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Kompost anlegen in 5 Schritten – So machst du richtig guten Kompost!

Kompost anlegen ist eine der wichtigsten Aufgaben im Garten, um einen perfekten Nährstoffkreislauf zu schaffen: Deine Pflanzen bekommen mit Kompost Dünger und werden nach der Ernte selber zu Kompost, der dann wiederum der nächsten Pflanzengeneration nutzt. Deshalb solltest du in deinem Garten unbedingt ein Fleckchen für Kompost reservieren – das spart nicht nur Geld, sondern ist auch richtig nachhaltig!

Inhaltsverzeichnis
In aller Kürze: Kompost anlegen
Kompostsysteme & der richtige Standort
Anleitung zum Kompost anlegen
Nach dem Kompost anlegen: Die Pflege
Verwendung von Kompost
Kompost anlegen auf dem Balkon
Probleme beim Kompost anlegen

In aller Kürze: Kompost anlegen

Du möchtest nicht lange fackeln, sondern am liebsten sofort mit dem Kompost anlegen beginnen? Dann schau doch mal in meine Tabelle, da habe ich dir sämtliche Schritte kurz und knackig zusammengefasst!

Kompost anlegen: Die ArbeitsschritteGewusst wieTipps und Tricks
# 1: passenden Standort finden und Kompostbehälter aufstellengut erreichbar, windgeschützt, beschattetunbedingt direkt auf dem Erdboden anlegen
# 2: passendes Material zerkleinern und in den Komposter füllenGartenabfälle, angewelkter Grasschnitt, Küchenabfälle, Stroh, Kleintiermistkeine Essensreste, Fleisch oder Milchprodukte, keine Teile von kranken Pflanzen oder Unkräutern
# 3: Kompost in Schwung bringen und richtig pflegen10 % fertigen Kompost oder Gartenerde untermischen, EM dazugebenKompost Starter aus 10 l Wasser, 1 Würfel Hefe und 1 kg Zucker mischen und über den Komposthaufen gießen
# 4: Kompost umsetzennach 3 bis 6 Wochen, so gelangen die äußeren Schichten nach innenwenn du deinen Kompost nicht umsetzt, dauert es nur länger bis er fertig ist. ;)
# 5: Kompost verwendenMulch, Dünger, AussaaterdeKompost je nach Reifestadium entsprechend verwenden

Du siehst: Das Kompost anlegen ist nicht besonders kompliziert. Und wenn dein Kompost fertig ist und du das schwarze Gold vor dir liegen hast, kannst du es als wunderbar nährstoffreiche Erde in deinen Beeten verwenden. Besonders Starkzehrer wie Tomaten freuen sich ganz besonders über Komposterde.

Apropos Tomaten: Isst du die auch so gerne wie ich und kannst gar nicht genug von den runden Dingern bekommen? Dann lad dir doch meinen Tomatenguide herunter! Da zeige ich dir, wie du ganz einfach und mit ein paar kleinen Kniffen zu einer üppigen Tomatenernte kommst.

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    Kompostsysteme & der richtige Standort

    Jetzt geht es in die konkrete Planungsphase: Denn ja, auch zum Kompost anlegen braucht es ein paar Überlegungen vorab: Du willst schließlich den perfekten Platz zum Komposthaufen anlegen finden, und musst dich für das passsende Komposter Modell entscheiden.

    Der richtige Komposter Standort

    Da, wo du deinen Komposthaufen anlegen möchtest, musst du unbedingt ganz unkompliziert mit einer Schubkarre hinkommen. Außerdem sollte der Platz windgeschützt liegen und Schatten haben und es wäre vielleicht auch nicht verkehrt, wenn du deinen Kompost ein bisschen verstecken könntest? Denn so riiiiichtig dekorativ ist er ja nicht! ;)

    Bäume und Sträucher eignen sich prima als Sicht- und Sonnenschutz in Kompostnähe. Wenn da, wo du den Komposthaufen planst, noch nichts wächst, kannst du auch einfach neu pflanzen.

