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9 einfache Schritte zu deinem Gartenplan!

Gemüsebeete mit Kohl

Na, grübelst du auch gerade an deinem Gartenplan? Ich weiß, dass es gar nicht so einfach ist, alles zu beachten, ohne ein rauchendes Köpfchen zu bekommen: Mischkulturen, Fruchtfolgen, gestaffelte Aussaaten und wer noch keine Beete hat, muss erstmal den besten Standort im Garten ausmachen…huiuiui – das ist ganz schön viel!

Damit du nicht den Kopf verlierst, sondern Freude an deiner Gartenplanung hast, führe ich dich heute durch den Planungs-Dschungel. So kannst du deinen Gartenplan Schritt für Schritt mit mir zusammen erstellen.

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Träumen ausdrücklich erwünscht!

Bei allem Kopfrauchen ist die Zeit der Gartenplanung auch eine total schöne Zeit: Die Saatgutkataloge flattern ins Haus und du kannst dich zurücklehnen und träumen, wie dein Garten in der nächsten Saison aussehen soll und was du vielleicht anders machen möchtest als im letzten Jahr.

Also mach es dir mit eine Tee gemütlich und dann lass uns gemeinsam die Planung durchgehen. Und am Ende steht der fertige Gartenplan für die neue Saison. Los geht’s!

Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, als Texte zu lesen, ist hier mein YouTube-Video zur Anbauplanung:

Schritt 1: Den richtigen Standort für deine Beete finden

Falls du bisher noch keinen Gemüsegarten hattest und jetzt deine erste Gartensaison ansteht: Herzlichen Glückwunsch zu der Entscheidung – das ist ein wundervolles neues Hobby, das du dir da ausgesucht hast!
 
 Aber auch wenn du schon einen Garten hast und neue Beete anlegen willst (genug Beetfläche kann man schließlich nie haben, oder? ;)), solltest du zuerst entscheiden, wo im Garten du deine nigelnagelneuen Beete anlegen möchtest.

Das ist gar keine so einfache Entscheidung, weil du auch bei diesem ersten und sehr wichtigen Schritt schon einiges beachten solltest. Deshalb gebe ich dir hier fünf Beurteilungskriterien an die Hand, die dir dabei helfen sollen, den besten Platz für deine Beete im Garten zu finden.

Du wirst wahrscheinlich nicht alle fünf Kriterien berücksichtigen können. Sie helfen dir aber hoffentlich dabei, das Beste aus deiner Gartensituation herauszuholen. Also: Geh raus, schau dich um und finde den besten Fleck für deine Beete. :)

1. Nähe zum Haus. Es ist total praktisch, wenn du deine Beete schnell erreichen kannst und keine langen Wanderungen zu deinem Freiluftsupermarkt unternehmen musst. So kannst du jederzeit vor dem Essen noch schnell frischen Salat ernten und ein paar Kräuter pflücken.

2. Sonnenschein. Ein sonniges Plätzchen ist natürlich der absolute Traum! Hast du keinen vollsonnigen Standort, sondern bist darauf angewiesen, deine Beete im Halbschatten anzulegen? Das ist gar nicht so schlimm. In diesem Fall solltest du allerdings schattentolerante Gemüse anbauen , die stecken das nämlich locker weg und sind sogar ganz froh, wenn sie nicht in der prallen Sonne brutzeln müssen. Nur ein ganz und gar schattiger Platz ist nicht zum Gemüseanbau geeignet und du solltest dort besser keine Beete anlegen.

3. Ein guter Boden. Hier ist die Auswahl höchst wahrscheinlich nicht so groß, denn der Boden in deinem Garten ist nun mal so wie er ist. Aber vielleicht findest du bei deiner Entdeckertour ja ein paar kleine, aber feine Unterschiede. Sind an einer Stelle viele Steine im Boden? Und ist der Boden woanders im Garten schön feinkrümelig und dunkel?

Keine Sorge, du musst kein Spezialwissen in der Bodenkunde haben, um einschätzen zu können, ob dein Boden fruchtbar ist. Regenwürmer sind zum Beispiel ein toller Indikator für einen fruchtbaren Boden. Such dir den Ort in deinem Garten aus, an dem der Boden möglichst dunkel, feinkrümelig und belebt ist.

