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Gemüsegarten anlegen ohne Umgraben

Du möchtest einen Garten anlegen und Obst und Gemüse anbauen? Oder hast du vielleicht schon einen Gemüsegarten, den du um ein paar Beete erweitern möchtest? Es gibt verschiedene Methoden, einen Garten anzulegen. Die gängigste ist das Umgraben, aber du wirst schnell merken, dass ich davon nicht allzu viel halte:

Erstens ist Umgraben nämlich sehr anstrengend und zweitens zerstört es das Bodenleben. Wusstest du, dass in einer Handvoll Gartenerde mehr Mikroorganismen leben als Menschen auf diesem Planeten? Diese kleinen Helfer sind für einen fruchtbaren Boden sehr wichtig.

Diese ganz unterschiedlichen Mikroorganismen bevölkern jeweils andere Schichten im Boden. Viele leben ganz oben, nah bei den Wurzeln der Pflanzen, aber andere halten sich auch in tieferen Bodenschichten auf. Beim Umgraben werden diese Schichten umgedreht. Mikroorganismen, die in den obersten Schichten leben, werden begraben und andere sterben, weil sie plötzlich an der Oberfläche sind, wo sie keinen Lebensraum mehr finden.

In einem Biogarten ist es aber das oberste Gebot, das Bodenleben zu fördern statt es zu zerstören. Deswegen legen wir unsere Beete ohne Umgraben an. Das ist viel schonender für den Boden – und auch für deinen Rücken.

Du willst wissen, wie das geht? Dann kommt hier eine Anleitung:

Gemüsegarten anlegen ohne Umgraben: Mit dieser einfachen Methode kannst du dir einen kleine oder große Gemüsebeete anlegen und in deinem neuen Selbstversorger Garten schon bald eigenes Gemüse anbauen.
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

Gemüsegarten anlegen ohne Umgraben

Du brauchst:

  • unbedruckte Pappe*
  • Kompost oder gute Gartenerde
  • Hackschnitzel (gehäckseltes Schnittgut von Bäumen und Sträuchern)
  • eine Rasenkante und Steine oder Holz für die Beetkante
  • einen Spaten
  • eine Grabegabel
  • und eine Schaufel

Der Untergrund

Beim Anlegen eines Mulchbeetes ist es praktisch, wenn das Gras, auf dem das Beet angelegt werden soll, möglichst lang ist. Im ersten Schritt decken wir das nämlich mit Wellpappe ab. Wenn die Gräser zu kurz sind, lassen sie sich nicht umlegen und wachsen mit ihren scharfen Blattspitzen leichter durch die Pappe durch. Lange, umgelegte Gräser werden von der Pappe erstickt und sterben ab.

Pappe besorgen und auslegen

Die Pappe wird so ausgelegt, dass sich die einzelnen Stücke mindestens 10 cm überlappen. Benutze nur unbedruckte Pappe und entferne Klebestreifen etc., sonst landet das alles im Boden und letztendlich in deinem Essen.

Kleiner Tipp: Pappe in rauen Mengen gibt’s in vielen Fahrradgeschäften, die ihre Fahrräder in Kartons geliefert bekommen. Leider kannst du dir bei recycelter Pappe nie zu 100 % sicher sein, dass keine Reste von Druckerschwärze und Kleber enthalten sind.

Komplett schadstofffreie Pappe bekommst du bei uns im Wurzelwerk-Onlineshop*. Unsere Pappe haben wir extra fürs Beete anlegen entwickelt und bieten sie speziell für diesen Zweck an.

Garten anlegen ohne Umgraben Gemüsegarten

Kompost ausbringen

Jetzt verteilst du eine 10 bis 15 cm dicke Schicht aus Kompost und/oder gutem Mutterboden auf der Pappe. Wenn du nicht genug eigenen Kompost hast, kannst du dir im Kompostwerk welchen kaufen. Das ist nicht teuer: Wir zahlen 20 € für einen Kubikmeter richtig guten Bio-Kompost.

