Garten, Permakultur
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Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

Träumst du auch von einem kleinen Permakultur-Garten, in dem jedes Vögelchen und jeder Regenwurm genügend Futter und Platz hat und in dem es an jeder Ecke etwas zu ernten und entdecken gibt?

Gut, dann bist du hier genau richtig, denn ich stelle dir heute neun konkrete Ideen vor, mit denen du deinem Garten mehr Permakultur verpassen kannst. ;)

Also leg am besten gleich los und verwandle deinen Garten in ein Paradies für Tiere, Pflanzen und Menschen! :)

Permakultur Garten
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Wie lege ich einen Permakultur–Garten an?

Permakultur ist ziemlich hip! Jeder hat das Wort irgendwo schon mal aufgeschnappt, aber was genau dahintersteckt, bleibt meistens ein Mysterium. Falls auch du noch Klärungsbedarf hast, geht es hier erstmal zu einer kleinen Einführung in die Permakultur. ;)

Du kennst dich mit Permakultur schon ziemlich gut aus? Alles klar, dann lass uns mal einen Blick in den Garten werfen und schauen, was sich dort ganz konkret an Permakultur-Elementen umsetzen lässt.

Das Grundprinzip der Permakultur ist ja, dass du mit der Natur arbeitest statt gegen sie. Die Permakultur ist zukunftsfähig und in sich so stabil, dass man von außen kaum eingreifen muss. Aber wie um alles in der Welt setzt man das jetzt in die Praxis um?

9 Schritte in Richtung Permakultur-Garten:

#1 Kompostbeete und nicht wendende Bodenbearbeitung im Permakultur-Garten

Ohne einen gesunden Boden läuft im Permakultur-Garten nichts. Wie kriegen wir es also hin , dass unser Boden fruchtbar und gesund bleibt?

Das ist ziemlich einfach: Indem wir ihn so viel wie möglich in Ruhe lassen.

Klingt vielleicht erst mal komisch, aber der Boden ist ein super komplexes System, das aus Mineralen, organischen Materialien und Milliarden von kleinen Mikroorganismen besteht, die zusammen mit Wasser und Luft in ständigen Wechselbeziehungen stehen.

Wenn du mit einem Spaten in den Boden stichst, um alles einmal umzugraben, dann ist das ein richtig großer Eingriff und wirbelt das Ökosystem Boden kräftig durcheinander. 

Um deinen Boden so schonend wie möglich zu bearbeiten, rate ich dir deshalb, ihn nicht umzugraben. Stattdessen kannst du ihn vorsichtig mit einer Grabegabel auflockern.

Die Bodenfruchtbarkeit zu fördern, steht ebenfalls ganz oben auf der Liste eines Permakultur-Gartens. Das kannst du wunderbar umsetzen, indem du Kompostbeete anlegst. Darüber freuen sich die Bodentiere und Mikroorganismen!

Permakultur Garten

Außerdem werden deine Pflanzen mit vielfältigen Nährstoffen versorgt und der Boden bleibt schön feucht, gut durchlüftet und fruchtbar. Eine Win-win-Situation für alle im Garten!

Pssst: Wenn du wissen willst, wie das mit den Kompostbeeten genau funktioniert, kommst du hier zu meinem kostenlosen Beete-anlegen-Videokurs :

Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    #2 Von der Natur abgeschaut: Das Mulchen

    Wenn unser Blick nochmal auf den Beeten hängen bleibt, dann fällt mir gleich noch eine wichtige Maßnahme ein, die den Boden als Lebensraum für zahlreiche Lebenswesen aufwertet –  das Mulchen! Eine ordentliche Mulchschicht im Beet ist Gold wert.

    Mit einer dicken Mulchschicht verdunstet nämlich viel weniger Wasser aus deinen Gemüsebeeten, was sie resillienter gegenüber Trockenperioden macht. Die Bodenlebewesen können ihre Funktion als fleißige Gartenhelferlein voll ausleben, da sie den Mulch in wertvolle Pflanzennahrung umwandeln.

    Auch Unkräuter haben durch die dicke Mulchschicht eine geringere Chance und du dadurch viel mehr Zeit, deinen Garten zu genießen. ;)

    Permakultur Garten

    #3 Mehrjährige Gewächse im Permakultur-Garten

    Möhren, Zucchini, Salat – all das sind Klassiker im Gemüsebeet. Im Permakultur–Garten werden aber besonders gerne mehrjährige Pflanzen angebaut. Sie eigenen sich besser für ein permanentes System, in das so gut wie gar nicht eingegriffen werden muss. 