    Psst: Wie wäre es mit Beerensträuchern? Die bringen dir nicht nur Schatten, sondern auch eine leckere Ernte! ;)

    Kompost anlegen: Himbeeren als Sichtschutz

    Ohne Beschattung würde dein Kompost während eines heißen Sommers schnell austrocknen und anschließend stellen die Bodenorganismen beleidigt ihre Arbeit ein. Es dauert dann viiel länger, bis dein Kompost endlich fertig ist.

    Die Bodenorganismen, die für die Umwandlung von organischen Abfällen in nährstoffreiche Erde verantwortlich sind, solltest du auch sonst bei Laune halten: Sie möchten ihre Arbeit gerne immer am selben Ort verrichten und nicht umziehen müssen. Wenn der Komposthaufen seinen festen Platz hat, arbeiten sie effizienter und zügiger.

    Mehr Informationen zu Bodenorganismen und wie du dein Bodenleben fördern kannst, findest du in diesem Video:

    Außerdem solltest du direkt auf dem Erdboden den Kompost anlegen und zwar auf einem Untergrund, der wasserdurchlässig ist. So kann sich keine Staunässe bilden.

    Kompostsysteme

    Du hast einen schönen Kompostplatz gefunden? Prima, dann musst du nur noch den passenden Kompost Kasten finden! Es gibt verschiedene Kompostsysteme:

    • Holzkomposter bestehen meistens aus einfachen Holzbrettern und haben keine Abdeckung. Dadurch wird die Rotte nicht so heiß wie in einem verschlossenen Komposter und Gerüche können sich ungehindert ausbreiten. Du verwendest aber ein natürliches und nachhaltiges Material.
    • Du kannst auch im Schnellkomposter oder Thermokomposter Kompost anlegen. Das sind verschlossene Kunststoffbehälter. Wenn sie eine Entladeklappe haben, kannst du den fertigen Kompost ganz bequem herausnehmen. Sie sollten aber mindestens 200 Liter fassen, damit die Verrottung schnell und effektiv abläuft. Wenn du dich für einen Schnellkomposter entscheidest, achte auf einen Kunststoff, der UV-stabil und wetterfest ist.
    • Offene Komposthaufen sollten mindestens 1,20m breit, 80cm hoch und mehrere Meter lang sein. Beim Kompost schichten lässt du die Seiten schräg abfallen. Offene Haufen eignen sich vor allem für sehr große Gärten, in denen viel Material anfällt.

    Anleitung zum Kompost anlegen

    Zum Kompost anlegen brauchst du – ganz genau: Kompostgut! ;) In Küche und Garten fallen viele organische Abfälle an.

    Braune Materialien wie Stroh, Hackschnitzel, Laub oder Äste enthalten viel Kohlenstoff (C).

    „Grüne“ Materialien wie Reste vom Gemüseschnibbeln, Grünschnitt, Brennnesseln, Kaffeesatz, Mist, Jauche und Grasschnitt enthalten viel Stickstoff (N).

    Für eine optimale Rotte sollte das C/N-Verhältnis des Kompostguts etwa zwischen 15:1 bis 25:1 liegen. Einfacher gesagt: Kompost richtig anlegen bedeutet, immer mehr braune als grüne Materialien auf den Haufen zu geben. Wenn es möglich ist, füllst du braune und grüne Kompost Schichten außerdem immer abwechselnd ein.

    Wenn du deine organischen Abfälle möglichst klein schneidest, können die Bodenorganismen besser arbeiten. Dafür eignet sich ein Häcksler hervorragend, aber auch eine einfache Gartenschere leistet schon gute Dienste!

    Zu klein muss es aber gar nicht werden. Ein bisschen Luft darf ruhig durch deinen Kompost zirkulieren. Ansonsten können die Materialien anfangen zu schimmeln.

