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8 Garten-Ideen für eine dicke Ernte

Kleiner Gemüsegarten Tipps Salatkopf

Gemüse anbauen auf wenigen Quadratmetern? Wenn man weiß, wie man die Fläche am besten nutzt, kann man auch in einem kleinen Gemüsegarten eine große Ernte einfahren. Das neue Gartenjahr hat begonnen und ich will, dass es verdammt nochmal das beste Gartenjahr wird, das du je hattest – egal, wie groß oder klein dein Garten ist.

Deswegen kommen hier acht Garten-Ideen, mit denen du das Beste aus deinem Gemüsegarten herausholen kannst:

8 Garten-Ideen für eine dicke Ernte: Wie du das Beste aus einem kleinen Gemüsegarten herausholst. #Garten #Wurzelwerk #Gartenideen

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Die richtigen Pflanzen

Die Auswahl der Pflanzen, die du anbaust, hat einen großen Einfluss darauf, wie viel du ernten wirst. Am besten fährst du mit Pflanzen, die…

  • … ertragreich (z.B. Lauch, Zucchini, Möhren, Gurken, Zwiebeln, Tomaten),
  • … robust (z.B. alte und resistente Sorten),
  • … schnellwachsend (z.B. Radieschen, Rüben, Salat, Mangold, Spinat)
  • …und einfach anzubauen sind (z.B. Kräuter, Salat, Mangold, Rote Bete, Knoblauch, Topinambur).

Wenn du mit deinem Garten vor allem Geld sparen möchtest, kannst du dich auch auf Obst und Gemüse konzentrieren, das im Laden besonders teuer ist, zum Beispiel Erdbeeren oder Artischocken.

Kompost

Kompost ist das Allheilmittel schlechthin. Alle Gemüsepflanzen lieben es, in einem humosen Boden zu wachsen. Kompost verbessert die Bodenstruktur, er speichert Wasser, dient den Bodenorganismen als Nahrung und liefert deinen Pflanzen wichtige Nährstoffe.

Mit gut ausgereiftem Kompost kannst du absolut nichts falsch machen – im Gegenteil. Wenn du eine gute Schicht Kompost auf deinen Beeten ausbringst, und eine dicke, fette Ernte mehr als wahrscheinlich. :)

Falls du nicht genug eigenen Kompost hast, würde ich sogar so weit gehen, welchen zu kaufen. Nicht den in den Plastiktüten im Baumarkt, sondern direkt beim Kompostwerk. Das ist nicht teuer: Wir zahlen 20€ für einen Kubikmeter richtig guten Bio-Kompost.

Aber Vorsicht:

Manche Stadt-Komposte, die aus Biomüll hergestellt werden, können Schadstoffe enthalten. Im Zweifel einfach nachzufragen. Die meisten Kompostwerke haben Tabellen mit Untersuchungsergebnissen zu den einzelnen Komposten und können einem da gut weiterhelfen.

Wenn du genug eigenen Kompost hast, ist das natürlich umso besser. Wie du richtig guten Kompost herstellst, kannst du hier nachlesen.

Kleiner Gemüsegarten Tipps Kompost anlegen

Enger pflanzen / Intensivkultur

Gerade wenn du deinen Boden mit Kompost fruchtbar machst, kannst du deine Beete oft dichter bepflanzen, als auf dem Saatguttütchen angegeben. Insbesondere Blattgemüse kann man dann viel enger setzen und engere Pflanzabstände bedeuten natürlich auch einen größeren Ertrag.

Ein Paradebeispiel dafür ist Jean-Martin Fortier. Er bewirtschaftet einen kleinen, aber unglaublich produktiven Market Garden und versorgt so mehrere hundert Menschen mit frischem Gemüse.

Ich habe letzten Herbst ein Interview mit Jean-Martin geführt, in dem er eure Fragen beantwortet hat. Wenn du mehr über ihn und seinen Market Garden wissen möchtest: Das Interview findest du hier.

Tetris spielen

Wenn du deine Pflanzen klug kombinierst, kannst du deine Beete noch enger bepflanzen. Kopfkohl braucht zum Beispiel viel Platz. Wenn man die kleinen Pflänzchen setzt, kann man sich manchmal gar nicht vorstellen, wie groß sie mit ihren Hüllblättern später werden. Gerade bei Kopfkohl sollte man sich deswegen an die weiten Pflanzabstände halten.

Eigentlich…

Es gibt aber einen Trick, wie du trotzdem mehr aus der Fläche herausholst: Du kannst die Pflanzabstände nämlich verringern, indem du Kopfkohl-Pflänzchen und höher wachsende Kohlarten wie Brokkoli oder Grünkohl in der Reihe abwechselst. Dann wächst der Kopfkohl am Boden und der Brokkoli oder Grünkohl eine Etage weiter oben, ohne dass sie sich gegenseitig den Platz wegnehmen.

