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Eier haltbar machen

Wie du Eier 8+ Monate haltbar machst – ohne Kühlung!

Wenn du Hühner hast, schwimmst du zurzeit vermutlich in Eiern. Sobald die Tage länger werden, geben die Hennen nämlich wieder richtig Gas und legen was das Zeug hält, sodass man oft gar nicht mehr weiß wohin mit den ganzen Eiern.

Deswegen zeige ich dir in diesem Artikel, wie du überschüssige Eier mit einer super einfachen, fast in Vergessenheit geratenen alten Methode haltbar machen kannst. Dann kannst du nämlich im Winter, wenn die Hennen ihre Legepause machen, immer noch eigene Eier essen.

Eier, die du nach dieser Methode haltbar machst, kannst du ohne Kühlung acht Monate und länger aufbewahren. Unglaublich, oder?

Ich bin so begeistert von dieser Methode, dass ich schon super lange vorhabe, einen Artikel darüber zu schreiben. Und hier ist er jetzt endlich. Viel Spaß! :)

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Winterpause? Dafür gibt’s doch künstliche Beleuchtung!

Einige von euch werden jetzt vermutlich sagen, dass ihre Hennen gar keine Winterpause machen, weil sie eine künstliche Beleuchtung im Stall haben. Wenn man das Licht im Stall abends brennen lässt, simuliert das nämlich längere Tage und die Hühner legen auch im Winter fleißig Eier.

Das ist jetzt natürlich Ansichtssache, aber ich finde, dass die Hennen sich die Winterpause verdient haben, und möchte sie nicht durch zusätzliche Beleuchtung „pushen“. Und für alle, die das genauso handhaben, ist es so praktisch, im Frühling Eier für den Winter haltbar zu machen. Und zwar so:

Zubehör und Zutaten

Du brauchst…

  • Einen Eimer oder Topf mit Deckel (lichtundurchlässig)
  • Löschkalk
  • Wasser
  • und natürlich frische Eier

So machst du deine Eier haltbar

Wenn du Hühner hältst, kennst du das bestimmt: Gerade bei Regenwetter sind oft auch verdreckte Eier in der Legebox – die solltest du nicht zum Haltbarmachen verwenden, sondern frisch essen. Ich nehme zum Haltbarmachen nur saubere Eier, die ich am selben Tag aus dem Nest geholt habe.

Eier frisch aus dem Nest haltbar machen

Du füllst jetzt einfach einen Liter Wasser in deinen Topf oder Eimer und verrührst zwei Esslöffel Löschkalk darin, bis er sich aufgelöst hat und das Wasser milchig trüb ist. Dann schichtest du die Eier mit der Spitze nach unten in deinen Topf oder Eimer.

Am Anfang hast du vermutlich noch zu wenig Eier, um sie so dicht in den Topf zu füllen, dass sie nicht umkippen, aber in den nächsten Wochen füllst du immer wieder frische Eier in den Topf, sodass du sie bald gut aufstapeln kannst.

Es ist wichtig, dass die Spitze nach unten zeigt, weil die Luftblase im Ei ansonsten aufsteigen und die Eihaut ablösen könnte, sodass Keime in das Eiinnere eindringen könnten. Das gilt übrigens auch für Eier, die du frisch lagerst: Die Spitze sollte immer nach unten zeigen.

Die Eier sollten im Topf immer von Flüssigkeit bedeckt sein. Wenn sich dein Topf im Laufe der nächsten Wochen mit frischen Eiern füllt, musst du eventuell nochmal mehr Löschkalk-Lösung ansetzen, die du dann nachfüllst.

So lagerst du die Eier

Deckel drauf und ab damit in den Küchenschrank. ;) Du brauchst keine Kühlung, um deine Eier nach dieser Methode haltbar zu machen. Solange die Eier vor Licht geschützt sind, halten sie acht Monate und länger. Ich habe schon 1 ½ Jahre alte Eier gegessen, die noch einwandfrei waren.

Als kleinen Vergleich habe ich ein Ei, das ich vor einem Jahr eingelegt habe, mit einem frischen Ei vergleichen. Beide Eier sind von derselben Henne, links siehst du das haltbar gemachte Ei und rechts das frische:

Eier haltbar machen: Vergleich frisches und "altes" Ei

Der einzige Unterschied, den ich feststellen konnte, ist, dass das Eiweiß des haltbar gemachten Eis flüssiger ist.

Wenn ich im Winter Eier brauche, nehme ich sie einfach aus dem Eimer, wasche sie einmal kurz ab und verwende sie genau wie frische Eier.

Was ist Löschkalk überhaupt?

Vereinfacht ausgedrückt besteht Löschkalk aus Muschelschalen oder Kalkstein, die verbrannt und anschließend gelöscht werden, das ist also ein ganz natürliches Produkt. Es ist wichtig, dass du wirklich Löschkalk verwendest, nicht etwa ungelöschten Kalk oder gemahlenen Kalkstein.

Löschkalk ist super günstig. Ich habe vor ein paar Jahren ein kleines Eimerchen voll für ein paar Euro gekauft, das vermutlich noch viele, viele Jahre reichen wird.

Ich bin absolut begeistert davon, wie einfach es ist, Eier nach dieser Methode haltbar zu machen, und wie zuverlässig das Ganze funktioniert. Uns ist noch kein einziges Ei schlecht geworden, das wir auf diese Weise eingelegt haben.

Aaaber: Ganz egal, welche Lebensmittel du haltbar machst, verlass dich dabei immer auf deinen gesunden Menschenverstand und deine Sinnesorgane. ;)

Das Ganze funktioniert nicht mit gekauften Eiern

Gekaufte Eier kannst du mit dieser Methode nicht haltbar machen, weil sie oft vor dem Verkauf gewaschen wurden. Durch das Waschen wird die Schutzschicht, die das Ei natürlicherweise umgibt, zerstört, sodass die Eier nicht mehr lange haltbar sind.

Also immer nur Eier verwenden, bei denen du mit Sicherheit weißt, dass sie nicht gewaschen wurden.

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Erdbeeren pflanzen, anbauen und ernten: Der komplette Erdbeer-Guide

Du möchtest Erdbeeren pflanzen? Das trifft sich gut, hier erfährst du nämlich alles, was du wissen musst, wenn du richtig gute Erdbeeren anbauen möchtest. Und wer kann den süßen Früchten schon widerstehen?

Inhaltsverzeichnis
Die besten Erdbeer-Sorten
Das richtige Timing: Pflanzzeit für Erdbeeren
Der richtige Standort
Erdbeeren auf dem Balkon anbauen
Mit Liebe: Erdbeeren pflegen
Erdbeeren vermehren

Unsere Erdbeeren schaffen es selten vom Garten bis ins Haus. Es ist einfach zu verlockend, während der Gartenarbeit eine Naschpause am Erdbeerbeet einzulegen… Egal, wie viele Erdbeeren man anbaut – sie sind alle ruckzuck weggefuttert, und ich bin froh, wenn ich wenigstens einmal dazu komme, Marmelade einzukochen. ;)

Die besten Erdbeer-Sorten?

Wir bauen sowohl Monatserdbeeren an, die den ganzen Sommer über neue Erdbeeren bilden, als auch einmaltragende Sorten, die oft größere und mehr Früchte tragen.

Meine absolute Lieblingssorte ist „Korona„, die schöne, große Früchte trägt, die super schmecken und praktischerweise nach oben wachsen. Eine andere tolle Sorte ist „Mieze Schindler“ oder die bis in den Herbst hinein tragende „Ostara„.

Erdbeer-Pflanzen vermehren über Ableger

Wann ist die Pflanzzeit für Erdbeeren?

Die beste Pflanzzeit ist im August und September, alternativ kannst du deine Erdbeeren aber auch im Frühling pflanzen. Erdbeerpflanzen bleiben drei Jahre am selben Standort. Danach solltest du ein neues Erdbeerbeet mit neuen Jungpflanzen anlegen, die du leicht aus Ablegern vermehren kannst.

Wo soll ich meine Erdbeeren pflanzen?

Erdbeerpflanzen gedeihen am besten an vollsonnigen Standorten. Je mehr Sonne die Pflanzen bekommen, umso süßer werden die Früchte. Du kannst Erdbeeren aber auch im Halbschatten anbauen.

Der Platz sollte etwas windgeschützt, aber nicht völlig windstill sein, damit das Laub nach Regenfällen möglichst schnell wieder abtrocknet und Blattkrankheiten nicht so leicht Fuß fassen können.

Erdbeeren auf dem Balkon anbauen?