    Kompost anlegen: Äste zum Kompostieren

    Was darf in den Kompost?

    Von Garten- und Küchenabfällen über Stroh, Mist, Federn, Pappe, Tee- oder Kaffeesatz: Die allermeisten organischen Rohstoffe sind auf dem Komposthaufen gut aufgehoben.

    Auch Schalen von Eiern und Biozitrusfrüchten kannst du ganz problemlos kompostieren, wenn du sie in kleinen Stücken dazugibst und gut mit dem übrigen Kompost vermischst.

    Die Verrottung von Laub, Rinden und Holz dauert länger, deshalb solltest du für diese Materialien besser einen eigenen Kompost anlegen.

    Was darf nicht in den Kompost?

    Gekochte Essensreste, Fleisch, Milchprodukte und Gebäck können Ratten anziehen und haben daher auf dem Komposthaufen nichts verloren.

    Abgesehen davon gibt es auch anderes kritisches Kompostgut:

    • Unkraut gehört nicht auf den Kompost: Bei der normalen „Haus-Kompostierung“ liegen die Komposthaufen meistens offen da und erhitzen sich deshalb nicht so stark, wie es nötig wäre, um Samen und Wurzelunkräuter unschädlich zu machen. Mit der Komposterde aus diesem Kompost würdest du Unkräutern den roten Teppich ausrollen und es wieder in deine Beete eintragen.
    • Teile von kranken Pflanzen dürfen aus demselben Grund nicht auf dem Komposthaufen landen. Für Unkräuter und kranke Pflanzen würde ich deshalb einen getrennten Kompost anlegen, dessen Erde ich nur unter Büschen und Bäumen, aber nicht auf meinen Beeten ausbringe.
    • Grasschnitt kann zwar grundsätzlich auf den Kompost, aber nur in dünnen Schichten. Außerdem sollte er bereits leicht angewelkt sein, damit sich nicht so leicht faulige Schichten bilden.
    • Hobelspäne und Sägemehl solltest du nur in kleinen Mengen kompostieren, damit die Drahtwürmer deine Beete nicht zu ihrem neuen Lieblingsaufenthaltsort erklären.

    Kompost in Schwung bringen

    Du kannst es kaum abwarten, bis nach dem Kompost anlegen aus deinen Gemüseabschnitten und Gartenabfällen wunderbare neue Erde entstanden ist? Dann habe ich hier ein paar Tricks für dich, wie du deinen Kompost auf Trab bringst:

    • Damit die Bodenorganismen so richtig durchstarten können, mischst du ungefähr zehn Prozent tonhaltige Gartenerde oder fertigen Kompost unter die Abfälle.
    • Du kannst Effektive Mikroorganismen (EM) nutzen, die du mit Wasser vermischst und auf deinen Kompost gießt. Mit ihrer Hilfe kompostieren deine Abfälle nicht nur wesentlich schneller, EM-Kompost ist auch nährstoffreicher und fault nicht so schnell wie herkömmlicher Kompost.
    • Alternativ dazu kannst du dir einen Kompost Starter aus 10 l Wasser, 1 Würfel Hefe und 1 kg Zucker mischen und über den Komposthaufen gießen. Diese Aufbaunahrung lieben die Bodenorganismen!

    In meinem „Gemüsegarten starten“-Onlinekurs zeige ich dir übrigens nicht nur noch mehr Tipps und Tricks zum Kompost anlegen, sondern du lernst auch, wie du dich ohne viel Mühe ein Stück weit selbst versorgen kannst. Supermarkt war gestern – wir bauen unser Obst und Gemüse jetzt selber an! :)

    Kompost anlegen: 1x1 des Kompostierens
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    Wann ist der Kompost fertig und wann bringe ich ihn aus?

