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Sauerteig ansetzen für Anfänger: So gelingt dein erstes Anstellgut in 5 Tagen

Sauerteigbrot backen ist in den letzten Jahren zum Trend geworden. Zu Recht, denn das selbstgemachte Brot ist gesünder und sooo viel leckerer als das Brot aus dem Supermarktregal. Aber wie startest du das Abenteuer Brot backen am besten? Ganz einfach: Mit dem Ansetzen von Sauerteig – dem sogenannten Anstellgut!

Das ist zum Glück gar nicht kompliziert. Du brauchst dafür weder Spezialwissen noch eine Bäckerlehre, sondern nur drei Dinge: Mehl, Wasser und ein kleines bisschen Geduld.

Inhaltsverzeichnis
Was ist Sauerteig überhaupt?
Sauerteig ansetzen für Anfänger: Das brauchst du
Sauerteig ansetzen Schritt für Schritt
Sauerteig auffrischen und aufbewahren
Häufige Fehler beim Sauerteig ansetzen für Anfänger
Und jetzt darf dein Sauerteig loslegen

Was ist Sauerteig überhaupt?

Der Sauerteig ist gleichzeitig Triebmittel und Geschmacksträger für dein Brot. Er sorgt dafür, dass der Teig schön aufgeht, locker wird und das Brot seinen typischen, leicht säuerlichen Geschmack bekommt. Dafür sorgen wilde Hefen und Milchsäurebakterien, die sich in deinem Anstellgut ansiedeln.

Das sogenannte Anstellgut ist dabei der Teil des Sauerteigs, mit dem du immer wieder neuen Sauerteig ansetzen kannst. Wenn du einmal ein aktives Anstellgut hast, musst du also nicht jedes Mal wieder ganz von vorne anfangen. Praktisch, oder? Er ist nicht einfach nur ein Rezeptbestandteil, sondern eher ein kleiner Mitbewohner in deiner Küche.

Je älter eine Sauerteigkultur ist, desto potenter ist sie in der Regel. Deswegen hast du mit einem Ableger ganz zu Anfang deiner Brotback-Karriere erstmal bessere Backergebnisse, weil ein frisch angesetzter Starter erst noch Kraft gewinnnen muss. Aber mit einem selbst angesetzten Anstellgut funktioniert das Ganze natürlich auch wunderbar und so hast du alles „von der Pike auf“ selbstgemacht.

Sauerteigkulturen beim Sauerteig ansetzen

Sauerteig ansetzen für Anfänger: Das brauchst du

Für deinen ersten Sauerteig brauchst du wirklich nicht viel. Die Grundidee ist herrlich einfach: Mehl und Wasser werden miteinander verrührt und dann über mehrere Tage hinweg „gefüttert“.

Das brauchst du:

Sauerteig ansetzen Schritt für Schritt

Sauerteig selber machen: Tag 1

Damit sich die richtigen ‚Wilden Hefen‘ in deinem Anstellgut ansiedeln können, solltest du darauf achten, dein Zubehör sehr sauber zu halten. Optimal ist es, wenn du dein Gefäß zunächst einmal mit kochendem Wasser sterilisierst.

Erfahrungsgemäß ist ein Roggen-Starter am robustesten. Du kannst auch mit Weizen- oder Dinkelmehl loslegen, aber für den allerersten Sauerteig ist Roggen sehr empfehlenswert. Wichtig ist es in jedem Fall, zum Vollkornmehl zu greifen. Los geht’s:

50 g Vollkornmehl in einer Schüssel mit 50 ml warmem Wasser verrühren. Abdecken und an einen warmen Ort stellen, zum Beispiel neben die Heizung. Die optimale Temperatur für deinen Teigansatz beträgt etwa 24 bis 26° C.

Sauerteig selber machen: Tag 2-5

Für die nächsten fünf Tage solltest du deinen Sauerteig regelmäßig füttern. Gib jeden Tag weitere 50 g Mehl und 50 ml warmes Wasser dazu und verrühre es gut mit deinem Ansatz. Dann wieder abdecken und den Teig ins Warme stellen. Keine Panik, wenn das Ganze etwas streng riecht, das ist beim Sauerteig ansetzen ganz normal.

Nach fünf Tagen sollte dein Anstellgut säuerlich riechen und Blasen bilden – dann ist es fertig und du kannst dein erstes eigenes Sauerteigbrot backen. Denk aber dran, immer einen Teil des Anstellgutes anzuzwacken und wieder im Kühlschrank zu verstauen, damit du nicht jedes Mal neu anfangen musst. Wie du dich um den Starter kümmern solltest, liest du weiter unten.

Es geht wirklich nichts über frisches, noch warmes Brot auf dem Ofen. Dazu Butter und Sprossen – einfach köstlich!

Hier geht’s zum passenden Sauerteigbrot-Rezept!

Sauerteig ansetzen für Sauerteigbrot

Mit welchem Mehl kann ich Sauerteig ansetzen?

Wenn du ganz am Anfang stehst, lohnt es sich, deinem Sauerteig das Leben möglichst leicht zu machen. Am besten funktioniert das mit Vollkornmehl, weil in den Randschichten des Korns besonders viele Mikroorganismen sitzen, die du für einen aktiven Starter gut gebrauchen kannst.

Besonders unkompliziert ist Roggen-Vollkornmehl. Damit klappt der Einstieg meistens sehr zuverlässig. Grundsätzlich kannst du Sauerteig aber auch mit Dinkel oder Weizen ansetzen. Für Anfängerinnen und Anfänger ist Roggen trotzdem oft die entspannteste Wahl, weil der Ansatz damit meist schön aktiv wird.

Welche Temperatur zum Sauerteig ansetzen?

Die wilden Sauerteigkulturen bestehen aus verschiedenen Milchsäurebakterien und Hefen. Diese Kandidaten haben beim Sauerteig ansetzen etwas unterschiedliche Ansprüche:

  • Viele Milchsäurebakterien mögen es gerne kuschelig warm – ihre optimale Temperatur liegt um 30°C.
  • Die Milchsäurebakterien, die auch Essigsäure bilden, bevorzugen etwas niedrigere Temperaturen – zwischen 20 bis 24°C kommt der Prozess so richtig in Fahrt.
  • Die Hefen liegen dazwischen – mit Temperaturen um 25°C machst du sie glücklich.

Mit den vorherrschenden Temperaturen während der Fermentation kannst du später ein bisschen rumexperimentieren. Wenn dein selbstgebackenes Brot sehr sauer schmeckt, lass den Sauerteig bei etwas höherer Temperatur fermentieren – dann schmeckt das Brot später milder, weil nicht so viel Essigsäure gebildet wurde.

Du möchtest nicht nur dein eigenes Brot backen, sondern auch Gemüse und Obst anbauen, Hühner halten und einen duftenden Kräutergarten anlegen? Dann wäre der Onlinekurs »Gemüsegarten starten« vielleicht etwas für dich?

Wenn du im ersten Schritt etwas Unterstützung beim Anlegen deiner Beete brauchst, ist der Pflanzplan ein super Helfer und der perfekte Spickzettel im Garten. Trag dich gerne ein und der Plan landet in deinem Postfach :):

Woran du erkennst, dass dein Sauerteig fertig ist

Gerade am Anfang ist das die spannendste Frage. Sieht das schon richtig aus? Riecht das so, wie es soll? Und blubbert das genug?

Ein aktiver Sauerteig zeigt in der Regel mehrere deutliche Zeichen: Er bildet Blasen, vergrößert sein Volumen und riecht angenehm säuerlich. Das ist der Moment, in dem du weißt: Da ist Leben drin. Wenn dein Ansatz diese Signale zeigt, hast du die wichtigste Hürde schon genommen.

Dass der Sauerteig zwischendurch mal etwas strenger riecht, ist übrigens nicht automatisch ein Problem. Gerade in den ersten Tagen kann sich der Geruch verändern, bevor sich der Ansatz stabilisiert. Solange er sich gut entwickelt und am Ende säuerlich-frisch riecht, ist meistens alles im grünen Bereich.

Sauerteig auffrischen und aufbewahren

Wenn dein Anstellgut einmal aktiv ist, kann es dich lange begleiten. Du musst also nicht jedes Mal wieder neuen Sauerteig von Grund auf ansetzen.

Wenn du regelmäßig backst, kannst du dein Anstellgut im Kühlschrank aufbewahren und ungefähr einmal pro Woche füttern. Dafür gibst du einfach wieder Mehl und warmes Wasser dazu, verrührst alles gut und lässt den Sauerteig erst kurz bei Wärme aktiv werden, bevor er zurück in den Kühlschrank wandert.

Falls du länger pausieren möchtest, gibt es auch dafür Lösungen. Sauerteig lässt sich trocknen oder sogar einfrieren. Besonders das Trocknen ist praktisch, weil du damit eine Art Notfallvorrat anlegen kannst, falls dein Anstellgut irgendwann mal beleidigt das Zeitliche segnet.

Sauerteig Anstellgut läuft über

Häufige Fehler beim Sauerteig ansetzen

Gerade beim Sauerteig ansetzen für Anfänger sind es oft gar nicht die großen Fehler, sondern eher die kleinen Stolperfallen.

Ein häufiger Grund dafür, dass der Starter nicht richtig in Gang kommt, ist zu wenig Wärme. Steht dein Ansatz zu kühl, passiert oft erstmal nicht viel. Dann hilft meist schon ein besserer Standort.

Auch das falsche Mehl kann den Start unnötig schwer machen. Helle Mehle funktionieren zwar grundsätzlich auch, aber mit Vollkornmehl bringst du deutlich bessere Voraussetzungen mit. Ein Tipp: falls du trotzdem gerne helles Mehl benutzen möchtest, hilft es die Wassermenge leicht zu reduzieren!

Dann wäre da noch das Thema Ungeduld. Sauerteig ist kein Instantprodukt. An Tag zwei sieht er manchmal noch ziemlich unscheinbar aus, an Tag drei riecht er vielleicht etwas schräg, und erst danach kommt richtig Bewegung rein. Genau deshalb lohnt es sich, dranzubleiben und nicht sofort aufzugeben, wenn das Glas nicht direkt die große Blubber-Show liefert.

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Und jetzt darf dein Sauerteig loslegen

Wenn dein Anstellgut nach ein paar Tagen fröhlich blubbert und angenehm säuerlich riecht, hast du den wichtigsten Schritt schon geschafft. Ab jetzt beginnt der Teil, in dem aus Mehl, Wasser und ein bisschen Geduld nach und nach echtes Brot wird.

Am Anfang muss dabei nicht alles perfekt laufen. Sauerteig ist kein Projekt für Perfektionisten, sondern eher etwas für Menschen, die Lust haben, ein Gefühl für Teig zu entwickeln und ihrer Küche ein kleines bisschen zu experimentieren. Mit jedem Auffrischen, jedem Brot und jedem Blick ins Glas lernst du deinen Sauerteig besser kennen.

Das Wichtigste ist es doch Spaß und Freude zu haben… und ein paar leckere Brote zu verschenken :)

Das Thema Selbstversorgung hat dich gepackt? Dann sind  diese Artikel genau das richtige für dich:

Richtig gutes Sauerteigbrot backen

Erdbeermarmelade kochen: 7 Schritte zum köstlichen Fruchtaufstrich!

Vom Gartentraum zum Traumgarten!

Einen Sauerteigstarter selber zu machen ist also ganz einfach. Hast du noch mehr Tipps zum Thema „Sauerteig ansetzen“ parat? Oder Fragen? Dann lass gerne einen Kommentar da!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Tomaten abhärten: So gewöhnst du deine Tomatenpflanzen ans Draußenleben

Nach der Aussaat und Aufzucht der Jungpflanezen wartet im Mai der nächste Meilenstein auf deine Tomaten: Der Umzug nach draußen. Damit der gelingt, solltest du deine Tomaten abhärten – wie das geht, schauen wir uns heute an!

Inhaltsverzeichnis
Warum du Tomaten abhärten solltest
Tomaten abhärten: So gehst du Schritt für Schritt vor
Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Tomaten zu pflanzen?
Der beste Standort für Tomaten
Was ist der richtige Pflanzabstand für Tomaten?
Wie pflanzt du Tomaten richtig?
Welche Rankhilfe ist für Tomaten die richtige?
Tomatenhaken: Kleiner Helfer, großer Effekt
Häufige Fehler beim Tomaten abhärten

Wenn deine Pflanzen schon recht groß sind und im Haus auf ihren Auszug warten, ist es wichtig, nichts zu überstürzen. Besser ist es, sie Schritt für Schritt an die Welt da draußen zu gewöhnen. Du härtest deine Tomaten ab und bereitest sie auf all das vor, was sie im Freiland erwartet.

Denn auch wenn Tomaten später echte Sonnenkinder sind, kennen sie aus ihrer Jugend meistens nur das gemütliche (und eher langweilige) Leben im Anzuchtregal. Wind, direkte Sonne, kühle Nächte und Temperaturschwankungen können deine Jungpflanzen ganz schön aus der Fassung bringen.

Wie du deine Tomaten gut auf die neue Umgebung vorbereitest und was beim Pflanzen später wichtig ist, schauen wir uns jetzt ganz in Ruhe an.

Warum du Tomaten abhärten solltest

Tomaten sind kleine Frostbeulen mit großem Wärmehunger. Auch wenn sie später am liebsten den ganzen Tag in der Sonne baden, müssen sie sich daran erstmal gewöhnen – sonst droht ein fieser Sonnenbrand!

Wenn du deine Tomaten direkt aus dem Haus in die pralle Sonne setzt, mutest du ihnen ziemlich viel auf einmal zu. Die Blätter sind empfindlich, der Wind ist ungewohnt und auch die Nächte können noch frisch sein. Das Ergebnis: Stress und Wachstumsstockungen. Das kannst du deinen jungen Tomaten wirklich ersparen.

Tomaten abhärten bedeutet nichts anderes, als sie langsam an die Bedingungen draußen heranzuführen. Schritt für Schritt, Tag für Tag. So bauen die Pflanzen Widerstandskraft auf und kommen viel besser mit dem Umzug klar.

Tomaten abhärten im Freien

Tomaten abhärten: So gehst du Schritt für Schritt vor

Am besten beginnst du ungefähr eine Woche vor dem geplanten Auspflanzen mit dem Abhärten. Dafür stellst du deine Tomatenpflanzen anfangs nur für kurze Zeit nach draußen – am liebsten an einen geschützten, hellen Platz ohne knallige Mittagssonne.

