Selbstversorgung
Kommentare 4

Was sind deine großen, wilden Selbstversorger-Träume?

selbstversorger-träume

Wir müssen ja Ende Januar ausziehen. Nach dem letzten Artikel haben uns super viele liebe Nachrichten und Tipps zu Höfen erreicht – Danke, Danke, Danke – Ich bin ganz überwältigt und gerührt von eurer Anteilnahme! :)

Viele von euch haben auch geschrieben, dass sie daran interessiert sind, wie es mit unserer Reise zum eigenen Selbstversorger-Hof weitergeht. Deswegen kommt heute ein kleines Update dazu, was sich bisher alles ergeben hat.

Außerdem möchte ich dich gerne einladen, mit mir zusammen deine wildesten Selbstversorger-Ideen zu erträumen. Wenn wir unseren Träumen Raum geben und wissen, was wir wollen, haben all die Ideen nämlich eine viel bessere Chance, auch unsere Wirklichkeit zu werden! :)

selbstversorger-träume
Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

Wie läuft’s mit der Hofsuche?

Wir haben uns schon einige der von euch empfohlenen Höfe angeschaut, aber es ist leider richtig schwierig, etwas Passendes zu finden.

Mein Freund und ich haben nämlich ziemlich unterschiedliche Vorstellungen: Ich möchte am liebsten als SelbstversorgerIn auf dem Land leben. Mit jeder Menge Platz und ganz, ganz vielen Tieren. ;)

Er möchte gerne in der Stadt wohnen, weil ein Selbstversorger-Hof auf dem Dorf nicht soo sehr sein Ding ist.

Trotzdem haben wir zwei ganz unterschiedliche Orte gefunden, wo wir hinziehen könnten. Jeder hat seine Vor- und seine Nachteile – wie das eben immer so ist. Ich bin schon soo gespannt, wie es weitergeht damit! Dazu erzähle ich euch gleich noch mehr.

Komm mit ins Abenteuerland!

Aber jetzt machen wir uns erstmal auf ins Abenteuerland! Heute ist kein Ziel zu hoch und kein Traum zu groß. Rumspinnen erlaubt! ;)

Ich lege vor und erzähle euch von meinen Träumen – und ihr müsst mir dann unbedingt in den Kommentaren berichten, wo ihr mit eurer Selbstversorgung hin wollt!

Übrigens: Wenn du lieber Videos schaust, statt zu lesen, ist hier die YouTube-Variante des Artikels:

Was sind deine Garten -Träume?

Ich sehne mich schon eeeewig lange nach einem großen Gemüsegarten, der direkt am Haus liegt. Im Moment haben wir nämlich zwei Gärten. Einen Küchengarten direkt am Haus und einen Acker in etwas weiterer Entfernung.

Der Acker ist so weit weg, dass wir da immer mit dem Auto hinfahren müssen und eigentlich nur ein paar mal im Jahr dort vorbeischauen. Total schade – deswegen freue ich mich schon darauf, irgendwann genug Platz zu haben, um alle Gemüse am Haus anzubauen.

Und ich möchte unbedingt Bäume pflanzen! Das wäre sogar das allererste, was ich tun würde. Bäume brauchen nämlich ziemlich lange, bis man von ihnen ernten kann.

Obstbäume, Nussbäume, ein ganzer Nussbaumwald – wäre das nicht genial?

Ein Naschwald zum Spazierengehen, das Picknick ist dann gleich inklusive! :)

Da würde ich auch eine Indianerbanane reinsetzen – das ist ein Baum, der bis zu acht Meter hoch wird und mangoartige Früchte trägt. Die schmecken nach einem Mix aus Banane, Ananas, Mango und Vanille. Solche Spinnereien würde ich super gerne ausprobieren, wenn ich mehr Platz hätte! ;)

Nicht zu vergessen die ganzen Beerensträucher: Himbeere, Stachelbeere, Johannisbeere, Maulbeere oder Kiwibeere.

Wenn du auch gerade am Träumen bist, schau übrigens gerne auch mal hier vorbei: Selbstversorger-Garten planen: So erstellst du deinen 4-Jahres-Plan.

Permakultur, Agroforst-Systeme, Keyline Design, regenerative Landwirtschaft – all das finde ich super spannend und möchte super gerne mehr davon ausprobieren in unserem neuen Zuhause.

