Hühner halten
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Es lebe das Haushuhn! Hühner halten im Garten

Haushuhn

Das Haushuhn ist ein großartiges Tier für die Selbstversorgung! Es versorgt dich mit leckeren Eiern und mit Fleisch, das viel besser schmeckt als aus dem Supermarkt!

Haushühner helfen auch toll bei der Gartenarbeit mit! Sie fressen nämlich gerne Schnecken und Unkräuter. Und ganz nebenbei produzieren sie einen super Dünger für deine Gemüsepflanzen.

Ich könnte meinen Hühnern stundenlang zuschauen, weil sie einfach so urkomisch sind. Zu beobachten, wie unsere Haushühner im Rennschritt einem Insekt hinterherjagen, ist besser als Fernsehen!

Wenn du auch überlegst, dir Haushühner anzuschaffen, kommt hier mein 1×1 des Haushuhns für dich!

Die Geschichte des Haushuhns

Wusstest du, dass die Haushühner von den Dinosauriern abstammen? Vom Tyrannosaurus Rex bis zu unserem heutigen Haushuhn war es allerdings ein langer Weg. (;

Zunächst haben sich die sogenannten Kammhühner entwickelt, dabei gilt das Bankiva Huhn als Hauptausgangsform aus dieser Gattung. Es stammt ursprünglich aus Asien und lebt dort zum Teil heute noch.

Wenn du deinen Haushühnern ein artgerechtes Leben bieten möchtest, ist es immer klug, erstmal zu schauen, wie der natürliche Lebensraum ihrer Vorfahren aussieht. Am liebsten wohnen die Wildhühner im Unterholz und an Waldrändern, denn dort finden sie tagsüber Deckung und die Möglichkeit sich auf die Äste von Bäumen zu setzen.

Auch die domestizierten Haushühner sind happy, wenn sie geschützt vor Raubvögeln durchs Unterholz streifen und es sich auf kleinen Bäumen und Sträuchern bequem machen können.

Logischerweise fand auch die Domestikation des Wildhuhns in Asien statt, gegen 800 v. Chr. gelangten die ersten Hühner nach Europa.

Zu Beginn wurden die Hühner in Europa sehr extensiv gehalten. Sie liefen frei herum, schliefen, wo sie wollten, und konnten sich in ihrem natürlichen Verhalten frei ausleben.

Weil sich früher viele Bauernhöfe in Alleinlage befanden, wurde zwischen den Haushühnern kaum genetisches Material ausgetauscht. So konnten sich viele verschiedene Landrassen ausbilden. Erst im 18. und 19. Jahrhundert begann man mit der intensiveren Haltung von Hühnern in Ställen und der gezielten Zucht auf Legeleistung und Fleischansatz.

Heutzutage leben die meisten Hühner nicht mehr frei, sondern in industriellen Ställen, eingepfercht mit tausenden Artgenossen. Die Eier sollen alle einheitlich aussehen und das Huhn soll so viele Eier wie möglich legen. Aus diesen Gründen wurden die heutigen Hybrid-Rassen gezüchtet. Die Hybrid-Turbohennen können bis zu 300 Eier pro Jahr legen.

Bist du bereit für deine ersten Hühner?

Bevor deine neuen Lieblinge einziehen, wollen wir sicher gehen, dass du auch wirklich an alles gedacht hast. Deswegen habe ich eine Checkliste erstellt, die vom Stall über den Auflauf, das Zubehör und die “Urlaubsvertretung” alles abklappert, sodass du genau weißt, dass du bereit bist für deine neuen Hühner.

Trag dich gerne hier ein, um dir die Checkliste herunterzuladen:

Alles parat, bevor deine Lieblinge einziehen? Hier ist deine Hühner halten-Checkliste!

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    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Wie viele Hühner soll ich halten?

    Hühner sind gesellige Tiere und leben sehr gerne in einer kleinen Herde, deswegen solltest du niemals ein Huhn alleine halten. Am besten schaffst du dir also mindestens zwei bis drei Hühner an.

    Wenn du dich mit Eiern selber versorgen willst, dann kannst du auf eine Person im Haushalt ein bis zwei Hühner einplanen. So bist du ausreichend mit Eiern versorgt!

    Tolle Haushuhn-Rassen

    Die Turbo-Hybriden wurden darauf gezüchtet, so viele Eier wie möglich zu legen. Während Haushühner locker acht Jahre alte werden können, stirbt das moderne Hybrid-Huhn früher, weil es durch den ständigen Stress, Eier zu legen, geschwächt ist.

    Wir halten deswegen alte, robuste, teilweise vom Aussterben bedrohte Rassen. Momentan halten wir Vorwerkhühner, Marans, Australorps und Schwedische Blumenhühner.

    Vorwerkhühner

    Diese Hühnerrasse ist nicht etwa nach dem Staubsauger, sondern ihrem Züchter Oskar Vorwerk benannt. Das Vorwerkhuhn giilt als sehr wirtschaftliches Zweinutzungshuhn.

    Vorwerkhühner sind ziemlich wetterhart und robust. Wenn sie Freigang haben, suchen sie gerne selber nach Futter, wodurch die Fütterung bei einem großen Auslauf eher gering ausfällt. Sie sind gutmütig, lebhaft und kaum scheu. Deswegen sind Vorwerkhühner super für Anfänger geeignet, da sie geringe Ansprüche an ihre Halter stellen und sich schnell eingewöhnen.

    Das rechte Huhn auf dem Bild ist ein Vorwerkhuhn:

    Haushuhn

    Marans

    Marans sind sehr große Zweinutzungshühner, die wunderschöne rotbraune bis schokobraune Eier legen. Sie gelten als freundliche Hühner, die kaum aggressiv werden, aber auch selten handzahm. Die Eierschale ist eher fest und feinporig, sodass sich die Eier sehr gut lagern lassen.