In den nächsten Tagen dürfen sie dann Schritt für Schritt länger draußen bleiben und sich nach und nach an Sonne, Wind und schwankende Temperaturen gewöhnen. Wenn das Wetter mitspielt, können sie schon bald den ganzen Tag im Freien verbringen – nachts wollen sie aber wieder ins Haus.

Nach etwa einer Woche sind die Pflanzen in der Regel gut vorbereitet und bereit für ihren endgültigen Platz im Beet, Gewächshaus oder Topf. Wichtig ist dabei vor allem, dass du es nicht überstürzt angehst. Deine Tomaten sollen sich langsam an die neuen Bedingungen gewöhnen.

Hol dir den Tomaten-Masterplan!

Bist du auch so Tomaten verliebt und bekommst eigentlich nie genug von den leckeren roten Früchten? Dann lade dir doch den Tomaten-Masterplan herunter und sicher dir alle Tipps, um eine dicke Tomatenernte einzufahren.

Im Masterplan findest du eine komplette Schritt für Schritt Anleitung für den Anbau der süßen Früchtchen und meine liebsten Tipps, Tricks und Sortenempfehlungen gibt’s obendrauf.

Alles, was du wissen musst: Von der Aussaat übers Pikieren, Pflanzen, Pflegen und Ernten, habe ich für dich kompakt zusammengefasst. Trag deine Emailadresse einfach hier ein, und der Tomatenplan flattert in dein Postfach:

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Tomaten abzuhärten und zu pflanzen?

Der richtige Pflanzzeitpunkt hängt vor allem davon ab, wo deine Tomaten später wachsen sollen. Wenn du ein Gewächshaus hast, kannst du meist schon ab Mitte April pflanzen, weil die Bedingungen dort geschützter sind und kalte Nächte besser abgefedert werden.

Sollen deine Tomaten dagegen im Freiland, auf dem Balkon oder im Tomatenhaus wachsen, wartest du besser bis nach den Eisheiligen Mitte Mai. Dann ist die Frostgefahr in der Regel vorbei und deine Tomaten sicher. :)

Und was ist der beste Standort für Tomaten?

Tomaten lieben es warm, sonnig und möglichst regensicher. Am wohlsten fühlen sie sich an einem Platz, an dem sie den ganzen Tag Licht bekommen und gleichzeitig vor Regen geschützt sind. Das ist besonders wichtig, weil Tomaten recht anfällig für Braunfäule sind.

Diese Krankheit hat vor allem dann leichtes Spiel, wenn die Blätter über längere Zeit feucht bleiben. Ein regengeschützter Standort ist deshalb oft wichtiger, als man zuerst denkt. Besonders gut wachsen Tomaten im Gewächshaus, im Tomatenhäuschen, an einer geschützten Hauswand, unter einem Dachvorsprung oder auf einer überdachten Terrasse.

Neben dem Standort spielt auch der Boden eine große Rolle. Tomaten mögen humusreiche, tiefgründige und lockere Erde, die Wasser gut ableitet und trotzdem genügend Nährstoffe speichert. Staunässe vertragen sie überhaupt nicht, aber auch ein ausgelaugter, knochentrockener Boden macht sie nicht gerade glücklich.

Tomaten abhärten

Was ist der richtige Pflanzabstand für Tomaten?

Mit einem weiten Pflanzabstand von 50 x 60 cm gehst du sicher, dass genug Luft zwischen deinen Tomatenpflanzen zirkulieren kann. Das ist super wichtig, um der Braunfäule vorzubeugen.

Wie pflanze ich Tomaten richtig?

Sobald deine Tomaten gut abgehärtet sind und auch der Pflanzzeitpunkt passt, dürfen sie endlich an ihren endgültigen Platz ziehen. Heb dafür ein schön großzügiges Pflanzloch aus, denn Tomaten mögen es gar nicht, eingequetscht zu werden.

Ins Pflanzloch kannst du direkt eine Handvoll Hornspäne oder Schafwollpellets geben, damit deine Pflanzen von Anfang an gut versorgt sind. Beim Einsetzen darfst du Tomaten ruhig etwas tiefer pflanzen, als sie vorher im Topf standen. Das ist sogar richtig clever, weil sie am unteren Stängel zusätzliche Wurzeln bilden und dadurch kräftiger und standfester werden.

Alle Blätter, die später den Boden berühren würden, solltest du vorher entfernen, damit Krankheiten es schwerer haben. Danach drückst du die Erde rund um die Pflanze vorsichtig an und gönnst jeder Tomate eine ordentliche Portion Wasser. Wenn du im Gewächshaus oder Tomatenhaus pflanzt, achtest du außerdem darauf, dass die Pflanzen nicht direkt an Folie oder Glas stehen, denn dauerhafter Kontakt mit feuchten Flächen begünstigt Pilzkrankheiten.

Tomatenhaken: Ein super Helfer für eine dicke Tomatenernte!

Die richtige Rankhilfe für Tomaten

Die meisten Tomaten brauchen beim Wachsen eine gute Stütze, damit sie gesund nach oben wachsen und unter dem Gewicht ihrer Triebe und Früchte nicht irgendwann umkippen oder abknicken.

Nur Buschtomaten und viele Wildtomaten kommen oft auch ohne Rankhilfe ganz gut zurecht. Im Gewächshaus haben sich Schnüre besonders bewährt. Sie werden an der Decke befestigt und reichen bis zum Boden, sodass du deiner Tomate beim Pflanzen eine lockere Schlinge um den unteren Bereich geben kannst. Während sie wächst, hängst du sie dann nach und nach immer wieder in die Schnur.

Auf dem Balkon, im Topf oder im Tomatenhäuschen funktionieren dagegen Bambusstäbe, Metallstangen oder Tomatenspiralen sehr gut. Wichtig ist bei jeder Variante vor allem, dass die Rankhilfe stabil genug ist und auch wirklich lang genug ausfällt. Mindestens 1,80 Meter sollten es schon sein – sonst steht deine Tomate schneller oben an, als dir lieb ist.

Tomatenhaken: Kleiner Helfer, großer Effekt

Wie wär’s mit einem Trick, der dir eine noch größere Tomatenernte einbringt? Probier’s mal mit Tomatenhaken! Die handlichen Bügel aus Metall sind wahre Wunderhelfer! Sie halten die Schnur, in der deine Tomate hängt, und erlauben es dir, der Pflanze nach und nach mehr Platz zum wachsen zu geben indem du sie Stück für Stück absenkst. So wird auch ein niedriges Gewächshaus nicht zu klein und die Tomaten wachsen dir nicht über den Kopf.

Beim Auspflanzen bringst du einfach über jeder Tomate einen Haken an und schwupps – schon bist du ready für deine Traumernte!

Tomaten abhärten: Rankhilfe

Häufige Fehler beim Tomaten abhärten

Beim Tomaten abhärten sind es oft gar nicht die großen Patzer, die Probleme machen, sondern eher die kleinen Ungeduldsmomente zwischendurch. Schnell denkt man: Ach, das Wetter ist doch heute schön, die können jetzt bestimmt direkt den ganzen Tag raus. Genau da wird’s für viele Tomaten aber schwierig.

Junge Pflanzen müssen sich erst an direkte Sonne gewöhnen, sonst reagieren die Blätter schnell mit Verbrennungen. Auch kühle Nächte oder starke Temperaturschwankungen können ihnen ganz schön zusetzen, wenn sie zu früh zu lange draußen bleiben. Dazu kommt noch der Wind, der oft unterschätzt wird. Was für uns nur nach einem harmlosen Frühlingslüftchen aussieht, kann für ungehärtete Tomaten schon ziemlich stressig sein.

Am häufigsten scheitert das Abhärten deshalb nicht am Wetter, sondern an der Ungeduld. Dabei dauert es nur ein paar Tage, die sich wirklich lohnen. Wenn du deine Tomaten Schritt für Schritt an draußen gewöhnst, starten sie deutlich kräftiger und entspannter in die Saison.

So, jetzt bist du bereit, deine Tomatenpflanzen optimal auf den Umzug ins Gewächshaus, oder ins Freiland vorzubereiten und einer dicken Tomatenernte steht nichts mehr im Weg! :)

Bist du jetzt richtig im Tomaten-Fieber? Dann lies direkt hier weiter:

Tomatensoße einkochen: Ganz einfach mit meinem Lieblingsrezept!

Die 7 häufigsten Fehler im Tomatenanbau & wie du sie vermeidest!

Tomaten nachreifen lassen: Bis Weihnachten eigene Tomaten essen!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Eisheilige 2020

Eisheilige 2026: Wann sie sind und was es danach im Garten zu tun gibt

Der Monat Mai ist wohl mit einer der aufregendsten Gartenmonate. Endlich dürfen alle vorgezogenen Gemüsepflänzchen nach draußen in die Beete umziehen – und auch frostempfindliche Kulturen können ausgesät werden. Vorher schauen aber noch die Eisheiligen vorbei, die letzten frostigen Nächte. Sind diese überstanden kann es im Garten richtig losgehen! 

Inhaltsverzeichnis
Was sind die Eisheiligen?
Wann sind 2026 die Eisheiligen?
Was kann nach den Eisheiligen gepflanzt werden? 

Was sind die Eisheiligen?

Jeder Hobbygärtner kennt die Regel: Vor den Eisheiligen dürfen keine frostempfindlichen Pflanzen nach draußen. Denn obwohl wir im April und Mai schon meistens richtig warme Temperaturen haben, die ordentlich Frühlingsfeelings verbreiten, kommt Mitte Mai meistens noch einmal über mehrere Tage ein Kälteeinbruch, die sogenannten Eisheiligen. 

Dieser Kälteeinbruch kommt durch eiskalte Luft aus den Polargebieten zustande, die bei sternenklaren Nächten sogar zu Bodenfrost führen kann. Also ein echter Todesstoß für empfindliche Gemüse, weshalb die auf jeden Fall noch drinnen bleiben müssen, bis die Eisheiligen vorüber sind. 

Der Name kommt daher, dass an den kalten Tagen im Mai, die über einen langen Zeitraum immer wieder beobachtet wurden, gleichzeitig mehreren Heiligen gedacht wurde. So wurde das Wetterphänomen mit den Heiligen verbunden und es entstanden die “Eisheiligen“. Diese waren alle übrigens Bischöfe und Märtyrer im 4. Und 5. Jahrhundert.

Wann sind 2026 die Eisheiligen?

Die Eisheiligen besuchen uns 2026 vom 11. Mai bis 15. Mai. Diese Daten bleiben jedes Jahr gleich, es gibt jedoch regional ein paar Unterschiede. Im Norden, wo die kalte Polarluft zuerst Halt macht, beginnen die Eisheiligen zum Beispiel direkt am 11. Mai. In Süddeutschland beginnt die kalte Periode oft erst am 12. Mai.

An jedem Tag wird dann ein anderer Heiliger gefeiert, den Abschluss macht Sophia, die kennen wir alle als kalte Sophie. 

11. Mai: Mamertus
12. Mai: Pankratius
13. Mai: Servatius
14. Mai: Bonifatius
15. Mai: Sophia

Übrigens: Die Bauernregel zu den Eisheiligen entstand bereits zu der Zeit, in der noch der julianische Kalender galt. Als dieser dann von dem gregorianischen Kalender abgelöst wurde haben sich die Daten etwas verschoben. Eigentlich finden die Eisheiligen nämlich erst eine Woche später statt, also ab ungefähr dem 20 Mai. 

Eisheilige 2020

Was kann nach den Eisheiligen gepflanzt werden?

Der 15. Mai ist Stichtag. Dann sind die Eisheiligen vorbei und nach den Bauernregeln sollte das Wetter nun einigermaßen stabil bleiben. Für alle Gartenliebhaber heißt es dann: Ran ans Pflanzen! 

Jetzt dürfen auch die empfindlichen Kulturen wie Tomaten, Paprika, Aubergine, Kürbis, Zucchini oder Gurke in den Garten umsiedeln. Genauso wie die nicht winterharten Kräuter und Sommerblumen

Pssst: Wenn du sicher gehen willst, dass du keine empfindlichen Pflanzen zu früh ins Freiland pflanzt, dann halte dich doch einfach an meinen Ausaatkalender. Darin habe ich zu jeder Aussaat vermerkt, wann du die Jungpflanzen nach draußen pflanzen kannst – und die Eisheiligen natürlich bedacht. Hier kannst du dir den Aussaatkalender direkt herunterladen:

Nicht vergessen: Die Eisheiligen sollten eher als grobe Orientierung dienen als eine in Stein gemeißelte Regel. Die letzten Jahre waren sehr unterschiedlich, manchmal war der April oder sogar schon der Februar schon unglaublich warm. Lass Dich davon nicht verleiten, alle Auspflanzungen zu verfrühen – es kann nämlich durchaus auch mal vorkommen, dass Ende Mai noch Nachtfröste vorbeischauen.

Wenn du den Wetterbericht sorgfältig im Auge behältst, kannst du je nach Wetterlage aber auch deiner rebellischen Ader nachgehen und Tomaten und Co. ganz mutig schon etwas vorher auspflanzen. ;)

Wie handhabt ihr das mit den Eisheiligen? Ich freue mich, von euch zu hören! :)

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Aussaat und Pflanzen im Mai

Aussaat & Pflanzen im Mai + Pflanzplan

Hach – es ist einfach der schönste Monat im Gartenjahr! Im Mai stehen wieder viele Aussaaten an, aber viel wichtiger noch: Sobald Mitte Mai die Eisheiligen vorbei sind, gibt es kein Halten mehr – dann dürfen nämlich sämtliche Gemüsepflanzen endlich nach draußen umziehen, von der Aubergine bis zur Zucchini! Damit du genau weißt, welche Pflanzen du im Mai vorziehen, draußen aussäen und pflanzen kannst, findest du in diesem Artikel eine Übersicht über alle Pflanzen, die im Mai an der Reihe sind.

Inhaltsverzeichnis
Gemüsegarten-Beispielplan PDF
Vorziehen im Haus
Draußen aussäen
Draußen pflanzen
Gartenarbeiten im Mai

Hier kommt dein Gemüsegarten-Beispielplan!

Sobald es ernst wird und alle Gemüse nach draußen umziehen, stellt sich natürlich die große Frage: Wer kommt wohin? Die Antwort bekommst du mit deinem Gemüsegarten-Beispielplan!

