Garten
Kommentare 24

Die 13 wichtigsten Gartenarbeiten im März

Rhabarber-vortreiben

Es ist März – das heißt, die Tage werden endlich wieder länger, die Sonne verwöhnt uns wieder öfter und es kribbelt einem schon ordentlich in den Fingern. Bereits jetzt im März kannst du draußen schon richtige viele wichtige Gartenarbeiten erledigen und so eine tolle neue Gartensaison einläuten.

Also raus aus dem Winterschlaf, rein in die Gummistiefel und ab geht´s in den Garten!

Gartenarbeit_im_maerz_Pin

Merk dir diesen Artikel auf Pinterest!

#1: Auf die Zehen, fertig, los: Knoblauch stecken!

Wenn du im Herbst noch keinen Knoblauch gesteckt hast, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, das nachzuholen. Die Knollen werden jetzt zwar nicht mehr so dick wie die im Herbst gepflanzten, dafür kannst du sie schon in ein paar Monaten ernten und musst dich nicht allzu lange gedulden!

Unser Knoblauch ist schon seit Oktober in der Erde, wir haben aber anscheinend letztes Jahr bei der Ernte ein paar Knollen vergessen. An diesen Stellen treiben jetzt munter die kleinen Knoblauch-Pflänzchen aus. Falls dir das auch passiert ist, kannst du diese jetzt super vereinzeln und neu einpflanzen. Such dir zum Pflanzen die dicksten Zehen raus und die kleineren Jungknoblauche kannst du dir als ersten kleinen Frühlingssnack aus dem Garten gönnen. :)

Falls du dich mit Knoblauch stecken noch nicht so gut auskennst, findest du hier eine komplette Anbau-Anleitung: Knoblauch pflanzen, anbauen, ernten und lagern.

Knoblauch_stecken

#2: Bitte die volle Sonnendröhnung!

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von nackter Gartenerde, aber jetzt, wo die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf die Erde fallen, ist es am besten, wenn dein Gemüsebeet blankzieht. So erwärmt sich dein Beet am schnellsten und deine neu gesäten und gepflanzten Gemüse fühlen sich gleich pudelwohl.

Reche also am besten den Mulch, der im Winter für eine tolle Wärmeisolation gesorgt hat, zur Seite: Ich ziehe ihn dafür einfach auf die Wege, bis er wieder zum Einsatz kommt.

Gemüse, welches vom letzten Jahr noch deine Beete bewohnt und mit Mulch bedeckt ist, kannst du in Frieden lassen. Die Pflanzen freuen sich jetzt noch über etwas zusätzlichen Schutz – im März sind die Temperaturen in der Nacht meist ja noch sehr niedrig.

Falls du übrigens lieber Videos schaust, statt Texte zu lesen, kannst du dir hier die YouTube-Version des Artikels anschauen:

#3: Gartenarbeit im März: Hochbeete in Höchstform bringen

Nach der letzten Gartensaison müssen deine Hochbeete wahrscheinlich erst mal wieder auf Vordermann gebracht werden. Es ist ziemlich erstaunlich, wie viel ein Hochbeet an Volumen über ein Jahr hinweg verliert. Nach dem Winter sind die Hochbeete schnell mal um 20 cm abgesackt.

Deswegen ist jetzt im März ein toller Zeitpunkt, um ihnen ein bisschen neues Leben einzuhauchen. Fülle sie dafür einfach mit reifem Kompost wieder auf. Jetzt ist dein Hochbeet nicht nur wieder richtig flott, auch die neuen Hochbeetbewohner werden sich sehr über diese Gartenarbeit freuen, vor allem wenn du vor hast, hungrige Gemüse wie Paprika oder Auberginen anzupflanzen.

Welche Gemüse ansonsten für einen Platz im Hochbeet Schlange stehen würden, kannst du hier nachlesen: Die 9 besten Gemüse für dein Hochbeet!

#4: Frühbeetkasten: Wasser marsch!

