Einkochen, Haltbarmachen
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Kürbis einkochen: Süß-saures Rezept zum Verlieben

Kürbis einkochen? Unbedingt! In Gläsern sicher verstaut ist das ganze Jahr über Saison für das Riesengemüse aus deinem Garten. Und es muss nicht immer Suppe sein: Kürbis lässt sich mit ein bisschen Fantasie und ein paar Gewürzen nämlich in einfach zauberhaft leckere Köstlichkeiten verwandeln.

Inhaltsverzeichnis:
Hokkaido, Butternut oder was? Kürbissorten zum Einkochen
Kürbis einkochen – die richtige Vorbereitung
Süß-saures Kürbisglück: Dein Rezept zum Kürbis einkochen
Alternativen zum Kürbis Einkochen

Hokkaido, Butternut oder was? Kürbissorten zum Einkochen

Weißt du, was mir am Kürbis Einkochen besonders gefällt? Die Ernte ist im Handumdrehen erledigt – und das im wahrsten Sinne des Wortes! Von welcher anderen Frucht reicht schließlich schon ein Exemplar, um gleich mehrere Gläser zu füllen? Eben! ;)

Die nächste gute Nachricht ist: Du hast freie Sortenwahl! Kürbis einkochen funktioniert mit so gut wie allen Speisekürbissorten! Egal, welche Kürbisse in deinem Garten wachsen – dir steht immer die Möglichkeit offen, deine überzähligen Brummer einzukochen.

Besonders wenn du viele Spaghettikürbisse oder große Mengen Patisson (kennst du den Ufo-Kürbis?) geerntet hast, bietet sich eine Lagerung im Glas an. Denn diese beiden Sorten machen in der Vorratskammer schon nach wenigen Wochen schlapp – und es wäre ja schade, wenn sie auf dem Kompost landen, oder? Dann doch lieber den Kürbis einkochen!

Kürbis einkochen – die richtige Vorbereitung

Du willst sofort loslegen mit Kürbis einkochen? Nicht so schnell! ;) Bevor es ans Eingemachte geht, gibt es ein paar simple – aber super wichtige – Grundregeln, die du beim Haltbarmachen immer befolgen solltest. Sonst riskierst du, dass der Inhalt deiner Einkochgläser nicht wirklich sicher eingekocht ist und nach ein paar Monaten in der Vorratskammer verdirbt. Und das wäre doch ein Jammer!

1. Rule Number One: Hygiene, Hygiene, Hygiene!

Ich weiß, es ist lästig – aber unglaublich wichtig: Bleib auf der sicheren Seite! Arbeite beim Kürbis Einkochen immer achtsam und sorg dafür, dass alle Utensilien und Gefäße, die du verwendest, steril sind.

In der Praxis heißt das: Nimm dir genug Zeit, um deinen Arbeitsplatz vorzubereiten und koch deine Einkochgläser, die dazugehörigen Deckel, Kelle, Trichter und was du sonst noch so brauchst, gründlich ab, bevor es losgeht.

2. Rule Number Two: Nicht die Kürbissorte entscheidet – der einzelne Kürbis aber schon!

Die Früchte, die du einkochen möchtest, sollten nämlich gut ausgereift und einwandfrei sein – beschädigtes oder gar schimmeliges Gemüse ist beim Einkochen immer tabu!

Durch die Wahl von makellosen Kürbissen vermeidest du, dass sich fiese Bakterien oder Schimmel durch den Einkochprozess hindurch mogeln und in deinen Gläsern landen. Dort machen sie sonst gern ordentlich Party – bis dein Einkochgut von dieser Feierei schlecht wird und auch dir im Zweifelsfall einen verdorbenen Magen beschert.

Also: Lass die zweifelhaften Burschen links liegen und halte dich lieber an die Prachtexemplare!

3. Rule Number Three: Ein verlässliches Rezept zum Kürbis einkochen muss her!

Beim Kürbis einkochen herumexperimentieren? Leider keine so gute Idee!

Denn es wäre zwar schön, wenn ein einmaliges Erhitzen jedes Einkochgut sicher haltbar machen würde. Das ist aber leider nicht immer der Fall.

