Einkochen, Haltbarmachen
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Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

Hier kommt mein mit Abstand liebstes Rezept zum Zucchini einmachen. Für die Zeit, wenn du mitten in der sommerlichen Zucchinischwemme steckst und gar nicht mehr weißt, was du mit den ganzen geernteten Zucchini anstellen sollst. Dann ist es toll, wenn du einen Teil deiner Ernte für den Winter einmachen kannst und so später auch noch Zucchini aus dem eigenen Garten essen kannst.

Inhaltsverzeichnis
Hier geht’s direkt zum Rezept!
Grundregeln beim Einmachen
Eingekochte Zucchini in der Küche verwenden
Lust auf eine kleine Challenge?

Heute bekommst du mein allerliebstes Einmach-Rezept, direkt aus meinem Onlinekurs „Vorratskammer starten“. Viel Spaß damit! :)

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Zucchini einfach einkochen

Du brauchst:

  • 3 kg Zucchini
  • 2 rote Zwiebeln, geschält und in dünne Ringe geschnitten
  • 1 EL Salz
  • 600 ml Rotwein- oder Weißwein-Essig
  • 600 ml Wasser
  • 1 TL Pfeffer, grob gemahlen
  • 3 EL Zucker
  • 5-6 Lorbeerblätter
  • und 1 EL Piment

Psssst, kleiner Tipp: Wenn du deine Zucchini frisch geerntet hast, enthalten sie mehr Wasser, dann kommst du auch mit weniger Sud aus. In dem Fall würde ich statt 600 ml jeweils nur 500 ml Essig und Wasser verwenden. Gekaufte Zucchini, die schon länger lagern, enthalten weniger Wasser, sodass du jeweils einen Liter Essig und Wasser einplanen solltest.

So geht’s:

1. Zucchini in Würfel von einem Zentimeter Kantenlänge schneiden. Mit den in Ringe geschnittenen Zwiebeln in eine Schüssel geben und mit dem Salz vermengen. Abdecken und mindestens drei Stunden lang ziehen lassen.

2. Essig, Wasser, Pfeffer und Zucker in einem Topf mischen und kurz köcheln lassen.

3. Lorbeerblätter und Piment auf die sterilen Gläser verteilen. Zucchini und Zwiebeln mitsamt dem ausgetretenen Wasser einfüllen. Mit dem Essig-Sud auffüllen und die Gläser verschließen.

4. 15 Minuten bei 90°C im Wasserbad einkochen.

Sicher Einmachen und Einkochen – Grundregeln nicht vergessen

Beim Einmachen gilt es wie immer, die grundlegenden Regeln zu beachten. Wenn du noch nie eingekocht hast oder dein Einmach-Wissen schnell nochmal auffrischen willst, schau also erstmal hier vorbei:

Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Außerdem habe ich noch einen Artikel zu den hartnäckigsten Einmach-Mythen geschrieben. Wusstest du zum Beispiel, dass es alles andere als förderlich ist, die Gläser nach dem Einmachen auf den Kopf zu stellen? Den Artikel findest du hier:

9 Einkoch-Mythen, die du kennen solltest

Psssst: Wenn du nach noch mehr Rezepte zum Haltbarmachen deiner Zucchiniernte suchst, dann schau unbedingt mal in diesem Artikel vorbei: Zucchinischwemme willkommen: Zwei köstliche Zucchini Rezepte!

Eingekochte Zucchini in der Küche verwenden

Die eingekochten Zucchini sind auch nach mehreren Jahren noch knackig und überhaupt nicht verkocht oder matschig, wie man es von anderen Rezepten kennt.

Wir verwenden die eingekochten Zucchini für Gemüsepfannen, Tomatensaucen, Aufläufe oder packen sie mit auf die Pizza. Dafür gieße ich den Sud einfach ab und träufle vor der Verwendung ein bisschen Olivenöl auf die Zucchini – das bringt das sommerliche Aroma so richtig schön hervor.

Antipasti gefällig? Richtig gut schmecken die Zucchini eingelegt in Olivenöl. Dafür gieße ich den Sud vollständig ab und vermenge die Zucchinistücke dann mit einem guten Olivenöl. Je nach Lust und Laune kommen noch ein paar frische Kräuter dran. So machen sie sich übrigens auch hervorragend als Topping auf belegten Broten. Yams!

Hach, es ist einfach wunderbar, auch im tiefen Winter noch Zucchini aus dem eigenen Garten zu essen und die Überschüsse während der Zucchinischwemme sinnvoll zu verwerten.

Merk dir dieses Rezept auf Pinterest!

Lust auf eine kleine Challenge?

Ich veranstalte regelmäßig die „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge. In der Challenge machen wir drei Sachen haltbar und legen damit den Grundstein für eine mit selbstgemachten Schätzen gefüllte Voratskammer. Es macht einfach richtig viel Spaß, wenn wir alle zusammen unsere Ernteüberschüsse angehen und unsere Vorratskammern füllen. 

