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Eisheilige 2020: Wann sie sind und was es danach im Garten zu tun gibt

Eisheilige 2020

Der Monat Mai ist wohl mit einer der aufregendsten Gartenmonate. Endlich darf jegliches vorgezogene Gemüse nach draußen in die Beete und auch frostempfindliche Kulturen können ausgesät werden. Vorher schauen aber noch die Eisheiligen vorbei, die letzten frostigen Nächte. Sind diese überstanden kann es im Garten richtig losgehen! 

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Was sind die Eisheiligen? 

Jeder Hobbygärtner kennt die Regel: Vor den Eisheiligen dürfen keine frostempfindlichen Pflanzen nach draußen. Denn obwohl wir im April und Mai schon meistens richtig warme Temperaturen haben, die ordentlich Frühlingsfeelings verbreiten, kommt Mitte Mai meistens noch einmal über mehrere Tage ein Kälteeinbruch, die sogenannten Eisheiligen. 

Dieser Kälteeinbruch kommt durch eiskalte Luft aus den Polargebieten zustande, die bei sternenklaren Nächten sogar zu Bodenfrost führen kann. Also ein echter Todesstoß für empfindliche Gemüse, weshalb die auf jeden Fall noch drinnen bleiben müssen, bis die Eisheiligen vorüber sind. 

Der Name kommt übrigens dadurch zustande, dass an den kalten Tagen im Mai, die über einen langen Zeitraum immer wieder beobachtet wurden, gleichzeitig mehreren Heiligen gedacht wurde. So wurde das Wetterphänomen mit den Heiligen verbunden und es entstanden die “Eisheiligen“. Diese waren alle übrigens Bischöfe und Märtyrer im 4. Und 5. Jahrhundert.

Wann sind 2020 die Eisheiligen?

Die Eisheiligen besuchen uns 2020 vom 11. Mai bis 15. Mai. Diese Daten bleiben jedes Jahr gleich, es gibt jedoch regional ein paar Unterschiede. Im Norden, wo die kalte Polarluft zuerst Halt macht, beginnen die Eisheiligen zum Beispiel schon am 11. Mai. In Süddeutschland beginnt die kalte Periode erst am 12.

An jedem Tag wird dann ein anderer Heiliger gefeiert, den Abschluss macht Sophia, die kennen wir alle als kalte Sophie. 

11. Mai: Mamertus

12. Mai: Pankratius

13. Mai: Servatius

14. Mai: Bonifatius

15. Mai: Sophia

Übrigens: Die Bauernregel zu den Eisheiligen entstand bereits zu der Zeit, in der noch der julianische Kalender galt. Als dieser dann von dem Gregorianischen Kalender abgelöst wurde haben sich die Daten etwas verschoben. Eigentlich finden die Eisheiligen nämlich erst eine Woche später statt, also ab ungefähr dem 20 Mai. 

Eisheilige 2020

Was kann nach den Eisheiligen gepflanzt werden? 

Der 15. Mai ist Stichtag. Dann sind die Eisheiligen vorbei und nach den Bauernregeln sollte das Wetter nun einigermaßen stabil bleiben. Für alle Gartenliebhaber heißt es dann ran ans Pflanzen! 

Jetzt dürfen auch die empfindlichen Kulturen wie Tomaten, Paprika, Aubergine, Kürbis, Zucchini oder Gurke in den Garten umsiedeln. Genauso wie nicht winterharte Kräuter und Sommerblumen. 

Wenn du dich fragst, welche Gemüse du im Mai vor und nach den Eisheiligen säen und pflanzen kannst, schau dir gerne mein YouTube-Video an:

Nicht vergessen: Die Eisheiligen sollten eher als grobe Orientierung dienen als eine in Stein gemeißelte Regel. Die letzten Jahre waren beispielsweise sehr mild, und der April war unglaublich warm. Es kann aber auch mal vorkommen, dass Ende Mai noch Nachtfröste vorbeischauen. Wenn du den Wetterbericht sorgfältig im Auge behältst, kannst du je nach Wetterlage aber auch deiner rebellischen Ader nachgehen und Tomaten und Co. schon vorher auspflanzen. ;)

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    Wie handhabt ihr das mit den Eisheiligen? Ich freue mich, von euch zu hören! :)

    Kategorie: Garten

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    5 Kommentare

    1. Dani sagt

      Hallo Marie,
      sag, ich habe ein kleines Gewächshaus (2,5×2,0). Ich habe auf einer Seite 4 Gurken geplant und habe Chili Paprika und Tomaten vorgezogen. Was davon rätst du mir auf die andere Seite zu setzen?

      LG Dani

    2. Nadine sagt

      Hallo,
      Wir haben schon seit zwei Wochen unsere Pflänzchen ausgepflanzt. Wir behalten das Wetter im Blick und sollte die Gefahr des Nachtfrostes drohen, decken wir unsere Beete nachts ab.
      Viele liebe Grüße,
      Nadine

    3. tani sagt

      Hallo Marie,
      Ich freue mich über Pinterest deine Homepage entdeckt zu haben,
      Weil ich auch viel Freude am Gemüsegarten, kochen,backen, verwerten (von allem was die Natur so her gibt) und selber machen habe.
      Zwar mehr als Hobby als für die komplette Selbstversorgung.
      Deine Tipps sind toll und vieles sehe ich ähnlich 😉

      Die Eisheiligen werden dieses Mal von mir leicht ignoriert- habe vieles schon nach draußen gesetzt, was dann je nach Wetter nachts mit Pappe oder noppenfolie abgedeckt wird.
      Da ich nur 3 Beete habe ist der Aufwand noch okay und ich bin fürchterlich ungeduldig

      Sonnige Grüße aus dem Norden

    4. Cassandra sagt

      Ich habe letztes Jahr (mein 1. Gemüsejahr) nicht warten können und habe schon alles vor den Eisheiligen gesät. So wurden meine Zucchinipflanzen, auf die ich mich so freute, vom Frost dahingerafft. Dieses Jahr bin ich ebenfalls super ungeduldig, aber zügel mich dennoch und warte diesmal brav ab. :)

      Sag, liebe Marie, ich habe im Herbst Knoblauch zwischen meine Erdbeeren gesteckt und die Pflanzen sind inzwischen riesig! Woran erkenne ich denn, wann der Knoblauch reif für die Ernte ist?

    5. Birgit sagt

      Hallo Marie, ich bin von Deinem Blog restlos begeistert und habe schon viel von Dir gelernt! Vielen Dank!!! Besonders auch für die “Pappbeetidee”! 😉 – Jetzt habe ich allerdings ein Problem: Trauerfliegen in meinen Anzuchttöpfchen. 😣 Leider habe ich zu spät kapiert, um was es sich handelt und warum meine Salat- und Paprikapflänzchen eingegangen sind. Hast Du Erfahrung mit der Bekämpfung?

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