonne baden, müssen sie sich daran erstmal gewöhnen – sonst droht ein fieser Sonnenbrand!

Wenn du deine Tomaten direkt aus dem Haus in die pralle Sonne setzt, mutest du ihnen ziemlich viel auf einmal zu. Die Blätter sind empfindlich, der Wind ist ungewohnt und auch die Nächte können noch frisch sein. Das Ergebnis: Stress und Wachstumsstockungen. Das kannst du deinen jungen Tomaten wirklich ersparen.

Tomaten abhärten bedeutet nichts anderes, als sie langsam an die Bedingungen draußen heranzuführen. Schritt für Schritt, Tag für Tag. So bauen die Pflanzen Widerstandskraft auf und kommen viel besser mit dem Umzug klar.

Tomaten abhärten im Freien

Tomaten abhärten: So gehst du Schritt für Schritt vor

Am besten beginnst du ungefähr eine Woche vor dem geplanten Auspflanzen mit dem Abhärten. Dafür stellst du deine Tomatenpflanzen anfangs nur für kurze Zeit nach draußen – am liebsten an einen geschützten, hellen Platz ohne knallige Mittagssonne.

In den nächsten Tagen dürfen sie dann Schritt für Schritt länger draußen bleiben und sich nach und nach an Sonne, Wind und schwankende Temperaturen gewöhnen. Wenn das Wetter mitspielt, können sie schon bald den ganzen Tag im Freien verbringen – nachts wollen sie aber wieder ins Haus.

Nach etwa einer Woche sind die Pflanzen in der Regel gut vorbereitet und bereit für ihren endgültigen Platz im Beet, Gewächshaus oder Topf. Wichtig ist dabei vor allem, dass du es nicht überstürzt angehst. Deine Tomaten sollen sich langsam an die neuen Bedingungen gewöhnen.

Hol dir den Tomaten-Masterplan!

Bist du auch so Tomaten verliebt und bekommst eigentlich nie genug von den leckeren roten Früchten? Dann lade dir doch den Tomaten-Masterplan herunter und sicher dir alle Tipps, um eine dicke Tomatenernte einzufahren.

Im Masterplan findest du eine komplette Schritt für Schritt Anleitung für den Anbau der süßen Früchtchen und meine liebsten Tipps, Tricks und Sortenempfehlungen gibt’s obendrauf.

Alles, was du wissen musst: Von der Aussaat übers Pikieren, Pflanzen, Pflegen und Ernten, habe ich für dich kompakt zusammengefasst. Trag deine Emailadresse einfach hier ein, und der Tomatenplan flattert in dein Postfach:

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Tomaten abzuhärten und zu pflanzen?

Der richtige Pflanzzeitpunkt hängt vor allem davon ab, wo deine Tomaten später wachsen sollen. Wenn du ein Gewächshaus hast, kannst du meist schon ab Mitte April pflanzen, weil die Bedingungen dort geschützter sind und kalte Nächte besser abgefedert werden.

Sollen deine Tomaten dagegen im Freiland, auf dem Balkon oder im Tomatenhaus wachsen, wartest du besser bis nach den Eisheiligen Mitte Mai. Dann ist die Frostgefahr in der Regel vorbei und deine Tomaten sicher. :)

Und was ist der beste Standort für Tomaten?

Tomaten lieben es warm, sonnig und möglichst regensicher. Am wohlsten fühlen sie sich an einem Platz, an dem sie den ganzen Tag Licht bekommen und gleichzeitig vor Regen geschützt sind. Das ist besonders wichtig, weil Tomaten recht anfällig für Braunfäule sind.

Diese Krankheit hat vor allem dann leichtes Spiel, wenn die Blätter über längere Zeit feucht bleiben. Ein regengeschützter Standort ist deshalb oft wichtiger, als man zuerst denkt. Besonders gut wachsen Tomaten im Gewächshaus, im Tomatenhäuschen, an einer geschützten Hauswand, unter einem Dachvorsprung oder auf einer überdachten Terrasse.

Neben dem Standort spielt auch der Boden eine große Rolle. Tomaten mögen humusreiche, tiefgründige und lockere Erde, die Wasser gut ableitet und trotzdem genügend Nährstoffe speichert. Staunässe vertragen sie überhaupt nicht, aber auch ein ausgelaugter, knochentrockener Boden macht sie nicht gerade glücklich.

Tomaten abhärten

Was ist der richtige Pflanzabstand für Tomaten?