Du kannst ihn 1:1 auf deine Beete übertragen, ganz ohne Kopfzerbrechen über passende Mischkultur-Partner, Vor-, Nach- und Zwischenkulturen oder was wann gesät oder gepflanzt werden muss. Im Mai kann noch einiges ausgesät und ausgepflanzt werden. :)

Wenn du gerade keine Zeit oder Lust hast, dir deinen eigenen Anbauplan zu erstellen, dann trag doch einfach deine Email-Adresse hier ein und du bekommst unseren fix und fertigen Pflanzplan für einen Gemüsegarten direkt zugeschickt:

Vorziehen im Haus

Man kann es kaum glauben, aber im Mai geht es tatsächlich langsam schon los mit den Aussaaten der Wintergemüse. Grünkohl, Rosenkohl, Lauch und Co. brauchen nämlich genug Vorlauf, um bis zum Herbst zu stattlichen Pflanzen heranzuwachsen. Sie sollen ja im Winter schließlich erntereif sein!

Diese Pflanzen kannst du im Mai im Haus vorziehen, um sie später auszupflanzen:

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Mehr Informationen

Draußen aussäen im Mai

Der Mai ist der perfekte Monat für Aussaaten im Freien. Jetzt ist der Boden schon schön vorgewärmt und die Saaten gehen in der Regel gut auf. Mit den Aussaaten von ein paar Frostbeulen solltest du aber lieber die Eisheiligen abwarten, um keine Spätfröste zu riskieren. Diese Gemüsearten kannst du im Mai direkt im Garten aussäen:

Nach den Eisheiligen im Mai aussäen:

Im Mai ausgepflanzte Gurke

Draußen pflanzen im Mai

Natürlich kannst du auch im Mai wieder die Jungpflanzen, die du in den letzten Monaten drinnen vorgezogen hast, auspflanzen. Das dürften jetzt eine ganze Menge sein, denn nach den Eisheiligen dürfen die ganzen Sommergemüse – von Tomaten über Gurken bis hin zu den Kürbissen – ins Beet umziehen. Hier kommen noch ein paar Tipps, damit der Umzug gelingt:

So, genug Extratipps! Hier kommen jetzt endlich all die Pflanzen, die du im Mai im Garten auspflanzen kannst:

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Mehr Informationen

Gartenarbeiten im Mai

Im Mai ist nicht nur die Aussaat angesagt :). Im Garten ist jetzt richtig was los und überall gibt es etwas zu tun. Jetzt, wo die Tage wärmer werden, lohnt es sich besonders, an Schneckenkragen zu denken, denn Schnecken sind zu dieser Jahreszeit bei feuchtem Wetter unterwegs und haben Jungpflanzen zum Fressen gern.

Apropos Jungpflanzen: Kurz vor den Eisheiligen solltest du sie unbedingt abgehärten, damit sie den Umzug ins Freiland gut verkraften. Besonders kälteempfindliche Pflanzen solltest du draußen im Beet auch unbedingt noch mit einem Vlies schützen, vor allem zu Beginn des Monats. Nachtfröste können jetzt noch jederzeit auftreten.

Erst nach den Eisheiligen sind die meisten Pflänzchen wirklich sicher vor Frost. Dann dürfen Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen, Chili und Physalis endlich ins Beet umziehen. Bei Paprika lohnt es sich jetzt zudem, die Königsblüte auszubrechen, damit die Pflanzen kräftiger wachsen und später mehr Früchte ansetzen. Wer mag, kann jetzt sogar schon die ersten Tomatentriebe ausgeizen.

Junge Pflanzen brauchen Luft, Liebe und Dünger

Während im Gemüsegarten die neuen Bewohner einziehen, brauchen auch die alten etwas Zuwendung:

Beerensträucher freuen sich über eine Mulchschicht und eine Portion Dünger, und auch im restlichen Garten ist Mulchen eine super Möglichkeit, den Boden vor dem Austrocknen zu schützen und lästige Beikräuter zu unterdrücken.

An warmen Tagen heißt es dennoch regelmäßig gießen, denn besonders deine jungen Pflanzen brauchen jetzt besonders viel Wasser. Für kräftige Jungpflanzen lohnt sich außerdem eine milde Düngergabe mit Vinasse, Schafwollpellets oder Hornspänen, am besten direkt beim Pflanzen. Ebenso hilfreich ist eine selbst angesetzte Brennnesseljauche, die du im Laufe der Saison regelmäßig verwenden kannst.

Radieschenernte im Mai

Tipps, Tricks & erste Belohnungen

Im Beet geht es jetzt ans Vereinzeln der aufgekommenen Saaten. Vor allem Möhren brauchen Abstand, damit sie ordentlich wachsen können. Bei größeren Pflänzchen kann eine frische Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Holzhackschnitzeln helfen, den Boden feucht und Beikräuter in Schach zu halten.

Wer ein Gewächshaus hat, sollte es an warmen Tagen gut lüften, denn darin wird es schnell viel heißer, als es den Pflanzen lieb ist.

Neben der Aussaat kannst du dich im Mai aber auch schon über erste Belohnungen freuen: Frühe Radieschen, Kopf- oder Pflücksalat und junger Spinat können jetzt geerntet werden.

Für fortgeschrittene Garten-Gurus startet außerdem jetzt die Spargelernte. Mmmhhh … Spargel mit Sauce Hollondaise kann doch niemand widerstehen, oder? Und wenn wir schon bei saisonalem Gemüse sind, kommt hier nochmal der Reminder an den Winter zu denken, denn im Mai beginnen ja die ersten Aussaaten für das Wintergemüse.

Trickse Vögel aus um deine Aussaat im Mai zu schützen

Auch im Obstgarten gibt es kleine Tricks: Wenn die Erdbeerfrüchte noch grün sind, lohnt es sich, ein paar rot bemalte Steine ins Beet zu legen. Die Vögel picken daran herum und merken schnell, dass sie ungenießbar sind. Später sind sie dann nicht mehr so scharf auf die reifen Erdbeeren. Ausgetrickst! :)

Ein echter Klassiker für ein schädlingsfreies Beet sind jetzt auch Tagetes. Sie halten viele Schädlinge fern und sehen dabei auch noch wunderschön aus. Wenn du noch keine ausgesät hast, kannst du dir auch Jungpflanzen aus der Gärtnerei holen und an den Rand deiner Gemüsereihen setzen.

Und jetzt raus mit dir in den Garten und hab ganz viel Spaß! :)

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Wenn du noch nicht so genau weißt, wo du was in deinen Beeten pflanzen sollst, dann gibt’s hier noch ein paar Tipps für dich:

Tomaten anbauen: 7 ultimative Tipps für eine dicke Ernte!

Paprika pflanzen – In 5 Schritten zu einer fantastischen Ernte!

Frühkartoffeln: Der erste Kartoffel-Snack im neuen Gartenjahr

Was ist deine Lieblingsgartenarbeit neben der Aussaat im Mai? Schreib mir gern in den Kommentaren, womit du dich in diesem Monat gerne beschäftigst!

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Brokkoli pflanzen, anbauen und ernten – die komplette Anleitung!

Wir können uns darauf einigen, dass Brokkoli eine der leckersten Kohlpflanzen ist, oder? Brokkoli pflanzen kann jedoch erstmal etwas Respekt einflößen, denn er ist nicht der unkomplizierteste Zeitgenosse. Aber wenn der Brokkoli einmal verstanden hat, dass er es bei dir gut hat, legt er los wie verrückt.

In diesem Artikel erfährst du, wann du Brokkoli pflanzen solltest, wie du ihn vorziehst, worauf es beim Standort ankommt und wie du knackige Köpfe erntest, bevor sie in die Blüte schießen.

Inhaltsverzeichnis
Warum sich Brokkoli pflanzen lohnt
Brokkoli pflanzen: Schritt für Schritt
Wie viele Brokkoli Pflanzen brauchst du?
Brokkoli pflanzen: die Qual der (Sorten-)Wahl
Wann kannst du Brokkoli ernten?
Häufige Fehler beim Brokkoli pflanzen
Fazit: Brokkoli pflanzen lohnt sich!

Warum sich Brokkoli pflanzen lohnt

Brokkoli ist ein echtes Lieblingsgemüse im Garten. Er schmeckt nicht nur fantastisch, sondern bringt auch Abwechslung ins Beet und macht einfach Freude beim Wachsen. Anders als so manches andere Sensibelchen im Gemüsegarten ist Brokkoli zwar etwas anspruchsvoll, aber nicht suuuuper kompliziert. Wenn die Bedingungen stimmen, bedankt er sich mit einer richtig schönen Ernte. Du kannst sogar eine Pflanze mehrmals beernten, wenn du die Hauptrosette nach der Ernte stehen lässt, denn so bildet er neue, kleinere Röschen. Dafür lohnt sich doch die Mühle :).
Aber bis du deinen Brokkoli ernten kannst, dauert es noch eine Weile, also fangen wir von vorne an :).

Brokkoli pflanzen: Schritt für Schritt

1. Den richtigen Zeitpunkt wählen
Brokkoli ziehst du am besten vor. Die Aussaat erfolgt etwa fünf bis sieben Wochen bevor die Jungpflanzen ins Beet ziehen. Ausgepflanzt werden deine Zöglinge dann nach den Eisheiligen, ab Mitte Mai, wenn keine starken Nachtfröste mehr anstehen.

2. Brokkoli aussäen
Die Samen kommen in kleine Töpfe oder Anzuchtplatten mit lockerer, feiner Erde. Pro Topf reicht erst einmal ein Samenkorn. Die Erde drückst du an und gießt sie vorsichtig, damit nichts weggeschwemmt wird. Dazu eignet sich übrigens eine Ballbrause perfekt. Durch den feinen Strahl wird deine frische Aussaat nicht unnötig aufgewirbelt.

3. Gleichmäßig feucht halten
Damit die Samen zuverlässig keimen, sollte die Erde nie komplett austrocknen. Sie darf feucht sein, aber nicht patschnass. Staunässe mögen die kleinen Brokkolipflanzen nämlich gar nicht.

4. Jungpflanzen wachsen lassen
Sobald die Keimlinge da sind, brauchen sie viel Licht, damit sie kräftig wachsen und nicht vergeilen. Leider reicht dazu das Licht auf der Fensterbank in der Regel nicht aus und es ist sehr sehr sinnvoll in eine Pflanzenlampe zu investieren, die deine Pflänzchen optimal beleuchtet und für ein stabiles Wachstum sorft. Bis zur Pflanzung dürfen die Jungpflanzen in ihren Töpfen weiterwachsen, bis sie stabil und gut entwickelt sind.

Falls du dir nicht selbst den Kopf zerbrechen willst, wann du zum Beispiel mit der Brokkoli Aussaat beginnst, und gerne einen übersichtlichen Spickzettel mit in den Garten nimmst, dann kannst du dich hier für den super praktischen Aussaatkalender eintragen:

5. Das Beet vorbereiten
Vor dem Pflanzen wird der Boden gründlich gelockert – am besten mit einer Grabegabel, ohne ihn zu wenden. Brokkoli liebt einen humusreichen, tiefgründigen Boden. Eine Portion Hornspäne oder Schafwollpellets im Pflanzloch sorgt für einen guten Start.

6. Brokkoli pflanzen
Die Jungpflanzen benötigen einen Abstand von 50 x 50 cm ins Beet. Dieser Abstand ist wichtig, damit die Pflanzen genug Platz haben und schöne, kräftige Köpfe bilden können. Anfangs wirken die Pflänzchen noch so klein und zart, aber warte nur ab, nach einer Weile legen sie schneller zu als du schauen kannst ;).

7. Gut angießen und schützen
Nach dem Pflanzen werden die Brokkolipflanzen ordentlich angegossen. Es lohnt sich sehr, direkt ein Kulturschutznetz über das Beet zu spannen, denn junger Brokkoli ist ein Festmahl für Kohlfliege und co.

8. Den Boden mulchen
Sobald die Pflanzen etwa 10 cm hoch sind, bekommen sie eine erste Mulchschicht. Das hält die Feuchtigkeit im Boden und unterstützt den Brokkoli beim Wachsen. Wenn du wissen möchtest, wie du deine Beete unkompliziert anlegst und warum mulchen ein echter Gamechanger ist, dann könnte dieser Artikel für dich interessant sein.

Brokkoli pflanzen: Jungpflanze im Beet

Wie viele Brokkoli Pflanzen brauchst du?

Als grobe Faustregel reichen fünf bis sieben Pflanzen pro Person. Das klingt erst einmal viel, aber Brokkoli ist meist schneller aufgegessen, als dir lieb ist.

Wenn im Garten genug Platz vorhanden ist, lohnt sich ein satzweiser Anbau. So kannst du über mehrere Wochen hinweg immer wieder frischen Brokkoli ernten.

Falls du am Brokkoli Anbau Feuer gefangen hast, zeigt dir Marie in diesem Video, wie du einen ganzen Jahresvorrat an Brokkoli anbauen kannst:

Brokkoli pflanzen: die Qual der (Sorten-)Wahl

Wenn du Brokkoli pflanzen willst, kannst du dir das Leben direkt ein bisschen leichter machen und auf Sorten setzen, die im Gemüsegarten richtig was hermachen und natürlich super lecker sind. Besonders spannend sind die Sorten „Calinaro“ und Ramoso Calabrese“.

Die Sorte „Calinaro“ ist toll, wenn du auf schöne, kompakte Brokkoliköpfe aus bist. Außerdem kannst du eine Pflanze immer wieder beernten, wenn du die Hauptrosette im Beet stehen lässt, da sie weiterhin zahlreiche kleine Röschen ausbildet.

Der Brokkoli „Ramoso Calabrese“ gehört zu den Klassikern unter den Brokkoli-Sorten. Er schmeckt intensiv und leicht nussig…perfekt für jeden Gemüseteller. Wenn du gern auf bewährte Sorten setzt, die einfach in jeden bunten Gemüsegarten passen, bist du also hier goldrichtig.

Wann kannst du Brokkoli ernten?

Deinen Brokkoli kannst du ernten, sobald der Kopf schön ausgebildet ist und die kleinen Blütenknospen noch fest geschlossen sind. Genau dann ist der perfekte Moment gekommen.

Wartest du zu lange, fängt der Brokkoli an zu schießen. Der Kopf wird dann lockerer und die ersten Blüten öffnen sich. Das ist aber kein Drama – auch geschossener Brokkoli landet noch längst nicht auf dem Kompost. Du kannst ihn weiterhin essen und zum Beispiel wunderbar im Salat verwenden.

