Gemüsegarten, Selbstversorgung
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Rote Bete anbauen: Kompletter Guide für die tolle Knolle

Rote Bete anbauen ist gar nicht schwierig und die Knollen aus dem eigenen Garten schmecken sooo viel besser als die eingeschweißten Exemplare aus dem Supermarkt. Ob rot, gelb oder geringelt: Das Wurzelgemüse macht immer eine gute Figur auf dem Teller. Drum nix wie los, ich zeige dir, wie es geht! 

Inhaltsverzeichnis:
Fast Forward: Rote Bete anbauen im Schnelldurchlauf
Optimale Bedingungen: Standort und Boden fürs Rote Bete anbauen
Beides möglich: Rote Bete vorziehen oder direkt säen
Das ganze Programm: Rote Bete pflanzen, pflegen und düngen
Krankheiten und Schädlinge
Lohn der Arbeit: Rote Bete ernten und Rote Bete lagern
Zu guter Letzt: Rote Bete genießen!

Fast Forward: Rote Bete anbauen im Schnelldurchlauf

Du hast das Samentütchen schon gezückt und möchtest gleich loslegen? Dann kommt hier eine Schnellübersicht zum Rote Bete anbauen!

Rote Bete anbauenTipps und Tricks
Schritt #1: Standort wählenmöglichst sonnig
Schritt #2: Boden vorbereitenmit einer Grabegabel lockern, Kompost einarbeiten
Schritt #3: Rote Bete direkt säen oder vorziehenvorziehen im Haus ab Anfang April, Direktsaat ab Mitte / Ende April
Schritt #4: Pflege und DüngungAuf 10 cm vereinzeln, 1x mit Brennnesseljauche düngen, gleichmäßig gießen
Schritt #5: Erntewenn die Knollen ungefähr 4 -6 cm groß sind

Falls du jetzt noch grübelst, mit wem die Rote Bete gern im Beet ist, lad dir doch meine Mischkulturtabelle herunter! Da habe ich dir aufgelistet, welche Gemüse dicke Kumpel sind und welche lieber ein wenig Abstand voneinander haben.

Hier geht´s zur Mischkulturtabelle:

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    Optimale Bedingungen: Standort und Boden fürs Rote Bete anbauen

    Rote Bete gehört zu den Sonnenanbetern, deshalb freut sie sich, wenn du ihr ein vollsonniges Plätzchen in deinen Beeten reservierst. Das hat auch den Vorteil, dass deine Rote Bete dann weniger Nitrat einlagert.

    Der optimale Boden zum Rote Bete anbauen ist durchlässig und tiefgründig, damit sie ihre lange Pfahlwurzel bequem in die Tiefe stecken kann. Am besten lockerst du ihn mit der Grabegabel, ohne ihn zu wenden oder die Bodenschichten durcheinander zu bringen.

    Wenn du dann noch vorsichtig eine ordentliche Portion Kompost einarbeitest, steht dem Rote-Bete-Glück nichts mehr im Weg! ;)

    Rote Bete anbauen: Rote Bete in der Erde

    Beides möglich: Rote Bete vorziehen oder direkt säen

    Beim Rote Bete anbauen hast du alle Möglichkeiten: entweder vorziehen oder direkt ins Freiland säen. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass vorgezogene Rote Bete deutlich kleiner bleibt als direkt ins Beet gesäte Pflanzen.

    Rote Bete vorziehen im Haus

    Du möchtest Rote Bete vorziehen? Dann legst du damit Anfang April los. In jedes Aussaattöpfchen kommen ein bis zwei Samen ungefähr zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde. Die hältst du gleichmäßig feucht und stellst die Töpfchen an einen Ort mit ungefähr 20° C. Wenn die ersten echten Laubblätter erschienen sind, lässt du deine Zöglinge an einen kühleren Ort umziehen. 

    Ab Ende April / Mitte Mai dürfen sie in die große weite Beetewelt hinaus. Aber vergiss nicht, deine Jungpflanzen vorher gut abzuhärten und sie, falls noch Spätfröste angesagt sind, in ein Vlies einzumummeln!

    Rote Bete direkt ins Freiland säen

    Wenn du dich für die Direktsaat entscheidest, kannst du damit Mitte bis Ende April beginnen, sobald sich der Boden etwas erwärmt hat. Dann solltest du aber den Wetterbericht gut im Auge behalten und deine Aussaat bei Temperaturen unter sieben Grad mit einem Vlies abdecken. Rote Bete ist da nämlich gern etwas zickig: Wenn es ihr zu fröstelig wird, verzichtet sie auf das Ausbilden von leckeren Knollen, schießt frühzeitig und blüht dann lieber, als dir deinen Erntekorb zu füllen. Und das ist ja nicht Sinn der Sache! ;)

    Wenn du noch mehr Tipps zum Rote Bete anbauen möchtest, schau gern auch bei diesem Youtube Video vorbei:

    Du legst die Samen ungefähr zwei bis drei Zentimeter tief in den Boden und hältst einen Pflanzabstand von zehn Zentimetern ein. Der Reihenabstand beträgt 20 Zentimeter. Nach ein paar Tagen, wenn du die Aussaat gleichmäßig feucht gehalten hast, kommen die ersten Laubblätter in Sicht.