    Wann dein Kompost fertig ist, hängt von verschiedenen Dingen ab: Je nachdem wie fleißig du beim Kompost umsetzen bist, welches organische Material in deinem Komposter verrotten soll und welche Jahreszeit gerade ist, dauert das Kompostieren einige Wochen oder viele Monate.

    Dein Kompost ist fertig, wenn er nach Waldboden riecht und keine großen Stücke mehr zu sehen sind. Einzelne unverrottete Teile kannst du mit einem Kompostsieb heraussieben und zurück auf den Haufen werfen.

    Die beste Zeit, um Kompost auszubringen, ist das Frühjahr. Dann packst du eine 1 bis 2 cm dicke Schicht auf deine Beete und arbeitest sie leicht ein. Fertigen Kompost, den du nicht gleich verwendest, lagerst du abgedeckt, damit der Regen keine Nährstoffe auswäscht.

    Im Sommer ist der Kompost ein wunderbarer Dünger für starkzehrende Pflanzen wie Tomaten oder Kohl.

    Apropos Tomaten: Hast du dir schon dir meinen Tomatenguide heruntergeladen? ;)

    Wenn du Kompost im Herbst ausbringen möchtest, solltest du das nur tun, solange der Boden noch warm ist und ihn mit einer Mulchdecke schützen.

    Nach dem Kompost anlegen: Die Pflege

    Auch wenn dich dein Komposthaufen bei der Arbeit eigentlich nicht braucht, gibt es paar Faktoren, die für eine zügige Verrottung wichtig sind und auf die du achten solltest.

    • Temperatur
      In einem geschlossenen Komposter erreichst du höhere Temperaturen als in einem offenen Komposter, das heißt, die Verrottung geht entweder schneller oder dauert etwas länger, je nachdem.
    • Feuchtigkeit
      Zu wenig Feuchtigkeit lässt die Bodenorganismen vertrocknen und verzögert die Verrottung. Ist der Kompost zu nass, kommt nicht mehr genug Luft ins Innere und er fault. Woher also wissen, wie viel Wasser gut ist? Mein Tipp: Wenn sich das Innere des Komposthaufens wie ein ausgedrückter Schwamm anfühlt, ist alles genau richtig!
    • Sauerstoff
      Beim Kompost anlegen solltest du darauf achten, dass Schichten aus Grasschnitt oder Tonerde nicht zu dick geraten. Sonst gerät nämlich kein Sauerstoff mehr ins Innere des Haufens und die für die Kompostierung wichtigen Bakterien sterben.
    Kompost anlegen: Gemüseabfälle und Eierschalen

    Verwendung von Kompost

    Wenn schon ein wenig Zeit seit dem Kompost anlegen vergangen ist, gibt es mehrere Kompost-Reifestadien, die du jeweils auf unterschiedliche Weise verwenden kannst.

    • Reifestadium 1: Mulch
      Die Temperatur des Komposts ist deutlich abgefallen, er riecht neutral, aber es sind noch gröbere Stückchen zu erkennen. Dieser Kompost eignet sich perfekt zum Mulchen.
    • Reifestadium 2: Kompost Dünger
      Die Temperatur des Komposts ist deutlich abgefallen und es sind nicht mehr viele gröbere Stückchen zu erkennen. Der Geruch erinnert an Walderde. Jetzt kannst du ein paar Schaufeln Kompost als Kopfdüngung für Starkzehrer wie Tomaten und Gurken verwenden.
    • Reifestadium 3: Aussaaterde
      Der Kompost riecht angenehm nach Walderde und es sind keine größeren Stücke mehr zu sehen. In diese Erde kannst du probemlos säen und pflanzen.

    Kompost anlegen auf dem Balkon

    Du gärtnerst auf dem Balkon und hast keinen Platz für Kompost? Kein Problem! In diesem Fall kannst du deine Gemüseabfälle wunderbar in einer Wurmkiste kompostieren. Die ist nicht nur geruchsneutral, sondern auch super effektiv.

