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Fruchtfolge – dein Guide zum perfekten Gartenplan!

Eine stimmige Fruchtfolge ist für den Garten, was eine ausgewogene Ernährung für uns ist: Sie hält gesund. Es gibt da nämlich ziemlich fiese Krankheiten und Schädlinge, die einem den Gartenspaß gründlich vermiesen können. Zum Glück gibt es aber auch Methoden, um dem entgegenzuwirken – und die einfachste und natürlichste ist eine gut ausgeklügelte Fruchtfolge.

Inhaltsverzeichnis:
Was ist eine Fruchtfolge?
Und wenn ich die Fruchtfolge weglasse?
So planst du deine Fruchtfolge!
Die Bedeutung der Pflanzenfamilien
Trotzdem Neues probieren?

Was ist eine Fruchtfolge?

Eine ausgewogene Ernährung für den Garten in Form einer ausgeklügelten Fruchtfolge? Ähm, was soll das genau heißen? Das klären wir jetzt gleich mal, damit du genau weißt, wie du deinen Garten gesund hältst. Schließlich willst du Jahr für Jahr eine dicke Ernte einfahren, statt dich mit Krankheiten und Schädlingen herumzuärgern.

Genau dafür brauchst du eine Fruchtfolge. Das bedeutet, dass du an ein und demselben Platz in deinen Beeten nicht mehrmals hintereinander das gleiche Gemüse anbaust. Das wäre nämlich eine ziemlich einseitige Ernährung für dein Beet. Genauso, wie es dir nicht gut tut, jeden Tag nur Kartoffeln zu essen, schadet es auch deinem Beet, jedes Jahr die gleiche Pflanze vorgesetzt zu bekommen. Servier deinen Beeten also lieber Abwechslung!

Mit diesem Gourmet-Trick hältst du dein Beet topfit. Du laugst deinen Boden nicht einseitig aus und Schädlinge und Krankheiten können sich nicht festsetzen. Sie finden nämlich nicht mehrere Jahre hintereinander das vor, was ihnen schmeckt. Das ist im Grunde auch schon das große Geheimnis der Fruchtfolge: Abwechslung in deiner „Gartenküche“.

Natürlich gibt’s genau wie in der Küche auch in der Beetplanung ein paar Regeln – die schauen wir uns gleich noch an. Alles wild zu mischen ist da meistens keine so gute Idee. Machen wir uns nichts vor: Einen richtig guten Menüplan auszuklügeln, ist anfangs echt eine kleine Herausforderung. Bevor dir der Kopf raucht, kommen deswegen jetzt die besten Tipps und Tricks zum Planen deiner Fruchtfolge.

Hol dir dein fertiges Menü!

Psssst: Ich habe da aber auch noch eine mega Starthilfe für dich! Einen fix und fertigen Anbauplan, den ich ausgetüftelt habe, um dir den Gartenstart zu erleichtern.

In meinem Pflanzplan habe ich die Fruchtfolge bedacht: Es wachsen auch nur Gemüse zusammen, die als Mischkultur-Partner auch wirklich gut miteinander funktionieren. Außerdem ist alles so getaktet, dass du kontinuierlich aus deinem Garten ernten kannst! Klingt gut? Dann trag dich hier für den Pflanzplan ein und ich schicke ihn dir gleich zu:

Und wenn ich die Fruchtfolge weglasse?

Einfach nach Lust und Laune lospflanzen, das klingt schon sehr verführerisch! Aber was bedeutet es genau für deinen Garten, wenn du dir den Fruchtwechsel lieber sparst?

Die meisten Schädlinge und Krankheiten sind auf eine ganz bestimmte Pflanzenfamilie spezialisiert. Sie befallen die Pflanzen dieser Familie immer und immer wieder. Wenn du also jedes Jahr auf demselben Beet Gemüse einer Pflanzenfamilie anbaust, tischst du ihnen genau das auf, was sie haben wollen!

So können sich Schädlinge und Krankheiten dann super einfach in deinem Garten einnisten. Du fütterst sie sozusagen ganz gezielt. Sie bedienen sich jedes Jahr wieder an deinen Pflanzen und setzen sich gemütlich in deinem Garten fest.