Am wichtigsten ist eigentlich, dass du deine Pflanzen regelmäßig im Blick behältst. Gerade wenn es warm wird, kann sich der Brokkoli ganz schön beeilen. Eben noch geschniegelt und geschniegelt im Beet, und einen Wimpernschlag später will er plötzlich blühen.

Brokkoli pflanzen: Kohlweißling

Häufige Fehler beim Brokkoli pflanzen

Damit dein Brokkoli nicht beleidigt im Beet sitzt und nur Mini-Köpfchen produziert, gibt es ein paar typische Fehler, die du besser vermeidest:

Zu spät pflanzen

Wenn du deinen Brokkoli zu spät anbaust, gerät er schnell in Hitze- oder Trockenstress. Und beides findet er ungefähr so sympathisch wie Schnecken im Salatbeet.

Zu wenig Nährstoffe

Brokkoli ist kein Kostverächter. In mageren Böden fehlt ihm schlicht die Kraft, um große, kräftige Köpfe zu bilden. Denke also auch an regelmäßige Düngergaben, damit deine Pflanzen groß und stark werden!

Trockenheit

Wenn der Boden immer wieder austrocknet, bedeutet das Stress für die Pflanze. Regelmäßiges Gießen ist deshalb wichtig, damit dein Brokkoli gleichmäßig wachsen kann. Und natürlich das mulchen nicht vergessen!

Kein Schutznetz

Ohne Schutznetz wird Brokkoli schnell zum Lieblingsimbiss für Kohlfliege und andere Kohl-Schurken. Ein Netz spart dir hier oft eine Menge Ärger.

Zu enge Fruchtfolge

Wenn Kohlpflanzen zu oft auf demselben Beet landen, haben Krankheiten und Schädlinge leichtes Spiel. Halte deshalb lieber großzügige Anbaupausen ein. Dein Brokkoli wird es dir danken.

Fazit: Brokkoli pflanzen lohnt sich!

Brokkoli ist vielleicht kein Gemüse für nebenbei, aber genau das macht ihn irgendwie auch so spannend. Wenn du ihm einen guten Start schenkst, den Boden ordentlich vorbereitest und ihn vor den üblichen Kohl-Schlawinern schützt, steht einer richtig schönen Ernte nichts im Weg.

Also trau dich ruhig an den Brokkoli ran. Mit ein bisschen Planung, genug Futter und einem wachsamen Blick wird aus der kleinen Kohl-Diva ziemlich schnell ein echtes Lieblingsgemüse im Garten.

Du hast noch nicht genug? Dann schau dich gerne im Blog um! Dort findest du viele spannende Beiträge, wie:

Fruchtfolge – dein Guide zum perfekten Gartenplan!

9 Gemüse, die jeder hinkriegt

Gemüsegarten für Anfänger: Crashkurs in 11 Schritten

Hast du schon mal Brokkoli gepflanzt? Was sind deine Lieblingssorten? Lass gerne ein Kommentar da! (:

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Wühlmäuse vertreiben: Das hilft wirklich!

Eine Wühlmaus oder gar eine ganze Horde Wühlmäuse im eigenen Garten zu entdecken ist ein einziger Albtraum! Die Nager sind der Endgegner jeden Wurzelgemüses und können im Beet ganz schön viel kaputt machen. Aber du bist den gefräßigen Tieren nicht hilflos ausgeliefert! Was du tun kannst und wie du die Wühlmaus Bande vertreibst, liest du hier!

Inhaltsverzeichnis:
Zuallererst: Wühlmaus erkennen
Was frisst die Wühlmaus?
Wühlmaus vertreiben statt bekämpfen
Wühlmäuse vertreiben: 7 Methoden
Die richtige Kombi machts!

Wühlmäuse vertreiben: So erkennst du die Maus

An für sich ist die Wühlmaus unglaublich niedlich! Und es macht auch absolut Sinn, dass es ihnen im Garten gefällt. Die lockere Erde und das üppige Futterangebot laden ja regelrecht dazu ein, sich hier niederzulassen. Trotzdem wollen wir unser Gemüse lieber selber essen! Und das ist mit Wühlmäusen manchmal gar nicht mehr so selbstverständlich…

Wenn sich zu Beginn der Gartensaison verdächtige Gänge und Löcher in deinen Beeten zeigen, ist das ein erstes Anzeichen dafür, dass eine Wühlmaus in deinen Garten eingezogen ist. Deine Alarmglocken sollten dann läuten, wenn du ein oberflächliches Gangsystem in Rasen oder Beeten entdeckst.

Gerade Bereiche, die länger abgedeckt waren – sei es mit einer Plane zur Unterkrautunterdrückung oder auch durch eine Schneedecke – werden von den kleinen Nagern liebend gerne als Behausung genutzt.

Wühlmäuse graben Gängein eine Wiese

Wenn der Schnee im Frühjahr geschmolzen ist, kannst du die freigelegten Gänge der Wühlmaus geradezu nachverfolgen, so dicht an der Oberfläche befinden sie sich meistens. Aber die typischen Gänge sind nicht das einzige Erkennungsmerkmal. Wühlmäuse hinterlassen nämlich auch Erdhaufen, die denen von Maulwürfen ähneln.

Deshalb sollten wir die Wühlmaus auch nicht vorschnell zum Sündenbock erklären. Denn vielleicht hast du statt der eher oberflächlichen Wühlmaus auch einen Untermieter mit mehr Tiefgang bei dir im Garten?

So erkennst du, ob du es mit einer Wühlmaus oder einem Maulwurf zu tun hast:

WühlmausMaulwurf
ovale, flache Erdhaufenkreisrunde, hohe Erdhaufen
Erdhaufen mit PflanzenrestenErdhaufen ohne Pflanzenreste
flach verlaufendes Gangsystemtief verlaufendes Gangsystem
flache Eingänge am Rand der Erdhaufensteile, mittige Eingänge
Verwühlprobe wird nach wenigen Stunden verschlossenVerwühlprobe wird erst nach Tagen oder gar nicht verschlossen
Geschützte Tierart? ✘Geschützte Tierart?

Normalerweise reicht ein prüfender Blick auf die Erdhaufen, um zu sehen, wer da gräbt. Maulwurfshügel sind im Allgemeinen ordentlicher: symmetrischer, sauber von Pflanzenresten, mit mittigem Eingang, und ohne sichtbare Gänge neben dem Haufen.

Die Wühlmaus achtet da nicht so sehr auf die Ästhetik. Sie kommt fast waagrecht aus dem Boden heraus und kreiert daher einen eher ovalen Erdhaufen mit Eingang an einer Seite. Oft sind in der Erde auch Pflanzenreste – Wurzelteile, Baumrinde und Gemüsereste – zu finden.

Du bist dir immer noch unsicher, mit wem du es zu tun hast? Mach doch eine Verwühlprobe! Maulwürfe leben weit unter der Erdoberfläche und benutzen ihre Ausgänge ans Tageslicht nur einmalig, um ihren Schutt abzuladen. Die Wühlmaus hingegen ist regelmäßig in ihren Gängen unterwegs. Deshalb ist die sogenannte Verwühlprobe super, um im Zweifelsfall entscheiden zu können, wer da die Pfoten im Spiel hat.

So machst du eine Verwühlprobe:

Für die Verwühlprobe beschädigst du einen oberflächennahen Gang – am besten gleich an mehreren Stellen. Ist ein Maulwurf eingezogen, wird er den Schaden wahrscheinlich nicht reparieren, und wenn doch, dann sicherlich nicht am selben Tag.

Sind Wühlmäuse am Werk, werden die sich jedoch schleunigst daran machen, ihre Schnellstraße zu reparieren. Du kannst dann damit rechnen, dass die Nager noch innerhalb von 24 Stunden alles wieder in den Ausgangszustand versetzen.

von Wühlmäusen angeknabberte Süßkartoffel

Was frisst die Wühlmaus?

Kein Wunder, dass die Wühlmäuse sich in Gemüsegärten so wohl fühlen: Es stehen nämlich einfach ziemich viele Gemüsepflanzen auf ihrem Speiseplan. Die ziehen sie gern auch mal am Stück mit in ihre Unterwelt – über Nacht können so auf mysteriöse Art und Weise ganze Jungpflanzen verschwinden.

Apropos Jungpflanzen: damit du alle Aussaattermine immer auf dem Schirm hast, kannst du dich hier eintragen und schon landet der praktische Kalender in deinem Postfach :)

Wühlmäuse ernähren sich rein pflanzlich. Sie sind dabei spezialisiert auf alles, was unter der Erde wächst: Möhren, Knollensellerie, Topinambur und Co. Wurzeln und Knollen finden sie einfach ganz besonders appetitlich. Auch die junge Rinde von Obstbäumen verschmähen sie nicht. Du kannst dir sicher vorstellen, was für einen Schaden da so eine Wühlmausfamilie anrichten kann!

Deshalb sollten wir sie schleunigst dazu bewegen, aus unserem Gemüsebeet auszuziehen und anderswo heimisch zu werden. Los geht’s!

Wühlmäuse vertreiben statt bekämpfen

Giftköder? Nein, danke! Denn Giftköder bedeuten nicht nur einen qualvollen Tod für die Wühlmaus selbst, sondern möglicherweise auch für Igel, freilaufende Katzen oder andere Tiere.

Und überhaupt: Wir wollen die Wühlmäuse ja gar nicht töten! Nur in unserem Gemüsebeet möchten wir sie eben nicht unbedingt haben…

Wühlmäuse vertreiben: 7 Methoden

Um die Wühlmäuse aus deinem Garten zu verscheuchen, stehen dir mehrere Methoden zur Auswahl. Denk dran: Es muss der Wühlmaus so richtig ungemütlich werden, damit sie sich zum Auszug bequemt. Mit diesen sieben Methoden hatte ich Erfolg:

  1. Nutze die natürlichen Gegenspieler der Wühlmaus
  2. Halte Hühner, Ziegen oder Katzen
  3. Mulch deine Beete mit Hackschnitzeln
  4. Rinzinusöl vertreibt Wühlmäuse
  5. Knoblauch mag die Wühlmaus gar nicht
  6. Verleg dein Gemüse ins Hochbeet
  7. Setz Wühlmaus-Schocker ein
Greifvogel mit gefangener Wühlmaus

#1: Verbrüdere dich mit den natürlichen Feinden der Wühlmaus

Du hast jede Menge Verbündete da draußen, die liebend gerne mit dir zusammen in den Kampf gegen die Wühlmäuse ziehen. Greifvögel zum Beispiel. Lad die doch gerne ganz explizit mit einer Sitzstange in deinen Garten ein. Sobald die Wühlmaus Wind von diesem Manöver bekommt, wird es ihr sicher schnell unbehaglich.

Pssst: Wenn du Hühner hältst, solltest du dir gut überlegen, ob du Greifvögel zu dir in den Garten einladen willst. Die könnten nämlich auch auf deine gefiederten Freunde ein Auge werfen…

Die Natur ist schon genial! Mit dem richtigen Wissen können wir uns ganz viele natürliche Effekte im Garten zunutze machen – nicht nur bei der Wühlmausvertreibung!

#2: Halte Hühner, Ziegen oder eine Katze

Ja, richtig gelesen. Auch Haus- und Hoftiere können bei der Lösung deines Problems behilflich sein. Wühlmäuse meiden nämlich Gebiete, in denen ihnen allzu oft auf dem Kopf herumgetrampelt wird.

Wenn du regelmäßig Ziegen oder Hühner in den Bereich lässt, in dem die Wühlmaus ihr Gangsystem angelegt hat, wird ihr das Getrampele bzw. Gescharre auf Dauer ziemlich auf den Senkel gehen – und wenn du Glück hast, sucht sie sich ein ruhigeres Plätzchen.

Bevor du dir allerdings wegen deiner Wühlmäuse gleich Ziegen zulegst, solltest du zuerst hier reinlesen.

#3: Leg den Wühlmäusen Hackschnitzel in den Weg!

Genau wie Schnecken, mögen Wühlmäuse Hackschnitzel nicht! Die Wühlmäuse haben offensichtlich keine Lust, sich durch Massen an Hackschnitzeln zu buddeln. Perfekt, da Hackschnitzel so nicht nur das Unkraut, sondern auch die Nager fernhalten :).

Vielleicht ist das Fortbewegen im Mulch sehr mühsam, die Gänge halten nicht, oder ihnen tuen die Pfoten danach weh? Wer weiß! Aber Fakt ist: Die gemulchten Beete sind bisher immer wühlmausfrei geblieben! Also, ran an die Hackschnitzel!

#4: Rizinusöl finden Wühlmäuse gar nicht dufte

Wühlmäuse können Rizinusöl nicht ausstehen! Ob das wohl an der abführenden Wirkung oder am Geruch des Öls liegt? Egal: Hauptsache, es funktioniert!

Für die Anwendung gibst du alle zwei bis drei Wochen jeweils einen Esslöffel Rizinusöl in jedes Wühlmausloch, das du finden kannst. Achte dabei darauf, auch neben den Beeten zu schauen. Denn auch unter Beerenstäuchern oder Obstbäumen kann die Wühlmaus einen Trakt ihres Paslastes gebaut haben.

In den Tagen nach der ersten Beduftung entstehen in der Regel erstmal viele neue Löcher, weil die Mäuse einen Weg suchen, das Zeug zu umgehen – das ist natürlich erstmal weniger erfreulich für uns. Aber es bedeutet, dass sie das Rizinusöl tatsächlich stört und darum geht es ja: die Wühlmaus so lange ärgern, bis sie aufgibt und ihre Koffer packt.

#5: Knoblauch? Den riechen Wühlmäuse bis ins letzte Loch

Ganz ähnlich wie mit Rizinusöl kannst du auch mit Knoblauch vorgehen. Der riecht nämlich auch so intensiv, dass die Wühlmaus sich schnell davon gestört fühlt.

Am effektivsten setzt du den Knoblauch dabei als Gemüsekultur in den Beeten ein – denn so hast du neben der Wühlmausabwehr auch gleich eine dicke Knoblauchernte. Zwei Fliegen mit einer Klappe! ;)

Wenn du nicht so viel Knoblauch anbauen magst, kannst du aber auch einfach – genau wie beim Rizinusöl – in jedes Wühlmausloch eine angequetschte Knoblauchzehe legen. Die erneuerst du auch regelmäßig, um den guten Geruch in den Gängen aufrecht zu erhalten. Mmhhhh… :)

#6: Verleg dein Gemüse in den Hochsicherheitstrackt!

