In einem schattigen Gemüsegarten ist man was, die Wahl der Pflanzen angeht, erstmal eingeschränkt. Die beliebtesten Gemüsepflanzen – Tomaten, Gurken, Zucchini – sind allesamt auf die volle Sonnendröhnung angewiesen.
Es gibt aber einige Kandidaten, denen Schatten nichts ausmacht, im Gegenteil! Viele Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen wachsen in einem schattigen Beet sogar besser als in der prallen Sonne. Wenn du einen schattigen Garten hast, kannst du – mit der richtigen Pflanzenwahl – also trotzdem eine Menge Kräuter, Obst und Gemüse anbauen.
Und damit du weiß, welche, kommt hier eine Liste mit 43 Pflanzen, die auch im Schatten wachsen:
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Kräuter für Schattenbeete
Die klassischen mediterranen Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Co. wachsen im Schatten zwar nicht gut – dafür gibt es aber eine ganze Reihe anderer Kräuter, mit denen du dir ein hübsches Kräuterbeet zusammenstellen kannst:
Schnittlauch (Halbschatten)
Oregano (Halbschatten)
Pimpinelle (Halbschatten)
Dill (Halbschatten)
Minze (Halbschatten)
Petersilie (Halbschatten)
Sauerampfer (Halbschatten)
Bärlauch (Halbschatten)
Kerbel (Halbschatten)
Weinraute (Schatten)
Waldmeister (Schatten)
Zitronenmelisse (Schatten)
Brunnenkresse (Schatten)
Hol dir den 3-Zonen-Kräuter Plan
Suchst du noch ein geeignetes Plätzchen für deine Kräuter und weißt nicht genau was Brunnenkresse, Waldmeister und co. für Ansprüche haben?
Kein Problem, mit dem 3-Zonen-Kräuterplan findest du für jedes Kraut den perfekten Standort. Durch die unterteilten Zonen kommt jedes Kraut auf seine Kosten, egal ob Sonnenanbeter oder Schattliebhaber.
Trag dich also gerne ein, um den Kräuterplan herunterzuladen:
Ich habe übrigens ein Video zu diesem Artikel gefilmt, in dem ich noch mehr zu den einzelnen Pflanzen erzähle:
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Als erstes wären da die verschiedenen Waldbeeren. Weil ihr natürlicher Standort schattig ist, gedeihen sie auch an einem schattigen Flecken im Garten wunderbar:
Walderdbeeren
Himbeeren
Brombeeren
Johannisbeeren
Heidelbeeren
Stachelbeeren
Auch Rhabarber (der ja eigentlich ein Gemüse ist) kommt ohne viel Sonne aus.
Wenn du Obstbäume pflanzen möchtest, sind Schattenmorellen die beste Wahl – das erkennt man ja schon am Namen. Und im Sommer gibt’s dann Schwarzwälder Kirschtorte mit Sauerkirschen aus dem eigenen Garten. :)
Gemüse, das im Schatten wächst
Fruchtgemüse wie Tomaten oder Paprika wird man ihm Schatten zwar weniger anbauen, es gibt aber einige Gemüsearten, die im Halbschatten sogar besser wachsen als in der prallen Sonne. Salat zum Beispiel ist im Sommer für ein wenig Schatten sehr dankbar und neigt dann auch weniger zum Schießen. Kohlköpfe werden im Schatten größer und Blumenkohl schmeckt besser, wenn er im Schatten wächst.
Die Liste für Gemüse, das auch im Halbschatten wächst, ist ziemlich lang:
Weißkohl
Mangold
Rote Bete
Kohlrabi
Radieschen
Salat
Feldsalat
Spinat
Buschbohnen
Rübstiel
Grünkohl
Asia-Salate
Broccoli
Blumenkohl
Ruccola
Erbsen
Lauch
Zwiebeln
Möhren
Pastinaken
Rettich
Rosenkohl
Knoblauch
Falls du in deinem Garten nur wenig Sonne hast, kann das also auch von Vorteil sein. Nur im Vollschatten würde ich kein Gemüse anbauen, höchstens Pilze oder vielleicht ein bisschen Feldsalat.
Gemüse, das im Schatten wächst, sollte man etwas weiter säen oder pflanzen, damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig beschatten. Außerdem wachsen Pflanzen, die wenig Licht und Wärme bekommen, langsamer – sie benötigen also auch weniger Wasser und Dünger. Wenn du das beachtest, sollte deinem Schattengarten nichts mehr im Weg stehen. :-)
Falls du eine Anleitung brauchst, wie du Beete schnell und einfach anlegen kannst, schau mal hier vorbei. Ansonsten wünsche ich dir ganz viel Spaß mit deinem diesjährigen Garten!
Willst du direkt loslegen? Mit diesen Anleitungen kannst du folgende Halbschatten – Kandidaten easy peasy anbauen:
Hast du schonmal Gemüse im Schatten angebaut? Vielleicht hast du ja noch mehr Tipps für Pflanzen, die Schatten gut vertragen. Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren!
Bevor wir unsere ersten Hühner gekauft haben, haben wir lange überlegt, ob sie die richtigen Tiere für uns sind. Besonders mein Freund war skeptisch:
Jeden Morgen die Stalltür öffnen! Und abends müssten wir pünktlich bei Sonnenuntergang wieder zuhause sein, um sie zu schließen. Wir waren uns nicht sicher, ob die Einschränkungen und Verpflichtungen, die die Hühnerhaltung mit sich bringt, es wert wären.
Wenn du diesen Artikel liest, geht es dir vermutlich genauso. Vielleicht spielst du mit dem Gedanken, Hühner zu halten, bist dir aber unsicher, ob sie zu dir und deinem Alltag passen.
Wir haben uns nach langem Hin und Her dazu entschieden, es einfach zu probieren. Und siehe da: Mein anfangs so skeptischer Freund ist noch viel begeisterter von ihnen als ich. Für uns war es definitiv die richtige Entscheidung. Aber das muss nicht für jeden so sein. Hühnerhaltung ist zwar super einfach, aber es verändert definitiv den eigenen Lebensrhythmus.
Und damit du einschätzen kannst, was auf dich zukommt, ist hier ein Erfahrungsbericht mit allem, was man tagtäglich erledigen und beachten muss, wenn man Hühner hält:
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Bist du auf deine neuen Hühner vorbereitet?
Für diejenigen von euch, die sich neue Hühner zulegen wollen, habe ich. eine Checkliste vorbereitet, die vom Stall über die Urlaubsvertretung und den Transport deiner Hühner alles abklappert, sodass du perfekt vorbereitet bist, bevor deine neuen Lieblinge einziehen.
Trag dich gerne hier ein:
Hühner sind lecker
Das finden leider auch eine Menge anderer Tiere: Hunde, Füchse, Marder, Waschbären, Habichte… So ziemlich jedes Tier da draußen hat es auf deine Hühner abgesehen und wird vor allem nachts versuchen, an sie heranzukommen. Womit wir wieder bei der Sache mit der Hühnerklappe wären. Um die Hühner vor Raubtieren zu beschützen, muss man sie nämlich nachts in einen sicheren Stall sperren.
Und wehe, wenn man das vergisst.
Dann ist es gut möglich, dass man am nächsten Morgen ein regelrechtes Blutbad vorfindet. Wenn beispielsweise ein Marder in den Hühnerstall eindringt, hört er erst auf zu töten, wenn er auch das letzte Huhn erwischt hat.
Die Hühnerklappe muss also wirklich jeden Abend pünktlich bei Anbruch der Dunkelheit geschlossen werden. Nur ganz wenige Rassen, zum Beispiel Buschhühner, kommen ohne Stall aus. Sie können gut fliegen und verbringen die Nacht hoch oben in den Kronen der Bäume, wo sie vor den meisten Räubern geschützt sind. Alle „normalen“ Hühner sind aber absolut abhängig davon, dass wir sie vor Raubtieren beschützen, und das bedeutet: morgens und abends Klappe öffnen bzw. schließen.
Das war für uns, wie gesagt, der größte Minuspunkt. Seit wir Hühner haben, sehe ich das aber anders:
Morgen- und Abendroutine
Der Morgen ist die schönste Zeit des Tages. Es hat etwas Friedliches, nach dem Aufstehen für ein paar Minuten in den Garten zu gehen. Es ist ein sehr schöner Start in den Tag, wenn man hört, wie die Hühner voller Vorfreude gackern, sobald sie einen kommen hören. Und zu beobachten, wie sie aufgeregt über die Wiese stürmen und sich auf den Komposthaufen stürzen. Oder abends leise mit ihnen zu reden, wenn sie schon alle auf ihren Stangen sitzen. Sie antworten dann mit einem zarten, fast liebevollen Gurren.
Ich hätte nicht gedacht, dass sich der größte Minuspunkt zum größten Pluspunkt entwickeln würde, aber wir haben uns schnell an die täglichen Arbeiten gewöhnt. Und es macht viel mehr Spaß als erwartet. Wir haben schnell gemerkt, dass unsere Sorgen unnötig waren. Wir haben nämlich einen kleinen Sohn, der pünktlich um 18 Uhr hundemüde ins Bett fällt. Was bedeutet, dass ohnehin mindestens einer von uns bei Anbruch der Dunkelheit zuhause ist, selbst im Winter.
Von daher war es für uns letztendlich gar keine große Einschränkung, als die Hühner eingezogen sind.
Was, wenn ich erst spät abends heimkomme?