Um das zu vermeiden, kannst du die – ja nach Pflanzenfamilie unterschiedlich lange – Anbaupause einhalten. So hungerst du Krankheiten und Schädlinge quasi aus! Um trotzdem weiterhin jedes Jahr alle Gemüse anbauen zu können, rotieren wir die Pflanzen clever durch die Beete. Auf diese Weise steht jedes Jahr eine neue Pflanzenfamilie im Beet und Krankheiten und Schädlinge gucken orientierungslos aus der Wäsche!

Ein weiterer Pluspunkt von Fruchtwechseln ist die Nährstoffversorgung deiner Gemüsepflanzen. Wenn du die Nährstoffe deiner Düngergaben optimal nutzen möchtest, dann ist eine geplante Fruchtfolge die beste Methode dafür!

Die Fruchtfolge ist ganz klar ein Teil der Anbauplanung, genauso wie die Mischkultur oder die gestaffelte Ernte. Wenn du noch am Anfang deines Pflanzplans stehst, dann hilft dir sicher auch mein Grundlagen-Artikel zur Anbauplanung! Dafür bitte einmal hier entlang. :)

Falls du lieber zuhörst, statt zu lesen, habe ich hier übrigens auch die Video-Version zur Fruchtfolge.

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Mehr Informationen

So planst du deine Fruchtfolge!

Ich denke mal, ich kann jetzt aufhören zu schwärmen. Wir sind uns sicher einig: Fruchtwechsel sind genial und wir wollen sie im Garten haben. Also, los geht’s: Hol dir Papier und Stift, wir planen jetzt die Fruchtfolge für deinen Garten!

  1. Wenn du einen Anbauplan erstellst, zählst du zunächst, wie viele Beete du hast. Die Anzahl der Beete schränkt deine Möglichkeiten schließlich am meisten ein, wenn du die Gemüse später durch die Beete rotieren lassen willst.
  2. Dann machst du dir eine Liste mit allem Gemüse, das du während eines Jahres anbauen möchtest. Für jedes Gemüse brauchst du noch die jeweilige Pflanzenfamilie und deren Anbaupause, den Nährstoffbedarf und die günstigen Mischkulturen. Recherchiere und notiere dir all das am besten direkt.

    Alle Gemüse einer Pflanzenfamilie haben dieselbe Anbaupause, das macht es dir zum Glück leichter.

    Die Reihenfolge der Infos spiegelt übrigens die Prioritäten wieder: Die Anbaupausen sind am wichtigsten! Die solltest du schon einhalten. Den Nährstoffbedarf kannst du zur Not mit Düngergaben ausgleichen. Die Mischkultur ist der letzte Punkt. Wenn da mal nicht alles zu 100% passt, ist das völlig in Ordnung.
  3. Jetzt puzzelst du so lang herum, bis du alle Pflanzenfamilien auf die Beete verteilen konntest, sodass die Anbaupausen dabei eingehalten sind.

    Wenn du zum Beispiel ein Beet mit Kohl bepflanzen willst, hast du danach eine Anbaupause von fünf bis sechs Jahren. Das heißt, dass in diesem Beet nun fünf Jahre keine Kohlpflanze mehr wachsen sollte. Folglich kannst du nur auf jedes sechste Beet Kohl pflanzen, damit beim Rotieren erst nach 5 Jahren wieder eine Kohlpflanze in diesem Beet steht.

    Übrigens: Du darfst auch mehr als eine Pflanzenfamilie in einem Beet anbauen. Das ist sogar total üblich und die Voraussetzung für gute Mischkulturpartnerschaften. Schau doch mal in deine Mischkulturtabelle, welche Pflanzenfamilien sich da gut ergänzen und überlege, wo du sie im selben Beet unterbringen kannst.
  4. Wenn die Pflanzenfamilien stehen, ist das gröbste schon geschafft! Jetzt darfst du die verschiedenen Gemüse noch in die Beete mit ihren Anbaufamilien einsortieren und schauen, ob du dabei gute Beetpartnerschaften verücksichtigen kannst.
Fruchtfolge: Gemüsereihen mit Weidenzaun

Die gute Nachricht: Wenn du diese Rotation einmal festgelegt hast, ist es gar nicht mehr nötog, in den folgenden Jahren einen neuen Anbauplan zu erstellen. Denn das Grundgerüst deines Anbauplans hast du dann ja schon ausgearbeitet. Du verschiebst deine Beete nur noch jährlich um einen Platz.

