Garten, Selbstversorgung
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Gründüngung: Eine Wellnesskur für den Boden

Gründüngung ist ein hervorragender Lückenfüller und ein wertvolles Geschenk für deinen Boden und die ganzen Lebewesen, die sich darin tummeln. Gelbsenf, Phacelia, Wicke und Co bieten deinem Boden nämlich ein Spa-Programm der Extraklasse!

Inhaltsverzeichnis
Was ist eigentlich Gründüngung?
Ein Garten ohne Gründüngung?
Gründüngung im Herbst: Den Boden einmummeln
So funktioniert die Herbstaussaat
Drei Gründünger im Portrait
#1 Gib deinen Gelbsenf dazu
#2 Phacelia, unsere Bienenfreundin
#3 Lupinen: Ein Hoch auf Leguminosen
Warum ist Gründüngung so wertvoll?
#1 Gründüngung als Bodenverbesserer
#2 Gründüngung als Klimaanlage
#3 Gründüngung als Nährstoffpipelines
#4 Gründüngung als Schutzmantel
#5 Gründüngung als Insektenfreude
#6 Gründüngung als Stickstoffsammler
#7 Gründüngung als Beikrautunterdrücker
How to: Einige Grundregeln
How to: Gründüngung säen
Gründüngung, ein Muss in einem gesunden Garten

Was ist eigentlich Gründüngung?

Sprechen Gärtner*innen von Gründüngung oder Gründüngern, meinen sie damit, dass sie bestimmte Pflanzen als Vor-, Zwischen- oder Nachkultur auf Beeten anbauen, die gerade frei geworden sind oder auf denen für ein paar Monate keine Gemüsekultur eingeplant ist.

Die Gründüngerpflanzen schützen Nährstoffe vor Auswaschung, erhalten die Bodenstruktur und liefern jede Menge Futter für alles, was unter der Bodendecke lebt. So bleiben die Nährstoffe an Ort und Stelle, werden vom Bodenleben wieder pflanzenverfügbar gemacht und stehen deinem Gemüse dann später zur Verfügung.

Auch in einem ganz kleinen Garten kannst du Gründüngung problemlos nutzen – ein total einfaches Prinzip, das viiiiele Vorteile hat!

„Aber wohin mit der Gründüngung?“, fragst du dich. Na, einfach in die Lücken! Vielleicht ist es dir auch schon mal so gegangen: Selbst nach langem Knobeln über deinem Pflanzplan passen die Aussaat- und Erntetermine verschiedener Gemüse einfach nicht so recht zusammen und hier und da bleibt eine Leerstelle.

Das ist aber gar nicht schlimm! Denn: Sobald in einem Beet eine Zeitlang Platz ist, kannst du dort Gelbsenf, Phacelia, Buchweizen, Lupinen oder Klee säen.

Wenn du gerade noch an deinem Pflanzplan tüftelst, solltest du die Gelegenheit unbedingt nutzen, um ein paar wertvolle Gründüngerpflanzen einzuplanen! Alternativ dazu kannst du dir auch einfach meinen Pflanzplan herunterladen. Der ist schon fix und fertig, und du kannst einfach die Gründüngung deiner Wahl in den Plan einbauen!

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    Die Gründüngerpflanzen erntest du nicht wie Gemüse, sondern mähst sie nach einiger Zeit auf dem Beet ab und lässt sie dort (als Mulch) oberflächlich liegen. Ein paar Wochen, bevor deine nächsten Gemüsepflanzen einziehen, arbeitest du die Reste dann in den Boden ein. Natürlich ganz vorsichtig und nur oberflächlich, damit wir unsere Freunde, die Bodenlebewesen, nicht durcheinanderbringen.

    Ein Garten ohne Gründüngung?

    Nein Danke! Wie wir Gärtner*innen wissen, gedeihen (Gemüse-)Pflanzen besser und sind gesünder, je belebter und humusreicher der Boden ist. Gesunder Boden, gesunde Gemüsepflanzen, gesunde Menschen – eine simple Gleichung. Deswegen kümmern wir uns nicht nur um die Pflanzen, sondern vor allem auch um die Gesundheit des Bodens.

    Eine einfache, naturnahe Methode ist es, den Boden ständig bewachsen zu halten. Hast du in der Natur schon einmal unbewachsenen, blanken Boden gesehen? Ich nicht. Das ist nämlich richtig unnatürlich und allem zuwider, was der Boden will. Eine Pflanzendecke schützt den Boden und hat noch viele andere positive Effekte. Genau wie beim Mulchen schaust du dir also auch bei der Gründüngung ab, wie die Natur gärtnert! :)

    Gründünger Klee

    Also: Der Boden in unseren Gärten sollte nie offen liegen, sondern immer bedeckt sein, damit er geschützt ist. So ein ganzjährig bewachsener Boden ist eine Wohltat für die Bodenlebewesen, allen voran für den Regenwurm, unseren Freund und Helfer. So ein Wurm holt sich hier seine Nahrung – umso schöner also, wenn der Boden bedeckt und der Tisch reich gedeckt ist (je nach Perspektive).