Aber vielleicht ist das bei dir anders. Wenn du erst spät am Abend nachhause kommst und trotzdem unbedingt Hühner halten willst, gibt es aber ein paar Möglichkeiten. Bestimmt hast du schonmal von automatischen Hühnerklappen gehört. So eine Hühnerklappe öffnet und schließt den Stall entweder zu einer bestimmten Uhrzeit oder sie orientiert sich an der auf- und untergehenden Sonne.
Was eine automatische Hühnerklappe allerdings nicht kann, ist, nachzuzählen, ob auch wirklich alle Hühner im Stall sind. Manchmal kann es vorkommen, dass einzelne Hühner noch draußen unterwegs sind, wenn die Türe zugeht, und dann ausgesperrt werden.
Deswegen würde ich mich auf eine automatische Hühnerklappe nur in Kombination mit einem Elektrozaun verlassen. Diese elektrischen Geflügelnetze halten Raubtiere ziemlich effektiv davon ab, in die Hühnerweide einzudringen. Ich habe schon ein paar Mal vergessen, die Stalltür zu schließen (Asche auf mein Haupt!), aber bisher ist nie etwas passiert, obwohl hier einige Füchse, Marder und Waschbären unterwegs sind. Das schreibe ich definitiv dem Elektrozaun zu.
Wenn es also ein Huhn nicht in den Stall geschafft haben sollte, ist es immer noch relativ sicher, solange du einen Elektrozaun benutzt, auf dem ordentlich Saft ist. Trotzdem solltest du jeden Abend nach den Hühnern schauen, in den Stall leuchten und sicherheitshalber nachzählen, ob die Truppe vollständig ist. Wenn ein Fuchs wirklich will, kommt er nämlich locker über einen Elektrozaun.
Ein Geflügelnetz ist zwar eine gute Sicherheitsmaßnahme, aber längst kein Freifahrtschein, die Hühner zu vernachlässigen.
Nachmittags die Eier einsammeln?
Am besten wäre es sogar, wenn du deinen Hühnern zusätzlich zur Morgen- und Abendroutine auch mittags oder nachmittags einen Besuch abstattest. Hühner legen ihre Eier meistens morgens bzw. am Vormittag. Das bedeutet, dass man beim Öffnen der Klappe oft noch keine Eier im Nest findet. Es ist aber gut, die Eier rasch nachdem sie gelegt wurden, einzusammeln. Dann können die Hühner sie nicht kaputt machen oder auf die Idee kommen, sie zu fressen. Wenn die Hühner einmal auf den Geschmack kommen, ist es nämlich sehr schwer, ihnen das Eierfressen wieder abzugewöhnen.
Normalerweise lassen die Hühner ihre Eier aber in Ruhe und es ist nicht tragisch, wenn man sie erst abends aus dem Nest holt. Ich versuche trotzdem, nachmittags noch einmal nach den Hühnern zu schauen, vor allem, um sie zu füttern.
Unsere Hühner suchen sich nämlich eine gute Portion ihres Futters selbst. Damit sie einen größeren Anreiz dazu haben, bekommen sie morgens nur eine kleine Portion Futter, den Rest gibt’s erst am Nachmittag. Nur an Tagen, an denen ich nachmittags unterwegs bin, bekommen sie morgens die ganze Portion.
Futter und Wasser
Das Füttern an sich ist unkompliziert. Unsere Hühner ernähren sich zu einem großen Teil von unserem Biomüll und dem, was sie auf dem Kompost und im Garten finden. Wusstest du, dass Gras bis zu 20 % der Hühnerernährung ausmachen kann?
Wir sammeln den Tag über Küchenabfälle und Essensreste in einer Schüssel in der Küche. So gut wie alles, was nicht zu salzig, fettig oder süß ist, können die Hühner fressen. Wenn ich abends die Klappe zumache, stelle ich ihnen diese Schüssel in den Stall. Dann haben sie morgens, wenn sie noch eingesperrt sind, schon etwas zu fressen. Das normale Körnerfutter bekommen sie wie gesagt erst nachmittags.
Wasser kann man in eine automatische Tränke füllen. Wenn man die etwas erhöht auf einen Stein stellt, bleibt das Wasser tagelang sauber. Generell gilt aber, dass man es wechseln sollte, sobald man es selbst nicht mehr trinken würde.
Wöchentliche Aufgaben
Hygiene ist super wichtig, wenn man Hühner hält. In einem schmutzigen Stall werden die Eier dreckig und die Hühner krank. Für uns reicht es, einmal in der Woche auszumisten, und das dauert keine fünf Minuten. Wir haben aber auch nur einen kleinen Stall mit sechs Hennen.
Außerdem muss man den Stall und die Hühner regelmäßig auf Milben untersuchen. Ungefähr einmal die Woche schaue ich auch, ob Nager oder Raubtiere sich am Stall oder am Zaun zu schaffen gemacht haben. Und dann versetze ich noch jede Woche den Elektrozaun, damit die Hühner frisches Gras bekommen.
Alle wöchentlichen Arbeiten dauern zusammen ungefähr eine halbe Stunde.
Fazit
Insgesamt brauchen die Hühner nicht mehr als eine halbe Stunde Zuwendung am Tag – in der Regel sogar deutlich weniger. Ich verbringe trotzdem viel mehr Zeit bei ihnen, einfach, weil sie so unglaublich komisch und süß sind. Wenn du dich dazu entscheidest, Hühner zu halten, wirst du sicher auch eine Menge Spaß mit ihnen haben.
Und die Eier! Von klein und weiß über mittelgroß und cremefarben oder schokobraun und riesengroß ist alles dabei. Und die schmecken ungelogen viel besser als gekaufte!
Selbst wenn du erst spät nachhause kommst: Hühnerhaltung und Vollzeitjob sind zwar keine ideale Kombination, aber vereinbaren lässt sich das auf jeden Fall.
Wenn du viel verreist, brauchst du nette Nachbarn, die sich in der Zeit um die Hühner kümmern. Es ist aber nicht schwer, Hühnersitter zu finden, schließlich bezahlen die Hühner sie während deines Urlaubs mit frischen Eiern.
An deiner Stelle würde ich es (gut vorbereitet) einfach ausprobieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du es später bereust. :)
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Wie sehen deine Hühnerpläne denn aus? Hast du schon irgendwelche Rassen ins Auge gefasst? Wie viele Hühner sollen es werden? Lass mir gerne einen Kommentar da und erzähl mal, was du so vorhast!
Als wir unseren ersten Garten angelegt haben, hatten wir keine Ahnung von dem, was wir taten. Wir haben herumprobiert – viele Fehler gemacht (nicht, dass wir jetzt keine mehr machen würden, aber es werden mit der Zeit weniger ;) ) – und manchmal kam es mir so vor, als würde nichts so funktionieren, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Und ich bekomme jeden Tag Emails von Menschen, denen es genauso geht. Da steckt man all die Arbeit (und Liebe!) in einen Garten und am Ende wächst nichts.
Wahnsinnig frustrierend, oder? Ich weiß genau, wie das ist…
Aber das muss gar nicht sein. Seitdem wir strukturierter und mit mehr Plan an die Sache herangehen, funktioniert es nämlich erstaunlich gut. Der Garten macht kaum noch Arbeit und platzt im Sommer regelmäßig aus allen Nähten. Das Wissen dafür haben wir uns nach und nach aus verschiedenen Büchern und Blogs zusammengeklaubt und mir ist mittlerweile klar, dass Knowhow der Schlüssel zum Erfolg ist.
Ich fand es aber gar nicht so einfach, gute und anfängerfreundliche Informationen zum Thema Gemüsegarten und Selbstversorgung zu finden. Klar, im Internet findet man so ziemlich alles. Aber ich habe schnell gemerkt, dass es schwierig ist, wenn man Informationen befolgt, die man aus so vielen unterschiedlichen Quellen zusammengesammelt hat. Erstens widersprechen sie sich häufig und zweitens ist mindestens die Hälfte davon ist absoluter Müll.
Gestern habe ich mir zum Beispiel ein PDF zum Thema Bodenverbesserung* von einem sehr erfolgreichen englischsprachigen Blog heruntergeladen. Und was steht drin? Dass man keinen Kompost ausbringen soll, weil der Boden sonst austrocknen würde. Bitte was?!
Ich fand es jedenfalls sehr schwer, gute Informationen zu finden, und hätte mir einen Leitfaden gewünscht, dem ich vertrauen und folgen kann.
Warum ich überhaupt davon anfange?
Weil ich genau diesen Leitfaden gefunden habe. Ich habe das Buch gefunden, das ich mir in unseren Selbstversorger-Anfängen immer gewünscht habe, und das will ich unbedingt mit euch teilen. Dieses Buch hätte mir gerade in der Anfangszeit so weitergeholfen!
Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten
Die Rede ist von Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten von Andrea Heistinger und der Arche Noah. Michael vom Experiment Selbstversorgung hat mir vor ein paar Monaten davon vorgeschwärmt, und wenn er auf seinem Blog ein Buch empfiehlt, ist es allermeistens verdammt gut. Ich hatte vorher schon einige Bücher von Andrea Heistinger gelesen und war jedes Mal begeistert. Mir war sofort klar, dass ich das Buch einfach haben musste. ;)
Als es dann angekommen ist, hatte ich eigentlich überhaupt keine Zeit, es zu lesen. In der Uni standen Klausuren an und dann waren da noch ein paar andere Projekte, die unbedingt erledigt werden wollten.
Eigentlich…
Aber ich konnte nicht anders. In einem mehrstündigen Marathon habe ich die Hälfte des Buches in mich aufgesogen – und das will was heißen, das Buch umfasst nämlich an die 500 Seiten.