Aber Vorsicht:

Manche Stadt-Komposte, die aus Biomüll hergestellt werden, können Schadstoffe enthalten. Im Zweifel einfach nachzufragen. Die meisten Kompostwerke haben Tabellen mit Untersuchungsergebnissen zu den einzelnen Komposten und können einem da gut weiterhelfen.

Wenn du genug eigenen Kompost hast, ist das natürlich umso besser. Wie du richtig guten Kompost herstellst, kannst du hier nachlesen.

Ansonsten kannst du auch guten Mutterboden verwenden. In die ausgebrachte Erde bzw. den Kompost kannst du direkt aussäen bzw. pflanzen. Das ist also eine tolle Methode, um ohne großen Aufwand neue Beete anzulegen und gleich loszugärtnern.

Mulchen

Sobald deine Pflanzen etwa handhoch sind, solltest du den Boden mulchen, und zwar sehr dick – mindestens 15 cm. Das Ganze nennt sich Back To Eden-Methode, eine Gartenmethode, die ein Mann namens Paul Gautschi entwickelt hat und von der wir sehr begeistert sind. Falls du mehr zur Back To Eden-Methode wissen möchtest: Es gibt einen kostenlosen Back To Eden-Film (aber leider nur auf Englisch):

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Mehr Informationen

Wir schichten also verschiesene organische Materialien auf, die sich mit der Zeit zersetzen und eine nährstoffreiche Basis für das neue Beet bilden. Dafür verwenden wir am liebsten Hackschnitzel, also zerhäckselte Sträucher und Bäume, die man oft kostenlos von Baumpflegebetrieben bekommen kann. Einfach mal nachfragen. :)

Ansonsten nehmen wir auch Laub, Grünschnitt oder Grasschnitt. Am besten ist es, grüne und braune Schichten abwechselnd aufzuschichten, dann stimmt auch das C/N-Verhältnis, sodass sich der Mulch mit der Zeit in wertvollen schwarzen Humus verwandelt. Wir gehen beim Zusammenstellen von Mulchmaterial also nach dem gleichen Prinzip vor wie beim Kompostieren.

Beet anlegen Garten Gemüsegarten Mulchen

Das Tolle daran ist, dass der Mulch das Unkraut unterdrückt und den Boden feucht hält. Damit fallen zwei der größten Aufgaben im Garten so gut wie komplett weg: jäten und gießen. Wenn du wie wir auf einen pflegeleichten Garten abzielst, der ohne großen Aufwand eine dicke Ernte abwirft, solltest du das unbedingt ausprobieren.

Wichtig ist aber, dass man den Mulch erst ausbringt, wenn die Pflanzen groß genug sind. Schließlich soll die Mulchschicht nur die Unkräuter unterdrücken und nicht die Gemüsepflänzchen. ;)

Beete anlegen im Herbst

Wenn du diesen Artikel im Herbst liest und die Beete erst nächstes Jahr nutzen willst, kannst du auch weniger Kompost/Erde ausbringen und das ganze sofort mulchen. Der Mulch verrottet nach und nach zu einer humosen Schicht und schützt den Boden über den Winter vor Erosion. Im Frühjahr kannst du den Mulch dann beiseite ziehen, damit der Boden sich vor der Aussat schonmal aufwärmen kann. Und wenn die Pflanzen groß genug sind, kannst du den Mulch wieder um sie herum ausbreiten.

Beetkante anlegen

Wenn man wie wir mitten auf einer Wiese einen Garten anlegt, ist es sinnvoll, gute Beetkanten zu haben, sonst erobert sich das Gras seinen Raum bald zurück. Wir haben an der gesamten Kante unseres Beets entlang Steine und eine Rasenkante eingegraben (ich verwende dazu am liebsten diese Metall-Rasenkante), die verhindert, dass Gras und Unkräuter von außen ins Beet wachsen.

Statt mit Steinen kann man sein Beet natürlich auch mit Holz einfassen, Totholzstämme sind zum Beispiel toll, wenn man Nützlinge in den Garten locken will.