    Gründüngung und Bodenbedeckung sind suuuper wichtige Maßnahmen, die den Boden merklich und nachhaltig verbessern können. Deswegen kann ich mir meinen Garten gar nicht mehr ohne Gründüngung vorstellen.

    Gründüngung im Herbst: Den Boden einmummeln

    Auch wenn du Gründüngung prinzipiell das ganze Jahr über aussäen kannst, ist die wichtigste Gründüngung die, die über den Winter deine Beete bedeckt.

    Ein brachliegender Boden ist Wind und Wetter hilflos ausgeliefert, wohingegen lebende Pflanzen und ihre Wurzeln den Boden zusammenhalten und vor Erosion schützen, das Bodenleben fördern und damit die Bodenfruchtbarkeit stetig steigern.

    Warum stehen im Winter überhaupt so viele Beete leer? Gute Frage! In vielen Beeten wachsen ja bis in den September hinein noch die Sommergemüse. Erst danach werden die Beete wieder frei. Die meisten Gemüse kannst du so spät nicht mehr aussäen. Sie brauchen einfach zu lange, um zu wachsen und Früchte auszubilden – und der Winter macht ihnen einen Strich durch die Rechnung.

    Eine Ausnahme bilden zum Beispiel Wintererbsen, die sich im Herbst einen kleinen Wachstumsvorsprung erkämpfen, das Wachstum dann im Winter einstellen und im Frühjahr einfach putzmunter weiterwachsen.

    Aber zurück den Gründüngern. Unter denen gibt es nämlich etliche robuste Kerlchen! Einige Gründüngerpflanzen wie zum Beispiel der Winterroggen oder die Winterwicke sind – die Namen verraten es schon – winterhart. Das heißt, dass ihnen Frost so schnell nichts anhaben kann.

    Diese Gründüngerpflanzen kannst du ziemlich spät im Jahr noch säen, wenn du einen Großteil deines Gemüses schon geerntet und in deiner Schatzkammer eingelagert hast. Dort, wo jetzt freier Platz im Beet ist und wo kein Gemüse für die Winterernte wächst, kannst du nun den Boden begrünen.

    Senfsaatgut in Hand

    Auch im Spätherbst können die Samen dieser Pflanzen noch zum Keimen gebracht werden. Du kannst aber auch schon ab August damit beginnen und die freiwerdenden Beete in eine grüne Decke einmummeln. Die Wachstumsbedingungen sind dann noch ideal und die Beete werden ja erst im nächsten Frühjahr wieder bepflanzt.

    Du musst also die Gründüngung nicht überall auf einmal aussähen, das kann ganz entspannt nach und nach passieren: Beet für Beet, oder auch Beetreihe für Beetreihe. Das geht natürlich nur, solange die Aussicht besteht, dass die Samen noch keimen können.

    Die Gründüngung, die im Herbst gesät ist, bleibt einfach über den Winter stehen und wird dann im nächsten Frühjahr in den Boden eingearbeitet oder als Mulch auf den Beeten verteilt. So leitest du im Spätherbst schon die kommende Gartensaison ein.

    Und was ist mit den Beeten, die erst so spät frei werden, dass auch keine Gründüngung mehr keimt? Kein Problem! Diesen Beetreihen verpasst du einfach eine dicke Mulchschicht, damit auch hier der Boden gut geschützt ist. Vielleicht liegt ja noch irgendwo abgefallenes Herbstlaub herum, dass du dafür nutzen kannst?

    So funktioniert die Herbstaussaat

    Lass mich dir die Herbstaussaat am Beispiel des Gelbsenfs, einer richtig tollen Gründüngerpflanze, noch mal genauer erklären: Du lockerst den Boden (am besten mit einer Grabegabel), gräbst ihn aber nicht um. Warum du das Umgraben sein lassen solltest, erfährst du hier.

    Dieses Lockern hat denselben Effekt auf deinen Boden, wie wenn du eine Bettdecke gut ausschüttelst und das Zimmer vor dem Schlafengehen belüftest – es schafft ein besseres Klima.

    In diesen gut belüfteten Boden säst du nun breitwürfig deine Senfsaat. Ein Teil der Samen fällt dabei in die entstandenen Luftlöcher, den Rest kannst du mit dem Rechen leicht einharken.

    Falls es nicht regnet, solltest du die Saat in den ersten Tagen feucht halten, sodass sie gut aufgeht. Der Gelbsenf braucht in der Regel nur ein paar Tage, um zu keimen, und ergibt dann eine dichte grüne Decke, unter der dein Boden wohlig eingemummelt Winterruhe halten kann.

    Schließlich friert der Gelbsenf bei Temperaturen unter -7°C ab und bildet dann einen lockeren Schleier auf dem Beet. Dieser Schleier zerfällt sehr schnell und kann deswegen ohne viel Aufwand im Frühjahr in den Boden eingeharkt werden. Praktisch, oder?

    Drei Gründünger im Portrait

    Wer kann was? Vorhang auf für ein paar dieser famosen Pflanzen!