Michael hat nicht übertrieben, es ist wirklich sehr gut. Mit Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten hat Andrea Heistinger ein Buch geschrieben, das ich wahrscheinlich noch in zwanzig Jahren aus dem Regal ziehen werde, um Sachen nachzuschlagen oder einfach ein bisschen zu schmökern.
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Das Buch beginnt mit einem theoretischen Teil, der sich mit der alten bäuerlichen Landwirtschaft genauso befasst wie mit der modernen Selbstversorgung. Super spannend! Vor allem, weil Andrea Heistinger mit dem Klischee aufräumt, Selbstversorgung würde bedeuten, dass man sich als Einsiedler irgendwohin zurückzieht, wo man vom Rest der Gesellschaft abgeschottet versauert.
Ein guter Teil des Buches dreht sich nämlich um gemeinschaftliche Möglichkeiten der Selbstversorgung, sei es in einer CSA (solidarischen Landwirtschaft), auf einem Selbsterntefeld oder einem Gemeinschaftsgarten. Selbstversorgung geht nur mit einem eigenen großen Garten? Von wegen! Im Kapitel „Gemeinsam anbauen“ findet man viele Ideen, wie man auch ohne Garten und mitten in der Stadt mehr Ernährungssouveränität erlangen kann.
Gemüsegarten-Grundlagen
In dem Buch steht einfach alles, was man wissen muss, wenn man Obst und Gemüse anbauen will. Vom Anlegen eines Gartens über die Pflege bis zur Ernte, Verarbeitung und Lagerung ist alles ausführlich und gut verständlich erklärt. In den Pflanzenportraits zu den einzelnen Gemüsearten habe ich einige Tipps gefunden, die ich noch gar nicht kannte und dieses Jahr unbedingt ausprobieren will.
Besonders gut finde ich die Tabellen, mit denen man den eigenen Flächenbedarf berechnen kann oder aus denen man ablesen kann, von welchen Gemüsearten man wie viel anbauen sollte. Sehr praktisch, wenn man gerade über seinem Anbauplan grübelt. ;)
Abgerundet wird das Buch von einem Kapitel über Hühner- und Bienenhaltung und einem Kalender mit Aussaat- und Ernteterminen und den Arbeiten, die im jeweiligen Monat anfallen.
Hol dir deinen Aussaatkalender!
Hast du keine Lust mehr für jedes Gemüse das Samentütchen rauszukramen, um auch ja nicht den richtigen Aussaatzeitpunkt zu verpassen? Dann hol dir den Aussaatkalender!
Hier findest du die besten Aussaatzeitpunkte für deine Pflanzen, damit du dich lückenlos das ganze Jahr über mit frischem Gemüse versorgen kannst. Jeden Monat siehst du das perfekte Aussaatfenster für drinnen, draußen und die passenden Pflanzzeitpunkte für deine Jungpflanzen.
Einfach ausdrucken und loslegen, also trag dich gerne ein:
Das fand ich blöd!
Mich hat ein wenig stutzig gemacht, dass die Autorin selbst (zumindest zurzeit) gar keine Selbstversorgung betreibt. Ich weiß zwar, dass Andrea Heistinger sich mit Gemüse super gut auskennt. Und offensichtlich ist sie trotzdem in der Lage, eins der besten Selbstversorgerbücher zu schreiben, die mir bisher unter die Finger gekommen sind. Aber das war ein Punkt, der mir etwas unauthentisch vorgekommen ist.
Außerdem sollte man wissen, dass es in allererster Linie ein Gartenbuch ist. Ich weiß, das macht der Titel ziemlich deutlich, aber ich will es trotzdem nochmal erwähnen. Hühner- und Bienenhaltung werden zwar angerissen, aber die Kapitel sind sehr kurz und geben höchstens einen groben Überblick. Andere Aspekte der Selbstversorgung wie die Erzeugung von Milch oder Fleisch werden in dem Buch nicht behandelt.
Aber als Gartenbuch ist es einfach super. Ein Nachschlagewerk mit geballten Infos zum Thema Selbstversorgung. Eine Selbstversorger-Bibel, in der alles drinsteht, was man wissen muss, wenn man sich mit Obst und Gemüse selbstversorgen will, praxisorientiert und fundiert. Wenn ich mir nur ein Buch zum Thema Gemüsegarten anlegen würde, wäre es definitiv dieses.
Nebenbei was Gutes tun
Falls du glaubst, das Buch könnte dir weiterhelfen, und es gerne kaufen möchtest, habe ich eine große Bitte an dich:
Es gibt einen Buchversand namens buch7, der 75 % des Gewinns an soziale, kulturelle und ökologische Projekte spendet. Das ist endlich mal eine gute Alternative zu Online-Giganten wie Amazon!
Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, weißt du wahrscheinlich, wie toll ich buch7 finde und dass ich neuerdings ein buch 7-Partner bin, juhu! Das bedeutet, dass du mit deinem Einkauf bei buch7 neben der Spende auch diesen Blog unterstützt und es mir ermöglichst, noch mehr Artikel zu veröffentlichen.
Falls du noch Fragen zu dem Buch hast, schreib mir gerne einen Kommentar! Oder kennst du das Buch schon? Dann würde ich mich freuen, zu hören, wie du es findest. Und falls du noch mehr Tipps für richtig gute Gartenbücher hast, immer her damit! Ich bin unersättlich. ;)
*Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop
Gemüse anbauen auf wenigen Quadratmetern? Wenn man weiß, wie man die Fläche am besten nutzt, kann man auch in einem kleinen Gemüsegarten eine große Ernte einfahren. Das neue Gartenjahr hat begonnen und ich will, dass es verdammt nochmal das beste Gartenjahr wird, das du je hattest – egal, wie groß oder klein dein Garten ist.
Deswegen kommen hier acht Garten-Ideen, mit denen du das Beste aus deinem Gemüsegarten herausholen kannst:
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!
Die richtigen Pflanzen
Die Auswahl der Pflanzen, die du anbaust, hat einen großen Einfluss darauf, wie viel du ernten wirst. Am besten fährst du mit Pflanzen, die…
Wenn du mit deinem Garten vor allem Geld sparen möchtest, kannst du dich auch auf Obst und Gemüse konzentrieren, das im Laden besonders teuer ist, zum Beispiel Erdbeeren oder Artischocken.
Kompost
Kompost ist das Allheilmittel schlechthin. Alle Gemüsepflanzen lieben es, in einem humosen Boden zu wachsen. Kompost verbessert die Bodenstruktur, er speichert Wasser, dient den Bodenorganismen als Nahrung und liefert deinen Pflanzen wichtige Nährstoffe.
Mit gut ausgereiftem Kompost kannst du absolut nichts falsch machen – im Gegenteil. Wenn du eine gute Schicht Kompost auf deinen Beeten ausbringst, und eine dicke, fette Ernte mehr als wahrscheinlich. :)
Falls du nicht genug eigenen Kompost hast, würde ich sogar so weit gehen, welchen zu kaufen. Nicht den in den Plastiktüten im Baumarkt, sondern direkt beim Kompostwerk. Der ist nämlich vieeeel günstiger: Wir zahlen 20€ für einen Kubikmeter richtig guten Bio-Kompost.
Wenn du genug eigenen Kompost hast, ist das natürlich umso besser. Wie du richtig guten Kompost herstellst, kannst du hier nachlesen.
Enger pflanzen / Intensivkultur
Gerade wenn du deinen Boden mit Kompost fruchtbar machst, kannst du deine Beete oft dichter bepflanzen, als auf dem Saatguttütchen angegeben. Insbesondere Blattgemüse kann man dann viel enger setzen und engere Pflanzabstände bedeuten natürlich auch einen größeren Ertrag.
Ein Paradebeispiel dafür ist Jean-Martin Fortier. Er bewirtschaftet einen kleinen, aber unglaublich produktiven Market Garden und versorgt so mehrere hundert Menschen mit frischem Gemüse.
Ich habe letzten Herbst ein Interview mit Jean-Martin geführt, in dem er eure Fragen beantwortet hat. Wenn du mehr über ihn und seinen Market Garden wissen möchtest: Das Interview findest du hier.
Tetris spielen
Wenn du deine Pflanzen klug kombinierst, kannst du deine Beete noch enger bepflanzen. Kopfkohl braucht zum Beispiel viel Platz. Wenn man die kleinen Pflänzchen setzt, kann man sich manchmal gar nicht vorstellen, wie groß sie mit ihren Hüllblättern später werden. Gerade bei Kopfkohl sollte man sich deswegen an die weiten Pflanzabstände halten.
Eigentlich…
Es gibt aber einen Trick, wie du trotzdem mehr aus der Fläche herausholst: Du kannst die Pflanzabstände nämlich verringern, indem du Kopfkohl-Pflänzchen und höher wachsende Gemüse wie Lauch in der Reihe abwechselst. Dann wächst der Kopfkohl am Boden und der Lauch eine Etage weiter oben, ohne dass sie sich gegenseitig den Platz wegnehmen.
Ein anderes Beispiel wären Erdbeeren und Knoblauch. Der Knoblauch wächst gerade nach oben und die Erdbeeren bedecken den Boden um ihn herum. Oder Kürbis und Zuckermais.
Bienen halten
Wenn du Lust hast, Bienen zu halten, ist das auch für deinen Garten super. Die Bienen bestäuben Beerensträucher, Tomaten und Co. und sorgen so für eine reiche Ernte. Und obendrein gibt’s leckeren Honig, besser geht’s gar nicht. :)
Falls du es dir nicht zutraust, eigene Bienen zu halten, oder erstmal schauen möchtest, ob das etwas für dich ist, findest du vielleicht auch einen Imker, der ein paar Völker in deinem Garten aufstellt.