Es gibt nämlich tatsächlich auch Bakterien, wie zum Beispiel Botulibakterien, die sogar sehr hohe Temperaturen locker wegstecken! Denen kannst du nur mit Essig oder Zitronensaft beikommen oder durch mehrfaches Einkochen. Mit ihnen ist absolut nicht zu spaßen. Wenn es ums Haltbarmachen geht, solltest du dich deshalb unbedingt an bewährte und sichere Rezepte halten.

Damit du alle wichtigen Basics auf einen Blick findest, habe ich dir eine richtig praktische Checkliste zum Einkochen erstellt. Du kannst sie dir hier ganz einfach herunterladen, ausdrucken und hast dann beim Kürbis Einkochen garantiert alles unter Kontrolle! ;)

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    Kürbis einkochen: Kürbis in Würfel schneiden

    Süß-saures Kürbisglück: Dein Rezept zum Kürbis einkochen

    Jetzt geht’s aber los mit dem Kürbis einkochen! Ich habe heute ein süß-saures Rezept dabei, mit dem du deinen Kürbis einkochen kannst: ganz praktisch in kleinen Würfeln – und noch hübsch dazu!

    Psst: Die fertigen Gläser machen sich auch prima in einem Geschenkkorb! :)

    Aber Moment mal – warum kochen wir denn nicht erstmal die klassische Kürbissuppe ein? Tja, auf die müssen wir in der Vorratskammer leider verzichten.

    Kürbissuppe lässt sich zuhause nämlich leider nicht mal dann sicher einkochen, wenn du mit Temperaturen über 115°C arbeiten würdest. Das liegt an der Konsistenz vom Kürbis, in der sich die fiesen Botulibakterien locker verstecken können. Ohne industrielles Profi-Equipment geht da nix!

    Lass dir deine Kürbissuppe also lieber frisch schmecken. Aber du wirst sehen, der süß-saure Kürbis steht einer cremigen Suppe in Punkto Köstlichkeit in nichts nach!

    Zucker und Essig verleihen deinem Kürbis einen regelrechten Frischekick! Mir schmeckt der süß-saure Kürbis richtig gut zu mariniertem Tofu – mit viiiel frischem Koriandergrün obendrauf. Mmmhh…lecker!

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    Mein Rezept zum Kürbis einkochen machst du im Wasserbad haltbar. Dafür brauchst du Einkochgläser mit Gummis und Klammern – Schraubgläser funktionieren leider nicht, weil der Essig die Beschichtung des Innendeckels angreifen würde.

    Für die angegebene Menge solltest du sieben bis acht 250 ml Gläser parat halten.

    Das brauchst du zum Kürbis einkochen:

    • 1 kg geputzten und – je nach Sorte – geschälten Kürbis
    • 300 g Zucker (oder mehr, nach Geschmack)
    • 300 ml Weißweinessig
    • 250 ml Wasser
    • 50 g Ingwer (kannst du auch weglassen)
    • Knoblauch; je nach Geschmack 3-5 Zehen (kannst du auch weglassen)
    • 2 Zimtstangen in Stücke gebrochen oder gemahlener Zimt (Menge nach Geschmack)
    • Salz und Pfeffer nach Geschmack

    Los geht’s:

    1. Den geputzten Kürbis in Würfel schneiden. Zwischen einem und anderthalb Zentimetern groß sollten sie sein. Ingwer und Knoblauch in dünne Scheiben schneiden.

    2. In einem großen Topf 200 ml Wasser erhitzen. Den Zucker unter Rühren darin auflösen, bis keine Kristalle mehr zu sehen sind. Dann die restlichen Zutaten dazugeben. Gut umrühren und mit Gewürzen und Zucker pikant abschmecken. Den Sud nun einmal ordentlich aufkochen lassen.

    3. Die Kürbiswürfel vorsichtig dazugeben und mit geschlossenem Deckel 10 min köcheln lassen.

     4. Inzwischen füllst du so viel Wasser in einen großen (Einkoch-)Topf, dass später alle Gläser vollständig davon bedeckt sind, und erhitzt es. Einkochgut und Wasser sollten ungefähr dieselbe Temperatur haben, wenn du die Gläser in den Topf stellst.