    #1 Gib deinen Gelbsenf dazu

    Alle Gründüngerpflanzen haben ihre ganz eigenen Stärken. Gerade haben wir ihn schon kennengelernt: den schnellwachsenden, winterharten Gelbsenf mit seiner Pfahlwurzel.

    Blühender Gelbsenf

    Er ist, wie ich finde, die (fast) perfekte Gründüngerpflanze, weil er mühelos zu säen und sehr leicht zu handhaben ist. Er hinterlässt im Frühjahr keine großen Stängel (zumindest, wenn er nicht geblüht hat), die wir dann mühevoll kleinhacken müssten. Im Beet bildet er ein Miniwäldchen mit schattigem, feuchtem Untergrund. Gerade weil er den Boden so gut regeneriert, sollte er in deinem Garten nun wirklich seinen Senf dazugeben dürfen! 

    Ein Manko gibt es allerdings: Gelbsenf zählt nämlich zur Familie der Kreuzblütler. Die kennst du bereits von deinen Kohlgewächsen. Wie ist das jetzt mit dem Gelbsenf, wenn sich im Garten schon mehrere Kohlarten und andere Kreuzblütler finden? Denn gerade bei dieser Pflanzenfamilie solltest du ja eine Anbaupause von 5-6 Jahren einhalten, bevor du sie in demselben Beet wieder anbaust. Nur so kannst du hartnäckigen Krankheiten wie der Kohlhernie vorbeugen.

    Wenn du nun noch einen weiteren Vertreter dieser Pflanzenfamilie in deine Beetplanung einbeziehst, machst du dir das Leben also ziemlich kompliziert.

    Der Gelbsenf als Gründüngung ist also dann ideal für dich, wenn Kohl nicht dein Lieblingsgemüse ist und du nicht sooo viele Pflanzen aus der Kreuzblütlerfamilie in deinen Beeten anbaust.

    Dann pflegt und verbessert Senf deinen Boden ungemein, bringt das Bodenleben auf Trab, und unterdrückt noch dazu einige Schädlinge, wie zum Beispiel Kartoffelnematoden. Kurzum: Er ist ziemlich wertvoll für deinen Garten und hält ihn gesund.

    Kleiner Tipp: Falls du im kalten Winter dringend das Bedürfnis nach frischen Vitaminen verspürst, kannst du ein paar dieser zarten und milden Senfpflanzen ernten und als Kraut in der Küche, zum Beispiel im Salat, verwenden.

    #2 Phacelia, unsere Bienenfreundin

    Die wunderschön lila blühende Phacelia, die auch unter dem schönen Namen Bienenfreundin durch die Gärten reist, ist eine alte, lange Zeit nicht besonders beachtete Pflanze, die sich heute in Biogärten wieder immer größerer Beliebtheit erfreut und die ihrem Namen auch wirklich alle Ehre macht.

    Phacelia in Blüte

    Die anspruchslose Pflanze ist nicht besonders picky. Sie verträgt Trockenheit und durchdringt so ziemlich alle Böden mit ihrer Pfahlwurzel. Die feinen Phacelia-Samen können bereits sehr früh im Jahr gesät werden und gehen auch als Wiederholungssaat zu verschiedenen Zeiten während des Jahres in der Regel gut auf. Deswegen ist Phacelia ideal, um im Laufe des Sommers immer wieder ausgesät zu werden und so auch kleinere Lücken zu schließen.

    Phacelia steht ziemlich lange in Blüte und duftet dabei überschwänglich. Das entgeht auch den schwirrenden Faltern und Insekten nicht, die durch den Duft herangezogen werden.

    Hast du schon einmal Phacelia gepflanzt? Dann hast du bestimmt beobachtet, wie ganze Wolken von Schwebfliegen, über den Phacelia-Quartieren in der Luft surren. Das Tolle daran ist, dass sich die Schwebfliegen über Blattlausarmeen in deinem Garten hermachen – eine ihrer Leibspeisen! 

    Phacelia ist so ein regelrechter Magnet für das ein oder andere Helferlein im Garten, das deine Gehölze und Fruchtgemüsearten fördert und gesund hält. Großartig, wie unsere Bienenfreundin die Vermehrung und Entwicklung dieser Nützlinge so fördert.

    Die von Insekten heißgeliebte Pflanze bildet einen feinen, gefiederten Teppich, sie wurzelt tief, beschattet den Boden, versprüht den Regen durch die reich geteilten Blätter hindurch, ist eine gute Taufängerin und bezirzt mit einer wunderschönen Farbe. Was will das Gartenherz mehr?

    Wenn die Pflanze abgeblüht ist, solltest du sie schleunigst mähen, bevor sie Samen ausbilden kann. Sonst hast du bald keine Chance mehr, dein Gemüse zwischen den neu austreibenden Phaceliapflanzen zu finden. Die Stängel und Blätter lässt du einfach auf dem Boden liegen. Sie bilden dann als Mulch noch einmal eine dichte Bodenbedeckung.

    #3 Lupinen: Ein Hoch auf Leguminosen

    Die mindestens genauso schönen Lupinen, die mit den Erbsen und Bohnen verwandt sind, leben wie alle Hülsenfrüchte in Symbiose mit Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln. Zusammen mit diesen Bakterien haben sie die Superkraft, Stickstoff aus der Luft zu binden und anderen Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Chapeau, Lupine!

