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Aubergine pflanzen – die besten Tipps für eine dicke Ernte!

Aubergine-pflanzen-im-Garten

Eine Aubergine im eigenen Garten zu pflanzen ist ziemlich genial, denn sie macht im Beet mit ihren hübschen Blüten richtig was her und bereichert deinen Freiluftsupermarkt hinterm Haus, um ein vielfältiges Gemüse. Ob als Mus mit viel Knoblauch oder als Ratatouille – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sie zu einem wahren Gaumenschmaus zu verarbeiten.

Und das Beste: Wenn du genau weißt, was die Aubergine aka Eierfrucht glücklich macht, kannst du dafür sorgen, dass sie sich in deinen Beeten rundum wohlfühlt und dich mit viiielen leckeren Früchten belohnt.

Aubergine - Pflanzen-Pin
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Die besten Auberginen-Sorten

Die Auberginen-Sorte „Violetta lunga“ hat sich ein Plätzchen in unserem Gewächshaus verdient. Die Sorten „Blaukönigin“ und „De Barbentane“ machen auch im Freiland eine super Figur und werfen tolle Erträge ab.

Wer die kleine weiße Sorte „Blanche ronde à œuf“ anbaut, versteht sehr schnell, warum die Aubergine auch den Namen Eierfrucht trägt. Diese Auberginen-Sorte lässt sich auch toll im Topf pflanzen.

Wie viele Auberginen soll ich pflanzen?

Eine Auberginen-Pflanze liefert dir mindestens drei bis fünf leckere Früchte. Wie viele es am Ende wirklich werden, hängt davon ab, welche Auberginen-Sorte du pflanzt und ob du ihr ein warmes und kuscheliges Plätzchen in deinem Garten spendierst. 

Wir pflanzen drei bis vier Auberginen pro Person und kommen damit sehr gut über die Runden. Wenn du ein riesiger Auberginen-Fan bist und viel Platz im Garten hast, kannst du natürlich dementsprechend mehr Pflanzen anbauen.

Gute Mischkulturpartner für Auberginen

Nette und hilfsbereite Nachbarn sind uns allen am liebsten. Auch die Aubergine freut sich über Beetpartner, mit denen sie gut klarkommt: Am besten versteht sie sich mit Blumenkohl, Brokkoli, Salat, Kohl und Spinat.

Du suchst noch nach tollen Kuppelpartnern für deine anderen Gemüse? Dann schau doch mal bei diesem Artikel vorbei: 28 Gemüse und ihre wirksamsten Mischkultur – Partner.

Stattdessen kannst du dir aber auch einfach meinen kostenlosen Gartenplan herunterladen. Da habe ich das alles schon für dich ausgeknobelt und du musst nur noch rausgehen und loslegen:

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    Ideale Bedingungen für Auberginen

    Die Aubergine ist schon eine kleine Prinzessin auf der Erbse! Damit sie große und vor allem vollreife Früchte bilden kann, braucht sie nämlich gaanz viel Sonne und Wärme. Je wärmer desto besser! Wenn es ihr zu kalt ist, werden ihre Früchte nämlich gar nicht erst reif und die ganze Mühe war umsonst.

    Deswegen ist es wichtig, die Primadonnen an einen sehr sonnigen und kuschelig warmen Platz im Gemüsegarten zu pflanzen: Vielleicht an die Südseite deines Hauses oder an eine Steinmauer? Das Plätzchen sollte windgeschützt sein, damit die wohlig warme Luft nicht ständig abtransportiert wird.

    Auberginen wissen einen humosen und tiefgründigen Boden zu schätzen. Ein mittelschwerer Boden – zum Beispiel schluffige oder sandige Lehme – erwärmen sich im Frühjahr leichter und das kommt der sensiblen Eierfrucht sehr entgegen.

    Auberginen im Gewächshaus anbauen

    In deinem Garten steht ein Gewächshaus oder Folientunnel? Super – dann ist dir eine dicke Ernte der leckeren Frucht ziemlich sicher. Im geschützten Anbau solltest du aber im Blick haben, dass deine Sprösslinge genug Frischluftzufuhr bekommen, weil sie sich in einer Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit nicht so wohlfühlen.