    Haushuhn

    Am Anfang der Legeperiode sind die Eier sehr dunkel und werden nach und nach heller. In der nächsten Legeperiode ist die Eischalenfarbe aber wieder dunkel.

    Australorps

    Diese Hühnerrasse wurde erst um 1920 in Australien gezüchtet und seit 1950 auch in Deutschland anzutreffen. Sie gelten als sehr sanftmütige und ruhige Tiere. Außerdem sind die ziemlich robust. Dabei sind sie ein wunderbares Zweinutzungshuhn mit hoher Legeleistung und guter Fleischqualität.

    Wir halten die Zwergvariante der Australorps, deswegen ist dieses Exemplar so klein.

    Haushuhn

    Schwedische Blumenhühner

    Dieses Haushuhn stammt aus Südschweden und wurde um 1800 das erste Mal erwähnt. Sie sind sehr robust und haben ein wunderschönes buntes Gefieder, das in vielen verschiedenen Farben erstrahlt. Sie gelten als ruhig und zutraulich, können aber schon mal über den ein oder anderen Zaun drüber fliegen. (;

    Rettet das Huhn

    Vielleicht kennst du ja die Initiative „Rettet das Huhn“, die ausgediente Legehennen aus der Massenproduktion an Privatleute vermittelt.

    Die Hybridhennen werden nämlich normalerweise nach ungefähr 16 Monaten geschlachtet, weil es wirtschaftlicher ist, sie durch jüngere Hühner zu ersetzen. Dabei legen Hybriden in dem Alter noch richtig, richtig gut. Also: Schenk doch ein paar dieser armen Kreaturen ein neues Zuhause! :)

    Hier geht’s zu „Rettet das Huhn“!

    Und hier ist eine tolle Doku über die Initiative:

    Brauche ich einen Hahn, wenn ich Hühner halten will?

    Hennen legen auch ohne Hahn Eier! Nur wenn du selber Hühner züchten möchtest, kommst du nicht drum herum, dir auch einen Hahn zuzulegen. Du solltest für einen Hahn etwa zehn Hennen einplanen. Wenn es weniger Hennen sind, dann werden sie von dem Hahn zu sehr malträtiert. (;

    Allerdings kann ein Hahn auch sehr nützlich sein, um deine Hühnerfamilie beisammenzuhalten und sie vor Eindringlingen zu warnen. Es gibt auch ganz charmante Hähne, die, wenn sie einen Wurm gefangen haben, ihre Hennen herbeirufen und ihnen das Geschenk vor die Füße legen.

    Wie groß sollte der Hühnerstall sein? 

    Es kommt natürlich darauf an, wie viele Hühner du halten möchtest und wie groß diese Hühner sind. Es sollten aber nicht mehr als zwei bis drei Hennen pro Quadratmeter sein. Große Hühner brauchen etwas mehr Platz als kleine Hühner, logisch, oder?

    Damit sich die Hühner natürlich verhalten können, solltest du ihnen einen Auslauf zur Verfügung stellen. Dann können die Hühner selber auf Futtersuche gehen, scharren und im Sand baden!

    Umso größer dein Auslauf ist, desto kleiner kann dein Stall sein. Die meisten Hühner befinden sich nämlich vorwiegend nur nachts im Stall, sie setzen sich auf ihre Stange und schlafen.

    Was fressen Haushühner?

    Deine Haushühner fressen sehr gerne Küchenabfälle, solange sie nicht zu salzig, fettig oder süß sind. Wenn deine Hühner regelmäßig im Garten oder auf einer frischen Wiese unterwegs sind, kann das Gras bis zu 20 % der Hühnerernährung ausmachen.

    Zusätzlich solltest du Körnerfutter zu füttern. Wir verwenden dafür Bio-Futter, das komplett in Deutschland angebaut wurde. Es ist sinnvoll bei Hühnerfutter auf Regionalität zu setzen. Konventionelles Hühnerfutter enthält nämlich oft Mais und Soja. Dabei wird häufig Gensoja und Genmais aus Südamerika verwendet, wofür nicht selten Regenwaldflächen zerstört werden.

    Das finde ich ziemlich unnötig und achte deshalb sehr auf die Regionalität unseres Hühnerfutters!

    Haushühner vor Raubtieren schützen

    Ein Stall für deine Haushühner kann eine Dauereinrichtung oder ein Mobilstall sein. Bei jedem Stall ist es sehr wichtig, dass er fuchs-, ratten- und mardersicher ist. Aus diesem Grund sollte der Stall wirklich jede Nacht fest verschlossen werden!

    Als Faustregel für den Stallbau kannst du dir übrigens merken: wo ein Ei durchpasst, passt auch ein Marder durch!

    Wenn bei dir in der Gegend viele Raubvögel leben, dann spanne am besten ein Netzt über die Gehege. Wir haben zum Glück keine Probleme mit Raubvögeln und lassen das Netz daher weg.

    Aber wir stellen die Hühner immer unter Bäume oder bieten ihnen ein Gebüsch als Versteck an, denn Hühner mögen freie Flächen ohne Unterschlupf gar nicht gerne und halten sich dann meistens nur um den Stall herum auf.

    Im Fachhandel gibt es die erwähnten Elektrozäune für Geflügel, die ziemlich ausbruch- und einbruchsicher sind. (; Sie helfen sehr gut, nicht fliegende Raubtiere abzuhalten!

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    Kategorie: Hühner halten

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines fünfjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

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