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Hühnerrassen bunte Eier

Die 6 besten Hühnerrassen für einen bunten Eierkorb

Wenn du Hühner halten möchtest, stehst du vor der Qual der Wahl. Es gibt sooo viele tolle Hühnerrassen, wie soll man sich da nur für eine entscheiden?!

Die gute Nachricht: Das musst du gar nicht! Wie wäre es stattdessen mit einer bunt gemischten Hühnerschar – und damit auch einem bunten Eierkorb? Es gibt nämlich nicht nur braune und weiße Eier, sondern auch ganz viele andere Eierfarben.

Wie wäre es zur Abwechslung mal mit türkis? Oder olivgrün? Was hältst du von dunkelrot?

Jeden Tag Ostern? Kannst du haben! Hier kommen die perfekten Hühnerrassen für einen bunten Eierkorb!

Hühnerrassen
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Bevor du dir deine ersten Hühner anschaffst, solltest du sicher gehen, dass du gut vorbereitet bist. Deswegen habe ich eine Checkliste erstellt, die vom Stall über den Auslauf, das Zubehör und alle wichtigen Vorbereitungen alles abklappert. So weißt du genau, wann du bereit bist für deine ersten eigenen Hühner.

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    Hühnerrassen, die bunte Eier legen

    Maran-Hühner

    Marans legen wunderschöne schokobraune bis tiefrote, riesige Eier. Marans sind sehr ruhige, schwere Hühner, die selten abhauen und wenig Anstalten machen, über den Zaun zu flattern.

    Im Frühling sind die Eier immer besonders hübsch gefärbt, gegen Herbst hin zeigen sie oft nur noch ein paar dunkle Flecken.

    Das Maran-Huhn ist eine klassische Zweinutzungsrasse, die sowohl eine passable Legeleistung als auch einen guten Schlachtkörper hat.

    Hühnerrasse Maran
    Marans sind eine wunderschöne, französische Hühnerrasse

    Grünleger / Araucana-Hühner

    Wir haben schon sowohl Grünleger-Hybriden als auch die Araucana-Rassehühner gehalten, die türkisfarbene Eier legen. Ganz ehrlich: Die blaugrünen Eier sind die schönsten im ganzen Eierkorb!

    Viele Araucana haben keine Schwanzfedern und sehen deswegen zugegebenermaßen etwas seltsam aus. Wobei die Ohrpuschel, die einige Vertreter dieser Rasse zeigen, durchaus Charme haben, findet ihr nicht? ;)

    Araucana legen türkisfarbene Eier

    Olivleger

    Wenn du olivefarbene Eier in deinem Körbchen haben möchtest, kreuzt du einfach Araucana und Marans. Die Hennen, die aus diesen Eiern schlüpfen, legen aller Wahrscheinlichkeit nach olivefarbene Eier.

    Weil diese Mischung so beliebt ist, verkaufen viele Hühnerzüchter Bruteier über eBay. Die Eier kannst du entweder einem gluckenden Huhn unterjubeln oder sie im Brutautomaten ausbrüten. :)

    Ayam Cemani: das schwarze Huhn

    Okay, okay, nichts an Ayam Cemani-Hühnern ist bunt. Jetzt kommen nämlich die Gothics unter den Hühnern, diese Hühnerrasse ist nämlich komplett schwarz. Die Augen, der Kamm, die Federn, die Beine – sogar das Fleisch! Abgefahren, oder? Nur die Eier sind (entgegen dem gängigen Mythos) nicht schwarz, sondern weiß.

    Hach, ich wünsche mir schon lange ein paar Ayam Cemani-Hühner für meine kleine Schar.

    Wunderschöne schwarze Hühner: Ayam Cemani

    Eiiigentlich würden fünf Hühner ja vollkommen ausreichen, um unseren Eierbedarf zu decken. Aber es gibt soo viele tolle Rassen da draußen, schmacht… Wenn es nach mir ginge, würde ich auf Anhieb zwanzig neue Hühner anschaffen. Ayam Cemani, Orphingtons, Zwerg-Cochins und Sussex stehen ganz oben auf meiner „Muss-ich-haben“-Liste.

    Blöd nur, dass wir jetzt schon mehr Eier haben als wir essen können, obwohl wir Freunde und Familie großzügig mitversorgen. Und ich hatte eigentlich nicht vor, einen bunten Eierverkauf zu starten. Wobei, wenn ich dafür all die Hühner halten könnte, die ich gerne hätte..? ;)

    Geht es euch auch so?

    Ayam Cemani wird nachgesagt, dass sie sehr lebhaft und aktiv sind. Deswegen brauchen sie einen etwas größeren Stall als die meisten anderen Hühner.

    Das Schwedische Blumenhuhn

    Wenn dir die Ayam Cemani ein bisschen zuu düster sind, kommt hier eine andere, super tolle Rasse, die schöne große weiße Eier legt: das Schwedische Blumenhuhn.

    Unser Schwedisches Blumenhuhn „Petunia“

    Diese Hühnerrasse stammt aus Südschweden und wurde um 1800 das erste Mal erwähnt. Schwedische Blumenhühner sind sehr robust und haben ein wunderschönes buntes Gefieder, das in vielen verschiedenen Farben erstrahlt. Sie sind sehr ruhig und zutraulich.

    Vorwerkhuhn

    Diese Hühnerrasse ist nicht etwa nach dem Staubsauger, sondern ihrem Züchter Oskar Vorwerk benannt. Das Vorwerkhuhn ist ein sehr wirtschaftliches Zweinutzungshuhn, auch wenn es im Vergleich zu den Marans deutlich leichter ist und mehr Eier legt.

    Unsere „Pocahontas“, ein Vorwerkhuhn

    Vorwerkhühner legen hübsche hellbraune Eier. Ich weiß, ich weiß, ihr wollt bunte Eier, aber was wäre ein Eierkorb, in dem nicht wenigstens ein paar braune Eier liegen? ;)

    Die Rasse ist einfach zu toll, um sie euch vorzuenthalten- und steht obendrein auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Rassen.

    Vorwerkhühner sind ziemlich wetterhart und robust. Wenn sie Freigang haben, suchen sie gerne selber nach Futter, wodurch die Fütterung bei einem großen Auslauf eher gering ausfällt. Sie sind gutmütig, lebhaft und kaum scheu. Deswegen sind Vorwerkhühner super für Anfänger geeignet, da sie geringe Ansprüche an ihre Halter stellen und sich schnell eingewöhnen.

    Hier ist nochmal eine Übersicht zu den Hühnerrassen und ihren jeweiligen Eierfarben:

    Eier von verschiedenen Hühnerrassen

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      Uuund, worauf ist deine Wahl gefallen? Was sind deine Hühnerrassen-Favoriten? Wann sollen deine Hühner einziehen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

      Kompost aus Holz selber bauen

      Komposter selber bauen: Einfach, schnell und stabil!

      Kompost ist das Gold des Gärtners, und wenn du dieses Gold selber schürfen möchtest, solltest du dir unbedingt einen Kompost bauen. ;)

      Kompost erhöht den Humusgehalt deines Bodens, du gibst dem Boden also zurück, was die Gemüsepflanzen ihm nach und nach entziehen. Dadurch wachsen deine Pflanzen besser, du erhöhst die Wasserspeicherfähigeit des Bodens und fütterst die fleißigen Bodenlebewesen.

      In diesem Artikel stelle ich dir verschiedene Komposter-Modelle für deinen Garten vor und zeige dir, wie du dir selber einen Kompost bauen kannst. Auch wenn du keinen großen Garten hast, kannst du dir einen Kompost für den Balkon oder sogar für die Wohnung bauen!

      Kompost bauen
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      Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, weißt du: Ohne Kompost geht hier gar nichts! Ich lege alle meine Beete mit einer dicken Kompost-Schicht an und habe dadurch tatsächlich einen (so gut wie) unkrautfreien Garten.

      Meine Pflanzen sind gesund und robust und ich habe viel weniger Probleme mit Unkräutern. Außerdem ist es super praktisch, wenn du all deine organischen Abfälle einfach im Garten entsorgen kannst!

      Wenn du dich fragst, was du denn eigentlich kompostieren kannst und was nicht in den Komposter gehört, schau am besten einmal hier vorbei:

      Richtig guten Kompost machen

      Kompost selber bauen oder fertig kaufen?

      Auf dem Markt werden zahlreiche Kompost-Modelle zum Kauf angeboten. Es gibt Komposter aus Holz oder Metall, aber auch die Schnellkomposter oder Thermokomposter aus Plastik. Mit ein bisschen handwerklichem Geschick kannst du aber auch sehr einfach und kostengünstig deinen eigenen Kompost bauen. Wie man einen einfachen Kompost aus Holz baut, zeige ich euch weiter unten im Artikel.

      Komposter-Modelle für den Garten

      Freie Mietenkompostierung aka Komposthaufen

      Bei der freien Mietenkompostierung werden die „Haufen“ ohne Eingrenzung aufgeschichtet, was den Bau eines Kompost-Behälters natürlich überflüssig macht.

      Der Vorteil ist, dass die Mieten von allen Seiten zugänglich sind. Bei dieser Form der Kompostierung muss man ein bisschen mehr darauf achten, dass der Kompostplatz nicht unaufgeräumt aussieht, gerade deswegen werden die freien Kompostmieten aber häufig am besten gepflegt. ;)

      Die freien Mieten eignen sich gut für einen großen Garten, wo jede Menge organisches Material anfällt.

      Kompostieren im Holz-, Stein- und Metall-Komposter

      Bei dieser Form der Kompostierung werden die Pflanzenreste in einen Komposter (z.B. Holz-oder Draht-Behälter) geschichtet. Wenn der Behälter voll ist, wird der Kompost in einen zweiten Behälter umgesetzt.

      Für dieses System solltest du dir also mindestens zwei Kompost-Behälter bauen. So hast du genügend Platz zum Sammeln und für deine Kompostmieten. Wie viele Komposter du bauen möchtest, hängt natürlich auch von der Größe deines Gartens ab. Durch die Behälter sieht dein Kompostplatz organisiert und ordentlich aufgeräumt aus. ;)

      Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

      Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

        Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

        Schnellkomposter/ Thermokomposter

        Die Schnellkomposter oder Thermokomposter bestehen meist aus Kunststoff und besitzen eine isolierende Ummantelung. Durch die anhaltende Wärme beschleunigen sich die Kompostierungsprozesse und der Kompost wird schneller reif.

        Die Schnellkomposter sind sehr platzsparend und passen gut zu einem kleinen Garten. Für einen großen Garten kannst du dir aber auch einfach mehrere Schnellkomposter zulegen und sie nebeneinander aufstellen, sodass du mehrere Rotten gleichzeitig am Laufen hast ;)

        Komposter für Balkon und Wohnung

        Wenn du keinen großen Garten hast, kannst du trotzdem auf dem Balkon oder in deiner Wohnung einen Kompost bauen.  Für den Balkon ist im Prinzip auch ein kleiner Thermokomposter geeignet, den du aber regelmäßig mit frischem Boden „impfen“ solltest. Auf dem Balkon oder in der Wohnung sind die Kompost-Systeme nämlich geschlossen, das heißt, sie haben keinen Bodenkontakt und die wichtigen Bodenlebewesen, wie die Regenwürmer, können nicht von unten einwandern.

