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Apfelmus einkochen: So wird dein Vorratsschrank zum Paradies!

Apfelmus einzukochen ist der absolute Klassiker, wenn du deine Apfelernte haltbar machen möchtest. Ob als süße Beilage zu Pfannkuchen, im Kuchen oder einfach pur gelöffelt – selbstgemachtes Apfelmus schmeckt unvergleichlich lecker und kommt ganz ohne künstliche Zusätze aus. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du Apfelmus einkochen kannst, damit du deine Äpfel das ganze Jahr über genießen kannst.

Inhaltsverzeichnis
Apfelmus einkochen im Überblick
Welche Äpfel eignen sich für Apfelmus?
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Apfelmus einkochen
Tipps zur Haltbarkeit & Lagerung
Ideen zur Verwendung von Apfelmus

Apfelmus einkochen im Überblick

Du möchtest sofort loslegen? Hier kommt das Grundrezept auf einen Blick:

  1. Gläser und Deckel sterilisieren.
  2. 3 kg Äpfel waschen, schälen, entkernen und klein schneiden.
  3. Mit etwas Wasser langsam erhitzen bis sie zerfallen.
  4. Pürieren, 500 g Zucker unterrühren und nochmal kurz aufkochen.
  5. Kochend heiß in die Gläser füllen und sofort fest verschließen.
  6. Für eine bessere Haltbarkeit 10 Minuten im Wasserbad einkochen.

Welche Äpfel eignen sich eigentlich für Apfelmus?

Am besten eignen sich säuerliche Apfelsorten wie Boskoop, Elstar, Cox Orange oder Berlepsch. Sie zerfallen schnell beim Kochen, haben ein intensives Aroma und du benötigst weniger Zucker. Natürlich kannst du auch süße Äpfel verwenden – dann brauchst du gar nicht oder nur wenig nachzuzuckern.

Außer Apfelmus gibt es übrigens noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, Äpfel haltbar zu machen: Zum Beispiel als Apfelringe, Apfelkekse, Apfelmark, eingefrorene Apfelmuffins, Apfelsaft und Apfelessig. Viele der Rezepte findest du in meinem Onlinekurs »Vorratskammer starten*« – schau gern mal vorbei, vielleicht ist er ja genau das Richtige für dich!

Du bist gerade vor allem am Apfelmus einkochen interessiert? Dann sichere dir unbedingt noch meine Checkliste zum Einkochen – die kostet kein Geld, lässt sich fix herunterladen und gibt dir einen super Überblick über alles, was du beim Einkochen beachten solltest. Einfach deine Emailadresse eintragen und dann flattert sie in dein Postfach:

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Apfelmus einkochen

Schritt 1: Gläser vorbereiten

Damit dein Apfelmus lange haltbar bleibt, müssen die Einmachgläser gründlich gereinigt und sterilisiert werden. Koche sie dafür 10 Minuten in Essigwasser aus. Denk am besten auch an alle anderen Utensilien, die du verwendest, vor allem die Schöpfkelle und gegebenenfalls den Einfülltrichter.

Schritt 2: Äpfel vorbereiten

3 kg Äpfel gründlich waschen, schälen und entkernen. Schneide sie in kleine Stücke und gib sie direkt in einen großen Topf, damit sie nicht oxidieren und braun werden. Ein Spritzer Zitronensaft zusätzlich erhält die Farbe, ist aber optional. Wenn deine Äpfel wenig Säure haben, darfst du dabei gern großzügig sein. ;)

Schritt 3: Äpfel weichkochen

Gib etwas Wasser in den Topf (ca. 100 ml pro Kilo Äpfel) und lass die Apfelstücke zugedeckt langsam warm werden, bis sie anfangen zu zerfallen. Je nach Sorte dauert das 10–15 Minuten.

Marie kocht Apfelmus ein

Schritt 4: Pürieren oder stückig lassen

Nun kannst du entscheiden: Magst du dein Apfelmus samtig fein, dann püriere es mit dem Pürierstab. Wenn du lieber Stückchen im Mus hast, zerdrücke die Äpfel einfach mit einem Kartoffelstampfer.

