Einkochen, Haltbarmachen
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Botulismus vermeiden: So geht sicher einkochen!

Beim Thema Botulismus wird vielen Menschen etwas mulmig – und das zu Recht. Denn obwohl die Wahrscheinlichkeit zu erkranken gering ist, fehlt es oft an fundiertem Wissen über die Gefahren beim Einkochen. Zeit, das zu ändern! Was Botulismus eigentlich ist, wie sich das Risiko minimieren lässt und welche Methoden beim Einkochen wirklich sicher sind, erfährst du in diesem Artikel. Die Vorratskammer füllen soll schließlich Spaß machen und keine Angst :) 

Inhaltsverzeichnis
Botulismus – selten, aber ernst 
Warum Einkochen im Wasserbad oft nicht reicht 
Säurearme Lebensmittel sicher einkochen – nur unter Druck! 
Botulismusfreie Alternativen zum Einlegen
Eiskalt oder extra sauer – so klappt’s auch ohne Einkochen
Sicher einkochen mit gutem Gefühl 
FAQ
Vorratskammer starten?

Botulismus – selten, aber ernst

Botulismus ist in Deutschland weitgehend unbekannt – anders als in vielen anderen Ländern, wo deutlich selbstverständlicher mit der Thematik umgegangen wird. Ein bisschen Wissen über Botulismus hilft dabei, sicher und entspannt einzukochen. 

Wenn wir von Botulismus reden, meinen wir damit eine Vergiftung, die durch das Botulinumtoxin verursacht wird. Dabei handelt es sich um ein Nervengift, das vom Bakterium Clostridium botulinum gebildet wird – und zwar, in einer ganz bestimmten Umgebung:

Luftdichte, nicht sehr saure Bedingungen sind genau das, was Clostridium botulinum zur Bildung der giftigen Sporen braucht – und genau diese Umgebung wird beim Einkochen im Glas oft geschaffen, denn viele Rezepte mit Fleisch oder Gemüse enthalten nicht viel Säure.

Das kann theoretisch jederzeit und überall passieren, denn das Bakterium kommt in unserer Umwelt ganz natürlich vor. Übers Gemüse oder Fleisch kann es sich in deinen Kochtopf und in die Einkochgläser schmuggeln – wo es dann zum Verhängnis wird.

Das Problem daran ist, dass das Toxin unsichtbar, geschmacklos und geruchlos ist. Es entstehen oft keine Gase, das Vakuum bleibt intakt – eine gefährliche Kombination, wenn sich das Gift unbemerkt während der Lagerung im Einkochglas bildet. Du merkst gar nicht, wenn du ein betroffenes Glas öffnest und zubereitest. Gemein, oder? 

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Warum Einkochen im Wasserbad oft nicht reicht

Vielleicht hast du bisher auch gedacht: „Einmal gut durchgekocht – passt schon.“ Leider nein. Denn Clostridium botulinum ist ziemlich zäh. Es bildet hitzestabile Sporen, die beim normalen Einkochen im Wasserbad locker überleben – selbst bei 100 °C. 

Diese Sporen können in Vorratsgläsern überdauern und unter den richtigen Bedingungen wieder auskeimen. 

Solche Bedingungen entstehen, wenn der Inhalt – wie bei eingekochten Vorratsgläsern – luftdicht verschlossen ist und nur wenig Säure enthält. 

Daher reicht das Einkochen im Wasserbad für säurearme Lebensmittel wie Gemüse und auch Fleisch leider nicht aus. Tomaten sind eine Ausnahme – aufgrund ihres hohen Säuregehalts. Doch auch hier empfiehlt sich, vorsichtshalber Zitronensaft zur pH-Wert-Senkung hinzuzufügen. Das gilt auch für andere Gemüsesorten: Bohnen lassen sich z. B. sicher mit Essig einmachen. Dadurch sinkt der pH-Wert und den Botulinumbakterien wird es zu ungemütlich. 