Zusammenfassung

Nochmal Schritt für Schritt:

  • Pappe (und ggf. Erde) besorgen
  • die Pappe auslegen und eine Beetkante installieren
  • Kompost oder Erde auf der Pappe ausbringen (mindestens 10cm dick), falls man sofort pflanzen möchte
  • mindestens 15 cm Mulch ausbringen, sobald die Pflanzen das abkönnen

3 m2 oder 300 m2? Was ist deine perfekte Gartengröße?

Du willst mit deinem Gemüsegarten voll durchstarten, weißt aber noch nicht, welche Dimension dein Freiluft-Supermarkt annehmen soll? Die richtige Gartengröße zu finden ist gar nicht so einfach – aber super wichtig!  Wenn du genau so viel Zeit und Energie in deinen Garten steckst wie dir zur Verfügung steht, hast du nämlich auch langfristig Spaß daran, deinen Gemüsegarten zu rocken.

Und weil es eben keine allgemeine Formel für die perfekte Gartengröße gibt, habe ich ein kleines Quiz für dich erstellt, mit dem du in nullkommanix herausfindest, welche Gartengröße perfekt zu dir passt.

Neugierig? Hier kommst du direkt zum Quiz.

Und wenn du jetzt direkt weiter durchstarten willst mit deinem Gemüsegarten, ist vielleicht unter diesen Artikeln etwas für dich dabei:

Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

Gemüsegarten planen – Schritt für Schritt mit Beispielplan

5 Raketen-Gemüse: Pflanzen und ruckzuck ernten!

Hast du noch mehr Tipps zum Thema Beete anlegen? Bist du auch so Mulch-fanatisch? Und was hältst du vom Umgraben?

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

204 Kommentare

  1. Tanja H sagt

    Liebe Marie und Team, danke für die vielen wertvollen Inhalte und Erklärungen. Nun bin ich auch so weit und möchte dieses Jahr zum 1. Mal in meinem Kleingarten auf der Wiese Beete anlegen. Ich möchte erstmal „nur“ Erdbeeren, Kartoffeln und Möhren anbauen und mache mich gerade schlau was die 3 so brauchen und wollen. Du hast in Deinem Möhren-Tutorial gesagt, dass Möhren richtig fluffigen Boden mögen. Also müsste ich die Wiese für die Möhren auflockern, ohne umzugraben, bevor ich die Pappe rauf lege? Oder wie mache ich es den Möhren auf der Wiese gemütlich?
    Danke schonmal für Eure Antwort und liebe Grüße Tanja

    • Franzi von Wurzelwerk sagt

      Hallo liebe Tanja,
      das hört sich prima an! :)
      Falls du die Möglichkeit hast, könntest du mit einer Doppelgrabegabel arbeiten, bevor du die Pappe auflegst. Dieses Werkzeug belüftet und lockert den Boden, ohne ihn zu wenden. Vielleicht kannst du dir irgendwo eine ausleihen?
      Dann die Pappe und den Kompost draufgeben und fertig sind deine Superstar-Beete! :)
      Für mehr Tipps und Tricks und gaaanz viel Hilfe bietet sich der „Gemüsegarten starten“ – Onlinekurs an! ;) Da erfährst du noch viel mehr Rund um das Thema Gemüsegarten. Außerdem gibt es gerade einen saftigen Rabatt. ;)

      Liebe Grüße und viel Spaß!
      Franzi von Wurzelwerk

  2. claudia sagt

    Hallo Marie,
    ich bin immernoch auf der Suche nach einem biologische abbaubaren Vlies. Den Hersteller den ich gefunden habe da wird das Vlies aus PLA gemacht und der meint das die Gemüsepflanzen-Wurzeln durch das Vlies nicht durchkommen werden, auch hebt das nicht nur eine Saison sondern paar Jahre, jetzt traue ich mir nicht dieses Vlies zu kaufen, weil dann kommen ja auch alle Bodenorganismen nicht durch bzw. die Würmer. Hast du einen Tipp für mich welches Vlies ich kaufen könnte. Oder kennst du jemanden der es mit einem Vlies schon probiert hat und für mich einen Tip hätte.
    Vielen lieben Dank für eine Antwort.