    Dich hat das Gartenfieber gepackt und Rote Bete anbauen ist super, aber du möchtest auch noch viele andere Gemüse in deinen Beeten haben? Dann komm doch in meinen Gemüsegarten starten Kurs! Da zeige ich dir, wie du ohne viel Mühe eine dicke Ernte einfährst und dich so ein Stück weit selbstversorgen kannst. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist! :)

    Rote Bete pflanzen, pflegen und düngen

    Deine Rote Bete Babys werden sooo schnell groß! ;) Und dann kann es sein, dass sie zu dicht beieinander stehen und sich gegenseitig den Platz wegnehmen. Jetzt bist du gefragt! Du musst deine Jungpflanzen nun so vereinzeln, dass sie wenigstens zehn Zentimeter Abstand zur Nachbarbete haben. Wenn du dabei vorsichtig bist, kannst du die ausgegrabene Rote Bete an einer anderen Stelle wieder in die Erde setzen. Falls aber nirgendwo mehr Platz zum Rote Bete pflanzen ist, packst du die zarten Blättchen einfach in deinen Salat und hast so noch eine gute Verwendung dafür.

    Rote Bete ist ziemlich anspruchslos und braucht nicht viel Futter. Wenn du es zu gut meinst mit dem Düngen, lagert sie nur unnötig viel Nitrat ein. Deshalb genügt es vollkommen, ihr ein paar Wochen nach dem Rote Bete pflanzen einen guten Schluck verdünnter Brennnesseljauche zu servieren. Damit bleibt sie satt und zufrieden bis zur Ernte.

    Rote Bete anbauen
    Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!

    Krankheiten und Schädlinge

    Eigentlich ist Rote Bete ein sehr robuster Beetgenosse, aber ab und zu hat sie trotzdem mit Schädlingen oder Krankheiten zu kämpfen. Hier kommen meine ultimativen Tipps gegen die häufigsten Probleme beim Rote Bete anbauen:

    • Blattfleckenkrankheit: Wenn auf den Blättern deiner Bete trockene braune Flecken mit rotem Rand erscheinen, hat sie sich die Pilzkrankheit Septoria oder auch Blattfleckenkrankheit zugezogen. In diesem Fall kannst du die betroffenen Blätter nur abschneiden und in der Biotonne entsorgen. Dann gießt du mit Tee aus Ackerschachtelhalm, um deine Pflanzen zu stärken. Zur Vorbeugung gegen diesen Pilz hältst du eine Anbaupause von drei Jahren ein und pflanzt Grünkohl als perfekten Nachbarn daneben. Noch mehr tolle Beetpartner findest du übrigens in meiner Mischkulturtabelle! Hast du sie dir schon heruntergeladen?
    • Falscher Mehltau: Falscher Mehltau macht sich in nassen Jahren gern auf der Roten Bete breit. Wenn du vorbeugend mit Ackerschachtelhalmtee gießt, sind deine Pflanzen besser gegen diesen Pilz gewappnet.
    • Blattläuse: Falls Blattläuse über deine Pflanzen herfallen, spülst du sie mit einem scharfen Wasserstrahl herunter.
    • Rübenfliege: Um der Rübenfliege erst gar keine Gelegenheit zu geben, sich auf deiner Bete häuslich niederzulassen, schützt du sie mit einem engmaschigen Kulturschutznetz.

    Lohn der Arbeit: Rote Bete ernten und Rote Bete lagern

    Ungefähr ein Vierteljahr, nachdem du deine Rote Bete gesät hast, ist es endlich soweit: Die Ernte beginnt! :)

    Rote Bete schmeckt besonders zart und wenig erdig, wenn sie noch klein ist. Um sie roh zu essen, sollten die Knollen nicht mehr als sechs Zentimeter Durchmesser haben. Aber auch deutlich größere Exemplare sind gekocht noch super lecker! Du kannst also eigentlich immer dann ernten, wenn du gerade Appetit auf die Knolle hast. Genial, oder?

    Zum Ernten ziehst du die Pflanze an ihren Blättern aus der Erde und entfernst das Laub bis auf die Herzblätter. Die braucht die Rote Bete nämlich, damit sie während der Lagerung nicht vertrocknet. Das Laub solltest du nicht abschneiden, sondern abdrehen.