Im Frühbeetkasten strecken im März schon die ersten Pflänzchen die Köpfe aus der Erde. Die warme Erde unter dem schützenden Glas sorgt nämlich für einen echten Wachstums-Schnellstart! Bei mir sind zum Beispiel schon die ersten kleinen Spinat-Pflänzchen, Frühlingszwiebeln, Erbsentriebe und Mangold aufgegangen.

Damit deine Sprösslinge ab jetzt richtig gut gedeihen, gehört zu deinen Gartenarbeiten, die Pflänzchen regelmäßig zu gießen. So toll ihr wärmender Brutkasten auch ist, unter der Haube kommt kein Tropfen Regenwasser bei ihnen an. Vergiss also nicht, nach deinen Schützlingen zu schauen.

#5: Gartenarbeit im März: Eine wärmende Decke auslegen

Auch wenn die Sonne schon echte Frühlingsgefühle auslöst, ist es im März nachts zum Teil immer noch richtig klirrend kalt. Große Pflanzen aus dem Vorjahr, wie die dicken Bohnen oder der Wirsing, können das ohne Probleme ab, aber deine neuen Pflänzchen freuen sich bei diesen Temperaturen noch über ein wenig Nestwärme.

Meine frisch geschlüpften Spinatpflänzchen mummele ich zum Beispiel in ein schönes warmes Vlies ein. Aber Vorsicht: Mehr als zwei Lagen Vlies solltest du nicht über deine Pflanzen legen, sonst sitzen die Jungpflanzen ruck, zuck in der Dunkelkammer.

Tatsächlich ist im Winter nämlich oft nicht die Kälte das größte Problem, sondern das fehlende Sonnenlicht. Durch zwei Lagen Vlies kommen jedoch noch genügend helle Strahlen hindurch und deine Schützlinge haben es trotzdem gemütlich warm und wachsen so in Windeseile zu erntereifen Pflanzen heran. :)

Ich falte mein Vlies einfach einmal in der Mitte und befestige es mit ein paar Steinen am Rand. So fliegt es beim nächsten Windstoß nicht davon.

#6: Verpass deinen Kartoffeln einen Wachstumsvorsprung

Die Kartoffeln pflanzen wir erst im April und Mai, jetzt ist aber die perfekte Zeit, um deine Pflanzkartoffeln vorzukeimen. Dafür legst du deine Kartoffeln einfach an einem eher kühlen, hellen Ort aus, sodass sie kräftige dicke Keime bilden. So verpasst du deinen Pflanzen einen ordentlichen Wachstumsvorsprung, wenn sie später dann in die Erde wandern.

Das bedeutet, dass deine Kartoffelpflanzen im Beet dann mehr Zeit haben, um schön dicke Knollen zu bilden.

Kartoffeln vorkeimen in Schale

#7: Obacht: Beikräuter auf dem Vormarsch

Über die wärmende Sonne und die längeren Tage freuen sich nicht nur deine Gemüse-Pflanzen, auch die wilden Beikräuter haben den Pfiff gehört und werden nun versuchen, es sich in deinen Beeten gemütlich zu machen. Deswegen solltest du ihnen so schnell wie möglich dazwischenfunken!

Auch wenn Jäten nicht die tollste Gartenarbeit ist, so hast du jetzt, wo die Beikräuter noch klein sind, ein leichtes Spiel.

Wir haben in unserem Garten durch die Kompostbeete zwar so gut wie kein Unkraut, aber wenn sich bei dir gerne ungebetene Gäste zeigen, empfehle ich dir, jetzt schon mit dem Jäten loszulegen.

#8: Gartenarbeit im März: Neue Beete anlegen

Wenn du während deiner Gemüseplanung und Knobelei festgestellt hast, dass du eindeutig zu wenig Gemüsebeete hast (was irgendwie immer der Fall ist, oder? ;)), dann ist jetzt im März auch ein toller Zeitpunkt, um neue Beete anzulegen.

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Fan von Kompostbeeten bin! Die lassen sich auch jetzt im Frühjahr noch fix anlegen und sind direkt einsatzbereit. Und nicht nur das, mit Kompostbeeten kannst du auch schon im ersten Jahr eine richtig dicke Ernte einfahren.

