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Brokkoli pflanzen, anbauen und ernten – die komplette Anleitung!

Wir können uns darauf einigen, dass Brokkoli eine der leckersten Kohlpflanzen ist, oder? Brokkoli pflanzen kann jedoch erstmal etwas Respekt einflößen, denn er ist nicht der unkomplizierteste Zeitgenosse. Aber wenn der Brokkoli einmal verstanden hat, dass er es bei dir gut hat, legt er los wie verrückt.

In diesem Artikel erfährst du, wann du Brokkoli pflanzen solltest, wie du ihn vorziehst, worauf es beim Standort ankommt und wie du knackige Köpfe erntest, bevor sie in die Blüte schießen.

Inhaltsverzeichnis
Warum sich Brokkoli pflanzen lohnt
Brokkoli pflanzen: Schritt für Schritt
Wie viele Brokkoli Pflanzen brauchst du?
Brokkoli pflanzen: die Qual der (Sorten-)Wahl
Wann kannst du Brokkoli ernten?
Häufige Fehler beim Brokkoli pflanzen
Fazit: Brokkoli pflanzen lohnt sich!

Warum sich Brokkoli pflanzen lohnt

Brokkoli ist ein echtes Lieblingsgemüse im Garten. Er schmeckt nicht nur fantastisch, sondern bringt auch Abwechslung ins Beet und macht einfach Freude beim Wachsen. Anders als so manches andere Sensibelchen im Gemüsegarten ist Brokkoli zwar etwas anspruchsvoll, aber nicht suuuuper kompliziert. Wenn die Bedingungen stimmen, bedankt er sich mit einer richtig schönen Ernte. Du kannst sogar eine Pflanze mehrmals beernten, wenn du die Hauptrosette nach der Ernte stehen lässt, denn so bildet er neue, kleinere Röschen. Dafür lohnt sich doch die Mühle :).
Aber bis du deinen Brokkoli ernten kannst, dauert es noch eine Weile, also fangen wir von vorne an :).

Brokkoli pflanzen: Schritt für Schritt

1. Den richtigen Zeitpunkt wählen
Brokkoli ziehst du am besten vor. Die Aussaat erfolgt etwa fünf bis sieben Wochen bevor die Jungpflanzen ins Beet ziehen. Ausgepflanzt werden deine Zöglinge dann nach den Eisheiligen, ab Mitte Mai, wenn keine starken Nachtfröste mehr anstehen.

2. Brokkoli aussäen
Die Samen kommen in kleine Töpfe oder Anzuchtplatten mit lockerer, feiner Erde. Pro Topf reicht erst einmal ein Samenkorn. Die Erde drückst du an und gießt sie vorsichtig, damit nichts weggeschwemmt wird. Dazu eignet sich übrigens eine Ballbrause perfekt. Durch den feinen Strahl wird deine frische Aussaat nicht unnötig aufgewirbelt.

3. Gleichmäßig feucht halten
Damit die Samen zuverlässig keimen, sollte die Erde nie komplett austrocknen. Sie darf feucht sein, aber nicht patschnass. Staunässe mögen die kleinen Brokkolipflanzen nämlich gar nicht.

4. Jungpflanzen wachsen lassen
Sobald die Keimlinge da sind, brauchen sie viel Licht, damit sie kräftig wachsen und nicht vergeilen. Leider reicht dazu das Licht auf der Fensterbank in der Regel nicht aus und es ist sehr sehr sinnvoll in eine Pflanzenlampe zu investieren, die deine Pflänzchen optimal beleuchtet und für ein stabiles Wachstum sorft. Bis zur Pflanzung dürfen die Jungpflanzen in ihren Töpfen weiterwachsen, bis sie stabil und gut entwickelt sind.

Falls du dir nicht selbst den Kopf zerbrechen willst, wann du zum Beispiel mit der Brokkoli Aussaat beginnst, und gerne einen übersichtlichen Spickzettel mit in den Garten nimmst, dann kannst du dich hier für den super praktischen Aussaatkalender eintragen:

5. Das Beet vorbereiten
Vor dem Pflanzen wird der Boden gründlich gelockert – am besten mit einer Grabegabel, ohne ihn zu wenden. Brokkoli liebt einen humusreichen, tiefgründigen Boden. Eine Portion Hornspäne oder Schafwollpellets im Pflanzloch sorgt für einen guten Start.

6. Brokkoli pflanzen
Die Jungpflanzen benötigen einen Abstand von 50 x 50 cm ins Beet. Dieser Abstand ist wichtig, damit die Pflanzen genug Platz haben und schöne, kräftige Köpfe bilden können. Anfangs wirken die Pflänzchen noch so klein und zart, aber warte nur ab, nach einer Weile legen sie schneller zu als du schauen kannst ;).

7. Gut angießen und schützen
Nach dem Pflanzen werden die Brokkolipflanzen ordentlich angegossen. Es lohnt sich sehr, direkt ein Kulturschutznetz über das Beet zu spannen, denn junger Brokkoli ist ein Festmahl für Kohlfliege und co.