Schritt 5: Zucker ahoi!

Klassisch wird Apfelmus nur mit Zucker und Zitrone abgeschmeckt. Ich mische in der Regel 500 g Zucker unter 3 kg Äpfel. Hier kommt es aber ein bisschen auf deinen Geschmack an. Du kannst dein Apfelmus auch noch verfeinern – mit Zimt, Vanille oder einer Prise Muskat.

Schritt 6: In Gläser abfüllen

Jetzt füllst du das heiße Apfelmus randvoll in die vorbereiteten Gläser, machst den Rand nochmal sauber und verschließt sie anschließend gut.

Hast du Twist-off-Gläser genutzt? Dann sollte der Deckel bald nach innen ploppen – das zeigt dir an, dass die Gläaser dicht sind und sich ein Vakuum gebildet hat.

Schritt 7 (optional): Einkochen

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du dein Apfelmus jetzt noch im Wasserbad einkochen. Worauf es dabei ankommt, findest du in deiner Checkliste. Und wenn du zu dem Thema noch mehr wissen möchtest, kannst du gerne hier weiterlesen.

Falls du Weckgläser zum Einkochen* nutzt, kommst du um diesen Schritt nicht drum herum. Erhitze dafür Wasser in einem großen Kochtopf bis es fast kocht und stelle die Gläser dann vorsichtig hinein. Sie sollten 10 Minuten einkochen, bevor du sie vorsichtig aus dem Wasserbad heraushebst*.

Frisch eingekochtes Apfelmus in der Vorratskammer

Tipps zur Haltbarkeit & Lagerung

  • Kühl, dunkel und trocken gelagert hält sich eingekochtes Apfelmus in der Regel ein Jahr.
  • Achte darauf, dass die Deckel beim Abkühlen ein Vakuum ziehen. Bei Weckgläsern entfernst du nach dem Einkochen die Klammer. Bleiben die Gläser auch jetzt noch fest geschlossen, hat sich auch hier ein Vakuum gebildet.
  • Angebrochene Gläser solltest du im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 5 Tagen aufbrauchen.
  • Bei Apfelmus merkst du ein verdorbenes Glas beim Anbrechen: In der Regel bildet sich sichtbarer Schimmel – dann solltest du das Apfelmus lieber nicht mehr essen.
Marie hat ein ganzes Glas selbst eingekochtes Apfelmus weggeputzt!

Ideen zur Verwendung von Apfelmus

Apfelmus passt prima zu süßen Leckereien wie Waffeln, Kaiserschmarrn oder Pfannkuchen, macht sich aber auch im morgendlichen Porridge oder Müsli ganz wunderbar.

Aber es ist auch eine tolle Ergänzung zu herzhaften Gerichten wie Käsespätzle oder Kartoffelpuffern. Ohne den süßsaure Geschmack wären diese Gerichte nur halb so lecker. ;)

Wusstest du, dass du Apfelmus auch als Eiersatz beim Backen nutzen kannst? Es hat eine ähnliche Funktion und klebt den Teig zusammen. Aber natürlich ist Apfelmus auch sonst eine ganz famose Zutat beim Backen – von Apfeltaschen oder Apfelkuchen.

Apfelmus einkochen ist wirklich kinderleicht und eine wunderbare Möglichkeit, deine Apfelernte zu konservieren. Mit nur wenigen Zutaten und etwas Zeit füllst du dir deine Vorratsregale mit einem echten Allrounder. Probiere auch verschiedene Varianten aus – so hast du immer Abwechslung auf dem Teller.

Merk dir den Artikel zum Apfelmus einkochen auf Pinterest!

Wenn du Lust hast, noch mehr Haltbarmach-Rezepte für die Vorratskammer auszuprobieren, dann stöbere doch mal hier:

Fruchtleder: Gesunde Süßigkeiten selber machen

Pflaumen einkochen: 3 Rezepte, die süchtig machen!

