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Erste Hilfe für Tomaten bei Kraut- und Braunfäule

Die Kraut- und Braunfäule ist eine der fiesesten Tomaten-Krankheiten überhaupt, und kaum ein Garten bleibt von ihr verschont. Aber keine Sorge: Es gibt Möglichkeiten, der Krautfäule die Stirn zu bieten! ;)

Wie du der gefürchteten Krankheit bei deinen Tomatenpflanzen vorbeugst und was du tun kannst, wenn die Kraut- und Braunfäule bereits zugeschlagen hat, erfährst du in diesem Artikel.

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Kraut- und Braunfäule – was ist das?

Die Kraut- und Braunfäule ist eine ziemlich fiese Tomaten-Krankheit, die durch einen Pilz ausgelöst wird. Nicht nur Tomaten, auch andere Nachtschattengewächse wie Kartoffeln sind davon betroffen. Bei Tomaten ist es aber eine der fatalsten und am häufigsten vorkommenden Krankheiten.

Tomaten Kraut- und Braunfäule

Die Sporen von Phytophthora infestans werden vom Wind und Regen übertragen. Egal, wie sorgfältig du deine Tomaten anbaust – es ist ziemlich wahrscheinlich, dass die Kraut- und Braunfäule auslösenden Sporen früher oder später auf deinen Pflanzen landen. Der Trick ist, ihnen von da an das Leben schwer zu machen.

Wie die meisten Pilze liebt Phytophthora infestans feuchtwarme Bedingungen. Nur in einer solchen Umgebung können die Sporen sich auf den Pflanzen breit machen, vermehren und die Kraut- und Braunfäule auslösen.

Du schaust lieber Videos? Dann ist hier die YouTube-Variante dieses Artikels:

Symptome der Kraut- und Braunfäule

In einem verregneten Sommer ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Kraut- und Braunfäule auftaucht. In so einem Jahr ist das Motto: Hab keine Tomaten auf den Augen, sondern schau ganz genau hin, damit du erste Anzeichen sofort entdeckst und handeln kannst!

Braunfäule Tomaten

Du weißt, dass es so weit ist, wenn auf den Blättern und Stängeln deiner Tomaten bräunliche Flecken auftauchen. Auf den Blattunterseiten bildet sich manchmal zusätzlich dazu ein zarter weißer Belag.

In weiter fortgeschrittenen Stadien der Krankheit werden die Blätter schwarz und welken und auch der Stängel wird befallen. Leider können auch die heiß ersehnten Früchte dann betroffen sein: Sie werden braun und hart, die treulosen Tomaten!

Tomate Frucht Braunfäule

Vorsicht ist besser als Nachsicht – wie du der Kraut- und Braunfäule vorbeugst

Du kannst zwar nichts dagegen tun, dass der Wind die Sporen in deinen Gemüsegarten trägt, aber du kannst deinen Tomaten helfen, für den Angriff aus der Luft gewappnet zu sein. Mit den richtigen vorbeugenden Maßnahmen kannst du dem Pilz so ein Schnippchen schlagen und seine Pläne vereiteln.

Maßnahme #1 Sicherheitsabstand

Schon bei der Planung deiner Beetbelegung kannst du eine erste Sicherheitsvorkehrung treffen. Denn die Sporen von Phytophthora infestans überwintern oft in Pflanzkartoffeln und machen sich dann vom Kartoffelbeet aus auf den Weg zu deinen Tomatenpflanzen.

Ein großer Abstand zwischen deinem Kartoffelbeet und deinen Tomaten ist also ein erster Schritt, um die Kraut- und Braunfäule zu verhindern.

Auch das Wissen, dass die Sporen vor allem über die Luft übertragen werden, kannst du bei deiner Beetplanung nutzen. Wenn du weißt, aus welcher Richtung der Wind meistens kommt, dann achte darauf, dass er eher von den Tomaten zu den Kartoffeln weht als andersherum.

Aber Achtung: Denk daran, dass vielleicht auch im Nachbargarten Kartoffeln wachsen. Die Sporen lassen sich vom Gartenzaun nicht abschrecken. ;)

Auch zwischen deinen Tomatenpflanzen solltest du genug Platz lassen. So stecken sich die Pflanzen nicht so schnell gegenseitig an, haben es vor allem aber luftig und trocknen zügig. Auf trockenen Blättern fühlt sich der Pilz nicht wohl – und macht es sich gar nicht erst gemütlich.

Maßnahme #2 Kraut- und braunfäuletolerante Sorten

Du hast bestimmt deine Lieblings-Tomatensorten, die du jedes Jahr anbaust. Wenn du öfter mit Kraut- und Braunfäule zu kämpfen hast, könnte es sich aber lohnen, auch mal braunfäuletolerante Sorten wie „Matina“, „De Berao“ oder „Primabella“ auszuprobieren. Die lassen die Pilzkrankheit ganz schön alt aussehen.

Tomate Jungpflanzen

Besonders, wenn du deine Tomaten im Freiland anbaust, solltest du darauf achten, nur geeignete Sorten zu verwenden. Manche Sorten sind so wasserscheu und empfindlich, dass sie sich wirklich nur im Gewächshaus wohlfühlen.

Eine wichtige Voraussetzung für gesunde und kräftige Tomatenpflanzen ist übrigens auch eine Aussaat zum richtigen Zeitpunkt. Um den nicht zu verpassen, kannst du dir einfach meinen Aussaatkalender zur Hilfe holen.

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    Maßnahme #3 Sauberkeit

    Wenn du im Garten arbeitest, kann es immer mal passieren, dass du Krankheitserreger von einer Pflanze zur nächsten trägst. Das kann über Gartenwerkzeuge, Erde, oder aber auch einfach über deine bloßen Hände geschehen. Und das wollen wir natürlich nicht.

    Um zu verhindern, dass du Sporen der Kraut- und Braunfäule von deinen Kartoffeln zu den Tomaten schleppst, kannst du ein paar einfache Regeln befolgen. Eine Grundregel ist, dass du niemals direkt hintereinander im Kartoffelbeet und an deinen Tomatenpflanzen arbeiten solltest.

    Gartenwerkzeuge, mit denen du die Pflanzen direkt berührst, solltest du regelmäßig waschen. Besonders nach der Kartoffelernte können Grabegabel, Gartenschuhe und Schubkarre mit den Sporen belastet sein. Bevor du dich jetzt deinen Tomaten zuwendest, solltest du für Sauberkeit sorgen.

    Maßnahme #4 Abwehrkräfte stärken

    Du kannst es der Braunfäule nicht nur ungemütlich machen, sondern deine Tomaten auch aktiv stärken. Dazu machst du eine Ackerschachtelhalm-Jauche. Wie das geht, erfährst du in diesem Artikel. Statt Brennesseln verwendest du einfach Schachtelhalm. ;)

    Ackerschachtelhalmjauche

    Mit der verdünnten Jauche kannst du deine Tomatenpflanzen dann regelmäßig gießen und einsprühen. Beides hilft ihnen, sich gegen den Pilz zu wappnen. Aber: Achte darauf, dass die Pflanzen nach dem Einsprühen richtig gut abtrocknen können. Das ist super wichtig!

    Zum Gießen von Tomaten gibt es noch einen Tipp: Achte darauf, sie möglichst vorsichtig zu bewässern, sodass die Blätter nicht mit dem Wasser in Berührung kommen. Denn so beugst du nicht nur feuchten Blättern vor, sondern verhinderst auch, dass mögliche Erreger aus dem Wasser auf die Pflanze gelangen.

    Mulch sorgt (neben all seinen anderen tollen Eigenschaften) dafür, dass das Wasser beim Gießen nicht spritzt.

    Jätest du noch oder mulchst du schon? ;) Falls du die geniale Technik noch nicht kennst, solltest du unbedingt diesen Artikel lesen:

    So funktioniert Mulchen! Schritt für Schritt zum Mulchbeet

    Maßnahme #5 Für Trockenheit sorgen

    Je trockener deine Tomatenpflanzen stehen, desto geringer ist das Risiko, Kraut- und Braunfäule zu erwischen. Das ist auch ein wichtiger Grund, weshalb wir sie so gern in Gewächshäusern und unter Tomatendächern anbauen.

    Ein Dach über dem Kopf ist eine super sinnvolle Maßnahme gegen die Pilzkrankheit. Wenn du die Möglichkeit hast, deine Pflanzen geschützt anzubauen, dann mach das unbedingt. Die Pflanzen werden es dir danken und dich dafür belohnen!

    Aber wähne dich nicht in falscher Sicherheit: Auch im Gewächshaus können deine Tomatenstöcke feucht werden! Sie transpirieren ständig und „atmen“ über ihre Blätter jede Menge Wasser aus. Damit die Pflanzen trocknen können, sollte dein Gewächshaus also immer gut belüftet sein.

    Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, um für trockene Blättern an deinen Pflanzen zu sorgen – im Gewächshaus wie im Freiland. Lass immer ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen und geiz deine Tomaten aus, damit sie nicht zu buschig werden. Wie das geht, kannst du in diesem Artikel nachlesen:

    Tomatenpflanzen ausgeizen und Tipps zur Tomaten-Pflege

    Sobald deine Tomaten etwas größer sind, kannst du auch anfangen, die unteren Blätter zu entfernen. Mit weniger Blättern stehen deine Tomaten luftiger und bieten den Pilzsporen weniger Angriffsfläche.

    Du solltest allerdings nur dann Pflanzenteile entfernen, wenn die Tomaten gerade trocken sind. Beim Entblättern feuchter Tomatenpflanzen entsteht nämlich die Gefahr, dass vorhandene Erreger über die Wunden, die beim Entfernen der Blätter entstehen, eindringen. Genau das gleiche gilt fürs Ausgeizen. Aber das macht an einem sonnigen Tag sowieso mehr Spaß. ;)

    Hast du all diese Vorsichtsmaßnahmen befolgt, solltest du kaum noch Probleme mit der Kraut- und Braunfäule haben. Sie lässt sich mit der richtigen Handhabung erfahrungsgemäß ziemlich gut in Schach halten.

    Ganz auf der sicheren Seite können wir natürlich nie sein: In einem so verregneten Sommer wie in diesem Jahr rechne ich nicht mit einer besonders üppigen Tomatenernte. Aber so ist das nun mal mit dem Gärtnern: Mal fällt die Ernte super großzügig aus, und manchmal eben eher kleiner.

    Hilfe, meine Tomaten haben Kraut- und Braunfäule – was muss ich tun?

    Erst mal tief durchatmen und Ruhe bewahren – du kannst immer noch ganz viel machen, um deine Tomatenernte zu retten. Zunächst solltest du checken, ob du an den vorbeugenden Maßnahmen noch etwas verbessern kannst – die können nämlich auch die akute Situation verbessern.

    Versuche, es deinen Pflanzen so einfach wie möglich zu machen, immer schnell zu trocknen. Dazu kontrollierst du, ob dein Gewächshaus gut belüftet ist, entblätterst die Tomaten und entfernst Geiztriebe. Wenn sie sehr engen stehen, nimm ein oder zwei Tomaten raus.

    Braunfäule: Tomaten entblättern

    Die Pflanzenteile, auf denen du Symptome erkennst, solltest du unbedingt entfernen. Wenn eine Pflanze sehr stark betroffen ist, entfernst du sie am besten komplett.

    Die betroffenen Tomaten kannst du außerdem mit Ackerschachtelhalmjauche besprühen. Die gefällt dem Pilz nämlich gar nicht, stärkt aber die Pflanzen. Wenn du gerade keine fertige Jauche zur Hand hast, greifst du am besten auf eine andere Lösung zurück, um mit der Behandlung sofort beginnen zu können. Denn Jauche braucht ja Zeit, um zu reifen.

    Einfaches Hausmittel gegen Kraut- und Braunfäule

    Eine gute und schnell zubereitete Alternative zu Schachtelhalmjauche ist Salbeitee mit Backpulver. Dazu brühst du einen Liter Tee auf, rührst zwei Teelöffel Backpulver hinein, lässt das Ganze abkühlen und besprühst dann die Pflanzen damit. Achte auch hier wieder darauf, dass die Tomaten zwischen den Behandlungen immer gut abtrocknen.

    Der Salbei und das Backpulver wirken gegen einen neuen Befall mit dem fiesen Braunfäule-Pilz, das verbessert die weiteren Chancen für deine Tomaten ungemein!

    Jetzt heißt es: Daumen drücken, dass du die Krautfäule noch einmal vertreiben konntest! Ich hoffe ja, dass die Wolken sich endlich verziehen und die Tomaten ein laaanges Sonnenbad nehmen können, statt traurig im Regen herumzustehen.

    Du bekommst gar nicht genug von Tomaten und willst mehr wissen? Dann schau doch mal hier rein:

    Tomaten anbauen: Die 7 wichtigsten Tipps für eine große Ernte!

    Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Düngern?

    Deine Tomaten-Blüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

    Wie sieht es bei deinen Tomatenpflanzen aus? Hast du schon mit der Kraut- und Braunfäule zu kämpfen?

    Giftige Zucchini aus dem Garten: Gefahr oder Gerücht?

    Ich liiiiebe Zucchini: Ob gegrillt, im Salat, in einer cremigen Suppe oder im Ratatouille, Zucchini schmecken einfach nach Sommer! Wäre da nicht der bittere Beigeschmack: Die Sorge, sich an einer giftigen Zucchini aus dem eigenen Garten zu vergiften, ist groß. Sie führt dazu, dass die grünen oder gelben Früchte oft nur mit großer Vorsicht genossen oder gar ganz aus dem Garten verbannt werden.

    Das muss aber nicht sein! Denn wenn du weißt, wie du giftige Zucchini erkennst und vermeidest, kannst du die leckeren Früchte aus deinem Garten völlig unbeschwert genießen. :)

    Was macht die Zucchini giftig?

    Zucchini gehören – wie Gurken und Melonen auch, zur Familie der Kürbisgewächse. Eine schlaue Pflanzenfamilie, denn sie konnte sich Jahrtausende lang ziemlich effektiv selbst vor Fressfeinden schützen. Dazu haben die Pflanzen einen Bitterstoff produziert, der hungrige Mäuler abschrecken und ihnen den Appetit ordentlich verderben sollte.

    Die Rede ist von „Cucurbitacin“, das nicht nur bitter schmeckt, sondern für den Menschen leider auch ziemlich giftig ist. Keine Panik – hier kommt schon die Entwarnung: In den Zucchini, Melonen und Gurken, die wir heute kennen, kommt in der Regel kein Cucurbitacin mehr vor.

    Gurkenscheibchen

    Das haben wir unseren Ur-Ur-Ur-Urgroßeltern (okay, vielleicht noch ein paar „Ur“s mehr) zu verdanken. Sie haben die giftigen Zucchini-Vorfahren der Kürbisfamilie nämlich domestiziert und an ihre Bedürfnisse angepasst. Das Cucurbitacin haben sie aus den Pflanzen herausgezüchtet, und Zucchini und Gurken waren nicht mehr giftig, sondern wurden dadurch zu einer leckeren Nahrungsquelle.

    Lediglich die Zierkürbisse, die nicht zum Verzehr, sondern nur für ihr tolles Aussehen gezüchtet wurden, enthalten auch heute noch den Bitterstoff Cucurbitacin. Deshalb sind sie auch wirklich nur fürs Auge genießbar. Da sie aber auch keine Veranlagung für einen leckeren Geschmack haben, dürfte sich die Versuchung, sie zu essen, in Grenzen halten. ;)

    Cucurbitacin Zierkürbisse

    Ist die Sorge vor giftigen Zucchini also völlig unbegründet? Ganz so einfach ist es leider nicht. Es gibt zwei Ausnahmesituationen, in denen es trotz allem dazu kommen kann, dass in Zucchini Cucurbitacin vorkommt.

    Ausnahme #1: Die Pflanzen leiden unter extremem Stress

    Es kann theoretisch passieren, ist aber eher unwahrscheinlich: Wenn die Pflanzen unter starkem Stress leiden, kann die Bildung von Cucurbitacin wieder angekurbelt werden. Für Pflanzen entsteht Stress durch starke Hitze, knallende Sonne oder auch Wassermangel – im schlimmsten Fall sind die Pflanzen allem auf einmal ausgesetzt.