Stapeln
Mit dieser Permakultur-Methode kann man aus einer kleinen Fläche viel herauszuholen. Beim Stapeln lässt du beispielsweise eine Rankpflanze wie Wein oder Hopfen an der Südseite eines Obstbaumes hochklettern, pflanzt davor ein paar halbhohe Beerensträucher und davor immer niedriger wachsende Gemüsearten.
So bekommen die einzelnen Pflanzen genug Licht und du kannst alle Ebenen vom kleinen Spinatpflänzchen bis zur Krone des Kirschbaums optimal nutzen.
Ein richtig guter Anbauplan
Vielleicht kennst du das:
Du erntest erst monatelang gar nichts und dann auf einmal Unmengen – BERGE – an Mangold, Radieschen oder irgendeinem anderen Gemüse. Und weil du so viel Arbeit in deinen Garten gesteckt hast, fühlst du dich natürlich dazu verpflichtet, das alles zu verbrauchen.
Irgendwann kommen einem diese Radieschen und der Mangold aber zu den Ohren heraus und man kann sie nicht mehr sehen.
Viel besser ist es, wenn man die Aussaat so plant, dass man das ganze Jahr über kontinuierlich genau so viel erntet, wie man auch braucht. Hier kommt der Aussaatkalender ins Spiel:
Im Aussaatkalender findest du die besten Aussaatzeitpunkte für deine Pflanzen, damit du dich lückenlos das ganze Jahr über mit frischem Gemüse versorgen kannst. Jeden Monat siehst du das perfekte Aussaatfenster für drinnen, draußen und die passenden Pflanzzeitpunkte für deine Jungpflanzen.
Einfach ausrucken und loslegen, also trag dich gerne ein:
Mist!
Wenn du Tiere hältst und den Mist im Garten ausbringt, wird der Boden mit der Zeit immer fruchtbarer. Hühnermist zum Beispiel ist ein hervorragender Dünger.
Pferdemist enthält nicht so viele Nährstoffe wie anderer Mist, dafür ist das Nährstoffverhältnis aber sehr ausgeglichen. Aber egal, welche Tiere du hältst: Dein Garten wird in jedem Fall davon profitieren. :)
Selbst wenn du keine eigenen Tiere hast, kannst du auf Pferdehöfen, bei Hobbytierhaltern oder auf Bauernhöfen nachfragen, ob du kommen und dir Mist für deinen Garten holen kannst.
Eine Sache gilt es aber unbedingt zu beachten: Frischer Mist ist für die meisten Pflanzen viel zu „scharf“ und würde sie verbrennen. Deswegen muss man ihn kompostieren, bevor man ihn ausbringt.
Hast du noch mehr Tipps für einen produktiven Gemüsegarten? Wie groß ist dein Garten und was machst du, um das Beste aus ihm rauszuholen?
Lust weiter zu schmökern? Hier findest du noch mehr Tipps für den ultimativen Gemüsegarten:
Mischkultur, Fruchtfolge, Vor-, Haupt- und Nachkultur… Wenn man einen Anbauplan erstellen will, gibt es so viel zu beachten. Das kann einen als Anfänger erstmal überfordern. Wann soll ich was wo pflanzen und wie sorge ich dafür, dass das Gemüse auch dann reif ist, wann ich es essen will?!
Es ist höchste Zeit, dass wir uns mit diesen Fragen beschäftigen und einen Anbauplan für die kommende Gartensaison erstellen. So kompliziert, wie es erstmal scheint, ist das nämlich gar nicht. Wenn du die Schritte einen nach dem anderen durchgehst, ist der Pflanzplan schnell erstellt.
Psssst: Für alle, denen das trotzdem zu viel Arbeit ist, habe ich einen Gemüsegarten-Beispielplan erstellt, den du dir herunterladen und 1:1 in deinem Garten umsetzen kannst.
Ganz unten auf dieser Seite kannst du dich für den Beispielplan eintragen.
Sind die Stifte gespitzt? Dann los! :)
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Gemüsegarten planen
Als erstes solltest du dir den Grundriss deines Gartens aufzeichnen. Falls schon Beete da sind, trag sie ein. Wenn du neue Beete anlegen willst: 1,20 m ist eine gute Breite, damit du das Beet später von beiden Seiten aus gut erreichen kannst.
Wenn du eine größere Beetfläche anlegen möchtest, solltest du sie auch in 1,20 m breite Abschnitte einteilen, zwischen denen jeweils ein schmaler Weg verläuft. So gehst du sicher, dass du von allen Seiten bis in die Mitte kommst, ohne dich zu verrenken.
Standort festlegen
Bevor man einen neuen Gemüsegarten anlegt, muss man sich natürlich einmal überlegen, wo er hin soll. Die wichtigsten Kriterien, um den Standort festzulegen, sind:
Nähe zum Haus
Sonne
guter Boden
ebenes Gelände oder leichter Südhang
Windschutz
Vielleicht findest du keinen Standort, der alle Kriterien zu 100% erfüllt. Das macht nichts! Selbst wenn du dein Gemüse in einem dunklen Hinterhof anbauen möchtest, gibt es immer noch einige Pflanzen, die auch im Schatten wachsen. Wenn du das bei deiner Gartenplanung berücksichtigst, hast du bestimmt trotzdem jede Menge Spaß am Gärtnern. :) Mach einfach das Beste aus dem was du hast.
Wenn du den Standort festgelegt hast, kannst du gleich anfangen und die Beete anlegen. Es ist noch nicht zu spät, neue Gemüsebeete für dieses Jahr anzulegen, die du sofort bepflanzen kannst. Wenn du wissen willst, wie du Beete super schnell und ohne Umgraben anlegen kannst: Hier geht’s zur Anleitung.
Hast du alle Beete (egal ob sie schon da sind oder du sie noch anlegen willst) in den Grundriss eingezeichnet? Super, weiter geht’s!
Welche Pflanzen soll ich anbauen?
Ganz klar: die, die du gerne isst. Und wenn du Anfänger bist, vor allem Pflanzen, die unkompliziert und robust sind. Kräuter, Salat, Mangold, Zucchini, Rote Bete, Radieschen, Knoblauch, Topinambur, Bohnen oder Lauch machen normalerweise kaum Probleme und eine dicke Ernte ist so gut wie sicher.
Mach dir eine Liste der Pflanzen, die du dieses Jahr anbauen möchtest, und schreib dir auch auf, wie viel Fläche du für die Gemüsearten jeweils einplanst. Wenn du wissen willst, wie du den Gemüsebedarf deiner Familie ermittelst und wie viel Fläche du für deinen Selbstversorgergarten brauchst, hol dir doch meinen Anfänger-Guide Selbstversorgung starten – da habe ich alles Schritt für Schritt erklärt.
Fruchtfolge planen
Die verschiedenen Gemüsearten stellen unterschiedliche Ansprüche an Boden und Düngung. Es gibt Starkzehrer wie Tomaten oder Kohl, die viele Nährstoffe brauchen, Mittelzehrer wie Möhren oder Rote Bete und Schwachzehrer wie Erbsen oder Bohnen, die einen viel geringeren Nährstoffbedarf haben.
Wenn man in einem Beet Starkzehrer anbauen möchte, sollte man den Boden gut vorbereiten, Kompost einarbeiten und die Pflanzen düngen. Im zweiten Jahr kann man im selben Beet dann Mittelzehrer anbauen, die weniger Nährstoffe brauchen und von den Düngergaben aus dem ersten Jahr profitieren. Im dritten Jahr folgen dann die Schwachzehrer.
Du solltest deinen Garten also in drei Bereiche einteilen: einen für die Stark-, einen für die Mittel- und einen für die Schwachzehrer. Diese drei Gemüsegruppen wechseln sich nacheinander ab und wandern jedes Jahr eine Abteilung weiter, sodass du die Nährstoffe optimal nutzen kannst.
So verhinderst du auch, dass sich Pflanzenkrankheiten in deinem Garten ausbreiten. Wenn du jedes Jahr das gleiche Gemüse auf demselben Flecken Land anbauen würdest, würde der Boden einseitig beansprucht und Krankheiten und Schädlinge, die es auf diese Gemüseart abgesehen haben, hätten freie Bahn.
Als nächstes solltest du also die Pflanzen, die du anbauen möchtest, in drei Gruppen einteilen: Stark-, Mittel- und Schwachzehrer. Hier findest du eine Liste, in der du ablesen kannst, zu welcher Gruppe die einzelnen Gemüsearten jeweils gehören.
Dann legst du fest, welche Gruppe wo in deinem Garten wachsen soll. Der Teil, in dem du die Starkzehrer anbauen möchtest, kann eine Extra-Portion Kompost vertragen.
Mischkultur
Du weißt jetzt, in welchem Teil deines Gartens welche Pflanzen wachsen werden. Dann geht es als nächstes darum, festzulegen, wie du die einzelnen Gemüsearten am besten anordnest. Einige Pflanzen profitieren nämlich davon, wenn sie nebeneinander wachsen, und andere können sich überhaupt nicht ausstehen.
Das Ganze nennt sich Mischkultur. Die Mischkultur ist eine tolle Möglichkeit, Schädlinge auf natürliche Weise fernzuhalten. Das typische Beispiel sind Möhren und Zwiebeln: Die Möhre sendet Duftstoffe aus, die die Zwiebelfliege verwirren, und der Duft der Zwiebel hält die Möhrenfliege auf Abstand.