        Kompost bauen

        Wurmkiste

        Bei einer Wurmkiste macht man sich ganz gezielt die Arbeit der fleißigen Kompostwürmer (Eisenia foetida) zunutze. In der Wurmkiste leben mehrere hundert Würmer, die, zusammen mit den Mikroorganismen, deine Küchenabfälle in wertvollen Wurmhumus verwandeln. Dieser ist ein super Dünger für deine Kübelpflanzen oder deine Pflanzen im Garten.

        Je nach Wurmbesatz dauert es etwa 8 Wochen, bis du das erste Mal Wurmhumus entnehmen kannst. Die Wurmkiste kannst du an einen (im Winter frostfreien) Ort auf den Balkon, in den Keller oder auch in die Wohnung stellen.

        Bokashi

        Eine andere tolle Möglichkeit, um organische Abfälle in wertvollen Dünger umzuwandeln, ist der Bokashi-Eimer. Die Besonderheit bei diesem System ist, dass die Bioabfälle mit Hilfe von effektiven Mikroorganismen (EM) milchsauer fermentiert werden.

        Durch die Fermentation entstehen keine unangenehmen Gerüche, sodass der luftdicht abgeschlossene Bokashi-Eimer auch in der Küche stehen kann. Der Inhalt riecht nach der Fermentation ein bisschen wie Sauerkraut ;)

        Während dem Fermentations-Prozess kann regelmäßig das Sickerwasser, der sogenannte Bokashi-Tee entnommen werden. Das ist ein super Flüssigdünger, der in das Gießwasser gegeben werden kann.

        Der fertige Bokashi wird mit Erde vermischt und kann entweder direkt in das Beet oder den Kübel gegeben werden oder einfach in einer Wanne zwischenglagert werden.

        Holz, Metall oder Stein? Die richtigen Materialien für deinen Komposter

        Meine Kompost-Behälter im Garten baue ich am liebsten aus natürlichen Materialien. Ein sehr schnell und einfach gebauter Komposter besteht ganz einfach aus mehreren Holz-Paletten, die miteinander verschraubt werden.

        Generell ist Holz ein beliebtes Baumaterial für den Kompost. Allerdings hat es den Nachteil, dass es nach einiger Zeit selber verrottet. Langlebiger wird der Kompost-Behälter, wenn du Steine oder Metall zum Bauen verwendest.

        Wie ein guter Komposter aussehen sollte

        Wenn du einen richtig guten Komposter bauen möchtest, dann gibt es ein paar Dinge, die du unbedingt beachten solltest. Es ist zum Beispiel ganz wichtig, dass dein Kompost-Behälter unten offen ist. Nur so können die Tiere aus dem Boden in deinen Kompost einziehen.

        Außerdem sollte dein Komposter mindestens an drei Seiten luftdurchlässig sein, denn für den Kompostierungs-Prozess muss Sauerstoff an das organische Material gelangen können, sonst fängt das Material eher an zu faulen.

        Der beste Standort für deinen Kompost

        Wenn du dir einen Kompost bauen möchtest, solltest du auch an die Standortwahl denken. Ich finde es ganz wichtig, dass mein Kompost nicht zu weit vom Haus entfernt ist, sonst muss ich ständig durch den ganzen Garten laufen, wenn ich meinen Bioabfall wegbringen möchte.

        Dein Kompost sollte auch nicht in der prallen Sonne stehen, ansonsten trocknet er zu schnell aus und die Kompostierungsprozesse stagnieren. Ideal ist ein halbschattiges, windgeschütztes Plätzchen auf fruchtbarem Boden. Eingesäumt von Sträuchern oder Hecken wird der Kompostplatz zum Herz deines Gartens. (:

        Kompost bauen

        So baust du deinen Kompost selber: Die Anleitung

        Ein einfacher und natürlicher Kompost-Behälter kann gut aus Holz gebaut werden. Am besten nimmst du kein Fichtenholz, auch wenn das sehr günstig ist, sondern besser das etwas beständigere Lärchenholz.

        Du kannst aber auch sehr gut Holzreste oder Paletten benutzen und deinen Komposter so individuell gestalten. ;)

        Folgende Materialien solltest du für den Bau deines Holz-Komposters parat haben:

        Zollstock, Holzsäge, Zange,  Schrauben, Nägel, Krampen, Holz oder Paletten, Hammer, Akku-Bohrer, Wasserwaage

        Wenn du sehr viele Mäuse in deinem Garten hast, dann kann es sich lohnen, ein Drahtgitter an deinem Komposter mitanzubringen. In diesem Fall solltest du dir noch Drahtgitter und Krampen oder einen Tacker besorgen.

        In dem folgenden Video kannst du dir ein paar Inspirationen für den Bau deines eigenen Komposters holen:

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        Mehr Informationen

        Unkrautfreie Kompostbeete anlegen

        Wenn du deinen eigenen Kompost herstellst, nutze ihn sinnvoll in deinem Garten: zum Beispiel, um neue Beete anzulegen. Ich habe es dir eben schon erzählt: Dadurch, dass ich meine Beete mit Kompost anlege, habe ich so gut wie gar kein Unkraut mehr im Garten.

        Schau dir gerne meinen Kompostbeete-Minikurs an, da zeige ich dir genau, wie das funktioniert:

        Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

        Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

          Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

          Eine andere Möglichkeit, deinen Kompost zu verwenden, ist die Herstellung von Terra Preta, der fruchtbarsten aller Gartenerden. Hier geht’s zur Terra Preta-Anleitung! :)

          Woraus willst du deinen Komposter bauen? Holz, Stein, Metall oder die einfache Variante aus Paletten? Ich freue mich über deinen Kommentar!

          Kiwi pflanzen, anbauen und ernten

          Der komplette Kiwi-Guide: Kiwis pflanzen, anbauen und ernten

          Du möchtest Kiwibeeren aus deinem eigenen Garten essen? Dann bist du hier genau richtig! Hier erfährst du nämlich alles, was du wissen musst, damit deine Kiwis sich in deinem Garten rundum wohlfühlen und du schon bald deine ersten eigenen Kiwis ernten kannst.

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          Die kleine Schwester der großen Kiwi: Die Kiwibeere

          Der allseits bekannten, großen Kiwi ist es bei uns zu kalt. Wenn die Pflanze im Winter Frost abbekommt, trägt sie in der nächsten Saison keine Früchte. Zum Glück ist die Kiwi-Familie, die ursprünglich aus Asien stammt, mit über 40 Arten aber viel größer, als die zwei Sorten, die wir aus dem Supermarkt kennen.

          In Chemnitz lebt der Kiwi-Liebhaber Werner Merkel, der sich als Sammler und Züchter, seit über 35 Jahren mit Kiwis beschäftigt. Sein Ziel war es, eine Kiwi mit tollem Aroma zu züchten, die auch in raueren Gegenden gut wächst. Mit den Kiwibeeren-Sorten „Romeo“ und „Julia“ hat Herr Merkel sein Ziel erreicht und sich einen Namen in der Kiwi-Szene gemacht.

          Mittlerweile gilt er als der Kiwi-Experte in Europa. Das Wissen und die Erfahrungen rund um die Kiwibeere teilt Herr Merkel sehr gerne und berät Interessierte, zusammen mit seinem Team, immer kostenlos. Hier findet ihr den Blog von Werner Merkel.

          Sein Enkel Richard Hamann hat die Kiwibeeren-Begeisterung von seinem Opa übernommen und seit 2012 auf professionelle Beine gestellt. Sie haben einen Online-Shop aufgebaut, mit der größten Kiwibeeren Auswahl in Europa. Die Kiwibeeren werden online an Pflanzenliebhaber, aber auch offline an Großkunden verkauft, welche Plantagen erstellen und die Kiwibeeren vermarkten. Im Hintergrund züchtet der Familienbetrieb an neuen, tollen Kiwibeeren-Sorten.

          Kiwi pflanzen, anbauen und ernten
          Kiwibeere „Fresh Jumbo“ (Foto: kiwiri.de)

          „Kiwibeeren sind kein Hobby mehr, sondern unser Leben. Und jedes Mal, wenn die Erntezeit losgeht, weiß ich wieder warum – weil der Geschmack einfach bombastisch ist. Und jeder, der erstmal eine richtig reife „Fresh Jumbo“ aus dem Garten probiert hat, wird „süchtig“ danach. Versprochen!“, sagt Richard Hamann.

          Kiwibeeren sind sehr robust

          Die Kiwibeere gedeiht auch in unseren Breitengraden sehr gut, denn sie verträgt Temperaturen bis -30°C. Als schlingender Kletterstrauch braucht die Mini-Kiwi einen Standort, wo sie gut ranken kann. Sie ist deswegen auch toll zur Begrünung von Hauswänden, Pergolen oder Rosenbögen geeignet.

          Diese kleinen, rund 10g schweren Powerbeeren strotzen vor Vitaminen und können mit Schale ganz und gar verspeist werden. Aber auch als Fruchtaufstrich eignen sich die kleinen Früchte der Beerenkiwi. Sie sind dabei aromatischer als die großen Kiwis, die wir aus dem Supermarkt kennen.

          Wie viele Exemplare soll ich pflanzen?

          Bei den meisten Kiwibeeren kommt man nicht drum herum, sich mindestens eine männliche und eine weibliche Pflanze anzuschaffen. Zwei Pflanzen sollen es also mindestens sein.

          Eine männliche Befruchtersorte kann bis zu sechs (auch verschiedene) weibliche Pflanzen befruchten und sollte nicht mehr als 20 m von der weiblichen Pflanze entfernt stehen. Eine weibliche Kiwi-Pflanze kann locker mehr als 10 kg Ertrag abwerfen.

          Kiwibeeren pflanzen
          Kiwibeere „Victoria“ (Foto: kiwiri.de)

          Die besten Minikiwi-Sorten

          Eine männliche Befruchtersorte kann sehr schön mit bis zu sechs weiblichen Kiwipflanzen kombiniert werden. Die roten Sorten sind in der Regel etwas eher reif als die grünen Mini-Kiwis. Laut Richard sind die roten Sorten „Scarlet September“ oder „Hardy Red“, zusammen mit der frühreifen, grünen „Geneva“ und den spätreifenden, grünen Sorten „Fresh Jumbo“ oder „Super Jumbo“ eine kluge Auswahl.