    Du brauchst deine Zucchinipflanzen deshalb aber nicht in Watte zu packen. Sie kommen normalerweise mit heißem Sommerwetter sehr gut klar und lieben viel Sonnenlicht. Für eine Stressreaktion, bei der Cucurbitacin gebildet wird, müssen die Bedingungen wirklich extrem sein.

    Das kannst du tun: Bei längeren Trockenperioden im Sommer solltest du deine Pflanzen regelmäßig gießen. Bei Zucchini reicht es aber normalerweise, einmal wöchentlich, dafür aber gründlich zu gießen. So werden auch die unteren Bodenschichten feucht, und die Pflanzen haben einen kleinen Wasservorrat, der einige Tage reicht. Gießt du eher spärlich, so werden nur die oberen Bodenschichten nass und das Wasser verdunstet schnell.

    Zucchini giftig: Gießen

    Viel weniger stressresistent ist ein anderes Mitglied der Kürbisfamilie: Die Gurke. Die ist eine kleine Diva und möchte gerne ein stetiges, ausgeglichenes Umfeld haben, sonst neigt sie schnell zur Bildung von Cucurbitacin. Das erkennst du an dem bitteren Geschmack, das ist ein Indikator für Cucurbitacin und die Frucht ist dann giftig. Gurken solltest du daher sehr regelmäßig gießen, immer mit derselben Menge Wasser. Über zu viel Sonne beschweren sich Gurken auch. An heißen Sommertagen möchten sie lieber an einem schattigen Plätzchen stehen.

    Übrigens: Gurken und Zucchini, die es zu kaufen gibt, werden in der Regel so angebaut, dass sie nicht in diese Extremsituationen kommen. Da hast du also nichts zu befürchten.

    Hol dir deinen Aussaatkalender!

    Wenn du stets ein volles Erntekörbchen haben möchtest, musst du regelmäßig aussäen und pflanzen. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren und damit du stets das perfekte Zeitfenster abpasst, habe ich dir einen Aussaatkalender erstellt!

    Einfach ausdrucken, an die Wand pinnen und lossäen. Jeden Monat findest du eine Übersicht mit allen Gemüsepflanzen, die du im Haus vorziehen oder direkt ins Freiland säen kannst. Natürlich habe ich auch notiert, wann es an der Zeit ist, dass deine Jungpflanzen in die Beete umziehen. ;)

    Trag dich also hier ein, um den kostenlosen Aussaatkalender herunterzuladen und keine Aussaat mehr zu verpassen:

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      Ausnahme #2: Du verwendest das falsche Saatgut

      Bei gutem Saatgut kannst du darauf vertrauen, dass die genetische Veranlagung, Cucurbitacin zu bilden, einfach nicht besteht. Da haben die Züchter*innen ganze Arbeit geleistet! Sie wissen aber auch genau, worauf sie achten müssen, um einwandfreies Saatgut zu gewinnen und dieselben Eigenschaften von Generation zu Generation weiterzugeben.

      Bei gekauftem Saatgut von einem vertrauensvollen, seriösen Saatguthandel brauchst du dir also überhaupt keine Sorgen machen, dass du Zucchinisamen erwischen könntest, aus denen später giftige Zucchini wachsen.

      Giftige Zucchini: Saatgut

      Anders sieht die Sache aus, wenn du kein gekauftes Saatgut verwendest, sondern aus den Zucchini in deinem Garten eigenes Saatgut für das folgende Jahr gewinnst. Denn keimfähiges Saatgut entsteht nur, wenn an der Pflanze eine Befruchtung stattgefunden hat. Und die erfolgt bei der Zucchini wiederum nur, wenn die Zucchiniblüte mit dem Blütenstaub einer anderen Pflanze in Kontakt gekommen ist.

      Und dabei stellt sich eine große Frage: Wer ist diese andere Pflanze??? Das wissen wohl nur die Insekten, die den Blütenstaub für die Bestäubung aus einer Blüte dieser mysteriösen Pflanze mitgebracht haben.

      Die Frage wäre auch gar nicht so wichtig, wenn Zucchiniblüten nur mit dem Blütenstaub anderer Zucchinipflanzen befruchtet werden könnten. Dann wären die Nachkommen einfach immer Zucchini. Das ist aber leider nicht der Fall.

      Biene in Zucchiniblüte

      Da Zucchini und Zierkürbisse so nah miteinander verwandt sind, ist es durchaus möglich, dass es zwischen ihnen zu Kreuzungen kommt. Zieht man dann Pflanzen aus solchem Saatgut, bekommt man eine Mischung aus beiden Pflanzen. Also quasi „Kürchinis“ oder „Zucchirbisse“. ;)

      Das Problem dabei ist, dass diese von außen manchmal genau wie Zucchini aussehen, aber ein paar Merkmale der Zierkürbisse geerbt haben – zum Beispiel die Eigenschaft, Cucurbitacin zu bilden. Und in so einem Fall kann es eben dazu kommen, dass du unwissentlich einen Undercover-Zierkürbis heranziehst. An dieser vermeintlichen Zucchinipflanze können dann giftige „Zucchini“ wachsen.

      Das kannst du tun: Zucchini- und Gurkensaatgut lieber nicht selbst gewinnen, sondern kaufen. Es ist auch super ärgerlich, die Pflanzen liebevoll groß zu ziehen und dann zu merken, dass das ganze leider völlig umsonst war. Alternativ kannst du dich natürlich auch stärker mit Züchtungstechniken auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass die weiblichen Zucchiniblüten auch wirklich mit Pollen von einer anderen Zucchinipflanze bestäubt werden.

      Schaut mal, dieses Buch ist wirklich hilfreich, wenn du dich näher mit der Züchtung von Gemüsesamen beschäftigen möchtest.

      Wie erkenne ich giftige Zucchini?

      Keine Sorge, du wirst keine giftige Zucchini essen, ohne es zu bemerken. Denn Cucurbitacin hat immer zwei Eigenschaften: Es ist giftig und es ist extrem bitter. Wenn du eine giftige Zucchini erwischen solltest, wirst du das also auf jeden Fall sofort am Geschmack merken. Dieser bleibt auch bestehen, wenn du die Zucchini kochst oder grillst. Besonders wenn ich eine größere Menge Zucchini und Gurken verarbeite, probiere ich von den Früchten jeweils ein kleines Stück, um sicher zu gehen, dass sie nicht bitter schmecken.

      Zucchinischeiben

      Also: Finger weg von bitteren Zucchini, dann bist du auf der sicheren Seite.

      Hilfe – meine Zucchini schmeckt bitter! Was soll ich tun? Einfach nicht essen. Die betroffenen Früchte und Pflanzen kannst du einfach auf deinem Kompost entsorgen, dort schadet das Cucurbitacin nicht.

      Wenn jemand unwissentlich von den bitteren Zucchini gegessen hat, solltet ihr zur Sicherheit eine Arztpraxis aufsuchen. Das ist aber wirklich unwahrscheinlich, denn es braucht schon einen starken Willen, um die bittere Frucht hinunterzukriegen.

      Mit Zucchini das gute Nachbarschaftsverhältnis vergiften?

      Kommt dir diese Situation bekannt vor? Du stehst mit einer Zucchini in der Hand am Gartenzaun, winkst deinen Nachbarn fröhlich zu, und diese suchen fluchtartig das Weite.

      Das liegt wohl weniger daran, dass sie befürchten, dass du sie vergiften willst. Wahrscheinlich wachsen die Zucchini in ihrem Garten auch wie blöd, und sie wissen schon gar nicht mehr, wohin damit.

      Zucchini giftig

      Wie wäre es, wenn du statt der Zucchini lieber ein paar Tipps mit ihnen teilst, wie sie sich Abwechslung ins Zucchinibeet und auf den Teller bringen? Ein paar Ideen…

      Zucchini-Tipp #1: Abwechslung anbauen. Zucchini müssen nicht lang und grün sein. Es gibt auch gelbe, runde und gestreifte Zucchini.

      Zucchini-Tipp #2: Wenn es einfach zu viele Zucchini werden, dann ernte doch ein paar Blüten. Die kannst du in Teig tunken und ausbacken. Mhhh…

      Zucchini-Tipp #3: Klein aber oho! Setze auf Qualität statt Quantität. Wenn du die Zucchini jung erntest, schmecken sie viel zarter.

      Zucchini-Tipp #4: Zucchini geht auch süß! Die Früchte lassen sich, genau wie Möhren und Kürbisse, prima verbacken. Sie machen besonders Schokokuchen super saftig und sind außerdem ein gutes Alibi, um noch ein Stückchen Kuchen mehr zu essen. Ist schließlich nur Gemüse, oder? ;)

      Zucchini-Tipp #5: Der nächste Winter kommt bestimmt. Wie wäre es damit, ein paar deiner Schätze haltbar zu machen? Hier findest du eine Rezeptidee zum Einkochen von Zucchini.

      So, ich hoffe, dass du nun bestens für die Zucchinizeit gerüstet bist und all die Infos über Cucurbitacin hoffentlich gut verdaut hast. Zur Belohnung solltest du dir erstmal ein paar gefüllte Zucchini gönnen und ganz sorglos genießen, findest du nicht auch? Hmmm… lecker!

      Falls deine Zucchini noch nicht erntereif sind, kannst du hier lesen, was du zum Anbau unbedingt wissen solltest und wie du die Pflanzen so richtig verwöhnst.

      Der komplette Zucchini-Guide – Zucchini pflanzen, anbauen & ernten

      Hast du schon mal eine giftige Zucchini geerntet oder ist dieses Phänomen bei dir noch nie vorgekommen? Schreib mir das gerne mal in die Kommentare!

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      Gefüllte Vorratskammer

      7 clevere Tricks für eine gut sortierte Vorratskammer

      Eine gut gefüllte Vorratskammer ist eine wahre Schatztruhe und kann dir in so mancher Situation aus der Patsche helfen. Du bekommst Überraschungsbesuch? Kein Problem, für einen schnellen Obst-Crumble hast du alles vorrätig. Oder aber du bist im Januar tagelang eingeschneit und kommst nicht aus dem Haus. Dann ist eine volle Vorratskammer sowas von Gold wert, oder? Okay, ich gebe zu, dieser Fall ist eher unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie. ;)

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      Um deine Vorratskammer optimal nutzen zu können und einen Überblick über deine Vorräte zu behalten, solltest du ein paar Tricks auf Lager haben. Denn wenn du nicht aufpasst, passiert es schnell, dass die Lieblingsmarmelade hinter einer uralten, ungeliebten Konserve verschwindet, oder dass die liebevoll gepulten Erbsen anfangen zu schimmeln.

      Deshalb kommen hier 7 Tricks, die dir dabei helfen, so viel wie möglich aus deiner Speisekammer herauszuholen. Los geht’s!

      Trick #1 Einen Wohlfühlort schaffen

      Du sollst natürlich nicht deinen Lieblingssessel in die Vorratskammer schleppen, sondern einen Ort schaffen, an dem sich deine Vorräte so richtig wohl fühlen. Die perfekte Kombination dafür ist: dunkel, kühl und trocken.

      Gläser in Vorratskammer

      Ist es etwas zu hell, treiben Zwiebeln und Kartoffeln schnell aus. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit fangen getrocknete Lebensmittel manchmal an zu schimmeln. Und Wärme führt bei so ziemlich allem dazu, dass es schneller verdirbt. Deine Gefriertruhe verbraucht bei einer höheren Raumtemperatur übrigens auch mehr Strom. Da Gefrierschränke selber auch Wärme nach außen produzieren, stellst du sie im besten Fall aber gar nicht in die Vorratskammer, sondern in einen anderen kühlen Raum.

      Damit deine Vorratskammer auch wirklich allen gehüteten Schätzen gerecht wird, also sowohl Kartoffeln als auch getrockneten Kräutern und Co behagt, verstaust du jedes Lebensmittel noch ganz individuell im passenden Behältnis.
       Deine Vorratskammer hat ein Fenster und ist daher nicht dunkel? Dann packst du die Kartoffeln am besten in einen Sack und eine luftige Holzkiste unter das unterste Regalbrett – so sollten sie kaum noch Licht abkriegen. Getrocknete Tees und Gewürze verlieren bei Lichteinstrahlung an Aroma, deshalb sollten sie in Metalldosen, dunklen Gläsern oder Papiertüten untergebracht werden. 

      Du hast einen Erdkeller? Du Glückspilz! Erdkeller sind für Kartoffeln und anderes Lagergemüse richtig toll, manchen anderen Vorräten ist es dort aber zu feucht. In so einem Fall teilst du deine Vorräte auf – und bringst Trockenprodukte in einem Schrank in einem anderen Raum unter. 

      Kartoffeln in Vorratskammer

      Trick #2 Gläser in deiner Vorratskammer mit Etiketten beschriften

      Das soll ein Trick sein? Und ob! Denn man lässt es aus Bequemlichkeit schnell bleiben. Und dann? Wie oft hast du schon ein Glas selbst Eingekochtes aus dem Schrank genommen und hattest absolut keinen Schimmer mehr, was es sein könnte? Kürbissuppe oder Aprikosenkompott? Erdbeermarmelade oder Tomatensauce? Eben.

      Ich brauche auch gerne die älteren Vorräte zuerst auf. Nur sieht sich das Apfelmus vom letzten und das von diesem Jahr leider zum Verwechseln ähnlich. Ohne Jahreszahl auf dem Etikett bin ich da ziemlich aufgeschmissen. ;)

      Etiketten organisieren dir aber nicht nur deine Vorratskammer, sie machen aus einem Glas eingemachtem Obst oder Gemüse auch im Handumdrehen ein schickes Geschenk!

      In meine Vorratskammer kommen daher nur noch etikettierte Gläser. Der kleine Mehraufwand nach dem Einkochen erspart dir später viiiiel Verwirrung. ;)

      Hol dir deine Etiketten zum Ausdrucken

      Du bist auf der Suche nach schicken Etiketten zum selber ausfüllen? Dann habe ich hier etwas für dich! Trag dich einfach mit deiner E-Mail-Adresse ein und ich schicke dir eine Vorlage von mehreren super hübsche Etiketten zu – zum Aufkleben oder als kleine Anhänger – je nachdem, was dir besser gefällt.

      Etiketten zum Selber-Beschriften

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        Trick #3 Den Platz in der Vorratskammer optimal ausnutzen

        Die Vorratskammer ist in der Regel nicht unbedingt der größte Raum der Wohnung. Und du kannst super froh sein, wenn du eine hast! Ich habe auch schon in Wohnungen gewohnt, wo ich meinen Wintervorrat in Regalen im Flur untergebracht habe.

        Es lohnt sich daher immer, den Platz, den du hast, möglichst optimal und effektiv zu nutzen. Werde hier ruhig kreativ und überleg dir, wie du in deiner Vorratskammer viel Stauraum schaffen kannst. Clevere Regalsysteme, Schubladen, Kisten, Haken zum Aufhängen von Kräutersträußchen – alles ist erlaubt! Es sollte nur übersichtlich und gut erreichbar sein.

        Ich sortiere ähnlichen Konserven, zum Beispiel die Marmelade, auch gerne so in Kisten, dass die ältesten vorne stehen und ich frisch gekochte Marmelade ganz hinten hineinstellen kann. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich nicht nur du, sondern auch deine Liebsten in der Vorratskammer bedienen – so greifen alle automatisch zum ältesten Glas.

        Marmelade

        Trick #4 Das Richtige einlagern

        Versuche, die Regale in deiner Vorratskammer nicht mit Lebensmitteln zu füllen, die du wahrscheinlich nie aufmachen wirst. Geschenkte Würzöle und Co, die einfach nicht dein Geschmack treffen oder dir viel zu scharf sind, kannst du getrost an jemanden weitergeben, der sich darüber freut und sie aufbraucht. Das ist doch viel besser, als wenn sie bei dir ewig verstauben, Platz wegnehmen und letztendlich leider doch im Müll landen.