Wenn du gerne mitmachen möchtest, vielleicht weil du noch neu bist, was das
Einkochen betrifft oder du einfach Lust auf Austausch hast, dann kannst du dich
gerne für die Challenge anmelden: Zur Challenge!

Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist! 

Wie verwertest du deine Zucchini? Hast du Geheimtipps oder tolle Rezepte zum Zucchini einkochen? Dann teile sie gern unten in den Kommentaren! :)

116 Kommentare

  1. Hallo,
    sorry, ich hätte doch alle (100) Kommentare lesen sollen.
    So kam dann die Erklärung !

    Werde jetzt dieses Rezept mal ausprobieren. Wobei das „alte“ auch richtig lecker war.

    Danke ans ganze Team

    • Sabrina von Wurzelwerk sagt

      Hallo Karin,

      gut das es sich aufgeklärt hat :). Ja, man kann das Rezept in beiden Varianten machen, das ist letztendlich auch Geschmackssache.
      Viel Spaß beim Ausprobieren!

      Viele Grüße
      Sabrina von Wurzelwerk

  2. Hallo Marie,

    jetzt bin ich aber sehr verwirrt wegen Deinem Rezpet und den Kommentaren, wo wegen der Vorgehensweise mit dem Öl gefragt wird.
    Beim Rezept finde ich keine Angabe zu Öl????
    Ich kann mich allerdings erinnern, das ich vor Jahren eine Zucchini Rezept von dir gemacht habe bei dem zum Sud noch Öl mit reinkam. Das finde ich nicht mehr.
    Das hier ist ja wohl neu und wurde 2025 eingestellt. Lt. Angabe ohne Öl. Fehlt das??
    Freue mich über eine kurze Rückmeldung von Dir.
    Liebe Grüße
    Karin

  3. Hallo ihr Lieben
    hab mich auch ans einkochen gemacht. Da meine Zucchini noch ganz frisch waren kam ordentlich Flüssigkeit zusammen … da war nicht mehr so viel Platz für den Sud … reicht der Essiggehalt dann noch gegen Botulismus oder könnte das kritisch werden? (Gläser waren bestimmt halb mit „Salzwasser“ voll)
    LG
    Julia

    • Sabrina von Wurzelwerk sagt

      Hallo Julia,

      bei Zucchini ist Vorsicht wichtig: Sie sind säurearm, und Botulismus-Sporen werden nur mit genug Essig oder im Druckeinkochtopf sicher abgetötet. Wenn viel Eigenflüssigkeit im Glas war, kann der Essiganteil zu stark verdünnt sein – das wäre kritisch. Halte dich am besten strikt an geprüfte Rezepte oder nutze den Druckeinkochtopf.

      Viele Grüße
      Sabrina von Wurzelwerk

      • Julia sagt

        Danke für die Antwort

        Das Rezept ist das von Euch da steht man soll die Zucchiniwürfel mit samt der ausgeteretenen Flüssigkeit einfüllen und dann mit Sud auffüllen…

        stimmt das dann so nicht unbedingt?
        verwirrt mich… bzw macht mir Sorgen nicht dass es dann doch zu wenig Essig war..

        • Kristina von Wurzelwerk sagt

          Hallo Julia, keine Sorge – das passt bei unserem Rezept so, wie es beschrieben ist. ?
          Wenn du dich ans Wurzelwerk-Zucchini-Rezept gehalten hast, ist der Essiganteil im Sud so berechnet, dass auch mit der Eigenflüssigkeit der Zucchini der Gesamtsäuregehalt sicher ausreichend bleibt.
          Der Hintergrund ist: Beim Einfüllen der rohen Zucchini tritt Flüssigkeit aus, die sich mit dem Sud vermischt. Diese Verdünnung ist in der Rezeptentwicklung bereits berücksichtigt, solange du die vorgeschriebene Essigmenge verwendest und das Ganze im Wasserbad oder Einkochautomat entsprechend der angegebenen Zeit erhitzt.
          Kritisch wäre es nur, wenn du den Essig reduziert oder durch etwas anderes ersetzt hättest.
          Also: Wenn du das Rezept genau befolgt hast, ist alles sicher – auch mit etwas mehr Flüssigkeit im Glas. ?
          Viele Grüße, Kristina vom Wurzelwerk-Team

          • Julia sagt

            Ganz vielen lieben Dank für die Antwort. :-) Das war sehr hilfreich!!!
            liebste Grüße

  4. Maneka sagt

    Hallo Marie und liebes Wurzelwerk Team,

    ist es möglich nochmal das alte Rezept mit Öl zu bekommen. ich hatte damals Zucchini mit diesem eingekocht und es hat so lecker geschmeckt.
    Leider hatte ich mir die Mengenangaben nicht notiert und sehe, dass hier nun ein neues ohne Öl eingestellt wurde.
    Ich würde mich freuen.
    Liebe Grüße, Maneka

    • Sabrina von Wurzelwerk sagt

      Hallo Maneka,

      wir haben das Olivenöl im Rezept durch Wasser ersetzt, dass vor dem Essen abgegossen wird. Danach kannst du Olivenöl auf die Zucchini träufeln, wie im Rezept beschrieben. Falls du dich lieber an das alte Rezept halten möchstest, verwendest du statt 600ml Wasser, Olivenöl.