          „Unsere geschmacklich Besten sind „Fresh Jumbo“, „Julia“ und „Chang Bai“. Für den Balkon ist die Sorte „Fit-Berry Jassai“ gut geeignet, weil sie etwas schwächer im Wuchs ist.“ Richard Hamann

          Die Sorten „Kokuwa“ und „Fit-Berry Jassai“ sind sogar bedingt selbstfruchtbar und tragen bereits im Jahr nach der Pflanzung die ersten Blüten – für diejenigen unter uns, die besonders schnell Kiwibeeren naschen wollen. ;)

          Ganz neu im Programm sind die Kiwibeeren „Mariered“ und „Victoria“. Die „Victoria“ ist aus einer Zusammenarbeit von dem Kiwiri-Team mit der bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau entstanden. Sie wurde 2020 in einem unabhängigen Sensorik-Test als die leckerste Kiwibeere ausgezeichnet und konnte sich gegen viele andere Kiwibeeren-Sorten aus der ganzen Welt durchsetzen.

          Kiwi pflanzen, anbauen und ernten
          Kiwibeere „Fit-Berry Jassai“ (Foto: kiwiri.de)

          Gute Mischkulturpartner für Kiwis

          Als Untersaat bieten sich Kleesorten an z.B. Inkarnatklee. Aber auch eine Unterpflanzung mit Erdbeeren oder Salaten ist möglich. Die Kiwibeere gehört zu den Strahlengriffelgewächse (Actinidiaceae) und ist mit keiner bekannten Obst- oder Gemüseart im Garten verwandt.

          Soll ich Kiwis säen oder pflanzen?

          Am besten kaufst du dir Pflanzen oder organisierst dir Stecklinge. Der Pflanzabstand zwischen den Kiwis beträgt etwa zwei Meter. Bis deine Kiwibeeren das erste Mal Früchte ansetzen, können bis zu vier Jahre vergehen.

          Wann pflanzt man Kiwis?

          Die beste Pflanzzeit für Kiwibeeren ist im Frühling nach den Eisheiligen oder jetzt im Herbst, bevor es so richtig kalt wird.

          Kiwi-Beete vorbereiten

          Kiwibeeren sind Waldbegleitpflanzen und mögen humosen, leicht sauren Boden. Du kannst daher Laubwalderde und Kompost auf deinem Kiwi-Beet ausbringen.

          Idealer Standort für deine Kiwis

          Die Kiwibeere bevorzugt einen durchlässigen, gleichmäßig feuchten und nährstoffreichen Boden und einen sonnigen Standort. Weil die Kiwibeere ein Flachwurzler ist, sollte der Wurzelbereich allerdings nicht in der prallen Sonne stehen. Dann trocknet der Boden nämlich zu schnell aus und die Wurzeln können von zu viel Hitze Schaden nehmen. Deswegen sind sehr heiße Südlagen am besten zu vermeiden.

          Kiwibeeren können auch in großen Kübeln angebaut werden, auch hier solltest du darauf achten, dass der Wurzelbereich deiner Kiwi nicht zu sonnig steht.

          Wenn du Ideen für Rankgerüste brauchst, schau mal in diesem Artikel vorbei:

          7 wunderschöne Rankhilfen, die du selber bauen kannst!

          Kiwi pflanzen, anbauen und ernten
          Kiwibeere „Cherry Bomb“ (Foto: kiwiri.de)

          Kiwibeeren anbauen: Die Pflege

          Den Wurzelbereich deiner Kiwibeere kannst du sehr gut durch eine Mulchauflage vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen. Weil die Kiwibeere einen leicht sauren Boden bevorzugt kann auch gerne etwas Tannengrün zum Mulchen benutzt werden.

          Wenn es über längere Zeit trocken ist, solltest du deine Kiwibeere gießen*.

          Um richtig viele Mini-Kiwis zu ernten, solltest du deine Pflanze regelmäßig zurückschneiden. Einmal im Jahr freut sich deine Kiwibeere auch über eine Kompostgabe, eine zusätzliche Düngung ist nicht unbedingt erforderlich.

          Kiwibeeren richtig erziehen ;)

          Wenn du deine Kiwi wild wachsen lässt, wird der Ertrag geringer ausfallen, als wenn du deine Kiwi an einem Spalier erziehst. Ein einfaches Spalier kannst du mit 3 bis 4 waagerechten Drahtgespannen (der unterste in etwa 60 cm Höhe, darüber in 40 cm Abständen) und 2 senkrechten Endpfählen bauen.

          Um deine Kiwi an einem Spalier zu erziehen, suche dir zunächst einen starken Haupttrieb, den du senkrecht an deinem Spalier befestigst. Im nächsten Jahr werden dann die kräftigsten Seitentriebe ausgewählt und seitwärts an den Drahtgespannen entlang geleitet.  Darunter entfernst du alle Seitentriebe, die an dem Haupttrieb wachsen. Außerdem solltest du darauf achten, dass sich der Haupttrieb nicht kräuselt, sondern gerade nach oben wächst (ansonsten wird der Saftfluss behindert).

          An diesen mehrjährigen Leittrieben bilden sich weitere Seitentriebe aus, an deren Knospen sich später die Fruchtstände entwickeln. Der Fruchtholzschnitt kann wie beim Wein erfolgen.

          Beschneiden kannst du die Kiwibeere im Sommer und im Winter. Das Frühjahr ist für einen Schnitt nicht so gut geeignet, weil die Kiwibeere dann gut im Saft steht und nach einem Schnitt stark blutet.

          Kiwibeeren pflanzen
          Kiwibeere „MarieRed“ (Foto: kiwiri.de)

          Wann ernte ich Kiwibeeren?

          Je nach Sorte sind die Kiwibeeren ab August bis Oktober reif. Du solltest deine Mini-Kiwis spätestens vor den ersten Nachtfrösten ernten, sonst besteht die Gefahr von Frostschäden.

          Die fiesesten Kiwi-Krankheiten und Schädlinge

          Die Kiwibeere ist ziemlich widerstandsfähig und leidet kaum unter Krankheiten. In den letzten Jahren hat sich jedoch die Kirschessigfliege ausgebreitet, die auch die Kiwibeeren schädigen kann. Werner Merkel gibt den Tipp, bei einem Befall von der Kirschessigfliege die unreifen Früchte zu ernten und in einem kühlen Lager nachreifen zu lassen.

          Und, wann sollen deine ersten Kiwi-Pflanzen einziehen? Hast du noch mehr Tipps rund um den Anbau von eigenen Kiwis? Dann ab damit in die Kommentare! So können wir alle vom Wissen der Anderen profitieren. :)

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          Machen statt träumen

          Machen statt träumen!

          Weißt du was? Vor fünf Jahren hätte ich NIE geglaubt, dass wir so schnell so viel von dem, was wir essen, selber anbauen und erzeugen können. Wenn mir jemand erzählt hätte, was wir innerhalb der nächsten Jahre auf die Beine stellen, hätte ich ihm vermutlich einen Vogel gezeigt.

          Überall habe ich gelesen, man soll besser langsam anfangen und sich nicht überfordern. Und ich glaube, dass das ein wertvoller Rat ist – immerhin ist nichts frustrierender, als das Handtuch zu schmeißen, weil man sich zu viel vorgenommen hat.

          Aber dieser Rat hat meine Träume klein gehalten.

          Ich hatte zwar die Vision von einem großen Garten, der genug Obst und Gemüse für unsere Familie abwirft, von eigenen Eiern, selbstgebackenem Brot, Käse, Milch und Fleisch von eigenen Tieren… Aber ich dachte, dass Jahrzehnte vergehen würden, bis ich an diesem Punkt ankomme.

          Ich dachte, ich müsste erst eine weise alte Frau werden, um das zu erreichen.

          Und – tadaaa – fünf Jahre später sind wir genau da angekommen, wo ich immer sein wollte. Wir bauen unser Obst und Gemüse zu fast 100 % selbst an, essen nur Eier von unseren eigenen Hühnern, backen unser Brot selbst, trinken unsere eigene Milch und essen Frischkäse, Feta, Camembert, Butter, Joghurt, Eis, Wurst, Fleisch und Mozzarella von unseren eigenen Ziegen.

          (Wobei ich zugeben muss, dass mein Mozzarella immer noch LAUSIG ist. Alles andere schmeckt super, aber der Mozzarella will mir einfach nicht gelingen. Aber ihr kennt mich: Ich gebe nicht auf, bis ich es endlich raushabe. Wenn irgendwer Tipps hat, immer her damit!)

          Machen statt träumen
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          Ich bin mir zu 100 % sicher: Wir hätten all das noch viel schneller geschafft, wenn wir nur den Mut dazu gehabt hätten bzw. den Glauben daran, dass das möglich ist.

          Wenn ich in den letzten Jahren eine Sache gelernt habe, dann die: Hab große Träume und trau dir zu, sie zu erreichen.

          Wenn du von einem großen Garten träumst oder Tiere zur Selbstversorgung halten möchtest, dann fang an! Und zwar jetzt, nicht erst im Frühling, wenn dein Kind in den Kindergarten kommt oder wenn du endlich in Rente gehst. Es gibt tausend Gründe, warum „es jetzt gerade nicht passt“, aber wahrscheinlich wird dieser „richtige Zeitpunkt“, auf den du wartest, nie eintreten.

          Alles, was du brauchst, ist die Lust, Neues zu lernen, und genug Durchhaltevermögen, um weiterzumachen, wenn es mal hart auf hart kommt (denn das wird es, versprochen!). Dann kannst du alles schaffen, was du dir vornimmst, da bin ich mir sicher!

          Jetzt bin ich aber neugierig! Was sind deine mutigen Selbstversorger-Pläne? :)
          Ernte mich im Winter

          Ernte mich im Winter – frisches Gartengemüse rund ums Jahr!

          Wie oft habe ich das schon gelesen: „Im Oktober wird der Gemüsegarten geräumt, spatentief umgegraben und winterfertig gemacht.“ Wer sagt, dass die Gartensaison mit den ersten Frösten endet? Leckeres Gartengemüse gibt’s nur im Sommer und Herbst?

          Pustekuchen! ;)

          Es gibt so viele Gemüse, die nicht nur absolut winterhart sind, sondern sogar erst so richtig lecker werden, wenn es friert. Möhren zum Beispiel schmecken im Winter unvergleichlich viel süßer als im Sommer. Und allein die Kohl-Familie hat die unterschiedlichsten winterharten Kandidaten zu bieten.  

          Ernte mich im Winter
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          Ich finde es absolut faszinierend, im Winter durch den Garten zu streichen und zu sehen, wie die mit Eiskristallen besetzten Gemüse zu wunderschönen Statuen erstarren – und sobald es wärmer wird, auftauen und aussehen, als wäre nichts gewesen.

          Mit ein paar einfachen Hilfsmitteln und der richtigen Planung kann man das ganze Jahr über super vielfältig aus deinem eigenen Garten essen. Deswegen möchte ich euch heute ein Buch vorstellen, auf das ich schon seit einem halben Jahr hin gefiebert habe und das jetzt endlich erschienen ist: Ernte mich im Winter von Wintergärnterei-Profi Wolfgang Palme.