Lass dich nicht entmutigen! Einen ausgeklügelten Anbauplan zu erstellen, ist wirklich komplex. Alle Aspekte perfekt zu planen, ist oft einfach nicht möglich. Also mach dich nicht verrückt, wenn du Mischkultur oder Nährstoffbedarf mal galant ignorieren musst. ;)

Die Bedeutung der Pflanzenfamilien

Die Pflanzenfamilien sind also das A und O bei der Fruchtfolge. Damit du da den Überblick nicht verlierst, hab ich hier mal die gängigsten Familien und ihre Mitglieder für dich aufgelistet.

Es gibt einige Pflanzenfamilien, die sehr hartnäckige Schädlinge und Krankheiten haben. Darunter fallen die Kreuzblütler, also alle Kohl-Gewächse, und die Leguminosen (Erbsen und Bohnen). Bei diesen beiden Pflanzenfamilien ist es für die Fruchtfolge ganz besonders wichtig, darauf zu achten, die Anbaupause einzuhalten!

Wir schlagen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: In der Liste findest du nämlich auch, ob es sich um Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer handelt. Da geht das Planen deiner Fruchtfolge doch gleich doppelt so fix! Tadaaa, hier kommt deine Übersicht zu den Pflanzenfamilien:

Fruchtfolge: Mischkultur

Kreuzblütler: 6 Jahre Anbaupause (Starkzehrer/Mittelzehrer/Schwachzehrer)
Asiasalat, Kohlrabi, Chinakohl, Rettich (Mittelzehrer), Radieschen, Rucola (Schwachzehrer), Rosenkohl, Pak Choi, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Grünkohl, Blumenkohl, Brokkoli (Starkzehrer)

Doldenblütler: 3-4 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)
Knollenfenchel, Möhre, Pastinake, Petersilie, Sellerie, Wurzelpetersilie

Hülsenfrüchte: 5-6 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)
Buschbohne, Dicke Bohne, Erbse, Stangenbohne

Zwiebelgewächse 5 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer/Starkzehrer)
Knoblauch, Lauch (Starkzehrer), Schalotten, Zwiebel

Fuchsschwanzgewächse: 3 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)
Mangold, Rote Bete, Spinat

Korbblütler: 3 Jahre Anbaupause (Mittelzehrer)
Artischocke, Chicorée, Endivien, Haferwurzel, Radicchio, Salat, Schwarzwurzel, Zuckerhut

Nachtschattengewächse: 4 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)
Aubergine, Kartoffel, Paprika, Tomate

Kürbisgewächse: 3-4 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)
Gurke, Kürbis, Zucchini

Baldriangewächse: 4 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)
Feldsalat

Süßgräser: 3 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)
(Zucker-)Mais

Portulakgewächse: 3 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)
Postelein

Wegerichgewächse: 3 Jahre Anbaupause (Schwachzehrer)
Hirschhornwegerich

Windengewächse: 3 Jahre Anbaupause (Starkzehrer)
Süßkartoffeln

So, ich hoffe, diese Liste wird dein treuer Begleiter bei der Planung der Fruchtfolge. Sie wird dir auf jeden Fall viel Gesuche und Getüftel ersparen!

Du willst richtig durchstarten und dafür jnoch viel mehr Übersichtstabellen, Anleitungen, Tipps und Tricks? Dann komm doch in meinen „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs. Ich würde mich total freuen, dich mit im Gartenboot zu haben! :)

Fruchtfolge: Gießen Gemüsebeet

Der Nährstoffbedarf in der Planung

Mit der Liste hast du den wichtigsten Punkt der Beetplanung schon mal abgehakt: die Fruchtfolge! Vielleicht ist dir aufgefallen, dass die meisten Mitglieder einer Familie auch den gleichen Nährstoffbedarf haben. Das ist natürlich superpraktisch und erleichtert die Planung total!