Ich hau dir hier die Fachbegriffe um die Ohren, sorry. Aber es geht einfach mit mir durch, wenn ich an all diese Möglichkeiten denke, die wir hätten, falls wir einen Hof mit ganz viel Platz finden.

Über Wurzelwerk könnte ich dann meine Erfahrungen teilen und so noch viel mehr Leute dazu inspirieren, richtig gutes Essen selber anzubauen und dabei Boden und Natur zu schützen und nachhaltige Anbaumethoden salonfähig machen. :)

Dürfen es noch ein paar Tiere mehr sein? ;)

Ein Leben ohne Ziegen kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Unsere Ziegen sind von ganz unterschiedlichen Rassen. Erst hatte ich nur Burenziegen – eine klassische Fleischziegen-Rasse – bin dann aber auf Milchziegen umgestiegen. Wir essen nur sehr wenig Fleisch und können die Milch von den Ziegen viel besser nutzen. Zum Beispiel, um super leckeren Käse oder Joghurt zu machen.

Burenziege

Ich habe fast zehn Jahre lang vegan gelebt, weil mir das Tierleid so nahe gegangen ist. Ein guter Kompromiss ist für mich, die Tierhaltung selbst in die Hand zu nehmen. So weiß ich genau, dass wir alles getan haben, um unseren Tieren ein möglichst schönes Leben zu bescheren. Die Zicklein dürfen bei ihren Müttern bleiben und deren Milch trinken. Wir nehmen nur die Milch von unseren Ziegen, die übrig bleibt.

In Zukunft wollen wir vor allem „Anglo-Nubier“-Ziegen halten. Das sind super freundliche, entspannte Milchziegen mit Schlappohren. Ich habe dieses Jahr endlich zwei Mädels von dieser Rasse und kaufe nächstes Jahr noch einen Bock dazu, um bald eine kleine Herde davon zu haben. :)

Anglo Nubier-Ziegen

Wenn du auch Lust auf Ziegenhaltung hast, schau mal hier vorbei: Ziegen halten für Anfänger.

Mehr Hühner, bitte!

Unsere Hühnerherde besteht gerade aus fünf Mädels, was ein bisschen wenig ist. Normalerweise haben wir ca. 8 Legehennen. Im Frühling möchte ich also noch ein paar Hennen dazu nehmen.

Vermutlich übernehmen wir welche von „Rettet das Huhn“. Das ist eine Initiative, die Hennen aus Legebatterien nach ihrer Ausmusterung ein schönes Zuhause gibt. Nach einer kleinen Erholungspause legen die Hennen auch meistens wieder ganz gut Eier, sodass man nebenbei noch ab und zu ein Frühstücksei bekommt.

Sonst finden wir unsere Hühner auch über Ebay Kleinanzeigen oder übernehmen sie von Leuten, die sie nicht mehr halten können.

Es gibt soo viele tolle Hühnerrassen. Am liebsten hätte ich von jeder Rasse ein Huhn- oder zwei? ;) Schau mal, das sind die sechs besten Hühnerrassen für einen bunten Eierkorb.

Kühe?!

Jipp, richtig gelesen, ich hätte super gerne Kühe. Wer Ziegen melkt, kennt das wahrscheinlich: Ziegenkäse und Ziegenjoghurt sind super lecker, aber Butter und Sahne aus der Ziegenmilch herzustellen, ist ziemlich kompliziert. Deswegen träume ich insgeheim schon länger davon, irgendwann Kühe zu halten, auch wenn ich gleichzeitig ganz schön Respekt davor habe, wie viel Milch man dann ständig verarbeiten muss.

Kühe finde ich einfach klasse, sie strahlen im Gegensatz zu den quirligen Ziegen so viel Ruhe aus! Mal schauen, ob wir das irgendwann umsetzen können.

Selbstversorgerträume-kühe

Außerdem möchte ich auch Gänse, Enten und Kaninchen haben. Aber eins nach dem anderen. Ruhig Blut, Marie. :D

Da war doch noch mehr…

Außerdem wäre es super, Solarstrom, ein Windrad zur Erzeugung von eigenem Strom, einem eigenen Brunnen zur Wasserversorgung und einem großen Erdkeller für alle meine geernteten oder haltbar gemachten Gemüse zu haben – kurz:

Eine autarke, selbstbestimmte und harmonische Lebensgemeinschaft von Mensch, Tier und Natur – das ist mein großer, wilder Selbstversorger-Traum. :)

Wo ziehen wir hin?