Du musst dir dabei aber wirklich sicher sein, dass der Inhalt deiner Einkochgläser auch sauer genug ist. Der pH-Wert muss unter 4,5 liegen, überall im Glas. Halte dich da also unbedingt an Rezepte, die sorgsam durchdacht sind und deren Quelle du absolut vertraust. 

Wenn es richtig schön sauer ist, kannst du loslegen: Damit beim Einkochen im Wasserbad auch nichts schief geht, findest Du hier eine praktische Checkliste. Lade sie dir fix runter und dann geht’s ans Eingemachte: 

Falls du schon einen großen Schwung deines Lieblingsrezepts im Wasserbad eingekocht hast und dir jetzt unsicher bist, ob alles seine Richtigkeit hat, dann musst du deine Vorräte nicht wegschmeißen. Du solltest den Inhalt aber auf gar keinen Fall probieren! Stattdessen lieber ab in einen Topf damit und rauf auf den Herd!

Denn das Toxin selbst ist nicht hitzeresistent. Eine sichere Methode zur Inaktivierung des Botulinumtoxins ist deshalb das sprudelnde Aufkochen des Inhalts für mindestens 10 Minuten. Dabei muss die Kerntemperatur des Lebensmittels wenigstens 85 °C erreichen. Die 10 Minuten bieten dabei eine extrem hohe Sicherheit. Die erforderliche Kerntemperatur ist verständlicherweise bei Brühe schneller erreicht als bei Rouladen. Daher wurde auf Nummer sicher gegangen und eben die 10 Minuten festgelegt. (USDA, CDC, BfR, RKI)

Säurearme Lebensmittel sicher einkochen – nur unter Druck!

All jene Rezepte und Lebensmittel, die einen höheren pH-Wert haben (also nicht sonderlich sauer sind) musst du beim Einkochen stärker erhitzen, damit die hartnäckigen Sporen abgetötet werden. Je nach Rezept müssen dafür Temperaturen von 121 °C entstehen. Das ist im Wasserbad in einem normalen Topf physikalisch leider unmöglich. 

Was hilft? Druck! Nur mit einem Druckeinkochtopf (oder einem entsprechend zertifizierten Schnellkochtopf) lassen sich die nötigen Temperaturen von über 121 °C erreichen. Erst da wird’s den Sporen zu heiß. 

Allerdings ist nicht jeder Schnellkochtopf dafür geeignet. Nur Modelle, die Druck und Temperatur wirklich zuverlässig halten – am besten mit Anzeige – sind eine Option. Und: Ein größerer Topf lohnt sich! Damit lassen sich gleich mehrere Gläser auf einmal einkochen. 

Wenn du noch auf der Suche nach einem passenden Topf bist, dann schau mal bei uns im Onlineshop vorbei – wir haben nämlich ein Modell gefunden, mit dem wir so richtig zufrieden sind! 

Damit kannst du dann ganz sicher bei dir zu Hause säurearme Lebensmittel haltbar machen – ohne Botulismusgefahr. Juchuuuu! 

Botulismusfreie Alternativen zum Einlegen

Neben dem Einkochen gibt es natürlich noch weitere Methoden, um Gemüse haltbar zu machen – zum Beispiel das Einlegen in Öl.

Aber kannst du dir vorstellen, welche Bedingungen im Gemüse herrschen, das mit Öl luftdicht versiegelt wird? Richtig! Es ist luftdicht abgeschlossen und – ohne Essig oder Zitronensaft – meist auch nicht wirklich sauer. Das bedeutet: Genau das gleiche Problem wie beim Einkochen.

Dass das Einlegen von Gemüse in Öl aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen wird, ist natürlich schade. Die Bedingungen in einem öligen, luftdichten Glas sind nämlich nahezu ideal für Clostridium botulinum – deshalb raten offizielle Stellen wie das BfR davon ab. Zum Glück gibt es aber jede Menge andere Möglichkeiten, Gemüse sicher haltbar zu machen, ganz ohne Gesundheitsrisiko. 