    • Saskia Wurzelwerk sagt

      Hallo Claudia,
      Oh nein, das ist dann tatsächlich noch nicht das Richtige! Schau doch mal nach Saison-Vlies oder Saison-Mulchmatten, da gibt es biologisch abbaubare, die sich nach einer Saison zersetzen. Eine andere gute Alternative wäre Bio-Pappe mit Maiskleber. Denn die Vliese zersetzen sich immer langsamer als die Pappe und Wurzelgemüse ist nicht gleich möglich…
      Liebe Grüße,
      Sassi von Wurzelwerk

    • Franzi von Wurzelwerk sagt

      Hallo,
      ja, die Pappe löst sich schnell auf, dann ist der Weg nach unten frei. ;)
      Ganz viel Spaß!
      Liebe Grüße
      Franzi von Wurzelwerk

  3. claudia sagt

    Hallo Marie,
    vielen Dank für deine Beiträge. Gibt es eine Alternative zu Pappe. Ich möchte meine Beete anlegen, ich weiß ich bin spät dran !!!! Aber ich möchte gerne auf Pappe verzichten, gibt es da eine Alternative ? Ich habe deine Beiträge gelesen und angesehen aber konnte leider nichts finden.
    Vielen Dank für eine Antwort.
    Liebe Grüße
    claudia

    • Saskia Wurzelwerk sagt

      Hallo Claudia, du kannst auch ein biologisch abbaubares Vlies nutzen, das zersetzt sich dann nach einer Saison!
      Ganz liebe Grüße und viel Spaß beim Beetanlegen,
      Sassi von Wurzelwerk :)

  4. Lukas sagt

    Hallo Marie,

    vielen Dank all die Informationen, die du uns zu Verfügung stellst!
    Was passiert wenn ich den ersten Schritt umgehe und auf die Pappe verzichte?
    Kann ich anstelle der Pappe auch etwas anderes verwenden?
    Die Stelle, an der ich das Beet anlegen möchte ist quasi frei von Rasen. Würde es auch ohne Pappe funktionieren, wenn ich das Moos etc. vorher entferne und einfach mit Mutterboden auffülle?

    Würdest du bei einem Kräuterbeet auch mulchen? (Back to eden)

    Beste Grüße,
    Lukas

    • Saskia Wurzelwerk sagt

      Hallo Lukas, bei sehr wenig Unkraut kannst du es auch ohne probieren. Alternativen wären sonst eine Mulchschicht unter der Kompost oder ein bioloigsch abbaubares Unkrautvlies!
      Bei den Kräutern musst du individuell schauen, welche es trocken brauchen und welche feucht. Die mediteranen Kräuter, die einen steinig-trockenen Boden bevorzugen, können mit Mulch nicht viel anfangen. ;)
      Ganz liebe Grüße,
      Sassi von Wurzelwerk :)

  5. Christina sagt

    Hallo Marie, vielen Dank für diese tollen Tipps! Ich gärtnere im vierten Jahr und bin dankbar künftig aufs Umgraben, Jäten und Gießen verzichten zu können. (Falls alles klappt….) Ein Teil unseres „Ackers“ im Garten ist bereits mit einer Steinborde umrandet. Blöde Frage: reicht diese Umrandung aus? Ich würde trotzdem noch die Rasenkannte zusätzlich machen. Die Steine trennen den Acker vom Weg, für Unkraut war das nie eine Hürde, ehrlich gesagt ;) Deswegen bin ich skeptisch und mega neugierig, wie das mit Mulch und anderem klappt. Liebe Grüße, Christina

    • Saskia Wurzelwerk sagt

      Hallo Christina :)
      Die Steine reichen auf jeden Fall! Die Beetumrandung ist eher ein Schutz für die Rasenkante und das kriegen die Steine sicher super hin. ;)
      Ganz liebe Grüße,
      Sassi von Wurzelwerk :)