Wenn dir das Thema Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer noch so rein gar nichts sagt, dann hüpf doch mal zu diesem Artikel rüber. Dort habe ich das ganz genau erklärt und du findest alle Infos, die wichtig für deinen Fruchtfolgeplan sind.

Wenn du den Nährstoffbedarf der Gemüsepflanzen betrachtest, wird klar, dass diese ganz unterschiedliche Anforderungen an den Boden haben!

Kurz gesagt: Da gibt es zum einen die Starkzehrer, also sehr hungrige Gemüse, die viel Dünger und Nährstoffe brauchen. Dann gibt es die Mittelzehrer, die eben ein gutes Mittelmaß brauchen und es gibt die Schwachzehrer, die mit ganz wenig Nährstoffen super klarkommen.

Das machst du dir für deine Fruchtfolge zunutze! Wenn du in einem Beet im ersten Jahr Starkzehrer anbaust und ihnen eine Düngerladung verpasst, ist im nächsten Jahr noch genug von diesen Nährstoffen für die Mittelzehrer übrig. Im dritten Jahr kannst du dann auf diesem Beet Schwachzehrer anbauen. Mit dieser Abfolge nutzt du die Nährstoffe in deinem Garten perfekt aus.

Allerdings ist die Nährstoff-Thematik bei der Fruchtfolge eher zweitrangig. Denn im Zweifel kann du immer noch ein bisschen mehr düngen, wenn du doch eher wieder einen hungrigen Kanditaten anbauen möchtest.

Deswegen achte ich für den Beetplan zwar schon auf den Nährstoffbedarf der Pflanzen, aber wichtiger sind mir die Pflanzenfamilien. Einfach, weil der Wechsel dabei hilft, die Schädlinge und Krankheiten auszuhungern.

Fruchtfolge: Mischkultur Kohl Blumen

Mischkultur in die Fruchtfolge integrieren

Wenn die Pflanzenfamilien der Hauptgang der Fruchtfolge sind, dann ist die Mischkultur das Dessert. Schön, wenn es klappt, aber es geht auch ohne!

Hauptgang muss sein, sonst verhungert dein Garten oder wird zumindest schnell mal krank. Beim Dessert kannst du es etwas lockerer angehen. Ich kann dir versprechen, wenn ALLES passen soll, platzt dir der Kopf beim Planen. Das wollen wir natürlich vermeiden. ;)

Also schlage ich Folgendes vor: Wenn du deinen Fruchtfolgeplan aufgestellt hast, schaust du ganz in Ruhe, wo du als i-Tüpfelchen noch die Mischkultur servieren kannst. Oft lassen sich die Reihen hier und da so sortieren, dass du auch die Mischkultur noch einhalten kannst.

Manchmal lohnt sich aber auch ein bisschen Rebellentum und Experimentieren im Garten. Dann kannst du ganz eigene Kombinationen entdecken, die bei dir super funktionieren und vielleicht gar nicht im Gartenbuch stehen. Es macht richtig viel Freude, genau zu beobachten und vielleicht sogar ein kleines Gartentagebuch darüber zu führen!

Zur Mischkultur habe ich auch noch einen gaaaanz ausführlichen Artikel, den findest du hier.

Trotzdem Neues probieren?

Wenn die Fruchtfolge einmal in deiner Gartenplanung drin ist, hast du eigentlich ausgesorgt. Du kannst die Gemüse ab sofort immer durch die Beete rotieren lassen und alles ist gut.

Aber mal ganz ehrlich: Experimente im Garten machen so einen Spaß und es gibt jedes Jahr mindestens ein neues Gemüse, was ich neu probieren will!

Dir geht’s da genauso? Kein Problem, auch Experimente haben Platz in der Fruchtfolge! Du kannst einfach jedes Jahr immer noch ein paar kleine Anpassungen an deinem Pflanzplan vornehmen.

Manchmal merkst du vielleicht auch, dass du von einer Gemüseart zu viel oder zu wenig angebaut hast und willst da etwas nachjustieren.

Merk dir den Artikel auf Pinterest!
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Und wenn du dieses Jahr Lust auf Artischocken hast, dann Bahn frei! Überlege dir, auf welches Beet die Neulinge am besten passen und baue sie in deinen Pflanzplan mit ein. Dein Fruchtfolgeplan sollte dir nämlich auf keinen Fall den Spaß am Neuen vermiesen. ;)

Trotzdem: Das Grundgerüst des Gartenplans steht, und das ist langfristig superpraktisch!