    Dann musst du deine Pflanzen nämlich nicht mehr jedes Jahr neu säen und pflanzen – super praktisch!

    Rhabarber oder Spargel kennen wir wahrscheinlich alle bereits als mehrjähriges Gemüse. Es gibt aber noch viel mehr:

    Wie wäre es zum Beispiel mit ewigem Kohl, eine tolle Pflanze, die man einmal anbaut und von der man dann mehrere Jahre die Blätter ernten kann.

    Noch mehr mehrjährige Gemüse:

    Auch unter den Kräutern gibt es ganz viele mehrjährige Exemplare, hier nur eine kleine Auswahl:

    • Estragon
    • Liebstöckel
    • Frauenmantel
    • Echter Lavendel
    • Minze
    • Kardamom

    Obst- und Nussbäume sind natürlich auch mehrjährig und passen somit super in deinen Permakultur-Garten. Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar Apfel-, Birnen-, oder Walnussbäumen? Auch die Esskastanie ist ein toller Nussbaum, dem hierzulande noch viel zu wenig Beachtung geschenkt wird.

    Permakultur Garten

    Hast du bereits Erfahrungen mit mehrjährigen Pflanzen gesammelt? Dann teile deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren, damit wir alle voneinander lernen können. :)

    #4 Pflanzen, die sich selbst aussamen

    Einmal ausgesät und der Drops ist gelutscht. ;) Gemüse, welche sich selbst wieder aussamen, können dir eine Menge Arbeit sparen und passen super in das Prinzip eines Permakultur-Gartens.

    Die wilde Rauke zum Beispiel ist eine tolle, mehrjährige Pflanze, die sich ganz ohne deine Hilfe wieder aussät. Das heißt, du kannst ohne große Mühe jederzeit frisches Grün für deinen Salat oder deine Pizza ernten!

    Auch Dill, Kümmel oder Salat machen dir das Leben leicht und vermehren sich ganz von alleine weiter.

    Bei diesen Pflanzen ist lediglich ein wachsames Auge gefragt, denn gerade die wilde Rauke hat Überwucherungspotenzial und verbreitet sich schnell im ganzen Garten, wenn du sie nicht im Zaun hältst. ;)

    #5 Essbare Bodendecker anbauen

    In der Permakultur soll jedes Element mehrere Aufgaben erfüllen. Deswegen sind essbare Bodendecker die perfekten Kandidaten für deinen Permakultur-Garten!

    Sie können, wie ihr Name schon verrät, in kürzester Zeit eine große Fläche bedecken und halten dir somit viele Unkräuter vom Hals. Nicht nur das, viele von ihnen locken mit ihren duftenden Blüten auch Insekten an, dein Boden trocknet nicht so schnell aus UND viele von ihnen sind sogar essbar!

    Hier eine kleine Auswahl der Multitalente:

    • Waldmeister: Bei Waldmeister denken wir alle sofort an Maibowle, oder? Die kleine Waldpflanze kann aber auch super große Flächen bedecken und bildet im Frühjahr hübsche weiße Blüten.
    • Kapuzinerkresse: Die Kapuzinerkresse ist mit ihren wunderschönen Blüten nicht nur ein Schmaus fürs Auge, du kannst von der Pflanze auch jeden Teil in der Küche verwenden.
    • Walderdbeeren: Durch ihre vielen Ausläufer hat die Erdbeere in kürzester Zeit viel Beetfläche bedeckt. So jätest du kein Unkraut mehr, sondern erntest stattdessen jede Menge leckerer Erdbeeren.
    • Neuseeländischer Spinat: Dieses leckere Blattgemüse kann sich ebenfalls schnell flächendeckend ausbreiten. Hier ist aber regelmäßiges Ernten angesagt, sonst bildet der Spinat sehr hochwachsende Triebe!
    Permakultur Garten

    #6 Permakultur heißt Tetris spielen: die Stapeltechnik!

    Gemüse, Sträucher, Kräuter, Bäume, Pilze, Obst und Blumen – wie um alles in der Welt soll ich das alles unterkriegen?