Wenn du auch Kompostbeete anlegen willst, dann kannst du dich gerne für das Bootcamp anmelden. Das ist ein kostenloser Minikurs, indem ich euch ganz genau zeige, wie ihr die Kompostbeete in wenigen Schritten anlegen könnt.

Hier kannst du dich für das kostenlose Gemüsegarten-Bootcamp anmelden.

#9: Neuer Schnitt gefällig?

Beerensträucher und Obstbäume möchten gerne besonders schick in die neue Gartensaison starten und deshalb noch eine neue Frisur verpasst bekommen.

Das sorgt nicht nur für gesündere Pflanzen, sondern auch für eine üppigere Ernte – Win-win-Situation würde ich sagen. :)

Hier kannst du nachlesen, wie du rote, weiße oder schwarze Johannisbeeren selber schneiden kannst.

#10: Rhabarber vortreiben

Dein Rhabarber treibt viel früher im Jahr aus, wenn du ihn, sobald die ersten Blättchen aus der Erde schauen, mit einem Mörtelkübel oder mit einer Cloche zum Vortreiben abdeckst. Manchmal können wir so schon vier Wochen später den ersten Rhabarber ernten.

Rhabarber-vortreiben

Wenn du ihn zusätzlich mit Kompost und Holzhackschnitzeln mulchst, entsteht unter der Haube außerdem mehr Wärme und das Ganze geht noch schneller.

#11: Neues Naschbeet gefällig? :)

Wenn du genauso auf Erdbeeren stehst wie wir, kannst du jetzt wunderbar ein neues Erdbeerbeet anlegen. Dafür kannst du entweder Ausläufer deiner alte Erdbeerpflanzen nehmen oder dir Erdbeerjungpflanzen in der Gärtnerei oder auf dem Wochenmarkt besorgen.

Meine Lieblingssorte ist übrigens die “Korona”. Ich hoffe, sie kommt ohne Imageschaden aus der Pandemie. Aber die kleinen Monatserdbeeren sind auch super lecker und liefern außerdem den ganzen Sommer über frische Früchte.

Erdbeeren-Schale

#12: Jungpflanzen vorziehen

Auch wenn es streng genommen keine Gartenarbeit ist, darf diese Aufgabe natürlich im März nicht fehlen: Jungpflanzen vorziehen!

Es gibt nichts Schöneres, als drinnen im Warmen, während es draußen diesig und regnerisch ist, Jungpflanzen vorzuziehen. Da kann man schon mal richtig vom Sommer träumen, oder? ;)

Rotkohl, Brokkoli, Lauch, Tomate und viele andere Gemüse können jetzt fröhlich im warmen Zuhause keimen und erst einmal die Kinderstube genießen.

Eine Übersicht mit allen Gemüsen, die du im März aussäen und pflanzen kannst, findest du übrigens in diesem Artikel: Aussaat & Pflanzen im März + Beispiel-Pflanzplan.

Und wenn du gleiche eine komplette Jahresübersicht willst, dann lade dir gerne den kostenlosen Aussaatkalender herunter.

Einfach ausdrucken, an die Wand pinnen und lossäen. Jeden Monat findest du eine Übersicht mit allen Gemüsepflanzen, die du drinnen oder draußen säen kannst und wann es Zeit ist, deine Jungpflanzen nach draußen zu pflanzen.

Trag dich also hier ein, um den kostenlosen Aussaatkalender 2021 herunterzuladen und keine Aussaat mehr zu verpassen:

Hol dir deinen Aussaatkalender!

    Mit dem Absenden bestätigst du die Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Tipps und Angebote zum Thema Selbstversorgung zu schicken.