So, und jetzt ran an den Gartenplan. Serviere deinem Garten ein echtes Festessen, damit er fit und gesund bleibt und du dich jedes Jahr wieder über eine dicke Ernte freuen kannst!

Hier findest du noch mehr Tipps, wie du den perfekten Plan für deinen Gemüsegarten austüftelst:

Wie du einen Anbauplan für deinen Gemüsegarten erstellst

28 Gemüsearten und ihre wirksamsten Mischkultur-Partner

Fruchtfolge planen im Gemüsegarten-Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer

Wie machst du es mit der Fruchtfolge? Erzähl doch gern in den Kommentaren, welche Erfahrungen du gemacht hast! :)

38 Kommentare

  1. Yasmin sagt

    Hallo zusammen :),

    ich gärtnere jetzt das dritte Jahr nach deinem Konzept Marie und ich liebe es. Nun habe ich für diesen Winter ein Winterbeet angelegt, weil wir einfach soooooo viel mehr Kohl essen, als alles andere. Nun wollte ich meinen Beetplan für nächstes Jahr machen und stehe vor dem Problem mit dem Winterbeet. Alle anderen rotieren im 6 Jahres Rhythmus, aber was mache ich mit dem Winterbeet. Wenn ich das Beet in 6 Teile teile, haben wir für den Winter nicht genug Platz für Wirsing, Grünkohl, Rosenkohl usw. Was kann Schlimmstenfall passieren, wenn ich in dem Beet jeden Winter meine Kohlpflanzen habe? (ich gärtnere mit Kulturschutznetz und könnte ja auch im Sommer passende Beetparnter anbauen ?) Ich weiß es ist nicht wirklich optimal. Ich freue mich über jeden Tipp :)
    LG Yasmin

    • Sabrina von Wurzelwerk sagt

      Hallo Yasmin,

      wenn du jedes Jahr Kohl im selben Beet anbaust, kann der Boden einseitig ausgelaugt werden und es steigt das Risiko für Krankheiten wie Kohlhernie. Die Pflanzen werden dann mit der Zeit schwächer.

      Du kannst das abmildern, indem du das Beet im Sommer kohl­frei hältst, dort z. B. Salat, Bohnen, Erbsen oder Gründüngung anbaust und jedes Jahr reichlich Kompost einarbeitest. Das Kulturschutznetz solltest du unbedingt weiter nutzen.

      Ein festes Winterkohlbeet ist nicht ideal, aber mit guter Pflege und Sommerpause vom Kohl machbar. Wenn Krankheiten auftreten, müsstest du das Beet allerdings mehrere Jahre aus der Kohlrotation nehmen.

      Liebe Grüße
      Sabrina von Wurzelwerk

  2. Christa Nalbach sagt

    Liebe Marie,
    ich habe mir ein kleines Stück Wiese als Nutzgarten umgegraben. Das Stück ist ca. 2 x 4 Meter. Wie mache ich das dann mit der Fruchtfolge? Ich wollte dieses Jahr Paprika, Tomaten, Gurke, Zucchini, Möhren, Zwiebeln, Salat und Kräuter anpflanzen. Wie kann ich auf so einem kleinen Beet nächstes Jahr die Fruchtfolge beachten? Dürfte ich dann nächstes Jahr nicht das anpflanzen was ich dieses Jahr pfanzen werde?

    Liebe Grüße
    Christa

    • Sabrina von Wurzelwerk sagt

      Liebe Christa,

      auf 2 x 4 Meter kannst du mit etwas Planung gut Fruchtfolge einhalten. Teile dein Beet in 2–3 Abschnitte und wechsle dort im nächsten Jahr die Pflanzenfamilien – besonders bei Starkzehrern wie Tomaten, Paprika oder Zucchini.

      Du musst also nicht auf dein Lieblingsgemüse verzichten – einfach nur jedes Jahr die Plätze tauschen, dann passt das!

      Liebe Grüße
      Sabrina von Wurzelwerk

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