Eiskalt oder extra sauer – so klappt’s auch ohne Einkochen

Brrr… eine besonders einfache und bewährte Methode ist das Einfrieren. Das funktioniert zum Beispiel hervorragend bei Pesto oder klein geschnittenem Gemüse. In der Gefriertruhe herrschen Bedingungen, mit denen Botulismusbakterien nichts anfangen können: Es ist zu kalt, zu trocken und zu luftig. Damit zählt das Einfrieren zu den sichersten Methoden überhaupt, wenn es ums Haltbarmachen geht. 

Auch das Fermentieren ist eine tolle Alternative. Zwar wird hier ebenfalls ein gewisser Luftabschluss geschaffen, aber bei dieser Methode übernehmen nützliche Mikroorganismen die Kontrolle. Die typischen Milchsäurebakterien senken den pH-Wert im Ferment schnell und zuverlässig ab – und genau das macht es Clostridium botulinum unmöglich, aktiv zu werden. So entstehen aromatische, gesunde Fermente, die ganz ohne Risiko auskommen. Gemüse-Gurus lieben diesen Trick ;). 

Pssst: Dieses Rezept für fermentierte Tomaten kann ich nur empfehlen. Es ist superlecker!

Tomaten fermentieren-Rezept: Spritziger Sommer-Snack!

Sicher einkochen mit gutem Gefühl

Hoffentlich sind damit die wichtigsten Fragen rund um Botulismus geklärt – und der Grundstein gelegt, damit du beim Einkochen mit einem sicheren Gefühl loslegen kannst. Mit dem nötigen Wissen und den richtigen Methoden steht dem selbstgemachten Vorrat an Gemüse, Saucen und Co. nichts mehr im Weg. 

Einkochen soll schließlich nicht verunsichern, sondern Freude machen – und genau das tut es auch, wenn ein paar einfache Grundregeln beachtet werden. Denn was gibt es Schöneres, als im Herbst ein Regal voller selbst eingekochter Leckereien zu bestaunen? 

Also, besorg dir einen Druckeinkochtopf und sichere Rezepte und leg los! 

FAQ 

1. Wie kommen die Bakterien in mein Glas? 

Clostridium botulinum kommt ganz natürlich überall vor – und kann auch auf Gemüse „mitreisen“. Solange das Gemüse roh gegessen oder gründlich durchgekocht wird, ist das völlig unbedenklich. Erst bei der Lagerung nach dem Einkochen kann es problematisch werden. 

2. Wie kann man Botulismus beim Einkochen vermeiden? 

Botulismus lässt sich vermeiden, indem säurearme Lebensmittel wie Gemüse oder Fleisch nicht im Wasserbad, sondern unter Druck eingekocht werden. Nur im Druckeinkochtopf entstehen Temperaturen von über 120 °C, die hitzestabile Sporen von Clostridium botulinum zuverlässig abtöten. Alternativ dazu sollte der pH-Wert im Glas unter 4,5 liegen – das geht z. B. durch Zugabe von Essig oder Zitronensaft 

3. Warum reicht Einkochen im Wasserbad nicht aus? 

Im Wasserbad werden maximal 100 °C erreicht – das reicht nicht, um die hitzebeständigen Sporen von Clostridium botulinum zu zerstören. Diese Sporen können im Glas überdauern, später auskeimen und das gefährliche Botulinumtoxin bilden. Besonders säurearme Lebensmittel wie Bohnen, Kürbis oder Fleisch sollten daher niemals nur im Wasserbad eingekocht werden. 