    Auberginen im Topf pflanzen

    Auberginen eignen sich auch prima für die Kultur im Topf – so kannst du sie genau dahin verfrachtet, wo es schön warm und sonnig ist. Damit die hungrigen Pflanzen genug Platz haben, um ihre Wurzeln in der Erde auszustrecken, sollte der Pflanzkübel mindestens 15 bis 20 Liter Fassungsvermögen aufweisen.

    Aubergine-pflanzen-weiße-Sorte

    Auberginen säen oder pflanzen?

    Die wärmeliebenden Pflanzen brauchen einen Wachstumsvorsprung im Haus, um viele reife Früchte ausbilden zu können. Ich ziehe diese Sonnenanbeter daher vor und pflanze sie später in meine Beete.

    Wann Auberginen säen und pflanzen?

    Von Februar bis März kannst du Auberginen-Pflänzchen vorziehen. Damit die Samen keimen, brauchen sie konstante Temperaturen zwischen 20-25°C. Wunder dich nicht, wenn die Keimung etwas auf sich warten lässt: Es kann gut und gerne mal zwei bis drei Wochen dauern, bis die Schnarchnasen aus der Erde schauen.

    Du kannst die Samen entweder gleichmäßig in eine große Schale einsäen oder gleich einzelne Samen in kleine Töpfchen ablegen. Die optimale Saattiefe beträgt 1 bis 2 cm. Sobald die Samen gekeimt sind und sich die ersten Laubblätter zeigen, können deine Pflänzchen in eigene Töpfe umziehen. Dieser Schritt ist nicht notwendig, wenn du die Samen gleich in einzelne Töpfe gesät hast. 

    Wenn du nochmal nachlesen möchtest, wie du deine kleinen Pflänzchen am besten in größere Töpfe pikierst, dann schau doch mal hier vorbei: Richtig pikieren: Wann, wie, welche Pflanzen?

    Kleiner Tipp: Die Töpfe für deine Auberginen-Jungpflanzen sollten einen Durchmesser von mindestens zehn Zentimetern haben. Sonst wird es deinen Schützlingen zu eng, bis sie in dein Beet umziehen können.

    Mitte Mai – nach den Eisheiligen – kannst du deine Auberginen ins Beet pflanzen. Denk unbedingt daran, sie vorher eine Woche abzuhärten, damit der Umzugsschock nicht zu groß wird. Wie das Abhärten funktioniert, kannst du in meinem Anzucht-Artikel nachlesen. Falls du Auberginen im Gewächshaus pflanzen möchtest, kannst du sie auch etwas früher umsiedeln.

    Die Nachtschattengewächse brauchen viel Platz für ihre freie Entfaltung, deshalb pflanze ich meine Auberginen mit 100 x 50 cm Abstand voneinander.

    Auberginen-Beete vorbereiten

    Bevor du deine vorgezogenen Auberginen pflanzt, kannst du ihnen etwas Gutes tun, indem du den Boden mit einer Grabegabel lockerst, ohne ihn zu wenden. In die Pflanzlocher gebe ich gerne noch ein paar Hornspäne und etwas Urgesteinsmehl hinein – so finden deine grünen Freunde die besten Startbedingungen in deinem Beet vor.

    Am besten steckst du gleich noch für jede Pflanze einen Pflanzstab mit in die Erde, an dem du die Aubergine später aufrecht hochleiten kannst. Wenn du das machst, bevor du deine Auberginen pflanzt, verletzt du keine ihrer zarten Wurzeln.