          Ernte mich im Winter

          Der Löwenzahnverlag hat mir netterweise gleich ein Rezensionsexemplar zugeschickt und ich Gartennerd habe es in einem Rutsch verschlungen – soo gut! :)

          Wolfgang Palme ist (auch wenn sein Name das nun wirklich nicht vermuten lässt) ein absoluter Wintergarten-Spezialist. Seit über zehn Jahren erforscht er den winterlichen Gemüsebau, betreut die Gemüsebau-Versuchsanlage Zinsenhof und die City Farm Augarten und gibt sein umfangreiches Wissen in Kursen (und Büchern!) an große und kleine Wintergärtner weiter.

          Das Buch ist eine tolle Inspirationsquelle für alle, die ihren grünen Daumen im Winter einfach nicht begraben können und Lust auf voll bepflanzte Winterbeete und eine üppige, vielfältige Ernte haben – egal, ob Sonnenschein oder Schneesturm. :)

          Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass sich das Buch gleichzeitig sehr unterhaltsam liest. Die Gemüse stellen sich zum Beispiel allesamt aus der Ich-Perspektive vor und erzählen von ihren Vorlieben, Freunden und Verwandten.

          Es gibt genug tröge Gartenbücher, in denen sich eine Tabelle an die andere reiht. „Ernte mich im Winter“ gehört garantiert nicht dazu. Ich habe es an einem Nachmittag verschlungen.

          Ernte mich im Winter

          Ihr wisst, dass ich ein Fan von ganz konkreten Schritt-für-Schritt-Anleitungen bin, die man bei sich zuhause umsetzen kann. Deswegen habe ich mich sehr über den Kalender gefreut, der im Buch enthalten ist, und in dem alle Aussaattermine und Gartenarbeiten, die im Wintergarten anstehen, in Monatsübersichten gegliedert sind. Mit so einem „Fahrplan“ lässt sich wunderbar arbeiten, Herr Palme. :)

          Was ich am meisten aus dem Buch mitgenommen habe, ist der Mut, Gemüsepflanzen mehr zuzutrauen. Viele Gemüse können mehr Frost ab als man ihnen manchmal zutraut. Wolfgang Palme hat in seinen Experimenten über 70 Gemüsearten für frosthart befunden. Abgefahren, oder?

          Wenn du Lust hast, auch im Winter aus deinem Garten zu schlemmen, kann ich dir „Ernte mich im Winter“ sehr ans Herz legen. Einfach ein tolles, umfangreiches und inspirierendes Buch zu einem Thema, zu dem es noch viel zu wenig praxiserprobtes Wissen gibt!

          Hier geht’s zum Buch!

          Nebenbei was Gutes tun

          Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, kennst du wahrscheinlich den Buchversand „buch7“, eine tolle Alternative zu Online-Giganten wie Amazon. Buch7 spendet 75 % des Gewinns an soziale, kulturelle und ökologische Projekte.

          Wenn du also genauso viel Lust auf’s Wintergärtnern hast wie ich, bestell dir das Buch doch am besten über meinen buch7-Partnerlink – das ist genauso unkompliziert wie bei Amazon, versprochen. :)

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          Wenn du jetzt voll motiviert bist auch im Winter fleißig zu gärtnern, findest du hier die passenden Artikel:

          Kartoffeln im Winter pflanzen für eine super frühe Ernte!

          So erntest du den ganzen Winter über frischen Salat!

          11 Tipps für die Selbstversorgung im Winter

          Haushuhn

          Es lebe das Haushuhn! Hühner halten im Garten

          Das Haushuhn ist ein großartiges Tier für die Selbstversorgung! Es versorgt dich mit leckeren Eiern und mit Fleisch, das viel besser schmeckt als aus dem Supermarkt!

          Haushühner helfen auch toll bei der Gartenarbeit mit! Sie fressen nämlich gerne Schnecken und Unkräuter. Und ganz nebenbei produzieren sie einen super Dünger für deine Gemüsepflanzen.

          Ich könnte meinen Hühnern stundenlang zuschauen, weil sie einfach so urkomisch sind. Zu beobachten, wie unsere Haushühner im Rennschritt einem Insekt hinterherjagen, ist besser als Fernsehen!

          Wenn du auch überlegst, dir Haushühner anzuschaffen, kommt hier mein 1×1 des Haushuhns für dich!

          Die Geschichte des Haushuhns

          Wusstest du, dass die Haushühner von den Dinosauriern abstammen? Vom Tyrannosaurus Rex bis zu unserem heutigen Haushuhn war es allerdings ein langer Weg. (;

          Zunächst haben sich die sogenannten Kammhühner entwickelt, dabei gilt das Bankiva Huhn als Hauptausgangsform aus dieser Gattung. Es stammt ursprünglich aus Asien und lebt dort zum Teil heute noch.

          Wenn du deinen Haushühnern ein artgerechtes Leben bieten möchtest, ist es immer klug, erstmal zu schauen, wie der natürliche Lebensraum ihrer Vorfahren aussieht. Am liebsten wohnen die Wildhühner im Unterholz und an Waldrändern, denn dort finden sie tagsüber Deckung und die Möglichkeit sich auf die Äste von Bäumen zu setzen.

          Auch die domestizierten Haushühner sind happy, wenn sie geschützt vor Raubvögeln durchs Unterholz streifen und es sich auf kleinen Bäumen und Sträuchern bequem machen können.

          Logischerweise fand auch die Domestikation des Wildhuhns in Asien statt, gegen 800 v. Chr. gelangten die ersten Hühner nach Europa.

          Zu Beginn wurden die Hühner in Europa sehr extensiv gehalten. Sie liefen frei herum, schliefen, wo sie wollten, und konnten sich in ihrem natürlichen Verhalten frei ausleben.

          Weil sich früher viele Bauernhöfe in Alleinlage befanden, wurde zwischen den Haushühnern kaum genetisches Material ausgetauscht. So konnten sich viele verschiedene Landrassen ausbilden. Erst im 18. und 19. Jahrhundert begann man mit der intensiveren Haltung von Hühnern in Ställen und der gezielten Zucht auf Legeleistung und Fleischansatz.

          Heutzutage leben die meisten Hühner nicht mehr frei, sondern in industriellen Ställen, eingepfercht mit tausenden Artgenossen. Die Eier sollen alle einheitlich aussehen und das Huhn soll so viele Eier wie möglich legen. Aus diesen Gründen wurden die heutigen Hybrid-Rassen gezüchtet. Die Hybrid-Turbohennen können bis zu 300 Eier pro Jahr legen.

          Bist du bereit für deine ersten Hühner?

          Bevor deine neuen Lieblinge einziehen, wollen wir sicher gehen, dass du auch wirklich an alles gedacht hast. Deswegen habe ich eine Checkliste erstellt, die vom Stall über den Auflauf, das Zubehör und die „Urlaubsvertretung“ alles abklappert, sodass du genau weißt, dass du bereit bist für deine neuen Hühner.

          Trag dich gerne hier ein, um dir die Checkliste herunterzuladen:

          Alles parat, bevor deine Lieblinge einziehen? Hier ist deine Hühner halten-Checkliste!

          Trag dich hier ein und ich versorge dich rund ums Jahr mit meinen besten Hühnertipps per Email. Und die Hühner halten-Checkliste gibt’s als Willkommensgeschenk obendrauf!

            Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

            Wie viele Hühner soll ich halten?

            Hühner sind gesellige Tiere und leben sehr gerne in einer kleinen Herde, deswegen solltest du niemals ein Huhn alleine halten. Am besten schaffst du dir also mindestens zwei bis drei Hühner an.

            Wenn du dich mit Eiern selber versorgen willst, dann kannst du auf eine Person im Haushalt ein bis zwei Hühner einplanen. So bist du ausreichend mit Eiern versorgt!

            Tolle Haushuhn-Rassen

            Die Turbo-Hybriden wurden darauf gezüchtet, so viele Eier wie möglich zu legen. Während Haushühner locker acht Jahre alte werden können, stirbt das moderne Hybrid-Huhn früher, weil es durch den ständigen Stress, Eier zu legen, geschwächt ist.

            Wir halten deswegen alte, robuste, teilweise vom Aussterben bedrohte Rassen. Momentan halten wir Vorwerkhühner, Marans, Australorps und Schwedische Blumenhühner.

            Vorwerkhühner

            Diese Hühnerrasse ist nicht etwa nach dem Staubsauger, sondern ihrem Züchter Oskar Vorwerk benannt. Das Vorwerkhuhn giilt als sehr wirtschaftliches Zweinutzungshuhn.

            Vorwerkhühner sind ziemlich wetterhart und robust. Wenn sie Freigang haben, suchen sie gerne selber nach Futter, wodurch die Fütterung bei einem großen Auslauf eher gering ausfällt. Sie sind gutmütig, lebhaft und kaum scheu. Deswegen sind Vorwerkhühner super für Anfänger geeignet, da sie geringe Ansprüche an ihre Halter stellen und sich schnell eingewöhnen.

            Das rechte Huhn auf dem Bild ist ein Vorwerkhuhn:

            Haushuhn

            Marans

            Marans sind sehr große Zweinutzungshühner, die wunderschöne rotbraune bis schokobraune Eier legen. Sie gelten als freundliche Hühner, die kaum aggressiv werden, aber auch selten handzahm. Die Eierschale ist eher fest und feinporig, sodass sich die Eier sehr gut lagern lassen.

            Haushuhn

            Am Anfang der Legeperiode sind die Eier sehr dunkel und werden nach und nach heller. In der nächsten Legeperiode ist die Eischalenfarbe aber wieder dunkel.

            Australorps

            Diese Hühnerrasse wurde erst um 1920 in Australien gezüchtet und seit 1950 auch in Deutschland anzutreffen. Sie gelten als sehr sanftmütige und ruhige Tiere. Außerdem sind die ziemlich robust. Dabei sind sie ein wunderbares Zweinutzungshuhn mit hoher Legeleistung und guter Fleischqualität.

            Wir halten die Zwergvariante der Australorps, deswegen ist dieses Exemplar so klein.

            Haushuhn

            Schwedische Blumenhühner

            Dieses Haushuhn stammt aus Südschweden und wurde um 1800 das erste Mal erwähnt. Sie sind sehr robust und haben ein wunderschönes buntes Gefieder, das in vielen verschiedenen Farben erstrahlt. Sie gelten als ruhig und zutraulich, können aber schon mal über den ein oder anderen Zaun drüber fliegen. (;

            Rettet das Huhn

            Vielleicht kennst du ja die Initiative „Rettet das Huhn“, die ausgediente Legehennen aus der Massenproduktion an Privatleute vermittelt.

            Die Hybridhennen werden nämlich normalerweise nach ungefähr 16 Monaten geschlachtet, weil es wirtschaftlicher ist, sie durch jüngere Hühner zu ersetzen. Dabei legen Hybriden in dem Alter noch richtig, richtig gut. Also: Schenk doch ein paar dieser armen Kreaturen ein neues Zuhause! :)

            Hier geht’s zu „Rettet das Huhn“!