        Trick #5 Den Überblick in deiner Vorratskammer behalten

        Du wirst deine eingekochten Schätze nur aufbrauchen, wenn du auch weißt, was in deiner Vorratskammer auf dich wartet. Versuch daher, immer den Überblick zu behalten. Das funktioniert mit einem Vorratskammer-Plan am besten. Der ist ganz simpel: Du schreibst alles hinein, was in die Vorratskammer reinkommt, und markierst alles, was du aufbrauchst.

        Ich hänge diese Liste gern an die Innenseite der Türe zur Vorratskammer, so übersehe ich sie beim Rausgehen nicht. ;)

        Du bekommst so übrigens auch eine richtig gute Idee davon, was du wirklich viel nutzt und immer vorrätig haben solltest. Und es gibt noch einen Vorteil: Du siehst immer, wenn sich etwas dem Ende nähert. So kannst du rechtzeitig für Nachschub sorgen und erlebst keine bösen Überraschungen, wenn plötzlich keine Kartoffeln mehr im Haus sind. ;)

        Dieses System lässt sich übrigens auch prima auf Gefriertruhen anwenden. Da ist es besonders praktisch, denn zumindest ich habe irgendwann keine Ahnung mehr, was in den unteren Lagen verborgen ist.

        Wer das Ganze noch perfektionieren will, kann sich auch ein Whiteboard oder eine Tafel neben die Truhe hängen, und dort einen Grundriss der Truhe aufmalen. Dann schreibst du alles, was sich in der Truhe befindet, an den jeweiligen Platz in der Skizze – mitsamt Mengenangabe. Nimmst du etwas raus, wischst du es einfach weg. So kannst du immer ganz gezielt nach dem greifen, was du brauchst, ohne dich erst durch die halbe Truhe zu wühlen.

        Trick #6 Basics bestellen

        Haltbare Basics wie Haferflocken, Linsen, Reis und Mehl oder Getreide habe ich gerne in großen Mengen vorrätig. Das ist super praktisch: Ich muss fast nie daran denken, sie nachzukaufen und habe immer eine Grundversorgung zu Hause. Gleichzeitig eröffnet sich mir dadurch die Möglichkeit, Großpackungen zu bestellen. Das spart Verpackungsmaterial und ist meistens auch günstiger.

        Trockenvorräte

        Gerade wenn du nicht in einer größeren Stadt wohnst und gerne Biolebensmittel kaufst, ist die Auswahl in den Läden oft eher beschaulich. Da lohnt es sich, zweimal im Jahr einen großen Vorrat online zu bestellen und in der Vorratskammer einzulagern. Natürlich funktioniert das nur, wenn du die Lebensmittel dann auch vernünftig unterbringen kannst. Wenn du in einem alten Haus wohnst, dann denk auch daran, deine Vorräte mäusesicher zu lagern.

        Trick #7 Welche Obst und Gemüse mache ich wie haltbar?

        Damit deine Konserven nicht schlecht werden, ist es ungemein wichtig, passende Methoden zum Haltbar machen zu wählen. Wie das geht? Das sieht bei jedem Obst, Gemüse und Rezept  etwas anders aus.

        Du hast auch ein bisschen die Qual der Wahl. Es stehen dir nämlich jede Menge unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Ob Einkochen, Fermentieren oder Dörren – informier dich, was wofür am besten passt. Und dann halte dich einfach an die Rezepte, die dir Freude bereiten und dir schmecken.

        Fermentierte Vorräte

        Wenn ich deine Einkochlust jetzt geweckt habe und es dir schon in den Fingern kribbelt, du aber noch tausend Fragezeichen im Kopf hast, dann mach doch mit bei meinem Onlinekurs „Obst und Gemüse haltbar machen“. Schau mal, hier findest du ganz viele Informationen zum Kurs.

        Denn was gibt es schon schöneres, als im tiefsten Winter Nudeln mit selbstgekochter Tomatensauce aus den eigenen Tomaten zu genießen und in Erinnerung an die üppige Erntezeit zu schwelgen?

        Du hast Lust auf mehr Artikel zum Haltbar machen und willst noch weiter stöbern? Dann schau doch mal hier vorbei:

        6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst 

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        Wanderratte

        Ratten im Garten? 7 wirksame Tipps, um Ratten zu vertreiben!

        Auch wenn du grundsätzlich für eine große Artenvielfalt bist – Ratten im Garten möchtest du bestimmt trotzdem nicht haben! Falls du aber doch eine oder mehrere davon bei dir entdeckst, brauchst du nicht gleich in Panik zu verfallen. Ich verrate dir in diesem Artikel sieben Tipps, mit denen du Ratten vertreiben kannst. Dann bist du sie ruckzuck wieder los!

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        Wie leben Ratten im Garten?

        Ratten sind bei uns Menschen nicht gerade Sympathieträger. Sie übertragen Krankheiten, vermehren sich unkontrolliert in Windeseile, nagen alles an und fressen, was ihnen vor die Schnauze kommt.

        Andererseits gelten Ratten aber auch als schlau. So meiden sie vergiftetes Futter, sobald ein Artgenosse daran gestorben ist. Fallen, in die eine von ihnen gegangen ist, lassen sie ab diesem Zeitpunkt einfach links liegen. Sie können sich Düfte und Tonfolgen merken und sogar lernen, mit einer einfachen Fernsteuerung umzugehen.

        Und Ratten sind sehr soziale Tiere. Sie leben in Rudeln, achten aufeinander und helfen sich gegenseitig. Sie spielen gern und sind empathisch.

        Welche Ratten leben bei mir im Garten? Drei verschiedene Rattenarten

        #1 Die Hausratte

        Die Hausratte hat ein braun-schwarzes Fell, eine spitze Schnauze und große Ohren und Augen. Ihr Schwanz ist länger als ihr Rumpf und schwebt beim Laufen immer über dem Erdboden, so dass sie keine Schleifspuren hinterlässt. Die Hausratte lebt am liebsten hoch oben – in Bäumen oder Dachspeichern. Sie frisst vor allem Pflanzen und nur in der Not auch Fleisch. Ihr Kot ist schwarz und bananenförmig.

        Die Hausratte stammt aus den Tropen und kam im Mittelalter mit dem Schiff nach Europa. Sie ist nachtaktiv und lebt in Rudeln, die aus 20 bis 60 Tieren bestehen.

        Hausratten können sich das ganze Jahr über fortpflanzen und bekommen durchschnittlich fünf Jungen pro Wurf. Nach fünf Monaten sind sie geschlechtsreif.

        In einigen Bundesländern steht die Hausratte auf der Roten Liste – weltweit ist sie aber nicht vom Aussterben bedroht.

        #2 Die Wanderratte

        Die Wanderratte stammt aus dem Nordosten Asiens und hat sich seit dem 18. Jahrhundert weitflächig auf der ganzen Erde ausgebreitet. Sie besitzt ein grau-braunes bis dunkelbraun-rötliches Fell, eine stumpfe Schnauze, kleine Augen und Ohren und einen dicken Schwanz, der nicht länger ist als ihr Rumpf. Beim Laufen schleift er über den Boden – deshalb siehst du neben Pfotenabdrücken auch Schleifspuren. Wanderratten sind Allesfresser, sie mögen sowohl Pflanzen als auch Fleisch. Ihr Kot ist braun oder grau, sieht von der Form her aus wie überdimensionale Reiskörner und ist ein bis zwei Zentimeter lang.

        Lebensräume der Wanderratte sind die Kanalisation oder auch Erdhöhlen. Wenn sich die Bedingungen in ihrer Umgebung verschlechtern, macht sie sich auf die Suche nach einem neuen Ort, wo sie für sich und ihr Rudel ausreichend Nahrung findet.

        Wanderratten können sich das ganze Jahr über fortpflanzen mit durchschnittlich acht Jungen pro Wurf. Nach drei Monaten sind sie geschlechtsreif. 

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        Hast du immer alle Aussaattermine im Kopf? Nein? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Deswegen lade dir doch einfach den kostenlosen Aussaatkalender 2021 herunter! Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst.

        Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

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          Gefahren durch Ratten im Garten

          Ratten können durch Bisse, Kot und Urin oder Parasiten, die in ihrem Fell leben, verschiedene gefährliche Krankheiten übertragen. Dazu gehören Salmonellen, Tollwut, Tuberkulose, Hepatitis, Leptospirose, SARS, Hantaviren und die Pest. 

          Wenn du ihre Hinterlassenschaften entsorgen möchtest, solltest du deshalb unbedingt Handschuhe und am besten auch eine Maske tragen.

          Weil sie alles in ihrer Umgebung benagen, was sich ihnen bietet, verursachen sie nicht nur Fraßschäden an deinem Obst und Gemüse, sondern beschädigen auch Elektrokabel und Abwasserleitungen, Holz, Karton und Kunststoff.

          Alles, was mit ihrem Urin oder Kot in Berührung kommt, ist nicht nur möglicherweise infektiös, sondern riecht auch sehr unangenehm.

          Fraßspuren Ratte

          Wie erkenne ich, dass Ratten im Garten leben?

          Ratten sind vor allem nachtaktive und scheue Tiere, die sich kaum blicken lassen und im Zweifelsfall flüchten. Du bekommst sie daher selten zu Gesicht.

          Daran erkennst du, dass die Nager es sich in deinem Garten gemütlich gemacht haben:

          • Du findest zwei parallele Fraßrillen an Abfällen, Obst, Gemüse, jungen Trieben, Holz oder Kunststoff
          • Es gibt plötzlich kleine Trampelpfade in deinem Garten, auf denen Kot und Reste von Obst, Gemüse oder sonstiger Nahrung liegen
          • Pfotenspuren, die du siehst, haben vier und fünf Zehenabdrücke. Außerdem erkennst du eine Schleifspur, die vom Schwanz stammt. Wanderratten ziehen ihn hinterher und heben ihn beim Laufen nicht an. 
          • Kot liegt verstreut herum.
          • Es gibt Löcher im Rasen oder im Boden ohne Haufen, die einen Durchmesser von ungefähr acht Zentimetern haben und senkrecht nach unten führen. 
          • Es riecht streng nach Ammoniak – das können entweder Ratten-Hinterlassenschaften sein oder auch eine tote Ratte.
          Rattenloch

          Gibt es eine Meldepflicht, wenn ich Ratten im Garten habe?

          Jetzt wird es etwas amtlich: Ratten gelten nach §2 des Infektionsschutzgesetzes als gefährliche Gesundheitsschädlinge, die meldepflichtig sind.

          Wenn du Ratten im Garten hast, musst du das als Eigentümer dem örtlichen Ordnungsamt melden. Wenn du Mieter bist, meldest du es deinem Vermieter. Die Behörde entscheidet dann, was zu tun ist. Kosten, die entstehen beim Ratten bekämpfen, übernimmt der Eigentümer.

          Wie vermeide ich, dass Ratten in meinen Garten kommen?

          Wenn die Nager sich bei dir häuslich niedergelassen haben, kann das einen ganzen Rattenschwanz an Ärger nach sich ziehen. ;) Deshalb lässt du es am besten gar nicht erst soweit kommen und vermeidest alles, was diese Tiere anlockt.

          So bietest du Ratten kein verlockendes Umfeld:

          • Mülltonnen und Müllsäcke nicht überquellen lassen und immer geschlossen halten.
          • Essensreste nicht über die Toilette oder den Ausguss entsorgen.
          • Kein gekochtes Essen, Knochen oder Fleisch auf den Kompost geben.
          • Den Kompost häufig umsetzen. 
          • Igelfutter, Vogelfutter und Katzenfutter nicht offen herumstehen lassen.
          • Im Winter Kellerfenster, Schuppen- und Garagentüren geschlossen halten.
          • Gartenhäuschen und Garagen regelmäßig aufräumen.
          • Gerümpelecken vermeiden.
          • Lichtschächte mit einem engmaschigen Abdeckgitter schützen.

          Dein Kompost ist bisher eher ein wilder Haufen? Dann lies gern hier alle meine Tipps dazu, wie du richtig guten Kompost ganz einfach selber machen kannst!

          Ratten vertreiben: 7 wirksame Tipps!

          Alles Vorbeugen hat nicht geholfen und du hast Ratten in deinem Garten entdeckt? Jetzt kommt es darauf an, ob es sich um vereinzelte Tiere handelt, die auf der Suche nach einem gemütlichen Plätzchen sind, oder ob sich bereits ein ganzes Rudel häuslich bei dir niedergelassen hat.

          Falls es sich nur um „Erkundungsratten“ handelt, kannst du mit ein paar Hausmitteln versuchen, deinen Garten zur rattenunfreundlichen Zone zu machen.

          Tipp #1: Katzenstreu

          Benutzte Katzenstreu verströmt einen Geruch, der Ratten abschreckt. Schließlich sind die Stubentiger natürliche Feinde der Ratten! Wenn du keine eigene Katze hast, bitte doch in der Nachbarschaft um ein Eimerchen davon – das bekommst du ganz sicher gern überreicht. ;) Dann verteilst du die Katzenstreu an den Orten, wo du Ratten gesehen hast.

          Tipp #2: Terpentin oder Essigessenz

          Auch beim nächsten Tipp dreht sich alles um strenge Gerüche. Du tränkst Lappen mit Terpentin oder Essigessenz und legst sie wie die Katzenstreu an den entsprechenden Stellen aus. Ratten haben super empfindliche Nasen und fühlen sich von strengen Gerüchen abgestoßen.

          Tipp #3: Chilipulver

          Chilipulver finden Ratten alles andere als rattenscharf! Ausgestreutes Chilipulver, dass die Tiere über die Fellpflege in ihre Schnauze bekommen, brennt stark. Sie meiden dann den Ort, an dem sie dieses unangenehme Erlebnis hatten.

          Nach einem kräftigen Regenschauer musst du die Prozedur aber wiederholen.

          Falls du die Chilipflanzen (nicht nur zum Ratten-Bekämpfen) selber anbauen möchtest, lies gerne meine Anleitung dazu:

          Some like it hot – Chili säen, pflanzen, ernten!

          Tipp #4: Ultraschallgeräte

          Ultraschallgeräte erzeugen für Menschen unhörbare hohe Töne, die für Ratten unangenehm sind. Sie helfen übrigens auch gegen Wühlmäuse!

          Ratte in Falle im Garten

          Tipp #5: Fallen

          All das hilft aber nichts, wenn du bereits ein Rattennest in deinem Garten hast. In diesem Fall haben sich die Tiere häuslich niedergelassen und wollen ihr Zuhause nur ungern aufgeben. Darum musst du jetzt stärkere Geschütze auffahren.

          Um die Zahl der Ratten zu dezimieren, kannst du Fallen aufstellen, in die du ihr Lieblingsessen legst. Das können zum Beispiel Käse, Erdnussbutter, Haselnusscreme oder Wurst sein.

          Lebendfallen: Falls du eine Lebendfalle verwendest, musst du mindestens alle sechs Stunden kontrollieren, ob du schon einen Gefangenen hast. Ratten verdursten nämlich schnell und das ist ein unnötig grausamer und qualvoller Tod. Wenn du die Ratte dann an einer entfernten Stelle freilässt, denk daran, dabei unbedingt Handschuhe zu tragen! Rattenbisse sind äußerst schmerzhaft und können Krankheiten übertragen.

          Schlagfallen: Auch Schlagfallen solltest du regelmäßig kontrollieren und die tote Ratte nur mit Handschuhen entsorgen.

          Weil Ratten ziemlich schlau sind, warnen sie sich untereinander, wenn ein Rudelmitglied in die Falle gegangen ist. Deshalb solltest du nach jedem Fangerfolg die Falle woanders aufstellen und einen anderen Köder verwenden.

          Tipp #6: Giftköder

          Im Handel kannst du Festköder mit Gift kaufen, die du auslegst. Das ist aber nicht ganz ungefährlich, weil auch andere Tiere diese Köder fressen und sterben könnten – einschließlich deiner Haustiere!

          Vergiftete Getreidekörner schüttet man in den unterirdischen Rattenbau.

          Tipp #7: professionelle Schädlingsbekämpfung

          Wenn du mit der Rattenplage nicht alleine fertig wirst, ist es eine gute Idee, sich professionelle Hilfe zu holen – auch wenn das Geld kostet. Der Kammerjäger macht dem Spuk schnell ein Ende! Und dann gestaltest du deinen Garten so um, dass er für Ratten keine begehrte Wohnlage mehr ist.