    Die Antwort ist: Tetris spielen!

    Wie auch in der Natur wird im Permakultur-Garten gestapelt was das Zeug hält. Jede Ecke im Garten wird genau beobachtet und so angelegt, dass Wind, Sonne und Schatten optimal genutzt werden.

    In der Praxis heißt das zu Beispiel, dass große Bäume an die Nordseite gepflanzt werden, damit sie nicht alle anderen Pflanzen beschatten. Auf der Südseite werden die Beerensträucher und Gemüsebeete angelegt. Im Schatten der Bäume kannst du Pilze züchten – und wer ein wirklich waschechter Permakulturist werden möchte, kann sogar noch Wein oder Kiwibeeren am Stamm seiner Bäume hochranken lassen.

    Übrigens: Wenn dein Garten sehr eng bepflanzt ist, kann dadurch ein Mikroklima, also ein spezifisches Ortsklima, entstehen. Dieses Mikroklima wirkt im Optimalfall so, dass sogar Pflanzen, die bei uns nicht winterhart sind, wie die Wollmispel oder die Feige, trotzem über den Winter kommen.

    #7 Der perfekte Kompostplatz im Permakultur-Garten

    Der Kompostplatz ist das Herz eines Permakultur-Gartens. Kompost selber herzustellen, ist gar nicht schwer – und so kannst du wunderbare Nährstoff-Kreisläufe schaffen:

    Gemüsereste und andere Gartenabfälle, die dem Boden beim Wachsen Nährstoffe entziehen, werden also von dir kompostiert und der fertige Kompost führt dann die Rohstoffe wieder in deinem Boden zurück.

    So wird der Kreislauf geschlossen und der Boden bleibt fruchtbar.

    Damit du richtig guten Kompost herstellen kannst, ist der Standort deines Komposts entscheidend. Zu viel Sonne und dein Kompost trocknet aus, zu viel Schatten und er wird faulig. Am besten errichtest du deinen Kompost im Halbschatten und an einem geschützten Ort, an dem er Wind und Wetter nicht vollkommen ausgesetzt ist.

    Permakultur Garten

    #8 Regenwasser auffangen und speichern

    Der nächste Punkt ist eigentlich super simple, schlägt aber gleich mehrere Prinzipien der Permakultur mit einer Klappe.

    Regenwasser aufzufangen und es anstelle von Leitungswasser zu verwenden spart richtig viel Energie. Denn auch wenn es nicht direkt sichtbar ist: Unser Trinkwasser muss aufbereitet und transportiert werden und das kostet Energie und Ressourcen.

    Stattdessen kannst du am höchsten Punkt deines Gartens Regenwasser auffangen und es dann dem Gefälle entlang über so viele Zwischenstationen wie möglich durch dein Grundstück leiten.

    Andere Elemente, die in der Permakultur gerne verwendet werden, um bestmöglich Regenwasser zu sammeln und zu verteilen sind Teiche, Dämme, Sickergräben und Wälle.

    #9 Ein Zuhause für Nützlinge schaffen

    Im Permakultur-Garten hat eigentlich jedes Lebewesen ein Anrecht auf Lebensraum. Aber gerade diejenigen, die dir Schnecken, Blattläuse und andere Kandidaten vom Hals halten, sollten ein gemütliches zu Hause in deinem Garten vorfinden, damit sie dort auch bleiben wollen.

    Nützlinge brauchen Unterschlupf und Nahrung. Wie wäre es also mit Laubhaufen, einer Trockenmauer, Benjeshecke oder dem klassischen Insektenhotel? Du wirst gar nicht glauben, wer sich alles in den vielen Ritzen, Fugen und Hohlräumen tummeln wird!

    Permakultur Garten

    Der Permakultur-Garten – ein Lebensprojekt

    Der erste Schritt ist oft der schwierigste. Gerade in der Permakultur, mit all ihren Prinzipien und Gestaltungselementen, kann die Hemmschwelle erst mal ganz schön groß sein. Deswegen möchte ich dich hier ermutigen: Fang einfach an! 

    Jeder Schritt in die richtige Richtung ist super und Permakultur wird in jedem Garten anders aussehen.
     
    Wenn wir aufmerksam beobachten (was übrigens das erste Prinzip in der Permakultur ist ;)), kreative Lösungen zulassen und auch mal querdenken, dann kann das Ganze nur gut werden.