            Und hier ist eine tolle Doku über die Initiative:

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            Mehr Informationen

            Brauche ich einen Hahn, wenn ich Hühner halten will?

            Hennen legen auch ohne Hahn Eier! Nur wenn du selber Hühner züchten möchtest, kommst du nicht drum herum, dir auch einen Hahn zuzulegen. Du solltest für einen Hahn etwa zehn Hennen einplanen. Wenn es weniger Hennen sind, dann werden sie von dem Hahn zu sehr malträtiert. (;

            Allerdings kann ein Hahn auch sehr nützlich sein, um deine Hühnerfamilie beisammenzuhalten und sie vor Eindringlingen zu warnen. Es gibt auch ganz charmante Hähne, die, wenn sie einen Wurm gefangen haben, ihre Hennen herbeirufen und ihnen das Geschenk vor die Füße legen.

            Wie groß sollte der Hühnerstall sein?

            Es kommt natürlich darauf an, wie viele Hühner du halten möchtest und wie groß diese Hühner sind. Es sollten aber nicht mehr als zwei bis drei Hennen pro Quadratmeter sein. Große Hühner brauchen etwas mehr Platz als kleine Hühner, logisch, oder?

            Damit sich die Hühner natürlich verhalten können, solltest du ihnen einen Auslauf zur Verfügung stellen. Dann können die Hühner selber auf Futtersuche gehen, scharren und im Sand baden!

            Umso größer dein Auslauf ist, desto kleiner kann dein Stall sein. Die meisten Hühner befinden sich nämlich vorwiegend nur nachts im Stall, sie setzen sich auf ihre Stange und schlafen.

            Was fressen Haushühner?

            Deine Haushühner fressen sehr gerne Küchenabfälle, solange sie nicht zu salzig, fettig oder süß sind. Wenn deine Hühner regelmäßig im Garten oder auf einer frischen Wiese unterwegs sind, kann das Gras bis zu 20 % der Hühnerernährung ausmachen.

            Zusätzlich solltest du Körnerfutter zu füttern. Wir verwenden dafür Bio-Futter, das komplett in Deutschland angebaut wurde. Es ist sinnvoll bei Hühnerfutter auf Regionalität zu setzen. Konventionelles Hühnerfutter enthält nämlich oft Mais und Soja. Dabei wird häufig Gensoja und Genmais aus Südamerika verwendet, wofür nicht selten Regenwaldflächen zerstört werden.

            Das finde ich ziemlich unnötig und achte deshalb sehr auf die Regionalität unseres Hühnerfutters!

            Haushühner vor Raubtieren schützen

            Ein Stall für deine Haushühner kann eine Dauereinrichtung oder ein Mobilstall sein. Bei jedem Stall ist es sehr wichtig, dass er fuchs-, ratten- und mardersicher ist. Aus diesem Grund sollte der Stall wirklich jede Nacht fest verschlossen werden!

            Als Faustregel für den Stallbau kannst du dir übrigens merken: Wo ein Ei durchpasst, passt auch ein Marder durch!

            Wenn bei dir in der Gegend viele Raubvögel leben, dann spanne am besten ein Netzt über die Gehege. Wir haben zum Glück keine Probleme mit Raubvögeln und lassen das Netz daher weg.

            Aber wir stellen die Hühner immer unter Bäume oder bieten ihnen ein Gebüsch als Versteck an, denn Hühner mögen freie Flächen ohne Unterschlupf gar nicht gerne und halten sich dann meistens nur um den Stall herum auf.

            Im Fachhandel gibt es die erwähnten Elektrozäune für Geflügel, die ziemlich ausbruch- und einbruchsicher sind. (; Sie helfen sehr gut, nicht fliegende Raubtiere abzuhalten!

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            Wer die Natur nicht liebt, wird kein Klimaretter.

            Ich mache mir viele Gedanken zum Klimawandel. Was wir tun können, was sich ändern muss und wie zum Henker das vonstatten gehen soll. Und wenn ich so vor mich hin grübele, komme ich immer wieder zu dem Schluss, dass es elementar wichtig ist, in unseren Kindern die Liebe zu diesem wunderschönen Planeten zu entfachen.

            Wir hatten schon zehnjährige Kinder zu Besuch, die nicht wussten, dass Kartoffeln unter der Erde und Erbsen in Schoten wachsen. Und woher sollen sie das auch wissen, wenn sie nie damit in Kontakt kommen?

            Ganz ehrlich: Wie sollen wir von dieser Generation erwarten, dass sie sich auch nur im Geringsten um die Rettung dieses wundervollen Planeten schert, wenn sie absolut keinen Bezug dazu hat?

            Und weißt du was? Das ist fatal!

            Wir haben es tatsächlich geschafft, unsere Bling-Bling-Glitzer-Konsumwelt vor die Wand zu fahren – und unsere Kinder sind diejenigen, die das ausbügeln und mit den Konsequenzen leben müssen.

            Wir können unmöglich so weitermachen wie bisher. Deswegen ist es so wichtig, dass wir unseren Kindern zeigen, was es bedeutet, mit der Natur zu arbeiten statt gegen sie.

            So viele der heutigen Stadtkinder haben nie erfahren, wie es ist, durch den Wald zu streunen, Baumhäuser und Staudämme zu bauen und sich im Garten unter den Himbeersträuchern liegend den Bauch vollzuschlagen.

            Kinder müssen rauskommen, statt den ganzen Tag am Handy zu zocken, sie müssen echte Erlebnisse erleben, Wind und Wetter spüren und am eigenen Leib erfahren, wie unglaublich schützenswert unser Planet ist.

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            Umso schöner ist es, die Augen dieser Kinder aufleuchten zu sehen, wenn wir zusammen eine Kartoffelpflanze ausgraben und sie ganz eifrig die Erde durchwühlen, um ja alle Knollen einzusammeln. Oder wenn sie die ersten frisch gepflückten Erbsen ihres Lebens essen und feststellen, dass die ja „fast so süß wie Bonbons“ sind. :)

            Gartenarbeit schafft eine tiefe Verbindung zur Natur und weckt die Liebe, die wir „Mutter Erde“ jetzt dringender denn je entgegenbringen müssen.

            Und Gartenarbeit fasziniert. Zu begreifen, dass in dem winzigen Samenkorn eine ganze Pflanze steckt, und zu erleben, wie sich eine Handvoll Samen in einen ganzen Garten verwandelt, ist ein Wunder, dem sich man nur schwer entziehen kann, egal, ob man groß oder klein ist. :)

            Also los, Fernseher aus, Gummistiefel an und raus mit euch in den Garten!

            Kind im Garten

            Gärtnern mit Kindern

            Natürlich kannst du deine Kinder einfach bei der Gartenarbeit mitnehmen, aber zumindest mein Sohn ist erst so richtig motiviert, seit wir zusammen sein eigenes Beet angelegt haben. Er entscheidet, was in seinem Beet wächst, er sät und pflanzt alle Gemüse selbst, kümmert sich um die Pflanzen und trägt am Ende stolz seine Ernte nachhause.

            Natürlich bin ich bei der Gartenarbeit immer bei ihm, beantworte seine Fragen und gebe ihm ab und zu einen konstruktiven Denkanstoß, wenn ich merke, dass er etwas plant, das garantiert nicht funktionieren wird.

            Die Tatsache, dass er seinen eigenen Bereich im Garten hat, ist ihm suuuper wichtig und motiviert ihn richtig. Das Kinderbeet muss gar nicht groß sein. Sein erstes Beet war ungefähr einen Quadratmeter groß, mittlerweile (er ist ja schon ein alter Hase ;)) sind es ca. fünf Quadratmeter.

            Wenn ihr keinen Garten habt, stell deinen Kindern ein paar Töpfe auf dem Balkon oder der Fensterbank zur Verfügung, die sie begärtnern können. Oder ihr schaut euch nach einem Schrebergarten um, mietet einen Acker oder sucht nach einem ungenutzen Grundstück, auf dem ihr einen Garten anlegen könnt.

            Es gibt immer eine Möglichkeit, zu gärtnern, auch wenn man keinen eigenen Garten hat.

            Das Kinder-Beet anlegen

            Kennst du schon meinen Minikurs zum Beete-Anlegen, den ich zurzeit an alle neuen Newsletterabonnenten verschicke? Da zeige ich euch Schritt für Schritt, wie ihr super bodenschonend neue Beete anlegen könnt, die schon im ersten Jahr richtig fruchtbar sind und (jipp, kein Spaß) auf natürliche Weise unkrautfrei bleiben.

            Du kannst dich hier für den Minikurs eintragen und ich versorge dich obendrein regelmäßig mit Gartentipps per Mail, damit du keine Aussaattermine oder wichtigen Gartenarbeiten mehr verpasst:

            Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

            Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

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              Schnellwachsende, anfängerfreundliche Gemüse anbauen

              Deine Kinder werden wahrscheinlich die Gemüsepflanzen anbauen wollen, die sie am liebsten essen. Damit sie schnell richtige Erfolge feiern, ist es aber klug, auch darauf zu achten, anfängerfreundliche Gemüse auszuwählen.

              Es gibt in der Gemüsewelt nämlich richtige Zicken, die selbst erfahrenen Gärtner*innen Schwierigkeiten bereiten – und die Quasi-Selbstläufer-Gemüse, die Fehler großzügig verzeihen.

              Hier findet ihr eine Liste mit besonders kinderfreundlichen Gemüsen:

              9 Gemüse, die jeder hinkriegt

              Übrigens: Nichts schmeckt so lecker wie Gemüse, das man selbst angebaut hat. Also wunder dich nicht, wenn deine Kinder auf einmal Sachen essen, die sie vorher vehement verschmäht haben. ;)

              Ab in den Wald! :)

              Aber nicht nur der Garten, auch in der „wilden“ Natur zu streunen, ist super wichtig. Kinder in der Natur sind heutzutage eine fast ausgestorbene Spezies.

              Kinder in der Natur

              Wenn du dich mehr mit dem Thema beschäftigen möchtest, kann ich dir die Bücher von Richard Louv seeehr ans Herz legen. Für mich war vor allem „Das letzte Kind im Wald“ ein richtiger Augenöffner und ich musste das Buch mehrmals zuklappen, weil ich so Lust hatte, mit meinem Sohn durch den Wald zu streunen, dass ich nicht länger warten wollte. ;)

              Hier geht’s zu „Das letzte Kind im Wald“

              Leider wird das Buch laut der buch7-Mitarbeiterin, mit der ich gerade telefoniert habe, auf Deutsch leider nicht mehr gedruckt, sodass ich nur die englische Ausgabe verlinken konnte. Aber „Das Prinzip Natur“ von Richard Louv ist auch richtig, richtig gut und auf Deutsch erhältlich. :)

              Die Bücherlinks sind Partnerlinks zu buch7, einer tollen Alternative zu Online-Giganten wie Amazon. Buch7 spendet 75 % des Gewinns an ökologische, kulturelle und soziale Projekte und verschickt alle Bücher CO2-neutral.