Du nimmst dir also jeden der drei Bereiche in deinem Garten vor und schaust, ob die Pflanzen, die dort wachsen sollen, sich gegenseitig unterstützen könnten. Eine Liste zu den wirksamsten Mischkulturpartnern findest du hier.
Wenn du Pärchen von Pflanzen findest, die nebeneinander wachsen sollten oder die sich eher schaden, schreib dir das auf. So kannst du entscheiden, welche Pflanzen wo wachsen sollen und das in deinen Grundriss-Gartenplan eintragen.
Da geht noch was!
Die meisten Gartenpflanzen beanspruchen das Beet nicht die ganze Saison über. Tomaten zum Beispiel pflanzt man erst Mitte Mai. Da bleibt genug Zeit, um vorher eine Charge Salat oder Radieschen anzubauen.
So gut wie jede Hauptkultur, also jede Gemüsegruppe, die für einen langen Zeitraum im Beet steht, lässt noch Platz für eine Vor- oder Nachkultur. Hauptkulturen sind zum Beispiel Kartoffeln, Tomaten, Gurken oder Mais.
Indem du in den Zeiträumen, in denen das Beet leer stehen würde, schnellwachsende Gemüsearten anbaust, kannst du nicht nur einmal ernten, sondern zwei- oder dreimal, manchmal noch öfter.
Kombiniere also die verschiedenen Hauptkulturen mit schnellwachsenden Vor- oder Nachkulturen wie Kohlrabi, Radieschen, Spinat oder Salat. Oft ist es auch klug, den Winterkohl zu pflanzen, wenn du die Frühkartoffeln geerntet hast. So kannst du deine Gartenfläche optimal nutzen.
Schreib dir also in deinen Pflanzplan, wie lange die einzelnen Gemüsearten bis zur Ernte brauchen. Dann kannst du schauen, wo noch Platz für andere Kulturen ist. Das ist ein bisschen kniffelig, fast, als würde man ein Puzzle lösen. ;)
Die ganze Saison über frisches Gemüse ernten
Damit du kontinuierlich frisches Gemüse ernten kannst, solltest du regelmäßig aussäen. Ich finde den Aussaatkalender von Maria Thun als Orientierungshilfe zur Gartenplanung super praktisch. Alle Gemüsearten, die schnell wachsen und die wir regelmäßig brauchen, wie Salat oder Möhren, säe ich alle vier Wochen neu aus. So verhindern wir, dass wir einmal eine große Schwemme haben und den Rest des Jahres nichts mehr ernten können.
Der Maria Thun-Kalender hilft mir dabei, die Tage festzulegen, an denen gesät wird, und sie auch einzuhalten. Wenn du mehr wissen willst: Den passenden Artikel findest du hier.
Normalerweise steht auf den Saatguttütchen, wann du welche Gemüseart aussäen kannst. Wenn du diese Angaben als Richtwert nimmst, kannst du dir einen Aussaatplan für das ganze Jahr erstellen und deine Ernte staffeln.
Hol dir deinen Gemüsegarten-Anbauplan!
Wenn du bei der Anbauplanung wirklich alles beachten möchtest, dann kann das am Anfang durchaus mal zu rauchenden Köpfen führen. Ich muss auch jedes Mal hin und her puzzeln, grübeln und knobeln. ;)
Wenn du keine Zeit oder Lust hast dir deinen eigenen Anbauplan zu erstellen oder einfach ein bisschen Inspiration brauchst, wie so ein Anbauplan aussehen kann, dann trage dich sehr gerne für den Anbauplan ein, den ich für genau diesen Fall erstellt habe:
Hast du Lust noch weiter zu schmökern? Hier findest du mehr Lektüre für den ultimativen Gemüsegarten:
Ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinem Garten! Welches Gemüse willst du dieses Jahr anbauen? Und wie weit bist du mit deinem Anbauplan? Hast du vielleicht noch Tipps zum Thema „Anbauplan erstellen“? Ich freue mich über Kommentare!
Vorziehen ist eine tolle Methode, die Gartensaison zu verlängern. Während es draußen noch viel zu kalt ist, kann man drinnen schon die ersten Pflanzen säen. Wenn es warm genug ist, um sie auszupflanzen, haben sie einen Wachstumsvorsprung von mehreren Wochen.
Die Jungpflanzenanzucht, ist eine meiner liebsten Gartenarbeiten. Um diese Jahreszeit, im Februar oder März, kann ich es oft gar nicht abwarten, endlich wieder loszugärtnern. Da ist es schön, ein paar Pflänzchen zu haben, die man pflegen und betüddeln kann, solange es draußen noch nichts zu tun gibt.
Merk dir diesen Artikel auf deiner Garten-Pinnwand!
Es gibt allerdings ein paar Pflanzen, bei denen man definitiv warten sollte, bis man sie direkt ins Beet säen kann. In meinem allerersten Gartenjahr war ich so euphorisch, dass ich alles, was ich an Samen hatte, in Töpfchen gestreut und vorgezogen habe. Es hat nicht lange gedauert, bis ich gemerkt habe, dass das nicht unbedingt die beste Idee war.
Einige Pflanzen mögen es einfach nicht, umgetopft zu werden. Bei anderen bekommt man beim Auspflanzen Probleme mit den Pflanzabständen. Aber lies selbst. Damit du nicht die gleichen Fehler machst wie ich, kommt hier nämlich eine Liste von Pflanzen, die allesamt leiden, wenn du sie vorziehst: (Das willst du ihnen doch nicht antun ;) )
1. Wurzelgemüse:
Wurzelgemüse sollte man immer, immer, immer direkt säen. Wenn du dir vorstellst, du würdest eine kleine Karotte umpflanzen, kannst du dir wahrscheinlich denken, warum. Wurzelgemüse ist nun einmal darauf ausgelegt, eine kräftige Wurzel auszubilden. Wenn man eine Pflanze umtopft oder auspflanzt, bedeutet das immer Stress für sie und eine Möhre wird längst nicht so gut wachsen, wenn man sie zwischendurch aus der Erde zieht und im Garten wieder einpflanzt.
Das ist nicht nur bei Karotten so. In meinem ersten Gartenjahr habe ich Rote Bete vorgezogen, mit dem Ergebnis, dass die meisten Knollen im Herbst noch nicht größer waren als eine Walnuss.
Das einzige Wurzelgemüse, das ich regelmäßig vorziehe, ist Knollensellerie. Der wächst nämlich sehr langsam und kann den Wachstumsvorsprung gut gebrauchen. Beim Auspflanzen bin ich dann besonders vorsichtig, um sein Wurzelwachstum so wenig wie möglich zu stören.
2. Einzelblattsalate, Mangold und Spinat
Okay, vermutlich leidet der Salat nicht, wenn man ihn auspflanzt, oder zumindest nicht sehr. Dafür leidest du, wenn du Einzelblattsalate, Spinat oder andere kleine Blattgemüse wie Feldsalat vorziehst! ;)
Du erntest nämlich nur ca. 1/5 von dem, was du eigentlich ernten könntest.
All diese kleinen Blattgemüse-Pflanzen kann man nämlich dicht an dicht anbauen und so eine vieeel größere Ernte einfahren. So dicht, wie wir unseren Spinat aussäen, kann man vorgezogene Pflänzchen gar nicht pflanzen, einfach weil der Erdballen der Nachbarpflanzen dann im Weg wäre.
Wir säen Einzelblattsalate in Reihen aus und Feldsalat und Spinat breitwürfig über das ganze Beet. Die Pflanzen wachsen so dicht beieinander, dass kaum Unkraut durchkommt. Wir ernten sie immer wieder, indem wir sie ein paar Zentimeter über dem Boden abschneiden. Nach zwei bis drei Wochen sind sie wieder nachgewachsen
Nur um das klarzustellen: Mit Blattsalaten meine ich keine Kopfsalate. So dicht ausgesät werden die Pflanzen überhaupt nicht so groß, dass sie einen Kopf bilden könnten. Man erntet immer wieder die ersten nachwachsenden Blätter und bekommt so auf einer kleineren Fläche einen viel größeren Ertrag.
Wenn du Kopfsalat anbauen willst, kannst du ihn natürlich vorziehen. Das machen wir auch so. Aber Einzelblattsalate und alle Blattgemüse, die dicht an dicht wachsen, sät man besser direkt ins Beet, um diesen kleinen Pflanzabstand überhaupt einhalten zu können.
3. Steckzwiebeln und Knoblauch
Wenn du Zwiebeln aus Samen ziehst, kannst du das getrost jetzt schon machen und sie später auspflanzen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Zwiebeln aus Steckzwiebeln zu ziehen. Steckzwiebeln sind kleine Zwiebeln, die man fertig kaufen oder im Vorjahr selbst säen kann und über den Winter einlagert. Im Gegensatz zu Saatzwiebeln haben sie einen Wachstumsvorsprung und werden schneller groß.
Bevor du aber auf die Idee kommst, diesen Wachstumsvorsprung noch zu vergrößern und deine Steckzwiebeln im Haus vorzuziehen – lass es einfach.
Das funktioniert nicht.
Aus irgendeinem Grund wachsen die Zwiebeln nicht weiter, wenn man sie umpflanzt. Das Gleiche gilt für Knoblauch. Steck die Knollen oder Zwiebelchen lieber direkt ins Beet und spar dir Versuche, sie vorzuziehen.