      Viel Spaß damit :)
      Viele Grüße
      Sabrina von Wurzelwerk

  5. Alena Reinhardt sagt

    Hallo Marie, hast du das Rezept geändert? Habe meine Zucchinis schon oft nach deinem Rezept haltbar gemacht, aber immer mit einem Sud aus Essig und Öl im Verhältnis 1:1. Wollte das Rezept gerade für meine Schüler ausdrucken und bin etwas irritiert, da nun Wasser im Rezept steht.
    Wird es genauso gut?
    LG Alena

    • Sabrina von Wurzelwerk sagt

      Liebe Alena,
      danke für deinen Hinweis! Das Rezept auf der Website wurde im Laufe der Zeit überarbeitet – dabei wurde der Essig-Anteil etwas reduziert und durch Wasser ergänzt, um den Geschmack milder zu machen und trotzdem ein sicheres Einkochergebnis zu haben.

      Du kannst aber weiterhin problemlos die alte Variante mit Essig und Öl im Verhältnis 1:1 nutzen – vor allem, wenn du damit gute Erfahrungen gemacht hast. Wichtig ist, dass der Säuregehalt insgesamt hoch genug bleibt, damit das Einkochgut sicher ist.

      Ganz liebe Grüße und viel Erfolg mit deinen Schüler:innen!
      Sabrina von Wurzelwerk

  6. Julia sagt

    Hallo Marie,
    das Rezept ist zwar schon etwas älter, aber ich hab es gerade erst ausprobiert. bei mir ist kaum Sud notwendig gewesen, habe mehr als die Hälfte noch übrig. Hast du einen Tipp, wofür ich ihn sonst noch verwenden kann?

    • Kristina von Wurzelwerk sagt

      Hallo Julia!
      Super, dass du das Rezept ausprobiert hast! Den übrigen Sud kannst du prima als würziges Salatdressing verwenden – einfach mit etwas Öl und frischen Kräutern mischen. ?
      Viele Grüße, Kristina vom Wurzelwerk-Team

  7. Sandra sagt

    Hallo Marie,
    ich habe dein wunderbares Rezept im Herbst ausprobiert und eben haben wir das erste Glas geöffnet. Der Deckel war eingedrückt, es hat geploppt, also alles gut. Aber die Zucchini sind extremst sauer. Ich habe den ganzen Nudeltopf verworfen weil man nur sauer geschmeckt hat. Sind die immer so sauer? LG Sandra

    • Kristina von Wurzelwerk sagt

      Hallo Sandra, schade, dass dir die Zucchini zu sauer waren. Wenn du das Rezept noch einmal machst, füge gerne soviel Zucker und Honig dazu, bis es für dich den richtigen „Säurgegrad“ hat. Wenn du deine nächsten Gläser öffnest, probiere gerne. Du kannst im Nachhinein noch Zucker oder Honig dazugeben um es abzuschmecken. Beim Einkochen mit Essig entsteht nie Botulismus, da musst du dir keine Gedanken machen.
      Viele Grüße
      Kristina von Wurzelwerk

  8. Dieses Rezept ist der absolute Hammer!!! KÖSTLICH! Aber sowas von! Esse jetzt gerade einen Teil meiner so eingekochten Zucchinischwemme von letztem Jahr! Mannomann, schmeckt das gut!!

    • Katrin von Wurzelwerk sagt

      Hallo Eva,
      danke für dieses liebe Feedback, das freut uns! :)

      Guten Appetit und liebe Grüße
      Katrin

  9. Dana sagt

    Hallo Marie. Ich habe einfach fast 2 kg schwere zucchinis geerntet und hätte noch eine kurze Frage zum Rezept. Kann ich statt Weinessig auch apfelessig nehmen? Oder gibt es eine andere alkoholfreie Alternative? Als Öl hätte ich normales Olivenöl verwendet…?
    Ich freue mich über eine Antwort. LG unf Danke für diesen wundervollen Blog. Ich habe schon sehr viel von dir gelernt!

    • Katrin von Wurzelwerk sagt

      Hi Dana,
      du kannst den Weinessig problemlos gegen Apfelessig austauschen und welches Öl du verwendest, bleibt ganz dir überlassen. :)
      Viel Erfolg beim Zucchinieinkochen!

      Liebe Grüße
      Katrin

  10. Karoline sagt

    Hallo Marie, danke für das tolle Rezept, das ich nun das dritte Jahr nachkoche. Wir essen diese sauren Zucchini am liebsten als Beilage zu Käsespätzle. Die Marinade verwende ich als Grundlage für Salat sauce. Liebe Grüße, Karoline

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