    Alle Lupinenarten bilden rasch eine kräftige Hauptwurzel. Bis zu zwei Metern tief können die mit Bakterien besetzten Wurzeln reichen! So kann dieses Dreamteam Stickstoff aus der Luft ernten, der dann nicht nur für das eigene Pflanzenwachstum zur Verfügung steht, sondern auch großzügig verteilt wird. Gerade die gelbe Lupine ist eine echte Selbstversorgerin und kann sogar auf sandigen, mageren Böden gut wachsen.

    Ihre tiefe Wurzel lockert außerdem den Boden. Die so entstehenden Tunnel verbessern den Luft- und Wasserhaushalt des Bodens. So tuen Lupinen deinem Boden auf ganz unterschiedliche Art und Weise etwas Gutes.

    Lupinen als Gründüngung

    Auch hier gilt allerdings wieder: Anbaupause beachten, denn du wirst sicher auch andere Hülsenfrüchte bei dir im Garten anbauen.

    Warum ist Gründüngung so wertvoll?

    Gründüngerpflanzen haben ganz viele Eigenschaften, die wertvoll für deinen Garten sind. Sie alle halten Nährstoffe im Boden, erhalten die Bodenstruktur, füttern die Bodenlebewesen und schützen den Boden vor starkem Regen und Wind.
     
    Manche von ihnen haben darüber hinaus aber noch regelrechte Spezialeffekte: Sie reichern deinen Boden mit Stickstoff an, bilden tiefe Wurzeln, die den Boden auflockern oder sind schon früh im Jahr eine wundervolle Bienenweide.

    Schauen wir uns die verschiedenen Superkräfte mal genauer an…

    #1 Gründüngung als Bodenverbesserer

    Die bodenverbessernde Wirkung von Gründüngerpflanzen ist wahrscheinlich das wertvollste Geschenk an den Garten. Senf, Phacelia, Buchweizen und Wicken durchwurzeln, lockern und beleben den Boden, weil sie ihn für viele potentielle Bodenbewohner*innen attraktiver machen.

    Gründüngung fördert den Humusaufbau, verbessert die Krümelstruktur des Oberbodens und versorgt ihn mit zusätzlichen Nährstoffen.

    Wenn du mit Pflanzenkohle gärtnerst, wird die Pflanzenkohle im Boden durch die Nährstoffe der verrotteten Pflanzen wieder aufgeladen, jippie!

    #2 Gründüngung als Klimaanlage

    Viele der Gründüngerpflanzen haben Wurzeln, die pfahlförmig viel tiefer reichen, als man das auf den ersten Blick vermutet – manche sind bis zu 1,50 m tief! Wenn die Wurzeln zusammen mit den anderen Pflanzenbestandteilen dann irgendwann verrotten, bleiben die Röhren erhalten.

    So entsteht dann ein regelrechtes Tunnelsystem im Boden, über das dieser belüftet wird. Du kannst dir das vorstellen wie eine Klimaanlage. Das ist vor allem für schwere und verdichtete Böden und ihre Bewohner*innen echter Balsam.

    #3 Gründüngung als Nährstoffpipeline

    Dass die Wurzeln der Gründüngerpflanzen so tief reichen, hat noch einen weiteren Vorteil: Sie können beim Nährstofftransport aus den unteren Bodenschichten helfen. Die durch die Pflanzenwurzeln entstehenden Luft- und Wasserporen bieten sich als Transportwege für den Nährstoffkreisläufen im Boden nur so an.

    Darüber hinaus düngen die Pflanzen mit ihren eigenen Pflanzenkörpern, denn Wurzel-, Stängel und Blattmasse werden gleich wieder abgebaut, nachdem sie gemäht wurden. So wird der Humusgehalt des Bodens erhalten und sogar erhöht.

    #4 Gründüngung als Schutzmantel

    Ein nackter Boden ist Wind, Sonne und Regen gnadenlos ausgeliefert. Was liegt da näher, als ihn mit Hilfe von Grünpflanzen oder einer dicken Mulchschicht vor Wind und Wetter, vor Erosion und Austrocknung zu schützen? Die Rolle eines bedeckenden Schutzmantels ist Gründüngerpflanzen geradezu auf den Leib geschnitten.

    #5 Gründüngung als Insektenfreude

    Ich habe ja bei der Phacelia oben schon erwähnt, was für ein Insektenmagnet die blühende Pflanze ist. Da ist sie nicht allein! Auch Ringelblumen, Buchweizen und Tagetes sind toll blühende Gründüngerpflanzen, die verschiedenen Insekten vorzüglich schmecken.

    Wenn du Blühmischungen als Gründüngung säst, finden Bienen, Hummeln und Schmetterlinge ein reiches Buffet vor. Kann dann überhaupt noch von Gründüngung die Rede sein? ;)

    Andere Gründünger kannst du auch als Futterpflanzen für Haustiere verwenden. Klee freut Kaninchen zum Beispiel sehr! Und es geht noch weiter: Tagetes hat, genau wie Gelbsenf, zusätzlich eine abwehrende Wirkung auf Nematoden.

