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7 clevere Tricks für eine gut sortierte Vorratskammer

Gefüllte Vorratskammer

Eine gut gefüllte Vorratskammer ist eine wahre Schatztruhe und kann dir in so mancher Situation aus der Patsche helfen. Du bekommst Überraschungsbesuch? Kein Problem, für einen schnellen Obst-Crumble hast du alles vorrätig. Oder aber du bist im Januar tagelang eingeschneit und kommst nicht aus dem Haus. Dann ist eine volle Vorratskammer sowas von Gold wert, oder? Okay, ich gebe zu, dieser Fall ist eher unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie. ;)

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Um deine Vorratskammer optimal nutzen zu können und einen Überblick über deine Vorräte zu behalten, solltest du ein paar Tricks auf Lager haben. Denn wenn du nicht aufpasst, passiert es schnell, dass die Lieblingsmarmelade hinter einer uralten, ungeliebten Konserve verschwindet, oder dass die liebevoll gepulten Erbsen anfangen zu schimmeln.

Deshalb kommen hier 7 Tricks, die dir dabei helfen, so viel wie möglich aus deiner Speisekammer herauszuholen. Los geht’s!

Trick #1 Einen Wohlfühlort schaffen

Du sollst natürlich nicht deinen Lieblingssessel in die Vorratskammer schleppen, sondern einen Ort schaffen, an dem sich deine Vorräte so richtig wohl fühlen. Die perfekte Kombination dafür ist: dunkel, kühl und trocken.

Gläser in Vorratskammer

Ist es etwas zu hell, treiben Zwiebeln und Kartoffeln schnell aus. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit fangen getrocknete Lebensmittel manchmal an zu schimmeln. Und Wärme führt bei so ziemlich allem dazu, dass es schneller verdirbt. Deine Gefriertruhe verbraucht bei einer höheren Raumtemperatur übrigens auch mehr Strom. Da Gefrierschränke selber auch Wärme nach außen produzieren, stellst du sie im besten Fall aber gar nicht in die Vorratskammer, sondern in einen anderen kühlen Raum.

Damit deine Vorratskammer auch wirklich allen gehüteten Schätzen gerecht wird, also sowohl Kartoffeln als auch getrockneten Kräutern und Co behagt, verstaust du jedes Lebensmittel noch ganz individuell im passenden Behältnis.
 Deine Vorratskammer hat ein Fenster und ist daher nicht dunkel? Dann packst du die Kartoffeln am besten in einen Sack und eine luftige Holzkiste unter das unterste Regalbrett – so sollten sie kaum noch Licht abkriegen. Getrocknete Tees und Gewürze verlieren bei Lichteinstrahlung an Aroma, deshalb sollten sie in Metalldosen, dunklen Gläsern oder Papiertüten untergebracht werden. 

Du hast einen Erdkeller? Du Glückspilz! Erdkeller sind für Kartoffeln und anderes Lagergemüse richtig toll, manchen anderen Vorräten ist es dort aber zu feucht. In so einem Fall teilst du deine Vorräte auf – und bringst Trockenprodukte in einem Schrank in einem anderen Raum unter. 

Kartoffeln in Vorratskammer

Trick #2 Gläser in deiner Vorratskammer mit Etiketten beschriften

Das soll ein Trick sein? Und ob! Denn man lässt es aus Bequemlichkeit schnell bleiben. Und dann? Wie oft hast du schon ein Glas selbst Eingekochtes aus dem Schrank genommen und hattest absolut keinen Schimmer mehr, was es sein könnte? Kürbissuppe oder Aprikosenkompott? Erdbeermarmelade oder Tomatensauce? Eben.

Ich brauche auch gerne die älteren Vorräte zuerst auf. Nur sieht sich das Apfelmus vom letzten und das von diesem Jahr leider zum Verwechseln ähnlich. Ohne Jahreszahl auf dem Etikett bin ich da ziemlich aufgeschmissen. ;)

Etiketten organisieren dir aber nicht nur deine Vorratskammer, sie machen aus einem Glas eingemachtem Obst oder Gemüse auch im Handumdrehen ein schickes Geschenk!

In meine Vorratskammer kommen daher nur noch etikettierte Gläser. Der kleine Mehraufwand nach dem Einkochen erspart dir später viiiiel Verwirrung. ;)

Hol dir deine Etiketten zum Ausdrucken

Du bist auf der Suche nach schicken Etiketten zum selber ausfüllen? Dann habe ich hier etwas für dich! Trag dich einfach mit deiner E-Mail-Adresse ein und ich schicke dir eine Vorlage von mehreren super hübsche Etiketten zu – zum Aufkleben oder als kleine Anhänger – je nachdem, was dir besser gefällt.

