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Fruchtfolge erstellen: Schritt für Schritt zum perfekten Gemüsegarten-Fruchwechsel

Fruchtfolge

Es gibt ziemlich fiese Krankheiten und Schädlinge, die einem den Gartenspaß gründlich vermiesen können. Zum Glück gibt es aber Methoden, um dem entgegenzuwirken – und die einfachste und natürlichste ist eine gut ausgeklügelte Fruchtfolge. :)

Deswegen möchte ich dir in diesem Artikel erklären, wie du eine richtig gute Fruchtfolge erstellst! Fruchtfolgen sind das Gegenteil von Monokultur, das heißt, auf einem Beet werden jedes Jahr ganz unterschiedliche Pflanzen angebaut und nicht immer dieselben. Fruchtfolgen haben die Gesundheit meines Gartens von Anfang an sehr bereichert und ich kann sie nur jedem ans Herz legen!

Fruchtfolge
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Wozu Fruchtfolgen?

Die meisten Schädlinge und Krankheiten sind genau auf Ihr Lieblingsgemüse spezialisiert und befallen eine Pflanze oder eine Pflanzenfamilie immer und immer wieder. Wenn du also jedes Jahr wieder auf demselben Beet genau dieses Lieblingsgemüse anbaust, tischst du denen ja genau das auf, was sie haben wollen!

So können sich dann Schädlinge und Krankheiten super einfach in deinem Garten verbreiten, befallen jedes Jahr wieder die Pflanzen und setzen sich letztendlich in deinem Garten fest.

Deswegen ist es so wichtig, dass du das Ganze rotierst und auf deinen Beeten immer wieder andere Gemüse anbaust, sodass jedes Jahr eine neue Pflanzenfamilie in den Beeten steht.

Ein weiterer Punkt, warum Fruchtfolgen wichtig sind, ist die Nährstoffversorgung deiner Gemüsepflanzen. Wenn du die Nährstoffe deiner Düngergaben optimal nutzen möchtest, dann ist eine geplante Fruchtfolge die beste Methode dafür!

Die Fruchtfolge ist ein Teil der Anbauplanung, genauso wie die Mischkultur oder die gestaffelte Ernte. Wenn du noch am Anfang deines Pflanzplan stehst, dann schau dir am besten erstmal meinen Grundlagen-Artikel über Anbauplanung an! Dafür bitte einmal hier entlang: :)

In 6 Schritten zum Gemüsegarten-Pflanzplan

Und falls du lieber Videos schaust, statt zu lesen, ist hier die Video-Version dieses Artikels:

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    Starkzehrer, Mittelzehrer & Schwachzehrer in deiner Fruchtfolge

    Wenn man den Nährstoffbedarf der Gemüsepflanzen betrachtet, wird klar, dass diese ganz unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse haben!

    Da gibt es zum einen die Starkzehrer, also sehr hungrige Gemüse, die viel Dünger oder Nährstoffe brauchen. Dann gibt es die Mittelzehrer, die mittel viel brauchen und es gibt Schwachzehrer, die mit wenig Nährstoffen super klarkommen.

    Wenn du in einem Beet im ersten Jahr Starkzehrer anbaust und ihnen eine Düngerladung verpasst, ist im nächsten Jahr noch genug von diesen Nährstoffen für die Mittelzehrer übrig. Im dritten Jahr kannst du dann auf diesem Beet Schwachzehrer anbauen. Mit dieser Abfolge nutzt du die Nährstoffe in deinem Garten sehr sinnvoll aus.

    Welche Pflanzen zu den Starkzehrern, Mittelzehrern und Schwachzehrern gehören, habe ich in diesem Artikel beschrieben. ;)

    Allerdings finde ich die Nährstoff-Thematik immer so ein bisschen zweitrangig, denn im Zweifel kann man immer einfach noch ein bisschen mehr düngen, wenn man doch eher wieder einen Starkzehrer statt eines Schwachzehrers anbauen möchte.

    Deswegen achte ich zwar schon auf die Nährstoff-Zusammensetzung und den Nährstoffbedarf der Pflanzen, aber wichtiger sind mir die Pflanzenfamilien, weil das dabei hilft, die Schädlinge und Krankheiten auszuhungern.

    Fruchtfolge

    Fruchtfolge einteilen mit Pflanzenfamilien

    Es gibt Pflanzenfamilien, die sehr hartnäckige Schädlinge und Krankheiten haben. Darunter fallen die Kreuzblütler, also alle Kohl-Gewächse, und die Leguminosen (Erbsen und Bohnen). Bei diesen beiden Pflanzenfamilien ist es ganz wichtig, darauf zu achten, die Anbaupause einzuhalten!