Ein anderes Beispiel wären Erdbeeren und Knoblauch. Der Knoblauch wächst gerade nach oben und die Erdbeeren bedecken den Boden um ihn herum.

Bienen halten

Wenn du Lust hast, Bienen zu halten, ist das auch für deinen Garten super. Die Bienen bestäuben Beerensträucher, Tomaten und Co. und sorgen so für eine reiche Ernte. Und obendrein gibt’s leckeren Honig, besser geht’s gar nicht. :)

Falls du es dir nicht zutraust, eigene Bienen zu halten, oder erstmal schauen möchtest, ob das etwas für dich ist, findest du vielleicht auch einen Imker, der ein paar Völker in deinem Garten aufstellt.

Tipps kleiner Gemüsegarten Bienen halten Stadt

Stapeln

Mit dieser Permakultur-Methode kann man aus einer kleinen Fläche viel herauszuholen. Beim Stapeln lässt du beispielsweise eine Rankpflanze wie Wein oder Hopfen an der Südseite eines Obstbaumes hochklettern, pflanzt davor ein paar halbhohe Beerensträucher und davor immer niedriger wachsende Gemüsearten.

So bekommen die einzelnen Pflanzen genug Licht und du kannst alle Ebenen vom kleinen Spinatpflänzchen bis zur Krone des Kirschbaums optimal nutzen.

Mist!

Wenn du Tiere hältst und den Mist im Garten ausbringt, wird der Boden mit der Zeit immer fruchtbarer. Hühnermist zum Beispiel eignet sich hervorragend zum Düngen. Pferdemist enthält nicht so viele Nährstoffe wie anderer Mist, dafür ist das Nährstoffverhältnis aber sehr ausgeglichen. Aber egal, welche Tiere du hältst: Dein Garten wird in jedem Fall davon profitieren. :)

Selbst wenn du keine eigenen Tiere hast, kannst du auf Pferdehöfen, bei Hobbytierhaltern oder auf Bauernhöfen nachfragen, ob du kommen und dir Mist für deinen Garten holen kannst.

Eine Sache gilt es aber unbedingt zu beachten: Frischer Mist ist für die meisten Pflanzen viel zu „scharf“ und würde sie verbrennen. Deswegen muss man ihn kompostieren, bevor man ihn ausbringt.

Ein richtig guter Anbauplan

Vielleicht kennst du das:

Du erntest wochenlang Unmengen – BERGE – an Mangold, Radieschen oder irgendeinem anderen Gemüse. Und weil du so viel Arbeit in deinen Garten gesteckt hast, fühlst du dich natürlich dazu verpflichtet, das alles zu verbrauchen.

Irgendwann kommen einem diese Radieschen und der Mangold aber zu den Ohren heraus und man kann sie nicht mehr sehen.

Viel besser ist es, wenn man die Aussaat so plant, dass man kontinuierlich genau so viel erntet, wie man auch braucht. Hier kommt der Anbauplan ins Spiel:

Mit einem gut durchdachten Anbauplan stehen deine Beete nie leer und du kannst die Aussaat so staffeln, dass es nicht irgendwann zu einer großen Schwemme kommt und den Rest des Jahres mehr oder weniger Ebbe herrscht.

Hier findest du eine Anleitung, mit der du deinen Anbauplan erstellen kannst.

Selbstversorgergarten starten

Wenn du mehr Tipps rund um die Selbstversorgung aus dem eigenen Garten suchst, hol dir doch meinen kostenlosen Anfänger-Guide Selbstversorgung starten. Dort findest erfährst du nicht nur, wie viel Obst und Gemüse deine Familie überhaupt verbraucht, sondern auch, wie du möglichst viel davon selbst anbauen kannst.

Trag dich hier ein, dann bekommst du den Guide kostenlos per Email zugeschickt:

Hast du noch mehr Tipps für einen produktiven Gemüsegarten? Wie groß ist dein Garten und was machst du, um das Beste aus ihm rauszuholen?

Kategorie: Garten

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Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines dreijährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

1 Kommentare

  1. Christine sagt

    Hallo Marie,
    vielen Dank für deine hilfreiche Unterstützung bzgl. Gartenhilfe! Ich bin zwar nicht gaanz unerfahren, was das Gärtnern angeht, jedoch brauche ich manchmal doch noch Informationen.
    Da ich im warmen Süden Europas lebe und ich hier auch andere südliche Nutzpflanzen anbauen kann und eine viel längere Ernte bzgl. doppelte z. B. die Kartoffelernte erwarten kann, frage ich mal Dich, ob du weisst, was man gut zu Artischocken planen kann. Diese werden hier oft am Rande eines Beetes gesetzt und sie bleiben auch mehrere Jahre am selben Ort. Plane eine Mischkultur und natürlich Biologischer Anbau mit Kompost und Hühner haben wir auch, – so auch genügend Dünger. Vielen Dank für Deine hilfreichen Tips. Beste Grüsse Christine

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