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    Trick #3 Den Platz in der Vorratskammer optimal ausnutzen

    Die Vorratskammer ist in der Regel nicht unbedingt der größte Raum der Wohnung. Und du kannst super froh sein, wenn du eine hast! Ich habe auch schon in Wohnungen gewohnt, wo ich meinen Wintervorrat in Regalen im Flur untergebracht habe.

    Es lohnt sich daher immer, den Platz, den du hast, möglichst optimal und effektiv zu nutzen. Werde hier ruhig kreativ und überleg dir, wie du in deiner Vorratskammer viel Stauraum schaffen kannst. Clevere Regalsysteme, Schubladen, Kisten, Haken zum Aufhängen von Kräutersträußchen – alles ist erlaubt! Es sollte nur übersichtlich und gut erreichbar sein.

    Ich sortiere ähnlichen Konserven, zum Beispiel die Marmelade, auch gerne so in Kisten, dass die ältesten vorne stehen und ich frisch gekochte Marmelade ganz hinten hineinstellen kann. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich nicht nur du, sondern auch deine Liebsten in der Vorratskammer bedienen – so greifen alle automatisch zum ältesten Glas.

    Marmelade

    Trick #4 Das Richtige einlagern

    Versuche, die Regale in deiner Vorratskammer nicht mit Lebensmitteln zu füllen, die du wahrscheinlich nie aufmachen wirst. Geschenkte Würzöle und Co, die einfach nicht dein Geschmack treffen oder dir viel zu scharf sind, kannst du getrost an jemanden weitergeben, der sich darüber freut und sie aufbraucht. Das ist doch viel besser, als wenn sie bei dir ewig verstauben, Platz wegnehmen und letztendlich leider doch im Müll landen.

    Trick #5 Den Überblick in deiner Vorratskammer behalten

    Du wirst deine eingekochten Schätze nur aufbrauchen, wenn du auch weißt, was in deiner Vorratskammer auf dich wartet. Versuch daher, immer den Überblick zu behalten. Das funktioniert mit einem Vorratskammer-Plan am besten. Der ist ganz simpel: Du schreibst alles hinein, was in die Vorratskammer reinkommt, und markierst alles, was du aufbrauchst.

    Ich hänge diese Liste gern an die Innenseite der Türe zur Vorratskammer, so übersehe ich sie beim Rausgehen nicht. ;)

    Du bekommst so übrigens auch eine richtig gute Idee davon, was du wirklich viel nutzt und immer vorrätig haben solltest. Und es gibt noch einen Vorteil: Du siehst immer, wenn sich etwas dem Ende nähert. So kannst du rechtzeitig für Nachschub sorgen und erlebst keine bösen Überraschungen, wenn plötzlich keine Kartoffeln mehr im Haus sind. ;)

    Dieses System lässt sich übrigens auch prima auf Gefriertruhen anwenden. Da ist es besonders praktisch, denn zumindest ich habe irgendwann keine Ahnung mehr, was in den unteren Lagen verborgen ist.

    Wer das Ganze noch perfektionieren will, kann sich auch ein Whiteboard oder eine Tafel neben die Truhe hängen, und dort einen Grundriss der Truhe aufmalen. Dann schreibst du alles, was sich in der Truhe befindet, an den jeweiligen Platz in der Skizze – mitsamt Mengenangabe. Nimmst du etwas raus, wischst du es einfach weg. So kannst du immer ganz gezielt nach dem greifen, was du brauchst, ohne dich erst durch die halbe Truhe zu wühlen.

    Trick #6 Basics bestellen

    Haltbare Basics wie Haferflocken, Linsen, Reis und Mehl oder Getreide habe ich gerne in großen Mengen vorrätig. Das ist super praktisch: Ich muss fast nie daran denken, sie nachzukaufen und habe immer eine Grundversorgung zu Hause. Gleichzeitig eröffnet sich mir dadurch die Möglichkeit, Großpackungen zu bestellen. Das spart Verpackungsmaterial und ist meistens auch günstiger.

    Trockenvorräte

    Gerade wenn du nicht in einer größeren Stadt wohnst und gerne Biolebensmittel kaufst, ist die Auswahl in den Läden oft eher beschaulich. Da lohnt es sich, zweimal im Jahr einen großen Vorrat online zu bestellen und in der Vorratskammer einzulagern. Natürlich funktioniert das nur, wenn du die Lebensmittel dann auch vernünftig unterbringen kannst. Wenn du in einem alten Haus wohnst, dann denk auch daran, deine Vorräte mäusesicher zu lagern.

