Haltbarmachen, Selbstversorgung
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Bohnen einfrieren – Die Blitzanleitung!

Bohnen einfrieren ist eine super Methode, wenn dich das ausgesprochen unkomplizierte und leckere Gemüse im Sommer mit einer wahren Ernteschwemme beglückt. So kannst du in aller Ruhe nach und nach deinen Bohnenberg wegschlemmen, ohne dass etwas verdirbt.
Darum nichts wie raus in den Garten: Bohnen ernten! :)

Inhaltsverzeichnis
Ratzfatz: Bohnen einfrieren – Die Blitzanleitung
Untergetaucht: Bohnen blanchieren
Ausgekocht: Rohe Bohnen einfrieren
Ganz und gar: Gekochte Bohnen einfrieren
Allumfassend: Kann ich alle Sorten von Bohnen einfrieren?
Ganz einfach: Bohnen einfrieren und auftauen
Gaumenschmaus: Rezepte für eingefrorene Bohnen

Ratzfatz: Bohnen einfrieren – Die Blitzanleitung

Falls du schon einen großen Bohnenberg auf deinem Küchentisch liegen hast, und sofort loslegen willst mit dem Bohnen einfrieren, schau doch mal in diese Übersicht, da habe ich dir alle Schritte zusammengefasst:

Bohnen einfrieren – Die einzelnen ArbeitsschritteTipps und Tricks
Schritt #1: Bohnen putzenEnden abschneiden, evtl Fäden abziehen, waschen und in mundgerechte Stücke schneiden
Schritt #2: Bohnen blanchieren Für 2-3 Minuten in erst kochendes Wasser, dann 5 Minuten in kaltes Wasser geben.
Schritt #3: Bohnen mit Schaumkelle aus dem Wasser holenGut abtropfen lassen und abtrocknen, damit sich keine Eiskristalle bilden.
Schritt #4: Bohnen in Gläser, Edelstahlbehältnisse, Gefrierbeutel oder Plastikdose packenAm besten nur so viele Bohnen in ein Behältnis geben, wie du für eine Mahlzeit brauchst.
Schritt #5: Bohnen einfrieren! ;)Bohnen sind tiefgekühlt 10 Monate haltbar.

Auch Bärlauch lässt sich übrigens prima einfrieren und so das ganze Jahr über genießen

Und falls du auf der Suche nach weiteren Einkochideen bist, findest du in meinem kleinen Rezeptebuch bestimmt noch die eine oder andere Inspiration!

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    Untergetaucht: Bohnen blanchieren

    Immer wieder kommt die Frage bei mir an, was bedeutet blanchieren eigentlich. Blanchieren meint, dass du dein Gemüse 2-3 Minuten in kochendes Wasser tauchst und es dann sofort in sehr kaltes Wasser, am besten Eiswasser, gibst. So stoppst du den Kochvorgang schnell und verhinderst, dass dein Gemüse weitergart.

    Psst, Nerd-Alarm: Blanchieren kommt vom Französischen „blanchir“ und bedeutet wörtlich „weiß machen“. Fleisch, das du blanchierst, nimmt nämlich eine weißliche Farbe an. Nerd-Alarm off. ;)

    Durch das Blanchieren tötest du Keime ab und sorgst dafür, dass Geschmack, Farbe und Vitamine deiner leckeren Bohnen auch beim Tiefkühlen bestmöglich erhalten bleiben.

    Wenn du außer Bohnen einfrieren auch andere sichere Methoden zum Haltbarmachen deiner Ernte kennenlernen möchtest, komm doch in meinen Obst und Gemüse haltbar machen Kurs! Da zeige ich dir, wie du ganz einfach und ohne viele Gerätschaften leckere Vorräte zauberst und so das ganze Jahr über die Ernte aus deinem Garten genießen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist!

    Bohnen einfrieren: Bohnen im Eiswasser

    Ausgekocht: Rohe Bohnen einfrieren

    Auch wenn das Blanchieren ein zusätzlicher Arbeitsschritt ist: es lohnt sich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass roh eingefrorene Bohnen ihren Geschmack so ziemlich verlieren und nur dem Aussehen nach noch Bohnen sind. Und das ist wirklich jammerschade!

    Darum lege ich dir das Bohnen blanchieren wirklich ans Herz. Es ist ja auch eigentlich schnell gemacht. ;)

    Grundsätzlich kannst du deine Bohnenernte aber auch roh einfrieren, nachdem du sie geputzt und gewaschen hast! Dabei wird nichts ungenießbar oder giftig – es kann eben nur passieren, dass Geschmack, Farbe und Vitamine darunter leiden.