Gerade wenn du im Hochbeet gärtnerst, gibt es einen sehr simplen Weg, den ganzen Ärger zu umgehen: Sichere deine Beete von Anfang an auf der Unterseite mit Drahtgitter! Da kommt die freche Wühlmaus nämlich nicht durch und der Spuk ist schnell vorbei.

Wie du dir ein wühlmaussicheres Hochbeet baust, zeige ich dir hier:

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Mehr Informationen

#7: Wenn alle Stricke reißen: Der Wühlmaus-Schocker – Wühlmäuse vertreiben mit Schall

Keine Sorge, ein Wühlmaus-Schocker hört sich brutaler an, als er ist. Er wird in die Erde eingegraben und sendet niedrigfrequentierte Schallwellen aus, die die Wühlmäuse vertreiben sollen. Die sind allerdings mitunter auch für Menschen hörbar und können bei der Gartenarbeit nerven.

Es dauert jedoch eine Weile, bis die Wühlmäuse darauf anspringen – und das Weite suchen! Aber Geduld, gute Nerven und eventuell Oropax wirken Wunder und du vertreibst deine Wühlmäuse effektiv und nachhaltig!

Die richtige Kombi machts!

Beim Gegenspieler Wühlmaus verlässt du dich am besten niemals auf eine einzige Methode. Um Wühlmäuse zu vertreiben, musst du schon ein ganzes Angebot an Störfaktoren auffahren.

Probier doch einfach mal aus, welche Methoden bei dir im Garten am praktikabelsten sind! Eine Kombi von mehreren Methoden ist dabei am erfolgsversprechendsten.

Nicht nur bei der Wühlmausbekämpfung: Die richtige Kombi führt auch im Beet zu Erfolg. Vergiss daher nicht, dir deine Mischkulturtabelle herunterzuladen und deine Gemüsepflanzen mit ihren Lieblings-Beetpartnern zu verkuppeln! ;)

Du siehst, mit ein bisschen Fantasie und Durchhaltevermögen kannst du Wühlmäuse auch ganz ohne Giftköder loswerden.

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FAQ:  

1. Wie erkenne ich Wühlmäuse? 

Wühlmäuse erkennst du an flachen, ovalen Erdhaufen, oberflächennahen Gängen in Beet oder Rasen und an Pflanzenresten in der aufgeworfenen Erde. Im Unterschied zum Maulwurf liegen die Eingänge meist seitlich am Haufen, und eine beschädigte Stelle im Gangsystem wird von Wühlmäusen oft schon innerhalb von 24 Stunden wieder verschlossen.

2. Welche Gerüche mögen Wühlmäuse nicht? 

Wühlmäuse mögen vor allem den intensiven Geruch von Rizinusöl und Knoblauch nicht. Beide Gerüche stören die Nager so stark, dass sie ihre Gänge meiden oder sich langfristig einen ruhigeren Ort suchen.

3. Wie lange dauert es, bis Wühlmäuse verschwinden? 

Wie schnell Wühlmäuse verschwinden, hängt von der Methode und von deiner Konsequenz ab. Beim Wühlmaus-Schocker kann es zunächst sogar unruhiger werden, bevor sich der Erfolg zeigt. Bei Geruchsmethoden wie Rizinusöl oder Knoblauch ist meist etwas Geduld nötig, weil die Wühlmäuse oft erst nach wiederholter Störung aufgeben.

4. Wer sind die natürlichen Feinde der Wühlmaus? 

Zu den natürlichen Feinden der Wühlmaus zählen vor allem Greifvögel. Deshalb kann es helfen, diese mit einer Sitzstange in den Garten zu locken, damit sich Wühlmäuse unsicher fühlen und den Bereich meiden.

5. Was ist die effektivste Methode um Wühlmäuse zu vertreiben? 

Die effektivste Methode ist nicht eine einzelne Maßnahme, sondern die Kombination mehrerer Methoden. Besonders erfolgversprechend ist es, Wühlmäusen den Garten gleichzeitig durch natürliche Feinde, Gerüche wie Knoblauch oder Rizinusöl, Mulch, Tiere oder technische Hilfen wie einen Wühlmaus-Schocker unangenehm zu machen.

Willst du gegen alle Eindringline in deinem Gemüsebeet gewappnet sein? Dann sind  diese Artikel genau das richtige für dich:

Weiße Fliege bekämpfen: So wirst du sie los!

Maulwurf vertreiben: 9 ultimativ wirksame Methoden

Gartenwerkzeug: 9 unverzichtbare Tools!er komplette Guide!

Habt ihr Wühlmäuse im Garten? Welche Methode hat euch geholfen?

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.

Doppelgrabegabel fürs Gemüsebeet

Gartenwerkzeug: 9 unverzichtbare Tools!

Die richtigen Gartenwerkzeuge finden ist ein bisschen wie die Suche nach guten Freunden. Damit du nicht an die falschen Freunde – ähhhm Gartenwerkzeuge gerätst, gibt’s heute eine kleine Kennlernrunde. Ich stelle dir meine 9 liebsten Gartenwerkzeuge höchstpersönlich vor!

Inhaltsverzeichnis
Im Dschungel der Gartenwerkzeuge
Wie der Gärtner, so das Werkzeug
Meine liebstes Gartenwerkzeug: 9 Tools
Gartenwerkzeuge kaufen
Wellness für Gartenwerkzeuge
Weniger ist mehr!

Verloren im Baumarkt alias Dschungel der Gartenwerkzeuge?

Beim Gartenwerkzeug ist es gar nicht so einfach! Die Auswahl ist so groß – besonders, wenn du deinen Garten gerade erst anlegst. Ich stand damals ziemlich verloren vor dem rieeesigen Regal mit allerlei Geräten und Werkzeugen. Woher sollte ich wissen, welche Geräte ich wirklich brauchen würde?

Heute weiß ich: Welche Gartenwerkzeuge die richtigen sind, hängt ganz davon ab, nach welchem System du gärtnerst. Bevor du weißt, welche Gartengeräte du brauchst, ist es also wichtig zu wissen, wie du gärtnern möchtest.

Für mich stand von Anfang an fest, dass ich den Boden schonen und pflegen und die vielen kleinen Helferlein, die darin leben, so wenig wie möglich verletzen möchte! Für mich kommen daher nur sanfte, bodenschonende Grabegeräte in Frage.

Der nächste wichtige Punkt ist für mich, dass ich Kompostbeete anlege und mit ganz viel Mulch arbeite. Das tut dem Boden richtig gut, hält ihn feucht, feinkrümlig und humos. Darauf verzichte ich auf keinen Fall! Ich brauche also auch Gartenwerkzeuge, um Mulch und Kompost zu transportieren und auszubringen.

Schubkarre: ein wichtiges Gartenwerkzeug

Wenn du so vorgehst, kannst du dir überlegen, was die Besonderheiten an deinem Garten und deiner Art zu gärtnern sind. So bekommst du ganz fix eine Idee, welche Gartenwerkzeuge dir die Arbeit versüßen könnten.

Du willst wissen, wie ich diese super praktischen Kompostbeete anlege? Dann komm doch schnell in mein Bootcamp – darin planen wir deinen Gemüsegarten und du lernst Schritt für Schritt, wie du genial kompostige Gemüsebeete anlegst!

Kein klassisches Werkzeug, aber auch ein super wichtiges Tool: Eine gute Planung! Damit dein Gemüse genug Zeit zum Wachsen hat, solltest du unbedingt alle wichtigen Aussaattermine im Blick behalten. Am besten sind die so geplant, dass du nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über erntest. Um dir das zu erleichtern, habe ich einen fix und fertigen Aussaatkalender für dich, den du dir herunterladen kannst. Gib einfach deine Emailadresse ein und er flattert in dein Postfach:

Wie der Gärtner, so das Werkzeug

Ich unterstelle dir mal, dass du genauso ein Boden-Nerd bist wie ich. ;) Du liebst den Geruch von frischer Erde und freust dich riesig über jeden Regenwurm? Dann brauchst du wahrscheinlich ganz ähnliche Gartenwerkzeuge wie ich. 

Sobald du eine ungefähre Vorstellung entwickelt hast, ploppt aber schon die nächste große Frage auf. Welche von den 1289210 Schaufeln, Grabegabeln oder Gießkannen soll es denn bitte sein?

Mir sind die Herkunft und das Material meiner Gartenwerkzeuge total wichtig. Plastik und andere Kunststoffe kommen mir nur selten ins Haus… äh, in den Garten. Ich wünsche mir Gartenwerkzeuge aus robustem Holz, rostfreiem Metall und langlebigem Zink. So habe ich richtig lange Freude an meinen Gartenhelfern.

Ganz nebenbei sehen urige Holzstiele und Zinkeimer auch noch wunderschön aus. Das Auge gärtnert schließlich mit! ;)

Du willst so richtig loslegen und dich selbst mit leckerem Obst und Gemüse aus dem Garten versorgen, wünschst dir dabei aber noch ein bisschen Unterstützung? Dann ist mein „Gemüsegarten Starten“-Onlinekurs* genau das richtige für dich. Im Kurs lernst du jede Menge Tricks und Kniffe – und das mit Spaß und Leichtigkeit. Schau doch mal vorbei, ich würde mich riesig freuen, dich im Kurs wieder zu sehen!

Mein liebstes Gartenwerkzeug: 9 Tools

Wenn die Gartensucht einmal zugeschlagen hat, wühlst du bald jeden Tag in der Erde. Da sind Handschuhe unverzichtbar, wenn du nicht ständig Erde unter den Fingernägeln haben magst. Ohne Handschuhe bekommst du deine Hände im Sommer sonst gar nicht mehr sauber (ist natürlich Geschmackssache, mich stört es nicht so sehr). Es gibt ganz wunderbare Modelle aus Biobaumwolle und Naturkautschuk. So kannst du auch hier auf Plastik verzichten.

Für mich unverzichtbar ist auch der Strohhut auf den Kopf – damit ist die Gärtneruniform komplett. Der Hut schützt übrigens nicht nur vor Sonne, sondern kann auch prima zum Erntekorb umfunktioniert werden:

 Strohhut mit Johannisbeeren

Gut geschützt können wir uns jetzt den gröberen Geschützen widmen: Hier kommen meine Must-Have Gartenwerzeuge im Gemüsegarten!

GartenwerkzeugWichtig zum:
SchubkarreTransport von schwerem Material
Große SchaufelKompost und Mulch schaufeln
GießkanneGießen und Düngen
PflanzschaufelPflanzen und Säen
RechenSaatrillen ziehen, Mulch & Kompost verteilen
SpatenBeetkanten, Pflanzlöcher ausheben
(Doppel-)GrabegabelBoden schonend lockern
(Langstielige) UnkrauthackeSchnell & effektiv jäten
EimerMischen, Sammeln, Transportieren
UnkrautstecherPfahlwurzeln entfernen
GartenschereBüsche & Bäume schneiden, Material zerkleinern

Gartenwerkzeuge fürs Grobe

Zum Anlegen der Kompostbeete ist eine Schubkarre auf jeden Fall ein Segen! Aber Ende August wirst du sie dann auch beim Ernten lieben lernen. Irgendwann reicht ein Korb eben nicht mehr…

Achte darauf, dass deine Schubkarre mindestens 200 kg Gewicht aushält. Nicht, dass sie dir schlapp macht. Luftreifen sind unverzichtbar! Und natürlich willst du eine Gartenkutsche, die angenehm und leicht fährt. Einfach mal eine Probefahrt machen, dann findest du dein Model!

Für Kompost und Holzhackschnitzel ist eine große Schaufel praktisch. Mit diesem Gartenwerkzeug bekommst du alles vom Anhänger in die Schubkarre und von dort auf die Beete!

Um den Boden ohne Umgraben tiefgründig zu lockern, ist eine Grabegabelmein Liebling. Du hast große Beetflächen zu bearbeiten? Dann lohnt sich eine Doppelgrabegabel. 

Doppelgrabegabel

Kleiner Tipp: Du kannst deine Beetbreite auf die Breite der Grabegabel anpassen.

Schuften und Umgraben war gestern! Mit einer Doppelgrabegabel hast du ganz einfach und aus der Hüfte heraus dein Beet im Nu fertig zum Pflanzen.

Für meine Kompostbeete nutze ich übrigens Beetumrandungen, unter denen ich Rasenkanten verberge. Rasen und Beikräuter müssen nämlich draußen bleiben, hier ist reine Gemüsezone. Um die Rasenkante in der Erde zu platzieren, brauchen wir den Klassiker unter der Gartenwerkzeuge: einen Spaten.

Ein Spaten ist einfach immer gut! Ob zum Abstechen der Beetränder oder zum Ausheben großer Pflanzlöcher – mit Spaten ist das alles kein Problem. Ab und zu braucht man eben diesen einen Freund, der richtig anpacken kann – aber nicht, um den Boden damit umzugraben!

Ich schieße gleich noch einen Gartenwerkzeuge Oldie hinterher: eine Unkrauthacke mit langem Stiel! Saatrillen ziehen, zwischen den Reihen für Ordnung sorgen, Erde lockern, was kann die eigentlich nicht? Oma wusste aus gutem Grund, warum so eine Hacke immer im Schuppen zu finden sein sollte.

handliche Gartenwerkzeuge

Gartenwerkzeuge für die Feinarbeit

Puhhh, die groben Arbeiten sind getan, es geht an die Feinarbeit! Dafür werden auch die Gartenwerkzeuge kleiner und handlicher.

Meine kleine Pflanzschaufel habe ich ständig in der Hand. Die brauche ich für alles Mögliche: Pflanzlöcher buddeln, kurze Saatrillen ziehen, freche Beikräuter entfernen… Ich muss ehrlich zugeben, davon habe ich sogar zwei. Manche Gartenwerkzeuge will ich einfach an verschiedenen Stellen im Garten immer griffbreit haben.

Besonders in trockenen Sommern ist eines unverzichtbar: Wasser. Eine Gießkanne* muss also her! Es gibt so wunderschöne alte und auch neue Zinkgießkannen. Huiiiii, da muss ich immer richtig aufpassen, nicht gleich alle zu kaufen. Eine kleine für die Jungpflanzen, eine große bei den Gurkenpflanzen, eine bunte zum Freuen: Bei Gießkannen werde ich einfach schwach! ;)

Kleiner Tipp: Gießkannen immer direkt wieder auffüllen und an die Wegränder stellen. Deine Pflanzen lieben abgestandenes, angewärmtes Wasser. Außerdem nimmst du die Gießkanne am Wegrand automatisch mit und vergisst so nicht, zu gießen.