    Wurmkisten kannst du entweder selber bauen oder fertig kaufen. Die zukünftigen Bewohner (Rote Mistwürmer) gibt es online.

    Eine andere Möglichkeit ist ein Bokashi Eimer , in dem du deine Gemüseabfälle fermentierst und in nährstoffreiche Erde verwandelst.

    Probleme beim Kompost anlegen

    Nicht immer läuft beim Kompost anlegen alles problemlos. Deshalb habe ich dir hier die häufigsten Probleme zusammengetragen – natürlich mitsamt passenden Lösungen:

    Problem #1: Mein Kompost stinkt!
    Wenn dein Komposthaufen stinkt, fault er, statt zu verrotten.

    ► In diesem Fall öffnest du den Haufen und kontrollierst, ob der Boden darunter wasserdurchlässig ist. Dann ist Kompost umschichten angesagt! Dabei mischst du trockenes Material unter. Falls dein Komposter eine Abdeckung hat: Ist sie dicht?

    Problem #2: Mein Kompost schimmelt!
    Schimmel ist ein Zeichen dafür, dass der Kompost zu trocken ist.

    ► Komposthaufen umsetzen und etwas reifen Kompost untermischen. Das aktiviert ihn neu. Dann gönnst du dem Kompost ein paar Kannen Wasser. In der folgenden Zeit kontrollierst du deinen Kompost regelmäßig auf ausreichende Feuchtigkeit und gießt ihn, falls er zu trocken ist.

    Problem #3: Mein Kompost wird einfach nicht fertig!

    ► Wenn dir alles viiiel zu langsam geht, kannst du alle drei bis vier Wochen deinen Kompost umsetzen. Dadurch kommt Sauerstoff hinein und aktiviert die Bodenorganismen, die dann so richtig Vollgas geben können. ;)

    Du wirst sehen, mit den richtigen Tipps und Tricks ist das Kompost anlegen gar nicht schwer. Dein Gemüse wird in dem „schwarzen Gold“ ganz bestimmt prächtig wachsen und dir eine dicke Ernte bescheren. Darum nichts wie los, such gleich mal nach einem schönen Platz für deinen zukünftigen Komposter! :)

    Außer Kompost anlegen interessieren dich noch ganz viele andere Gartenthemen? Dann lies gerne hier weiter:

    Gemüsegarten für Anfänger: Crashkurs in 11 Schritten

    Mehr Permakultur für deinen Garten! 9 konkrete Ideen & Methoden

    Wie mein Garten fast von selbst unkrautfrei bleibt

    Was hast du für Tipps zum Kompost anlegen? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

    62 Kommentare

    1. Mailin Dautel sagt

      Ein Kompost anzulegen ist schon seid längerem auf meiner „to do“ Liste. Es ist aber gar nicht so einfach wie man meint. Ich dacht, ich könnte einfach den Biomüll in eine Ecke des Garten werfen aber da gehört noch ein bisschen mehr dazu. Der Artikel war wirklich hilfreich, ich wusste zum Beispiel nicht, dass man gekochtes Essen nicht auf den Kompost hauen darf.

    2. Anja sagt

      Man kann mit einer Stange (Metall oder Holzpfahl) auch prüfen, ob der Kompost innen eher trocken oder feucht ist. Wenn der Kompost zu trocken ist, bohre ich Löcher in den Kompost und gieße dort hinein, von oben bebrausen bringt meist nicht viel. Auch bei zu feuchtem Wetter mache ich Löcher und lockere so ein bisschen auf, damit Sauerstoff eindringen kann. Ich hatte beim Kompostieren noch nie Probleme, obwohl ich eher schlampig bin was das Aufsetzen betrifft, ich haue da auch tote Tiere rein, gestorbene Küken oder Schlachtabfälle. Natürlich nicht in Massen, also Schlachtabfälle von einer Kuh übersteigt natürlich die Kapazität des Komposts. Blut soll die Rotte unterstützen, ebenso Kamille. Bei viel Regen oder großer Trockenheit reguliere ich wie o.g. nach. Ich hab noch nie einen Kompost umgesetzt, vielleicht liegt das daran, dass hier in den Tropen alles sehr schnell verrottet.
      Und ich rieche ihn sehr gerne, ab und an eine Probe mit der Hand nehmen: Er sollte nach Pilzen duften, ich schnüffele gern an ihm herum, denn er erinnert mich an Waldausflüge mit meinem Opa als Kind.