Du kannst Erdbeeren natürlich auch wunderbar im Topf, Kübel, im Balkonkasten oder sogar in einer Hängeampel auf dem Balkon anbauen. Da gibt es ganz ausgefuchste Ideen zum vertikalen Gärtnern, um auch auf wenig Fläche viele Erdbeeren anbauen zu können.

Wenn du Erdbeeren auf dem Balkon pflanzt, solltest du sie regelmäßig gut gießen, weil die Töpfe schneller austrocknen als „normale“ Beete.

Wenn du außer Erdbeeren noch andere Obst- und Gemüsepflanzen auf dem Balkon anbaust, dann habe ich hier etwas für dich: Meinen Balkongemüse-Kompass. Der zeigt dir, welche Pflanzen sich auf deinem Balkon pudelwohl fühlen – je nach Himmelsrichtung sieht das nämlich ganz unterschiedlich aus! Einfach deine Email-Adresse eintragen und der Kompass flattert direkt in dein Postfach:

Wie groß ist der Pflanzabstand?

Der Reihenabstand sollte 60-70 cm betragen und der Abstand von Pflanze zu Pflanze in einer Reihe ca. 25 cm. Nach dem Einpflanzen gut angießen!

Erdbeeren pflegen

Erdbeeren brauchen eine gleichmäßige Wasserzufuhr, um reich zu tragen. Die Beete solltest du daher regelmäßig mit organischem Material – idealer Weise mit angetrocknetem Rasenschnitt und Stroh – mulchen, damit der Boden nicht austrocknet. In sehr trockenen Sommern solltest du während der Erdbeerblüte zusätzlich gießen*, um die Erträge zu erhöhen.

Der Strohmulch hilft auch, Grauschimmel an den Erdbeeren zu minimieren. Nach der Ernte im Herbst solltest du alle toten Blätter entfernen, um Pilzkrankheiten einzudämmen. Überzählige Ableger entfernst du ebenfalls im Herbst, damit die Pflanze im nächsten Jahr all ihre Energie in die Früchte steckt.

So vermehrst du deine Erdbeeren:

Erdbeeren vermehren sich über Rankenableger. Für neue Pflanzen solltest du die Ableger anfangs an der Mutterpflanze belassen, aber sobald die Jungpflänzchen ausreichend verwurzelt sind, kannst du die „Nabelschnur“ kappen und die Erdbeerpflänzchen in ein neues Beet umpflanzen.

Wenn du keinen Erdbeer-Nachwuchs brauchst, solltest du die Ableger aber entfernen, weil sie der Pflanze viel Energie entziehen, die dann später bei der Bildung der Früchte fehlt. Monatserdbeeren bilden übrigens keine Ableger, die kann man nur über Samen vermehren.

Psssst: Wenn du nicht nur deine Erdbeeren, sondern auch die Vielfalt im Obstgarten vermehren magst, dann schau doch mal in dieses Video rein:

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Mehr Informationen

Wann ist die Erdbeer-Erntezeit?

Monatserdbeeren blühen von Mai bis Oktober und tragen fortwährend Früchte. Die einmal tragenden Sorten kannst du zwischen Ende Juni und Anfang August pflücken. Mmmhhhh… da läuft einem gleich das Wasser im Mund zusammen!

Falls du Lust auf noch mehr beerigen Content hast, dann lies gern hier weiter:

Marmelade kochen: 5 einfache Schritte zum Glück auf dem Brot!

Himbeeren pflanzen: In 7 Schritten zu deiner Traumhimbeerhecke ♥

Nie wieder Johannisbeeren kaufen – so vermehrst du deine Beerensträucher selber!

Was sind deine Tipps und Tricks beim Erdbeeren pflanzen? Ich freue mich, von dir zu hören!

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Terra Preta Rezept

Terra Preta-Rezept: Beste Gartenerde selber machen!

Vielleicht hast du ja schon einmal von Terra Preta gehört, der fruchtbarsten aller Gartenerden, die vor Hunderten von Jahren im Amazonasgebiet hergestellt wurde?

Als Forscher die „Terra Preta“ in den 60er Jahren entdeckten, konnten sie sich kaum erklären, wie auf dem eigentlich kargen Regenwaldboden eine so fruchtbare Erde entstehen konnte.

Die Lösung des Rätsels: Die südamerikanischen Ureinwohner hatten den Boden mit einem kompostierten Gemisch aus Pflanzenresten und anderen Abfällen wie Knochen oder Gräten, Mist, menschlichen Fäkalien und Kohle angereichert – eine super fruchtbare Mischung!

Na ja, die Fäkalien können wir finde ich weglassen, aber was haltet ihr davon, wenn wir uns das Prinzip abgucken und Terra Preta für unsere eigenen Gärten herstellen? Bist du dabei? :)

Terra Preta-Rezept: Beste Gartenerde selber machen!
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Terra Preta selber machen: Hier ist das Rezept!

Für diese etwas abgeänderte Form der Terra Preta brauchst du erstmal einen Komposthaufen oder einen Komposter. Da kommen dann deine Küchen- und Gartenabfälle rein, und auch Mist, falls du Tiere hast.

Dabei beachtest du die ganz normalen Regeln des Kompostierens – du verteilst aber zusätzlich nach jeder Schicht einige Hände voll Pflanzenkohle oder Aktivkohle im Komposter.

Kohle bringt nämlich einige wunderbare Eigenschaften mit sich: Sie hat eine sehr große Oberfläche, an der Nährstoffe „andocken“ können. Die Kohle an sich ist kein Dünger, aber sie hält Nährstoffe fest und bewahrt sie so vor der Auswaschung.

Bestimmt hast du schon einmal davon gehört, dass Regen und Gießwasser Nährstoffe in immer tiefere Bodenschichten spülen, wo die Pflanzen sie irgendwann nicht mehr erreichen können. Und nicht nur das: Irgendwann belasten diese ausgewaschenen Nährstoffe auch das Grundwasser. Da ist es doch besser, wenn die Pflanzennahrung bleibt, wo wir sie haben wollen: in unseren Gemüsebeeten! Pflanzenkohle ist hervorragend dafür geeignet, Nährstoffauswaschungen zu vermeiden.

Sie kann aber noch mehr: Die Kohle speichert Wasser, und gerade in Sommern wie 2018, wo es monatelang nicht regnet, ist das Gold wert. Sie hilft außerdem dabei, den Boden zu belüften, was für Mineralisierungsprozesse im Boden super wichtig ist, und bietet vielen Boden-Mikroorganismen einen Lebensraum.

Außerdem speichert die Kohle, die du auf deinen Beeten ausbringst, CO2 im Boden. Du peppst also nicht nur deine Gartenerde auf, sondern tust auch noch was für den Klimaschutz.

Pflanzenkohle selber machen

Du kannst Pflanzenkohle aus Holz und anderen Abfällen selber machen. Dazu gibt es zahlreiche Anleitungen im Internet. Ich habe schon kubikmeterweise Pflanzenkohle in einem alten Baustellencontainer hergestellt, das ist wirklich ganz unkompliziert und auch in kleineren selbstgebauten Behältern möglich. Vielleicht schreibe ich dazu mal eine eigene Anleitung, hätte daran jemand Interesse?

Stattdessen kannst du auch fertige Kohle kaufen – nicht die Grillkohle aus dem Baumarkt bitte, sondern Pflanzenkohle oder Aktivkohle.

Aktivkohle oder Pflanzenkohle – wo ist der Unterschied?

Wenn du Kohle kaufen möchtest, wirst du bald feststellen, dass dir zwei verschiedene Arten angeboten werden: Aktivkohle und einfache Pflanzenkohle.

Der Unterschied zwischen beiden liegt in ihrer Porosität: Aktivkohle hat nämlich durch das spezielle Herstellungsverfahren eine fünfmal größere Oberfläche. Ein Gramm Aktivkohle hat eine Oberfläche von 500 bis 1500 m2.

Das bedeutet, dass ein Teelöffel die Fläche eines Fußballfeldes hat! Wahnsinn, oder?

Aktivkohle ist aber im Schnitt auch fünf- bis zehnmal teurer als die einfache Pflanzenkohle. Ich würde sagen, da lohnt es sich, statt der Aktivkohle Pflanzenkohle zu kaufen und davon einfach ein bisschen mehr zu verwenden. ;)

Terra Preta Pflanzenkohle Aktivkohle

Terra Preta mit Mirkoorganismen anreichern?

Jetzt kannst du außerdem noch Effektive Mikroorganismen auf deinem Terra Preta-Komposthaufen ausbringen. Jen und der Gärtner vom Gartengemüsekiosk haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Ich bin der Meinung, dass im Boden genug tolle Mikroorganismen vorkommen, die (solange man sich an die Kompost-Regeln hält) mit Vergnügen in den Terra Preta-Komposter übersiedeln. Aber wenn du Effektive Mikroorganismen einmal ausprobieren möchtest: Damit kannst du sicher nichts falsch machen.