              Wenn du dir das Buch bestellen möchtest, warum nicht nebenbei was Gutes tun? :)

              Und jetzt packt das Handy oder den Laptop weg und raus mit euch! Der Herbst ist eine tolle Zeit, um neue Beete anzulegen, und es gibt noch einige Gemüse, die man jetzt noch säen und pflanzen kann. Hier findest du eine Liste mit allem, was „jetzt noch geht“:

              Aussaat & Pflanzen im September

              Gemüsegarten ohne Unkraut

              Unkrautfrei gärtnern – Jaa, das geht! ;)

              „Traue keinem Garten, in dem kein Unkraut wächst!“ Kennst du den Spruch? Vor fünf Jahren hätte ich das noch 1:1 unterschrieben – mittlerweile bin ich aber anderer Meinung.

              In unserem Garten wächst nämlich tatsächlich so gut wie gar kein Unkraut, und das ganz ohne Unkrautvernichtungsmittel oder flächendeckende Mulchfolien aus Plastik. Stattdessen ahmen wir beim Gärtnern natürliche Prozesse nach und versuchen, mit der Natur zu arbeiten statt gegen sie.

              Und ich sag dir eins: Wenn das Unkrautrupfen erstmal wegfällt, macht das Gärtnern vieel mehr Spaß! :)

              In diesem Artikel will ich die Anti-Unkraut-Strategien mit dir teilen, die ich mir in den letzten Jahren erarbeitet habe.

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              Aber warum ist Unkraut überhaupt so „schlecht“?

              Unkrautfreie Beete haben den Vorteil, dass deine Gemüsepflanzen keine Konkurrenten um Wasser und Nährstoffe haben. Außerdem bleiben mehr Platz und Licht für deine Gemüsepflanzen, sodass die sich kräftig entwickeln können.

              Und ganz ehrlich, wer jätet schon gerne Unkraut? Wenn in den Beeten wenig Unkräuter wachsen, bedeutet das eine immense Arbeitsersparnis!

              Mit ein paar ausgeklügelten Methoden schaffe ich es, neben Vollzeitjob, Kind und Studium das Gemüse für meine Familie fast komplett selbst anzubauen – das klappt vor allem deswegen so gut, weil im Garten nur ein Minimum an Arbeit anfällt.

              Unkrautfrei gärtnern mit der richtigen Beet-Anlege-Technik

              Mit der richtigen Beet-Anlege-Technik schaffst du die Grundlage für unkrautfreies Gärtnern. So kannst du eine Wiese in Minutenschnelle in fruchtbare Gemüsebeete verwandeln, die man sofort bepflanzen kann. Das funktioniert ganz ohne Umgraben, und am Ende hast du viel weniger Arbeit mit Unkraut und jäten.

              Ich habe einen Mini-Videokurs erstellt, in dem ich dir Schritt für Schritt zeige, wie du die unkrautfreien Kompostbeete anlegst. Trag dich gerne hier ein:

              Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

              Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

                Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                Bei meiner Beet-Anlege-Technik ist es ganz wichtig, dass du unkrautfreien Kompost benutzt. Wenn du deinen Kompost von einem Kompostwerk beziehst, dann sollte der Kompost in der Regel unkrautfrei sein. Denn in den Kompostwerken wird der Kompostierungsprozess kontrolliert und so optimiert, dass die Rotte ziemlich heiß wird und die Unkrautsamen unschädlich gemacht werden.

                Bei der eigenen Kompostherstellung werden meistens nicht so hohe Temperaturen erreicht. Wenn du deinen eigenen Kompost herstellst, dann empfehle ich dir, keine Wurzelunkräuter und auch keine ausgereiften Samenunkräuter auf deinen Kompost zu geben.

                Hier findest du meine Anleitung für richtig guten, unkrautfreien Kompost!

                Kleiner Tipp:

                Du kannst einen extra Kompost für Unkräuter und kranke Pflanzen anlegen, damit dein richtiger Kompost unkrautfrei bleibt. Der steht bei mir in der hintersten Gartenecke. Den fertigen Kompost bringe ich unter Büschen und Bäumen aus, aber eben nicht auf den Gemüsebeeten.

                Warum du deine Beete nicht umgraben solltest

                Jipp, du hast richtig gelesen: Ich rate dir dazu, deinen Boden nicht mehr umzugraben. Warum? Weil jeder Boden ein unerschöpfliches Potenzial an Unkrautsamen enthält, die beim Umgraben an die Oberfläche gelangen und aufgehen.

                Außerdem schaufelst du beim Umgraben ein Massengrab für super viele Bodenlebewesen, auf die wir im Biogarten absolut angewiesen sind. Gärtnern ohne Umgraben schafft ein Paradies für Regenwürmer und Co. und deine Pflanzen sind von Natur aus viel kräftiger und gesünder, weil sie von dem boomenden Bodenleben profitieren.

                Und, pssst, aber Umgraben ist echt anstrengend. Du sparst dir also nicht nur das Jäten, sondern auch noch das Umgraben. Ha, zwei Fliegen mit einer Klappe! ;)

                Bevor es losgeht: Unkräuter bestimmen!

                Bevor du dein Beet anlegst, solltest du dir gut anschauen, was auf der Wiese überhaupt wächst:

                Wurzelunkräuter vermehren sich über Wurzelstücke und können ziemlich invasiv sein. Die hartnäckigsten Kandidaten sind Giersch, Quecke und die gute alte Ackerwinde.

                Falls du diese Unkräuter sichtest, solltest du sie vor dem Beete-Anlegen möglichst mit Wurzeln jäten. Nimm dafür am besten eine Grabegabel oder einen Wurzelstecher und versuche die Wurzel in einem großen Stück aus dem Boden zu ziehen. Denn wenn kleine Wurzelstücke wieder in deinem Beet landen, werden daraus sehr schnell wieder ganze Pflanzen.

                Samenunkräuter kommen von außen eingeflogen. Zu den bekanntesten gehören Löwenzahn, Disteln, Franzosenkraut und Ehrenpreis. Um diese Unkräuter in Schach zu halten, mähe ich regelmäßig die Wiese um meine Beete herum. Wichtig ist, dass gemäht wird, bevor die Unkräuter Samen ausgebildet haben. ;)

                Wenn du deine Beete mulchst, kannst du damit auch wunderbar verhindern, dass die Samenunkräuter aufgehen. Denn die Samen finden auf den Beeten keine Erde vor, in der sie keimen können.

                Falls doch mal was aufgeht, versuche ich die Pflanzen zu jäten oder zu hacken, solange sie noch jung sind. Das geht nämlich deutlich schneller und die Unkräuter kommen gar nicht erst dazu, sich in meinen Beeten breitzumachen.

                Mulch ist ein wunderbarer, natürlicher Unkraut-Unterdrücker. Hier geht’s zu meinem neuesten Mulch-Artikel:

                Die 7 größten Fehler beim Mulchen von Gemüsebeeten

                Unkraut effektiv vernichten

                In meinem Gemüsegarten setze ich keine chemischen Keulen ein, denn ich möchte meiner Familie nur ungespritztes und natürliches Gemüse auf den Tisch bringen. Auf Unkrautvernichter verzichte ich deswegen völlig. Meine Erfahrungen haben außerdem gezeigt, dass eine chemische Unkrautbehandlung völlig unnötig ist.

                Wenn deine Unkräuter doch mal ausgeartet sind, gibt es einen sehr guten Trick, um dieses Unkraut ohne Chemie zu vernichten. Zunächst solltest du die großen Unkräuter jäten. Dann legst du eine durchsichtige Folie auf dein Beet, die du am besten mit ein paar Steinen am Rand beschwerst. Je nachdem, wie groß die Fläche ist, kannst du dafür zum Beispiel einen gelben Sack verwenden.

                Jetzt geht es unter deiner Folie richtig ab. Es ist schön warm und die Unkräuter schießen nur so aus dem Boden.

                Nach etwa 2 Wochen nimmst du die durchsichtige Folie runter und legst dafür eine schwarze Folie für 4 bis 5 Wochen auf dein Beet. Durch diese Folie dringt kein Licht mehr und deine Unkräuter werden erstickst. Bei Bedarf kann dieser Unkraut-Trick wiederholt werden.

                Weitere Tipps gegen Unkraut im Garten

                Wenn doch mal Unkraut in deinen Beeten aufgeht, solltest du wie gesagt schnell aktiv werden und die Pflanzen jäten, solange sie noch klein sind. Dafür gibt es Werkzeuge wie die Bügelhacke, mit der rückenfreundlich im Stehen gearbeitet werden kann. Für kleinere Flächen bietet sich die Jätefaust an, mit der man vorsichtig um das Gemüse herumhacken kann.

                Um dabei wirklich effektiv arbeiten zu können, sollten deine Geräte zum Unkrauthacken scharf sein! Außerdem sollte dein Boden beim Unkrauthacken nicht zu feucht sein, sonst wachsen die Unkräuter schneller wieder an, als du gucken kannst. ;)

                Das Unkraut in den Gemüsebeeten abzuflammen, halte ich für keine so gute Idee. Denn wenn du nicht sehr vorsichtig arbeitest, kannst du auch schnell mal deine zarten Gemüsepflänzchen brutzeln. Außerdem ist das Abflammen suuuper energieaufwändig.

                Als Hausmittel für die Unkrautbekämpfung werden gerne Essig oder Salz empfohlen. Das mag gegen Unkräuter effektiv sein, aber auch gegen Gemüsepflanzen. Außerdem wird der Boden mit diesen Stoffen angereichert. Und unsere Gemüsepflanzen stehen weder auf sauren noch auf salzigen Boden.

                Eine natürliche Methode zur Unkrautunterdrückung ist das Aussäen von Gründünger. Hierfür können zum Beispiel Inkarnatklee, Winterroggen oder auch Phacelia genutzt werden. Die Gründüngersaat wird im Spätsommer bis Herbst ausgebracht und etabliert sich auf den Beeten, sodass andere Unkräuter unterdrückt werden.

                Im Frühjahr werden die Gründüngerpflanzen einfach abgemäht und flach eingearbeitet. Der Aufwuchs des Gründüngers kann auch wunderbar als Mulch genutzt werden. Hier gilt wieder, mähen, bevor die Gründüngerpflanzen Samen ausgebildet haben.

                Unkraut im Garten einfach aufessen :)

                Es gibt übrigens auch richtig leckere Unkräuter, mit denen du deinen Salat ziemlich gut aufpeppen kannst. Dazu gehören junge Löwenzahnblätter, Vogelmiere, Schafgarbe, Giersch, Spitzwegerich oder Melde.

                Am besten tastest du dich da langsam ran und mischst die (Un-)Kräuter mit zarten Blattsalaten. So kann sich dein Verdauungssystem nach und nach an die neuen, zum Teil bitterstoffreichen und ballaststoffreichen Nahrungsmittel gewöhnen.