Tjaaa, bisher haben sich zwei Optionen für uns ergeben, aber fest steht noch nichts.

Zum einen gibt es einen Bauernhof bei uns in der Nähe mitten auf dem Land.

Der hat 25 ha Grund, acht Kühe und Kälbchen, acht Schafe und viele Hühner, Gänse und Kaninchen.

Auf dem Gelände befindet sich auch schon ein Foliengewächshaus und ein Erdkeller. Das Wohnhaus ist auch super gemütlich, es ist ein schnuckeliges, uriges Fachwerkhaus.

Ich habe da jetzt mal einen Tag mitgearbeitet und das hat mir so viel Spaß gemacht! Ich habe sogar einem Kälbchen auf die Welt geholfen – ein wundervoller Augenblick.

Jetzt sagst du, das ist eigentlich genau das, wovon ich weiter oben so geschwärmt habe?

Ja, stimmt. Aber es ist ein paar Nummern größer, als ich dachte, und das macht mir ernsthaft Angst. Wir müssten den Hof unbedingt verkleinern, damit er für uns zu bewältigen ist.

Aber es kommt meinem großen Traum wirklich sehr nahe. Und dafür, dass es so weit ab vom Schuss ist, ist mein Freund auch ziemlich begeistert von dem Hof.

Die andere Möglichkeit wäre, auf einem Grundstück am Rande der Stadt neu zu bauen. Weitere Flächen könnten wir dazu pachten oder auch kaufen. Wir würden alles genau nach unseren Vorstellungen aufbauen und hätten weiterhin eine super Anbindung an die Stadt.

Aber das würde sehr lange dauern – und eigentlich gibt es doch schon genügend Häuser und versiegelte Flächen!

Es ist nicht leicht, in drei Monaten eine so schwerwiegende Entscheidung zu treffen. Deshalb werden wir übergangsweise – auch wenn es ein längerer Übergang werden sollte – erstmal in eine Stadtwohnung ziehen.

Unser Vermieter hat uns erlaubt, den Garten und die Hühner dazulassen, so dass wir hier weiter gärtnern und die Tiere versorgen können.

Jetzt suchen wir also schon zwei Dinge: Einen Hof UND eine Wohnung in der Nähe von unserem jetzigen Wohnort. Da müssen wir ganz schön am Ball bleiben!

Die Kündigung war ein großer Schock, aber wir sind mittlerweile nicht mehr ganz so entsetzt. Alles wird gut, wir kriegen das hin! :)

Und wovon träumst DU nachts? ;)

Jetzt weißt du, was mir alles so im Kopf herumspukt. Es macht soviel Spaß, Visionen nicht nur vage im Hinterkopf zu behalten, sondern auf Papier zu bringen. Sich ganz konkrete Schritte zu überlegen, um sie zu verwirklichen. Man muss seinen Träumen Raum geben!

Du solltest dir auch erlauben, wild zu träumen – Wie sieht deine Vision aus und wie kommst du da hin?

Ich möchte dich dazu inspirieren, es zu wagen. Träume groß! Versuch es, deine Träume zu realisieren! Das muss ja nicht gleich ein komplettes Umkrempeln deines Lebens sein! ;)

Egal, wie groß oder klein deine Träume sind: Geh raus und fang an! Deine zwei ersten Beete anzulegen, ist zum Beispiel ein wundervoller Traum, und wenn du den umsetzt, kannst du super, super stolz auf dich sein!

Und ich versuche, dich, wo ich kann, zu unterstützen. Stöber ruhig mal auf dem Blog, ich habe schon zu den unterschiedlichsten Themen Artikel geschrieben. Und wenn du neue Beete anlegen willst, schau dir zum Beispiel meinen kostenlosen Beete anlegen-Minikurs an:

Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    Egal wie groß oder wie klein deine Träume sind – ich freu mich, von deinen Plänen zu hören! Lass mir gerne einen Kommentar da!

    Kategorie: Selbstversorgung

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    4 Kommentare

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.