4. Welche Temperatur tötet Botulismus-Sporen ab? 

Um die Sporen von Clostridium botulinum sicher abzutöten, sind mindestens 121 °C notwendig. Diese Temperatur lässt sich nur mit einem Druckeinkochtopf oder einem entsprechend zertifizierten Schnellkochtopf erreichen. Normales Einkochen im Topf oder Backofen bleibt unter dieser Schwelle und ist bei säurearmen Lebensmitteln unsicher. Im Backofen erhitzt sich die Luft zwar auf über 100 °C, das Wasser im Einkochglas wird aber nie heißer als 100 °C – das ist physikalisch unmöglich. 

5. Woran erkennt man Botulismus im Einkochglas? 

In vielen Fällen gar nicht. Einige Stämme bilden keine Gase, verursachen keinen Geruch und lassen das Vakuum im Glas intakt. Besonders die sogenannten nicht-proteolytischen Stämme von Clostridium botulinum sind deshalb gefährlich. Ein Glas kann äußerlich völlig in Ordnung wirken – und dennoch toxisch sein. Sicherheit gibt nur das richtige Einkochverfahren. 

6. Welche Lebensmittel darf man nicht im Wasserbad einkochen? 

Säurearme Lebensmittel wie Bohnen, Kürbis, Möhren, Erbsen, Fleisch oder Fisch dürfen nicht im Wasserbad eingekocht werden. Der pH-Wert liegt hier meist über 4,5 – ideale Bedingungen für Botulismusbakterien. Diese Lebensmittel müssen immer im Druckeinkochtopf verarbeitet werden, um sicher haltbar zu sein. 

Vorratskammer starten? 

Psst: In unserem Kurs „Vorratskammer starten“ wird gemeinsam geplant, sortiert, gelagert und eingekocht, was das Zeug hält. Jetzt loslegen und durchstarten :)

Ich möchte dabei sein!  

Wenn du noch ein bisschen Inspiration brauchst dann schau doch mal hier:
 
Leckerer Holunderblütensirup in 5 Schritten: Frühling in deinem Glas!

Tomaten einkochen: 5 super leckere Rezepte!

Gurken einlegen: süß-saure Sommerträume im Glas

Welches Gemüse oder Obst kochst du am liebsten ein?

*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

67 Kommentare

  1. elisabeth sagt

    ich steh auf der leitung: wenn sich d vakuum gelöst hat, darf ich den inhalt dann 10min kochen u essen? oder doch nicht??

    • Kristina von Wurzelwerk sagt

      Hallo Elisabeth!
      Wenn sich das Vakuum direkt nach dem Einkochen nicht gebildet hat (z. B. Glasrand war schmutzig), kannst du den Inhalt nochmal erhitzen und erneut einkochen. Wenn sich das Vakuum erst später im Vorratslager gelöst hat, solltest du den Inhalt nicht mehr essen – auch nicht nach erneutem Kochen.
      Viele Grüße und weiterhin viel Spaß beim Einkochen…
      Kristina vom Wurzelwerk-Team

  2. Heike sagt

    Ich teste gerade deinen neuen Drucktopf
    Wo verhält es sich denn mit den einkochzeiten bei so hohen Temperaturen?
    Ist das Gemüse dann pappig?

    • Kristina von Wurzelwerk sagt

      Hallo Heike! Super, dass du unseren neuen Druckeinkochtopf testest! ?
      Die hohen Temperaturen im Drucktopf (z. B. 115–120 °C) sorgen dafür, dass Mikroorganismen zuverlässig abgetötet werden – deshalb sind die Einkochzeiten hier auch deutlich kürzer als im Wasserbad.
      Damit dein Gemüse trotzdem noch Biss hat und nicht pappig wird, ist es wichtig, sich an bewährte Rezepte und Einkochzeiten zu halten. Diese berücksichtigen genau die Balance zwischen Keimfreiheit und guter Konsistenz.
      Falls du konkrete Rezepte oder Zeiten brauchst: In unserem Kurs „Vorratskammer starten“ und dem dazugehörigen eBook findest du viele Tabellen speziell fürs Druckeinkochen.
      Viel Spaß beim Einkochen! ?
      Kristina vom Wurzelwerk-Team

  3. Hallo zusammen,
    Vielleicht eine echt doofe Frage, aber im Artikel stand das z.B. Öl nicht sicher ist.
    Wie mach denn das die Industrie, muss ich jetzt bei in Öl eingelegten Sachen Angst haben wenn ich die im Laden kaufe?