Mirabellen einkochen: So machst du die leckeren Früchte haltbar!

Hast du schon mal Apfelmus eingekocht? Schreib mir gern in die Kommentare, welche Sorten du am liebsten verwendest und ob du lieber stückig oder fein püriert magst!

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20 Kommentare

  1. Geiberuam sagt

    Hallo Marie,

    ich möchte keinen für mich überflüssigen Zucker hinzufügen. Ich finde Äpfel haben genug Fruchtzucker. Funktioniert es dann trotzdem?
    danke!
    Geiberuam

    • Sabrina von Wurzelwerk sagt

      Hallo Lisa,

      ja, das funktioniert auch ohne Zucker. Zucker ist beim Einkochen von Äpfeln nicht für die Haltbarkeit nötig, sondern nur für Geschmack und Konsistenz. Wichtig ist, dass du sauber arbeitest und die Äpfel ausreichend erhitzt bzw. korrekt einkochst.

      Reines Apfelmus ohne Zucker ist problemlos möglich.

      Viele Grüße
      Sabrina von Wurzelwerk

    • Sabrina von Wurzelwerk sagt

      Hallo Angelika,

      leider haben wir kein spezielles Apfelbutter Rezept, dass wir teilen können. Es gibt online aber jede Menge Inspiration und ich hoffe, dass du dort ein gutes Rezept für dich findest :).

      Viele Grüße
      Sabrina von Wurzelwerk

  2. Hallo, das Schälen und Entkernen ist völlig überflüssig, wenn eine Flotte Lotte verwendet wird. Die Äpfel vierteln, Stiel und ggf. Fallstellen herausschneiden und mit wenig Wasser in einem großen Topf köcheln, bis sie weich sind.
    Durch die Flotte Lotte passieren. Das Mus in Gläser füllen und für 10 min. im Einkochtopf erhitzen oder aufkochen und heiß in Gläser füllen
    Industriezucker ist vollkommen unnötig, wenn die Äpfel nicht mehr unreif sind.
    Viele Grüße
    Lisa

  3. Hallo zusammen, darf ich Apfelmus auch im Druckeinkochtopf einkochen?
    Und wenn nicht warum nicht?
    Liebe Grüße
    Julia

    • Kristina von Wurzelwerk sagt

      Hallo Julia,
      ja, du darfst Apfelmus auch im Druckeinkochtopf einkochen – aber es gibt ein paar Dinge zu beachten:
      Apfelmus ist sehr säurehaltig, dadurch ist es von Natur aus gut haltbar. Man muss es nicht zwingend im Druck einkochen, das normale Wasserbad reicht völlig aus.
      Im Druckeinkochtopf kannst du es trotzdem machen – wichtig ist, dass du dich an die empfohlenen Glafüllstände, Zeiten und Temperaturen hältst. Zu hohe Temperaturen oder zu langes Einkochen können dazu führen, dass das Mus braun wird oder die Konsistenz leidet.
      Der eigentliche Vorteil vom Druckeinkochen (z. B. bei Gemüse mit wenig Säure oder bei Fleisch) spielt beim Apfelmus kaum eine Rolle, da es ohnehin sicher haltbar wird.
      ? Kurz gesagt: Ja, es geht – aber es ist nicht notwendig. Wenn du deinen Druckeinkocher sowieso verwendest, kannst du ihn nehmen. Falls nicht, reicht das klassische Einkochen im Wasserbad völlig aus.
      Viel Freude beim Einkochen… Kristina vom Wurzelwerk-Team

    • Julia sagt

      Dankeschön, hat super geklappt! Eine Runde Apfelmus und eine Runde Kompott – beides sehr lecker geworden. :-)
      Im letzten Jahr sind mir zwei komplette Chargen nach drei Wochen verschimmelt, trotz Wasserbad und alles gemacht wie immer. Hatte ich noch nie, bisher blieb alles Eingekochte sehr lange haltbar, nur eben mit den Äpfeln klappte es nicht. Darum habe ich mir den Druckeinkochtopf von euch gekauft…
      Liebste Grüße an Marie und ihr Team und schon mal besinnliche Weihnachtsfeiertage.
      Julia

  4. Tanja sagt

    Liebe Marie und liebes Team,
    ich habe das Rezepte-Buch von euch, da steht ein Rezept zu Apfelmark bzw. Apfel-Birnen-Mark drin. Wie lange ist dieses denn nach dieser Methode haltbar?
    Dankeschön!