4. Ebenerdigkeit. Das Gärtnern ist viel leichter, wenn du deine Beete auf einer ebenen Fläche anlegst. Wenn du ein Hanggrundstück hast, dann sollte es ein Südhang sein, damit deine Pflanzen genug Sonne abbekommen. Der Hang sollte auch nicht zu steil sein, damit du ihn noch problemlos begärtnern kannst. Bei sehr steilen Hängen führt an Terrassenbeeten leider kein Weg vorbei.

5. Windschutz. Deine Pflanzen stehen nicht so drauf, wenn ständig ein harscher Wind weht. Besonders bei sehr exponierten Grundstücken lohnt es sich daher, um die Beete herum schützende Beerensträucher zu pflanzen. Die süßen Beeren gibt es dann als Bonus dazu! ;)

Auch auf der Südseite einer Mauer profitieren deine grünen Freunde außerdem von der Wärmeabstrahlung des Gemäuers.

Schau also, dass deine Gemüsebeete etwas eingefriedet sind. So kann ein gutes Mikroklima entstehen und deine Beete sind Wind und Wetter nicht ganz so schutzlos ausgeliefert. Dein Gemüse wird dir danken und dich mit einer dicken Ernte beglücken.

Schritt 2: Die richtige Gartengröße bestimmen

Die nächste Frage in deiner Gartenplanung drängt sich dir bestimmt schon auf: Wie groß soll die Beetfläche sein? Wie viele Beete brauchst du für dein Gemüse? Und für wie viele Beete reicht deine Gärtnerlust? Das sind natürlich super individuelle Fragen, die jeder anders beantwortet.

Um deine perfekte Gartengröße herauszufinden, habe ich ein Quiz erstellt, das dich darin unterstützen soll, die richtige Antwort für deine Situation zu finden. Es berücksichtigt deinen Erfahrungsschatz, deine zeitlichen Ressourcen, aber auch deine Ziele im Garten.

Die Quizfragen kannst du hier beantworten, um danach direkt mit Schritt 3 weiterzumachen.

Schritt 3: Lass dich für deinen Gartenplan inspirieren

Nun geht es ans Träumen und daran, Inspiration für deinen Garten zu finden. Wie sieht dein Traumgarten aus? Ist es ein wunderschöner Bauerngarten? Möchtest du unbedingt Hochbeete anlegen? Welche Form sollen deine Beete haben? Vielleicht darf in deinen Garten ja auch ein Gewächshaus einziehen? Sei hier ruhig kreativ und mal dir deine kühnsten Gartenfantasien aus! ;)

Ich nutze bei der Inspirationssuche super gerne Pinterest und könnte Tage damit verbringen, Fotos von wunderschönen Gärten zusammenzustellen. Es gibt dort einfach soo viele tolle Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten zu entdecken!

Gib in der Suchleiste einfach mal „Gemüsegarten Ideen“ oder etwas ähnliches ein und stell dir dein eigenes Pinboard zusammen. Dein Garten soll dir schließlich nicht nur Ertrag liefern, sondern auch eine kleine Wohlfühloase sein. Und da gehört die Träumerei im Winter unbedingt dazu. :)

Schritt 4: Gartenplan zeichnen

Wenn du dann ganz viele Ideen gesammelt hast, können wir zum nächsten Schritt gehen und den Grundriss deines Gartens aufzeichnen. Dafür skizzierst du am besten erst mal den ganzen Garten, so wie er gerade ist und mit allem, was dazugehört: Bäume, Mauern, Zäune oder sogar Baumstümpfe. So vergisst du nichts, was dir beim Beete anlegen sonst in die Quere kommen könnte.

In diesen Plan zeichnest du anschließend die Beete ein. Deine Beetgröße solltest du hierfür schon festgelegt haben. So weißt du, wie viele Quadratmeter Beetfläche du einplanen musst und kannst überlegen, wie du diese am besten in deinem Garten aufteilst.

Ich habe meine Beete am liebsten alle auf einem Fleck und nicht bunt verstreut im Garten. Bei mir hat es den einfachen Grund, dass ich rund um die Beetfläche eine Rasenkante eingrabe, damit ich Gräser aus meinen Beeten aussperren kann. Wenn ich dafür nur eine Fläche umranden muss, ist das natürlich viel weniger Arbeit und ich brauche auch nicht so viel Material.