          Ratten sind zwar Schädlinge, die wir nicht im Garten oder im Haus haben wollen, aber auch sie fallen unter das Tierschutzgesetz. Du darfst ihnen keine unnötigen Schmerzen oder Qualen zufügen – das solltest du immer im Hinterkopf behalten beim Ratten-Bekämpfen.

          Du hast auch noch andere ungebetene Gäste in deinem Garten? Hier kannst du nachlesen, was du gegen sie unternehmen kannst:

          DIY-Schneckenring: Die Geheimwaffe gegen Schnecken!

          3 Wege, den Kohlweißling schmetterlingsfreundlich zu bekämpfen

          Weiße Fliege natürlich bekämpfen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

          Hast du auch schon mal Ratten im Garten gehabt? Wie bist du sie losgeworden? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

          Frische geerntete Birnen zum Einkochen.

          Birnen einkochen: von Omas Rezept bis richtig trendy!

          Birnen einkochen ist eine tolle Idee, um das leckere Obst aus deinem Garten das ganze Jahr lang genießen zu können. Denn wie lautet der alte Witz, den du bestimmt auch kennst: Wann sind Birnen reif und lecker? In den zwei Minuten, in denen sie weder steinhart noch matschig sind! ;)

          Auch wenn das jetzt nicht der große Schenkelklopfer ist, zeigt der Witz das Problem mit Birnen: Viele Sorten schmecken zwar super köstlich, sind aber leider nicht gut lagerfähig. Einige Birnenarten kannst du nur wenige Tage lang aufheben, bevor sie sie weich und faulig werden. Deswegen zeige ich dir heute, wie du deine Ernte in köstliche Vorräte verwandelst, die dich aus dem Regal heraus so lecker anlachen, dass du sie sicher bald weggeschlemmt hast!

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          Welche Sorten gibt es und welche eignen sich gut zum Birnen Einkochen?

          Es gibt mittlerweile einige tausend Birnensorten – da kann man schnell mal den Überblick verlieren! Grundsätzlich kannst du aber alle Birnensorten einkochen.

          • Alte Birnensorten:

          Das sind alle Sorten, die es schon vor 1950 gab. Leckere Vertreter davon sind „Gellerts Butterbirne”, „Gute Luise”, „Nordhäuser Forellenbirne” und „Williams Christbirne”. 

          • Neue Birnensorten: 

          Der Begriff „neu“ ist etwas großzügig gefasst. Er meint alle Sorten, die erst nach 1950 aus den Kreuzungen alter Sorten entstanden sind. Dazu gehören „Hortensia”, „Concorde” und „Nojabrskaja”.

          • Resistente Birnensorten

          Diese Birnen sind tough und lassen sich von Krankheiten, Schädlingen und späten Frosteinbrüchen nicht so leicht unterkriegen! Zu den robusten Typen zählen „Alexander Lucas”, „Condo” und die „Bayerische Weinbirne”.

          • Kochbirnen

          Diese Kandidaten sind die „Urform“ der Birnen – sie schmecken frisch vom Baum nicht sehr gut, weil sie weder besonders süß noch besonders saftig sind. Kochbirnen entwickeln ihre Qualitäten erst beim – Überraschung! – Kochen und Einkochen. ;)

          Da behalten sie nämlich ihre feste Konsistenz bei, statt wie ihre edleren Cousins breiig zu werden und zu zerfallen. Mit ihrem Geschmack verfeinern sie Gerichte wie Steckrübeneintopf oder Birnen Bohnen und Speck. Kochbirnen kannst du auch prima im Ganzen zu Hutzelbirnen trocknen.

          Beispiele für Kochbirnensorten sind „Rote Kochbirne”, „Lange Grüne Winterbirne” und „Großer Katzenkopf”. 

          Hol dir deine Einkoch-Etiketten

          Du bist dieses Jahr richtig im Einkochfieber und stellst eine Köstlichkeit nach der anderen her? Super cool! Wie wäre es dann mit ein paar schicken Etiketten, um deine haltbar gemachten Schätze zu beschriften? So weißt du immer ganz genau, welches Glas im Vorratsschrank als nächsten aufgefuttert werden sollte. ;)

          Trag dich gerne hier ein und ich schicke dir die Etiketten per Mail zu!

          Etiketten zum Selber-Beschriften

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            Was brauche ich alles für das Birnen Einmachen?

            Für das Einkochen von Birnen brauchst du kein besonderes Equipment. Das meiste hast du bestimmt schon zu Hause! Du brauchst:

            • 1 großer Topf
            • 1 kleiner Topf
            • Schraubgläser oder Weckgläser 
            • Waage
            • Gemüsemesser
            • Brettchen
            • Stabmixer
            • sauberes Geschirrtuch
            • Thermometer
            • Küchenuhr

            Gläser, Deckel und Gummiringe der Weckgläser sterilisierst du, indem du sie für fünf Minuten in Essigwasser kochst. Jetzt lässt du alles auf einem sauberen Geschirrtuch abtropfen, bis du mit dem Abfüllen beginnst. 

            Ältere Einkochgläser befüllst du dann so, dass immer noch zwei bis drei Zentimeter Abstand zum Glasrand bleiben. Das ist wichtig, weil sich der Inhalt beim Einkochen ausdehnt und mächtig hochsteigt. Wenn du keinen Platz für diesen Expansionsdrang eingeplant hast, drückt sich das Einkochgut frech zwischen Deckel und Rand nach draußen. Das kann auch ein Grund dafür sein, dass sich im Glas kein Vakuum bildet. Und soll ja auf keinen Fall passieren! Die neueren Weck-Einkochgläser kannst du aber getrost bis zum Rand voll füllen, bei denen hält sich das Vakuum trotzdem.

            Beim Einkochen im Wasserbad ist es sehr wichtig, dass das Wasser im Einkochtopf und das Einkochgut in den Gläsern ungefähr dieselbe Temperatur haben. Du solltest das Wasser im Einkochtopf also erwärmt haben, bevor du die Gläser hineinstellst. Damit du immer weißt, wieviel Grad dein Wasser hat, stellst du ein Thermometer hinein.

            Die Einkochzeit beginnt übrigens erst dann, wenn die erforderliche Temperatur erreicht ist!

            Bevor ich dir jetzt einige meiner Lieblingsrezepte zum Birnen-Verarbeiten verrate, möchte ich dir aber noch eine ganz wichtige Sache ans Herz legen: Einkochen im Wasserbad für Kompott oder heiß einfüllen für Marmeladen ist nur bei säurehaltigen Lebensmitteln wie den meisten Obstsorten eine sichere Einkochmethode. Bei säurearmen Lebensmitteln wie Gemüse und Fleisch musst du entweder Säure zugeben oder eine Temperatur von über 100° Celsius beim Einkochen erreichen, um schädliche Mikroorganismen wie Botulibakterien wirksam zu zerstören!

            Bei den Birnen müssen wir uns deswegen keinen Kopf machen, aber wenn du nicht-säurehaltige Lebensmittel wie die meisten Gemüse einkochen möchtest, beschäftige dich unbedingt mit dem Thema Botulismus.

            Birnenkompott einkochen

            Jetzt geht es aber los: Birnen einkochen!

            Na, hast du nach soviel Theorie schon eine ganz weiche Birne? ;)

            Dein Birnbaum ist geplündert und ein Berg leckerer, saftiger Birnen liegt auf dem Küchentisch? Dann lass uns loslegen, Birnen verarbeiten!

            Birnen einkochen nach Omas Rezept: Birnenkompott

            Du brauchst:

            • Saft einer Zitrone
            • 1 kg Birnen
            • 100 ml trockener Weißwein oder Birnensaft
            • 150 g Zucker
            • 4 Gewürznelken
            • 1 Zimtstange

            Einen kleinen Topf ein paar Zentimeter hoch mit Wasser füllen und den Zitronensaft dazugeben.

            Birnen waschen, schälen und vierteln. Das Kerngehäuse entfernen und sofort in das Zitronenwasser legen. Dann eine Minute lang im Zitronenwasser blanchieren. Gut abschrecken und abtropfen lassen.

            Im selben Topf 400 ml Wasser, den Wein, den Zucker, die Nelken und die in Stücke gebrochene Zimtstange ca. drei Minuten lang unter Rühren kochen.

            Birnenviertel in die sterilen Gläser füllen. Mit dem Zuckersud auffüllen und verschließen.

            Die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser stellen und 30 Minuten bei 90 °C einkochen.

            Das Kompott ergibt ungefähr fünf Gläser mit 250 ml Fassungsvermögen und schmeckt super zu Eis, Pfannkuchen oder Grießauflauf!

            Birnen einkochen ganz trendy: Orientalisches Birnen– Chutney

            Du brauchst:

            • 600 g Birnen geputzt und gewürfelt
            • 50 g getrocknete Datteln, in kleine Stücke geschnitten
            • 50 g getrocknete Feigen, in kleine Stücke geschnitten
            • 1 rote Zwiebel, fein gewürfelt
            • ½ Chilischote, in kleine Stücke geschnitten 
            • 100 ml Balsamico Bianco
            • 125 ml Birnensaft
            • 1 Sternanis
            • ½ Zimtstange
            • Salz, Zucker
            • 250 g Gelierzucker 2:1

            Alle Zutaten in einem Topf gut vermischen und unter Rühren zum Kochen bringen. Drei Minuten lang kochen und mit Salz und Zucker abschmecken. Sternanis wieder herausfischen.

            Chutney in sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen.

            Die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser stellen und

            30 Minuten bei 90 °C einkochen.

            Das Chutney ergibt vier Gläser mit 250 ml Fassungsvermögen und schmeckt genial zu Fleisch und Fisch oder Gemüsebratlingen.

            Du willst nicht nur Birnen einkochen? Für Kirschen, Marmelade und Apfelmus habe ich auch tolle Rezepte parat, schau doch mal rein!

            Birnenchutney einkochen

            Kann ich Birnen einkochen ohne Zucker zu verwenden? 

            Jepp, selbstverständlich kannst du deine Birnen auch ganz ohne Zucker einkochen! Die Voraussetzung dafür ist, dass du besonders sauber arbeitest. Wie wäre es, statt dem allgegenwärtigen Apfelmus einmal zuckerfreies Birnenmus einzukochen?

            Birnenmus ohne Zucker

            Du brauchst:

            • 1 kg Birnen

            Birnen putzen und klein schneiden. In einen Topf geben und aufkochen, bis sie zu zerfallen beginnen. Mit einem Stabmixer pürieren und unter Rühren weitere fünf Minuten kochen lassen. Dann in sterilisierte Gläser füllen und Gläser sofort verschließen.

            Die Gläser in einen großen Topf mit erwärmtem Wasser stellen und bei 90° Celsius 30 Minuten lang kochen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

            Das Birnenmus ergibt ungefähr vier Gläser mit einem Fassungsvermögen von 250 ml und ist so richtig lecker zu Eis, Pfannkuchen und Vanillepudding.

            Welche Methoden gibt es noch, um Birnen haltbar zumachen?

            Außer dem klassischen Einkochen im Wasserbad kannst du deine Birnen auch dörren! Dazu schneidest du sie in Scheiben, die ungefähr fünf Millimeter dick sind und trocknest sie bei 50° oder 60° Celsius ungefähr zehn bis zwölf Stunden.

            Viele Kräuter wie Basilikum lassen sich durch Trocknen übrigens auch super haltbar machen!

            Gedörrte Birnenchips

            Birnen in Alkohol

            Eine geistreiche Methode Birnen haltbar zu machen ist es, sie in Alkohol einzulegen! ;)

            Du brauchst:

            • 2 kg Birnen
            • 1 kg Zucker
            • 375 ml Wasser
            • 500 ml Birnengeist 

            Birnen schälen, vierteln und das Kernhaus herausschneiden. Zucker mit Wasser vermischen und in einem Topf aufkochen, bis ein dicklicher Sirup entsteht.

            Sirup über die Früchte gießen und abgedeckt 24 Stunden ziehen lassen. Dann die Birnen herausnehmen und gut in einem Sieb über dem Topf abtropfen lassen.

            Den Sirup so lange sprudelnd kochen, bis nur noch die Hälfte der Flüssigkeit übrig ist. Die Birnen hineingeben und weitere 24 Stunden ziehen lassen, dann wieder herausnehmen. Den restlichen Sirup mit dem Birnengeist mischen. Die Birnen in Gläser schichten und vollständig mit der Flüssigkeit bedecken-

            Die eingelegten Birnen ergeben ungefähr drei Gläser mit einem Fassungsvermögen von einem Liter und sind eine Delikatesse zu Nachspeisen und Wildgerichten. Du kannst ihnen aber auch einfach einen Soloauftritt verschaffen und sie pur genießen! 

            Beim Birnen Einkochen kannst du in jedem Fall kreativ werden – mit ihrem sanften süßen Geschmack sind sie sehr anpassungsfähig und lassen sich harmonisch in jede Geschmacksrichtung einpassen. Also frisch an Werk!

            Birnen einkochen genügt dir nicht – du möchtest jetzt voll einsteigen ins Haltbarmachen? Dann lies gerne hier weiter! 

            6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst

            Die perfekte Tomatensauce einkochen: saugut & super schnell!

            Suppe sicher einkochen mit Anti-Schimmel-Checkliste

            Welche Tipps und Tricks hast du auf Lager beim Birnen Einkochen? Ich bin gespannt auf deine Kommentare!

            Kartoffeln ernten: Wann kann die tolle Knolle aus der Erde?

            Hast du auch schon richtig Kohl- äh Kartoffeldampf auf deine Blauen Schweden, Granolas und Rosa Tannenzapfen, weißt aber nicht, wann der richtige Zeitpunkt für die Kartoffelernte gekommen ist? Keine Sorge, ich erkläre dir hier, woran du erkennst, dass du deine Kartoffeln ernten kannst und wie du auch schon besonders früh in den Genuss der ersten zarten Frühkartoffeln kommst. Also los geht’s!

            Die Vielfalt der Erntezeitpunkte von Kartoffeln

            Es sorgt meistens für reichlich Verwirrung, den richtigen Zeitpunkt zum Kartoffeln ernten abzupassen. Denn es gibt Frühkartoffeln, mittelfrühe Kartoffeln, späte Kartoffeln und sehr späte Kartoffeln.

            Frühe Sorten brauchen meistens nur 90 bis 110 Tage, bis du sie aus dem Boden ziehen kannst. Sehr späte Kartoffeln hingegen fühlen sich bis 170 Tage pudelwohl in deinen Beeten. Und dann gibt es noch Sorten, deren Reifedauern irgendwo dazwischen liegen.

            Pin Kartoffeln ernten
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            Du siehst, eine Universalempfehlung für den richtigen Zeitpunkt zum Kartoffeln ernten gibt es nicht. Es kommt immer darauf an, welche Sorte du eingepflanzt hast. Aber auch die Witterung und der Anbauzeitpunkt wirken sich darauf aus, wann deine Kartoffeln erntereif sind. Wenn du deine Frühkartoffeln schon Anfang April gelegt und sie in kalten Nächsten in ein Vlies eingekuschelt hast, kannst du schon im Juli mit der ersten Kartoffelernte rechnen. Ich finde, diese frühen Leckerbissen schmecken immer nach warmen, satten Frühsommertagen und sind einfach super super lecker!

            Kleiner Tipp: Ich koche die jungen, frisch geernteten Kartoffeln sehr gerne mit Dill und esse einfach einen knackigen Salat dazu. Ein richtiger Gaumenschmaus, findest du nicht auch?

            Späte Kartoffeln wollen im Unterschied zu den Frühkartoffeln gerne bis in den September oder sogar Oktober im Beet bleiben. Wichtig ist dabei, dass du die späten Kartoffeln vor dem ersten Frost erntest. Merk dir also immer gut, welche Sorte du eingepflanzt hast. ;)

            Wenn Knollen aus dem Boden wollen

            Du kannst den optimalen Erntezeitpunkt also ungefähr an der Zeit abschätzen, die seit dem Einpflanzen vergangen ist. Es gibt aber auch noch weitere Zeichen, die dir zeigen, dass du deine Kartoffeln aus dem Boden holen kannst.