Möchtest du noch mehr Tipps zum Thema Aussaat und Jungpflanzenanzucht? Hier sind ein paar Artikel, die dich dann bestimmt interessieren:
Fallen dir noch mehr Pflanzen ein, die man nicht im Haus vorziehen sollte? Welche Fehler hast du beim Vorziehen schon gemacht? Teile sie in den Kommentaren, dann bleiben sie Anderen vielleicht erspart.
Pssst: Falls du den ersten Teil noch nicht gelesen hast, bitte hier entlang. Dort geht es nämlich um die Grundausstattung zur Ziegenhaltung, wie den richtigen Stall oder die unterschiedlichen Zäune.
Heute, im zweiten Teil, geht es mit dem Zubehör weiter, das du parat haben solltest, bevor deine ersten Ziegen einziehen:
Klauenpflege
Ziegen muss man regelmäßig die Hufe schneiden. Du brauchst also mindestens eine Klauenschere, ein Klauenmesser und ein Desinfektionsspray, falls du aus Versehen den Huf einer Ziege verletzt.
Ich schwöre auf diese diese Klauenschere, auch wenn ich andere habe, die wesentlich teurer waren. Mit ihr kann man auch harte Klauen sehr gut schneiden und die Klinge ist schmal genug, um in alle Ecken zu kommen. Ansonsten kannst du auch eine Rosenschere verwenden.
Was das Messer angeht, gibt es spezielle Hufmesser, aber du kannst auch ein anderes Messer nehmen, solange es scharf und stabil genug ist.
Pinn mich!
Lecksteine
Ziegen brauchen Mineralien. Ich bin manchmal so ein Sturkopf, der meint, dass sie in der Natur ja auch keinen Leckstein hätten und warum ich ihnen dann einen zur Verfügung stellen soll. Fakt ist aber, dass unsere Ziegen nicht so leben wie in der Natur, und wenn wir ihnen noch so viel Freiheit ermöglichen. Einige Mineralien und Spurenelemente würden sie anders nicht bekommen.
Allerdings sind nicht alle Lecksteine für Ziegen geeignet. Lecksteine für Schafe enthalten beispielsweise zu wenig Kupfer, die für Pferde oft zu viel. Leider habe ich zurzeit keinen Tipp für einen Leckstein, der gut geeignet wäre. Der Leckstein, den ich in den letzten Jahren benutzt habe, ist von der Zusammensetzung auch nicht optimal und es ist gar nicht so leicht, einen passenden Leckstein zu finden. Wenn jemand eine Empfehlung hat, her damit!
Warum die meisten Eimer nichts taugen
Als ich angefangen habe, Ziegen zu halten, gab es eine Sache, die mich richtig aufgeregt hat. Meine Ziegen haben jeden Tag (!) ihren Wassereimer umgeworfen und den Stall überschwemmt. Alternative Sportart: ins Wasser kötteln, auch sehr beliebt. Ich habe den Eimer festgebunden, habe ihn in einen Autoreifen gestellt, einen schweren Stein darin versenkt – die Ziegen haben es jedes Mal geschafft, ihn umzurammeln. Ich hatte keine Ahnung, wie ich sie davon abhalten sollte.
Irgendwann war ich dann im Pferdestall von meiner Schwester und habe gesehen, wie sie es macht. Sie hatte einen wahnsinnig coolen halbrunden Eimer, den man mit zwei Haken an der Wand einhängen konnte. Meine Schwester meinte, dass sie solche Eimer schon jahrelang benutzt. Und ich hatte keine Ahnung, dass es so etwas gibt.
Tja, aber seitdem habe ich selbst mehrere davon und das Problem mit dem Wasser ist gelöst. Die Ziegen können den Eimer nicht mehr umschmeißen und ich kann ihn so hoch hängen, dass sie noch nicht einmal mehr reinkötteln könnten, wenn sie Anlauf nehmen und zielen würden.
Gute Ziegenbücher
Kein Blogartikel oder Ziegenforum kann ein gutes Ziegenbuch ersetzen. Es ist immer gut, ein Nachschlagewerk zu haben, falls mal etwas passiert oder Fragen aufkommen, zu denen man die Meinung von einem Experten hören will. (Und nicht von einer komischen Ziegentussi aus dem Internet.)
Meine Ziegenbücher-Bibliothek hier auszubreiten, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, deswegen findest du hier einen eigenen Blogpost über die besten Ziegenbücher, die ich kenne. (Und ich kenne sie alle. ;) )
Melkutensilien für Milchziegen
Wir haben diesen Sommer zum ersten Mal gemolken. Vorher hatten wir immer nur Fleischziegen, die nicht genug Milch geben, als dass es sich lohnen würde, sie zu melken. Aber dann ist Curry eingezogen, die Milchziege von einer Freundin, und ich habe endlich melken gelernt. Joghurt und Käse selberzumachen ist wirklich toll!
Leider gibt Curry jetzt keine Milch mehr und ich versuche seit Monaten, meinen Freund zu überreden, dass ich mir Thüringer Waldziegen kaufen und dieses Jahr wieder melken kann. Bisher konnte ihn aber noch nicht einmal meine Ziegenkäsequiche mit Thymian und Honig überzeugen.
Ziegen kann man eben nur lieben oder hassen und ganz rational betrachtet kann ich gut verstehen, warum er lieber nicht noch mehr Ziegen halten möchte. Aber ich bin nunmal ziegensüchtig. So schnell gebe ich also nicht auf! Was das Thema angeht, bin ich selbst eine sture kleine Ziege. ;)
Hehe, ich könnte mich stundenlang darüber empören, also schnell zurück zum Thema:
Wenn du auch melken willst, gibt es verschiedene Dinge, die du dir zulegen könntest. Einen Melkstand zum Beispiel, ein Zitzendesinfektionsmittel, einen Melkeimer oder Filter, um die Milch von Schmutz zu befreien. Wir haben nichts dergleichen gehabt und es hat auch so funktioniert. Gemolken wurde – super professionell – in alte Apfelsaftflaschen und zum Filtern habe ich ein Abseihtuch verwendet.
Langfristig würde ich vielleicht schon einen Melkstand bauen und mir mehr Zubehör zulegen, aber es geht definitiv auch ohne. Das einzige, was wir uns gekauft haben, waren Lab und Käsekulturen. Und selbst die kann man sich sparen, wenn man zum Käsemachen Kefirknollen verwendet.
Ziegen natürlich entwurmen
Ziegen haben Würmer. Immer. Das ist erstmal nicht schlimm, solange es nicht zu viele sind. Dann können Würmer zu einem lebensbedrohlichen Problem werden. Deswegen ist es wichtig, Ziegen regelmäßig zu entwurmen. Wir machen das jeweils im Herbst und im Frühjahr und verwenden dafür natürliche Entwurmungsmittel. Falls dir das zu riskant ist, kannst du natürlich auch chemische Mittel vom Tierarzt nehmen.
Wichtig ist nur, dass du vorher und hinterher eine Kotprobe vom Tierarzt analysieren und den Wurmbefall überprüfen lässt. (Das kostet nur ein paar Euro.) Vorher deswegen, weil du nicht entwurmen solltest, wenn du nicht musst, und nachher, um zu schauen, ob die Entwurmung erfolgreich war.
Wenn du weißt, welche Wurmarten deinen Ziegen zu schaffen machen, kannst du außerdem ganz gezielt gegen sie vorgehen. Das ist viel schonender, als blind mit der Rundum-Keule zu entwurmen.
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Wie du vielleicht weißt, bin ich ein großer Fan der Aussaattage von Maria Thun. Die Aussaattage sind ein Mondkalender für den Biogarten, der auch von Demeter-Gärtner*innen benutzt wird.
Klingt nach Hokuspokus? Ist es vielleicht auch. Ich kann nicht beweisen, dass es funktioniert, aber ich habe den starken Verdacht, dass es so ist.
Die Pflanzen, die wir nach dem Mondkalender aussäen, wachsen tatsächlich üppiger als wenn wir uns nicht an die Aussaattage halten. Vielleicht ist das Zufall oder Einbildung. Trotzdem, ich kann mir nicht helfen – ich glaube fest daran, dass es funktioniert.
Einige von euch wollten mehr über die Aussaattage wissen, also gibt es heute eine Anleitung zum Gärtnern mit dem Mond:
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Die Aussaattage
Maria Thun, die Pionierin des biologisch-dynamischen Pflanzenbaus schlechthin, hat vor 65 Jahren etwas festgestellt: Die Pflanzen in ihrem Garten wachsen besser, wenn sie bei der Aussaat, Pflanzung und auch bei den Gartenarbeiten die Konstellation der Planeten beachtet.
Man sollte also an den Tagen aussäen, an denen die kosmischen Kräfte das Pflanzenwachstum am besten unterstützen. Dafür werden alle Pflanzen in vier Kategorien eingeteilt:
Wurzelgemüse (Möhren, Rote Bete, Radieschen, …)
Fruchtgemüse (Gurken, Tomaten, Paprika, …)
Blattgemüse (Spinat, Mangold, Salat, …)
und Blüten (Blumen, Brokkoli oder auch Artischocken, von denen man ja die Knospe erntet).
Im Kalender steht dann, an welchen Tagen man welche „Gemüsekategorie“ am besten aussäen sollte. Es gibt tatsächlich Experimente, die zeigen, dass an Wurzeltagen gesäte Radieschen dickere Knollen bilden als wenn man sie beispielsweise an einem Blatttag sät. Die an Blatttagen gesäten Pflanzen haben stattdessen (Überraschung!) viel mehr Blattmasse und eben eine kleinere Knolle.