Mit einem weiten Pflanzabstand von 50 x 60 cm gehst du sicher, dass genug Luft zwischen deinen Tomatenpflanzen zirkulieren kann. Das ist super wichtig, um der Braunfäule vorzubeugen.

Wie pflanze ich Tomaten richtig?

Sobald deine Tomaten gut abgehärtet sind und auch der Pflanzzeitpunkt passt, dürfen sie endlich an ihren endgültigen Platz ziehen. Heb dafür ein schön großzügiges Pflanzloch aus, denn Tomaten mögen es gar nicht, eingequetscht zu werden.

Ins Pflanzloch kannst du direkt eine Handvoll Hornspäne oder Schafwollpellets geben, damit deine Pflanzen von Anfang an gut versorgt sind. Beim Einsetzen darfst du Tomaten ruhig etwas tiefer pflanzen, als sie vorher im Topf standen. Das ist sogar richtig clever, weil sie am unteren Stängel zusätzliche Wurzeln bilden und dadurch kräftiger und standfester werden.

Alle Blätter, die später den Boden berühren würden, solltest du vorher entfernen, damit Krankheiten es schwerer haben. Danach drückst du die Erde rund um die Pflanze vorsichtig an und gönnst jeder Tomate eine ordentliche Portion Wasser. Wenn du im Gewächshaus oder Tomatenhaus pflanzt, achtest du außerdem darauf, dass die Pflanzen nicht direkt an Folie oder Glas stehen, denn dauerhafter Kontakt mit feuchten Flächen begünstigt Pilzkrankheiten.

Tomatenhaken: Ein super Helfer für eine dicke Tomatenernte!

Die richtige Rankhilfe für Tomaten

Die meisten Tomaten brauchen beim Wachsen eine gute Stütze, damit sie gesund nach oben wachsen und unter dem Gewicht ihrer Triebe und Früchte nicht irgendwann umkippen oder abknicken.

Nur Buschtomaten und viele Wildtomaten kommen oft auch ohne Rankhilfe ganz gut zurecht. Im Gewächshaus haben sich Schnüre besonders bewährt. Sie werden an der Decke befestigt und reichen bis zum Boden, sodass du deiner Tomate beim Pflanzen eine lockere Schlinge um den unteren Bereich geben kannst. Während sie wächst, hängst du sie dann nach und nach immer wieder in die Schnur.

Auf dem Balkon, im Topf oder im Tomatenhäuschen funktionieren dagegen Bambusstäbe, Metallstangen oder Tomatenspiralen sehr gut. Wichtig ist bei jeder Variante vor allem, dass die Rankhilfe stabil genug ist und auch wirklich lang genug ausfällt. Mindestens 1,80 Meter sollten es schon sein – sonst steht deine Tomate schneller oben an, als dir lieb ist.

Tomatenhaken: Kleiner Helfer, großer Effekt

Wie wär’s mit einem Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.

Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

Tomaten abhärten: Rankhilfe

Häufige Fehler beim Tomaten abhärten

Beim Tomaten abhärten sind es oft gar nicht die großen Patzer, die Probleme machen, sondern eher die kleinen Ungeduldsmomente zwischendurch. Schnell denkt man: Ach, das Wetter ist doch heute schön, die können jetzt bestimmt direkt den ganzen Tag raus. Genau da wird’s für viele Tomaten aber schwierig.

Junge Pflanzen müssen sich erst an direkte Sonne gewöhnen, sonst reagieren die Blätter schnell mit Verbrennungen. Auch kühle Nächte oder starke Temperaturschwankungen können ihnen ganz schön zusetzen, wenn sie zu früh zu lange draußen bleiben. Dazu kommt noch der Wind, der oft unterschätzt wird. Was für uns nur nach einem harmlosen Frühlingslüftchen aussieht, kann für ungehärtete Tomaten schon ziemlich stressig sein.

Am häufigsten scheitert das Abhärten deshalb nicht am Wetter, sondern an der Ungeduld. Dabei dauert es nur ein paar Tage, die sich wirklich lohnen. Wenn du deine Tomaten Schritt für Schritt an draußen gewöhnst, starten sie deutlich kräftiger und entspannter in die Saison.

So, jetzt bist du bereit, deine Tomatenpflanzen optimal auf den Umzug ins Gewächshaus, oder ins Freiland vorzubereiten und einer dicken Tomatenernte steht nichts mehr im Weg! :)

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