            Oft fällt der Erntezeitpunkt ungefähr damit zusammen, dass das Kraut, also die Blätter, absterben. Du kannst Lagerkartoffeln dann noch ein bis zwei Wochen in der Erde lassen, damit die Schale nachhärtet und sich die Kartoffeln noch besser lagern lassen. Ein hundertprozentig sicherer Indikator ist das Absterben der Blätter aber nicht. In manchen Gegenden passiert das nämlich, besonders bei den frühen Sorten, fast nie.

            Die Blätter deiner Kartoffeln werden bräunlich und es bahnt sich schon die gefürchtete Kraut- und Knollenfäule ihren Weg in deine Pflanzen? Jetzt solltest du wirklich zusehen, dass du die Kartoffeln aus der Erde bekommst, auch wenn die Knollen noch nicht riesig sind. Es ist so ärgerlich, wenn die Fäule in die Knolle geht. Übrigens: Weiter unten widme ich dieser fiesen Fäule auch noch einen ganzen Absatz.

            Wenn du nicht ganz sicher bist, ob deine Kartoffeln schon erntereif sind, kannst du vorsichtig mit der Hand nach ein paar großen Knollen buddeln und testen, ob du die Schale der Kartoffeln mit dem Daumen abreiben kannst. Wenn du sie nicht mehr abreiben kannst, ist der lang ersehnte Zeitpunkt gekommen und du kannst sie aus dem Boden holen. Eine gut ausgereifte Schale ist vor allem bei den späten Sorten wichtig, die du längere Zeit lagern möchtest.

            Kartoffeln sind geerntet und liegen auf dem dunklen Boden.

            Kartoffeln in mehreren Schritten ernten

            Wenn ich es nicht mehr abwarten kann, die Kartoffeln zu ernten und das Laub noch schön grün und nicht angefault ist, ernte ich die frühen Kartoffelsorten auch gerne in mehreren Schritten. Dafür buddle ich – nachdem die Kartoffeln geblüht haben – vorsichtig die größten Knollen aus und knappe sie von der Pflanze ab, ohne die Wurzeln zu verletzen.

            Auf diese Weise haben die kleineren Knollen wieder mehr Platz zum Wachsen und ich eine erste – besonders frühe – Kartoffelernte. Du kannst deine Pflanzen zweimal nach dieser Art beernten, bis in der dritten Runde dann die ganze Pflanze aus dem Boden kommt.

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            Wenn du Lust hast, noch mehr über den Anbau von Gemüse, Mischkultur und Co zu erfahren, dann hole dir doch meinen kostenlosen Gemüsegarten-Pflanzplan! Der Plan ist so ausgelegt, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest und die Beete zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt sind.

            Hier kannst du dich für die Gartentipps und den Pflanzplan eintragen:

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              Kartoffeln ernten: Worauf kommt es an?

              Normalerweise ist die Kartoffelernte der Moment, an dem das Beet komplett auf den Kopf gestellt wird. Das ist aber davon abhängig, wie du deine Kartoffeln angebaut hast.

              Hast du die Kartöffelchen einfach im Boden gepflanzt, lockerst du den Boden am besten vorsichtig mit einer Grabegabel. Dann kannst du die Kartoffeln leicht von Hand ausgraben. Ich liebe es, mit meinen Händen in der krümeligen Erde nach den leckeren Knollen zu graben. Vergiss dabei nicht, die Mutterknolle auszusortieren. Die ist nicht mehr genießbar und kann deine gesamte Ernte faulen lassen, wenn du sie zusammen mit den neuen Kartoffeln einlagerst.

              Wenn du deine Kartoffeln in einem Kartoffelturm angebaut hast, musst du nur die Umrandung entfernen, das Heu oder Stroh zur Seite ziehen und schon purzeln die Kartoffeln hinaus. Wachsen deine Kartoffeln in Tonnen oder großen Kübeln, entferne die Mulchschicht und grabe vorsichtig mit der Hand die Knollen aus.

              Wenn du die Kartoffeln mit meiner No Dig-Methode angebaut hast, stiftest du mit der Ernte bedeutend weniger Chaos im Kartoffelbeet.

              Geerntete Kartoffeln in den Händen.

              Du schiebst, wenn du die Kartoffeln ernten willst, zunächst den Mulch zur Seite, denn Mulch und Kompost solltest du möglichst nicht vermischen. Dann lockerst du dein Beet leicht mit einer Grabegabel auf. Sei aber vorsichtig, damit du die Kartoffeln nicht anpiekst! Nun solltest du die Kartoffelpflanzen vorsichtig aus dem Boden ziehen können, mitsamt den neuen Knollen.

              Kartoffeln pflanzen ohne das Beet umzugraben? Häh? Falls du dich fragst, wie das gehen soll, schau doch mal in diesem Artikel vorbei:

              Kartoffeln pflanzen ohne Umgraben: So funktioniert´s!

              Direkt nachdem du deine Kartoffeln geerntet hast (und dafür muss es unbedingt trocken sein) kannst du sie ein bis zwei Stunden an einem schattigen Plätzchen an der frischen Luft liegen lassen, damit die Schale weiter aushärten kann. Das macht sie besser lagerfähig. Aber Vorsicht: Bereits nach wenigen Stunden im Sonnenlicht fangen Kartoffeln an, das giftige Solanin zu bilden. Also denke daran, sie rechtzeitig in den Keller zu bringen.

              Vor allem die frühen Kartoffeln kannst du gleich nach der Ernte in die Küche verfrachten. Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen bei dem Gedanken an gekochte Dillkartoffeln, Kartoffelbrei oder Sesamkartoffeln aus dem Ofen… :)

              Manche Sorten brauchen aber ein bisschen mehr Zeit, um ihr Aroma zu entfalten, und verändern durch Lagerung ihre Konsistenz, sodass sie beim Kochen nicht so zerfallen. Schau am besten mal in die Sortenbeschreibung deiner Kartoffeln.

              Die ewige Geschichte der Krautfäule und der ollen Knollen

              Ich habe sie ja oben schon erwähnt: die fiese Kraut- und Knollenfäule. Ganz besonders in nassen Sommern geht der Pilz, der dir Krankheit verursacht, schnell in die Pflanzen und sie haben kaum Zeit, große Knollen auszubilden. 

              Du erkennst eine Infektion daran, dass die Blätter der Kartöffelchen zunächst braun werden und dann auf der Blattunterseite von einem silbrig weißen Pilzrasen glasiert werden. Das ist leider leider ein ziemlich sicheres Todesurteil für die Blätter. Sie sterben frühzeitig ab. Doch damit nicht genug: Die Krankheit breitet sich auch weiter auf die Knollen aus.

              Du kannst das zumindest ein wenig aufhalten, wenn du die Stiele der Blätter abbrichst, sobald sich der Pilz an ihnen gütlich tut. Entsorge die Blätter unbedingt in der Biotonne, nicht auf dem Kompost, damit sich die Fäule nicht weiter ausbreitet.

              Kartoffellaub mit Krautfäule.

              Grundsätzlich kannst du einem Befall etwas vorbeugen, wenn du darauf achtest, die Kartoffeln von Anfang an luftig und nicht zu dicht zu pflanzen, sodass die Luft gut zirkulieren kann und Blätter schnell abtrocknen. Pflanze Kartoffeln nicht nach oder direkt neben Tomaten, weil die auch sehr anfällig für diese fiese Pilzinfektion sind. Wenn du das Immunsystem deiner Kartoffelpflanzen boosten willst, kannst du sie regelmäßig mit einem Tee aus Ackerschachtelhalm besprühen.

              Und ganz generell sind frühere Sorten weniger gefährdet als spätere, von der Kraut- und Knollenfäule überfallen zu werden.

              Kein Frieden zwischen Erdäpfeln und Äpfeln

              Kartoffeln lieben es, dunkel, luftig und bei niedriger Temperatur von 3-4 °C zu lagern. Denn je nach Sorte fangen manche Kartoffeln an, bei Temperaturen über 4°C auszutreiben. Gerade in warmen Wintern bilden sie schnell Keime. Du möchtest ja aber das Keimen bis Ende Februar verhindern, um die volle Triebkraft der Knollen zu erhalten.

              Das optimale Lagermilieu für Kartoffeln bieten daher dunkle Keller mit gestampfter Erde. Du kannst sie am besten in Holzkisten, in Leinensäcken oder lose auf Lattenroste gebettet lagern.

              Kartoffeln aus eigener Ernte im Lager.

              Wenn du keinen Keller zur Verfügung hast, musst du deine geernteten Kartoffeln mindestens dunkel lagern, denn die Knollen werden grün, wenn sie im Licht liegen, und bilden das giftige Solanin.

              Außerdem sollten Kartoffeln eingelagerten Äpfeln auf keinen Fall zu nahe kommen. Das liegt daran, dass Äpfel Ethylen absondern, das die Kartoffeln schneller verderben lässt. Wenn du darauf Rücksicht nimmst, solltest du keine Schwierigkeiten haben, die eigene Kartoffelernte zu lagern und sie so fast das ganze Jahr über zur Verfügung zu haben.

              Kleiner Tipp: Behalte dir genügend schöne Kartoffeln aus deiner Ernte als Pflanzkartoffeln fürs nächste Jahr zurück – besonders von deiner Lieblingssorte!

              Ich habe Kartoffel! Das bedeutet auf Französisch, dass man fit und energiegeladen ist. Ein ziemlich tolles und passendes Bild, finde ich. Du bist auch so ein großer Kartoffel-Fan wie ich und kannst gar nicht genug bekommen von den tollen Knollen? Dann stöbere doch einfach noch ein bisschen weiter auf dem Blog:

              Warum Kartoffeln in der Selbstversorgung so wichtig sind

              Grüne Kartoffeln nicht wegschmeißen: Mach das stattdessen!

              Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

              Na, hast du noch mehr Tricks für die Kartoffelernte in petto? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

              Gärtner-Boom in Corona-Zeiten: Welchen Einfluss hat die Pandemie?

              Heute kommt ein etwas anderer Artikel. Denn das Thema ‚Corona‘ habe ich bisher komplett ausgeklammert. Ich brenne schließlich für Gemüseanbau, Selbstversorgung und Nachhaltigkeit – und nicht ganz so sehr für Epidemiologie, muss ich gestehen.

              Nach anderthalb Jahren Pandemie ist es aber spannend, zu beobachten, dass das eine gar nicht so einfach vom anderen zu trennen ist. Gärten sind auf einmal wieder weniger reine Erholungsorte, sondern dienen vermehrt dem Gemüseanbau. Und vielen von uns ist bewusst geworden, wie abhängig wir mit unserem Konsum sind, und wie problematisch das sein kann.

              Das fand ich super interessant und wollte genauer wissen, was es mit dieser Veränderung auf sich hat. Genau darum geht es in diesem Artikel. Außerdem erfährst du, welche Mission und Vision ich mit diesem Blog habe und was das Ganze mit Corona zu tun hat. Am Ende habe ich auch eine große Bitte an dich, also bleib dran. Es wird spannend, versprochen!

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              Wie die Corona-Pandemie unseren Konsum verändert

              Meine Neugier über die Auswirkungen der Pandemie auf unser Konsumverhalten hat mich zu einer kleinen Recherche bewegt. Ein paar Effekte waren in den Medien ja sehr präsent: Zum Beispiel das Bedürfnis, sich einen Jahresvorrat an Klopapier zuzulegen. Wer stand im Frühjahr 2020 schließlich nicht mindestens einmal vor gähnender Leere, wo sich sonst Berge an Toilettenpapier stapeln?

              Jaja, ich weiß: Klopapier ist Schnee von gestern (oder im besten Fall Altpapier von gestern). Aber wie sieht es mit Hühnern aus? Ja, richtig gehört, Hühner! Auch die Nachfrage nach Legehennen-Küken ist seit Beginn der Pandemie nämlich so sehr gestiegen ist, dass sie zwischenzeitlich richtig schwer zu kriegen waren.

              Küken

              Ich finde es ja super, dass so viele Menschen aufs Huhn gekommen sind und nun genau wissen, welche Henne ihr Frühstücksei gelegt hat.

              Und nicht nur selbst erzeugte Eier wurden beliebter: Viele Menschen haben auch angefangen, ihr eigenes Brot zu backen. Vielleicht erinnerst du dich: Mehl wurde vielerorts in den Supermärkten rationiert, und Hefe war zeitweise quasi nur noch auf dem Schwarzmarkt zu bekommen. ;)

              Der Selbermachen-Boom ging sogar so weit, dass der Druckeinkochtopf, den ich zum Einkochen von Gemüse und Fleisch verwende und gerne weiterempfehle, seit über einem Jahr komplett ausverkauft ist. Falls auch du noch auf so einen wartest: Halt durch, irgendwann klappt das bestimmt!

              Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat in einer Studie veröffentlicht, dass sich unser Einkaufsverhalten auch in Hinsicht auf die Qualität der Lebensmittel verändert hat. Demnach sind regional und ökologisch erzeugtes Obst und Gemüse, aber auch Milchprodukte und Fleisch in Bio-Qualität beliebter denn je.

              Auch wenn solche Statistiken mit Vorsicht zu genießen sind und bestimmt nicht alle Teile der Bevölkerung betreffen, finde ich diese Entwicklung super positiv – sie stimmt mich richtig hoffnungsvoll!

              Durch Corona werden wir immer mehr Gartenverrückte!

              All die Gärtner und Gärtnerinnen unter euch haben bestimmt festgestellt, dass Gemüsesaatgut dieses Jahr richtig früh schon ausverkauft war und viele Saatguterzeuger*innen ihre Onlineshops vorrübergehend sogar geschlossen haben, weil sie von so vielen Bestellungen überrollt wurden.

              Die Pandemie hatte also offenbar den Nebeneffekt, dass viele Leute angefangen haben, ihren Garten mit Gemüsebeeten zu bestücken und eigenes Gemüse zu ziehen. Ein richtiger Selbstversorgungs-Boost, sozusagen!

              Ich habe auf meinem Youtube-Kanal mal nachgefragt, wie lange ihr schon gärtnert. Über 10000 (!!!) Menschen haben geantwortet: Ziemlich genau 25 % von ihnen haben erst während Corona mit Gärtnern angefangen. Das ist schon eine ganze Menge an Gartennachwuchs in so kurzer Zeit, finde ich.

              An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle fürs Mitmachen und Abstimmen und herzlich Willkommen an alle Gartenneulinge – ihr habt euch das weltbeste Hobby ausgesucht!

              Pandemieprojekte oder neues Bewusstsein?

              Warum haben wir unser Konsumverhalten ausgerechnet während einer Pandemie so sehr verändert? Da kann ich tatsächlich nur spekulieren. Mir sind aber ziemlich viele Faktoren in den Sinn gekommen, die da wahrscheinlich ihre Finger mit im Spiel hatten. Ich lasse dich einfach mal an meinen Gedanken teilhaben …

              Das Thema Gesundheit ist gerade allgegenwärtig. Da finde ich es nicht überraschend, wenn wir uns auch mehr Gedanken über die Auswahl unserer Lebensmittel machen und auf ökologische Erzeugung und Frische mehr Wert legen.

              Mir ist aber auch klar, dass viele Menschen sich das gerade in der Pandemie nicht unbedingt leisten können und dass es ein riesiges Problem ist, dass unverarbeitetes, frisches, biologisches Obst, Gemüse und Fleisch für viele einfach zu teuer ist.

              Durch die leeren Supermarktregale ist uns aber auch die Abhängigkeit vor Augen geführt worden, in der wir uns befinden. Wer hat schon noch Vorräte für mehr als vielleicht eine Woche zuhause? Wenn es da zu Lieferschwierigkeiten oder Engpässen kommt, sind wir plötzlich sehr eingeschränkt und machtlos.

              Gleichzeitig ist das Bewusstsein über eine andere Abhängigkeit gestiegen. Nämlich darüber, wie selbstverständlich so kleine Hilfsmittel wie Fertighefe für uns sind. Als Hefe ständig ausverkauft war, sind viele quasi gezwungenermaßen auf Sauerteig umgestiegen – und mussten dabei feststellen, dass das ohne die richtige Anleitung gar nicht soooo einfach ist.