8. Den Boden mulchen
Sobald die Pflanzen etwa 10 cm hoch sind, bekommen sie eine erste Mulchschicht. Das hält die Feuchtigkeit im Boden und unterstützt den Brokkoli beim Wachsen. Wenn du wissen möchtest, wie du deine Beete unkompliziert anlegst und warum mulchen ein echter Gamechanger ist, dann könnte dieser Artikel für dich interessant sein.

Brokkoli pflanzen: Jungpflanze im Beet

Wie viele Brokkoli Pflanzen brauchst du?

Als grobe Faustregel reichen fünf bis sieben Pflanzen pro Person. Das klingt erst einmal viel, aber Brokkoli ist meist schneller aufgegessen, als dir lieb ist.

Wenn im Garten genug Platz vorhanden ist, lohnt sich ein satzweiser Anbau. So kannst du über mehrere Wochen hinweg immer wieder frischen Brokkoli ernten.

Falls du am Brokkoli Anbau Feuer gefangen hast, zeigt dir Marie in diesem Video, wie du einen ganzen Jahresvorrat an Brokkoli anbauen kannst:

Brokkoli pflanzen: die Qual der (Sorten-)Wahl

Wenn du Brokkoli pflanzen willst, kannst du dir das Leben direkt ein bisschen leichter machen und auf Sorten setzen, die im Gemüsegarten richtig was hermachen und natürlich super lecker sind. Besonders spannend sind die Sorten „Calinaro“ und Ramoso Calabrese“.

Die Sorte „Calinaro“ ist toll, wenn du auf schöne, kompakte Brokkoliköpfe aus bist. Außerdem kannst du eine Pflanze immer wieder beernten, wenn du die Hauptrosette im Beet stehen lässt, da sie weiterhin zahlreiche kleine Röschen ausbildet.

Der Brokkoli „Ramoso Calabrese“ gehört zu den Klassikern unter den Brokkoli-Sorten. Er schmeckt intensiv und leicht nussig…perfekt für jeden Gemüseteller. Wenn du gern auf bewährte Sorten setzt, die einfach in jeden bunten Gemüsegarten passen, bist du also hier goldrichtig.

Wann kannst du Brokkoli ernten?

Deinen Brokkoli kannst du ernten, sobald der Kopf schön ausgebildet ist und die kleinen Blütenknospen noch fest geschlossen sind. Genau dann ist der perfekte Moment gekommen.

Wartest du zu lange, fängt der Brokkoli an zu schießen. Der Kopf wird dann lockerer und die ersten Blüten öffnen sich. Das ist aber kein Drama – auch geschossener Brokkoli landet noch längst nicht auf dem Kompost. Du kannst ihn weiterhin essen und zum Beispiel wunderbar im Salat verwenden.

Am wichtigsten ist eigentlich, dass du deine Pflanzen regelmäßig im Blick behältst. Gerade wenn es warm wird, kann sich der Brokkoli ganz schön beeilen. Eben noch geschniegelt und geschniegelt im Beet, und einen Wimpernschlag später will er plötzlich blühen.

Brokkoli pflanzen: Kohlweißling

Häufige Fehler beim Brokkoli pflanzen

Damit dein Brokkoli nicht beleidigt im Beet sitzt und nur Mini-Köpfchen produziert, gibt es ein paar typische Fehler, die du besser vermeidest:

Zu spät pflanzen

Wenn du deinen Brokkoli zu spät anbaust, gerät er schnell in Hitze- oder Trockenstress. Und beides findet er ungefähr so sympathisch wie Schnecken im Salatbeet.

Zu wenig Nährstoffe

Brokkoli ist kein Kostverächter. In mageren Böden fehlt ihm schlicht die Kraft, um große, kräftige Köpfe zu bilden. Denke also auch an regelmäßige Düngergaben, damit deine Pflanzen groß und stark werden!

Trockenheit

Wenn der Boden immer wieder austrocknet, bedeutet das Stress für die Pflanze. Regelmäßiges Gießen ist deshalb wichtig, damit dein Brokkoli gleichmäßig wachsen kann. Und natürlich das mulchen nicht vergessen!

Kein Schutznetz

Ohne Schutznetz wird Brokkoli schnell zum Lieblingsimbiss für Kohlfliege und andere Kohl-Schurken. Ein Netz spart dir hier oft eine Menge Ärger.

Zu enge Fruchtfolge

Wenn Kohlpflanzen zu oft auf demselben Beet landen, haben Krankheiten und Schädlinge leichtes Spiel. Halte deshalb lieber großzügige Anbaupausen ein. Dein Brokkoli wird es dir danken.

Fazit: Brokkoli pflanzen lohnt sich!

Brokkoli ist vielleicht kein Gemüse für nebenbei, aber genau das macht ihn irgendwie auch so spannend. Wenn du ihm einen guten Start schenkst, den Boden ordentlich vorbereitest und ihn vor den üblichen Kohl-Schlawinern schützt, steht einer richtig schönen Ernte nichts im Weg.