Du möchtest auch neue Beete anlegen? Im folgenden Artikel erkläre ich dir ganz genau, wie du super schnell und ohne Umgraben richtig tolle Beete anlegen kannst: Gemüsebeet anlegen in 6 Schritten.

Schritt 5: Gemüse-Wunschzettel erstellen

So langsam nimmt das Ganze Gestalt an, findest du nicht? Jetzt kannst du dir bestimmt schon ganz gut vorstellen, wie dein Garten später mal aussehen soll. Aber wir wollen noch ein bisschen konkreter planen: In diesem Schritt verschaffst du dir einen Überblick, welche Pflanzen in deinem Garten wachsen sollen.

Dafür legst du dir am besten einen Wunschzettel mit allen Beerensträuchern, Gemüsen und Kräutern an, die du in deinem Garten anbauen möchtest. Ich habe eine (mittlerweile ziemlich lange) Liste, die ich jedes Jahr wiederverwende. Ab und zu ergänze ich sie um ein Gemüse, das ich unbedingt ausprobieren möchte.

Gartenplan schreiben mit Tasse Kaffee

Wenn du noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt hast, sondern noch ganz am Anfang deiner Gartenkarriere stehst, dann fang lieber mit den „einfachen“ Gemüsearten an. Es gibt nämlich ein paar Prinzessinnen im Gemüsebeet, die ziemlich anspruchsvoll sind. Zum Glück gibt’s aber auch die Kandidaten, mit denen du auch ohne viel Erfahrung eine ordentliche Ernte einfahren kannst. Heb dir die Prinzessinnen also ruhig für die nächsten Gartenjahre auf. ;)

Hier findest du einen Artikel mit Gemüsen, die sich super für Anfänger eignen.

Hol dir deinen fertigen Gartenplan!

Damit du dir um Fruchtfolgen und Mischkulturen nicht zu viele Gedanken machen musst, kannst du dir hier einfach meinen kostenlosen Gartenplan herunterladen – der ist schon fix und fertig ausgeknobelt. Du kannst ihn aber auch ganz leicht auf deinen eigenen Garten übertragen und an deinen Wunschzettel und deine Bedürfnisse anpassen.

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Wenn du das ein oder andere Gemüse im Gartenplan nicht magst, kannst du es problemlos durch ein anderes ersetzen. Einzige Voraussetzung hierbei: Immer nur durch einen anderen Vertreter derselben Pflanzenfamilie ersetzen, damit die Fruchtfolge nicht durcheinanderkommt. 

    Kleiner Tipp: Mir hilft es immer, in meinem Gartenplan rumzukritzeln, und mir Notizen direkt im Plan zu machen. Daher lade ich dich dazu ein, den Gartenplan auszudrucken. Du kannst ihn aber natürlich genauso gut am Handy oder Laptop nutzen.

    Schritt 6: Die Fruchtfolge in der Gartenplanung

    Wenn du dir lieber deinen ganz individuellen Gartenplan anlegen möchtest, steht im nächsten Schritt an, die Fruchtfolge auszuklügeln. Hierbei geht es vor allem darum, Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen. Diese Biester, die einem das Gärtnerleben so richtig vermiesen können, sind nämlich oft auf einzelne Gemüsefamilien spezialisiert und lassen alle anderen Gemüse links liegen.

    Wenn du nun in einem Beet Jahr für Jahr Gemüse derselben Pflanzenfamilie anbaust, servierst du den Schädlingen und Krankheiten immer wieder ihr Leibgericht und sie fühlen sich in deinem Beet so richtig wohl. Das wollen wir natürlich tunlichst vermeiden! Deshalb solltest du zwischendurch lieber etwas anderes anbauen und die Schädlinge und Krankheiten dadurch aushungern.

    Wie lange das Aushungern dauert, kommt auf die jeweilige Pflanzenfamilie und die Hartnäckigkeit der dazugehörigen Schädlinge und Krankheiten an. Bei Kohlgewächsen sind es zum Beispiel fünf bis sechs Jahre, die du warten solltest, bevor du Pflanzen dieser Familie wieder im selben Beet anbaust.