              Das hat aber auch viele Menschen davon überzeugt, wie wertvoll es ist, solche alten Techniken zu kennen, zu beherrschen und zu erhalten. Und das finde ich richtig cool. :)

              Wenn du immer noch auf der Suche nach einer guten Anleitung für Sauerteig bist, dann schau mal hier:

              Sauerteig selber machen

              Das Zuhause in Zeiten von Corona

              Durch Lockdown, Kurzarbeit und Homeoffice haben wir im letzten Jahr auch viel mehr Zeit zuhause verbracht. Und die Zeit haben viele von uns genutzt, um Vorhaben umzusetzen, die schon lange unter den Fingernägeln brannten – wie kreative DIY-Projekte oder eben auch Brot backen und Gemüse anbauen.

              Und natürlich war die gute alte Langeweile etwas, das uns zu Aktivitäten bewegt hat, von denen wir vorher nicht mal ansatzweise wussten, dass es sie gibt, geschweige denn dass sie uns interessieren. Da wurde so manchem sicher das Potential der Kombination aus leerer Zeit, Youtube-Tutorials und der eigenen Kreativität bewusst. Na, was für Erinnerungen kommen da hoch? ;)

              Falls du letztes Jahr genau wie ich Unmengen Marmelade gekocht hast, die immer noch auf ein schickes Etikett warten, dann sind die hier vielleicht was für dich:

              Etiketten zum Selber-Beschriften

                ​Mit dem Absenden bestätigst du die Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Tipps und Angebote zum Thema Selbstversorgung zu schicken.

                Der Garten hat durch die Situation aber auch absolut an Beliebtheit gewonnen. Ein eigener Garten war in dieser Zeit unglaublich wertvoll und hat den Bewegungsspielraum definitiv vergrößert und aufgewertet. Das Paradies schlechthin!

                Und natürlich war dadurch auch die Motivation größer, im Garten zu pflanzen, zu gestalten und es sich draußen so richtig schön zu machen. Baumärkte können davon bestimmt ein Lied singen…

                Hunger auf Wissen und Selbstgemachtes

                Aber auch dieser Blog hier wird seit Beginn der Corona-Pandemie immer häufiger aufgerufen. Tatsächlich wurden viele Schlagworte rund ums Thema Selbstversorgung im letzten Jahr öfter in Suchmaschinen eingegeben als davor. Die Begriffe ‚Garten anlegen‘, ‚Gärtnern‘ und ‚Gemüsegarten‘ sind so drei Beispiele, wo das definitiv der Fall war.

                Das bedeutet wohl, dass es ein riesiges und immer weiter steigendes Interesse an guten Informationen und Anleitungen rund um die Themen Garten, Gemüseanbau und Haltbarmachen gibt.

                Ich hoffe ja, dass das Bewusstsein darüber, wie bereichernd es ist, Dinge selber zu machen, auch nach Corona bleibt. Vielleicht kann die Pandemie tatsächlich dazu beitragen, dass der Job nicht mehr der einzige Lebensmittelpunkt ist, und dass andere Aktivitäten und Bereiche als gleichwertiger angesehen werden.

                Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen

                Und auch ich möchte meinen Teil dazu beitragen! Ich finde die Entwicklung hin zu einer größeren Wertschätzung von Selbstgemachtem und einem Interesse an Selbstversorgung super und möchte das unbedingt unterstützen.

                Ich kann mich erinnern, dass ich oft keine passenden Informationen gefunden habe, wenn ich ein spezielles Gartenproblem zum ersten Mal hatte. Daher habe ich super viel ausprobiert. Das hat langfristig oft zu Lösungen geführt, aber noch öfter zu gescheiterten Experimenten.

                Man braucht schon einen langen Atem (oder sehr viel Gartenliebe), um da nicht aufzugeben. Und ich möchte so gerne, dass möglichst viele Leute sich von solchen Misserfolgen nicht abschrecken lassen, sondern dranbleiben am Gärtnern. Denn Gärtnern kann einen zwar verzaubern, aber man braucht definitiv keine magischen Kräfte, damit das Gemüse wächst.

                Was man stattdessen braucht, ist eine Quelle für verlässliche Erfahrungswerte und praktisches Wissen rund ums Gärtnern. Und genau da sehe ich meine Rolle: Ich möchte gute und hilfreiche Informationen bereitstellen und mein angesammeltes Wissen weitergeben.

                Meine Bitte an Dich

                Aber genau hier kommt der Knackpunkt: Gute Informationen sind nur dann etwas wert, wenn sie auch gefunden werden. Deshalb habe ich eine riesige Bitte an dich: Ich würde mich MEGA freuen, wenn du die Artikel, die du richtig gut und hilfreich findest, weiterempfiehlst und verlinkst.

                So schaffen wir es hoffentlich gemeinsam, ganz viel Garten-Enthusiasmus zu versprühen und noch mehr Menschen mit DIY-Lust anzustecken!

                Meine Mission ist es, die Begeisterung, die bei vielen während der Pandemie geweckt wurde, am Leben zu erhalten und – wenn ich noch ein bisschen weiter träume – sogar noch zu vergrößern.

                Denn was ist schon erfüllender, als das eigene Essen anzubauen und sich dadurch richtig unabhängig und stark zu fühlen? Da lächeln wir sogar über das leere Klopapierregal, denn so schnell wirft uns nicht mal das aus der Bahn.

                Na, welche neuen Skills hast du seit dem Beginn der Corona Pandemie gelernt?

                Schnecke auf Blatt

                DIY-Schneckenring: Die Geheimwaffe gegen Schnecken!

                Argh, dieses Jahr ist ein furchtbares Schneckenjahr! Es war lange so feucht und kühl, dass sich die Schleimer pudelwohl fühlen und wie verrückt an allen zarten Gemüsepflanzen rumknabbern.

                Aber: Ich habe einen richtig guten Trick für dich, damit du die Schneckenparty in deinen Gemüsebeeten ruckzuck beenden kannst. Und alles, was du dazu brauchst, ist ein leerer Joghurteimer.

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                Schnecken im Garten: Engagiere deine leergefutterten Joghurteimer!

                Die effektivste Möglichkeit, Gemüsepflanzen vor Schnecken zu schützen, sind physische Barrieren. So kommen die schleimigen Ganoven gar nicht erst an deine Pflänzchen dran. Logisch, oder?

                Klar, du könntest auch Schneckenkorn streuen, aber davon bin ich gar kein Fan, schon gar nicht, wenn es schonendere Methoden gibt, die auch super gut funktionieren. Schneckenkorn verursacht Leid, wo es keins braucht. Wenn du das in deinem Garten verstreust, können auch Igel und sogar kleine Kinder vergiftet werden. Ich lasse auf jeden Fall lieber die Finger davon. 

                Kleiner Tipp: Es gibt zwei Arten von Schneckenkorn. Wenn du in der letzten Not doch mal zum Schneckenkorn greifst, dann nutze das mit Eisen-III-Phosphat als Wirkstoff, der ist im Gegensatz zu dem Wirkstoff Metaldehyd nämlich ungefährlich für Menschen und andere Tiere.

                Schnecke auf Gemüse

                Aber wieso komme ich jetzt mit einem Joghurteimer daher?! Schauen wir uns den mal genauer an! Am Joghurteimerist ein Rand, der über die Wand des Eimers übersteht. Stell dir mal vor, du wärst eine Schnecke und würdest so einen Eimer hochkriechen wollen. Spätestens an der überstehenden Kante wäre dann Schluss, zumindest wenn du keine mega durchtrainierte Riesenschnecke mit Überhangerfahrung bist. ;)

                Du hast bestimmt schon mal Schneckenringe gesehen, die über junge Pflanzen gestülpt werden, um ihnen die Schnecken vom Leib zu halten. Joghurteimer kannst du nach genau demselben Prinzip verwenden wie diese Schneckenringe, die es extra für diesen Zweck zu kaufen gibt.

                Joghurtkragen, Schneckeneimer, Schneckenjoghurt, Krageneimer?

                Du fragst dich bestimmt, wie du einen stinknormalen Joghurteimer in einen peppigen Schneckenkragen verwandelst. Nichts leichter als das!

                Schnapp dir dazu deine ausgewaschenen Joghurteimer und einen Cutter und schneide den Boden heraus und den Griff ab, damit die Schnecken nicht einfach da dran hochkriechen können. Und fertig ist der selbstgebastelte Schneckenring!

                Den stülpst du dann über die Pflanzen, die du schützen willst, und drückst sie ungefähr 5 cm in den Boden, weil Schnecken ansonsten auch unterirdisch ins Innere kriechen könnten.

                Achte darauf, dass es keine Pflanzenbrücken gibt, also andere Pflanzen, die von außen gegen den Joghurteimer wachsen, sodass über die Schnecken den Rand doch überwinden können.

                Wenn dein Joghurteimer noch einen durchsichtigen Deckel hat, kannst du ihn einfach auf dem Eimer lassen. So erschaffst du ein Mini-Gewächshaus, das die kleinen Pflänzchen auch in kälteren Nächten schön warmhält. Vergiss aber nicht, dein Joghurtbecher-Gewächshaus tagsüber immer mal wieder zu lüften, damit es deinen Pflanzen nicht zu heiß wird.

                Gemüsepflanzen, die besonders schützenswert sind, weil Schnecken sie super lecker finden, sind Kohlpflänzchen, Salate, Gurken, Kürbis, Zucchini und Melonen. Sobald die Pflänzchen groß genug sind, um eine gelegentliche Schneckenattacke wegzustecken, kannst du die selbstgebastelten Schneckenkragen abnehmen und für neu gepflanzte Gemüse verwenden.

                Toll, oder? Gegen Schnecken außer Rand und Band helfen Joghurteimer mit Rand und ohne Band. ;)

                Wenn du lieber Videos schaust als Texte zu lesen, ist hier die YouTube-Variante dieses Artikels:

                Von geplatzten Kragen und Hagelattacken

                Bei den Joghurteimern ist der Rand natürlich längst nicht so groß und unüberwindbar wie bei gekauften Schneckenringen. Wenn du also Schnecken in deinem Garten hast, die eher dem Typ durchtrainierte Riesen-Wegschnecke entsprechen, würde ich dazu tendieren, stattdessen richtige Schneckenringe zu besorgen.

                Damit dir nicht auch noch der Kragen platzt, wenn dein Schneckenkragen schon nach einer Saison kaputt geht, achte darauf, dass die gekauften Kragen eine gute Qualität haben. Die Schneckenkragen werden, wenn die Sonne den ganzen Tag darauf knallt, sonst schnell spröde und brechen auseinander. So sind deine Gemüse nicht mehr geschützt und die Schnecken feiern ein richtiges Festmahl.

                Es gibt da einfach sehr viel Schrott im Internet. Das ist super nervig, weil die Dinger ja lange halten sollen, wenn wir schon Plastik im Garten verwenden.

                Generell kannst du Schneckenkragen aus Plastik und aus Metall kaufen. Der Vorteil an den Kragen aus Metall ist, dass sie nahezu unkaputtbar sind. Der Nachteil: Ein Schneckenkragen aus Metall wird ziemlich heiß und kann zarte Blätter schnell mal schmoren, wenn du nicht darauf achtest, dass das Pflänzchen in der Mitte es Schneckenrings steht und die Blätter das Metall nicht berühren.

                Du musst da für dich abwägen, gibst du lieber mehr Geld für die Kragen aus Metall aus, die haltbarer sind, oder reichen dir auch die günstigeren Kragen aus Plastik, die so eine richtig extreme Hagelattacke möglicherweise nicht immer ganz überstehen?

                Hier findest du Schneckenkragen, die richtig stabil und langlebig sind.

                Die Aufräumpolizei

                Die wenigsten von euch haben sich wahrscheinlich Gedanken darüber gemacht, welche Aufgabe die Schnecken im Garten denn überhaupt haben. Eigentlich sind Schnecken nämlich kleine Aufräumpolizisten. Sie stürzen sich auf abgestorbene Pflanzenteile, um sie zu verwerten und in den Nährstoffkreislauf zurückzuführen.

                Wenn der Garten zu arg aufgeräumt ist, finden die schleimigen Tiere natürlich kaum abgestorbene Pflanzenteile, die sie auffuttern können. Sie weichen dann auf die frischen kleinen Pflanzen aus – es bleibt ihnen ja auch nicht so viel Anderes übrig.

                Außerdem haben ForscherInnen herausgefunden, dass Schnecken größere Pflanzen stressen und dadurch kleinere und schwächere Pflanzen so überhaupt erst eine Chance bekommen, zu ihrer vollen Größe heranzuwachsen. Schnecken erhöhen demnach auch die Artenvielfalt. Das ist auf der wilden Naturwiese natürlich super cool, aber in den Beeten brauchen wir ihre regulierenden Maßnahmen trotzdem nicht.

                Gemüsegarten-Beispielplan

                Wenn du Lust hast, noch mehr über den Anbau von Gemüse, Mischkultur und Co zu erfahren, dann hole dir doch meinen kostenlosen Gemüsegarten-Pflanzplan! Der Plan ist so ausgelegt, dass du das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntest und die Beete zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt sind.

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                  Ablenkungsmanöver: Schneckensnacks im Garten verteilen

                  Dieses Wissen über die Schnecken können wir uns zunutze machen! Du kannst die Schnecken in deinem Garten gezielt „füttern“, sodass sie – satt und rund – deine Gemüsepflanzen in Ruhe lassen. Zum einen können dir da Zwischenkulturen helfen, wie zum Beispiel Tagetes, die du zwischen deine Gemüse oder um die Beete herum pflanzen kannst. Tagetes sind nämlich richtige Schneckenmagneten und obendrein auch noch ein Festmahl für Bienen und andere Insekten.

                  Tagetes

                  Du kannst deinen Schnecken aber auch abgestorbene Pflanzenteile anbieten. Wenn du Blätter, Stiele und Früchte in die Nähe der Gemüse legst, die du schützen möchtest, können sie diese verwerten und machen sich nicht über deine Gemüse her. Richtig gut funktionieren zum Beispiel Kohlblätter, auf die haben die Schnecken so richtigen Kohldampf! ;)

                  Ich weiß, es ist keine besonders ordentliche Lösung, aber ich sage dir, die funktioniert!

                  Es gibt aber auch Gemüse, auf das Schnecken gar nicht so sehr stehen. Hier findest du eine Liste mit Gemüsen, die Schnecken lieber links liegen lassen:

                  24 Gemüse, die Schnecken meiden – Erober dir deinen Garten zurück!

                  Tigerschnegel ahoi: Die Perlensucher im Garten

                  Du hast bestimmt schon gemerkt, dass ich mit der Natur arbeite und nicht einfach nur gegen die Schnecken. Dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass sich ein Gleichgewicht zwischen „Schädlingen“ und „Nützlingen“ im Garten einpendelt. Es gibt viele Nützlinge, die Schnecken oder Schneckeneier futtern: Igel, Tigerschnegel, Weinbergschnecken und Hühner zum Beispiel fressen diese kleinen weißen Perlen im Boden sehr gerne.

                  Vom Tigerschnegel hast du bis jetzt noch nichts gehört? Keine Sorge, es geht ganz sicher nicht nur dir so. Tigerschnegel erfreuen sich nicht gerade der allergrößten Bekanntheit und werden oft einfach für Nacktschnecken gehalten. Wenn du aber einen dieser Schnegel mit dem auffälligen Leo-Print in deinem Garten entdeckst, kannst du dich glücklich schätzen! Er tut sich nicht an deinen Gemüsepflanzen gütlich, sondern schnabuliert munter die Schneckeneier im Boden. Die Raubkatze unter den Schnecken sozusagen. Genial, oder? Halte gut die Augen offen, vielleicht kriecht dir schon bald ein Tigerschnegel über den Weg!

                  Tigerschnegel auf Holz

                  Wenn du also viele Schnecken im Garten hast, ärgere dich nicht! Es gibt so einige sanfte Möglichkeiten, deine Gemüsepflänzchen vor den hungrigen Mäulern zu schützen. Eine super wirksame Methode, deine Pflanzen zu schützen, sind die Schneckenkragen, egal ob selbstgebastelt oder gekauft.