    #6 Gründüngung als Stickstoffsammler

    Leguminosen wie Ackerbohnen und Lupinen gehen an ihren Wurzeln Symbiosen mit Knöllchenbakterien ein, die den Stickstoff aus der Luft ernten können. Das ist total faszinierend! Die Knöllchenbakterien reichern den Boden so mit zusätzlichem Stickstoff an, der dann von den Gemüsen, die später dort wachsen und gedeihen, genutzt werden kann.

    Die Leguminosen schaffen dadurch perfekte Startbedingungen für Kohl und andere Starkzehrer. Dabei wird mir wieder einmal richtig deutlich, dass der Garten einfach ein zusammenhängendes System ist – und sooo viel mehr als nur die Summe aller Pflanzen!

    Erbsenmischung als Gründüngung

    #7 Gründüngung als Beikrautunterdrücker

    Vielleicht hast du es schon geahnt: Gründünger kann dir so einiges an Arbeit ersparen! Das gilt auch und ganz besonders für die Beikrautunterdrückung. Hier wirken Gründüngung und Mulch wieder recht ähnlich. Freche Beikräuter, die hier und da ihre Köpfe aus dem Boden stecken wollen, werden gehemmt.

    Kleiner Tipp: Wenn du mehr Saatgut ausbringst, wachsen die Gründüngerpflanzen dichter und können die Beikräuter so noch besser unterdrücken.

    How to: Einige Grundregeln

    Es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn du mit Gründüngung in deinem Garten arbeiten möchtest: Allen voran solltest du für deine Zwecke und deinen Garten die richtigen Pflanzen und den richtigen Aussaatzeitpunkt auswählen. Stelle dir dafür am besten folgende Fragen:

    1. In welcher Jahreszeit möchte ich die Gründüngung säen?
    2. Wie ist mein Boden grundlegend beschaffen?
    3. Wie lange kann die Gründüngung auf dem Beet stehen, und wann möchte ich es wieder für Gemüse nutzen?

    Wie alles beim Gärtnern braucht die Wahl des Gründüngers also etwas Fingerspitzengefühl. Aber keine Sorge, das kriegst du sicherlich hin. Ein Blick in die Tabelle mit den verschiedenen Gründüngern, die du weiter unten findest, hilft dir bestimmt dabei!

    Weiterhin ist es wichtig, dass du die Gründünger in deine Fruchtfolge einbaust. Pass besonders bei den Leguminosen und Kreuzblütlern auf, dass sie nicht anderen Vertretern ihrer Familie in die Quere kommen. Phacelia, Tagetes und Buchweizen sind in der Hinsicht ziemlich unkompliziert, weil die sich mit allen Pflanzen vertragen.

    Wenn du nicht eine Mordsarbeit damit haben möchtest, die Gründünger in den Boden einzuarbeiten, solltest du auch darauf achtgeben, sie immer rechtzeitig zu mähen. Wenn die Stängel zu dick und die Pflanzen zu hoch werden, kann das Einarbeiten unter Umständen ziemlich anstrengend werden, gerade weil du in deinem Garten ja nicht mit schwerem Gerät ackerst.

    Du solltest deinen Gründünger auch unbedingt abmähen, bevor er Samen bildet. Sonst wird er nämlich schnell unkontrollierbar und breitet sich in deinem Garten in Windeseile aus.

    Damit einher geht auch die Faustregel, die Gründüngung lieber zu früh als zu spät einzuarbeiten. Bei mir hat es sich bewährt, die Gründüngung 2-3 Wochen vor der Aussaat von Gemüse im betreffenden Beet abzumähen, die Pflanzen dann etwas liegen zu lassen, um sie anschließend mit einer Grabegabel oberflächlich einzuarbeiten, damit der Verrottungsprozess möglichst schnell in Gang kommt.

    Im Herbst und Frühjahr dauert das Ganze etwas länger, weil es ja kühler ist. Klar, du kannst die Pflanzen natürlich auch einfach als Mulch liegen lassen, den du dann etwas zur Seite ziehst, wenn du junges Gemüse pflanzt oder säst.

    How to: Gründüngung säen

    Es ist an der Zeit, die Gründüngung in deinem Garten auszubringen? Die Vorbereitung gelingt schnell: Lockere das Beet, zum Beispiel mit einer Grabegabel, ohne es umzugraben. In einem zweiten Schritt verteilst du das Gründüngungssaatgut von Phacelia und Co breitwürfig auf dem Beet. Anschließend rechst du das Saatgut oberflächlich ein und hältst es bis zur Keimung feucht – fertig!

    Insekt auf Phacelia

    Kleiner Tipp: Du möchtest dir selber eine Gründüngungsmischung zusammenstellen? Dann achte unbedingt auf das richtige Mischungsverhältnis, damit nicht einzelne Sorten die ganze Mischung dominieren und alles andere überwuchern.

    Dazu nimmst du, wenn du zum Beispiel Ackerbohne und Senf aussäen willst, nicht 50:50, sondern die Hälfte der empfohlenen Saatgutmenge pro m² von Ackerbohne und die Hälfte der empfohlenen Saatgutmenge von Senf. So kannst du eigene Mischungen anteilig ausrechnen.