  6. Steven Merting sagt

    Hallo Marie
    Nachdem ich im letzten Jahr mit Deiner Methode auf Schnupperkurs gegangen bin,
    will ich dieses Jahr richtig loslegen. Den Onlinekurs habe ich gebucht und versuche nicht alles auf einmal zu machen. Hah!
    Ich bin gerade dabei die Beete anzulegen. Das heißt ich bereite 6 Beete nach und nach vor.
    Frage: Die Beete, die noch nicht gleich bepflanzt werden, aber mit Komposterde angelegt sind, sollen die bis zur Bepflanzung mit Mulch( ich hab Holzhackschnitzel)
    bedeckt werden?
    Und ich würde sowohl Pflanzkohle, als auch Hornspäne ins Beet geben.
    Wieviel Hornspäne pro qm empfiehlst Du denn?
    Und hast Du eine Empfehlung, oder einen Beitrag, wie und welches Gartenvlies man benutzt.
    (Oder bin ich zu ungeduldig und das wird erst noch freigeschaltet?)
    Liebe Grüße aus der Oberhavel. Steven

    • Katrin von Wurzelwerk sagt

      Hallo Steven,
      herzlich willkommen im Kurs! :)
      Inhaltliche Gartenfragen haben ihren Platz in unserer wunderbaren Facebookgruppe, wo du auf ganz viele Gleichgesinnte triffst. Wir Wurzelwerkler sind da auch unterwegs und kümmern uns um eure knifflige Gartenfragen. ?
      Hier geht es zur Kursgruppe!

      Viele Grüße
      Katrin

  7. Frieda sagt

    Hallo, Ich bin unschlüssig wie ich erkennen kann, ob der Kompost eine gute Qualität hat. Er ist nach RAL-GZ 251 zertifiziert. Ich würde mich sehr über Hilfe freuen. LG

  8. Silke sagt

    Hallo Marie,
    ich habe ca. 70m2 Gemüsegarten nach deiner Methode angelegt. Funktioniert fantastisch!
    Im nächsten Jahr möchte ich einen kleinen Acker mit Kartoffeln, Mais und Kürbissen bestücken.
    Ich denke nicht, dass ich es schaffe diese Beete (ca. 300m2) nach deiner Methode anzulegen. Dafür ist die Fläche zu groß!
    Im Moment wächst noch Gras auf dem Acker.
    Hast du einen Tipp?

  9. Bianca sagt

    Hallo Marie, ich lese deine Artikel gerne und bin total aufgeregt und im Gartenfieber. Heute haben wir nämlich eine Parzelle in einem Schrebergarten bekommen.
    Hab mir gerade das Anlegen nochmal angeschaut und da stellt sich mir die Frage, ob ich auch Pappe auf die Beete legen muss. Dort wächst natürlich gerade Unkraut und ich würde das jetzt entfernen und Kompost aus dem Bauhof aufbringen. Muss da auch die Pappe drunter oder nur da, wo auch Rasen drunter ist? Ich finde es super jetzt im Herbst die Beete schon vorbereiten zu können.
    Viele Grüße Bianca

    • Liebe Bianca,
      Gartenfieber ist einfach das Beste! :)
      Die Pappe kannst du auch auf verunkrauteten Beete als Unterlage verwenden!
      Liebe Grüße
      Luci von Wurzelwerk

  10. Julia sagt

    Hi liebe Marie :)
    Ich hab tatsächlich eine Frage an dich: Wir machen uns Anfang September (nach dem hoffentlichen Ende der großen Hitze in Bayern) an die Arbeit & wollen Gemüsebeete ohne Umgraben anlegen. Es sollen Minihochbeete werden mir einer Holz Einfassung. Jedoch sind wie sehr ländlich und haben rund ums Haus auch öfter schon Löcher von Wühlmäusen gesehen. Jetzt ist meine Frage beim Anlegen: Würdest du zuerst an den Beetkasten das Gitter dran machen und dann die Pappe so zu sagen „innen“ in das Beet legen oder eher erst Pappe & darauf den Kasten mit Wühlmausschutzgitter (Pappe unterhalb des Beets ?

