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In 6 Schritten zum Gemüsegarten-Pflanzplan + Beispielplan

Pflanzplan Gemüsegarten erstellen

Einen ausgeklügelten Pflanzplan für den eigenen Gemüsegarten zu erstellen, kann am Anfang ganz schön kompliziert wirken, weil es einfach sooo viel zu beachten gibt!  Fruchtfolgen müssen durchdacht und die Gemüse mit den passenden Mischkultur-Partnern verkuppelt werden. Und eine gestaffelte Aussaat und Ernte wären auch noch ganz sinnvoll, um das ganze Jahr Gemüse aus dem eigenen Garten zu ernten. ;)

Mit diesem Artikel möchte ich dir durch den Planungs-Dschungel helfen und dir zeigen, was wirklich wichtig ist, wenn du deinen Pflanzplan erstellst. Wenn du deinen Pflanzplan Schritt-für-Schritt angehst, dann ist das alles nämlich gar nicht mehr so kompliziert, wie es auf den ersten Blick vielleicht aussieht.

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Jetzt, wo es langsam Winter wird, ist die perfekte Zeit, um ein bisschen zu träumen und für das nächste Jahr zu planen. Ich mache das super gerne und kuschle mich dafür mit meinem Gartentagebuch auf mein Sofa, nehme mir Zeit, um mir zu überlegen, wie der Garten nächstes Jahr aussehen soll und was ich alles ändern oder ausprobieren möchte.

Also mach mit und plane dein nächstes Gartenjahr mit mir! :)

Pssst: Falls du lieber Videos schaust als Texte liest, ist hier die YouTube-Variante dieses Artikels:

Schritt 1: Welches Gemüse möchtest du anbauen?

Der erste Schritt ist, wie ich finde, auch gleich der schönste! Du darfst jetzt nämlich eine lange Liste erstellen mit allen Gemüsen, die du gerne anbauen möchtest.

Dafür überlegst du dir am besten, welche Gemüse dir und deiner Familie besonders gut schmecken. Ich finde nämlich, es ist das Allerwichtigste, dass man vor allem die Sachen anbaut, die ratzefatz aufgegessen sind.

Dann kannst du natürlich auch bedenken, welche Gemüse im Supermarkt oder im Bioladen besonders teuer sind, denn da lohnt es sich natürlich richtig, wenn man die selber im Garten anbaut!

Es gibt auch so viele alte, abgefahrene Gemüsesorte, die man gar nicht mehr kennt! Hast du schon mal von der Haferwurzel gehört oder sie gegessen? Es macht so viel Spaß, in den Saatgut-Katalogen zu stöbern und vergessene Sorten zu entdecken! Ich würde dann immer am liebsten ALLES ausprobieren. ;)

Wenn du gerade erst mit dem Gärtnern anfängst, ist es ganz klug, vor allem die „Quasi-Selbstläufer“ unter den Gemüsen anzubauen, die Fehler großzügig verzeihen und so gut wie immer gelingen. Dafür einmal bitte hier entlang:

Gemüsegarten für Anfänger: 9 Gemüse, die jeder hinkriegt

Schritt 2: Die Gemüse-Kuppelbude: Mischkultur-Pflanzplan erstellen

Als nächstes begeben wir uns in die Gemüse-Kuppelbude, denn jetzt wollen wir die passenden Mischkultur-Partner für alle die Gemüse herausfinden, die du eben aufgeschrieben hast. Ich bin ein riesiger Fan von Mischkultur, weil sie richtig viele positive Effekte auf deine Pflanzen hat!

Falls du noch nicht weißt, was sich hinter dem Begriff „Mischkultur „verbirgt, möchte ich es kurz erklären: Mischkultur bedeutet, dass du statt einer Fläche, die du nur mit einem Gemüse bepflanzt, unterschiedliche Gemüse nebeneinander pflanzt, die sich auf verschiedene Art und Weise unterstützen können.

Auf der einen Seite kann das ganz physikalisch sein, nämlich wenn ein Gemüse einfach nur eine Rankhilfe für anderes Gemüse ist. Man kann beispielsweise sehr gut Mais anbauen und dann Stangenbohnen daran hochwachsen lassen, die dann sozusagen den Mais als Stange nutzen.

Es gibt aber auch so abgefahrene Mischkulturen wie die Möhre und die Zwiebel, die sich gegenseitig Schädlinge vom Leib halten. Das ist natürlich super cool und praktisch für uns Gärtner! Manche Gemüse nutzen wiederum einfach den Platz sehr gut untereinander aus.  

Wie du siehst, gibt es da ganz unterschiedliche Gründe, wieso es sinnvoll sein kann, bestimmte Gemüse nebeneinander anzubauen.

Also kombiniere jetzt am besten die Gemüse, die du anbauen möchtest, sodass du weißt, wer mit wem auf welchem Beet wachsen will.

Hier geht’s zu meiner Liste der besten Mischkultur-Pflanzgemeinschaften:

28 Gemüse und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

Schritt 3: Fruchtfolge erstellen

Wenn deine Gemüse alle ihre Traumpartner gefunden haben, kommt Schritt Nummer drei: die Erstellung der Fruchtfolge.