                  Also, schnapp dir Joghurteimer, löffel sie aus und bastele deine eigenen Schneckenkragen! 

                  Denn Schneckenkragen gut – alles gut! ;)

                  Dein Wissensdurst ist noch nicht gestillt? Dann stöbere doch noch ein bisschen weiter auf dem Blog!

                  Hier findest du noch mehr Methoden gegen Schnecken und Nacktschnecken!

                  Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger

                  Dünger selber machen: Brennnesseljauche herstellen!

                  Ich bin ein großer Fan von Schneckenkragen. Was ist deine liebste Methode, um Schnecken von deinem Gemüse fernzuhalten?

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                  Fehler im Tomatenanbau

                  Machst du diese Fehler im Tomatenanbau?

                  Ganz ehrlich: Tomaten aus dem eigenen Garten schmecken vieeel besser als die aus dem Supermarkt! Allerdings gehören Tomaten eher zu den empfindlicheren Gemüsen, weil sie ein paar ziemlich fiese Krankheiten haben. Und damit deine Tomaten richtig gesund wachsen, geht es heute um die häufigsten Fehler im Tomatenanbau, die du dir sparen kannst.

                  Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

                  Fehler #1 im Tomaten-Anbau: Die liebe Ungeduld

                  Der wahrscheinlich größte Fehler, den ich bei vielen HobbygärtnerInnen im Tomatenanbau sehe: Viele sind sehr, sehr ungeduldig und fangen schon super früh mit der Tomatenanzucht an. Ich kann das gut verstehen, schließlich kribbelt es mir im Winter auch immer schon arg in den Fingern und ich würde am liebsten direkt loslegen und mit Volldampf in das neue Gartenjahr starten.

                  Aber so ein Garten ist ein lebendiges und ziemlich ausgeklügeltes System, in dem es Zeitpunkte gibt, die dir Orientierung geben. Richte dich nach den Bedürfnissen der Pflanzen und nicht nach deinen. Da heißt es dann manchmal, sich noch eine Weile zu gedulden, auch wenn es schwerfällt, ich weiß. ;)

                  Um ein YouTube-Video zur Tomaten-Anzucht rechtzeitig veröffentlichen zu können, habe ich letztes Jahr um Weihnachten herum Tomaten aussäen müssen. Diese Tomaten fanden es aber überhaupt nicht lustig, dass sie so lange in ihren kleinen Töpfchen ausharren mussten und sind viel zu lang und zu dünn gewachsen.

                  Im Vergleich zu den Tomaten, die ich zu meinem sonst üblichen Zeitpunkt Mitte März vorgezogen habe, sind die Dezember-Tomaten richtige Spargeltarzane. Die März-Tomaten hingegen, sind schön kräftig und gedrungen gewachsen. Sie wirken, als könnten sie allem, was das Gartenjahr so an Krankheiten, Belastungen und Schädlingen vorzuweisen hat, viel besser die Stirn bieten. Das ist ein Riesenunterschied! Schau selbst, auf der linken Seite des Fotos siehst du die Dezember-Tomate und auf der rechten Bildseite die März-Tomate:

                  Fehler in der Tomatenanzucht

                  Manchmal sagt ein Bild wirklich mehr als tausend Worte. Es ist also super wichtig, den richtigen Zeitpunkt zum Vorziehen deiner Tomaten abzupassen. Zügele deine Ungeduld und säe sie nicht zu früh, aber auch nicht zu spät. Mitte April ist zum Beispiel schon zu spät, denn da bleiben die Pflanzen viel zu lange viel zu klein. Meiner Erfahrung nach ist Mitte März der optimale Zeitpunkt, um Tomaten vorzuziehen, die ins Freiland kommen. Und Ende Februar oder Anfang März ist perfekt, um die Gewächshaustomaten vorzuziehen.

                  Also fang bitte nicht im Januar und erst recht nicht im Dezember damit an, deine Tomaten im Haus zu säen! ;)

                  Wenn du lieber Videos schaust als Texte zu lesen, ist hier die YouTube-Variante dieses Artikels:

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                  Fehler #2 im Tomaten-Anbau: Tomaten brauchen Platz zum Atmen

                  Immer wieder sehe ich diesen Fehler im Tomatenanbau. Die Leute pflanzen ihre Tomaten viel zu dicht nebeneinander. Doch das kann ziemlich fatale Folgen haben! Denn Tomaten haben eine gefürchtete Krankheit: Die Kraut- und Braunfäule, die durch den Pilz „Phytophthora infestans“ hervorgerufen wird. Die Braunfäule kann sich vor allem dann ausbreiten, wenn die Tomaten sehr dicht stehen und feuchte Blätter nicht schnell genug abtrocknen können – dabei ist es ganz egal, ob die Blätter durch Regen, Schwitzwasser im Gewächshaus oder vom Gießwasser nass werden.

                  Der Pilz verbreitet sich über Sporen. Die fliegen durch die Luft oder liegen auf dem Boden. Durch Regengüsse oder Gießwasser werden sie wieder aufgewirbelt und landen dann auf den unteren Blättern deiner Tomatenpflanze. Wenn es dort dann gewisse Zeit feucht ist, können die Pilzsporen auskeimen und deine grünen Freunde befallen. Und darauf können wir wirklich alle getrost verzichten, denn dieser blöde Eipilz führt zu beträchtlichen Ernteeinbußen, besonders wenn er früh im Jahr auftritt.

                  Fehler im Tomatenanbau_Braunfäule vermeiden

                  Deswegen ist es wichtig, dass deine Tomatenpflanzen nicht zu dicht beieinanderstehen, sodass sie schön abtrocknen können und damit Luft zwischen ihnen durchstreichen kann. Deswegen achte beim Pflanzen immer auf einen weiten Pflanzabstand: 45 x 45 cm sind perfekt. Du kannst dich aber auch an der Faustregel orientieren, dass man drei Pflanzen auf einen Quadratmeter pflanzen sollte und am besten nicht mehr.

                  Andere wichtige Pflegemaßnahmen gegen Feuchtigkeit sind das Ausgeizen und das Entfernen der unteren Blätter der Pflanze. Tomaten wollen luftig wachsen und die Blätter sollten den Boden nicht berühren. 

                  Ein kleiner Tipp: Es ist superpraktisch, immer etwas mehr Tomaten anzubauen, als man eigentlich plant. Denn falls einzelne Jungpflanzen nichts werden, weil du sie zu früh in die Freiheit entlassen hast oder die gefürchtete Kraut- und Braunfäule bei dir einfällt und einige deiner Tomaten dahinrafft, dann hast du immer noch genug Pflanzen in petto. 

                  Fehler #3 im Tomaten-Anbau: Sind deine Tomaten regenfest?

                  Kaum ein Gemüse weist so eine hohe Sortenvielfalt auf wie die Tomaten. Es sind allerdings nicht alle Sorten im Freiland gut aufgehoben. Die Sorten, die du guten Gewissens ins Freiland pflanzen kannst, kommen mit Regen und Feuchtigkeit viel besser zurecht und ziehen sich nicht gleich Kraut- und Braunfäule zu, wenn ihre Blätter mal zwei Stunden lang feucht sind.

                  Ein paar von den Sorten, die super freilandgeeignet und robust sind, zähle ich euch hier mal auf:  Matina, Celsior, De Berao, Paprikaförmige und Wildtomaten, Primabella und Cerise. Die liefern auch in verregneten Sommern gute Erträge.

                  Schau also mal, bevor du deine Pflanzen nach draußen setzt, ob deine Sorte überhaupt mit Wind und vor allem Regen klarkommt, oder ob es eine Sorte ist, die im Gewächshaus oder zumindest unter einem Tomatendach vielleicht besser aufgehoben wäre.

                  Tomaten für den Freilandanbau

                  Fehler #4 im Tomaten-Anbau: Kein Dach überm Kopf

                  Es ist immer besser, wenn du deine Tomaten an einem geschützten Plätzchen anbaust, an dem sie nicht nass werden, wenn es draußen regnet. Es sei denn, du baust robuste Freilandsorten an, die brauchen nicht unbedingt einen Schutz.

                  Ansonsten ist es super sinnvoll, Tomaten unter einem Schutzdach anzubauen. Das kann, je nachdem, wie dein Garten so aussieht, ein Gewächshaus sein, ein Tomatendach oder der Dachvorsprung an der Südseite des Hauses – Hauptsache, deine Tomaten kriegen nicht ständig Regen ab und werden dadurch mir nichts dir nichts von der Kraut- und Braunfäule dahingerafft. Das wäre so super ärgerlich!

                  Wenn du Tomaten auf dem Balkon anbaust, dann rück deine Töpfe immer schön dicht an die Hauswand, so dass sie vielleicht noch ein bisschen unter einem Dachvorsprung stehen oder zumindest von der Wand ein bisschen geschützt sind.

                  Ich würde dir auch ans Herz legen, deine Tomatenpflanzen mithilfe von Schnüren, Spiralstäben oder ähnlichem in die Höhe zu ziehen und zu stabilisieren. Besonders in Kombination mit einer Überdachung, einem kleinen Tomatenhäuschen oder im Gewächshaus haben sich die Schnüre bei mir bewährt.

                  Tomaten geschützt anbauen

                  So sind deine Tomaten von oben abgedeckt, gegen Regen geschützt und haben gleichzeitig ein prima funktionierendes Stützsystem.

                  Fehler #5 im Tomaten-Anbau: Du meinst es zu gut mit deinen Tomatenpflanzen!

                  Über den sechsten Fehler, den wir im Gepäck haben, hat mir Florian vom Kanal Selbstversorger Rigotti ausführlich berichtet. Dem habe ich nämlich letztes einen Besuch abgestattet und wir haben gemeinsam sein „Rigottiland“ erkundet. ;)

                  Als Florian seine erste Gartenluft schnupperte, wollte er seine Tomaten so richtig schön verwöhnen. Wir kennen das bestimmt alle: Die Pflanze wächst und gedeiht, sie soll ja schön groß werden – und dabei wollen wir sie mit viel Wasser und mit viel Dünger unterstützen.

                  Aber: Viel hilft nicht immer viel! Wenn du deine Tomaten zu viel düngst und gießt, werden sie wässrig und schmecken ziemlich fad. Denn wenn du sie dauernd gießt, wandert viel Wasser in die Früchte, die dann wässerig werden und viel Geschmack einbüßen, ziemlich logisch, oder?

                  Ganz auf Düngung verzichten solltest du aber auch nicht, denn deine hungrigen Tomatenpflanzen brauchen natürlich Nährstoffe, um kräftig und gut wachsen zu können und um schönviele Blüten und große Früchte auszubilden. Wenn du wissen möchtest, wie meine Düngerrezeptur zusammengesetzt ist, mit der ich richtig gute Erfahrungen gemacht habe, schau doch mal in diesem Artikel vorbei: Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Düngern?

                  Also, gieß deine Pflanzen gut an, bis der erste Wachstumsschub deutlich sichtbar ist und du dir sicher sein kannst, dass deine Tomatenpflanzen gut angewurzelt sind. Ab dann kannst du etwas sparsamer gießen. 

                  Kleiner Tipp: Lieber einmal die Woche richtig viel gießen als jeden Tag ein paar Tropfen, sonst bildet deine verwöhnte Tomate nur ein oberflächliches Wurzelwerk.

                  Fehler #6 im Tomaten-Anbau: Das Wurzelwerk unterschätzen ;)

                  Fehler Nummer sieben ist etwas für die BalkongärtnerInnen unter euch. Ich sehe viel zu oft, dass Leute Tomaten in Kübel pflanzen, die eigentlich viel zu klein sind. Stell dir das ganz bildlich vor: Viele Gemüse haben ein genauso großes Wurzelwerk wie der oberirdische Teil der Pflanze. Das ist bei Balkongemüsen nicht anders.

                  Fehler im Tomatenanbai um Kübel

                  Deswegen sollte der Kübel, in den du deine Balkontomaten pflanzt, unbedingt mindestens 20 Liter fassen, damit die Tomatenwurzeln genug Platz haben und die Pflanzen gut wachsen können. Das ist total wichtig, damit du am Ende auch Spaß an deinen Balkontomaten hast.

                  Das gilt übrigens auch für ganz viele andere Balkongemüse. Sorg dafür, dass sie genug Platz in ihrem Pflanzgefäß haben, damit sie auf deinem Balkon richtig glücklich und groß werden.

                  Fehler #7 im Tomaten-Anbau: Gewächshaustomaten werden nicht bestäubt

                  Wenn du Tomaten im Gewächshaus anbaust, hast du ein großes Problem: Da kommt kaum Wind rein. Das heißt, die Tomaten werden nicht bewegt, sodass die Blüten nicht bestäubt werden. Auch die Insekten, die deine Pflanzen bestäuben, verirren sich nicht so häufig ins Gewächshaus.

                  Deswegen musst du im Gewächshaus unbedingt nachhelfen, um die Tomaten zu bestäuben, damit du eine üppige Tomatenernte einfährst. 

                  Ich habe da einen (vielleicht etwas verrückten) Trick für dich: Halte einfach eine eingeschaltete elektrische Zahnbürste für zehn bis zwanzig Sekunden an den Blütenstängel deiner Tomatenpflanze. So sorgst du für einen gesicherten Pollentransport. Falls du keine elektrische Zahnbürste besitzt, kannst du die Stängel deiner Tomaten auch regelmäßig schütteln – aber nicht zu fest. Sei lieb zu deinen Tomatenpflanzen! ;)

                  Fantastisch, oder? Wenn du nochmal ausführlich nachlesen möchtest, wie dieser verrückte Trick mit der Zahnbürste funktioniert, dann schau dir gerne den passenden Artikel an:

                  Deine Tomaten-Blüten fallen ab? So rettest du deine Früchte und verdreifachst deine Ernte!

                  Tomaten ernten

                  Tomaten sind einfach großartig und ich kann es wirklich kaum noch abwarten, bis die ersten Früchte reif sind. Wenn du von Tomaten auch nicht genug bekommen kannst, dann stöbere doch gerne noch ein bisschen weiter in den Tomatenanbau-Artikel auf dem Blog:

                  Die 8 wirksamsten Mischkultur-Partner für Tomaten! 

                  Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Düngern?

                  Tomaten ausgeizen und pflegen – Schritt für Schritt mit Bildern!

                  Welche Fehler sind dir als Neuling beim Tomatenanbau passiert? Schreib mir gerne einen Kommentar und berichte von deinen Erfahrungen! :)

                  Kaffeesatz ausbringen

                  Kaffeesatz im Garten verwenden: Kaffee macht müde Pflanzen munter! ;)

                  Heute geht es um Kaffeesatz, der landet nämlich viel zu häufig in der Tonne, obwohl du ihn im Garten super sinnvoll und ganz vielseitig verwenden kannst. Ob als sanften Dünger, Katzenschreck oder als Regenwurmmagnet: Kaffeesatz kann so einiges! Also mach es dir gemütlich – schnapp dir eine Tasse Kaffee – und ich zeige dir, was du alles mit deinem Kaffeesatz anstellen kannst! ;)

                  Merk Dir diesen Artikel auf Pinterest!

                  #1 Kaffeesatz als Dünger

                  Was ist denn jetzt eigentlich im Kaffeesatz, das ihn zu so einem guten Dünger macht? Pass auf, das ist schnell erklärt! Kaffeesatz enthält neben Stickstoff auch Phosphor, Kalium und jede Menge anderer Spurenelemente. Die Hauptnährstoffe sind zwar nicht in so großen Mengen vertreten wie in anderen organischen Düngern – Kaffeesatz ist also ein relativ milder Dünger – dafür ist er aber umsonst und riecht in der Anwendung sooo viel besser als zum Beispiel Brennnesseljauche oder Hornspäne. ;)

                  Die Pflanzen naschen den im Kaffeesatz enthaltenen Stickstoff, um starke und gesunde Blätter auszubilden. Phosphor regt die Blütenbildung und die Fruchtreife an und Kalium spielt eine wichtige Rolle für den Zellaufbau und die Stabilität der Pflanzen.