                Mach mit beim Beete anlegen-Minikurs!

                Ich zeige dir, wie du einfach und schnell neue Gemüsebeete anlegst, die jahrelang nahezu unkrautfrei bleiben und schon im ersten Jahr super Erträge abwerfen.

                  Mit dem Absenden bestätigst du meine Datenschutzbestimmungen und erteilst mir die Erlaubnis, dir Emails mit Tipps und Angeboten zum Thema Selbstversorgung zu schicken. Du kannst dich natürlich jederzeit wieder austragen.

                  Was sind deine besten Tipps gegen Unkraut? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

                  Blattläuse

                  Die 4 wirksamsten Tipps gegen Blattläuse – ohne Chemiekeule!

                  Eine Blattlaus kommt selten allein. An einem Tag schlendere ich durch den Garten und alles sieht super aus. Ein paar Tage später bin ich wieder im Garten und die Ackerbohnen ducken sich schon fast von der Last der Blattläuse, die über sie hergefallen sind.

                  Das ist wirklich kein schönes Bild, und ich bin früher immer dezent in Panik geraten, wenn ich einen neuen, explosionsartigen Blattlausbefall bemerkt habe und wollte sofort die Blattläuse bekämpfen.

                  Heute weiß ich, dass Blattläuse wichtige Rollen im Ökosystem einnehmen und in einem diversen Garten nach und nach von anderen Tieren verspeist werden. Sie stehen nämlich auf dem Speisezettel von Blaumeise, Ohrenkneifer, Marienkäfer und Co. 

                  So richten sie gar nicht so viel Schaden an, wie ich zunächst vermutet hatte. Und trotzdem gibt es immer wieder Pflanzen, die besonders von Blattläusen geplagt werden. Wie du diese Blattläuse bekämpfen kannst, zeige ich dir in diesem Artikel.

                  Inhaltsverzeichnis
                  Wie sich Blattläuse in deinem Garten ausbreiten
                  Wann schädigen Blattläuse deinen Pflanzen?
                  Ameisen halten sich Blattläuse als Honigkühe
                  Blattläuse bekämpfen: langfristige und akute Maßnahmen
                  1. Fressfeinde von Blattläusen in deinen Garten locken
                  2. Die richtigen Beetnachbarn halten Blattläuse in Schach
                  3. Blattläuse bekämpfen mit Schmierseifen-Lösung
                  4. Anti-Blattlaus Pflanzenbrühen

                  Wie sich Blattläuse in deinem Garten ausbreiten

                  Bevor du überlegst, wie du die Blattläuse bekämpfen kannst, ist es lohnenswert, sich näher mit diesen kleinen Kerlchen zu beschäftigen.

                  Deswegen gebe ich dir in diesem Artikel exemplarisch eine kurze Einführung in den Alltag und das Liebesleben der schwarzen Bohnenlaus. Dann kannst du nämlich viel besser entscheiden, wann die Blattläuse in deinem Garten wirklich ein Problem darstellen und du die Blattläuse bekämpfen solltest – und wann du sie geflissentlich ignorieren darfst.

                  Die Eier der schwarzen Bohnenlaus (Aphis fabae) überwintern auf Sträuchern von Schneeball, Kratzdiestel und Pfaffenhütchen. Im Frühling schlüpfen dort die Stammmütter aus ihren Eiern und es werden mehrere Generationen unbeflügelter und später auch beflügelter Blattläuse geboren. Im Mai fliegen dann die beflügelten Blattläuse zu ihren Sommerwirten.

                  Im Fall der Schwarzen Bohnenlaus sind die Sommerwirte unter anderem Ackerbohnen, grüne Bohnen, Kartoffeln und Rote Bete. Auf den Sommerwirten vermehren sich die Blattläuse ungeschlechtlich weiter. Bei der sogenannten Jungfernzeugung müssen die Blattläuse keine Zeit für die Partnersuche aufwenden. Und wenn das Nahrungsangebot groß ist, geht die Vermehrung wahnsinnig schnell!

                  Obwohl die meisten Blattläuse im Sommer unbeflügelt sind, werden auch immer wieder geflügelte Blattläuse geboren. Nämlich dann, wenn sich die Bedingungen für die Blattläuse verschlechtern.

                  Das kann zum Beispiel eintreten, wenn eine Horde Marienkäfer in den Garten einzieht und über die Blattläuse herfällt. Die nächste beflügelte Blattlausgeneration kann dann einfach vor den Marienkäfern flüchten.

                  Eigentlich ziemlich genial, oder?

                  Im Herbst wandern die Blattläuse wieder auf ihre Winterwirte, wo sie ihre Eier ablegen. So beginnt der Zyklus von vorne.

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                  Wann schädigen Blattläuse deine Pflanzen?

                  Alle Blattläuse ernähren sich vom Pflanzensaft. Mit einem Stechrüssel ausgestattet, piksen sie in das Pflanzengewebe und saugen den Pflanzensaft heraus. Einige Blattlausarten geben dabei ein Drüsensekret ab, was zu Verwucherungen und Verfärbungen der Pflanze führen kann.

                  Die Blattläuse nehmen aus dem Pflanzensaft hauptsächlich die Aminosäuren auf, die Kohlenhydrate brauchen sie nicht und scheiden sie deswegen als sogenannten Honigtau wieder aus. Eine klebrige Masse, mit der du vielleicht schon mal Bekanntschaft geschlossen hast, wenn du dein Auto oder Fahrrad unter einer Linde geparkt hast.

                  Dieser süße Honigtau lockt andere Organismen an. Besonders Pilze mögen diese kohlenhydratreichen Ausscheidungen sehr gerne. Häufig siedeln sich sogenannte Rußpilze an, wodurch die Photosynthese Leistung der Pflanze verschlechtert wird. Und wenn deine Pflanzen schon richtig klebrig sind, dann ist es langsam an der Zeit, die Blattläuse zu bekämpfen, um deine Pflanzen zu retten.

                  Aber auch Bienen, Schlupfwespen und Florfliegen ernähren sich von dem Honigtau der Blattläuse! Blattläuse fördern also auch die Nützlinge in deinem Garten.

                  Nicht so erfreulich ist, dass die Blattläuse an den Pflanzensaft-Zapfstellen Viren übertragen können. Die Schwarze Bohnenlaus ist zum Beispiel potenzieller Überträger von mehr als 30 Viren!

                  Ameisen halten sich Blattläuse als Honigkühe

                  Wusstest du, dass Ameisen und Blattläuse gerne in Symbiose leben? Die Ameise beschützt die Blattlaus vor Fraßfeinden und im Gegenzug bekommt die Ameise Honigtau. Dafür trommelt sie gezielt auf den Hinterleib der Blattlaus, die dann quasi Honigtau auf Bestellung rausgibt.

                  Ameise halten sich Blattläuse als Honigkühe

                  Diese Blattläuse-Ameisen Beziehung klingt erstmal ziemlich harmonisch. Aber wenn die Blattlaus Anstalten macht, die aktuelle Wirtspflanze zu verlassen, können die Ameisen auch ganz schön rabiat sein.

                  Forscher haben nämlich herausgefunden, dass sie der Blattlaus dann gerne mal die Flügel abbeißen, um sie an der Umsiedlung zu hindern! (Klingt eher nach Sklavenhaltung als nach Symbiose, oder..?)

                  Manchmal reicht es daher nicht, nur die Blattläuse zu bekämpfen. Du solltest dir auch die Ameisen Population in deinem Garten mal genauer ansehen.

                  Blattläuse bekämpfen: langfristige und akute Maßnahmen

                  1. Fressfeinde von Blattläusen in deinen Garten locken!

                  Um die Blattläuse langfristig und nachhaltig zu bekämpfen, lohnt es sich, die natürlichen Feinde der Blattläuse zu fördern. Und die Liste der Feinde ist lang: Schlupfwespen, Marienkäfer, Schwebfliegen, Gallmücken, Florfliegen, Raubwanzen, Spinnen, Käfer, Ohrenkneifer und sogar Vögel ernähren sich von Blattläusen oder nutzen sie als Wirte für ihre Nachzucht.

                  Um den Einzug von Nützlingen in deinen Garten anzuregen, kannst du Flächen mit ausdauernden Stauden anlegen. Aber auch Hecken und Wildflächen sind gut dafür geeignet, um die Nützlingspopulation in deinem Garten zu fördern.

                  Blattläuse mit Marienkäfern bekämpfen

                  Kleiner Tipp: Ganz leicht herzustellen sind auch Insekten-Nisthölzer mit Bohrgängen. Einfach ein altes, trockenes Holzstück nehmen und Löcher mit einem Durchmesser von 3 bis 8 mm reinbohren. Die Löcher sollten nicht ganz durch das Holz durchgehen, also an einer Seite geschlossen sein. Dann noch die scharfen Kanten abschmirgeln und an einem sonnigen Plätzchen aufstellen, fertig ist das Insektenhotel!

                  2. Die richtigen Beetnachbarn halten Blattläuse in Schach!

                  Aber auch die richtigen Beetpartner können helfen, deine Blattlausplage einzudämmen, sodass du keine Blattläuse bekämpfen musst in deinem Garten.

                  Duftkräuter wie Bohnenkraut, Thymian, Lavendel und Oregano werden von Blattläusen gemieden. Bei der Ackerbohne lohnt es sich, diese sehr früh oder sogar im Herbst auszusäen. So kann sich die Jungpflanze kräftig entwickeln, solange sich die Blattläuse noch auf den Winterwirten aufhalten.

                  Ich baue außerdem Kapuzinerkresse als Blattlaus-Magnet an. Viele Blattläuse lieeeben Kapuzinerkresse und lassen andere Pflanzen links liegen, solange sie sich an der Kapuzinerkresse gütlich tun können. ;)

                  Ich bin ein riesengroßer Fan davon, Gemüse, die sich gegenseitig Schädlinge und Krankheiten fernhalten, nebeneinander zu pflanzen. Das ist einfach die natürlichste und einfachste Art, deine Pflanzen zu schützen.

                  Lade dir gerne meine Mischkulturtabelle herunter, in der du auf dem ersten Blick sehen kannst, welche Gemüse sich gerne die Wurzel reichen:

                  3. Blattläuse bekämpfen mit Schmierseifen-Lösung

                  Wenn sich die Blattläuse schon explosionsartig auf deinen Pflanzen vermehrt haben und keine natürlichen Feinde in Sicht sind, dann sollten natürlich ein paar direkte Maßnahmen her!

                  Ich habe gut Erfolge mit einer Schmierseifen-Lösung gemacht. Dafür nimmst du 1 Liter Wasser und löst darin 25 g Schmierseife auf. Die Lösung sprühst du abends direkt auf die Blattlauskolonie. Diese Prozedur wiederholst du nach ein paar Tagen.