Gießkanne

Du siehst: Meine Gartenwerkzeuge wohnen zwar im schützenden Schuppen, die Gießkanne hat hier aber eine extra Ausgangserlaubnis.

Wo wir schon bei Schönheiten sind – den einen oder anderen Eimer brauche ich auch immer! Die alten Emaile-Eimer auf dem Flohmarkt ziehen mich einfach magisch an! Klassisch Weiß-Blau, mit Blumenmuster, pastell-grün, haaaaach. Die sind nicht nur schön, sondern auch praktisch zu unterscheiden: einer zum Ernte sammeln, einer für Unkraut und einer für Brennnesseljauche – da ist es schon praktisch, mehrgleisig zu fahren.

Meine zwei Extratipps

Psssst: zwei hab ich noch!

Eine Gartenschere brauchst du eigentlich fast bei jedem Gartengang! Egal ob Beeren, alte Pflanzen über der Erde entfernen oder ein dicker Blumenstrauß. So eine Gartenschere gehört einfach dazu!

Der krönende Abschluss: ein Unkrautstecher. In meinen Kompostbeeten kommt fast nie Unkraut durch, das macht sie ja so toll. Aber wenn, dann sind es zum Beispiel freche Löwenzähne oder vorwitziger Ampfer. Die kommen per Luftpost, da kann schonmal einer im Beet landen.

So ein Löwenzahn oder Ampfer hat schnell eine lange Pfahlwurzel entwickelt. Da hilft der Unkrautstecher, sonst müsste manchmal schon der Spaten ran. Gerade im bepflanzten Beet hebelst du mit dem großen Spaten aber schnell die Nachbarn mit raus – ein Unkrautstecher ist da zielgerichteter unterwegs.

Unkrautstecher

Gartenwerkzeuge kaufen

Okay, okay, der Dschungel lichtet sich. Du weißt jetzt so ungefähr, WAS du wirklich brauchst. Aber WO bekommst du es jetzt her? An Gartenwerkzeuge kannst du auf unterschiedliche Weise kommen. Als nachhaltiger Garten-Nerd versuche ich auch hier immer, verantwortungsvoll und bewusst zu kaufen.

Ein wunderbarer Weg ist da der Flohmarkt. Du glaubst gar nicht, was ich da schon für Schätze gefunden habe. Ich liebe diese alten Gartenwerkzeuge, die haben einen ganz eigenen Charme!

Oft kannst du beim Stöbern super robuste Gartenwerkzeuge finden. Wenn sie bereits ein ganzes Gärtnerleben geschafft haben, schaffen sie auch noch eins! Vielleicht können sie einen neuen Stiel vertragen oder du musst sie ein bisschen aufputzen. Ein wenig Liebe – schon hast du einen neuen Gartenhelfer mit Geschichte!

Der klassische Weg ist der Garten-Fachhandel. Im Baumarkt findest du meist eine große Auswahl, aber oft leider keine wirklich gute Qualität und auch keine Infos zur Herkunft und Herstellung der Werkzeuge.

Dir gefallen meine Art zu gärtnern und meine Kriterien bei der Auswahl der Werkezuge? Dann schau mal im Wurzelwerk-Onlineshop vorbei, da wirst du sicherlich fündig. Gerade bei spezielleren Geräten wie einer Doppelgrabegabel bist du dort gut beraten.

Wellness für Gartenwerkzeuge

Juhu, du hast deine Gartenwerkzeuge fürs Leben gefunden! Jetzt ist es wichtig, sie gut zu pflegen. Du weißt schon: in guten Freundschaften ist es immer ein Nehmen und Geben…

Nach dem Einsatz im Garten kannst du deine Gartenwerkzeuge grob mit einem harten Besen abputzen. Danach sind sie dankbar für ein trockenes Plätzchen. Ein Schuppen, eine Scheune oder wenigstens ein kleiner Unterstand? Das klingt wie das perfekte Zuhause für deine Gartenwerkzeuge!

Dort kannst du deine Schätzchen ganz praktisch aufhängen – so hat alles seinen Platz. Du hast dann alles jederzeit im Blick und zur Hand. Ich liebe es einfach, wenn es sogar im Schuppen schön aussieht. ;)

Vor dem Winter bietet es sich an, den Gartenwerkzeugen eine extra Kur zu gönnen. Zuerst bekommen sie ein ausgiebiges Bad. So kannst du sie gut komplett von Erde befreien, bevor sie in Winterschlaf gehen. Eventuell noch etwas mit der Bürste nachhelfen*, dann dürfen die Badegäste trocknen.

Sobald die Gartenwerkzeuge trocken sind, bekommen sie eine Luxus-Öl-Behandlung!  Dafür eignet sich Leinöl wunderbar. Reibe zuerst die Metallteile mit einem alten Lappen gut mit dem Öl ein. Anschließend kannst du mit dem restlichen Öl im Tuch noch über die Holzteile gehen.

So verwöhnt entlässt du deine Gartenhelfer in den Winterurlaub. Da macht das Wiedersehen im Frühling gleich doppelt so viel Spaß!

Weniger ist mehr!

Es gibt mittlerweile wirklich riiichtig schöne Gartenwerkzeuge und Accessoires? Wenn du anfällig für schöne Dinge bist, braucht es da schon mal Disziplin, nicht ständig zuzuschlagen. Sonst benötigt dein Geräteschuppen bald einen Anbau… ;)

Aber im Ernst: Versuche, deinen Fuhrpark klein zu halten. Das spart Geld und auch Zeit und Nerven für Pflege und Suche. Im besten Fall kannst du all deine Gartenwerkzeuge für ganz verschiedene Arbeiten nutzen.

Dein Rechen kann nicht nur Mulch vom Beet ziehen! Er macht auch Erde feinkrümelig und kann Saatrillen ziehen. Mach doch an seinen Stiel kleine Markierungen im 20 cm Abstand. Schon hast du einen Maßstab für die Pflanzabstände. Den Rechen hast du ja beim Pflanzen und Säen sowieso meistens dabei!

Auf diese Weise kannst du die meisten Gartenwerkzeuge zweckentfremden. So sparst du dir viel Schlepperei, um all die Geräte zum Arbeitsplatz zu bringen ;)

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Und last but not least: Teilen macht Spaß! Gartenwerkzeuge sind nicht nur so ähnlich wie gute Freunde. Manchmal können sie auch dazu führen, dass du neue Freundschaften schließt.

Hör und sieh dich doch mal um, wer in deiner Nachbarschaft noch so gärtnert. Es macht immer viel Spaß, sich auszutauschen! Und wer weiß, vielleicht könnt ihr euch einen Häcksler, eine Sense oder eine Säge teilen?

Gerade die großen, teuren Gartenwerkzeuge brauchst du nur selten. Da ist es toll, wenn ihr sie gemeinsam nutzen könnt!

Wie siehts aus? Hast du jetzt den Durchblick im Geräte-Dschungel? Dann auf zum nächsten Flohmarkt, zum Nachbar oder dem Baumarkt deines Vertrauens. Mit den richtigen Gartenwerkzeugen und Freunden macht das Arbeiten im Garten gleich nochmal so viel Spaß. Ich bin mir sicher: du hast bald deine Lieblinge gefunden, die du nicht mehr aus der Hand gibst!

Du hast noch nicht genug? Dann schau unbedingt im Minikurs zum Beete anlegen vorbei! Und wenn du noch mehr Tipps für die Anfänge im Gemüsegarten möchtest, dann stöbere doch mal hier:

Gemüsegarten anlegen ohne Umgraben

9 Gemüse, die jeder hinkriegt

Gemüsegarten für Anfänger: Crashkurs in 11 Schritten

Jetzt bin ich gespannt! Auf welche Gartenwerkzeuge kannst du auf keinen Fall verzichten?

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Titelbild: Rhabarber einkochen: Rhabarberstücke

Rhabarber einkochen und das ganze Jahr über genießen!

Rhabarber einkochen ist eine super Sache, wenn du so wie ich dieses leckere Gemüse nicht nur ein paar Wochen lang, sondern das ganze Jahr über genießen möchtest. Und falls du dich jetzt wunderst: Rhabarber zählt tatsächlich nicht zum Obst, sondern gehört zum Gemüse! ;) Aber jetzt nix wie ran an den Kochlöffel, ich zeige dir, wie es geht!

Inhaltsverzeichnis
Für Eilige: Rhabarber einkochen im Überblick
Roter oder grüner Rhabarber – Was ist der Unterschied?
Rhabarber und Oxalsäure
Mit und ohne Zucker Rhabarber einkochen
Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Topf
Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Wecktopf
Rezepte: Von Rhabarberkompott bis Rhabarberchutney

Für Eilige: Rhabarber einkochen im Überblick

In deiner Küche liegen ganz viele Rhabarber-Stangen und du willst sofort loslegen? Dann schau mal hier, so geht Rhabarber einkochen in aller Kürze! ;)

Rhabarber einkochenSo geht´sGewusst wie
Schritt #1:Stangen waschenBlätter oben entfernen, Stangen unten abschneiden
Schritt #2:Stangen schälenRhabarberschale mit einem scharfen Messer oder Sparschäler abziehen
Schritt #3:Stangen in Stücke schneiden1-3 Zentimeter breit
Schritt #4:Rhabarber blanchieren5 Minuten in kochendem Wasser
Schritt #5:Rhabarber einkochen mit oder ohne Zuckerzugabeim Kochtopf: 10 Minuten kochenim Wecktopf: 30 Minuten bei 90° C

Hol dir außerdem meine sieben Lieblingsrezepte zum Einkochen und Fermentieren!

Kribbelt es dir auch schon in den Händen, deine Ernte in leckere Tomatensauce oder fruchtige Chutneys zu verwandeln? Denn was gibt es im Sommer Schöneres, als die Speisekammer mit Gläsern voller Köstlichkeiten bis unter die Decke zu stapeln? :) Wenn du noch nach Inspiration suchst, dann lade dir gerne meine liebsten und mehrfach erprobten Rezepte zum Einkochen und Fermentieren herunter.

Trage dich für das Rezepte-eBook einfach hier ein:

Roter oder grüner Rhabarber – Was ist der Unterschied?

Die beiden bekanntesten Rhabarbersorten heißen „Goliath“ und „Holsteiner Blut“. „Goliath“ hat eine grüne Schale und grünes Fruchtfleisch und schmeckt recht säuerlich. Holsteiner Blut hat rote Stängel und grünes Fruchtfleisch und einen milderen Geschmack. Und dann gibt es noch „Elmsjuwel“ oder auch Himbeerrhabarber – eine Sorte mit roter Schale und rotem Fruchtfleisch – das ist die süßeste Variante.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Rot du siehst, desto weniger sauer ist dein Rhabarber. ;) Du kannst aber alle Sorten von Rhabarber einkochen, das sind nur geschmackliche Unterschiede!

Falls du wissen möchtest, wie du außer Rhabarber einkochen auch anderes Gemüse und Obst haltbar machst, komm doch in meinen „Vorratskammer starten“ Kurs! Da zeige ich dir verschiedene Methoden, wie du deine Ernte in köstliche Vorräte verwandelst und so das ganze Jahr über davon schlemmen kannst! 

Rhabarber einkochen: Rhabarbersorten

Rhabarber und Oxalsäure

Rhabarber hat wie Mangold und Spinat im Verhältnis zu anderen Lebensmitteln relativ viel Oxalsäure und die kann dem Körper Kalzium entziehen oder auch Nierensteine begünstigen.

Wenn du gesund bist, musst du dir aber deshalb keine Sorgen machen! Außerdem gibt es ein paar Tricks, um den Oxalsäuregehalt beim Rhabarber einkochen zu verringern:

  • Rhabarber schälen – in der Schale befindet sich die meiste Oxalsäure
  • Rhabarberblätter niemals verarbeiten, sondern auf den Kompost geben
  • Rhabarber 5 Minuten lang kochen und das Kochwasser wegschütten
  • Ab Mitte Juni keinen Rhabarber mehr ernten, da steigt der Oxalsäuregehalt nochmal deutlich an

Übrigens binden Milchprodukte Oxalsäure, weshalb sie dem Körper dann kein Kalzium mehr entzieht. Und Schlagsahne zum Rhabarber zu essen ist jetzt keine echte Strafe, oder? ;)

Psst: Es muss nicht immer Sahne sein; Milch, Joghurt und Käse binden ebenfalls Oxalsäure!

Rhabarber ist aber auch gesund! Er enthält viel Kalium, Vitamin C, Vitamin B und Ballaststoffe. Die Stangen haben wenig Kalorien und wirken entwässernd und entgiftend.

Mit und ohne Zucker Rhabarber einkochen

Ob mit oder ohne Zucker – das bleibt ganz dir überlassen. Rhabarber einkochen funktioniert in beiden Varianten einwandfrei.

Zucker gibst du entweder während des Kochens zu oder du bestreust den blanchierten Rhabarber mit Zucker, lässt ihn für 30 Minuten stehen und kochst ihn dann ein.

Wenn du deinen Rhabarber nur mit Wasser und ohne Zucker haltbar machst, hat das den Vorteil, dass du dich noch nicht festlegst, ob du ihn für herzhafte oder für süße Gerichte verwendest. In diesem Fall kochst du blanchierten Rhabarber im Verhältnis vier Teile Rhabarber zu einem Teil Wasser ein.

Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Topf

Wenn du im Topf Rhabarber einkochen möchtest, gehst du so vor:

  • Schritt #1: Rhabarberstangen oben von den Blättern befreien und unten abschneiden
  • Schritt #2: Rhabarberschale mit einem Messer oder Sparschäler abziehen
  • Schritt #3: Stangen in ein bis drei Zentimeter lange Stücke schneiden
  • Schritt #4: Rhabarber blanchieren: Stücke für fünf Minuten in kochendes Wasser legen, das Kochwasser wegschütten
  • Schritt #5: Rhabarber einkochen für 10 Minuten, abschmecken mit Gewürzen und dann kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen 
Rhabarber einkochen: Rhabarberkompott

Rhabarber einkochen in 5 Schritten im Druckeinkochtopf

Im Druckeinkochtopf kannst du so deinen Rhabarber einkochen:

  • Schritt #1: Rhabarberstangen oben von den Blättern befreien und unten abschneiden, Rhabarberschale mit einem Messer oder Sparschäler abziehen und Stangen in fünf Zentimeter lange Stücke schneiden
  • Schritt #2: Rhabarber blanchieren: Stücke für fünf Minuten in kochendes Wasser legen, das Kochwasser wegschütten
  • Schritt #3: Rhabarberstücke in Weckgläser* füllen (hochkant sieht es besonders schick aus!)
  • Schritt #4: Wasser oder eine Lösung aus Wasser und Zucker aufkochen und in die Gläser füllen, sodass ungefähr zwei Zentimeter Rand bleibt, Gläser mit Gummi* und Klammern* verschließen
  • Schritt #5: bei 90° C eine halbe Stunde lang einkochen

Auch Pflaumen, Birnen und Kirschen kannst du auf diese Weise einkochen!