    • Saskia Wurzelwerk sagt

      Hallo, wenn du es eingekocht hast, ist es mindestens ein Jahr haltbar, oftmals aber viel länger! Lass es dir schmecken :)

  5. Karin sagt

    Liebe Marie!
    In dem Video „Das Leben ist zu kurz für später “ gibst du die Äpfel samt Schale und Kerngehäuse in den Einkochtopf. Wird das Apfelmus mit Schale und Kerne eingekocht und anschließend püriert?
    Das wäre ja praktisch:)

    Liebe Grüße Karin

    • Saskia Wurzelwerk sagt

      Hallo Katrin, ja das funktionert auf jeden Fall. Es kann eine leichte Bitterkeit durch die Kerne ins Apfelmus kommen. Da musst du einfach mal mit deinen Äpfeln probieren und verkosten :)
      Liebe Grüße,
      Sassi von Wurzelwerk

  6. Göllner Claudia sagt

    Hallo Marie,
    benutzt du den hellen Mascobado-Zucker oder den dunklen?
    Liebe Grüße
    Claudia

  7. Germana Rudiferia sagt

    Liebe Marie, das klingt alles total aufregend und spannend für mich, was es auf deiner Seite zu lesen gibt. Essig selber machen, Apfelbutter – muss ich probieren …. Eine Frage habe ich, funktionieren deine Rezepte auch mit Birkenzucker? Einen wunderschönen Tag! Germana

  8. Monika sagt

    Hallo Marie, ich habe heuer so viele Äpfel, dass ich schon gar nicht mehr weiß, wohin damit. Apfelstrudel, Apfelmus Apfelsaft mit dem Dampfenteafter hab ich schon Alles gemacht. Was kann man mit Falläpfel noch machen?

  9. Hallo,

    Ich denke immer, dass ich beim Schälen und Kerngehäuse entfernen zu viel vom Apfel wegschneide, besonders bei kleinen Äpfeln. Außerdem dauert mir das bei den kleinen Äpfeln auch zu lange. Deshalb wasche ich die Äpfel einmal, viertele sie und schneide nur Madengänge und Druckstellen weg. Wenn die Äpfel weich sind, gebe ich sie mit einer Schaumkelle aus dem Topf in ein Sieb, welches ich über eine Schüssel gelegt habe und passiere sie durch. Ich benutze dafür eine sogenannte Passierkeule. Das ist ein Holzstab mir einem dicken, runden Kopf am Ende, ähnlich einem Krautstampfer, nur eben nicht flach am Ende, sondern rund. Man kann auch eine Passiermühle benutzen. Den Trester im Sieb gebe ich den Hühnern. Im Topf verbleibt dann herrlicher Apfelsaft (hält im Kühlschrank ein paar Tage oder Einkochen), den ich auch gerne zu Apfelgelee verarbeite. Einfach den Saft mit Gelierzucker nach Packungsanweisung aufkochen.
    Ansonsten kann man aus Äpfeln auch super leckeres Kompott kochen. Rezepte gibt es im Internet.

    Viele Grüße

  10. Rabea sagt

    Liebe Marie!

    Danke für das Apfelbutter-Rezept (und die Email-Korrespondenz von letztens)! Hab es jetzt endlich geschafft, nachzukochen. Total lecker. :-)

    Lieben Gruß aus Norddeutschland
    Rabea

  11. Oh die Apfelbutter klingt toll! Kannte ich nicht :). Danke für das Rezept. Erinnert mich ein kleines bisschen an Quittenbrot in noch streichfähig :)

    Liebe Grüße
    Helena

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