Wann ist die Terra Preta fertig?

Das ist je nach Jahreszeit unterschiedlich. Im Sommer kompostieren deine Abfälle natürlich schneller – da kann es sein, dass die Terra Preta schon nach drei Monaten fertig kompostiert ist. Du erkennst das daran, dass der Kompost wie Waldboden aussieht und auch danach riecht. Im Winter macht der Komposthaufen Pause und legt erst wieder los, wenn die Temperaturen wieder steigen.

In den warmen Monaten kannst du die Kompostierung beschleunigen, indem du deinen Kompost umsetzt, und auch die Materialzusammensetzung spielt eine Rolle bei der Frage, wie lange das Ganze dauert. Mehr dazu findest du hier:

Richtig guten Kompost machen

Ist das Betrug?

Ich geb’s ja zu: Manchmal schummele ich beim Terra Preta-Machen. Vielleicht weißt du ja, dass ich viel Kompost verwende, wenn ich neue Beete anlege. Wenn wir wie dieses Jahr mehrere hundert Quadratmeter Beetfläche auf einmal anlegen, reicht der Kompost, den wir selber herstellen können, nicht aus, dann kaufe ich Kompost im Kompostwerk.

Wenn ich dann die Beete anlege, mische ich gerne aufgeladene Pflanzenkohle unter den Kompost und erschaffe so in Minutenschnelle eine „Instant-Terra Preta“. Das ist zwar längst nicht so cool wie mit eigenem Kompost, aber diese Beete werfen schon im ersten Jahr beträchtliche Ernten ab.

Pflanzenkohle aufladen

Wenn du diese „Instant Terra-Preta“ herstellst, musst du deine Kohle aber vorher mit Nährstoffen aufladen, sonst würde sie deinen Pflanzen kurzfristig Nährstoffe klauen.

Ich weiß, ich habe eben eine Lobhymne auf die Nährstoffspeicher-Fähigkeit der Kohle gehalten, und jetzt behaupte ich sowas?!

An sich ist das alles auch eine wunderbare Sache. Aber wenn du die Kohle ohne Vorbehandlung auf deinen Beeten ausbringst, „krallt“ sie sich erstmal allerhand Nährstoffe und hält sie fest, sodass deinen Pflanzen für einen kurzen Zeitraum weniger Nährstoffe zur Verfügung stehen.

Deswegen solltest du dafür sorgen, dass die Kohle, die du ausbringst, schon mit Nährstoffen angereichert ist. Bei der „Instant-Terra Preta“ solltest du die Kohle vor dem Ausbringen in einem Eimer mit verdünntem Flüssigdünger (zum Beispiel Brennnesseljauche) mischen.

Danke, Mädels! :)

Wenn du deine Terra Preta ganz klassisch im Komposter herstellst, passiert das während des Kompostierungsprozesses ganz von selbst. Aber auch hier kannst du nachhelfen und deiner Kohle einen kleinen Extra-Nährstoff-Boost verpassen. Und zwar, indem du die Kohle vor dem Kompostieren unter die Einstreu deiner Tiere mischst.

Ich gebe zum Beispiel gerne Pflanzenkohle mit in den Hühnerstall. Wir haben im Moment sieben Hühner, die so viel Mist abwerfen, dass die Pflanzenkohle nach einer Woche frisch aufgeladen kompostiert werden kann.

Wann kann ich Terra Preta ausbringen?

Rund ums Jahr! :) Ich bringe meine Terra Preta am liebsten vor der Aussaat oder Pflanzung aus oder gebe etwas davon mit ins Pflanzloch. Easy peasy!

Hast du schonmal Terra Preta selber gemacht? Hat jemand ein tolles Geheimrezept auf Lager oder noch mehr Tipps, wie die Terra Preta noch besser wird?

Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

Kartoffeln pflanzen und anbauen

Kartoffeln pflanzen und anbauen – die ultimative Anleitung!

Kartoffeln sind eine der wunderbarsten Pflanzen, die du in deinem Garten anbauen kannst! Es gibt kaum etwas Besseres als frische Kartoffeln auszugraben und sie nur mit Butter und Salz gewürzt zu servieren.

Die erste Kartoffelernte ist bei uns immer ein kleines Fest und unser Sohn wartet jedes Jahr ungeduldig darauf, die ersten Knollen aus der Erde zu holen.

Und damit deine Ernte dieses Jahr auch richtig gut ausfällt, habe ich eine komplette Anbau-Anleitung zum Pflanzen von Kartoffeln erstellt. Viel Spaß! :)

Kartoffeln pflanzen – alle Infos auf einen Blick

Die besten Kartoffelsorten

  • Granola“ als robuste, ertragreiche Lagerkartoffel,
  • die trockenheitstolerante „Cara“,
  • die wunderschöne „Violetta“,
  • die leckere „Odenwälder Blaue
  • die „Rosa Tannenzapfen
  • oder „Roter Erstling“ als Frühkartoffel für die erste Ernte

Wer glaubt, Kartoffeln schmecken alle gleich, irrt gewaltig. Es gibt enorme Geschmacksunterschiede zwischen einzelnen Sorten! Wenn du deine eigenen Kartoffeln anbaust, solltest du unbedingt verschiedene, auch ungewöhnliche, Sorten ausprobieren.

Letztes Jahr haben wir einen Kartoffelsorten-Geschmackstest veranstaltet. Wenn du nach passenden Kartoffelsorten für deinen Garten suchst, schau mal hier vorbei:

14 Kartoffelsorten stellen sich einer knallharten Jury

Kartoffeln pflanzen verschiedene Sorten

Wie viele Kartoffeln anbauen?

Wenn du dich komplett mit Kartoffeln selbstversorgen willst, solltest du 70 bis 95 m2 pro Person einplanen.

Gute Mischkulturpartner für Kartoffeln

  • Bohnen,
  • Meerrettich,
  • Pfefferminze,
  • Baldrian,
  • Kohlrabi,
  • Kapuzinerkresse,
  • und Mais

Welchen Standort bevorzugen Kartoffeln?

Kartoffeln sind ein Allrounder im Gemüsegarten: Der Anbau ist auf fast allen Böden möglich. Auf sonnigen und windoffenen Beeten hast du allerdings weniger Probleme mit der gefürchteten Kraut- und Knollenfäule.

Kartoffeln vorkeimen

Am besten keimst du deine Kartoffeln im Haus vor, bevor du sie pflanzt. Zum Vorkeimen solltest du deine Pflanzkartoffeln drei bis vier Wochen vor dem Pflanztermin in einem kühlen, hellen Raum vorkeimen lassen, sodass sie kräftige grüne oder violette Keime ausbilden. Das verleiht den Kartoffeln einen Vorsprung von mehreren Wochen.

Kartoffeln vorkeimen

Wann pflanzt man Kartoffeln?

Der beste Zeitpunkt zum Kartoffel-Pflanzen ist im April, in ganz warmen Gebieten kann man auch schon im März mit dem Pflanzen beginnen.

Ich decke die Frühkartoffeln im April und Mai gerne mit Gärtnervlies ab, dann verfrüht sich die Ernte um mehrere Wochen und man kann nach der ersten Ernte im Juli einen zweiten Satz Frühkartoffeln auf demselben Beet anbauen.

Beete vorbereiten

Ich lockere die Beete vor dem Pflanzen mit einer (Doppel)Grabegabel, ohne den Boden zu wenden, und bringe etwas Urgesteinsmehl aus*.

Kartoffeln pflanzen: Abstand und Tiefe

Der Reihenabstand sollte 60 bis 70 cm betragen, in der Reihe kannst du alle 30 cm eine Kartoffel ca. 10 cm tief einpflanzen. Du kannst ein paar Hornspäne oder Schafwollpellets als Langzeitdünger* mit ins Pflanzloch geben.

Kartoffeln anhäufeln

Wenn deine Kartoffelknollen Licht ausgesetzt sind, färben sie sich grün und werden ungenießbar. Deswegen ist es wichtig, dass du deine Kartoffeln regelmäßig häufelst.

Dazu ziehst du mit einem Rechen oder einem speziellen Kartoffel-Häufler die Erde, die zwischen den Reihen liegt, in die Reihen, sodass sich dort ein kleiner Damm bildet und die Knollen vor Licht geschützt sind. Das solltest du alle paar Wochen wiederholen.