    Psst, kleiner „leaf-to-root“-Tipp: Die Blätter von Roter Bete kannst du wie Spinat zubereiten! Yams! :)

    Am besten lässt sich Rote Bete lagern, wenn du sie in leicht feuchter Erde oder Sand an einem frostfreien Ort eingräbst. Auf diese Weise bleibt sie bis zum Frühjahr frisch. Dann kannst du wieder neu beginnen mit dem Rote Bete anbauen. So bist du über das ganze Jahr hinweg aus eigener knallroter Ernte versorgt!

    Rote Bete anbauen: Rote Bete Salat

    Zu guter Letzt: Rote Bete genießen!

    Rote Bete ist gesund: Sie hat viel Vitamin B, Kalium und Eisen, wirkt entzündungshemmend und fängt freie Radikale. Ein echtes Superfood, das da in deinem Garten wächst!

    Und es gibt so viele leckere Möglichkeiten, Rote Bete zu schlemmen:

    • Schneide sie roh in dünne Scheiben und schichte sie zusammen mit Käse, ein wenig Essig und gutem Olivenöl, Salz und Pfeffer auf einen Teller. Darf‘s als Topping noch ein bisschen frisch gepflückter Rucola oder knackiger Feldsalat sein? Mmmmhhh…
    • „Borschtsch“ ist nicht nur ein Zungenbrecher, sondern vor allem ein toller Eintopf aus Roter Bete, Kartoffeln, Weißkohl, Karotten, Zwiebeln und Tomaten, der im Winter wunderbar wärmt und satt macht.
    • Ein Saft aus ÄpfelnKarotten, Roter Bete, Ingwer und etwas Honig boostet dein Immunsystem, so dass fiese Krankheitserreger keine Chance mehr haben!

    Rote Bete anbauen ist einfach und macht nicht viel Mühe, wenn du ein paar Dinge beachtest. Die super gesunde Knolle schmeckt einfach köstlich und du kannst sie sehr abwechslungsreich in der Küche verwenden. Also, worauf wartest du noch? Nichts wie ein Samentütchen gezückt und raus in den Garten mit dir! ;)

    Und falls du jetzt so richtig Lust bekommen hast, dein Gemüse selber anzubauen, dann  schau doch auch bei diesen Artikeln vorbei:

    Gemüse anbauen: Schritt für Schritt für Anfänger!

    Selbstversorger werden: So baust du deinen Jahresbedarf Gemüse an!

    Wintergemüse anbauen: rund um’s Jahr ernten!

    Welche Erfahrungen hast du beim Rote Bete anbauen gemacht? Hast du eine Lieblingssorte? Lass mir gern einen Kommentar da!

    Kategorie: Gemüsegarten, Selbstversorgung

    von

    Hi, ich bin Marie. Leidenschaftliche Gärtnerin, Mutter eines sechsjährigen Sohnes und auf dem Weg in ein einfaches und natürliches Leben. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Selbstversorgung: vom Gemüsegarten über Tierhaltung oder das Haltbarmachen der eigenen Ernte. Viel Spaß beim Stöbern!

    3 Kommentare

    1. Hallo Ihr Lieben, in diesem Jahr hatte ich großes Glück mit der Roten Beete! Diese hatte ich vorgezogen, aus Platzmangel waren einige Pflanzen sogar noch im Blumenkasten, denn das Laub ist auch dekorativ… dann wieder ins Hochbeet versetzt, sobald ich Lücken hatte.
      Das ganze Hochbeet habe ich die ganze Saison immer wieder nach gepflanzt und geerntet. Die letzen Knollen sind ziemlich groß geworfen, hoffentlich nicht verholzt?; Eigentlich fehlt jetzt ein Erdloch zum Lagern… Liebe Grüße von Gabi, bin sehr dankbar.

    2. Brigitte Pade sagt

      Hallo Marie
      Ich habe in diesem Jahr schon 2x Rote Beete gesät, leider haben sich keine Knollen gebildet. Nach der Bildung einer kleinen Pflanze hat sich nichts weiter getan. Bei den Radieschen war es genau so. Aussaat einmal im April und einmal Anfang Juli. Einmal im Hochbeet das ich letztes Jahr angelegt habe, einmal im neuen Hochbeet von diesem Jahr. Wo liegt der Fehler?
      Liebe Grüße Brigitte
      Danke für die Antwort

      • Luci sagt

        Liebe Brigitte,
        ach wie ärgerlich! Das kann dieses Jahr tatsächlich an der Trockenheit liegen. Gerade frische Beete und Hochbeete trocknen schneller aus. Hast du deine Beete gemulcht? Damit kannst du Wasser im Boden halten. Die Hochbeete brauchen aber noch zusätzlich Wasser bei der Hitze.
        Liebe Grüße
        Luci von Wurzelwerk

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