    • Hallo Maia,

      da brauchst du keine Angst zu haben – die Industrie nutzt verschiedene Verfahren wie u.a. das starke Erhitzen, die Zugabe von ausreichend Salz oder auch das vorherige Behandeln der Lebensmittel mit Essig oder Zitronensäure um Botulismus auszuschließen.

      Viele Grüße,
      Katja von Wurzelwerk

  4. Christine Taschner Pfrendl sagt

    Liebe Marie,
    lese gerade, man sollte eher die Hände davon lassen Gemüse in Olivenöl/Öl einzulegen.
    Möchte aber so gerne Auberginen ital. Antipasti versuchen, Ist die Gefahr auch gegeben, wenn ich sie 24h gepresst in Salz einlege, gut ausdrücke und dann nochmals für ca. 3-6 Stunden in einen gewässerten Essig? Danke für Deine Hilfe.

    • Katrin von Wurzelwerk sagt

      Hallo Christine,
      leider kann ich dir für diesen Plan kein grünes Licht geben, weil ich nicht weiß, welchen pH-Wert die Auberginen am Ende deiner Zubereitung haben.
      Aber du könntest deine Auberginen auch einfrieren, dann wäre dein Problem gelöst! ;)

      Liebe Grüße
      Katrin

  5. Tina sagt

    wo kriegt man denn so einen druckeinkochtopf in der Größe her? ist der Weck einkochsutomat mit Druck? das lese ich nicht, aber die werben damit, dass man damit einfach Fleisch einmachen kann.

    • Katrin von Wurzelwerk sagt

      Hallo Tina,
      der Weckeinkochtopf erzeugt keinen Druck, damit kannst du nur im Wasserbad einkochen. Schnellkochtöpfe kannst du als Druckeinkochtopf verwenden, wenn sie eine Druckanzeige haben.

  6. Tina sagt

    Das ist so frustrierend.. woher soll man bitte diese Profirezepte bekommen. auch in Zeitschriften sind die einkochrezepte nichtmals Botulismus sicher.

  7. Kristina Müller sagt

    Moin,
    Ich habe gelesen, dass man auch Kuchen sehr gut einkochen kann. Ich wollte mir eigentlich einen kleinen Vorrat fürs Wochenbett anlegen. Wie sieht es dabei mit der Botulismus-Gefahr aus?
    Und habt ihr ein Rezept für sichere (pH <4,5) Paprika Soße? Die würde ich gerne als histaminarme Tomatensoßen Alternative selber einkochen. Gibt es nämlich leider nur super selten und super teuer zu kaufen.

    Vielen Dank und liebe Grüße!

    • Saskia Wurzelwerk sagt

      Hallo Kristina :)
      Wir raten auf Grund von Botulismus komplett davon ab mehlhaltiges einzukochen, da fällt der Kuchen auch raus. Wir haben im Kurs „Obst und Gemüse haltbar machen“ ein eigenes Rezeptbuch mich sicheren Rezepten. Zu anderen Rezepten können wir leider nicht beraten, da wir niemanden in Gefahr bringen wollen.
      Ganz liebe Grüße und eine wunderbare Zeit mit deinem kleinen Neuankömmling <3

  8. Susanne sagt

    Hallo , ich habe Ajvar eingekocht und in meinem Ajvar ist Weinbranntessig, ist es dann sauer genug, oder kann sich da noch Botulismus bilden?
    Lg

    • Hallo Susanne,
      das kommt auf den pH-Wert an. Wenn du dir unsicher bist, kannst du das Ajvar mit verkochen und 10 Minuten sprudelnd aufkochen. Dann ist das Botulinumtoxin zerstört.
      Liebe Grüße
      Luci von Wurzelwerk

  9. Katharina sagt

    Hallo Marie,

    finde cool, wie du dich mit dem Thema beschäftigst!
    Ich hätte eine Frage: Würde gerne Kompott ohne Zucker einkochen und wenn möglich ohne Druckkessel (muss ich erst besorgen). Hast du da eine Idee für ein Rezept?