Ab Juni kannst du statt der Erde Hackschnitzel auf deinen Kartoffelbeeten ausbringen. Hackschnitzel haben denselben Effekt, sorgen aber gleichzeitig dafür, dass du weniger gießen und jäten musst. Ich mulche meine Kartoffelpflanzen ca. 15 bis 20 cm dick mit Hackschnitzeln.

Kartoffeln ernten

Je nach Sorte dauert es zwischen 100 und 170 Tagen, dann sind deine Kartoffeln bereit für die Ernte. Ist die Schale der Kartoffel nicht mehr „papieren“, sondern fest, ist ein guter Erntezeitpunkt gekommen. Oft geht der optimale Erntezeitpunkt auch mit dem Absterben des Kartoffelgrüns einher.

Zum Ernten lockerst du den Boden am besten vorsichtig mit einer Grabegabel, dann kannst du die Kartoffeln leicht von Hand ausgraben.

Krankheiten und Schädlinge von Kartoffeln

Die Kartoffel ist eine der am stärksten von Pilzkrankheiten befallene Gemüsekultur. Besonders die Kraut- und Knollenfäule ist sehr gefährlich: Falls sie zu früh kommt, ist das Ausreifen deiner Kartoffeln gefährdet.

Gegen Pilzkrankheiten helfen windoffene und sonnige Lagen und weite Pflanzabstände. Wenn die Pflanzen nicht zu dicht stehen, können sie nicht so schnell abtrocknen und Pilzkrankheiten haben ein leichtes Spiel.

Der andere große Schaderreger ist der Kartoffelkäfer. Er ist gegen das in den Kartoffeln enthaltene Solanin unempfindlich. Lässt man nun beispielsweise Laufenten auf die Kartoffelkäfer los, werden sie die Käfer anfangs gerne und schnell fressen, aber die Enten merken schnell, dass die Käfer, die ja Solanin gefressen haben, nicht sehr schmackhaft sind. Laufenten können in diesem Fall also nicht viel bewirken.

Untersuchungen der Uni Kassel haben aber gezeigt, dass der Befall auf Flächen die gemulcht sind deutlich geringer ausfällt, als auf ungemulchten Flächen. Sollten deine Pflanzen trotzdem stark befallen sein, kannst du sie außerdem mit Neemöl behandeln und die Käfer regelmäßig absammeln.

Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

Wusstest du, dass ich nicht nur diesen Blog schreibe, sondern auch einen (super coolen) Newsletter? Mittlerweile ist so eine Gemeinschaft von über 20.000 Gärtner*innen entstanden, die ich jede Woche mit Tipps zu allem versorge, was im Gartenjahr gerade ansteht.

Für diese wundervolle „Email-Crew“ habe ich einen Gemüsegarten-Pflanzplan erstellt, der so ausgelegt ist, dass man das ganze Jahr über frisches Gartengemüse erntet und die Beete zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt sind.

Ich würde mich sehr freuen, wenn auch du Teil der Email-Crew wirst. Hier kannst du dich für die Gartentipps und den Pflanzplan eintragen:

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Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

    Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

    .

    Baust du deine Kartoffeln im Garten an oder gärtnerst du auf dem Balkon? Was sind deine besten Tipps zum Thema „Kartoffeln pflanzen und anbauen“? Was sind deine Lieblinsgssorten? Ich freue mich wie immer über Kommentare!

    *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.

    Hochbeet aus Holz selber bauen: Einfache Bauanleitung

    Wusstest du, dass es weder besonders teuer noch kompliziert ist, ein Hochbeet aus Holz selber zu bauen? Ich kann wirklich nicht von mir behaupten, handwerklich geschickt zu sein, und habe trotzdem keine Schwierigkeiten, Hochbeete selbst zu bauen.

    Wenn ich das kann, schaffst du das also garantiert auch. :)

    Deswegen kommt hier eine Schritt-für-Schritt-Bauanleitung für ein stabiles, günstiges und hübsches DIY-Hochbeet, das in wenigen Stunden aufgebaut ist.

    Hochbeet aus Holz selber bauen: Hier ist die Schritt für Schritt-Bauanleitung! Ein Hochbeet kannst du super leicht aus Baubohlen selber bauen, das ist genauso günstig wie ein Hochbeet aus Paletten zu bauen, aber viel stabiler! Hier erfährst du vom richtigen Holz über Noppenfolie und Wühlmausschutz bis zum Befüllen und Bepflanzen alles, was du zum Hochbeet-Bauen wissen musst. Gartenideen - Gemüsegarten - Garten gestalten #Hochbeet #Garten #Wurzelwerk
    Merk dir die Bauanleitung auf Pinterest, damit du sie später wiederfindest!

    1. Holz besorgen und zuschneiden

    Wir haben uns entschieden, unsere Hochbeete aus Baubohlen aus Fichtenholz zu bauen. Die sind nämlich super stabil und nicht besonders teuer. Ich habe ausgerechnet, dass unsere Hochbeete genauso günstig sind, wie wenn wir stattdessen Europaletten genommen hätten.

    Du brauchst für ein Hochbeet:

    • Sechs Baubohlen (4 m lang, 28 cm breit und 5 cm dick)
    • Einen 4 m langen Holzbalken (10 x 10 cm)
    • 3 ½ m² engmaschiges Gitter als Wühlmausabwehr
    • Schrauben
    • eine Tackerpistole oder einen Schlagtacker
    • einen Akkuschrauber und eine Bohrmaschine
    • und Teichfolie oder Noppenfolie zum Auskleiden der Beete

    In vielen Baumärkten kannst du dir den Balken und die Bohlen zusägen lassen. Das ist sehr praktisch, wenn du zuhause keine gute Säge hast. ;)

    Die Holzbohlen sollen so zugesägt werden, dass du jeweils ein 1,2 m langes Stück und ein 2,8 m langes Stück herausbekommst:

    Hochbeet aus Holz selber bauen

    Dann nimmst du dir den Holzbalken vor und zersägst ihn in vier 84 cm lange Stücke.

    Hochbeet aus Holz bauen

    Fertig zugesägt sollte das dann in etwa so aussehen:

    Hochbeet bauen aus Holz

    2. Die langen Seiten zusammenschrauben

    Jetzt legst du zwei 84 cm lange Balken auf einen geraden Untergrund und verschraubst sie rechtwinklig mit drei der 2,8 m langen Bohlen wie im Bild zu sehen. Ich habe die Löcher für die Schrauben vorgebohrt, aber es geht auch gut ohne Vorbohren, vor allem, wenn du Torx-Schrauben verwendest.

    Hochbeet aus Holz bauen Bauanleitung

    Erledigt? Super, du hast gerade die erste Seitenwand für dein Hochbeet gebaut! :) Mach das gleiche nochmal mit den restlichen langen Bohlen und Balken und die beiden langen Seitenwände sind fertig.

    Jetzt kannst du dir überlegen, ob du die restlichen Schritte dort durchführst, wo das Hochbeet letztendlich stehen soll. Fertig zusammengeschraubt ist es nämlich sehr schwer und kann nicht mehr ohne Weiteres transportiert werden. Wir haben unser Projekt jedenfalls an dieser Stelle von der Werkstatt in den Garten verlegt.

    3. Die kurzen Seiten anbringen

    Such dir zwei nette Helfer, die die langen Seiten festhalten, während du die kurzen Bohlen (1,2 m) anbringst. Dann ist die Kiste fertig!

    Du wirst das Hochbeet nach diesem Schritt umdrehen, die untere Seite zeigt jetzt also nach oben und das fertige Hochbeet wird hinterher andersherum stehen.

    Hochbeet aus Holz selber bauen

    4. Gitter anbringen als Wühlmausschutz

    Als nächstes solltest du ein Gitter als Wühlmausschutz anbringen. Ich habe dafür einen stabilen punktverschweißten Hasendraht genommen, den wir mit einem Tacker an den unteren Holzbohlen befestigt haben.

    Hochbeet bauen Gitter Wühlmäuse

    Wenn du bisher keine Probleme mit Wühlmäusen hattest, kannst du das Gitter auch weglassen. Aber sei gewarnt: Die Biester sehen zwar ganz putzig aus, können einem den Gartenspaß aber gründlich vermiesen. Und das Gitter später anzubringen, wenn das Hochbeet fertig befüllt und bepflanzt ist, würde sich sehr kompliziert gestalten.

    5. Hochbeet mit Teich- oder Noppenfolie auskleiden

    Jetzt könntest du zwei starke Helfer gebrauchen, du musst das Hochbeet nämlich vorsichtig umdrehen, sodass die mit Hasendraht bespannte Seite nach unten zeigt.

    Damit dein Hochbeet nicht schon nach wenigen Wintern verrottet, ist es wichtig, die Seitenwände mit einer Schutzfolie auszukleiden, die das Holz vom Füllmaterial trennt.

