Fermentieren, Haltbar machen
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Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

fermentierte Tomaten

Tomaten-Fans aufgepasst! Heute wird’s funky! Wir werden zusammen Tomaten fermentieren!

Ich fermentiere am liebsten Cherrytomaten in verschiedensten Varianten – da sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Für euch habe ich heute vier super leckere Varianten ausgesucht: mal ein bisschen scharf, mit Thymian, Rosmarin oder Basilikum und Knoblauch. Da ist sicher für jeden von euch etwas dabei.

Viele Leute sind fermentierten Lebensmitteln gegenüber erst mal etwas skeptisch eingestellt, weil sie es einfach nicht kennen. Aber ich verspreche euch, jeder, dem ich meine fermentierten Tomaten bisher vorgesetzt habe, war absolut begeistert! 

Die Tomaten bitzeln durch das Fermentieren ein bisschen auf der Zunge, quasi wie mini Sternenexplosionen in deinem Mund. Das ist richtig lecker und die Gläser sind immer ruck zuck leer gefuttert.

Deswegen würde ich sagen, bevor uns noch allen das Wasser im Mund zusammenläuft, legen wir mal los! ;)

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Fermentieren – welches Zubehör ihr braucht (und welches nicht)

Das tolle Tolle am Fermentieren? Es funktioniert mit einfachen Techniken ohne viel Zubehör und teurem Schnickschnack. 

Was ihr braucht sind Gefäße und etwas zum Beschweren. 

Die Tomaten könnt ihr einfach in Schraubgläser füllen, dafür eignen sich zum Beispiel alte Honig- oder Gurkengläser ganz wunderbar. 

Zum Beschweren finde ich sogenannte Fermentier-Gewichte (am besten mit Griffen) praktisch, ihr könnt anstelle dieser ziemlich überteuerten Glasgewichte aber auch einfach flache Steine verwenden.

Tomaten fermentieren Gewichte

Lust, das Rezept in Aktion zu sehen? :) Dann schau doch mal bei der Youtube-Variante dieses Artikels vorbei:

Tomaten fermentieren – Schritt für Schritt!

Schritt 1: Alles muss sauber sein

Bevor es richtig losgeht, putze ich erst einmal die Gläser und spüle sie anschließend mit heißem Wasser aus, damit da keine Bakterien mehr rumkreuchen und fleuchen, die uns den Spaß an unseren Tomaten verderben könnten.

Auch die Deckel und Gewichte (oder Steine) koche ich immer mit heißem Wasser ab, dann ist der erste Schritt für eine erfolgreiche Fermentation auch schon getan. ;)

Schritt 2: Setze eine Salzlake an 

Als nächstes setze ich meine Salzlake an, die schafft das perfekte Klima für die Milchsäurebakterien und sorgt dafür, dass die Tomaten auch schön lange haltbar sind. 

Für die Salzlake brauchst du pro Liter kochendem Wasser 2,5 EL nicht jodiertes Salz, zum Beispiel Meersalz. Das Salz einfach unterrühren und warten, bis das Wasser abgekühlt ist und sich das Salz aufgelöst hat.

tomaten fermentieren salzlake

Übrigens: Die Milchsäurebakterien, von denen ich eben gesprochen habe, die quasi die ganze Arbeit bei der Fermentation leisten, sind bereits auf euren Tomaten vorhanden. Deswegen ist es super, wenn ihr die Tomaten nicht super gründlich abwascht. Das geht natürlich nur, wenn sie sauber sind. Falls sie etwas schmutzig sind, könnt ihr zuerst probieren, die Tomaten mit einer Bürste zu putzen.

Wenn das auch nicht reicht, könnt ihr die Tomaten natürlich auch abwaschen, aber es klappt besser mit ungewaschenen Tomaten.

Wenn jetzt aufgrund der Bakterien wieder der Gruselfaktor kommt, dann hier nur nochmal eine kleine Erinnerung, dass fermentierte Lebensmittel in unserem Alltag allgegenwärtig sind. Käse, Joghurt, Bier, all diese Lebensmittel sind durch Fermentation entstanden, auch unser leckeres Sauerteigbrot. Wenn ihr dazu mal ein Rezept wollt, könnt ihr dafür gerne bei diesem Artikel vorbeischauen. :)

Bist du dabei in der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge?

Ich veranstalte im Sommer immer meine “Mach deine Ernte haltbar“- Challenge mit allen Leuten, die in meinem Newsletter eingetragen sind. Da motivieren wir uns gegenseitig, tauschen uns aus oder schicken uns Fotos. Es macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse angehen und unsere Vorratskammern füllen. 

Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das Fermentieren betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich gerne für die Challenge anmelden:

Zur Challenge!