    Das kann ganz schön kniffelig sein, denn gerade die Familie der Kreuzblütler ist super groß und beherbergt sooo viele tolle Familienmitglieder, dass der Platz in den Beeten schnell knapp wird. ;)

    Ich achte bei der Fruchtfolge auch darauf, Stark-, Mittel- und Schwachzehrer in der richtigen Reihenfolge anzubauen. Das dient dazu, die Nährstoffe im Boden optimal auszunutzen. Außerdem weiß ich so ganz genau, welche hungrigen Kandidaten noch eine kleine extra Düngung brauchen.

    Und dann gibt es noch ganz praktische Überlegungen bei der Planung:  Ich packe zum Beispiel die Gemüse, die mit einem Kulturschutznetz vor gefräßigen Gartenbewohnern geschützt werden müssen, gerne zusammen in ein Beet. Dadurch muss ich nicht so viele Netze einsetzen. Das mache ich zum Beispiel bei Kohl und Lauch, die übrigens beides Starkzehrer sind. ;)

    Noch mehr Details zu Fruchtfolgen und eine Übersicht, welches Gemüse zu welcher Pflanzenfamilie gehört und wie lange die jeweiligen Anbaupausen sein sollten, erfährst du hier: Fruchtfolge erstellen: Schritt für Schritt zum perfekten Gemüsegarten-Fruchtwechsel.

    Blumenkohl im Gemüsegarten

    Schritt 7: Gemüsefamilien finden und lospuzzeln

    In diesem Schritt ordnest du alle Gemüse von deiner Wunschliste ihren jeweiligen Pflanzenfamilien zu. Notier dir am besten auch gleich die Anbaupause jeder Pflanzenfamilie mit auf deiner Liste. So bekommst du einen guten Überblick über all die Pflanzenfamilien, die in deine Beete einziehen sollen.

    Nun geht es darum, herauszufinden, in wie viele Beeteinheiten du deine Anbaufläche unterteilen musst – das verraten dir deine Anbaupausen. Dabei gilt: Du brauchst mindestens so viele Beete, wie die längste Anbaupause lang ist. Meistens haben hier die Kohlgewächse das Sagen. Sie dürfen nur jedes sechste Jahr im gleichen Beet wachsen. Das bedeutet, dass du für die Fruchtfolge mindestens sechs Beete brauchst. Logisch, oder?

    Stattdessen kannst du aber auch z.B. drei Beete jeweils in der Mitte teilen und so sechs Fruchtfolge-Parzellen schaffen, die du wie einzelne Beete behandelst.

    Du kannst natürlich auch mehr Beete anlegen. Dadurch können Gemüsefamilien entweder in mehreren Beeten vorkommen oder die Anbaupausen verlängern sich, beides ist gar kein Problem. Im Gegenteil: Du hast mehr Spielraum und kannst mehr Vielfalt in deine Beete bringen.

    Gartenplan für Gemüsegarten

    Ich nummeriere meine Beete immer durch, damit ich ganz genau weiß, welches Gemüse im darauffolgenden Jahr in welches Beet rückt. Was dieses Jahr in Beet eins wächst, kommt nächstes Jahr in Beet zwei, und im Jahr danach in Beet drei. Und nach dem letzten Beet geht es wieder von vorne los.

    Hast du schon gemerkt, was hierbei der riesige Vorteil ist? Genau: Wenn deine Gartenplanung einmal steht, dann musst du dir nächstes Jahr keine Gedanken um Fruchtfolge und Co mehr machen. Denn der Plan ist darauf ausgelegt, dass du ihn Jahr für Jahr benutzen kannst und die Pflanzen einfach nur den Platz wechseln.

    Bist du noch dabei? Gut, jetzt kommt nämlich eine kniffelige Aufgabe: Du verteilst die Familien so auf die Beete, dass bei einer Rotation alle Anbaupausen einhalten kannst. Dabei können sich zwei Pflanzenfamilien ein Beet natürlich auch teilen. Zwiebelgewächse und Doldenblütler passen zum Beispiel super gut zusammen.

    Danach schaust du in jedes einzelne Beet und überlegst bei jeder Pflanzenfamilie, welche Vertreter nun wo genau wachsen sollen. Plan dabei ein, wer wie viel Platz braucht. Radieschen und Blumenkohl gehören zum Beispiel beide zu den Kohlgewächsen, der Blumenkohl ist im ausgewachsenen Zustand aber viiiiielgrößer und braucht dementsprechend mehr Platz.