    Trick #7 Welche Obst und Gemüse mache ich wie haltbar?

    Damit deine Konserven nicht schlecht werden, ist es ungemein wichtig, passende Methoden zum Haltbar machen zu wählen. Wie das geht? Das sieht bei jedem Obst, Gemüse und Rezept  etwas anders aus.

    Du hast auch ein bisschen die Qual der Wahl. Es stehen dir nämlich jede Menge unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Ob Einkochen, Fermentieren oder Dörren – informier dich, was wofür am besten passt. Und dann halte dich einfach an die Rezepte, die dir Freude bereiten und dir schmecken.

    Fermentierte Vorräte

    Wenn ich deine Einkochlust jetzt geweckt habe und es dir schon in den Fingern kribbelt, du aber noch tausend Fragezeichen im Kopf hast, dann mach doch mit bei meinem Onlinekurs „Obst und Gemüse haltbar machen“. Schau mal, hier findest du ganz viele Informationen zum Kurs.

    Denn was gibt es schon schöneres, als im tiefsten Winter Nudeln mit selbstgekochter Tomatensauce aus den eigenen Tomaten zu genießen und in Erinnerung an die üppige Erntezeit zu schwelgen?

    Du hast Lust auf mehr Artikel zum Haltbar machen und willst noch weiter stöbern? Dann schau doch mal hier vorbei:

    6 Techniken, mit denen du Obst und Gemüse haltbar machen kannst 

    Salzgurken einlegen in 3 Schritten – Das beste Saure-Gurken-Rezept! 

    Einkochen im Topf – Schritt für Schritt-Anleitung mit Checkliste 

    Womit füllst du deine Vorratskammer in diesem Jahr? Schreib es mir gern in die Kommentare!
        

    Kategorie: Einkochen, Haltbar machen, Selbstversorgung

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    7 Kommentare

    1. Eva Schuhmacher sagt

      Hallo Marie, ich suche das Einkochrezept von den Zimtpflaumen und kann es nirgends mehr finden. Wo muss ich denn schauen??
      Vielen Dank
      Eva

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Hallo Eva,
        Marie wird das Rezept in den nächsten Wochen auf ihrem Youtube-Kanal veröffentlichen. Halte am besten die Augen offen :)
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    2. Rahel sagt

      Hallo,
      das mit der Woche eingeschneit sein, ist gar nicht so abwegig. Das ist uns Ende Dezember 2017 passiert. Da freut man sich wenn man noch was anderes außer Nudeln und Reis da hat :D
      Vielen Dank für den tollen Blog! Wir haben dieses Jahr mit dem einem Gemüsegarten und Hühnerhaltung angefangen und ich freue mich so sehr darüber, was ich an Wissen hier lernen und dort direkt umsetzen konnte!
      Liebe Grüße

    3. Linko Brigitte sagt

      Hallo liebe Marie,
      ich habe bei dir die Rezeptsammlung bestellt. Leider über mein Handy. nun wollte ich mir einiges ausdrucken und das funktioniert nicht. kannst du mir das e-book bitte nochmal auf meine Mail-adresse schicken. wäre ganz lieb.
      Übrigens sind die ersten Gurken fermentiert. ich bin gespannt auf den Geschmack.
      LG Brigitte

    4. Jana sagt

      Hallo Marie,
      ich bin erst seit Kurzem auf deiner Seite unterwegs und schwer beeindruckt und begeistert. Mein Garten wird schon umgestaltet.

      Jetzt habe ich ein Bild bei dir gesehen, eingekochte Tomaten mit Rosmarin. Ich möchte das auch haben. Gibt es irgendwo das Rezept dafür?

      Liebe Grüße

      Jana

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Hallo Jana,
        danke für die liebe Rückmeldung. Schau mal hier, dort findest du das Rezept. Es sind fermentierte Tomaten und die sind ein richtiger Gaumenschmaus :)
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    5. Angelika Müller sagt

      Liebe Marie!
      Habe es gewagt das erstemal selbst in dem alten Einkochtopf meiner Mutter die “sauren Zucchini-Würfel” nach deinem Rezept einzukochen.
      Hat soweit geklappt. Bin gespannt wie sie schmecken!
      Allerdings habe ich von der Essig-Öl-Zuckermischung noch fast die Hälfte übrig.
      Was mache ich damit?
      Muss ich die wegwerfen? Kann ich sie einfrieren und später noch verwenden? Hast du nochmal ein Rezept wofür man das einsetzen könnte?

      Liebe Grüße

      Angelika

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