    Hochbeet selber bauen Folie

    Oft wird empfohlen, dass man dafür Noppenfolie verwenden sollte. Noppenfolie ist einseitig mit Noppen bestückt und wird mit der genoppten Seite nach außen (also in Richtung des Holzes) an den Innenseiten der Hochbeet-Wände befestigt.

    Durch ihre Strukturierung leitet die Noppenfolie überschüssiges Wasser ab und sorgt so für eine zusätzliche Drainage. Das ist allerdings völlig unnötig, zumindest wenn das Beet Bodenkontakt hat und über eine gute Drainageschicht verfügt.

    Teichfolie ist günstiger als Noppenfolie und erfüllt denselben Zweck.

    Wichtig: Damit Wasser ablaufen kann und das Hochbeet Bodenkontakt hat, solltest du nur die Seitenwände mit Folie auskleiden, nicht den Boden.

    Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

    Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Gartentipps per Email. Und den Gemüsegarten-Pflanzplan gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

      Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

      Hochbeet-Bausatz aus Holz kaufen

      Es ist ziemlich einfach, ein Hochbeet selber zu bauen. Trotzdem kann ich gut verstehen, dass einige von euch darauf keine Lust haben und am liebsten einen Fix & Fertig-Hochbeet-Bausatz kaufen möchten, den sie nur noch aufstellen müssen. Ich bekomme immer wieder Emails von Leuten, die nach einer Hochbeet-Kaufempfehlung fragen.

      Wir haben bisher alle unsere Hochbeete selbst gebaut, aber eine gute Gartenfreundin von mir nutzt seit Jahren fertig gekaufte Hochbeete von der Firma TecTake, die immer noch top aussehen.

      Meine Freundin meint, ihre Hochbeete seien durch die raffinierte Falttechnik super schnell aufgebaut und sehr hochwertig und stabil. Sie ist mit ihren Hochbeeten sehr zufrieden und meint, ich kann sie guten Gewissens an euch weiterempfehlen.

      Zum Hochbeet-Bausatz!

      Hochbeet befüllen und bepflanzen

      In einem der nächsten Artikel geht es dann darum, wie du dein Hochbeet korrekt befüllst. Die Anleitung zum Bepflanzen von Hochbeeten ist schon fertig:

      Hochbeete bepflanzen

      Was soll in deinem Hochbeet wachsen? Hast du noch mehr Tipps zum Hochbeet-Bauen? Lass gerne einen Kommentar da!

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      Rankhilfe Bambus selber bauen

      7 wunderschöne Rankhilfen, die du selber bauen kannst

      Es gibt einige Pflanzen, die auf Rankhilfen angewiesen sind: Stangenbohnen und Erbsen zum Beispiel, aber auch Gurken, Himbeeren, Kürbisse und Kiwipflanzen freuen sich über ein Rankgerüst.

      Rankhilfen geben einem Garten außerdem Höhe und können als Gestaltungselement richtig was hermachen. Und genau deswegen habe ich sieben Ideen für Rankhilfen herausgesucht, die du einfach zuhause selber bauen kannst.

      7 Ideen für Rankhilfen, die du selber bauen kannst. Ein DIY Rankgerüst aus Weide, Metall, Bambus oder anderem Holz hilft dir dabei, Gurken, Melonen, Tomaten, Erbsen, Bohnen, Himbeeren und Co. anzubauen und ist obendrein eine tolle Garten-Ideen für deine Gartengestaltung. Mit einer Ranhilfe kannst du einen kleinen Garten strukturieren und gestalten und Ranhilfen sind auch toll als Sichtschutz! #Garten #Wurzelwerk #Gartengestaltung
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      Rankhilfen, die du selber bauen kannst

      Diese Rankhilfe kannst du aus Gitterzäunen bauen, die du schräg gegeneinander aufstellst und an der oberen Seite aneinander befestigst. Toll für Gurken, Kürbis, Melonen und Co. :)

      Pssst:

      Wusstest du, dass du enorm viel Platz sparst, wenn du dein Gemüse vertikal anbaust? Gemüse, das hoch hinaus wächst, bedeckt weniger Bodenfläche (logisch!), sodass du mehr Pflanzen in ein Beet setzen kannst.

      Die nächste Rankhilfe kostet dich keinen Cent. Kletterhilfen wie diese kannst du aus Ästen und Zweigen selber bauen:

      Hol dir den Gemüsegarten-Beispielplan!

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        Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

        Dieses Rankgitter zu bauen, ist etwas aufwändiger, aber so ein Tunnel, der mit Kürbissen bewachsen ist, macht richtig was her, oder?

        Hier ist noch eine Idee, die sich wunderbar für Kürbisse eignet, aber auch Melonen kannst du wunderbar mit niedrigeren Rankgerüsten wie diesem unterstützen:

        Die nächste Rankhilfe ist einfach super schön und obendrein kostenlos, wenn du die Stöcke und Weidenruten selbst sammelst:

        Und die letzte Rankhilfe musst du vermutlich gar nicht bauen, du hast sie nämlich schon: deinen Gartenzaun – auch ein tolles Rankgitter für Pflanzen wie Stangenbohnen, Gurken oder Melonen!

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        Hast du noch mehr Ideen für Rankhilfen oder
        Rankgerüste, die man selber bauen kann? Dann lass gerne einen Kommentar da!

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        Welche Pflanzen vertragen sich?

        Welche Pflanzen vertragen sich? 7 konkrete Pflanzgemeinschaften + Pflanzplan

        Du grübelst gerade über deinem Pflanzplan und fragst dich, welche Pflanzen sich vertragen und zusammen auf einem Beet wachsen sollten?

        Dann bist du hier genau richtig – hier kommt nämlich eine Übersicht über die wirksamsten Mischkultur-Pflanzgemeinschaften überhaupt.

        Wir bauen unser Gemüse zu fast 100 % selbst an und setzen dabei sehr stark auf Mischkultur, um Schädlinge und Krankheiten ganz natürlich fernzuhalten. Die Mischkultur-Partnerschaften, die ich heute vorstelle, haben sich so gut bewährt, dass wir die jeweiligen Gemüse immer wieder in diesen Kombinationen anbauen.

        Und das solltest du auch – du bist hiermit herzlich dazu eingeladen, diese Pflanzenpärchen auch in deinem Garten zu verkuppeln. :)

        Welche Pflanzen vertragen sich im Gemüsegarten? Hier sind 7 konkrete Pflanzgemeinschaften und ein Beispielplan, den du 1:1 in deinem Nutzgarten umsetzen kannst. #Wurzelwerk #Garten #Mischkultur
        Gerade keine Zeit zum Lesen? Merk dir den Artikel für später auf Pinterest!

        Welche Pflanzen vertragen sich?

        Erdbeeren und Knoblauch

        Knoblauch und Erdbeeren!? Das klingt erstmal nach einer komischen Kombination. Dabei ist das eine der besten Pflanzpartnerschaften, die ich je ausprobiert habe!

        Knoblauch schützt Erdbeeren nämlich sehr effektiv vor Grauschimmel und anderen Pilzkrankheiten. Außerdem ergänzen sich Knoblauch und Erdbeeren auch von der Wuchsform her sehr gut. Der Knoblauch wächst gerade nach oben und nimmt damit kaum Platz weg, während die Erdbeeren den Boden bedecken.

        Erdbeeren und Buschbohnen

        Man kann nicht jedes Jahr Knoblauch zwischen den Erdbeeren anbauen – sonst bekommt man Probleme mit seiner Fruchtfolge. Deswegen baue ich auch gerne Buschbohnen auf meinen Erdbeerbeeten an. Buschbohnen sind Schwachzehrer und damit keine große Konkurrenz für die Erdbeeren.

        Übrigens: Ich höre immer wieder, dass Bohnen den Boden mit Stickstoff aus der Luft anreichern würden. Das stimmt zwar – alle Leguminosen machen das – aber wenn du die Bohnen erntest, trägst du damit so viele Nährstoffe ab, dass die Stickstoff-Bilanz im Boden nach der Ernte negativ ist.

        Trotzdem sind Erdbeeren und Buschbohnen ein Traumpaar im Gemüsegarten und die Erdbeeren profitieren während der Wachstumsperiode von den Stickstoff-Fixier-Superkräften der Bohnen.

        Möhren und Zwiebeln

        Die Möhre vertreibt die Zwiebelfliege und die Zwiebel hält die Möhrenfliege fern – so effektiv, dass Möhren und Zwiebeln das klassische Beispiel für eine gelungene Mischkultur sind. Ich baue immer abwechselnd eine Reihe Möhren und eine Reihe Zwiebeln an und hatte noch nie Probleme mit Möhren- oder Zwiebelfliegen.