    Wie setzt du Permakultur in deinem Garten um? Hast du noch mehr Ideen? Dann schreibt sie unbedingt in die Kommentare, damit wir alle ein bisschen mehr Permakultur in unsere Gärten holen können. :)

    Kategorie: Garten, Permakultur

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    20 Kommentare

    1. Ina sagt

      Permakultur hört sich gut an wenn man sich in der Pflanzenwelt auskennt. Aus Angst etwas falsches zu essen ,weil man es nicht kennt und unterscheiden kann , essbar oder nicht weil es so ähnlich aussieht wie auf Fotos, hält davon ab es auszuprobieren.

    2. Grün im Schnee ist eine wunderbare Pflanze in der Permakultur. Sie sät von selbst aus und im Frühling wachsen die ersten Pflänzchen früh heran, quasi aus dem Schnee, dort, wo es noch welchen gibt. Man kann diese kleinen Pflänzchen wie Feldsalat verwenden. Später kann man die grösseren Pflanzen als Gemüse dämpfen – mit aussergewöhnlich herrlichem Resultat! Ein paar der Pflanzen lässt man stehen und blühen, was die Bienen erfreut. Die Samen aus den kleinen, trockenen Schoten kann man wie Senfkörner einsetzen, aufs Butterbrot streuen oder auch in Sossen zu Fleisch geben oder auf Salate streuen. Grün im Schnee ( oder auch Japanischer Senf ) wächst dicht und eignet sich auch als Bodenbedeckung.

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Vreni,
        danke für den tollen Tipp :)
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    3. Marianne Graff sagt

      Hallo, Ich hatte auch schon klassische Erdbeeren in Permakultur unter dem Nußbaum und der Hainbuche. Mein Mann sagte in dem Schatten werden sie nie reif, sie wurden prima. Nach zwei Jahren war aus einer einzelnen Pflanze ein ganzer Teppich geworden. Ich habe trittsteine dazwischen gelegt und einfach die alten Pflanzen die nur noch winzige Früchte haben rausgerissen. Hat super funktioniert 6nd Milch gab es durch das Laub der Bäume automatisch. Wir haben in unseren mulchbeeten auch immer Kartoffeln. Wir buddeln sie nicht so gründlich aus und dann kommen jedes Jahr wieder welche. Sie sind nicht groß aber dafür das sie nie gegossen oder angehäufelt werden und nur beim ernten beachtet werden sind wir damit zu Frieden. Wir machen die kleinen Kartoffeln mit Schale gleich frisch im Backofen schmeckt super. Baumspinat wurde hier noch nicht erwähnt und wächst bei mir im garten auch wie Unkraut.

      Mit freundlichen Grüßen
      Marianne

    4. Ivonne sagt

      Liebe Marie – Deine Videos und Texte sind wirklich toll! Aber die Kommentare hier sind einsame Spitze! Vielen Dank an alle Kommentatoren vor mir, für die vielen Ideen! Aus einem Irrtum heraus habe ich gedacht, das die Petersilie mehrjährig ist und sie ist dann zu meiner Verwunderung – ist das wirklich Petersilie?- in die Höhe geschossen, aber nur um Samen auszubilden. Ich weiss nicht, ob diese auch strenge Fröste überleben werden und habe deshalb einige Samen gesichert und einige sich selbst überlassen… Schnittlauch hat schon bei meiner Omi jahrelang als Wegbegrenzung gedient und ist bei mir einer der Ersten und Letzten im Gartenjahr. Die Weihnachtsgans wurde mit frischem! Thymian aus meinem Garten gewürzt (wächst im Hochbeetkasten dicht an der Hauswand). Der Posteleien säet sich immer selber aus (immer wieder an vollkommen neuen Orten – wie er das macht ist mir ein Rätsel), weil ich ihn nie vollständig abernte und er dann winzig blüht, was die Bienen und vor allem die Hummeln aber total toll finden. Eigentlich überlasse ich meinen Garten aus Zeitmangel viel sich selber und so kommen Mangold, Zwiebeln und Lauch zur Blüte und samen sich dann selber aus. Im Moment wächst ein einziger Rosenkohl, dort, wo ich vor 2 Jahren erfolglos ausgesät habe – Überraschung! Er war im November noch viel zu klein zum Ernten der Röschen. Trotz Frost sind die Röschen grösser geworden – ich beobachte und staune… Je weniger Ehrgeiz ich an den Tag lege, desto mehr regelt sich von ganz alleine. Wichtig ist für solche Experimente zu wissen, dass man unbedingt Samenfeste Sorten kaufen muss. Mein Sohn war vom Gartenfieber angesteckt und hat Bio Supermarkt Paprika ausgesät, leider ohne den erwünschten Erfolg. Erst jetzt weiss ich, dass auch im Biolandbau Hybride zugelassen sind, nur bei Demeter wohl nicht. Es macht wirklich Spass- Samen zu ziehen. Und mein Kompost erst! … Der war anfangs total einseitig – immer viel zu feucht durch meine vielen Küchenabfälle, sogar total stinkig/schleimig wurde. Hab versucht mit Kleintierstreu gegen zu steuern, aber es war mühselig. Seit ich einen Nachbarn dabei erwischt habe, wie er versuchte seinen Hasenmist im Hausmüll unterzubringen und ihn um eben diesen regelmässig erleichtere, habe ich super super Kompost. Ich ergänze ihn mit selbstgemachtem Superbokashi aus meinem Saftpressen-Trester. Der Thermokomposter ist im Sommer fast geschmolzen, so heiss war der Kompost – und im Nu war alles zu Erde umgesetzt! Als ich ihn im Herbst umgesetzt habe war er kalt und voller Regenwurmnester… UND WAS FÜR EIN DUFT – WIE WALDBODEN!