    #13: Nur die Harten kommen in den Garten

    Jetzt im März kommen aber nicht nur Samen unter die Erde, auch die ersten Jungpflanzen sind schon so groß, dass sie nach draußen umziehen dürfen. Deswegen gilt es jetzt, die Pflanzen auf den Ernst des Lebens vorzubereiten. ;)

    Das heißt, die jungen Pflänzchen dürfen ab jetzt regelmäßig frische Luft schnuppern. Dafür stelle ich sie für ein paar Stunden nach draußen in den Schatten. Jetzt können sie zum ersten Mal den kalten Wind auf ihren Blättern spüren, bevor es wieder ins warme Haus geht. Zwei, drei Tage später dürfen sie dann auch mal ein paar Stunden Sonne tanken.

    Du kannst dir das Abhärten ein bisschen wie eine Expedition auf einen großen Berg vorstellen. Bevor es ganz nach oben auf die Spitze geht, heißt es akklimatisieren. Ein Stück nach oben, dann wieder runter ins Basecamp. Beim nächsten Mal dann wieder ein Stück weiter, bevor es wieder zurück zur Basis geht. So hat der Körper genügend Zeit, sich an die eisige Kälte und dünne Luft dort oben zu gewöhnen. Bei den Pflänzchen ist das ganz ähnlich. Die Sprösslinge haben schließlich noch nie Sonne, Regen oder Wind auf ihren Blättern gespürt. Bereite sie also sachte darauf vor, dann sollten sie problemlos für das raue Leben im Gemüsebeet gewappnet sein. :)

    Kleiner Tipp: Ich härte meine Pflänzchen meistens eine Woche lang ab, danach dürfen sie in den Garten umziehen.

    Jungpflanzen_abhärten

    Wenn du bis hier hin durchgehalten hast, dann entlasse ich dich jetzt sofort in deinen Garten. :P Wenn du jedoch noch in Lesestimmung bist, findest du hier noch weitere Artikel, die dich super auf deine neue Gartensaison vorbereiten:

    Gemüsegarten planen – Schritt für Schritt mit Beispielplan

    Super vitale Tomaten vorziehen: Tomaten-Anzucht im Haus

    Gemüse pflanzen für Anfänger: Wann, wie, wo?!

    Auf welche Gartenarbeit freust du dich im März am meisten? Schreib es mir gerne in die Kommentare! :)

    Dieser Artikel enthält einen Affiliate-Link. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du über diesne Link einkaufst. Du zahlst deswegen keinen Cent extra, es ist aber eine tolle Art, meinen Blog zu unterstützen. Danke an alle, die das machen!

    Kategorie: Garten

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    24 Kommentare

    1. astrid richter sagt

      Hallo Marie, du erzähltest in einem deiner Videos das du Probleme mit dem Fenchel Anbau hast. Leider bin ich nicht so ein Fan von Fenchel, doch ich weiß das mein Onkel damals mit dem Mondkalender gearbeitet hat und es waren richtige Prachtexemplare was den Fenchel betraf. Vielleicht hilft dir das ja etwas weiter. Mach weiter so, echt prima deine Informationen und Videos. Gruß Astrid

    2. Tabea Beeker sagt

      Hallo Marie,
      beziehen sich die Termine im Aussaatkalender auf das Vorkeimen oder das einpflanzen der vorgekeimten Samen in die Erde? Freue mich auf kurze Rückmeldung.
      Viele Grüße
      Tabea

    3. Rolf Nick sagt

      Hallo Marie

      ich bin ein Garten-Anfänger. Darum eine banale Frage:
      Auf dem Samen-Briefchen der Karotte Purple Haze steht
      Aussaat: März bis Juni ins Freiland
      und
      Pikieren: Sämlinge auf 3cm vereinzeln

      Verstehe ich das richtig? Wenn ich ins Freiland säe, fällt das Pikieren weg?

      Vielen Dank für Deine Antwort und auch für Deine tolle Arbeit. Du machst das wirklich richtig spitzenmässig gut.

      Viele Grüsse
      Rolf

    4. Lisa Marie sagt

      Hallo,

      ja, bei uns in Hof. BAYERN/Hochfranken ganz oben ist es immer kälter! Meine Tomaten und Gurken werde ich in 1 bis 2 Woche säen und ans warme Wohnzimmerfenster stellen. Im Mai kann ich sie dann ins Gewächshaus pflanzen.
      Lg Lisa Marie B.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.