Die Sterne haben sogar Auswirkungen auf die Haltbarkeit des Gemüses. Wenn du über den Winter Gemüse einlagern möchtest, hält es sich länger, wenn du es an einem der entsprechenden Tage erntest.
Aber wie?
Durch die unterschiedliche Anziehungskraft des Mondes in den verschiedenen Phasen wirken vier Elemente auf die Pflanzen:
Wärme -> Frucht
Erde -> Wurzel
Licht -> Blüte
Wasser -> Blatt
Jeder dieser Phasen sind jeweils drei Tierkreiszeichen zugeordnet. Wenn der Mond zum Beispiel in einem Wärmezeichen steht und ein anderer Planet ebenfalls, wirken Impulse auf die Pflanzen, die die Fruchtbildung unterstützen.
Aber warum das so ist? Keine Ahnung! Vielleicht weiß ja eine*r von euch mehr darüber, dann freue ich mich über einen Kommentar!
Die Aussaattage anwenden
Auf den ersten Blick sieht der Kalender ziemlich kompliziert aus. Als ich meinen ersten Maria Thun-Kalender gekauft habe, wusste ich damit erstmal wenig anzufangen. Zum Glück ist das Ganze aber viel einfacher, als es zunächst den Anschein macht.
Ich habe freundlicherweise die Erlaubnis, euch einen Blick in den Kalender von letztem Jahr zu gewähren, um zu erklären, wie man die Aussaattage verwendet. Hier ist also als kleines Beispiel die Seite für April:
Wenn man aussäen möchte, interessiert einen erstmal nur die rot markierte Spalte. Da steht nämlich, an welchen Tagen man welche Pflanzenkategorie (Wurzel-, Blatt- und Fruchtgemüse oder Blumen) aussät. Die gestrichelten Zeiten sollte man auslassen, weil das Pflanzenwachstum ansonsten negativ beeinflusst werden kann.
Der grüne Balken gibt die Pflanzzeit an, also die Zeit, in der man vorgezogene oder gekaufte Pflanzen auspflanzen sollte, damit sie besser anwachsen.
Die anderen Angaben sind eigentlich nur für Astronomie-Nerds interessant. Um Hand in Hand mit dem Universum zu gärtnern, reicht es, wenn man weiß, wann man was sät und pflanzt, und das lässt sich leicht ablesen.
Nebenbei was Gutes tun
Wenn du Lust hast, nach Maria Thun zu gärtnern und dir die Aussaattage für das nächste Gartenjahr kaufen möchtest, habe ich eine große Bitte an dich:
Es gibt einen Buchversand namens buch7, der einen Teil des Kaufpreises an soziale, kulturelle und ökologische Projekte spendet. Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, weißt du wahrscheinlich, wie toll ich buch7 finde und dass ich neuerdings ein buch 7-Partner bin, juhu! Das ist endlich mal eine gute Alternative zu Online-Giganten wie Amazon.
Dank euch sind schon einige Spenden zusammengekommen, saucool!!!
Und, willst du das Ganze mal ausprobieren? Hast du vielleicht schonmal nach den Aussaattagen von Maria Thun gegärtnert? Und falls jemand weiß, warum Mond und Sterne einen solchen Einfluss auf Pflanzen haben: Deine Expertise ist gefragt. ;)
Du möchtest Ziegen halten? Cool! Und bevor deine neuen Freunde bei dir einziehen, willst du sicher sein, dass alles vorbereitet ist? Noch besser!
Auch wenn es manchmal verlockend ist, sich kopfüber ins Abenteuer zu stürzen und spontan neue Tiere zu kaufen, ist es immer – IMMER – besser, sich vorher zu überlegen, was man braucht, damit es losgehen kann. Bei Ziegen ganz besonders.
Ziegen sind zwar super sympathisch, aber sie können einem viel Ärger bereiten. Wenn du dich vorher gut informierst und alles parat hast, bevor du deine neuen Ziegen kaufen gehst, hast du aber die besten Voraussetzungen, mit ihnen glücklich zu werden. Dann wirst du bestimmt viel Spaß mit ihnen haben. Es gibt keine klügeren, frecheren und charmanteren Tiere!
Pinn mich!
Es ist gar nicht so einfach, im Internet Informationen zum Thema Ziegenhaltung für Anfänger und zu den Anschaffungen zu finden, die man tätigen muss, bevor es losgehen kann. Dem möchte ich heute Abhilfe verschaffen und für dich zusammenfassen, was du für deine Ziegenhaltung benötigst:
Ein guter Ziegenstall
Unsere Ziegen dürfen das ganze Jahr über nach draußen. Trotzdem sollten sie immer Zugang zum Stall oder einem Unterstand haben. Wenn es regnet, sind Ziegen nämlich richtige Mimosen. Damit auch rangniedrigere Ziegen ein Plätzchen im Stall finden, sollte man mindestens drei Quadratmeter Stallfläche pro Ziege einplanen. Außerdem sind Fenster wichtig, damit die Ziegen an Regentagen nicht im Dunklen stehen und damit Luft im Stall zirkulieren kann.
Alte Bauwagen lassen sich leicht zum mobilen Ziegenstall umbauen. Als ich mit meinen Ziegen Landschaftspflege gemacht habe, hatten sie einen alten Pferdeanhänger als Stall. Darin konnten wir sie auch praktisch von einer Fläche zur nächsten kutschieren.
Unser jetziger Ziegenstall ist komplett aus recyceltem Holz und alter Dachpappe gebaut. Ein Ziegenstall muss also nicht teuer sein. Man sollte nur bedenken, dass Ziegen ziemliche Rüpel sind und alles entsprechend stabil sein sollte. ;)
Der richtige Zaun
Ein fester Zaun hat seine Vorteile: Man muss ihn nicht ständig auf- und abbauen und braucht auch kein Weidezaungerät, solange der Zaun stabil genug ist. Ich hatte jahrelang einen festen Zaun. Den zu bauen, hat zwar mehrere Tage gedauert, aber danach hatte ich was das Einzäunen angeht nur noch wenig Arbeit. Wenn du ein festes Grundstück hast, das du dauerhaft beweiden willst, kann sich das schon lohnen.
Allerdings muss der Zaun wirklich dicht sein. Meine Ziegen haben irgendwann angefangen, sich unter dem Zaun durchzugraben. (Diese Biester! ;) ) Dann musste ich doch ein paar Litzen spannen und den Zaun zusätzlich mit Erdankern sichern.
Generell bin ich eher ein Fan von Elektrozäunen. Die kann man schnell überall aufbauen und die Weide so besser einteilen, was für die Parasitenbekämpfung wichtig ist. Gerade für uns mit unseren verstreuten Grundstücken sind Elektrozäune wirklich praktisch. Die Nachteile: Damit der Strom nicht verloren geht, muss man in hohem Gras eine Spur mähen, bevor man den Zaun aufstellen kann. Außerdem braucht man ein Weidezaungerät und muss regelmäßig prüfen, ob der Zaun genug Strom führt.
Trotzdem werden sich vermutlich die meisten von euch für Elektrozäune entscheiden, weil man damit viel flexibler ist. Ich habe schon alle möglichen Elektrozäune ausprobiert. Falls du eine Empfehlung brauchst: Diese Zäune finde ich für ebene Gelände am besten und wenn man mehrere davon kauft, sind sie auch nicht so teuer. An steileren Hängen sind diese Zäune unschlagbar. Sie sind extra verstärkt, sodass sie auch auf steilen Flächen nicht durchhängen. In unserer Zeit im Schwarzwald habe ich diese „Hang“-Zäune wirklich lieben gelernt.
Wir haben ca. 12 50-Meter-Elektrozäune, aber vier oder fünf Stück sollten für den Anfang ausreichen.
Das passende Weidezaungerät
Wenn du Elektrozäune verwendest, brauchst du ein Weidezaungerät, das Stromimpulse durch den Zaun schickt. Es gibt Geräte, die du an den Hausstrom anschließen kannst, und solche, die den Strom über eine Autobatterie oder ein Solarpanel beziehen.
Ich habe ein Corral Weidezaungerät, das an eine Autobatterie angeschlossen wird. Es läuft seit elf Jahren ununterbrochen (kein Witz!) und ich hatte noch nie irgendwelche Probleme damit. Eine Batterie ist immer draußen im Stromkasten und die andere lade ich zuhause auf. So kann ich meinen Zaun überall aufbauen, selbst wenn die Ziegen nicht direkt am Haus stehen.
Für unsere Hühner benutzen wir neuerdings dieses solarbetriebene Weidezaungerät, das auch für Ziegen geeignet ist. Ob das etwas taugt, kann ich aber noch nicht sagen. Es hat ein kleines Solarpanel, über das sich die Batterie selbst auflädt, was natürlich sehr praktisch ist.
Heuraufe bauen
Damit deine Ziegen nicht auf dem schönen Heu herumtrampeln und draufkötteln, solltest du eine Heuraufe aufstellen. Die kannst du sehr schnell selberbauen. Wir hatten schon verschiedene selbstgebaute Raufen aus Holz, aber in unserem jetzigen Stall haben wir eine noch einfachere Variante. Einfach ein Stück alten Zaun schräg aufhängen und oben und an den Seiten zumachen, damit keine Ziegen reinklettern. Fertig ist die Raufe!
Wichtig ist nur, einen starren Zaun zu verwenden, also aus massivem Metall oder Holz. An einem Drahtzaun könnten die Ziegen hängen bleiben und sich verletzen. Außerdem sollten die Maschen so groß sein, dass die Ziegen das Heu gut herausziehen können, aber nicht so groß, dass sie sich mit den Hörnern darin verfangen könnten. Unsere Heuraufe hat oben eine Klappe aus einem einfachen Brett, die verhindert, dass die Ziegen hineinspringen.