    Aubergine-pflanzen-Ernte

    Aubergine pflanzen: Die Pflege

    Sind die Pflanzen gut in ihrem neuen Zuhause angekommen, kannst du die Anzahl der Fruchttriebe auf drei bis fünf pro Pflanze begrenzen. Auf diese Weise kann die Aubergine ihre ganze Power in die auserwählten Früchte stecken, sodass die richtig schön groß werden. Wenn die Pflanze wachsen darf wie sie möchte, sind die Früchte zwar etwas kleiner, aber dafür zahlreicher – und mindestens genauso lecker. ;)

    Immer wenn deine Auberginen einen Wachstumsschwung machen, bindest du sie wieder an deiner Rankhilfe fest, damit die Pflanzen stabil stehen und nicht unter der Last ihrer Früchte zusammenbrechen.

    Das Nachtschattengewächs ist ein ziemlich durstiger Geselle und benötigt reichlich Wasser, weil über die großen Blätter viel Wasser verdunstet. Gieße deine Pflanzen aber am besten nur von unten, damit ihre Blätter nicht ständig nass werden. So kannst du Pilzerkrankungen vorbeugen.

    Wenn du deine Auberginen-Pflanzen großzügig mulchst, verdunstet nicht so viel Wasser aus dem Boden. Ich mulche meine Auberginen, wenn sie etwa handhoch sind das erste Mal mit Holzhackschnitzeln und erhöhe die Mulchschicht dann nach und nach auf etwa 15-20 cm. In der heißen Sommerzeit bewirkt das wahre Wunder!

    Auberginen sind Starkzehrer und brauchen viele Nährstoffe. Vier bis fünf Wochen nachdem ich sie gepflanzt habe, bekommen sie einen ordentlichen Schwung verdünnte Brennnesseljauche oder einen anderen organischen Flüssigdünger. Um die hungrigen Mäuler zu stopfen, wiederhole ich das alle vier Wochen.

    Du kannst auch eine Handvoll Hühnermist auf der Mulchdecke ausbringen. Der Regen verdünnt den Mist und spült die Nährstoffe an die Wurzeln. Wenn du deine Pflanzen nicht oder nur ganz dünn mulchst, solltest du das aber besser sein lassen, weil der frische Hühnermist dann für die Wurzeln zu scharf ist.

    Gegrillte Aubergine

    Wann und wie Auberginen ernten?

    Die ersten Früchte im Freiland sind ab Ende Juni/Anfang August reif. Wann sie ihren optimalen Reifegrad erreicht haben, erkennst du an der voll ausgefärbten Schale und einem unwiderstehlichen Glanz. Die Kelchblätter sind im besten Fall noch grün und noch nicht bräunlich – dann sind die Früchte nämlich überreif und können schwammig werden.

    Kleiner Tipp: Kennst du die Daumenregel? Drücke die Aubergine leicht ein. Nimmt sie ihre ursprüngliche Form sofort wieder an, kannst du sie ernten und vernaschen! 

    Schneide die Früchte mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere über dem Kelch ab. Sie sitzen recht fest an der Pflanze. Passe daher auf, dass du nicht gleich den ganzen Trieb mitabreißt – das ist mir schon einige Male passiert. Falls du kein Messer zur Hand hast, drehe die Früchte am besten behutsam ab. ;)

    Am besten schmecken Auberginen frisch geerntet und direkt verarbeitet. Du kannst die aber auch problemlos einige Tage – etwa bei 10°C – aufbewahren. Lager sie aber lieber nicht direkt neben Äpfeln, weil die das Reifegas Ethylen verströmen, auf das die Aubergine empfindlich reagiert und sie schneller verderben lässt.

    Krankheiten und Schädlinge von Auberginen

    Wenn die Auberginen häufig nass werden oder die Luftfeuchtigkeit um sie herum sehr hoch ist, haben die Erreger der gefürchteten Krautfäule oder der Grauschimmel ein leichtes Spiel. Deswegen ist es wichtig, dass die Pflanzen immer schön abtrocknen können und die Temperaturen nicht zu niedrig sind.

    Gegen einen Befall mit Spinnmilben, Läusen oder der Weißen Fliege kannst du die Blätter mit einem Gemisch aus Rapsöl und Wasser (5:1) plus etwas Spülmittel einsprühen. Das wiederholst du alle paar Tage, bis deine Aubergine die Schädlinge los ist.