    Kreuzblütler: 6 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)

    Asiasalat (Mittelzehrer), Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi (Mittelzehrer), Pak Choi (Mittelzehrer), Radieschen (Mittelzehrer), Rettich, Rosenkohl, Rotkohl, Rucola (Schwachzehrer), Weißkohl, Wirsing

    Doldenblütler: 3-4 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)

    Knollenfenchel, Möhre, Pastinake, Petersilie, Sellerie, Wurzelpetersilie

    Hülsenfrüchte: 5-6 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)

    Buschbohne, Dicke Bohne, Erbse, Stangenbohne

    Zwiebelgewächse 5 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)

    Knoblauch, Lauch (Starkzehrer), Schalotten, Zwiebel

    Gänsefußgewächse: 3 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)

    Mangold, Rote Bete, Spinat

    Korbblütler: 3 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)

    Artischocke, Chicorée, Endivien, Haferwurzel, Radicchio, Salat, Schwarzwurzel, Zuckerhut

    Nachtschattengewächse: 4 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)

    Aubergine, Kartoffel, Paprika, Tomate

    Kürbisgewächse: 3-4 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)

    Gurke, Kürbis, Zucchini

    Baldriangewächse: 4 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)

    Feldsalat

    Süßgräser: 3 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)

    (Zucker)Mais

    Portulakgewächse: 3 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)

    Postelein

    Wegerichgewächse: 3 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)

    Hirschhornwegerich

    Windengewächse: 3 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)

    Süßkartoffeln

    Wenn ich einen Anbauplan erstelle, zeichne ich zuerst einen Umriss meines Gartens. Dann. puzzle ich ein bisschen rum und stelle das Gemüse so zusammen, dass ich wirklich alle Anbaupausen einhalte.

    Wenn ich zum Beispiel ein Beet mit Kohl bepflanzen will, sollte die Anbaupause fünf bis sechs Jahre betragen. Das heißt, ich kann nur auf jedes fünfte bis sechste Beet überhaupt Kohl pflanzen, damit ich die Beete in den nächsten Jahren easy-peasy rotieren lassen kann. ;)

    Die Beete werden also einfach jedes Jahr um einen Platz weiter verschoben, sodass dann erst nach fünf oder sechs Jahren der Kohl wieder auf demselben Beet angebaut wird.

    So puzzle ich dann mithilfe der Fruchtfolgen Tabelle hin und her, sodass ich am Ende genau weiß, welches Gemüse auf welchem Beet wachsen wird und wie die dann rotieren. Das Beste: Wenn du diese Rotation einmal festgelegt hast, ist es gar nicht mehr schwer, in den folgenden Jahren einen neuen Anbauplan zu erstellen, weil du das Grundgerüst deines Anbauplans dann ja schon ausgearbeitet hast und du deine Beete einfach immer nur um einen Platz verschieben musst. (:

    Ich mache jedes Jahr immer noch ein paar kleine Anpassungen an meinem Pflanzplan, wenn ich gemerkt habe, dass wir von einer Gemüseart zu viel oder zu wenig angebaut haben. Außerdem probiere ich super gerne Neues aus. Ich habe zum Beispiel Lust, im neuen Jahr Erdnüsse anzubauen (toller Plan, oder? ;)), und überlege mir deswegen, auf welches Beet die am besten passen und baue sie in meinen Pflanzplan mit ein.

    Aber das Grundgerüst des Gartenplans steht, und das ist langfristig super praktisch!

    Gemüsegarten-Pflanzplan

    Für alle von Euch, denen die Erstellung eines eigenen Anbauplans zu kompliziert ist, habe ich einen schon fix und fertigen Anbauplan ausgetüftelt.

    In dem Pflanzplan habe ich die Fruchtfolgen bedacht und es wachsen nur Gemüse zusammen, die als Mischkultur-Partner auch wirklich gut miteinander funktionieren. Außerdem ist alles so getaktet, dass du kontinuierlich aus deinem Garten ernten kannst!

    Hier kannst du dich für den Pflanzplan eintragen:

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      Noch mehr spannende Artikel rund um die Anbauplanung

      Mit diesen Artikeln möchte ich dir helfen, einen ausgefuchsten, richtig guten Anbauplan zu erstellen:

      Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

      28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

      Wie hältst du das mit der Fruchtfolge? Ich freue mich, wenn du einen Kommentar dalässt und über deine Erfahrungen berichtest! (:

      Kategorie: Garten

      von

      Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

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