Eine selbstgebaute Raufe aus Holz
Weniger glamourös, aber schnell zusammengezimmert: eine Raufe aus einem Stück alten Zaun
Das richtige Futter
Falls du deine Ziegen im Winter kaufst, brauchst du natürlich Futter. Den Sommer über füttern wir unsere Ziegen überhaupt nicht, da fressen sie nur Gras und Blätter von der Weide. Im Winter bekommen sie Heu. Eine Ziege frisst ungefähr 2 kg Heu pro Tag, kleine Ziegen weniger und trächtige oder laktierende Ziegen manchmal mehr.
Vielleicht möchtest du deinen Ziegen zusätzlich Kraftfutter geben. Wir machen das nicht, weil wir finden, dass es nachhaltiger und gesünder für sie ist, wenn sie sich nur von Blättern und Gras ernähren. Aber das musst du für dich selbst entscheiden. Wichtig ist nur, dass du genug Futter dahast, bevor die Ziegen einziehen. Sei es in Form von Kraftfutter und Heu oder einer großen, saftigen Weide.
Stroh als Einstreu
Wenn du gerade dabei bist, Heu zu kaufen, kannst du gleich auch Stroh als Einstreu für den Stall besorgen. Alternativ kannst du auch Laub verwenden, aber Stroh ist saugfähiger und damit besser geeignet, um den Stall trocken und sauber zu halten. Wir verwenden manchmal auch altes Heu zum Einstreuen, allerdings hat man dann viele Unkrautsamen im Mist. Falls du den Mist in deinem Garten verwenden willst, solltest du ihn also heiß kompostieren, sodass die Unkrautsamen abgetötet werden.
Zubehör zur Ziegenhaltung
In diesem Artikel ging es nur um die „große“ Ausstattung wie Stall und Zäune. Wenn du Ziegen halten möchtest, brauchst du zusätzlich noch Zubehör zur Hufpflege oder zum Melken etc. Deswegen gibt es einen zweiten Teil zu diesem Artikel, in dem ich auf alles eingehe, was noch fehlt:
Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Das heißt, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du über diesen Link einkaufst. Du zahlst dafür keinen Cent extra. Natürlich verlinke ich nur Produkte, die wir selbst verwenden und von denen ich glaube, dass sie dir weiterhelfen. Über diese Links einzukaufen, ist ein Weg, wie du diesen Blog unterstützen kannst. Danke an alle, die das machen!
Du möchtest Obst und Gemüse anbauen, hast aber zu wenig Zeit? Vielleicht kommst du unter der Woche erst spät nach Hause und bist dann zu geplättet, um noch stundenlang im Garten zu schuften. Uns geht es oft genauso, deswegen läuft unser Garten dank ein paar Tricks quasi auf Autopilot.
Ich liebe das Gärtnern, aber ich habe noch viele andere Hobbys und Verpflichtungen und möchte nicht den ganzen Tag damit verbringen. Mein Gemüsegarten muss pflegeleicht sein, also haben wir ihn uns so eingerichtet, dass wir oft wochenlang nur zum Ernten dort sind (oder um in der Sonne zu liegen).
Gemüse anbauen mit wenig Aufwand – das geht! Und zwar so:
Mulchen
Wenn du nur einen von den Tipps in diesem Artikel umsetzt, dann bitte diesen. Mulch schützt nicht nur den empfindlichen Boden vor Erosion und reichert ihn mit organischem Material an – er spart uns auch unglaublich viel Zeit beim Gärtnern.
Die Mulchschicht sorgt nämlich dafür, dass der Boden selbst in langen Hitzeperioden nicht austrocknet. Wir gießen unsere Gemüsebeete* nur dann, wenn wir gerade frisch gesät oder gepflanzt haben. Ansonsten fällt das Gießen komplett weg. Das ist eine immense Arbeitsersparnis!
Merk dir diesen Artikel auf deiner Gartenpinnwand!
Außerdem unterdrückt Mulch Unkraut. Die Mulchschicht in unserem Garten ist mindestens 20 cm dick, da kommt kaum Unkraut durch. Der Mulch erspart uns also nicht nur das Gießen, sondern auch das Jäten. Das sind die beiden Tätigkeiten, die ich am Gärtnern am wenigsten mag und die am meisten Zeit in Anspruch nehmen. Muss ich nicht mehr machen. Hell, yeah! :)
Falls du wissen willst, mit welchem Material du am besten mulchen solltest und was es sonst noch zu beachten gibt, hier lang. ;)
Der richtige Anbauplan
Den nächsten Tipp habe ich von meiner Freundin Nicole. Wie wir benutzt auch sie den Aussaatkalender von Maria Thun. Das heißt, dass sie Wurzelgemüse wie Möhren oder Rote Bete an Wurzeltagen, Fruchtgemüse wie Tomaten oder Paprika an Fruchttagen und Blattgemüse wie Mangold oder Salat an Blatttagen sät. An diesen Tagen sind die Planetenkonstellationen besonders günstig, um jeweils das Wachstum von Wurzel, Frucht oder Blatt zu fördern. Außerdem gibt es jeden Mont eine zweiwöchige Pflanzzeit, an die wir uns auch weitestgehend halten.
Ganz egal, ob du an die Kräfte von Mond und Sternen glaubst oder ob das für dich esoterischer Unsinn ist, ist der Maria Thun-Kalender als Orientierungshilfe super nützlich. Wir sind auch erst durch Nicole darauf gekommen, dass man ja alle Wurzelgemüse an einem Tag im Monat, alle Fruchtgemüse an einem Fruchttag und alle Blattgemüse an einem Blatttag aussäen kann.
So hat man nur drei Tage Arbeit pro Monat und geht trotzdem sicher, dass man das ganze Jahr über frisches Gemüse erntet. Falls du Hilfe beim Anbauplan-Erstellen brauchst, findest du hier eine Anleitung.
Hol dir deinen Aussaatkalender!
Psst: Wenn du keine Lust oder Zeit hast alles selber auszuknoblen, dann hol dir doch einfach den Aussaatkalender!
Hier findest du jeden Monat die besten Aussaatzeitpunkt für deine Gemüsepflanzen, ohne dass du dir selber darüber den Kopf zerbrechen musst.
Einfach runterladen und lossäen. Der Kalender verrät dir übrigens nicht nur Aussattermine für die Voranzucht, er sagt dir auch, wann du welche Samen ins Freie aussäen kannst und wann der perfekte Pflanztermin für deine Jungpflanzen ist!
Trag dich ein für den Aussaatkalender:
Nicht die ganze Pflanze ernten
Viele Pflanzen wie Salat, Lauch, Spinat, Mangold, Frühlingszwiebeln, frischen Knoblauch oder Basilikum kann man mehrmals ernten, wenn man sie nicht ganz abschneidet. Wenn man genug von der Pflanze stehen lässt, treibt sie wieder aus und liefert eine zweite, dritte oder vierte Ernte, ohne dass man neu aussäen oder pflanzen muss.
Das funktioniert nur, wenn man das Herz, also den Punkt im Zentrum der Pflanze, aus dem neue Blätter herauswachsen, nicht verletzt. Salat, Mangold etc. schneiden wir deswegen ca. drei bis vier cm über dem Boden ab oder ernten nur die äußeren Blätter.
Das Wachstum von Basilikum und anderen Kräutern wird übrigens sogar angeregt, wenn man regelmäßig nur einen Teil davon erntet. Bei Kräutern ernten wir nur das obere Drittel und lassen den Rest stehen.
Mehrjährige Pflanzen anbauen
Am wenigsten Arbeit hat man mit Pflanzen, die man nur einmal pflanzt und die einem Jahr für Jahr wieder eine gute Ernte liefern. Die mehrjährigen Pflanzen in unserem Garten werden einmal im Jahr mit Kompost gedüngt und gemulcht, ansonsten machen sie keinerlei Aufwand.
Hier ist eine Liste mit mehrjährigen Pflanzen:
Obstbäume
Nussbäume
Beerensträucher
Erdbeeren
Artischocken
Weintrauben
Erdmandeln
Rhabarber
Kräuter
Spargel
Bärlauch
Topinambur
Mischkultur und Kulturschutznetze
Pflanzenkrankheiten und Schädlinge zu bekämpfen, kann sehr zeitaufwändig sein. Kohl beispielsweise zieht Schädlinge nur so an, was den Anbau ziemlich kompliziert macht. Deswegen bauen wir Kohl nur noch unter Kulturschutznetzen an, sodass all die Fliegen, Schmetterlinge und Käfer, die es auf unsere Ernte abgesehen haben, außen vor bleiben.
Außerdem setzen wir auf Mischkultur. Das heißt, dass wir Pflanzen nebeneinander anbauen, die sich natürlicherweise gegenseitig die Schädlinge vom Hals halten und Krankheiten entgegenwirken. So haben wir kaum noch Krankheiten und Schädlinge im Garten und können ihn getrost sich selbst überlassen. Wenn du mehr über unser Mischkultur-System wissen möchtest, findest du hier den passenden Artikel.
Hast du noch mehr Tipps für einen pflegeleichten Gemüsegarten? Was machst du, um den Aufwand für deinen Garten so gering wie möglich zu halten? Und falls du noch keinen eigenen Garten hast: Was hält dich davon ab, loszulegen?
Willst du mehr über pflegeleichte Gemüsegärtern rausfinden? Dann ist sicher einer dieser Artikel für dich interessant:
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