    3. Edith Dahmen sagt

      Liebe Marie
      Habe seit 3 Tagen einen ca.1200qm großen Garten gepachtet der allerdings völlig verwildert ist. Habe Laub u. Nadelhölzer.
      Meine Frage:Ich versuche zur zeit allles erst einmal vom Laub freizulegen damit ich mir einen Überblick über den Untergrund machen kann. soll ich das alte nasse Laub entsorgen (sehr viel) o. soll ich es entsorgen? Unter den Büschen wollte ich es lassen.
      Mein Ziel ist es einen Gemüse- u .Obstgarten anzulegen der so wie bei dir möglichst wenig arbeit macht u. Natur verträglich ist. Deshalb bin ich so froh auf deine Seite gekommen zu sein.
      Würde mich über eine Antwort freuen u. für Anregungen bin ich sehr Dankbar.
      Liebe grüße eine voll motivierte Gartenfreundin
      Edith

      • Marie sagt

        Hallo Edith,

        das hört sich ja abenteuerlich an! :) Ich würde das Laub zu einem Komposthaufen aufschichten. Es dauert zwar zwei Jahre, bis Laub vollständig kompostiert ist, aber wenn du vorhast, auf dem Grundstück einen Garten anzulegen, kannst du Kompost immer gebrauchen.

        Viel Spaß und Erfolg!
        Marie

    4. Elfi Littmann-Kaba sagt

      Liebe Marie,
      vielen Dank fuer diese tolle Seite und die wertvollen Tipps!

      Ich lebe seit vielen Jahren in den Tropen und habe im Hinterhof meinen – bisher eher unprofessionell angelegten – Komposthaufen: Ich hatte eine viereckige Mulde gegraben, auf die nun lose Erde aus dem Loch alle organischen Kuechenabfaelle geworfen. Wenn ich dran denke (so alle 2 Wochen etwa) wende ich alles mit einer Schaufel und habe dann schoenen Kompost. Wuermer kommen von selber.

      Tolle Nebenwirkung: Wir haben unsere Hausabfaelle dadurch um etwa 50% reduziert.

      Mit Deinen Tipps werde ich dieses System nun etwas verfeinern und mir auch Deine Ratschlaege fuer den Gemueseanbau zu Gemuete fuehren.

      Vielen Dank nochmal fuer die Arbeit, die Du da reingesteckt hast!

    5. Julia Waltermann sagt

      Hallo Marie,
      Wir sind vor einem Jahr in ein Haus mit einem großen Garten gezogen, wobei Dickicht es eigentlich besser trifft. Mittlerweile haben wir aber einiges an Platz geschaffen und beginnen mit der Planung. Ich würde gern nächstes Jahr ein erste Gehversuche mit einem Gemüsegarten unternehmen. Jetzt meine Frage, durch die eigenen Bäume und Aleebäume werden wir viel Laub bekommen. 1. Kann man einen Laubkompost auch in einem schnellkomposter anlegen? 2. Wie gehen wir am Besten vor, wenn bald das Laub fällt und wir den Kompost ganz neu aufsetzen wollen? Muss man etwas beachten, wenn die Erde, die wir zum Mischen nehmen Lehm enthält? Denn hinter unserem Grundstück liegt eine alte Lehmgrube, er wird überall mit im Boden sein.