Das Ganze ist komplett kostenlos und ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist! :)

Schritt 3: Befülle deine Gläser so, dass nichts schimmeln kann 

Jetzt kannst du die Tomaten ein paar Mal mit einem Zahnstocher anpiksen, sodass die Milchsäurebakterien ein leichtes Spiel haben. Danach sind die Tomaten bereit, um in die Gläser gefüllt zu werden. Ich habe als erste Variante zu meinen Tomaten Thymianzweige und Chilis hinzugegeben. Wenn das Glas bis oben hin mit Tomaten, Thymianzweigen und Chilis gefüllt ist, wird das Glas mit der Salzake aufgefüllt und alles mit einem Gewicht beschwert. 

Tomaten fermentieren 4

Hierbei gibt es jetzt zwei ganz wichtige Dinge zu beachten: 

  • Die Salzlake muss vor dem Einfüllen in die Gläser schön abkühlen, sonst killt ihr eure Milchsäurebakterien und der Fermentationsprozess ist dahin.
  • Der gesamte Inhalt eures Glases muss von dem Gewicht unter Wasser gehalten werden. Kommen auch nur das kleinste Fitzelchen Gemüse oder ein paar Kräuter an die Oberfläche und somit mit Luft in Berührung, besteht Schimmelgefahr! 

Kleiner Tipp: Wenn ihr einen extra Kick Schärfe wollt, dann könnt ihr die Chilis halbieren oder in Ringe schneiden. Dann würde ich euch aber empfehlen, die kleinen Kerne rauszumachen, da diese leicht an die Oberfläche treiben und so für Schimmel in eurem Glas sorgen können. 

Für die zweite Variante habe ich Rosmarinzweige zu den Cherrytomaten hinzugefügt. Bei den Kräutern müsst ihr ein bisschen aufpassen, die übertragen ihren Geschmack nämlich ziemlich stark, also seid da nicht zuuu großzügig. :P

Tipp: Damit auch die Kräuter nicht auftreiben verwende ich ganze Zweige, anstatt die Kräuter klein zu hacken. ;)

Die dritte Variante besteht aus Tomaten und Thymianzweigen. Mein absolutes Lieblingskraut, da könnte ich mich wirklich reinlegen. 

Und für die vierte und letzte Variante habe ich Knoblauch und Basilikumblätter zusammen mit den Tomaten in das Glas gefüllt. Den Knoblauch habe ich dafür einfach nur geschält und ganz unten ins Glas gepackt. Das ist tatsächlich auch meine liebste Variante, also probiert zumindest diese unbedingt mal aus. :)

Wenn du Steine zum Beschweren verwenden möchtest, such dir am besten Exemplare, die ungefähr so groß wie die Öffnung deines Glases sind. Damit auch wirklich alles unter die lake gedrückt wird, habe ich darunter noch ein passgenau zurechtgeschnittenes Kohlblatt aus meinem Garten gelegt. So einfach kann Fermentieren sein.

Tomaten fermentieren 1

Hilfe – meine Lake wird ganz trüb

Wenn deine Lake anfängt, trüb zu werden, musst du dir überhaupt keine Gedanken machen. Tatsächlich ist das ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass die Milchsäurebakterien in deinem Ferment richtig gut arbeiten. 

Es kann auch mal vorkommen, dass sich auf deinen Gläsern Kahmhefe bildet. Das ist eine dünne weiße Schicht an der Oberfläche, die aber nicht wie Schimmel pelzig ist, sondern eher runzelig wie Elefantenhaut aussieht. Sie ist absolut ungefährlich. Ihr könnt sie sogar drauflassen oder wenn sie euch stört, einfach abschöpfen. 

Fermentieren – Checkliste, so geht garantiert nichts mehr schief

Wenn ihr auch noch andere Gemüse fermentieren wollt, dann ladet euch gerne meine kostenlose Checkliste herunter. Da habe ich nochmal für euch zusammengestellt, was es alles beim Fermentieren zu beachten gibt und wie ihr beispielsweise sichergehen könnt, dass eure leckeren Fermente auf jeden Fall schimmelfrei bleiben.

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    Kennt ihr noch andere tolle Rezepte zum Tomaten fermentieren und hat das Rezept schon mal jemand von euch ausprobiert? Lasst es mich in den Kommentaren wissen, ich bin schon ganz gespannt, von euch zu hören. 

    Kategorie: Fermentieren, Haltbar machen

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines fünfjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    15 Kommentare

    1. Christl sagt

      Hi Marie,
      ich bin begeistert von deinen tollen Sachen die du machst.
      Gratuliere dir zu deinem Elan.

      An liaba Gruass
      die Christl
      PS: die länglichen Tomaten werden im grünen Zustand unten an den Spitzen
      braun. Was kann das bedeuten ?