    • Luci sagt

      Liebe Julia,
      das beste ist, wenn die Pappe etwas unter den Hochbeetkästen herausguckt. So bleibt der Rand besser unkrautfrei! Also machst du erst die Pappe auf den Boden (mit etwas Überstand von min. 10-20 cm) und legst dann das Hochbeet mit Wühlmausgitter auf die Pappe.
      Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Bauen und Gärtnern!
      Liebe Grüße
      Luci von Wurzelwerk

  11. Lisa sagt

    Hallo Marie,
    Danke für deine wertvollen Tipps! Ich möchte mir ein Gemüsebeet nach deiner Methode anlegen und frag mich, ob es nicht auch sinnvoll wäre, ein Wühlmausgitter unter dem Beet anzubringen? Kommt ihr ohne gut zurecht?
    Freue mich über eine Antwort.
    Liebe Grüße,
    Lisa

    • Malin von Wurzelwerk sagt

      Liebe Lisa,
      Marie hat so ein Wühlmausgitter nur unter den Hochbeeten :)
      Liebe Grüße
      Malin von Wurzelwerk

  12. hallo marie
    was mir bei der pappe nicht so gefällt,die hat doch sicher leim drin?
    dann wenn man soviel häcksel drauftut wird doch der boden sauer?
    lg gisela

    • Malin von Wurzelwerk sagt

      Hej Gisela,
      nicht alle Pappe enthält giftige Stoffe, wenn auch die meiste. Maries System hat sich prima bewährt, die Pappe bringst du ja auch nur einmalig aus. Tolle Alternativen zu Pappe sind zum Beispiel organische Mulchfolien. Für die Hackschnitzel verwenden wir nur die Häcksel aus Stammholz, keinen Rindenmulch. Rindenmulch würde den Boden sauer machen, das stimmt. Holzhackschnitzel aus Stammholz sind da kein Problem, solange sie keine Rinde enthalten.
      Liebe Grüße
      Malin von Wurzelwerk

  13. Hans-Jürgen Lohmeier Wyk auf Föhr sagt

    Für meinen 100 qm Garten benötige ich zur Anlage neben viel Pappe bei 10 cm Höhe der Kompost/Erdeschicht nach meinen Berechnungen ca. 10 Kubikmeter Erde, also einen 3-4-Achser-LKW.
    Die Verteilung und Anlage stelle ich mir wesentlich anstrengender vor als 100 qm Garten umzugraben.
    Außerdem sollte ich diese Prozedur in den Folgejahren wiederholen.
    In meinen Augen eine sehr teure und arbeitsaufwändige Methode.
    Oder habe ich etwas missverstanden?

    Mit freundlichen Grüßen

    H. Lohmeier

    • Malin von Wurzelwerk sagt

      Huhu Hans-Jürgen,
      keine Sorge, die Prozedur musst du nicht jedes Jahr wiederholen. Marie füllt alle drei Jahre ungefähr 5cm Kompost auf. Beim Umgraben bringst du das Bodenleben wirklich durcheinander, deswegen würde ich dir davon abraten. Das Anlegen der Beete ist wohl einmalig ein bisschen arbeitsaufwändiger, aber dafür hast du später weniger Arbeit, zum Beispiel mit dem Jäten von Beikräutern. Aber letztendlich entscheidest du natürlich selbst, was du wie in deinem Garten machst :)
      Liebe Grüße
      Malin von Wurzelwerk

  14. Dieser Beitrag zeigt gut, wie man einen Gemüsegarten anlegt. Gut zu wissen, dass man dafür Kompost oder Mutterboden braucht. Ich glaube, ich werde mir für mein Beet auch etwas Mutterboden kaufen.