      Vg und Danke für deine schönen Artikel
      Julia

    6. Sigrid Asdaghi-Mamaghani sagt

      Hi Marie wir kennen uns ja schon aus dem Kurs Haltbarmachen. Gerade habe ich interessiert über den Komposthaufen gelesen. Was sind denn Drahtwürmer?? Ich habe in meinem Komposthaufen nämlich Millionen von kleinen weißen Würmern. Die waren früher nicht da. Und was machen diese Drahtwürmer?

      • Marie sagt

        Hey Sigrid!
        Drahtwürmer fressen Kartoffeln, Tomaten usw. an. Ich glaube nicht, dass das bei dir Drahtwürmer sind, die sind eher gelb-bräunlich, also keine Panik. :)
        Marie

    7. Attilio sagt

      Hi,
      erster Eindruck… schöne Seite ! Hab seit kurzem endlich einen Garten und bin gerade mit Freischneiden und säubern fertig. Jetzt geht´s an die Planung der Beete usw.
      Freue mich.
      Liebe Grüße
      Attilio

    8. Petra sagt

      Hallo Marie,
      Obwohl ich nur Material von deiner Liste im Kompost hatte gab es bei uns Ratten im Kompost. Darum haben wir jetzt Backsteine darunter gelegt. Aber nachdem ich deine Informationen gelesen habe war das wohl nicht die richtig Lösung. Wie kann ich es vermeiden dass ich Ratten anlocke?
      Besten Dank
      Petra

      • Ramona sagt

        Wir werden den Kompost komplett von innen auskleiden mit Kaninchensraht, aber den punktverschweissten, die Maschengrösse kleiner als 2 cm. Frische Gemüse- und Obstabfälle mit Erde bedecken.

      • Elfi Littmann-Kaba sagt

        Wir haben in den Tropen quasi immer Ratten ums Haus (manchmal auch im Haus, weil praktisch nichts wirklich so dicht ist, dass sie nicht reinkaemen. Deshalb haben viele Leute hier eine Katze. Ich habe keine, aber meine zwei Hunde sind profesisonelle Rattenfaenger. Beides schreckt schon mal ab. Gift mag ich nicht – allein schon wegen der Hunde.

        Dann gibt es hier prima Rattenfallen, die man evtl. selber bauen kann: Ein Holzkasten – etwa 25-30cm lang, mit einem Drahthaken drinnen und einer Spannvorrichtung oben drauf. Meine Ratten stehen auf Mozzarella – wenn sie den rausholen wollen, klappt durch die angetippte Spannvorrichtung die Tuer vorn zu.

        Wenn Du sehr tierlieb bist, kannst Du die Ratte dann irgendwo in die Pampa fahren und dort freilassen. Ich rufe meine Hunde und mache die Klappe auf – mit einem Biss ins Genick sind sie kurz und schmerzlos erledigt.

        • Anja sagt

          Das ist erstaunlich, wir leben auch in den Tropen, Ratten sind bei uns gar kein Problem. Auch im Kompost waren noch nie welche. Wir haben dafür Mäuse, die jedoch von einer mittlerweile alten Katze noch in Schach gehalten werden. Doch so ganz weg kriegt man sie nie. Wir haben ein Haus mit z.T. Dachziegeln und Palmblättern, da wuseln sie rum und immer wieder liegt früh etwas Mäuseartiges auf dem Boden, ein Darm oder sowas… sie tut also ihre Arbeit. Allerdings fangen diese Mäuse auch Vogelküken unterm Dach weg. Die müssen wohl umziehen.