Rezepte: Von Rhabarberkompott bis Rhabarberchutney

Nachdem du jetzt weißt, wie Rhabarber einkochen geht, habe ich dir hier noch meine Lieblingsrezepte zusammengestellt. Ich hoffe, sie schmecken dir genauso gut wie mir. Yummie!

Rhabarberkompott

Das brauchst du:

  • 1kg Rhabarber
  • 200g Zucker
  • 2 El Zitronensaft

So geht´s:

Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. In drei Zentimeter lange Stücke schneiden und fünf Minuten ins kochende Wasser legen.

Wasser wegschütten und Zucker und Zitronensaft zum Rhabarber geben. Abschmecken und in Weckgläser* füllen, dabei einen Zentimeter Rand frei lassen.

Gläser mit Gummi* und Klammern* verschließen und bei 90° C eine halbe Stunde lang einkochen.

Rhabarber-Erdbeer-Marmelade

Das brauchst du:

  • 500g Rhabarber
  • 500g Erdbeeren
  • 1kg Gelierzucker
  • Saft von einer Zitrone

So geht´s:

Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. In drei Zentimeter lange Stücke schneiden und fünf Minuten ins kochende Wasser legen. Wasser wegschütten.

Erdbeeren vorsichtig waschen und den grünen Hut entfernen. Zum Rhabarber geben. Gelierzucker und Zitronensaft zugeben und alles grob oder fein pürieren. Dann nochmal abschmecken und aufkochen. Fünf Minuten kochen lassen und randvoll in Twist-Off Gläser füllen.

Rhabarber einkochen
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Rhabarber Sirup

Das brauchst du:

  • 2 kg Rhabarber
  • 500g Zucker
  • Saft von einer Zitrone
  • 2 l Wasser

So geht´s:

Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. Anschließend in drei Zentimeter lange Stücke schneiden und mit Zucker, Zitronensaft und Wasser in einen Topf geben. 30 Minuten köcheln und durch ein Sieb in einen anderen Topf abseihen. Mit Zucker und Zitronensaft abschmecken.

Dann den Sirup aufkochen und auf ungefähr 750 ml einreduzieren lassen. Kochend heiß in sterilisierte Flaschen füllen und fest verschließen.

Du kannst den Sirup auch nach und nach in Eiswürfelformen einfrieren und in Gefrierbeuteln aufbewahren. Wenn es dann so richtig brütend heiß ist, wirfst du dir einen oder mehrere Sirupwürfel ins Glas und füllst mit eiskaltem Mineralwasser auf. Das ist super erfrischend!

Psst: Auch in Prosecco machen sich diese Sirupwürfel übrigens richtig gut! :)

Rhabarberchutney

Das brauchst du:

  • 250 g Rhabarber
  • 60 g Zwiebel
  • 1 Tl gehackter Ingwer
  • Salz, Pfeffer, Zimt, Cayennepfeffer
  • 100 ml Essig
  • 175 g brauner Zucker

So geht´s:

Rhabarberstangen oben und unten abschneiden und schälen. Anschließend in ein Zentimeter lange Stücke schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken.

Rhabarber, Zwiebeln, Ingwer, Zimt, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Essig in einen Topf geben, zum Kochen bringen. Zucker untermischen und abschmecken. Dann so lange köcheln, bis das Chutney eine cremige Konsistenz hat und kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Rhabarber einkochen geht schnell, macht Spaß und füllt dein Regal mit köstlichen Vorräten. Weil die Saison recht kurz ist, solltest du am besten gleich loslaufen und dich mit Rhabarber eindecken! ;)

Aber lad dir vorher noch schnell meine Etiketten herunter, damit du immer den Überblick über deine Vorräte behältst!

Wenn du nicht nur Rhabarber einkochen möchtest, sondern auch anderes Gemüse und Obst haltbar machen möchtest, lies gerne hier weiter:

Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Bohnen einkochen – von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Welche Tipps und Tricks hast du zum Rhabarber einkochen? Ich bin gespannt, von dir zu hören!

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Hochbeet im Garten

Hochbeet bepflanzen – so geht’s ganz einfach!

Du möchtest dein Hochbeet bepflanzen und zwar so, dass es nicht nur nett aussieht, sondern dir über viele Monate richtig leckeres Gemüse liefert? Dann bist du hier genau richtig. Lass uns gemeinsam anschauen, wie du dein Hochbeet clever planst, sinnvoll bepflanzt und den Platz optimal nutzt. Denn mit der richtigen Hochbeet Bepflanzung holst du aus wenig Fläche erstaunlich viel Ernte heraus.

Inhaltsverzeichnis:
Eine Tabelle für deine Hochbeet Bepflanzung
Fruchtfolge im Hochbeet
Ganz einfach: Hochbeet bepflanzen mit Jahresplan
Fortgeschritten: Pflanzen für Hochbeet selber planen
Gemüse Hochbeet und Mischkultur
Großes und kleines Hochbeet optimal nutzen
Welche Hochbeet Pflanzen wähle ich aus?  
Gemüse wann und wie düngen?
Hochbeet Gemüse pflegen: Gießen und mulchen
Alles haben! Blumenhochbeet und Gemüse Hochbeet in Einem

Ein Hochbeet ist ein echtes Multitalent! Es wärmt sich im Frühjahr schneller auf, ist angenehm rückenschonend und bietet beste Bedingungen für viele Gemüsesorten. Damit dein Beet aber nicht einfach nur irgendwie voll wird, sondern zu einem kleinen Ernteparadies heranwächst, lohnt sich eine gute Planung. Los geht’s :)

Eine Tabelle für deine Hochbeet Bepflanzung

Ein Hochbeet hat einen ziemlich genialen Vorteil: Durch seine Befüllung bringt es eine kleine natürliche Fußbodenheizung gleich mit. Es erwärmt sich nach dem Winter deutlich schneller als ein normales Beet. Genau deshalb kannst du dein Hochbeet oft schon etwa zwei Wochen früher bepflanzen.

Und wenn du deinem Hochbeet zusätzlich einen Aufsatz spendierst, kannst du es sogar wie ein Frühbeet nutzen. Dann ziehen schon im Februar die ersten Salate oder andere frühe Kulturen ein. Frischer geht’s nun wirklich nicht. Kleine Hochbeete passen sogar auf einen Balkon, wenn du einen größeren, oder sogar eine Terrasse hast :)

Damit du einen schnellen Überblick bekommst, findest du hier eine praktische Tabelle für die Hochbeet Bepflanzung im Jahresverlauf. Pssst, das Saatgut für die genannten Sorten findest du im Wurzelwerk Onlineshop :):

MonatGemüse
FebruarErbsen, Dicke Bohne, frühe Möhre
MärzPastinake, Möhre, Erbse, Rettich
AprilRote Bete, Steckrübe, Zuckererbse, Lauch, Zwiebeln, Karotten, Mangold, Kohlrabi, Brokkoli, Salat
MaiRote Bete, Karotten, Petersilie, Dill, Tomaten, Gurken, Paprika, Chili, Auberginen, Zucchini, Basilikum, Salat
Junispäte Karotten, Blumenkohl, Kohlrabi, Rosenkohl
JuliMangold, Rettich, Buschbohne, Grünkohl
AugustFeldsalat, Spinat, Radicchio
SeptemberAsiasalat, Feldsalat, Rucola, Dicke Bohne
OktoberWintererbse, Knoblauch, Wintersteckzwiebel
Hochbeet Pflanzen Tomaten

Fruchtfolge im Hochbeet

Beim Hochbeet bepflanzen bist du grundsätzlich ziemlich frei. Trotzdem ist es eine richtig gute Idee, dich an eine Fruchtfolge zu halten. Vor allem dann, wenn dein Hochbeet frisch befüllt ist.

Im ersten Jahr stecken im Beet meist besonders viele Nährstoffe. Deshalb fühlen sich dann vor allem Starkzehrer pudelwohl. Das sind Gemüsearten, die besonders hungrig sind und ordentlich Futter brauchen. Im zweiten Jahr dürfen dann Mittelzehrer einziehen, im dritten Jahr Schwachzehrer.

Hier kommt die Übersicht:

StarkzehrerMittelzehrerSchwachzehrer
GurkenChicoréeErbsen
KartoffelnKnollenfenchelBuschbohnen
KohlMangoldDicke Bohnen
KürbisMöhrenStangenbohnen
LauchSalatPostelein
SellerieZwiebelnFeldsalat
Tomaten
Zucchini

Ganz einfach: Hochbeet bepflanzen mit Jahresplan

Ein Hochbeet bietet nicht unendlich viel Platz. Gerade deshalb ist ein guter Plan hier Gold wert. Mit einer cleveren Hochbeet Bepflanzung kannst du die Fläche optimal nutzen, freie Stellen vermeiden und sogar mehrfach im Jahr ernten.

Ein Jahresplan hilft dir dabei,

  • Aussaaten und Pflanzungen sinnvoll zu verteilen,
  • Fruchtfolge einzuhalten,
  • Mischkultur geschickt zu nutzen,
  • und Lücken direkt wieder zu schließen.

Wenn du dein Hochbeet bepflanzen möchtest, ist ein Anbauplan die halbe Miete. So weißt du immer genau, wann wo was wächst und was nachrücken darf.

Du fühlst dich jetzt aber irgendwie überfordert von all den Dingen, die du in einem Anbauplan beim Hochbeet bepflanzen beachten musst? Kein Problem! Du kannst dir einfach den Gemüsegarten Beispiel-Plan herunterladen und ihn für dein Hochbeet verwenden. Darin sind schon alle Sachen wie Anbaupausen, Mischkultur und Fruchtfolge berücksichtigt. Du musst dich um nichts mehr kümmern – außer, in deinem Hochbeet lauter leckeres Gemüse anzupflanzen. ;)

Hier kannst du dich eintragen:

Fortgeschritten: Hochbeet Bepflanzung selber planen

Du möchtest deine Hochbeet Bepflanzung lieber selbst planen? Sehr gute Idee. Das macht nicht nur Spaß, sondern sorgt auch dafür, dass genau das Gemüse im Beet landet, das später wirklich gern gegessen wird.

Am besten startest du mit einer ganz einfachen Frage: Welches Gemüse kommt regelmäßig auf den Teller? Genau diese Sorten dürfen in dein Hochbeet einziehen.

Im nächsten Schritt sortierst du deine Lieblingsgemüse nach Pflanzenfamilien. So erkennst du schneller, welche Kulturen gut zusammenpassen und welche besser Abstand voneinander halten sollten. Danach teilst du dein Hochbeet in einzelne Abschnitte ein und ordnest die Pflanzen entsprechend zu.

Besonders praktisch ist es, wenn du dabei gleich nach Stark-, Mittel- und Schwachzehrern sortierst. So wird deine Planung nicht nur übersichtlich, sondern auch langfristig sinnvoll.

Und dann kommt ein echter Gamechanger: die gestaffelte Aussaat. Das bedeutet, dass du nicht nur einmal im Jahr säst und pflanzt, sondern immer wieder. Sobald ein Gemüse abgeerntet ist, darf an dieser Stelle direkt etwas Neues einziehen. Schnellwachsende Kulturen wie Radieschen, Pflücksalat oder Rucola sind dafür einfach perfekt.

Mit einer cleveren Hochbeet Bepflanzung schaffst du dir ohne großen Aufwand einen eigenen Freiluftsupermarkt in deinem Garten mit unbeschränkten Öffnungszeiten!

Hochbeet bepflanzen mit Mischkultur

Großes und kleines Hochbeet optimal nutzen

Wenn der Platz im Beet verplant ist, ist immer noch so viel Saatgut übrig, kennst du das auch? ;)

Deshalb will ich dir ein paar Kniffe verraten, wie du deine Hochbeet Bepflanzung optimal gestaltest. So kannst du auch wenn du ein kleines Hochbeet hast, viel Gemüse darauf unterbringen!

  • Hängende Pflanzen wie Kapuzinerkresse oder Kürbis pflanzt du am Rand, damit sie an den Seiten herunterranken können. Das sieht hübsch aus und spart kostbaren Platz.
  • Lücken zwischen langsam wachsenden Pflanzen wie Sellerie füllst du mit schnell wachsenden Pflanzen wie Kohlrabi oder Radieschen.
  • Mit einer gestaffelten Aussaat sorgst du dafür, dass es auf deinem Hochbeet nie leere Abschnitte gibt.
  • Hohe Pflanzen wie Tomaten setzt du auf die Nordseite. So bekommen auch kleinere Gemüsesorten genügend Sonne ab und keiner deiner grünen Freunde muss im Schatten des anderen stehen.

Gemüse Hochbeet und Mischkultur

Ja, auch im Hochbeet lohnt sich Mischkultur richtig. Wenn du dein Gemüse so kombinierst, dass sich die Pflanzen gegenseitig unterstützen, kannst du Krankheiten und Schädlinge oft deutlich besser in Schach halten.

Ein paar bewährte Mischkultur-Klassiker sind:

  • Karotten und Zwiebeln
  • Rote Bete und Zwiebeln
  • Tomaten und Kohl
  • Salat und Kohlrabi

Diese Pflanzen ergänzen sich gut und helfen sich zum Teil sogar gegenseitig gegen ungebetene Gäste.

Wenn du dein Hochbeet bepflanzen möchtest, ist Mischkultur auf jeden Fall ein Thema, das du mitdenken solltest. Denn damit holst du noch ein bisschen mehr aus deinem Beet heraus.

Kleiner Tipp: Manche Schädlinge lassen sich leider nicht so leicht abwimmeln. Deswegen kannst du deine Hochbeet Pflanzen super mit Kulturschutznetzen schützen, wenn du zum Beispiel Kohl anbauen möchtest.