    Du hast Lust noch ein bisschen weiter zu stöbern? Dann schau gerne mal bei diesen Artikeln vorbei:

    Tomaten im Topf pflanzen: die 11 wichtigsten Schritte! 

    Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst!

    Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?! 

    Hast du schon mal Auberginen gepflanzt? Was sind deine liebsten Auberginen-Sorten? Ich freue mich über deinen Kommentar!

    Kategorie: Gemüse-Anleitungen

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    6 Kommentare

    1. Maren sagt

      Hallo Marie,

      ich versuche mich dieses Jahr auch etwas mehr an der Gemüsezucht und habe deine Artikel darüber verschlungen. Vielen Dank dafür…das motiviert und macht unglaublich Vorfreude auf den Frühling und das Gärtnern.

      Ich bin noch etwas unsicher beim Thema “Beleuchtung”…benötige ich zwingend eine rot-blaue Pflanzenlampe oder reicht ein Vollspektrum LED-Strahler mit hoher Kelvinzahl? Habe mich für letzteres mit 6500K entschieden und nun kommen meine Auberginen recht zierlich aus der Erde. Ist das eher normal und wie sind beim Thema Beleuchtung deine Erfahrungen?

      Freue mich auf deine Antwort!

      Liebe Grüße,
      Maren

    2. Heike sagt

      Hallo liebe Marie,
      vielen Dank für Deine tollen Beiträge. Es ist auch schön Dir auf youtube zuzuhören. Ich wollte gerne Deinen Pflanzplan und Aussaatkalender herunterladen. Leider ist nichts im e-Mailfach zu finden. Vielen Dank

      • Admin sagt

        Hallo Heike,

        danke für deinen lieben Kommentar! Schreib am besten eine Mail an [email protected], dann können wir dir die Pläne manuell zusenden. ;)

        Viele Grüße,
        Jacky
        >Gemüsegarten-Coach<

    3. Sabine Witte sagt

      Liebe Marie, vielen Dank für die vielen Tipps und Hinweise! ich bin „Gemüse-Einsteigerin“ und es wird nicht zur Selbstversorgung reichen, was ich in unserem kleinen Reihenhausgarten anbauen kann. Für mich ist es die Freude zu sehen, wenn ich Früchte ernten kann. Es ist ein Gefühl von Stolz! Durch deine Tipps und deine erfrischende und enthusiatische Art zu erklären, dass Gärtnern nichts mit Zauberei, sondern mit Wissen ( und Erfahrung ;-)) zu tun hat, habe ich mehr Mut in den Beeten auszuprobieren. Scheitern bedeutet dann nur „Erfahrung sammeln“.
      Ich wünsche dir und deinen lieben einen wundervollen Start in ein gesundes und veränderungsreiches Jahr!
      liebe Grüße,
      Sabine

    4. Juliane Burkert sagt

      Hallo liebe Marie,

      Vielen Dank für deine vielen tollen Beiträge. Ohne deine Blog hätte ich mich nie an de Gemüseanbau gewagt – die ganze ‘gut gemeinte Ratschläge’ von eingesessene alten Kleongärtnern haben mich immer mehr verunsichert als geholfen.
      Zur Zeit bestelle ich gerade Saatgut. Hast du einen bevorzugten Lieferanten?
      Geld wollen wir ja alle sparen, aber die Qualität soll ja auch stimmen.
      Und ich bin immer noch bei sichert angesichts der Sortenvielfalt. Hast du da einen Tipp – außer Ausprobieren ;-)
      Viele liebe Grüße Juliane

      • Marie sagt

        Hey Juliane,
        danke für deinen lieben Kommentar, das freut mich richtig! Ich bestelle mein Saatgut am liebsten bei Dreschflegel und Bingenheimer, die haben super gutes, samenfestes Biosaatgut.
        Liebe Grüße und ein schönes neues Jahr Dir! Marie

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