      • Malin von Wurzelwerk sagt

        Huhu Ivonne,
        das hört sich ganz wunderbar an, was so alles in deinem Garten passiert :)
        Ich wünsch dir weiterhin viel Spaß und Freude im Grünen!
        Liebe Grüße
        Malin von Wurzelwerk

    5. hallo liebe Marie,
      ich stehe ganz am Anfang… in Südspanien . Gibt es konkrete Tipps oder weitere Quellen, wo ich speziell für diese Klimazone mehr zum Thema Permakultur erfahren kann?
      Aktuell ist der Garten Steppe und felsig, die Erde eher sandig (oder ein kleiner Bereich im Dauerschatten fest lehmig).
      Hinzu kommt, dass ich nur in Teilzeit hier bin und Trockenzeiten nicht immer optimal bei den Pflanzen ausgleichen /giessen kann.

      Liebe Grüße, Lu

    6. Susanne Fuchs sagt

      Liebe Marie, meine Tochter meinte letztens, dass du eine wirkliche Influenzerin bist ;). In der Coronazeit habe ich angefangen deine Pappbeete auszuprobieren, viel zu mulchen. Ich wurde durchaus von anderen Schrebergärtnern beäugt, denn wir haben seit Jahren eine Schneckenplage und die wird ja mit Mulchen nicht so viel anders. Trotz der Misserfolge von komplett abgefressenen Blumenkohl und dicken Bohnen etc., habe ich das Gefühl, dass der Garten sich umstrukturiert. Rote Beete, Mangold, Zwiebeln, Knoblauch, das waren schon Highlights dieses Jahr und die sind auch richtig groß geworden. Mit den Pappbeeten habe ich jetzt einen Igel, der hoffentlich viele Schnecken frisst und der auch ziemlich laut ist ;) und ich habe Maulwürfe, die die Regenwürmer fressen, aber auch die Gelege der Wühlmäuse (die sind jetzt mal weg). Bin sehr gespannt, was noch passiert und freue mich auf die Videos.
      Schöne Grüße
      Susanne

    7. Melanie Eggers sagt

      Mich würde ja mal Folgendes interessieren. Dir Idee mit der Permakultur ist ja super, aber soll man die Standorte wegen dem drohenden Nährstoffmangel nicht eigentlich jedes Jahr wechseln? Weil dir Natur uns dann ja Vormachtstellung, das wir das theoretisch gar nicht müssen. 🤔

    8. Liebe Marie,

      wir, das ist ein Gemeinschaftsgarten, verfolgen Deine Samstags Videos und Deinen Blog mit großer Begeisterung!!!
      Seit letztem Jahr versuchen wir uns in Permakultur. Du hattest in einem Video und Blog mal eine Beeteinfassung aus Metall vorgestellt, könntest Du diese für uns nochmal verlinken?
      Bitte mach weiter so, wir konnten bereits viel dazu lernen!!!