    Auch Rosenkohl, Spinat und Karotten blanchierst du besser, bevor du sie einfrierst!

    Falls du auf Plastik verzichten möchtest in deiner Küche, kannst du zum Bohnen einfrieren übrigens auch Gläser oder verschließbare Gefäße aus Edelstahl verwenden.

    Ganz und gar: Gekochte Bohnen einfrieren

    Falls es bei dir mittags schnell gehen muss oder du die Bohnen für einen (zukünftigen) Salat verwenden möchtest, kannst du auch deine Bohnen einfrieren, wenn sie schon fertiggekocht sind.

    Und das geht so:

    1. Die geputzten, gewaschenen Bohnen in kochendes Salzwasser geben und 10 Minuten kochen.
    2. Jetzt die Bohnen in ein Sieb schütten und mit möglichst kaltem Wasser abspülen, damit sie nicht weiter garen.
    3. Danach die Bohnen auf einem Geschirrtuch trocknen lassen und abtupfen.
    4. Nun die Bohnen in ein Behältnis geben und gut verschließen.
    5. Und schließlich die Bohnen einfrieren.

    Wenn vom Essen Reste übriggeblieben sind, kannst du gleich mit dem dritten Punkt beginnen.

    Auch gekochte eingefrorene Bohnen sind im Gefrierfach ungefähr zehn Monate haltbar. Danach kannst du sie immer noch prima essen – nur Geschmack, Vitamine und Farbe nehmen langsam ab.

    Allumfassend: Kann ich alle Sorten von Bohnen einfrieren?

    Grüne Bohnen einfrieren, Buschbohnen einfrieren, Stangenbohnen einfrieren, gelbe Bohnen einfrieren oder lila Bohnen: Sie alle kannst du in den Kälteschlaf schicken, nachdem du sie blanchiert hast. Coole Sache, oder?

    Dicke Bohnen und Kidneybohnen befreist du aber erst aus ihrer Schote, bevor du sie blanchierst. Dann sind sie ebenfalls für den Aufenthalt in der Kälte bereit.

    Kleiner Tipp: Bohnenkraut ist beim Bohnen einfrieren der perfekte Partner! Es verstärkt nämlich den leckeren Bohnengeschmack und hilft außerdem bei der Verdauung. Darum pack einfach ein wenig gehacktes Bohnenkraut mit in den Behälter, es lohnt sich! :)

    Am leckersten schmecken dabei natürlich Kräuter, die du selber angebaut hast!

    Ganz einfach: Bohnen einfrieren und auftauen

    Wie Bohnen einfrieren geht, weißt du jetzt. ;) Aber was musst du beim Auftauen beachten?

    Rohe Bohnen und auch Bohnenkerne enthalten das leicht giftige Phasin, das erst beim Kochen zerfällt. Blanchierte Bohnen sind noch nicht genügend durchgegart, deshalb brauchen sie noch ein Fünf-Minuten-Bad im kochenden Wasser. Bohnenkernen solltest du 15 Minuten im Topf gönnen!

    Am besten packst du sie einfach gefroren in deine Suppe, Eintopf oder Auflauf und garst sie zusammen mit den anderen Zutaten fertig.

    Bohnen, die du gekocht eingefroren hast, kannst du gleich nach dem Auftauen schlemmen oder auch als leckere Zutat in den Salat geben.

    Bohnen einfrieren: Bohneneintopf

    Gaumenschmaus: Rezepte für eingefrorene Bohnen

    Bohnen sind Tausendsassas: sie machen sich eigentlich in (fast) jedem Essen richtig gut. Egal, ob du sie einfach in mit in die Suppe gibst, ihnen mit einen Bohnen-Eintopf einen Starauftritt verschaffst oder sie als Gemüsebeilage zu einem festlichen Essen verwendest – lecker sind sie immer! :)

    Ich habe dir zwei meiner ultimativen Bohnen-leckerschmecker-Lieblingsrezepte aufgeschrieben – Nachahmen ausdrücklich erwünscht! ;)

    Bohneneintopf

    Du brauchst für 4 Personen:

    1 El Öl
    2 Zwiebeln
    1 Dose schwarze Bohnen
    Je 200 g grüne, gelbe und lila Bohnen
    1 Dose gehackte Tomaten
    4 Stängel Bohnenkraut (oder das Bohnenkraut vom Bohnen einfrieren)
    1 gelbe Paprika
    500 ml Gemüsebrühe
    1 Karotte
    1 TL Balsamicoessig
    Salz, Pfeffer, Zucker

    Und so geht es:

    Zwiebeln, Karotte und Paprika putzen und in Stücke schneiden. In heißem Öl glasig braten und mit Gemüsebrühe ablöschen. Grüne, gelbe und lila Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden. Zusammen mit Tomaten, Bohnenkraut, schwarzen Bohnen und Balsamico dazugeben. Alles 10-15 Minuten köcheln lassen und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

    Bohnencremesuppe

    Du brauchst für 4 Personen:

    1 El Öl
    600 g grüne Bohnen
    1 Zwiebel
    2 mittelgroße Kartoffeln
    1 Knoblauchzehe
    4 Stängel Bohnenkraut (oder das Bohnenkraut vom Bohnen einfrieren)
    750 ml Gemüsebrühe
    200 ml süße Sahne
    Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft

    Und so geht es:

    Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Im Öl anbraten und mit Gemüsebrühe ablöschen. Bohnen kleinschneiden und mit Bohnenkraut dazugeben. 10-15 Minuten köcheln lassen. Bohnenkrautstängel entfernen (gehacktes Bohnenkraut kann drinbleiben) und mit Sahne aufgießen. Die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken.

    Bohnen einfrieren ist eine tolle Methode, um deine Ernteschwemme haltbar zu machen und so das ganze Jahr über Bohnen aus dem eigenen Garten genießen zu können. Und wenn alle deine Bohnen versorgt sind, kannst du mit meinem Rezeptebuch deine Haltbar machen Reise gleich fortsetzen! ;)

    Außer Bohnen einfrieren möchtest du auch noch anderes Obst und Gemüse aus deinem Garten in Vorratsgläser packen? Dann lies gern hier weiter:

    Einkochen für Anfänger: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Zucchini einmachen – Zucchinischwemme haltbar machen!

    Rhabarber einkochen und das ganze Jahr über genießen!

    Hast du zum Bohnen einfrieren noch andere Tipps und Tricks? Ich bin schon ganz gespannt darauf, davon zu hören!

    Kategorie: Haltbarmachen, Selbstversorgung

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    5 Kommentare

    1. Manfred sagt

      Hallo Marie und Team,

      was ist mit aufgetauten Bohnen und Botulismus? Beim Blanchierten 5 Minuten, Beim Auftauen 5 Minuten – reicht das oder ist alles nach dem Köcheln der Suppe erledigt?

    2. Küpi sagt

      ich wasche die Bohnen erst heiß. Dann nochmal eiskalt. Dann schütte ich sie durch ein Sieb, schüttel ein bisschen, dann Schockfrosten, eintüten und ab ins Gefrierfach.

    3. Sylvia sagt

      Hallo Marie,

      ich blanchiere dieses Jahr erstmals die Bohnen vor dem Einfrieren. Das ist ja an sich schnell gemacht. Das Problem ist das Abtrocknen!

      1,5 Kilo muss man erstmal auf 2 Küchentücher verteilen und nach 2h waren sie natürlich auch noch nicht trocken. DAS ist der Aufwand, das Trocknen, nicht das Blanchieren.

      Hast Du da Tipps?
      Viele Grüße
      Sylvia

      • Luci sagt

        Hallo Sylvia,
        ja das stimmt, das Trocknen ist nochmal Aufwand.

        Ich lege die Bohnen zuerst in ein Nudelsieb und schüttel das Sieb mit den Bohnen kräftig. Dabei geht schon einiges an Wasser weg. Anschließend trockne ich sie mit einem Geschirrhandtuch ab. Und dann geht es ab ins Tiefkühlfach – in einer Tüte natürlich. ;)
        Liebe Grüße
        Luci von Wurzelwerk

    4. Hallo Marie,
      stimmt, Bohnen sind nicht nur extremst ergiebig, sondern auch ein wunderbarer TK-Vorrat. Zumal sie beim Einmachen immer ein wenig zickig sind. Dein Rezept für Bohnencremesuppe kenne ich noch nicht. Das klingt spannend und wird mit Sicherheit bei Gelegenheit ausprobiert. Bohnen gibt es jetzt ja reichlich.
      Viele Grüße
      Claudia

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