        Ein Dream Team! ;)

        Das Ganze passt auch von den Aussaatterminen sehr gut. Ich säe von Februar bis August jeden Monat neue Möhren aus – und ab Juni sind die ersten Zwiebelreihen abgeerntet. Da kommen dann die nächsten Möhren hin und neue Zwiebeln wachsen dort, wo vorher Möhren waren. So sind die Beete immer optimal genutzt.

        Welche Pflanzen vertragen sich? Möhren und Zwiebeln!

        Pastinaken und Schalotten

        Das Gleiche gilt für Pastinaken und Schalotten, Möhren und Schalotten, Pastinaken und Knoblauch usw. Möhren und Pastinaken kannst du mit allen Vertretern der Zwiebelfamilie verkuppeln.

        Stangenbohnen und Rote Bete

        Stangenbohnen und Rote Bete sind auch so eine wunderbare Kombination. Sie wachsen einfach besser, wenn man sie nebeneinander anbaut. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass vor allem die Rote Bete wirklich von dieser Mischkultur-Partnerschaft profitiert.

        Dabei sollte man allerdings beachten, dass die Stangenbohnen auf der Nordseite des Beetes angebaut werden, damit sie die Rote Bete nicht beschatten.

        Kohl, Lauch und Sellerie

        Kohl ist bekanntlich sehr anfällig für Schädlinge. Deswegen baue ich ihn immer in Kombination mit Sellerie an, dessen Duft einige der Kohlschädlinge ablenkt.

        Wer schon länger gärtnert, weiß, dass man im Biogarten kaum eine Chance hat, Kohl anzubauen, wenn man ihn nicht den Sommer über mit einem Kulturschutznetz abdeckt.

        Die Kombination Kohl-Sellerie funktioniert allerdings so gut, dass ich es schon geschafft habe, Kohl ohne Schutznetz anzubauen (und ohne chemische Spritzmittel natürlich).

        Ich will nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass das immer funktioniert, aber meine bisherigen Experimente waren sehr interessant.

        Ich würde trotzdem jedem raten, Kohl immer abzudecken. Den Sellerie kann man ja trotzdem mit dazu pflanzen, als doppelten Schutz sozusagen. :)

        Und dann ist da noch der Lauch – der kommt bei uns auch immer mit ins Kohl-Sellerie-Beet. Das machen wir deswegen, weil man auch Lauch unbedingt mit einem Schutznetz abdecken sollte. Sonst wird er aller Wahrscheinlichkeit nach von Lauchschildmotten oder Minierfliegen befallen, die unansehnliche Gänge durch die Lauchpflanzen bohren.

        Wenn man den Lauch zwischen die Kohlköpfe pflanzt, nehmen sie kaum Platz weg und alle Gemüsepflanzen, die ein Schutznetz brauchen, sind mit einem „Aufwasch“ abgedeckt.

        Kürbis und Mais (evtl. mit Stangenbohnen)

        Kürbis, Mais und Stangenbohnen – diese Gemüse haben schon die Maya zusammen auf einem Beet angebaut. Der Kürbis bedeckt den Boden und beschattet ihn, der Mais wächst gerade nach oben und dient den Stangenbohnen, die an den Maisstängeln hochranken, als Stütze.

        Was sich erstmal schön anhört, funktioniert allerdings nur, wenn man Sorten verwendet, die gut aufeinander abgestimmt sind. Sonst kann es passieren, dass der Mais noch viel zu klein ist, während die Stangenbohnen ihm „über den Kopf wachsen“ oder umgekehrt.

        Was den Kürbis angeht, ist es relativ egal, welche Sorte du anbaust, aber Mais- und Bohnensorte und auch die Aussaat-Zeitpunkte sollten gut zueinander passen. Meine Sortentipps: der Mais „Tramunt“ und die Stangenbohne „Neckarkönigin“.

        Noch mehr Mischkultur-Kombinationen

        Die Gemüse, die du anbauen möchtest, habe ich nicht aufgezählt? Dann schau am besten in meine Tabelle mit allen Gemüsen und ihren besten Pflanzpartnern:

        28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

        Gemüsegarten-Pflanzplan

        Wenn dich die ganze Gartenplanung gerade ein bisschen überfordert (Mischkultur, Vor-, Zwischen- und Nachkultur, gestaffelte Ernte, aaaaaah!), kannst du dir gerne meinen fertigen Gartenplan herunterladen, den du 1:1 auf deinen Garten übertragen kannst.

        Da habe ich das nämlich alles schon ausgeklügelt, sodass deine Beete das ganze Jahr über optimal genutzt sind und die Pflanzen zusammen wachsen, die sich am besten vertragen.

        Trag dich einfach hier ein und du bekommst den Plan per Email zugeschickt – zusammen mit meinen besten Gartentipps, sodass du immer weißt, was im Garten gerade ansteht:

        Was sind deine liebsten Mischkultur-Pflanzgemeinschaften? Irgendwelche Geheimtipps? Dann teile sie in den Kommentaren!

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        Einfache Pralinen selber machen

        Pralinen schnell & einfach selber machen – Rezept ohne Alkohol


        Waaaah, Pralinen sind so lecker, und diese hier ganz besonders! Sie sind nämlich aus Honigmarzipan, mit Nougatkern und Schokoüberzug, mhhh… :)

        Und das Beste: Diese Pralinen kannst du ganz einfach in fünf Minuten und ohne besonderes Zubehör selber machen. Ein tolles Last-Minute-Weihnachtsgeschenk!

        Mein Freund macht sie allerdings das ganze Jahr über. Sie sind einfach zu gut, um sie nur einmal im Jahr zu essen. Und damit ihr auch mal in den Genuss kommt, habe ich ihm diesmal einfach über die Schulter geschaut und alles dokumentiert.

        Pralinen schnell und einfach selber machen – Rezept ohne Alkohol: Egal ob zu Weihnachten, zur Hochzeit oder zum Muttertag: Pralinen sind eine tolle Geschenk-Idee! Hier ist ein unkompliziertes Rezept für glutenfreie, gefüllte Pralinen ohne Alkohol, für das du keine Silikonform brauchst. #Wurzelwerk #Geschenkideen #Weihnachten
        Merk dir das Rezept für später auf Pinterest!

        Zutaten für 40 Pralinen:

        500 g Honigmarzipan

        80 g Nougat

        200 g Zartbitter-Kuvertüre

        Honigmarzipan ist übrigens nur mit Honig gesüßt und enthält ansonsten gar keinen Zucker. Es ist zwar ziemlich teuer, aber schmeckt auch unvergleichlich viel besser als jedes andere Marzipan, das ich kenne.

        Gerade was Marzipan angeht, gibt es immense Qualitätsunterschiede. Wenn du nicht so viel Geld ausgeben willst, sparst du lieber bei den anderen Zutaten, aber das Marzipan sollte wirklich gut sein.

        Pralinen selber machen…

        … und zwar so:

        1. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen

        2. Marzipan und Nougat zuschneiden

        3. Nougat in Marzipan drücken und Kugel formen

        4. In geschmolzene Kuvertüre tauchen

        5. Auf Backpapier abkühlen lassen

        Die Marzipanwürfel haben beim Zuschneiden eine Kantenlänge von ca. 2,5 cm und das Nougat eine Kantenlänge von knapp 1 cm.

        Super einfach, oder? Deswegen kann man die Pralinen auch gut mit Kindern zusammen machen.

        Hier sind noch ein paar Fotos von den einzelnen Schritten:

        Pralinen selber machen
        Pralinen einfach selber machen

        Man könnte die Pralinen jetzt natürlich noch weiter verzieren, mit weißen Schokostreifen oder Walnüssen zum Beispiel.

        Oder man rollt sie über ein Gitter, solange die Schokolade noch flüssig ist, dann bekommen die Pralinen eine wellige Oberfläche.

        Ich finde sie ohne Verzierung schön genug, aber wer Lust hat, kann sich da sicher noch richtig austoben. :)

        Viel Spaß beim Nachmachen!

        Hast du schon mal Pralinen selber gemacht? Was ist dein Lieblingsrezept? Oder hast du noch Tipps zum Verzieren? Dann lass doch einen Kommentar da!

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        Charles Dowding

        Charles Dowdings beste Tipps zum Gärtnern ohne Umgraben

        Heute habe ich mal wieder einen besonderen Gast auf dem Blog: Charles Dowding, Autor von neun hervorragenden Gartenbüchern, YouTuber und Experte im Gärtnern ohne Umgraben.

