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Der komplette Karotten-Guide: Pflanzen, Anbauen und Ernten

Karotten oder Möhren pflanzen, anbauen und ernten

Du möchtest zum ersten Mal deine eigenen Karotten anbauen? Oder du hast schon mal Karotten angebaut, aber sie wachsen schlecht? Dann bist du hier genau richtig! Hier erfährst du nämlich alles, was du wissen musst, damit du schon bald eine dicke, fette Möhrenernte einfährst. (;

Karotten aus dem eigenen Garten schmecken einfach fantastisch! Karotten sind mein absolutes Lieblingsgemüse im Garten, aber das war nicht immer so:

In meinem ersten Gartenjahr habe ich nur mickrige, beinige Karotten geerntet – und mir daraufhin fest vorgenommen, herauszufinden, was es braucht, um wirklich erfolgreich Karotten anzubauen.

Nach einiger Recherche und noch mehr Experimenten hier meine Formel: viel Kompost + Boden lockern + Vorkeimen + Mulchen = Superstar-Gartenkarotten!

Karotten oder Möhren pflanzen, anbauen und ernten
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Die besten Karotten-Sorten

„Gonsenheimer Treib“ für sehr frühe und späte Aussaaten und „Milan“ für die wärmeren Monate

Wie viele Karotten soll ich anbauen?

Ca. 15 Reihenmeter pro Person, auf sieben Aussaattermine verteilt

Gute Mischkulturpartner für Karotten

Zwiebel- und Lauchgewächse, Erbsen, Radieschen, Rettich, Dill und Pfefferminze

Ideale Standort für Karotten

Karotten wachsen am liebsten, auf lockeren und sandigen Lehmböden. Auf steinigen oder sehr schweren Böden, ist es schwer, gerade Karotten anzubauen.

Aber pssst: die krummen sind genauso lecker! (;

Du kannst Karotten übrigens auch sehr gut im Hochbeet anbauen!

Karotten aussäen oder pflanzen?

Karotten werden immer direkt ins Beet gesät, denn sie werden überhaupt nicht gerne umgepflanzt. Weil sie sehr langsam keimen, hilft es, einen kleinen Trick für die Aussaat von Karotten anzuwenden: du lässt die Samen einfach drei Tage vor der Aussaat im Haus in feuchtem Sand vorkeimen. Dann gehen deine Karotten viel schneller und gleichmäßiger auf.

Die komplette Anleitung zum Vorkeimen findest du hier:

Samen vorkeimen: Schnellstart für deine Gemüsepflanzen!

Wann sät man Karotten?

Frühe Sorten kannst du bereits an Mitte Februar aussäen, so früh im Jahr solltest du sie aber mit einem Gärtnervlies vor Kälte schützen. Ich sähe Karotten gerne in Doppelreihen aus, eine Doppelreihe ist 30 cm breit.

Wenn du kontinuierlich frische Karotten ernten möchtest, solltest du von Februar bis in den September hinein alle vier Wochen neue Karotten sähen.

Karotten-Beete vorbereiten

Vor der Aussaat solltest du Mulch und alte Pflanzenreste entfernen und grobe Erdklumpen mit dem Rechen zerkleinern, sodass ein feines Saatbett entsteht. Mit der Grabegabel oder Grelinette den Boden tief lockern, ohne ihn zu wenden.

Karotten anbauen: Die Pflege

Nach der Aussaat solltest du regelmäßig kontrollieren, ob die Erde noch feucht ist, und gegebenenfalls täglich gießen. Alternativ kannst du deine frisch ausgesäten Karotten mit einem Brett abdecken – das verhindert, dass der Boden austrocknet. Sobald die ersten Karotten aufgehen, musst du das Brett aber natürlich entfernen.

Nach dem Aufgehen sollte jede Pflanze in der Reihe etwa 3 bis 4 Zentimeter Platz haben. Zu eng stehende Karotten solltest du ausdünnen. Wenn du damit wartest, bis die Pflanzen etwa fingerdick sind, kannst du diese BabyKarotten in der Küche verwerten und hast so eine zusätzliche Ernte.

Wir mulchen unsere Karotten etwa 5 cm dick mit Hackschnitzeln, sobald sie etwa Hand hoch sind. Verunkrautete Beete sollte man regelmäßig jäten, da Karotten Konkurrenz von Unkräutern nicht gut vertragen.

Im August und September gesäte Karotten kannst du in wärmeren Gegenden den Winter über im Beet stehen lassen und nach Bedarf ernten. Bei Minusgraden solltest du die Karotten aber mit einer dicken Schicht Stroh abdecken.

Karotten oder Möhren pflanzen, anbauen und ernten

Wann ernte ich Karotten?

Du kannst deine Karotten nach Bedarf ernten. Wenn du immer die größten Exemplare rausnimmst, haben die anderen Karotten mehr Platz und das Erntefenster ist sehr weit. Lagerkarotten solltest du gut ausreifen lassen, bevor du sie erntest.

Krankheiten und Schädlinge der Möhre

Im Gegensatz zu der verwandten Pastinake muss sich die Möhre mit einigen Problemen rumschlagen. Die Wahl von toleranten Sorten kann einigen Problemen Abhilfe schaffen. So gibt es gegen Alternaria, Blattflecken und den echten Mehltau resistente Sorten.

Auch eine weite Fruchtfolge zu anderen Doldenblütlern ist der Pflanzengesundheit förderlich. Probleme mit der Rübenfäule, der Schwarzfäule, der Wurzelalternaria oder auch der Sklerotinafäule lassen sich so mildern.

Solltest du große Probleme mit der Karottenfliege, Karottenminierfliege und Karottenblattflöhen haben, kannst du deine Karotten mit Kulturschutznetzen abdecken. Wenn du deine Karotten in Mischkultur mit Zwiebeln anbaust, sollte das aber in aller Regel nicht nötig sein.

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Hast du schon mal Karotten angebaut? Was sind deine besten Tipps für eine dicke Möhrenernte? (:

Kategorie: Gemüse-Anleitungen

von

Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines fünfjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

5 Kommentare

  1. Vielen Dank für den schönen Beitrag. An der Stelle aber auch mal eine Frage. Ich wohne im dritten Stock und möchte was auf meinem Balkon anpflanzen. Im Sommer ist die Auswahl ja gross, da pflanze ich einfach immer Gemüse. Aber was kann man generell im Herbst pflanzen? Auch wenn ich jetzt schon spät dran bin, wäre es gut zu wissen. Dann halt für das nächste Jahr! :)

  2. Mascha sagt

    PosteWAS? Ich muss jetzt erst einmal herausfinden was und wofür das ist und wie man das isst.
    :D

  3. Danke für den schönen Artikel. Ja, ich baue gelegentlich auch Möhren an und zwar die dunklen, lilafarbenen, die nicht so einfach zu kaufen sind. Ich pflanze sie in mein Hochbeet zusammen mit Zwiebeln und hatte (toi,toi, toi) noch nie Probleme mit Schädlingen. Allerdings bleiben die Möhren dort vergleichsweise klein, liegt wohl an nicht ausreichendem Dünger. Aber geschmacklich sind sie fantastisch.
    Viel Erfolg mit dem Selbstversorgergarten.

    • Marie sagt

      Hey Biggi,
      im Hochbeet sind sie bei mir auch immer relativ klein, weil das Wasser dort so schnell verdunstet. Ich baue sie nur noch ebenerdig an, das klappt besser, solange man den Boden vor der Aussaat gut mit der Grabegabel lockert. :)

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