                  Werden die Kaffeebohnen nun geröstet, wird das pflanzliche Eiweiß, in dem die Nährstoffe gebündelt sind, zwar vollständig zersetzt, aber die Nährstoffe bleiben glücklicherweise zum größten Teil erhalten. Auch beim Brühen geht nur ein kleiner Teil der Nährstoffe verloren. Deswegen ist es viel zu schade, den Kaffeesatz einfach in den Abfall zu geben.

                  Kaffeesatz auf Holzlöffel

                  Welche Pflanzen kannst du mit Kaffeesatz düngen und welche nicht?

                  Auch wenn Kaffeesatz ein prima Dünger ist: nicht alle Gemüsepflanzen stehen auf das braune Pulver. Denn Kaffeebohnen können – je nach Sorte und Röstgrad – eine ganze Menge Säure enthalten. Die Säure ist jedoch wasserlöslich, sodass im Kaffeesatz meist gar nicht mehr so viel davon übrigbleibt. Daher weist der Kaffeesatz selber häufig einen fast neutralen pH-Wert um 6.5 bis 6.8 auf. Doch kommt es hier ganz stark darauf an, welche Kaffeebohnen du verwendest und wie du deinen Kaffee zubereitest.

                  Kleiner Tipp: Umso länger dein Kaffeepulver mit dem heißen Wasser in Berührung kommt und umso feiner gemahlen es ist, desto weniger Säure hat dein Kaffeesatz.  Mein eher gröberer Kaffeesatz aus dem Espressokocher hat einen vergleichsweise niedrigen pH-Wert von 5.5.

                  Es gibt also Unterschiede, wie viel Säure sich im Kaffeewasser auflöst – und dann von uns getrunken wird – und wie viel Säure im Kaffeesatz bleibt. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du mit Kaffeesatz deswegen vor allem die Gemüse und Sträucher düngen, die sich auch in Böden mit einem etwas niedrigeren pH-Wert wohl fühlen. Dazu gehören Heidelbeeren, Kiwibeeren, Brombeeren, Himbeeren, Preiselbeeren, Tomaten, Paprika, KürbisseGurken, Zucchini, Rhabarber, Kartoffeln, Steckrüben, Sauerampfer und Radieschen.

                  Pflanzen, die lieber auf kalkigen, basischen Böden wachsen, sind kein besonders großen Fans von säuerlichem Kaffeesatzdünger. Das sind zum Beispiel Kohl, Sellerie, Spargel, Salate, Karotten und Zwiebelgemüse. Die werden richtig sauer, wenn du sie mit Kaffeesatz düngst. Wobei es eigentlich gar nicht so dumm wäre, wenn in deinem Beet Sauerkraut wachsen würde, oder? ;)

                  Du bist kein Kaffeetrinker oder Kaffeetrinkerin und möchtest trotzdem deinen eigenen Dünger herstellen? Dann schau doch mal in den Artikel rein, in dem ich dir zeige, wie du Brennnesseljauche selber herstellen kannst. Brennnesseljauche ist auch für die Pflanzen geeignet, denen der Kaffeesatz zu sauer ist.

                  Kaffeesatz Kaffeetasse

                  Kaffeesatz im Garten ausbringen

                  Es ist nicht schwer, den Kaffeesatz so vorzubereiten, dass du ihn als Dünger verwenden kannst. Alles beginnt damit, morgens eine Tasse Kaffee im Garten oder auf dem Balkon oder an einem anderen schönen Ort zu schlürfen.

                  Im nächsten Schritt ist es wichtig, dass du den Kaffeesatz, den du im Garten verwenden möchtest, richtig gut durchtrocknen lässt. Ansonsten verschimmelt er meistens ziemlich schnell. Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede. Du kannst zwar wunderbar Pilze in Kaffeesatz anbauen (dazu später mehr), aber bei Schimmelpilzen läuft einem nicht gerade das Wasser im Mund zusammen.

                  Zerreibe den Kaffeesatz, wenn er fest und klumpig ist, zwischen deinen Fingern zu einem feinen Pulver. Das kannst du dann auf einen großen Teller oder in ein flaches Gefäß geben und an einen luftigen und trockenen Ort stellen. Fahre immer mal wieder mit den Fingern oder einer Gabel durch das Pulver, damit es nicht schimmelt. Du kannst den getrockneten Kaffeesatz auch in einem Eimer sammeln, sodass du auf einmal größere Mengen ausbringen kannst und nicht nach jedem Kaffe in den Garten laufen musst. 

                  Kaffeesatz ausbringen

                  Wenn dein Kaffeesatz gut getrocknet und schön feinkrümelig ist, kannst du ihn ganz einfach unter den Pflanzen im Wurzelbereich verteilen. Arbeite ihn noch ein wenig oberflächlich ein, ohne dass du das Bodenleben großartig störst. Das ist wichtig, damit die Mikroorganismen, die die Nährstoffe für die Pflanzen umsetzen, schalten und walten können.

                  Wenn der Kaffeesatz nur auf der Oberfläche des Bodens liegt, wird er viel langsamer zersetzt und der Düngereffekt ist kaum noch vorhanden. Ich dünge meine Pflanzen ungefähr alle drei Monate mit Kaffeesatz.

                  Kaffeesatz im Gießwasser

                  Wenn du auf einem sehr basischen Boden gärtnerst oder dein Wasser sehr kalkhaltig ist, dann kannst du Kaffeesatz auch wunderbar im Gießwasser verwenden. Denn besonders wenn dein Kaffeesatz leicht sauer ist, neutralisiert er den pH-Wert im Gießwasser und düngt gleichzeitig den Boden.

                  Doch damit nicht genug! Auch Phosphor- und Kaliummangel kannst du entgegenwirken, wenn du etwas Kaffeesatz mit ins Gießwasser mischst und die Pflanzen damit gießt. Phosphormangel erkennst du ziemlich sicher daran, dass sich die Blätter der Pflanzen rötlich bis purpurfarben verfärben. Bei Kaliummangel werden Rand und Spitze der Blätter erst gelb, dann braun. Außerdem hängen die Blätter schlaff und trocknen ein.

                  Wie gut, dass es dank Kaffeesatz eine schnelle Hilfe gibt!

                  Dein Gemüse-Aussaatkalender

                  Hast du immer alle Aussaattermine im Kopf? Nein? Keine Sorge, ich definitiv auch nicht! Deswegen lade dir doch einfach den kostenlosen Aussaatkalender 2021 herunter! Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkte für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst.

                  Einfach runterladen und lossäen. Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur die Aussaattermine für die Voranzucht, er zeigt dir auch, wann du welche Samen direkt ins Freiland aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!

                  Und damit es nicht nur ein Aussaatkalender, sondern DEIN Aussaatkalender ist, hast du unten noch ganz viel Platz für eigene Gedanken, Beobachtungen und Ideen!

                  Hier kannst du dich für den Aussaatkalender eintragen:

                  Hol dir deinen Aussaatkalender!

                    ​Mit dem Absenden bestätigst du die Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Tipps und Angebote zum Thema Selbstversorgung zu schicken.

                    #2 Kaffeesatz und Kompost

                    Kaffeesatz ist nicht nur ein toller Direktdünger, er macht sich auf dem Komposthaufen richtig gut. Dort beschleunigt er nämlich die Verrottung, weil Regenwürmer sich gerne im Kaffeesatz tummeln, und er reichert den Kompost mit Nährstoffen an.

                    Verteile dazu einfach den noch feuchten Kaffeesatz oberflächlich auf dem Kompost, damit sich kein Schimmel bildet. Vermische ihn gerne noch mit “braunen” organischem Material wie Laub oder Stroh. Es ist wichtig, dass du nicht zu viel Kaffeesatz auf einmal kompostierst, höher als 20% sollte der Anteil nicht sein, aber dann müsstest du eh schon seehr viel Kaffee trinken. ;)

                    Kompost Gartenabfälle Kaffeesatz

                    Wenn du auf einem Balkon oder in Kübeln gärtnerst, kannst du mit dem Kaffeesatz auch wunderbar ausgelaugte Topferde aufpäppeln. Dazu mischst du einfach die alte Erde zu gleichen Teilen mit Kompost und setzt dem Ganzen etwas Kaffeesatz zu. Dosiere ihn am besten vorsichtig, weil sich bei zu viel Kaffeesatz leicht Schimmel bildet. Das kann wirklich verhext sein.

                    #3 Kaffeesatz gegen Schädlinge im Garten

                    Kaffeesatz gegen Ameisen

                    Ameisen sind zwar keine direkten Schädlinge, aber es kann schon sehr nervig für deine grünen Freunde sein, wenn sie ihr Nest im Beet bauen und damit die Wurzeln deiner Pflanzen freilegen. Außerdem sind Ameisen sehr fleißig darin, Blattläuse auf den Pflanzen anzusiedeln, damit sie ihren süßen Honigtau naschen können. In Maßen ist das nicht weiter schlimm, aber wenn es zu sehr überhandnimmt, solltest du den Ameisen besser Einhalt gebieten.

                    Die gute Nachricht: auch hier hilft Kaffeesatz. Du musst also nicht zur chemischen Keule greifen, auf die wir in unserem Biogarten ja sowieso verzichten wollen. Den Kaffeesatz kannst du direkt auf den Ameisenbau oder die Ameisenstraße geben, um sie dazu zu bewegen, sich einen anderen Ort für eine dauerhafte Bleibe zu suchen.

                    Wenn deine Ameisen sehr hartnäckig sind und den Kaffeesatz einfach zur Seite räumen, musst du solange Kaffeesatz auf den Bau und die Wege geben, bis die Ameisen aufgeben und wirklich umziehen. Da heißt es dranbleiben!

                    Kaffeesatz gegen Schnecken

                    Du kannst den Kaffeesatz auch um die Pflanzen streuseln, die du vor gefräßigen Schleimern beschützen möchtest, denn Koffein ist giftig für die Schnecken und gerade kleinere Schnecken können davon einen Herzstillstand bekommen. Allerdings muss dafür die Koffeinkonzentration relativ hoch sein – besonders für die größeren Schleimer – und dafür reicht der Kaffeesatz nicht immer aus.  

                    Es ist aber trotzdem einen Versuch wert! Wenn du dann noch mit Hackschnitzeln mulchst, fleißig die Schnecken absammelst und junge Pflänzchen mit Schneckenkragen schützt, solltest schon bald keine Probleme mehr mit den Plagegeistern haben.

                    Kleiner Tipp: Richtig stabile Schneckenkragen gibt’s hier!

                    Du kannst Kaffeesatz also als zusätzlichen Schneckenschutz verwenden. Verlass dich aber nicht darauf, dass du mit einer Handvoll ausgestreuseltem Kaffeesatz ein für alle Mal gegen Schnecken ausgesorgt hast. 

                    #4 Kaffeesatz gegen Unkraut

                    Kaffeebäume sind ziemlich schlau, sie benutzen das Nervengift Koffein in ihren Blättern als Abwehrmittel gegen Fraßfeinde. Und auch das Koffein in den Samen führt mit seiner keimhemmenden Wirkung dazu, dass der Konkurrenzdruck in der unmittelbaren Umgebung der Samen und jungen Pflanzen ausbleibt. Ziemlich ausgeklügelt diese Kaffeepflanzen!

                    Auf diese keimhemmende Wirkung des Koffeins solltest du unbedingt achten, wenn du Kaffeesatz in deinem Garten oder in Töpfchen verwendest. Denn wenn du dein Gemüse aussäst, bist du schließlich auf eine gute Keimrate aus und möchtest die Keimung nicht unterdrücken. 

                    Das soll dich aber nicht davon abhalten, Kaffeesatz in deinem Garten zu verwenden. Achte einfach darauf, den Kaffeesatz nicht in frisch eingesäten Beeten zu verwenden. Dann macht er müde Pflanzen munter und kann nebenbei sogar dafür sorgen, dass andere Beikrautsamen am Keimen gehindert werden.

                    Du hast keine Lust mehr, ständig auf den Knien durch deine Beete zu robben, um Unkraut zu zupfen? Dann schau mal in diesem Artikel vorbei, dort zeige ich dir, wie ich meine Beete unkrautfrei halte

                    #5 Pilzzucht in Kaffeesatz

                    Kaffeesatz ist grandios! Du kannst ihn nicht nur als Dünger und als Schädlingsschutzmittel verwenden, sondern auch als Substrat für Pilze. Austern-, Rosen- und Limonenseitlinge und Pioppinos kannst du auf Kaffeesatz aus Filterkaffee anbauen.

                    Seitlinge im Kaffeesatz

                    Du hattest schon immer Lust, deine eigene kleine Pilzfarm zu starten und regelmäßig frische Pilze zu ernten? Dann trink ein paar Tassen Kaffee und besorg dir eine spezielle Pilzbrut. Die bekommst du zum Beispiel online. Die Pilzbrut kannst du dir als eine Art Saatgut für Pilze vorstellen. Du benötigst außerdem noch einen Topf, der ungefähr zwei bis drei Liter Volumen umfasst, und einen Untersetzer, den du als Deckel verwendest. Eine Holzbox funktioniert auch prima.

                    Es ist wichtig, dass du ziemlich frischen Kaffeesatz verwendest. Er sollte nicht älter als drei Tage sein. Sammle ihn am besten im Kühlschrank.

                    Wenn der große Tag gekommen ist, mischst du einen halben Liter Kaffeesatz und 125 ml Pilzbrut und füllst die Mischung in den Topf. Leg den Untersetzer als Deckel lose auf die Oberseite, damit das Kaffeesatzsubstrat nicht austrocknet. Im Gegensatz zum Kaffeesatz als Dünger möchtest du hier Kaffeesatz, der frisch und feucht ist. Das haben Pilze nämlich so richtig gern.

                    Dann stellst du dein Minipilzbeet bei 20 bis 25°C auf und füllst das Ganze nach drei Tagen mit frischem, abgekühltem Kaffeesatz auf. Jetzt heißt es erstmal, sich in Geduld zu üben, denn das Myzel, also das Geflecht aus Pilzfäden, braucht ungefähr zwei bis drei Wochen, um das Substrat zu durchwachsen. Es ist ganz, ganz wichtig, dass du immer auf eine gute Feuchtigkeit achtest. Besprühe bzw. gieße das Substrat bei Bedarf mit Leitungswasser.

                    Du willst ja, dass sich prächtige Fruchtkörper ausbilden. Das sind die oberirdischen Teile des Pilzes, die du sehen und später auch essen kannst. Stelle also den Topf nun etwas kühler (10-15°C), weil das den Pilz richtig anregt. Dann heißt es noch einmal warten, und nach zwei bis drei Wochen haben sich die ersten Fruchtkörper gebildet!

                    Wenn du fleißig geerntet hast, kannst du den Kaffeesatz samt Pilzmyzel in ein Pilzbeet nach draußen pflanzen. Vielleicht hast du ja einen schattigen und bisher noch nicht genutzten Spot in deinem Garten, an dem sich Pilze rundum wohl fühlen. Dort wächst der Pilz dann einfach weiter vor sich hin.

                    Kaffeesatz in Schüssel

                    Ich bin immer wieder verblüfft, wie gut sich manche „Abfallprodukte“, die in meinem Alltag entstehen, wiederverwenden lassen! Ein Hoch auf den Kaffeesatz! Er ist ein toller milder Dünger, unterstützt dich bei der Bekämpfung von Plagegeistern in deinem Garten und ist ein prima Pilzsubstrat! Er ist einfach viel zu schade, um achtlos weggeworfen zu werfen!

                    Na, hast du deine Tasse Kaffee schon ausgetrunken? Dann weißt du jetzt, was du damit alles anstellen kannst! Aber zieh dir jetzt auch nicht literweise Kaffee rein. ;)

                    Du hast Lust, noch weiter auf dem Blog zu stöbern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

                    Warum du deine Beete nicht umgraben solltest – und was du stattdessen machst

                    Dünger selber machen: Brennnesseljauche herstellen

                    Tomaten richtig düngen – Wann, wie, mit welchen Düngern?

                    Hast du noch mehr Tipps, wie man Kaffeesatz im Garten verwenden kann? Dann immer her damit! Ich freue mich über deinen Kommentar!

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