        Und genau darum soll es heute auch gehen. Wenn du meinen Blog schön länger liest, weißt du vielleicht, dass wir unseren Garten nicht umgraben und davon sehr begeistert sind.

        Und weil diese Garten-Methode so gut funktioniert, habe ich mir den „Nicht umgraben“-Held schlechthin ins Boot geholt und mit Fragen gelöchert.

        Ich will, dass jeder, der dieses Interview liest, so viel konkretes Wissen mitnimmt wie möglich, sodass er bei sich zuhause loslegen und die Tipps gleich umsetzen kann. Und Charles hat einen exzellenten Job abgelegt, seine Tipps sind nämlich richtig, richtig gut. Viel Spaß beim Lesen!

        Charles Dowdings beste Tipps zum Gärtnern ohne Umgraben: Kaum noch Unkraut, weniger gießen und kein Rückenweh mehr vom Umgraben - Es lohnt sich, ohne Umgraben zu gärtnern. In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, wenn du in deinem Biogarten auf's Umgraben verzichten möchtest. #Gemüsegarten #Wurzelwerk #Garten
        Merk dir diesen Artikel auf deiner Gartenpinnwand!

        Marie: Hallo Charles! Wie schön, dass du hier bist! Warum erzählst du nicht erstmal ein wenig von dir, deinem wunderschönen Garten und wieso du deine Beete nicht umgräbst?

        Charles: Hallo! Danke, dass ich hier sein darf, ich freue mich auf das Interview!

        Ich bin Charles Dowding und ich begärtnere einen 1000 m2 großen Garten im Südwesten Englands. Wir haben dort ein mildes, gemäßigtes Klima, ungefähr wie in Norddeutschland.

        Ich grabe meine Beete seit 36 Jahren nicht mehr um, weil das enorme Vorteile mit sich bringt, zum Beispiel wächst bei mir kaum Unkraut, wodurch ich viel weniger jäten muss. Das ist eine immense Zeitersparnis!

        Wenn man nicht umgräbt, ist das Gärtnern in allen Bereichen so viel einfacher. Die Beete halten zum Beispiel Feuchtigkeit viel besser, sodass ich weniger gieße.

        Anders als Marie verkaufe ich auch Gemüse, mein Garten ist nämlich auch ein „Market Garden“. Von meinen 1000 m2 ernte ich jedes Jahr Gemüse im Wert von über 20.000 Euro, das ich an Restaurants und lokale Geschäfte verkaufe.

        Der Garten ist also außerordentlich produktiv. Obendrauf bauen wir Gemüse für uns selbst an und für die Kursteilnehmer, die zu uns auf den Hof kommen.

        Beete anlegen ohne Umgraben

        Marie: Wir gärtnern nach einer sehr ähnlichen Methode wie du und ich kann nur unterstreichen, was für eine riesige Arbeitserleichterung es bedeutet, wenn man seine Beete nicht umgräbt. Wenn man ein Beet nach deiner Methode anlegt, zum Beispiel auf einer Wiese, wie geht man da vor? Gib uns eine Schritt-für-Schritt-Anleitung!

        Charles: Das Hauptproblem, das man hat, wenn man ein neues Beet auf einer Wiese anlegt, sind Unkräuter. Es ist also sehr wichtig, dass man da hinterher ist und seine Beete so anlegt, dass kein Licht mehr an das darunterliegende Gras gelangt.

        Ich mache das, indem ich den Boden mit Pappe* auslege. Du legst die Pappe auf das Gras, sodass die Pflanzen absterben, weil sie kein Licht mehr bekommen.

        Die Pappe verrottet nach und nach und dann würden einige Unkräuter trotzdem wieder wachsen, aber da kommt der Kompost ins Spiel. Wenn du Pappe auslegst und dann 10 cm dick Kompost darauf verteilst, tötest du auch die meisten hartnäckigen Unkräuter ab.

        Das Schöne daran ist, dass man in ein solches Beet sofort pflanzen oder säen kann, auch wenn das Gras unter dem Kompost noch nicht tot ist. Man kann also sofort loslegen.

        Marie: Ich habe letztens gelesen, dass Recycling-Pappe schädliche Stoffe enthalten könnte, das ist noch nicht ganz erforscht. Hast du davon schonmal gehört und hast du auch schon andere Materialien ausprobiert, die man statt der Pappe verwenden könnte?

        Charles: Ich denke, dass es wichtig ist, dass man zwischen Jahr eins und den darauffolgenden Jahren unterscheidet. Ich benutze die Pappe nur im ersten Jahr. In jedem weiteren Jahr, das können fünfzig Jahre sein, kommt keine Pappe mehr auf die Beete. Das halte ich für sehr vertretbar.

        Wir leben in einer unperfekten Welt und es gibt nicht immer eine perfekte Antwort. Die kleine Menge, die in der Pappe enthalten sein könnte, ist nichts im Vergleich zu den Giftstoffen, denen wir Tag für Tag ausgesetzt sind. Es sind Giftstoffe im Regen, der fällt, und überall um uns herum. Deswegen mache ich mir wegen dieser dünnen Pappeschicht keine Sorgen.

        Aber alle, die keine Pappe verwenden möchten, können sie auch weglassen und stattdessen mehr Kompost ausbringen. Dann hat man einfach ein paar mehr Unkräuter in seinem Garten. Oder man macht es wie Marie und mulcht die Beete anschließend mit Hackschnitzeln, was auch gut gegen Unkräuter hilft. Das Prinzip ist dabei genau das gleiche.

        Kompost selbst herstellen oder kaufen?

        Marie: Genau! Um Beete nach dieser Methode anzulegen, braucht man eine Menge Kompost, mehr als die meisten Gärtner*innen selbst herstellen können. Wo kaufst du deinen Kompost und worauf achtest du dabei in Bezug auf die Qualität des Kompostes?

        Charles: Ich habe Versuche gemacht, bei denen ich ein Beet umgegraben habe und eins nicht und dabei ist herausgekommen, dass man nicht mehr Kompost braucht, wenn man ohne Umgraben gärtnert.

        Gemüsepflanzen lieben Kompost und die effizienteste und günstigste Art, Gemüse anzubauen, ist, indem man ihnen genug Kompost zur Verfügung stellt. Vergiss Dünger, ich dünge meine Pflanzen abgesehen vom Kompost überhaupt nicht. Nichts, keine anderen Zusätze, nur Kompost, einfacher geht’s nicht.

        Wenn es darum geht, genug Kompost zu bekommen, ist erstmal klar, dass man so viel wie möglich selbst herstellen sollte. Ich fülle meine Komposthaufen oft mit Abfällen, die ich von Nachbarn bekomme, altem Laub und Schnittgut oder Kaffeesatz von einem lokalen Café. Da ist so viel Abfall um uns herum, den wir nutzen können.

        Und obendrauf kaufe ich Kompost, bei uns kann man Grünschnittkompost oder Pilzkompost in Kompostierungsanlagen kaufen. Oder alten Kuhmist von Höfen in der Region. Oder Pferdemist, es gibt so viele Möglichkeiten.

        Marie: Wenn du zu einer Kompostierungsanlage gehst und dir den Kompost anschaust, worauf achtest du da? Wie beurteilst du, ob der Kompost gut ist?

        Charles: Ich achte vor allem darauf, dass der Kompost fein gesiebt ist. Und bei Grünschnittkompost schaue ich auch, dass nicht zu viele Plastikstücke im Kompost gelandet sind. Wenn man nachfragt, sieben sie dir den Kompost manchmal feiner. Dann hast du nicht mehr so viele Plastikstücke und grobe Stöckchen in deiner Komposterde.

        Bei Mist achte ich darauf, dass das Ganze mindestens ein Jahr lang abgelagert ist. Der Mist sollte eher dunkel sein und nicht zu grobe Stücke enthalten. Pferdemist ist besser, wenn der Stall mit Stroh statt mit Holzspänen eingestreut wurde.

        Letzte Zweifel?

        Marie: Angenommen, jemand, der seinen Garten seit Jahren umgräbt, liest dieses Interview und überlegt, ob er oder sie das Ganze ausprobieren soll, ist aber noch etwas skeptisch. Was würdest du demjenigen sagen?

        Charles: Es gibt es mittlerweile so viele Menschen, die großartige Gärten angelegt haben ohne umzugraben und die von den Resultaten absolut begeistert sind. Alleine auf Social Media gibt es dazu weltweit so viele Beiträge. Das würde ich mir definitiv anschauen, das würde mich nämlich sehr ermutigen und das ist der beste Beweis dafür, dass das alles wirklich funktioniert.

        Marie: … Oder derjenige sollte sich Bilder von deinem Garten anschauen, der sieht einfach perfekt aus! Wenn das keine Ermutigung ist!