  15. Gabriele Schmid sagt

    Hallo Marie, ich habe das vor 2 Jahren gemacht. Letztes Jahr, als ich Gemüsepflanzen setzen wollte,
    hatte ich im Beet durchgehend Plastik. Also war zwischen den Pappen Plastik mit eingearbeitet. Ich war ziemlich schockiert darüber

  16. Alexandra sagt

    Hallo Marie! Ich verfloge nun schon seit einiger Zeit deinen Blog. Ich finde ihn wirklich toll, bin dankbar für all deine Ideen, Tipps und Anregungen und auch für deinen Humor. Ich muss gestehen, ich hab mir jetzt nicht alle Kommentare zu diesem Artikel durchgelesen, weiß also nicht ob dieses Them schon angesprochen wurde. Ich bekomme irgendwie Bauchweh beim Gedanken an Pappe im Boden. Pappe ist ja ursprünglich nicht für diesen Einsatz gedacht. An sich finde ich die Idee ja mehr als genial! Aber was ist mit den Lösungsmitteln, Verbundsstoffen, Weichmachern, Pestiziden, Fungiziden etc die sich mal mehr und mal weniger in der Pappe finden lassen? Du hast ja selbst erwähnt dass sich zb Klebereste und Druckerfarbe dann über den Boden in den Pflanzen anreichern. Ich würde diese Methode echt gerne ausprobieren, hab da aber wirklich eine innerliche Sperre… Ich hoffe du nimmst mir den Kommentar nicht krumm. Lg Alexandra

    • Malin von Wurzelwerk sagt

      Hej Alexandra,
      es ist so wichtig, dass du dir solche Gedanken machst! Marie achtet darauf, dass die Pappe unbedruckt ist, die sie nutzt. Zwischen den Pappeschichten ist minimal Klebstoff, den die Mikroorganismen im Boden aber gut abbauen können. Wenn dich das besorgt, kannst du auch auf die Pappe verzichten und eine dickere Kompostschicht ausbringen (mind. 15cm). Du wirst dann etwas mehr jäten müssen. Hauptsache ist aber, dass du unbesorgt und mit Freude gärtnerst! Eine andere Alternative zur Pappe ist kompostierbare Maisstärkefolie.
      Liebe Grüße
      Malin von Wurzelwerk

  17. Stefan prasch sagt

    Hallo Marie

    Ich würde gerne wissen, ob die „No Dig“ Methode auch bei Sträuchern angewendet werden kann?
    Wir haben einen Garten übernommen, in der in einer Ecke eine Hecke wächst. Dort würden wir gerne das Beet hinstellen. Meine Idee wäre jetzt, die Hecke bodennah abschneiden und dann Pappe drauf usw.
    Würde das klappen?

    Vielen lieben Dank
    Stefan

  18. Stefan sagt

    Hallo Marie

    Wir haben einen Garten übernommen, wo wilde Brombeersträuchern ohne wirkliche Früchte wachsen und Efeu vom Nachbarn reingewachsen ist. An diese Stelle würden wir jetzt lieber Gemüsebeete anbauen. Können wir deine Methode auch hier anwenden?
    Also die Sträucher bodennah abschneiden, dann Umranden (mit Holz gefällt uns am besten), mit Pappe abdecken und Humus drauf. Oder klappt bei Sträuchern nicht, weil hier die Wurzeln nicht absterben würden?

    Viele liebe Grüße
    Stefan

  19. Laura Schran sagt

    Hallo Marie.
    Ich bin total begeistert von der Methode und würde am liebsten sofort damit anfangen. Besonders auch weil ich jetzt ein Gartenstück habe, was von Gräsern, Giersch, Brennesseln und Co. überwuchert ist. Ich bin im Internet allerdings auch auf Artikel gestossen, welche davon abraten Pappe in Gemüse-/Lebensmittelbeeten anzulegen, da diese oft giftige Stoffe enthalten. Hast du davon auch schon gehört oder weißt darüber mehr was du teilen könntest, damit ich beruhigt mein Kompostbeet anlegen kann?
    Vielen Dank für deine inspirierenden Beiträge!
    Herzliche Grüße
    Laura

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