    Wenn du einmal den Dreh raushast, macht es richtig Spaß, dich reinzufuchsen, zu grübeln und wild drauflos zu puzzeln, versprochen! Und sei nicht zu streng mit dir – Kompromisse sind ein Teil jeder Anbauplanung. ;)

    Schritt 8: Mischkulturpartner in der Gartenplanung festlegen

    Wenn du mehrere Pflanzenfamilien in einem Beet mischst, solltest du unbedingt darauf achten, dass die Gemüse sich vertragen. Verkupple also nur die Gemüsekandidaten miteinander, die sich gut leiden können oder sich sogar gegenseitig unterstützen.

    Diese Traumpaare gibt es tatsächlich – Möhre und Zwiebel sind so ein klassisches Beispiel. Sie beschützen sich gegenseitig vor Schädlingen und haben so unterschiedliche Bedürfnisse, dass sie sich perfekt ergänzen. Ist das nicht wunderbar? Wenn du nach einer kompletten Liste mit tollen Mischkulturen suchst, dann schau doch mal hier vorbei: 28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner.

    Ich bin ein riesen Fan von Mischkulturen! Gerade im Biogarten kannst du so super viele Krankheiten und Schädlinge vermeiden. Bau also unbedingt ganz viele tolle Mischkulturpaare in deinen Anbauplan ein. :)

    Schritt 9: Die Aussaat planen

    Du hast es schon fast geschafft – aber ein wichtiger Schritt fehlt noch. Denn nun solltest du dir noch gut überlegen, wann du welches Gemüse aussäen musst. Du möchtest ja wahrscheinlich über das ganze Jahr immer wieder Spinat, Salat und Radieschen ernten, und dazu musst du sie eben auch regelmäßig säen – das Stichwort dazu lautet: „Gestaffelte Aussaat“.

    Möhren säe ich zum Beispiel alle vier Wochen aus. So habe ich immer frische Möhren im Garten. Durch mehrere kleinere Aussaaten entgehe ich auch riesigen Erntemengen, die sich ohne die richtige Planung im Juli und August schnell auftürmen – und dann schon zwei Wochen später ein gähnendes Loch im Gemüsebeet hinterlassen.

    Es geht also darum, laufend moderate Mengen zu säen und dann natürlich auch zu ernten. So wird es auf dem Teller nie langweilig und dein Gemüse fängt auch nicht an, dir irgendwann aus den Ohren raus zu kommen. Ich kann hier aus Erfahrung sprechen: sechsmal Rote Bete innerhalb einer Woche sind einfach zu viel. ;)

    Nächste Woche kommt deswegen nochmal eine detaillierte Anleitung, wie du deine Aussaaten gestaffelt planen kannst.

    Und jetzt heißt es: Korken knallen lassen

    Hurra! Du hast es geschafft – deine Anbauplanung steht! Du kannst wirklich stolz auf dich sein! Jetzt heißt es, einmal kurz verschnaufen, bevor es dann schon ganz bald damit losgeht, deinen Plan in die Tat umzusetzen. Yeha!

    Du hast Lust noch ein bisschen weiter auf dem Blog zu schmökern? Dann schau doch mal bei diesen Artikeln vorbei:

    Na, hast du deinen Gartenplan ausgeknobelt? Welche Gemüse dürfen in deine Beete einziehen? Ich freue mich, von dir zu lesen! :)

    Kategorie: Garten

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    9 Kommentare

    1. Jasmin sagt

      Liebe Marie,

      ich Liebe deinen blog und folge dir schon seit einigen Jahren. Ich hatte früher selbst einen kleinen Garten, deine Tipps hatten mir damals schon weitergeholfen. Inzwischen habe ich leider keinen mehr. Aber meine Eltern haben nun endlich wieder einen. Und zwar einen riesigen. Inkl. Streu Obst Wiese und so weiter. Den Nutzgarten darf ich nun anlegen. Und ich freue mich riesig darauf! Ich beginne mit der Planung gerade. Und da kam dieser Artikel gerade wie gerufen! Mein Plan steht nun und ich kann den Artikel von nächster Woche kaum abwarten :) Bis dahin beschäftige ich mich nun mit der Beetvorbereitung, wozu du ja auch einiges in petto hast.
      Also vielen Dank und alles Gute dir und deiner Familie!
      Jasmin

    2. Andrea sagt

      Hallo Marie,

      vielen Dank für die vielen hilfreichen Informationen. Da bleiben mir hoffentlich viele schmerzliche Erfahrungen erspart.