      Ganz liebe Grüße
      Christa

      • Admin sagt

        Hallo Christa,

        wie schön, dass ihr regelmäßig vorbeischaut! :)

        Schau mal, wir benutzen diese Rasenkanten. Das Metall ist zwar recht weich, aber das ist kein Problem, wenn du einen kleinen Graben aushebst, bevor du die Kanten auslegst.

        Viele Grüße,
        Jacky
        >Gemüsegarten-Coach<

    9. Erika Graber sagt

      Meine Liebe Marie
      Vielen Dank, dass es Dich gibt! Wir haben vor zwei Jahren das Haus samt Umschwung von meiner Mutter übernommen- das Grundstück hatte sein ganzes Leben lang noch nie ein Gartenbeet gesehen ,ausser Blumen und riesigen Hemlockstannen (die leider den letzten Sturm nicht überstanden ) katastrophalen Lorbeer in tausendfacher Verbreitung- also einfach gesagt das reinste Chaos 😱Dank Dir und dem ersten Lockdown sieht es jetzt ganz passabel aus , hab letztes Frühjahr kleine Permakulturgärten angelegt zum erstaunen meiner Nachbarn ist sogar auch ein beachtlicher Ertrag an Gemüse daraus erwachsen 😁aber den Vogel hab ich abgeschossen als ich mitten im Garten ,dort wo wir den Pool im Sommer hingestellt hatten ( das Riesen Plastikteil muss ja im Herbst wieder abgebaut werden und ins Winterquartier umziehen) nun meine Wintergartenbeete angesiedelt auch in einer Art Permakultur . Du kannst dir ja sicher ausmalen wie das aussah und roch nachdem der Pool abgebaut war , der reinste übelstriechenste vergammelte Misthaufen 😂so hab ich eine Woche später damit angefangen mit einer Heugabel und einem Gartenrechen das ganze ein bisschen zu bearbeiten- Kompost und Erde hinzugefügt mit Holzschnitzel Beete umrandet 😁die Sprüche meiner lieben Nachbarn ignoriert! Zwiebeln und Knoblauch ,Spinat und Winterschnittsalat verschiedener Ausführungen und natürlich Rucola . Was soll ich sagen ausser dass die neidvollen Blicke meiner Nachbarschaft mich richtig Stolz machen , würde mich nicht erstaunen wenn sie im Herbst das auch ausprobieren 🥰leider Verfüge ich über kein Geld sonst würde ich mich bei dir anmelden, aber als Dankeschön meinerseits für deine Samstagsemails , hab ich gedacht sende ich Dir meine Gartenpoolnutzungsfläche im Winter 😉
      Herzliche Grüsse Erika

    10. Dany sagt

      Bei uns hat sich letztes Jahr die Nachtkerze breit gemacht. Eine schöne Pflanze, aber ich wollte sie nicht im ganzen Garten haben. Während ich also einige Exemplare ausstach erinnerte ich mich irgendwo gelesen zu haben, das sie früher als Gemüse angebaut wurde. Also ab mit der Wurzel in den Eintopf. Wirklich lecker und verbreitet sich selbst.

    11. Franz Josef Kamerewerd sagt

      Hallo Marie,
      ich wollte mir die Anleitung ‚Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!‘ herunterladen.
      Klappt leider nicht mit der Eingabe der eMail-Adresse.
      Ich möchte mir jetzt evtl. ein Stück Garten in Permakultur anlegen.
      Vorhandene Fläche ca. 3m x 6m groß. Heu ist zur Zeit nicht vorhanden, erst nach dem
      ersten Schnitt der Wiesenflächen. Mist hab ich auch nicht. Aber einen großen Haufen
      Erde, auf dem ich jahrelang Gartenabfälle und ‚Unkraut‘ abgelegt habe.
      Der Gartenboden ist lehmiger Ackerboden, der in den letzten Jahren sehr an Fruchtbarkeit
      nachgelassen hat. Wurde in jedem Frühjahr mit der Motorhacke bearbeitet.
      Giesswasser ist nur gesammeltes Regenwasser ( max. ca. 0,8m³ .
      Eine große Menge Zweige vom Obstbaumschnitt ist auch noch vorhanden.
      Kann aber wegen fehlendem Stromanschluss nicht geschreddert werden.
      Ich hoffe, ich kann mit den Varaussetzungen was anfangen.
      Viele Grüße
      F.J.Kamerewerd