    Liebe Grüße
    Katharina

  10. Angela sagt

    Hallo Marie,
    ich bin durch Zufall auf deine Seite gestoßen und finde sie einfach sehr toll. Da ich Einkoch-Neuling bin habe ich eigentlich sehr viele Fragen aber eine beschäftigt mich sehr, ich habe am Wochenende Rote Beete und Karotten aus dem eigenen Garten mit dem Backrohr eingekocht reicht es jetzt die nochmals einzukochen oder soll ich mir einen Schnellkochtopf dazu kaufen? Wenn ja welchen verwendest du oder würdest du mir empfehlen? Wie schnell entwickeln sich diese Toxine? Mir sind leider 2 Gläser undicht geworden und es ist Flüssigkeit ausgetreten muss ich die jetzt entsorgen und kann ich die gleich noch essen?

    • Luci sagt

      Liebe Angela,
      sobald du dir unsicher bist, kannst du dein Eingekochtes 10 minuten sprudelnd aufkochen. Das zerstört das Toxine zum Glück. Möchtest du Rote Bete und Karotten ohne Essig einkochen, kannst du einen Schnellkochtopf kaufen, der die gewünschte Temperatur erfüllt oder dein Gemüse dreifach einkochen. Die bereits abgefüllten Gläser kannst du entweder vor dem Verzehr immer 10 Minuten sprudelnd aufkochen. Außer wenn der Inhalt schimmelt. Dann musst du es leider entsorgen. Oder du fängst nochmal ganz von vorne an und öffnest die Gläser und kochst den Inhalt nochmal auf. Dann kannst du mit einem Schnellkochtopf einkochen oder das dreifache Einkochen anwenden.
      Eine andere Methode ist, dass du die Rote Bete und die Karotten in einem Essigsud im Wasserbad einkochst oder sie fermentierst.

      Liebe Grüße
      Luci von Wurzelwerk

  11. Katharina Schwieckerath sagt

    Wenn schon Panik verbreitet wird wegen Botulismus, sollte man auch schreiben wie viele unterschiedliche Formen es davon gibt, Wundbotulismus, Lebensmittelbotulismus, Säuglingsbotulismus Inhalationsbotulismus und das davon jährlich unter 20 Fälle im Land auftreten. Jede Konserve, jedes abgepackte Fleisch, Wurst kann theoretisch die Erreger enthalten. In den USA, der Heimat des Pressure Canner, sind Botulismus Fälle gegenüber Deutschland exorbitant hoch. Da sind es viele tausend Fälle in jedem Jahr.

  12. Markus Gander sagt

    Liebes Team,

    Ich habe letztes Jahr den einkochen Kurs bei euch gekauft.
    Dieses Jahr hatte ich bei der tomatensauce die Deckel nicht abgetrocknet und jetzt sind wasserblasen am Deckel.
    Ist das ein Problem?

    Danke
    Liebe Grüße Markus aus Wien

    • Luci sagt

      Lieber Markus,
      wichtig ist, dass du die Deckel nochmal heiß abkochst, bevor du sie benutzt. Wenn sie danach Wasserflecken/-blasen auf den Deckeln haben, ist dein Wasser wahrscheinlich sehr kalkhaltig. Das ist nicht so schlimm.
      Liebe Grüße
      Luci von Wurzelwerk

  13. Savas sagt

    Hi Marie. War gerade durch Zufall auf deiner Seite und habe übet Butolismus gelesen. Meine Frau und ich haben einen kleinen italienischen Imbiss und wollen such zukünftig einige Saucen wie z.B Bolognese anbieten. Könntest du uns einen Druckeinkochtopf empfehlen? Liebe Grüße, Savas.