      Aber wie machst du das mit der Fruchtfolge denn mit deinen Tomaten und dem Gewächshaus? Pflanzt du deine Tomaten nicht jedes Jahr ins Gewächshaus? Oder wechselst du im Gewächshaus von der einen auf die andere Seite?

      Würde mich über eine Antwort freuen.

      Viele Grüße

      Andrea

    3. Sandra sagt

      Hallo liebe Marie,
      ich wollte mir schon ein paar mal deinen Aussatkalender runterladen. Aber leider funktioniert es nicht. Egal welche e-mail Adresse ich angebe.
      Letzes Jahr bin ich schon auf deinen Blog gestoßen und habe auch eine Zeit lang jede Woche deine neuen Blogs per Mail bekommen, aber seit einiger Zeit kommt nichts mehr. Irgendwas ist da leider schief gelaufen ?!
      Beste Grüße
      Sandra

      • Admin sagt

        Hallo Sandra,

        am besten schreibst du uns eine Mail an [email protected], dann können wir dir besser weiterhelfen und dir den Kalender auch manuell zuschicken. :)

        Viele Grüße,
        Jacky
        >Gemüsegarten-Coach<

    4. Toni sagt

      Hallo Marie,

      auch ich melde mich mal aus dem stillen Kämmerlein und wage mich aus dem sonst nur Lesenmodus raus.
      Wie ist das mit den Beeten, dem Wechsel aber vorallem dem Abstand?

      Wie viel Abstand brauche ich zwischen zwei Beeten? Reichen da 30 cm? Ich meine für die Folge von Schwach- und Starkzehrern verstehe ich es ja, da die Erde ja im jeweiligen Beet verbleibt… Aber ein kleines Tierchen oder Pilz überwindet doch ohne Probleme 30 cm oder auch 1 Meter zwischen zwei Beeten oder?

      Das frage ich mich schon eine ganze Weile…

      Viele Grüße
      Toni

    5. Verena sagt

      Hallo Marie,

      leider steht mir in meinem kleinen Garten nur ein einziges Beet zur Verfügung 😪 Dieses ist ca. 1,5 m tief und ca. 8 m lang.

      Gerade tüftele ich einen Anbauplan aus.
      Im letzten Jahr hatte ich ganz links Kohl stehen. Kann ich jetzt tatsächlich 5 Jahre lang keinen Kohl mehr in das Beet setzen oder kann ich in diesem Fall den Kohl in diesem Jahr einfach ganz rechts anbauen, so dass er “weit weg” von dem letztjährigen Standort steht?
      Ansonsten wäre ich ja extremst eingeschränkt bei der Anbauplanung.

      Würde mich sehr über eine Antwort freuen.

      Grüße Verena

      • Admin sagt

        Hallo Verena,

        du kannst dein Beet in sechs Parzellen einteilen, so kannst du deine Fruchtfolge auch in einem Beet einhalten. :)

        Viele Grüße,
        Jacky
        >Gemüsegarten-Coach<

    6. Birgit sagt

      Liebe Marie!
      Wir sind erst vor kurzem auf Deinen Blog gestoßen und begeistert! Vielen Dank, dass Du Dein Wissen und Deine Erfahrungen mit uns teilst, und das in sehr ansprechender Art und Weise!
      Es beschäftigt uns seit geraumer Zeit ein Thema, das Du in einem Deiner Artikel kurz erwähnst: die Doppelgrabegabel! Wir würden gerne unseren Gartenboden mit diesem Gerät bearbeiten. Nur leider ist diese Gabel kaum bekannt, geschweige denn irgendwo aufzutreiben….
      Kannst Du uns dazu vielleicht einen Tipp geben!? Gerne auch von MitleserInnen!
      Liebe Grüße, Birgit und Andreas

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