    5. Wenn die Kochzeit vorüber ist, schichtest du die Kürbiswürfel möglichst dicht in die vorbereiteten, sterilen Gläser und füllst sie mit dem Sud auf. Bis zum Glasrand sollten nun noch 1,5 cm Platz sein. Das Gummi und den Deckel aufsetzen und mit den Klammern verschließen. Der erste Teil ist geschafft!

    6. Jetzt stellst du die verschlossenen Gläser so in den Einkochtopf, dass sie sich nicht berühren. Du kannst sie aber aufeinanderstapeln! Stehen alle Gläser vollständig im Wasser? Super! :)

    7. Du verschließt den Einkochtopf mit seinem Deckel und erhitzt alles, bis das Wasser 90° Celsius hat. Wenn es soweit ist, beginnt die Einkochzeit von 30 Minuten. Stell dir am besten einen Wecker.

    8. Dann nimmst du die Gläser aus dem Wasserbad und lässt sie vollständig abkühlen. Anschließend entfernst du die Klammern. Der Deckel sitzt weiterhin fest auf dem Glas? Glückwunsch, dann hat alles beim Kürbis einkochen geklappt! :)

    9. Jetzt verpasst du deiner süß-sauren Leckerei noch ein schickes Etikett und verstaust die Gläser in deinem Vorratsregal.

    Du willst mehr übers Einkochen erfahren? Dann ist mein Onlinekurs „Obst und Gemüse haltbar machen“ genau das richtige für dich! Darin erfährst du nicht nur, welche Methoden zum Haltbarmachen es überhaupt gibt, sondern kriegst für jede Methode auch Step-by-Step-Anleitungen, die du ganz einfach nachmachen kannst. So füllt sich deine Vorratskammer wie von Zauberhand!

    Kürbis einkochen: Kürbiswürfel im Glas

    Alternativen zum Kürbis Einkochen

    Kürbis einkochen ist längst nicht die einzige Möglichkeit, deine Schätze sicher über den Winter zu bringen. Viele Sorten kannst du nämlich an einem kühlen und trockenen Ort problemlos mehrere Monate lagern – und so deinen eigenen, frischen Kürbis den ganzen Winter über zu Suppe verarbeiten!

    Oder wie wäre es mit knusprigen Snacks für die langen Winterabende vor dem Kamin? Kürbis kannst du – wie auch Süßkartoffeln und Rote Bete – zu richtig leckeren Gemüsechips verarbeiten. Ich muss gestehen: Bei mir verschwinden die seltsamerweise immer wie von Geisterhand innerhalb weniger Tage. Komisch…

    Du hast gerade noch frischen Kürbis da, der verarbeitet werden will? Dann back doch mal  einen Kürbiskuchen! Diese Spezialität aus Nordamerika schmeckt nämlich einfach unfassbar gut! Die Kombination mit Walnüssen und Ahornsirup ist einfach nur zum Dahinschmelzen…

    Kürbis einkochen ist einfach und eine super leckere Methode, deine Ernte haltbar zu machen und den ganzen Winter über im Kürbisglück zu schwelgen. Probiers unbedingt mal aus! :)

    Wenn dich das Einkochfieber jetzt so richtig gepackt hat und du noch mehr Rezepte ausprobieren willst, lad dir noch fix meine Checkliste herunter und lies gerne hier weiter:

    Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Pflaumen einkochen – mein Lieblingsrezept und andere tolle Einkochideen!

    Bohnen einkochen – von der Bohnenschwemme zu köstlichen Vorräten!

    Kürbis einkochen ist dein Ding? Dann bin ich auf dein Lieblingsrezept gespannt! Lass mir gerne einen Kommentar da! :)

    Kategorie: Einkochen, Haltbarmachen

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    1 Kommentare

    1. Hört sich richtig lecker an! Unsere Hokkaidos machen sich in diesem Jahr ganz gut auf den Weg. Werde das Rezept mal speichern.
      Viele Grüße
      Herbert

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