    • Luci sagt

      Hallo Savas,
      wir empfehlen den Pressure Canner von Presto. Allerdings ist er häufig ausverkauft. Manchmal ist er auch gebraucht auf Ebay zu finden.
      Ich hoffe, ihr findet einen guten Druckeinkochtopf!
      Liebe Grüße
      Luci von Wurzelwerk

  14. Sandra Steger sagt

    Hallo,
    ich hab dieses Jahr das erste Mal Rotkohl angebaut und wollte fragen ob ich fertiges Rotkraut einkochen kann?

    Liebe Grüße Sandra

    • Luci sagt

      Liebe Sandra,
      ich bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage richtig verstanden habe. Hast du Sauerkraut aus Rotkohl gemacht, also Rotkohl fermentiert? Das hält sich auch super so frisch im Kühlschrank, wenn es richtig durchfermentiert ist. :) Oder meintest du mit Rotkraut was ganz anderes?
      Liebe Grüße
      Luci

  15. Hallo Marie
    Ich mache seit jahrzenter viele verschiedenen selbstgemachte Konserven, besondern Gemüsen in öl eingelegt, und hatte NOCH NIE das problem von Botulismus…. Die Gemüsen in öl eingelegt sind sooo Köstlich, ich mag nicht Gemüsen nur in Salzlacker, oder in Essig eingelegt oder nur in Wasser dieses schmecken mir nicht!!! Ich machen viele Pilze in öl eingelegt, Artischoken in öl eingelegt, getrockneten Tomaten in öl eingelegt, Peperoni/Parika und Chili in öl eingelegt, Sogar grünen Bohnen in öl eingelegt, Aubergine in öl eingelegt das schmeckt ALLES SOOOO GUT!!! und hatte noch NIE problem damit!!!Und was gut ist alle Konserven in öl eingelegt sind viele Jahren haltbar, und NICHTS wird ranzig oder so…. Tschüss aus der Schweiz Anna-Maria

  16. Svenia Bieler-Theel sagt

    Hallo Marie,
    ich habe eben deinen Beitrag zu Botulismus angeschaut. Eigentlich wollte ich mich heute Mittag dran machen und Pesto aus Wildkräuter herstellen. Da hab ich jetzt so meine bedenken. Aber du sagst ja mit Zitronensaft könnte man den Säuregrad anheben. Die Frage ist, reicht das auch wenn ich Pesto mache, und wenn ja, wie viel Zitronensaft brauche ich da?
    Liebe Grüße Svenia

    • Malin von Wurzelwerk sagt

      Hej Svenja,
      Pesto aus Wildkräuter würde ich immer einfrieren :) Ich kann dir aus der Ferne nicht sagen, wie viel Zitronensaft du brauchst, weil man dafür den pH-Wert messen und das Rezept testen müsste.
      Liebe Grüße
      Malin von Wurzelwerk

  17. Dina Herdina sagt

    Hallo Marie und Team,

    Ich habe 2 Fragen:

    1. Muss ich mich genau an die Zutaten deiner Rezepte zum einkochen im Presto Canner ( entsprechend haltbarmachen Kurs bzw.. Rezeptbuch von Presto) halten oder kann ich meine eigenen Rezepte verwenden?

    2. Gibt es außer Milchprodukten und Mehl noch andere Lebensmittel, die nicht im Preston Canner eingekocht werden dürfen.?