Welche Hochbeet Pflanzen wähle ich aus?

Es gibt kein spezielles „Hochbeet Gemüse“, aber ein paar Dinge solltest du beachten:

  • Im Hochbeet sind wärmeliebende Frostbeulen-Pflanzen wie Auberginen, Paprika, Chili, Gurken und Tomaten besonders gut aufgehoben
  • sehr hohe Gemüse sind für die Hochbeet Bepflanzung ungeeignet, weil sie dem Wind viel Angriffsfläche bieten und sich nur schwierig beernten lassen
  • Pflanzen, die sehr viel Platz brauchen, setzt du lieber in ein Bodenbeet, damit du mehrere Gemüsesorten in deinem Hochbeet unterbringen kannst
  • Gemüse, das nachwächst (wie Lauch, Pflücksalat, Mangold) kannst du mehrmals beernten, ohne wieder neuen Platz zum Säen oder Pflanzen einplanen zu müssen

Gemüse im Hochbeet wann und wie düngen?

Die oberste Schicht im Hochbeet besteht meist aus ausgereiftem Kompost. Dadurch sind deine Pflanzen erst einmal schon ziemlich gut versorgt.

Wenn allerdings hungrige Starkzehrer wie Tomaten, Gurken oder Zucchini einziehen, freuen sie sich über ein bisschen Extrapower. Dafür kannst du beim Pflanzen eine Handvoll Hornspäne, Schafwollpellets oder Kleepellets mit ins Pflanzloch geben.

Nach ungefähr drei Wochen bekommen Starkzehrer dann zusätzlich einen Bioflüssigdünger oder selbst angesetzte Brennnesseljauche. Diese Düngung kannst du alle drei bis vier Wochen wiederholen.

Mittelzehrer kommen meist mit einer Düngergabe in der Wachstumszeit gut aus. Schwachzehrer sind deutlich genügsamer und brauchen oft gar keine zusätzliche Düngung.

Wenn du dein Hochbeet bepflanzen möchtest, lohnt es sich also, nicht nur an schöne Pflanzkombinationen zu denken, sondern auch an die Versorgung deiner grünen Freunde.

Hochbeet Gemüse pflegen: Gießen und mulchen

Frisch ins Beet ausgesetzt gießt du deine Gemüsepflanzen gründlich, damit sie zügig anwachsen können. Bei Aussaaten musst du die Erde unbedingt immer feucht halten, bis sich die ersten Keime zeigen. Gerade im Hochbeet ist das aber manchmal gar nicht so einfach! Hochbeete trocknen nämlich schneller aus als ebenerdige Beete.

Deswegen kommt hier ein super Gartenhack für dich:

Wenn du fertig ausgesät und alles mit Erde bedeckt hast, gießt du das Ganze gründlich an und deckst die Saatreihen anschließend mit einem Brett ab. So bleibt die Erde an dieser Stelle viel länger feucht, sogar an heißen Sommertagen!

Leider funktioniert das nicht bei Lichtkeimern wie Salat – bei denen musst du wirklich die Gießkannen-Security sein, damit die Erde nicht austrocknet. ;)

Am besten checkst du täglich, wie es unter den Brettern aussieht und gießt je nach Bedarf. Wenn sich die ersten grünen Spitzen zeigen, müssen die Bretter weg, damit die kleinen Hochbeet Pflanzen frische Luft schnuppern und sich ins Licht strecken können!

Wenn deine Gemüsezöglinge ca. 10 cm hoch sind, mulchst du sie mit Grasschnitt, Laub, Stroh oder anderen organischen Materialien. Mit einer Mulchschicht auf dem Hochbeet musst du nämlich viel weniger gießen, weil sie die Erde schützt und die Feuchtigkeit festhält.

Alles haben! Blumenhochbeet und Gemüse Hochbeet in Einem

Wenn du dich nicht entscheiden kannst, ob du ein Gemüse Hochbeet oder ein Blumenhochbeet anlegen sollst, habe ich eine gute Nachricht für dich: Die Bepflanzung im Hochbeet kann aus Gemüse und Blumen bestehen!

Manche Blumen sind nämlich tolle Nachbarn für Gemüse: Tagetes helfen gegen Nematoden und vertreiben Schädlinge, beim Geruch von Lavendel suchen Läuse das Weite und Kapuzinerkresse hat essbare, sehr leckere Blüten und lockt mit ihrem Geruch Schädlinge von deinem Gemüse weg. Ringelblumen ziehen Nützlinge wie Bienen an und machen mit ihren wunderschönen Blüten so richtig was her im Hochbeet.

Eine Mischkultur aus Blumen, Gemüse und Kräutern im Hochbeet ist deshalb nicht nur eine Augenweide, sondern eine tolle Pflanzengemeinschaft, die sich gegenseitig nützt.

Probier´s einfach mal aus!

Falls du jetzt gleich mit der Hochbeet Bepflanzung anfangen möchtest, lad dir vorher noch schnell meinen Gemüsegarten-Beispielplan herunter. Er hilft dir, Anbaupausen, Mischkultur und Fruchtfolge richtig auszuklügeln!

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Beim Hochbeet bepflanzen kannst du dir die Vorteile eines Hochbeets zunutze machen und die ganze Saison über leckeres knackiges Gemüse ernten. Das Gärtnern in der Höhe macht Spaß und schont deinen Rücken – also worauf wartest du noch? ;)

Hochbeete findest du super interessant? Dann lies gerne hier weiter:

Hochbeet bauen leicht gemacht: Bauanleitung in 5 Schritten

Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet mit Pflanztabelle!

10 Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten

Welche Tricks und Kniffe hast du beim Hochbeet bepflanzen? Teile sie gerne mit uns!

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Was kann man im April pflanzen und säen?

Aussaat & Pflanzen im April + Aussaatkalender 2026

Der April ist einer der Monate, wo gleich richtig viele Aussaaten anstehen – drinnen in Anzuchtschalen und draußen im Beet! Aber nicht mehr lange! Und jetzt dürfen auch schon erste Gemüse aus deiner Jungpflanzenanzucht nach draußen umziehen. Es steht jede Menge an im Garten – los geht’s!

Inhaltsverzeichnis
Aussaatkalender
Vorziehen im Haus
Draußen aussäen
Im April draußen pflanzen oder stecken
Gartenarbeiten im April

Hier kommt eine Übersicht über alles, was im Gemüsegarten so früh im Jahr schon zu tun ist – von Aussaaten über anstehende Gartenarbeiten bis hin zu Vorbereitungen für die kommenden Monate. Und als kleines Motivations-Geschenk zum Start in die Saison kannst du dir gerne auch den aktuellen Aussaatkalender herunterladen, der dir die Planung deiner Aussaaten erleichtert. Hier kommt er auch schon!

Der Aussaatkalender 2026 – jetzt für 0 € herunterladen!

Im Frühling juckt es dir als Garten-Guru schon gewaltig in den Fingern, oder? Überall sprießt es, und am liebsten würdest du sofort loslegen und dein Lieblingsgemüse aussäen. Doch dann kommt schnell die Frage: Ist es für Salat, Bohnen oder Zucchini schon warm genug, oder sollte ich lieber noch ein wenig warten?

Genau hier hilft dir unser Aussaatkalender weiter. Er begleitet dich durchs ganze Gartenjahr und zeigt dir auf einen Blick, welches Gemüse du im jeweiligen Monat säen, vorziehen oder schon ins Beet pflanzen kannst. So verpasst du keinen guten Zeitpunkt und kannst sicher sein, dass dein Gemüse die besten Startbedingungen bekommt.

Trag einfach deine Email-Adresse ein und hol dir deinen Aussaatkalender direkt ins Postfach:

Vorziehen im Haus

Im April geht’s richtig rund in der Anzuchtstation im Haus. Es ist zum Beispiel Zeit für die Aussaat von Zucchinis, Kürbissen und Gurken. Sie wachsen recht schnell zu kräftigen Jungpflanzen heran und können dann in 4-6 Wochen nach draußen umziehen – sobald es warm genug für die frostbeulen ist. All diese Pflanzen kannst du im April im Haus vorziehen, um sie später auszupflanzen:

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Mehr Informationen

Im April draußen aussäen

Das Schöne am Aptil ist, dass auch draußen schon langsam der Frühlijng in Gang kommt. Mit den Aussaaten im Beet solltest du warten, bis es schnee- und tagsüber frostfrei ist (im April weiß man schließlich nie!). Eine dicke, dunkle Kompostschicht auf den Beeten hilft dabei, dass die Sonne den Boden zügig erwärmt – und darüber freuen sich die Saaten ganz ungemein.

Hier kommt eine Übersicht über alle Gemüsearten, die du im April direkt im Garten aussäen kannst:

Möhrenpflänzchen ausdünnen im April

Im April draußen pflanzen, stecken oder legen

Jetzt dürfen nicht nur erste, im Haus vorgezogene Pflanzen nach draußen umziehen, sondern du kannst im April auch Zwiebeln und Knoblauch stecken – und Kartoffeln legen. Hier ist die Liste mit allem Gemüse, das du im April im Garten auspflanzen kannst:

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Mehr Informationen

Diese Gartenarbeiten stehen im April an

Im April erwacht der Garten so richtig zum Leben! Überall sprießt und summt es. Die perfekte Zeit, um mit neuer Energie loszulegen. Neben der Aussaat gibt es im April einiges zu tun! Und falls du noch ganz am Anfang stehst, lohnt sich ein Blick in unseren Onlinekurs »Gemüsegarten starten«. Dort findest du alles, um Schritt für Schritt dein eigenes Gartenabenteuer zu starten.

Kartoffeln in Eierkartons? Vorkeimen ohne abgebrochene Triebe!

Wusstest du, dass von März bis April die beste Zeit ist, um deine Kartoffeln für die Pflanzung vorkeimen zu lassen? Setze sie einfach in Eierkartons und stelle sie hell und kühl auf, damit sie kräftige Keime bilden.

Ab Mitte April dürfen sie dann ins Beet umziehen – sobald sie kräftige, kurze Keime ausgebildet haben. Dort häufelst du sie regelmäßig an und kannst im Sommer oder Herbst (je nach Sorte) eine richtig dicke Kartoffelernte einfahren.

Hier findest du zur Pflanzkartoffelsaison übrigens meine liebsten Kartoffelsorten für den Garten.

Und was darf in keinem Garten fehlen? Natürlich Erdbeeren! Wenn du im Sommer viele süße Früchte ernten möchtest, plane jetzt schon ein Beet oder eine kleine Ecke dafür ein und besorge dir junge Erdbeerpflanzen. Besonders gut gedeihen Erdbeeren übrigens in Gesellschaft von Knoblauch, den du im April ebenfalls noch stecken kannst.

 Jungpflanzen ans Freie gewöhnen im April

Im April zieht ein ganzer Schwung Jungpflanzen nach draußen um

Wenn du in den vergangen Monaten bereits fleißig vorgezogen hast, kannst du deine Jungpflanzen jetzt an die Welt da draußen gewöhnen. Stell sie dafür tagsüber an die frische Luft, damit sie Sonne und Wind kennenlernen und kräftig genug werden, um schließlich ganz nach draußen umzuziehen.

Da es nachts aber noch kalt werden kann, lohnt sich ein Vlies oder ein Platz im Frühbeetkasten als Schutz. Achte nur darauf, regelmäßig zu lüften, damit sich keine Feuchtigkeit staut.

Damit deine jungen Pflänzchen draußen nicht direkt von hungrigen Insekten aufgefuttert werden, ist ein engmaschiges Kulturschutznetz Gold wert! Schütze deine Jungpflanzen – allen voran die verschiedenen Kohlsorten, Zwiebeln und Möhren – unbedingt direkt ab ihrem Umzug nach draußen.

In der Wachstumsphase freuen sich deine Pflanzen über eine milde Düngung, zum Beispiel mit Brennnesseljauche oder Vinasse. Eine Brennnesseljauche kannst du ganz leicht selbst ansetzen. Wie du das machst, kannst du hier nachlesen. :)

Rette deine Pflanzen im April: Schneckenalarm und andere unliebsame Zeitgenossen :)

Im April ist eines gewiss: Regen! Und sobald es regnet, sind die ersten Schnecken schon unterwegs und auf der Jagd nach leckeren Gemüsepflanzen. Schneckenkragen sind super Helfer, um deine zarten Pflänzchen vor den gefräßigen Tierchen zu schützen.

Sobald die Temperaturen steigen, zeigen sich auch die ersten Beikräuter. Mit einer Mulchschicht kannst du viele von ihnen am Keimen hindern, aber hartnäckiges Unkraut zupfst du am besten gleich aus, bevor es sich weiter ausbreitet.

 Aussaat im April
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Du hast ein Gewächshaus? Du Glückspilz!

Im Gewächshaus dürfen im April die ersten Tomatenpflanzen einziehen. Ein noch recht unbekannter Geheimtipp sind Tomatenhaken! Sie sind unkompliziert, wiederverwendbar, geben den Tomaten Halt und leiten sie ganz einfach nach oben. So wachsen die Pflanzen schön stabil und du kannst auf kleiner Fläche mehr Tomaten anbauen. Und von den roten Früchten kann man ja nie genug haben, oder?

Noch keine Tomaten ausgesät? Wenn du den spätesten Termin für die Aussaat im April verschlafen hast, dann findest du hier mit ein bisschen Glück noch fertig vorgezogene Jungpflanzen, die per Post rechtzeitig zum Pflanztermin zu dir kommen.

Alle Aussaaten im April erledigt? Wunderbar! Wie wär’s dann damit, die ersten wohltuenden Sonnenstrahlen nach dem Winter einzufangen und die Zeit im Garten zu genießen? :) Also raus mit dir – mach die Welt ein bisschen grüner!

Wenn du noch ein bisschen weiterstöbern möchtest, schau doch mal hier vorbei:

Gemüse im Haus vorziehen: So gelingt die Jungpflanzenanzucht!

Gute Nachbarn im Gemüsebeet: 7 tolle Pflanzgemeinschaften + Mischkulturtabelle

Knoblauch pflanzen – So gehts! + Fermentieren-Checkliste

Welche Aussaaten stehen im April bei dir an? Wenn du einen Sortentipp hast, dann gerne ab damit in die Kommentare! ;)

Dieser Beitrag gehört zur Wurzelwerk GmbH und enthält Werbung für unsere eigenen Produkte und Partnerprodukte.