    12. Canan sagt

      Huhu Marie!
      Wir experimentieren gerade mit immer nachwachsendem Lauch.
      Für ein Samenerhaltungsprojekt in der Schweiz von ProspecieRara liessen wir den Lauch im zweiten Jahr blühen und bemerkten dann, dass unten quasi um den „Hauptlauch“ sich mehrere kleine Läuchers gebildet haben. Bei der Sorte bin ich mir gerade nicht mehr sicher aber ich kann mir vorstellen, dass das mit anderen auch zu schaffen ist.
      Ich probiere das jedenfalls auch in meinem eigenen Garten aus.
      Liebe Grüsse aus der Schweiz
      Canan

    13. Julia Ketterer sagt

      Liebe Marie

      Viiiiiiielen Dank für deine supertolle Internetseite!!!! Genau das habe ich gesucht! Du schreibst nicht nur informativ sondern auch unterhaltsam. Seit ich auf deine Seite gestossen bin, nutze ich jede freie Minute zum Lesen…und das ist bei 3 kleinen Mädchen rare Zeit ;-) Ich bin soooo begeistert! Danke, danke und nochmals danke!!!

      Herzlicher Gruss
      Julia

    14. Silke sagt

      In meinem Garten habe ich als Beetbegrenzung verschiedene Kräuter gepflanzt. Sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch sehr praktisch :) Viele Kräuter sind auch schnittverträglich sodass sie sich als kleine Hecke ziehen lassen. Perfekt für den Permakultur- und Bauerngarten.

    15. Beate sagt

      Hallo Marie,
      ich habe eine Mini-Kiwi in einem Hochbeet, die seit 3 Jahren Früchte trägt. Fuß mehr im Schatten, Kopf in der Sonne. Welche Begleitpflanzen kann ich als Permakultur dazu setzen?
      Danke auch für diesen interessanten Beitrag.
      Liebe Grüße von Beate

    16. Denise sagt

      Brennessel sind ebenfalls ein mehrjähriges Gemüse. Und wenn man sie selber nicht mag, dann eben für die eigenen Hühner im Garten. Meine Hühner lieben Brennessel. Und im Herbst schneide ich die Pflanzen kurz über dem Boden ab und hänge sie zum trocknen auf. So haben die Hühner auch im Winter etwas leckeres grünes.

    17. Stella sagt

      Grünspargel ist auch eine Permakultur, außerdem Etagenzwiebeln, wilder Lauch in verschiedenen Arten, Giersch (kommt oft von selber und wird mühselig entfernt, was komplett unnötig ist. Er ergibt ein köstliches Spinatgemüse mit Karotten-Sellerie-Geschmack, das wirklich jeder mag. Auch in Suppen macht er sich mit einem Geschmack sehr gut. Die zarteren Blätter sind auch ein feiner Salat, für grüne Smoothies ist er auch ganz toll, und wer will, kann die Wurzeln frisch als Suppeneinlage und -angeblich-geröstet als Kaffeersatz verwenden. Bei uns wuchert er nur, wo ich es erlaube. Hin und wieder schneide oder sense ich ihn ab, und habe ca. von März bis zum Frost immer ein köstliches Gemüse im Garten. ) Ebenso der Bärlauch, Löwenzahn und die Vogelmiere, auch diese sog. „Unkräuter stehen bei uns oft auf dem Speiseplan. Ein weiteres Permakulturgemüse ist die Haferwurz. Wenn man im Sommer einige Pflanzen zur Blüte kommen lässt, was man allein wegen der herrlichen lila Blüten tun sollte, dann säen sie sich direkt wieder aus, oder man kann die großen Samen abnehmen und direkt, wo man sie haben möchte, wieder aussäen. Ewigen Kohl haben wir auch, auch Helgoläner Wildkohl, der wird riesengroß mit vielen Brokkoliblüten und leckeren Blättern. Brokkoli allgemein kann oft zweijährig sein. Wir haben auch Winterbrokkoli, der ist zwei-bis mehrjährig.
      Übrigens steht unter unserem Walnußbaum seit über 10 Jahren Grünspargel….
      Liebe Grüße Stella

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