    Danke für eure Antwort
    P.S. Die Kurse sind toll

    • Malin von Wurzelwerk sagt

      Hallo Dina,
      Leider kannst du nicht einfach irgendwelche Rezepte zum Einkochen im Pressure Canner verwenden! Ein Rezept kann erst dann als sicher eingestuft werden, wenn es unterschiedliche Tests durchlaufen hat, die man nicht in der heimischen Küche durchführen kann. Zu 2.: Alle stärkehaltigen Lebensmittel, neben Mehl sind das noch Reis, Nudeln, Brot, Kuchen etc, kannst du nicht im Presto einkochen, auch für Kohl und Milchprodukte gibt es kein sicheres Rezept. Und pürierte Lebensmittel kannst du leider auch nicht im Presto einkochen. Lass dich davon aber nicht entmutigen, so ein Pressure Canner ist ein tolles Teil :)
      Liebe Grüße
      Malin von Wurzelwerk

  18. Kathi sagt

    Hallo alle zusammen,
    könnt ihr mir vielleicht einen Tipp geben, wo ich einen entsprechenden guten Druckkochtopf herbekomme bzw. was ein gutes Modell wäre?
    Und was eigentlich der Unterschied zwischen einem Schnell- und einem Druckkochtopf ist?
    Ist vielleicht geplant, so etwas mal in das Sortiment vom Gartengorilla aufzunehmen? :-)
    Danke & lg

    • Malin von Wurzelwerk sagt

      Huhu Kathi,
      Marie empfiehlt Pressure Canner von Presto oder All American Canner. Eine Alternative dazu ist ein Schnellkochtopf. Grundsätzlich sind sich Schnell- und Druckkochtöpfe/Pressure Canner sehr ähnlich. Du musst in der Bedienungsanleitung nachsehen, bei welcher Einstellung eine Temperatur von mindestens 115° Celsius erreicht wird. Nur dann kannst du auch mit einem Schnellkochtopf sicher einkochen, weil das auch die Temperatur ist, mit der der Pressure Canner bei 11 pounds einkocht. Es passen aber deutlich weniger Gläser in den Schnellkochtopf, das bedeutet, dass du viel mehr Einkoch-Durchgänge hast.

      Weil an einem Schnellkochtopf in der Regel keine Messuhr ist, die dir den Druck anzeigt, sondern nur Kochstufen einzustellen sind, solltest du immer ein wenig länger als im Rezept gefordert einkochen.:)

      Liebe Grüße
      Malin von Wurzelwerk

  19. Manfred sagt

    Mit Interesse lese ich im Netz und bei Kommentaren verschiedene Beiträge/Rezepte zur Fermentation von rohen Bohnen. Könntest Du mal etwas zum Verhältnis Fermentation und Botulismus schreiben? Werden die Clostridium botulinum – Bakterien beim Fermentieren nicht aktiv?
    Beim Einkochen ist mehr Luftabschluss (Vakuum) vorhanden als beim Fermentieren, aber dennoch … . Gerne möchte ich Deinen fachmännischen (-fraulichen) Rat hören.

    Dies interessiert bestimmt alle Fermeneure.

    Viele Grüße von Manfred

    • Malin von Wurzelwerk sagt

      Huhu Manfred,
      Expert*innen wie Sandor Ellix Katz zum Beispiel kommen zu dem Schluss, das von fermentiertem Gemüse nahezu kein Risiko ausgeht. Das liegt laut ihnen daran, dass wir die Bedingungen in einem Gemüseferment so setzen, dass die guten säureproduzierenden Bakterien die Vorherrschaft erlangen und die pathogenen Bakterien, die zum Beispiel Botulismus auslösen können, keine Chance haben.:)
      Liebe Grüße
      Malin von Wurzelwerk

  20. Stephan sagt

    Der Meinung von Nikolett kann ich mich nur anschließen! 120 min 100 Grad und es gibt nichts bedenkliches mehr. 121.1 Grad so ein Quatsch 116 genauso. Temperatur und Zeit! Ich schaue dich trotzdem gern aber nicht übertreiben mit Botulismus…. wird seit Jahrhunderten gemacht.

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