      • Marie sagt

        Dankeschön! Das hört sich nach Blütenendfäule an, die wird durch Calziummangel verursacht. Aber so eine Ferndiagnose ist oft schwierig. Schau am besten mal Bilder bei Google an, um deine Tomaten mit ihnen zu vergleichen. :)
        Viele liebe Grüße zurück!
        Marie

    2. Diana sagt

      Hallo Marie,
      vielen Dank für das tolle Rezept und ich freu mich schon drauf es auszuprobieren. Es gibt allerdings eine Sache die ich nicht verstehe: wann entfernt man die Gewichte/Steine wieder?
      Liebe Grüße
      Diana

    3. Daniela Moser- Schneidee sagt

      Liebe Marie
      Letztes Jahr habe ich meine gesamte Blumenkohl und Broccoli ernte eingemacht. Der Blumenkohl konnte man nicht essen, da er dermassen gestunken hat dass ich alles wegschneissen musste und der Broccoli war so matschig, dass ich ihn nicht einmal aus dem Glas holen konnte. Nun steht meine Ernte an, ich würde ihn so gerne einkochen aber das Wegschmeissen schmerz dermassen fest, dass ich kurz bevor stehe ihn einzufrieren . Hast du mir Tipps oder eventuell ein gutes Rezept?
      Ich wäre dir soooooo dankbar.
      Liebe Grüsse
      Daniela

    4. Simone Dahm sagt

      Liebe Marie,
      vielen Dank für all deine Ideen und Ratschläge, das hilft mir wirklich sehr.
      Ich fermentiere zum ersten Mal und jetzt kommen mir einige Fragen.
      – wie lange bleiben die Gewichte auf dem Gemüse und wann darf ich sie weg nehmen damit nichts mehr schimmelt
      – ich fermentiere im Bügelglas und hab gelesen dass man es während der Fermentation nicht öffnen soll wegen dem Sauerstoff. Aber der käme doch in anderen Gefäßen auch dran sobald man es öffnet
      – öffnest du deine Schraubgläser während der Fermentation? Wann weißt du wann der Prozess abgeschlossen ist

      Vielen Dank für all die Zeit, die du uns opferst
      Ganz liebe Grüße
      Simone

    5. Walter sagt

      Hallo Marie

      Wie lange lässt Du die Tomaten im Glas. Wann ich ich sie geniessen? Nach einer Woche oder muss man sie zwischen durch probieren.
      Danke für das tolle Video.

      Liebe Grüsse
      Walter

    6. Stefanie Hanke sagt

      Hallo Marie,
      danke für die Rezepte!
      Ich möchte direkt anfangen mit dem Fermentieren.

      Was kann man denn anstelle des Kohlblattes noch als “Abdeckung” für die Tomaten nehmen, wenn ich einen Stein als Gewicht verwenden möchte?

      Und wie lange muss ich die Tomaten dann stehen lassen, bis sie fermentiert sind und ich sie essen kann?

      Liebe Grüße,
      Steffi

    7. Barbara Epp sagt

      Hallo Marie,
      jetzt steht die Bohnenernte an. Ich habe immer im Eindünstkessel mit 100 Grad 2 Stunden
      eingekocht. Wie geht das mit dem Sicomatic? Welche Zeit brauche ich da

      Grüße Barbara

    8. Pascale sagt

      Hallo Marie,
      danke für das Rezept :-).
      Frage: wenn ich die Tomate mit Kohlblatt und Stein beschwere, darf denn über dem Stein auch noch Salzlake sein? Darf ich die Flüssigkeit bis oben hin füllen, oder muss ein wenig Luft dabei sein? Kann beim Fermentieren ein Überdruck entstehen?
      Lieben Dank im Voraus für Deine Antworten.
      Herzliche Grüsse
      Pascale

    9. Hallo liebes Wurzelwerk-Team,

      Ich habe eine Frage die mich bei Eingelegtem immer wieder beschäftigt…

      Wie lange muss ich den Warten, bis die tollen Tomaten fertig sind?
      So geht es mir bei Essiggurken & Rote Bete auch immer :-D
      Kaum ist etwas eingelegt, würde ich es eigentlich schon gerne Probieren …

      • Hallo Lisa,

        das kommt immer ein bisschen darauf an, wie dir die Sachen gut schmecken. Fermentierte Tomaten schmecken mit nach etwa einer Wochen und Saure Gurken erst nach drei bis vier Wochen so richtig gut. Danach stelle ich die Fermente kalt, sodass sich die Prozesse verlangsamen und sie nicht super schnell zu sauer werden. :)

        Viele Grüße,
        Jacky
        >Gemüsegartencoach<

    10. Verena sagt

      Hallo Marie!!

      Danke für Deinen tollen Rezepte und für die Inspiration die Du mir immer wieder gibst!! Eine Frage, meinst Du klappt das auch gut mit grünen Tomaten?? Ich hab unglaublich viele davon 🙈!
      Liebe Grüße
      Verena

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