    Gründünger, ein Muss in einem gesunden Garten

    Jedes Mal, wenn du Gemüse erntest, entnimmst du dem Beet Pflanzenmasse und damit Nährstoffe, während die Gründüngerpflanzen dem Boden wieder Nährstoffe zuführen. Mit der Gründüngung bleibt der Boden in Balance.

    Das Gemüse nährt uns, wir säen Gründüngung, der Gründünger ernährt den Boden, und der Boden versorgt wiederum das Gemüse. Ein kleiner Kreislauf von Geben und Nehmen, in dem die Gründüngung eine wichtige Stellschraube ist.

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    Hier bekommst du noch einmal alle Vorteile auf einen Blick: Gründünger…
     
     … durchwurzeln und beleben den Boden,
     … verleihen einem ausgelaugten Boden einen frischen Teint,
     … lockern den Boden mit ihren tiefen Wurzeln,
     … machen den Boden für viele Bewohner*innen attraktiver,
     … düngen und versorgen den Boden mit ihrer Pflanzenmasse,
     … erhöhen den Humusgehalt des Bodens,
     … unterdrücken Beikräuter,
     … beschatten den Boden und halten ihn feucht,
     … stabilisieren und schützen den Boden vor Austrocknen, Erosion, Wind und Wasser,
     … ziehen Nützlinge an und dienen als Bienenweide,
     … reichern den Boden mit Stickstoff an.

    Wow! So eine Gründüngung ist wirklich das A und O in einem gesunden Garten!

    Winterharte Gründüngungspflanzen

    PflanzeBeschreibungBodenBesonderheitenAussaat
    RotkleeLeguminose, bildet Pfahlwurzel mit vielen NebenwurzelnFür lockere BödenMehrjährig, StickstoffsammlerMärz-August
    WeißkleeLeguminoseAlle BödenVerträgt keine Trockenheit, bienenfreundlich, StickstoffsammlerMärz-August
    InkarnatkleeLeguminose mit roten, länglichen Blüten, PfahlwurzelLeichte und mittlere, kalkhaltige BödenGut geeignet als Vorkultur für Gemüse, die erst nach den Eisheiligen ins Beet kommen, schnelle Durchwurzelung, Bienenweide, StickstoffsammlerMärz-Mitte September
    WinterwickeLeguminose, bildet Ranken, blüht purpur bis violett, kräftige WurzelnAlle BödenBildet auch im Winter Wurzelmasse, gern in Mischung mit Winterroggen, StickstoffsammlerJuni-Oktober
    SteinkleeLeguminose mit kräftiger PfahlwurzelAlle Böden, gern kalkhaltigeWurzel durchdringt auch verdichtete Böden, bienenfreundlich, StickstoffsammlerApril-August
    LuzerneLeguminose mit kräftiger Pfahlwurzel, wird bis zu 1 m hoch, Wurzeln bis zu 4 m tiefKalkhaltige, leichte bis mittlere BödenMehrjährig, hat sehr gute beikrautunterdrückende Wirkung, verträgt Trockenheit, bienenfreundlich, StickstoffsammlerApril-September
    RoggenGetreide, wächst raschSchwere BödenGut in Kombination mit WinterwickeMärz-Oktober
    ÖlrettichKreuzblütler, Rettichgewächs, wächst raschSchwere BödenLockert den Boden, reduziert NematodenAnfang August-Ende September
    SpinatGänsefußgewächs, Blattgemüse Hinterlässt eine gute BodenstrukturMärz-September

    Nicht-winterharte Gründüngungspflanzen

    PflanzeBeschreibungBodenBesonderheitenAussaat
    Alexandriner-kleeLeguminose mit Pfahlwurzel, schnelle WurzelbildungLeichte bis mittlere Böden, mag keinen niedrigen pH-WertHat es gern feucht, bienenfreundlich, StickstoffsammlerApril-Juli
    Persischer Klee Alle BödenBienenfreundlich, Stickstoffsammler, gut mit Kohl, weil er Kohlfliege und Kohlweißling vertreibtMärz-August
    SommerwickeRankende, violett blühende Leguminose mit verzweigten Wurzeln und vielen WurzelknöllchenAlle BödenGutes Grünfutter, starke Beikrautunterdrückung, starke BodendurchwurzelungJuni-August
    PlatterbseTiefwurzelnde Leguminose mit großen WurzelknöllchenAlle BödenStickstoffsammlerBis September
    AckerbohneRasch wachsende und sehr kältetolerante Leguminose mit kräftigen PfahlwurzelnTiefgründige, kalkreiche, mittlere BödenFixiert viel Stickstoff und sorgt für gute BodengareFebruar-Oktober
    PhaceliaWunderschön lila blühendes Raublattgewächs mit Pfahlwurzel mit Seiten- und FeinwurzelnAlle BödenBienenfreundin, verträgt Trockenheit, hinterlässt sehr gute Bodenstruktur, verträgt sich gut mit allem GemüseFür Blüte: März-Juli, sonst Oktober
    LupineLeguminose, Pfahlwurzel mit großen WurzelknöllchenLeichte bis mittelschwere BödenBienenfreundlich, StickstoffsammlerMärz-Juli
    GelbsenfKreuzblütler mit gelben Blüten, das den Boden schnell abdecktAlle Böden, gern lockerer BodenSehr schnelle Durchwurzelung des OberbodensBis Oktober
    BuchweizenKnöterichgewächs, das zierlich weiß-rosa blühtLeichte BödenVerträgt sich gut mit allem Gemüse, BienenweideApril-August
    SerradellaLeguminose mit PfahlwurzelGut für nährstoffarme BödenBienenfreundlich, Stickstoffsammler, verbessert SandbödenApril-August