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        Mehr Informationen

        Charles: Dankeschön! Und die Hürde, loszulegen, ist nicht besonders groß. Wenn man schon einen Garten mit etablierten Beeten hat, kann man auf die Pappe komplett verzichten. Einfach die gröbsten Unkräuter jäten, Kompost ausbringen und das war’s, das ist alles, was es braucht, um loszulegen.

        Fehler beim Gärtnern ohne Umgraben?

        Marie: Was ist der häufigste Fehler, den Gärtner*innen machen, die auf’s Umgraben verzichten?

        Charles: Viele Leute haben das Bedürfnis, den Boden doch noch ein wenig zu bearbeiten, und arbeiten den Kompost ein. Davon würde ich wirklich abraten, der Kompost sollte oben auf dem Erdboden aufliegen und der Boden überhaupt nicht mehr bearbeitet werden.

        Die meisten Fehler begehen deswegen gar nicht die blutigen Anfänger, sondern diejenigen, die schon mehr Erfahrung im Gärtnern haben, weil sie ein paar Dinge verlernen müssen, von denen sie glaubten, dass sie notwendig wären.

        Weiterlernen!

        Marie: Dankeschön, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast! Wo findet man mehr Infos über dich und deine Art zu gärtnern?

        Charles: Gerne! Ich habe verschiedene Bücher geschrieben, ich habe einen YouTube-Kanal und wir sind gerade dabei, einen Garten-Onlinekurs zu erstellen, genau wie Marie auch, der im Frühjahr herauskommt. Eine andere Möglichkeit sind die vielen Gruppen zum Gärtnern ohne Umgraben, die es mittlerweile auf Facebook gibt. Da gibt es so viele Menschen, mit denen man Erfahrungen austauschen kann und die einem bei Fragen weiterhelfen.

        Marie: Hast du selbst eine Facebookgruppe?

        Charles: Nein, aber meine Partnerin Steph hat eine, die Gruppe heißt „No Dig Gardening – Undug“. Das Schöne daran ist, dass dort sehr viele Menschen so viel Wissen teilen, man lernt so viel!

        Marie: Das werde ich verlinken, danke, Charles!

        Charles: Es war mir ein Vergnügen!

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        Bauerngarten anlegen

        Bauerngarten anlegen, bepflanzen und gestalten in vier Schritten

        Hach, so ein Bauerngarten ist doch einfach die schönste Form, Gemüse anzubauen, oder? Die meisten Gemüsegärten entstehen über die Jahre nach und nach und wirken eher zusammengestückelt als irgendeinem Gestaltungsprinzip folgend. Unser Garten ist da keine Ausnahme.

        Ein Bauerngarten dagegen hat eine klare Struktur und wirkt wie von selbst ästhetisch, sogar dann, wenn es in den Beeten mal etwas chaotischer zugeht.

        Wir ziehen demnächst um und da muss gefälligst ein neuer Garten her.
        Und wenn man sich die ganze Arbeit mit dem Garten-Anlegen nun nochmal machen muss, kann man es auch gleich richtig hübsch werden. :)

        Deswegen planen wir gerade unseren Bauerngarten.

        Praktischerweise ist mein Vater Gartenbau-Meister und hat schon einige (traumhaft schöne!) Bauerngärten für seine Kunden angelegt. Da hab ich ihn natürlich mit Fragen gelöchert, um herauszufinden, wie man es anstellt, dass ein Bauerngarten so richtig schön wird. Und das will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

        Viel Spaß beim Lesen (und Bauerngarten-Anlegen natürlich)!

        In vier Schritten zum Bauerngarten: Anlegen | Bepflanzen | Gestalten Ich zeige Dir, wie Du Deinen Garten in einen traditionellen Bauerngarten verwandelst und mit der richtigen Gartengestaltung den Beeten und Wegen Struktur gibst. So sieht auch ein (manchmal) chaotisches Gemüsebeet gar nicht mehr so schlimm aus :-) #wurzelwerk #gartengestaltung #gemüsebeet #bauerngarten
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        Bauerngarten anlegen und bepflanzen

        Wie ist ein Bauerngarten aufgebaut?

        Bauerngärten sind rechteckig oder quadratisch und durch ein Wegekreuz geviertelt.
        Auch wenn Bauerngärten auf den ersten Blick oft wild wirken, gibt diese Grundstruktur dem Garten Ordnung und ist der Grund, warum wir Bauerngärten so hübsch finden. :)

        Wer es ganz romantisch will, kann in der Mitte des Wegekreuzes einen Brunnen, ein rundes Beet o.ä. anlegen. Was sich richtig gut macht: ein kräftiger Rhabarber in der Mitte, zusammen mit ein paar niedrigeren Blumen oder Kräutern.

        Die vier Beete links und rechts des Weges sind in Bauerngärten klar eingefasst, meistens von einer kleinen Buchshecke. Buchspflanzen werden allerdings immer häufiger vom Buchsbaumzünsler befallen, deswegen ist es vermutlich klüger, stattdessen eine andere hübsche Beeteinfassung zu nehmen. Steine zum Beispiel, geflochtene Haselzäune oder Fichtenstämme.

        In sehr großen Bauerngärten unterteilt man die einzelnen Viertel gerne in kleinere Beete, die auch jeweils mit Buchs, anderen Pflanzen oder einem kleinen Zaun eingefasst sind.

        Wege anlegen im Bauerngarten

        Damit die Wege nicht verunkrauten, werden wir sie mit Hackschnitzeln mulchen.

        Das ist die natürlichste Methode, einen Weg anzulegen, ohne ihn zu versiegeln. Genauso gut könntest du Kies oder Steinplatten verwenden.

        Am besten stichst du den Weg vorher ab und legst ihn mit einem Unkrautvlies aus. Bei einer dicken Mulchschicht geht es aber auch ohne Vlies.

        Gartenzaun oder Mauer?

        Bauerngarten selber anlegen

        Bauerngärten sind oft von einem Zaun, einer Hecke oder einer kleinen Mauer eingefasst. Das hält nicht nur Wild- und Haustiere davon ab, im Garten zu randalieren, und bremst den Wind, sondern sieht auch sehr hübsch aus.

        Mein Vater meint, dass er den Zaun oder die Mauer gerne als Leinwand sieht, die den Bauerngarten vom Rest des Grundstücks separiert und mit den Blumen, Beerensträuchern und Gemüsepflanzen, die vor dem Zaun oder der Mauer wachsen, „bemalt“ wird.

        Bauerngarten anlegen

        Wenn du das Wegkreuz angelegt hast, sind die Beete dran.

        Wir haben schon die verschiedensten Beet-Anlege-Techniken ausprobiert.

        Mit Abstand am besten funktioniert eine Methode, die ganz ohne Umgraben auskommt. Das schont nicht nur den Boden und die ganzen kleinen Bodenlebewesen, sondern auch den Gärtnerrücken. ;)

        Hier ist eine Anleitung: Gemüsegarten anlegen ohne Umgraben

        Beete, die nach diesem Prinzip angelegt wurden, bleiben jahrelang nahezu unkrautfrei und man kann schon im ersten Jahr nach dem Anlegen sehr gute Erträge erzielen.

        Bauerngarten-Pflanzplan erstellen

        In einem klassischen Bauerngarten wächst ein wilder Mix aus Blumen (meistens Stauden), Gemüse, Heil- und Küchenkräutern und oft auch Beerensträuchern an der West- oder Nordseite des Gartens.

        Zwei oder drei Reihen Himbeeren hintereinander gepflanzt ergeben eine blickdichte Hecke, die Winde bremst und obendrein eine leckere Ernte abwirft.

        Typische Bauerngarten-Pflanzen sind zum Beispiel Pfingstrosen, Stockrosen oder Sonnenhut. Aber auch Akelei, Fingerhut und Kornblumen machen sich sehr gut.

        Wenn du überlegst, welche Gemüsepflanzen du in deinem Bauerngarten anbauen könntest und über deinem Pflanzplan grübelst, schau mal hier vorbei:

        Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

        Gemüsegarten-Starthilfe

        Wenn dir die Planerei zu lange dauert, kannst du dir aber auch einfach meinen fertigen Pflanzplan herunterladen. Der Plan ist so konzipiert, dass du das ganze Jahr über kontinuierlich erntest und die Beete zu jeder Zeit optimal genutzt sind. Vielleicht lässt du dich von dem Plan ja inspirieren?

        Willst du auch einen Bauerngarten anlegen? Was sind deine Pläne für die Wege, den Zaun und die Bepflanzung? Hast du noch mehr Tipps und Ideen rund um das Thema Bauerngarten? Dann lass gerne einen Kommentar da!