Also trau dich ruhig an den Brokkoli ran. Mit ein bisschen Planung, genug Futter und einem wachsamen Blick wird aus der kleinen Kohl-Diva ziemlich schnell ein echtes Lieblingsgemüse im Garten.

Du hast noch nicht genug? Dann schau dich gerne im Blog um! Dort findest du viele spannende Beiträge, wie:

Fruchtfolge – dein Guide zum perfekten Gartenplan!

9 Gemüse, die jeder hinkriegt

Gemüsegarten für Anfänger: Crashkurs in 11 Schritten

Hast du schon mal Brokkoli gepflanzt? Was sind deine Lieblingssorten? Lass gerne ein Kommentar da! (:

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7 Kommentare

  1. Julia Winterholler sagt

    Hallo ihr Lieben
    wann kann ich denn das Kulturschutznetz wieder weg machen? Sollte es bis zur Ernte drauf bleiben oder kann es früher ab? Unter das Netz sieht man so schlecht rein und die Planzen können sich irgendwann nimmer so ausbreiten..
    danke euch
    LG
    Julia

    • Katja sagt

      Hey Julia,

      das Netz lässt du am besten über die gesamte Saison über den Pflanzen. Die Pflanzen heben das Netz auch ohne weiteres an, so wie sie wachsen :) es wäre ärgerlich, wenn zum Beispiel der Kohlweißling dann doch irgendwann zuschlägt. Die sind sogar noch im September/ Oktober aktiv.

      Viele Grüße,
      Katja von Wurzelwerk

  2. Kathleen Bengsch sagt

    Hallo mein BlumenKohl werden von Schnecken auf gegessen. .. würde gerne mal BlumenKohl haben . Meine Zwiebeln werden auch nicht richtig groß …

  3. Kathi sagt

    Hallo Marie,
    Ich liebe deinen Blog heiß und innig. Endlich mal praxisnah erklärt und voller Liebe.
    Wir haben seit 3 Jahren eine kleine Parzelle auf einem Feld in der wir unser Gemüse anbauen. Dieses Jahr habe ich mich das erste mal an Blumenkohl gewagt. Ich habe mich für die Sorte “ Neckarperle“ entschieden und die Pflänzchen sind toll geworden und haben sich schön entwickelt. Leider wurden die Köpfe nur vielleicht faustgroß und sind innerhalb weniger Tage komplett geschossen. Von meinen 5 Pflanzen konnte ich nur noch einen verwerten. Ich habe gelesen es könnte an zuwenig Wasser/ Dünger liegen. Wassermangel ist aber dieses Jahr eher nicht der Fall. Hat du einen Tipp an was es liegen könnte?

  4. Astrid sagt

    Hallo liebe Marie,
    Ich lese dich schon eine ganze Weile und bin begeistert von Deinen vielen Tipps die du uns vermittelst. Ich versuche dieses Jahr nach dem Mondkalender zu gärtner, bin gespannt ob es funktioniert und freue mich schon wenn es endlich losgeht. Liebe Grüße Astrid

  5. Melina sagt

    Hallo, erstenmal danke Marie, denn Brokkoli wird bei uns quasi als Grundnahrungsmittel angesehen und ich hoffe deine Tipps helfen uns im nächsten Jahr (das ja nicht mehr all zu lange auf sich warten lässt) unseren Brokkoli ganz alleine anzubauen.
    @Dorothee :
    Lass dich nicht entmutigen von dem Dorfgerede.. Wir wohnen selbst auf so einem kleinen Dorf und ich wurde auch oft für Mulch und „kein umgraben“ belächelt.. Ich hatte mein „Haha, ich hatte recht“ Erlebnis allerdings als mein Gartennachbar, ein Vollzeit Gärtner, der dank Rente genügend Zeit hat, seinen Garten in Perfektion zu gestalten und sonst allerdings als Griesgram gilt, an meinem Zaun stand und mit einem herzlichen Lächeln sagte „Liebelein, du machst es richtig. Genau so hat meine Mama das schon gemacht und sie hatte immer das fetteste Gemüse! Lass die anderen Dorfköppe quatschen, wir zwei wissen et einfach besser, gell!“.. Und seit dem Tag hab in dem alten Griesgram einen Verbündeten gefunden, der mir ab und an meinen Mulch stibitzt :) bleib dran, es lohnt sich!
    Liebe Grüße Melina

  6. Dorothee Weiss sagt

    Liebe Marie,

    danke für Deine wertvollen und praxisnahen Tipps. Ich liebe das Gärtnern, habe aber erst seit 2 Jahren die Möglichkeit das in größerem Stil zu tun. Ich bin auch überzeugt, das Mulchen hervorragend ist und ich will das ganze Jahr ernten. Hier auf dem Dorf ernte ich damit nur Kopfschütteln. Alle graben um, und im Winter wird nicht geerntet…. Daher helfen Deine Tipps und Tricks mir, durchzuhalten. Danke!

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