Die Fruchtfolge ist super wichtig! Es gibt einige hartnäckige Schädlinge und Krankheiten, die auf den Beeten überwintern. Wenn du jedes Jahr das gleiche Gemüse auf ein- und demselben Beet anbaust, tischst du den Krankheiten und Schädlinge genau das auf, was sie haben wollen.

Weil viele Schädlinge und Krankheiten genau auf eine Pflanze oder auf eine Pflanzenfamilie spezialisiert sind, ist es so sinnvoll, die einzelnen Pflanzenfamilien erst nach einigen Jahren wieder auf demselben Beet anzubauen.

Wenn diese Fruchtfolge nicht beachtet wird, verbreiten sich Krankheiten und Schädlinge umso schneller in deinem Garten. Deswegen hungerst du die Krankheiten und die Schädlinge am besten aus und tischst denen eben nicht auf, was sie haben wollen. ;)

Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Nährstoffversorgung deiner Gemüsepflanzen. Manche Gemüse wollen mehr Dünger oder mehr Nährstoffe als andere, deswegen ist es absolut sinnvoll, wenn man auf einem frisch gedüngten Beet erst die Starkzehrer anbaut, dann im nächsten Jahr die Mittelzehrer und danach erst die Schwachzehrer, die sich mit den Resten begnügen.

Für eine Übersicht, welche Gemüse zu den Starkzehrern, Mittelzehrern und Schwachzehrern gehören, bitte einmal hier entlang:

Fruchtfolge planen im Gemüsegarten: Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer

Pflanzplan Gemüsegarten Starkzehrer

Wenn man bei der Anbauplanung wirklich alles beachten möchte, dann kann das am Anfang durchaus mal zu rauchenden Köpfen führen. Ich muss auch jedes Mal hin und her puzzeln, grübeln und knobeln. ;)

Wenn du keine Zeit oder Lust hast dir deinen eigenen Anbauplan zu erstellen oder einfach ein bisschen Inspiration brauchst, wie so ein Anbauplan aussehen kann, dann trage dich sehr gerne für den Anbauplan ein, den ich für genau diesen Fall erstellt habe:

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    Schritt 4: Gestaffelte Aussaat und Ernte

    Kommen wir zu Schritt Nummer vier, der gestaffelten Aussaat und Ernte. Bei Gemüsegarten-Anfängern sehe ich ganz oft, dass sie nur einmal im Frühling alle Gemüse aussäen und danach gar nicht mehr.

    Wenn du aber am laufenden Band Gemüse ernten möchtest, musst du auch regelmäßig aussäen. Ich säe meine Möhren beispielsweise alle vier Wochen neu aus, sodass wir das ganze Jahr über frische Möhren aus dem Garten essen können – bis in den Winter hinein!

    Genauso mache ich das mit Salat und mit einigen anderen Gemüsen. Dafür lege ich unterschiedliche Aussaatzeitpunkte fest und wirke so einer großen Ernteschwemme, in der wir alles auf einmal und viel zu viel haben, entgegen. Ansonsten kann dir so manches Gemüse schon mal aus den Ohren rauskommen – und ein paar Wochen später musst du es wieder im Supermarkt einkaufen. ;)

    Kleiner Tipp: Schau dir am besten mal deine Saatgut Tütchen an, da steht nämlich oft mit dabei, wie lange es braucht, bis das Gemüse erntereif ist.

    Daran kannst du dich dann auch orientieren, wenn du planst, welche Sätze du wann in welchem Beet aussäen möchtest, damit du wirklich das ganze Jahr über aus deinem Garten ernten kannst!

    Schritt 5: Lückenbüßer finden

    Wenn du deinen Anbauplan soweit erstellt hast und siehst, dass ein Beet beispielsweise bis Juni leer steht, kannst du da natürlich ein schnell wachsendes Gemüse vorschieben. Am Ende sollten alle Lücken gefüllt sein, sodass deine Beete dann wirklich das ganze Jahr über optimal genutzt sind.

    Und wenn du das alles beachtet hast, dann hast du wirklich einen sehr, sehr guten Anbauplan erstellt! Der wird dich durch die ganze Gartensaison führen! Du wirst das ganze Jahr über aus deinem Garten ernten können und zwar genau die Gemüse, die du auch wirklich gerne isst. :)

    Schritt 6: Aussaattermine im Kalender festhalten

    Jetzt gibt es nur noch einen letzten Schritt, den ich dir sehr ans Herz lege! Ich empfehle das wirklich jedem, weil es mir selbst so unglaublich arg weiterhilft.

    Und zwar trägst du dir nun die Aussaattermine, die du festgelegt hast, also zum Vorziehen, zum Säen und zum Pflanzen, in deinen Kalender ein. Dadurch kannst du die jeweiligen Termine gar nicht mehr verpassen und hältst deinen Pflanzplan auch wirklich ein.

    Denn der beste Anbauplan bringt natürlich überhaupt nichts, wenn du dich später nicht mehr daran hältst. ;)

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      Hast du noch mehr Tricks auf Lager, um einen richtig guten Pflanzplan zu erstellen? Dann ab damit in die Kommentare, so können wir alle voneinander lernen! :)
      Kategorie: Garten

      von

      Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

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