                  4. Anti-Blattlaus-Pflanzenbrühen

                  Eine andere Möglichkeit ist das Ansetzen von Pflanzenbrühen und Kaltwasserauszügen. Hier haben sich insbesondere Brennnessel, Farnkraut, Rainfarn, Rhabarber und Wermut bewährt.

                  Für einen Kaltwasserauszug aus Brennnesseln nimmst du 1 Liter Wasser und etwa 100 g frische Brennnesselblätter und Stängel. Diese weichst du 24 Stunden im Wasser ein und siebst sie danach ab. Der Auszug wird unverdünnt auf die Pflanzen gesprüht. Das kannst du wöchentlich wiederholen.

                  Eine Rhabarberbrühe stellst du aus 1 Liter Wasser und 200 g kleingeschnittenen Rhabarberblättern her.  Diese Suspension lässt du 30 Minuten köcheln und siebst die Blätter dann ab. Die Brühe wird unverdünnt auf die befallene Pflanze gesprüht und soll besonders gegen schwarze Blattläuse wirken. Auch diese Prozedur wiederholst du ein paarmal.

                  Jetzt bist du gewappnet und kannst deine Blattläuse mit Hausmitteln bekämpfen! Aber mach dir nicht gleich riesige Sorgen, wenn du mal ein paar Blattläusen im Garten begegnest, denn in vielen Fällen regeln die Marienkäfer und Co das Problem für dich und freuen sich sogar über diesen reich gedeckten Tisch. Wenn du dein Gemüse noch nicht in Mischkulturen anpflanzt, dann lade dir unbedingt meine Mischkulturtabelle herunter – Mischkulturen sind nämlich eine effektive Methode, um Krankheiten und Schädlinge vorbeugend in Schach zu halten.

                  Was sind deine besten Tipps, um Blattläuse zu bekämpfen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

                  Fleisch einkochen

                  Fleisch einkochen: Lies das, bevor du loslegst!

                  Du möchtest Fleisch einkochen? Gut, dass du hier bist! Beim Einkochen von Fleisch gibt es nämlich einiges zu beachten – gerade, wenn es darum geht, Botulismus zu vermeiden.

                  Botulismus ist eine der schlimmsten Lebensmittelvergiftungen der Welt, die vor allem durch nicht fachgerecht eingekochtes Fleisch verursacht wird.

                  Aber keine Sorge: Solange du die richtige Einkochtechnik verwendest, ist dein eingekochtes Fleisch sicher haltbar.

                  Und wie das genau funktioniert, zeige ich dir in diesem Artikel. Viel Spaß!

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                  Fleisch und Selbstversorgung

                  Wenn du dich selber versorgen möchtest und dich nicht vegan ernährst, dann bist du bestimmt auch schon auf die Idee gekommen, dir Tiere anzuschaffen. Meine Hühner und Ziegen bereiten mir jeden Tag so viel Freude, dass ich sie nicht mehr wegdenken mag!

                  Manche finden es makaber, dass ich Fleisch von meinen eigenen, geliebten Tieren esse. Für mich ist das auch nicht leicht, und mein erstes Huhn zu schlachten war eine krasse Erfahrung!

                  Aber es ist der ehrlichste Weg, den ich kenne, denn die Tiere wachsen bei mir so frei und glücklich wie möglich auf und sind nicht eingepfercht in engen Ställen.

                  Ich finde: Wenn man schon Fleisch isst (was ja durchaus diskutabel ist), dann so. Von Tieren, die 364 wunderschöne Tage hatten – und einen schlechten.

                  Egal, ob du das Fleisch von deinen eigenen Tieren oder von einem Schlachter deines Vertrauens haltbar machen willst, das Einkochen bietet dir eine super Möglichkeit, um einen schnellen Sonntagsbraten auf Vorrat zu haben. :)

                  Fleisch einkochen vs einfrieren

                  Wusstest du, dass Fleisch in der Gefriertruhe auch nur begrenzt haltbar ist? Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt eine Lagerung bis maximal ein Jahr.

                  Besonders fettiges Fleisch ist sogar nur 1 Monat bei -18°C haltbar, denn das Fett kann auch in der Gefriertruhe ranzig werden. Wenn du das Fleisch nach der Schlachtung vakuumierst, ist es zwar länger haltbar…

                  … was dir aber auch nichts nützt, wenn deiner Gefriertruhe mal der Strom ausgeht. Wir hatten letztens einen sehr langen Stromausfall durch einen Kabelbrand in unserer Straße. Unser Haus den ganzen Tag vom Strom abgeschnitten.

                  Meine Sorge um das Fleisch unserer Tiere war groß, denn wenn man die Tiere selber aufgezogen hat und weiß, was es bedeutet ein Tier zu töten, dann hat Fleisch einen ganz anderen Wert!

                  Deswegen lohnt es sich in meinen Augen sehr, mit der Einkochen-Methode das Fleisch so zu verarbeiten, dass es auch ohne Kühlung haltbar ist.

                  Fleisch sicher einkochen – Das musst du wissen!

                  Wenn du dein Fleisch sicher einkochen willst, dann solltest du dich mit Botulismus beschäftigen. Botulismus-Bakterien vermehren sich nämlich in eiweißhaltigen Lebensmitteln (aka Fleisch ;)) besonders schnell.

                  Daher kommt auch der Name dieser Bakterien, Botulismus leitet sich vom lateinischen Wort für Wurst ab, nämlich „botulus“.

                  Die Sporen der Botulismus-Bakterien (Clostridium botulinum) werden erst bei 120 °C unschädlich gemacht. Diese Temperaturen können mit einem normalen Einkochtopf nicht erreicht werden.

                  Wenn du Fleisch einkochen möchtest, brauchst du deswegen einen speziellen Druckkessel, der konstant die richtige Temperatur halten kann.

                  Wenn du mehr zum Thema Botulismus wissen möchtest, einmal bitte hier entlang: ;)

                  Botulismus: Tödliche Vergiftung durch Einkochen

                  Marie mit Pressure Canner

                  Das richtige Zubehör, um Fleisch einzukochen

                  Wenn du Fleisch einkochen willst, solltest du richtige Einkochgläser verwenden, keine Schraubgläser. Einkochgläser sind nämlich dickwandiger als Schraubgläser, die im Druckkessel zerspringen könnten.

                  Wenn du Fleisch einkochen willst, brauchst du:

                  Ist Fleisch einkochen anders als Obst oder Gemüse einkochen?!

                  Nö, eigentlich nicht. Bei Fleisch ist die Botulismus-Gefahr aber besonders hoch. Deswegen solltest du wirklich ganz besonders gut aufpassen, dass du den richtigen Druck und die richtige Einkochzeit einhältst.  

                  Lies dir auf jeden Fall meinen Einkochen-Grundlagen-Artikel durch, bevor du loslegst, und hol dir meine Checkliste, in der ich alle Schritte für dich aufgelistet habe:

                  Die Sicher-Einkochen-Checkliste

                  Hier kannst du dich gerne für meine Anti-Schimmel-Checkliste eintragen:

                  Rezept, um Rinderbrühe einzukochen

                  Hier kommt als Beispiel ein Rezept zum Einkochen von Rinderbrühe:

                  Zutaten

                  • etwa 4 l Wasser
                  • 1 kg Rinderknochen mit Mark
                  • 1 kg Rindfleisch zum Kochen (z.B. Beinscheiben)
                  • 1 kg gemischtes Gemüse, gewürfelt (z.B. Möhren, Sellerie, Lauch, Petersilienwurzel)
                  • 2 Zwiebeln, halbiert, mit Schale
                  • 2 Knoblauchzehen
                  • 3 ganze Lorbeerblätter
                  • 10 Pfefferkörner
                  • 10 Wacholderbeeren
                  • 5 Pimentkörner
                  • nicht jodiertes, unbehandeltes Salz und Pfeffer nach Geschmack

                  Rinderbrühe einkochen

                  1.  Die halbierten Zwiebeln mit der Schnittfläche nach unten in einen großen Topf geben und ohne Öl rösten, bis sie braun sind.

                  2. Das Fleisch und die Knochen in den Topf schichten und das gewürfelte Gemüse, sowie die Gewürze darüber geben. So viel Wasser in den Topf füllen, bis alles gut bedeckt ist.

                  3. Die Suppe zum Kochen bringen. Nach dem Aufkochen die Temperatur reduzieren, sodass die Suppe nur leicht köchelt. Der an der Oberfläche gebildete Schaum kann nach etwa einer Stunde abgeschöpft werden.

                  4. In der Zwischenzeit, die Gläser reinigen und den Druckkessel nach Anweisungen des Herstellers vorbereiten.

                  5. Nachdem die Suppe etwa 2 Stunden geköchelt hat, können das Fleisch und die Knochen entnommen werden. Die heiße Brühe wird vorsichtig durch ein mit einem Käsetuch oder Abseihtuch ausgelegtes Sieb passiert.

                  6. Die heiße Brühe in die heißen Gläser geben und dabei 2-3 cm Abstand bis zum oberen Glasrand lassen.

                  7. Glasränder abwischen und mit den Deckeln und Klammern verschließen*.

                  8. Die gefüllten Gläser bei 10 Pounds mit einem „Weighted Gauge“-Druckkessel und bei 11 Pounds mit einem „Dial Gauge“-Druckkessel für 20 Minuten einkochen.  

                  Dieses Rezept bezieht sich auf Einkochgläser mit einem Fassungsvermögen von 250-500 ml. Wenn du andere Glasgrößen verwendest, kann die Einkochzeit variieren.

                  Der angegebene Druck in dem Rezept gilt bei den „Dial Gauge“-Druckkesseln für Höhen bis 600 m und bei den „Weighted Gauge“-Druckkesseln für Höhen bis 300 m über dem Meerespiegel. In höheren Lagen muss der Druck entsprechend angepasst werden.

                  Tipp: Wenn du deine Brühe lieber mit Fleischeinlage magst, dann kannst du das Fleisch natürlich zerkleinern und auf die Einkochgläser verteilen. Mit Suppenfleisch verlängert sich die Einkochzeit auf insgesamt 75 Minuten.

                  Viel Spaß und Erfolg beim Fleisch-Einkochen! :)

                  Mach mit bei der „Mach deine Ernte haltbar“-Challenge!

                  Es ist endlich wieder soweit und meine  “Mach deine Ernte haltbar“- Challenge hat begonnen! Jeden Sommer veranstalte ich diese Challenge, damit wir uns gegenseitig austauschen und motivieren können, um unsere Vorratsschränke mit allerlei Leckereien zu füllen. Es macht immer super viel Spaß, Fotos zu tauschen und über die eingemachten Schätze im Vorratsschrank zu staunen!

                  Wenn du deine Ernteüberschüsse haltbar machen möchtest und Lust auf Austausch hast, dann mach gerne bei der Challenge mit – gemeinsam füllen wir unsere Vorratsschränke im Nu!

                  Zur Challenge!

                  Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit dabei bist! 

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                  *Dieser Artikel enthält Werbung für den Wurzelwerk-Onlineshop.