          LG

    9. Miranda sagt

      Vielen Dank für den tollen Artikel, sehr anschaulich. Wir wohnen auf einem kleinen Hof und haben letztes Jahr 8 Hochbeete gezimmert und gefüllt. Dieses Jahr geht es also los mit Hochbeetgärtner, anstelle des alten, kräftezehrenden „Wie es die Oma gemacht hat“. Seit neusten haben wir einen Schnellkomposter und ich habe Hoffnung, dass es dieses Mal kein schleimiger Klumpatsch wird. ;)

    10. Sandra sagt

      Hallo Marie,
      danke für diesen Artikel. Ich bin hochmotivierte Anfängerin, weiß leider nur nicht so recht wo ich wie beginnen soll.
      Du erklärst informativ und anschaulich, so dass ich jetzt einen guten Startpunkt für mich gefunden habe.
      Ich werde deine Seite gleich mal nach Folgeprojekten durchsuchen. ?
      Danke und bitte weiter so.
      Sandra

    11. Mathilde sagt

      Liebe Marie,

      Ich bin Anfängerin was Gartenarbeit betrifft und freue mich sehr, dass ich diesen tollen Beitrag gefunden habe!!!
      Ich habe die letzte Tage viel recherchiert und leider wenig hilfreiches gefunden bis auf deinen tollen Beitrag heute ?
      Echt großartig. Jetzt freue mich dies in meinem Garten auszuprobieren und umzusetzen.
      Ich berichte gerne wie sich das Ganze entwickelt ☺

      Liebe Grüße
      Mathilde

    12. Vielen Dank für deinen ausführlichen Artikel. Ich habe ein Stück Land ergattert und möchte dieses Jahr beginnen Ihn zu bestellen und für meine Kinder ein kleines Paradies zu erschaffen. Danke für die Ideen und Tipps

    13. […] Wer Kompost zur Verfügung hat, kann diesen jetzt auf der Pappe verteilen. Dann geht das Ganze deutlich schneller und je nach Kompost-Menge kann sofort gepflanzt werden. In unserem Fall legen wir jetzt schon Beete für nächstes Jahr an und haben keine Eile. Wir können warten, bis sich von selbst eine humose Schicht gebildet hat und die Wiese zu Gartenboden geworden ist. Damit das auch passiert, schichten wir verschiedene Arten organischen Materials auf, die sich mit der Zeit zersetzen und eine nährstoffreiche Basis für das neue Beet bilden. Wir haben glücklicherweise einige Kubik Hackschnitzel abstauben können, als ein Baumkletterer in unserer Nachbarschaft einen Baum gefällt hat. Ansonsten nehmen wir auch Laub, Grünschnitt, altes Heu, Stroh oder Grasschnitt. Am besten ist es, grüne und braune Schichten abwechselnd aufzuschichten, dann stimmt auch das C/N-Verhältnis, sodass sich das Ganze mit der Zeit in wertvollen schwarzen Humus verwandelt. Wir gehen beim Zusammenstellen von Mulchmaterial nach dem gleichen Prinzip vor wie beim Kompostieren. […]

    14. Patrick sagt

      Ich habe einen Geheimtipp: Kaffee! Die Regenwürmer lieben ihn. Jetzt muss ich auch kein schlechtes Gewissen mehr haben dass ich 6 Tassen am Tag trink. :D

      • Marie sagt

        Hehe, das stimmt. Wir trinken eigentlich kaum Kaffee, aber unsere Nachbarn heben uns immer den Kaffeesatz auf. Sie meinen, das hilft gegen Schnecken. Das konnte ich bisher zwar nicht beobachten, aber die Würmer lieben Kaffee und das ist fast genauso gut.

    15. Liebe Marie,
      vielen Dank für diese geballten Informationen! Ich bin jetzt motiviert, mich mal intensiver mit meinem Komposthaufen zu beschäftigen, den ich oft etwas ekelig finde. Bei mir wird er immer sehr schleimig und stinkt das Kompostieren war deswegen immer eine Aufgabe, vor der ich mich lieber gedrückt habe. Aber ich werde deine Hinweise ausprobieren, wie man diese Probleme lösen kann. Jetzt im Herbst fällt ja wieder viel an was man kompostieren kann.
      Solche Garten-Beiträge finde ich wirklich super!!
      LG Jutta

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