    Wenn du dich jetzt an die Anbauplanung für das nächste Gartenjahr machst, dann bestell doch gleich etwas Gründüngungssaatgut mit.

    Und falls du gerade mitten im Gartenjahr bist und sich eine Lücke im Beet auftut, dann ab mit dir in den Garten! Verpass deinem Boden eine Gründüngungs-Wellnesskur, die ihn so richtig verwöhnt!

    Was du neben einer Gründüngung noch so tun kannst, um deinen Boden zum Schnurren zu bringen, das erfährst du hier:

    So funktioniert Mulchen! Schritt für Schritt zum Mulchbeet 

    So förderst du dein Bodenleben im Biogarten

    So geht Permakultur: Schaff dir ein kleines Paradies!

    Wie steht es mit Gründüngung in deinem Garten? Welche Mischungen haben sich bei dir bewährt? Schreib es mir gern in die Kommentare!

    Kategorie: Garten, Selbstversorgung

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    25 Kommentare

    1. Ilona Müller sagt

      Hallo Marie,
      In meinem kleinen Garten (80 qm) in einer Gartenkolonie, nahe zu Feldern, die von Landwirten bewirtschaftet werden, explodiert seit 3 Jahren die Hirse. Ich bekomme
      Die wuchernden Pflanzen gar nicht mehr in den Griff.
      Ich würde es in diesem Jahr mal mit Gründüngung versuchen, was würdest Du mir empfehlen?

      Liebe Grüße Ilona

    2. Barbara Linder sagt

      Liebe Marie, was bedeutet“ nicht winterhart“ genau? Ich lebe seit drei Monaten am Gardasee, weil ich der Kälte und Nässe für immer den Rücken gekehrt habe! Die kältesten Nachttemperaturen waren bis jetzt Minus 1 Grad, die Tagestemperatur beträgt derzeit zwischen 6 bis 10 Grad. Könnte ich hier auch mit nicht winterhartem Gründünger meine Hügelbeete einsäen, ich habe nämlich mein Mulchmaterial komplett verbraucht. Danke dir für deine wertvollen Beiträge! Liebe Grüße aus Bella Italia Barbara

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Barbara,
        nicht winterhart bedeutet meistens, dass die Pflanzen ursprünglich aus südlicheren Regionen kommen und deswegen mit frostigen Temperaturen nicht gut zurechtkommen. Mit dem Gärtnern in dem Klima, in dem du lebst, habe ich keine Erfahrung – frag am besten mal Gärtner*innen in deiner Umgebung, welche Erfahrung sie gemacht haben.
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    3. Margit Lindner sagt

      Hallo Marie,
      ich möchte meine Beete, wie vielfach empfohlen, nicht mehr umgraben.
      Gründüngung einfach nur „einarbeiten“ scheint mir aber unmöglich.
      Hast du dazu noch einen Tipp.
      Liebe Grüße aus dem trockenen Süden Brandenburgs

    4. Moin Marie,
      Könnte ich auf meine Hochbeete auch Schafswolle drauftun? Es waren vorher Kartoffeln drin. Ich liebe deine Videos, es sind immer Themen dabei, aus denen ich noch was lernen kann 😁
      Liebe Grüße Sigrid

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Sigrid,
        mit Schafwolle kannst du deine Beete auch gut mulchen. Die ist ein toller langfristiger Stickstoffdünger. :)
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    5. angela sagt

      liebe Marie,
      mein erstes echtes Gartenjahr beginnt in diesem Jahr. Ich habe im Herbst eine frühe Sorte Erdbeeren gepflanzt und eine späte. Lassen sich die Pflanzen nach der Ernte als Gründünger verwenden ?
      ein gesundes Jahr für Dich und Deine Familie
      wünscht Angela

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Angela,
        wie schön, dass du in deinem Garten startest :) Genau, die Erdbeeren können auch als Gründünger dienen.
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    6. Monika sagt

      Hallo Ihr Wurzelwerker,
      vor ca einem Jahr habe ich (die bisher allenfalls ein paar Tomaten angebaut hat) Euren Kanal entdeckt und bin immer wieder fasziniert, mit welchen Tricks Ihr so üppig Gemüse erntet. Z. B.: Meine glatte Petersilie hat sich zwischen den Tomaten zu wahren Prachtbüschen gemausert. Ich habe mit meinem sehr lehmigen Boden allerdings große Probleme. Das mit der Gründüngung hört sich genial an, das könnte mir auf lange Sicht helfen. Habt Ihr auch Tipps, welchen Gründünger ich vor welchem Gemüse ausbringen sollte? Lupinen vor Kohl? Phacelia vor Gurken? Könnt Ihr Eure Tabelle um diese Infos ergänzen?
      Herzlichen Grüße, Monika

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        In den Stellen, die im Artikel angegeben sind, bekommst du auch guten Gründünger :)

    7. Kalinka sagt

      Liebe Marie, danke für die Tipps, aber wo bekomme ich für den Anfang denn gute Gründungs-Mischungen her. Habt Ihr auch Tipps, wo man allgemein gutes Saatgut herbekommt?

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Kalinka,
        in diesem Artikel findest du eine Menge Infos zum Saatgutkauf und ein paar Saatgutempfehlungen :) Achte auf jeden Fall darauf, dass du samenfestes Bio-Saatgut nutzt.
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    8. Conny sagt

      Liebe Marie,
      Ich habe bei der Gründungung immer ein Problem mit dem Wort „Abmähen“. Wie macht man denn das auf einem lockeren Boden? Da kann man doch nicht mit dem Mäher durchgehen, oder?
      Lieben Dank
      Conny

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Conny,
        es gibt Gärtner*innen, die das tatsächlich mit einem Rasenmäher machen. Alternativen sind Sense oder Motorsense. Vielleicht kannst du dir, falls du selbst keine Motorsense hast, eine von Bekannten leihen? Wenn du nur kleine Flächen mit Gründüngung bepflanzt hast, reicht auch eine Heckenschere zum Mähen :)
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    9. Maria sagt

      Danke für den tollen Artikel!
      Ich möchte 2023 einen Garten anlegen. Dieses Jahr ist der zukünftige Bereich noch Baustelle. Lohnt es sich in den Boden diesen Sommer Gründüngerpflanzen zu säen, um ihn auf das Gartenjahr 2023 „vorzubereiten“?

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Maria,
        das lohnt sich auf jeden Fall :)
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    10. Barbara Demel-Voß sagt

      Vielen Dank für den tollen Artikel! Leider weiß ich immer nicht, welche Gründüngung vor oder nach welchen Gemüsen ich einsetzen kann und verwende daher immer „nur“ Phacelia, die sich so schön neutral verhält. Könntest Du irgendwann mal ein Beispiel für uns machen und etwa anhand des kleinen Beetplanes (nach dem ich auch ganz faul arbeite, weil er so genial einfach ist) darlegen, wie man die Gründüngung da am besten einarbeitet?
      Vielen Dank, es macht großen Spaß mit Dir/Euch!
      Barbara

    11. Sandra Beck sagt

      Liebe Marie,
      zunächst herzlichen Dank für deine sehr wertvollen Tipps und Videos! Ich verfolge deinen Blog seit über einem Jahr und habe dadurch so viel Erstaunliches gelernt! Ich wünsche dir für das kommende Jahr alles Liebe und Gute und hoffe, auch da mit dir durch mein Gärtnerjahr gehen zu dürfen!
      Meine Frage bezieht sich auf deine Info von heute, nämlich die Gründüngung. Kann ich jetzt noch einen Gründünger auf meine Hochbeete einbringen? Ich habe es tatsächlich im Herbst vergessen…
      Ganz herzliche Grüße aus Franken!
      Sandra

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Sandra,
        danke für die liebe Rückmeldung! Wenn du in der mitteleurpäischen Region lebst, ist es im Augenblick zu kalt für eine Gründüngung. Jetzt kannst du deine Beete stattdessen mit einer dicken Mulchschicht einpacken, um sie zu schützen. Je nach Klima kannst du eine frühe und schnellwachsende Gründüngung ab Mitte Februar/März ausbringen, die du vor den ersten Gemüsekulturen dann mähst und einarbeitest. Ich würde dir empfehlen, das auf den Beeten zu machen, in die du erst nach den Eisheiligen Gemüse pflanzt :)
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    12. Johann Helmut sagt

      Sehr geehrte Frau Marie
      Besten Dank für Ihre Hilfe
      In Oberfranken machten wir immer mit Winterwicke erstklassige Qualität
      Leider ist bringt Sommer Wicke nur bescheidene Teilerfolge.
      Der Boden Fachmann PREUSCHEN sagte er hat das weltbeste System den Landwirten und Verbrauchern zu helfen.
      Vielleicht hätte er Recht und Steiner, dass Leguminosen die elektromagnetische Energie erhöhen.
      Glückliches Neues Jahr es wäre ausgesucht höflich wenn Sie einige Informationen Informationen geben könnten ob man auch mit Kichererbsen und Lupine den Ganzen verbessert.
      Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit und freundliche Grüße Johann Wisheckel

    13. Sara Jungbluth sagt

      Vielen lieben Dank für den Artikel. Habe schon länger darüber nachgedacht und werde es jetzt definitiv ausprobieren 👍🙏☺️🍀

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Juana,
        Phacelia ist nicht winterhart und sollte erst ab März ausgesät werden :)
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

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